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Constantine
08.05.2016, 23:53
http://fs5.directupload.net/images/160508/8wv4g5mb.pngKöniglicher Palast, Thronsaal

Der pechschwarze Mond warf sein dunkles Schattenbild durch das verzierte Glasfenster. Langsam wanderte es über den marmorierten Fußboden, blieb dann schließlich bei dem aus edlen Elfenholz gefertigtem Rednerpult haften. Hoch erhobenen Hauptes schritt Prinzessin Kaja über den roten Teppichboden, dass aus Edelsteinen besetzte Kleid ließ bei den anwsenden Adleigen Frauen den blanken Neid hervorkeimen. Leises Getuschel hallte in dem Saal, als Prinzessin Kaja endlich die letzte Stufen erklamm und beinahe über ihre eigenen Füße stolpert. In letzter Sekunde griff die Hand des Königs Konrad nach seiner Tochter. Mit einem sanften Lächeln, dass sagt, das alles gut werden würde, drückte der Vater seine Tochter an sich. Stolzen Blickes überreichte er der Prinzessin dann endlich das in Gold verzierte Zepter. Alle Blicke richteten sich nun auf Kaja, die hinter dem Redner Pult stand, während König Konrad neben dem Königsthron Platz nahm und seine Augen durch die Reihen der Anwesenden schweifen ließ. Das Getuschel erstarb sofort. Prinzessin Kaja begann nun mit einer ihrer berüchtigen Reden, die im gesamten Land übertragen wurde.

Vor dem Königspalast, Rosengarten

Wachsam ruhten die Augen der Walküre durch den mit schneeweißen, bepflanzten Rosen die, die Prinzessin in mühevoller Handarbeit zusammen mit ihren Helfern die letzten drei Jahre angepflanzt hatte. Den Griff stets an ihrem Schwertknauf halten, blieb die Hochinquisitorin unter einem Eichenbaum stehen der noch noch dieses Jahr Früchte tragen würde. Die Walküre pflückte einen Apfel, sah sich die goldglänzende Frucht an und biss hinein, als etwas anderes ihre Aufmerksamkeit erregte, ließ sie das Fruchtstück sofort fallen. Schnellen aber ruhigen Schrittes trugen sie ihre Füße zu den am Boden liegenden Gegenstand. Hochinquisitorin Faldahon beugte ihren Oberkörper leicht herunter, um den Gegenstand aufzuheben. Ein metallener Helm der königlichen Garde. Faldahon drehte den Helm um und ihre Augen ruhten auf den rubinroten Fleck, bis die Walküre ihr Haupt erhob und dutzende Leichen erblickte, die wie ein Turm aufeinander gestapelt in den Himmel ragten. Das Blut der Palastwachen tropfte von den schneeweißen Rosen in die Erde hinein, als Faldahon eine Gestalt, die wie ein König auf dem Thron auf dem Leichenberg saß. Das süffisante, grausame Lächeln ließ den kleinen Körper wie einen Dämonen wirken. Plötzlich wurde aus einem Schatten zwei, aus zwei Hunderte, alle stürmten auf den Palast zu. Der Walküre standen gleich 80 Schattenkrieger gegenüber, welche ihre Klingenwaffen zückten, als diese plötzlich einen kleinen, kaum wahrnehmbaren Schmerz in ihrem Nacken verspürte. In Ihrer Haut steckte eine feine, aus Edelstahl bestehende Nadel, dass Gift setzte sich mit jeder Sekunde in ihren Blutkreislauf ab. Der Schütze musste irgendwo über ihr gestanden haben. Die Schattenkrieger griffen die Walküre an.


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Crim Perlenia stand, wie der Hauptmann der königlichen Garde etwas abseits des Geschehens. Beide hatten sämtliche Anwesenden, sowie alle vorhanden Ausgänge des Thronsaals im Blick. Plötzlich erblickten ihre geübten Augen einen Schatten außerhalb des Gemäuers. Ohne die Gäste zu beunruhigen, verschwand sie. Als die Kriegerin vor den Toren des Königspalast stand, hörte sie das aufeinander Prallen von Stahl. Es war scheinbar richtig ihren Instinkten zu vertrauen, genauso wie auf den Rat des Hauptmannes zu hören. Mit gezücktem Schwert rannte Perlenia zu dem Rosengarten und blickte mit Entsetzen auf den Leichenberg und musste ihre Nase bei dem würgenden Dunst zu halten. Als die Schattenkrieger Crim bemerkten, griffen diese sie sofort an.

Rosered_Strauss
13.05.2016, 13:03
http://abload.de/img/fenia27cki8.pngDer Tag würde ein bedeutsamer werden - das hatte Fenia bereits früh morgens gespürt. Und so kam es, dass sie sich schliesslich inmitten des königlichen Gartens wiederfand, um sich dort umzusehen. Der Grund, warum Sie nicht im Thronsaal war, um sich eine der Reden der Prinzessin anzuhören, hatte keinen rationalen Grund. Doch ihr Bauchgefühl sagte Ihr, dass ihre Präsenz andernorts wichtiger war. Langsamen Schrittes ging sie auf dem Weg entlang zum Zentrum des großen Gartens, in dem ein alter, stolzer Apfelbaum stand. Ihre pechschwarze Rüstung, die Sie als Zeichen ihres Status' angelegt hatte, bildete einen scharfen Kontrast zu den schneeweißen Rosen, die die Königstochter so innig liebte. Beinahe gespenstisch schien Ihr die Ruhe, die Sie hier empfing, war doch aller Trubel innerhalb des Palastes zu finden. Als ihre Schritte Sie schliesslich vor den Baum getragen hatten, ergriff Sie eine der bereits reifen Früchte, und pflückte Sie. Kurz besah sie sich die golden glänzende Frucht, ehe Sie sich einen herzhaften Biss genehmigte. Die Ruhe des Gartens beeinflusste auch Sie, eine Ruhe, die sie bitter nötig hatte. Als Sie jedoch die Augen schloss, stand Sie nicht mehr inmitten eines Feldes weisser Blumen - vor ihrem inneren Auge hatten die Blütenblätter eine blutrote Farbe angenommen, die sich langsam ausbreitete. Ruckartig öffnete Sie die Augen wieder - und sah etwas inmitten der wieder weißen Blumen. Sie legte die angebissene Frucht auf einer der bereit stehenden Bänke ab und schritt zu dem glänzenden Gegenstand hin, der ihre Aufmerksamkeit erregt hatte.

Als sie danach griff, stellte sich heraus, dass es ein Helm war - ein Helm der königlichen Wache, um genau zu sein. Blut prangte darauf, Blut, das eine Spur hinterliess und bis zu einem aufgeschichteten Haufen von Leichen führte. Ihr Blick, immer noch aussichtslos, brannte sich in die Leichen. Sämtliche Alarmglocken schrillten, als Sie schliesslich sah, dass eine lebendige Gestalt auf dem Leichenberg saß. Und nicht nur das - jetzt, da Sie Sie sehen konnte, sah Sie immer mehr gerüstete Krieger, bis der ganze Garten voll von Ihnen zu sein schien. Magie! schoss es Ihr durch den Kopf, während Ihre Sinne schärfer wurden. Man hatte Sie - man hatte wohl alle hier - mit Magie getäuscht. Das Scharren von aus Schwertscheiden gezogenen Klingen durchbrach die Stille des Gartens, als sie einen kurzen Stich im Nacken spürte. Blitzschnell griff Sie dorthin und fand eine Stahlnadel vor, wie sie von Attentätern gerne einmal verwendet wurde. Eine schleichende Taubheit breitete sich von der Stelle aus, als Sie ihre Augen zusammen kniff. Gift! Sie war vergiftet worden! Doch das war im Moment nur eine zweitrangige Sorge, denn die Söldner warteten nun nicht länger, sondern griffen an. Stählerne Stiefel trampelten durch die Beete und zerdrückten die Blumen unter Ihren Sohlen, als die unschuldige Schönheit des Gartens mit jeder Sekunde weiter zerstört wurde.

Und während der Funke des Zornes in Ihr entzündet und immer weiter angefacht wurde, zog sie scheinbar seelenruhig ihre eigene Klinge, während der unheilvoll wirkende Bidenhänder auf Ihrem Rücken verweilte. "Seid beglückwünscht - Euer plötzliches Auftauchen sichert einem von Euch das Leben. Denn ich habe Fragen, die einer Antwort bedürfen." Die Krieger hatten sie beinahe schon erreicht, als sie sich wie in Zeitlupe in Haltung brachte. "Dem Rest jedoch..." meinte Sie, als Sie noch einen winzigen Augenblick verstreichen liess und dann blitzschnell vorschoss. Sie musste Sich ihrer Feinde erwehren, ehe das Gift sie überwältigte. Sie wusste, was Sie zu tun hatte - und so erfüllte eine tiefe Selbstsicherheit Sie, als sämtliche Gedanken aus ihrem Kopf schwanden und Sie sich nur noch den Reaktionen Ihres Körpers überliess. Mit einer Drehung, die man eher von einer Tänzerin denn von einer gepanzerten Frau erwarten sollte, wirbelte Sie an den ersten Schwertern vorbei und fand Sich inmitten der Soldaten wieder. Ein schneller Streich schlug die Waffe ihres ersten Kontrahenten beiseite, der schlicht nicht stark genug war, um ihr in Sachen Kraft Paroli bieten zu können. Sie schlug in gleicher Richtung noch die Waffe eines anderen zur Seite, um dann dem immer noch deckungslosen Soldaten die Klinge in den Hals zu jagen. Sein Kopf löste sich und flog über die wogende Menge der Leiber hinweg, die auf sie zustürmten. Das erste Opfer. Sie wirbelte in einer Pirouette herum und duckte sich, tauchte so unter den Streichen ihrer Kontrahenten hindurch und schlitzte die Waden der Umstehenden auf. Noch während diese strauchelten, drehte sie sich weiter und stemmte sich nach oben. Erneut zog sie einen blutigen Kreis, als sie ihre Hälse durchtrennte. Blut spritzte in weitem Bogen umher, als Sie jedoch nicht inne hielt und auf ihren nächsten Gegner zusprang. "Ich bin die hohe Inquisitorin Faldahon - und Eure Taten verurteilen Euch zum Tode durch meine Hand!" donnerte Sie.


50 Gegner insgesamt/ 5 Gegner ausgeschaltet

Auren
13.05.2016, 17:58
http://fs5.directupload.net/images/160513/do8hdg6n.jpg Wegen der Zeremonie hatte Crim in den letzten Tagen viel Stress und Arbeit. Alles musste durchdacht werden. Aufstellung der Palastwachen, Bereitschaft, sowie viele weitere unzählige Dinge. Welche die Kriegerin am liebsten vergessen würde. Alles nur für diesen Moment, aber es hat sich gelohnt. Die Gäste fühlten sich sicher und nicht beunruhigt. Zudem gab es auch keine Vorfälle. Trotzdem stimmte etwas nicht. Aus diesem Grund folgte Crim dem Rat des Hauptmanns und stellte sich etwas abseits vom Geschehen. Von ihrer Position aus konnte man alles wunderbar erblicken. Alles lief bis jetzt glatt.

Der kleine Ausrutscher der Prinzessin zeigte wohl wie nervös sie war. Man wird ja nicht jeden Tag zur Prinzessin gekrönt. Leider störte etwas den Frieden. Crim bemerkte einen Schatten. Vielleicht sogar eine Person die womöglich nicht auf der Gästeliste stand. Da es ihr zu Verdächtig war, folgte die Kriegerin dem Schatten und fand sich vor den Toren des Palastes wieder. Kampfgeräusche waren deutlich zu hören. Stahl prallte auf Stahl. Schreie der Verwundeten. Ohne zu zögern zog die Kriegerin ihr Schwert aus der Scheide heraus. Auch ihren Schild, welchen sie stets auf den Rücken trug, wurde zur Hand genommen. Sie folgte den Kampfeslärm in Richtung des Rosengartens. Dort erblickte sie als erstes, einen Berg aus Leichen. Es waren die Soldaten die für den Garten eingeteilt wurden. Zwanzig oder mehr Körper wurden auf gehäuft. Ihr entsetzter Blick sprach Bände. Der Geruch von toten Fleisch setzte sie auch etwas zu. Nur mit zugehaltener Nase konnte sie weiter voran gehen. Leider genau dort, wo bereits ungefähr zwanzig Angreifer in den Palast stürmen wollten.
Zwanzig gegen einen. Das war selbst für Crim deutlich zu viel. Trotzdem, niemand von denen durfte den Palast betreten. Das würde sie selbst nicht verzeihen. Also blieb nur der ungleiche Kampf auf offenem Gelände.

Vier Bogenschützen eröffneten das Feuer auf Sie. Crim versteckte sich hinterm ihrem Schild. Sodass alle Pfeile daran abprallten. Man wollte wohl kurzen Prozess mit ihr machen, aber so leicht war die Kriegerin nicht zu besiegen.
Zwei Angreifer entschlossen sich zum Angriff zu übergehen. Nach deren Haltung, bemerkte Crim recht schnell das es womöglich Söldner waren. Vermutlich alles gut trainierte Attentäter.
Einem rammte sie den Schild entgegen. Wodurch er zu Boden fiel. Der Andere hatte weniger Glück und durfte an eigenen Leib erfahren wie scharf ihr Schwert war. Indem sie ihn die Hand abschlug.
Der am Boden liegende rappelte sich schnell auf. Doch es war vollkommen vergebens. Noch bevor er nach seine Waffe greifen konnte, stach Crim ihn von hinten nieder. Es war ein schneller Tod.
Neunzehn waren Übrig. Einen davon konnte sie erst mal getrost ignorieren.

Drei weitere wollten ihr Glück versuchen. Doch aus drei wurden fünf und dann sechs. Mit gezogenen Waffen stürmten sie an die Kriegerin heran. Den ersten wehrte sie mit ihrem Schild ab. Den zweiten, drängte Crim mit ihrem Schwert nach hinten zurück. Der Dritte wurde einfach beiseite getreten. Nur um Nummer vier mit dem Schwert den Schädel zu spalten. Wortlos und Blut spritzend viel der Körper zu Boden. Der Fünfte und Sechste umrundeten Crim und versuchten ihr Glück von hinten, aber so dumm war sie nicht. Mit einer leichten Drehung und den Schild zu den Angreifern richtend, traf sie deren Gesichter. Beide gingen zu Boden und waren fürs erste außer Gefecht.
Jetzt schon zeigte sich die Erschöpfung in ihren Bewegungen. Einen langen Kampf würde Crim so nicht überstehen. Trotzdem gab sie nicht auf. Der erste der aufstand, wurde der Kopf mit dem Schild zertrümmert. Der wie eine Keule in diesem Fall benutzt wurde. Das Blut spritze überall hin.
Ihren Schild lies sie auf den toten Körper liegen. Nun zog sie ihr Kurzschwert heraus und rammte es seinem Kameraden in den Hals. Blut spritzend und schreiend wälzte sich dieser am Boden. Der Rest überdachte kurz die Strategie und hielten nun etwas Abstand zu ihr. Die Bogenschützen sollten dies nun Regeln. Drei von vier kamen zu ihrem Schuss. Der vierte hatte plötzlich ein Wurfmesser in der Brust stecken. Zwei Pfeile rasten derweil an Crim vorbei. Den dritten wehrte sie mit ihrem Schwert ab.

Die Schattenkrieger waren kurz aus der Fassung. Somit hatte Crim eine kleine Verschnaufpause und konnte einen Blick auf die Quelle des Kampflärmes wagen. Dort sah sie nur grob eine weitere Person, die gegen eine wirklich hohe Anzahl Kriegern bekämpfte. Wer diese Person war, konnte Crim allerdings nicht erkennen. Dazu waren die Bewegungen viel zu schnell. Außerdem war sie selbst schwer Beschäftigt.

Der einhändige Schattenkrieger hatte nicht genug. Er zog einen Dolch hervor. Mit einem Tritt wurde dieser jedoch aus seiner Hand geschlagen und mit einem weiteren gegen seinen Kopf, verlor dieser das Bewusstsein.
Crim hielt sie in Schach. Jedoch wusste sie nicht, ob sie die Oberhand hatte oder nicht. Allein hatte sie keine Chance. Deswegen rief sie, so laut ihre Stimme vermag. „Wachen angetreten!“ Das klappern von Rüstungen war kurz nach ihrem Ruf zu vernehmen. Keine Minute später kamen zehn Palastwachen zu ihr geeilt. Sofort wurde denen die Situation bewusst und zogen ihre Waffen. Nun war es ein ausgeglichener Kampf. Die Wachen stürmten auf die Schattenkrieger zu.
Ihnen wurde nun klar, dass der Überraschungsmoment aufgeflogen war. Somit blieb nur noch der offene Kampf.
Die Soldaten drängten den Gegner zurück. Crim stand jedoch nicht tatenlos herum. Nein sie war mitten drin in der Schlacht. Zusammen drängten sie den Feind anfangs zurück. Jedoch machten die Bogenschützen einen Strich durch die Rechnung. Ihre Pfeile sausten an Crim vorbei und streckte den ersten ihrer Kameraden nieder. Somit stoppte der Vormarsch fürs erste.
Schnell wurde der Kriegerin bewusst, dass die Bogenschützen so schnell wie möglich beseitigt werden müssen.
Zum Glück eilte rasch die königliche Garde herbei. Einer von ihnen schleuderte seinen Speer in
die Richtung und traf einen Bogenschützen, welcher sofort zu Boden ging. Nun waren die Schattenkrieger deutlich unterlegen und begannen sich neu zu formieren um das zu ändern. Crim befahl ihren Soldaten in Formation zu gehen. Den Vorteil wollte die Kriegerin nutzen um ihren Verbündeten zur Hilfe zu eilen, aber leider lief Crim mit ihren Soldaten leider in die Falle hinein. Nun hieß es zwanzig gegen ungefähr neunzig.

Rosered_Strauss
13.05.2016, 21:24
http://abload.de/img/fenia27cki8.pngFenia hatte sich schon längst Ihrer Wut ergeben, und drosch nun auf ihre Gegner ein. Sie wusste, dass Sie ihre Gegner schnellstmöglich besiegen oder zumindest aufhalten musste - denn sobald das Gift seine volle Wirkung entfaltete und den Widerstand Ihres Körpers dagegen überwand, konnten die Schattenkrieger sie ungehindert passieren. Ganz zu schweigen davon, dass Sie dann höchstwahrscheinlich sterben würde. Doch Sie durfte hier nicht einfach so sterben! Wenn Sie sterben würde, dann würde es ein Symbol sein - und nicht gegen gesichtslose Söldlinge, die Sie aufgrund Ihrer Anzahl überwältigten. Doch noch war sie nicht konzentriert genug. Noch kämpfte Sie nicht mit allen Mitteln - konnte es nicht. Aber Sie näherte sich an. Wie eine Tänzerin wirbelte Sie umher, duckte sich unter den meisten Schlägen hindurch oder wirbelte an ihnen vorbei. Einige wenige durchbrachen ihre Paraden, drangen in Ihre Rüstung ein, doch Sie umarmte den Schmerz und hielt nicht inne. Nie blieb Sie stehen, sie war ohne Unterlass in Bewegung. Ihre Klinge sang, hielt ebenso wenig inne wie sie selbst. Ihre Atmung ging ruhig und gleichmäßig, als sie mit einem Streich nach unten gerade den Waffenarm eines Schattenkriegers durchtrennte. Unter ihrem Streich brach der Boden leicht auf - ein Riss, kaum tiefer als ein paar Spann. Doch er zeigte Ihr, dass sie es bald geschafft hatte. Am Rande Ihrer Aufmerksamkeit hörte Sie, dass eine Stimme nach der Palastgarde rief. Also waren die Aggressoren bemerkt worden. Das war gut. Noch tiefer versank Sie in der Meditation des Kampfes, ehe sie schliesslich Ruhe umgab.

In Fenias Verstand herrschte nun Stille - eine beinah meditative Stille, nur unterbrochen vom Rauschen des Blutes, das durch ihre Venen pulsierte.
Sie führte eine schnelle Drehung aus. Eine Parade erfolgte. Ihre Augen erfassten eine Waffe, die beiseite gestoßen wurde. Es folgte ein Tritt in den Unterleib, sodass der Leib des Feindes sich nach vorne beugte. Daraufhin ein schneller Sprung über den Stich eines Feindes hinter Ihr. Das Blitzen ihrer eigenen Klinge, die mit aller Macht nach unten sauste und dem gerade getretenen Mann den Schädel spaltete.
Thump. Ein leises Lächeln kroch auf Ihre Züge. Sie hatte es geschafft. Sie hörte nun ihren gleichmäßigen Herzschlag, während die Zeit um Sie herum langsamer zu fliessen schien.
Das rechte Bein hielt das Gleichgewicht, während Sie das linke in einem Ausfall nach vorne stemmte und Sie den Kämpfer vor ihr mit der Schulter rammte. Er verlor das Gleichgewicht, der nachfolgende Stich liess Ihn das Leben verlieren. Ein Blitzen von rechts. Ihre linke Hand schnellte zur Seite, ergriff den Speer knapp unter der Spitze. Kurz erschien das Gesicht des Kerls wie eingefroren. Es sah überrascht aus. Ihren Sicheren Stand ausnutzend, riss sie Speer samt Mann in die Luft und schmetterte ihn zu Boden.
Thump. Ein dumpfes pulsieren mischte sich unter die Ruhe ihrer Herzschläge. Schmerz. Jemand hatte ihr gerade in den Rücken gestochen. Ein leises Lodern - Ihr Zorn flackerte auf. Sehr gut.
Sie wirbelte herum, enthauptete einen unvorsichtigen Schattenkrieger mit beiläufiger Eleganz. Sie rammte ihr Schwert in den Boden unter Ihr. Sie fühlte das Pulsieren Ihres Herzens, Ihrer Kraft, ihre Selbstsicherheit. Ihr Lächeln wurde breiter, schmaler. Ihre Augen versprachen den Tod. Sie riss das Schwert in weitem Bogen senkrecht nach oben. Erdstücke und Gesteinsbrocken flogen Ihnen entgegen, blendeten Sie. Noch während Sie Ihre Arme hochrissen, war Sie unter Ihnen. Ihre Klinge brachte den versprochenen Tod.
Thump. Ihre Bewegungen wurden träger, das konnte Sie spüren. Doch Sie würde die Zeit nutzen. Sie würde Ihnen zeigen, zu was Sie in der Lage war, selbst, wenn Sie schliesslich überwältigt werden würde. Sie würde es Ihnen Allen zeigen!
Ihr nächster Schwung riss tiefe Furchen in die Erde. Splitter aus Erde und Stein trafen die Umstehenden, raubten Ihnen erneut die Sicht. Doch nicht Ihr. In einem Herzschlag war Sie unter Ihnen, liess Ihr Schwert kreisen. Blut spritzte, Schreie verstummten, Waffen und Gliedmaßen fielen zu Boden. Ein Ruck ging durch Ihren Leib, als ein Speer Ihren linken Arm durchbohrte. Nicht innehalten! Stillstand würde Ihr Ende sein. In einer Pirouette wirbelte Sie herum, während Ihr Haar um Sie herum flatterte. Ihre blutroten Augen blitzen, weit aufgerissen waren Sie. Sie erblickte den Mann, der kreidebleich war. Kein Wunder. Ihre Schwarze Rüstung war über und über mit Blut bedeckt, zum Teil mit Ihrem Eigenen, zum weitaus größeren Teil mit dem Ihrer Feinde. Wie viele hatte Sie nun schon getötet? Zehn? Zwanzig? Egal. Ihre Klinge sauste hinab. Zumindest einer mehr.

Tatsächlich hatte sich der Kreis um die Hochinquisitorin vergrößert statt verkleinert. Die anfängliche Entschlossenheit war ein Stück weit gewichen, als sich Furcht in den Herzen der Männer breitmachte. Hier war dieses... Mädchen, diese sogenannte Heilige. Eigentlich doch nur eine Erfindung der Kirche, hatte man Ihnen gesagt. Gefährlich, ja. Das hatten Sie alle gewusst. Doch einfach nur eine Kämpferin wie alle Anderen. Zwar ein Symbol, aber eines, das man erschlagen konnte. Doch auf diesen Kampf waren Sie nicht ausreichend vorbereitet gewesen. Hier stand dieses 'Mädchen' - nein, hier stand Sie, die Inquisitorin. Sie blutete aus mehreren Wunden, Ihr linker Arm hing schlaff an Ihrer Seite hinab, immer noch steckte ein Teil des Speeres darin. Der schwarze Glanz der Rüstung war durch karmesinrote Schlieren erweitert worden, was dem Ganzen einen unheilvollen Glanz verlieh. Blut hatte auch die Spitzen ihres offenen Haares benetzt. Doch Ihr Blick war klar, und immer noch zeichnete sich lediglich dieses feine Lächeln auf Ihren Lippen auf. Sah Sie Sie überhaupt? Oder war Sie gefangen in Ihrem Tanz aus Blut und Tod? Die Männer wussten es nicht. Sie schrien ihre Wut, ihre Verzweiflung, ihre Angst hinaus; just dann, als ein weiterer der Ihren starb. Der Tanz ging weiter.

50 Gegner gesamt/ 23 Gegner ausgeschaltet
Musik zur Stimmung: https://www.youtube.com/watch?v=2dmrr3DxUK4

Constantine
13.05.2016, 21:52
http://fs5.directupload.net/images/160508/8wv4g5mb.png Königlicher Palast, Rosengarten Der in der Erde entstandene Riss vergrößerte sich, mehr und mehr Soldaten bekamen es langsam mit der Angst vor ihrer blutrünstigen Gegnerin zu tun. Doch womit Hochinquisitorin Faldahon nicht rechnete, war das sich unter den Reihen der Feinde jemand befand, der es mit ihr aufnehmen konnte. Mit einer Walküre aufnehmen konnte! Nach dem Faldahon einen weiteren Gegner niederstreckte, das Blut lief ihre Hand herunter, der Schmerz wurde komplett ignoriert, machte sie nur noch stärker. Plötzlich wurden vor ihren Augen zwei weitere Soldaten aus der eigenen Reihe auf bestialische Weise umgebracht. Ihre leblosen Körper einfach beiseite geworfen, stand der Walküre eine zierlich, wirkende Gestalt entgegen, die azurblauen Augen fraßen sich in die ihre blutroten, das bestialische Grinsen auf dem Gesicht kam einer dämonischen Fratze gleich. Langsam beschleunigte jene Gestalt ihre Schritte, rannte in unmenschlicher Geschwindigkeit auf Faldahon zu. Es flogen zwei Wurfmesser auf die Walküre zu, welche sie mit einer geschmeidigen Drehung ausweichen konnte. Die spitzen Geschosse sausten dicht an ihrem Helm vorbei, so dass sie die Präzision in dem Wurf noch spüren konnte, doch ließ der Gegner ihr keine Zeit, keine Zeit Kraft zu schöpfen, so sauste eine messerscharfe Streitaxt auf Faldahon nieder, die eigentlich für so eine zierliche Person viel zu groß war. Im Gegenzug parierte Faldahon den Angriff in dem sie mit ihrem Schwert das Schneideblatt der Axt ablenkte. Bei der Wucht des Aufpralles sackte der Boden unter ihren Füßen zu einem Krater herunter. Immer wieder droschen beide aufeinander an, wobei Faldahon langsam gefährlich zurück gedrängt wurde. Der Boden drückte unter ihren Füßen immer weiter durch, bis bei dem nächsten Schlag sogar der uralte Baum aus den Wurzeln gerissen wurde und rücklings in das Blumenbeet krachte.

Ironhide
13.05.2016, 22:54
http://abload.de/img/isenhorn2skg8.png
Nun war der Tag also gekommen, wo seine geliebte Schwester offiziell zur Nachfolgerin seines und ihren Vaters ernannt wurde. Isenhorn stand, wie es die Bräuche und die Etikette vorschriebt auf der anderen Seite des Thrones. Als ihr Bruder war es sein Recht und auch seine Pflicht, ihr zur Seite zu stehen. Außerdem würde er sie niemals so bloßstellen, und mit Abwesenheit glänzen. Es wurde einfach von ihm erwartet, das er dort stand. Wenige schritte hinter dem Thron stand die königliche Garde, rechts und links daneben einige hohe Gelehrte die am Hof ihren Platz hatten, weitere Familienmitglieder der Willensteins, Bedienstete und hohe Gäste des Königs. Isenhorn blickte zu den Gästen aus hohen und niederen Häusern, Adlige die eine sehr lange und ruhmvolle Geschichte hatten, wichtige Handelsleute und Gesandte aus fernen Ländern, die gekommen waren um dem ganzen Schauspiel beizuwohnen. Und hier stand nun also auch er, nur eine Handbreit von der zukünftigen Regentin entfernt. Er war sich dessen bewusst, das ihn alle sahen und nicht nur hier im Thronsaal. Seine edelste Rüstung trug er, Silbern und golden schimmerte es überall, Selbst das Kettenhemd, welches er trug war tadellos. Arm- und Beinschienen waren von seinen Bediensteten die letzten drei Tage und Nächte auf Hochglanz gebracht worden, die Stiefel geputzt und sogar die Nieten seines Schwertgurtes waren ohne jeglichen Makel Seine Linke Hand ruhte auf dem Heft seines Schwertes, zwischen den Fingern den Rubin. Auf seinem Brustpanzer prangte das Wappen des Hauses Willenstein, nicht einfach aufgemalt, nein, per Hand in aufwendiger Kleinarbeit eingestanzt. Dazu trug er abschließend noch den Umhang in den Farben seiner Familie, halb weiß und halb rot. Bogen und Köcher waren hier fehl am Platz. Diese Rüstung würde er wohl kaum im Kampf tragen, dafür war sie zu Wertvoll und eher für Anlässe wie diesem gedacht. Außerdem hatte er da eine besser, die zwar schlichter war, doch immer noch aufwendiger als die der meisten anderen Ritter.

Seine Schwester hielt ihren Monolog, die Gäste hingen ihr gebannt an den Lippen. Isenhorn selbst hörte nicht zu. Nicht weil es ihn langweilte, er kannte die Rede schon, hatte er seine Schwester doch schon seid Tagen damit üben gehört und durfte mehrmals für sie als Testpublikum herhalten. Alles ließ er über sich ergehen. Es war nicht so, das er es ihr nicht gönnte, doch nur zu gerne würde er dort nun stehen und den Menschen sagen, was es zu sagen gab. Wahrscheinlich wäre es das gleiche gewesen, wie er noch vor der Zeremonie seinem Vater gesagt hatte. Erneut stieg die Wut in ihm auf, bei den Gedanken an das Gespräch.
“Gewalt kann ich nicht gutheißen!“, hatte sein vater gesagt. “Kummer, Leid und ein zerstörtes Land, das haben wir der Gewalt zu verdanken!“, hatte er getobt. Doch Isenhorn war nicht derjenige, der wie ein räudiger Straßenköter den Schwanz einzog, wenn man ihn anbrüllte. Er brüllte zurück. Er drängte darauf, das sein Vater endlich stärke zeigen musste. Was solle das reden bringen, wenn im Norden immer wieder Horden von Orks einfielen und die Dörfer niederbrannten, Menschen verschleppten, Vieh und Ernte stahlen und nichts als Verwüstung zurückließen? Zuletzt hatte sie sich sogar an eine kleinere Stadt gewagt und die Wache dort hatte ihnen kaum etwas entgegen zu setzen.
Es war das Glück der Kleinstadt, das ein paar Ordensritter seiner Inquisition und gute vierzig Ordensbrüder anwesend waren. Eigentlich waren sie nur auf der Durchreise und hatten Halt gemacht, um am nächsten Tag weiter Richtung Westen zu reisen. Zwei der fünfzehn Ritter waren gefallen, gut die Hälfte der Fußsoldaten aber zusammen mit der Stadtwache hatte sie die kleine Gruppe von Orks wieder vertreiben können.

Doch der König sah das anders. Er verurteilte die Gewalt und das schier sinnlose Gemetzel von Mensch und Ork. Bevor aber das nächste Wort fiel, hatte sich seine Schwester eingemischt und die beiden erinnert, was heute für ein Tag war. Keiner von beiden hatte es vergessen und vorerst war der Streit beiseite geschoben.
Er schüttelte den Gedanken ab und blickte in die Menge. Ganz hinten im Raum standen weiter, edele Ritter. Sein Vater wusste es nicht, aber Isenhorn dafür umso besser. Allesamt Männer der Inquisition. Ordensritter, wie sie genannt wurden, exzellente Kämpfer und treue Anhänger der Kirche Gaias. Und alle bedingungslos loyal ihm gegenüber. Dreizig hatten sich eingefunden, so wollte es der Prinz. Auf die Frage eines seiner Inquisitoren, ob er seinen Vater vorführen wolle, antwortete Isenhorn mit der Wahrheit. Nichts dergleichen führe er im Schilde, aber dieser Moment ist zu wichtig, als das er den Schutz nur der Palastwache anvertraute. Denn die meisten waren nichts weiter als Dekoration, wie er fand. Seid Jahren hatten sie kein wirkliches Schlachtfeld mehr gesehen und nur die wenigsten wie die königliche Garde wussten überhaupt, was es heißt, für das Reich zu Kämpfen. Aber die Ordensritter waren Kampferprobt und erfahren. Auf die Frage, warum er denn keinen Inquisitor selbst mitnähme, schaute er den Mann nur an und sagte: „Die Heilige persönlich wird anwesend sein, meint ihr nicht das die Hochinquisitorin ausreicht?“
Ehrfürchtig stimmte der Mann schlussendlich zu. Allein die Erwähnung von Fenia, wischten alle Zweifel vom Tisch. Niemand würde es auch nur wagen daran zu denken, der Prinzessin, dem König oder ihm – den Prinzen, etwas zu tun wenn die Heilige höchstpersönlich in der Nähe wäre.

Plötzlich zitterten die Wände, ein dumpfes Grollen war zu hören, Tische wackelten, Weinbecher klapperte über die Tische und irgendwo im Raum viel einer der wertvollen Porzellanteller herunter und zersprang. Nach wenigen Sekunden war auch schon alles vorbei. Alle sahen sich an, Prinzessin Kaja war verstummt und schaute zu ihrem Vater. Der drängte sie dazu, ihre Rede zu ende zu bringen, was sie dann auch mit etwas unsichere Stimme tun wollte. Aber weit kam sie nicht mehr, denn plötzlich flog die Tür auf und einer der Wachen stolperte in den Raum. Blut rann ihm an seiner linken Gesichtshälfte herab, in seine linken Schulter steckte ein abgebrochener Pfeil und er stammelte irgendwas zu einem der Ordensritter, der ihn empfangen hatte. Gerade als der König erbost fragen wollte, was hier vor sich ginge, Sprach auch schon der Ritter.
„Euer Hoheit, Kämpfe im Rosengarten!“ Dabei sah der Mann jedoch nicht zum König sondern zu seinem Befehlshaber, dem Prinzen. Doch war das auf die Entfernung nicht aus zu machen. König Konrad bleib die Luft weg, entweder verstand er nicht, was der Mann sagte, oder aber er wollte nichts sagen denn alles was er nun hätte von sich geben können, wäre der Befehl gewesen, die Angreifer nieder zu machen. Und das konnte oder wollte er nicht tun.
Isenhorn war da anders. Sofort wandte er sich zu der königlichen Garde: „Beschützt die Prinzessin und meinen Vater!“, dann stürmte er auch schon zur Tür. Die Ordensritter folgte ihm nach draußen, ohne das sie groß dazu aufgefordert werden mussten.
Der Weg zu dem Rosengarten war nicht sonderlich weit und je näher sie dem Garten kamen, umso lauter wurden die Kampfgeräusche. Alle hatten ihre Schwerter gezogen und anders als die Wache, hatte keiner einen Schild. Selbst der Prinz nicht. Ihr Schild waren die schweren Rüstungen, die sie auch jetzt trugen. Nur eben Isenhorn nicht. Er hatte nicht mal eine so schwere Rüstung. Er wollte keine. Gaia würde ihn schon zu sich holen, wenn es soweit wäre, da war sich der Prinz sicher und da nützte eine Rüstung auch nichts, also verzichtete er auf sie.

Als sie endlich im Rosengarten ankamen, war der Kampf voll im Gange. „Bei der Mutter, macht sie nieder!“, befahl Isenhorn und stürmte seinen Rittern voraus. Nur wenige Schattenkrieger bemerkten die heranstürmenden überhaupt und die, die sich ihnen entgegen stellten wurden fast sofort niedergemacht. Erst jetzt wurden sie vollends registriert und waren mnitten drin in den Kämpfen. Isenhorn hatte sich gerade eines Angreifers erwehren können, indem er ihm nach einem kurzen Hiebwechsel mit einem Streich den Bauch längs aufschlitzte, als ein Pfeil seinen Kopf nur knapp verpasste. Kurz sah er sich um und erspähte die Bogenschützen, von denen einige ihn sicher erkannt haben musste. Natürlich nahmen sie ihn sofort aufs Korn und der Prinz erkannte, das er nicht viel von hier unten tun konnte.
„Ihr zwei!“, dabei sprach er die beiden ihm am nächsten stehenden Ritter an, „Rauf da, macht die Schützen nieder!“
Die beiden nickten knapp, zogen sich schnell zurück und versuchten sich an der Mauer entlang zum Aufgang durch zu kämpfen. Derweil erspähte Prinz Isenhorn etwas weiter vorne Crim mit einigen ihren Männern – die, die noch lebten und unweit davon entfernt – Fenia! Und die schien schwer mitgenommen zu sein aber doch 'nur' gegen einen Kämpfer zu agieren.
„Vorwärst Männer, haltet den Abschaum von der Heiligen fern!“

Constantine
13.05.2016, 23:40
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Endlich, endlich war der lang ersehnte Moment gekommen. Kaja hatte in den letzten Tagen, Wochen, Monaten nichts anderes gemacht, als sich für diesen heutigen, besonderen Tag vorzubereiten. Alles war perfekt arrangiert worden, alles nach ihren Wünschen ausgerichtet. Stundenlang hatte sie an ihrer Rede gefeilt, musste doch ihr Bruder als Publikum herhalten, was der Prinz auch über sich ergehen lies. Ab und an trieb es die Prinzessin dann doch in ihren geliebten Rosengarten. Es war ein hartes Stück Arbeit gewesen... doch jetzt war jedes einzelne Röschen an seinem Platz. Schneeweiß. Eine seltene Züchtung. Jedes einzelne Beet wurde in mühevoller Kleinarbeit zusammengesteckt.
Der Garten war nach wie vor ihr Lieblingsort im ganzen Königreich, der große Eichenbaum, der schon über Jahre ihr Leben begleitete, bietet ein besonderen Erholungsraum. Dann brach die Nacht hinein. Versuchend ihre Nervosität zu unterdrücken, schritt Prinzessin Kaja - noch war sie keine Prinzessin - den Fußboden entlang.
Das in Juwelen besetzte Kleid schmiegte sich perfekt an ihren Körper an, es war ein herrliches Gefühl. Als ihre Füße den letzten Treppenabsatz berührten, musste kommen, was kam. Beinahe wäre sie gestürzt, eine Peinlichkeit aber nicht weiter tragisch, da ihr Vater sie auffing.

Sich dafür bedankend, richtete Kaja ihren Blick kurz zu ihrem Bruder der wie immer ein beeindruckendes Bild abgab. Sie erinnerte sich daran, dass die Bediensteten sehr beschäftigt waren, bei Gelegenheit würde sie diesen hart arbeitenden Menschen etwas gutes tun. Mit voller Entschlossenheit und stolzer Stimme begann Kaja, das königliche Zepter in der einen, die Rede auswendig können, zu sprechen.

Die Anwesenden hörten der Prinzessin zu. Hingen fast an ihren blutroten Lippen. Hatte Kaja doch ein Talent dafür die Massen durch ihre Art für sich zu begeistern. Doch dann, wie aus dem Nichts geschah etwas undenkbares. In mitten ihrer so hart vorbereiteten Rede platzte eine Wache herein, der Anblick, der sich der Prinzessin bot, war schockierend. So etwas hatte sie noch nie in ihrem jungen Leben gesehen, hatte man sie doch ihr ganzes Leben im Palast verbringen lassen und alles Unheil der Welt von ihr abgeschirmt. Mit geschocktem Blick starrte Kaja ihren Vater, dann ihren Bruder an der irgend etwas sprach. Sich nur langsam fassend, wollte Kaja den Rat ihres Vaters folge leisten und ihre Rede fortsetzen, um die Menschen im Thronsaal zu beschwichtigen. Doch es kam alles ganz anders. Plötzlich und ohne, dass man es hätte verhindern können, es sei denn Mutter Gaja selbst, hätte die Zeit gestoppt, zersprang eines der Fenster in tausende Scheiben. Dutzende Pfeilhagel droschen in den Thronsaal hinein. Krüber reagierte sofort und konnte mit seiner mächtigen Klinge die Geschosse abwehren. Doch nicht alle. Eines verfehlte sein Ziel nicht. Mit einem seltsamen Blick in den Augen starrte Prinzessin Kaja an sich herunter, das tropfende Geräusch ihres eigenen Blutes hallte abermals in ihren Ohren. "Tochter, alles in Ordnung mit dir, was hast du, du hast deinen Bruder gehört, wir müssen schnell hier we-", dem König blieb die Luft weg, als er die abgebrochene Pfeilspitze in dem Bauch seiner Tochter erblickte.

Prinzessin Kaja floss das Blut aus dem Mund, landete auf dem wunderschönen, schneeweißem Kleid. Die Adeligen schrieen um ihr eigenes so verkorkstes Leben. Einzig König Konrad blieb bei seiner Tochter, die nach hinten umkippte und nur das dröhnende Rauschen ihres eigenen Blutes hörte und die Stimmen verzehrt wahrnahm, "Vater- ", war das einzige, was sie noch zu Worte brachte, ehe ihr Körper in Ohnmacht viel.

Kinggek
14.05.2016, 16:04
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Tage gar Wochenlang waren die Vorbereitungen für die Zeremonie am laufen und alle im Königshaus waren voll mit ihrer Arbeit ausgelastet. Viktors Aufgabe bestand darin sich für den schlimmsten Fall vorzubereiten. Auch wenn der König auf Frieden und Harmonie aus war und er persönlich diese Absichten teilte, konnte man sich im Reich nie sicher sein. Das Menschenreich war kein erwünschtes Reich in Gaia und somit gab es eben auch die einen oder anderen Völker die sie nicht ausstehen konnten. Die Zeremonie für die Prinzessin war ein großartiges und gefährliches Unterfangen zugleich. Deshalb mussten die Wachen im Schloss verdoppelt werden. Die Patroulien in der Stadt wurden ins Schloss berufen um die Wachen zu verstärken und auch der Prinz leistet mit seiner Inquisition einen hochen Beitrag dazu bei. Nun war es endlich so weit und die Prinzessin sprach zum Volk. Tagelang übte sie es meistens mit ihrem Bruder. Viktor war immer in der Nähe hielt sich aber meist im Hintergrund auf. Nach tagelangem zuhören konnte auch er den Text schon fast auswendig und konnte sich während der Rede auf die Umgebung konzentrieren.

Ein Teil der Wachen befand sich im Hof und um das Schloss herum wurde Ausschau gehalten. Ein anderer Teil hielt sich in der Nähe der Menschenmenge auf und ebenso dicht an der Seite der Königsfamilie. Da der Prinz mit seinen eigenen Leuten auch präsent war, konnte Krüber auch einige seiner Männer in den Schatten verwahren lassen. Der Hauptmann hatte sich in den Nächten als die Prinzessin schlief sich ganz seiner Aufgabe gewidmet die Verteidigung des Schlosses zu gewährleisten. Jeder Stein wurde umgedreht. Jede frei Fläche durchsucht und jedes noch so unübersichtliches Terrain in Beobachtung gestellt. Somit konnte er an heutigem Tage sich voll und ganz auf die Sicherheit des Königs und seinem Kindern konzentrieren. Crim war stets an seiner Seite und auch sie schweifte immer wieder mit ihren Augen über den Saal.

Während die Prinzessin ihre Rede vortrug entging es dem Hauptmann nicht wie seine treuste Begleiterin den Saal verließ. Irgendetwas musste sie dazu veranlasst haben ohne jeglichen Befehl von ihm den Saal zu verlassen. Mit ein paar wenigen Handzeichen deute er einigen Wachen im hinteren Bereich des Saals die Augen offen zu halten. Die scheinbare Sicherheit an die er Wochenlang jedoch gearbeitet hatte, wurde in nur einem einzigen Augenblick zerstört. Ein blutüberströmter Soldat aus seinen Reihen stürmte durch den Haupteingang und hatte schlechte Kunde. Der Prinz nahm sofort sein Gefolge und brach zum Ausgang des Übels auf. Panik brach unter der Masse aus, welches die Prinzessin mit ihrem fortsetzten der Rede unterbinden wollte. Mit einem lauten Geräusch zersplitterten eines der großen und kunstvoll verzierten Scheiben des Thronsaales. Kurz darauf folgte ein donnernder Pfeilhagel in die Richtung des Thronsitzes. Einzig mit der ungewöhnlichen Schnelligkeit die Viktor hatte, wobei er teils auch dieser Fähigkeit seine Position zu verdanken hatte, konnte er noch mit seinem mächtigen Schwert die herabsausenden Pfeile abwehren. Hektisch drehte er sich wieder um, um nach der Sicherheit des Königs zu sehen und der Prinzessin zu sehen. Beim Anblick des Blutes welches aus der Wunde und aus ihrem Mundwinkeln lief stieg ein ungwöhnliches Gefühl in dem Hauptmann auf. Sorgend stürzte sich der König über seine Tochter und warf dem Hauptmann giftige Blicke für sein Versagen zu.

Sein Herz pochte Schneller und das Blut in seinen Adern kochte. In festen und bestimmendem Ton wandte er sich an die zehn Wachen die sofort zur Stelle waren, "Bringt sofort den König in Sicherheit." Mit schweren Schritten lief er auf die verwundete Prinzessin zu, die durch den Schock und dem Schmerz wohl in Ohnmacht gefallen war. Sanft hob er sie mit beiden Armen auf und wandte sich an den König, der von zehn seiner eigenen Männern umzingelt war. "Bringt ihn in hinunter und stellt an jeder der fünf Türen zehn Männer auf. Haltet so lange die Stellung bis ich wieder da bein auch wenn es euch das Leben kostet." Verständnisvoll nickten die zehn Männer in einem Klang und schleppten den König aus dem Saal. "Du und du" befahl er zwei stattlichen Wächtern aus der Garde "tragt sie sofort zu den Schwestern im anderen Flügel." Vorsichtig übergab er die Prinzessin an die zwei kräftigen Wachen die sie behutsam in die Arme nahmen. Die Zorn in seiner Stimme war deutlich zu hören als er seinen Wächtern die einzelnen befehle erteilte, während die zwei Männer die Prinzessin davon trugen. Mehrere Türen zum Saal wurden geöffnet und einer nach dem anderen strömte die Garde mit schweren Schritten hinein. Bis zu zehn von ihnen befahl er dem Prinzen zu helfen und seinem Befehl folge zu leisten. Er selbst musste sich seiner eigenen Aufgabe widmen und die war es die Prinzessin zu beschützen. Also lief er mit schnellen Schritten seinen zwei Wächtern hinterher die durch eines der Tore verschwunden waren.

Ironhide
16.05.2016, 18:33
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Wie hatten diese Krieger hier her kommen können, ohne bemerkt zu werden? War die Stadt draußen binnen weniger Augenblicke überrannt worden? Wurden alle getötet? Diese Fragen stellten sich Isenhorn – mitten Im Kampf. Inzwischen hatten seine beiden Männer den Aufgang erreicht und kämpften auf der beengten Treppe mit vier Schattenkriegern, was nicht einfach war. Sie standen unten und mussten den Hieben von oben ausweichen. Sie kamen nur langsam voran und womöglich würden sie gar nicht oben ankommen. Die Verteidiger auf der erhöhten Position hatte es einfacher. Das war schon immer so und einfachste militärische Grundlage. Steht man oben, verschafft einem das Vorteile gegenüber jedem, der rauf wollte. Das galt noch viel mehr bei Mauern von Städten oder Burgen, die Mann einnehmen wollte. Deswegen belagerte man sie auch, anstatt Hunderte oder gar Tausende seiner Männer zu opfern bei der Erstürmung der feindlichen Burg. Dennoch half das alleine schon, denn die Bogenschützen suchten sich eine neue Position, weg von dem Aufgang.

Hier unten spielte das alles keine Rolle. Sie waren Zahlenmäßig unterlegen und standen einer Übermacht an gut ausgebildeten Soldaten gegenüber. Eine andere Taktik musste her. Eine geschlossene Formation womöglich. Das würde zwar dafür sorgen das sie mit den geringsten Verlusten davon kommen würden, aber dafür auch ohne die Heilige oder die sehr bedrängte Crim. Prinz Isenhorn blieb nur eins, durch die Meute der Schattenkrieger durch zu preschen. Würden sie alle zu Pferde sitzen, wäre das um Längen einfacher. Aber so musste es auch gehen. Mit wildem Kampfgebrüll stürzten sich die Ordensritter in die Schlacht und hinterließen eine Schneise in den Reihen der Schattenkrieger, wobei sie mehr zur Seite Stießen, als sie wirklich niederstreckten. So kämpften sich einige schnell zu Crim vor, um ihr und ihren wenigen verbliebenen Männern zu Helfen, die wütenden Angriff ab zu wehren.
Die meisten aber versuchten, ihrer Heiligen beizustehen und die Schar der Angreifer auf sich zu lenken. Und das schien auch zu klappen. Die meisten Schattenkrieger wandten sich den Ordensritter zu und dem Prinzen, der sie anführte. Doch diese waren andere Gegner, als die Palastwache, die sie überraschen konnten. Hier waren gut ausgebildete Ritter am werke, die furchtlos, ja fast schon fanatisch Kämpften. Die Reihen der Feinde lichteten sich rasch und wenn sechs Schattenkrieger fielen, raffte es gerade mal einen Ritter dahin.

Dennoch schmerzte jeder Verlust, den Isenhorn hinnehmen musste. Fünf seiner treuen Ergebenen waren bereits gefallen, über dreißig Schattenkrieger aber im Gegenzug. So langsam wurde es ein zahlenmäßig ausgeglichener Kampf und als die zehn Männer der königlichen Garde eintrafen, waren sie sogar überlegen. Dennoch war es nicht einfach, die Schattenkrieger zu besiegen, da sie inzwischen eine andere Taktik verfolgten. Sie zogen sich etwas zurück, so das sie zwischen dem Kampf der Heiligen und ihren 'Entsatztruppen' standen. Isenhorn erkannte sofort, welches Ziel sie nun verfolgten. Wenn sie den Kampf schon nicht gewinnen konnten, so wollten sie zumindest dafür sorgen, das die trauernde Heilige nicht länger der Inquisition zur Verfügung stand. Das wäre gleichbedeutend mit einem Sieg, wie Isenhorn wusste. Immerhin Crim hatten sie entlasten können. Auch die Bogenschützen hatten wieder ihre Arbeit aufgenommen, auch wenn die meisten Pfeile in den Schilden der Wache hängen blieben. Zwei Wachen und einen Gardisten streckten sie noch nieder, bevor die zwei abkommandierten Ordensritter sich endlich den Aufgang frei gekämpft hatten und zu den Bogenschützen vorpreschten. Selbige mussten sich nun gegen sie verteidigen und so versiegte der Beschuss von oben. Ohne die Schützen, lag der Vorteil nun ganz klar bei den Ordensritter, den Männern der Palastwache und der Garde, die zusammen immer weiter vorrückten. Wie viele Krieger Prinz Isenhorn schon niedergestreckt hatte, hatte er nicht gezählt, aber es müssen einige gewesen sein.
Die glänzende Rüstung die er trug war inzwischen hier und da verbeult, sein Umhang gerissen und alles war voller Blut. Einiges war sein eigenes, einiges das seiner gefallenen Ritter, das meiste jedoch das der Feinde, die er erschlagen hatte.
Die Schattenkrieger kämpften nun noch verbissener, denn sie wollten um jeden Preis verhindern, das irgendwer der Heiligen zur Hilfe eilen konnte. Prinz Isenhorn hoffte nur, dass sie noch so lange durchhalten würde, bis sie bei ihr wären.

Rosered_Strauss
16.05.2016, 23:16
http://abload.de/img/fenia27cki8.pngDie Gewalt, mit der Fenia und ihre neue Gegnerin aufeinander einschlugen, war im wahrsten Sinne des Wortes übermenschlich. Noch immer befand Sie sich in einem meditativen Geisteszustand, und nur dieser Trance war es zu verdanken, dass Sie den Schlagabtausch überlebte. Denn mit jedem Male, an dem sich ihre Waffen kreuzten, wurde ihre eigene Klinge mehr in Mitleidenschaft gezogen. Zwar parierte Sie ohnehin schon dergestalt, dass sie die Wucht der auf sie niedergehenden Hiebe ablenkte und nicht dagegen hielt, doch war die Kraft, mit der sie beide zuschlugen, schlicht zu groß. Um das Duell für sich zu entscheiden, musste Sie die Ausgangslage ändern. Nach einem kräftigen Hieb, der ihre axtschwingende Gegnerin für einen Augenblick zurück trieb, setzte Sie ihr unbewusst gefasstes Vorhaben in die Tat um.

Mit einem kräftigen Stampfer wurde der Boden unter ihren Füßen erschüttert, als der Schattenkämpferin eine aufgestoßene Leiche entgegen schoss. Sie wirbelte ihre Axt umher und schlug die 'Blockade' durch schiere Gewalt zur Seite, doch Fenia hatte die Augenblicke, die sie so dringend benötigte. Ein weiterer Tritt, dieses Mal jedoch mit Präzision geführt und so behutsam, wie es Ihr in Ihrer Position überhaupt Möglich war, wirbelte den Speer eines gefallenen Schattenkämpfers in die Höhe und wurde von Fenia behände aus der Luft gegriffen. Als die andere Walküre – denn um etwas anderes konnte es sich doch wohl kaum handeln? - erneut auf sie zuschoss, das junge Gesicht immer noch zu einer verzerrten Parodie ihrer eigenen Kampfeswut verzogen, da begegnete Sie ihr mit der größeren Reichweite ihrer neuen Waffe. War sie zuvor umhergewirbelt wie eine Tänzerin, so war nun vor Allem Ihre Stangenwaffe in Bewegung, peitschte umher, sodass der hölzerne Schaft sich bog und wandt. Nach einem blitschnellen Stoß setzte sie nach, indem Sie den Speer erst gegen ihre Füße und anschliessend Ihren Torso kreisen lies. Etwas irritiert wich ihre Kontrahentin zurück, als Fenia eine weitere Umdrehung antäuschte, stattdessen aber mehrere äusserst präzise Stiche setzte.

Der Lohn ihrer Mühen waren die ersten Wunden, die ihre Kontrahentin seit Beginn ihres Duells davon trug. Doch diese revanchierte sich damit, ihre neue Waffe mit einem kräftigen Hieb entzwei zu teilen. Sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen lassend, warf Ihr Fenia die Überreste des Schaftes entgegen, während Sie Ihr ein am Boden liegendes Schwert mit einem kräftigen Fußtritt in die Magengegend rammte. Dies löste ein wütendes, beinahe bestialisch anmutendes Knurren aus, als Sie sich das Schwert herauszog – und Fenia unterdessen herumwirbelte, sich noch während der Drehung duckte, einen Säbel ergriff und ihn aus der Aufwärtsdrehung heraus gegen Sie führte. Doch die Walküre schien sich nun mit dem Gedanken angefreundet zu haben, dass die 'Heilige' nun mit allen zur Verfügung stehenden Waffen kämpfte, denn Sie hielt mit aller Kraft dagegen und sprengte damit den gegen Sie geführten Säbel. Bruchstücke der stählernen Klinge prallten von Fenias geschwärzter Rüstung ab, als Sie die Arme nach oben riss – und dort die Axt auffing, die ihre Bewegungen in die Luft befördert hatten. Mit beiden Händen schwang Sie ihre neue Waffe nach unten, als die Parade ihrer Kontrahentin um ein Winziges fehlschlug – und das Axtblatt mit Wucht auf den Stiel zwischen Ihren Händen aufkam. Er hielt – doch eine tiefe Scharte prangte nun dort und drohte, bei kräftigeren Schwüngen zu brechen.

Doch es war nicht genug. Sie hatte Ihrer Gegenspielerin nur einige leichte Verletzungen zufügen können, während Sie selbst spürte, wie sich eine gewisse Taubheit in Ihrem Leib breit machte. Das Gift hatte Sie zwar nicht vergessen, war dennoch unangenehm davon überrascht, wie bald es nun zu wirken begann. Es half nur noch eines. Sie warf die Axt in Richtung ihrer Kontrahentin, die Sie kurzerhand aus der Luft schlug, und zog in einer fliessenden Bewegung Karyptius von Ihrem Rücken. Unheilvoll blitzte der mächtige Bidenhänder, ganz so, als würde er erkennen, dass es nun Blut zu vergiessen galt. In einer letzten Kraftanstrengung sog Sie die Macht der Erde in sich hinein, als Es erneut zu einem Schlagabtausch kam - Ihr Leben sollte davon abhängen, diesen nun für sich zu entscheiden. Sämtliche Finesse liess Sie fahren, als Sie jede Unze an Stärke, die Sie aufbringen konnte, sammelte und in einen einzigen Schwung steckte. Karyptius fuhr in einem perfekten Halbkreis über den Boden, diesen kurzerhand zerpflügend, ganz so, als wäre überhaupt kein Widerstand, der sich ihm entgegen stellte. Als der Zweihänder gegen die Waffe der anderen Walküre prallte, wusste Fenia, dass Sie ihr Ansinnen erreicht hatte. So kräftig war Ihr Schlag, dass Sie deren Deckung zwar nicht durchbrach, aber die Wucht hob Sie von den Füßen und schmetterte Sie über die Köpfe der Umstehenden hinweg. Sie zog den Helm ab und warf Ihn vor Ihre Füße, sodass Ihr Haar im Wind wehte und ihre blutroten Augen sich in die Augen eines jeden Zuschauers bohrten. "Ergebt Euch! Der Kampf ist vorbei, Ihr habt verloren! Wer sich jetzt ergibt, dem wird Gerechtigkeit widerfahren - doch wer sich wehrt, dem ist ein Schrecken ohne Ende versprochen! Ich sage es erneut: dieser Kampf... ist... vorbei!"

Die letzten Worte schrie Sie, als Sie den Zweihänder in einem beidhändig geführten Hieb auf den Boden stiess. Dieser brach als Reaktion darauf auf, als sich unter einem widerspenstigen Grollen Risse durch die Erde zogen und Geröll wie bei einem Vulkanausbruch in die Höhe schoss und loses Erdreich wie auch kleinere Steinbrocken überall auf dem Schlachtfeld niederregneten. Langsam streckte Sie den Rücken durch, während der Staub der entfesselten Gewalt sich auf dem Feindesblut auf Ihrer Rüstung vermischte, um das Schlachtfeld in Augenschein zu nehmen. Sie liess den Zweihänder im Boden stecken, um den Anblick einschüchternder zu gestalten - doch in Wahrheit kaschierte Sie damit, dass das Gift seine Wirkung zeigte und Ihre Hände den festen Griff nicht mehr so einfach wahren wollten. Sollte die Einschüchterung keine Wirkung zeigen und die Schattenkrieger sich nicht zurück fallen lassen, wäre Sie ernsthaft in Schwierigkeiten - doch Sie durfte keine Schwäche zeigen. Niemals! Auch nicht im Angesicht des drohenden Todes! Sie war ein Symbol - eines, das niemals Wanken sollte. Und wenn Sie schon fallen sollte, dann würde Sie eben zur Märtyrerin werden.

Constantine
17.05.2016, 00:50
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Von all dem Getose, all der Zerstörung in ihrem Garten bekam Prinzessin Kaja nicht mehr viel mit. Krüber trug die Prinzessin in hastigen Schritten laufend in einen sicheren Bereich des Palastes. Sofort wurde sie auf eines der bequemen Betten gelegt, es würde noch ein Paar Minuten dauern, bis der Heiler das Zimmer erreicht, bis dahin musste Kaja notversorgt werden. König Konrad der bei seiner Tochter stets an ihrer Seite blieb, tat alles, um trotz der bizarren Situation einen ruhigen Eindruck zu hinterlassen, hatte er seinen Hauptmann doch zuvor mit hasserfülltem Blick angeschaut, obwohl dieser, wenn gleich die Sicherheitsmaßnahmen sehr hoch wirkten nichts dafür konnte. Später würde er sich bei seinem besten Mann dafür entschuldigen.
Der Prinzessin lief der kalte Schweiß ihren Körper entlang, Fieber breitete sich aus. Die Nonnen hatten alle Hände voll zu tun ihre Patientin zu versorgen. "Eure Majestät, bitte", doch weit kam der König nicht, da die Hand seiner Tochter sein Handgelenk fest umschlossen hielt, als wolle diese sagen, bleib bei mir.
König Konrad spürte nur einen kurzen, stechenden Schmerz in seinem Kopf ignorierte diesen aber wieder, da er es einfach der Anstrengung zu schulde kommen ließ.

Eine Woche zuvor

Prinzessin Kaja war aufgeregt. Die letzten Tage der Vorbereitungen zerrten deutlich an ihren Nerven. Zu mal der ständige Streit mit ihrem beiden liebsten Lieblingsmenschen. Viel lieber wäre die Prinzessin in die Lehre eines Gelehrten oder gar eines Kampfmagiers gegangen, statt den Thron zu übernehmen doch ihr Versprechen, dass sie dem König gab, bindet sie nun. Schon schlimm genug, dass ihre eigene Mutter nach ihrer Geburt in einen langen Schlaf viel und man ihr nicht sagen wollte, wo diese sich aufhielt oder sie sie besuchen konnte. Nein, die Stimmung heizte sich immer weiter auf. Kaja wusste... mit einem leckeren Essen konnte sie die Gemüter schnell beruhigen. An ihrer Seite war stets der Hauptmann der königlichen Garde, der zur Zeit als Gepäckträger fungierte, was Prinzessin Kaja urkomisch fand. Während die Prinzessin ihre Arme ausbreitete und das Licht der wärmende Sonne aus ihre schneeweiße Haut wandern ließ, begegnete ihr ihr Bruder, der stolzen Schrittes auf den Straßen marschierte, als wäre er der neue König. "Brüüüüüüderchen!", rief Prinzessin Kaja so laut, dass es sämtliche daneben stehende Stadtbewohner hören konnten, sich dabei ein Lachen nicht verkneifen.

In schnellen Schritten war Kaja bei ihrem Bruder und warf sich in dessen Arme. Ihr Blick verfinsterte sich leicht, als sie zeitgleich die Walküre etwas weiter abseits sowie Crim entdeckte. "Hast du immer noch schlechte Laune wegen dem Streit mit Vater?", versuchte Kaja das Thema auf sich zu lenken. "Und sag mal.. du bist ziemlich oft mit den beiden hübschen unterwegs, läuft da was zwischen euch?". Die Prinzessin nahm ihren Bruder leicht in den Schwitzkasten und war Stolz wie Oskar, dass es ihr immer wieder so leicht gelang ihren Bruder auf's Kreuz zu legen.

Ironhide
17.05.2016, 13:47
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Beeindruckend. Ein anderes Wort fand der Prinz nicht. Nicht für das was die Heilige und ihre Gegnerin sich für einen Kampf lieferten, bis zu dem Zeitpunkt, als Fenia ihre Kontrahentin über die Köpfe aller davon schleudert. Kurz erstarb das Kampfgetümmel, denn die allerwenigsten hatte jemals eine solche Kraftdemonstration mit ansehen können. Crim und Isenhorn waren es, die aber am schnellsten reagierten und ihre Männer nur Sekunden später wieder zum Angriff befehligten. Diesen kleinen Vorteil reichte um die meisten Schattenkrieger zu überrumpeln und niederzustrecken. Schnell waren ihre Reihen durchbrochen und Prinz Isenhorn eilte die wenigen Schritte zu der Heiligen. Er brauchte nicht lange um zu sehen, das es ihr nicht so gut ging, wie es den Anschein hatte.
„Crim, kümmert euch um die Reste, macht Gefangene, ich möchte sie verhören.“, Befahl er und gab auch seinen Ritter ein Zeichen, das sie die rechte Hand es Hauptmannes unterstützen sollten. Nur eine Handvoll bedeutete er, mitzukommen um Fenia in Sicherheit zu bringen...


Eine Woche zuvor

Das Lachen erstarb sofort wieder, nachdem alle merkten, das der Prinz sie ernst anstarrte und weder Crim noch die Heilige auch nur Anstalten machten, zu lächeln. Isenhorn liebte seine Schwester, hasste es aber wenn sie ihn so rief.
„Nein, ich habe keine schlechte Laune wegen Vater.“ Er log, aber das musste sie nicht wissen. „Ich bespreche mit Crim ein paar Maßnahmen, die wir noch treffen müssen, vor der Zeremonie. Da du ja deine Wache zweckentfremdest, rede ich eben mit seiner Stellvertreterin.“ Über die Heilige verlor er kein Wort und auf die Anspielung das da etwas zwischen ihm und einer der Frauen lief, antwortete er gar nicht erst, nachdem er sich aus ihrem Griff befreit hatte.
„Du solltest lieber im Palast sein, als hier auf der Straße. Die Stadt ist unruhig.“ Das stimmte sogar. Viele Menschen waren hergekommen und es würde noch mehr werden. Alle wollten die Prinzessin sehen am Tag ihrer Krönung, auch wenn die meisten es niemals hinter die Burgmauern schaffen würden. Die Gasthäuser waren schon jetzt überfüllt. Die ersten Schlugen ihre Zelte vor den Stadtmauern auf und die Strassen waren voll von Bettlern und kleinen Händlern, die ihre Ware los werden wollten. Dazu kamen dann die Geladenen Gäste von hoher Geburt, Lords mitsamt ihren Gefolge. Einige würden im königlichen Palast ihre Unterkunft haben, aber das galt nur für die höchsten Adligen. Isenhorn erzählte ihr lieber nicht, das es schon im Hafen den ersten Ärger gab um die wenigen Anlegeplätze und ein Fischer auf einen anderen losgegangen ist. Auch im Armenviertel gab es Ärger, aber den gab es da irgendwie immer. Eigentlich war es nichts von Bedeutung, aber kurz vor so einem wichtigen Ereignis hörte Isenhorn schon genau hin, wenn irgendwo etwas geschah. Aber auch die Berichte von Außen beunruhigten ihn. An der nördlichen Grenze war schon wieder etwas geschehen, er tippte auf Orks aber noch hatte ihn keine genaue Nachricht erreicht. Er hoffte das seine kleine Abordnung dort genaueres herausfand. Zwar hatte die Heilige erwartet das man sie schicken würde, aber dieses mal war ihr erscheinen am Hof erwünscht worden und viele würden es nicht verstehen, wenn sie nicht anwesend wäre.

Constantine
17.05.2016, 15:20
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png "Hmmm, keine schlechte Laune, nein?", wiederholte Prinzessin Kaja. Dabei wanderte sie seelenruhig um ihren Bruder herum. Inspizierte ihn vom Scheitel bis zur Sohle. "Warum zweckentfremden?", "das ist gleichzeitig eine gute Übung für unseren Hauptmann sein Nervenkostüm zu testen und sein Durchhaltevermögen", dabei konnte sie sich ein Grinsen nicht verkneifen. Ihr Blick huschte immer zwischen der Heiligen sowie Crim umher. "Und diese wichtige Angelegenheit verlangt es, dass du gleich beide der Frauen zu dir holst, was natürlich nur zur Besprechung der politischen Lage dient". Ein weiteres Grinsen umschmeichelte ihre Lippen, als sie ihrem Bruder etwas zuflüsterte und auf eines der teuren Luxushotels im Stadthafen hinwies, woher gerade die Prinzessin das wusste? Darüber konnte ihr Geschwister nun grübeln. "Aber, wenn du nichts dagegen hast, leih ich mir die Heilige für heute mal aus, so kommt sie mir auf keinen Fall zur königlichen Feier und du könntest dich auch mal wieder etwas schicker ankleiden". "Der Palast ist stinklangweilig außerdem habe ich Krüber bei mir, der mir wie ein Kettenhund folgt", ein wenig missmutig über den Tatbestand drehte sich Kaja kurz zu ihrer Leibwache um und setzte ein zuckersüßes Lächeln auf und winkte ihrem Begleiter zu. Wieder zu ihrem Bruder flüsternd, "willst du nicht lieber den schönen Tag mit mir verbringen, überlass diesen lästigen Krempel doch Vater - immerhin dürfen wir uns auch mal amüsieren". "Oder willst du lieber mit Crim alleine sein, hübsch ist die Gute ja".

Rosered_Strauss
17.05.2016, 23:35
Eine Woche zuvor

http://abload.de/img/fenia27cki8.pngFenia betrachtete den Austausch der Königskinder mit mäßigem Interesse. In Ihre Amtstracht - die pechschwarze Rüstung - gehüllt, wirkte die Hochinquisitorin nicht wie jemand, der zu müßigen Gesprächen aufgelegt war. Sie hätte wohl noch nicht einmal einer Rüstung bedürft - Ihre Autorität umwehte Sie in einer Art und Weise, die einer Rüstung gleichkam, hielt sie doch schon den Großteil des Palastes auf Abstand. Oder jegliche andere Individuen. Sie horchte erst auf, als die Prinzessin von Ihr sprach. Es schien, als sollte Sie wohl auf die Prinzessin aufpassen. Ihre Mundwinkel zuckten kurz, jedoch fand Sie gleich wieder zu Ihren üblichen Ausdruckslosigkeit zurück. Sie konnte die Prinzessin zwar gut leiden - was an und für sich mehr war, als sie je zu hoffen gewagt hatte - doch im gleichen Atemzug konnte Sie sich eines gewissen Neides nicht erwehren. Eines Neides, den Sie sich nicht gerne eingestandt und daher in die dunkelsten Tiefen Ihrer Selbst verbannte. Nachdem das Gespräch der Geschwister zu einer Pause kam, meldete sie sich zu Wort. "Wenn Serah es wünschen, werde Ich Euch begleiten." meinte sie höflich in Richtung Kasjas. "Seid unbesorgt - Ich werde auf Euch aufzupassen wissen."

Constantine
18.05.2016, 00:26
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Auf den Kommentar der Großinquisitorin hin, konnte Kaja sich ein weiteres Lächeln nicht verkneifen. Ohne, dass ihr Bruder noch reagieren konnte, hatte die Prinzessin ihren Arm unter dem ihrer Beschützerin gehackt. "Siehst du, Brüüüüüderchen", Kaja betonte das Wort absichtlich lang, wusste sie doch ganz genau, dass auch der stolze Prinz so seine Empfindlichkeiten hatte. "Fenia ist einverstanden und mit dem da in Schlepptau", dabei deutete ihr Blick Richtung Krüber, der noch ein aber Prinzessin ansetzen wollte doch ihre Mimik duldete keine Widerworte. "Also, Fenia", begann Kaja das Wort und zog die Walküre mit sich, ob ihr Bruder ihnen folgen würde, blieb letztendlich ihm überlassen. Die Prinzessin würde sich sehr darüber freuen doch wusste sie auch um seine Wichtigkeit in Person. "Was möchtest du gerne kaufen, was gefällt dir?". Kaja wollte schon immer etwas mehr Zeit mit der Walküre verbringen. Im Palast wirkte dieser immer etwas abwesend und hielt alle auf einen gewissen Abstand. Diesen Käfig wollte Kaja brechen.

Ironhide
18.05.2016, 02:38
http://abload.de/img/isenhorn2skg8.png
„Vergiss nicht, wer sie ist.“, gab Isenhorn seiner Schwester noch als trockenen Rat mit, enn Fenia zu einer tratscheden Kammerzofe machen zu wollen (oder was auch immer sich seine Schwester in den Kopf gesetzt hatte), wäre vergebliche Mühe und würde sie am ende nur frustrieren. Krüber gab er ein Kopfnicken und zusammen mit den vier Gardisten, folgten sie der Prinzessin die Straße entlang. Isenhorn konnte nur leicht mit dem Kopf schütteln. Die Bemerkung das Crim hübsch sein, überging er einfach. Seine Schwester wusste genau, das allein die Herkunft – ihr Stand und der seinige – nichts in irgendeiner Form zulassen würde. Sein Ruf würde einige Kratzer davon tragen, Crims Karriere wäre allerdings ruiniert. Nein, an ihr hatte er keinerlei Interesse.

Er wartete noch, bis seine Schwester außer Sicht war, dann winkte er Crim zu sich. „Ich hoffe wir sind nun endlich von lästigen Störungen befreit. Wie laufen die Vorbereitungen? Sind die Wachen verdoppelt worden?“ Isenhorn setzte sich dabei wieder in Bewegung. Im geringen Abstand hinter ihm, folgte seine fünf Gardisten, die ähnlich schwere Rüstungen trugen wie Fenia, wenn auch schlichter.
Zielstrebig ging Isenhorn auf die Mitte der Stadt zu, dort wo der Hauptmarktplatz war in dessen Mitte die große Statue von Mutter Gaia mit ihren sieben Drachen den Platz überblickte. Aber sein Ziel war die große Kathedrale, das Zentrum der Kirche Gaias. Gleich angeschlossen an dem Marktplatz war ein weitere, etwas kleinere Platz der von Ordensbrüder bewacht wurde. Er gehörte zu der Kathedrale und das Handel auf ihm war verboten. Er wollte sich dort noch mit jemanden treffen, einem der Kirchenoberhäupter. Der Orden der Inquisition hatte seine Ursprünge in der Kirche und außerdem tage dort der rat der Inquisition, an dessen Treffen er teilnehmen wollte, ja sogar musste.

Auren
18.05.2016, 17:35
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Die Schlacht war mit dem Sieg der Heiligen im Grunde schon gewonnen. Die Moral der Schattenkrieger war damit auch am Tiefpunkt. So war es im Prinzip ein leichtes ihre Linien zu durch brechen. Vermutlich standen sie auch unter Schock als die Heilige, ihren Kontrahenten und stärksten Gegner besiegt hatte.
Prinz Isenhorn befahl der Kriegerin sich um die verbleibenden Schattenkrieger zu kümmern. Außerdem sollten gefangene gemacht werden. Zwar kein leichtes Unterfangen, aber machbar. Dazu stellte er seine Inquisitoren ab. Jedoch nicht alle.
Schnell sprach Crim die nötigen Befehle und ihre Männer, sowie die vom Prinzen reagierten rasch. Man wollte den Feind keine Pause gönnen.
Die Zeit nutzte der Prinz um die Hochinquisitorin einzusammeln. Ihre Sicherheit war wohl nun an erste Stelle.
Crim hatte keine Zeit jetzt darüber nach zu denken. Sie hatte ihre Befehle und der Prinz, war da sehr genau.
Zusammen rückten sie vor, schlachten einen Schattenkrieger nach dem anderen ab. Diejenigen die ihre Waffen fallen ließen, wurden von der Garde in Ketten gelegt.
Zum Schluss gaben auch die letzten Schattenkrieger endlich auf. Die Verwundeten wurden noch an Ort und stelle notversorgt. Der Rest wurde in den Kerker gebracht.. Die toten Körper blieben vorerst liegen.
Damit war die Schlacht vorbei. Den Rest sollten andere erledigen. Crim suchte nun den Prinzen auf. Er hielt sich weit Abseits vom Schlachtfeld auf. Am Rand des Rosesgartens.
Er schien erleichtert zu sein, dass es der Walküre relativ gut ging. Zumindest deutete sein Gesichtsausdruck stark darauf hin.
„Prinz Isenhorn.“ Die Kriegerin verbeugte sich dabei leicht vor dem Prinzen. „Die Überlebenden werden gerade in den Verliesen gebracht. Ihr könnt sie jederzeit Verhören. Mit eurer Genehmigung werde ich mich jetzt zurück ziehen.“ Crim wartete noch etwas ab. Vielleicht gab es ja noch eine Aufgabe zu erledigen.

Eine Woche zuvor...

Das Aufeinandertreffen mit der Prinzessin und dem etwas schlecht gelaunten Prinzen kam auch für die Kriegerin überraschend. Sie wollte gerade ihren Bericht mündlich dem Prinzen mitteilen. Papier konnte Crim zurzeit keines mehr sehen. Stapelweise lagen sie auf ihren Schreibtisch und es wurden nicht weniger. Neben Fenia stehend, beobachtete Sie das Geschehen. Auf den Kommentar der Prinzessin musste Crim sogar leicht schmunzeln.
Der Prinz würde sich wahrscheinlich nie mit einer Frau vermählen. Dazu fehlten ihm wohl die nötigen Gefühle.
Nach dem die Prinzessin die Hochinquisitorin mehr oder weniger entführt hat, kehrte auch endlich wieder ruhe ein. Damit konnten nun auch wichtigere Angelegenheiten besprochen werden.
„Die Wachen wurden verdoppelt. Jedoch nicht an allen gewünschten Positionen. Aufgrund der gestiegenen Verbrechenrate musste ich schon die Rekruten auf Patrouille schicken. Andere sind noch auf Botengängen unterwegs oder mit anderen Aufgaben betraut.“ Crim fiel es nicht leicht darüber zu sprechen. Immerhin hängt sie mit den Vorbereitungen stark zurück, da immer und immer wieder etwas dazwischen kam. Ihr Vorgesetzter kann leider nur bedingt helfen, da er ständig von der Prinzessin belagert wurde. „Wenn ihr keine Einwände habt, würde ich mich gerne zum Palast begeben.“

Constantine
18.05.2016, 19:05
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Den Rat ihres Bruder wissentlich ignorierend, winkte sie diesem noch kurz zu. Mit Fenia unter dem Ar, dabei war die Prinzessin ein deutliches Stück kleiner als die Walküre ging es auch schon in den ersten Laden. Das anzutreffende Personal war anfangs etwas irritiert, das Kaja selbst einkaufte, hatte der königliche Palast doch Personal für solcherlei Aufgaben. Sofort war die Prinzessin nach dem sie lästige Verkäufer abwimmelte in den hinteren Reihen des Ladens verschwunden und kam mit einer beachtlichen Auswahl an Kleidern für Fenia zurück. Die Walküre, die auf dem Schlachtfeld einen so enormen Ruf und in der Inquisition genoss, wirkte hier neben der Rothaarigen Prinzessin so verloren. "Hier Fenia, dass sollte für den Anfang reichen". "Die Kleider haben ausgezeichnete Qualität und sind wunderbar weich auf der Haut". "Wir suchen uns eine Kabine", ihr Blick fiel auf Krüber welchem sie die übrigen Kleider zuwarf. "Nicht spannen Krüber, sonst darfst du die nächsten Patrolien nur in Unterhose laufen". Ohne, das Fenia irgendwie reagieren konnte, war sie zusammen mit der Prinzessin auch schon in einer der unzähligen Kabinen verschwunden. Kaja setzte sich auf eine Sitzbank hin, klopfte den Staub von ihrem Kleid ab und hielt ein dunkles Kleid in der Hand was der Walküre sicher stehen würde. "Nicht so schüchtern, ich beiße schon nicht", erwiderte Kaja mit einem zufriedenem Lächeln.

Kinggek
18.05.2016, 23:00
http://fs5.directupload.net/images/160510/b4dbl5md.png

Es war nicht immer leicht der Hauptmann der königlichen Garde zu sein. Allein mit Kaja hatte er alle Hände voll zu tun. Durch die Unterstützung seiner rechten Hand jedoch konnten die Vorbereitungen für das ankommende Fest vorbereitet werden. Auch der Prinz griff dem Hauptmann mit seinen Männern viel unter die Arme, eben weil er die Notlage von Krüber mit seiner Schwester nur zu gut verstehen konnte.

Im Hintergrund folgte er den beiden Frauen und betrat den Laden mit all den Kleidungstücken. Die Bedienung ignorierend stürzte sich die Prinzessin über die Auswahl und kam mit einer beträchtlichen Menge an verschiedenen Kleidungstücken wieder zurück zu Fenia und dem Hauptmann. Krüber konnte sich ein leichtes Lächeln nicht verkneifen als er mit ansehen musste wie die Prinzessin die Hochinquisitorin in eine Kabine zerrte. Auch wenn der Hauptmann selten Wörter mit Fenia wechselte, konnte er dennoch einige Gemeinsamkeiten erkennen. Dementsprechend war es auch für ihn köstlich mit anzusehen wie Kaja auch sie, sowie auch ihn, ungeachteter ihrer Position behandelte. Vom Hauptmann der königlichen Garde zum Kleidungsständer degradiert zu werden empfand er als halb so schlimm, in dem er einfach die Gedanken damit verdrängt das es der Hochinquisitorin noch viel schlimmer ergehen wird.

Gosti
19.05.2016, 00:58
http://abload.de/img/kikennatakingkvw.pngDrei Monate waren nun vergangen seit die Ehemalige Garde ihr nasses Reich verlassen hat, um dem Leben eines Vagabunden und Söldners nachzugehen. Drei Monate in denen der Fischmensch, oder Aquaner wie sie sich selbst nannten, hauptsächlich damit beschäftigt war durch die Lande zu streifen und über die Runden zu kommen. Nahrungsbeschaffung war nicht das Problem, dazu reichten die Kampffähigkeiten mehr als leicht aus, aber das alleine war ja nicht der Sinn der Sache. Um anderen zu helfen die Hilfe benötigen, an den Herausforderungen dieser fremden Welt stärker zu werden, aus diesem Grund wurde die Garde verlassen und dieses Leben gewählt. Allerdings boten sich bis jetzt keine nennenswerten Gelegenheiten. In einigen Dörfern gab es vielleicht ein Problem mit einer Bestie die den Siedlern Probleme bereitete, in einem Fall sogar ein ganzes Rudel, aber nichts was eine geschickte Klinge nicht lösen könnte. Für jemanden wie Kiken’na Taki also kein Problem.

Jedoch vor einem Tag durchquerte der Fischmensch ein Dorf welches ein paar Tage zuvor von Banditen überfallen wurde. Die Ernte wurde gestohlen, viele der jungen Männer von den wilden Zwangsrekrutiert. Das klang schon eher nach etwas wofür Kiken’na in dieses Reich gekommen war. Großes Unrecht wurde verübt was es nun zu rächen galt.
Die Spuren der Banditen waren äußerst einfach in den nahegelegenen Wald zu verfolgen, und ihr Lager war ebenfalls sehr schnell ausgemacht. Männer von jung bis alt. Aus den Schatten heraus konnte man leicht das Lager beobachten und die Situation abschätzen, sowie die Gespräche verfolgen. Einige schienen recht Stolz darauf zu sein wie einfach es doch war die wehrlosen Dörfler zu überfallen, doch bei der Mehrheit konnte man auch klar Erkennen dass sie das in Wirklichkeit gegen ihren Willen taten, entweder weil sie glaubten es machen zu müssen, oder weil sie es nicht wagten sich gegen die Meinung ihres Anführers zu stellen da dies vermutlich ihren Tot bedeuten würde.
Damit war Kiken’na ziemlich klar wie man am besten vorgehen sollte. Im Schutze der Dunkelheit der Nacht schlich sich der Fischmensch in das Lager. 10 Mann hielten Wache in Zweiertrupps, doch rechnete niemand damit dass tatsächlich jemand angreifen würde, weshalb diese auch nicht wirklich Acht gaben. Sie sahen die Gefahr aus den Schatten gar nicht kommen. Zwei Trupps wurden ausgeschalten ohne zu bemerken was auf sie zukam, während die dritte zwar Merkte dass etwas nicht stimmte, doch auch diese wurde ausgeschaltet ehe Alarm geschlagen werden konnte. Die letzten beiden waren auf Streife etwas außerhalb des Camps, und bekamen von diesem Angriff daher überhaupt nichts mit. Natürlich wurden die Männer nicht getötet, nur mit der stumpfen Seite ihrer Schwerter, welche zuvor mit dem Wasser ihres Wasserbeutels benetzt wurde, außer Gefecht gesetzt. Für Kiken’na gab es keinen Grund diese Beistehenden Männer zu eliminieren, da sie es immer zu vermeiden versuchte jemanden zu töten, außer wenn es unbedingt notwendig, oder es wirklich gerechtfertigt war.

Es war fast schon zu einfach… und enttäuschend… Der Fischmensch erreichte das Zelt des Anführers ohne dass auch nur eine Person Alarm schlagen konnte. Leider schien der Anführer nicht zu schlafen, und bemerkte sofort dass jemand sein verhältnismäßig luxuriöses Kommandozelt betrat, und diese Person keiner seiner Männer war. Sofort schrie er mit all seiner Kraft Alarm, worauf hin das ganze Lager aktiv zu werden schien. Kiken’na hatte versucht das zu vermeiden, hatte geplant einfach den Anführer zu eliminieren und am nächsten Morgen nochmal aufzutauchen und klar zu machen dass wenn jemand versuchen sollte seinen Platz einzunehmen, das Selbe Schicksal ereilen würde. Nun galt es schnell zu handeln. Der Anführer hatte seine Streitaxt griffbereit neben sich liegen und ging damit direkt auf den Fischmenschen los, doch so eine große Waffe war langsam und schwerfällig, so war es ein leichtes dem ersten Angriff auszuweichen, und dem Mann beim vorbeibewegen einen Streich am Rücken zu verpassen. Trotz des größer werdenden Lärms blieb Kiken’na ruhig und Konzentriert, hielt mit aufmerksamen Blick alles im Blick. Seinen Fehler erkennend ließ der Banditenanführer seine Waffe fallen und rannte aus dem Zelt so gut er mit seiner Wunde konnte und schrie wütend dass man diesen Kerl gefälligst umlegen soll, doch dies ließ den Fischmenschen keineswegs aus der Ruhe kommen, zu sehr konzentrierte er sich auf sein Umfeld. Auch wenn er sie außerhalb des Zeltes nicht sehen konnte, so hörte dieser Krieger wie die Banditen sich um das Zelt scharten und vermutlich es jeden Moment einreißen würden. Dem musste man zuvor kommen.
Mit einem gezieltem Rundumhieb wurde die obere Hälfte des Zeltes abgetrennt und von dem Wind hinfort getragen. Viele schienen sich davon ablenken zu lassen, doch ein paar wenige gingen sofort zum Angriff über. Ähnlich wie ihr Anführer waren diese jedoch auch nur mit Axten, Beilen, stumpfen Schwertern oder improvisierten Speeren bewaffnet, und schienen so gut wie keine Kampfausbildung zu besitzen, jedoch hatten sie den Vorteil der Mannesstärke. Es war ein leichtes für Kiken’na den Angriffen auszuweichen oder sie zu parieren, doch standen die Chancen hoch dass irgendjemand einen Glückstreffer landen würde, daher galt es diese Situation schnell zu lösen, und dafür musste der Anführer, welcher nun einige Meter entfernt stand, ausgeschaltet werden.
Nachdem die erste Welle abgewendet war, und die Männer versuchten wieder aufzustehen, erkannte Kiken’na eine Chance in welcher der Weg zwischen ihr und dem Anführer frei stand. Jedoch stürmte der Fischmensch nicht wie jemand erwarten würde auf den Mann zu, sondern vollführte einen Hieb mit dem Schwert in die Luft, als würde ein Unsichtbarer Gegner vor ihm stehen, doch zur Verwunderung aller Anwesenden schrie der Anführer auf einmal auf, während eine tiefe Wunde quer über seinen Oberkörper klaffte, im selben Winkel wie das Schwert geschwungen wurde. Dies versetzte die Anwesenden natürlich in Angst und Verwirrung, denn was sie durch die Dunkelheit nicht erkennen konnten war dass das Wasser, welches sich die ganze Zeit auf der Klinge des Schwertes befand, bei dem letzten Streich von der Klinge löste, seine Form haltend auf den Mann zuflog und ihm diese tödliche Wunde verursachte und zusammenbrechen ließ.
„Lasst euch das eine Lehre sein. Wenn jemand versucht seinen Posten zu übernehmen, wird er sein Schicksal teilen. Bringt den Dörflern die gestohlene Ernte zurück und dann geht jeder seine eigenen Wege. Wer etwas anderes versucht, wird von mir gefunden werden.“ Ein wildes gebrabbel brach aus, aber jeder schien Angst vor dem Fischmenschen nach der Demonstration seiner Fertigkeiten zu haben. Sie musste nur einen Fuß vor setzen, da bildete sich schon eine Gasse um die Menge und das Lager zu verlassen, was Kiken’na auch mit einem zufriedenen Lächeln tat.

Ironhide
19.05.2016, 04:13
http://abload.de/img/isenhorn2skg8.png
„Für Botengänge haben wir andere Bedienstete, sofern es nichts mit der Stadtwache oder der königlichen Garde zu tun hat, brauch das kein Soldat machen. Alle anderen Aufgaben sind ebenso zweitrangig, wichtig ist nur die Zeremonie, alles andere kann …. muss warten.“ Er wusste das weder die königliche Garde noch die Stadtwache genug Leute hatte, um all die gestellten Aufgaben zu übernehmen. Die reguläre Palastwache hatte Isenhorn schon mit niederen Aufgaben belegt, da er ihr schlicht nicht zutraute, eine solche große Feier stemmen zu können. Der dicke, alte Hauptmann der Palastwache schien darüber auch nicht sonderlich traurig zu sein. Schon länger hatte Prinz Isenhorn überlegt, den Posten neun zu besetzen, aber irgendwie schien der Hauptmann der Palastwache einen sehr guten Draht zum König zu haben.
„Ja, ihr könnt gehen.“, sagte Isenhorn zu Crim und selbige bog mit ihren zwei Gardisten im Schlepptau Richtung Palast ab.

Je näher sie dem Marktplatz kamen, desto voller wurden die Straßen. Nun bereute Isenhorn, Fenia der Obhut seiner Schwester überlassen zu haben. Bestimmt versuchte sie erneut, die trauernde Heilige in ein Kleid zu stecken und erneut würde diese respektvoll, aber bestimmt ablehnen und erneut würde das seine Schwester frustrieren. Aber wie sähe das auch aus? Sicher würde ihr so etwas stehen, daran zweifelte der Prinz nicht mal, aber da sie nie ihren Zweihänder ablegte und auch sonst kaum von ihren Waffen zu trennen war, würde das Bild schon ein komisches sein. Hier bei ihm wäre sie eigentlich besser aufgehoben. Allein ihre Erscheinung hätte die Menschenmassen vor ihnen geteilt wie Schiffsrumpf, der durchs Wasser pflügt. Aber es ging auch so. Seine Gardisten sorgten ebenso dafür, das es zügig voran ging. Ob es aber der Respekt seiner Person war, oder aber die Furcht vor den Rittern der Inquisition, vermochte Isenhorn nicht zu sagen. Er vermutete von beidem etwas. Dennoch dauerte es eine ganze Weile, bis er endlich bei der Kathedrale angekommen war. Zusammen mit seinen Gardisten betrat er das Gebäude, deutete ihnen aber an, das sie ihn nicht weiter folgen brauchten und im Hauptschiff warten können.
Auf halben weg zum Altar kam ihm schon einer der hohen Priester entgegen, zusammen mit dem Sanctus Prefectus , dem kirchlichen Kommandanten der Inquisition und zwei weiteren Hochinquisitoren, einer davon ein gut ausgebildeter Magier. Alle Männer kannte Prinz Isenhorn gut, und alle waren sie Mitglied im Rat der Inquisition.
„Euer Gnaden.“, begrüßte der Priester seinen Gast. Isenhorn erwiderte den Gruß knapp. „Exzellenz.“
„Wenn sie mir folgen wollen, die anderen Ratsmitglieder sind bereits eingetroffen und wir können sogleich beginnen, wenn sie es wünschen.“
„Gerne, je schneller wir diese lästige Angelegenheit besprochen haben, umso besser. Wir haben wahrlich größere Angelegenheiten zu klären.“ Zwar sprach Isenhorn nicht aus, was er meinte, aber das brauchte er auch gar nicht. Der Priester und seine Begleiter wussten schon, was er meinte. Es ging mal wieder ums Geld. Die Inquisition brauchte neues um Pferde, Rüstungen und Waffen zu beschaffen. Im Grunde war es nur eine Formsache.
„Lästig, wohl wahr, aber leider unumgänglich. Wenn euer Gnaden mir nun folgen wollen.“

Rosered_Strauss
19.05.2016, 18:06
http://abload.de/img/fenia27cki8.pngFenia hielt einen stoisch- ruhigen Gesichtsausdruck bei, während Sie sich wie eine Puppe vorkam, die von einem fröhlichen, nervigen - wenngleich liebenswürdigen - Mädchen eingekleidet wurde. Die Hohe Inquisitorin sah nur mit hochgezogener Augenbraue auf das Kleid und anschliessend auf Ihre eigene Rüstung. "Hoheit, ich muss Euch darauf hinweisen, dass eine solche Rüstung..." begann Sie, die Prinzessin auf die Zeit hinzuweisen, die benötigt war, um in die Rüstung hinein (oder eben hinaus) zu schlüpfen. Doch davon wollte die Prinzessin nichts hören. Mit einer beharrlichkeit, die man sich wohl nur durch eine solche privilegierte Stellung aneignen konnte, bestand Sie auf einen Garniturwechsel; ganz gleich, wie häufig Fenia auf die Probleme zu sprechen kam; ganz gleich, wie rational auch sie argumentierte. Schliesslich sah Sie sich in einer Position, in der es wohl diplomatischer wie auch zweckdienlicher wäre, die Rüstung auszuziehen - denn schliesslich hatte Ihr Kasja mit einem Rauswurf gedroht. Da Sie es sich gemäß Ihrer Position nicht unbedingt mit der Königsfamilie verscherzen wollte - nicht über eine solch triviale Angelegenheit - gab Sie endlich nach.

Sie besah Sich die Umkleide und lehnte Karyptius, den Sie in seiner Scheide vom Rücken gezogen hatte, schliesslich gegen die steinerne Wand. Das Gewicht der Waffe war dergestalt, dass sich die Spitze bereits in den Holzboden bohrte, dadurch jedoch im Gleichgewicht und damit auch stehen blieb. Nach und nach entfernte Sie die schwarze Plattenrüstung (und nachfolgend die darunter liegende schwarze Wollkleidung), ehe Sie sich beinahe vollständig entblößt dem Kleid zuwandte und dieses behutsam überstreifte. Kaum, dass sie sich darin hinein begeben hatte, wurde Sie auch schon hinaus gezerrt und damit den Blicken der anderen Besucher ausgesetzt, hatte doch schon die Anwesenheit Krubers dafür gesorgt, dass die Aufmerksamkeit der anwesenden Gäste auf der Kabine lag. Wenngleich alle sich Mühe gaben, nicht zu offen zu starren, waren natürlich sowohl die Prinzessin wie auch die Hohe Vollstreckerin ein Blickfang. Fenia lächelte, machte gute Miene zu dem Spiel, das mit Ihr gespielt wurde - doch Ihre Augen versprachen all jenen Schmerzen, die es wagen sollten, einen Kommentar über Ihr Äusseres abzugeben.

Constantine
19.05.2016, 20:10
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Stur wie es zur Urzeiten die alten Drachen war, beharrte Kaja regelrecht darauf, dass Fenia das Kleid überstreifte. Ohne von ihrem Kurs abzuweichen, schaffte sie es tatsächlich die Walküre in das Kleid zu verpacken. Mit einem entzücktem, freudigem Blick wurde die Walküre sogleich von der Prinzessin aus der Kabine gezerrt. Das Starren der anwesenden Kunden ignorierend, schritt Kaja mehrmals um die Hochinquisitorin herum.

Dabei wurde jeder Zentimeter ihres Körpers genausten‘s gemustert. "Hmmmm", machte Kaja. Immer wieder umkreiste sie die Walküre, legte den ihre Hand an ihr Kinn gestützt - eine Gestik, die sie immer wieder tat, wenn sie angestrengt nachdachte. "Irgend etwas fehlt, irgend etwas fehlt", ihr Blick wanderte zielstrebig durch den Laden bis Kaja entzückt aufhüpfte und an einer der umherstehenden Regalen verschwunden war. Man sah nur noch wie irgendwelche Sachen durch die Gegend geworfen wurden, welche Krüber auffangen musste. Nach einer gefühlten Ewigkeit tauchte Kaja mit mehreren reich verzierten Hüten aller Farben- und Formen auf. Sowie einigen accesoires. "Setz den mal bitte auf, "ich lege dir diese schöne Halskette um, vorsichtig, ist etwas kalt", ohne das Fenia etwas dagegen erwidern konnte, selbst wenn, Kaja hätte es eh ignoriert, legte sie der Walküre eine in dunklen gefertigten Edelsteinen - Halskette um, sowie einen silbernen Armreif, der das Bild abrunden sollte.

Zufrieden mit ihrem Werk umrundete Kaja die Hochinquisitorin ein weiteres Mal. Dabei stellte sie sich hinter die Walküre und lugte leicht mit ihrem Kopf unter ihren Armen durch nur, um sich an Fenias Seite anzuschmiegen. "Siehst du, das steht dir gleich viel besser, als immer nur diese nervtötende Rüstung zu tragen". "Krüber, hey du Schlafmütze", der überrumpelte Hauptmann kam sofort herübergeschlendert, als sein Name fiel. "Wie findest du Fenia?". "Also ich finde sie sieht bezaubernd aus und etwas neidisch bin ich ja schon", dass ihr Blick unweigerlich auf den Brüsten der Walküre lag, konnte keiner übersehen. "Muss toll sein mit so großen Brüsten gesegnet zu sein". Das Kaja laut aussprach, was sie dachte, hatte die Prinzessin schon das ein oder andere mal in Verlegenheit gebracht im Beisein anderer. Doch letztendlich war es ihr auch egal gewesen.

Rosered_Strauss
19.05.2016, 22:04
http://abload.de/img/fenia27cki8.pngFenia zog sich den Hut wieder ab, sobald die Prinzessin von Ihr abliess. Mit Helmen kam sie gut aus, denn auch wenn Sie ihre Sicht behinderten, waren sie im Kampfe unbezahlbar. Aber diese Hüte... die konnte Sie nicht ausstehen. Als sich der Monolog Kajas anschliessend auf ihr Äusseres im Allgmeinen und ihre Figur im Speziellen bezog, seufzte sie innerlich auf. Nun, sie ist wohl in dem entsprechenden Alter. "Ich danke Euch für das Kompliment. Jedoch ist es verfrüht, neidisch zu sein - Ihr selbst kommt gerade erst in der Blüte Eurer Jugend an und habt noch vieles, auf das Ihr Euch freuen könnt. Ehe Ihr Euch verseht, seid Ihr eine stattliche junge Frau." Ihr Blick wurde geringfügig wärmer, als Sie Ihn von den Anderen Gästen ab- und ihren beiden Begleitern zuwandte. Als Kaja dann allerdings etwas über Ihren Brustumfang murmelte, schüttelte Sie nur sacht den Kopf. "Hängt Ihr etwa diesem Glauben nach, dass große Brüste und üppige Kurven unerlässlich für Schönheit sind?" Sie bückte sich etwas, um das Kleid der Prinzessin gerade zu zupfen. "Letzten Endes sind Sie nur Zierwerk, genau wie die Kleidung, die wir hier tragen. Ich werde nicht mit so abgedroschenen Sätzen kommen, dass wahre Schönheit aus dem Inneren kommt - aber längerfristige Zuneigung ist nur möglich, wenn man die Persönlichkeit seines Gegenübers mögen kann. Schönheit verblasst mit zunehmendem Alter; doch wenn Ihr jemanden gefunden habt, der Euch sieht, und nicht nur an Eurem Busen hängt, dann wird er bei Euch bleiben." Eigentlich hätte Sie das doch schon von all den Privatlehrern hören sollen. Es sei denn... Das Lächeln auf Ihrem Gesicht verblasste, und machte zunehmendem Ernst Platz. "Ah, ich verstehe. Verzeiht, dass Ich Eure Andeutungen nicht gleich verstanden habe. Nun, es ist folgendermaßen: Kinder entstehen, wenn ein Mann und eine Frau eine geschlechtliche Vereinigung geniessen. Diesen Akt nennt man auch 'Liebesspiel'. Dabei..." Sie hielt inne, und sah von Kajas sich schnell rötendem Gesicht zum verlegen Hüstelnden Hauptmann hinüber. "Wozu die falsche Scham? Ich ahnte ja, dass Vater Matthias als Priester des Schlosses mit der gleichen alten Geschichte aufwartet, die er mir auch erzählt hat... 'wenn Mann und Frau sich gerne haben', etwas von Blumen und Bienen und dergleichen... aber meint Ihr nicht auch, es ist an der Zeit, dass Ihre Hoheit den tatsächlichen Vorgang beschrieben bekommt?" Sie wandte sich wieder Kaja zu. "Also. Bei diesem Akt..."

Constantine
19.05.2016, 22:25
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Prinzessin Kaja wirkte leicht frustriert, als Fenia den Hut abnahm, griff sie selbst nach diesem. "Ich hänge nicht diesem Glauben nach", erwiderte sie und wirkte dabei noch mehr gefrustet. "Mir gefallen größere einfach besser, darin kann man sich so schön einkuscheln". "Meine Mutter hatte auch so schön große, pralle", diesen Satz konnte die Prinzessin nicht einmal mehr zu Ende sprechen da ihr die Röte bereits ins Gesicht schoss und sie wie eine überreife Tomate wirkte.

Als Fenia dann den Geschlechtsakt erklären wollte, lief ihr dunkelroter Gesichtston in ein noch dunkleres Lila an. Kaja setzte sich den Hut auf, um sich darin zu verstecken und fuchtelte wild gestikulierend mit ihren Armen umher, um von der Peinlichkeit abzulenken. "W-was erzählst du mir denn da?". "Ich habe diese Geschichten über den Akt schon dutzende male von meinen Lehrern und Vater Matthias hat mehr bei der Erzählung seine Freude rübergebracht und klar gemacht, was ihm alles so gefällt doch ich empfinde diesen Akt einfach nur als widerlich". "Es ist ein nur ein Austausch von Körperflüssigkeiten und bei all den Krankheiten, die man sich dabei holen kann, ist es... ist... es..." jedes weitere Wort wirkte überflüssig. Prinzessin Kaja bekam einen Drehwurm sowie leichtes Nasenbluten ehe sie einfach zur Seite kippte um sanft in den Armen der Hochinquisitorin zu landen. Dabei hörte man nur noch verstümmelt die Wörter Blümchen und Bienchen aus ihrem Mund.

Kinggek
19.05.2016, 23:41
http://fs5.directupload.net/images/160510/b4dbl5md.png

Der Hauptmann wartete ohne Ton vor der Umkleide mit mehreren Kleidungstücken in der Hand. Immer mehr Leute versammelten sich in und vor dem Laden. Teils weil sie die Lage des Hauptmanns belustigend fanden und teils weil neben dem Hauptmann noch zwei andere hochrangige Gäste sich hinter dem Vorhang versteckten.

Nach einer gefühlten Ewigkeit für den Hauptmann kamen dann die beiden Frauen aus der Kabine. Fenia war nicht wieder zu erkennen. Krüber konnte nicht anders als die Hochinquisitorin anzustarren. Immerhin hatte er sie nie in etwas anderem außer ihrer Rüstung gesehen. Auch wenn im Königshaus die Prinzessin ihre eigenen Kleider nicht immer selbst aussuchen konnte, so hatte das Mädchen doch Ahnung von ihrem Handwerk. Die Walküre strahlte nur von Schönheit und die Kleidungsstücke schmiegten sich an jede Rundung ihres Körpers perfekt an. Den Hut, welches sich die Prinzessin kurzerhand besorgte fand der Hauptmann leicht übertrieben, dennoch ändert es nichts daran das Fenia mal in einem ganz anderen Bild zu betrachten.

In seiner Trance verfallen überhörte er die Frage der Prinzessin sowie das Gespräch was sich daraus entwickelte. Erst im letzten Augenblick bemerkte er das rot anlaufende Gesicht der Prinzessin und schnappte die Wörter der Wälküre auf die Kaja in diese Lage gebracht hatte. Als sie dann noch ihn damit konfrontierte wusste der Hauptmann gar nicht mehr so recht wie er reagieren sollte. Schlimmer jedoch traf es die Prinzessin. Auf dieses Thema reagierte sie eben wie es ein Mädchen in ihrem Alter wohl tat, mit der Ausnahme jedoch das sie eben ein Mitglied des königlichen Hauses war. Dementsprechend fiel ihre Reaktion auch ein wenig stärker aus. Durch den Schwindel welches das steigende Blut in ihrem Körper verursacht hatte fiel sie sanft in die Arme der Hochinquisitorin. Krüber nähert sich den beiden und sprach die Walküre an, "Guter Zug Verehrteste". Mit einem nicken deute er auf die Kabine und flüsterte der Walküre zu "Last sie etwas ausruhen während ihr euch wieder eurer Rüstung widmet, sobald sie wieder einen klaren Kopf hat können wir uns wieder auf den Rückweg begeben." Ehe sich der Hauptmann der Bedienung wandte die herbei eilte fügte er noch hinzu "Und ganz so unrecht hatte Kaja nun auch nicht, ihr sieht wirklich unbeschreiblich schön in eurem Kleid aus, sie hat Talent wenn es darum geht das Verborgenen in einem zu erkennen." Mit einem lächeln drehte er sich anschließend zur Bedienung und bat diese um ein Glas Wasser für die Prinzessin damit sie wieder einen kühlen Kopf bekommen würde. Die Masse die sich versammelt hatte verteilte sich auch schon langsam wieder nachdem Krüber ihnen den Befehl dazu gab sich aufzulösen und weiterzuziehen ehe er Verstärkung rufen müsse.

Rosered_Strauss
20.05.2016, 01:27
http://abload.de/img/fenia27cki8.pngEine kurze Regung flackerte über das Gesicht der 'Heiligen', so kurz, dass man es kaum als das Lächeln identifizieren konnte, das es war. "Ich erlebe heute nun zum Zweiten Male eine Überraschung. Nicht nur, dass man es schafft, mich zu diesem Kleid zu überreden - nein, mir wird auch noch ein Kompliment ohne Hintergedanken gemacht. Ihr ahnt gar nicht, wie selten das vorkommt. Meist will man sich oder seinen Bekannten den Eigenen Mut Beweisen, indem man mit mir spricht. Oder noch trivialer - so manche haben es sich in den Kopf gesetzt, dass Sie es sein würden, die dereinst mein Bettblut vergiessen und mich entjungfern würden." Sie schnaubte missbilligend, die blutroten Augen in weite Ferne gerichtet. "Daher danke Ich Euch für das Kompliment, Hauptmann; ist es doch ohne eine dieser Motivationen gestellt worden. Im Übrigen halte ich Euren Vorschlag für akzeptabel und werde diesen befolgen." Sie wandte sich in Richtung der Kabine um, schritt gemächlichen Schrittes darauf zu - als Sie noch einmal inne hielt. Sie sah über die Schulter zu Krüber und Kaja zurück, während Ihr schwarzes Haar Ihr über den unbedeckten Nacken wallte. "Oder täusche ich mich, und das Kompliment war das erste Manöver einer Werbung um meine Gunst? Das käme unerwartet." Krüber glaubte beinahe, ein schalkhaftes Aufblitzen in Ihren Augen erkennen zu können - doch ehe er sich dessen vergewissern konnte, war Sie bereits wieder in der Umkleidekabine verschwunden. Es sollte einige Zeit dauern, ehe Fenia wieder aus der Kabine hinaus trat. In der Zwischenzeit war die Prinzessin wieder erwacht, Krüber hatte der geistigen Abwesenheit der Prinzessin wegen die Rechnung für die von Ihr gewünschten Hüte auslegen müssen, und der Rest der Schaulustigen hatte sich zerstreut. Als Fenia wieder heraus trat, war Sie in den geschwärzten Plattenpanzer gehüllt. Das Kleid hatte Sie sich sorgfältig über den Arm gelegt, Karyptius war wieder um den Rücken geschnallt und sorgte dafür, dass die Umgebung kälter und beklemmender wirkte. Doch scheinbar hatte die Hohe Inquisitorin Gefallen an dem Unterfangen gefunden, oder Ihr gefiel das Kleidungsstück tatsächlich - was es auch sein musste, sie erstand es zur Überraschung und Entzückung des Ladenbesitzers. "Man muss es Ihr gönnen." meinte Sie an Krüber gewannt, als sie zu der etwas vorausgeeilten Prinzessin hinüber sah. "Bald schon wird sich Ihr Leben ändern. Heute ist wohl Teil des Abschiedes von Ihrem bisherigen Leben. Sorgen wir dafür, dass es ein wohliger wird."

Constantine
20.05.2016, 02:11
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Nach dem Prinzessin Kaja wieder zu sich gekommen war, strahlte sie wie ein Honichkuchenpferd, dass mit Glitzerstaub überseht wurde. Mit ausgebreiteten Armen sprintete Kaja ihren beiden Begleitern voraus aber immer in Sichtweite der beiden. Heute hatte sie endlich wieder einmal Gelegenheit nach Herzenslust zu shoppen, die Fressmeilen auszuprobieren und später am Abend das Feuerwerk am Hafen zu erblicken. Sicher, der Palast war schön, die Bediensteten immens freundlich, was eher an ihrer Position zurück zu führen ist, als dass sie sich tatsächlich für Kaja in ihrer Person interessieren könnten.

Den Hut, den Fenia nicht tragen wollte-konnte-sollte, trug statt dessen die Prinzessin. Ein Stand mit vielerlei Köstlichkeiten erweckte ihr Interesse. Dabei griff sie nach Herzenslust zu. In der einen Hand hielt Kaja etwas gebratenes, was wohl mal Hühnchen war und in der anderen eine gigantische Süßigkeit, die größer war, als ihr Haupt. Mit einer Hand winkte sie den beiden, sich etwas zu beeilen, als ihr plötzlich eine Situation in die Augen kam, die sie so noch überhaupt nicht kannte.

Ganz in der Nähe eines Standes trat ein zerzauster Junge vor die Theke und fragte nach etwas essbarem. Der Verkäufer reagierte ungehalten auf das kleine Bengelchen, wies es ab. Der Junge fragte andere Passanten, die einfach an ihm vorbei marschierten oder ihn ignorierten. Nur eine Kleinigkeit. Irgend etwas zu Essen. Kaja, die ihr Leben lang immer alles bekommen hatte, konnte nicht verstehen, was gerade vor sich ging. In ihr brodelte ein unbekanntes Gefühl. Vor blanker Wut zitterte ihr Körper. Doch statt los zu schreien, tat Kaja das, was sie immer tat, wenn ihre Emotionen drohten, überzukochen. Den Blick in ihren Haaren verborgen, schritt sie auf den kleinen Jungen zu, beugte sich nach vorne und umarmte diesen welcher wie perplex auf die rothaarige Prinzessin starrte. "Du hast bestimmt Hunger oder?", das kleine Menschlein sagte nichts, der knurrende Magen sagte der Prinzessin, dass sie Recht besaß. "Hier, nimm meins, ich wollte sowieso einige Kilos runter haben".

Dabei lächelte Prinzessin Kaja und ließ den Jungen los welcher nicht glauben konnte, was gerade vor sich ging. Dann erhob sich die Prinzessin wieder und starrte mit ihrem Blick in die Massen hinein, die die Szenerie entweder ignorierten oder mit sich selbst beschäftigt waren. Erst, als jemand die Prinzessin erkannte, lenkte sich ihrer Aufmerksamkeit auf diese. "IHR ALLE SOLLTET EUCH WAS SCHÄMEN", Stille trat über die sonst so belebte Handelsstraße. "IST ES SO VIEL VERLANGT EINE KLEINE, WINZIGE GUTE TAT ZU VOLLBRINGEN?!", die Wut stieg weiter in ihr auf. Irgendwo in einer Seitengasse bildeten sich in einer Fensterscheibe kleine Eissplitter. "Das ist die Prinzessin, sie hat dem Bettler etwas gegeben, ist sie so naiv oder tut sie nur so?", dass Getuschel um sie herum wurde lauter. Kaja bekam das erste Mal in ihrem Leben wirklich mit, wie es draußen in den Straßen zuging, was ihre Wut auf die Menschen nur noch mehr verstärkte. Ihr feuerrotes Haar schien im aufkommenden Wind zu schweben, gänzlich zu schimmern.

"WENN ICH ERST KÖNIGIN BIN, WIRD SICH SO EINIGES IN DIESEM LAND ÄNDERN!", leises Gelächter hallte durch die Menschenmassen. Kaum jemand nahm die Prinzessin ernst, hatten alle doch ihre Hoffnung in Prinz Isenhorn und seine Inquisition gesetzt. Was sollte so eine junge Göre schon ausrichten? Einzig der kleine Junge bekam ein Leuchten in seinen Augen, zupfte kurz an dem Zipfel ihres Kleides. "Kannst du wirklich machen, dass es besser wird, große Schwester?", Kaja beugte schaute auf den Jungen herab und nickte. Strich dem Kurzen dabei kurz durch seine zerzausten Haare. "Ja, das werde ich, komm wir sehen uns zusammen das Feuerwerk an". Ohne das der Kleine reagieren konnte, hatte Prinzessin Kaja ihn auf ihre Schultern gesetzt sehr zur Verwunderung der weiterlaufenden Bevölkerung, die entweder ihr Haupt schüttelten oder tuschelten. "Wollen wir als nächstes zu den Süßigkeiten?", ein freudiges "jaah", war die Antwort. Fenia und Krüber hatten etwas Abstand genommen nicht zu viel nur, um die Prinzessin ihre Sachen alleine regeln zu lassen. "Fenia, Krüber kommt es gibt noch so viele Stände, die wir besuchen müssen und unser neuer Begleiter kennt die schönen Seiten unserer Stadt noch gar nicht". "Wie heißt du denn?". "Mein Name lautet ...." den letzten Teil konnte Kaja nicht ganz verstehen, begannen ihre Augen alles in einem verschwommenem, eisigen Bild zu sehen, ehe sie weiterging.

Ironhide
20.05.2016, 03:23
http://abload.de/img/isenhorn2skg8.png
Die Ratssitzung war schnell erledigt, Isenhorn sicherte der Kirche genügen Gold zu, um alles zu kaufen, was demnächst benötigt wurde. Außerdem wurde er davon in Kenntnis gesetzt, das eine kleine Abordnung nach Norden unterwegs ist, um Vorfalle mit Orks auf den Grund zu gehen. Isenhorn verließ nach dreißig Minuten die Kathedrale, in Begleitung seiner Gardisten. Er wollte wieder zurück in den Palast, sein Weg brachte ihn dabei an jene Boutiquen vorbei, in der die Prinzessin Fenia eingekleidet hatte. Es war daher wenig verwunderlich, das seiner Schwester erneut über den Weg lief – zumindest fast. Mit etwas abstand konnte er die Szene betrachten, die sich zutrug. 'Naives Ding', dachte sich Prinz Isenhorn und wollte gerade gehen, als er sah wie sie diesen Jungen auf die Schulter nahm. Das war zu viel. Ein Mitglied der Königsfamilie? War es denn nicht genug das sie hier einfach so durch die Straßen schlenderte, musste sie nun auch noch das machen? 'Was glaubst du eigentlich, was du repräsentierst!', fauchte Isenhorn in Gedanken. Schnellen Schrittes eilte er Kaja nach, ignorierte die Königliche Garde, Krüber und sogar Fenia und ehe sich seine Schwester vergucken konnte, stand der Junge wieder auf der Straße. Prinz Isenhorn kniete sich vor den Jungen und hielt ihn eine silberne Münze hin. Schon auf den ersten Blick sah man, das man damit nichts kaufen konnte. Auf der einen Seite prangte das Konterfei von Gaia, auf der Rückseite hatte man einen siebenköpfigen Drachen eingeprägt. Im Grunde nur ein Symbole für die sieben heiligen Drachen und die Mutter Gaia, aber diese Münze bedeutete mehr, wenn man denn wusste, was man damit anfangen konnte.
„Wenn du jeden Tag etwas essen willst, nimm diese Münze, geh zur Kathedrale und zeig sie dort dem Priester. Sag ihm, das du von mir kommst und ich verspreche dir, das du nie wieder Hunger leiden wirst. Nun geh.“ Der Junge nickte nur und rann davon, die Münze fest im Griff. Natürlich hatte das Aufsehen erregt, aber Prinz Isenhorn sein Auftreten alleine sorgte dafür, das sich die Menschentraube die grad anfing sich zu bilden, in Windeseile wieder auflöste, als sie den ernsten Blick des Prinzen sahen. Natürlich hatte auch Fenias Anwesenheit eine Wirkung der Abschreckung. Im Moment wollte ihn keiner irgendwie zu nahe kommen. Dann wandte er sich Kaja zu.

„Bevor du was sagt, Schwester, komm einfach mit. Denn ich werde dir zeigen, was diese Stadt wirklich hergibt und wo du anfangen kannst, etwas zu ändern.“ Dabei Schob er sie leicht an, damit sie sich in Bewegung setzte und zu seiner großen Überraschung, tat Kaja ihm auch den Gefallen. Nach ein paar Biegungen, sah man schon die ersten Unterschiede. Die noblen Geschäfte wurden zu einfachen Ständen, die Reichen Kaufleute zu simplen Bürgern und die gute Straße zu holprigen Kopfsteinpflaster. Aber Isenhorn schritt unbeirrt weiter, immer von der königlichen Garde und den Ordensritter der Inquisition begleitet. Fenia ahnte sicher schon, wohin es ging und auch Krüber musste bereits einen Verdacht haben, dessen war sich Isenhorn sicher. Sie waren gerade mal fünf Minuten unterwegs, als sie wieder stoppten.
„Hier. Hier kannst du anfangen, etwas zu ändern.“
Vor sich sah Kaja etwas, was man ihr wohl so nie erzählt hatte und wovon gerade sie stets abgeschirmt wurde. Jegliche Anmerkungen und Bedenken von den Begleitern, wischte Prinz Isenhorn mit einer Handbewegung beiseite.
Kaja schaute in eine dreckige, stinkende Gasse in der es von Armen Menschen, Bettlern, verwahrlosten Kindern und alten Menschen in Lumpen nur so wimmelte. Hier begann das Elendsviertel der Stadt und es war groß. Zu groß. Die Straße war nicht mehr als ein schlammiger Pfad, hier und da war wohl mal Kopfsteinpflaster verlegt worden, aber die Menschen hatten es wieder raus gebrochen um wenigstens etwas Baumaterial für ihre Behausungen zu haben. Die Häuser die hier standen waren kaum mehr als bessere Unterstände, einige schon lange eingestürzt und andere vielleicht auch nie fertig geworden. „Dieser Teil der Stadt war kurz vor dem Krieg gebaut worden.“, sagte er zu seiner Schwester.

Leider war es dann auch der Krieg, der verhinderte das die Häuser hier fertig wurden. Viele ehemalige Besitzer kehrten nie mehr zurück und das meiste verfiel einfach mit der Zeit. Nach und nach besetzten Bettler und Obdachlose die halbfertigen Ruinen und mit jedem Monat wurden es mehr. „Hier sterben bald täglich ein dutzend Menschen. Aber zwei dutzend kommen dafür von außerhalb wieder nach und lassen sich hier nieder, denn sie wissen nicht mehr wohin.“, erklärte Isenhorn. Es waren vielleicht nicht ganz so viele an guten Tagen, an schlechten aber noch mehr. Jeden Morgen marschierte die Stadtwache mit zwei Pferdekarren durch die Straßen, sammelte die Toten ein und fuhr sie aus der Stadt heraus in einen Wald, wo die meisten verbrannt worden. Das Begraben war einfach zu aufwendig. Würde man das nicht machen, würden sich in Windeseile etliche Krankheiten in der Stadt ausbreiten, aber das ersparte er Kaja. Mitten drin in diesem Virtel, so wusste es Prinz Isenhorn, gab es eine Suppenküche, die aber eigentlich immer überfüllt war. Für die meisten war das aber der einzige Ort, wo sie etwas zu essen her bekamen.
„Löblich, das du dem Jungen geholfen hast, in seinen Augen bist du eine wahre Heldin, aber er war nur einer. Das hier ist das wahre Gesicht der Welt. So sieht es in vielen Dörfern und kleinen Städten aus. Zu Tausenden Hungern die Menschen und zu Tausenden hassen sie Leute wie uns. Vater ist nicht sehr beliebt, denn er tut nicht gerade viel, um etwas zu ändern. Die meisten hier, Schwesterherz, sind Flüchtlinge aus den Grenzgebieten.“ Er hofft, das sie wusste worauf er anspielen wollte. Das strikte Verbot von Gewalt gegen jegliche Feinde, hatte an fast allen Grenzregion für ärger gesorgt und die Menschen flohen dann hier her. Denn hier waren sie sicher, so hofften sie. Aber hier fehlten schlicht die Mittel, um wirksam dagegen vorgehen zu können. Aller Reichtum der Willensteins zum trotz, hatte sie nicht mal annähernd genug und auch die Staatseinahnen waren hierfür nicht ausreichend.

Hier, so wusste er, waren er und seine Schwester nicht so gerne gesehen. Denn auch wenn beide nichts dafür konnten, so gab man ihnen doch die Schuld. Denn sie schlemmten, lebten in Saus und Braus und hatten alles was man haben konnte.
„Gehen wir lieber, bevor wir in Schwierigkeiten geraten. Komm.“ Isenhorn wusste nur zu gut, das man hier nicht zu lange verweilen sollte, nicht ohne zumindest eine starke Eskorte dabei zu haben. Die ersten giftige Blicke gab es bereits, Lust auf eine Eskalation hatte er aber nicht. Den Menschen hier zu sagen, das die Kirche und auch das Königshaus dafür sorgten, das die Suppenküche überhaupt noch existierte, brachte wenig. Man glaubte es ihnen schlicht nicht.

Constantine
20.05.2016, 11:55
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Bevor Kaja etwas sagen konnte, wurde sie von ihrem Bruder in ein Viertel gebracht, was sie noch nie zuvor gesehen hatte. Mit etwas Wehmut hatte sie dem Kleinen hinterher gewunken. Ihr Ruf interessierte die Prinzessin nicht, ihr Status war ihr vollkommen gleich. Doch im Gegensatz zu ihrem extravaganten Lebensstil konnten es sich nicht alle Menschen leisten. Wie diese zum Beispiel. Den Blick in den feuerroten Haaren verborgen, betrachtete die Prinzessin das Elend. Und direkt vor ihrer Haustür. Irgendwo in den hinteren Reihen der Gassen gefror ein eh schon zersprungenes Glasfenster.
Auch sie bemerkte den hasserfüllten Blick doch gegen den Rat ihres Bruders schritt Prinzessin Kaja tiefer in die Gasse. Es dauerte auch nicht lange, bis die ersten Hasstriaden auf das Königshaus ausgesprochen wurde. "Bitte", sprach Kaja zu den Menschen. "Hört mir zu", irgendjemand warf einen dreckigen Lumpen nach der Prinzessin, was auf ihrem schneeweißen Kleid landete. Kaja ignorierte dieses und warf den Lumpen beiseite. Die Stimmung heizte sich weiter auf. Nun stand eine aufgereihte, größere Menge vor Kaja. Die älteren Menschen völlig verwahrlost, mit verfaulten Zähnen im Mund und dicken Bäuchen waren völlig aufgebracht. "Was will denn das Königshaus hier bei uns?", äffte jemand. Sofort eilten Gardisten zu der Prinzessin doch diese winkte mit ihrer Hand ab.

"Hört mir zu, ich bitte euch", das Gegröle wurde lauter, so dass man die Prinzessin kaum noch verstand, als dann jemand einen Eimer nahm der mit einer bräunlichen Matsche aus Schlamm gefüllt war und einfach über ihren Kopf kippte, hallte das Gelächter weiter. Die Gardisten und auch Prinz Isenhorn selbst starrten mit völligem Entsetzen auf diese abstrakte Szenerie.
Doch Prinzessin Kaja stand ganz ruhig vor dem pöbelnden Mob. Ihr Blick war weder hasserfüllt, noch arrogant, ihre Augen strahlten einen eigenartigen Glanz aus, die Feuerroten Haare nahmen wie zuvor vor der Menschenmasse einen eigenartigen Glanz an. "BITTE HÖRT MICH AN!", ihre Stimme hallte in der kleinen Gasse nieder. Plötzlich stoppte das Gelächter und jene Person, die Kaja den schlammbefüllten Eimer übergoss viel auf seinen Hintern. Kaja reichte diesem ihre Hand, damit er sich daran hochziehen konnte. "Ich bin mir sicher ihr habt viel durchmachen müssen", begann Kaja ihre Rede. Es waren keine Worte des Mitleides, sondern fester Ehrlichkeit und Überzeugung. "Mir war bis vor kurzem nicht klar, was unser schönes Königreich für Schattenseiten hat, es ist mir auch nie in den Sinn gekommen, dass Menschen in solch schrecklichen Zuständen leben müssen". Ihre Hand lag auf ihrer Brust ganz dicht über ihrem Herzen während sie sprach. "Es tut mir leid, dass ich nicht schon viel früher reagiert habe, reagieren konnte doch seit versichert", sie machte einen Schritt auf die Menschentraube zu, die sich gebildet hatte und überraschender weise, machte ihr Platz. Alle hingen an ihren Lippen. "Bin ich einst Königin dieses Landes werde ich den Leuten helfen, ich werde dafür sorgen, dass ihr einen Platz bekommt, wo ihr Leben könnt, wo ihr arbeiten könnt, wo es Essen gibt und nicht in diesen zerfetzten Lumpen herumlaufen müsst". Es war töricht von ihr, töricht die Welt in einer rosaroten Brille zu sehen. "Hauptmann", Krüber war an der Seite der Prinzessin gekommen. "Wie viel Gold haben wir noch übrig?", der Hauptmann holte einen kleinen Sack heraus und zählte nach. "Etwa knapp 200 Gold, Prinzessin". Diese nickte. Kaja nahm das Säckchen und übergab es den Leuten in der Gasse welche geschockt und freudig zu gleich wirkten. "Es ist nicht viel aber alles, was ich noch besitze, bitte nehmt es".

Irgendwann kam eines der Kinder auf die Prinzessin zu und umarmte mit seinem verwahrlosten Körper diese, was Kaja erwiderte. "Haltet noch etwas durch, ja?". Ein Kopfnicken war die Antwort. Der Mann, der Kaja zuvor demütigen wollte, kam etwas später mit einer verwelkten Rose zurück um es der Prinzessin zu überreichen. Die Worte der Entschuldigung lagen auf seinen Lippen doch Kaja unterbrach ihn. Sie drückte diesen noch kurz an sich. "Ich kann deinen Unmut nachvollziehen, ich kann es ertragen". Ohne ein weiteres Wort verließ die Prinzessin die herunter gekommene Gasse. Den Blicken der Schaulustigen ausgesetzt, ignorierend, schritt Kaja Richtung Palast. Fenia und Krüber waren mit Abstand hinter ihr, ihr Bruder stand neben ihr. "Hättest du diese Leute umgebracht, weil sie mich angreifen wollten Bruder?", fragte sie Prinz Isenhorn.

Ironhide
20.05.2016, 12:31
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"Töten? Nein. Nicht solange sie nicht auf dich losgegangen wären." Dennoch würde er sich noch um den Mann kümmern, der seine Schwester mit dem Eimer übergossen hatte. Er sah darin nicht nur einen Demütigung seiner kleinen Schwester, sondern auch eine Demütigung der ganzen Familie und das wollte, nein konnte er nicht zulassen. Nachdem sie sich etwas von der Gasse entfernt hatten, gab er zwei seinen Gardisten ein Zeichen. Selbige wussten was sie zu tun hatten und kehrten um, ohne das Kaja etwas davon mitbekam. Später würde dieser Mann im Kerker sitzen, nicht in irgendeinem, nein in einem speziell für die Inquisition eingerichteten Kerker unter der Kathedrale.
Stolz war Isenhorn darauf nicht und er tat es nicht gerne, wie er beteuern würde, aber würde sich erst herumsprechen, das solcherlei Verhalten gegenüber der Königsfamilie nicht geahndet wurde, wäre sehr schnell Chaos in der Stadt. Und das war wahrlich das letzte was sie alle gebrauchen konnten.

„Unsere Familie ist nicht mal das Ziel ihrer Verzweiflung.“, erklärte ihr Insehorn. „Es ist die Lage in der sie sich befinden, und an der sie der Krone die Schuld geben. Zurecht. Wer auf dem Thron sitzt, ist dabei einerlei.“ Er machte eine Pause, während sie eiligen Schrittes in Richtung Palast marschierten. Die Brühe die Man Kaja übergossen hatte, stank fürchterlich und inzwischen wollte auch sie nichts wie raus aus ihren Gewändern. Das Kleid würde sie wegschmeißen können, das war jedenfalls ruiniert.
„Und nun hast du ihnen vor aller Welt versprochen, das es anders wird. Wie erklärst du ihnen dann, sobald du die Krone hast, das am darauffolgenden Tag nichts anders ist, die Woche darauf ebenso wenig? Und selbst wenn, spricht sich das rum und wir haben binnen kürzester Zeit die Stadt voll mit Bettler, alle würden in die Stadt strömen und uns ersticken. Bau ihre Dörfer wieder auf und Sorge für Sicherheit, das hilft ihnen, aber keine Almosen, die sie nur dazu verleiten nach mehr zu betteln.“

Es war gar nicht mal so abwegig, Kaja vorzuschlagen wieder mehr bewaffnete Truppen auszuheben, um die Grenzen des Reiches effektiv zu schützen. Sein Vater wollte seid jeher nichts davon wissen, aber es war nicht von der Hand zu weisen, das es mehr Probleme dadurch gab, als Lösungen. Natürlich hatte er es auch geschafft, die diplomatischen Beziehungen aus zu bauen, was keine Schlechte Sache war, aber eben nicht jeder interessierte der diplomatische Weg.

Constantine
20.05.2016, 14:52
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Prinzessin Kaja versuchte ihren Unmut nicht zu zeigen, war es doch das erste Mal in ihrem Leben, dass sie solcherlei Erfahrung gesammelt hatte. Zwar keine schöne aber immerhin eine Erfahrung. Sie konnte sich nicht vorstellen, was diese Leute durchmachen mussten. Obwohl der Krieg - von dem ihr ihr alter Lehrmeister berichtete schon so lange war, war das Elend nach wie vor groß. "Es wird anders", die Entschlossenheit in ihrer Stimme war nicht zu überhören. "Wir müssen bei den kleinsten Leuten anfangen, etwas zu ändern". "Und ich teile Vaters Ansicht, wenn wir Waffen einsetzen, bringt das nur noch mehr Leid hervor, was hätte es dir gebracht diese Leute zu töten selbst, wenn sie mich angegriffen hätten?". "Es ist ihr gutes Recht wütend zu sein". "Sie kamen in der Hoffnung hier her ein neues Leben aufzubauen, zu arbeiten, Gold zu verdienen, ihre Familien zu ernähren und es ist schlimmer, als zu vor". "Wie kann es sein, dass wir die Königsfamilie jeden Tag im Luxus leben und die Kinder auf offener Straße verhungern müssen?". "Wie kann es sein, dass Ritter in prunkvollen Rüstungen stolzieren, während andere in abgelaufenen Lumpen rumlaufen?", sie blickte auf die verwelkte Rose welche durch einen kräftigen Windstoß einfach davon wehte.

Kaja versuchte noch danach zu greifen. "Wenn sich der Adel noch so prunkvolle Villen leisten kann, ist noch genügend Gold vorhanden und da werde ich ansetzen". Ihr Blick wanderte durch die reich verzierten Essensstände und Wirtshäuser umher. Sie hatten das Armenviertel längst verlassen während vor ihrer Nase überall geschlemmt wurde. Der Gestank der Brühe setzte ihr langsam zu - zudem kam der heiße Sommertag hinzu. "Wir müssen die Beziehungen zu den anderen Ländern weiter ausbessern, wenn wir es schaffen mehr Einnahmen in die Staatskasse zu bekommen, können wir unsere groben Löcher stopfen und dann erschaffen wir ein neues Königreich, eines das wieder in seinem alten Glanz erstrahlt, nein, noch stärker". "Es wird das Wahrzeichen des gesamten Kontinentes werden".

Kinggek
20.05.2016, 18:45
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Es war vielleicht nicht der idealste Weg den der Prinz genommen hatte um seiner Schwester den Horizont hinter den Mauern des Königshauses zu zeigen jedoch die effektivste. Krüber musste viel Geduld zeigen in dem er weder beim Aufruhr sich einmischte noch bei der Aktion mit dem Überguss über die Prinzessin. Mit festem Griff um seinen Schwertknauf wartete auf den letzten Moment falls die ganze Sache doch ausarten sollte, doch Kaja schaffte es wirklich mit ihren Worten das Gemüt zu beruhigen. Eigentlich hätte es der Hauptmann überhaupt nicht soweit kommen lassen sollen, doch sich gegen den Prinzen zu stellen auch wenn es seine Position erlauben würde, wäre keine Kluge Entscheidung gewesen. Nachdem sich die Masse beruhigt hatte und die beiden Geschwister den Rückweg antraten, folgten der Hauptmann und die Hochinquisitorin den beiden. Krüber wusste das der Prinz das nicht ganz ohne folgen lassen würde und seine Vermutung bestätigte sich als er den unauffälligen Befehl von Isenhorn an zwei seiner Männer bemerkte während Kaja von der Umgebung abgelenkt war. Recht und unrecht zugleich plagten den Hauptmann, immerhin war es der Prinz selbst der die Situation erst heraufbeschworen hatte und nun sollte jemand anderes dafür büßen. Auch wenn Krüber schon seit seiner Jugend im Königshaus war und vieles über die Geschwister kannte sowie mit ihnen zusammen aufgewachsen ist, auch wenn es zwei verschiedene Welten waren in denen sie lebten. So konnte er verstehen warum der König nicht ihn zu seinem Nachfolger gewählt hatte. Zwar teilte der Hauptmann seine Gedanken mit dem Prinz das, dass Reich langsam wieder etwas stärke zeigen sollte. Doch die Art und Weiße wie er seine Pläne umsetzte befand er fast schon als verräterisch. Immerhin hatte er sogar eine eigene Arme gegründet die im Ernstfall sogar die königliche Garde bedrängen könnte. Im Augenwinkel betrachte er die Walküre die neben ihm herlief und wollte sich nicht einmal ausmalen was passieren würde wenn sie erst die Schwerter kreuzen müssten.

Mit einem tiefen Atemzug versuchte er die ungewöhnlichen Gedanken zu vertreiben und richtete seinen Blick wieder auf die Kinder des Königs. "Das Glück das eigene Blut an seiner Seite zu haben sollte man gut zu schätzen wissen" dacht er sich und der Anblick gefiel ihm als sich der Prinz trotz allem sich sehr um Kaja sorgte.

Rosered_Strauss
20.05.2016, 22:24
http://abload.de/img/fenia27cki8.pngFenia beobachtete die Szene mit den beiden Königskindern scheinbar gelassen - dass Sie unterdess Ihren Stand etwas verlagert hatte, um notfalls in Rekordzeit eingreifen zu können, war wohl niemandem aufgefallen. Doch von allen Anwesenden war sie wohl am entspanntesten, hatte Sie doch entsprechende Order gegeben, sobald die Prinzessin Ihr Unternehmen verkündet hatte. Sie trug Ihr Signaturhaftes Lächeln zur Schau, eine Mimik, die man zweifelsohne mit Ihr in Verbindung brachte. Als sich die beiden Geschwister nun jedoch um politisches zu streiten begannen, trat Fenia vor. Es war einer jener Momente, in denen Sie über Ihre Autorität war. "Serahs... gleich, wessen Vision für die Zukunft des Landes nun die richtige sein mag; in keinem Falle wäre dies eine Unterredung, die hier geführt werden sollte. Wir sollten uns langsam zum Schloss zurück begeben." Sie fing einen nachdenklichen Blick des Hauptmannes auf - ein Blick, der auch auf die Klinge an Ihrer Seite fiel. Ihre Augen funkelten in einem dunklen Glanz, als Sie anfügte: "Und Ihr, Hauptmann, mögt mich gerne zu einem Übungskampf herausfordern, ich fühle mich jedoch im Vorraus dazu verpflichtet, dieses abzulehnen. Wenn ich meine Klinge ziehe - gleich, welche - dann, um zu töten. Und ich habe bei Euch keine Vergehen feststellen können, die eine derartige Strafe erforderlich machen würde. Ihr könnt also beruhigt sein." Sie verbeugte Sich kurz in Richtung des Trios. "Bitte verzeiht, wenn meine Worte harsch erscheinen. Ich halte es jedoch für unnötig, die Härte von Fakten zu kaschieren. Ich hatte nicht vor, jemanden zu beleidigen. Sollte dies Geschehen sein, bitte ich um Nachsicht." Natürlich liess der Satz unausgesprochen, dass Sie es nicht für nötig befand, dass sie sich entschuldigen müsste.

Ironhide
21.05.2016, 19:08
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Sie waren bereits kurz vor dem Palast angelangt, als Isenhorn sich erneut im gehen an seine Schwester wand. "Nein, es hätte mir natürlich nichts gebracht außer Scherereien, wenn ich dort jemanden getötet hätte. Aber ich hätte es getan, oder soll ich zusehen, wie sie meine kleine Schwester in der Luft zerfetzten? Wenn der Mob erst mal in Rage ist, bringen Worte ihn nicht mehr zu Vernunft. Frag deinen Hauptmann, frag Fenia, frag wen du willst - außer Vater. Menschen sind in der Masse so, wie ein Tier, kaum Verstand und brutal." Isenhorn seufzte, da er sich zugleich Missverstanden fühlte, wenn er den Mund aufmachte. Dennoch versuchte er Kaja weiterhin zu erklären, was seine Gedanken sind.
"Natürlich verursachen Waffen leid, da wo sie eingesetzt werden. Aber was ich dir sagte, war auch, das du ihre Dörfer aufbauen und ihnen Sicherheit schenken sollst. Nicht mit Waffen, ich meinte die Sicherheit von Arbeit, Familie und einem Heim. Geb dem Volk das, und sie werden dich lieben. Um die Sicherheit des Reiches kümmere ich mich und nein, nicht indem ich irgendwo einfalle. Aber diese Sicherheit brauchst du dafür, denn es nützt nichts Dörfer zu bauen und dem Menschen Land zu geben was sie bestellen können, wenn von außen und innen Feinde über sie herfallen, die ihnen alles nehmen. Wenn du dein Volk nicht beschützten kannst, bringt das alles nichts. Und wir können unser Volk kaum vor den Banditen und Schurken schützen, die auf den Straßen des Reiches lauern."

Zusammen betraten sie durch ein großes Tor den äußeren Hof des Königspalastes. Hier trennte sich bereits die Garde Isenhorns von ihm und ging zu einem kleinen Steingebäude. Dort waren ihre Unterkünfte und die Stallungen der Garde. Sehr schlicht und einfach gehalten, wie es üblich war bei der Inquisition. Wenn man es nicht besser wüsste, würde man es für ein Lagerhaus halten. So schillernd die Rüstungen und Schwerter der Inquisition auch sind, so schlicht und einfach war der Rest. Für alle Mitglieder der Inquisition galt, je frommer das Leben, desto reiner die Seele und je reiner die Seele, desto größer der Beistand der Mutter Gaia im Kampf.
Im Grunde war dieser Hof ein breiter Ring der Komplett um den Palast ging Innerhalb dieses Ringes standen ein Paar Baracken wo die Palastwache untergebracht war. Diese einfachen Baracken boten aber mehr Annehmlichkeiten als das Armenviertel welches sie gesehen hatten. Von diesem Hof gelangte man auch auf die Mauer und in die Wachtürme, die rings um den Palast in die Mauer eingebaut waren. Während sie auf das Tor zuschritten, welches auf den inneren Hof führte, sprach Isenhorn weiter.
„Vater erkennt das nicht oder er verschließt die Augen davor. Warum wohl hat er dich vor all dem Abgeschirmt? Damit du eines Tages sein Werk fortführen kannst. Aber ich bezweifle, das dann noch etwas da ist, von dem du Königin sein kannst.“
Isenhorn wollte fortfahren, doch der Ruf, das man das Tor öffnen sollte, hallte über den äußeren Hof hinweg und kurz darauf schwang das Schwere Tor auf und gab den Weg in den Inneren Hof frei. Isenhorn erinnerte sich jedes mal, was ihm eins die Gelehrten erzählt hatten. Lange vor dem Krieg wollte irgendein Kaiser den äußeren Hof zu einem Graben umbauen lassen, starb aber bevor er die Pläne in die Tat umsetzten konnte. Die Tore wurden zusätzlich von schweren Fallgittern verstärkt, wovon des Nachts aber nur das am äußeren Tor geschlossen wurde.

Kajas Ideen waren löblich, aber ihr fehlte es noch an dem nötigen Weitblick, diese Ideen zu realisieren. Und erst mal müsste sie Königin sein, denn solange ihr Vater noch Herrscher war, würde sich nichts ändern. „Wenn du willst, nehm ich dich gerne mal mit in die näherer Umgebung, damit du mehr von der Welt siehst als nur die paar Luxusstände der Stadt.“ Inzwischen waren Bedienstete herbeigeeilt und kümmerte sich um die Einkäufe der Prinzessin und auch die königliche Garde – bis auf Krüber – hatte sich entfernt. Fenia stand noch in unmittelbare nähe. „Und ich zeig dir auch, was dir all unsere Gelehrten nicht sagen. Aber verrate Vater nichts davon, der wird dich sonst nicht gehen lassen.“

Constantine
21.05.2016, 20:35
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Kaja wollte gerade etwas erwidern, als sie endlich das Schloss des Königshauses erreichten. Es war wie immer ein prachtvolles Gebäudes, das hoch in den Himmel ragte, die vielen Banner, die auf den Türmen platziert waren, schwebten im aufkommenden Wind. Erneut versuchte Prinzessin Kaja etwas zu sagen doch ihre Stimme versagte. Das Bild verzerrte sich plötzlich, überall tobten rasende Flammen. Entsetzt blickte Kaja zu ihrem Bruder der in Blut getränkt war. Dieser streckte gerade seine Hand nach ihr aus ehe sein Körper zu Asche zerfiel. Genauso erging es Fenia, genauso dem Hauptmann. Wieder änderte die Szenerie. Die Prinzessin befand sich in mitten eines gigantischen Leichenfeldes. Vom Himmel regnete es Blut und Feuer, das prachtvolle Schloss existierte nicht mehr. Nur noch Trümmerhaufen lagen in der Gegend. Vorsichtig setzte Kaja einen Fuß nach vorne, musste auf die Knie gehen, da überall verwelkte Rosenblätter auf dem Boden wehten.

Der Feuerregen wurde stets stärker, der Himmel verfärbte sich pechschwarz, als plötzlich ein kleiner Lichtstrahl direkt auf ihr Haupt schien. Von irgendwo her hörte Kaja eine weit entfernte Stimme, die ihr Mut machte. Ihr Blick wanderte an ihrem Körper herab, als sich eine klaffende Wunde ausbreitete. Das Blut schoss in Strömen herab, bildete das Symbol eines Drachen auf dem Boden. Kaja verstand nicht was gerade vor sich ging. Ihr Schrei hallte über das ganze Gebilde hinweg, ehe alles in einem Flammenmeer unterging.

Wieder in der Gegenwart

Hastig schlugen ihre Augen auf. Der Schmerz in ihrem Bauch war unerträglich. Schweißperlen rannen das sonst so hübsche Gesicht herunter. Prinzessin Kaja drückte ihren Rücken durch und wand sich hin und her. An ihrer Seite ihr Vater, König Konrad, der alles versuchte um seine Tochter zu beruhigen. Ihr Griff fest seine Hand gepackt, waren endlich Heiler zu der Prinzessin gelangt, kümmerten sich um die Verletzung. Doch als diese Kaja aus ihren Gewändern befreien wollten, sahen sie entsetzt, dass es der Prinzessin an nichts fehlte. Keine Verletzung, keine Narbe, kein Stich. Lediglich geronnenes Blut war an diversen Stellen zu sehen.

Langsam beruhigte sich Kaja und konnte sogar ihren Oberkörper aufrichten. Der König lächelte zufrieden. Drückte seine Tochter an sich. Als Kaja von der Umarmung abließ, war es ihr Gesicht, dass mit Blut eingeschmiert war. Mit geweiteten Augen starrte die Prinzessin auf den König der vor ihren Augen zusammenbrach. Sofort sprang Kaja aus dem Bett und legte den Kopf ihres Vaters auf ihren Schoß. "Vater, was ist mit dir?", schrie die Prinzessin durch den lärmenden Palast. Alle Anwesenden wirkten geschockt. Immer wieder schrie sie ihren Vater an während die Tränen ihr Gesicht herunter rannen. Die Heiler versuchten alles um dem König das Leben zu retten. König Konrad jedoch schloss langsam seine Augen und blickte in die azurblauen seiner Tochter. Ein Lächeln umschmeichelte seine Züge, seine Hand berührte ihre Wange ehe der Glanz aus seinem Blick für immer verschwand. Prinzessin Kaja starrte auf den mittlerweile leblosen Körper ihres Vaters während die Zeit um sie herum still stand. Man wollte die Prinzessin von dem Leichnam wegbringen. Doch Kaja weigerte sich. "Lasst mich zufrieden!", schrie diese nur immer wieder als aus dem Boden unzählige Pfähle aus Eis herausbrachen und einen schützenden Ring in Form einer Rose um sie und ihren Vater zierten. Die Bediensteten sowie auch der Hauptmann waren völlig überfordert mit der Situation. Wann immer sich jemand der Prinzessin näherte, schoss ein neuer Pfahl aus dem Eis hervor.

Kinggek
21.05.2016, 21:33
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Krüber brauchte eine Weile um zu realisieren was geschehen war. Seine Sorge galt die ganze Zeit der Prinzessin, doch diese hatte Weder eine offene Wunde noch eine hinterbliebene Narbe an ihrer Verletzung. Und plötzlich war es der König der unerwartet zusammenbrach. Ehe die Heiler und der Hauptmann reagieren konnten entgegnete die Prinzessin ihnen mit einer eiskalten Stimme. Kurz darauf sprießen mehrere Eissäulen aus dem Boden die sie mit ihrem Vater zusammen einkreisten. Krüber musste mehrere Schritte nach hinten weichen um nicht aufgespießt zu werden. Eins nach dem anderen schossen immer mehr Pfähle wie aus dem Nichts aus dem Boden. "Holt sofort den Prinzen..." befahl Krüber den Leuten im Zimmer. Ein paar der Wachen die dabei waren sowie ein paar der Heiler machten sich sofort auf den Weg den Prinzen zu finden.

Krüber selbst zog sein Schwert aus der Scheide und versuchte sich einen Weg durch die Eissäulen zum König zu bahnen. "Mein König?... Prinzessin?..." versuchte sich Krüber sich nach der Lage der beiden zu erkunden. Je mehr Eissäulen der Hauptmann zerschmetterte desto härter und wiederstandfähiger wurden sie. Auch wuchsen ständig welche nach. "PRINZESSIN..." schrie der Hauptmann nachdem er immer noch keine Antwort erhalten hatte. "LASST MICH!" hallte die eisige Stimme von Kaja durch die Säulen. Doch es war nicht nur die Stimme die dem Hauptmann sorgen bereiteten. Schlagartig schossen dutzende Pfähle auf den Hauptmann zu und nur dank seiner ungewöhnlichen Geschwindigkeit konnte er den meisten davon ausweichen. "KAJA" brüllte er Hauptmann, als sich die nächste Ladung Eissäulen auf ihn richtete. Die Zusammensetzung des Eises hatte sich schon soweit geändert, das er nur noch mit Mühe und viel Kraftaufwand die Geschosse abwehren konnte. "Kaja beruhige dich..." versuchte er es noch einmal "Lass uns helfen..." Immer wieder musste er sich unterbrechen, weil er fast nur noch damit beschäftigt war, das er nicht aufgespießt oder zerquetsch wurde. "Dein Bruder ist auf den Weg... er wird gleich hier sein... wenn du nicht willst das ihm auch noch etwas zustößt dann komm endlich wieder zur Vernunft". Langsam wurden die Geschosse immer weniger bis sie schließlich völlig eingestellt wurden. Auch kamen keine neuen Eispfähle mehr die die Mauer um den König und ihr verstärkte. Mit einem erleichtertem seufzen kniete Krüber hin und hoffte das Isenhorn bald eintreffen würde. Die Angriffe hatte sie eingestellt doch die Eismauer bestand weiterhin noch.

Ironhide
22.05.2016, 00:01
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Soweit Prinz Isenhorn es realisieren konnte, war der Kampf vorbei. Um Fenia wurde sich inzwischen gekümmert, einer der vielen Heiler war herbeigeeilt und wollte ihre Wunden versorgen, doch Die Walküre zeigte ihm irgendetwas, was Prinz Isenhorn nicht einsortieren konnte. Auch was Fenia dem Mann sagte, verstand er nicht, war es doch zu Laut. Die alarmierte Wache eilte auf den Hof und durch den gesamten Palast, dutzende Männer der Königlichen Garde ebenso. Auch Gäste der Zeremonie eilten umher, ohne ein wirkliches Ziel zu haben. Er hörte irgendetwas von einem Pfeilhagel, realisierte aber nicht, das damit nicht die Kämpfe auf dem Hof gemeint waren. Er dachte nur, das die Leute dann doch etwas übertreiben, so viele Schützen waren es ja eigentlich nicht.
„Ihr wird es bald besser gehen, mein Prinz.“, meinte der Heiler beruhigend. „Das hoffe ich.“, war die knappe Antwort die er gab. Isenhorn war ehrlich besorgt, das hörte man deutlich und auch in seiner Mine war mehr als nur Ernsthaftigkeit abzulesen. Er machte sich wirklich Sorgen um Fenia. Natürlich wusste er nur zu gut, was ihren Tot bedeutete, aber nicht nur aus Sicht der Inquisition, sondern auch aus seiner persönlichen. Doch bevor er sich darüber den Kopf zerbrechen konnte, eilte ein Mann der königlichen Garde zu ihm. „Euer Gnaden, eure Schwester ist...“

Isenhorn stockte der Atem, daran hatte er keine Sekunden einen Gedanken verschwendet, dass das eigentliche Zeil sein Vater oder gar seine Schwester sein könnten. Mit einem mal fiel es ihm wie Schuppen von den Augen. Was wäre ein idealere Moment, die königliche Familie anzugreifen, als jener wenn die Krönung seiner Schwester im ganzen Land übertragen wird? Es gab keinen besseren, keinen besseren um allen zu zeigen wie Machtlos sie doch waren. Und scheinbar war es ein Erfolg gewesen. Der Rosengarten, das war alles nur Ablenkung, so schien es ihm.
„Wo ist sie!“, unterbrach Isenhorn den Mann Schorf. Der Gardist deute an, ihm zu folgen und eilte voraus. Isenhorn bleib ihn dicht auf den Versen und binnen kürzester Zeit waren sie endlich da. Etliche Leute, fast alle Mitglieder der königlichen Wache, hatten sich in den Raum gedrängt und auch einige Schaulustige, die wissen wollten wie es der Thronfolgerin ging. Nur die wenigsten hatten überhaupt realisiert was hier passiert war und Prinz Isenhorn wusste davon noch gar nichts. Er schubste den unfähigen Hauptmann der Palastwache zur Seite, der nur nutzlos herumstand. Krüber hingegen stand mit gezücktem Schwert da und für den Moment eines Augenblickes bohrte sich das Bild in seinen Kopf, wie Krüber persönlich mit seinem Schwert über Kaja stand. Doch an seiner Klinge war kein Blut zu sehen. 'Er war es nicht.', ging es ihm sofort durch den Kopf. Seine Schwester und seinen Vater sah er nicht und er brauchte erneut einen Moment, um zu realisieren, was hier eigentlich los war. Irgendwie fand der Prinz seine Fassung wieder.
„Schafft diue Leute raus, sofort. Und sie,“, dabei deutete er auf den Hauptmann der Palastwache, „verriegeln sie den Palast, niemand kommt mehr rein oder raus. Krüber, sie bleiben hier“ Die Gardisten drängte alle Menschen aus dem Raum , nur der herbeigeeilte Heiler, Krüber und die Königsfamilie blieben im Raum. Dennoch fehlte Isenhorn der Überblick, ganz zu schweigen davon, das er noch immer Fassungslos diese Eissäulen anstarrte. Für die hatte er nicht die leistete Erklärung. Magie, damit hatte er es hier auf jeden fall zu tun, nur was das hier sollte, dafür fehlte ihm die Erklärung. „Was ist hier los?“, wollte Prinz Isenhorn vom Krüber wissen, denn er sah weder seine Schwester, noch seinen Vater und neben der Sorge um sie, schwang deutlicher Zorn in seiner Stimme mit. „Wo sind sie?“, bohrte er sofort nach. Das sich seine Schwester mitsamt ihren Vater eingeschlossen hatte, darauf kam er gar nicht erst.

Krüber wusste gar nicht, wo er anfangen sollte, denn selbst für ihn klang das alles unglaubwürdig und so deutete er au8f die Eissäulen. „Sie ist dahinter, Majestät... Also da drin, Euer hoher Vater und die Prinzessin, sie wurde darin eingeschlossen und...und...“ Er wusste nicht, wie er es sagen sollte, also sagte er es dem Prinzen direkt. „Und es sah so aus, asl wenn Kaja die Säulen selbst um sie herum aufgebaut hätte. Das Eis ist fast undurchdringlich und nur um Haaresbreite hätte sie mich damit durchbohrt.“
Isenhorn stand etwas ratlos daneben. Seine Schwester? Wie sollte das möglich sein, sie war so magisch begabt wie ein Stein, das wusste er. Keiner in seiner Familie war besonders begabt für Magie, weder heute noch in der Vergangenheit. „Ihr nehmt mich auf den Arm.“, knirschte Isenhorn zwischen den Zähnen hervor. „Lasst eure Scherze lieber sein Hauptmann und sagt mir wo meine Schwester ist!“ Den letzten Teil schrie er regelrecht in den Raum hinein, da er es leid war, weiter hingehalten zu werden.
Plötzlich vernahm, er ein schluchzen und wimmern. Zuerst konnte er nichtr genau den Ort ausmachen, woher es kam, stellte aber schnell fest, das es aus dem inneren der Eissäulen kam. „Schwester?“ Krüber war ihm im selben Moment egal geworden und auch ob er ihn zurecht angeschnauzt hatte oder nicht. „Kaja... wie ist... Geht es dir gut? Geht es Vater gut? Was ist mit euch?!“ Sorgenvoll blickte Isenhorn die dicken Säulen aus Eis vor sich an, sah daran rauf und nach unten, nach links und nach rechts, suchte eine Lücke die ihm durchlas gewähren würde, aber da war nichts. Die Kerben die Krübers Klinge hinterlassen hatten waren deutlich zu sehen und sie waren nicht sonderlich tief. Sich da durch zu hacken war also Sinnlos. Wie er hier schnell reinkommen sollte, ohne dabei den halben Palast abzufackeln, war ihm noch nicht ganz klar.

Constantine
22.05.2016, 22:08
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Ein eisiger Wind fegte durch das zerstörte Fenster über ihrer aller Köpfe hinweg. Während der ehemalige Hauptmann sämtliche Ein- und Ausgänge verriegeln ließ, wippte Prinzessin Kaja mit ihrem Oberkörper vor und zurück. Der Tränenfluss wollte einfach nicht stoppen doch irgendwann war ihr Körper so ausgetrocknet, dass dieser einfach keine Flüssigkeit mehr produzieren konnte.
Sie hörte eine weitere Stimme welche nach ihr rief. Es war eindeutig die ihres Bruders. Nur langsam drehte Kaja ihr Haupt nach oben. An der Stelle wo Eisenhorn stand, verflüssigte sich das Eis ehe es völlig verdampfte und ihnen ein Durchgang zum Innenren des Rosenkreises gewährte. Eiligen Schrittes lief der Prinz zu seiner kleinen Schwester, die völlig aufgelöst bei dem toten Leichnam des Königs saß. Mit gebrochenem Blick starrte Kaja zu ihrem Bruder herauf. "Er- er ist meinetwegen gestorben...", Prinz Eisenhorn schien nicht ganz zu realisieren, was die Prinzessin da von sich stammelte. "Ich hab ihn umgebracht", stammelte sie immer und immer wieder ehe Kaja einen markerschütternden Schrei ausstieß, wodurch das Eis um sie herum in Tausende Stücke gesprengt wurde.

Ironhide
23.05.2016, 00:48
http://abload.de/img/isenhorn2skg8.png
Noch immer verstand der Prinz nicht, was er da mit ansah. Es war ihm für den Moment auch egal, warum das Eis zu schmelzen begann und ihm endlich den Weg frei gab. Er hörte die Worte Kajas, aber er war sich sicher, das seine Schwester Unsinn redete. Einen anderen Grund konnte es im Moment ja einfach nicht geben, warum sie behauptete, das sie Vater umgebracht hat. Als er beruhigend auf sie einreden wollte, schrie sie. So laut und Schrill, das sich alle die Ohren zuhalten mussten. Isenhorn war wie gelähmt von dem Schrei und nur mit Mühe und Not schaffte er es, seine Schwester an den Armen zu packen. Er rüttelte an ihr und schrie sie an, das sie aufhören solle damit, aber sie hörte es einfach nicht. Er hörte sich ja nicht mal selbst. Das Eis zersprang in tausend Teile und flog kreisförmig davon. Krüber wurde dabei von oben bis unten von kleinen Eissplittern bombardiert, aber seine Rüstung hatte damit keine Probleme.Der heiler hatte sich schon vorher hinter ihm in Sicherheit gebracht, so bekam auch er nichts ab. „Bei der Mutter Gaia, hör auf damit, beruhige dich! Hör auf! HÖR AUF!!“ Kaja fand ein Ende und verstummte, aber wohl eher weil ihr die Luft ausging. „Schwester! Sieh mich an. Beruhig dich bitte.“ Sie reagierte nur träge. „Kaja. Sieh mich an. Schau mich an.“ Sie drehte ihren Kopf zu ihrem Bruder und blickte ihn mit einem Ausdruck an, der Schuld, Wut und Trauer aussagte, aber auch das flehen beinhaltete, das ihr Bruder ihr sagen sollte das dies alles nur ein schlechter Traum ist.
„Kaja... was... das ist nicht deine Schuld, hörst du. Esist nicht deine Schuld, Schwester, nicht deine Schuld.“ Er nahm seine Schwester in den Arm, spürte wie sehr sie zitterte und versuchte sein bestes, sie irgendwie wieder zu beruhigen, damit er sie von hier wegbringen konnte. Es war nicht gut, sie bei Vater zu lassen, dessen war er sich bewusst und auch wenn er selbst am liebsten hier bleiben wollen würde, so konnte er nicht einfach so an sich selbst denken. Ihm kam in eben jenem Moment wieder in den Sinn, was sein vater ihm schon in frühster Kindheit gepredigt hatte. Stest und zu jeder Zeit zählt nicht das was der König gerne wilkl, sondern nur das, was das Volök gerne möchte und was für das Reich das beste ist. Persönliche Wünsche sind Luxus, den man sich als König nicht leisten kann. Das war noch zu der Zeit, als noch nicht fest stand, das Kaja seine Regentschaft übernehmen würde. Isenhorn hatte das so sehr verinnerlicht, das er auch jetzt wie automatisch daran dachte, was das beste für seine Schwester wäre und für seinen Vater und all die anderen – nur nicht an sich.
„Schwester, bitte sag mir, was ist denn eigentlich passiert?“
Im Grunde wusste er das schon, konnte es sich zumindest denken, aber er wollte es aus ihrem Mund hören. Sie auf andere Gedanken zu bringen, wäre sinnlos, also war die einzige Idee die er hatte, sie erzählen zu lassen was sie gesehen hatte. Später würde er zwar noch Krüber fragen, was passiert war, aber das hatte Zeit Erstmal sollte seine Schwester wieder halbwegs im hier und jetzt ankommen.

Constantine
23.05.2016, 01:30
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Nur träge konnte Kaja die Umarmung ihres Bruders erwidern. Den Blick dabei nicht von dem toten Körper ihres Vaters lassend. Der Verlust saß so tief in ihrer einst so unschuldigen Seele. Immer noch mit Blut verschmiertem Gesicht schaute die Prinzessin zu ihrem Bruder herauf. "Es- es ging alles so schnell", ihre Worte klangen wirr. "Wir standen dicht bei aneinander, da waren Pfeile überall Pfeile...", ihr Blick blieb kurz bei dem zerstörtem Fenster hängen, ehe Prinz Isenhorn seine Schwester zurück holte. "Dann, dann war da so viel Asche, so viel Feuer.. ein Regen aus Asche und Feuer, es war alles zerstört.. nur tot, tot und Finsternis".

Der Prinzessin wurde übel, sie musste sich zu aller Schande noch vor den Augen ihres Bruders sowie ihres Hauptmannes übergeben. "Die Finsternis breitete sich aus.. dann, dann, und dann war da ein Licht in der Dunkelheit". Mit voller Verzweiflung schaute sie zu ihrem Bruder. "Da war so viel Blut überall Blut an meinen Händen". "Ich spürte Vaters Hand und dann, dann ist der Schmerz plötzlich verschwunden". Ein erneutes Schluchzen war zu vernehmen, ehe sie sich fest an ihren Bruder drückte. "Ich habe ihn umgebracht nur meinetwegen liegt er jetzt tot auf dem Boden, ich sah wie das Licht in seinen Augen erlosch...". Der Geist der Prinzessin schien gebrochen, genauso wie ihre Seele. Denn die beiden Anwesenden konnten sich auf ihre Worte einfach keinen Reim bilden. Doch Fakt war, der König starb und Prinzessin Kaja hatte das Blut ihres Vaters an den Händen, was zweifellos für Probleme sorgen würde. Auch, wenn es ein Unfall war, fühlte sie sich verantwortlich für den Tod des Königs und stellte sich als Königsmörderin dar...

Rosered_Strauss
23.05.2016, 23:25
http://abload.de/img/fenia27cki8.png"Ihr solltet Euch nun hinlegen, Euer Ehrwürden. Ich empfehle Euch strikte Ruhe, nachdem..." Der Arzt verstummte, als Fenia erschöpft eine Hand hob. "Ich danke für den professionellen Rat. Ihr könnt Euch nun Euren anderen Pflichten zuwenden." - "Aber ich..." - "Dies war keine Bitte." Fenia hob weder die Stimme, noch änderte Sie den Tonfall - doch Ihre blutroten Augen blickten in die blauen des Arztes, während ein Hauch Stahl in Ihrer Stimme mitschwang. Daraufhin erwiederte der Arzt nichts mehr, verbeugte sich noch kurz und verschwand wieder im Palast. Sie winkte den nahen Inquisitoren, die sich daraufhin zu Ihr begaben. "Sperrt sämtliche Augen und Ohren auf. Lasst alle Agenten unverzüglich Bericht erstatten, sobald irgend jemand versucht, die Stadt eilig zu verlassen. Ihr habt den Adel im Blick - berichtet, sobald jemand davon wirkt, als wüsste er, was geschehen ist. Heimlichkeit ist von essentieller Bedeutung - ich werde für Ablenkung sorgen." Die Inquisitoren nickten - weitere Anweisungen waren unnötig. Fenia stemmte sich auf, nachdem Ihre Brüder und Schwestern sich entfernt hatten. Es fühlte sich seltsam an, sich zu bewegen - ganz so, als ob jemand anderes Ihre Bewegungen steuerte, während Sie zu einer teilnahms- und fühllosen Zuschauerin degradiert worden war. Lediglich ein Kribbeln durchfuhr dann und wann Ihren Körper sorgte dafür, dass sie sich unwohl führte. Doch noch konnte Sie keine Schwäche zeigen - nicht, solange jemand zusah. Selbst den Arzt hätte Sie fernab der 'Öffentlichkeit' gerufen, allerdings war der Prinz Ihr zuvor gekommen. Nun, eigentlich war Sie ihm auch dankbar dafür. Auch wenn Sie es anders angepackt hätte.

Sie riss Karyptius aus dem Boden, als Sie sich für Ihr kommendes Vorhaben stählte. "Brüder und Schwestern!" rief Sie und wuchtete den übermäßig schweren Zweihänder einhändig in die Luft, wo Sie Ihn über Ihrem Kopf präsentierte. "Wir sind Zeugen eines feigen, hinterlistigen Angriffes geworden! Blut ist geflossen, hier in diesen Gärten, die nie etwas anderes als die Ruhe und Fürsorglichkeit unserer Herren kennen gelernt hatten. Freunde sind hier gestorben, Kameraden; die einem Angriff zum Opfer gefallen sind, der nach Vergeltung schreit! Wir sind angegriffen worden, wir sind verletzt worden! Wollen wir dem einfach zusehen? Ich sage: NEIN! Ich sage: Sie fliehen, feige, nun da Ihr Hinterhalt fehl schlug! Und ich sage Euch - lassen wir dieses Verbrechen nicht ungesühnt! Lasst Sie bluten für das, was Sie heute getan haben! Zeigt Ihnen keine Gnade! Schwingt die Schwerter, bis das der Letzte von Ihnen gefallen ist! MACHT SIE NIEDER!!" ALs die Ordenskrieger der Inquisition in ein frenetisches Gebrüll mit einstimmten, machte sich die kriegerische Elite des Ordens auf, um die Flüchtigen zu verfolgen und niederzumachen, während Sie von weiteren Kämpen verstärkt wurden. "Nehmt die Befehlshaber gefangen - Sie haben uns dringend Rede und Antwort zu stehen. Und seid vorsichtig, wenn Ihr auf die Frau trefft, die mich angriff - Ihr seid Ihr nicht gewachsen. Allerdings bezweifle ich, dass Sie noch hier verweilt." Die Offiziere nickten, als sie sich den restlichen Kriegern anschlossen. Fenia war zufrieden - 'die hohe Inquisitorin Faldahon' hatte befohlen, ohne Rücksicht auf Verluste den Rest der Truppen niederzumachen. Sie hatte die Erwartungen erfüllt, und jeder, der sich gegen die Inquisition zu stellen gedachte, würde sehen, was ein solches Verhalten für Konsequenzen mit sich bringen würde. Gleichzeitig würden ihre Agenten hoffentlich herausfinden, wer oder was für das heutige Komplott verantwortlich war.

Sie liess die Klinge sinken und anschliessend durch die kurzerhand entblößte Hand gleiten. Ein tiefer Schnitt zog sich durch die Hand, als das Blut auf die Klinge floss und eine rötliche Spur hinterliess. Nun erst steckte Sie den Bidenhänder wieder in seine Halterung - oder um akkurater zu sein, erst jetzt liess sich die Klinge wieder in Ihre Halterung stecken. Es war nun einmal äusserst hungriges Schwert. Energischen Schrittes bahnte Sie sich einen Weg durch die Soldaten hindurch, auf der Suche nach jemandem, der Ihr Auskunft geben konnte. Eine Palastwache verriet Ihr schliesslich, dass es Crim gewesen war; die stellvertretende Hauptfrau, die Ihr beigestanden war und mit dafür gesorgt hatte, dass Sie den Kampf überlebte - genau wie Prinz Isenhorn. Beiden würde Sie Ihren Dank zukommen lassen müssen - doch jetzt einmal brauchte Sie erst etwas Ruhe. Sie rauschte von Dannen, ging in der Hoffnung in das Palastinnere, dass Sie sich nun endlich hin legen konnte, während Ihr Körper zu schmerzen begann. Sie vermutete, dass das Gift bei einem normalen Menschen zu einem Herzstillstand oder dergleichen geführt hätte - doch glücklicherweise hatte man Sie unterschätzt. Doch diesen Fehler würden Sie nicht wiedergehen - wenn Sie 'Sie' nicht zuvor aufhalten konnte. Solcherart in Gedanken versunken, bemerkte Sie den Troubel, der auch hier drinnen herschte. Ein paar herrische Erkundungen später hatte sie erfahren, was vorgefallen war - die Prinzessin war von Pfeilen getroffen worden. Fenia wurde kalt ums Herz. Sie beschleunigte Ihren Schritt und kam ins Wanken, als Ihr Körper Ihr nicht mehr so recht folge leisten wollte. Durch schiere Sturheit setzte Sie ihren Weg jedoch vor, einen Fuß wie im Kampfe vor den anderen zwingend. Doch was auch immer sie befürchtete, wurde von dem Übertroffen, was Sie vorfand - eine schluchzende Kaja, die Ihrem Bruder gerade gestand, dass Sie sich die Schuld für den Tod des Königs gab. Der König - gestorben? Fenia geriet ins Stocken, durfte sich aber nach wie vor keine Blöße geben. So kaschierte sie ihre Schwäche mit scheinbarer Wut, als sie mit einer Faust gegen eine Säule schlug und sich so mit Ihrer Hand an dem festen Pfeiler stabilisierte. "Was ist hier geschehen?" fragte Sie, leiser als erhofft oder gar beabsichtigt.

Ironhide
24.05.2016, 01:29
http://abload.de/img/isenhorn2skg8.png
„Du hast Vater nicht getötet, ein Pfeil war es.“, sagte Isenhorn resignierend. Ein wenig konnte er seine Schwester schon verstehen, das sie sich die Schuld gab, aber er wusste ebenso gut, wie jeder andere hier, das sie keine Schuld daran hatte. Just in diesem Moment kam Fenai zur Tür herein. Kaja schluchzte leicht vor sich hin, Hauptmann Krüber stand drei Schritte entfernt, der Heiler war im Grunde nutzlos, bleib aber vorerst hier. Isenhorn ließ von seiner Schwester ab, die erneut die Hand von König Konrad nahm und schluchzte. Krühber übernahm nun die Aufgabe des Prinzen, dabei immer den nötigen Respekt wahrend. Isenhorn gesellte sich zu ihr, erzählte ihr, was er bisher wusste. „Ablenkung, der Rosengarten war Ablenkung. In erste Linie wollten sie dich von uns trennen, bestenfalls gleich mit töten, deswegen auch die starke Gegnerin.“ Isenhorn sah ihr in die Augen und glaubte, darin irgendetwas zu sehen was keine Wut war. „Ihr solltet euch ausruhen, Fenia. Ihr wirkt auf mich nicht so fit, wie ihr mir anscheinen machen wollt.“
„Mir geht es gut.“, war die knappe, ja schon fast störrische Antwort von ihr. Irgendwie hatte er das auch erwartet.
„Wie ihr meint.“

Leise sprach er weiter mit ihr, von dem was er über den Angriff auf den König und Kaja wusste und wie er sie hier vorgefunden hatte. Er erzählte ihr auch, das Crim womöglich Gefangene gemacht haben könnte. Im Gegenzug erzählt Fenia ihm soweit sie das für angebracht hielt, was sie unternehmen würde und bereits für Befehle erteilt hatte. Isenhorn nickt nur, als er ihr zuhörte.
„Ich überlasse das ganz euch, aber bringt mir den Kopf dahinter, wie ist mir egal.“ Man brauchte sich keine große Mühe machen um die Trauer und den Zorn herauszuhören, der in diesen Worten lag. „Ich werde mich um meine Schwester kümmern. Bete für uns.“
Damit ließ er von Fenia ab und ging wieder zu Kaja, die ihren Platz an der Seite ihres toten Vaters um keinen Millimeter verändert hatte. „Hauptmann, veranlasst alles, damit unser Vater schnellstmöglich in der Kathedrale aufgebahrt werden kann.“, meinte er zu Krüber. Dann wandte er sich wieder an Kaja. „Schwester, komm. Lass die Männer sich Vater annehmen.“, sagte er doch Kaja blickte ihn mit zornigen Augen an.

Auren
24.05.2016, 18:11
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Im Verlies begann Crim die ersten Gefangenen zu verhören. Auf Folter verzichtete sie zunächst. Für heute wurde genug Blut vergossen. Ihre Beute betrug nur fünf Schattenkrieger. Einer davon würde die Nacht womöglich nicht überleben. Der Rest war so ziemlich unversehrt.
„Legt sie in Ketten und trennt sie von einander. Durchsucht ihre Rüstungen und nimmt sie diese ab!“ Befahl Crim der Palastwache. Die Kriegerin war strenger als normal. Lag vermutlich daran, dass sie heute viele gute Männer verloren hatte. Den Grund dafür würde sie früher oder später erfahren, aber nicht heute. Es gab noch andere Dinge die leider vorrangig waren.
„Lasst niemanden zu ihnen.“ Sprach Crim eine weitere Palastwache an. „Auch wenn es die Inquisitoren sein sollten. Ohne meine Erlaubnis kommt hier niemand rein, verstanden?“ Die Wache salutierte kurz.
Danach verließ Crim das Verlies. Ihre Aufmerksamkeit galt den Rosengarten. Einige Bedienstete begannen das Schlachtfeld zu säubern. Der Leichenhaufen wurde auch bereits abgetragen. Die Toten wurden mit Laken abgedeckt.
Crim musste dabei ihre Zähne zusammen beißen. Für ihr Versagen würde sie sicher noch zur Rechenschaft gezogen werden.

Kinggek
24.05.2016, 20:36
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Die Ankunf des Prinzen brachte das erhoffte Ergebnis. Kaja beruhigte sich und gewährte ihrem Bruder den Durchlass und allmählich lösten sich auch die restlichen Eissäulen auf, nachdem der Prinz das Gemüt der Prinzessin besänftigt hatte. Was Kaja von sich gab irritiert den Hauptmann. Auch wenn er sich keinen Reim darauf bilden konnte, konnte er die Wahrheit in den Augen der Prinzessin erkennen. In der Zwischenzeit tauchte Fenia auf. Auch wenn sie es zu verstecken versuchte, konnte man ihr ihre Erschöpfung doch ansehen. Isenhorn bemerkte dies und wandte sich kurz zu ihr während der Hauptmann an die Seite der Prinzessin und des toten Königs eilte. Auch wenn die Prinzessin überlebt hatte, er hatte versagt, den der Preis dafür war zu hoch. Mit müden Augen blickte er auf das ruhende Gesicht des Königs und legte seine Hand auf dessen Stirn. "Vergebt mir" flüsterte er in seinem Gedanken seinem Geist entgegen. Der Prinz gesellte sich wieder zu ihnen und befahl Krüber sich um den Leichnam des Königs zu kümmern. Er nickte und verließ auch ohne ein weiteres Wort das Saal. Vorbei an der Hochinqisitorin eilte er durch den Gang und rief auch gleich ein paar der Gardisten zu sich. "Stellt sofort die nötigen Männer für den Transport bereit und bereit alles schon einmal vor, ich hab noch kurz etwas zu erledigen" befahl er seinen Leuten und nahm den Weg in Richtung Verlies.

Constantine
24.05.2016, 20:50
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png "Nein", rief Kaja dem Prinzen in einem eisernen Ton entgegen der einem das Blut in den Adern gefrieren ließ. In ihrer puren Verzweiflung suchte die Prinzessin nun nach jemanden dem sie ihre Wut entgegen richten konnte. Da musste ihr Bruder nun herhalten. "Ich will bei Vater bleiben!", erneut brachen Tränen aus ihren Augen heraus. Der Verlust saß so tief, dass Kaja nicht einmal mehr rational dachte. Sie sah gerade alles und jeden in der Verantwortung für das Geschehen. "Das geht nicht, du musst dich ausruhen und". "ICH SAGTE NEIIIIN!", schrie die Prinzessin in einem Anfall von Wut und Trauer, woraufhin der gesamte Thronsaal zu Beben begann. Die unzähligen Fensterscheiben zerbarsten vor sämtlichen Augen. Prinz Isenhorn warf sich seinen Umhang über das Gesicht, der Rest der Anwesenden wich den Splittern aus. Während Prinzessin Kaja weiter schrie, fegte ein eisiger Wind durch den verwüsteten Thronsaal, der um ihren Körper zu streifen schien. Ihre roten Haare schimmerten in einem strahlenden Glanz, wirbelten wie verrückt umher. Die azurblauen Augen glänzten golden währen sie in die von Prinz Isenhorn starrte. Risse breiteten sich in dem marmorierten Fußboden auf, die Anwesenden spürten eine unangenehme Präsenz um ihre Körper, als zwei Ritter der königlichen Garde sich Kaja und dem toten Leichnam nähern wollten, sackten diese einfach bewusstlos zusammen.

Auch der Prinz und die angeschlagene Walküre hatten Mühe der unaufhaltsamen Kraft etwas entgegen zu wirken. Kurz vor der drohenden Ohnmacht streckte der Königssohn seine Hand nach der Prinzessin aus, die wie ein Stern zu erstrahlen schien. Eine Schneise der Zerstörung brach in den Palast hinein. Doch bevor der ganze Palast noch in die Luft gesprengt werden konnte, stoppte die Zerstörung mit dem körperlichen Zusammenbruch der Prinzessin. Die Legende um Ursus Kraft war also wahr. Ungläubig starrte der Prinz auf seine kleine Schwester. Während einzig die Walküre, und der Prinz noch zitternd auf ihren Beinen standen. Sogar Krüber der in des so weit weg vom Geschehen war, spürte ein Zittern in seinen Knien.

Ironhide
24.05.2016, 21:30
http://abload.de/img/isenhorn2skg8.png
Was auch immer hier grad passiert war, Prinz Isenhorn war sich nicht ganz sicher, ob die Legende der Kraft Ursus wahr sein sollte. Ja er hatte das eben gesehen und gespürt, und nicht nur er wie er bei einem Blick auf Fenia feststellen konnte. Aber auch wenn der erste Gedanke eben noch selbiger war, so wischte er ihn nun wieder beiseite. „Schwachsinn“, murmelte er vor sich hin und kniete sich vor seine Schwester. Dennoch blieb ein komisches Gefühl in ihm. Er hob seine Schwester auf und kämpfte sich wieder auf die Beine. Jetzt war der beste Moment, sie von Vater zu trennen und das nutze er auch. „Euer Ehrwürden, wenn ihr mich begleiten wollt.“, sagte Isenhorn zu Fenia. „Wie ihr wünscht.“ Wortlos gingen beide in Kajas Gemächer. Unterwegs trafen sie auf einige Wachen, die er meist wegschickte, oder die ihm sofort platz machten. In ihrem Gemächern angekommen, legte er Kaja aufs Bett und wies die Wache, die ihm die Tür geöffnet hatte, an, einen Arzt zu holen. Ausserdem ordnete er an, das zwei Gardisten die Tür bewachen sollten und niemanden hereinlassen sollten, außer dem Arzt. Kaja würde etwas Ruhe brauchen, das wusste er und nirgends war es im Moment ruhiger als hier.

„Sagt mir...“, wandte er sich an Fenia, „...was denkt ihr über das was ihr gerade mit angesehen habt, ist euch sowas schon mal untergekommen?“ Isenhorn klang besorgt und es wart ihm anzusehen, das er nicht recht wusste was er davon halten sollte. Auch war zu spüren, das er nun, wo er etwas ruhe zum Nachdenken hatte, erst wirklich realisierte, das sein Vater nicht mehr da war. Er setzte sich auf das Bettende von Kajas Bett. Vom Stolz war da nichts mehr zu sehen, Isenhorn sackte regelrecht in sich zusammen, ließ den Kopf hängen und grübelte. Da fgenia noch nicht geantwortet hatte, aus welchen Gründen auch immer, schob der Prinz gleich die zweite Frage noch. „Was wisst ihr von der Legende der sieben heiligen Drachen und der Kraft von König Ursus?“ Kaja war noch weggetreten und bekam von all dem nichts mit.

Rosered_Strauss
25.05.2016, 00:30
http://abload.de/img/fenia27cki8.pngFenia hatte sich auf einen Stuhl gestützt, sich jedoch nicht gesetzt. Auch sie schien erschöpft zu sein, auch wenn Sie sich Mühe gab, dies nicht zu zeigen. "Ich bin nicht von Anfang an dabei gewesen, daher kann ich nicht sagen, was genau passiert ist... Aber wir sind offenkundig Zeugen eines Attentates geworden. Die Pfeile haben die Prinzessin zu sicher getroffen, als das das nicht das Ziel gewesen sein könnte. Ob jedoch jemand damit gerechnet hat, dass... so etwas in Ihr steckt, kann ich nicht sagen. Ich bin keine Gelehrte, die sich mit dem Gebiet der Magie auseinander setzt - aber was wir dort gesehen haben, war machtvoll. Unmöglich gar, wenn man bedenkt, dass Ihre Hoheit zu so etwas eigentlich gar nicht in der Lage sein sollte - wenngleich dies auch nur der Kenntnisstand der Öffentlichkeit sein könnte." meinte Fenia langsam. Sie fuhr sich kurz nachdenklich durch das Haar, von dem sich einige Strähnen vor ihr Gesicht geschoben hatten. "Was Eure zweite Frage angeht, so ist dies natürlich eine Thematik, mit der Ich mich auseinander gesetzt habe - doch hätte ich niemals gedacht, dass dieses Wissen relevant werden sollte. Es gibt viele Legenden, doch die wenigsten enthüllen sich... derart offenkundig. Meist ist es ein Gleichnis, welches sich erfüllt oder sich den Umständen entsprechend zeigt. Dies hier wirkte mir doch sehr... direkt. Wenn es denn überhaupt einen Zusammenhang gibt." Ihre blutroten Augen richteten sich auf Isenhorn, als Sie anfügte: "Es mag nicht der beste Moment sein, aber ich möchte mich für Eure Hilfe beim beseitigen der Attentäter bedanken. Und ich möchte Euch mein Beileid für Euren Verlust aussprechen."

Ironhide
25.05.2016, 01:47
http://abload.de/img/isenhorn2skg8.png
„Bedankt euch nicht, ihr habt mir weit öfter das Leben gerettet, als ich das Eurige. Ich stehe was das angeht stets in eurer Schuld. Es war meine Pflicht euch gegenüber und der Mutter Gaia.“, sagte Isenhorn matt. Ihm war durchaus die Erschöpfung anzumerken, die er durch den kampf davongetragen hatte, aber das war logischerweise nicht das einzige, was an ihm nagte, dessen war sich Fenia sicher bewusst.
„Meinem Verlust.... unser aller Verlust, möchte ich meinen. Verscheide Ansichten hin oder her, er war mein Vater, aber unser König. Das Reich hat heute einen hohen Preis gezahlt, nur für eine Zeremonie.“ Isenhorn erhob sich wieder und blickte auf seine schlafende Schwester. „Was schlummert da in dir, Schwester.“, murmelte er erneut vor sich hin, denn auch er sah es ähnlich wie Fenia, im Grunde genauso. Eine wirkliche Erklärung hatte er nicht, suchte sie in den Legenden, die er im kopf hatte, aber kam zu keinem Ergebnis. Viel zu viele Gedanken gingen ihm durch den Kopf. Er hoffte das die Tore verriegelt worden waren. Darum würde er sich kümmern müssen. Das gesamte Parlament war unter den Gästen, denen müsste er auch noch Rede und Antwort stehen, solange seine Schwester nicht dazu in der Verfassung war. Befehle musste gegeben werden, um die Lage zu beruhigen und das Volk musste informiert werden, das ihr König tot sei. Isenhorn setzte wieder seine strenge Mine auf, niemand brauchte an seinem Gesicht abzulesen was in ihm vorging. Dann wandte er sich zur Tür, drehte sich aber nochmal zu Fenia um. „Und ihr, Ehrwürden, seht zu das ihr etwas Ruhe findet, ich bitte euch darum. Wer weiß was noch passiert und ich möchte euch solange es geht ausgeruht an meiner Seite wissen.“ Ein leichtes Lächeln zeigte sich auf seinen Lippen, dann öffnete er die Tür. „Ich hab einiges zu klären, aber erst mal will ich ein paar Antworten.“ Nochmals blickte er zu seiner Schwester, die nun die Königin dieses Reiches war. „Sei froh das du schläfst.“ Fenia bermerkte das Isenhorn seine Schwester nicht so ansah wie sonst, konnte aber den Blick nicht genau deuten.
„Prinz Isenhorn.“, sagte sie zu ihm und riss ihn damit aus seinen Gedanken. „Ruht euch aus.“, sagte er erneut und schloss dann die Tür hinter sich. Die beiden Gardisten standen neben der Tür, von der Isenhorn sich vorerst keinen Millimeter wegbewegte.
„Tja... der König ist tot, lang lebe die Königin.“ ließ er mit einem Seufzer fallen, wobei der Satz vor Ironie nur so triefte. Dann machte er sich auf den Weg ins Verlies, ohne die Wachen groß zu beachtet. Erst als er außer Sichtweite war, sahen sich die beiden an, nicht so wirklich wissend, was die Aussage ihres Prinzen eben sollte.

Auren
26.05.2016, 10:59
http://fs5.directupload.net/images/160513/do8hdg6n.jpg
Die Arbeiten am Rosengarten gingen langsam zu Ende. Die Kriegerin war nun körperlich am Ende. Ein schönes Bad, sowie viel Schlaf sollten zur Erholung genügen. Jedoch stand die Neuverteilung der Palastwache noch an, sowie weitere unzählige Aufgaben. Da der Hauptmann gerade nicht aufzufinden war, kümmerte sich Crim erstmal darum. Das Volk sollte vorerst von der Schlacht nichts erfahren. Zumindest nicht heute Nacht. Natürlich würden viele Fragen bei dem Volk und Adligen aufkommen, aber dafür waren andere Zuständig. Vermutlich würde der Prinz sich wohl dieser annehmen.
Als auch die letzten Befehle ausgesprochen wurden und jeder auf seinen Posten war, streckte die Kriegerin ihre Glieder durch.
Jetzt gab es nur noch eine Aufgabe. Ein weiteres Verhör. Sicher haben schon die Inquisitoren bereits angefangen. Mit etwas Glück konnten die Gardisten diese in die Schranken verweisen. Damit sollte sie die erste sein. Es gab viele Fragen auf die Crim eine Antwort suchte, da der Angriff zu gut organisiert war. Für stümperhafte Söldner. Dies konnte sogar ein Blinder erkennen!

Die Antwort wer dahinter stecken könnte lag im Verlies. Genau genommen bei den Gefangenen.
Sie hob auf ihrem Weg dorthin noch rasch ihren mit Blut verschmierten Schild auf. Danach ging es zu ihrem Ziel. Die Gardisten hatten in ihrer Abwesenheit niemanden zu den Gefangenen hinein gelassen. Damit konnte Crim das richtige Verhör starten. Dazu suchte sie den ängstlichsten Schattenkrieger heraus. Die Gardisten hatten keine Mühe ihn aus der Zelle heraus zu holen. Sie schleppten ihn den Gang entlang. Bis hin zu einem Raum. Die Werkzeuge an den Wänden verrieten schon was nun auf ihm zu kommen würde. Die Männer ketteten ihn an und zogen seine Arme nach oben. Auch die Beine des Gefangenen wurden am Boden festgemacht. „Sorgt dafür, dass uns niemand stört.“ Ein Nicken der Gardisten reichte schon als Bestätigung. Beide Männer verließen die Folterkammer. Die schwere Eisentür wurde sogar extra abgeschlossen.

Crim legte ihre Waffen und den Schild ab. Danach ging sie eine Runde um den Gefangenen herum. „Ich weiß, dass ihr Hilfe hattet. Euer Angriff war zu gut durchdacht. Ich möchte die Namen von dir hören, von denen ihr all diese Informationen habt. Aufstellung der Wachen. Den kürzesten Weg zum Saal. Wer noch alles dahinter steckte. Du würdest dir einen großen gefallen tun, wenn du diese Information gleich Preis gibst. Ansonsten muss ich auf die Kunst der Folter zurück greifen.“ Um ihre Aussage etwas mehr Ausdruck zu verleihen, nahm sie eine Peitsche und knallte diese zunächst auf den Boden. Doch dann betrat plötzlich Hauptmann Krüber die Folterkammer und unterbrach Crim mit seiner Anwesenheit.

Constantine
26.05.2016, 14:41
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Kaja schlief tief, so tief wie schon lange nicht mehr. Doch der Traum den sie träumte, war alles andere, als beruhigend. Nur langsam schälten sich ihre Augen durch den übermüdeten Körper. Der Mond hatte seinen Glanz bereits durch das Licht der Morgendämmerung verloren. Während das goldgelbe Licht durch ihr Schlafgemach auf ihr Haupt schien, wirkte Prinzessin... nein Königin Kaja trostlos, müde und vor allem eins, kalt. Das einst so strahlende, naive Mädchen wurde innerhalb eines Sekundenbruchteils ihrer seelischen Unschuld beraubt. Nur langsam quälten sich die Erinnerungen der gestrigen Nacht durch ihren Kopf. Irgendwo im Verließ wurden Verhöre durchgeführt von denen Kaja nichts wusste. Sie wusste kaum etwas von dem was außerhalb der Palastmauern von statten ging. Hatte sie doch bis jetzt nur im guten Glauben ihres Vaters gelebt, dass alles seine Richtigkeit hatte.

Mühselig streifte Kaja den Bettbezug ab. Noch immer trug sie das blutbeschmierte Kleid, dass sie während der Königsfeier anhatte. Offenbar wollte man ihr den Moment der Ruhe lassen. Ihr Blick streifte durch das Zimmer, auf einem Sessel sitzend, ruhte Hochinquisitorin Fenia. Die Walküre wurde sofort wach, als ihre König mit diesem seltsamen Blick vor ihr stand. "Eure Hoheit?", fragte Fenia doch diese reagierte nicht.

Kaja schritt auf das Fenster zu, wo auf der Außenseite ein Balkon angebracht war, damit sie jeder Zeit in ihren Garten sehen konnte, wenn ihr danach war. Selbst in den kalten Wintertagen zog es die Prinzessin nach draußen. Langsamen Schrittes betrat Kaja den Balkon. Eine leichte Brise wehte ihr entgegen. Ihre Augen wanderten durch den vollkommen zerstörten, in Blut getränkten Rosengarten woraufhin ihre Hände an zu zittern fingen. Vor Wut. Ihre Hände verkrampften zu Fäusten. Königin Kaja sackte auf ihre Knie. Doch es flossen keine Tränen. Viel mehr bildete sich langsam eine dichte Eisschicht um sie. Das Eis kroch Millimeter für Millimeter um den verglasten Balkon, die Brüstung entlang, sogar bis hin auf Fenia zu, die sich nun in Bewegung gesetzt hat. Doch so schnell wie das Eis erschaffen wurde, zerbarst es, als Königin Kaja ihren Körper erhob. Die azurblauen Augen stets auf Fenia gerichtet. "Leitet ein Treffen mit den geistlichen ein". "Eure Hoheit?", "habe ich genuschelt?", erwiderte Kaja in kaltem Ton. Ganz anders, als man es von ihr gewohnt war. "Das Parlament muss einberufen, die Kirche informiert werden". "Das Volk soll erfahren, was passiert ist". "Außerdem... außerdem muss der König", für einen kurzen Moment sah man ein Aufzucken ihrer Wangenmuskeln ehe sie mit kalter Stimme weitersprach. "Außerdem muss der König bestattet werden, es wird eine kleine Bestattung". "Wir werden König Konrad zu seiner Liebsten auf den Friedhof legen, wo sie beide vereint ihre Ewigkeit verbringen könnnen". "Wollt ihr euch nicht erst einmal weiter ausruhen, eure Hoheit?". "Ausruhen?", wiederholte Kaja ohne wirklich auf die Frage Fenia's einzugehen. "Ich hatte mein ganzes Leben lang Zeit mich auszuruhen".

Kinggek
27.05.2016, 17:41
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Krüber kam dem Verließ immer näher. Mehrere Posten bewachten diese auf Befehl seines Vertreters. "Ist sie schon am verhören?" fragte der Hauptmann als er an den Wachen vorbeieilte. Ein Nicken bekam er als Antwort und kurz darauf öffneten sich die schweren Stahlflügel in das Verließ. Crim hatte schon eines der Gefangen zum Verhör vorbereitet und sprach im Festen ton. Etwas verdutzt blickte sie den Hauptmann an, der dazugetoßen ist. Krüber jedoch winkte mit der Hand und befahl ihr das Verhör weiter fortzusetzen. Außerdem wäre es eine gute Gelegenheit gewesen zu sehen wie die Stellvertreterin die Sache anging. Somit stellte sich der Hauptmann in eine Ecke und überließ das Verhör Crim er selbst versuchte sich jedes einzelne Detail vom Gefangen zu konzentrieren. Ob Gestik, Körpersprache oder die Worte selbst. Ein paar Wörter hatte Crim aus dem Gefangen entlocken können, jedoch nichts brauchbares und wie es aussah blieb fast nichts anderes außer die Folter übrig. Mitleid hatte der Hauptmann mit dem Gefangen alle mal nicht, jedoch verfolgte er dennoch die Prinzipien des gerade erst verstorbenen Königs. Während er sich dafür entscheid die Folter nicht seiner Vertretung zu überlassen rissen sich die Stahltüren erneut auf und diesmal war es Prinz Isenhorn der die Kammer betrat.

Ironhide
28.05.2016, 17:15
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„Hat er geredet?“, knurrte der Prinz nur, aber Crim verneinte das. Isenhorn schloss die Tür wieder hinter sich und trat wortlos bis zu dem Schattenkrieger heran. Er sah ihn direkt in die Augen, hoffte irgendetwas darin zu erkennen, wie er ihn zum reden bringen könnte, aber wahrscheinlich wusste der Krieger nichts. Er war einfacher Soldat, Fußtruppen, die entbehrlich sind. Niemand würden ihnen wohl mehr gesagt haben, als sie unbedingt wissen sollten. Nur ihr Ziel, das wussten sie, mehr sicher nicht.
„Du weißt nichts, oder?“, meinte Isenhorn zu ihm. Dere Schattenkrieger sah ihn nur mit leerem Ausdruck an und schüttelte leicht den Kopf. „Ich wette, ich weiß mehr darüber, was ihr tun solltet als du selbst. Ablenkung, das wart ihr.“ Prinz Isenhorn machte eine kurze Pause um die Reaktion zu sehen, doch wirklich was bemerken tat er nicht. Also redete er weiter und würde ihm erzählen, was er sich bis hier her selbst zusammengereimt hatte. „Nur Ablenkung, damit die Prinzessin ungeschützt ist, ihr leichtes Spiel habt, nicht wahr?“ Wieder war keine wirkliche Reaktion zu sehen. „Nun, meine Schwester lebt, ihr geht es soweit ganz gut.“, meinte Isenhorn ganz ruhig. Ihm war kurz so, als wenn er etwas wie Erleichterung sehen konnte. Sicher war der Krieger sich dessen bewusst, was auf ihn warten könnte, wenn die zukünftige Regentin gestorben wäre. Einen schnellen Tod würde er sicher nicht mehr haben, aber um Gnade flehen würde er niemals. „Die Prinzessin .. Verzeihung, die Königin, schläft seelenruhig.“
Jetzt hatte er seine Reaktion. Schlagartig wusste der Schattenkrieger, was passiert sein musste. Wenn es das Ziel war, zu verhindern, das Kaja offizielle Thronfolgerin werden sollte, dann hatten sie gründlich versagt. Nun war sie Königin was obendrein nur bedeuten konnte, das König Konrad entweder tot war oder inmitten all diesem Chaos abgedankt hatte. Ersteres war um vieles wahrscheinlicher. „Ihr kleinen Ratten habt es tatsächlich geschafft, meinen Vater zu töten.“ Nun lag wieder Zorn in Isenhorns stimme und wenn er es bisher geschafft hatte, sich halbwegs rational zu verhalten und sich wenig von seinen Gefühlen leiten zu lassen, so war das jetzt vorbei. Vor ihm war der Feind, der Feind der seinen Vater umgebracht hatte. Auch wenn dieser Krieger nicht den Pfeil abgeschossen hatten, ja nicht mal in der nähe war, so gehörter er jedoch selbigen Kräften an, die dafür verantwortlich waren.
„Ich werde dich und deinesgleichen jagen, ich werde euch finden und denjenigen, der dafür verantwortlich ist. Und ich werde dafür sorgen das ihr euch alle wiederseht - in der HÖLLE!“ Während Isenhorn seinem Gegenüber ins Gesicht schrie, zog er sein Schwert und trieb es dem Schattenkrieger tief in den Unterleib und sah ihm zu, wie er die letzten qualvollen Augenblick seines Lebens hatte. Dann zog er sein Schwert heraus und putzte es an einem Lappen ab, der auf einem der kleinen Tische mit den ganzen Folterinstrumenten lag. Weder Crim noch Krüber hatten auch nur Anstalten gemacht dazwischen zu gehen.

„Ich weiß.“, sagte er mit einem Blick zu Krüber. „Vater hätte das nicht gewollt. Aber Vater ist tot, sparte euch also die Worte.“ Sein Schwert fand wieder den Weg in seine Scheide, der Lappen landete auf dem Boden, und Isenhorn wandte sich an Crim und Krüber.
„Wenn wir Offiziere gefangen haben, verhört die. Die restlichen Soldaten... tötet sie, die wissen nichts.“ Der Zorn hatte sich gelegt, oder aber Isenhorn hatte schnell wieder die Fassung gewonnen, so genau konnte man das nicht sagen. „Ach ja, haben wir Fenias Gegner festsetzten können? Da ist sicher mehr raus zu holen.“

Auren
28.05.2016, 22:27
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Crim konnte das richtige Verhör nicht einmal anfangen. Erst betrat der Hauptmann die Folterkammer und dann der Prinz höchstpersönlich. Natürlich setzte er das Verhör fort.
Leider nicht mit dem entsprechenden Ergebnis. Nein eher mit einer bösen Überraschung. Der König war Tod. Getötet während sie draußen kämpfte. „Was?“ Sprach Crim kurz und ließ dabei die Peitsche fallen. Sie wollte es gerade nicht glauben und verlor dadurch nun ihre Fassung.

Der Prinz rechnete kurz mit dem Schattenkrieger ab indem er ihn tötete. Auf eine schmerzvolle Art.
Die Worte des Prinzen gingen an ihr vorbei. Stattdessen stellte sie ihm eine Gegenfrage. In der Regel würde Crim sich niemals so respektlos gegenüber den Prinzen Verhalten.
„Wiederholt bitte eure Worte. Hab ich es wirklich richtig verstanden? Der König ist Tod?“
Sie war vermutlich die letzte Person die von dem Ableben des Königs erfuhr.
Jedoch schwieg der Prinz, sowie der Hauptmann. Crim wandte sich nun mehr Krüber zu.
„Du warst doch bei ihm? Wie konnte das nur geschehen?“
Ihre Wut auf ihren Vorgesetzten konnte sie gerade nicht unterdrücken. Deswegen holte Crim zum Schlag aus und traf anschließend den Brustpanzer des Hauptmanns. Sie trug allerdings keine Handschuhe. „Wieso?“ Ein weiterer Schlag folgte. „Warum konntest du ihn nicht beschützen? Du hattest die besten Männer zur Verfügung!“ Schrie Crim ihn an. Sie schlug solange auf ihn bis die Haut ihrer Hände aufrissen. Auch ihre Erschöpfung machte sich nun Bemerkbar.
Dem Prinzen reichte wohl das Trauerspiel. Er holte ebenfalls zum Schlag aus. Verpasste der Kriegerin eine saftige Ohrfeige. Dabei verlor die Frau ihr Gleichgewicht und fiel nach hinten. Auf den Boden sitzend und Krüber anstarrend, fand sie ihre übliche Fassung wieder.
„Verzeihung.“ Crim stand auf. „Der Gegner der Hochinquisitorin befindet sich in Zelle acht.“
Nun ging die Kriegerin zu ihren Waffen. Das Schwert konnte sie greifen, aber den Schild nicht mehr. „Dürfte ich später die genauen Umstände erfahren? Und wer soll die Untersuchung anführen? Wir die Leibgarde oder eure Inquisitoren?“ Eine berechtigte Frage.

Gosti
28.05.2016, 23:59
http://abload.de/img/kikennatakingkvw.pngAm Tag nachdem die Räuberbande von Kiken´na Taki aufgerieben wurde, überwachte der Fischmensch wie sich in dem Dorf die Lage wieder Normalisierte. Nicht alle Männer schienen zurück zu kehren, doch was der genaue Grund dafür war konnte man nur vermuten. Das wahrscheinlichste war dass sie beim Überfall getötet wurden, oder sich weigerten sich der Räuberbande anzuschließen und deshalb hingerichtet wurden. Oder aber der eine oder andere Mann nutzte die Gelegenheit um von seiner Schreckschraube einer Ehefrau los zu kommen, das soll angeblich nicht das erste Mal der Fall gewesen sein…
Wie dem auch sei, nachdem Kiken´na sichergestellt hatte dass es keinen Racheakt für den nächtlichen Angriff auf das Lager geben würde, machte sich der Fischmensch wieder auf den Weg ohne irgendeine Belohnung zu verlangen. Es ging darum den Schwachen zu helfen und für Gerechtigkeit zu sorgen, nichtsdestotrotz nahm sie das Angebot der Dörfler an die Nahrungsvorräte für die Reise aufzustocken. In erster Linie Käse und Gemüse. Mit dem Fleisch das die Menschen hatte, konnte der Fischmensch nicht besonders viel anfangen. In seinem Reich wurde Fleisch nicht gekocht, geräuchert, oder wie immer man das nannte dass es so sehr in Salz eingelegt war dass man bei einem Biss das Gefühl hatte als würde man jeden Moment austrocknen… Nein, wenn es um Fleisch gehen sollte, was absolut nicht notwendig war, Fleisch war in gewisser Weise ein Luxus, würde sich Kiken´na selbst darum kümmern.

Die Reise des Fischkriegers war bis jetzt ja ziemlich Ziellos, kannte er sich ja genau genommen nicht in diesem Land aus, aber vor dem Aufbruch konnte man die Döfler-Damen hören wie sie darüber sprachen dass in der Hauptstadt eine Krönung stattfinden soll. Die Krönung war für Kiken`na relativ uninteressant, jedoch würde es vielleicht gar keine so schlechte Idee sein sich mal in der Hauptstadt umzusehen. An einem Ort wo viele Personen leben gibt es in der Regel auch viele Probleme die gelöst werden müssen. Für den Fischmenschen eigentlich die Perfekt Möglichkeit seinem Ruf zu folgen, und wie sich heraus stellt war die Hauptstadt nicht einmal so weit entfernt. Drei Tage Fußmarsch oder nur ein Tag per Pferd, und wie sich heraus stellte würde einer der Bauern am nächsten Morgen mit seinem Karren für Besorgungen in die Hauptstadt zu fahren. In dem Fall löste Kiken´na einen weiteren Gefallen ein und bat den Dörfler sie mitzunehmen, was natürlich kein Problem darstellte.

Am nächsten Morgen ging die Fahrt los, und ohne irgendwelche Zwischenfälle erreichte der klapprige Transportkarren die für Menschenverhältnisse doch recht beeindruckenden Stadtmauern. Wie sich jedoch herausstellte sollte das durchschreiten der Stadttore schwieriger sein als angenommen. Der Mann der mit dem Karren kam war bei der Wache bereits als Händler bekannt und durfte durch, bei dem Anblick des voll bewaffneten Fischmenschen, einer Rüstung aus einem Material was sie scheinbar nicht kannten und für die Wachen eigenartig im Abendlicht schimmerte, dazu die zwei langen gebogenen Schwerter waren für die Männer mehr als Verdächtig sodass sie den Eintritt in die Stadt verweigerten. Auf die Frage hin wieso antworteten sie nur dass es heute einen Vorfall gab, und sie daher keine verdächtigen Personen in oder aus der Stadt lassen würden. Weitere Details gaben sie nicht Preis, und auf die Frage wann Kiken´na die Stadt betreten könne, hieß es nur „Probier es etwas später.“ Was die Wachen wohl anders meinten als es der Fischmensch verstand… Denn dieser setzte sich nur etwas abseits vom Tor ins Graß und wartete bis der Wachwechsel stattfand, und versuchte sein Glück erneut. Nachdem dies jedoch das selbe Ergebnis brachte, endete es damit dass Kiken´na einfach die ganze nach über neben dem Tor verweilte und an einem Baum lehnend leicht schlief. Vielleicht würde die Situation am nächsten Morgen ja etwas besser stehen…

Kinggek
29.05.2016, 10:46
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Den Gefangen sofort umzubringen war für den Prinzen die einzige Lösung. Krüber war erleichtert das nicht er diese Aufgabe übernehmen musste, immerhin würde er damit gegen die Prinzipien des Königs verstoßen und ehe Kaja sich nicht anders entscheiden würde, galten diese Regeln auch noch. Die Antwort des Prinzen auf die fragenden Blicke des Hauptmanns waren für ihn fast schon absehbar. Immerhin war Isenhorn nicht immer eins mit dem Gedanken des verstorbenen Königs. Auch wenn sich der Hauptmann gerne etwas intensiver mit dem Prinzen darüber unterhalten hätte, wimmelte dieser ihn ab und es war Crim die überraschend Überreagierte. Krüber dachte das sie den Tod des Königs vielleicht schon gehört hatte, doch ihn aus dem Mund des Königs zu erfahren während er daneben stand war für Crim doch ein wenig zu viel. Wut und Trauer waren es die sie dazu leiteten immer heftiger auf den Brustpanzer des Hauptmanns zu schlagen. Krüber konnte die ganze Zeit keinen Ton von sich geben, da sie ja im allgemeinen nicht ganz unrecht hatte. Es war auch teils seine Schuld das der König verstarb. Isenhorn erlöste ihn von dieser Qual in dem er der Kriegern eine Verpasste und diese auf den hintern Fiel. Mit feuchten Augen starrte sie den Hauptmann vom Boden aus an während dieser versuchte ihrem Blick auszuweichen. Nachdem sie sich wieder etwas beruhigt hatte, stand sie auf nahm ihr Schwert in die Hand. Mit der Verletzen Hand konnte sie ihr Schild nicht mehr hieven, deshalb nahm Krüber diesen an sich. Isenhorn wollte sich einen anderen Gefangen vorknöpfen und Krüber entschied sich dafür dieses Verhör diesmal ganz dem Prinzen zu überlassen. Er nahm die Hand seiner Stellvertreterin in die seine und blickte auf die aufgeplatzte Haut. "Wir kümmern uns zuerst um deine Wunde währenddessen kann ich dir auch alles erzählen." Ehe sie die Kammer verließen richtete er ein paar Worte noch an den Prinzen. "Ehe wir uns auf die Suche nach Informationen machen, sollten wir uns vielleicht erst um den Leichnam des Königs und anschließend um das Wohlergehen der Königin kümmern sowie ihre Meinung hören." Die Absicht des Hauptmannes war es dem Prinzen klar zu machen, dass nicht er sondern Kaja das eigentliche Sagen hatte und wie es eigentlich weitergehen sollte.

Ironhide
29.05.2016, 14:32
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Gut war, das Crim mitgedacht hatte. Zelle acht wurde einst mit Zaubern belegt, die einen Minotauren es unmöglich machen sollten, dort aus zu brechen. Nicht das es jemals dazu kam, das sie einen gefangen hatten, doch wurde der Bann lange vor ihnen alle auf die Zelle gelegt. Das Crim die Gegnerin von Fenia dort eingeschlossen hatte, war ein guter Zug. Doch wie er sie nun befragen sollte, war ihm noch nciht ganz klar. Würde er zu ihr reingehen, wäre er schneller tot als ihm lieb sein konnte. Das Biest musste unglaubliche Kräfte haben mit denen sich hier niemand messen konnte.
Dennoch wandte er sich mit einem Tadel an Crim, bevor sie mit dem Hauptmann gehen würde. „Sollten sie nochmal vergessen, wo ihr Platz ist, war das ihre längste Zeit in der Garde. Sie sind Soldatin, benehmen sie sich wie eine und führen sich nicht auf wie ein kleines Kind dem man das Spielzeug weggenommen hat.“ Noch immer hörte man die Wut in Isenhorn Stimme, auch wenn er versuchte, ruhig zu bleiben. Jetzt wäre wohl auch kaum der richtige Zeitpunkt, seinen Gefühlen freien lauf zu lassen. „Dennoch, gute Arbeit bisher.“, schob er noch lobend nach. Das war durchaus auch so gemeint, wie er es gesagt hatte.
Auf den Einwand von Krüber, wollte Isenhorn eigentlich nichts erwähnen, doch dann ließ er sich doch dazu hinreißen. „Sie haben doch meine Schwester gesehen, soll ich sie wecken? Damit sie wieder hysterisch wird? Sie wird schon noch früh genug erfahren, wenn sie etwas ausgeruht ist und sich beruhigt hat. Was meinen Vater angeht, hatte ich euch nicht gesagt das sich eure Männer darum kümmern sollen, das mit dem König entsprechend verfahren wird?“ Aber bevor Krüber antworten konnte, übernahm das der Prinz selbst. „Nun gut, bei dem ganzen Chaos hier, kann man die vielen Anweisungen auch mal etwas durcheinander bringen. Also bitte, kümmert euch darum. Ich werde erstmal den Mitgliedern des Parlament erklären, was passiert ist, wenn das nicht schon die Runde gemacht hat. Um die Gefangene kümmern wir uns später. Um sie wird sich die Inquisition kümmern, den Rest überlassen wir vorerst Ignatius.“ Ignatius war der Kerkermeister, der ein Handvoll Helfer hatte. Sie alle waren für die Zellen und deren Inhalt verantwortlich und auch für kleinere Verhöre, die sie ruhig durchführen konnten. So gerne Prinz Isenhorn auch wollte, ihm fehlte schlicht die Zeit.

Krüber und Crim verließen den Kerker, genauso wie Isenhorn. Selbiger machte sich auf den Weg in die Angenehmeren Teile des Palastet und ging zurück in den Thronsaal, wo die Palastwache alle die noch anwesend waren hingebracht hatte. Es war laut, viele diskutierten Lautstark mit dem Hauptmann der Palastwache, und erst als Prinz Isenhorn das Podest betrat, wo ihn jeder sehen konnte, kehrte so langsam Ruhe ein. Er erklärte die Situation in groben Zügen und auch, das sich alle bald gehen könnten, sobald man sicher ist, das keiner der Schattenkrieger mehr sein Unwesen treiben würde. Das er im Grunde hier jeden unter Beobachtung der Inquisition gestellt hatte, so wie Fenia es angeordnet hatte, verschwieg er natürlich. Er gab noch ein paar Befehle an die Palastwache und überließ sie dann den Soldaten. Dann wandte er sich einem Offizier der königliochen Garde zu. „Die Mitglieder des Parlament sind hoffentlich alle noch da?“
„Ja, Hoheit. Sie wurden in den Kartensaal gebracht und entsprechend mit allem versorgt, damit es ihnen an nichts fehlt.“
„Sehr gut. „, sagte der Prinz und begab sich auf den Weg dorthin. Er steckte noch immer in seiner Paraderüstung, die so gar nicht mehr nach einer Parade aussah. Blut war überall auf ihm, die Rüstung hatte Kratzer, Beulen und Dellen. Der Schmied würde sich freuen, das wieder auszubessern. Sein Umhang war eingerissen und ebenso besudelt, dennoch dachte er keine Sekunde daran, sich umzuziehen oder erste mal frisch zu machen, bevor nicht die wichtigen Dinge erledigt sein würden. Der Kartensaal war in der nähe des Thronsaales, dort hielt der König fast alle seine Besprechungen ab, auch die mit dem Parlament. Warum der Raum so einen Namen hatte, wusste Isenhorn nicht. Früher diente er wohl mal der Planung von Schlachten, aber das musste schon sehr lange her sein. Auf dem Weg dorthin, traf er etliche Leute, darunter auch ein paar seienr Bediensteten. Einen schnappte er sich.
„Bursche, sorgt dasfür das mein Pferd gesattelt ist und geht zu meiner Garde, sie soll sich abmarschbereit machen. Ich will mich in der Stadt umsehen.“
„Jawohl.“, bekam er als Antwort und rannte davon.

Im Kartenraum traf er auf ähnlich aufgebrachte Personen, wie im Thronsaal, aber hier war mehr Diplomatie vonnöten, als er im Thronsaal an den Tag gelegt hatte. Prinz Isenhorn entschuldigte sich daher als erstes für die Unannehmlichkeiten, aber er würde alle fragen beantworten, sofern es in seiner Macht stand. Er hasste es schon jetzt.
Natürlich waren die Gerüchte über das Ableben des König bereits auch hier her vorgedrungen und Isenhorn musste das nun bestätigen. Er erklärte ihnen alles und auch was bereits getan wurde, um die Situation in den Griff zu bekommen. Einige der Parlamentarier waren der Meinung, das er das bestmögliche Tat, andere sahen es wieder Krüber und hätten lieber die Königin alle Entscheidungen treffen lassen. Als Isenhorn auch hier nochmal sagte, das selbige erst mal nicht in der Lage war, eine rationale Entscheidung zu treffen, bis sie sich ausgeruht haben würde, sahen die meisten das auch ein. Den Ausbruch von Kaja verschwieg er ihnen aber. Das musste nicht gleich jeder wissen, das Kaja offensichtlich Kräfte besaß, die man keinem in der Königsfamilie zugetraut hatte.

Etwa dreißig Minuten Später ritt Prinz Isenhorn und seiner persönlichen Garde, gefolgt von weiteren 20 Männern der königlichen Leibwache, aus dem Palast um die Lage in der Stadt zu überprüfen. Sie ritten in erste Linie die Tore ab. Prinz Isenhorn ließ sich Bericht erstatten. Zwei Männer hatten versucht, die Stadt mit Diebesgut zu verlassen, wollten die Gunst ausnutzen das im Palast Kämpfe stattfanden, aber sie wurden festgenommen. Am Haupttor wartete draußen ein seltsam anmutender Mann in Rüstung auf Einlass, schwer bewaffnet. Man habe ihn abgewiesen, nun würde er warten. Sonst gab es da nichts zu berichten. Auch in der Stadt selbst war alles relativ normal, so das Prinz Isenhonr befahl, mit dem Morgengrauen die Abriegelung aufzuheben. Es machte keinen Sinn, sie aufrecht zu erhalten, wenn hier draußen absolut nichts verdächtiges passiert war. Die geflohenen Krieger waren schon längst über alle Berge, das wusste Isenhorn. Also ritten sie zurück. Es war spät, weit nach Mitternacht, asl Isenhorn endlich in seinen Gemächern war, sich von seiner Rüstung befreien konnte was kaum ohne fremde Hilfe ging und endlich etwas Schlafen konnte.

Auren
29.05.2016, 16:34
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„Entschuldigung. Es wird nicht wieder vorkommen.“ Auf den Lob des Prinzen hob sie kurz ihre Hand. Die Frau einfach nur fix und fertig.
Diesmal gab es keine weitere Anweisungen außer sich aus den Untersuchungen heraus zu halten. Womöglich eine gute Entscheidung. Krüber schien es gar nicht zu gefallen, dass Prinz Isenhorn sich über seine Schwester hinweg setzte, aber sie selber war Momentan nicht in der Lage irgendwas zu machen.
Hauptmann Krüber brachte seine Stellvertreterin zu einem der vielen Heiler.
Der Mann bat Crim auf einem Stuhl zu setzen. Erst jetzt bekam die Kriegerin eine Pause die bitter nötig war.
„Entschuldige das ich meine Wut an dir aus gelassen habe. Heute scheint wirklich alles schief zu laufen.“ Der Heiler war einen ersten Blick auf die Hand und begann sie zu reinigen.
Auch wenn Crim versucht ihren Schmerz zu unterdrücken, so verriet ihr Gesicht welche Qualen sie nun durchleben durfte.
„Erzähl mir die ganze Geschichte wenn wir in meiner Kammer sind. Dies ist nicht der richtige Ort dafür.“ In diesem Zimmer wurde ein notdürftig ein Lazarett errichtet. Ab und an hörte man die Schmerzensschreie einiger Verletzte. Zum Glück wurden alles so gut es ging versorgt. Damit kamen auch die Heiler etwas zu ruhe.
Nachdem Crim´s Wunde gereinigt wurde und sämtliche Hautfetzen entfernt wurden, rieb man die Wunde mit einem Balsam ein, bevor man alles gut verband.
Nun konnte die Kriegerin ihre Hand kaum noch bewegen, aber dafür hatte sie nun keine Schmerzen. Sie stand und bedankte sich kurz bei dem Heiler. Ihr Blick huschte kurz durch den Raum. Diese Männer würden haben wirklich alles aus sich heraus geholt. Dies sollte wohl noch belohnt werden. Nur diese Entscheidung muss die Königin nun treffen. Hierfür fehlte ihr die nötige Amtskraft.
Mit dem Hauptmann ging es zu Crim´s Kammer. Es lag etwas abseits des Palastes mitten in der Kaserne. Der Raum war immer stets gut abgeschlossen. Nur wenige hatten den Schlüssel.
Die Beiden Offiziere betraten nun die Kammer. Dort fand Krüber einen schlichten Tisch mit zwei Stühlen, ein Bett, ein Kleiderschrank und eine sehr schlichte Badewanne. An den Wänden hingen nur die Wappen des Königshauses. An sich war alles sehr schlicht gehalten. Für einen Offizier wie sie es war, hätte sie mehr Luxus haben können, aber darauf verzichtete Crim nun mal.
Auf den Tisch lagen jedoch ein paar persönliche Dinge.
Nicht einmal Krüber dürfte diese Kammer kennen. Der Grund war ganz einfach. Kein Mann durfte diese auch nur betreten. Ausnahmen gab es selten. Selbst die Bediensteten waren Frauen.
„Starr nicht so.“ Unter seinem Helm konnte Crim sein Gesicht nicht erkennen. Deswegen stieß sie mit ihren Ellbogen in seine Rippen. Naja eher auf den Brustpanzer, aber er wusste was sofort gemeint war. „Setzt dich. Du bist sicher auch müde.“ Crim befreite ihren Körper von dem lästigen Stahl. Jedoch nicht zu viel. Immerhin war ein Mann in ihrer Kammer. Die wenigen Rüstungsteile blieben am Boden liegen. Sie setzte sich nun ebenfalls an dem Tisch. Genau gegenüber Krüber.
„Los erzähl schon und nein du musst keine Angst haben. Ich werde dich nicht verprügeln.“ Sie beuget sich etwas nach vorne. Die Ellbogen suchten halt auf dem Tisch. Nur damit Crim ihren Kopf in die Hände legen konnte.

Kinggek
29.05.2016, 20:39
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Nachdem sich der Weg der Gruppe teilte und Krüber zusammen mit Crim die Heiler aufsuchten, ludt die Frau ihn in ihre Kammer ein um ihr alles zu erzählen. Etwas verblüfft, versuchte er abzuweisen doch Crim wollte alles so schnell wie möglich erfahren. In der Kammer der zweithöchsten Person in der Garde angekommen überraschte es den Hauptmann wie schlicht alles gehalten war. Ein etwas mulmige Gefühl plagte ihn, als er daran denken musste dass fast keiner diesen Raum betreten durfte, vorallem keine Männer. Auf die bitte hin setze sich Krüber an den Tisch nachdem die Frau das persönliche schnell beiseite räumte und sich ein Teil ihrer Rüstung entlegte. Krüber nahm sich seinen Helm ab und stellte ihn beiseite anschließend lies sich auch Crim auf dem Stuhl ihm gegenüber nieder. Mit ihrer leichten vorgebeugten Haltung, konnte der Hauptmann viel mehr von der Frau erblicken als es wohl ihre Absicht war. Selten war es der Fall das man sich gegenseitig ohne fehlende Rüstung begegnete, doch im Moment versuchte Krüber die Gedanken beiseite zu schieben und antwortete auf die Frage seines Gegenübers. Von dem Zeitpunkt als Crim den Thronsaal verließ bis hin zu dem Teil als er im Verließ auftauchte versuchte er jedes einzelne Detail genau zu erklären. Den Pfeilhagel durch das Fenster. Die Verletzung der Prinzessin. Den Panick der danach ausbrach. "Die Prinzessin wurde sofort von den Heilern umsorgt, doch was danach passierte dafür habe ich noch keine Erklärung."

Mit einem Klopfen an der Tür wurde das Gespräch unterbrochen und es waren zwei der wenigen weiblichen Bediensteten der könglichen Garde die um Eintritt baten. Eine von ihnen hatte etwas zum Trinken mitgebracht und eine andere war wohl aus einem ganz anderen Grund hier. Krüber wandt seinen Blick so schnell wie möglich wieder von den beiden ab, als er die Kleidungstücke in der Hand der Dame bemerkte. Auch diese versuchte so schnell wie möglich das leichte Gepäck zu verstecken als er den Hauptmann erblickte. Schnell huschte sie zum Schrank hinüber und schob die Kleidungsstücke hinein. Mit einer verbeugenden Entschuldigen bei Crim die etwas verlegen dreinblicke suchte sie schnell das Weite. Die zweite Frau stellte so schnell wie möglich den Krug und die beiden Becher auf den Tisch ab und auch sie suchte sofort das Weite. Nachdem sich die Türe wieder zuschloss hörte man noch ein leichtes Kichern welches in der Ferne leiser wurde. Mit einem leichten räuspern versuchte der Hauptmann das Gespräch wieder aufzunehmen, während Crim die Becher mit einem roten glänzenden Gebräu füllte. Nach einem Schluck von dem süßlichen Wein welches sie bekommen hatten fuhr Krüber mit seiner Erzählung fort. Den Punkt wie es dazu kam, dass die Prinzessin keine Verletzung hatte und es dann der König war der das Ende fand konnte sich der Hauptmann immer noch nicht erklären. Doch dass anschließende Spektakel mit dem Gefühlsausbruch der Prinzessin tippte der Hauptmann auf Magie, welches auch der Prinz vermutete. "Das Schicksal meinte es wohl nicht gut mit uns Menschen" sprach der Hauptmann und nahm noch einen Schluck von dem süßlichen Gebräu. Crim blickte ihn fragenden an. "Unsere Geschichte ist nicht von Edelmut und Schönheit geprägt, doch unser König tat alles in seiner Macht stehende um die Schandflecken des Jahrhunderts zu bereinigen. Mit der Prinzessin als zukünftige Königin an seiner Seite hätten wir sogar noch viel mehr erreichen können. Doch nun steht die Prinzessin alleine dar um diese Taten umsetzten zu können."
"Wieso alleine?" fragte die Leibwächterin den Hauptmann mit der Andeutung auf den Prinzen. Krüber blickte sie leicht irritiert an und fügte hinzu "Kaja und Isenhorn sind zwar Geschwister, doch einen krasseren Unterschied zu diesen Beiden gibt es wohl nicht. Klar würde der Prinz seine Hände für seine Schwester ins Feuer legen daran ist nichts auszusetzen, doch seine Taten wiedersprechen so einigen Absichten die unser König und Kaja teilten. Hoffen wir einfach nur das beste." beendete Krüber so schnell wie möglich das Thema. Als königliche Garde ist es zwar seine Pflicht die Königsfamilie zu beschützen und ihnen zu dienen, doch das galt als der König noch lebte. Kaja könnte dies ändern und vor allem wäre der Prinz der Erste der dafür zustimmen würde, denn er bräuchte keine Leibgarden mehr, immerhin hatte er ja seine eigenen Männer. Krüber leerten den Becher in einem Zug und stellte ihn wieder auf dem Tisch ab. Anschließend machte er sich bereit wieder aufzubrechen und nahm seinen Helm in die Hand. "Dieses Gebräu ist einfach nichts für mich" sagte er "manchmal bringt es mich zu viel zum Nachdenken anstatt zu handeln. Und dann kommt sogar zwischen durch wirres Zeug hinaus was ich selbst gar nicht mehr verstehe" versuchte er mit einem müden Lächeln das Thema vergessen zu wollen. Mit einer leichten Verbeugung bedankte er sich bei Crim für das Getränk sowie für die Unterhaltung. "Ich sollte jetzt gehen, morgen fängt der Tag sehr früh an und wir haben noch viel zu tun. Und hoffen wir das unsere Königin eine Königin wird wie wir es uns wünschen" sagte er und setze einen Schritt auf die Tür zu.

Auren
29.05.2016, 22:00
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„Mögen bessere Zeiten auf uns zu kommen.“ Antwortete Crim darauf. „Gute Nacht Krüber.“ Damit trat der Hauptmann aus dem Zimmer heraus.
Jetzt atmete die Kriegerin kurz durch und trank den Becher leer, welcher auch sofort auf den Tisch abgestellt wurde. „Warum mussten die Beiden mitten in der Nacht auftauchen. Die Kleidung sollte schon seit Nachmittag im Schrank liegen.“ Doch es war ihr gerade egal, ob die Bediensteten ihre Pflicht nach kamen oder nicht. Stattdessen wollte sie nur noch ins Bett.
Doch bevor es soweit war, wollte die Frau noch ein Bad nehmen. Jedoch war kein Wasser in die Wanne eingefüllt worden. „Morgen werde ich mir die zwei zur Brust nehmen.“ Fluchte die Kriegerin vor sich hin. Crim befreite sich nun komplett von ihrer Rüstung, sowie von der Blut durch drängten Kleidung.
Mit dem Wasser aus einer kleinen Schüssel begann sie ihren Körper soweit wie es ging zu reinigen. Zwar fühlte sich Crim immer noch etwas Unbehagen, aber Momentan konnte sie dagegen nichts tun. Schnell zog sie die frische Unterwäsche an. Welche Krüber noch zuvor gesehen hatte und dann ging es auch schon ins Bett. So wie Crim auch lag, fielen ihr schon die Augen zu.

Wie bereits angekündigt fing der Tag wirklich früh an. Eine der weiblichen Bediensteten wies Crim an, sich rasch beim Kartensaal einzufinden. Die Kriegerin war da schon etwas missmutig gestimmt, aber die Anweisungen kamen von der Königin selbst. „Kümmere dich um meine Rüstung und sorge dafür, dass meine Wanne mit heißen Wasser gefüllt wird. Ich möchte heute Abend ein Bad nehmen.“ Die Dienerin sammelte die Rüstungsteile ein und verschwand auch rasch.
Crim stieg aus dem Bett. Und zog sich rasch um. Wie immer ließ sie die Sachen auf den Boden fallen. Zum Vormittag würden diese schon eingesammelt werden. Da sie gerade keine schweren Gegenstände greifen konnte, blieb es nur bei ihrer Dienstuniform, sowie beim Schwert. Schnell setzte sie noch ihre Mütze auf und richtete ihre Haare. „Morgen lasse ich mir mehr Zeit.“ Flüsterte die Kriegerin. Nun machte sie sich auf den Weg zum Kartensaal. Im Palast herrschte schon um diese frühe Zeit ein wildes Treiben. Vor dem Eingang zum Kartensaal traf sie auf Krüber. Darauf musste die Kriegerin ihre Glieder durch strecken. „Guten Morgen Hauptmann Krüber. Wisst ihr zufällig warum wir um diese Uhrzeit uns hier einfinden sollen? Wir haben nicht einmal fünf Stunden ruhe bekommen wenn ich mich nicht irre.“

Rosered_Strauss
30.05.2016, 20:00
http://abload.de/img/fenia27cki8.png- vor Kaja's Erwachen -
Fenia atmete schwer, als sie sich in der Abgeschiedenheit ihres Gemachs an die schwere Zimmertür lehnte. Sie hatte den Giftheiler noch einmal zu sich bestellt, damit er einen ausführlicheren Blick auf das Gift warf, dass Ihr injiziert worden war. Unglücklicherweise konnte er es nicht genauer bestimmen, sondern nur die Wirkung eingrenzen. Und so hatte er Ihr erneut ein Gegengift verabreicht, welches jedoch eine sehr schmerzliche Wirkung hatte. Sie brauchte einige Augenblicke, nachdem der Heiler gegangen war, um ihre Fassade fallen lassen zu können. Sie zog scharf die Luft zwischen den Zähnen ein, als ihre Nerven in Flammen zu stehen schienen. Hiess der Schmerz, dass es wirkte? Das war nicht die herkömmliche Art, wie diese Gifte wirken sollten, oder? In dieser Richtung kreisten Ihre Gedanken umeinander, als sie schliesslich die Kraft aufbrachte, sich zu Ihrem Bett zu schleppen. Sich darauf niederlassend, hatte Sie noch nicht einmal die Muße, ihre Rüstung auszuziehen. Es vergingen einige Stunden, ehe das Feuer in Ihr abebbte und Sie sich langsam erhob. Ihre Glieder schmerzten, ihre Lippen waren trocken und auf Ihrer Zunge lag ein unguter Geschmack; doch das Feuer hatte sich gelegt und die Trägheit, die sie durch das Gift verspürt hatte, hatte sich gelegt. Sie schüttelte den Kopf, wie um eine lästige Mücke zu vertreiben, und richtete sich langsam auf.

Als sie sich zum Fenster begeben hatte, warf sie einen Blick hinaus und war überrascht zu sehen, dass es bereits tiefste Nacht war. Der alte Tag hatte geendet, der Neue hatte begonnen. Und es war keine Zeit, auf der faulen Haut zu liegen. Sie zog sich den abgeworfenen Helm wieder über, schlüpfte in Arm- und Beinschienen und machte sich voll gerüstet auf den Weg zu einem der Inquisitionsstützpunkte. Diese lagen entweder hinter einer Fassade der Normalität verborgen, waren in Form von Festungen vorzufinden oder benötigten einen verborgenen Hinweg, damit man sie erreichen konnte. Allen war jedoch gemein, dass die Öffentlichkeit keinen Einblick in das Geschäft der Inquisition erhaschen konnte. Der Stützpunkt, zu dem sich Fenia nun begab, war unter der Erde gelegen. Es hatte beträchtliche Mühen gekostet, diesen zu errichten - aber es war notwendig gewesen, denn hier wurden die Verhöre durchgeführt; von denen am Besten niemand anderes etwas mitbekam. Vom dortig stationierten Inquisitor brachte sie in Erfahrung, dass die Söldner ihre Spuren verwischt hatten - doch nicht gut genug. Scheinbar waren einige von Ihnen gefangen genommen worden; und der Inquisitor hatte erfahren, dass ein Mitglied des hiesigen niederen Adels dabei geholfen hatte, die Söldner zu versorgen. Fenia gab Order, dass man der Spur nachgehen sollte. In das Haus des Adligen sollte sich 'unauffällig umgesehen' werden, während weitere Informationen über die Söldlinge eingeholt werden sollten. Wieder auf den Straßen der Königsstadt angekommen, lief ihr eine Gruppe von Soldaten in die Arme. Von diesen erfuhr Sie, dass Prinz Isenhorn Sie gebeten hatte, nach Seiner Schwester zu sehen.

- Gegenwart -

Als sie schliesslich vor dem Kartensaal ankam, trug Sie ihren Helm wieder unter dem Arm. Hauptmann Krüber und seine Stellvertreterin Crim befanden sich bereits vor Ort. "Benedictio autem, cum dea." begrüßte Sie die beiden. "Es ist gut, dass Ich Euch als Erste antreffe." Sie deutete eine kurze Verbeugung vor Crim an. "Ich danke Euch für die Hilfe beim Niederschlagen dieser Söldlinge. Ohne Euch wäre diese Tragödie womöglich noch schlimmer geworden. Im Übrigen brennt die Königin vor Tatendrang - Ihr werdet Sie kaum wiedererkennen."

Ironhide
31.05.2016, 03:30
http://abload.de/img/isenhorn2skg8.png
Ihm war klar, das es eine kurze Nacht werden würde, denn er selbst wollte im Morgengrauen geweckt werden. Es würde eine Menge Arbeit auf ihn warten, sollte seine Schwester immer noch etwas neben der Spur sein.Er ließ sich sein Frühstück bringen, vor allem Obst, einen Tee und etwas Brot und Käse, was er aß nachdem er sich etwas frisch gemacht hatte. Im Gegensatz zu gestern, war seine Kleidung heute schlichter. Aber nach den Vorkommnissen gestern war es wohl besser zumindest eine leichte Rüstung anzulegen. Er zwang sich eher widerwillig in Kettenhemd und gehärtetes Leder, welches man aufwendig mit dem Wappen der Familie geprägt hatte. Es war um einiges schmuckloser als die Paraderüstung, dennoch in tadellosem Zustand und von hoher Qualität. Dazu gesellten sich noch Schwertgurt und sein Bogen mitsamt Köcher, die auf seinem Rücken ihren Platzt fanden. Er wollten später wieder in die Stadt, vor allem um sich bei den Inquisitoren umzuhören, was die bisher so erfahren hatten.
Während er aß, betrat ein Bediensteter seinen Raum und bat ihn, sich auf Geheiß der Prinzessin im Kartensaal einzufinden.
„Königin.“, verbesserte Prinz Isenhorn ihn.
„Oh verzeiht, euer Gnaden. Ja, natürlich. Die Königin bittet um eure Anwesenheit.“
„Hat sie gesagt, was sie will?“
„Nein, leider nicht.“
„Wieso überrascht mich das nicht. Danke,. Ihr könnt gehen.“
„Jawohl, eure Hoheit.“
Mit sowas hatte Isenhorn schon gerechnet, wenn nicht heute dann doch morgen oder in den nächsten Tagen. Von daher war er doch etwas überrascht, das seine Schwester scheinbar keine Zeit verliert. Es fehlte ihr wohl also doch nur ein wenig Ruhe, so mutmaßte er.

Er beendet sein Frühstück noch, war er eh so gut wie fertig und erhob sich dann um der bitte seiner Schwester folge zu leisten. Er war das schon von seinem Vater gewohnt, zu irgendwelchen Besprechungen gerufen zu werden, daher war das nun nichts neues für ihn. Man folgte dieser Bitte, womöglich hatte Kaja es auch befohlen, aber das spielte keine Rolle für ihn. Kaum das er seine Räumlichkeiten verlassen hatte, traf er auf den Schatzmeister des Hofes der zugleich den selben Posten im Hause Willenstein inne hatte. Er Verwaltete also das gesamte Gold der Familie und des Königreiches. Lord Winston war ungefähr dreimal so alt wie Isenhorn und hatte seine besten Jahre bereits hinter sich, aber wenn es um Finanzen ging, hatte er stets jede Zahl die man brauchte im Kopf. Und wenn er sie nicht im Kopf hatte, so konnte er sie jederzeit Nachschlagen, denn man traf Lord Winston niemals ohne seine beiden großen Bücher an, in dem jede Münze fein säuberlich aufgelistet war. Eins für den Haushalt der Krone, das andere für den Haushalt der Willensteins
„Lord Winston, gut das ich euch treffe.“
„Mein Prinz.“
„Veranlasst bitte, das weitere 650 Goldmünzen an die Inquisition gehen.“
„Wie immer von eurem privaten Anteil oder sind die Ausgaben dem Königshaus zu belasten?“
„So wie immer. Ach ja, die Königin benötigt sicher eine detaillierte Aufstellung des Haushaltes, eine Übersicht aller Einnahmen und Ausgaben sowie den Reserven der Krone. Sie wird euch sicher sehr bald danach fragen. Stellt das bitte auch für unsere Familie fertig... unter der Berücksichtigung alle neuen Umstände.“
„Natürlich. Wobei ich schon jetzt sagen kann, das die Krone einen kleinen Verlust verkraften wird. Euer Haus jedoch mehr Einnahmen hatte bei weniger Ausgaben.“
Das wunderte Isenhorn dann schon, denn eigentlich hatte er damit gerechnet, das es genau umgekehrt sein würde.
„Über dies, kommt die Erbschaft eures Vaters dazu. Mein aufrichtiges Beileid an dieser Stelle.“
„Danke.“ Daran hatte Isenhorn noch gar nicht gedacht. Das seine Familie sehr viel Geld hatte, war kein Geheimnis, immerhin gehörten sie zu den reichsten Familien im Land. Aber das meiste Geld hatte seid jeher seinem Vater gehört, was nun zu gleichen Teilen zwischen Kaja und ihm aufgeteilt werden würde.
„Wir sprechen später darüber, Lord Winston.“, brach Isenhorn nun das Gespräch ab, da er vor den offenen Türen des Kartensaals angekommen war. Der Schatzmeister verbeugte sich leicht und schlürfte mit seinem Buch davon. Erst dann betrat er den Saal. Fenia, Krüber und Crim waren schon anwesend. Crim und Hauptmann Krüber begrüßten ihn wie üblich standesgemäß, Fenia dagegen etwas weniger 'Euphorisch'. „Hauptmann.“, begrüßte Isenhorn ihn ebenso, dann wandte er sich Fenia zu.
Mit ihr würde er im Anschluss noch sprechen wollen, vor allem wegen der Überstellung der Gefangene, bezweifelter doch, das die Soldaten im Palast mit ihr klar kommen würden. Zudem gab es so einiges zu bereden und beide würden heute auch im Rat der Inquisition noch einen Auftritt haben. „Ehrwürden.“, begrüßte er Fenia, „Ihr seht besser aus. Freut mich, das ihr euch etwas erholt habt. Wir haben eine Menge Arbeit vor uns, wie ihr sicher ahnen könnt.“

Constantine
31.05.2016, 13:39
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Nachdem sich jeder im Kartensaal einfand, öffneten sich die großen Türen zum Nebenraum. Königin Kaja betrat in langsamen Schritten den Saal. Dabei hallten ihre Schuhe über den in fein säuberlich, polierten marmorierten Fußboden. Den ausdruckslosen Blick stets nach vorne gerichtet. Das Getuschel wurde leicht unruhiger doch zu Prinz Isenhorn's Überraschung war es nicht sein Verdienst, dass es zur Ruhe kam. Königin Kaja stemmte das goldene Zepter kurz auf den Boden wodurch es sofort zur Stille kam. Ihre Augen glitten über jeden einzelnen Kopf. Ihr Gesicht wirkte so kalt, wie Eis. Völlig losgelöst von jeglichen Emotionen. "Ich Danke euch für euer aller kommen". Sie setzte mehrere Schritte nach vorne. Der Adel wich einige Schritte zurück. "Unser Vater, nein unser aller König ist heute Nacht verstorben". Wieder ruhte ihr Blick durch die Reihen der Anwesenden. Königin Kaja testete das Verhalten der Leute aus. "Ich selbst habe unseren König vor meinen Augen in seinen letzten Momenten erlebt, er wirkte friedlich". "Doch alles andere, als friedlich werde ich den Schuldigen finden lassen". Kaja streckte ihre linke Hand nach vorne aus und ballte diese zur Faust. "Ich werde unser Land wieder zu früherer Stärke führen". "Zu lange haben wir unser Leben in Unschuld geführt, haben in Saus und Braus gelebt und dabei das wichtigste außer Acht gelassen". "Ihr alle, wie ihr hier zu meinen Füßen steht, habt über eure Verhältnisse gelebt". "Genauso wie meine Familie und ich". Der Adel wirkte schockiert, waren sie sich doch keinerlei Schuld bewusst. Kaja schritt erneut nach vorne, um sie bildete sich derweil ein Ring aus Personen. Kaja sprach weiter. In ihrer Stimme lag ein autoritärer Ton, den man dem jungen Mädchen überhaupt nicht zugetraut hätte. Sicher- Kaja war bekannt dafür für ihre emotionalen Reden, dass die Leute förmlich an ihren Lippen hingen- doch das hier war etwas vollkommen anderes. "Ich werde die Bevölkerung informieren, was geschehen ist". "Und eine Sache noch", alle Blicke waren stets auf Kaja gerichtet. "Die Kirche wird von nun an dem Königshaus unterstellt". "Prinz Isenhorn", alle Anwesenden richteten ihre Augen nun auf den Prinzen, dann auf Königin Kaja. "Lasst den Schatzmeister bringen, ich möchte wissen wie es um unsere Finanzen steht und bitte sorgt dafür, dass unsere Steuern für den Mittelstand gesenkt und für den Adel eingeführt wird". "Das war alles ihr dürft euch entfernen". Völlig geschockt über diese Rede verließ der Adel langsam den Kartensaal. Einzig Prinz Isenhorn blieb mit Krüber, Crim und Fenia im Raum stehen. "Ist noch etwas, mein Prinz?", fragte Kaja in ungewohnt eisigem Ton.

Ironhide
31.05.2016, 14:11
http://abload.de/img/isenhorn2skg8.png
„Du machst Nägel mit Köpfen, aber ich hatte schon schlimmeres Befürchtet.“ Ihm selbst kam es sogar gelegen, das die Kirche dem Königshaus unterstellt wäre, denn das bedeutet er hätte noch mehr macht innerhalb der Inquisition. Andersrum wusste er nur zu gut, das die Priester das anders sehen würden und einen Aufstand der geistlichen wäre sowas wie ein Todesstoß für das Reich. Daher zweifelte er ein wenig daran, ob seine Schwester das ernst meinte. Den Adel zur Kasse zu bitte, sollte ihm recht sein. Das komische an der Sache war, selbst wenn das Haus Willenstein mehr Steuern zahlen müsste, so wäre das nur eine Umstrukturierung der Geldmittel für ihn. Andersrum wusste er – wie auch Kaja – das die Krone Schulden hatte, nicht unbedingt soviel das es sie in den Ruine treiben würde, aber genug um damit zu kämpfen. Lustigerweise hatten sie die größten Schulden bei sich selbst, da sein Vater stets die Haushälter getrennt hatte, aber alles Gold was er aus seiner Tasche nahm, penibel in den Büchern des Hofes aufgeführt und als Schulden hatte verbuchen lassen. Der restliche Adel würde es sich bei seinen Untertanten wieder zurückholen, höchstwahrscheinlich.
„Der Schatzmeister weiß bereits um seine Aufgabe und wird sich in kürze bei euch einfinden, Schwester.“, sagte er ruhig. Kaja benahm sich anders, viel ernster und reifer, oder aber es war noch immer der Schock über das Ableben von dem König. Er hatte zwar damit gerechnet, das Kaja eine größere Rede halten würde, aber die blieb aus. Das wunderte ihn schon, aber es erleichterte ihn ebenso, denn oftmals wurde ihm dabei langweilig.
„Du solltest dir das mit der Kirche aber nochmal überlegen, das könnte folgen haben, die dir nicht gefallen. Ich bezweifle, das die Kirche sich das gefallen lassen wird. Rede erst mal mit den Kirchenoberhäuptern, bevor du so einen drastischen Schritt unternimmst.“

Constantine
31.05.2016, 14:40
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Kaja blieb auf ihrer Position stehen. "Ich danke euch für euren Rat, Prinz Isenhorn". "Sie werden schon zu mir kommen, wenn ihnen etwas nicht passt". Nun richtete sich ihr Blick fest auf die Augen ihres Bruders. "Für die Kirche ändert sich nichts, die Oberhäupter müssen nur mich fragen, wenn irgendwelche Investitionen geführt werden". "Wir alle dürfen nicht vergessen, wem wir unseren Wohlstand zu verdanken haben". "Es ist das Volk, dass uns seither ein so luxuriöses Leben schenkte, der Handel, der uns prachtvolle Willen bescherte". "Ich werde dem Volk das zurückgeben, was wir genommen haben". "Und im übrigen teile ich Vaters Auffassung". "Keine Gewalt gegenüber Menschenleben". "Und was eure Position im Militär angeht, werdet ihr ab sofort mit der Stellvertreterin des Hauptmannes zusammenarbeiten". "Fenia wird meine persönliche Leibwache werden, Hauptmann Krüber euer Vorgesetzter". "Alles was über das Militär zu laufen geht, geht an erster Linie an mich". "Aber Schwester, dass ist...". "Das ist alles Prinz Isenhorn", Kaja stand ihrem Bruder nun direkt gegenüber, obwohl die Königin etwas kleiner war als er, wirkte sie um einige an Größe gewachsen.

Auren
31.05.2016, 16:21
http://fs5.directupload.net/images/160513/do8hdg6n.jpg

Fenia kam zu dem zweier Gespann hinzu und begrüßte die Beiden auf ihre Weise. Danach bedankte sich die Hochinquisitorin bei der Kriegerin.
„Euch im Kampf beizustehen war mir eine Ehre. Dennoch hatte der Feind Erfolg bei dem Angriff. Wir waren anscheinend zu nachlässig.“
Die Drei wechselten noch ein paar Worte. Währenddessen betrat der Adel, sowie auch Prinz Isenhorn den Kartensaal. Dann kam Kaja´s Auftritt und überraschte alle Anwesenden mit ihrer Rede? Jeder im Saal bemerkte sofort, dass die Königin nun eine andere Person war. Irgendwas muss eine Veränderung bei ihr hervor gerufen haben.
Ihre Forderungen dem Adel und der Kirche würde vielleicht ein bitteres Nachspiel haben. Doch noch war es zu früh um darüber zu diskutieren. Stattdessen hörte die Kriegerin einfach weiter zu.
Prinz Isenhorn jedoch sprach seine Gedanken laut aus.
Dafür wurde er hart bestraft. Sein Titel war im Grunde nun nutzlos?
Er wurde nun mit Crim gleich gestellt. Ihr Vorgesetzter verlor auch seine Position als Leibwächter. Vermutlich wurde er für sein Versagen bestraft. Fenia durfte nun seinen Platz einnehmen. Womöglich eine sehr gute Wahl. Immerhin gab es für Krüber auch gewissen Tabu Bereiche die er nicht betreten durfte.
Die Diskussion zwischen den Prinzen und der Königin wurde auch rasch beendet ohne das Prinz Isenhorn die Möglichkeit hatte seine Gründe zu äußern. Vermutlich war nun sie und ihr Vorgesetzter dran, neue Befehle zu erhalten.

Rosered_Strauss
31.05.2016, 16:25
http://abload.de/img/fenia27cki8.pngFenia lauschte den Ausführungen der frisch gebackenen Königin mit neutralem Gesichtsausdruck und großer Skepsis. Die Reformen, die Kaja anstrebte, waren Ihr im Prinzip einerlei - wenn Sie meinte, dass es für die Innenpolitik des Landes das Beste wäre, sollte Sie sie ruhig durchsetzen. Doch die Methode, mit der Sie sie scheinbar durchprügeln wollte, war gänzlich anders, als Sie es erwartet hätte. Gänzlich anders, als es sein sollte. Zwar war sie keine Politikerin, doch Sie wusste, dass Sie diese Reformen ebenso durchgeprügelt hätte. Und das war nicht das Zeichen eines umsichtigen, diplomatisch begabten Herrschers. Aber Sie war die Königin... zumindest noch. Die nächste Zeit würde zeigen, ob sie es bleiben würde - denn bei der Art von Gebahren, dass die Königin im Moment an den Tag legte, würden sich etliche Machthaber im Reich gegen Sie wenden. Und noch nicht einmal Sie würde Sie dagegen beschützen können. Als Sie Ihren Bruder abkanzelte und Sie selbst als Ihre Leibwächterin einberief, konnte Sie nicht mehr guten Gewissens zuhören.

"Eure Majestät, auf ein Wort. Da Ihr mich als Eure Leibwächterin wünscht, fühle ich mich verpflichtet, Euch offen mitzuteilen, dass Ihr Euch gerade in arge Schwierigkeiten bringt." meinte die Walküre in einem sachlichen Tonfall. "Erst einmal birgt Eure Entscheidung Widersprüche. Ihr beruft Euch darauf, den Willen Eures Vaters ausführen zu wollen; gerade in Hinblick auf die Ausübung von Gewalt gegenüber Menschen. Im gleichen Atemzug jedoch bringt Ihr den Adel und das Volk selbst an den Rand einer Rebellion und provoziert somit große Aufstände, wie Sie dieses Land noch nie gesehen hat. Bislang gab es eine Gewaltenteilung in diesem Land - Euer Vater hatte die Macht aufgeteilt. Ihr jedoch beansprucht alles für Euch, selbst die Autorität des Klerus. Die Herrscher, die dies' vollbrachten, nennt man gemeinhin 'Tyrann'. Und in unserer Geschichte wurde bislang noch gegen jeden Tyrannen rebelliert. Dem Volk werdet Ihr unheimlich werden; denn obgleich Ihr Ihre Steuern gesenkt habt, habt Ihr dies nur für den Mittelstand getan; während die Unterschicht keinerlei Erleichterung erhalten hat. Die Verwalter - der Adel - wurden mit einem Schlag Ihrer 'wohl verdienten Privilegien' beraubt, und da dies auf einen Schlag geschehen ist, werden Sie sich darauf konzentrieren, Ihren Einfluss zu erhalten, statt Eurem Willen Folge zu leisten."

Sie erhob sich aus Ihrer sitzenden Position, legte Ihren Helm auf dem Tisch ab und faltete die Hände vor der Brust. "Schliesslich strebt Ihr die Vereinigung von kirchlicher und weltlicher Autorität an. Doch wenn Ihr selbst beansprucht, über die kirchliche Obrigkeit zu befehligen; nehmt Ihr die Stelle Gaias ein, selbst wenn dies nicht Euer Wille war oder Ihr dies nicht explizit gesagt habt. Über den Kirchenoberen steht nur Sie; während sie mit den weltlichen Herscherrn - Eurer Familie - kooperieren und koexistieren, was zu dem Besten Aller war. Daher hat auch Prinz Isenhorn in der Inquisition keine offizielle Position, wenngleich seinem Rat Folge geleitet wird. Aber ich will zum Ende kommen: Ich rate Euch nicht; von Euren Vorhaben nach ständeübergreifender Gerechtigkeit abzulassen. Doch der Weg, den Ihr einschlagt, um dieses Ziel zu erreichen, wird auf mehr Widerstand stoßen, als gut sein kann. Ich würde hunderte wie Vieh abschlachten, um die Ordnung und Sicherheit zu wahren - aber ich hätte nicht gedacht, dass Ihr mich durch Eure Wünsche in die Lage versetzt, dies tun zu müssen."

Constantine
31.05.2016, 23:24
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Königin Kaja konnte die unterdrückende Wut ihres Bruders förmlich spüren. Ja fast greifen. Doch sie hielt seinem Blick nicht nur stand, sondern wirkte sogar noch autoritärer. Geduldig den Worten der Walküre lauschend, ließ sie Fenia ausreden. Es war ihr klar, das ihr Vorhaben auf gehörigen Widerstand stößt. Doch nicht von ihrer eigenen Familie. "Kennt ihr die Legende um Mutter Gaja, euer Gnaden?". "Eure Hoheit?", war Fenia‘s Erwiderung. "Es Mutter Gaja die einst unsere Welt vereinte zusammen mit ihren heiligen Drachen, die sie beschützten". Langsam ließ Kaja von ihrem Bruder ab und stand nun der Walküre gegenüber. Und obwohl die Walküre um einiges muskulöser, körperlich weit überlegen war, wirkte diese in Gegenwart der Königin klein. "Feuer, Wasser, Erde, Sturm, Donner und Eis". "Diese Elemente vereint, beschützten die heilige Mutter vor jeglichem Unglück". "Doch eines Tages verschwand die heilige Mutter". "Mit ihr die heiligen Drachen, Krieg brach aus, die Menschen beanspruchten den Besitz unserer Welt für sich".

"Zusammen mit den Dämonen hätten wir es fast geschafft, dass ganze Land zu überrollen". "Woher ich das weiß?". Ihr Blick war auf jeden der Anwesenden gerichtet. "Ich habe es gesehen, ich war dabei, aus dem Himmel stieg das Feuer, aus der Asche regnete das Blut über uns". "Ich bin weder ein Tyrann noch will ich das unser Volk weiter leiden muss". "Ich bin die Königin, die das Land braucht aber nicht die, die es vielleicht verdient hat". "Ich vereinige das Königshaus und die Kirche nicht um mich selbst zu bereichern, sondern um es dem Volk zurück zu geben". "Nicht nur der Mittelstand wird davon profitieren, liebste Gefährtin". Kaja strich mit ihrer Hand über die Wange der Walküre. "Natürlich wird es dem Adel nicht gefallen, werden die geistlichen rebellieren doch am schlimmsten ist die Nacht in der Dämmerung". "Und glaubt mir, die Dämmerung bricht an". "Doch vielleicht ist ein Tyrann genau das, was es braucht, wenn dieser Tyrann sein Volk mit Liebe und Respekt behandelt, wenn alle gleichgestellt sind es keinen Unterschied mehr zwischen arm und reich gibt, alle ihren Platz in der Welt haben, und man den Menschen zuhört, werde ich das Laster auf mich nehmen". Kaja schritt nun zu Krüber und Crim legte ihnen ihre Hand an ihre Wangen. "Krüber ihr wart stets ein loyaler Freund der Familie".

"Es tut mir leid, dass ich euch in diese Lage bringe". "Doch glaubt mir, wenn ich euch sage ich habe nur euer Bestes im Sinn". "Ihr habt meinem Vater stets gedient doch jetzt, wo er verstorben ist, müsst ihr nicht länger in dieser Schuld stehen". "Es obliegt an euch, wem ihr folgt". Nun richtete Kaja ihren Blick auf Crim. "Und ihr, ihr die ihr euer Leben schon so einiges durchmachen musstet". "Euch biete ich das selbige Angebot an, entscheidet selbst, wem ihr folgt". Nun wandte sich die Königin an alle im Kartensaal anwesenden. "Sollten meine Entscheidungen mich mein Leben kosten, so sei es". "Es ist mein Schicksal, dass ich zu erfüllen gedenke". "Ich hoffe ihr könnt mir eines Tages diesen selbstsüchtigen Gedanken vergeben" . "Mein Bruder", Prinz Isenhorn blickte seiner Schwester stur in ihre eisigen Augen. "Denk nicht schlecht von mir, ich will auch nur das Beste für dich". "Vater hatte Recht". "Gewalt kann niemals die Lösung sein".

Gosti
31.05.2016, 23:36
http://abload.de/img/kikennatakingkvw.pngDie Nacht verbrachte Kiken´na sitzend an einem Baum lehnend. Es war zwar nicht gemütlich, aber es gab definitiv schlimmeres. Da die Stadtwache nur ein paar Meter weiter stand, und man ihr wohl hoffentlich trauen konnte, riskierte der Fischmensch sogar die Augen zuzumachen und etwas zu schlafen bis der Morgen anbricht.
Die Morgensonne und irgendwelche Vögel die am Morgen immer laut zu schreien schienen, in den Döfern bemerkte Kiken´na diese Art auch schon, hatte aber keine Ahnung wieso sie überall bei den Menschen vertreten waren, halfen dabei gerade rechtzeitig Wach zu werden und mitzubekommen wie offenbar wieder ein Wachwechsel anstand. Einer der Torwachen war sogar der Selbe der letzten Nachmittag den Eintritt verweigert hatte, somit wusste er ja schon wieso Kiken´na direkt auf ihn losmarschierte als der Wachwechsel vollzogen wurde. „Du hast Glück, Fisch. Beim Morgenrapport wurde verkündet dass die Sperre wieder aufgehoben wurde, allerdings ist die Situation noch etwas angespannt, weshalb alle Fremde, vor allem Bewaffnete, zuerst bei der Wache vorbei schauen müssen um kontrolliert und registriert zu werden.“ In Anbetracht der Situation dass es ja scheinbar am Vortag zu einem so schwerwiegendem Zwischenfall kam dass sie die gesamte Stadt abriegelten, war das nur zu verständlich, und Kiken´na hatte auch kein Problem damit dieser Anweisung nachzukommen, doch auf die Frage was eigentlich genau geschehen war gab es nach wie vor keine Antwort…

In Begleitung eines Wachmannes ging es direkt zur Hauptwache. Man bat den Krieger seine Waffen und Rüstung abzulegen, doch das war etwas was Kiken´na nur sehr ungern tat, beziehungsweise im Falle der Rüstung sogar verweigerte, da es sich hierbei nicht nur um einen einfachen Schutz handelte, und diese Rüstung auch die einzige Oberbekleidung darstellte. Man versicherte dass man die Waffen nach der Kontrolle wieder zurückerhalten würde, und was die Rüstung angeht könne man wohl ein Auge zudrücken. Im weiteren Schritt mussten ein paar Formulare ausgefüllt, und Fragen beantwortet werden, in erster Linie wer man war, wo man herkommt, wie lange man vor hat hier zu bleiben, wieso man hier ist, und so weiter. Zum Glück musste Kiken´na die Formulare nicht selbst ausfüllen, denn auch wenn sie in ihrer Heimat durchaus gebildet war, die menschliche Schrift konnte sie weder schreiben noch lesen, und das traf eigentlich auf alle Oberflächen-Schriften zu… Die Fragen wurde allerdings alle aufrichtig beantwortet, auch dass der Grund des Aufenthaltes die Suche nach Arbeit war, welche zwei gekonnte Schwertarme gebrauchen würde.
Man sah den Mann an dass ihm wohl nicht ganz wohl dabei war dass jemand mit solch einem Grund in die Stadt kam, aber es gab soweit keinen Grund den Fischmenschen abzuweisen, zumindest solange es zu keinen Zwischenfälle mit dem Gesetz käme, und das wurde mehr als nur einmal verdeutlicht. Als alles abgeschlossen war erhielt Kiken´na Taki wie versprochen die Schwerter wieder und konnte endlich die Stadt betreten.
Der heutige Tag würde wohl damit verbracht werden sich hier erstmals zurecht zu finden, eine Unterkunft finden, eine Taverne die Steckbriefe aushängt (was sie wohl hoffentlich in der Stadt hatten), und am Markt etwas anständiges zum Essen besorgen. Die letzten Tag lebte Kiken´na hauptsächlich von Obst und Gemüse vom Land, aber hier in der Stadt sollte es einen Fischmarkt geben, und auch wenn der Fischmensch keine einzige Münze des Geldes hatte mit welchem die Menschen handelten, so würden die Menschen sicher Interesse an ein paar der Edelsteine haben, die dieser Krieger von seiner Heimat mitgebracht hatte

Ironhide
01.06.2016, 03:18
http://abload.de/img/isenhorn2skg8.png
Isenhorn hatte Mühe und Not, seine Fassung nicht zu verlieren, und sie nicht wegen Hochverrat unter Arrest stellen zu lassen. Noch hatte niemand außer denen hier im Raum gehört, was für wahnwitzige Pläne sie hatte, noch war es also nicht zu spät. Dennoch brodelte es in Isenhonr, sein Zorn wuchs mit jedem Wort was seine Schwester von sich gab. Schlussendlich platze ihm dann doch der Kragen.
„Du dummes, kleines Kind. Merkst du eigentlich, was du da von dir gibst? Du Behandelst Fenia wie ein kleines Mädchen die deine Leibeigene ist? Entziehst Krüber seine Lebensaufgabe und glaubst wirklich das die Kirchenoberhäupter wie Bauern gekrochen kommen wenn sie irgendwas brauchen? Glaubst du, das selbst der niedere Adel sich das gefallen lassen wird? Oh Schwester, so was dämliches hab ich niemals von dir erwartet. Geh nur an das Geld des Adels, und du hast nächste Woche ein Heer vor den Stadttore stehen, das sicher Eintausend Mann stark sein wird. Die Kirche wird dir nicht helfen, denn du willst ihnen die Macht UND ihr Gesicht nehmen. Sei froh das sie deine Worte die du eben Fenia ins Gesicht geschleudert hast, nicht gehört haben, man würde dich als Ketzerin brandmarken und dich jagen!
Du redest Dummes Zeug, ein jeder Mensch, ein jedes KIND weiß, was Mutter Gaia war, wie sie die Welt regierte mit den Drachen. Du redest so als wärst du sie selbst. 'Ich hab es gesehen'. Nachlesen kann man das in jedem Geschichtsbuch! Hast du nichts gelernt? Gar nichts? Wie weit denkst du? Nur an die nächste halbe Stunde?“
Isenhorn ignorierte jetzt alles,w as um ihn rum geschah, blickte seine Schwester fest in die Augen und als sie das Wort erheben wollte, wohl um sich das nicht länger an zu hören, schnitt er ihr das Wort auch schon ab. „Wie dumm bist du? Hast du jemals daran gedacht, was du anrichtest? Niemand wird das was du vorhast einfach so hinnehmen, nicht mit solchen absoluten Schwachsinnigkeiten. Du hetzt nur alles und jeden gegen dich auf!! Das Parlament spielt da gar nicht mit, oder wie stellst du dir das vor? Das es jegliche Macht einfach an dich abtritt? Oh ja, du bist nun das Oberhaupt des Reiches, aber nicht umsonst haben wir ein Parlament. Es ist nicht dazu da, damit du schalten und walten kannst wie es dir gefällt! Was denkst du dir eigentlich? Mit dem Finger schnippen und alles tanzt nach deiner Pfeife und glaubst du ernsthaft, ein paar Reden und dann ist alles vergessen? Dir wird keiner mehr zuhören und am ende der Woche landest du im dunkelsten Verlies das man für dich finden wird.“

Über dem Palast bildeten sich plötzlich Wolken, dunkle Wolken und in ihnen brodelte es. Kleine Blitze zuckten durch das Wolkenmeer, gefolgt von dumpfen Grollen. Im Palast bekam das niemand mit, aber je mehr sich Isenhorn in Rage redete, desto mehr schwollen die Wolken an und desto lauter wurde es, bis der erste Blitz sich an einer Eisenspitze auf einem der Dächer entlud.
„Hast du überhaupt daran gedacht, was das Außenpolitisch bedeutet? Was glaubst du, machen die anderen Völker mit uns? Was werden sie wohl sehen?!
Eine junge Königen, die gerade mal 5 Minuten das Zepter in der Hand hält ist, die sich sämtliche Macht einverleibt, ihren Bruder denunziert und das obwohl ihr Vater noch warm ist? Wie Naiv bist du eigentlich? Was glaubst du, werden die sich zusammenreimen? Wie sieht das wohl aus? Na, fällst dir ein? Ja richtig, sie werden denken das DU dich Vater entledigt hast, um selbst an die Macht zu kommen. Und da wirst du dann nicht mehr rausreden können, denn Beweise erst mal das Gegenteil und das, liebe Schwester, kannst du nicht! Meinst du, die wissen nicht mehr was wir ihnen angetan haben?? Die Elfen werden ein Heer aufstellen, mit Sicherheit werden sich ihnen die Zentauren anschließen, vergiss nicht, es sind genug Elfen als Schmiede in der Stadt! Die Walküren werden sicher nicht zusehen, wie sich eine einzige Person alle Macht einverleibt, die Minotauren sind eh nicht gut auf uns zu sprechen und von den Aquarianern und Harpyien will ich erst gar nicht Anfangen. Gott wie dumm du bist, die werden hier binnen eines Monates auftauchen, mit einem Heer was vier oder fünf mal so groß ist, wie es Menschen auf diesem Kontinent gibt! Du bist drauf und Dran, die Menschheit auszulöschen!! Und niemand wird diesen Heer aufhalten können, bis sie DICH haben!! Und was dann noch übrig ist, werden die Orks, Trolle und die Dämonen in der Luft zerfetzten!“ Ob die Dämonen überhaupt davon etwas mitbekamen, war erst mal nebensächlich. Aber da wo es Krieg gab, waren sie in der Regel eh nicht weit. Und es gab sie, das war immerhin belegt.

„Ich lasse das nicht zu! Ich werde nicht zusehen, wie du das, was Vater aufgebaut hast, niederreißt und mit Füssen trittst, dass das was wir erreicht haben, mit deinen dämlichen Vorschlägen zu Grunde geht. Ich lasse nicht zu, das du die Menschheit vernichtest!“
Isenhorn musste sich wirklich zusammen reißen, holte daher erst mal tief Luft und beruhigte sich langsam wieder. Im Gleichen Maße beruhigte sich auch das Wetter draußen und fand schnell wieder zur Normalität zurück. Drinnen hatte das niemand mitbekommen, aber in der Stadt war das nicht zu übersehen und mit Sicherheit würde man das schnell für ein Zeichen halten. Für kein gutes Zeichen.
„Ich wäre sogar bereit, dir zu helfen, aber nicht auf diesem Weg, denke darüber nach, besonders über Fenia, ob du das wirklich willst. Die Kirche wird dir das nie verzeihen, wenn du ihr die Heilige nehmen willst. Zumal du es ihr nicht befehlen kannst, höchstens bitten Sie untersteht nicht der Krone, das hat sie nie. Nicht mal ich kann ihr was Befehlen, auch wenn einige das glauben. Auch ohne die Inquisition ist die Kirche mächteig, denn der Glaube ist stark und wenn du dir die Kirche und somit den Glauben zum Feind machen willst, wirst du das bitter bereuen. Ich gebe dir bis heute Abend Zeit, Schwester, ansonsten wirst du die Konsequenzen tragen müssen, ohne mich an deiner Seite.“
Damit endete er, drehte sich um und schritt davon. Ihm war es nun egal ob seine Schwester noch was zu sagen hatte, Er hatte gesagt was es zu sagen gab und wenn sie nun nicht dringend ihre Art der Politik änderte, hatte sie ihre Regentschaft schneller verwirkt, als sie würde gucken können. Und er würde sie nicht davor beschützen können, obwohl er es mit Sicherheit versuchen würde. Er hatte Tränen in den Augen, denn er liebte sie und verstand daher nicht, das sie drauf und dran war, ihr eigenes Todesurteil zu unterschreiben. Aber er beherrschte sich, würde ums Verrecken nicht seinen Gefühlen freien lauf lassen. Nicht hier, nicht jetzt. Niemals. Sie hatte ihn praktisch bloß gestellt, an die Wand genagelt und ihm blieb keine andere Wahl. Sie war zwar nur die Königin, aber ihr Pläne würde sie mit Sicherheit bitter bezahlen. Dabei wäre er sogar bereit – ja sogar dafür, was sie sich dachte, aber der Weg den sie einschlug, würde ihr aller Untergang sein. Krieg wurde schon wegen weniger geführt, doch nach außen hin würde man nur das sehen, was er gesagt hatte. Doch dann bleib er stehen, nur wenige Schritte hinter der offenen Tür. „Ach ja, und das Volk wird dich nicht lieben, wenn du ihnen Krieg bringst und das tust du gerade. Hör auf uns alle, ansonsten wird das ein sehr böses Ende haben, und das nur weil du deine Änderungen durchdrücken willst, ohne zu kapieren, das man alle... ALLE deine Ziele auch anders erreichen kann, und ich rede nicht mal von irgendwelcher Gewalt. Nur da ähnelst du Vater, ihr glaubt tatsächlich ich können nur mit dem Schwert und Bogen umgehen. Gehe diesen Weg nicht, Schwester, denn dann erreichst du nur das, wovon ihr alle glaubt, das ich es euch gebracht hätte. Krieg.“ Dann ging er weiter und verschwand.

Constantine
01.06.2016, 12:32
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Königin Kaja hörte ihrem Bruder geduldig zu. Es war offensichtlich nicht nur der Zorn, der sich in den letzten Sekunden ihrer Rede angesammelt hatte, sondern in den letzten Tagen,Monaten ja sogar mehreren Zyklen? Natürlich war es der jungen Königin klar, wie das ganze Vorhaben wirken musste. Doch sie war fest von ihrem Glauben überzeugt, dass richtige zu tun. Sie würde sogar noch einen Schritt weiter gehen. Nicht nur die Krone und die Kirche würde sie vereinen, sie würde die ganzen Lande vereinen. Kaja atmete nach der Rede ihres Bruders erst einmal tief durch. Doch vergoss sie keine Tränen. Als erstes musste die Königin Vorbereitungen treffen lassen für die Krönungsfeier sowie die Verabschiedung ihres Vaters. "Ich verstehe nun warum du unseren Bruder nicht den Thron geben wolltest", sprachen ihre Gedanken. Selbst, wenn sie am Ende völlig allein stehen würde, wusste sie, dass ihr Glaube an Mutter Gaja der Richtige war und nicht der Glaube, den die Kirche verbreitet. Ihr Bruder hatte ihr eine Frist auferlegt, bis zum Sonnenuntergang hatte Kaja Zeit um ihre Gedanken zu ordnen. Ihr Blick richtete sich nun an Krüber, Crim und Fenia. "Es obliegt nun an euch, wie ihr euch entscheidet". "Ich werde den Rest des Tages im Rosengarten verweilen, um in Ruhe meine Gedanken zu ordnen". "Ich warte bis zum Sonnenuntergang auf euch". Königin Kaja wartete noch ab, ob jemand der Anwesenden etwas zu sagen hatte, bevor sie sich aufmachte, zu gehen.

Kinggek
01.06.2016, 18:35
http://fs5.directupload.net/images/160510/b4dbl5md.png

Ein kalter Schauer lief dem Hauptmann rücken hinunter als Kaja den Saal betrat und ihre Rede hielt. Das Blut in seinen Adern erfror als die kühle Stimme der Königin durch den Saal halte. Das was die Königin von sich gab erschütterte jeden der Anwesend. Die Lage eskalierte noch zusätzlich nachdem die Adligen den Raum verließen und ein fast schon bizarrer Streit zwischen den Königskindern entbrannte. Wie aus dem nichts wurde seine eigene Position die er nun schon seit mehrere Zyklen besaß von der Hochinqisitorin übernommen. Er konnte mit seiner neuen Position die ihm zugeteilt wurde zwar nicht unzufrieden sein, immerhin hatte nun die Macht über hunderte Männer im Reich die dem Reich dienten. Als Schmuckstück verdonnerte die Königin den Prinzen sogar einen Rang unter ihn. Isenhorn machte seinem Ärger Luft und zögerte nicht seiner Schwester gleich die Leviten vorzulesen. Ebenso erging es Fenia die nicht mit der Art und Weiße der Königin einverstanden war, wie sie die Sachen anging oder noch vorhatte anzugehen. An mehreren Punkten stimmte Krüber für die beiden blieb dennoch weiterhin ruhig im Hintergrund. Als sich Kaja ihm näherte und ihn auch von ihrer Absicht überzeugen wollte, oder sogar sich fast schon für ihre Entscheidung schon entschuldigte wurde dem Hauptmann klar das er sich nun entscheiden musste.

Ein leichter Windstoß wehte durch den Saal, welcher niemanden zu stören schien außer den Hauptmann selbst. Ein weiterer Windstoß versetzte den Hauptmann in Bewegung. Seine Rüstung klapperte als er sich langsam auf das streitende Geschwisterpaar zubewegte. Jedes Wort welches aus dem Mund des Prinzen herauskam, war überraschender Weiße nachvollziehbar und auch er teilte diese Gedanken. Völlig aufgewühlt und voller Zorn verabschiedete sich der Prinz von der Prinzessin ehe Krüber noch einschreiten konnte. Langsam kniete sich Krüber auf den Boden und verbeugte sein Haupt vor der Königin. "Meine Königin, es war mir eine Ehre eurem Vater immer treu zu dienen..." er legte eine kurze Pause ein und fügte hinzu "... und genauso ist es mir eine Ehre euch zu dienen."

Krüber richtete sich langsam wieder auf und blickte Tief in die eisblauen Augen der Königin. Auch wenn alles für den Prinzen sprach, konnte der Hauptmann nicht anders. Ein unerklärliches Gefühl in ihm bewegte ihn dazu sich an die Seite der Königin zu stellen. So langsam jedoch wusste er wieso der König ihn zur Leibwache ihrer Tochter gekürt hatte. Langsam verstand er seine Aufgabe die der König vielleicht sogar schon vorausgesehen hatte. "Es wird keine Leichte Aufgabe" dachte sich der Hauptmann und war bereit die Königin noch in den Rosengarten zu begleiten.

Constantine
01.06.2016, 19:59
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png "Bitte erhebt euch", erwiderte Kaja auf die Reaktion des Hauptmannes. Ihr Blick blieb bei Crim und der Hochinquisitorin haften. "Ich will euch zu nichts überstürzen, bis zum Sonnenuntergang warte ich im Rosengarten auf euren Entscheid". Ein kurzes Lächeln huschte über ihre Lippen. War es jedoch frei von jeglicher Emotion. Es war ein aufgesetztes Lächeln. Und so schritten beide durch die Tür des Kartensaals welche mit einem Knarren hinter ihnen schloss. Fenia und Crim blieben alleine zurück. Eine Entscheidung zu treffen, die womöglich das Schicksal des ganzen Königreich betreffen könnte.

Langsam hallten ihre Schritte durch den Korridor. Der gesamte Palast wirkte so friedlich. Die ersten Sonnenstrahlen ließen ihr Licht durch das reich verzierte Fensterglas scheinen. Alles wirkte in einem komplett anderen Glanz. Königin Kaja betrat den üblichen Weg zu ihrem Rosengarten, als ihre Augen über das zerstörte Areal schweiften, konnte sie es nicht vermeiden ihren Emotionen freien Lauf zu lassen. Sie sackte auf ihre Knie. Stemmte ihre Hände in den mit Blut überzogenen Boden. Langsam griffen ihre Finger in den erdigen Untergrund. Dabei rieselten einzelne Kiesel aus ihrer Hand herunter. "Es ist alles zerstört, alles was ich in den letzten drei Jahren aufgebaut habe, wurde in nur einer Nacht zerstört".

Ihr Blick richtete sich plötzlich auf eine vereinzelnde Rose, die übrig geblieben war. Eilig krabbelte die Königin über den verdreckten Boden und griff nach der kleinen Pflanze. Behutsam hob Kaja die Rose auf. "Du bist als einzige übrig", erneut rannen ihr Tränen über das Gesicht. Doch anstatt los zu schreien, trauerte Kaja im Stillen. Womöglich auch um den König. "Sagt Krüber, war mein Entschluss der falsche?". Ihre Stimme klang trotz der Trauer eisig. "Wisst ihr ich habe es einfach im Gefühl, dass dieser Weg der richtige ist". "Mein Bruder war schon immer gegen die Ansichten unseres Vaters, am liebsten immer mit dem Kopf durch die Wand und die Stimme der Vernunft". "Darin war er besonders gut". "Doch jetzt wo Vater nicht mehr unter uns weilt, obliegt es an mir, sein Lebenswerk fort zu führen". "Es hat seinen Grund warum er sich gegen die Gewalt entschieden hat". "Das ist mir nun klar". "Wenn wir jemals friedlich auf dieser Welt leben wollen, braucht es ein vereinigtes Reich, alle Banner unter einer Flagge vereint". "Mit einem König der sowohl weise ist, als auch gütig, Gnade zeigt und seinem Volk zuhört". Langsam bildeten sich Eiskristalle um die einzelnen Rosenblätter, bis die Pflanze vollständig eingefroren war. Kaja blickte auf das glänzende Ding herab, war völlig schockiert. Sah sie doch zum ersten Mal selbst, was für Fähigkeiten in ihr schlummerten. "Ich danke euch, dass ihr an meiner Seite steht, es muss schwer sein, mich gerade zu ertragen".

Rosered_Strauss
01.06.2016, 21:59
http://abload.de/img/fenia27cki8.pngAls Kaja ihr Vorhaben mit nahezu gleich bleibender Mimik weiter verteidigte, wallte Zorn in Fenia auf. Sie unterdrückte Ihn, unterdrückte Ihn so gut es Ihr möglich war, doch Ihre Augen funkelten immer bedrohlicher, je weiter sich die Lage zuspitzte. Als schliesslich Prinz Isenhorn davon stürmte und Kaja Krubers Schwur entgegen nahm, schloss sich ihre rechte Hand um die Lehne des Stuhls, auf dem Sie gesessen hatte; um ihre zitternden Hände zu verbergen. Als die Beiden dann verschwanden und Sie mit Crim übrig blieb, konnte Sie nicht länger an sich halten. Mit einem vernehmlichen Krachen zerdrückte sie das Stück Lehne, das Sie umklammert hatte, als sie schliesslich mit verbissenem Gesichtsausdruck den Stuhl einhändig gegen die Wand schmetterte und Ihn somit zu kleineren und größeren Bruchstücken zersplittern liess. "In Nomine Gaia - ich kann mir keine Situation vorstellen, die schlimmer sein könnte." spuckte die Hohe Inquisitorin aus, jedes Anzeichen von Würde fahren lassend. Ihre Augen glühten durch das innere Feuer Ihrer Wut belebt, ganz so, als ob Sie sich aus Ihren Höhlen brennen wollten. Ihre Hände waren in den Panzerhandschuhen zu Klauen verkrampft, während Ihr Gesicht zu einer Fratze verzogen war. 'Heilige' war nicht das Wort der Wahl, wenn man Sie in jenem Moment anblickte. Nur langsam schaffte Sie es, unter gleichbleibenden Atemzügen zumindest Ihre Fassade wiederherzustellen. "Ihr solltet Euren Hauptmann aufsuchen. Er wird jeden Beistand brauchen, den er bekommen kann - denn nach dem heutigen Tag ändert sich alles. Aber die Entscheidung ist die Eure - wem in der königlichen Familie Ihr die Treue haltet, ist mir gleich. Ich rate Euch jedoch, alles zu tun, um von einem offenen Konflikt abzusehen - denn das kann in niemandes Interesse liegen, ganz gleich, wie schön das naive Bild scheint, dass uns gerade gemalt wurde." In Ihrer Wut dachte Sie nicht daran, einen respektvollen; neutralen Tonfall zu behalten - Ihre Worte waren eher hauchdünn, ganz so, als wären Sie auf einer dünnen Glasfläche, die bereits im Splittern begriffen war. Eine Glasfläche, die den ruhigen Ton nur unzureichend von der Feuersbrunst abschirmte, die darunter zu brodeln schien und jederzeit hervorzubrechen drohte.

Sie stürmte aus dem Zimmer, indem Sie die Tür achtlos beiseite schlug und die Angeln damit arg strapazierte; als diese hinter Ihr durch die Wucht zurück geworfen wieder ins Schloss fiel. Sie verlangsamte ihren 'Ansturm' auf schnelle Schrittgeschwindigkeit, als sie schliesslich in den belebteren Teil des Schlosses kam. Dort schritt Sie an den Adligen vorbei, die noch vor Ort verblieben waren und sich leise, aber intensiv über die aktuellen Geschehnisse unterhielten. Sie schenkte Ihnen jedoch keinen zweiten Blick, Ihr Ziel war jemand anders. Und als Sie schliesslich einen der Diener erspähte, der mit einem leeren Tablett unbeachtet durch die Halle huschte, hielt sie auf ihn zu. Mit einer Hand deutete sie auf das Tablett, ganz so, als wollte Sie ihn anklagen, warum für Sie kein Getränk übrig war. Ihre im Flüsterton gesprochenen Worte waren jedoch andere. "Bruder Sirius, leitet den Notstand ein. Ab sofort verhalten wir uns, als sei die Hauptstadt unter Besatzung. Niemand sieht Euch. Niemand bekommt etwas von Euch mit. Die Verborgenen sollen mehr Diskretion als üblich wahren lassen; sich aber keinesfalls von Ihrem Posten entfernen, es sei denn, es wäre für Ihre Tarnidentität unbedingt notwendig. Beruft den Hohen Rat der Inquisition ein, leitet alles dafür in die Wege. Es mag sein, dass uns schon sehr sehr bald ein Bürgerkrieg erwartet - und ich will verdammt sein, wenn ich zulasse, dass Menschen für so einen nichtigen Grund Menschenblut vergiessen!" Der Diener verbeugte sich unterwürfig und erwiderte ein: "Es soll Geschehen, wie Ihr Wünscht, Euer Ehrwürden." Damit eilte er davon, während Fenia sich abwandte und kurz in der Halle verharrte, um Ihre Gedanken zu sammeln.

Dies gelang Ihr jedoch nur unzureichend; denn die Situation, wie sie gerade bestand, war katastrophal. Hatte dieses Gör denn über Nacht jeden Verstand eingebüßt? Es war seltsamerweise dieser Gedanke, der Sie wieder etwas besänftigte. Sie war durch die aktuellen Geschehnisse derart schockiert gewesen, dass sie ganz aus den Augen verloren hatte, dass Sie nicht nur die zukünftige Königin war, sondern Ihr Vater auch vor kürzester Zeit vor Ihren Augen gestorben war. Wie Ihr berichtet worden war, schien sie sich die Schuld daran zu geben. Ihr Zorn gab Ihr zwar immer noch zu schaffen, doch er war auf eine Intensität abgeschwächt worden, der es Ihr wieder ermöglichte, klarer zu denken. Mit weiten Schritten machte Sie sich auf in Richtung des Rosengartens: sie musste sich mit Kaja besprechen. Die Wachen, die das Gebiet abschirmten, liessen Sie ohne Probleme gewähren - obwohl Sie zwar über keine weltliche Autorität im eigentlichen Sinne verfügte, war Ihr Status als 'lebende Heilige' sowie Ihre hohe Position in der Inquisition doch mehr als ausreichend dafür, dass man Sie nicht aufhielt. Als sie durch einen zerstörten Torbogen trat, fiel Ihr Blick auf das Schlachtfeld, dass vor wenigen Tagen noch ein ruhiger, abgeschiedener Garten gewesen war. Jetzt erinnerte leider nichts mehr an die Stimmung, die ihn zuvor ausgezeichnet hatte. Selbst der alte Baum, der das grüne, lebendige Herzstück des Gartens gewesen war; war derart in Mitleidenschaft gezogen worden, dass man bezweifeln konnte, dass hier jemals ein Ort gewesen war, an dem Pflanzen gewachsen waren. Und gerade dort in der Nähe sah Sie Kaja sowie Kruber stehen. Ihre Wahrnehmung völlig auf die Beiden fixiert, als sie über die blutgetränkte, zerfurchte Erde schritt.

"Eure Majestät. Hauptmann." sprach sie die beiden knapp an, legte sich die Schwurhand auf die Brust und deutete eine kurze Verneigung an. "Ich werde offen sprechen, denn die Situation ist Ernst und hier ist niemandem, vor dem offene Worte eine Verminderung Eures Ansehens bedeuten könnten. Ich denke, Ihr habt nicht begriffen, was genau Ihr heute getan habt. Ihr habt mit einem einzigen Vortrag all das Zunichtegemacht, was Euer Vater erreichen wollte und was Ihr nach Euren Worten ebenfalls erreichen wollt! Ich sehe von Schimpfworten ab, da ich glaube zu verstehen, woher Euer plötzlicher Sinneswandel sowie Eure tödliche Unvorsicht kommt. Dies alleine ist der Grund, der mich davor zurück hält, zu einer drastischeren Wortwahl zu greifen, um Euch die Konsequenzen Eurer unbedachten Worte heute vor Augen zu halten. Ihr habt davon gesprochen, dass Ihr dieses Land zu seiner alten Stärke zurück führen wollt. Ich denke, Ihr habt völlig verkannt, worin die Stärke der Menschen besteht. Die Stärke dieses Reiches und seiner Bewohner besteht in seiner Anpassungsfähigkeit, in seinem Zusammenhalt - in seiner Einigkeit! Dadurch, dass es nur noch so wenige Angehörige der Menschen gibt, war es eine zwingende Notwenigkeit. Doch heute habt Ihr einen tiefen Riss in diese Einigkeit getrieben. Oder denkt Ihr etwa, die Stärke dieses Reiches würde in seiner schieren Kraft bestehen?"

Sie hob den Arm und brach einen Ast vom Baum ab, scheinbar ohne sich groß anstrengen zu müssen. Mit starr auf Kaja fixierten, blutroten Augen drückte Sie ihre Faust zusammen, bis das Stück Holz, was Sie in der Hand hielt, durch schiere Kraft zu Holzmehl zerdrückt worden war. Sie liess die Überbleibsel vor Ihrer Aller Augen zu Boden rieseln, als sie fortfuhr: "Und vergesst nicht, das wir umzingelt sind von Anderen, die unsere Schwäche nur zu gerne ausnutzen würden. Sklaven erfreuen sich dieser Tage bei vielen Völkern große Beliebtheit, und fruchtbares Land ist schon immer hart umkämpft worden man will schliesslich expandieren. Nehmt einen Moment an, ich würde Euch übles wollen. Ich bin kein Mensch - nicht direkt. Ich könnte Kruber hier ausschalten und Euch mit blossen Händen zerfetzen." Da sie bei diesen Worten mit dem Rücken zur untergehenden Sonne stand, schien ihre gesamte Gestalt in Schatten gehüllt - lediglich Ihre Augen waren noch als unheimliche rote Farbtupfer zu erkennen, die Sie mit der Empathie eines Haifischs musterten. "Ich muss nicht extra hinzufügen..." meinte sie anschliessend mehr in Richtung Krubers als in Richtung Kajas, "... dass ich dies nicht wünsche - ganz im Gegenteil. Aber ich will Euch damit zeigen, dass wir gemessen an vielen anderen Völkern erbärmlich schwach sind; und nur durch unsere genannten Vorzüge bestehen konnten. Ihr jedoch wollt zu viel zu schnell und zu grob ändern. Ihr macht eine Revolte nahezu unausweichlich - und in dieser kann es keine Gewinner geben. Jeder Mensch, der fällt, ist ein Mensch weniger, der hinter Euch steht."

Sie holte tief Luft, als Sie schliesslich zu Ihrem eigenen Anliegen kam. "Somit habt Ihr mich in eine Lage gebracht, in der ich nicht in der Lage bin, Euch oder Eurem Bruder beistehen zu können. Denn zeige ich jetzt Zugehörigkeit zu einer Fraktion, wird sich die gesamte Kirche dieser Position anschliessen. Vergesst nicht, dass man mich als Heilige betrachtet. Es ist irrelevant, was Ich über diesen Status denke - es ist irrelevant, was jeder der hier Anwesenden über diese Bezeichnung denkt. Was relevant ist, ist der Umstand, das das Volk mich als solches sieht. Und sobald die Kirche - die Stimme von Mutter Gaia - einer Seite Ihre Autorität leiht, artet das ganze unweigerlich aus, denn dann werden Menschen zu Fanatikern; haben sie doch 'göttliche Absolution'. Und selbst wenn man diesen Umstand ausser Acht lässt, würde es die Gegenseite nur dazu animieren, verzweifelter zu werden - und Verzweiflung bedeutet, dass dumme Taten folgen werden. Zum Beispiel, dass man sich 'verbündete Truppen' in das Land holt. Und schon ist es kein Konflikt mehr, der nur unter Menschen ausgetragen wird - dann wird er international." Sie schüttelte den Kopf. "Ich werde also 'Nichts' tun. Ich werde nicht Eure Leibwächterin, denn diese Möglichkeit habt Ihr durch Eure überstürzte Herangehensweise zunichte gemacht. Ich werde auch weder Euch, noch Euren Bruder oder irgend einen Adligen unterstützen. Ich werde alles in meiner Macht stehende tun, dass kirchliche und weltliche Macht nicht miteinander in Konflikt oder in Berührung miteinander kommen. Ich werde mich aus diesem Streit heraus halten - bis zu den Waffen gegriffen wird. Sobald Blut fliesst, werde ich einschreiten - und jeden, der es wagt, Blut zu vergiessen; ob er nun einen Titel sein Eigen nennt oder ein hohes Amt bei der Kirche geniesst, der Gerechtigkeit des Schwertes überantworten. Ich werde ALLES dafür tun, dass diese Unvernunft ein Ende findet, dass nicht in einer Katastrophe mündet. Ich bin eine Dienerin der Kirche, eine Dienerin der gesamten Menschheit - doch im Moment nicht Eure Dienerin, denn Ihr sprecht nicht länger für das ganze Reich. Es wird sich zeigen, ob Ihr und Euer Bruder Euch einigen könnt; es wird sich zeigen, ob sich der Übergang friedlich gestalten lässt, auch wenn ich es nun stark bezweifle. Es ist in Eurem besten Sinne, den treuen Hauptmann an Eurer Seite zu behalten, denn er wird Euer Leben in den Tagen schützen, in denen ich nur aus der Ferne zu Euch sehe. Doch seid versichert - mein Blick wird auf Euch liegen. Prüfend. Und deshalb möchte ich Euch zum Abschluss eine Frage stellen: warum habt Ihr Euch entschlossen, Euren Idealismus in solch aggressive Bahnen zu lenken? Warum das noble Ziel, das Ihr und Euer Vater bislang so friedfertig umzusetzen trachtet, durch diese starke Änderung der Vernichtung preisgeben?"

Constantine
01.06.2016, 22:40
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Noch bevor Krüber eine Antwort geben konnte, stürmte Fenia in den Rosengarten. Genau wie ihr Bruder schien die Walküre ihre ganze Wut freien Lauf zu lassen. Es war der Königin gleich, sie konnte es ertragen. Es war Fenia‘s gutes Recht sich zu beklagen. Immer noch mit tränenüberzogenem Gesicht erhob sich Kaja langsam. In ihren Händen hielt sie die in Eis gefrorene Rose. Mit ebenso eisiger Stimme gab Kaja der Walküre Antwort. "Ihr fragt mich das?". Langsam erklang ihre Stimme kräftiger, gehaltvoller. "Ihr die den Glauben habt, fragt mich, was mich dazu bewegt diesen Schritt zu gehen?". Nun blickte Kaja der Walküre mit klaren Blick in ihre Augen. "Weil ich daran glaube, dass die Lehre von Mutter Gaja der richtige Weg ist, weil ich daran glaube, dass es einzig und um das Wohl des Volkes geht". "Nicht um das Königshaus, nicht um die Kirche". "Wir müssen den Menschen zurückgeben, was ihnen genommen wurde". "Es ist bedauerlich, dass ihr mein Angebot abschlagt doch ich verurteile euch nicht". In der Walküre machte sich ein seltsames Gefühl breit. Ihr Innerstes bestrafte die Hochinquisitorin gerade dafür der Königin nicht gefolgt zu sein. "Seht ihr diese Rose?", fragte Kaja und hielt das glänzende Stück Eis der Walküre vor ihre Augen. "Wir können etwas wunderbares erschaffen, etwas reines". "Aus all dem Leid was unser Volk in den letzten Zyklen erdulden musste genauso wie das Leid der anderen Völker". "Natürlich will ich nicht, dass es ein Blutvergießen gibt, ich verabscheue Gewalt genauso wie es mein Vater verabscheute". "Und dennoch ist es vielleicht der einzige Weg, den wir gehen, um ein geeinigtes Land zu werden". "Eure Sorge um mich ehrt euch". "Doch seit gewiss, mein Glaube wird mich beschützen". "So wie Mutter Gaja auch euch beschützt".

Kinggek
01.06.2016, 22:57
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Das seine Entscheidung die Richtige war wurde im Rosengarten bestätigt. Auch wenn Kaja eine drastische Veränderung an sich hatte, so war es immer noch die Unschuldige, Naive, Mitdenkende und Gute Kaja die er seit seiner Kindheit kannte. Aus diesem Grund fiel die Wahl des Königs auf sie. Aus diesem Grund entschloss sich der Hauptmann weiterhin an ihrer Seite zu stehen. Etwas traurig fand er die Tatsache, dass Isenhorn genau dies nicht erkannte. Seine Zorn über ihre Worte blendete sein Blick in ihre wahren Absichten. Kaja brauchte seinen Bruder so sehr an ihrer Seite wie nie zu vor, doch dieser ließ sich zu sehr von seinen Stolz und seiner Ehre leiten. Auch wenn all seinen Argumenten Krüber zustimmen würde, war er zu Blind zu erkennen wie sehr Kaja auf seine Hilfe angewiesen war.

Langsam kniete sich Krüber zu der Königin hin und nahm ihr die eingefrorene Rose aus der Hand. "Du musst keinem etwas rechtfertigen Kaja. Du bist die Königin. Wenn du sagst das ist der richtige Weg, dann ist es auch der Richtige. Wisse jedoch das dein Vater stets ein Ohr für sein Volk hatte. Damit meine ich natürlich alle. Nicht nur die Armen die in Elend lebten, sondern auch die Adligen und die Kirche selbst. Er hat das Parlament aus diesem Grund gegründet und war selbst als König sogar ein Mitglied." Nun nahm er die Hand der Königin in die Hand und sprach weiter. "Du willst dem Volk geben was es verdient? Hat es dein Vater nicht gegeben? Hat dein Vater nicht alles mögliche dafür getan, dass es seinem Volk gut geht? Wenn du meinst er habe alles falsch gemacht, hintergehst du eigentlich das Vertrauen deines Vaters das er in dich Gesetzt hatte. Du solltest seinen Weg weiterführen. Du solltest seine nicht erreichten Ziele zu Ende bringen und es sogar besser machen. Und seine Wahl war richtig Kaja. Einzig dein Handeln ist viel zu überstürzt. Lassen wir unseren König seinen Weg zu Mutter Gaja ohne Reue gehen, danach können wir uns langsam und Sicher an die Arbeit machen das Reich zu stärken und alle anderen Völker unter einem Banner zu einen um uns gegen die kommende Dunkelheit zu wehren. Doch einer alleine kann die Last unseres Reiches nicht tragen, deshalb hat ein König seine Gefolgsleute und sein Volk. Ohne sein Volk ist ein König zu nichts fähig. Ohne sein Volk kann ein König sich kein König nennen. Das war es was der Prinz dir sagen wollte. Doch du kennst Isenhorn..." schmunzelte der Hauptmann "Seine Gefühle in Wörter auszudrücken war noch nie seine Stärke, außerdem ist er gerade genauso Tief in Trauer wie du es bist. Und nicht nur er sondern das ganze Volk leidet am Verlust des Königs."

Ihr Gespräch wurde durch die Ankunft der Heiligen unterbrochen. Beide richteten sich auf als sich Fenia ihnen näherte. Eine fast schon ähnliche Predigt die der Prinz gehalten hatte, durfte sich Kaja nun auch von der Hochinquisitorin anhören. "Siehst du?" flüsterte Krüber zur Königin "Sie alle haben etwas zu sagen. Sie alle möchten gehört werden. Als Königin ist es deine Pflicht dein Volk zu hören und die Beste Wahl für jeden zu Treffen. Deine Vision, Erleuchtung oder was auch immer ist dein Ziel aber nicht dein Weg. Dein Weg ist es dein Volk zu diesem Ziel mit ihrer Unterstützung zu führen. Alle Meinungen müssen in Betracht gezogen werden nicht nur deine."

Auren
02.06.2016, 17:27
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Fenia´s kleiner Ausraster konnte man kaum überhören oder gar übersehen. Crim begab sich noch rasch aus der Reichweite der Heiligen. Danach flog auch schon der Stuhl gegen eine Wand.
„Ich staune immer wieder über ihre Kräfte.“ Dieser kleiner Gedanke ging ihr gerade durch den Kopf. Nachdem die Hochinquisitorin gegangen war und dabei fast die Türen aus den Angeln gerissen hätte, war Crim nun allein.
Erneut nahm sie Platz. Nachdenkend stützte sie ihren Kopf.
„Verflucht, warum musste es soweit kommen? Jeder verliert seinen Verstand. Können sich nicht einigen. Schlimmer als der sturste Esel im ganze Königreich.“ Diese Worte sprach sie mehr zu sich. Noch blieb die Kriegerin eher ruhig. Sich darüber aufzuregen würde nichts bringen.

Stattdessen wollte sie ihre nächsten Schritte in ruhe bedenken, aber zuvor wollte sie sich von jemanden verabschieden. Daher brach die Frau, sowie zwei Gardisten zur Kathedrale auf. Dort würde man den Sarg des Königs aufbewahren. Jedoch war der Zugang zum Leichnam des Königs noch versperrt. Zwei Priester stellten sich der Kriegerin im Weg.
„Lasst mich hindurch. Ich möchte zum König.“ Ihre Worte verlieh sie durch das ziehen ihres Schwertes etwas Nachdruck, aber die Priester weigerten sich. Crim stieß sie beiseite und drückte einem sogar ihre Waffe in die Hand. Langsamen Schrittes ging sie zum Sarg. Der König lag bereits drin, aber man war noch nicht fertig mit den Vorbereitungen.

Die Kriegerin kniete und faltete ihre Hände zusammen für ein Gebet. Dabei schloss sie ihre Augen.
„Eure Majestät. Ich bete heute vor euren Antlitz zu euch. Der Grund sind eure Kinder. Königin Kaja möchte das ganze Königreich mit einem Schlag umstrukturieren. Ihre Reformen sind zu aggressiv. Euer Sohn klammert sich an seinem Stolz und seiner Ehre. Er erkennt ihren Willen nicht. So blind ist er vor Zorn. Krieg sind seine ständigen Begleiter. Krüber schloss sich der Königin an. Euer Sohn handelt nun gegen den Willen der Königin. Die Heilige schleuderte vor Wut einen Stuhl durch den Kartensaal.“ Diese Sätze flüsterte die Kriegerin nur. Die Priester ließen sie noch in ruhe. Betende Menschen sollte man nicht stören.
„Ich hingegen soll mich gegen Sonnenuntergang mich für eine Seite. Jedoch bin ich zwiegespalten und weiß nicht für welche ich mich entscheiden soll. Deswegen ersuche ich euren Rat.“ Ihr Gebet verlief über eine Stunde ehe sich die Kriegerin erhob und auf die Priester zu Schritt. Sie verbeugte sich leicht und nahm ihr Schwert entgegen. „Habt dank, dass ich mich von seiner Hoheit verabschieden konnte.“ Damit verließ Crim die Kathedrale.

Sie ging zum Palast zurück. Arbeit erwartete sie und mehr als es ihr lieb war. Die Krönungszeremonie stand an und niemand hat sich um die Sicherheit gesorgt. Nein stattdessen beklagt man, über das vorgehen der Königin. Crim versammelte alle Offiziere. „Nimmt keine Befehle vom Prinzen an. Außer es sollte wieder zu einer Schlacht kommen. Er ist mir nun gleich gestellt, aber ihr untersteht meiner Führung....“ Sie hielt eine kleine Rede und gab danach auch schon die ersten Befehle raus. Die Verletzten Soldaten sollten verlegt werden. Rekruten sollten die Wache an den Mauern des Palastes schieben. Die Wachen an den Stadttoren wurden verdoppelt. Im Palast sollte jeder eine Rüstung, sowie Waffen tragen. Überstunden waren diesmal Pflicht. Nachdem sie alles soweit geregelt hatte, machte Crim einen kleinen Spaziergang. Nicht um zu sehen, ob ihre Befehle umgesetzt wurden, nein um zu schauen, ob alle Schäden soweit beseitigt worden. Immerhin würde hier womöglich das Volk anwesend sein.

Ihr nächstes Ziel war ihr Arbeitszimmer. Dort lagen diverse Papiere für sie bereit, die die Königen noch absegnen musste. Gleichzeitig würde Crim ihr ihre Entscheidung mitteilen. Damit ging sie mit gemischten Gefühlen zur Königin in den Rosengarten. Zu ihrer Überraschung war auch Fenia anwesend. Erneut wurde heftig diskutiert. Mit einem Räuspern unterbrach Crim die Diskussion. Eine leichte Verbeugung folgte. „Eure Hoheit. Diese Papiere müssen von euch abgesegnet werden. Es betrifft die Gefallenen von letzter Nacht, sowie andere Militärangelegenheiten die ich nicht erläutern möchte.“ Damit übergab sie diese Papiere Hauptmann Krüber.
„Die Leibgarde und die Palastwache vorbereiten sich auf die Zeremonie vor.“ Fenia und Krüber ignorierte die Kriegerin gekonnt. Ihre Aufmerksamkeit galt nur der Königin Kaja. „Ihr sprach zu mir, dass ich bis zum Sonnenuntergang Zeit hätte mich für eine Seite zu entscheiden. Die eure oder die des Prinzen. Jedoch habe ich mich für keine der zwei Lager entschieden. Stattdessen wählte ich das Volk. Nicht nur dem Mittelstand oder den Adligen, sondern alle. Wenn dem Volk ein Krieg bevor steht, so werde ich für diese Beistehen, aber nicht wenn unter euch ein Streit tobt. So würde ich es begrüßen, wenn ihr und der Prinz mich da raus halten würdet. Damit ich meine Pflichten nach kommen kann. Das wäre alles eure Hoheit.“
Crim drehte sich um und ließ die drei wieder unter sich. Kaum war sie außer Sichtweite lehnte die Kriegerin sich gegen eine Wand und musste tief durch atmen. Ihre Hände zitterten. Es war das erste mal, dass sie dem Königshaus Parole bot.
Nach der kleinen Erholungspause bat sie einem Gardisten einen Brief dem Prinzen zu übergeben. Dort stand im Grunde das gleiche drin, was sie vor ein paar Minuten der Königin sagte. Damit sollte er auch informiert sein. Damit war erst mal alles erledigt was zu erledigen galt. Somit zog Crim in ihren Arbeitszimmer zurück. Sie legte ihre Mütze auf den Tisch, gefolgt von ihrem Kopf, den sie auf ihre Arme bettete. Sie wollte sich nun etwas Ruhe gönnen. Auch wenn der Tag noch nicht vorbei war.

Ironhide
03.06.2016, 13:45
http://abload.de/img/isenhorn2skg8.png
Hier bahnte sich ein absolutes Desaster an, das war das was Isenhorn durch den Kopf ging. Und er musste das verhindern. Er war wütend, wie man unschwer erkennen konnte, das sah man ihm an. Er nahm fast den selben Weg, den Fenia kurze Zeit später auch wählen würde und so fand er sich recht schnell bei den Adligen wieder, die sich zum Großteil direkt auf ihn stürzten und von ihm wissen wollten, ob die Königin den Verstand verloren hatte. Er bemerkte schnell, das sehr viele der Adligen, besonders die, die am meisten zu verlieren hatten, nicht begeistert waren und einige sogar von Verrat sprachen. Das ging weit aus schneller, als er gedacht hatte. Mit dem Adel konnte man reden, man musste sie nur mit Respekt behandeln und sie taten was man von ihnen verlangte, ob es nun die einfachen Pflichten waren, die man etwas straffer Anzog, oder aber Truppen für einen Krieg benötigte. Doch ging man an ihren Stand, an ihr gesamtes Gold – an ihre Macht, dann würden sie alles tun, um nichts davon herzugeben. Und das hatte Kaja geschafft, noch bevor die Sonne richtig aufgegangen war. Isenhorn musste schnell einen Weg finden, wie er die Gemüter beruhigen konnte, bevor einer der Adligen auf eine Dumme Idee kam und einen Krieg vom Zaun brechen würde. Er Versprach ihnen, das sie nichts zu befürchten hatten, Kaja würde ihre Meinung sicher noch ändern, dessen war er sich sehr sicher. Der Adel wollte sich aber nicht wirklich beruhigen und grummelte weiter. Isenhorn ging erneut durch die Menschenmasse, auf der Suche nach gewissen Adligen, die er schon lange kannte und mit denen er engen Kontakt hatte. Er fand die Männer schnell und sagte ihnen, das sie sich um die Mittagszeit in seinen Gemächern einfinden sollten. Jetzt habe er keine Zeit, sagte er zu ihnen, aber er arbeitet bereits an einer Lösung, von der sie ein Teil sein sollten.
Dann verschwand er und kurz darauf betrat Fenia den Saal. Sie hatte Isenhorn nur um einige Sekunden verpasst.

Prinz Isenhorn hatte viele Sachen auf seiner Liste, so traf er sich umgehend mit dem Hauptmann der Palastwache, der die 'gute Neuigkeit' auch schon gehört hatte. Es war ein kurzes Gespräch, aber sehr aufschlussreich, wie Isenhorn befand. Er gab ihm ein paar Anweisungen und bläute dem Hauptmann ein, ja kein Wort zu verlieren. Der Hauptmann nickte eifrig und machte sich dann davon. Doch Isenhorn war immer noch unruhig, wusste nicht ob das alles so richtig war, was er hier gerade in Gang setzte, aber ihm blieb keine Wahl, das wusste er. Bis zum Mittag traf er sich noch mit einigen anderen Offizieren der königlichen Garde, von denen er wusste, das er ihnen trauen konnte und dessen Loyalität er sich zu einhundert Prozent sicher war. Es waren zwar nur gut ein drittel der Männern, aber die würde er auch brauchen. Auch der Stadtwache stattete er einen Besuch ab. Auf dem Weg dorthin stellte er fest, das sich die 'Neuigkeiten' wie ein Lauffeuer verbreiteten. Kaja hatte so viel Staub aufgewirbelt, das nicht mal die Unterschicht das ignorieren konnte. Einige fanden das wohl gut, aber er hörte auch, das sie sich sorgten, ob die Königin verrückt sei. Vor allem im Bezug auf die Kirche. Er hörte sogar hier schon das Wort Ketzerin. Das war erschreckend, aber bedauerlicherweise nicht überraschend. Das Volk fing bereits an, sich selbst etwas zusammen zu spinnen, redeten von irgendwelchen dunklen Wolken die ein übles Zeichen waren und das schien sich nun zu bewahrheiten. Isenhorn konnte sich darauf keinen Reim machen, aber hatte auch nicht die Zeit, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Bei dem Kommandanten der Wache hatte er auch ein Stein im Brett, da er einst seine Tochter vor dem Tot bewahrt hatte. Eine der wenigen Male, wo Isenhorn sich im Rat der Inquisition durchgesetzt hatte, da er der Kirche es irgendwie verkaufen konnte, das diese 'Schuld' einmal Früchte tragen würde. Jetzt konnte er es den Kirchenoberhäuptern beweisen. Immerhin würde es ihnen auch zugute kommen, wenn sein Plan Erflog haben sollte. Das er auf sehr dünnem Eis wanderte, machten sie ihm klar, aber das wusste er auch selbst.
Aalso machte er sich auf dem Weg zur Kathedrale.
Als er von dort davonritt, war er etwas enttäuscht. Fenia war vor ihm dort und hatte die Inquisition praktisch zur Neutralität verdammt. Zumindest fast. Und es war immer noch besser, als wenn sie sich auf der Seite von Kaja befand. Erwartungsgemäß waren die Kirchenoberhäupter gar nicht erpicht darauf, sich von Kaja etwas sagen zu lassen. Zusammenarbeit war das eine, sich herumkommandieren zu lassen etwas anderes. Das wagte ja nicht mal der Prinz. Zumindest ein kleinen Erfolg durfte Isenhorn hier feiern, so das er nicht mit leeren Händen zurück zum Palast ritt. Inzwischen hatte ihn aber die Nachricht erreicht, das seine Schwester Seelenruhig im Rosengarten auf die Entscheidung wartete. Etwas, was ihm sehr gelegen kam in diesen Stunden.

Zurück im Palast, eilte ihm schon ein Bote entgegen, der ihm einen Brief übergab. Von Crim, wie sich herrausstellte. Darin teilte sie ihm mit, was sie von all dem hielt und wie sie handeln würde. Auch das kam ihm gelegen. Die Garde war neutral, zumindest der größte Teil. Immerhin wusste Crim nichts von seinen Gesprächen mit einigen Offizieren und er hoffte das die sich nicht selbst verraten hatten. Außerdem war ihr Problem, das die Befehle nicht vom Hauptmann kamen, die sie gab und das außer Fenia, ihr selbst, Krüber und dem Prinzen niemand gehört hatte, was die Königin für ihren Bruder vorgesehen hatte. Den Zweifel unter den Männer konnte Isenhorn daher ausnutzen, was er auch schon in die Wege geleitet hatte. Und Crims Befehle kamen ihn obendrein sehr gelegen, waren die meisten Männer mit Vorbereitungen abgelenkt, dennoch war es ein heikles Unterfangen. Er musste das Risiko eingehen. Für eine umfassende Absicherung fehlte einfach die Zeit. Außerdem hatte er nun das Treffen mit den Adligen vor sich, die er in seine Gemächer bestellt hatte. Auch ihnen eröffnete er seinen Plan, den er in aller Eile gefasst hatte. Das sie ihm zustimmen würde, war sicher und das taten sie auch. Außerdem brauchte er sie, um das was er gerade angerollt hatte, auch koordinieren zu können, wenn er nicht wollte das heute Abend alles im Chaos versinkt.
Es dauerte daher am längsten, alles zu planen. Auch hier kam ihm wieder zugute, das niemand gehört hatte, was Kaja noch im Anschluss von sich gegeben hatte. Die Armee, die Kaja ihrem Leibwächter gegeben hatte, wurde in der Regel stets aus den Soldaten der Adligen zusammengestellt. Und von denen wusste keiner was davon, zumal sie eh nicht vor hatten, den Anweisungen von Königin Kaja zu folgen. Als auch das geklärt war, war es bereits Nachmittag und die Entscheidung rückte immer näher. Aber noch brauchte Isenhorn die Zeit, denn ein Detail fehlte noch, das wichtigste von allen. Das Parlament. Er hatte erfahren, das selbiges sich bereits beriet, was gut war denn so hatte er alle an einem Ort versammelt. Zusammen mit den Adligen – und seiner persönlichen Garde aus Ordensrittern, die ihm die Kirche vorerst ließ – begab er sich zum Ratssaal. Auf dem Weg dorthin konnte man den Tumult gar nicht überhören, der hier herrschte. Noch immer waren die meisten Unsicher und wussten noch nicht, was sie davon halten sollten. Selbst in der Stadt, so hörte er heraus, war die Stadtwache verstärkt auf den Beinen. Gut so, dachte sich Isenhorn, das hätte also schon mal geklappt. Die meisten dachten daran, das sie die Ordnung und Ruhe wieder herstellen sollten, wenn es zu Auseinandersetzungen kommen würden, immerhin waren jede Menge Adlige in der Stadt die sehr sauer waren und die meisten von ihnen haben Leibgarden mit. Also jede Menge bewaffnete Soldaten. Nur er wusste, was sie wirklich für einen Auftrag hatten. Kurz darauf betrat er den Ratssaal.
„Verehrter Rat“, unterbrach er die Gespräche der Mitglieder, während seine Verbündeten in den Raum strömten und die Türen bewachten, damit niemand hereinkommen würde – oder heraus kann.
„Wir müssen dringen reden, meine Herren“

Sonnenuntergang

Kaja war noch immer im Rosengarten, hatte sich dort nicht wegbewegt und Krüber war an ihrer Seite geblieben. Keiner sonst war dort, Fenia, Crim und Krüber hatten sich bereits entschieden, nur Kaja nicht, wie Prinz Isenhorn schien. Er hoffte inständig, das sie einen anderen Weg einschlagen würde, als den, den sie gewählt hatte. Er hoffte darauf, das Krüber ihr zugeredet hatte, denn er konnte sich kaum vorstellen, das der Hauptmann in einem Krieg gegen seinesgleichen ziehen wollte. Crim selbst hatte dies schon für sich abgelehnt, die Inquisition würde unter Fenia ebenso das Volk verteidigen, was Prinz Isenhorn nur recht sein konnte und war. Er betrat den Garten, der eigentlich nichts mehr von einem Garten an sich hatte. Ein Schlachtfeld, gerade mal einen Tag alt und schon würde es hier die nächste Entscheidung geben, eine die das Reich spalten, ja gar an den Rand der Vernichtung bringen könnte. Denn inzwischen war ihm zu Ohr gekommen, das einige Elfen die Stadt fluchtartig verlassen hatten. Er hoffte, das keiner von ihnen zu seinesgleichen zog und von den Vorkommnissen hier berichtete. Das wäre sehr übel.
Er blieb kurz in dem Tor stehen, bevor er auf seine Schwester zuschritt und zwei seiner Gardisten das Tor schlossen und es bewachten.
Hauptmann Krüber sah den Prinzen zuerst. Schon auf dem ersten Blick konnte man sehen, das Krüber kämpfen würde, wenn man versuchte, Kaja etwas zu tun. Die Anspannung in diesem Mann konnte man regelrecht riechen, so glaubte Isenhorn. Auch Kaja bemerkte ihn nun und blickte ihn an, der selbe Blick wie schon heute morgen. Isenhorn blieb einige Meter vor seiner Schwester stehen, sagte nichts. Krüber sah sich um, dessen war sich Isenhorn bewusst, aber sehen würde er niemanden sonst außer den Geschwistern.
„Hauptmann.“, nickte Isenhorn ihm zu, dann konzentrierte er sich auf Kaja. „Und, Schwester? Hast du es dir nochmal überlegt? Willst du diesen Weg wirklich weiter gehen?“
„Ich werde es tun, Vater hätte das so gewollt.“
„Vater ist aber nicht hier und er hatte wohl nicht genug Zeit, dich darauf vorzubereiten. Hör zu, bevor du das endgültig tust, höre dir zumindest an, was Vaters engste Vertraute, seine Berater zu sagen haben.“ Isenhorn drehte sich um und gab seinen Gardisten ein Zeichen. Das Tor wurde erneut geöffnet. Die Mitglieder des Parlaments traten hervor und standen bald darauf ebenso vor Kaja.
„Eure Hoheit, ist es wahr, was uns Isenhorn erzählt hat, was die Kirche angeht, den Adelsstand und all das andere?“
Kaja ließ sich etwas Zeit, dann beantwortete sie alle Frage die ihr gestellt wurden und wiederholte noch einmal ihre Pläne, die sie gefasst hatte. Sie entschuldigte sich lediglich für die Umstände, unter denen sie es ihnen nun mitteilte. Aber von ihrem Weg wollte sie auf keinen Fall abweichen, egal was ihr die Parlamentarier auch vorschlugen, um eine Lösung dieser heiklen Situation herbeizuführen. Aber Kaja wischte alles vom Tisch, nur ihr Weg wäre der richtige denn so hätte es Mutter Gaia gewollt.
Isenhorn sagte derweil nichts, sein Blick ruhte derweil auf Krüber und Kaja. Die Parlamentarier steckte die Köpfe zusammen und nuschelten sich etwas zurecht, während Kaja und Ihr Bruder sich gegenseitig ansahen. Doch die Besprechung schien nicht lange zu dauern.
„Nun, meine Königin, dann habt ihr also eure Wahl getroffen und seid nicht bereit von eurem Pfad abzuweichen?“
„Nein.“
„Dann sehen wir keine andere Wahl, als euch von eurem Posten zu entheben und unter Arrest zu stellen.“
Krüber schritt blitzschnell vor Kaja. Instinktiv Fasste Prinz Isenhorn zu seinem Schwert, zog es aber nicht. Das Parlament erschrak sich und wich einen Schritt zurück. Kaja war nicht sehr glücklich darüber, das sich nun auch das Parlament gegen ihre Pläne stellte, so fasste es Isenhorn auf.
„Ihr werdet uns in einen Krieg stürzen, das ist euch doch klar, eure Hoheit?“
Krüber mischte sich nun ein. „Das ist Verrat an der Krone! Ich werde euch festnehmen lassen, wenn ihr die Worte nicht zurücknehmt!“
„Falsch.“, Antwortete Isenhorn ruhiger als er es selbst für Möglich gehalten hätte. Innerlich brodelte es, er war hin und her gerissen zwischen dem was er nun tun sollte und den Konsequenzen. Doch er schüttelte die Zweifel ab, jetzt brauchte er sie am allerwenigsten.
„Es ist kein Verrat, sonder legitim. Das Parlament hat den König eingesetzt, es kann ihn auch absetzten.“

Krüber zog sein Schwert, Isenhorn machte einen Ausfallschritt, aber ließ sein Schwert noch dort wo es war. Die Mitglieder des Parlaments suchten das weite, sie wollten nicht wirklich in der Nähe sein, wenn es zu einem Schlagabtausch kam.
„Ich würde mir das gut überlegen, Hauptmann. Ich will hier kein Blut vergießen, davon ist hier schon viel zu viel geflossen, letzte Nacht. Aber wenn ihr mir keine Wahl lasst....“
Prinz Isenhorn Pfiff einmal laut und erneut wurden die Tore geöffnet, aber nicht nur das, durch welches er gekommen war, auch die anderen und durch jedes fluteten bewaffnete Männer den Garten. 25 Männer der Inquisition, darunter zwei gut ausgebildete Magier, das war das was ihm die Kirche zugestanden hatte, Ein Großteil der Palastwache, einige Männer der königlichen Garde und etliche Männer der Adligen, wobei selbige sich in den vordersten Reihen befanden und die Soldaten anführten, die Isenhorn in aller Eile den Tag über zusammengekratzt hatte. Mit der Stadtwache, die vor dem Palast stand, hatte er zweihundertzwanzig Mann auf seiner Seite. Ironischerweise hatte er all diese Schwerter seinem Vater zu verdanken, der ja erst anlässlich der Ernennungszeremonie von Kaja geladen hatte. Im Grund stand hier gut ein drittel des Heeres, dessen Oberbefehle sich Kaja selbst einverleibt hatte und was Krüber führen sollte. Unter anderen Umständen hätte Isenhorn so eine Streitmacht erst in einigen Wochen aufstellen können, aber die Umstände kamen ihm sehr gelegen. Er hoffte das diese Menschen Krüber dazu verleiten würden, seine Waffen niederzulegen. Kämpfen war das letzte was er wollte.
Die Soldaten blieben alle im Hintergrund, keiner machte Anstalten seine Waffe zu ziehen. Prinz Isenhorn wusste nur zu genau, das er soeben eine Revolte angezettelt hatte. Doch die Entscheidung von Crim und das abwarten seiner Schwester hatten ihn so sehr in die Karten gespielt, das er auf keinerlei Gegenwehr stieß, so wie er es zuerst angenommen hatte. Kaja war mit Krüber alleine, das hatte Isenhorn einfach nicht erwartet, aber das, so hoffte er, würde verhindern, das ein Kampf entstünde.
„Hauptmann, bitte. Keine Gewalt. Legt euer Schwert nieder. Ich will nicht das Blut vergossen wird. Ich werde mich dem Willen des Rates beugen. Wenn dies der Preis ist, um das Volk zu einen, wenn die heilige Mutter Gaia das für mich vorgesehen hat, so werde ich diesen Weg gehen und umso stärker zurückkommen um unser Volk zu führen.“

Krüber brauchte einen Moment, bevor er dem folge leistete, wollte die Königin noch davon überzeugen, das sie das nicht tun bräuchte, aber schlussendlich hörte er auf sie. Als sein Schwert auf dem Boden lag, fiel Isenhorn eine Last von den Schultern, die größer nicht hätte sein können.
Kein Krieg.
Isenhorn winkte die Ritter der Inquisition zu sich und gab ihnen Anweisung, das die Königin vorerst auf das Anwesen der Willensteins zu bringen ist und dort verbleiben sollte. Man solle sie mit dem gebührenden Respekt behandeln und ihr solle es an nichts fehlen, aber vorerst dürfe auch niemand zu ihr, wenn er es nicht absegnen würde. „Und seid Diskret, ich will nicht das meine Schwester vorgeführt wird.“

Es war mitten in der Nacht, Prinz Isenhorn hatte die Männer der Adligen wieder ihren Herren überlassen, die Stadt und Palastwache aber weiter in Bereitschaft gelassen. Er wusste das dies ein sehr fragiler Frieden war, wenn man es denn einen Frieden nennen konnte. Seine Garde behielt er vorerst in seiner Nähe, die königliche Leibgarde blieb auch vorerst unter Crims Kommando, auch wenn die nicht sehr glücklich darüber war, das ihre Offiziere ihr nicht gehorcht hatten. Prinz Isenhorn verbat ihr aber die Bestrafung, da er ihr klarmachte, das die Männer nichts von dem Befehl der Königin wussten und daher davon ausgegangen waren, das er durchaus etwas zu sagen hatte. Missmutig nahm sie das vorerst hin, da es ihr doch deutlich machte, das Prinz Isenhorn mehr Einfluss hatte, als man denken würde.
Krüber saß in seiner Kammer, jedoch nur weil Kaja von ihm verlangt hatte, sich nicht in irgendeiner Weise an irgendjemanden zu Rächen.
Das Parlament hingegen hatte noch Redebedarf und drängt nun den Prinzen dazu, sich Krönen zu lassen. Doch Isenhorn wollte davon nichts wissen. Allerdings hatte der Rat ein paar sehr gute Argumente. Ein Reich ohne einen König würde zerfallen. Der letzte König war ein Willenstein, es wäre keine Option, wenn nun jemand anderen auf dem Thron sitzen würde, solange ein Willenstein lebte. Und das Volk würde es nicht verstehen, wenn nur das Parlament regierte, man könnte denken das Reich wäre Kopflos, was wieder eine Einladung für Kräfte von außerhalb wäre. Außerdem hatte er die Kontakte zum Adel und zur Kirche, war bekannt bei alle Bevölkerungsschichten und repektiert und geliebt. Aber auch mindestens so gefürchtet. Mit vielerlei solcher Aussagen hatte sich Isenhorn bis Mitternacht auseinandergesetzt, bis er die Sitzung genervt abgebrochen hatte und das ganze Tamtam solange verschoben hatte, bis mindestens sein Vater beerdigt worden wäre. In zwei Tagen also.

Doch Morgen würde er dem versammelten Adle erklären, der noch immer in der Stadt war, was genau nun passieren würde und wie es weiter ging. Am Abend hatten man nur verlauten lassen, dass das Parlament Kaja abgesetzt hatte. Dabei war den meisten nicht mal klar, ob sowas legitim war. Er wusste das er damit alles auf eine Karte setzte, denn es war immer noch durchaus möglich, das ihm Verrat vorgeworfen werden würde. Verschwörung und dergleichen. Zumal es stimmte. Ein großer Pluspunkte war aber immer noch das Parlament, da er es ja tatsächlich geschafft hatte, sie auf seine Seite zu ziehen und sie eben Kaja vom Thron gehievt hatten – und nicht er.
Doch auch der Kirche würde er rede und Antwort stehen müssen und vor allem Fenia. Und das war das wovor er sich am meisten fürchtete.
Isenhorn saß auf seinem Bett, noch immer so wie er sich heute morgen angezogen hatte und grübelte
„Ich hoffe das nimmt kein Böses Ende.“
Damit erhob er sich, ging zum Fenster und kniete sich davor nieder, schloss seine Augen und senkte den Kopf, bevor er die Finger vor seiner Brust zum Gebet verschränkte.

Constantine
03.06.2016, 16:19
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Der Tag näherte sich nur langsam dem Ende entgegen. Crim teilte der Königin ihren Entscheid mit. Kaja nickte ihr zu. "Ich danke euch für eure Offenheit". "Kümmert euch gut um unser Volk". Kurz nachdem der letzte Sonnenstrahl über den zerstörten Rosengarten sein Lichterspiel fallen ließ, traf Prinz Isenhorn ein. Mit kühlem Blick sah Kaja ihrem Bruder in seine Augen. Der junge Prinz brachte die Mitglieder des Parlaments mit, welche offensichtlich ziemlich aufgebracht über das Vorhaben ihrer neuen Königin war. Ruhig und im besonnen Ton erklärte Kaja jedem der Anwesenden was ihr Vorhaben war. Es dauerte auch nicht lange, bis die versammelten Mitglieder eine Entscheidung fällten.

Ein eisiger Wind fegte über den zerstörten Rosengarten hinweg. Während der Boden langsam begann, zu gefrieren. Krüber zog sofort sein Schwert aus der Scheide während Prinz Isenhorn in einem Ausfallschritt nach hinten wich. Das Parlament suchte binnen weniger Sekunden das Weite. Der Blick der Königin wirkte nach wie vor so kalt, wie Eis. Urplötzlich tauchten schwer bewaffnete Ritter der königlichen Garde auf, sowie andere Krieger. Das Eis im Boden gefror immer stärker, bis es irgend wann einfach schmolz und in den Boden versickerte. Königin Kaja blickte jeden der Krieger lange in ihre Augen, bis ihr Blick schließlich bei ihrem Bruder hängen blieb. "Hauptmann, legt bitte eure Waffen nieder". "Euer Hoheit, ihr wisst, ihr müsst das nicht tun?!", rief ihr der Hauptmann der königlichen Garde entgegen doch Kaja strich mit ihrer flachen Hand über seine Wange. "Ich danke euch für eure Loyalität". "Ihr würdet sicher so viele von diesen tapferen Männern töten, wenn ihr könntet". Der Blick des Hauptmannes sprach Bände. Erst jetzt zeigte sich ein kleines, sanftes Lächeln der Königin und dennoch wirkte es nach wie vor einfach nur aufgesetzt. "Es wäre nicht der Sinn meines Vaters, wenn ihr weiteres Blut vergießt, unschuldiges Blut". "Unschuldig?!", doch Kaja legte dem Hauptmann ihren Zeigefinger auf seine Lippen, um ihm zu verdeutlichen, still zu schweigen.

"Wenn es der Wunsch des Parlamentes ist, werde ich mich beugen, wenn es der Wunsch der Kirche ist, werde ich meine Pflicht erfüllen und abdanken". Erst jetzt drehte sich Kaja wieder zu ihrem Bruder um, so schnell wie das Eis verschwand, tauchte es urplötzlich wieder auf. "Euer Gnaden!", die Ritter der Inquisition sahen, dass sich eine dünne Eisschicht über den Boden aufgebaut hatte und an den Füßen des Prinzen hoch zu kriechen schien. "Und, wenn es dein Wunsch ist Bruder, dass ich den Weg für den Thron frei mache, werde ich diesem nachkommen". Ihr Blick bohrte sich fester in den des Prinzen welcher ein eigenartiges Empfinden spürte. Gerade so, als hätte er einen schweren Verrat begangen. "Behandle das Volk stets mit Respekt, die kleinen mehr, als den hauseigenen Adel". "Höre den Menschen zu". "Übe keine Gewalt an Unschuldige, zeige Gnade". Das Eis wurde stets dicker. "Es ist nur bedauerlich, dass du den Willen Gajas nicht erkennst". Ohne ein weiteres Wort zu wechseln, übergab Kaja das Zepter sowie die goldene Krone ihrem Bruder. Den Blick stets nach vorne gerichtet, schritt sie mit den Palastwachen zurück zum Palast. Das Eis um seine Füße zerbarst in Tausende Splitter. Kaja drehte ihr Haupt zum pechschwarzen Vollmond. Ein roter Stern leuchtete auf und schien sein Licht auf ihr Haupt zu werfen.

Rosered_Strauss
03.06.2016, 17:51
http://abload.de/img/fenia27cki8.png"Ich hoffe, dass Ihr diese Rose nicht als Symbol für Euer Ziel seht - denn ihre Schönheit mag ewig währen, aber es ist die Schönheit einer nicht verrottenden Leiche; keine lebendige Schönheit. Sie ist kalt, hart und leblos." Mit diesen Worten verabschiedete sich die Hohe Inquisitiorin. Als Fenia dann Kaja und Kruber im Garten zurück liess, brummte ihr Kopf. Crim hatte sich als eine angenehme Überraschung heraus gestellt; war sie doch in der Lage gewesen, auf das Wesentliche zu achten und sich weitestgehend aus dem Streit heraus zu halten, genau wie sie selbst es vorhatte. Dennoch war die Uneinsichtigkeit der jungen Königin etwas, was Ihr Kopfschmerzen bereitete. Doch noch mehr als das - Sie spürte Kajas Blick in Ihrem Rücken, während sie ein mulmiges Gefühl in ihrem Brustkorb verspürte. Ein unangenehmes Ziehen und Stechen, ganz so... ganz so, als würde ihre Entscheidung sie... schmerzen. Fenia schüttelte geistesabwesend den Kopf. Das musste am Gift liegen. Eine andere Erklärung konnte es nicht geben. Sie hatte das richtige getan, und Sie hatte es über die Jahre geschafft, mit dem Gefühl des Schmerzes abzufinden; das ihr stetiger Begleiter war. Warum sollte es ihr weh tun, wenn Sie ehrlich Ihre Ansicht sagte; nicht nur zum Besten des Reiches und seiner Menschen, sondern auch zum Besten Kajas? Das ergab keinen Sinn. Es musste das Gift sein, beschloss Sie.

Der Rest des Abends verschwand in einem Schleier aus Geschäftigkeit, an den Sie sich nicht so recht erinnern musste. Sie führte eine scheinbar ewig währende Unterredung mit den anderen Hohen Inquisitoren; als Sie gemeinsam den besten Kurs für die kommenden Tage erdachten. Anschliessend gab Sie etliche Order an diverse Inquisitionsmitglieder weiter, die mit Umsicht ausgeführt werden mussten - obwohl die Zeit drängte, durfte man es nicht an der mangelnden Umsicht mangeln lassen. Als Sie endlich fertig war, war der Mond schon längst aufgegangen, sodass Sie in nur spärlich beleuchteter Dunkelheit zu ihrem eigenen Quartier schritt. Dort angekommen, schälte Sie sich als Allererstes aus Ihrer Rüstung, die sie den gesamten Tag getragen hatte. Walküre hin oder her, eine derart lange Zeit in einem Haufen Stahl zu verbringen, drückte auch Ihr auf die Schultern. Sie war dankbar, dass man daran gedacht hatte, Ihr ein warmes Bad einzulassen, welches Sie auch unverzüglich nahm. Als sie das warme Wasser auf Ihrer Haut genoss, liess sie gerade die heutigen Geschehnisse Revue passieren, als sie spürte, wie etwas weiches Ihre aus der Wanne hängende Hand anstupste. Sie öffnete Ihre Augen und sah die pechschwarze Katze, die Ihre größte Bezugsperson war. "Na, meine Kleine?" meinte Fenia mit einer weichen Stimme, die nur für Sie reserviert war. Kurzerhand begab Sie sich aus dem Wasser, trocknete sich ab und nahm die geduldig wartende Katze auf den Arm. Sie schnurrte kehlig, als die von fast Allen Menschen gefürchtete Hohe Inquisitorin, die 'trauernde Heilige', zärtlich mit ihren Fingern durch das Fell des kleinen Geschöpfes fuhr. "Ich beneide dich, weisst du?" meinte Sie leise, während Sie Ihre Freundin in den Armen wog, ohne jedoch damit aufzuhören, diese zu streicheln. "Du kannst einfach sein, wer du bist... wer auch immer du sein willst. Diese Freiheit habe ich nicht; ich hatte Sie noch nie..." Sie seufzte und schmiegte Ihre Wange an die der Katze, die die Augen geschlossen hatte und das Ganze genüsslich kommentierte. "Aber ich verstehe es ja... niemand will diese Aufgabe gerne ausführen. Stets alles richtig machen; und wenn einem einmal ein Fehler unterläuft, werden dennoch alle sagen, dass es gut und richtig war... Nur hinter hervor gehaltenen Händen flüstern Sie. Werfen mir Blicke zu, Blicke voller Angst und Zorn. Ich könnte ja bei Ihnen vorbei kommen. Könnte ja all die schmutzigen Geheimnisse aufdecken; die sie so sorgfältig hüten und verbergen. Selbst Ihre Majestät ist da nicht anders... aber man kann es ja niemandem verdenken. Ich bin ja auch keine nette Person; und das Blut auf meinen Händen wasche ich auch in Jahrzehnten nicht ab." Sie atmete tief ein und aus, als Sie die Katze absetzte, die Ihr mittlerweile vermittelt hatte, dass sie lieber wieder auf eigenen Pfoten stehen würde. Fenia warf sich nur noch Ihr Schlafgewand über, ehe Sie die Erschöpfung des Tages auch mit einem Schlag einholte und Sie in Schwärze versinken liess.

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Am nächsten Morgen war es das feste Klopfen eines Panzerhandschuhs, der Isenhorn aus seinem Schlaf aufschrecken liess. Die Sonne war gerade erst über den Horizont gestiegen, und so rieb er sich müde den Nasenrücken, ehe er sich etwas überwarf und bereits fragend in Richtung Tür rief, wer ihn denn schon um diese Tageszeit sprechen wollte. Als Antwort darauf öffnete Fenia die Tür, bereits in ihre volle Amtstracht gekleidet. Ohne dem noch halb entkleideten Isenhorn einen weiteren Blick zuzuwerfen, begab Sie sich in Richtung des edlen Tisches, der in seinen Gemächern stand, und griff sich einen Stuhl; der vor diesem zu finden war. "Mir ist zu Ohren gekommen, was Ihr gestern getan habt." meinte Fenia betont neutral und fixierte schliesslich den Prinzen mit Ihren blutroten Augen, als dieser sich endlich soweit es ihm möglich war angekleidet hatte. Sie verschwendete keinen Atem auf weitere Worte, sondern sah Ihn nur mit undurchdringlicher Miene und stechendem Blick an, während Sie auf etwas zu warten schien - eine Erklärung, eine Rechtfertigung, ein 'was-tut-ihr-bereits-hier'. Er konnte es nicht genau sagen.

Kinggek
03.06.2016, 18:45
http://fs5.directupload.net/images/160510/b4dbl5md.png

Kurz nachdem Fenia sie verlassen hatte tauchte der Prinz auf. Krüber schmerzte es als er schon ahnte was nun kommen würde. Innig hoffte er sehr, dass Isenhorn seine Ansicht teilen würde der Königin noch etwas mehr Zeit zu geben. Sie als eine Schwester auf die Seite zu ziehen und mit ihr zu reden, anstatt sie sofort als Königin zu betrachten. Dem Hauptmann gefielen die radikalen Entscheidungen der Königin genauso wenig wie dem Rest der Meute, doch alle handelten sie ebenso überstürzt wie auch Kaja es mit ihren Worten vollbrachte. Mit der eisigen Kälte die sich über den Garten legte was es der Wind der diese Kälte gegen den Prinzen und sein Gefolge wehte. Die Worte des Prinzen sowie, der Auftritt der der Mitglieder des Parlaments, brachten das Blut in seinen Adern zu kochen. Krüber verstand einfach nicht wieso jeder Eile zum handeln hatte. Ihre Aussagen waren schwerwiegend und undenkbar. Doch keiner von den Anwesend hatte es auch nur annähernd versucht sich in ihre Lage zu versetzen oder sie näher auf ihre Ansichten anzusprechen. Einzig die Nachteile, die Auswirkungen wurden ihr entgegen geworfen. Allen voran war es ihr eigen Fleisch und Blut die sie in die Ecke drängte. "Der König ist verstorben und das erste wo zu ihr im Stande seid ist es euch zu streiten?" dachte sich Krüber wütend. Als der Prinz seine Gedanken nun endlich laut aussprach, zückte der Hauptmann sein Schwert und stellt sich zwischen den beiden. In seinem ganzen Leben ist ihm das Stahl nie so Schwer vorgekommen wie in diesem Moment. Vieles Verband den Prinzen und den Hauptmann als es beiden wohl Lieb war, doch das Schwert gegen ihn zu erheben, daran hätte er bis zu diesem Zeitpunkt nicht einmal den kleinsten Gedanken verschwendet. Nicht die Entscheidung war es die ihn zu dieser Aktion leitete sonder die Naivität des Prinzen sich so sehr von seinen eigenen Gedanken leiten zu lassen. Den Fehler an seiner Schwester konnte er erkennen, doch den eigenen Fehler den er begann leider nicht. Ein leichtes lächeln huschte über den Lippen des Hauptmannes, nachdem sich noch zusätzlich die wohl neuen Beschützer des Prinzen ihn und die Königin einkreisten. Der einzige der ihm parollie bieten würde, wäre einzig der Prinz gewesen. Der Rest der Schauspieler in diesem Theater wären ihm alle seinem Schwert zum Opfer gefallen. Auch wenn er es anschließend nicht überleben würde, wäre er dennoch in der Lage gewesen Kaja aus dieser Lage herauszubringen. Seinen Titel verdankte er nicht nur seinem vormaligem Hauptmann sondern auch seinen Fähigkeiten, nur aus diesem Grund kannte man ihn auch unter seinen zweiten Namen.

Doch es war Kaja die ihn aus seinen Gedanken riss und ihn beruhigte. Auch wenn sie kühl und emotionslos wirkte, konnte er die wärme in ihren Worten spüren. Langsam lockerte er seinen Griff und ließ sein Schwert auf den Boden fallen. Die Erleichterung in den Augen des Prinzen sowie in den Gesichtern der anderen konnte er nur zu gut wahrnehmen. Doch auch er war erleichtert das, all das hier nicht ausgeartet ist. Und wieder konnte er den verstorbenen König verstehen wieso er Kaja diese Bürde überlassen hatte. Mit einem eher trostlosem Blick folgte er dem Willen der Königin und wehrte sich nicht, als der Prinz sie Abführen ließ. Krüber hingegen wurde von ein paar Wachen in seine eigene Kammer gebracht und trotz Kajas Worte das er nichts unternehmen solle, wurden zwei Posten vor seiner Kammer aufgestellt.

In seinem Zimmer, der ihm großzügiger Weiße als eine Art Zelle diente, befreite er sich von seiner Rüstung und zog den kalten Holzboden seinem Bett vor. Langsam kniete er sich hin und lehnte sich an die Bettkante. Die Füße zog an sich und verrschrenkte seine Arme darüber. Die Augen geschlossen versuchte er die Wut und den Zorn der in ihm zum explodieren schien zu besänftigen. Bis auf den König, hatte nicht ein einziger Lebender den Hauptmann beim Beten gesehen. Leise und mit einem sanften Ton flüsterte er "Mutter... zeig mir wenigstens den Weg um es zu verstehen."
Ein sanfter Wind gleitete an der Wange des Hauptmannes entlang, genau an der Stelle an den Kaja ihn heute schon zweimal berührt hatte, obwohl alle Türen und Fenster in der Kammer geschlossen waren. Der Zorn und die Wut in seinem Inneren ebbte immer weiter ab bis er diesen sanften Wind spürte. Langsam öffnete er seine Augen mit dem ersten Sonnenstrahl der ins Zimmer schien und seine Augen blendete meinte er Fast die Konturen der Königin zu sehen.

Auren
03.06.2016, 20:52
http://fs5.directupload.net/images/160513/do8hdg6n.jpg
Crim wurde übergangen und das von dem Prinzen. Eigentlich wollte sie ihm mit ihren Befehlen die Handlungsfreiheit nehmen. Damit er eben genau dies nicht tun konnte, aber es ist dennoch geschehen. Crim explodierte in ihrem Arbeitszimmer. Papiere wurden umher geworfen.
Wut entbrannt eilte die Kriegerin zum Prinzen nur um seine Meinung zu dem Vorfall an hören zu dürfen. Er schien zu wissen, dass ihr gerade die Hände gebunden waren.
Ihre Offiziere durfte sie nicht bestrafen. Am liebsten hätte sie jeden einzelnen degradiert. Leider waren es fähige Männer die man nicht so einfach entbehren konnte. Also beließ Crim dies erst einmal.
Sie ging wieder nach draußen nur um ihre Wut an einer Wand zu entladen. Indem sie schon mit der verletzten Hand dagegen schlug. Ein Blutiger Abdruck und Schmerzen waren die Folgen.
„Behaltet mir den Prinz im Auge. Ich möchte nicht, dass er erneut irgendwas dummes tut.“ Befahl sie zwei Gardisten. Mehr war im Moment nicht möglich.
Sie könnte ebenfalls eine Revolte anstreben, aber damit würde sie ihre eigenen Gefühle verraten.
Somit konnte die Stellvertreterin nur auf den nächsten Zug der zerstrittenen Parteien abwarten.
In der Zeit hieß es ruhe bewahren.
Ihre Hand ließ sie erneut von einem Heiler versorgen. Diesmal sorgte der gute Mann, dass die Kriegerin ihre Hand gar nicht bewegen kann. Sonst würde diese Wunde nie richtig verheilen. Natürlich wurde auf ihren Wunsch Wasserfeste Verbände benutzt.

In ihrer Kammer entledigte Crim jeglichen Stoff und stieg in die Badewanne. Ein Luxus den sie sich nie nehmen lassen würde. Das warme Wasser, sowie die gut duftende Seife beruhigten Crim´s Gemüt ein wenig, aber regte die Kriegerin etwas zum nach denken an.
„Seine voreiligen Schlüsse und die Revolte müssen ein Ziel haben. Er hätte sich doch selbst zum König krönen lassen können. Stattdessen scheint er zu ruhen. Führt er noch etwas im Schilde? Und warum unternimmt die Königin nichts dagegen. Fragen kann ich sie ja nun nicht mehr.“
Es war zum verzweifeln. Politik war nie ihre Stärke. Damit Crim wieder einen klaren Kopf bekam, tauchte sie kurz unter und hielt die Luft an. Nach wenigen Sekunden tauchte sie wieder auf. Dies tat sie immer. Beim Auftauchen kam ihr auch gleich eine gute Idee. „Ich werde mir Morgen frei nehmen und mich umhören was die Stadtbewohner zu sagen. Immerhin haben auch sie etwas zu sagen.“ Nun stieg die Stellvertreterin aus der Badewanne und trocknete ihren Körper mittels eines Handtuches ab. Welches achtlos zu Boden gefallen lassen wurde. Danach zog Crim frische Unterwäsche an und schrieb noch schnell einen Brief an ihre Offiziere. Indem nur drinnen steht, dass sie den morgigen Tag nicht erreichbar sein wird. Maximal Abends für ein zwei Stunden. Nachdem sie fertig, begab sich Crim ins Bett und schlief diesmal nicht ganz so rasch ein wie üblich, aber trotzdem fand sie ihre Ruhe.

Am Morgen übergab sie das Schreiben einer Bediensteten. Ihre Anweisung war klar. „Lege dieses Schreiben in meinen Arbeitszimmer.“ Dann streifte sie sich ein Kleid über. Ein rotes, passend zu ihren Haaren. Damit würde sie nur wenig auffallen da draußen in der Stadt. Zudem konnte sie auch noch gleich etwas einkaufen gehen. Kleine Dinge die langsam zu neige gingen.

Constantine
03.06.2016, 23:25
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Kaja warf noch einmal einen letzten Blick auf den einst so prächtigen Rosengarten ehe die Palastwachen ihre ehemalige Königin zurück in ihre Gemächer führten. Noch bevor man ihre Gemächer schloss, bat Kaja eine der Wachen um einen Gefallen. "Könnt ihr Hauptmann Krüber etwas für mich ausrichten?". Der Ritter nickte leicht. "Sagt ihm er brauche sich um mich keine Sorgen zu machen, sagt ihm er solle wie gewohnt seinen Pflichten nachkommen und den Prinzen unterstützen". "Ja, Prinzessin". Dann wurden ihre Zimmertüren auch schon verriegelt. Niemand durfte rein oder raus.

Ein eigenartiges Gefühl brodelte in Kaja. Konnte sie es nicht richtig deuten. Ihre Gedanken kreisten um die letzten zwei Tage. Der Tod ihres Vaters saß immer noch tief in ihrer Seele. Während es draußen langsam nacht wurde, konnte die Prinzessin kein Auge zutun. Es zog sie auf den Balkon, wo sie zu früherer Zeit oft mit ihrem Vater auf der Holzbank gesessen und den Rosengarten betrachtet hatten. Mit einer dicken Wolldecke umschlungen saß Kaja auf der Bank, die ihr jetzt viel größer vorkam und wartete darauf, dass der Sonnenaufgang kam. Den Blick stets nach vorne gerichtet, waren ihre Gedanken an die kommende Trauerfeier um den König gerichtet. Sie war nun gefangen, gefangen in einem goldenen Käfig aus dem es keine Wiederkehr gab.

Ironhide
04.06.2016, 04:09
http://abload.de/img/isenhorn2skg8.png
Die Nacht war noch kürzer als die zuvor, was an Isenhorn seiner Laune weiter zerrte. Das Klopfen von Fenia setzte sich in seinem Kopf fort, obwohl die Walküre schon längst in seinem Schlafgemach war. Nicht sofort reagierte er auf Fenia, ihm war eigentlich nicht jetzt schon nach einem Gespräch mit ihr, wollte das eigentlich erst später machen. Aber jetzt wäre genauso gut, trotz leerem Magen. Seid gestern Morgen hatte er nichts mehr gegessen.
„Mich hätte es gewundert, wenn es an euch vorbeigegangen wäre. Die ganze Stadt redet davon.“, brummte er. Fenia aber sah ihn weiter an, ohne etwas zu erwidern. Diese stechend, roten Augen waren dabei das schlimmste, und sie machte keinerlei Anstalten, wegzusehen.
„Ich bin sicher, ihr habt bereits die Details erfahren, ihr habt ja Augen und Ohren überall....“ Isenhorn brauchte ihr sicher nicht erklären, was vorgefallen war. Die Inquisition war ja vor Ort und hatte mit Sicherheit genausten Bericht erstattet, dessen war sich der Prinz sehr sicher. Daher würde Fenia auch wissen, das die Männer der Inquisition im Ernstfall nicht ihre Waffen erhoben hätten. Isenhorn hatte der Kirche versichert, das kein Ordensangehöriger eine Waffe erheben würde, selbst wenn es zu einem Schlagabtausch gekommen wäre.Die Männer der Kirche sollten Kaja zeigen, das selbige sich nicht dem Willen der Königin beugen würde. Sie waren also nur Show. Gaia sei dank, wusste davon niemand etwas.
Immerhin galt gleiches für die königliche Garde, aber das würde er Crim heute noch erläutern, im laufe des Tages. Fenia, davon ging er aus, kannte seinen gesamten Plan, auch wenn sie ihn damit nicht konfrontierte. Es war oft so, das sie Dinge wusste, die man ihr nicht erzählt hatte.

Er Schwieg wieder, hatte sich vor seinem Fenster plaziert und blickte nach draußen. Er wirkte sehr nachdenklich, vielleicht auch etwas verunsichert, wie er dort so stand, dabei den Blick von Fenia regelrecht im Kreuz spürend.
„Sie ist nicht meine Schwester.“, platzte es aus ihm raus. Fenai zeigte jetzt sicher eine Reaktion, aber die sah er ja nicht, da er sie nicht ansah. Als er sich aber zu ihr drehte, war da nur dieser Blick mit den roten Augen.
„Was ich meine... Kaja war eine Frohnatur, stets gut gelaunt, unbekümmert und konnte selbst einen trauernden wieder zum lachen bringen. Ihr wisst sicher, was ich meine.“ Wie konnte man das auch nicht wissen,.
„Aber seid Vaters tot... das ist nicht meine Schwester, nicht die, die ich kenne und liebe. Vaters tot muss sie verrückt gemacht haben. Sie hat sich komplett verändert.“

Isenhorn wusste nicht, ob es das war, was sie hören wollte, er wusste nicht mal, ob er das selbst hören wollte. Aber je länger er darüber nachdachte, desto weniger konnte er sich einen Reim darauf machen. Kaja hatte sich binnen einer Nacht verändert, sehr verändert.
Isenhorn wusste zwar, wie er die Wogen in der Stadt wieder glätten konnte, kurzfristig zumindest, wusste wie er einen Teil von Kajas Ideen so umsetzten konnte, das niemand einfach vor den Kopf gestoßen wurde und er hatte einen Plan für den Wiederaufbau des Elendsviertel, dessen sich Kaja sicher auch zuerst angenommen hätte. Aber er wusste nicht, was er von seiner Schwester halten sollte.Und das war das schlimmste an der ganzen Sache.
„Ich weiß ehrlich nicht, ob es richtig für sie war, was ich getan hab, aber es war richtig, um einen Bürgerkrieg zu verhindern. Ich habe geschworen, das Reich zu schützen, vor Feinden von Außen und auch Innen. Aber nicht mal im Traum wäre mir eingefallen, das jemals meine eigene Schwester die größte Gefahr für das Reich darstellen würde. Ich habe meine Pflicht dem Volk gegenüber getan, nicht nur dem Adel, allen Menschen. Die Adelshäuser wären früher oder später über die Stadt hergefallen. Hunderte wären gestorben, Männer wie Frauen, Kinder wie Alte. Kaja und mich hätte man dann sicher gehängt...“
Isenhorn malte sich erneut aus, was hätte passieren können, wenn er nicht die Initiative ergriffen hätte. Und egal wie er es drehte, jedes mal endete es mit einem grauenvollen Tod von ihm und seiner Schwester. So lebte sie wenigstens und könnte früher oder später den Thron einnehmen, sobald er die Vorarbeit geleistet hatte. Wenn sie denn dann endlich sah, das es anders ebenso ging.
„Und nun, wollt ihr über mich richten?“

Rosered_Strauss
04.06.2016, 15:00
http://abload.de/img/fenia27cki8.pngFenia liess sich Zeit mit ihrer Antwort, nachdem Isenhorn seine Ausführung beendet hatte. Sie merkte, wie sich ihr unverändertes Starren und das sich dahin ziehende Schweigen auf seine Nerven auswirkten. Den Prinzen zunehmend nervös zu sehen, brachte Ihr eine eigenartige, grimmige Befriedigung; die dem aktuellen Chaos und dem in Ihr brodelnden Zorn zuzuschreiben war. "Was ich will, ist in diesem Falle nicht annähernd so wichtig wie das, was das Volk will." meinte sie schliesslich. "Ja, es war richtig, die Königin in Gewahrsam zu nehmen, um den Adel zu befrieden. Doch für die einfachen Bürger - diejenigen, die durch Ihre Reformen am meisten profitiert hätten - habt Ihr ein Zeichen gesetzt. Ein Zeichen, dass ihre Hoffnungen auf mehr Gerechtigkeit nicht eintreffen werden; indem Ihr Ihre größte Befürworterin eingesperrt habt. Erst seit jüngster Zeit ist Eure Schwester derart radikal geworden. Zuvor kannte man Sie nur als die sanftmütige Idealistin, die sich ohne Unterlass für die Bewohner dieses Königreiches einzusetzen versuchte. Sie war ein Symbol für die einfachen Leute - ein Symbol, dass Ihr Ihnen genommen habt. Der Adel mag befriedet sein, doch zugleich ist das einfache Volk angestachelt worden. Schon jetzt höre ich aus allen Ecken und Enden der Stadt, wie der Unmut rapide wächst." Fenia saß nach diesen Worten wieder still da, hob jedoch die Hand, als Isenhorn zu sprechen ansetzte.

Das Schweigen zog sich erneut hin, als sie fortfuhr: "Auf diese Art und Weise kommen wir an einem Bürgerkrieg nicht vorbei. Daran besteht für mich kein Zweifel. Und sowohl Ihre Majestät (-> Kaja) als auch Eure Hoheit (-> Isenhorn) habt daran Teil und seid nicht unschuldig. Missversteht mich nicht - es geht jetzt nicht mehr darum, wer zuerst angefangen hat. Es geht jetzt darum, diese Katastrophe zu überstehen, ehe wir uns in einem Krieg wiederfinden." Fenia erhob sich, während ein inneres Feuer in Ihren Augen zu brennen begann. Ein Schauer lief Isenhorns Nacken herab, als sein Blick unweigerlich von dem düsteren Zweihänder auf Ihrem Rücken angezogen wurde. Karyptius. Das Richtschwert, welches den Tod als gnädige Strafe erscheinen liess... "Dieser Konflikt muss von beiden Königskindern beigelegt werden. Ich weiss, dass einige Adlige Euch gekrönt sehen wollen; während Eure Schwester in ihrer Zelle verrotten soll. Dies ist etwas, was nicht geschehen darf. Einigt Euch mit Ihr! Ich werde mein Urteil Euch gegenüber davon abhängig machen; wie Ihr diese Krise bewältigt. Aber in aller Offenheit - manche hohe Mitglieder der Kirche sehen diesen 'Verrat an der Krone' als Straftat an, die ich mit gebührender Härte richten soll; ganz gleich, wie ehrbar Eure Motive sein mögen. Daher biete ich Euch folgendes an: Ich werde Euch Zeit verschaffen. Ich werde mir die Aufmerksamkeit des Adels, der Kirche und des Volkes für einige Zeit sichern. Doch es werden nur Tage sein, ehe Sie sich wieder diesem Dilemma zuwenden werden. In dieser Zeit liegt es an Euch, alles in Eurer Macht stehende zu tun, um eine Lösung zu finden."

Nach diesen Worten wendete sie sich ab, und ging weiten, zielstrebigen Schrittes auf die Tür zu. Doch kurz bevor Sie sie öffnete - ihre Hand lag bereits auf dem Türgriff - sprach Sie Isenhorn noch einmal an, jedoch ohne sich umzudrehen. "Ich mag zwar gesagt haben, dass ich mein Urteil aufschieben werde - doch rechnet damit, dass die Inquisition im Rahmen der nächsten Tage auf Euch zukommen wird. Mit mir an der Spitze. Seid am besten schon diese Mittagsstunde auf dem Marktplatz und werdet Zeuge davon, wie Ich Euch Zeit verschaffen werde. Ich werde Euch nicht mehr sagen; denn je mehr Ihr wisst, desto größer die Chance, dass ich Euch weniger Spielraum gewähren kann als geplant."

Ironhide
04.06.2016, 22:12
http://abload.de/img/isenhorn2skg8.png
Es nahm und Nahm kein ende, egal wie man es drehte, entweder würde der Adel sich auflehnen, oder aber aber das Volk. Im Grunde kam es nur auf eins an. Zeit.
„Ich werde da sein, verlasst euch drauf.“, antwortete er Fenia, die daraufhin aus seinen Gemächern verschwand.
Zeit war der entschiedene Faktor. Und die hatte er gewonnen. Nur wie viel? Einige Wochen? Nur ein paar Tage? Oder aber hatte das Volk aufgrund dessen, das Kaja so dermaßen schnell abgesetzt wurde, resignierend und akzeptiert das sich nichts ändern würde? Nein, darauf konnte, ja durfte Isenhorn nicht spekulieren. Sein Glück bei der ganzen Situation war, das die armen Menschen der Stadt nicht organisiert sind, bis sie eine Revolte zum laufen bringen konnte, hatte er die Möglichkeit dagegen zu steuern, und somit noch mehr Zeit zu gewinnen.
Gestern hatte er bereits die ersten Weichen dafür gelegt. Heute würde er die ersten Schritte wagen, um die Stadt etwas zu beruhigen. Er rief einen seiner Bediensteten zu sich und sagte ihm, das er den Lagermeister und den Schatzmeister gerne sprechen würde. Der Diener gehorchte und verschwand augenblicklich um nur wenige Minuten später die gewünschten Männer zu ihm zu führen.
Als sie in seine Gemächer gebracht wurden, war Prinz Isenhorn inzwischen wieder in voller Tracht zu sehen und saß am Ende seines edlen Tisches, an dem zuvor Fenia gesessen hatte.
Der Schatzmeister legte sogleich seine Bücher auf den Tisch, er konnte sich schon ahnen das es um die ging. Allerdings wollte Isenhorn zuerst mit dem Lagermeister reden, da er an ihn das dringliche Anliegen hatte.

„Ja, unsere Kammern sind alle voll, wir haben reichlich Vorräte an Getreide, eingelegtem und gepökeltem Fleisch und Fisch jeder Art, Kartoffeln, Möhren, Erbsen und Linsen, Eier, Reis, Bohnen, Speck, Äpfel, Birnen, Kürbisse, Melonen und unzählige andere Köstlichkeit. Die Küche kann auch alles zubereiten, was ihr wünscht. Für die Festlichkeiten wurden keine Mühen gescheut. Wir können damit fünfhundert Mäuler stopfen, drei Monate lang.“
Das grenzte für Isenhorn schon an Völlerei, er war geschockt denn das war um Längen mehr, als er sich je erhofft hatte. „Woher kommt das alles bitte?“
„Nun, die Häuser rund um die Stadt, haben auf Anweisung des Parlaments diese Vorräte beschafft, um die Zeremonie gebührend zu Feier. Ein fünftägiges Turnier ist angesetzt, morgen sollen die Aufbauten der Festzelte beginnen.“
Isenhorn wusste nicht, was ihn mehr schockierte. Von dem Fest und dem Turnier wusste er aber das es solche Ausmaße annehmen sollte, das war ihm neu. Er hatte sich nicht um solcherlei Dinge gekümmert, nun aber wurden ihm die Ausmaße aufgezeigt.“
„Wer hat das angeordnet und abgesegnet?“
„Euer Vater, Mylord.“
„Mein Vater?! Ganz bestimmt nicht.“, gab Isenhorn kühl zurück. Ja das er ein fest zu ehren seiner Tochter angesetzt hatte, dessen war er sich bewusst. Aber das es so dermaßen Dekadent ablaufen sollte, war neu. Aber das kam ihm sehr gelegen, denn das konnte er nun nutzen.
„Sagt das Turnier ab. Es wird keine Feierlichkeiten geben.“
„Aber eure Krönung...“
„Bitte was?!“, fuhr Isenhorn den Lagermeister an. „Es wird keine Krönung geben, nicht in so einem Ausmaße! Das ist alles gestrichen. Baut die Zelte im Elendsviertel auf und verteil Das Essen dort. Wenn wir so viel haben, könnt ihr dreiviertel der Vorräte nehmen und verteilen. Unsere Gäste reisen eh bald ab, insofern brauchen wir das alles nicht und es würde nur gammeln und noch mehr Ratten anziehen, als eh schon durch unsere Mauern kriechen!“
Der Lagermeister wollte noch etwas erwidern, aber Isenhorn winkte ab. „Ihr dürft gehen.“ Er schnappte sich ein Stück Pergament und fing an, etwas darauf zu schreiben. Der Schatzmeister räusperte sich, fühlte er sich doch ein klein wenig vergessen.
„Verzeiht, Lord. Aber ich möchte das hier nur so schnell wie möglich beim Parlament wissen. Ich sage alle Feierlichkeiten ab, es wäre eh fatal nun noch irgendwelche Zeremonien durch zu führen.“ Als er fertig geschrieben hatte, setzte er seine Unterschrift darauf und versiegelte es mittels Wachs und seinem Zeichen. Dann winkte er einen Diener heran, dem er den Auftrag gab, das umgehend dem Parlament zu geben.
„So, nun zu euch. Ich komme gleich zur Sache. Das Vermögen meines Vaters, wurde das schon aufgeteilt?“
„Nein,m aber ich habe bereits die umfassende Aufstellung bei mir, wenn ihr sie sehen wollt.“
„Zeigt sie mir.“
Der Mann nickte und schlug das Buch auf, in welchem die Finanzen der Familie Willenstein aufgezählt wurden. Nach einigem Blättern drehte er es um, so das Isenhorn alles lesen konnte. Etwas verdutzt sah er in das Buch, dann zu dem Schatzmeister, dann wieder zu dem Buch.
„Ist das etwas alles?“
„Ja, mein Prinz.“
„Das ist weit aus mehr, als ich gedacht hätte.“
„Nun ja, euer Vater hat damals bei der Machtübernahme ja seine Doktrin durchgesetzt bekommen, keine Gewalt irgendjemanden gegenüber im Reich und auch außerhalb. Dementsprechend hat er fast alle Soldaten in seinen Diensten entlassen. Anders als die restlichen Adligen, hat er das durchgesetzt. Die meisten sind zur Palastwache und der königlichen Garde gegangen, wo sie aber sehr viel weniger verdienen. Das ganze Gold hat er über die Jahre gehortet.“
Isenhorn war sichtlich verblüfft. Die Vorräte im königlichen Lager reichten für eine Woche, wenn er den Großteil verteilen lassen würde, das Gold, das seinem Vater gehört hatte, würde für Baumaterial ausgegeben werden. Es war eine Menge Gold, jedoch nicht ansatzweise genug. Damit könnte er das Elendsviertel auch nicht komplett aufbauen, aber es wäre ein Anfang. Es war zwar mehr, als er Gedacht hatte, aber bei weitem nicht genug. Allerdings war das der Weg, wie er den Adel dazu bringen konnte, von selbst aktiv zu werden – mit ein wenig Überredungskunst. Immer ein kleinen Teil, Woche für Woche, zum Wiedertaufbau der Hauptstadt. Man mochte es kaum glauben, seid dem großen Krieg ist viel Arbeit liegen geblieben, das war der erste Ansatz, den Isenhorn wählte. Die Adligen würde er überzeugen müssen, wenn einer Anfing und er es schaffte, ein paar wenige Adelshäuser dazu zu bringen mitzuziehen, würde der Rest sich nicht sehr lange verweigern können. Für die erste Woche würde sein Plan aufgehen. Er hatte Nahrung die er den Menschen geben konnte, hatte Geld für Baumaterial und sollte ihm das wirklich gelingen, würde er sogar Mittelfristig die Schicht der Kaufleute und Handwerker entlasten. Die Steuern für die würden in einem zweiten Schritt gesengt werden. Sein Grundgedanke war einfach. Würde er es damit schaffen, die Wirtschaft anzukurbeln, gäbe es mehr Arbeit. Mehr Arbeit bedeutet, mehr Menschen verdienen Geld, was auch hieße, mehr Menschen zahlen Steuern und das wiederum war für ihn der Schlüsse dazu, die Steuern etwas zu senken.

„Also gut. Nehmt das Geld von meinem Vater, zieht obendrein vom königlichen Haushalt die Schulden ab, die wir bei uns selbst haben und packt diese dazu. Mit diesem Geld, bauen wir unsere Stadt wieder auf.“ Der Schatzmeister sah Isenhorn mit einem überraschten Gesicht an.
„Mein Prinz, das kommt etwas unerwartet. Sagt mir, was habt ihr vor? Und seid ihr euch sicher, das Kaja auf den ihrigen teil verzichten würde?“
„Meine Schwester würde ihr letzten Hemd geben, wenn sie könnte. Und selbst wenn, derzeit kann sie nichts dagegen tun. Und wie ich schon sagte, ich möchte die Stadt wieder aufbauen.“ Isenhorn erklärte ihm in Groben Zügen, was er sich gedachte hatte und auch wenn der Schatzmeister skeptisch war, so musste er dem Prinzen doch zugestehen, das der Plan durchaus Sinn ergab und nicht der schlechtestes war. Kurzfristig konnte man damit Gemüter beruhigen, mittelfristig müsste der Adel Gold bereitstellen und erst langfristig würde es anfangen, sich selbst zu tragen, wenn es weniger Arme und Bettler gäbe, die Menschen dadurch etwas länger lebten, mehr Menschen arbeiteten und auch mehr Kinder in die Welt setzten. Doch würde der Adel nicht mitspielen, wäre das ganze für die Katz und obendrein war es fraglich, ob die Menschen solange die Füße still halten würden. Leider konnte Isenhorn nicht in die Zukunft schauen, dann wüsste er, ob sein Vorhaben auch Früchte tragen würde.
Als der Schatzmeister kurz darauf ging, hatte sich die Sonne nur gemächlich weiter in den Himmel bewegt. Sie stand nicht so sehr viel höher, kein Wundern, hatte war es gerade mal eine Stunde her, das Fenia ihn wach gemacht hatte.

Kinggek
05.06.2016, 12:05
http://fs5.directupload.net/images/160510/b4dbl5md.png

Nachdem das Scheinbild verflogen war richtete der Hauptmann sich langsam auf. Seine Gedanken waren Klar und er fühlte sich wieder etwas beruhigter als am Tag zuvor. Die Entscheidungen die am gestrigen Tag gefallen sind waren schwerwiegend und würden gute sowie schlechte Folgen mit sich bringen. Mit einem Bad versuchte er sich für den anstehenden Tag frisch zu machen und legte sich anschließend seine Rüstung an. Sein Schwert welches er im Rosengarten fallen ließ wurde ihm nicht wieder übergeben somit stand er nur in seiner Rüstung ohne irgend eine Waffe an seiner Hüfte. Kurz darauf klopfte es an der Tür und eine der Palastwachen, die nun dem Prinzen folgten, betrat die Kammer des Hauptmanns. Krüber hatte eigentliche mehrere Wachen erwartet die ihn dem Prinzen vorführen würden, doch am wenigsten hatte er eine Nachricht der Königin erwartet. Ein leichtes seufzen gab er von sich als er die Worte von Kaja über die Lippen der Wache hören musste.
"Ich danke euch für die Nachricht" sprach er zu ihm und fragte gleich darauf "Könnte ich sie zumindest vorher noch einmal sprechen?"
Die Wache verneinte diese Frage und wies auf den Befehl des Prinzen hin, das keiner sie besuchen durfte. Und wieder regte sich etwas in Krüber welches er mit einem weiteren seufzen zu unterdrücken versuchte. Zumindest durfte der Hauptmann sein Zimmer verlassen, doch auf Anweisung des Prinzen war es ihm wohl nicht gestattet sich außerhalb des Palastes zu befinden. Krüber bedankte sich bei der Wache und verließ anschließend seine Kammer. Die Posten die noch am Abend zuvor vor seiner Tür besetzt waren, standen nun leer. Wie es aussieht wollte der Prinz ihn nicht wie einen Gefangen behandeln. Für Krüber war das ein gutes Zeichen, denn so hat er viel mehr Möglichkeiten.

Als erstes suchte er die Barracke der königlichen Garde auf. Hinter diesen Gemäuern befanden sich dutzende von ihnen. Bis auf ein paar Ausnahmen waren sie fast alle vollständig an ihrem Rückzugsgebiet. Da es Momentan weder einen König noch einen Königin zu beschützen gab, hatte sie dementsprechend auch nichts zu tun. Die Reaktionen der Männer waren unterschiedlich als sie den Hauptmann erblickten. Krüber konnte in einigen Angst, Erleichterung, Hoffnung, Wut sowie Freude erkennen. Mit einem Handzeichen befahl er den Männern anzutreten. Auf seinen Befehl hin setzte sich die Meute in Bewegung und einer nachdem anderen reihten sich nebeneinander in drei Reihen ein. Nachdem jeder einzelne von ihnen seine Haltung eingenommen hatte sprach der Hauptmann zu ihnen. Da er all diesen Männern eine Erklärung schuldig war, erzählte er ihnen fast alles was er wusste. Bis auf ein paar Punkte die er lieber für sich behielt versuchte er es seinen Männern zu erklären. Klar hatte der Prinz seine Freunde und sein Gefolge auch unter der Garde, doch es waren seine Männer die er vor sich hatte. Jeder einzelne von ihnen wusste wozu der Hauptmann fähig war und jeder von ihnen respektierte ihn mehr als den Prinzen. Diese Männern, kamen aus gleichen Verhältnissen und alle von ihnen wussten welch einen Weg Krüber gehen musste um an diese Position zu gelangen. Mit festem Ton sprach er zu der Garde "Alle die nicht meiner Meinung sind haben nun meine Erlaubnis den Saal zu verlassen." Einige der Gardisten blickten irritiert zum Hauptmann auf und ein leichtes raunen ging durch die Garde. "Ich zwinge niemanden sich mir anzuschließen und bitte auch niemanden darum. Wenn ihr diese Ansichten nicht teilt dann habt ihr nun die Wahl unversehrt den Saal zu verlassen und den Weg zu nehmen den ihr für richtig haltet. Ich werde keinen von euch davon abhalten oder sonst irgendetwas mit ihm anstellen. Falls jemand von jedoch den Gedanken haben sollte sich mir nun in den Weg zu stellen, der möge nun vortreten."
Das Geflüster zwischen den Männern wurde immer lauter. Langsam teilte sich die Garde. Einigen von ihnen bevorzugten die Ausgänge des Saals. Andere wiederum verharrten auf ihren Positionen. Nur noch eine Handvoll Gardisten blieben zurück und für den Hauptmann wurde die Zeit auch schon knapp. Die Nachricht würde wohl in Kürze den Prinzen erreichen und er würde alles daran setzen das Krüber seinen Plan nicht ausüben könnte.

Krüber zögerte nicht mehr lange und erteilte die ersten Befehle. Als erstes wurde ihm sein Schwert wieder zurückgebracht. Danach wurde der Plan für das Kommende ausgearbeitet. "Und keine Toten..." fügte der Hauptmann seinen Befehlen hinzu. "Es sind immer noch unsere Brüder und Schwestern." Der eigentliche Plan wurde schnell ausgeführt. Die königliche Garde nutzte den Überraschungsmoment und schaltete eine Wache nach der anderen aus die zur Überwachung der Königin eingesetzt wurde. Krüber folgte seinen Männern und musste ab und an selbst eingreifen. Der Prinz hatte wohl nicht mit solch einem Plan gerechnet, weshalb die Wachen auch nicht besonders viele Waren. Ein anderer Teil der übrigen gebliebenen königlichen Garde bereite auch schon den Weg für die Flucht vor. Aus dem Anwesen unbemerkt zu entkommen wäre ein leichtes, da Krüber seinen Leuten auch den Befehl gab ihnen nicht zu folgen sondern sich zu ergeben und wenn möglich den Dienst anschließend zu quittieren. Da der Prinz diese Männer nicht bestrafen würde, weil sie nach Befehl des Hauptmanns handelten, konnte Krüber ohne schlechten Gewissen handeln. Wenn Isenhorn jemanden für seine Taten bestraft hätte, dann würde der Hauptmann nun nicht frei herumlaufen können. Leise, schnell und mit der Effizienz die sie tag täglich übten näherte sich die Gruppe dem Anwesen. Die letzten beiden Wachen vor den Gemäuern des Königs wurden Kampfunfähig gemacht und Krüber trat ohne großen Widerstand die Tür ein.

Ein paar Bedienstete des Hauses erschraken sich als der Hauptmann mit lautem Lärm auftauchte. "Legt euch einfach auf den Boden und wartet bis wir wieder weg sind." Auch hier war der Hauptmann froh darüber das seiner Forderung nachgekommen wurde. Viel der Diener des Hauses kannten Krüber, da er ein fast täglicher Gast des Hauses war. Zum einen weil er immer an der Seite der von Kaja war und zum anderern weil er auch den Prinzen sowie den König beschützen musste. Dann endlich stand er vor den Gemächern Kajas. Die verzierte Holztür die sich noch vor ihm befand, drückte er auf und betrat das Zimmer. Das Zimmer war kälter als alle anderen durch denen sie im Anwesen durchgegangen sind. Kaja befand sich auf dem Boden uns starrte ohne jeglich Emotionen aus dem Fenster nach draußen. Langsam drehte sie sich zum Hauptmann der nun auf sie zukam. Krüber wusste nicht ob sie froh, überrascht oder sogar enttäuscht darüber war das er sich nun bei ihr befand, da man keinerlei Emotionen im Gesicht der Königin erkennen konnte. Ohne weiterhin auf eine Reaktion zu warten packte Krüber sie am Arm und zerrte sie auf die Beine. Der Griff des Hauptmanns war fest und seine Schritte schnell als sie wieder zum Ausgang des Zimmers zusteuerten. Die einzige Erklärung die Krüber für sie hatte war, "Wir müssen uns beeilen". Mit diesen Worten verließen sie das Zimmer und erreichten nach kurzer Zeit auch schon den Vorhof des Anwesens. Hier standen schon die ersten Krieger der königlichen Garde bereit und zeigten ihnen den Weg. Krüber wollte so schnell wie möglich von hier verschwinden ehe der Prinz noch auf dumme Gedanken kommen würde.

Auren
05.06.2016, 14:33
http://fs5.directupload.net/images/160513/do8hdg6n.jpg
Schon recht früh, verließ die Kriegerin in ihrem roten Kleid die Kaserne. Heute wollte sie nichts mit dem treiben im Palast zu tun haben. Da war es ihr tausend mal lieber sich in der Stadt um zu hören. Kaum war sie auf einer recht belebten Straße, hörte man schon das Getuschel über Kaja´s Entmachtung. Auch Krüber soll angeblich in Ketten gelegt worden sein. Crim wusste das es nicht so war, aber sie schwieg darüber. Vielleicht auch gut so.
Die Gerüchteküche brodelt ja hier schon richtig. Im allgemeinen fühlen sich die Stadtbewohner sehr unsicher. Allein das der König nun tot war, war für das Volk ein großer Schock. Nun kam auch die Forderungen der Königin und die Revolte dazu.
Crim wollte gerade eine Straße weiter gehen als sie von einem älteren Mann aufgehalten wurde. Ihm viel die Hand der Stellvertreterin auf. Seine Sorge galt nur ihre Verletzungen. Crim musste ihn mehrmals versichern, dass alles halbwegs in Ordnung sei, aber dennoch bestand er darauf die Wunde anzusehen. Irgendwann gab sich die Kriegerin geschlagen und folgte ihm in seinem kleinen Geschäft. Er schien viele Arzneien zu verkaufen. Vermutlich wollte er ihr auch gleich etwas verkaufen. Doch dem schien nicht so. Mit geübten Handgriffen entfernte der Mann den Verband und schien sehr zufrieden zu sein, dass seine Sorge wohl überflüssig war.
Er holte eine Arznei und rieb diese Vorsichtig auf die Verletzungen ein. Danach wurde alles neu verbunden. Crim verspürte keinerlei Schmerzen mehr und ließ sich dann doch überreden diese Kräutermischung zu kaufen. Jeden Tag sollte sie etwas drauf reiben.
Die Kriegerin bedankte sich bei ihm mit einer leichten Verbeugung und ging danach auch weiter. Unterwegs kaufte sie noch einen Korb, Seife und etwas Obst. Auch ein Stück selbst gebackenen Kuchen konnte sie nicht wieder stehen. Natürlich hatte sie ihre Ohren bei dem kleinen Einkauf nicht verschlossen. Die Menschen auf den Straßen diskutierten heftig. Scheinbar würden sie auch nicht das Thema wechseln. In einer Taverne prügelten sich ein paar Männer, wegen einer Meinungsverschiedenheit. Die Stadtwache wollte gerade eingreifen als der kräftig gebaute Wirt die Unruhestifter selber zur Brust nahm. So sahen sie auch später aus. Man beließ es bei einer Meinungsverschiedenheit. Damit waren alle zufrieden.
Für die Stellvertreterin ging die Stadtwache etwas zu lasch vor, aber sie war dennoch mit denen einer Meinung. Am Mittag war die Kriegerin am Marktplatz. Dort wollte sie in Ruhe etwas essen, bevor sie weiter zu den Stadttoren aufbrechen wollte. Doch zuvor kaufte sie zwei Flaschen von ihrem Lieblingswein noch ein. Heute Abend würde sie ein Gläschen gönnen. Draußen an einer guten Taverne standen Tische und Stühle. Crim nahm dort platz. Bestellte sich auch gleich das Tagesgericht.

Constantine
05.06.2016, 15:27
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Im Laufe des frühen Morgens hatte Kaja ihren Platz auf der Holzbank verlassen. Ihr war nicht nach schlafen zumute, sogar das Frühstück der Bediensteten lehnte sie ab, da ihre Gedanken einfach um etwas anderes kreisten. Wie konnte ihr Bruder sie nur so verraten, so rücksichtslos hintergehen? Er hatte ihr ja nicht einmal Zeit gegeben, sich richtig zu erklären, geschweige denn das Parlament wollte ihren Weg überhaupt nicht hören. Jeder sah nur den Nachteil in ihren Plan, keiner den Vorteil. Würde es ein vereinigtes Land unter ihrem Banner geben, würde das Köingshaus zusammen mit der Kirche vereinigt, würde das wieder zum Ursprung des Glaubens führen. Plötzlich krachte es und Krüber betrat ihr Gemach. Mit emotionslosem Blick schaute Kaja zu dem Hauptmann auf, der ohne eine Erklärung mit festem Griff ihren Oberarm packte.

Kaja ließ sich ohne Widerstand mitziehen. Ihr Blick ruhte auf die gefallenen Wachen, die regungslos am Boden lagen. Nirgendwo war ein Tropfen Blut zu sehen, offensichtlich hatte Krüber als Einziger sich an die alten Gesetzte des Königs gehalten. Mit dem Hauptmann weiter durch den Palast wetzend, erreichten sie nach einiger Zeit den königlichen Vorhof, wo bereits Ritter der königlichen Garde auf ihre Ankunft warteten. Kaja wurde zusammen mit dem Hauptmann auf ein pechschwarzes Ross gesetzt, damit beide schneller voran kämen. "Eure Hoheit, ihr müsst hier verschwinden wir halten euch den Rücken frei". "Hauptmann, für die Ehre Gajas!", "für die Ehre Gajas", rief Krüber seinen Leuten entgegen. Mit einem leichten Tritt in die Seite des Pferdes brachte der Hauptmann das Tier langsam in Bewegung. Erst trabend, dann im eiligen Galopp wetzte es den asphaltierten Straßenverlauf entlang. Am Marktplatz schien reges Treiben zu herrschen. Eine Menschentraube bildete sich während den beiden Fliehenden kaum eine Menschenseele begegnete. Es galt nun so schnell wie möglich das Stadttor zu erreichen. Das Pferd schnaufte, eiligen Hufes beförderte es seine beiden Träger, Kaja saß vor dem Hauptmann, der die Zügel fest in den Händen hielt, zu dem aufgetragenen Ziel. Doch urplötzlich stand ein einzelner Ritter. Der schwere Stahl des Schwertes schnitt kurz durch den Lederriemen, der den Fuß Krübers umschloss. Unsanft krachte der Hauptmann mit der schweren Rüstung auf den asphaltierten Boden, es trieb ihm förmlich seine Luft aus den Lungen. Kaja hielt erst an, als sie den Verlust ihres Kameraden bemerkte. "Krüber!!!", schrie Kaja, die jetzt erst unzählige Ritter bemerkte welche Stellung auf den Dächern der Häuser, sowie den Gassen bezogen. Offensichtlich war ihre Flucht nicht unbemerkt geblieben. Der Hauptmann lieferte sich einen Schlagabtausch mit seinem Gegner.

Das Wappen der Soldaten war ein gänzlich anderes, als das der Inquisition oder gar der königlichen Garde. Hier hatte jemand anderes seine Finger im Spiel. Um Krüber herum tauchten plötzlich zwanzig weitere Soldaten auf, gut trainierte Soldaten, die ihn schwer in Schach hielten. Aus dem Schatten einer Gasse erschien ein junger Adliger. Mit wahnsinnigem Blick starrte er auf Kaja. Die junge Königin sprang gegen jegliche Warnung ihres Beschützers von ihrem Ross herunter, um ihrem Freund zur Hilfe zur Eilen. Doch genau auf solch eine Gelegenheit wartete ihr Gegner. Unsanften Griffes griff der Mann das rote Haar der Königin wodurch sie ruckartig zum Stehen kam. "Eure Hoheit, es ist mir eine Freude euch wieder zu sehen". Kaja erinnerte sich an diesen Mann. Einst schmachtete dieser nach ihr doch es war das Glück, dass ihr Vater gegen eine eheliche Verbindung mit ihm war, schien ihm dieser Mensch genauso suspekt wie seiner Tochter. "Wenn ich euch Prinz Isenhorn zurückbringe, wird er sicherlich unserer Verlobung zustimmen meint ihr nicht?". "Es war nicht eure Schuld, dieser Verräter Krüber wird dafür hart bestraft, was er euch angetan hat".

Kaja versuchte sich aus dem Griff des Adligen zu befreien, als sie mit weit aufgerissenen Augen auf den verletzten Hauptmann blickte, der sich tapfer gegen die kommende Übermacht wehrte. Doch es waren einfach zu viele. Bogenschützen nahmen ihre Position ein. "Ihr könnt euren Freund retten, stimmt nur zu, dass ihr meine Frau werdet euer Gnaden". Mit tränenüberzogenen Augen starrte Kaja auf ihren Freund der urplötzlich sein Schwert nahm und es in die Richtung des Adligen warf. Die Schwertspitze rammte sich in den Arm des jungen Mannes, der vor Schmerz schrill aufschrie. "Flieht endlich!!", schrie Krüber der ehemaligen Königen entgegen die sich jedoch beharrlich weigerte während der junge Mann das Zeichen für die Schützen gab den Pfeilhagel abzufeuern. Geistesgegenwärtig zog Kaja mit aller Kraft das schwere Schwert des Hauptmannes aus dem verletzten Arm woraufhin dieser wieder aufschrie. Doch dieser packte erneut ihren Kopf und warf sie zu Boden. Hielt sie an ihren Haaren fest. Doch noch bevor der Pfeilhagel Krüger erreichen konnte, war es Kaja die jetzt erstmalig wieder Emotionen zeigte. Sie schrie ihren Frust nur so heraus, bis der asphaltierte Boden unter ihrer aller Füßen anfing, zu beben. Dutzende Säulen aus purem Eis schossen senkrecht in den Himmel. Dabei wurden etliche Soldaten des jungen Adeligen aufgespießt. Mit angsterfülltem Blick starrte der junge Mann auf das unwirkliche Szenario was sich vor seinen Augen abspielte. Kaja schrie weiter, ihre eisige Stimme hallte durch das gesamte Stadtviertel. Fensterscheiben zersprangen, ein gigantischer Spalt durchbrach den Asphalt. Brachte sogar ein leerstehendes Haus zum Einsturz.

Die Eissäulen wuchsen stetig höher, bildeten die Form einer gigantischen Rose und ließen sogar den Pfeilhagel im Keim ersticken. Nun war nur noch der junge Adelige, der Kaja anstarrte sowie Krüber in dem kleinen Hohlraum, der sich gebildet hatte. Ihre feuerroten Haare schwebten im stürmenden Wind. "Euer Gnaden, euer Gnaden bedenkt, wenn ihr mich jetzt tötet, wird mein Vater alles daran setzen euren Kopf zu fordern". Kaja blickte ihr Gegenüber an und hob das Schwert des Hauptmannes empor, um den Gnadenstoß zu setzen. In einem weiteren Schrei schwang Kaja die tödliche Klinge doch zu ihrem Entsetzen war es Krüber, der sich mit samt seiner Rüstung zwischen sie stellte und den Schlag mit voller Wucht abfing. Plötzlich sackte der Boden unter ihren Füßen weg. Kaja starrte mit ungläubigem Blick auf den Hauptmann, dem das Blut das Gesicht herunterlief. Der junge Adlige griff nach einer festgefrorenen Säule und sah nur noch wie Krüber zusammen mit der ehemaligen Königin in die tiefe Dunkelheit stürzte. Dabei hallte Kajas Schrei in seinen Ohren. Während Prinz Isenhorn noch in seinen Gemächern war, war es ein Priester der Kirche der mit betrübter Miene Einlass in sein Gemach verlangte. "Euer Hoheit, ich überbringe euch schlechte Kunde". "Es geht um eure Schwester und den Hauptmann". "Kaja ist während der Flucht aus der Stadt gefallen". "Tapfere Männer aus dem Adelshaus der Winston's haben versucht euer Fleisch und Blut zu retten". Mit wässrigen Augen starrte der Priester zu Prinz Isenhorn. "Wir konnten nichts für sie tun..."

Rosered_Strauss
05.06.2016, 23:28
http://abload.de/img/fenia27cki8.pngAls sich Fenia aus Isenhorns Gemächern löste und sich anschickte, das Schloss zu verlassen, tobte ein Sturm des Zorns in Ihr. Diese ganze Angelegenheit setzte Ihr schwer zu, und dass die Fronten nicht eindeutig zu klären waren, störte Sie noch weitaus mehr. Ihre Gedanken rasten, als Sie einer Naturgewalt gleich aus dem Schloss rauschte. Niemand stellte sich Ihr in den Weg, und selbst auf der belebten Straße wurde Ihr Platz gemacht. Ein solcher Zorn brodelte in Ihr, dass Sie ihn nicht gänzlich aus Ihrem Antlitz verbannen konnte - und niemand, der bei Sinnen war, wollte sich der hohen Inquisitorin in dieser Stimmung in den Weg stellen. Als sie die Straße schliesslich verliess, war sie auf dem Kirchenplatz angekommen und betrat ohne viel Federlesens den monumentalen Bau. Ohne inne zu halten, stampfte Sie durch die Schar der Gläubigen hindurch, als bereits die Personen beiseite eilte, die sie sehen wollte. "Es wird alles bereit gemacht." meinte Sie, wie im Widerspruch zu Ihrer Stimmung mit blanken Stahl in der Stimme. "Weist sofort alle verfügbaren Augen und Ohren an, sich unter die Menschen zu mischen und die bisher als verdächtig aufgefallenen Elemente unter Beobachtung zu halten. Wir treffen uns auf dem Marktplatz. Zur Mittagsstunde." Als die anwesenden Kirchenmänner sich verneigten, machte Sie sich auf, ihr Gemüt in der Stadt abzukühlen. Doch es sollte Ihr nicht gelingen. Scheinbar ziellos strebte sie durch die Straßen, ehe Sie schliesslich den Blick himmelwärts wandte und stumm fluchte. 'Gaia... warum? Warum, bei allem was Gut und Recht ist, warum? Warum müssen Sie so unvernünftig sein?' wetterte Sie, doch kein Wort drang über Ihre Lippen. Stattdessen blieben Sie zu einem dünnen Strich zusammen gepresst, während Ihre blutroten Augen kalten Rubinsplittern glichen, die von einem unheimlichen Funkeln durchzogen wurden. Nun gut. Dann würde Sie Ihren Zorn eben in die richtigen Bahnen lenken, wenn Sie ihn schon nicht gänzlich in den Griff bekam.

Als es schliesslich zur Mittagsstunde schlug, war es schliesslich soweit. Die Bürger, die artig Ihren Geschäften nachgingen, hielten auf einmal Inne, als ein lautes Brechen ertönte. Fenia hatte die Tür zu einer Wohnung eingetreten, während Ordenskrieger der Inquisition gleich darauf in die Wohnung stürmten. Ein Kreis bildete sich in genügend Abstand, als etliche Passanten neugierig dreinsahen, was denn da gerade für ein Spektakel stattfand. Es gab keinen offenkundigen Gardisten, der dafür zuständig war, die Menge im Zaum zu halten - allein die Anwesenheit der Heiligen sorgte dafür, dass ausreichend Distanz gewahrt wurde. Mit verschränkten Armen stand sie da, während selbst in der prallen Mittagssonne der Schatten des Todes an ihrer finsteren, schwarz gerüsteten Gestalt zu haften schien. Es ertönten nun Rufe aus dem Haus, dann schliesslich Schreie. Möbel wurden umgeworfen, Gepolter war zu hören. Das Geräusch von blank gezogenem Stahl klang schliesslich durch die Luft, ehe Stille folgte. Nur Augenblicke später schleiften die Ordenskrieger zwei Gestalten aus dem Haus - einen sich panisch windenden Bürger sowie einen heruntergekommenen Schattenkrieger, der dort offenkundig Unterschlupf gefunden hatte. Ein Inquisitor trat vor, während Fenia schweigend daneben stand und die Gefangenen mit flammendem Blick taxierte. "Schwere Vorwürfe liegen gegen Eure Personen vor - versuchter Königsmord, Beteiligung am Angriff auf den Palast, Friedensbruch, Kollaboration mit Feinden..." Bevor die Liste der Anschuldigungen jedoch formell zu Ende geführt werden konnte, geriet Bewegung in die Szene. Beide Gefangenen sträubten sich, als sich der Schattenkrieger mit einem Ellbogenstoß schliesslich aus den Armen des Ordenskriegers lösen konnte. Mit einem Satz nach vorne sprang er auf den Inquisitor zu, um ihm einen plötzlich in seiner Hand erschienen Dolch an den Hals setzen zu können. Doch Fenia war schneller. Ihre Bewegungen verschwammen für einen Augenblick, als sie vorschnellte und den Schattenkrieger an der Schulter packte. Mit bestialischer Kraft schmetterte Sie Ihn dorthin zurück, von wo er gekommen war. Er krachte gegen die wieder verschlossene Tür, die durch die Wucht des Aufpralls zersplitterte und den zu Boden stürzenden mit Bruchstücken übersähte. Mit einem weiten Ausfallschritt begab sich die Hohe Inquisitorin an seine Seite, ergriff Ihn und wirbelte Ihn durch die Luft, um Ihn der Menge zugewandt vor sich zu Boden zu werfen. Mit einem unheilvollen Geräusch glitt Karyptius von Ihrem Rücken. Die Augen des Schattenkriegers weiteten sich, als der unheilversprechende Zweihänder kurz über ihm schwebte und das Licht nicht zu reflektieren schien, als er schon hinab sauste und seinen Hals samt den darunter befindlichen Pflasterstein mit einem geraden Schnitt zerteilte. "Bürger des Reiches, hört mich an!" rief Fenia, als über dem enthaupteten ein Tuch ausgebreitet wurde, das einer der Inquisitoren scheinbar bei sich getragen hatte. "Vor nicht allzu langer Zeit wurden wir alle Zeugen eines grässlichen Vergehens! Ein Angriff auf den Palast erfolgte, dem schliesslich unser geliebter König zum Opfer fiel! Und noch immer befinden sich einige der Täter auf freiem Fuße! Dieses Unrecht darf... nicht... bestehen bleiben!" Sie stieß den Bidenhänder durch den Stein vor sich, als die Klinge kerzengerade stecken blieb. Mit ausgebreiteten Armen sah Sie zur vollständig verstummten Menge, die gebannt Ihren Worten lauschte. "Die letzten Tage waren schwierig für uns, fürwahr! Doch ich sage - nein, Ich verspreche Euch, dass diese dunklen Zeiten nur vorüber gehend sind! Ich selbst werde mich der Suche annehmen und die Täter zur Strecke bringen! Ein jeder von Euch hat hier und jetzt gesehen, dass es Gestalten gibt, die aus niederen Motiven jene unterstützen, die uns Übles wollten. Sei es durch Gier, durch Frust oder durch fehlgeleitete Loyalität an jemanden neben unserem Herrscher - diese Täter werden der Gerechtigkeit nicht zu entfliehen wissen! Ihr alle - in Eurer Hand liegt es, mir bei dieser Suche beizustehen! Habt ein offenes Auge! Spitzt die Ohren! Meldet Kirche und Palastwache, wenn Ihr glaubt, etwas über die Täter gefunden zu haben! Ihr und Ich - gemeinsam werden wir diese Schurken für das büssen lassen, dass Sie getan haben!" Sie hatte sich nach und nach in Rage geredet, und als sie die letzten Worte schliesslich hinaus schrie, auf dass Ihre Worte weit über den Platz flogen, so fingen die ersten Rufe schliesslich an und steigerten sich zu einem Chor aus Stimmen, die Ihre Zustimmung hinaus schrien. Fenia riss den Bidenhänder aus dem Boden, nickte den Ordenskriegern zu, die daraufhin den verbliebenen Gefangen weg schleiften. Die Menge teilte sich vor Ihr, als sie sich von dem Marktplatz entfernte; während noch nicht einmal die Genugtuung, dass alles so reibungslos verlaufen war, Ihre Stimmung zu erhellen vermochte. Der Agent, der den Bürger gemiemt hatte, würde bald wieder auf freiem Fuße sein, während die unerkannten Mitglieder der Inquisition in der Menge und auch die nächsten Tage über dafür sorgen würden, dass die Bevölkerung nach dem Blut der Mörder schrie. Hausbesuche standen an, und da sowohl Gemeine wie auch Adlige einen Besuch befürchten mussten - immerhin würden viele Anschuldigungen ausgesprochen werden - würden die Leute etwas anderes vor Augen haben, als die angestrebten Reformen Kajas, die beinahe zur Revolte geführt hätten.

Gosti
06.06.2016, 00:49
http://abload.de/img/kikennatakingkvw.pngDie meiste Zeit des Tages verbrachte Kiken´na damit das System in welchem die Stadt aufgebaut war zu verstehen, sich dort zu orientieren, und neben Verpflegung auch einen Ort zu finden wo man die nächsten Tage die Nächte verbringen könne. Dabei wurden eigentlich überhaupt keine Voraussetzungen gesetzt, einzig ein Zimmer für sich allein war wichtig, Zustand und Sauberkeit war sekundär, so wurde auch schnell etwas gefunden wofür kaum etwas verlangt wurde.
Auf den Straßen selbst war es ein Einfaches die Leute zu belauschen und heraus zu finden die nun die Situation in der Stadt war. Die Stadtwache wollte ja keine genauen Details preisgeben, dem Getuschel nach war eine Sache offensichtlich herauszuhören, und zwar dass die Stadt bei einem Attentat offenbar ihren Anführer verloren habe. Der Rest schien nur Gerüchte und Annahmen zu sein, vor allem wenn es darum ging wer dafür verantwortlich war, dass es womöglich Verrat in der eigenen Familie war um an die Macht zu kommen, und wer nun diese Position einnehmen würde. Alles Gerüchte und Spekulationen, aber es sorgte für Unruhe unter dem Volk was Kiken´na nicht gefiel. Auch bei den Wachen merkte man dass etwas im Gange war was sie versuchten geheim zu halten, doch viele waren so angespannt dass man klar sehen konnte dass es nicht nur die normale Unsicherheit war wie man es bei der normalen Bevölkerung beobachten konnte. Hoffentlich würde das alles nicht in einem Bürgerkrieg enden, denn dafür war Kiken´na nicht hier her gekommen…

Am nächsten Morgen schien sich die Situation nicht wirklich gebessert zu haben, sogar im Gegenteil. Die Gerüchteküche schien schon fast außer Kontrolle zu geraten, und wenn es stimmte was so geredet wird, scheint es schon zu kleineren Auseinandersetzungen im Königshaus gekommen zu sein… Nach wie vor schien aber niemand etwas konkretes zu wissen, weshalb Kiken´na der Üblichen Morgenroutine nachging, das Obst und Gemüse verzehrte was am Vortag am Markt gekauft wurde, und ein Kübel Wasser, von einem Brunnen nahe der Unterkunft, wurde langsam über den voll bekleideten Fischmenschen geschüttet. Man könnte meinen zur Reinigung, doch wenn jemand den Aquaner genauer beobachten würde, würde ihm auffallen dass nur ein Bruchteil des Wassers das aus dem Kübel kam, auch am Boden ankam. Offenbar schien die Rüstung einen Teil aufzusaugen…

Plötzlich waren die Schreie einer Frau zu hören, in einer Art und Weise wo dem Fischmenschen sofort klar war dass irgendetwas passiert sein musste. Dazu kam auch das leichte Geräusch von Metall welches gegen ein anderes Material stieß, ziemlich sicher eine schwere Rüstung. Dies ließ natürlich bei Kiken´na sämtliche Warnglocken aufläuten. Das Geräusch war nahe, vielleicht ein oder zwei Straßenlängen weiter. Der Eimer wurde an Ort und Stelle fallen gelassen, es gab keinen Grund zu zaudern, jemand benötigte vermutlich Hilfe. Als der Krieger der Aquatischen Garde jedoch am Schauplatz eintraf, war die Situation bereits am Eskalieren. Ein schwer gepanzerter Ritter kämpfte gegen andere Soldaten, an den Dächern nahmen Bogenschützen ihre Stellung auf, und in der Mitte befanden sich noch zwei weitere, besser gekleidete Personen, vermutlich adelige. Offenbar hatte der Aufstand bereits begonnen…
Kiken´na blieb natürlich auf Distanz. Es gab keinen Grund sich hier einzumischen. Die Soldaten schienen alles unter Kontrolle zu haben, und waren zu zahlreich als dass selbst ein ausgebildeter Krieger wie sie Siegreich sein könnte, und generell wäre es besser sich hier komplett rauszuhalten, immerhin war Kiken´na nicht bekannt wer welche Seite vertrat, und es wäre auch das beste sich aus diesem Konfikt vorerst heraus zu halten. Doch dann viel der Blick auf die rothaarige Frau, die selbe die Kiken´na auch schon auf den Bildern gesehen hatte. Die Tochter des ehemaligen Herrschers? Offenbar war sie auf der Flucht, und ihr zu helfen würde sicherlich viele Vorteile mit sich ziehen, aber da bestand immer noch das Problem dass die Soldaten viel zu Zahlreich waren… Bevor Kiken´na aber überhaupt etwas tun konnte, schrie die Prinzessin auf, worauf hin sich ein gewaltiges Eiskonstrukt in der Mitte bildete und die Soldaten, die nicht von Eissäulen aufgespießt wurden, von ihr, ihrem Ritter und der Dritten Person abschnitten, was dem Krieger mit Magieausbildung sogar einen Schauer über den Rücken laufen ließ...

Kiken´na hielt sich weiter bedeckt, beobachtete aber genau was hier passierte. Auch wenn man hier zurzeit nichts tun konnte, so waren diese Ereignisse vielleicht wichtig, und sobald sich diese Eisrose wieder öffnet und die Prinzessin noch heil sein sollte, könne Kiken´na ihr immer noch helfen. Während der Wartezeit bewegte sich sogar Wasser unbemerkt die Hauswände hoch. Sollte Kaja heraustreten und die Bogenschützen auf sie schießen wollen, würden sie schnell den Halt unter ihren Füßen verlieren, dafür würde Kiken´na sorgen.

Constantine
06.06.2016, 13:52
http://fs5.directupload.net/images/160508/8wv4g5mb.png Mit angsterfülltem Blick starrte der junge Adelssohn in das tiefe, pechschwarze Loch hinein. Einzig der eisige Wind ließ sein Böen durch die Finsternis klagen. "Kaja, meine Geliebte Kaja", waren seine Worte. Mit wässrigen Augen - dabei umschloss seine Hand ein Büschel roter Haare welches er der Prinzessin herausgerissen hatte. Plötzlich hörte man das Aufschlagen von metallenen Haken in der dicken Eisschicht. Heißer Dampf fraß sich in das festgefrorene Element, bis es stecken blieb und so den benötigten Halt herstellte. Ein halbes Dutzend Soldaten begann über die aufgespannten Seile zu klettern. Vorsichtig ließen sie sich in den Hohlraum der gigantischen Eisrose herunter. Einer der Männer griff nach dem Arm des jungen Adligen. "Euer Gnaden, euer Gnaden!", schrie der Krieger immer wieder. Alles half nichts. So zerrte der Mann seinen Anführer an sich hoch während seine Männer begannen aus der Rose herauszuklettern. Keine Sekunde zu früh. Als sie wieder festen Asphalt unter den Füßen spürten, zersprang das Eis in Tausend Stücke. Die Männer mussten ihre Umhänge über ihre Gesichter werfen, um sich vor den fallenden Splittern zu schützen. "Schafft ihn sofort hier weg, beseitigt alle Zeugen, wenn herauskommt, dass der junge Herr anwesend war, wird dem Prinzen das nicht gefallen". "Ein Priester ist bereits benachrichtig worden". Ohne groß den Befehl des Heerführers zu hinterfragen, schnappten sich die Soldaten den jungen Mann und begangen ihr blutiges Werk. Während der Fischmensch sich weiterhin in Deckung hielt um alles zu beobachten.

Ironhide
06.06.2016, 20:07
http://abload.de/img/isenhorn2skg8.png
Die ersten Anweisungen waren gegeben und der Tag hatte gerade mal begonnen. Das Parlament wurde informiert, sicher würde Isenhonr aber auch da nochmal vorsprechen müssen. Doch nun wollte er erstmal Crim zu einem gespräch bitte. Sein Zorn von gestern war ein wenig abgeklungen und nachdem auch sie eine Nacht über die Ereiugnisse geschlafen hatte, wäre dieser Tag sicher geeigneter, mit ihr ein gespräch zu führen und ihr besser zu erklären, warum die Männer nicht auf sie gehört hatten. Sie wusstene s nunmal nicht besser und sich einem Prinzen zu wiedersetzten war selten eine gute Idee gewesen.
Es dauerte aber eine halbe Stunde, bis der Bote, den er geschickt hatte, ohne Crim wieder vor ihm stand. Er entschuldigte sich bei dem Prinzen, aber Crim wäre nicht aufzufinden und auch ihre Männer wüssten nicht, woi sie sei. Und schonw ar der Zorn wieder da. Isenorn tobte, wusste er ja nicht ob sie einfach so desertiert sei, zu Krüber hielt und einen Plan schmiedete, mit ihm Kaja zu befreien oder ob sie einfach keine Lust hatte zu arbeiten. Wie dem auch sei, es war ein sehr ungüstiger Zeitpunkt und Isenhonr fing an darüber nachzudenekn, ob er den Posten nicht mit jemanden besetzten sollte, der ihm gegenüber weit lolyaler war. Aber er schob die Idee auchw eider schnell beiseite. Fing er nun an, jeden Posten mit Menschen zu besetzten, dessen Treue und Lolyalität er sich sicher war, war das nur das falsche Zeichen nach draußen. Bei der angespannten Lage könnte das schon ausreichen, das Fass zum überlaufen zu bringen. Der Vormnittag verging noch mit anderen Gesprächen und Planungen, irgendwe erinnerte ihn zudem noch an die Gefangenen, die im Kerker saßen. Isenhonr hatte wenig Lust und Zeit, sich auch noch um diese zu kümmern und so befahl er, das sie alle ausnahmslos der Inquisition zu überstellen seien.

Die Mittagsstunde rückte immer näher und Isenhorn machte sich bereit, um rechtzeitig auf dem Markplatz zu sein. Er wechselte seine Kleider, legte mehr Rüstung an als er sonst trug, lkieß sein Pferd satteln und auch seine fünf Ritter der Inquisition ide ihm ja stets als Garde dienten, soltlen sich bereitmachen. Aber er wollte auch noch zehn Männer der königlichen Garde und befahl einem der ihm treu ergebenen Offiziere, diese Eskorte auszuwählen und abmatschbereit zu machen. Alle sollten zu Pferde durch die Stadt reiten. Zum einen weil sie so schneller durch die Stadt kamen, zum anderen wollte er ganz bewusst Särke demonstrieren, damit niemand auf dumme Gedanken kam.
Sein Bogen mitsamt Pfeilenließ er zu seinem Pferd bringen, den Schwertgurt schnallte er sich um. Gerade als er gehen woltle, kam ein Priester zum ihm und überbrachte die schlechte Nachricht.
Isenhorn sagte nichts mehr, das brachte das Fass endgültig zum überlaulen. Krüber hatte Kaja zur Flucht verholfen und nun war seine Schwester tot. Nur zu gerne würde er ihn dafür büßen lassen, aber noch viel mehr diesen Verzogenen Sohn der Winstons. Der Schatzmeister, Lord Winston war der Onkel des Bengels und sein Bruder immerhin der Kopf des Hauses Winston, aber bis auf de´n Schatzmeister, dessen treue der Kroine galt, waren die Winstons ein durchtriebener Haufen. Na ja, nicht alle, aber der Sohn auf jeden Fall. Er war jünger als Isenhorn und sollte sich herrausstellen, das der Sohn irgendetwas damit zu tun hatte, dann wäre nicht mal Gaia persönlich im Stande, Isenhonr zu bremsen.
Es war nicht das erste mal, das diese Ratte sich an Kaja ranmachte, obwohl sein vater jegliche eheliche Verbindung zwischen ihm und seiner Schwester ausgeschlossen hatte. Der junge Lord war nicht ganz richtig im Kopf und es wäre schon einmal beinahme zu einem Kapmf gekommen, den sein Vater aber im letzten Moment verhindern konnte. Jetzt aber stadn der Prinz einfach nur da, den Blick auf dfen Boden gesenkt, die Hände zu Fäusten geballt und versuchte für den Moment, einfach nicht in Tränen aufzugehen. Nicht jetzt.
„Wo ist sie.“
„Ähm... wie bitte?“
Isenhorn hämmerte mit voller Wucht seine Faust egen den Türrahmen. Es schepperte laut, hatte er ja schons eine Panzerhandschuhe an. Der Knall donnerte durch die ganzen Flur wieder und wurde nur von dem brüllen Isenhorns übertönt, der den Priester anschrie, das er ihm sagen solle, wo die Leiche seiner Schwester sei.
Dern Priester stotterte sich etwas zurecht, bis Isenhonr ihn einfach stehen ließ und schnurstracks aus dem Palats stampfte. Seine Garde und auch die königliche Garde standen wie befohlen bereit. Isenhorn merkte nur knapp an, das sich die Pläne etwas geändert haben und sie wonaders hinreiten würden, umgehend. Die Tore wurden geöffnet und Isenhonr gab seinem Pferd die Sporen. Im Galopp ging es raus auf die Strasse, die Leute kanntend as schon und machten umgehend Platz. Von einem Pferd niedergetrammpelt werden wollte keiner. Isenhonr kam zu dem Zeitpunkt am Marktplatz vorbei, als Fenia ihre Rede und Schauspiel bereits abgeschlossen hatte und die Menge sich langsam wieder zerstreute. Isenhonr war das egal, er preschte durch die Strassen, nur ein Ziel vor Augen. Die Eisrose hatte er bereits gesichtet, bevor er den Markpltz erreichte und kaum das er in die nächste Gasse gebogen war, zersprang das Gebilde, was man auch von weitem sehen konnte.

Kinggek
06.06.2016, 21:26
http://fs5.directupload.net/images/160510/b4dbl5md.png

“Wäre auch zu einfach gewesen”, spuckte Krüber die Worte auf den Boden, als er sich nach seinem Sturz wieder aufrichtete. „Und wieder ist es dieser Dreckskerl von einem Winston der sie finden muss.“ Dem Hauptmann platzten fast die Adern als er den Sohn des Hauses der Winston erblickte. Mit der Inquisiton, dem Prinzen oder sogar den Soldaten des Reiches hätte er gerechnet aber das es ausgerichtet dieser Kerl sein musste brachte das Blut in seinen Adern zum Kochen. Vehement verteidigte sich Krüber gegen die Soldaten die auf ihn zustürmten. Im Augenwinkel behielt er die Situation der Königin im Auge. Auf den passenden Moment wartend entschloss er sich die einzige Waffe in seiner Hand gegen den Peiniger der Königin zu werfen. Sein Wurf erreichte sein Ziel und ein leichtes Lächeln huschte über seine Lippen als er den schmerzerfüllten Schrei des Mannes hörte. Den anderen Soldaten jedoch völlig ausgeliefert konnte er sich nur noch ergeben. Sich ergeben aber, dennoch dafür Sorgen das Kaja entkommen konnte. „Die Sturheit haben sie von ihrem Vater,“ fluchte der Hauptmann als Kaja seinen Befehl verweigerte. Das was sie anschließend beschworen hatte, kannte der Krieger schon zu gut. Er nutzte den Moment der Überraschung und näherte sich den Beiden in dem er den herausragenden Eispfählen auswich. Konnte jedoch seinen Augen nicht trauen als Kaja sein Schwert auf den Adligen hinab lassen wollte. Mit aller Kraft sprang er zwischen dem Schwert und dem Opfer und nur dank seiner Rüstung und der schwachen Hand der Königin konnte er den Aufschlag überleben. Dennoch reichte es dafür, die Luft aus seinen Lungen herauszupressen. Erleichtert und irritiert zugleich blickte er Kaja an, die ihren Fehler wohl bemerkt hatte. Ehe er sie beruhigen konnte riss der Boden unter ihren Füßen weg in es war die Dunkelheit die sie erblickten. Instinktiv riss der Hauptmann die Königin an sich und umarmte sie Fest als sie mit enormer Geschwindigkeit abstürzten.

Der Fall kam den Hauptmann wie eine Ewigkeit vor. Die Gedanken überschlugen sich in seinem Kopf und noch dazu übermannten ihn fast seine Gefühle als er die ängstlichen Blicke der Königin sah. Das Sonnenlicht welches durch die Öffnung schien wurde immer kleiner und kleiner bis es schließlich gar nicht mehr zu erkennen war. „Gaja…“ flüsterte der Hauptmann schon fast unglaubwürdig. Ein unwillkürlicher Windstoß war es der den Hauptmann aus seinen Gedanken riss. Schon des öffteren hatte er diesen Wind gespürt konnte es jedoch zu nichts zuordnen. Es fühlte sich an als würden sie Langsamer werden doch in der Dunkelheit an die sich seine Augen noch nicht gewöhnt hatten, konnte er nichts erkennen. Sein Herz setzte einen Schlag aus, als er etwas Eiskaltes an seinem Rücken spürte und die Luft zum Atmen fehlte. Der Aufprall auf das Wasser war so Sanft, dass er nicht einmal realisieren konnte auf was sie gelandet waren. Langsam zerrte das Gewicht der Rüstung sie in die Tiefe und erst als sein Gesicht unter der Wasseroberfläche verschwand und er nach Luft rang wurde ihm klar, dass es Wasser war. Panisch riss er sein Kopf nach oben und ein dumpfer Aufschlag mit dem der Königin beförderte ihn wieder zurück. Noch einmal erhob er sein Haupt diesmal jedoch etwas geneigt um eine weitere Kollision mit Kaja zu vermeiden. Seinen Unterkörper versuchter mit gleichmäßigen Bewegungen aufzurichten. „Kaja…“ war das erste das seine Lippen verließ als er den ersten Atemzug genommen hatte. Es war ein kalter und bitterer Atemzug. Die Luft zum Atmen war schwer im Untergrund, reichte jedoch wohl zum Überleben aus. Langsam gewöhnten sich auch seine Augen an die Dunkelheit und nachdem er keine Antwort von der Königin erhielt versuchte er das Ufer auskundig zu machen. Es war schwer irgendetwas zu erkennen, doch felsige Konturen in der Nähe waren es die seine Füße in diese Richtung bewegten. Mit seinen Armen hielt er Kaja weiterhin fest an sich gedrückt und auch wenn es ihm schwerfiel sich mit seiner Rüstung über Wasser zu halten, spürte er nach ein paar Tritten schon festes Gestein unter seinen Füßen. Erleichtert suchte er einen festen Standpunkt und hievte seinen Oberkörper samt der Königin aus dem Wasser. Träge schleppte er Kaja an das Ufer und versuchte einen geeigneten Platz zu finden um sie auf den Boden zu legen.

Langsam legte er sie auf den Boden ab und schnallte das Oberteil seiner Rüstung ab. Mit einem lauten Krach fiel die schwere Eisenrüstung zu Boden und Krüber war erleichtert als er das Gewicht endlich abgenommen hatte. Sofort versucht er die Königin wieder zu Sinnen zu bekommen. „Kaja…“ sprach er sie an „Kaja geht es dir gut…?“ Er fühlte über das Herz der Königin und konnte dieses Schlagen hören. Erleichtert sah er sich erneut um konnte jedoch nicht viel erkennen. Auch wenn sich seinen Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten, waren es keine Augen eines Elfen die auch in dieser Dunkelheit wie am Tage sehen konnten. Der Hauptmann nahm den Kopf der Königin auf seinen Schoss und strich, dass Nasse Haar beiseite. „So war das eigentlich nicht geplant…“ sprach er mehr zu sich selbst als zu ihr „Ich hoffe ihr könnt mir verzeihen…“ flüsterte er noch als er vor der Kälte zusammenzucken musste die ihn Langsam umgab.

Auren
06.06.2016, 23:00
http://fs5.directupload.net/images/160513/do8hdg6n.jpg
Ihr Mittagessen wollte Crim eigentlich in ruhe einnehmen, aber da Kam Fenia mit einer Gruppe vorbei. Sie stürmten ein Gebäude und richteten einen Schattenkrieger vor aller Öffentlichkeit hin. Aller Augen ruhten auf diesen Moment. Crim fand dies ein wenig übertrieben, aber die Schattenkrieger haben eben diese Art zu sterben verdient.
Kaum war diese Szene vorbei, erblickte man am Stadtrand, genauer gesagt über die Dächer, eine Rose geformt aus Eis. Unvorstellbar schön war sie, aber wie ist sie entstanden? Crim machte sich sofort auf den Weg dorthin.
Unterwegs jedoch verlor sie die einzige Spur als die Rose sich auflöste.
Erst die Schreie der Sterbenden führten die Kriegerin wieder auf dem richtigen Weg. Was sie erblickte war das blanke grauen. Soldaten metzelten vor ihren Augen unschuldige Bürger nieder. An ihrer Rüstung konnte die Kriegerin deutlich erkennen, dass es nicht die Leibgarde war. Dann konnte es nur noch um Truppen eines Adligen sein.

Durch ihre rotes Kleid, hielte man die Frau auch wohl für einen Zeugen und wollte sie schnell beseitigen. Zum Glück bemerkte die Frau den Angreifer noch rechtzeitig. Sie nahm ein Stück Seife aus dem Korb und war es dem Angreifer ins Gesicht. Den Korb stellte sie rasch ab. Nur um danach den Soldaten zu verprügeln. Die Schmerzen an ihrer Hand vergaß sie in diesem Moment. Sie schlug solange auf ihn ein bis dieser das Bewusstsein verlor. Befragen über diesen Vorfall würde sie ihn später, vielleicht. Wenn der Prinz dies nicht selber übernimmt.
Jetzt fand sie kurz Zeit um sich umzusehen. Da entdeckte Crim das große Loch, wo einst eine Straße war. Warum es da war oder wie tief es war, wusste Crim im Moment nicht. Genauso warum diese Soldaten unschuldige Bürger abschlachten.
Ihr Auftauchen blieb leider nicht unbemerkt. Schnell wurde sie umzingelt. Eine Unachtsamkeit die ihr womöglich jetzt zum Verhängnis wurde. Deswegen hob sie rasch das Schwert ihres Prügelopfers auf. In solchen Situationen vermisste die Kriegerin ihren Schild, aber mit etwas Glück würde sie keinen benötigen.

Bevor der Kampf los ging, fiel einer Soldaten zu Boden. In seinem Rücken steckte ein Pfeil. Schnell richten alle Blicke zu dem Schützen. Es war Prinz Isenhorn, der diesen Pfeil abschoss. Er stand genau auf der anderen Seite des Loches. Sein Blick sprach Bände und für ihren Fehler dürfte Crim garantiert noch eine Standpauke über sich ergehen lassen.
Die Kriegerin schüttelte den Kopf um den Gedanken schnell los zu werden. Es gab nun ein Scharmützel zu überstehen. Wie ein Berserker sprinte sie auf den ersten Soldaten los. Es folgte nur ein kleiner Schlagabtausch ehe sie ihren Kopf gegen den seinen Schlug. Crim war schon immer eine brutale Kämpferin. Dies zeigte sie auch heute. Durch den Schlag war ihr Gegner leicht benommen damit hatte sie einfaches Spiel mit ihm. Mit einem Tritt in dessen Beine ging er zu Boden. Ein weiter tritt in sein Gesicht sorgte dann dafür, dass ihm schwarz vor Augen wurde.
Die Bogenschützen am Dach bemerkte niemand. Weder Crim oder der Prinz. Erst als sie urplötzlich vom Dach vielen und auf den Boden aufschlugen, wurde man auf sie Aufmerksam. Der Prinz schoss noch einen Pfeil ab. Wie immer waren seine Schüsse sehr präzise. Er traf genau die Hand eines Bogenschützen. Der versuchte hatte nach seinen Bogen zu greifen. Laut schrie der Mann auf. Sein Kamerad beklagte sich über sein gebrochenes Bein. Damit waren Beide Kampfunfähig.
Crim kämpfte in Zwischenzeit gegen die letzten zwei Männer. Sie bedrängten die Kriegerin sehr. Ohne ihren Schild um die Angriffe zu parieren oder ihn als Waffe zu nutzen war die Stellvertreterin gerade etwas im Nachteil.
Als man die vermeintliche Bürgerin nun niederstrecken wollte, flog eines der Soldaten die Waffe aus der Hand. Hinter ihm stand da auf einmal eine weitere Person. Ein Fischmensch, soweit Crim ihn auf die schnelle erkennen konnte.
Lange konnte sie ihm keine Beachtung schenken. Da ja immer noch einer ihr ans Leder wollte. Dieser durfte auch gleich ihren Ellbogen auf seine Nase spüren. Wodurch sie gebrochen wurde. Damit war der Kampf auch schon vorbei. Die Anderen hatten sich wohl aufgeteilt und haben von dem kleinen Kampf nichts mit bekommen. Crim wollte ihn gerade ansprechen als sie einen heftigen Schmerz an ihren Rücken bemerkte. Der Rest der Truppe kam ihren am Boden liegenden Kameraden zu Hilfe. Einer von ihnen schoss einen Pfeil ab, welcher nun in Crim´s Rücken steckte.
Sie musste darauf tief Luft holen um nicht zu schreien. Das Schwert fiel zu Boden.
Die Soldaten des Adels wollten gerade den unbekannten Krieger und Crim angreifen als sie den Prinzen erkannten. Darauf weiteten sich deren Augen. Sie wussten womöglich nun, dass ein Kampf nun sinnlos war. Also rannten sie so schnell wie ihre Beine sie trugen konnten davon.

Constantine
06.06.2016, 23:36
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Das letzte was Kaja sah, war der angsterfüllte Blick dieses schmierigen Mannes. Die Dunkelheit begann beide förmlich zu verschlucken je tiefer sie fielen. Der eisige Wind pfiff ihr durch ihre roten Haare. Der Kopf sackte während des Fallens leicht zur Seite. Krüber wurde nur minimal langsamer. Kurz vor dem harten Aufschlag in das eiskalte Wasser schienen die beiden zu stoppen. Dennoch spürte der Hauptmann den unbändigen Druck der Wassermassen. Nach dem er Kaja aus dem kalten Nass herauszog und ihren Kopf auf seinen Schoß bettete, begann sie jede Menge Wasser aus zu husten, dass sich in ihrer Lunge gestohlen hatte. Schwer atmend, riss sie ihre Augen auf. Fuchtelte dabei wild mit den Armen herum, da es immer noch das Bild dieses schmierigen Mannes war, dass sich vor ihrem geistigen Augen gesetzt hatte. Kaja schaffte es sogar Krüber einen blutigen Kratzer zu verpassen, der immer wieder beruhigend einredete.

Erst jetzt realisierte die Prinzessin was geschehen war. Dabei hustete sie erneut Speichel aus, erhob ihren wackeligen Oberkörper und die erste Reaktion ihres Magens war, sich zu entleeren. Glücklicherweise war der Weg zum Wasser nicht weit. Erneut musste Kaja aushusten. Die Gedanken überschlugen sich. Genau wie einst in ihrem Traum. Gefangen in der Dunkelheit. Langsam nahm das Adrenalin in ihrem Körper ab. Irgendwo nicht weit von ihnen entfernt meinten ihre Ohren schmatzende Geräusche. Kaja wollte nur so schnell wie möglich von hier weg. Es brauchte lange, bis sich ihre Augen an die pechschwarze Finsternis gewöhnten. Die erste Reaktion, die Kaja seit dem Tot ihres Vater zeigte, war ein leises Schluchzen, dann wurde aus dem Schluchzen ein wimmern ehe sie ihren Emotionen einfach nachgab und leise zu weinen begann. Fehlte ihr doch einfach Kraft zu schreien.

Krüber versuchte noch Kaja zu beruhigen. Doch im Moment war ihr das egal. "Geht weg von mir!", fauchte sie ihn giftig an. Immerhin war es nicht mehr dieser emotionslose, eiskalte Unterton in der Stimme der Königin. Langsam drang die Kälte der Höhle oder was auch immer das hier unten war in ihre Knochen. Kaja griff mit ihren Händen an ihre Rippen, um sich etwas zu wärmen. Erst jetzt wurden ihre Gedanken langsam klarer. Die Flucht, das Auftauchen des Sohnes der Winston's, der Fall, ihr kläglicher Versuch ein Schwert führen zu wollen. Erneut stiegen ihr Tränen das Gesicht empor. Hatte der weise König doch stets das Verbot von Waffen seiner Tochter eingebläumt und nur diese widerliche Gestalt schaffte es ihr heiliges Gebot an einem Tag zu brechen. Kaja schämte sich, schämte sich dafür soweit gehen zu können und für den Moment keine Reue gezeigt zu haben. Das ganze war einfach zu viel für ihr Gemüt.

Nun auch bemerkte sie den schwer angeschlagenen Zustand des Hauptmannes. Sofort schwang ihr Ärgernis in Sorge um und Kaja schritt vorsichtig auf Krüber zu, um mit beiden Händen nach seinem Gesicht zu greifen. "Ihr seht ziemlich beschissen aus", einen Ausdruck den man von der jungen Prinzessin gar nicht gewohnt war weshalb Krüber erst ungläubig auf das rothaarige Mädchen starrte, dann lachen musste. "Bring mich nicht zum lachen, es schmerzt zu sehr", erwiderte Krüber. Hielt sich dabei eine Hand an den Bauch. "Gut, du hast es auch verdient du Idiot was hast du dir eigentlich dabei gedacht einfach mit mir abzuhauen?". "Wolltest du mich in irgend eine Hütte zerren am Ende der Welt und den Rest deines Lebens bei mir verbringen, während mein Bruder das Königreich regiert und krank vor Sorge wird?". Ein Stich machte sich in ihrer Brust bemerkbar, als Kaja ihren Bruder erwähnte. Ihr Blick wurde wieder trübe. "Isenhorn... ich kann nicht glauben, dass er meine Prinzipien verraten hat und sich gegen mich gestellt hat, mich nicht mal hat genügend erklären lassen". "Das Parlament... war.. genauso.. sie haben nur ihre eigenen Vorteile gesehen". Kaja atmete immer schwerer, drohte zu kollabieren doch es war der Hauptmann, der sie sanft in seine Arme schloss, was der Prinzessin ein Gefühl von Sicherheit vermittelte und sie beruhigte. "Was wäre das für ein Leben gewesen, eingesperrt im eigenen Schlafgemach...". Stille trat für einen längeren Zeitraum ein, bis Kaja einen entscheidenen Entschluss fasste. Mit ihrem durchnässten Ärmel den Tränenfluss wegwischend, ruhte ihr fester Blick auf den Hauptmann. "Ich möchte lernen wie ich mich verteidigen kann". "Eure Hoheit?", fragte Krüber sichtlich überrascht. "Ich möchte lernen, zu kämpfen ohne jemanden zu töten". "Ich will nicht immer weglaufen müssen und Angst haben müssen, dass ihr eines Tages euer... dass du dein Leben für mich lassen musst". Kaja schmiegte sich etwas enger an ihren alten Kameraden. "Wir sollten von hier verschwinden, ich fühle mich unwohl in dieser kalten Höhle".

In der Tat durchstreifte ein seltsames Gefühl die Königin. Kaja hatte Geschichten darüber gehört, dass hier im Untergrund uralte Bestien lauern sollten und sich die Bösen Kinder holten, wenn sie nicht artig waren. Erst jetzt spürte der Hauptmann eine schleimige Flüssigkeit an seiner Hand.

Gosti
07.06.2016, 00:56
http://abload.de/img/kikennatakingkvw.pngAuch weiterhin blieb Kiken´na in den Schatten und beobachtete aufmerksam wie sich die Lage bezüglich der Eisrose, und der Rettung der darin gefangenen Personen entwickelte, während nach wie vor der Zauber aufrecht erhalten wurde um im Notfall die Dächer von den Bogenschützen zu säubern. Dies war für den Fischmenschen vielleicht eine etwas extreme Maßnahme, versucht er doch wann möglich tote zu vermeiden, vor allem wenn es nur um Personen gab die Befehle ausführten, aber solange sie nicht ungünstig fallen und sich das Genick brechen, sollte es jeder ohne kritische Verletzungen überstehen.

Schließlich zersplitterte das Eiskonstrukt, und offenbarte den Ausmaß des Schadens, welcher sich unterhalb der Rose gebildet hatte. Beim Anblick dieser Schlucht sah sogar Kiken´na mehr als verwundert auf. Das war mit Sicherheit nicht beabsichtigt. Die Eismagie mag vielleicht der Grund sein wieso sich dieser Graben auf tat, doch die Person die sie wirkte hatte wohl nicht damit gerechnet dass der Boden unterhalb auf diese Weise nachgeben würde. Wo führte es überhaupt hin?
Auf jeden Fall war noch eine der drei Personen anwesend, scheinbar die Person zu welcher die Soldaten gehörten, und was der kommandierende Offizier dann von sich gab gefiel dem Krieger aus dem Wasser überhaupt nicht. Zeugen beseitigen? Das hat nichts mehr mit Aufstand zu tun, das war ein Massaker gegen unschuldige, wehrlose Bürger! Automatisch ging der Griff von Kiken´na zum Schwertgriff, aber sich jetzt zu zeigen wäre töricht und selbstmörderisch… Kiken´na musste regelrecht dagegen ankämpfen nicht hinaus zu stürmen und die Unschuldigen zu verteidigen, aber es gab nichts was man im Moment tun könnte… Zumindest hielten sich ein paar der Soldaten zurück, auch die Schützen auf den Dächern beobachteten bis jetzt nur die Situation ohne auch nur ihre Bögen zu spannen, doch das änderte nichts daran dass nur mehr die Schreie von Bürgern zu hören war…

Wann immer sich die Möglichkeit ergab, und einer der Soldaten alleine stand und nicht gedeckt wurde, huschte Kiken´na aus den Schatten hervor, verpasste dem Soldaten einen starken Hieb mit dem Schwertknauf in den Nacken oder Rückseite des Helmes, und verschwand sofort wieder in der nächsten Deckung oder Nische, bevor jemand erkennen konnte was gerade seinen Kameraden ausgeknockt hatte. Es war ein sehr langsamer Prozess, aber das einzige womit man nicht sofort sein Leben riskieren würde, so wurden zumindest mal vier Soldaten außer Gefecht gesetzt.
Die Lage eskalierte jedoch als sich jemand zu wehren begann. Ganz offenbar ein Krieger, gegen welchen die Soldaten im reinen Zweikampf scheinbar kaum Chancen hatten, und ein weiterer am anderen Ende dieses Schlachtfeldes. Dies führte jedoch auch leider dazu dass die Soldaten die sich bis jetzt noch zurück hielten, nun ebenfalls aktiv wurden… Nicht nur das, auch die Schützen auf dem Dach wurden auf diese neue Bedrohung aufmerksam und gingen zum Gegenangriff über. Kiken´na hatte gehofft dass es nicht so weit kommen würde, aber es musste wohl so sein. Mit einem leisen „Verzeiht…“ ließ der Fischmensch seine Magie wirken. Es war nicht viel, aber durch das Wasser, welches sich nun über die Dächer zog, gaben die eh schon sehr glatten Holzschindeln nun überhaupt keinen Grip mehr für die darauf stehenden Soldaten, weshalb einer nach dem anderen am Dach entlang runter rutschte und schließlich in die Tiefe stürzte.

Auch weiterhin blieb Kiken´na in der Deckung und beobachtete wie sich die Lage entwickelte. Eine gewisse Demoralisierung machte sich bereits bei den Soldaten breit, doch noch waren sie nicht gewillt mit diesem Massaker aufzuhören. Dazu kam dass die Kriegerin in Kiken´nas Nähe schließlich ihrem Gegner zu unterliegen schien. Bevor dieser Mann jedoch den Entscheidenden Schlag machen konnte, hatte der Fischmensch jedoch seine sichere Position verlassen, und sein Schwert durch seinen Körper gejagt. Insofern Menschen dieselbe Anatomie haben wie die Aquaner, sollten keine Lebenswichtigen Organe verletzt worden sein, aber so genau kannte sich Kiken´na nun doch nicht mit den Menschen aus… Auf jeden Fall konnte der Mann nicht mehr weiter Kämpfen, und das gab Crim auch die Möglichkeit den zweiten Soldaten auszuknocken. Damit war in diesem Fall alles erledigt, kein Grund weiter hier auf offenem Feld zu bleiben.
Kiken´na wollte gerade wieder verschwinden als auf einmal Pfeile auf die beiden zuflogen. Mit hochgehobener Hand Schützte der Aquaner sein Gesicht welches als einziges nicht durch eine Rüstung geschützt war, denn die Pfeile prallten nur an dieser ab oder blieben darin stecken, Crim hingegen war diesbezüglich leider weniger geschützt, und einer der Pfeile traf sie im Rücken. Sofort sprang Kiken´na zwischen die Verwundete und den Schützen um als Schild zu dienen, aber nun war die Situation gekommen was es eigentlich zu vermeiden galt… Es wäre leicht möglich in Deckung zu gehen, vermutlich sogar die Flucht zu ergreifen, doch dies würde das Todesurteil für Crim bedeuten, und sie wegzutragen würde auch nichts bringen, da die Soldaten dann leichtes Spiel mit den Beiden hätten. Doch aus welchem Grund auch immer stoppte auf einmal der Angriff und die Soldaten traten den Rückzug an.

Kiken´na verstand nicht wieso die Soldaten den Rückzug antraten, aber dies konnte dem Krieger nur Recht sein. Die Verletzte kämpfte mit aller Kraft gegen ihre Schmerzen an. Auch wenn sie versuchte es zu unterdrücken und nach außen hin stark zu wirken, so sah man klar was sie durchmachte, und sich mit ihrer Sturheit aufrecht zu halten würde das Ganze nur noch verschlimmern. Aus diesem Grund ging Kiken´na zu der Frau, legte ihren Arm um sie und drückte sie auf die Seite gen Boden. „Hinlegen! Wenn ihr steht verschlimmert sich nur die Wunde. Hilfe ist sicher schon unterwegs.“ Crim wurde behutsam in seitlicher Lage auf den Boden gelegt, sodass der Druck von der Wunde genommen wurde, doch der Pfeil wurde nicht angerührt. Darum sollten sich die Ärzte kümmern, denn wenn man den Pfeil nun aus der Wunde zieht, würde es diese nur noch weiter aufreißen und die Blutung verstärken. Danach erhob sich Kiken´na wieder, sah kurz zu der anderen Person die ebenfalls gegen die Soldaten kämpfte, und verließ dann das Schlachtfeld nachdem der Pfeil aus der Rüstung gezogen wurde.
Es gab keinen Grund länger hier zu verweilen, um genau zu sein sollte sich Kiken´na generell für den Rest des Tages bedeckt halten. Unter all den Menschen fiel ein Fischmensch ziemlich auf, und zu wem auch immer diese Soldaten gehörten, sie würden sicher schnell eins und eins zusammen zählen wenn es darum ging wer die Schützen auf den Dach außer Gefecht gesetzt hatte. Das machte die Stadt zu einem sehr gefährlichem Ort… Die einzige Möglichkeit war wirklich sich vorerst zu verstecken, denn die Stadt verlassen ging im Moment ebenfalls nicht, da diese Leute sicher auch Männer bei der Stadtwache hatten, und an denen müsse man vorbei wenn man die Tore passiert…

Kinggek
07.06.2016, 20:51
http://fs5.directupload.net/images/160510/b4dbl5md.png

Kajas erwachen war recht wild wodurch sie sogar den Hauptmann leicht überrascht hatte. Ein leichter Kratzer an seinem Gesicht würde ihn an seinen Leichtsinn erinnern. Die Königin war erst verwirrt, anschließend sehr emotional und danach wiederum wieder die alte Kaja die der Hauptmann kannte. Fürsorglich und ängstlich zugleich. Ihr plötzliches Verlangen nach Lehrstunden für die Waffenkunst überrasche Krüber ein bisschen, doch Verständnis hatte er für ihre Gedanken alle mal. Auch die Nähe die Kaja von sich zeigte war etwas überraschend für den Hauptmann. Trotz ihrer miesen Lage konnte sich der Hauptmann nicht beschweren. Zumindest den Fängen des Reiches waren sie entkommen und noch dazu nahm es Kaja ihm nicht ganz so übel wie er es erwartet hatte. Langsam gewöhnten sich nun auch seine Augen an die Dunkelheit. Er konnte viel mehr erkennen als am Anfang, dennoch war es nicht das was er sehen konnte das alle Alarmglocken in ihn läuten lies. Eine warme schleimige Flüssigkeit lief dem Ritter über die Hand die er auf den Boden abgelegt hatte. Nach dem er seine Sinne komplett auf seine Umgebung ausrichtete, konnte er mehr als nur das Tropfen des Wassers, die Langsame Bewegung der Erde sowie die verschiedensten Kleintiere die in so einem Ort leben konnten hören. Etwas ungewöhnliches, etwas was nicht zur Natur dieser Höhle gehörte. Kaja wollte etwas sagen, als er durch die Nähe die Anspannung im Körper des Hauptmannes fühlte, doch Krüber legte sofort seine Hand um die der Prinzessin. Er näherte sich langsam an das Ohr von ihr und flüsterte so Leise wie möglich "Kein Ton... Wir sind nicht die einzigen hier unten."

Krüber spürte die Angst die in Kaja hinaufkroch und sich fast schon auf ihn übertrug. Seine Sicht war nun um einiges besser geworden und nun konnte er auch schon fast alles bis auf die Farbe in diesem unterirdischen Reich ausmachen. Und zu sehr hätte er sich gewünscht nie in diese Höhle gefallen zu sein. Einzelne Körperteile lagen überall Verteilt auf dem Boden herum. Körperteile die jedoch keinem Mensch oder sonstigem Lebewesen zu zuordnen waren die Krüber kannte. Einige Teile ähnelten einer Fledermaus was nicht ungewöhnlich in dieser Höhle wäre. Doch sie waren viel Größer und wirkten viel animalischer. Auch das Blut welches auf den ganzen Boden in nur eine Richtung floss fühlte sich ganz anders an. Es war die schleimige Flüssigkeit die er ertastet hatte. Und die Richtung in die es Floss war genau diese Stelle, wo sie gelandet waren. Krüber musste sich fast schon übergeben als er eins und eins zusammenzählte. Es war kein Wasser in das sie gefallen waren. Es war kein Wasser welches sich wie eines anfühlte und noch dazu keinen Geruch hatte. Und nun wusste er auch wieso sich die Prinzessin vorhin übergeben musste. Er selbst hatte nichts verschluckt doch die Kaja hatte etwas in ihre Lungen bekommen und ihr Körper reagierte ebenso wie beim ertrinken.

Krüber drückte Kaja noch fester an sich als er etwas erblickte welches ihn fast schon einen Schrei aus den Lippen hervorlockte. Eine Gestallt die ihn um das dreifache überragte und mit weit gespannten Flügel sich über eines der Kadaver hermachte. Krüber hatte weder so etwas je gesehen noch etwas darüber gehört. Genüsslich verschlang es ein Happen nach dem anderen von diesen übergroßen Körperteilen die auf dem ganzen Boden verteilt waren. Mit seinen zwei krallen übersähten Händen zerteilte er die Stücke um sie anschließend in sein fast schon unheimliches Mund einzuschieben. Am Gesicht wo sich Augen befinden sollten, bohrten sich zwei pechschwarze Löcher in die verfaulte Haut. Es war ein Abbild eines Albtraums welches er sich ansehen musste. Nichts wirklich nichts was er je gesehen hatte, jagte ihm momentan viel mehr Angst ein als dieses Wesen. "Wir müssen so schnell wie möglich aus dieser Höhle raus" stotterte der Krieger schon fast als er seine Sorge der Königin mitteilte.

Constantine
07.06.2016, 22:38
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Ihr Körper war komplett der Angst verfallen. Nachdem sich der Gemütszustand beruhigte hatte, folgten ihre Augen den Blick des Hauptmannes. Kaja drückte sich noch enger an Krüber heran, konnte sie doch keinen einzigen Muskel bewegen. Dieses Lebewesen, nein dieses Ding, was da vor ihnen stand und genüsslich sein Mahl vertilgte, war so grotesk, so abstoßend, dass es der Prinzessin erneut fast den Mageninhalt zu entleeren drohte, wenn noch etwas darin gewesen wäre, was sich hätte entleeren können. Kaja versuchte einen Schritt zu setzen. Nichts passierte. Erst als Krüber ihr mit starkem Druck in den Oberarm zwickte, setzte ihr Körper sich langsam in Bewegung. Diese ekelerregenden Fresslaute, das Zerreißen von Muskeln samt Sehnen, das Saugen am Knochenmark setzten Kaja noch mehr zu, als ohne schon. Sie musste sich mit einer Hand ihren Mund zuhalten, um nicht sofort los zu schreien. Erneut rannen Tränen aus purer Angst ihre Augen herunter. Langsam um ja keinerlei Aufmerksamkeit zu erregen, schlichen die beiden durch diese gigantische Höhle. Immer weg von dem Monstrum, dass sich in einem Fressrausch befand. Doch plötzlich vertrat Kaja sich auf den glitschigen Untergrund. Dabei knickte sie gefährlich mit ihrem Fuß um was einen höllischen Schmerz auslöste. Kaja konnte den Schmerzensschrei nicht unterdrücken und so kam es, dass das Biest ruckartig sein verschleimtes Haupt nach oben reckte. Die gefährlichen Klauen in den Boden steckend, wetzte es der neu gewitterten Beute hinterher. Krüber hievte Kaja geistesgegenwärtig auf seine Arme und rannte so schnell ihn seine Beine trugen, das Monstrum immer dichter in seinem Nacken spürend.

Faremann
08.06.2016, 12:45
wo zum geier kamen auf einmal die 2 leute her?! Garoth hatte die letzten tage damit verbracht einen Revierkampf vorzubereiten, von der zeit die es gedauert hatte diesen ort aufzuspüren ganz zu schweigen. und dann tauchten auf einmal leute auf und warfen alles um. Naja zumindest machten sie dies erst nachdem ein monster bereits tot war, aber jetzt... musste er wohl improvisieren. er passte die beiden ab und als sie ihn passierten packte er beide und riß sie in die Felsspalte aus dem weg des Monstrums welches etwas irritiert einfach an ihnen vorbeizog. "ihr bleibt hier." merkte er knapp an dann trat er auf den gang und schoß mit seiner Armbrust in den gang. zwar verletzte der bolzen das Vieh nicht großartig aber es sorgte zumindest dafür das es die Aufmerksamkeit auf Garoth richtete und nun auf ihn zustürmte. "ja hier lang du häßliches Miststück" rief er und rannte in die Richtung au s der kaja und krüber zuvor kamen. dort angekommen entzündete er ein Streichholz und warf dieses auf den boden mit einem Lautem zischen gingen die wände und ein großteil es Fußboden in flammen auf und die Riesenfledermaus, geblendet von dem plötzlichem licht raste mit voller Wucht in die flammen nur um sekunden später brennend und bestialisch kreischend wieder zum Vorschein zu kommen. "Noch nich genug ?" augenscheinlich machten die flammen dem monster nicht allzuviel aus und Garoth zog sein schwert, wich dem schlag mit einer rolle aus und rammte die klinge direkt in die armbeuge seines gegners, mit einer weiteren rolle brachte er wieder Distanz zwischen sich und den gegner nur um darauf gleich dem nächsten schlag in ähnlicher manier auszuweichen. ausweichen, zuschlagen, ausweichen, zuschlagen das ganze machte er ein paar mal mittlerweile war das monster sichtlich langsamer geworden zeigte jedoch keine spur von Ermüdung. mit einem besonders kraftvollem schwung öffnete es seien gesamte flanke für einen angriff und garoth fuhr mit seiner waffe komplett durch den jetzt ungeschützten Bauch, jetzt würde sich das monster mit jeder Bewegung zunehmen selbst ausweiden nach einigen minuten war es soweit das das monster durch eine mischung aus seinen eigenen Gedärmen und blut strauchelte und zu boden ging und nur noch schwach versuchen konnte den Monsterjäger anzugreifen. unterdessen war ein großteils der brennbaren Flüssigkeit der Garoth im raum verteilt hatte verbraucht nur noch ein paar wenige pfützen brannten spendeten aber noch mehr als genug licht um sehen zu können was genau jetzt eigentlich los war.
"Ihr könnt jetzt rauskommen." rief er Kaja und Krüber "das Mistvieh wird niemandem mehr gefährlich" mit diesen worten schlug er sein schwert direkt in den ungeschützten nacken der kreatur dies machte er solange bis er den kopf vom körper gelöst bekam, dann tat er etwas seltsames er wiederholte das selbe ebenfalls mit den überresten des anderen monsters.

Constantine
08.06.2016, 16:36
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Kaja wollte gerade aufschreien, als das Biest nach ihr mit seinen Klauen schlagen wollte, ergriff plötzlich wie aus dem Nichts, eine Hand ihren Rücken. Beide wurden in einen Felsspalt geworfen, um so aus dem Blickfeld der Bestie zu gelangen. Mit immer noch angsterfülltem Blick starrten Kajas Augen zu dem Monsterjäger, der mit dem Viech offensichtlich keine großen Probleme zu haben schien. Plötzlich loderte ein gleißendes Feuer auf. Kaja musste sich mit beiden Händen ihre Augen zuhalten, da das Licht sie blendete. Als sich der Qualm etwas verzogen hatte, stellte der Fremdling sicher, dass das Monstrum auch wirklich tot sei. Er stieß mit einem kräftigen Stoß das Schwert in den Nacken. Bei dem Geräusch wurde der Prinzessin erneut übel. Sie hatte Mühe nicht gleich wieder los zu brechen. Krüber nahm instinktiv Abstand von dem Alten, der irgendwie eine negative Aura auszustrahlen schien, so dass es dem Hauptmann leicht schüttelte. Auch Kaja war etwas unwohl zu mute, was aber mehr an der Situation zu legen schien, als an ihrem Retter. Zumindest glaubte sie das. Vorsichtig schritt sie auf Gartoh zu, Krüber dabei immer an ihrer Seite. "Ich danke euch für eure Hilfe". Ihr Blick fiel nun auf seine Utensilien, die er dabei hatte. "Wer bei Gaja seit ihr?", "was macht ihr alleine hier in diesen Höhlen?". "Isenhorn wird euch kaum geschickt haben?", ihr Blick fiel zu Krüber, der bei der Erwähnung sofort seine Hand zu seinem Schwertknauf wandern ließ. "Ich glaube nicht, dass er uns was tun will, sonst hätte er uns wohl kaum geholfen". "Wie heißt ihr, Fremdling?". Jetzt von der Neugierde gepackt, wollte die Prinzessin mehr über ihren neuen Gast wissen.

Kinggek
08.06.2016, 16:51
http://fs5.directupload.net/images/160510/b4dbl5md.png

Durch den schmerzlichen Schrei der Prinzessin konnte sie sich nicht mehr vor der Bestie verbergen. Krüber blieb nichts anderes übrig als Kaja in die Arme zu nehmen und so schnell wie möglich zu flüchten. Erst wenn die Flucht aussichtslos wäre, würde sich Krüber dem Wesen entgegen stellen. Doch noch bevor das Monstrum sie erreichte flucht ein etwas älterer Herr den beiden entgegen und zerrte sie in eine Felsspalte. Das was anschließend kam konnte der Hauptmann nicht mehr erblicken. Erst neu hatten sich seine Augen an die Dunkelheit gewöhnt, durch das Feuer welches ausbrach war nun halbwegs Blind und konnte nicht beobachten was vor sich ging. Einzig die Kampfgeräusche verliehen ihm eine leichte Orientierung. Nach einer Weile kehrte Stille ein, bis sich die tiefe Stimme wieder meldete, dass sie nun rauskommen könnten. Kaja versuchte Vorsichtig ein paar Fragen aus dem Unbekannten herauszuholen und Krüber Griff instinktiv nach seinem Schwert, als er den Namen des Prinzen hörte. Sein Griff ging jedoch ins Leere. Beim freien Fall in die Höhle hatte er auch sein Schwert verloren, deshalb bevorzugte er auch die schnelle Flucht aus der Höhle. Dieser Mann der jedoch nun vor ihnen stand schien etwas besonderes an sich zu haben. Dennoch blieb Krüber auf der Hut um keine Gefahr zuzulassen. Er hatte ihnen das Leben gerettet, doch dass hie noch lange nicht dass er sie auch verschonen würde. So wartete in der Nähe der Prinzessin auf die Antwort des Unbekannten.

Faremann
08.06.2016, 20:08
"hmm?" Garoth drehte sich um als er mit seinem blutigem Werk fertig war begann er die beiden köpfe zusammenzubinden "mein name ist Garoth," er schwang sich das bündel über die schulter und drehte sich dann zu den beiden um "und ich bin Monsterjäger" er schaute die beiden genau an "viel interessanter ist jedoch wo ihr herkommt " er begutachtete das ehemals recht prachtvolle Kleid von kaja und das was von krübers Rüstung übrig war "ihr wirkt mir nicht wie 2 bauern die sich durch zufall hier verlaufen haben." sagte er eine Augenbraue leicht fragend angehoben. "habt mir beinahe den ganzen plan verdorben mit eurem plötzlichem auftauchen. so einen Varghulf erledigt man ncih einfach mit gutem altem stahl das will vorbereitet sein." sagte er und verpaßte dem Kadaver nochmal einen demonstrativen tritt. "die Mistviecher regenerieren schneller alls das man die verletzen kann" er merkte das er eventuell ein wenig abschweifte und jetzt fokussierte er Kaja "und mit wem habe ich das vergnügen?"

Constantine
08.06.2016, 21:38
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Kaja prägte sich jedes Wort des Alten ein. Irgendwie hatte dieser etwas seltsames an sich. Kaja begann, leicht zu frösteln. Ihr Magen begann sich plötzlich zu melden. Generell merkte sie wie langsam die Erschöpfung sich in ihrem Körper breit machte. Das sie dass Essen heute Morgen noch verweigerte, erwies sich im nach hinein als Fehler. Als sehr großer Fehler. Noch bevor Kaja irgend etwas sagen konnte, war es Krüber, der das Wort ergriff. Der Hauptmann war sicher, seine Gefährtin wollte sofort die Wahrheit sagen, was in dieser gefährlichen Lage törichter nicht sein konnte. "Wir sind Bedienstete aus dem Königshaus", erklärte der Hauptmann. "Das Mädchen ist mein Lehrling, wenn ihr so wollt". Er legte sanften Griffes eine Hand an Kajas Schulter. "Habt ihr es noch nicht mitbekommen, dass der König dieses Landes verstarb?". Kajas Arm verkrampfte leicht bei der Erwähnung. "Aber ich schweife ab, wir..." noch bevor Krüber das Wort erteilen konnte, war es Kaja, die ihm das Wort abschnitt. "Wir sind vor einem verrückten geflohen, der meint mich in seinem Besitz nehmen zu können". Ihr Blick war nun klar, wie Eis.

"Es war ein Unfall, dass wie beide hier unten gelandet sind". "Aber wie es scheint, meint es das Schicksal gut mit uns". "Ihr seit also Monsterjäger?", wiederholte Kaja. Ihr Vater hatte früher Geschichten über diese Leute erzählt, heldenhafte Geschichten. Doch jedes Mal bei einem gruseligen Absatz hatte Kaja es mit der Angst zu tun bekommen und sich irgendwo versteckt. "Wir müssen hier verschwinden, weg aus diesem Land bald wird etwas schlimmes passieren". Ihr Blick wurde betrübt und Kaja griff sich mit ihrer Hand an die Brust, zu der Stelle, wo ihr Herz schlug. "Könnt ihr uns hier rausbringen? Ich muss mit dem Rat der Elfen sprechen". Krüber hob eine Augenbraue. Er wollte gerade das Wort Königin formen, stoppte aber. "Wenn das dein Wunsch ist". "Mein Name ist Katja.. ich bin, nein, ich war... in dem Haus für die Willensteins tätig, bis mich mein Herr einfach übergangen hat". Kaja versuchte freundlich zu lächeln.

Faremann
11.06.2016, 20:24
Garoth schaute auf als Krüber seiner jungen Begleiterin ins wort viel "hmmm also die geschichte würde ich noch etwas üben wenn sie überzeugend sein soll!" sagte er mit den schultern zuckend "Was auch immer , das is nicht mein Bier" sagte er während er sich die hände mit etwas wasser aus seinem Trinkschlauch abwusch. "aber ich würde wirklich empfehlen etwas an der Routine zu arbeiten . oder ne bessere Geschichte als sie is mein Lehrling auszudenken" er hielt kurz inne und nahm einen Schluck aus dem schlauch dann reichte er ihn zu Kaja "wenn der könig wirklich tot ist wird das bald ziemlich ungemütlich im Königreich werden." er kratzte sich am Kinn "es sei den sein erbe ist wesentlich cleverer als die Geschichten vermuten lassen." murmelte er er währenddessen.
Auf die frage ob er wirklich ein Monsterjäger erwiderte er nur trocken "nein ich bin hier unten um 2 neue Dekorationen für meinen kamin zu besorgen. und solche monster haben auch den vorteil das sie Einbrecher abschrecken. niemand bricht bei jemandem ein der so was selbst erlegt hatt" er holte eine fackel hervor und entzündete diese. "ich bin hier eh fertig, wenn ihr also hier raus wollt, einfach mir nach."

Constantine
14.06.2016, 22:23
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png "Sein Erbe..." Kaja sagte auf diesen Kommentar hin nichts weiter, sprach doch der Blick in ihren Augen Bänden. Sie konnte einfach nicht verstehen, warum Prinz Isenhorn so reagierte. Vor einer Woche noch waren beide unzertrennlich gewesen, sobald Vater starb, stritten sie um die Zukunft des Reiches. Eine einzelne Träne kullerte ihre Wange entlang welche Kaja schnell versuchte, abzuwischen. Obwohl ihr der Alte unheimlich wirkte, war es doch ihre Neugierde, die ihn irgendwie interessant machte. "Ihr habt einen seltsamen Geschmack, wenn es um Dekoration geht", meinte die ehemalige Königin nur beiläufig. Kaja schaute Krüber an, der einen argwöhnischen Blick an sich hatte. Der Alte war vielleicht etwas seltsam, wenn sie aber unentdeckt es bis zur nächsten Grenze schaffen wollten, ideal. Er war ein Monsterjäger und das konnte recht hilfreich sein. Kaja hielt sich ihre Arme unter den Achseln begann ihr Körper jetzt wesentlich mehr auf die Kälte der Höhle zu reagieren, sowie das laute Magenknurren. "Wir müssen bis zur nächsten Grenze, zum Reich der Elfen", sprach Kaja mit zitternder Stimme. "Wäre es möglich, dass ihr uns bis dahin begleitet, wir können euch auch bezahlen", diese Aussage schien doch mehr als dürftig, so wie Kaja aussah, schien man nicht den Eindruck, dass die ehemalige Königin irgendwo einen Sack von Gold unter ihrem Kleid besaß.

Ironhide
17.06.2016, 01:07
http://abload.de/img/isenhorn2skg8.png
Es ging schief was nur schief gehen konnte. Nicht nur das Kaja geflohen war, zusammen mit Krüber, nun waren beide auch noch verschollen und mit hoher Wahrscheinlichkeit Tod. Auf der Straße lagen mehr Leichen, als Isenhorn lieb sein konnte, zudem war ihm beim Kampf eine fremde Gestalt aufgefallen, die aber wieder verschwunden war, kaum dass das Scharmützel vorbei gewesen war. Wie er es schon vermutet hatte, waren die Männer der Winstons nicht als Retter hier, eher die Täter, aber den Hauptverantwortlichen hatte er nicht gesehen. Zumindest ging Isenhorn davon aus, das es der Missratene Sohn des Lord Winstons sein müsste, der dahinter steckt. Beweisen konnte er es allerdings nicht und Zeugen gab es keine, so wie es aussah.
Crim hatte man entdeckt, mit einem Pfeil im Rücken und als klar war, das sie es war, die so schwer verletzt war, ordnete Isenhorn an, das sie umgehend zum besten Heiler gebracht werden sollte. Er bleib vorerst am Ort des Geschehens und wies seine Männer an, das sie niemanden hier her vordringen lassen sollten.
„Findet einen Weg dort runter und bergt den Hauptmann und meine Schwester. Ich möchte nicht, das hiervon etwas bekannt wird, bevor ich nicht die Leiche meiner Schwester gesehen hab. Das Volk wird uns sonst... na darüber will ich nicht nachdenken.“, fügte er hinzu und späte dabei in den schwarzen Abgrund, der sich vor ihm auftat. Dann wandte er sich erneut an den Offizier der königlichen Garde.
„Und sucht diesen fremden Mann, ich will wissen was er gesehen hat. Vielleicht hilft er uns dabei, den Hund von einem Winston dingfest zu machen. Aber tut es dezent.“
Der Offizier bestätige die Anweisungen des Prinzen, immerhin war er nun auch sowas wie der einzige vorgesetzte der Garde. Crim war schwer Verletzt, der Hauptmann mit der Königin desertiert und mit Sicherheit tot. Bis Crim wieder fit war, gab es daher niemanden, der die Garde führte.
Isenhorn überbelegte bereits, sie zum Hauptmann zu ernennen, wer sonst sollte auch die Garde führen? Es gab sonst niemanden, der das konnte. Doch das war die geringste Sorge des Prinzen, denn an allen Ecken und Enden hatten er Probleme, die er irgendwie lösen musste.

Das wichtigste war es, das Volk erst mal zu beruhigen. Der erste Schritt war getan, denn während Isenhorn nochmals in den Abgrund blickte, fuhren die ersten Karren mit dem Essen aus dem Palast in Richtung Elendsviertel.
Doch der Prinz konnte sich hier nicht viel länger aufhalten, er musste seinen Pflichten nachkommen, auch wenn er am liebsten selbst in das Loch gesprungen wäre, um seine Schwester dort raus zu holen. Innerlich brodelte es in Isenhorn, Wut, Trauer und Zorn waren die größten der Gefühle, die er im Moment verspürte, aber wie so oft schaffte er es, diese irgendwie beiseite zu schieben. Das lag sicher daran, das er gar keine Zeit hatte, sich seinen Gefühlen hin zu geben.
Er stieg wieder auf sein Pferd, was seine fünf Gardisten im gleich taten und ritt davon. Er wollte zum Marktplatz, hoffte das Fenia noch da sein würde, denn zumindest die Kirche sollte – nein musste wissen, was passiert war.
Unterwegs schnappte er das ein oder andere Gespräch auf, was die Leute führte und bekam so mit, das Fenia es tatsächlich geschafft hatte, das Volk auf andere Gedanken zu bringen. Sie suchte den Verantwortlichen für des Königs ableben. Das verbesserte die Stimmung des Prinzen aber nur geringfügig, war aber endlich mal eine gute Nachricht.

Rosered_Strauss
17.06.2016, 11:05
http://abload.de/img/fenia27cki8.pngIn den Mittagsstunden sollte Fenia noch zwei Hausbesuche durchführen - einen bei einer mittelständischen Bürgerfamilie, und einen bei einem Angehörigen des niederen Adels. Beide waren vorsichtig ausgesucht worden, um zu zeigen, dass sich niemand ausser Reichweite der Inquisition wähnen sollte. Letzten Endes waren diese Befragungen für Sie nicht allzu anstrengend - die meiste Zeit musste Sie lediglich dafür sorgen, dass Sie finster drein sah und sich eine bedrohliche Ausstrahlung bewahrte. Dennoch war es eine Erleichterung, sich zumindest für eine kurze Zeit in Ihre Gemächer zurück ziehen zu können. Doch als Sie dort ankam, wartete bereits ein anderer Angehöriger der Inquisition auf Sie. Mit wachsender Frustration hörte Sie dem zu, was er zu sagen hatte. Mit einem knappen Nicken entliess Sie den Mann, als Sie sich gleich darauf auf machte, sich zu einer Ratssitzung zu begeben.

Dort angekommen, hörte Sie jedoch alles Andere als gestresst oder verärgert zu. Wie gebannt lauschte Sie den Worten eines Agenten, der endlich auf eine Spur zu dem Objekt gefunden hatte, dass Sie nun schon seit einiger Zeit fieberhaft wieder erlangen wollten. "Und du bist dir sicher?" meinte Sie mit leiser Stimme, als der Mann geendet hatte, beinahe so, als fürchtete Sie, die Richtigkeit des Berichtes durch zu lautes Sprechen zu annulieren. "Ja, Euer Ehrwürden - wir haben die Schmuggler gefunden, die die Diebe in die Stadt und wieder heraus befördert haben." Kurz zuckte ein Stich der Hoffnung durch Ihr Bewusstsein, ehe es sich weiter verdüsterte. Diese Entwicklung kam zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. "Brüder und Schwestern..." begann Sie, den Blick in die Ferne gerichtet, "... lange habe ich darauf gewartet, dass mir dieser Bericht vorgetragen wird. Doch ich kann mich nicht einfach so aus der Stadt schleichen - nicht jetzt. Die aktuellen Geschehnisse führen uns geradeweg auf einen Bürgerkrieg zu, und ich sollte mich von dieser Entwicklung nicht einfach abwenden." - "Ich spreche für uns alle, wenn ich sage, dass Euer Pflichtgefühl Euch ehrt." begann der hohe Inquisitor Zacharias bedächtig auf ihren Appell hin. "Doch bedenkt, was auf dem Spiel steht. Wie könnt Ihr wahrhaftig richten, wenn Euch das Richtschwert abhanden gekommen ist? Wie hat eine Drohung bestand, wenn das Mittel fehlt, mit dem gedroht wird? Fürwahr, die aktuelle Lage ist mehr als angespannt - doch mit dem Segen Gaias werdet Ihr bereits wieder zurück sein, bevor etwas schlimmeres passiert. Und während wir uns darum kümmern, dass die Lage nicht eskaliert, werdet Ihr schliesslich dafür sorgen, dass bei Eurer Rückkehr wieder alles ins Lot gebracht wird. Mit Karyptius werdet Ihr keine Schwierigkeiten haben, selbst dem hohen Adel Angst einzujagen, sodass Sie es sich zweimal überlegen werden, sich zu unklugen Schritten hinreissen zu lassen."

Eine kleine Kunstpause gab Ihr Gelegenheit, seine Argumente zu bewerten, ehe er zum Abschluss anfügte: "Dieser Rat ist der festen Überzeugung, dass es für dieses Reich am besten ist, wenn Ihr Euch dieser Aufgabe schnellstmöglich annehmt. Ihr werdet Euch morgen um die Schmuggler kümmern, während wir heute noch alle notwendigen Vorbereitungen treffen. Bewahrt darüber hinaus unbedingt Stillschweigen, denn niemand - ich wiederhole: Niemand! - darf davon erfahren! So werdet Ihr diese Queste auf Euch gestellt bewältigen müssen, denn ein zu großer Trupp würde unnötige Aufmerksamkeit auf sich ziehen." Fenia nickte langsam. "Ich... habe verstanden. Ich werde mich dem Willen des Rates beugen. Ab morgen breche ich auf, um die Klinge der Inquisition zurück zu erobern." Die Attrappe auf Ihrem Rücken schien Ihr bei diesen Worten leichter zu werden, als das Gewicht der Untätigkeit langsam von Ihren Schultern wich. Bald wäre Sie wieder vollständig.

Constantine
17.06.2016, 21:59
http://fs5.directupload.net/images/160508/8wv4g5mb.png Im eiligen Galopp erreichte der junge Spross der Familie Winston das herausstechende Anwesen seines Familienclans. Zwei Wachleute erhoben zum Gruß ihre Hand, sofort wurde das vergoldete Tor geöffnet. Nach und nach trafen sämtliche seiner Gefolgsleute ein, versteckten ihre Anwesenheit irgendwo in dem prunkvollen Haus. Der junge Lord, dem nach wie vor das Entsetzen anzusehen war, stieg völlig neben sich wirkend, von seinem Ross herunter. Auf seinem Grund und Boden angekommen, schrie dieser erst einmal wie ein abgestochenes Schwein. Kaja, Kaja, immer wieder spie er den Namen der Königin aus, es brauchte ein halbes Dutzend Männer um diesen zu beruhigen. Das Haarbüschel der Königin immer noch in der Hand halten. Dieser einmalige Triumph ist ihm durch die Lappen gegangen, seine große Chance. Nach einer halben Stunde endlich war der junge Lord an seine körperlichen Grenzen gestoßen. Er wurde in das Haus geschliffen und seine Diener befreiten ihn von jeglichem Dreck, oder gar jeglichen Beweisen. Einzig Kajas rote Haare wollte er nicht loslassen. Es dauerte auch nicht lange, als sein Vater eintraf. Dem Familienoberhaupt wurde sofort Bericht erstattet. "Prinz Isenhorn wird sicher schon auf dem Weg zu euch sein, eure Lordschaft", bemerkte der Befehlshaber seiner Soldaten an. "Es gab schon zu früherer Zeit Streitigkeit mit dem Prinzen und eurem Sohn". "Seine Verlangen nach der Prinzessin, verzeiht Königin ist in den letzten Jahren noch viel intensiver geworden". Ein leichtes Schnauben war zu vernehmen. "Wenn der junge Lord eintritt, bietet ihm unser schönstes Zimmer, unsere edelsten Speisen, schafft diesen Nichtsnutz von Sohn aus dem Haus, sucht Pater Matthias auf er wird ihm Asyl gewähren und muss für eine lang Zeit lang untertauchen, damit Gras über die Sache wächst". "Beeilt euch, wir haben nicht viel Zeit". "Ja, euer Gnaden".

Kinggek
18.06.2016, 16:33
http://fs5.directupload.net/images/160510/b4dbl5md.png

"Ein ungewöhnlicher Ort für einen ungewöhnlichen Jäger" dachte sich Krüber, nachdem er sein Gegenüber ein paar Worte entlockt hatte. Zu seinem Missfallen jedoch war es die Prinzessin die das Gespräch weiterleitete und einige Sachen nannte die sogar den Hauptmann selbst überraschten. "Zu den Elfen?" dachte sich der Hauptmann irritiert. Die Menschen waren bei keinem Volk gerne gesehen, doch der verstorbene König hatte durch seinen Weg ohne Gewalt viele Freunde verschafft. Etwas was der Sohn des Königs wohl nie verstehen würde. Klar gab es Feinde außerhalb des Reiches, doch auch Freunde und Verbündete hatte der König eine Menge um sich geschart. Das Angebot des Jägers sie aus der Höhle zu führen konnten sie nicht abschlagen, immerhin kannte er einen Weg. Krüber müsste sonst tagelang nach einem Ausgang suchen, was Isenhorn zu gute kommen würde und sie hier aufgespürt hätte. Mit der Hilfe des Jägers konnten sie so schnell wie möglich aus dem Reich entkommen und außerhalb der Grenzen hätte keiner mehr irgendeine Befugnis Kaja etwas anzutun. Auch die Bitte der Prinzessin, dass der Jäger sie begleiten solle, stieß in ihm auf Widerstand. Krüber gefiel es nicht, dass Kaja ihre Lage noch aussichstloser zum Vorschein brachte. Die Hilfe zur Flucht aus der Höhle kam gelegen, doch noch dazu zu verlange, dass der Jäger sie bis zum Elfenreich begleiten sollte, fand er nicht als ganz zu kluge Entscheidung. Wobei einen erfahrener Jäger wie dieser hier, mit großer Wahrscheinlichkeit von nutzen sein würde.

"Nun...." brachte Krüber nun sein schweigen, "Wie ihr seht, hatte meine Begleitung euch ja schon alles gesagt." An seinem Gürtel wo die leere Hülle einer Schwertscheide hing, befand sich ein kleiner Lederbeutel. In diesem befanden sich mehrere Goldstücke, die er vor der Flucht noch eingepackt hatte. Er bereute es zwar, dass er nicht noch mehr mitgenommen hatte, doch für den Moment sollte es wohl reichen. Da im ganzen Reich das Tauschsystem die Oberhand hatte, waren Währungen nun viel mehr Wert als sonst und so löste Krüber die Schnur am oberen Ende des Beutels und griff nach drei Goldstücken. Diese warf der dem Jäger zu und sagte, "Die restlichen drei bekommt ihr, wenn wir unser Ziel erreicht haben."

Gosti
18.06.2016, 19:15
http://abload.de/img/kikennatakingkvw.pngObwohl sich Kiken´na vom Schlachtfeld zurückgezogen hatte, so war der Fischmensch in Wirklichkeit nicht weit vom Ort des Geschehens entfernt. Nur selten sucht man nach Verdächtigen in der Nähe, da man davon ausgeht dass dieser versucht so schnell wie möglich Distanz aufzubauen. So gesehen war das durch die Eisrose halb eingestürzte Haus das perfekte Versteck für den Moment, und es gab Kiken´na sogar die Möglichkeit weiterhin zu überblicken was nun bei der Grube alles passieren würde. Dazu kam noch dass eine gewisse Sorge für die Frau bestand die so tapfer für die Zivilisten kämpfte und dabei von einem Pfeil getroffen wurde.
Nach dem Eintreffen der royalen Garde kehrte dann endlich wieder verhältnismäßige Ordnung ein. Diese Soldaten taten ihr bestes die Bevölkerung zu beruhigen und zu versorgen, immerhin gab es neben den Toten auch viele Verletzte. Zufrieden beobachtete Kiken´na wie schließlich auch Crim von den Sanitätern versorgt wurde, und wie sie schon vermutete handelte es sich bei ihr auch um eine wichtige Person wenn sich der Hauptmann so um sie sorgte. Zumindest machte es für Kiken´na den Anschein als wäre Isenhorn der Hauptmann, so wie er alle kommandierte, aus diesem Grund wurde auch sein Gesicht aus der Ferne genau eingeprägt. Mit Sicherheit würde man in Naher Zukunft nochmal auf ihn treffen.

Ansonsten gab es für den Fischmenschen im Moment nicht viel zu tun außer vorerst hier zu verweilen und sich bedeckt zu halten. Die royale Garde machte einen guten Job die Leichen zu beseitigen, während die ersten Personen in das Loch hinunter stiegen um die anderen beiden Vermissten Personen zu bergen, wobei Kiken´na immer noch nicht sicher sein konnte ob es wirklich die Prinzess von den Bildern war oder nicht. Irgendwie war es schwer vorstellbar dass jemand der nur in so eine Situation geboren wurde, solche Fähigkeiten beherrschen würde. Kiken´na kannte sich zwar mit Magie aus, aber das übertraf dennoch alles bisher gesehene…

Faremann
18.06.2016, 19:43
Garoth machte keine Anstalten nach dem geld zu greifen. und so klimperten die münzen schlicht zu boden. "Mache ich so einen Leichtfertigen Eindruck? erst erzählt ihr mir das der König tot sei dann tischt ihr mir eine Geschichte auf die klar gelogen ist, und ZUFÄLLIG müßt ihr dringend verschwinden" er schaute Krüber finster an "nach allem was ich weiß könntet ihr auch direkt für den Mord verantwortlich sein" er schaute dabei kaja an und seufzte "oder vielleicht auch nicht eure Begleiterin wirkt auf mich nicht wie eine Königsmörderin, oder eine irgendwasmörderin generell" er bückte sich um die münzen aufzusammeln "ich sag euch was ich muß erst mal meinen Auftrag hier beenden " dabei deutete er mit einem Kopfnicken auf die beiden Trophäen.
"danach sehen wir weiter" währenddessen gab er krüber sein Geld wieder und ging weiter in Richtung Ausgang.

Constantine
18.06.2016, 23:21
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Kaja fand Krüber's Methode nicht die beste Alternative. Aber zumindest hatte sich der Monsterjäger ihren Vorschlag angehört. Der Alte schritt langsam Richtung Ausgang, dabei warf das Licht der brennenden Fackel seltsame Schatten. Irgendwo ganz tief in der Dunkelheit hörte man das Geräusch von klappernden Kiefern, reißenden Sehnen und Muskeln, das immer leiser werdende, erstickende, qualvolle Schreien eines Tieres, dass gerade verendete. Kaja warf mit einem Blick den Krüber nicht deuten konnte ihr Haupt nach oben, als würde sie aus dem Loch heraus schauen und ihrem Bruder in seine Augen sehen. Dann wandte sie sich ab, kehrte ihrer einst so geliebten Stadt den Rücken. Vorläufig. Garoth wartete zwar nicht unbedingt, schien seine Schritte aber soweit zu verlangsamen, dass beide ihm folgen konnten. Schnell war der Monsterjäger eingeholt. Kaja's Blick blieb immer wieder an den abgetrennten Köpfen hängen. Während das Licht der Sonne seinen Schein immer höher positionierte, erreichte Garoth den Ausgang dieser seltsamen Höhle. Das Wetter meinte es gut mit ihnen, es war angenehm warm, der Wind wehte ihnen leicht in ihre Gesichter. Für einen kurzen Moment blieb Kaja stehen, breitete ihre Arme aus und genoss einfach das angenehme Gefühl, was Mutter Natur in ihr auslöste. Der Gesang von Vögeln hallte im Hintergrund und irgendwo konnte man das Rauschen eines Flusses hören. Das Königreich schien etliche Meilen zurück zu liegen.

Sie liefen weiter. Den Blick stets nach vorne gerichtet. Auf ihrem Weg zu ihrem Ziel lief ihnen eine kleine Patrouille bestehend aus einem halben Dutzend Soldaten über den Weg. Die Männer warfen Garoth sowie Krüber ein freundliches Kopfnicken zu, Prinzessin Kaja verbarg ihren Blick unter den wehenden Haaren. Eine halbe Stunde verstrich, als die kleine Gruppe ein kleines Dorf erreichte. Die Dorfbewohner richteten ihre Häupter nur beiläufig auf ihre neuankommenden Gäste. Garoth zog mit den schweren Monsterköpfen eine Menge Aufmerksamkeit nach sich. Allem voran waren es Kinder, die den Jäger ausfragen wollten doch der Alte wimmelte diese freundlich aber bestimmend ab. Auch richteten sich ihre Blicke auf Kaja, umkreisten diese und wollten unbedingt mit der Prinzessin spielen gehen doch irgendwo hörte man einen lauten Pfiff und die Kleinen verabschiedeten sich leicht schmollend. "Wir sind viel zu auffällig", meinte Krüber nur beiläufig.

"Ihr wartet bei dem Schankwirt dort", erwiderte der Monsterjäger und schritt mit seiner Beute in der Hand davon seine Belohnung einzukassieren. Zusammen mit Krüber betrat Kaja das alte Haus. Es war noch früh am Tag weswegen es nicht sonderlich viele Leute gab. Zwei Gestalten saßen am Ende des dunkel ausgeleuchteten Raumes, der Wirt, ein kräftig gebauter Mann mit Schnauzer richtete seinen Blick auf Krüber, der als erstes den Raum betrat, dann auf Kaja und warf ihnen ein freundliches Nicken zu. "Ist alles frei", meinte dieser und wusch nebenbei die schweren Gläser ab in dem sonst das Met eingeschenkt wurde. Plötzlich knurrte der Magen der Prinzessin welche mit hochrotem Kopf versuchte diese Peinlichkeit mit wild gestikulierenden Gesten zu überspielen. "Zweimal das Hauptgericht des Tages und ein Zimmer, wenn ihr habt Schankwirt", erwiderte Krüber. Mit argwöhnischem Blick schaute der Mann die beiden an. Nickte dann jedoch. Gute zwanzig Minuten verstrichen, schweigend verbrachten die beiden das Warten auf ihr Essen bis eine Bedienung aus der Küche kam. Die Teller waren bis zum Rand mit warmen Essen gefüllt. "Lasst es euch schmecken". Kaja schien auf irgend etwas zu warten, starrte die ganze Zeit auf ihr Essen. Krüber nahm als erster einen Bissen, dann stach Kaja ihre Gabel in das zarte Stück Fleisch. Es schmeckte köstlich. Irgendwann im Laufe des Essens liefen ihr einzelne Tränen aus dem rechten Auge. "Was habt ihr, Hoheit?". Schnell wischte Kaja ihre Tränen mit dem Ärmel ab, "ich hätte nie gedacht, dass ich mich mal so über eine Mahlzeit freuen würde". "Und nennt mich nicht Hoheit, dass bin ich nämlich nicht mehr". "Verzeiht", Kaja schaute Krüber böse an. "Kaja", fügte der Hauptmann schnell an woraufhin sein Gegenüber ein freundlicheres Gesicht aufsetzte.

Garoth betrat nach einer ganzen Weile den Raum und setzte sich kommentarlos an den kleinen Tisch. "Also", begann der Monsterjäger in neutralem Tonfall. Sah Kaja dabei mit festem Blick in ihre azurblauen Augen welchen sie erwiderte. "Ihr braucht offensichtlich meine Hilfe, dass sieht ein Blinder mit Krückstock", "könnt mir aber nicht sagen, was ihr angestellt habt und wollt zu der nächsten Grenze". "Ist das soweit korrekt?", Kaja nickte während sich der Teller langsam leerte. Ein leises Seufzen entwich Garoth. Kaja wirkte in dem Moment noch hilfloser, als sie ohne schon wahr. "Würdet ihr mir helfen mein Ziel zu erreichen?", fragte sie mit flehendem Blick. "Ich würde mich einfach besser fühlen, wenn wir jemanden dabei haben der schon etwas erfahrener ist, ich würde es mir nie verzeihen, wenn Viktor auf unserer Reise irgend etwas passiert, wenn er mich beschützen muss nur, weil ich so nutzlos im Kampf bin".

Ironhide
19.06.2016, 13:43
http://abload.de/img/isenhorn2skg8.png
In der Kirche schnappte sich Isenhonr den erst besten, den er finden konnte und fragte nach Fenia sowie dem Rat. Sie waren soeben in eienr Ratssitzung, was Isenhonr sehr gelegen kam. Er machte sich umgehend auf dem Weg zum Ratssaal und traf keinen Moment zu früh ein. Soeben wollte der Rat seine Sitzung beenden, war doch alles gesagt worden, was es zu sagen kam. Beim eintreffen des Prinzen, sahen sie jedoch zu ihm auf.
„Verehrter Rat, es gibt Vorkommnisse, die zu beratschlagen wir haben, ungeachtet all dessen,w as eh schon an Arbeit auf uns wartet.“ Prinz Isenhorn ging zu 'seinem' Platz, der als einziger noch frei war und wartete nicht erst darauf, das ihn jemand bat, sich zu setzten. Die Blicke ruhten auf ihm und bevor Isenhorn richtig saß, fragte einer der Inquisitoren, was dann passiert sei. Daraufhin erzählte ihm Prinz Isenhorn in alle Ausführlichkeit, die er aufgrund seines Wissen an den Tag legen konnte, die Geschehnisse um Kajas Flucht und ihres wahrscheinliches Todes. Asl er endete, gab er dem rat kurz Zeit, sich darüber Gedanken zu machen.
„Und ihr seid sicher, das es die Männer der Winstons waren?“
„Sehr sicher sogar, Hochwürden. Die toten Soldaten sind inzwischen sicher auf einem Wagen verladen worde und ich habe vor, sie dem Lord Winston zurück zu bringen. Einige von ihnen kenne ich vom sehen her, sie begleitete den Lord erst kürzlich anlässlich der Zeremonie. Es wird daher schwer sich raus zureden.“ Natürlich erzählte Isenhorn auch von seinem Verdacht, das er den Sohn des Lords beschuldigte, nicht den Lord selbst. Es war kein Geheimnis, das er Kaja seid jeher begehrte und das er sich eins um andere Mal ihr genährt hatte, selbst nachdem sie ihm deutlich gemacht hatte, das er Abstand halten solle. Und nicht selten war es Isenhorn der dem Sohn der Winstons mehrmals aus dem Palast geworfen hatte, bis er ihn Schlussendlich gewarnt hatte, niemals wieder einen Fuß in den Palast zu setzten, wenn er nicht die Kerkerzellen besser kennenlernen wollte.

„Ich denke, der Lord wird seinen Sohn euch kaum freiwillig überstellen.“
„Das erwarte ich auch nicht, aber ich werde ihm deutlich machen, was er erwarten kann, sollten sich die Anschuldigungen als wahr herausstellen und sich ebenso bewahrheiten, das er seinen Sohn versteckt.“
Es wurden noch andere Kleinigkeiten diesbezüglich erörtert, aber Schlussendlich gaben sie Isenhorn recht. Fenia hielt sich währenddessen dezent zurück, was dem Prinzen nicht entging. Als die Sitzung beendet war, wandte sich Isenhorn an sie.
„Ehrwürden, was denkt ihr über diese Sache? Ich bin sehr an eure Meinung interessiert, zumal ich hoffe das ihr mich zu Lord Winston begleitet, um ihn seine Männer zurück zu bringen.“

Rosered_Strauss
20.06.2016, 19:44
http://abload.de/img/fenia27cki8.pngFenia musste nicht lange überlegen, als Sie Isenhorn Antwort gab. "Ich würde mich freuen, Euch zu Lord Winston begleiten zu dürfen. Es wird diesen Schwachkopf davon abhalten, etwas Dummes zu tun. Mit etwas Glück wird er sich dennoch dazu hinreissen lassen... was wiederum mir in die Hände spielt." meinte Sie düster. Ihr Blick war solcherart geladen, dass es schwer war, ihm auch nur mehrere Sekunden lang zu widerstehen; musste man doch dann befürchten, Ihre Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. "Wenn es wirklich dieser törichte Jüngling war, werde ich Ihn eigenhändig niederstrecken und ausweiden wie einen Fisch!" Der Tonfall, in dem Sie Ihre Wut verkündete, war durch so viel Stahl und mühsam zurück gehaltene Erregung gezeichnet, dass Isenhorn halb erwartete, Sie würde Karyptius ziehen und sofort ausziehen, um den Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Sichtlich mühsam brachte Sie sich äusserlich wieder zur Ruhe, wenngleich das Funkeln Ihres Blickes nie verschwand. "Aber ich bezweifle, dass wir Ihn heute Abend im Anwesen seines Vaters antreffen werden. Dennoch verstehe ich, dass der Besuch statt finden muss. Ich schlage jedoch vor, unterdessen Spähposten aufzustellen - die Inquisition hält ohnehin nach verdächtigen Individuen Ausschau, weiten wir die Beobachter auch noch durch Männer des Königshauses aus." Fenia strich sich ihre Gewandung glatt, eine Geste, die sie nur deshalb ausführte, um sich weiter von den mordlüsternen Gedanken abzubringen, die Ihr durch den KOpf schwirrten.

Ironhide
20.06.2016, 20:28
http://abload.de/img/isenhorn2skg8.png
Einen solchen 'Gefühlsausbruch' war der Prinz von der trauernden Heiligen gar nicht gewohnt, eigentlich war er immer der zornigere von beiden. Das war zumindest sein Gefühl bisher. Doch es störte ihn auch nicht sonderlich, es war vielleicht sogar von Vorteil. „Es würde mich ebenso wundern, würde Lord Winston seinen Sohn in seiner Nähe behalten. Dafür ist er zu gerissen. Uns werden zudem noch Männer der königlichen Garde und aus meinem eigenen Haus begleiten. Ich bin überzeugt davon, das Lord Winston dann nichts mehr missverstehen kann und was ihm und seiner Sippschaft blüht, sollte irgendwer meinen, gegen die Krone meiner Schwester aufzubegehren.“ Noch immer sprach Isenhorn lieber von der Krone seiner Schwester, als von seiner eigenen. Ihm war längst bewusst, das er sich würde Krönen lassen müssen, aus vielerlei Gründen, aber der wichtigste war, das niemand anderes Anspruch auf die Krone erheben sollte. Wer weiß wer sich dieses Ding noch alles auf den Kopf setzten wollte und wie es dann weitergehen würde.
„Eure Idee gefällt mir und das werden wir auch in die Tat umsetzten. Je mehr treue Augen für uns auf den Straßen unterwegs sind, desto besser ist es und desto eher finden wir diesen Bastard.“
Kurz darauf ritten sie mitsamt großem Gefolge und einer Kutsche dessen Seiten von Stoffumhängen vor jeglichen Blicken geschützt waren zu Lord Winston. Die Kutsche war eine, mit der man sonst Gefangene Transportieren ließ, im Grunde also nichts weiter als ein Käfig auf Holzrädern. Dort hatten seine Männer die Leichen von Winstons Männer reingeworfen und sie mit eben jenen Stoffumhängen vor neugierigen Blicken geschützt. Es musste ja nicht jeder Wissen, was für eine Fracht sie mit sich führten.

Es dauerte eine kleine Weile, bis sie bei dem Anwesen der Winstons waren, der Tross bewegte sich nicht sonderlich Schnell. Um Einlass mussten sie nicht erst beten, die Banner des Königshauses und die Anzahl an Reiter reichten, um die Tore zu öffnen, bevor auch nur irgendwer um Einlass bat. Natürlich erwartete sie der Lord persönlich im Hof, der so groß war das dreimal so viele Reiter platz gefunden hätten, wie Isenhorn mit sich führte. Lord Winston stand stolz und ohne jegliches Anzeichen von Schuldbewusstsein im Hof, umringt von seinen Männern und einem kleinen Gefolge von Gelehrten und natürlich seiner Frau, die nicht wenige Stolz ausstrahlte.
Isenhorn machte keine Anstalten von seinem Pferd abzusteigen.
„Willkommen, auf meinem bescheidenen Anwesen, euer Gnaden. Ehrwürden.“, begrüßte er den Prinzen, so als wenn nicht geschehen wäre. „Womit hab ich die Ehre eures Besuches verdient?“
„Ich glaub, das wisst ihr ganz genau.“, antwortete Isenhorn kühl. „Wo ist euer missratener Sohn?“
Lord Winston ließ sich weiterhin nichts anmerken, wenngleich seien Gattin sichtlich erzürnt war über diese Beleidigung.
„Es tut mir Leid,m ich weiß nicht wo er sich derzeit aufhält. Zuletzt haben wir ihn vor fünf Tagen gesehen.“
Isenhorn sah herablassen zu dem Lord, der noch lächelte. „Also habt ihr ihn nicht gesehen? Da frag ich mich, wie es sein kann, das Männer die EUCH noch vor zwei Tagen im Palast begleitete haben, sich mit ihm herumtreiben konnten.“
„Oh das muss euch ein Irrtum unterlaufen sein.“
„Ich denke nicht, oder gehören die hier nicht zu euch?“ Isenhorn gab einen Wink und die Stoffumhänge wurden von dem Käfig gezogen. Ein spitzer Schrei seiner Frau war die lautestes Reaktion, einige Bediensteten wendeten sich ab, aber Lord Winston sah genau hin. Man merkte richtig, das er das nicht erwartet hatte.
„Das kann ich euch erklären. Ich habe diese Männer losgeschickt um... meinen Sohn zu suchen. Ich wollte nicht, das er in die Nähe des Palastes kommt.“ Natürlich wusste der Lord von dem was Isenhorn ihm angedroht hatte. Dennoch versuchte er nun, jeglichen Vorwurf gegenüber seinen Sohn zu entkräften. „Sagt mir, wie sind sie gestorben?“
„Durch mich.“, erweiterte Isenhorn. Das stimmte zwar nicht ganz, aber immerhin einige hatte er getötet.
„Als sie dabei erwischt wurden, wie sie Zivilisten niedergemäht und die stellvertretende Hauptmann einen Pfeil in den Rücken geschossen haben.“
Erneut wollte Lord Winston mit einer Ausrede antworten, aber Isenhorn hatte nun endgültig genug davon. „Überlegt gut, was ihr sagt, Winston. Es gibt Zeugen, die alles gesehen haben, trotz der gründlichen Arbeit eurer Männern und sollte sich eine Beteiligung eurerseits herausstellen, so werdet ihr wegen Hochverrates angeklagt. Und ich bin mir sicher, wer euer Richter sein wird.“ Diese Anspielung galt Fenia, die noch schweigend neben ihn auf ihrem Pferd saß und wo allein der Blick Bände sprach. Erneut glaubte Isenhorn, das alleine ihr Blick die Seele eines Menschen durchbohren konnte um so seine schlimmsten Verbrechen offen zu legen.

@Rose, wenn du willst, kannst du Fenia noch n bissel mit den Säbeln rasseln lassen, habs daher so offen gelassen ^^

Constantine
20.06.2016, 22:45
http://fs5.directupload.net/images/160508/8wv4g5mb.png Der Wind fegte unheilvoll über das saftige Grün der Wiesen. Der Vorhof des Anwesens war mit den herrlichsten Pflanzen geschmückt die das Königreich zu bieten hatte. An seiner Seite stolz, wie das Haus der Winstons war, war die Ehefrau des Lord's mit samt ihren Bediensteten. Den Blick auf den anreitenden Prinzen gerichtet, kein Zeichen von Reue oder Schuld. Erst, als von einer Kutsche dutzende Männer, Lord Winstons Männer vor seinen Augen landeten, konnte er nur noch versuchen, dass offensichtliche abzustreiten. Es wäre ein Verrat seiner Familie und seinem Sohn würde sicher an den Galgen kommen oder gar schlimmeres.

Trotz des panischen Schreies seiner Gattin blieb der Lord weiterhin ruhig und wies jegliche Schuld von sich. "Euer Ehrwürden, bedenkt mit wem ihr hier gerade sprecht", sein Blick bohrte sich fest in des Prinzen. Der Heiligen schenkte er nicht mal einen Augenblick. "Ihr sagt es gibt Zeugen, Zeugen wovon?". "Wie ich euch bereits versuchte, zu schildern, habe ich meine Soldaten losgeschickt um nach meinem Sohn zu suchen". "Der arme Junge ist nach wie vor vernarrt in eure wunderschöne Schwester, euer Gnaden". "Ein Laster was in der Tat nicht leicht zu überwinden ist, ist das Liebe jemals?". Zur Untermauerung seiner Argumente griff der Lord sanft nach der ausgestreckten Hand seiner Frau und zog diese an sich. "Diese Männer unterstehen den Befehlen des Befehlshabers, wenn sie etwas tun, dann nur auf sein Wort". "Nicht auf das meines", mit eiskaltem Blick sah er nun zum Prinzen. "Sollte sich jedoch herausstellen, dass mein treuster Begleiter einen niederschmetterten Befehl gegeben hat, werde ich diesen höchst persönlich richten und natürlich werde ich dabei behilflich sein diese Sache aufzuklären". "Euer Ehrwürden". "Ich möchte auf keinen Fall den Eindruck erwecken, dass ich den Zorn der Krone auf mich laste, eure Schwester ist immerhin die Zukunft dieses glorreichen Königreiches". Während dieser Worte schien Prinz Isenhorn förmlich zu beben. Der einst so wolkenlose Himmel setzte pechschwarze Wolken auf, "ich bin mir sicher meine Freunde in der Kirche beten für ihr und euer Wohlergehen".

Rosered_Strauss
21.06.2016, 00:09
http://abload.de/img/fenia27cki8.pngFenia sah die beiden Adligen vor sich einfach nur an. Stumm hielt Sie sich neben Isenhorn auf, nicht hinter ihm, um seinen Rang zu betonen, sondern als nahezu gleichgestellte neben Ihm. Erst, als Lord Winston geendet hatte und der Prinz scheinbar auf ein Wort von Ihr wartete, sprach Sie selbst. Ihre Stimme war leise, leise genug, das nur die Anwesenden sie hören können sollten - und doch schien es, als ob ein jeder Anwesender das zu vernehmen schien, was Sie zu sagen hatte. "Ich bin nicht hier, um Anschuldigungen auszusprechen. Doch es ist ein Fakt, dass der König erst vor kurzem gestorben ist. Ermordet im Herzen des Reiches. Fakt ist, dass die Prinzessin, seine designierte Thronfolgerin, vermisst wird. Für beide Fälle gibt es jene, die Ihre Hände mit im Spiel hatten. Ich bin nicht hier, um Euch zu drohen, Lord Winston - wenn Ihr tatsächlich reinen Gewissens seid, werdet Ihr keinen Zwist mit mir haben. Aber ich bin hier, um Euch etwas zu versprechen: wer auch immer dafür verantwortlich ist - für das Eine oder für das Andere - den werde ich selbst niederstrecken. Den Täter, jene, die Ihm geholfen haben, jene, die geschwiegen haben... ich werde solcherlei Elemente aus diesem Reich entfernen wie ein Arzt, der einen verfaulten Arm amputiert. Wenn es um die Sicherheit des Reiches geht - des einzigen Königreiches der Menschen - werde ich keinen Stein umgedreht lassen, keine Frage umgestellt lassen und vor Allem jedwedes notwendige Opfer bringen." Sie sah ausdruckslos zum Prinzen hinüber. Ihre roten Augen glommen wie glühende Kohle zwischen den schwarzen Haaren hervor, ganz so, als wären sie Zeugen des Feuers, dass sich hinter ihrer stählernen Fassade anstaute und nur auf das passende Ventil wartete. Sie wies mit einer Hand zu den Männern. "Da diese Männer Verbrechen begangen haben, werden Sie gerichtet werden. Wenn Sie gegen Eure Order verstoßen oder aus eigenem Antrieb gehandelt haben, wird es mir eine Ehre sein, an Eurer statt das Urteil zu vollstrecken. Ihre Handlungen weisen Sie als Verräter aus, als Verräter, die in diesen Zeiten keinerlei Gnade verdient haben." Sie wartete einen Moment, bis der Lord etwas sagen wollte, als Sie mit beinahe freundlichem Ton anfügte: "Ich bin sicher, Ihr wollt mit eigenen Augen sehen, wie diese Männer für Ihre Vergehen bestraft werden." Mit diesen Worten zog Sie den pechschwarzen Bidenhänder vom Rücken und stellte ihn vor sich auf den Boden, beide Hände auf den Schwertknauf gelegt. Der Pflasterstein unter der Schwertspitze bekam Risse, ehe er durch das Gewicht der Waffe brach und die Klinge in den Boden drang.

Constantine
21.06.2016, 14:05
http://fs5.directupload.net/images/160508/8wv4g5mb.png Tief in den dunklen Zellen des Inquisitonsgebäudes hing eine der Gefangenen an schweren Metallketten fest. An den Handgelenken und Knöcheln waren schwere Abschürfungen der Haut durch das scharfe Metall zu erkennen. Blut lief den geschundenen Körper herab. Der Foltermeister erlosch gerade eines seiner monströsen Folterinstrumente in dem glasklaren Wasser ab. Weißer Qualm drang nach oben, woraufhin ein leises Husten zu hören war. Doch nicht von der Gefangenen, die mit ausdruckslosem Blick in die Leere starrte. Der Foltermeister schritt zurück zu seinem Opfer, bei jedem Tritt spannte sich der Körper Walküre mehr und mehr an. Das glühende Eisen mit dem Brandzeichen der Inquisition wurde der Attentäterin mit brachialer Gewalt in den Oberarm gerammt, woraufhin diese einen erstickten Schmerzensschrei ausspie. Erneut rasselten ihre Eisenketten. "Willst du uns jetzt sagen wer dir den Auftrag erteilt hat unseren König zu ermorden?". Der ausdruckslose Blick wandelte sich in abgrundtiefen Hass um. Ein Seufzen war von ihrem Peiniger zu vernehmen. "Dann machen wir weiter", der Folterer wollte gerade eines seiner Messer vom Tisch holen, als man einen weiteren Schrei von der Walküre vernahm. Das Knacken von Sehnen und Muskeln war zu hören, Gestein aus den Wänden bröckelte samt der Verankerung ihrer Ketten heraus, als wäre es aus Butter. Mit ungläubiger Mimik starrte der Foltermeister auf sein Opfer, dass noch vor wenigen Stunden so kraftlos wirkte. Der hasserfüllte Blick fraß sich regelrecht in den verängstigten des Mannes. Dieser wollte gerade den internen Alarmzauber aussprechen, als das rasselnde Metall ihrer Ketten sich durch die pulsierende Halsschlagader fraß und mit einem Ruck den Kopf von den Schultern abtrennte.

In einer Blutfontäne fiel der Körper einfach nach vorne. Mit den klirrenden Ketten schritt die Walküre, der man Weder Kleidung noch Nahrung gab auf das metallene Gitter zu. In einem brachialen Schlag wurde die Tür förmlich aus den Angeln gerissen und durchbrach sogar eine Nachbarzelle. Woraufhin Inhaftierte ungläubig starrten. Während das Blut ihren Körper heruntertropfte, schritt das junge Mädchen durch den Korridor. Auf den Weg in ihre Freiheit zog sie förmlich eine Spur aus Blut. Waren ihre Gegner trotz ihres Zustandes keine Gefahr für sie. Einzig Hochinquisitoren Faldahon könnte sie jetzt noch aufhalten. Doch diese war glücklicherweise nicht hier. Zwei Wachen rannten auf sie zu. Sie setzte einen Ausfallschritt nach hinten, drehte den Oberkörper leicht zur Seite, wich so dem ersten Gegner aus und rammte gleichzeitig ihre Arme in beide Leiber. Sofort klatschten ihre Körper zu Boden.

Der Weg sollte sie in ein Zimmer der Wachen führen. In einem kleinen hölzernen Schrank hingen überall dutzende Schlüssel. Schnell war der ihrer gefunden. Sofort machte sich die Walküre daran die Kleidungsstücke eines Toten anzuziehen, der ungefähr ihre Maße besaß. Ein wenig unpassend aber besser, als nichts. Der Geruch von Essen lockte sie in einen kleinen Nebenraum. Als ihre Augen jene Köstlichkeiten erblickten, platzte ihr vor Wut der Geduldsfaden. Seit Stunden, wenn nicht sogar Tagen folterte man ihren Körper ohne zur Ruhe zu kommen. Noch nicht mal die übrigen Gefangenen bekamen Nahrung geschweige denn Wasser, dass also sollte das glorreiche Königreich sein in dem der König Gewalt und Waffen verabscheute? Nicht mal sie selbst würde ihren Feinden so etwas antun. Ein gnadenvoller Tot war ehrenhafter, als das hier. Das klicken der entfernten Ketten war ein angenehmes Geräusch in ihren Ohren. Von draußen wehte ein angenehmer Wind über das blutverschmierte Gesicht. Der Wind wurde stetig stärker. Ein Sturm zog auf. "Gaja meint es gut mit mir", schoss es durch ihren Kopf.

Jetzt hieß es so schnell wie möglich aus der Stadt raus. In wildem Temp wetzte die Walküre durch Ursus Straßen. Der Wind pfiff ihr auf das blutverschmierte Gesicht. Vorbei an den herunter gekommenen Häusern, vorbei am Elendsviertel. Vorbei an all dieser Gewalt. Sobald eine Spur von Wachsoldaten ihr Augenmerk erblickte, nahm sie einen anderen Weg. Irgendwann fand sie sich vor einem gigantisch großen Loch wieder. Den Blick in das Dunkle werfend und die suchenden Soldaten im Nacken zögerte das junge Mädchen nicht, sondern sprang direkt hinunter.

Es vergingen mehrere Stunden. Der Himmel war wieder klar und die ehemalige Gefangene wachte in einem Waldgebiet wieder auf. Die Sonne strahlte auf ihr Haupt. Wärmte ihre Wangen. Mühsam quälte sie ihren geschundenen Körper nach oben. Immer einen Schritt nach dem anderen setzen, trugen ihre Füße sie bis in ein abgelegenes Dorf, wo man ihr mit Misstrauen begegnete. Doch das war egal. Den gebrochenen Arm haltend, führten ihre Füße sie weiter. Blut lief aus ihren Augenhöhlen was das Sehen nur noch schwerer machte. Mit letzter Kraft öffneten ihre Finger eine Holztür. Der Schankwirt zapfte gerade ein Paar Getränke als er seinen neuen Gast bemerkte. Noch bevor dieser etwas sagen konnte, krachte das junge Mädchen in den hölzernen Boden. Dabei kullerte der metallene Helm, der das Haupt schützen sollte, zu Boden. Blut lief herunter. Kaja erschrak, als sie diese Szenerie erblickte. Krüber zog scharf die Luft ein und wollte an die Stelle greifen, wo sonst sein Schwert hing. Doch vergebens. Noch bevor Garoth auf ihre Erläuterungen reagieren konnte, rannte Kaja in Windes Eile zu der am Boden liegenden Walküre. "Was, was ist mit ihr, sie braucht Hilfe was stehst du hier noch so rum Viktor!". "Schankwirt schnell helft mir sie muss sofort behandelt werden". "Kaja", wollte Krüber gerade einwenden doch das interessierte die Prinzessin alles nicht. Noch bevor er irgendwelche Einwände aussprechen konnte, drehte Kaja ihr Haupt um und sah Krüber mit einem Blick an der jegliche Kritik im Keim erstickte. Auch der Schankwirt gehorchte der Prinzessin, obwohl ihn das alles nichts anging. Einzig Garoth blieb teilnahmslos an seinem Platz sitzen. Während man in der Hauptstadt Ursus fieberhaft nach der Gefangenen suchte, überbrachte ein aufgebrachter Bruder der Inquisition die Nachricht Prinz Eisenhorn. Doch niemand wusste, wo der junge Prinz war. Bis er ihn endlich auf dem Anwesen der Winstons fand. "Euer Gnaden, euer Gnaden!", schrie der junge Mönch hysterisch und kam Speichel ausspuckend zum Stillstand. Dabei musste er in die Hocke gehen. "Euer Gnaden... dringende Angelegenheiten bedarfen eurer sofortiger Anwesenheit!!!".

Lord Winston, der gerade noch etwas auf Fenias Kommentar erwidern wollte, sah den Prinzen an. "Wie es scheint, solltet ihr euch um dringenderes Kümmern, euer Gnaden". "Ich werde natürlich dem Wunsch der Inquisitotrin nachkommen und die beschuldigen Männer bestrafen..."

Kinggek
21.06.2016, 19:50
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Seine Muskeln spannten sich leicht, als Kaja den Jäger nach einer Begleitung befrag. Krüber hatte nichts dagegen wenn der Jäger sie begleiten würde, doch es war die Aussage der Prinzessin die ihn ein wenig aus der Fassung brach. "Damit mir nichts passier?" dachte sich Krüber spöttisch. Er war doch der eigentliche Grund wieso sie überhaupt in dieser Lage waren. Das die Flucht nicht einfach wird, wusste er ja. Aber das es in so eine Richtung gehen würde, damit hatte er auch nicht gerechnet. Ehe der Jäger jedoch der Prinzessin antworten konnte, brach die Tür des Wirtshauses auf und eine schemenhafte Gestallt stürzte hinein. Beim unsanften Aufprall auf den Boden, löste sich der Helm und man konnte einen guten Blick auf das Gesicht dieser Person werfen. Mehrere Sinne in Krüber schlugen Alarm und instinktiv versuchte er nach seinem Schwert zu greifen, doch es war Kaja die sich sofort über die verletzte Person stürzte. Garoth beachtete den Vorfall nicht weiter doch Krüber brauchte einen Augenblick um zu realisieren wie Leichtsinnig die Prinzessin gehandelt hatte. Ihrer darauf folgende aggressive Forderung der verletzten Person zu helfen, konnte der Hauptmann auch nicht mehr verneinen. Auch der Schankwirt eilte nach der Forderung der Prinzessin zur Eile.

Krüber näherte sich den beiden und kniete sich neben der Prinzessin zur der verletzten Person hinunter. Kurz überflog er ihre oberflächlichen Verletzungen die man sehen konnte anschließend packte er sie mit beiden Armen und hob sie auf. "Ein Zimmer!" wandte sich der Hauptmann sofort zum eilenden Schankwirt. Dieser blickte ihn etwas fragwürdig an nickte jedoch nachdem auch Krüber ihm einen ähnlichen Blick zu wand, wie es die Prinzessin tat. Hastig bat er sie ihnen zu folgen und nach ein paar Stufen die in das obere Stockwerk führten, betraten sie ein schlicht eingerichtetes sauberes Zimmer. Krüber legte die Verletzte Person sofort auf das Bett und riss ihr die Kleider vom Leib. Kaja musste sich kurz wegdrehen und versuchte das Verlangen sich zu übergeben unterdrücken. Anschließenden wandte sie sich wieder an den Hauptmann und wollte eingreifen, zückte jedoch ihr Hand wieder zurück als sie die Blicke des Hauptmann erkannte. "Ruft sofort nach einem Heiler," befahl er dem Wirt der es nicht unbedingt amüsant fand, dass das ganze Bett voll mit Blut getränkt wurde. Krüber betrachtete den nackten Körper der Walküre und erkannte die Folter die ihr zugefügt worden war. Frische, tiefe Wunde aus denen das Blut hinaus floss. Sie war übel zugerichtet und es glich fast schon an einem Wunder, dass sie überhaupt noch am Leben war. Da der Hauptmann jedoch schwerwiegende innere Verletzungen befürchtete verlangte er auch umgehend nach einem Heiler, der sich damit auskannte.
"Kaja geh mit dem Wirt nach unten und bring mir sauberes Wasser und Tücher. Die Wunden müssen gereinigt werden, bevor er noch schlimmer wird." Etwas zögerlich jedoch verständnisvoll nickte sie und verließ mit dem Wirt zusammen das Zimmer. "Ah ja..." sprach er den beiden noch hinterher "schickt den Jäger nach oben, falls er sich noch unten befinden sollte. Vielleicht kennt er sich mit so etwas besser aus als ich." Nachdem die Tür wieder verschlossen war untersuchte Krüber den ganzen Körper der Frau und war sprachlos als er ein allzu bekanntes Muster an ihrem Oberarm entdeckte. Er strich leicht mit seinen Fingern über das eingebrannte Muster und flüsterte leise "Wenn nur der König etwas davon gewusst hätte." Wieso sie mit dem Zeichen der Inquisition gebrandmarkt war konnte sich der Hauptmann fast schon denken. Wenn es jedoch auch wirklich die Inquisition war die sie so zugerichtet hatte, dann befand sich die Zukunft des Königreiches auf Messerschneide. "Was genau war dein Vergehen?" flüsterte der Hauptmann mehr zu sich selbst und versuchte die schlimmsten Verletzungen auszumachen. Als er sich leicht vorbeugte um die Wunden am Gesicht zu untersuchen, schlugen sich plötzlich die Augen der Walküre auf und pechschwarze Augen waren es die ihn anstarrten. Noch bevor sich die Arme der Walküre in Bewegung setzten, schob Krüber seine Armschiene aus der Rüstung an das Hals der Frau. "Ruhig..." flüsterte er ihr zu als die Walküre ihre Arme wieder sanft auf das Bett fallen ließ. Langsam zog er seine Hand wieder zurück und die Rüstung löste sich aus dem leicht angeschnitten Hals der Walküre."

Constantine
22.06.2016, 00:12
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Fast kam der gefüllte Mageninhalt wieder hoch. Kaja hatte sichtliche Mühe bei dem Anblick der schwerverletzten Walküre nicht in Panik auszubrechen oder gar in Ohnmacht zu fallen. All diese schrecklichen Bilder waren einfach zu viel für das so behütete Gemüt der Prinzessin, doch sie zwang sich, klar zu bleiben. Eiligen Schrittes rannte Kaja Stufe für Stufe der Treppe bis zum untersten Stock herunter. Bei all dem Blut rutschte die Prinzessin kurz aus und landete unsanft nach vorne. Doch das wurde einfach überspielt. Nach dem Kaja etwas unbeholfen aufstand, das stechende Schmerzen am Kinn ignorierte, wetzte sie in den Küchenbereich des kleinen Lokals. Binnen weniger Sekunden war auch der Schankwirt da. Er lief an ihr vorbei in den Außenbereich um in das Lager zu gehen. Mit einem halben Dutzend schwer gefüllter Holzfässer kam der Mann zurück. In des gab man Kaja mehrere Handtücher, die fast über ihren Kopf ragten. Schnellen Schrittes lief die Prinzessin zurück zu dem Zimmer wäre beinahe wieder fast ausgerutscht, konnte den Sturz aber noch verhindern. Es dauerte etwas, bis sie bei Krüber ankam. Als der Schankwirt die Tür mit seinem Bein öffnete um beide hereinzulassen, erschrak Kaja, als sie sah, wie die verletzte Walküre mit ihrem ausgestreckten Arm Krüber an seiner Kehle ergriff.

Der Hauptmann hatte nicht damit gerechnet, dass die Frau noch ein zweites Mal angreifen würde, obwohl sie so schwer verletzt war, steckte noch eine Menge Kraft in ihren Armen. Kaja ließ vor Schreck sämtliche Tücher fallen und zitterte am ganzen Leib. Krüber schlug in des immer wieder auf den zerschnittenen Oberarm ein, bis sie ihn schließlich losließ, dabei einen Schwall Blut aus dem Mund ausspuckend. "Bitte...", versuchte Kaja zu stammeln und halb dem schwer keuchenden Hauptmann auf. Ihre azurblauen Augen trafen auf die pechschwarzen der Walküre. "Wir wollen dir nichts tun, wir sind nur hier, um dir zu helfen". Vorsichtig setzte die Prinzessin einen Schritt nach vorne. Den Blick zur Walküre nicht abwendend.

Irgendetwas an diesem Mädchen war anders, als bei anderen. Illja blickte dem rothaarigen Mädchen in ihre Augen. Alles in ihrem Körper schrie nach Vergeltung doch konnte sie an dieser zarten, unschuldigen Person keine schlechten Hintergedanken ausmachen. Den Arm wieder auf das Bett zurück fallen lassend, drehte sie ihr Haupt leicht zur Seite. "Nur du...", erwiderte diese. Der Rest der Anwesenden wirkte leicht irritiert, als sie ihre Worte vernahmen. "Ich lasse mich nur von ihr behandeln...", erneut spuckte sie einen Schwall Blut aus, woraufhin ein schmerzhaftes Röcheln zu vernehmen war. "Ist der Heiler unterwegs?", fragte Krüber den Schankwirt welcher stumm nickte und begann eines der schweren Holzfässer auf den Boden abzustellen. Schnell war die Abdeckung abgetrennt worden.

Kaja atmete erleichtert aus nach dem sie die Worte der Verletzten gehört hatte. Sie lief auf das Holzfass mit der klaren Flüssigkeit zu und ertränkte das Handtuch förmlich. Schnell wrang sie es aus und rannte zurück zu dem Bett. Erneut drehte sich Kaja's Magen um bei dem Anblick der Walküre. Doch jetzt durfte ihr Körper nicht schlapp machen. Der Wirt trug das Fass bis hin zum Bett. Kaja ließ das Tuch vorsichtig über ihr in Blut gebadetes Gesicht träufeln. Krüber, der nur fassungslos wirkte, sah auf die Prinzessin herab, die einen so starken Gegner einfach überzeugen konnte, sich helfen zu lassen. "Wirt würdet ihr bitte heruntergehen und Garoth fragen, ob er helfen kann?", wiederholte Kaja Krüber's Bitte. Der Mann nickte erneut und verließ den Raum. Kaja säuberte nach und nach den schwer verwundeten Körper der Walküre und erschrak bei dem eingebrannten Zeichen in ihrem Oberarm. Ihr Körper begann, zu zittern. Vorsichtig fast schon behutsam, strichen ihre Finger über das Brandzeichen.

Bei der sanften Berührung drehte Illja ihr Haupt zurück und sah Kaja direkt an. Dann wandte sie ihren Blick zu Krüber. "Es war eures Gleichen, dass mich so zurichtete". Kaja wirkte verängstigt. Ungläubig lauschte sie den Worten der Verletzten. "Unseres Gleichen?", wiederholte Krüber. "Unsere Mission lief furchtbar schief, dass jemand aus dem Königshaus gestorben ist, war nicht unser Zweck". Kaja zog scharf die Luft an bei der Erwähnung ihres Vaters und drückte mit festem Griff auf eine Wunde der Walküre. "Der Foltermeister hat mir viel mehr Informationen geschenkt, als ich ihm". "Ihr habt da eine wirklich großartige Nation erschaffen... nicht mal wir foltern unsere Gefangenen auf so bestialische Weise". "Ich-", erneut hustete Illja Blut aus, Kaja versuchte die Frau dazu zu bringen, sich ruhig zu verhalten, was ihr am Ende auch gelang. Zur selben Zeit machte sich ein rüstiger, alter Mann auf den Weg zum Schankwirt. Hatte er doch eine Nachricht erhalten, dass eine schwer verletzte seine Hilfe benötige.

Faremann
23.06.2016, 11:18
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Garoth schaute nur kurz auf als die verletzte in die Taverne stolperte, machte aber weiter keine Anstalten etwas zu unternehmen. Kaja war ohnehin bereits bei ihr und begann damit die leute herumzukommandieren "so viel zum Lehrling" murmelte Garoth im bezug auf die Geschichte mit der die beiden sich vorgestellt hatten, nachdem die verletzte in ein zimmer gebracht wurde war Garoth ganz alleine am Tisch und trank in aller ruhe sein Getränk weiter.

nach ein paar Minuten kam der wirt und teilte ihm mit das Kaja nach ihm gefragt hatte, Garoth trank noch den rest aus seinem krug und ging dann nach oben. Normalerweise würde er sich in so was nicht einmischen aber er mußte zugeben das die Situation begann recht interessant zu sein. oben angekommen stellte er sich in den Türrahmen und nahm die Situation erst einmal auf. "Das blut einfach abwischen wird nicht wirklich helfen ein verband währe hier wohl hilfreicher." zugegeben er war kein Arzt aber in seinem Berufsfeld mußte man gezwungenermaßen zumindest grundlegende Fähigkeiten in der Wundbehandlung haben.
Auf Kajas Aufforderung zu helfen Reagierte er nur sehr Verhalten "Seh ich aus wie ein artzt ?" Krüber schien die art wie er mit Kaja sprach nicht zu gefallen aber das war Garoth momentan recht egal, nach einigem bitten und dem flehendem Gesichtsausdruck von Kaja lies er sich dann doch breitschlagen zu mindestens bei der Erstversorgung zu helfen. "das sind keine Kampfwunden" merkte er währenddessen beiläufig an und schaute dabei besonders auf die brandmarke.

Constantine
23.06.2016, 19:57
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Die Zeit rann dahin. Kaja hatte alle Mühe damit sämtliche Wunden der Walküre zu reinigen. Dann tauchte Garoth auf, was die Prinzessin ein leichtes Lächeln über ihre Lippen huschen ließ. Vorsichtig säuberte sie Illyas Wunden. Der Körper war über und über mit Schnittverletzungen, Stichen, Einschlägen, Prellungen oder sonstigen Wunden übersät. Kaja konnte erst nicht begreifen, was Illya da von sich gab oder gar der Jäger. "Was meint ihr mit keine Kampfwunden?", Garoth schien nicht ganz zu verstehen. "Damit meine ich, dass diese Schnitte nicht in einem Kampf entstanden sind... sondern durch Menschenhand". "Durch Menschenhand?", wiederholte Kaja immer noch ungläubig und ihr Körper begann leicht zu zittern. "Warum sollten Menschen... anderen Menschen so was antun?", fragte Kaja durch den Raum woraufhin sich ein Riss im Mauerwerk bildete welcher sofort zu Eis gefror. "Mein Vater war strikt gegen Gewalt, er hat alles dafür getan, dass niemand auch nur einen Schaden erleidet, ganz egal.. was er für ein Verbrechen getan hat". "Wer also könnte so eine Tat gut heißen einen Menschen so zu verletzen...?", fragte Kaja mit ausdrucksloser Mimik. Krüber ahnte, was gleich kommen würde und versuchte beruhigend auf die Prinzessin einzureden. "Ich kann dieses Verhalten nicht dulden, wer auch immer dahinter steckt, wird seine Strafe erhalten...". Die Luft in dem Raum wurde immer kälter, "Kaja..." sprach Krüber ruhig, es war dem Hauptmann in dem Moment egal, ob ihre Tarnung aufflog oder nicht eine kommende Katastrophe musste abgewendet werden und so war es Krüber, der die Prinzessin leicht umarmte, so dass diese wieder zur Vernunft kam.

Nach dem Kaja wieder zu sich kam, liefen ihre einzelne Tränen das Gesicht herunter. Sie schaute an sich hinauf und erblickte Krübers Hände um ihren Hals. "Geht es wieder?", fragte der Hauptmann woraufhin die Prinzessin leicht nickte. "Wie ihr seht, ist meine Begleitung sehr emotional", versuchte der Hauptmann sich zu entschuldigen. Die letzten Tränen abwischen, machte sich die Prinzessin wieder daran die Wunden der Walküre zu versorgen welche still schweigend das Szenario beobachtet hatte.

Eine weitere halbe Stunde verstrich, als es an der Holztür klopfte. Ein älterer Mann mit schneeweißem Rauschebart betrat das Zimmer. Um seine Schultern einen kleinen Sack hängen, schritt dieser direkt auf Illya zu. Ein Blick reichte aus, um zu erkennen, was vor sich ging. Krüber wollte gerade etwas erwidern, doch der Alte schnitt ihm das Wort ab. "Ich wurde gebeten, mich um einen Patienten zu kümmern". "Dich hat man ja übel zugerichtet, Kleine..". Illya schwieg weiterhin. "Geh bitte aus dem Weg, Kindchen, sprach der Heiler Kaja an doch diese schüttelte leicht ihren Kopf, "sie lässt sich nur von mir behandeln und ich möchte ihren Wunsch respektieren". "Kindchen..", sprach der Alte auf die Prinzessin ein doch diese wollte von dem Rat nichts hören.

Resignierend seufzte der Heile schließlich und kratzte sich leicht am Kopf. "In Ordnung... dann handle genau nach meinen Anweisungen!". Kaja nickte. Schritt für Schritt folgte sie den Ausführungen des Heilers und machte sich daran die Wunden der Walküre professionell zu behandeln. Es verging eine weitere halbe Stunde bis die Prinzessin vollkommen erschöpft mit dem Kopf auf dem Bettrand einschlief und den Arm der Walküre dabei festhielt. Der alte Heiler sah nun jeden der Anwesenden im Raum an. "Ich habe euch hier im Dorf noch nie gesehen, wer seid ihr und wie ist es zu diesen Verletzungen der jungen Frau gekommen... was noch viel interessanter ist, ist dieses junge, sture Ding, dass sich zwischen mir und meiner Arbeit gestellt hat". "Du Jungchen", dabei sah er zu Krüber. "Hilf dem anderen jungen Mann mal das Zimmer zu säubern und die Wäsche zu wechseln, es ist nicht angenehm im eigenen Blut zu liegen".

Kinggek
23.06.2016, 20:45
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Die Luft zum Atmen wurde enger und Wut staute sich in Krüber auf. Auch wenn es ihm nicht gefiel, was man ihr angetan hatte und die Gedanken des Hauptmanns gegenüber der Inquisition immer abwertender wurden, bereute er es gerade zutiefst das er die Walküre am Leben gelassen hatte. Der Hauptmann tat sich schwer seinen Zorn in Zaum zu halten, immerhin hatte sie gerade die Ermordung des Königs zugegeben, doch im selben Augenblick dachte er daran wie wichtig diese Person nun auch war. Sie war der lebende Beweis dafür um Kaja ihre rechtmäßige Herrschaft zurückzugeben. Ebenso standen noch zu viele Fragen offen für die es keine Antworten gab, deshalb entschloss er sich vorerst zurückzuhalten. Im selben Momentan bildeten sich falten an seiner Stirn, als er bemerkte das Kaja die Aussage schlichtweg überhörte. Ihre Sorge galt im Moment nur den Verletzung der Walküre. Garoth hatte gleich beim betreten des Raumes schon bemerkt, dass die Walküre nicht durch einen Kampf so dermaßen Verletzt wurde und auch er versuchte die ersten Hilfemaßnahmen einzuleiten, die jedoch nur von Kaja selbst ausgeführt wurden konnten. Krüber reagierte etwas über, als die Prinzessin wieder einen Anfall durch die Worte der Walküre und des Jägers hatte, der dem des Zeitpunkt des Königs glich. Sofort versuchte er sie zu beruhigen um nicht noch zusätzlich unnötiges Aufsehen zu erregen. In diesem Fall jedoch sprach er ihren Namen laut und deutlich aus so das es eigentlich jeder im Raum hören konnte.

Als der Heiler endlich auftauchte, folgte Kaja dessen Anweisungen bis die Lage der Walküre wieder einigermaßen stabil war. Krüber befand sich dennoch dicht an der Seite der Prinzessin um jegliche falsche Aktionen der Walküre oder der sonstigen Anwesenden abwehren zu können. Immerhin traute sie weder der Walküre die die trotz ihrer Verletzungen noch einiges an Kraft besaß. Noch den anderen Anwesenden im Raum die womöglich nun erkannt haben wer dieses rothaarige Mädchen war. Nachdem sie fertig waren, legte Kaja erschöpft ihr Haupt an die Bettkante und ruhte sich ein wenig aus. Der Heiler bat den Hauptmann darum sich zusammen mit Garoth um die in Blut getränkten Laken und die Unordnung im Zimmer zu kümmern. Ein irritierter Blick war vorerst seine Antwort. Kurz blickte er zu Garoth und dann wieder zurück zum Heiler. "Im Moment wäre es mir lieber wenn ich an der Seite meiner Begleitung bleiben könnte" antwortete er und nahm ein paar durchblutete Laken vom Bett die er anschließend dem Wirt in die Hand drückte. "Außerdem habe ich noch ein paar Sachen mit unserem neuen Gast zu bereden" sprach er die Wörter in einem etwas festeren Ton aus und blickte anschließend zu der verletzten Walküre die trotz der Schmerzen und der Erschöpfung die sie übermannten ihre Augen offen hielt.

Faremann
24.06.2016, 11:32
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Die tatsche das sich die frau nur von kaja behandeln lies veranlaßte Garoth beinahe dazu genervt aus dem raum zu gehen, auch wenn er wusste das sie eventuell ziemlich verstört war. Eigentlich, ein weiterer grund für ihn zu gehen wenn man bedachte wie die leute manchmal auf ihn reagierten.
Kajas kleine Eiseinlage Störte ihn etwas mehr als normal für ihn war, das mädchen hatte offenbar magische Fähigkeiten die sie nicht kontrollieren konnte, etwas das ziemlich gefährlich war.
Als endlich der heiler eintraf ging das theater mit dem nicht anfassen weiter woraufhin Garoth ziemlich genervt die augen verdrehte wenn es nach ihm ginge er hätte der verletzten entweder gar nicht geholfen oder sie gegen ihren willen behandelt spätestens wenn sie das Bewußtsein verlor. nachdem man versuchte ihm zum Berechtigtenwechsel einzuspannen. wurde es ihm dann aber doch zu blöd und er verließ den raum. das ganz theater das jetzt folgen würde wollte er sich wirklich nicht antun. im Schankraum angekommen setzte er sich an einen freiem platz direkt neben einen wächter der offenbar gerade pause machte und bestellte sich noch einen drink, nach einer weile geriet er in ein Gespräch mit seinem Sitznachbarn über allerlei dinge. Das war mehr nach seinem geschmack einfach hier sitzen etwas trinken und sich ungezwungen unterhalten. ganz ohne drama oder Tragödie, etwas wovon er in seinem beruf ohnehin schon genug hatte.

Ironhide
25.06.2016, 09:41
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„Ihr habt WAS getan?“
Es gab selten Momente, wo Isenhorn sauer auf die Inquisition war, so sauer, das er am liebsten den Verantwortlichen eine gedonnert hätte. Aber hier mitten in der Kathedrale, wäre das selbst für den so streng gläubigen Prinzen ein Frevel gewesen. Und dem Sanctus Perfectus eine pfeffern würde auch nichts bringen.
„Was um alles in der Welt ist in euch gefahren, die Walküre zu foltern?! Wir haben weit bessere Methoden, einen solchen Feind zum reden zu bringen! Stümper!“ Bis vor kurzem war sowas an der Tagesordnung, aber sein Vater hatte das beendet. Es gab im Reich aber noch genug Menschen die der Meinung waren, das Folter ein gutes Mittel sei, um die Beschuldigten auch der Tat zu überführen. Isenhorn bevorzugte andere Mittel. Es gab Drogen, die einen zwangen die Wahrheit zu sagen, wobei man aber nur extrem schwer da ran kam. Zum anderen gab es die Kleriker, mächtige Magier der Inquisition die die Walküre mit einem Bann hätten belegen können und und und. Einfach Schmerzen zuzufügen war nicht so ganz das, was er im Sinn hatte. Den Geist eines Menschen brechen, das war das was er wollte. Aber nun war es passiert, die Walküre war frei.

Nur äußerlich beruhigte sich Isenhorn wieder, während über der Stadt erneut dunkel Wolken aufzogen. „Nun gut, sucht sie und beschattet sie so gut es geht. Sie führt uns vielleicht zum Drahtzieher des ganzen Schlamassel. Und verbockt das nicht auch noch.“
„Wir wissen nicht, wo sie sein könnte.“, erweiterte der Höchste Befehlshaber der Inquisition seelenruhig dem Prinzen.
„Deswegen soll ihr sie ja SUCHEN!“, donnerte Isenhorn dagegen, das ein jeder in der Kathedrale es hörte. In den Wolken grummelte es bereits und die Menschen auf den Straßen wussten, das ein Gewitter im Anmarsch sein würde. Isenhorn hatte so langsam das Gefühl, das egal was er tat, die Situation nur noch schlimmer wurde und all die Bemühungen die er unternahm um den Frieden zu wahren, schief gingen. Natürlich brauchte das alles Zeit, dessen war er sich bewusst, aber das Überschlagen er Ereignisse machte es schwer, angemessen darauf zu reagieren. Und wenn nicht bald etwas positives passierte, sähe es nicht gut aus.

Constantine
25.06.2016, 20:49
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Illya sprach währen der ganzen Behandlung kein Wort. Zwar war es unverschämt von ihr - einer Feindin - zu verlangen, dass nur das rothaarige Mädchen sie behandeln darf, aber die Walküre wollte wissen wie weit man bei diesen Leuten gehen konnte. Ihren Informationen zufolge, waren es sehr.. loyale Menschen. Das Mädchen schien viel zu naiv ganz anders, als ihr Begleiter. Dank ihres geübten Auges erkannte Illya sofort, dass der Mann ein fähiger Kämpfer war, was durch seine Körpersprache nur untermauert wurde. Den Heiler soweit ignorierend jedoch aus den Augenwinkeln heraus immer beobachtend, begann die Walküre die erdrückende Stille zu unterbrechen. "Ihr werdet es mir vermutlich nicht glauben, was mit eurem Befehlshaber geschehen ist, war nicht in unserem Willen". Der Wirt brachte in des jene verbluteten Laken aus dem Raum, auch der Heiler ging aus dem Zimmer. Stellte der Patienten jedoch noch diverse Medikamente auf einen kleinen Holztisch, die sie einzunehmen hatte. "Ich bin sicher in euch brodelt der Zorn und ihr wollt über mich richten...", eine kurze Pause folgte. "Was habt ihr nun vor, wollt ihr mich hier zurücklassen, den Soldaten des Königs übergeben?", Krüber schien Mühe zu haben, seine Emotionen unter Kontrolle zu halten. "Oder aber ich biete euch eine dritte alternative an". "Die da wäre?", fragte der Hauptmann mit spöttischem Unterton. "Kennt ihr den Spruch, dass der Feind meines Feindes mein Freund ist?". "Ich biete euch meinen Dienst als Krieger an, gemeinsam haben wir eine viel bessere Chance zu überleben".

Auren
28.06.2016, 09:53
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Zwei Gardisten kümmerten sich um Crim. Zwei die von solchen Verletzungen etwas wussten. Zuerst warfen sie einen kurzen Blick darauf, dann entschied man die Stellvertreterin von der Straße aufzuheben. Einen Karren wurde schnell herbei geschafft. In ihrem Zustand konnte die Kriegerin keine drei Schritte gehen. Die Schmerzen spiegelten sich in ihren Gesichtszügen wider. Vorsichtig wurde Crim in den Karren hinein gelegt. Den Pfeil fixierte man mit Stoffbändern. Er sollte nicht verrutschen. Ein weiterer Soldat stellte den Korb noch rasch hinein und dann ging es so schnell wie möglich zum Palast.

Dort wurde Crim bereits erwartet. Ein Zimmer wurde dafür schnell hergerichtet. Man musste die Frau dorthin tragen. Vorsichtig legte man sie auf das Bett. Der Heiler schnitt rasch das Kleid auf. Um ungestört arbeiten zu können. Er drehte sich dann um, bat alle anwesenden das Zimmer zu verlassen und dafür zu sorgen, dass hier vorerst niemand herein kommt.
Erst als er und Crim alleine waren, setzte der Mann seine Arbeit fort. Das Blut wurde weggewischt. Um die Wunde tastete er alles sorgfältig ab. Er wollte wissen ob der Pfeil einen Knochen gebrochen hatte oder gar drin steckte. Doch zum Glück traf keines der beiden Möglichkeiten zu. Jetzt war er soweit den Pfeil heraus zu schneiden. Dazu wollte der Heiler Crim betäuben. Sie lehnte aber jedoch ab. Der Heiler versucht sie zu überreden. Doch dazu war die Stellvertreterin zu stur. Also beugte er sich ihren Willen und steckte ein Stück Leder in ihren Mund. „Drauf beißen wenn ihr schmerzen habt und die werdet ihr haben.“ Warnte der Heiler und konnte über so viel Dummheit nur den Kopf schütteln.

Er nahm ein sauberes Messer und vergrößerte die Wunde nur um ein paar Millimeter. Schon da nahm Crim eine verkrampfte Haltung ein. Ihr Schrei wurde durch das Leder stark unterdrückt. Selbst das Spreizen der Wunde war für die Kriegerin die Hölle. Der Heiler atmete auf als er feststellte, dass der Pfeil keinen Widerhaken besaß. Dies würde seine Arbeit enorm erleichtern. Zudem kam noch hinzu, dass keine wichtigen Sehnen oder Blutgefäße getroffen waren. Einzig das er recht Tief in Crim´s Körper eingedrungen war, störte dem Heiler etwas. Aber auch damit würde er fertig werden. Er Griff nach dem Schaft des Pfeiles. Er warnte die Stellvertreterin noch vor. Langsam und ganz vorsichtig zog er diesen Stück für Stück heraus. Crim biss verkrampft auf das Stück Leder in ihren Mund. Ihr Schrei war dennoch so laut, dass es die beiden Gardisten vor der Tür diesen deutlich hören konnten. Ab jetzt hätte hier jeder das Bewusstsein verloren. Crim jedoch blieb wach. Schwer atmend ertrug sie die Prozedur. Als der Pfeil endlich draußen war, wurde dieser achtlos auf den Boden fallen gelassen. Es galt nun die Blutung zu stoppen und die Wunde zu reinigen. Dies war eigentlich noch das harmlose. Für den Mann war dies nun Routine. An sich war die Verletzungen nicht so schlimm. Auch wenn sie recht tief war.

Crim hatte verdammtes Glück. Einen Zentimeter nach links und sie wäre auf der Straße womöglich verblutet. Nun begann der Heiler die Wunde zu vernähen. Auch dies war mit extremen Schmerzen verbunden. Das Bett sah mittlerweile wie eine Schlachtbank aus. Die weißen Stoffe saugten sich mit Crim´s Blut voll. Man müsste sie dann in ein anderes Zimmer verlegen, aber nicht jetzt. So sollte sie niemand sehen. Nach dem nähen reinigte der Heiler ihren Körper von Blut und Verschmutzungen. Dann musste sich die Kriegerin leicht aufrichten, damit er die Wunde richtig verbinden konnte. Es war kein leichtes Unterfangen. Die Stellvertreterin war bekannt, dass die Verbände und Nähte keinen Tag halten würde. Deswegen sorgte er dafür, dass sie ihren Rücken überhaupt nicht bewegen konnte. Holz sollte dafür ausreichen. Der Verband wurde sorgfältig über den ganzen Oberkörper gewickelt und festgemacht. Crim war erleichtert das die Behandlung abgeschlossen war. Der Heiler nahm das Leder aus ihrem Mund. Crim schwieg. Die ganze Prozedur war für die Kriegerin sehr anstrengend.
Der Heiler rief die zwei Gardisten zu sich. Sie sollten die Stellvertreterin in ein anderes Zimmer bringen. Dazu legte man sie auf eine Trage und brachte sie anschließend in das Nachbarzimmer. Zwei weibliche Bedienstete hatten das Bett bereits vorbereitet. Vorsichtig wurde Crim auf das Bett gelegt. Sie lag nun auf den Bauch. Die Bediensteten deckten die Kriegerin noch zu und blieben vorerst bei ihr. Auf Bereitschaft. Crim hingegen brauchte vorerst nichts, denn sie war schon nicht mehr ansprechbar. Nachdem man sie umgebettet hatte, fielen ihr die Augen zu. Ruhig atmend schlief die Frau.

Rosered_Strauss
29.06.2016, 22:53
http://abload.de/img/fenia27cki8.pngNachdem Lord Winston, Prinz Isenhorn und Fenia auseinander gegangen waren, hatte sich die Walküre an den Rand der Stadt begeben. Ihre Gedanken verweilten noch bei den letzten Worten, die sie mit dem Prinzen gewechselt hatte. Schon ihr gegenüber hatte er sich über die Situation ereifert, wenngleich er sich Mühe gegeben hatte, seinen Zorn ihr gegenüber nicht allzu offen zu zeigen. Fenia hatte sich nur knapp von ihm verabschiedet - "Sorgen wir dafür, dass wir die Lage im Griff behalten.". Ihr Gewissen versetzte ihr einen Stich, immerhin arbeitete sie gerade nur indirekt an dieser Aufgabe. Doch ihre jetzige Mission war von Vorrang. Mit schweren Schritten marschierte sie durch das Elendsviertel der Stadt, die Augen starr auf ihr Ziel gerichtet. Ihre Rüstung hatte sie gegen einen schweren, schmutzigen Mantel eingetauscht, der sie vor neugierigen Blicken verbarg. Doch sie würde ihn glücklicherweise nur für den Weg benötigen - Subtilität war noch nie ihre Stärke gewesen, und sie war vielmehr eine Freundin der direkten Methode. Da sie wusste, nach was sie Ausschau halten sollte, hatte sie schnell die scheinbare Sackgasse identifiziert, an deren Ende sie zu dem gesuchten Schmugglerversteck ankam. Es war, als sie auf die Türe zumarschierte, dass es ihr kalt den Nacken hinunter lief. Sie verlangsamte ihren Schritt und sah sich wachsam um. Ihr schien es, als wäre irgend etwas an der Situation... da! Am oberen Fenster bewegte sich ein Schatten. Gerade noch rechtzeitig sah sie das Aufblitzen von etwas stählernem, als sie sich schon nach vorne warf und durch die Tür brach, just in dem Moment, als ein Armbrustbolzen an der Stelle einschlug, an der sie vor wenigen Herzschlägen noch gestanden hatte.

Man hatte sie erwartet! Fenia nahm sich vor, die verantwortlichen Späher nachher eigenhändig für ihre Unvorsichtigkeit zu strafen, als ihr Verstand jeden bewussten Gedanken verdrängte und sich ganz dem Rausch des Kampfes hingab. Ihre Gegner waren zu sechst, zwei mit Armbrüsten, zwei mit Schwert und Schild sowie zwei Speerträger. Es handelte sich um ein eingespieltes Team, denn sobald sie sich durch die Türe hindurch geschmettert hatte, nahmen sie Formation an: die Schilde vorn, die Speere dahinter, während die Schützen versuchten, ihr ihre tödlichen Geschosse zwischen die Rippen zu schiessen. Ein grimmiges Lächeln tanzte über ihre Lippen - ihren Frust an etwas auslassen zu können würde ihr gut tun. Keinen Grund dafür sehend, den Kampf ungebürlich lange hinaus zu zögern, ergriff sie die beiden Speere mit einer Bewegung, die zu schnell war, als dass die Schmuggler hätten reagieren können. Mit aller Kraft riss Sie die Waffen nach unten, winkelte unterdess ihren Arm kurz an - und das Holz brach, als wäre es bereits seit etlicher Zeit spröde gewesen. Mit einem gewaltigen Tritt beförderte sie den rechten Schildträger samt Hintermann geradewegs in die nächste Wand, was ihr einige Sekunden verschaffte, ehe sie sich wieder in Angriffsreichweite begeben konnten. Unterdessen hatten ihre Kameraden den ersten Hieb auf ihren Kopf ausgeführt. Sie duckte sich jedoch unter dem wild geführten Schlag hindurch und gab dem Träger einen beidseitig geführten Hieb gegen die Schläfen mit. Als dieser die Augen verdrehte und im Begriff war, zusammen zu brechen, entriss sie ihm den Schild und schwang ihn wie eine Axt, um dessen mittlerweile panischen Hintermann in der Magengegend zu treffen und somit ebenfalls auszuschalten. Sie riss den neu erworbenen Schutz in die Höhe, als der verbliebene Schütze (sein Kumpan war noch am Nachladen) abdrückte, sein Geschoss jedoch nur im Holz des Schildes versenkte. Einem Rhinozeros in Kraft und 'Anmut' nicht unähnlich rannte sie zu dem Mann nach oben, rammte ihn ohne inne zu halten und schmetterte mit ihm in die Wand. Sie wirbelte herum und warf den unhandlichen, jedoch durch den Aufprall zersplitterten und daher kleineren Schild auf den verbliebenen Schützen, der von dem Wurfgeschoss lange genug betäubt wurde, damit Fenia bei ihm ankommen und sein Leben beenden konnte.

Hastige Geräusche von unten liessen sie aufhorchen. Ein Blick aus dem Fenster verriet ihr, dass die beiden verbliebenen Männer, die sie gegen die Wand getreten hatte, die Flucht ergriffen hatten - doch gerade in dem Moment, als sie diesen Gedanken formte, blitzte geschwärzter Stahl auf, und zwei Köpfe flogen wie in Zeitlupe in die Höhe. Eine einsame Gestalt schritt ruhig und scheinbar völlig entspannt in ihr Blickfeld, sah direkt zu ihr hinauf und winkte ihr zu, auf dass sie herunter kommen möge. Fenia knirschte beinahe mit den Zähnen. Die Herablassung, die sie in dieser Geste sah, schürte das Feuer ihres Zornes. Mit schnellem Schritt marschierte sie wieder nach draussen, um sich die Unbekannte vorzuknöpfen - nur um niemanden vorzufinden. "Ich bin beeindruckt." erklang eine fremde, eindringliche Stimme. Fenia wirbelte herum, die Hände wie Klauen gespreizt. Die Unbekannte stand inmitten des Raumes, zwischen den Leichen ihrer Angreifer. Den Leichen? Sie hatte sie umgebracht! "Ich brauchte diese Männer." Selbst in ihren eigenen Ohren klang ihre Stimme so kalt wie ein zugefrorener, winterlicher See. Ihre Aussprache war klar und artikuliert sowie so scharf, dass man meinte sich daran schneiden zu können. Sie richtete die Klinge ihrer Worte auf die ebenfalls in weite Gewandung gehüllte Gestalt. "Ich habe von ihnen Antworten gebraucht, Antworten, die ich jetzt nicht mehr von ihnen bekommen kann." - "Sie sollten dich nicht interessieren. Es waren nur Handlanger - Söldlinge, die nicht wussten, gegen wen oder durch wen sie angeheuert worden waren. Da ich sie jedoch engagiert habe, werde ich dir alles sagen können, was du diesbezüglich wissen willst." - "Dann fasse dich kurz. Meine Geduld ist bereits arg strapaziert." - "Mir ist das Knacken deiner Knöchel nicht entgangen, Heilige. Du kamst hierher, weil du dir eine Information erhofftest, eine Information, die dich zu dem Schatz führt, der dir und deiner Inqusition gestohlen wurde." Fenias Gedanken setzten aus, als ihr Gegenüber sich umdrehte und sich ihr zuwandte. Sie hatte die Kapuze abgezogen, woraufhin ein beinahe menschliches Antlitz freigelegt worden war. Beinahe hätte sie es als schön und ebenmäßig beschrieben - doch die Hörner, die ihren Kopf zierten, enthüllten, was sie war. "Dämon!" flüsterte Fenia, die sich dafür verfluchte, nur eine einfache Klinge dabei zu haben. "Wie überaus scharf beobachtet." meinte die Dämonin in einem Tonfall, der nicht klar erkennen liess, ob sie es ernst meinte oder sie gerade verspottete. "Aber ich will deine Geduld nicht übermäßig auf die Probe stellen. Ich kann dir zwar nicht das geben, was du dir wünschst - aber ich kann dich zu jenem bringen, der es besitzt. Ich kann dich zu dem Dieb und Träger der Klinge führen, die Ihr 'Karyptius' benannt habt."

Ironhide
01.07.2016, 13:44
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Inzwischen war Isenhorn wieder im Palast und hatte sich bis zum Abend die ersten Berichte angehört über das was sonst noch so passiert war. Das meiste waren nur Kleinigkeiten und das wenigste davon waren gute Nachrichten. Immerhin verlief die Verteilung des Essens gut und die ersten Architekten hatten damit begonnen, Plänen für einige Häuser zu entwerfen, die man wieder aufbauen konnte. Somit waren die ersten Schritte getan, um das Elendsviertel wieder zu einem guten Ort zu machen.
Der Rest zerrte dagegen an seinen Nerven. Es ging um die Steuern und Ausgaben, die Beerdigung seines Vaters stand für morgen früh ja auch noch auf der Tagesordnung und sollte mit einer großen Prozession durch die Straßen stattfinden und dann war da ja noch sowas, wie seine Krönung, worauf das Parlament fortwährend bestand. Sie bestanden auf eine öffentliche Krönung, vor den Toren der großen Kathedrale, damit das Volk seinen neuen König auch sehen würde. Isenhorn schaffte es immerhin, ihnen das Auszureden und das ganze in den Thronsaal zu verschieben. Festlichkeiten verbat er ausdrücklich. Ihn selbst nervte das schon mehr als genug und zudem musste er vorsichtig sein, mit dem was er tat. Das alles tat seiner Laune nicht besonders gut und würde ihn nur der richtige zur falschen Zeit ansprechen, hatte er sein Ventil gefunden.

Nach den ganzen Verpflichtungen wollte er eigentlich seine Ruhe haben, aber eins blieb noch übrig, was er erledigen wollte. Isenhorn schritt durch den Palast, der zur abendlichen Stunden relativ leer war. Bis auf einige Bedienstete und jede Menge Wachen, war kaum mehr jemand hier. Sein Weg führt ihn zu den Gemächern der königlichen Wache, wo die Männer sofort aufsprangen und stramm standen, aber Isenhorn erkundigte sich nur nach Crim. Die Männer erzählte ihm alles nötige, was er über ihre Verletzungen wissen musste. Diesmal war sie da wo er sie erwartet hatte, in ihrem Raum.
Ohne Umschweife ging er zu diesem und trat ein, ohne zu klopfen oder dergleichen. Für Höflichkeiten fehlte ihm derzeit einfach die Geduld. Crim lag in ihrem Bett, zugedeckt und zwei Kammerzofen neben dem Bett sitzend. Sie sprangen auf und wiesen den Prinzen leise darauf hin, das die Soldatin schliefe. Doch das war ihm einerlei. Sie hatte schon den halben Tag verpennt, wie er wusste und zumindest jetzt wollte er mit ihr reden, morgen hatte er womöglich keine Zeit dafür.
„Dann weckt sie eben.“
„Wie ihr wünscht.“, nickte eine der Damen ab und weckte Crim, der das nicht zu gefallen schien. Die Zofe erklärte ihr mit wenigen Worten,d as der Prinz mit ihr reden wolle, dann deutete sie auf ihn.
„Lasst usn alleine.“, befahl Isenhorn den Damen und beide folgten seiner Aufforderung und gingen nach draußen. Isenhorn schnappte sich einen Stuhl und setzten sich auf selbigen und blickte Crim mit eisernem Blick an. Gerade als Crim etwas sagen wollte, sprach er endlich.
„Das war dumm, was ihr da getan habt. Ihr hättet sterben können. Was habt ihr euch dabei gedacht?“, wollte er wissen, aber das war eigentlich zweitrangig. Er wollte von ihr auch wissen, was sie gesehen hatte und was sie noch von dem Angriff in der Gasse wusste.

Auren
01.07.2016, 18:55
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Nur missmutig lies sich die Stellvertreterin wecken. Jeden anderen hätte Crim am liebsten sofort raus werfen lassen, aber nicht den Prinzen. „Es war nicht einmal geplant. Ich hatte mir den Tag frei genommen und diesbezüglich ein Schreiben rum gehen lassen.“ Crim streckte kurz ihre Arme durch. „Nach eurem Blick zu urteilen hat das Schreiben wohl euch nicht erreicht.“ Darauf schüttelte die Stellvertreterin nur ihren Kopf. Sie würde denjenigen mal ordentlich zu Brust nehmen. So etwas wollte Crim nicht auf sich sitzen lassen.
„Zu eurer eigentlichen Frage.Ich wollte mich in der Stadt etwas umhören. Hätte ich ansatzweise geahnt, dass es in einer Schlacht endet, wäre ich auch in meiner Rüstung und gut zwanzig Soldaten zu dieser gigantischen Eisrose aufgebrochen. Als ich dort war, musste ich ansehen wie unschuldige Bürger der Stadt aus Spaß einfach abgeschlachtet wurden. Mich hielt man ebenfalls für eine. Deswegen kam erst der Kampf zu Stande. Die Bogenschützen konnte ich auf die Schnelle nicht ausfindig machen.“ Am liebsten hätte sie sich selber für den Fehler eine rein hauen können. Ohne Sinn und Verstand gegen die Soldaten eines Adligen? Zu kämpfen. „Ohne mein eingreifen wären wohl noch mehr umgekommen. Prinz Isenhorn.“ Crim wurde nun ernster. „Wirst ihr, was sich dort ereignet hat? Diese Rose taucht doch nicht rein zufällig auf.“

Ironhide
02.07.2016, 03:03
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„Frei genommen... Grad in dieser Zeit? Hier geht’s drunter und drüber und ihr nehmt euch frei?“ Isenhorn wäre fast explodiert als er das hörte, besann sich dann aber eines besseren. Crim hatte ihre Quittung dafür bereits bekommen und würde sicherlich noch dien nächsten Tage nicht zu gebrauchen sein. „Darüber reden wir ein anders Mal.“, erstickte er gleich jeden Rechtfertigungsversuch im Keim. Ihm war wichtiger, was sie gesehen hatte oder was auch nicht. „Ihr habt also niemand weiter gesehen, außer diese Soldaten? … hm....“ Leider war das nicht gerade das, was Isenhorn hören wollte. Er hatte gehofft, das Crim mehr gesehen hätte.
Aber ihrer Aussage nach zufolge, wusste sie noch nicht einmal, was überhaupt passiert war.

„Ihr könnt euch sicher denken, wer für die Eisrose verantwortlich war, oder?“, Isenhorn sah Crim an, sprach aber schon weiter, bevor sie Antworten konnte. Er erklärte ihr kurz und knapp, was sich an ihrem freien Tag zu getragen hatte, Das Krüber und Kaja wohl tot waren und das die Winstons dahinter steckten, beziehungsweise der Missratene Sohn. Doch ihm fehlten eindeutige Beweise dafür, er hoffte aber, das er sehr bald welche haben würde.
„Habt ihr diesen Fremden gesehen? Er war leider zu schnell weg, als das ich einen genaueren Blick auf ihn werfen konnte. Ein paar Anhaltspunkte wären gut. Wenn ihr etwas wisst, gebt es an einen eurer Offiziere weiter, solange ihr noch das Bett hüten müsst. Sie suchen eh schon in der Stadt nach diesem Fremden.“ Er hoffte das zumindest dies ihn etwas weiter bringen würde. Denn bisher frustrierte ihn Crims Aussagen nur noch zusätzlich. Aber derzeit zog ihn eh so gut wie alles runter, aber er konnte es ja keinem zum Vorwurf machen. Isenhorn stand von seinem Platz auf und begab sich zur Tür, wo er aber nochmal stehen blieb und sich umdrehte. „Hört mir bitte auf die Heiler und kuriert diesen Pfeiltreffer gründlich aus. Es ist keinem geholfen wenn ihr uns verblutete, weil ihr meint, unbedingt durch die Gegend zu laufen. Befehle könnt ihr auch vom Bett aus geben. Man wird euch sicher auf dem laufenden halten.“ Crim nickte nur knapp, war ihr doch anzusehen, das ihr diese Anweisung nicht sonderlich gefiel. Doch Prinz Isenhorn hatte recht und immerhin war so etwas wie eine Gewisse Sorge aus seiner Stimme raus zu hören. Sie sah ihm noch nach, wie er die Tür öffnete und herrausschritt. Aber nochmals blieb er in der Tür stehen, drehte sich nochmal zu Crim um und sprach: „Ach ja, Glückwunsch zur Beförderung, Frau Hauptmann.“ Dann war er verschwunden.

Auren
02.07.2016, 11:21
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Ihre Beförderung nahm Crim nicht gerade sehr Positiv auf. Sie krallte sich ein Kissen und drückte es gegen ihr Gesicht. „So wollte ich nicht befördert werden.“ Schrie sie hinein.
Der angebliche Tod der Königin und ihres Vorgesetzten setzte ihr stark zu. Deswegen wollte Crim erst einmal allein sein. In der Nacht brauchte sie eh keine Bediensteten um sich. So konnte sie um die Beiden trauern. „Krüber, warum hast du dies getan? Ich hätte dich für schlauer gehalten.“ Viel Zeit nahm sich nun die frisch gebackene Hauptmann nicht zum trauern. Sie rief ihre Garde zu sich, Die gleich darauf einen passenden Tisch für das Bett besorgen sollten, sowie etwas zu schreiben. Um diese Uhrzeit ein unmögliches Unterfangen. Das wusste Crim, aber so wäre das Zeug so schnell besorgt. Zudem sollten ihre Männer weiterhin auf Trab gehalten werden und erst gar nicht in Versuchung kommen zu denken, dass sie ein paar Tage ruhe vor ihr hatten. Erst als sie so ziemlich alles beschäftigte was zwei Beine hatte, war der neue Hauptmann zufrieden. Sie ließ sich ins weiche Kissen fallen. „Blödmann. Falls du noch leben solltest und wir uns wiedersehen, verpasse ich dir eine das du dich auf der Stelle drehen wirst.“ Flüsterte Crim noch, bevor sie ihren Augen schloss und einschlief.

Kinggek
10.07.2016, 21:50
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Krüber war etwas überrascht. Einzig die Aussage das der Tod des Königs nicht ihre Absicht war, rechtfertigte nicht ihre Unschuld. Ebenso hatte sie noch keine umfangreiche Erklärung für die Tat abgegeben. Mit einem festen Unterton sprach Krüber zu ihr, "Euch dem König überlassen würde nichts bringen, denn immerhin habt ihr es ja schon geschafft zu fliehen. Euer Tod durch meine Hand hört sich sehr verlockend an, doch im Moment würde mir das nichts nützen. Wenn ihr uns jedoch begleiten wollt, dann müssten wir noch bis zum nächsten Morgen warten. Ich weiß nicht ob man euresgleichen am Ende unserer Reise willkommen heißen würde." er legte eine kurze Pause ein und fügte anschließend noch hinzu, "Vorerst solltet ihr euch genesen, anschließend können wir noch einmal ein längeres Gespräch führen um einige Details zu klären. Und letzten Endes solltet ihr wissen, dass ihr nicht nur die Dame an eurer Seite überzeugen müsst sonder auch mich." Mit diesen Worten schnappte sich der Hauptmann ein Stuhl und setzte sich an die Seite der Prinzessin hin.

Rosered_Strauss
10.07.2016, 23:36
http://abload.de/img/fenia27cki8.pngFenias Augen waren so intensiv auf ihr Gegenüber gerichtet, dass diese das Gefühl haben musste, bald in Flammen aufgehen zu müssen. "Wo." fragte sie schlicht. Die Dämonin - denn als eine solche hatte sie sich zweifelsohne zu erkennen gegeben, selbst wenn sie sich jetzt wieder verhüllt hatte - antwortete mit einem schmalen, schiefen lächeln. "Die Antwort auf diese Frage ist zwar schnell gegeben, doch sie hat ihren Preis. Und dieser wird euch Kopfschmerzen bereiten. Ich werde einen Gefallen von Euch einfordern, einen Gefallen, den zu erfüllen Euch nicht allzu schwer fallen sollte. Zumindest von den Formalien her." Die Walküre liess mit keinerlei Reaktion erkennen, ob sie die Worte zur Kenntnis genommen hatte. Lediglich ihre Kiefermuskulatur zuckte kurz, als sie sie erneut sprach. "Wo?" Dieses Mal war es schon als Frage formulierend, doch der fordernde Tonfall widersprach dem bittenden Charakter ihrer Botschaft. Doch ihr Gegenüber blieb unbeugsam. "Ich habe meinen Preis genannt. Nehmt ihn..." begann sie, als Fenia mit einem Satz auf sie zuschoss, um sie zu packen. Die Dämonin schnellte als Reaktion ebenso schnell herum, griff die ausgestreckte Hand der Hochinquisitorin und nutzte deren Schwung, um sie gegen und schliesslich durch die Holzwand eines angrenzenden Schuppens zu schleudern. "... oder lasst ihn." Fenia hatte sich wieder hochgerappelt und aus den Trümmern und Splittern freigekämpft. Mit neuem Fokus und wiedererlangter Vorsicht beäugte sie die Dämonin aufs Neue. Immer noch ohne Antwort, wurde ihr Gegenüber langsam ungeduldig. "Wenn es Euch hilft, werde ich noch sagen, dass es weder Eurer Gesundheit direkt noch Eurem Reich schaden wird. Es ist keine Abwerbung und es ist nicht Eure Seele." Sie rollte die Augen in gespielter Verzweiflung. "Ich verstehe einfach nicht, warum man uns diese Eigenschaft andichten musste..." Sie richtete Ihre Aufmerksamkeit wieder auf Fenia. "Also, Euer allerdurchlauchteste Heiligkeit - Eure Antwort bitte. Ihr wisst doch wohl so gut wie ich, dass Ihr ohne meine Auskunft niemals auf die Spur der Klinge geraten werdet. Und Ihr habt gerade gemerkt, dass ich nicht so leicht zu bezwingen bin. Es ist also letzten Endes nur eine Frage, ob Ihr Karyptius wieder in Euren Händen halten wollt oder eben nicht. Eine dritte Option besteht nicht." Fenia, die langsamen Schrittes näher gekommen war, sah sie immer noch durchdringend an. Und reichte ihr schliesslich die Hand.

Constantine
11.07.2016, 14:13
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Langsam versank das glühende Sonnenlicht hinter dem Horizont. Ein sternenklarer Himmel war über das gesamte Königreich zu sehen. Während draußen auf den Straßen das Nachtleben erst richtig zu erblühen, begann irgendwo in dunklen Gemäuern der Katakomben das Leben zu erwachen. Dutzende rot leuchtende Augenpaare richteten ihre Aufmerksamkeit zu dem Eingang nach draußen. Eine frische Brise wehte über den ledernen in Schuppen besetzten Körper hinweg. Langsam breiteten die Kreaturen ihre Flügel aus. Ein für Menschen unhörbarer Schrei wurde ausgesandt und die Flughunde begannen ihre Bahnen durch die Ruinenlandschaft zu ziehen. Mit mächtigen Schwingen schossen sie durch den Erdriss, den Prinzessin Kaja hinterlassen hatte. Dabei fegte ihnen der kühle Nachtwind über ihre Mäuler. Jeder Muskel war angespannt, jeder Sinn bis auf das äußerste verschärft. Hier irgendwo sollte ihr Hunger gestillt werden. Sie waren kaum eine Handfläche groß, doch ihre Überzahl machte es schwer etwas zu unternehmen. Das Elendviertel bekam als Erstes den Hunger dieser unbekannten Tiere zu spüren. Dutzende Menschen, darunter Frauen sowie auch Kinder wurden in der Nacht angefallen. Nach dem sich der Schwarm satt gefressen hatte, zogen sie weiter. In das nächste Dorf.

Kaja schlief tief und fest, bis in die späten Abendstunden. Ihre Augen zuckten wild im Schlaf umher, brachten ihr ihre Träume nur noch Bilder des Schreckens. Langsam öffnete sie ihre Augenlider. Vollkommen benommen und übermüdet, wachte ihr Körper endlich auf. Es war bereits mitten in der Nacht. Draußen war kaum noch eine menschliche Seele zu sehen. Ihr Blick ruhte sofort auf die angeschlagene Walküre, die nun auch friedlich zu schlafen schien, als plötzlich etwas gegen eines der Fensterscheiben krachte, erschrak Kaja kurz. Sofort huschten ihre Augen ängstlich zu der Stelle wo das Geräusch herkam. Es war nur eine weiße Taube, das Tier schien desorientiert. Drehte kurz den Kopf zur Seite ehe es wieder mit den Flügeln flatterte um davon zu fliegen. Krüber, der stets an der Seite der Prinzessin war, schien die ganze Zeit nicht geschlafen zu haben. Kaja streckte ihre Gliedmaßen. "Hast du dir von ihr ein Bild machen können, können wir ihr trauen?". Der Hauptmann knirschte nur mit den Zähnen. "Von Vertrauen würde ich noch nicht sprechen", Kaja legte auf diesen Kommentar hin nur ihren Kopf schief. "Wir sollten so früh wie möglich aufbrechen, mein Bruder hat bestimmt schon seine Truppen losgeschickt, um nach uns zu suchen". "Unser neuer Gast möchte uns gern begleiten", warf Krüber dann plötzlich ein woraufhin sich bei Kaja ihre Augen weiteten. "Sie hat uns ihre Dienste angeboten, bis sie wieder zu Hause ist, wird sie uns beschützen". Kaja wirkte entschlossen. "Gut, nehmen wir sie mit". "Eure Hoheit?!", Krüber protestierte. "Du sollst mich doch so nicht mehr nennen Viktor... meinen Titel habe ich abgedankt..", ein trüber Blick war in ihren Augen zu erkennen. "Es kann doch nur zu unserem Vorteil sein, wenn wir einen weiteren Verbündeten haben". "Außerdem... können wir sie so nicht zurücklassen, wenn jemand deine Hilfe braucht, kannst du dann einfach wegsehen?". Irgendwie machte sich in Krüber ein Gefühl der Nostalgie breit. Diese ähnlichen Worte hatte bereits Konrad verläuten lassen. "Wenn sie wach ist, werde ich es ihr ausrichten". "Lasst mich das machen Viktor, gib bitte noch Garoth bescheid, dass wir so früh aufbrechen werden, wie es eben geht". Illya hatte die ganze Zeit ihre Augen geschlossen und jedes Wort der Prinzessin mit angehört. Regungslos blieb sie liegen um ja keine Aufmerksamkeit zu erregen.

Rosered_Strauss
12.07.2016, 23:12
http://abload.de/img/fenia27cki8.pngFenia hatte nur das nötigste gepackt. Ein wenig Verpflegung, ein kleines Zelt, ein paar Utensilien zum Jagen und zum Überleben in der Wildnis. Ihren schwarzen Plattenharnisch liess sie zurück und legte stattdessen eine leichte, geschwärzte Lederrüstung an, die ihr Schutz bei Tag und zusätzliche Tarnung in der Nacht versprach. Einziger Besitz, an dem man sie womöglich erkennen konnte, war die Attrappe Karyptius'. Wenn alles glatt liefe, würde sie die beiden Klingen austauschen können und wäre wieder fort, ehe der Wechsel auffiel. Und falls nicht, war sie zuversichtlich, mit dem Zweihänder jedweden Gegner bezwingen zu können. Auf heimlichen Wegen und mit der Hilfe der Inquisition hatte sie ungesehen die Stadt verlassen und befand sich auf dem Weg zu ihrem Ziel. Sie wusste, dass ihr weiterer Pfad schwer zurück zu legen sein würde. Und wenn sie erst einmal hinter sich hatte, würde sie sich mit einem Dämon anlegen müssen. Und nciht nur mit einem x- Beliebigen, sondern einem Sprössling jener Familie, die Karyptius geschaffen hatte. Ihr Kiefer knackste, als sie ihr Gesicht zu einer unmütigen Grimasse verzog. Sie musste noch an sich halten - solange sie in Sichtweite der Stadt war, konnte sie sich nicht schneller auf den Weg machen. Selbst im Dunkel der Nacht wollte sie kein Risiko eingehen und wartete, bis sie die Wachposten weitestgehend passiert und hinter sich gelassen hatte. Sie machte sich gerade daran, einen weiteren Lichtkreis zu passieren, als ihre Ohren ein seltsames Geräusch wahrnahmen. Ihr Kopf ruckte in die Höhe. Sie vernahm das leise Rauschen etlicher Schwingen, als dunkle Schemen beinahe unsichtbar in der Dunkelheit über den Himmel zogen und einem Schwarm gleich zusammen blieben. Was das für ein Zeichen war, wusste sie nicht - aber sie hatte so etwas noch nie gesehen. Ein mulmiges Gefühl breitete sich in ihrem Bauch aus. Sie musste sich beeilen und ihr Schwert zurück erobern - etwas unheilvolles braute sich zusammen.

Ironhide
16.07.2016, 14:54
http://abload.de/img/isenhorn2skg8.png
Völlig übermüdet war der Prinz noch immer auf den Beinen, obwohl er sich schon längst hinlegen wollte. Zu viel Arbeit wartete auf ihn. Nachdem er Crim verlassen hatte, trafen kurz nach Mitternacht neuen Meldungen ein, das irgendetwas im Elendsviertel geschehen sei. Auf halber Strecke dahin, hörte er Geräusche, die er so noch nicht kannte. Über ihm und seiner kleinen Eskorte, flatterte irgendetwas hinweg. Ein Schwarm, wie man im fahlen Mondlicht sehen konnte, der aber aus Wesen bestand, die weder er noch seine Männer jemals gesehen hatten. Die Pferde fingen an zu scheuen und zwei der insgesamt zehn Reiter wurden von ihren Pferden geworfen. Einer brach sich dabei den Arm und musste umkehren. Isenhorn ritt weiter, blieb ihm ja nichts anderes übrig. Vielleicht waren es nur Fledermäuse gewesen, wobei er noch niemals in seinem Leben so sehr viele in einem Schwarm gesehen hatte. Und noch nie welche, die so ausgesehen hatten. Aber die Dunkelheit hatte ihren Augen womöglich auch einen Streich gespielt. Die Sichtverhältnisse waren trotz klarer Nacht nicht unbedingt ideal.

Constantine
17.07.2016, 20:20
http://fs5.directupload.net/images/160508/8wv4g5mb.png Ein erdrückender Tag für das Königreich Ursus sollte tatsächlich sein Ende finden. Heute war der Tag an dem alle Bewohner dieses Reiches zusammenfanden. Doch nicht nur Menschen aus Ursus trafen ein, nein, auch andere Völker traten bei um den weisen König seine letzte Ehre zu erweisen. Viele hatten Konrad in positiver Erinnerung. Immer galt dieser König, als Lichtblick, als ein Symbol des Friedens was nun zerstört war. Mit betrübten Blicken starrten sämtliche Anwesende auf das Gebilde, dass sich vor ihren Augen befand. Die erdrückende Stille wurde unterbrochen. Prinz Isenhorn, samt der Inquisition trat nun aus der Kathedrale heraus, da der Garten seiner Schwester noch immer an das Schlachtfeld von vor zwei Tagen erinnerte. In prunkvoller Rüstung setzte der junge Prinz einen Schritt nach vorne und griff mit seiner Hand an das Stück Stoff welches das Konstrukt umhüllte. Alle Augen richteten ihrer Aufmerksamkeit auf den Prinzen. Er begann mit seiner Rede. Kraftvoll hallte seine Stimme über den Schauplatz, jedoch fehlte es seinen Worten an etwas, was nur die Prinzessin vermochte, zu schaffen. Dennoch. Nach seinen aufmunternden Worten fingen die Leute an zu klatschen. Isenhorn riss mit einem kräftigen Ruck den Stoff herunter. Zum Vorschein kam mehrere Statuen, die aus purem Gold verarbeitet waren. In der Mitte stand König Konrad, zu seiner rechten seine Gemahlin sowie seine beiden Kinder. Prinzessin Kaja, Prinz Isenhorn. Leises Gemurmel hallte aus den Reihen der trauernden Massen wieder. Im Hintergrund spielten Musiker leise ihre Melodie, der Kirchenchor stimmte zu dem Takt mit ein, das Spektakel wurde auf der ganzen Welt übertragen. Obwohl in den letzten Tagen immer mehr Unruhen von Seiten der Bevölkerung zu vernehmen war, verblieb es weiterhin friedlich. Der Umstand, dass Prinzessin Kaja nicht da war, stimmte den Mittelstand unzufrieden. Wie Fenia es vorhergesagt hatte, würde das vielen nicht gefallen.

Der Prinz lies weitere Neuigkeiten verlauten, dass er alles daran setzen würde, damit es dem Königreich an nichts fehlte, dass es den Untertanen an nichts fehlen würde, sie mit ihrem Problemen zu ihm kommen konnten. Er immer ein offenes Ohr für sie haben würde. Die Trauerfeier wurde erst beendet, als bereits der erste Lichtschein am Horizont erblickte. Der rotleuchtende Himmel war ein Segen für Isenhorn's Augen. Erinnerte es ihn doch an seine totgesagte Schwester. Und dennoch. Insgeheim hatte er Kaja noch nicht aufgegeben, war sich sicher, dass sie noch irgendwo am Leben sein musste. Er wollte den Tatbestand einfach nicht wahr haben. Wenn auch seine Mitglieder der königlichen Inquisition ihm dazu rieten, los zu lassen, da dass Reich nun unter ihrer vollen Kontrolle stand.


http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Eine Woche später

Die Trauerfeier des Königs wurde im ganzen Königreich ausgestrahlt. Kaja blieb bei plötzlich stehen, als sie den Ausgang des Dorfes erreichten. Sie erkannte sofort das Lied im Hintergrund, dass nach wie vor von den Musikern gespielt wurde. Sieben ganze Tage sollte es andauern, war es doch so üblich gewesen. Genau das gleiche Lied wurde beim Ableben ihrer Mutter gespielt. Noch bevor der Hauptmann reagieren konnte, war Kaja auf ihren zitternden Knien zusammengesackt und konnte den Tränenfluss nicht mehr zurückhalten. Ungeachtet dessen, was vorbeigehende Dorfbewohner dachten, oder gar Händler, die mit ihren Kutschen das Dorf passierten um einen guten Handel zu erhaschen. Krüber konnte den Ausbruch der Emotionen nach voll ziehen, war Kaja doch bei der Beerdigung nicht dabei gewesen. Es schmerzte den Krieger sie so zu sehen, war er doch dafür verantwortlich gewesen. Es vergingen mehrere Minuten bis Kaja sich wieder beruhigt hatte. Sie zückte ein kleines Messer, was der Hauptmann ihr nach stundenlanger Diskussion einreden konnte, an sich zu nehmen. Krüber wollte gerade eingreifen, hielt jedoch inne, als die Prinzessin die metallene Klinge an ihrem Haaransatz ansetzte und der Stahl wie Butter durch ihre Haarpracht glitt. Eine heftige Windböe fegte über sie hinweg. Kaja öffnete ihre Hand und ließ ihre roten Haare vom Wind davontragen. Kaja richtete sich, wischte mit dem Ärmel ihre Tränen aus den Augen und steckte das Messer zurück in die Scheide. Den festen Blick stets nach vorne gerichtet, wartete Kaja bis zum vollständigen Sonnenaufgang stillschweigend auf den Rest ihrer kleinen Gruppe. Krüber dabei stets an ihrer Seite.

Gosti
17.07.2016, 21:49
http://abload.de/img/kikennatakingkvw.png Selbst nachdem sich die Lage am Schlachtfeld mitten in der Stadt beruhigt hatte, verweilte Kiken´na noch weiterhin in den Ruinen des halb eingestürzten Hauses. Es bat einfach einen guten Schutz, und da es nichts gab was dieser Fischmensch zurzeit in der Stadt zu erledigen hatte, war es kein Problem bis zur Einbruch der Nacht zu warten. Im Schutze der Dunkelheit konnte man sich wesentlich leichter durch die Stadt bewegen ohne aufzufallen, und nachdem man die Wachen davon sprechen hörte dass sie eben diesen unbekannten Krieger suchten der Crim beschützt hatte, hieß es für Kiken´na sich vorerst bedeckt zu halten. Es gab zwar keinen großartigen Grund sich so zu verstecken, immerhin wurden nur Soldaten attackiert welche sich an hilflosen Bürgern zu schaffen gemacht hatten, aber Kiken´na hatte einfach kein Interesse in diesen Konflikt einbezogen zu werden...

Im Schutze der Nacht verließ der Fischmensch schließlich auch sein Versteck und kehrte zu seiner Unterkunft zurück, wobei den Wachen wenn möglich aus dem Weg gegangen wurde, und bei denen wo es nicht möglich war, wurde sie zum Glück auch nicht erkannt. Allerdings konnte auf dem Weg etwas beunruhigendes Beobachtet werden. Ein Schwarm von irgendwelchen Wesen flog über den Abendhimmel, Wesen welche Kiken´na zum ersten Mal erblickte und daher nicht kannte. War so etwas in diesen Gefilden normal? Kiken´na wusste es nicht, und um ehrlich zu sein gab es auch keinen Grund sich darum Gedanken zu machen. Diese Wesen flogen zu hoch als dass man etwas mit Schwertern dagegen unternehmen könnte, selbst in Kombination mit der Wassermagie könnte man in diesem Fall nur sehr wenig erreichen, und wenn diese Kreaturen Probleme machen würden, würde sich mit Sicherheit die Stadtwache darum kümmern, also kein Grund sich irgendwie damit zu befassen.


Die folgenden Tage hielt sich Kiken´na auch nach wie vor noch bedeckt. Die Wachen schienen die Suche zwar zum größten Teil aufgegeben zu haben, aber dennoch gab es keinen Grund unnötig in die Öffentlichkeit zu treten. Wenn dies aber dennoch der fall sein sollte, hatte sich Kiken´na einen Stoffumhang besorgt um die Rüstung zu verdecken. Das Gesicht stach zwar nach wie vor heraus, da die Fischmenschen doch sehr markant anders aussahen, aber zumindest erkannte nicht jeder dass es sich hierbei um einen Krieger handelte, denn die Rüstung zu entfernen stellte eher ein Problem dar... Es war schon möglich, aber es war etwas aufwendig, und außerdem half diese Rüstung ja dabei den Fischmenschen an Land besser zurecht zu kommen in dem sie Wasser speicherte, weswegen es auch jeden Tag nötig war sie mit Wasser zu tränken.

Von den Trauer-Festlichkeiten hielt sich Kiken´na natürlich ebenfalls fern, einerseits hatte der Fischmensch kein Interesse an den Menschlichen Riten, auch wenn diese Respektiert wurden, und nach wie vor versuchte man unnötigen Kontakt mit dem Volk vorerst zu vermeiden. Nach einer Woche sollte jedoch genug Zeit vergangen sein um die Geschehnisse hinter sich zu lassen und dem Ziel nachstreben weswegen man in erster Linie in die Stadt gekommen war: Versuchen Aufträge und Arbeit zu finden, aus diesem Grund begann Kiken´na wieder damit sich in diversen Tavernen aufzuhalten um dort Informationen über eventuelle Steckbriefe von gesuchten Verbrechern oder ähnliches Aufträge zu sammeln, was das Handwerk eines geschickten Kriegers benötigte...

Kinggek
22.07.2016, 14:38
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Krüber hielt sich fast eine ganze Woche mit der Prinzessin im Dorf versteckt. Die Heilung der neuen Begleitung dauerte länger als erwartet, doch in der Zwischenzeit hatte er die Möglichkeit beide Begleiter näher kennen zu lernen. Langsam nahte die Stunde der Abreiße, begleitet von den Klageliedern die durch das ganze Reich hallten. Kaja konnte ihren Gefühlsausbruch nicht mehr zurückhalten, zur Erleichterung des Hauptmanns jedoch war es ein ganz normaler wie man es eher von einer Frau erwarten würde. Einzig ihr vielleicht überstürztes Handeln ihre Haare zu kürzen fand er traurig. Die feurig Rote Pracht wurde vom Wind davon getragen und verschwand am Horizont. Krüber legte seine Hand auf das Haupt der Prinzessin und sagte "Lasst uns aufbrechen..."

Faremann
24.07.2016, 04:10
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Garoth wollte eigentlich die nächsten tage ausruhen aber in der nacht nachdem er Kaja und krüber bei der verletzten half weckte ihn das geräusch dutzender kleiner flügel und als er aus dem fenster blickte erkannte er einen schwarm Fledermäuse ?
"Hmm seltsam" murmelte er. plötzlich ertönte ein schrei und er sah wie ein teil des schwarms eine person im dunklen der nacht attackierte. "nicht gut" er schnappte sich seine Ausrüstung und ging der sache nach nicht jedoch ohne vorher eine wache zu informieren. mitten in der nacht bei einem brutal zerfetzten körper gefunden zu werden war eine erfahrung die er einmal gemacht hatte, seit dem ging er in solch eine situation bevorzugt nur wenn er sich vorher vor etwaigen Beschuldigungen.
Am nächsten morgen saß garoth in der schenke und ging im Geiste nochmal durch was die Untersuchung zu tage brachte, einer der wächte wollte sich umhören ob woanders etwas ähnliches geschehen war. wenn ja gäbe es wohl einen neuen job für ihn.

so verbrachte er viel zeit damit die naheliegendsten Ansiedlungen aufzusuchen kam aber zwischendrin immer wieder zurück da die lage der schenke sehr günstig war, während diesen Aufenthalten unterhielt er sich ein bißchen mit krüber und auch seiner jungen Begleiterin, welche offenbar unbedingt wünschte das er die beiden begleitete etwas das er jedoch vehement ablehnte, etwas was sie scheinbar nicht so wirklich wahrhaben wollte. am tag der königlichen Beerdigung verschwanden die beiden einfach zusammen mit der frau die sie die letzten tage verarztet hatten. Garoth selbst entschloss sich nach ursus zu gehen um dort einige seiner spezielleren verbrauchstgegenstände aufzustocken und ein paar hinweisen sowie Job möglichkeiten nachzugehen. Beim bezahlen von Unterkunft und verpflegung legte ihm der wirt ein ziemlich edel aussehendes medallion hin. "nein danke ich bin kein Hochzeitsmaterial." erwiderte Garoth scherzhaft, worauf ihn der wirt etwas seltsam anblickte "das gehört offenbar der kleinen bekannten von euch, hatt sie wohl vergessen." Garoth schaute das medallion kurz an "und was soll ich damit, ich kenne die beiden auch nich wirklich" der wirt zuckte nur mit den schultern dann beugte er sich zu Garoth "ich will das ding nicht in meiner nähe haben das bringt nur ärger" Garoth schaute ihn unverständnisvoll an woraufhin der wirt das medallion aufklappte und garoth den Inhalt zeigte. "und wer soll das sein ? nach der kleidung zu urteilen jemand aus hohem hause" Der schaute ihn etwas entnervt an "der ehemalige könig und die königin! normalerweise würde ich davon ausgehen das die kleine das irgendwo geklaut hatt aber ich hatte nich den eindruck als währe das der fall." Garoth schaute den wirt weiter nur desinteressiert an woraufhin der wirt fortsetzte "in der momentanen situation will ich mit nichts ind er richtung zu tun haben wenn ihr das ding nehmt braucht ihr die unterkunft nicht zu bezahlen solange ihr mich nur nicht irgendwie damit in Verbindung bringt." Garoth schaute den Wirt kurz an und nahm dann das medallion "Deal" ein teil von ihm wusste das es nicht die schlauste Entscheidung war aber trotzdem tat er es, das gesparte geld konnte er gut In Ursus brauchen, dachte er sich während er zur stadt ging.

Auren
24.07.2016, 20:56
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Eine Woche lang musste Crim das Bett hüten. Nur liegen und am besten erst gar nicht bewegen. Dies strapazierte ihre Nerven enorm. Weshalb ihr Bett rasch zum Büro umgewandelt wurde.
Sie hatte sogar genug Zeit um eine wahrhaft präzise Skizze von dem Fischmenschen zu erstellen. Trotzdem wurde er nicht gefunden. Frust machte sich bei dem neuen Hauptmann breit.
Doch dies war nicht das einzige Ereignis.
Die Garde brachte ihr ein Schwert. Es war Krüber´s seines. An diesem Tag durfte niemand, nicht mal der Prinz das Zimmer betreten. Crim wollte einfach alleine weinen. Über ihren Freund und Kamerad. Da war es klar, dass von ihrem Gefühlsausbruch niemand erfahren sollte.

Nach dieser Woche, wurde Crim von den lästigen Verbänden befreit, sowie von ihrer Bettruhe.
Leider zu spät. Zu der Beerdigung des Königs wollte der Hauptmann gerne dabei sein, aber sie wäre da sicher zusammen gebrochen so schwach war sie noch zu dieser Zeit.

Doch Heute war es anders. Sie war nun wieder Frei. Die Heiler rieten ihr zwar an, Kämpfe und körperliche Anstrengungen zu vermeiden. Zumindest für die nächsten ein bis zwei Tage. Dies bedeutete auch, keine schweren Rüstungen tragen.
Dafür trug sie aber nun zwei Schwerter. Ihres und Krüber seines. An seinem Tod wollte Crim nicht glauben. Deswegen nahm sie die Klinge an sich. Nur für den Fall das er plötzlich auftauchen sollte und für seine Dummheit, so hatte sich der Hauptmann geschworen, ihm eine rein zu hauen.

Für die nächsten Tage stand nur noch die Krönung an und das Loch welches die Königin hinter lassen hatte. Die Berichte über merkwürdige Kreaturen häuften sich. Crim war dafür das Loch einfach zuschütten zu lassen. Mit Geröll am besten, aber dies dauert zu lange. Also veranlasste sie, ein großes enges Netz darüber zu spannen. Jedoch nicht eines aus gewöhnlichen Seilen. Nein eins aus Metall. Das sollte die Biester ein wenig beschäftigen. Das Loch zuschütten zu lassen, musste immer noch der Prinz absegnen.

Constantine
24.07.2016, 22:25
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Geduldig wartete Kaja zusammen mit Krüber in der immer höher stehenden Morgensonne. Mit festem Blick sahen ihre azurblauen Augen den von dem Wind davon wehenden, roten Haaren hinterher. "Der Monsterjäger kommt wohl nicht", erwiderte Krüber kurz angebunden, obwohl ihr die Enttäuschung anzusehen war, versuchte Kaja das ganze runter zu schlucken. Zur Überraschung des Hauptmannes trat ihnen eine... Bekannte entgegen. Es war jene Walküre, die zuvor von den Heilern gesund gepflegt wurde. Der Hauptmann hielt es für keine gute Idee dieses... Monstrum auf ihre Reise mitzunehmen. Mit leicht besorgtem Blick schaute dieser zu Kaja dessen Mimik sich leicht aufhellte, obwohl es klar war, wen sie da mitnahm, schien die Prinzessin den Umstand entweder zu verdrängen, nicht gehört zu haben, oder gar zu ignorieren, was noch sehr gefährlich werden konnte.

Im laufe der letzten Woche hatte Kaja sich eine Landkarte besorgt, damit sie nicht unbeleckt ihre Reise antraten, obwohl Krüber sich bestens im Königreich auskennen sollte, war auch er außerhalb des Reiches selten anzutreffen. Da König Konrad es ihm verboten hatte Wachen an den Außengrenzen aufzustellen. Kaja breitete eine alte, zerfledderte Karte aus. "Wenn wir in das Reich der Elfen wollen, passieren wir das Dorf der Walküren, ich bin noch nie dort gewesen aber Vater hat mir viele Geschichten über dieses edle Volk erzählt". Illja erwiderte auf diesen Kommentar hin nichts. "Ihr solltet abseits der üblichen Wege gehen und außerdem wäre es ratsam euer Gesicht zu verstecken, trotz der kürzeren Haarpacht könnte man euch erkennen". Auf diesen berechtigen Einwand der Walküre nickte Kaja. Mit einem freudigen Lächeln zog sie die Robe ihres Gewandes hoch, was den Hauptmann nur ein Seufzen aus seinem Mund brachte. "Wo habt ihr das denn aufgegabelt?". "Von einem freundlichen Bauern", kam es prompt aus ihrem Munde. "Wir sollten dann los". Erwiderte Illya. Kaja warf einen letzten Blick auf das so friedlich liegende Dorf, zog ihre Robe über ihr Haupt und marschierte zusammen mit ihren Begleiterin in Richtung des Dorfes der Walküren.

Gosti
27.07.2016, 23:58
http://abload.de/img/kikennatakingkvw.png Auf der Suche nach Arbeit suchte Kiken´na die nächstgelegene Taverne auf von der Bekannt war dass sie ein Schwarzes Brett hatte wo man eben solche Aufträge erhalten konnte. Jedoch fand sich dort etwas was dem Aquaner jedoch ziemlich beunruhigte. Es war nicht direkt ein Steckbrief, aber am schwarzen Brett befand sich ein Zettel mit einer ziemlich genauen Zeichnung Kiken´nas Gesichtes sowie Rüstung, mit der Bitte jegliche Informationen an die Königliche Wache weiterzuleiten... Bis jetzt schien zumindest niemand den Fischmenschen dank des Umhanges erkannt zu haben, oder zumindest schien bis jetzt jeder den Fischmenschen zu ignorieren, aber es war nur eine Frage der Zeit bis dieser Steckbrief zu Problemen führen würde... Auch wenn klar deklariert wurde dass man wirklich nur Informationen suchte und es sich bei der Person um keinen Verbrecher oder ähnliches handelte den es zu jagen galt, sorgt so ein Steckbrief zu unerwünschtem Interesse anderer an ihrer Person... So wie die Dinge im Moment standen wäre es vermutlich nicht einmal möglich mit dem Wirt zu reden, ohne dass dieser sofort das Gesicht erkennt und lästige Fragen stellen würde...

Kiken´na seufzte ziemlich generft und zog den Umhang tiefer ins Gesicht bevor der Steckbrief vom schwarzen Brett gerissen, und die Taverne wieder verlassen wurde. Dies war ein Problem das wirklich an der Wurzel angepackt werden musste. In diesem Fall hieß das wohl direkt zu der königlichen Wache zu gehen und sich stellen... Es ging immerhin um den Vorfall vor einer Woche, und wenn die Informationen auf dem Brief korrekt waren, war Kiken´na nicht als Flüchtling oder ähnliches gesucht. Sollen die Wachen eine Befragung durchführen und alles Erfahren was sie wissen wollen, immerhin gab es nichts zu verheimlichen. Es wäre nur angenehm gewesen wenn sich all das hätte vermeiden lassen...

Mit dem Steckbrief in der Hand und immer noch den Umhang tief ins Gesicht gezogen, machte sich Kiken´na direkt auf den Weg zu dem Wachgebäude das auf dem Brief erwähnt wurde. Die Wachen am Eingang schienen auch schon sofort zu erkennen wer sich da auf sich zubewegte, dennoch hielt der Fischmensch den Steckbrief in die höhe nachdem der Umhang vom Kopf gezogen wurde. "Ich hörte man sucht nach mir. Ich bin gekommen um mit diesem..." es wurde nochmal schnell auf den Brief geguckt um zu sehen von wem diese Suche aus ging "Captain Crim Perlenia. Ich würde das gerne so schnell wie möglich hinter mich bringen und direkt mit ihm sprechen und seine Fragen beantworten."

Ironhide
28.07.2016, 03:50
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Sein Vater hatte endlich Ruhe gefunden, das Reich jedoch noch lange nicht. Zu einem Aufstand war es bisher noch nicht gekommen, was ein wenige daran lag, das Isenhorn es irgendwie geschafft hatte, alle Fraktionen, von den ärmsten bis zu den reichsten, zufrieden zu stellen. Zumindest in Teilen. Sein Plan, das Elendsviertel wieder aufzubauen trug erste Früchte. Der Mittelstand, hatte jede Menge Aufträge, wofür sie Arbeitskräfte benötigten. Selbige gab es genug, die Armen der Stadt suchten eh ständig nach Arbeit und es sprach sich rum, das besonders sie Handwerker neue Kräfte suchten. Früher oder später würden auch die Bäcker, die Gastwirte und die Fleischer mehr Personal brauchen, sobald genug neuen Arbeitskräfte auch Geld verdienten. Das Essen was er in der Stadt hatte verteilen lassen, tat sein übriges dazu bei, das die Leute keinen Aufstand anzettelten.

Der Adel sah das, auch das sich die Stimmung langsam besserte und der Prinz an Ansehen in der Stadt gewann, war er nun ja nicht mehr nur das Oberhaupt der Inquisition, sondern zeigte auch, das er durchaus in der Lage war, zu regieren. Zögerlich folgten sie seinem Beispiel daher in ihren Ländereien, wenn auch nicht so vehement, wie er es gerne hätte. Aber man sah auch, das er aufrüstete. Zuerst ging es den Diebesbanden außerhalb der Stadt an den Kragen. Schnell hatte der Prinz einige von ihnen festsetzten können. Das Verlies war schon fast überfüllt, aber entgegen den Vermutungen vieler, ließ Isenhorn so gut wie niemanden hinrichten. Nur die Anführer und unverbesserlichen wurden dem Schafrichter vorgeführt und einen Kopf kürzer gemacht. Die meisten Wurden vor die Wahl gestellt, beim Aufbau der Stadt und den Dörfer zu helfen, oder sich dem göttlichen Urteil der trauernden Heiligen zu unterwerfen. Es war daher nicht schwer zu erahnen, wofür sich die meisten entschieden. Noch ging das gut. Noch
Bisher wusste noch niemand, das Fenia nicht in der Stadt war. Selbst der Prinz hatte keinen Schimmer über ihren Aufenthalt und der Rat der Inquisition konnte – oder wollte – ihm auch nichts darüber sagen. Erneut war das ein Punkt, der an ihm nagte und seine Stimmung nicht besserte. Auch wenn es lief, die Laune des Prinzen war finster. Sein Vater tot, seine geliebte Schwester, verschollen, wahrscheinlich tot, Hauptmann Krüger ein Verräter, wahrscheinlich auch tot, die Winstons schienen damit davon zu kommen, Fenia wie vom Erdboden verschluckt, Das Parlament lag ihm ständig in den Ohren mit irgendwelchen Gesetzten und Verordnungen und drängten ihn sich endlich zum König krönen zu lassen.
Der Schatzmeister jammerte ebenso, denn innerhalb dieser Woche, hatte Isenhorn schon gut ein siebtel der königlichen Schatzkammer verbraten. Dafür hatten sich die Einnahmen der Steuern aber kaum erhöht. Isenhorn versicherte ihm, das dies bald passieren würde. Dafür war Crim wieder auf den Beinen. Ihr hatte er befohlen, das der Fremde, falls ihn doch noch irgendwer findet, umgehend zu ihm zu bringen ist. Nebenbei sollte sie noch seine Schwester suchen und die Ordnung der Stadt aufrecht erhalten, zusammen mit der Stadtwache. Außerdem hatte er ihr das Kommando über die Palastwache übertragen, den den unfähigen Hauptmann selbiger, hatte er gleich nach der Beerdigung seines Vaters entlassen.

Und es gab diese komischen Viecher, die etliche Menschen angefallen hatten. Keiner wusste was sie waren oder wo sie Grad waren. Crim hatte aber immerhin dafür gesorgt, dass das Loch nun zu war. Bei Gelegenheit wollte er ihr noch sagen, das es am besten mit dem ganzen Geröll aus dem Elendsviertel, den man dort abtrug, zuschütten sollte. Wer wusste schon, was da sonst noch so draus hervorgekrochen kam und sich nicht von einem Netz aus Stahlseilen abhalten lassen würde, die Stadt unsicher zu machen.
Einiges lief in der Stadt, aber vieles zerrte an der Gemütslage des Prinzen.

Auren
28.07.2016, 18:52
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Schon am ersten Arbeitstag gab es viel zu tun. Ihr wurde nun auch die Verantwortung über die Palastwache übergeben. Natürlich fokussierte sich Crim sich darauf. Immerhin hatte der entlassene Hauptmann vieles schleifen lassen.
Einiges musste komplett neu umgekrempelt werden. Zudem ist die Palastwache auch etwas aus der Übung gekommen. Das sollte sich in den nächsten Wochen stark ändern.
Training mit der Garde und der Armee standen nun auf den Plan.
Der Hauptmann wollte gerade dazu die nötigen Dokumente erstellen als plötzlich ein Bote ihr Arbeitszimmer betrat ohne anzuklopfen.
„Wir haben ihn.“ Brüllte er herum. „Wem habt ihr?“ Fragte Crim etwas genervt.
„Den Fischmenschen.“ Da sprang die Kriegerin auf. Das waren mal gute Nachrichten.
„Bring mich zu ihm und ihr zwei kommt mit.“ Befahl sie zwei weitere Gardisten. Die vor ihrer Tür Wache schoben. Zu viert ritten sie auf den besagten Wachposten zu. Die Menschen in der Stadt machten ihr Platz. Nicht aus Angst, sondern aus Respekt, vermutlich. Bei großen Ansammlungen war der Hauptmann eh etwas vorsichtiger. Allein wegen den Kindern. Man wollte niemanden über den Haufen trampeln.

Kaum hatten sie den Posten erreicht, sprang die Kriegerin von ihrem Pferd herunter. „Wo ist er?“ War ihre Frage. Die Wache führte Crim zu dem Fischmenschen der im inneren auf sie wartete.
„Endlich zeigt ihr euch, mein Retter.“ Begrüßte Crim ihn freundlich. „Ihr wart schwer zu finden und habt meiner Garde das Leben nicht gerade einfach gemacht.“
Crim schritt auf ihn zu und reichte dem Fischmenschen ihre Hand. „Danke für eure Hilfe und wenn ihr nichts dagegen habt, würde ich euch jetzt zum Palast bringen. Der Prinz möchte mit euch persönlich darüber sprechen.“ Der Fischmensch hielt sich jedoch zurück. Daher sprach Crim kurz mit einer Wache. Sie sollten alle Plakate entfernen, da der Gesuchte gefunden worden war. Zudem sollte er danach nicht weiter belästigt werden. „Wir sollten sofort aufbrechen.“ So stand ihr gegenüber auf.

Zusammen mit ihren drei Gardisten und den Gesuchten ging es wieder zurück zum Palast. Diesmal zu Fuß. Nur ihre Begleiter saßen auf den Pferden. Man wählte jedoch einen anderen Weg. Einen der nicht belebt war, wie die Hauptstraßen. Im Palast selbst sorgte Crim mit ihrem auftauchen für etwas tummelt. Immerhin musste sie den Prinzen nun finden und bei seinen vollen Terminplan konnte er sich überall befinden.
Doch zum Glück wurde man rasch fündig. Im Kartensaal hielt er sich auf, sowie das Parlament. Vermutlich hatten sie eine wichtige Sitzung. Dies war ihr egal. Somit drückte der Hauptmann die Tür auf. Alle Augen ruhten nun auf ihr. Crim ging ohne Worte auf den Prinzen zu. Der Fischmensch wartete draußen vor der Tür. Er wollte nicht noch mehr für Aufmerksamkeit auf sich ziehen als es jetzt schon ist. Immerhin haben viele noch keinen gesehen. So war das Interesse bei einigen doch sehr groß. Leise flüsterte die Kriegerin, Prinz Isenhorn folgendes zu. „Meine Männer haben den Fischmenschen gefunden.“ Ihr Blick wanderte zu ihm rüber. „Er steht für euch zu Verfügung.“

Gosti
29.07.2016, 18:29
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Das war also Captain Crim Perlenia? Nun, so gesehen machte es nun Sinn dass man so beharrlich nach dem Krieger suchte, der dem Hauptmann das Leben gerettet hatte, wobei die Kampfkraft von Crim damals schon ein Indiz hätte sein müssen dass sie mehr war als irgend eine dahergelaufene Kämpferin. "Verzeiht meine Vorsicht, aber ich konnte nicht sicher sein aus welchem Grund nach mir gesucht wurde, außerdem war es mein Begehr mich aus diesem internen Konflikt der Menschen raus zu halten, daher hielt ich mich bedekt. Jedoch macht es meine Arbeit sehr schwer wenn jeder nach meiner Selbst ausschau hält, daher bin ich gekommen um dies ein für alle Male zu klären." Kiken´na blieb äußerst ruhig während dieser Erklärung, man merkte aber auch einen Funken Respekt in der Stimme für Crim. "Und es ist schön dass es euch wieder besser geht. Ihr habt euch damals hervorragend geschlagen."
Kiken´na hatte eigentlich kein Interesse daran den Palast aufzusuchen, da dies vermutlich nur noch mehr Aufsehen erregen würde, jedoch schien das wohl unvermeidlich wenn diese Sache ein für alle Mal geklärt werden sollte. Blicke der Palastwachen wurden einfach ignoriert, immerhin war ihr Interesse an dieser fremden Spezies durchaus verständlich... Zumindest versicherte Captain Crim Perlenia dass man sofort die Steckbriefe entfernen würde, somit wäre zumindest dieses Problem gelöst.

Im Palast selbst konnte Kiken´na das erste mal einen Blick auf die Menschliche Architektur werfen während sie auf Crim und die Person wartete zu der sie unterwegs war, zumindest wenn es nicht nur auf effizienz getrimmt ist wie in der Stadt selbst, allerdings wusste der Fischmensch nicht was er von all diesem Prunkt halten solle. Es war unnötig und für das Geld was der Adel hierfür ausgab, könnte man den Zustand in den Slums etwas verbessern. Aber das war alles Angelegenheiten der Menschen, kein Grund wieso ein Vertreter einer anderen Rasse ein Urteil darüber fällen sollte, da Kiken´na wusste dass im Reich der Aquaner selbst viel nicht richtig lief...

Ironhide
30.07.2016, 16:16
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Mitten in einer Besprechung mit dem Parlament, platzte Crim herein, das am ersten tag wo sie sich wieder bewegen durfte. Die erste Intention, die Isenhorn hatte war, sie wieder zu degradieren. Doch als Hauptmann hatte sie nun mal gewisse Freiheiten und auch wenn es nicht gerne gesehen wurde, so konnte sie in wichtigen Fällen solche Sitzungen einfach stören.
Und diese Neuigkeit war es wert, das man ihn störte.
„Sehr gut, ich bin sofort da.“
Crim verließ den Raum mit einer angedeuteten Verbeugung und Prinz Isenhorn unterbrach die Sitzung des Parlaments und würde sie am Abend fortsetzten. Dann ging auch er. Vor dem Kartensaal wartete Crim mit der Eskorte und dem Aquarianer, von dessen Rasse auch Isenhorn noch nie einen gesehen hatte. Er kannte sie nur aus Bücher oder seltenen Zeichnungen. Eine elegante Erscheinung, das musste er zugeben. Er selbst wirkte dagegen bald nur wie ein etwas besser gekleideter Kaufmann, aber da sich Isenhorn meist eh nur im Palast aufhielt und nicht mehr so oft auf die Straßen kam, machte es keinen Sinn den ganzen Tag in Rüstung und voll bewaffnet rum zu laufen. Sein Bogen war in seinen Räumlichkeiten, nur das Schwert war bei ihm – als einziger Schutz. Auch da hatte der Fremde mehr zu bieten – von dem Isenhorn nicht sagen konnte ob er weiblich oder männlich war.
„Sie sind also der mysteriöse Fremde, der dafür gesorgt hat, das meine Frau Hauptmann noch an einem Stück ist. Freut mich sie endlich persönlich begrüßen zu dürfen.“ Isenhorn hielt ihm die Hand hin und war sichtlich bemüht, so freundlich wie möglich zu wirken und seine eher miesen Launen nicht an einem anderen aus zu lassen, schon gar nicht, wenn es doch endlich mal was gutes gab, was ihn weiter brachte. Der Aquarianer erwiderte die Geste und nach dem Handschlag bedeutete Isenhorn seinem Gast, mit ihm ein paar Schritte zu gehen.
„Verzeiht wenn ich die üblichen, königlichen Gebräuche einmal weglassen und ich euch gleich mit Fragen überfalle, aber sagt mir, was habt ihr an jenem Tag alles gesehen?“ Crim wollte sich gerade wieder entfernen, sah sie ihren Auftrag doch als erfüllt an, aber Prinz Isenhorn wusste das sie mindestens genauso neugierig auf seine Sicht der Dinge war, wie er selbst.
„Hauptmann, begleitet uns bitte.“ Crim folgte dieser Aufforderung nur zu gerne, schickte vorher aber noch die Gardisten wieder auf ihren Posten.

Kinggek
01.08.2016, 18:07
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Der Hauptmann war nicht gerade glücklich darüber, dass Garoth sie nicht begleiten würde. Zumindest war er ehrlich genug die bezahlten Goldstücke im Voraus wieder zurückzugeben. Zwar war er anfangs dagegen, der Jäger wäre ihm aber lieber als die Walküre gewesen. Da sie schon zu lange in diesem Dorf verweilten, wurde es auch höchste Zeit das sie endlich aufbrachen. Man konnte von Glück reden, dass die Männer des Prinzen sie bis jetzt noch nicht aufgespürt hatten, auch wenn Krüber jeden Abend durch das Dorf ging und dem Tratsch der Bevölkerung lauschte. Der Tumult welches sich im Königshaus abgespielt hatte, war in aller Munde, jedoch wusste wohl noch niemand das die Prinzessin verschwunden war.

In Begleitung der Mittagssonne durchquerte das Trio ein großes Waldstück und auch wenn sie Illjas Worten folgten und die Haupstraßen mieden, begegneten sie dennoch dem einen oder anderen Bewohner des Reiches. Langsam näherten sie sich an die Grenze des menschlichen Reiches und das Dorf der Walküren war auch nicht mehr fern. Nach einem weiteren längeren Fußmarsch durch das Tal gelangten sie an eine belebte und große Kreuzung. Unterschiedliche Rassen rasteten hier und mehrer Händler hatte ihre Stände aufgeschlagen. Hunderte Karawanen durchquerten die Kreuzung und Kaja blickte den Hauptmann schon mit großen Augen an.
"Wir sind fast an der Grenze unseres Reiches und diese Kreuzung hier führt zu mehreren Reichen," erklärte Krüber ihr sein Wissen.
"Viele Händler sowie Reisende nutzen diese Kreuzung zum Rasten oder gar ihre Geschäfte zu tätigen, es ist eine der größten Treffpunkte des Reiches." Auch wenn Illja ihre Unverständnis zu dieser Situation preis gab so versuchte auch Krüber ihr die Lage zu erklären.
"In dem Dorf in dem wir uns aufhielten konnte ich nichts nützliches für unsere Reise auftreiben, hier jedoch dürften wir so einiges finden können." sagte der Ritter und deutete auf die leere Schwertscheide an seinem Gürtel.
"Bis zum Dorf der Walküren ist es noch ein ganzes Stück und abseits der Hauptstraße sind wir nicht ganz so sicher." Er packte Kaja an der Hand ehe sie auf die Gedanken kommen konnte sich von alleine über die Stände zu stürzen. Mit einem leichten lächeln im Gesicht sprach er auf zur Walküre und sagte, "Wenn ihr wollt kann ich euch auch führen, damit ihr euch nicht verläuft, oder sogar auf die Gedanken kommt uns doch plötzlich zu verlassen."
Illja schnalzte mit der Zunge und verschränkte ihre Arme mit einer abweisenden Geste vor ihrer Brust. Anschließend folgte sie den beiden an den ersten Stand.

Der Hauptmann fand reichlich Waffen, Rüstungen und Proviant mit dem sie sich bis zum Reich der Elfen ausrüsten konnten. Es waren nicht die besten Materialien jedoch, sollte es für die nächsten Tage ihrer Reise reichen und außerdem konnte er nicht alles was er bei sich hatte ausgeben. Immerhin mussten sie im Dorf der Walküren wahrscheinlich eine Unterkunft finden und diese würden sie nicht umsonst bekommen. Viele Probleme unterwegs könnte man ebenso mit diesen glänzenden Steinen in seinem Lederbeutel lösen. Nachdem sich das Trio nun vollständig für die Weiterreise ausgerüstet hatte, studierten sie wieder die Karte, die Kaja aufgetrieben hatte und folgten einem parallelem jedoch abseits gelegenem Pfad zur Hauptstraße die direkt in das Dorf der Walküren führte.

Dieser Pfad jedoch war nicht ohne Gefahren, welche sie auch schon nach kurzer Zeit am eigenen Leib spüren durften. Langsam senkte sich die Sonne wieder am Horizont und die Dämmerung brach ein. Bis zu ihrem Ziel war es nicht mehr weit, doch Banditen, wilde Tiere und noch viel gefährlichere Wesen trieben sich in den Schatten herum. Kaja konnte man die Erschöpfung der langen Reise langsam ansehen. Auch an Illjas Kräften zerrte die Reise, da sie noch nicht vollständig genesen war. Krüber hatte sich in dieser Woche sehr gut von seinen Verletzungen erholt und war froh darüber das er wieder zur alten Stärke gefunden hatte ehe sie aufbrachen. Kaja huschte immer öfters ungeduldig über die Karte die sie besorgt hatte um ihre aktuelle Position auszumachen. Krüber schmerzte es immer wieder mit anzusehen wie tapfer sich die Prinzessin versuchte zu schlagen. Immer wieder überlegte er sich ob es die richtige Entscheidung war sie aus dem Palast zu entführen und immer wieder setze es ihm zu als er mit ansehen musste wie Kaja hin und wieder mit den Gedanken wohl im Palast war. In der Zwischenzeit kamen sich die beiden Flüchtigen auch mit ihrer neuen Begleitung näher. Ilja war anfangs etwas verschlossen und ruhig, doch von Zeit zur Zeit hatte es die Prinzessin geschafft das Eis zu schmelzen und nach jeder weiteren Geschichte die die Walküre erzählte hatte der Hauptmann fast schon Verständnis für ihre missliche Lage.

Langsam brach die Dunkelheit doch die letzten Sonnenstrahlen gewährten der Gruppe eine Entdeckung in der Ferne welches sie alle erleichterte.
"Das muss es sein" reagierte Kaja erleichtert über die Entdeckung.
"So wie es aussieht haben wir es doch noch vor ein Einbruch der Nacht geschafft" fügte der Hauptmann hinzu. Auch die Walküre nickte zustimmend als sie das Dorf wiedererkannte. Ihre Erleichterung wurde jedoch durch einen wildes Geschrei unterbrochen. Reflexartig zog der Hauptmann die Prinzessin an seine Seite und zog sein neu erworbenes Schwert aus der Scheide. Auch Ilja reagierte mit entsprechender Schnelligkeit und hatte beide Klingen in ihrer Hand. Auch Kaja zückte das leichte und ausreichend gut balancierte Degen aus ihrer Scheide uns wich nicht von der Seite des Hauptmanns. Ilja blickte etwas belustigt zu ihr hinüber und spottete "Verletzt euch damit nicht". Es war Krüber der ihr die entsprechende Antwort mit einem festen Blick gab. Rücken an Rücken mit der Prinzessin in der Mitte warteten sie auf die ersten Banditen die aus den Schatten auftauchten.

Constantine
01.08.2016, 22:52
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Nach dem anstrengenden Fußmarsch führte ihr Weg sie in ein nahe gelegenes Dorf. Während sich langsam der Mond vor die Sonne schob, konnte das kleine Grüppchen einen letzten Blick auf jene Häuser werfen. Es war nicht mehr weit. Vor dem Dorf der Walküren hatte eine Gaunerbande ihr Zeltlager aufgeschlagen. Hier hatten jene Männer in der letzten Woche eine bachtliche Beute errungen, als plötzlich das Augenmark des Anführers auf drei Gestalten fiel. Zwei Frauen, ein Mann. Die drei wirkten nicht besonders kampferfahren, fast schon zierlich. Das in tiefen Narben überzogene Gesicht des Anführers zierte ein gieriges Lächeln. Während er sich mit seinen Männern heimlich im Hintergrund beriet, sah er, wie sich die kleinere Frau auf den Boden setzte. Der Erschöpfung hingebend. Jetzt war ihre Chance gekommen. Mit lautem Gebrüll zückte der erste Trupp seine Waffen und stürmte auf das kleine, völlig erschöpfte Grüppchen zu.

Sofort sprang Kaja auf ihre Beine. Krüber packte ihre Schulter, um sie an seine Seite zu drücken, was der Prinzessin ein beklemmendes Gefühl unterbreitete. Mit zitternder Hand zog Kaja den metallenen Gegenstand aus der Schwertscheide. Ein Degen, den ihr der Händler zuvor an der Handelskreuzung verkaufte. Einer ihrer Angreifer stürmte auf Kaja zu, die jedoch nie gelernt hatte, zu kämpfen. Es war Krüber der den ersten Schritt machte und den Gegner zu Boden schickte. Immer an Kajas Seite. Diese sackte auf ihre Knie und zitterte am gesamtem Leib. "Bitte.. wir müssen nicht.. gegeneinander kämpfen..", flüsterte die Prinzessin. Krüber machte einen Ausfallschritt zur Seite rammte seine Klinge mit dem Schwertrücken in den Magen des nächsten Angreifers. Dieser fiel röchelnd zu Boden.

Die Walküre lächelte leicht arrogant bei der Anzahl ihrer Gegner. "Lächerlich", in einer geschmeidigen Drehung entging Illya dem spitzen Speer, der im aufgehenden Mondlicht glitzerte. Das leichte Metall ihrer Klinge bohrte sich tief in das weiche Fleisch ihres Feindes. Ein röcheln hallte aus seinem Munde ehe dieser vor ihren Augen umkippte. Das Lächeln auf ihren Lippen wurde breiter. Plötzlich legten drei Bogenschützen ihre Waffen an und schossen mehrere Pfeile auf ihre Beute aus den Schatten der Bäume heraus. Krüber und Illya wichen den Angriffen aus. Einer der Pfeile landete direkt vor Kajas Füßen, die entsetzt zurück taumelte. Krüber hatte trotz seines genesenen Zustandes Mühe die Banditen in Schach zu halten und gleichzeitig die Prinzessin im Auge zu behalten.

Stahl prallte auf Stahl, Funken schlugen aus. Illa musste gleich ein halbes Dutzend der Banditen in Schach halten. Sie setzte gerade einen Schritt zur Seite, als ein stechender Schmerz durch ihre Rippen und den Rest ihres Körpers drang. Ein schwerer Morgenstern rammte seine Metallenen spitzen in ihr Fleisch, Blut tropfte auf den Boden. Genau an der Stelle, wo man sie im Königreich folterte. Leicht keuchend, vollführte die Walküre mehrere Sprünge nach hinten, um zu der Prinzessin aufzuschließen, hielt dabei die verletzte Stelle. Das Lächeln in ihrem Gesicht nahm nach wie vor nicht ab. Doch irgend was war anders.

Illyas Sicht verschwamm immer mehr. Konnte sie es den geschwächten Zustand ihres Körpers verdanken? Immer mehr wurde die Walküre nach hinten gedrückt und hatte alle Hände voll zu tun die Prinzessin zu beschützen. "Bitte.. ich will das nicht... wir können.. das immer noch friedlich lösen...", wimmerte Kaja leise vor sich hin. Krüber, der sie am Kragen packte und wegstieß um sie vor einem kommendem Pfeilhagel zu schützen, parrierte gerade den nächsten Angriff.

Plötzlich tauchte die Szenerie im Palast in ihrem Kopf auf. Kaja befand sich umschlossen im tiefen Eis. Auf den Boden ihr toter Vater liegend, das robinrote Blut träufelte ihr schneeweißes Kleid herab. Krüber und Illya die gerade einem Schwerthieb auswichen, staunten nicht schlecht, als Kaja ihren Körper erhob. Die völlig im Kampf unerfahrene Prinzessin setzte einen Schritt nach vorne. Ihre stechenden, azurblauen Augen glühten in der aufkommenden Dunkelheit während das feuerrote Haar im Wind schwebte. Krüber, der gerade erkannte, was vor sich ging, reagierte viel zu spät, da sprengte der Boden unter ihren Füßen urplötzlich auf und hinterließ eine Schneise der Verwüstung. Illya sprang zusammen mit dem Hauptmann instinktiv zur Seite während Kaja weiterhin auf die Männer zuschritt. Das feuerrote Haar schien in der Dunkelheit zu glühen. Sie streckte ihren rechten Arm aus. Der Spalt im Boden breitete sich weiter aus. Mehrere Bäume entwurzelten woraufhin die Bogenschützen zu Boden geworfen wurden. Vollkommen perplex starrten die Männer auf Kaja, die sich in geschmeidiger Drehung zur Seite bewegte und den anfliegenden Morgenstern auswich, der Illya zu vor getroffen hatte.

Noch während des Fluges umschlang ihre Kniekehle die metallene Kette des Morgensterns und drückte das Metall so fest zusammen, dass sie nun den Banditen nach vorne zog welcher seine Waffe loslassen musste und in den Matsch flog. Weitere Angreifer stürmten auf das zierliche Mädchen zu. Krüber wollte gerade etwas erwidern doch Kaja sah nur in ihre Richtung und noch ehe ihre schweren Waffen sie überhaupt erreichen konnten, brachen die Männer vor ihrer aller Augen bewusstlos zusammen. Der Anführer der Banditen konnte nur noch einen letzten Blick auf Kaja erhaschen, deren Blick sich in ihren Haaren verbarg und kommentarlos an ihm vorbeilief. Vollkommen erschöpft, sackte die Prinzessin auf ihre Knie, der Schweiß perlte in Strömen an ihrem Körper herunter, das Atmen fiel ihr schwer. Illya, die als erste reagierte, steckte ihre Waffen zurück in ihre Halterungen. In schnellem Sprint war die Walküre bei Kaja angelangt und nahm diese auf ihre Arme. Verdeckte ihren Oberkörper mit ihrer Robe. Vollkommen ungläubig, starrte sie auf das entstandene Schlachtfeld, ein Paar Banditen waren tot, der Rest zwar verletzt aber am Leben. Völlig verständnislos blickte sie zu Kaja, dann zu Krüber. "Wollt ihr mir erzählen, was da gerade passiert ist, Hauptmann?" Doch noch bevor Viktor etwas erwidern konnte, hörten die beiden ein entsetzliches Gebrüll aus den Schatten des Waldes. Wildes stampfen ließ den Erdboden erbeben, Bäume wurden aus ihren Wurzeln gerissen während ein massiger, muskulöser grüner mit Muskeln überzogener Körper auf die zwei zustürmte. Illyas Blick verhärtete sich während Krüber weiterhin sein Schwert bereithielt. "Ein Ork, hier?", schrie die Walküre in mitten des Gefechtes.

Die Kriegerin sprang in mehreren Sätzen zur Seite. Legte Kaja dabei vorsichtig an einen Baumstamm an. Die Grünhaut stürmte auf Illya zu, zückte eine messerscharfe Axt. Mit brachialer Gewalt schwang es das schwere Schneideblatt zur Seite und spaltete sogleich den Baum entzwei unter dem Kaja Schutz finden sollte. Illya hatte ihre Waffen gezückt. Durch die gewaltige Wucht des Angriffes sackte der Boden unter ihren Füßen weg. Den Blick stets auf Kaja gerichtet. Plötzlich hörten sie und der Hauptmann panische Schreie aus dem Dorf. Viktor konnte Rauschwaden erkennen. Illyas Augen weiteten sich bei dem Szenario. Ihr Blick war wieder auf das grüne, sabbernde Monster gerichtet, dass sie immer mehr nach hinten drängte. Den drohenden Ohnmachtsanfall ignorieren, stemmte sie mit aller Kraft gegen das Monstrum. Krüber, der ihr gerade zu Hilfe eilen wollte, wurde durch zwei weitere Grünhäute in Schach gehalten. Zwei Goblin's, zwar klein aber unglaublich flink, führten ihre Waffen geschickt gegen den Hauptmann. Dabei konnte man die Gier in den pechschwarzen Augen sehen.

Gosti
03.08.2016, 16:45
http://abload.de/img/kikennatakingkvw.png Kiken´na versuchte sich so gut wie möglich an die Gepflogenheiten der Menschen zu halten, und verhielt sich ebenfalls freundlich und respektvoll dem Prinzen gegenüber. Bei dem Handschlag verneigte sich der Aquaner sogar etwas, doch dies war nicht etwas was er nur bei den Adeligen tat, dies gehörte generell zu seiner Etikette und war etwas was man fast immer beobachten konnte, immerhin verdiente (fast) jedes Lebewesen Respekt.

Da es keinen Grund gab Informationen zurück zu halten, oder gar zu verfälschen, erzählte Kiken´na dem Prinzen genau was an jedem Tag gesehen wurde, die zwei adelig wirkenden Personen in der Mitte des Platzes, ein Mann und eine Frau, wobei die Frau in Begleitung eines Soldaten war dessen Rüstung von Kiken´na genau beschrieben werden konnte, umgeben von Soldaten. Genauso wurde auch geschildert wie die Rothaarige Frau, welcher aus der Entfernung der Tochter des verstorbenen Herrschers zum Verwechseln ähnlich sah, diese Eisrose beschwörte, und wie, nachdem die Soldaten den jungen Adeligen befreien konnten, dieser den Befahl gab alle Zeugen zu töten. Das war dann auch der Moment wo Kiken´na selbst eingriff, da der Aquaner es nicht zulassen konnte dass einfach irgendwelche Unschuldigen getötet werden, nur weil sie etwas gesehen haben könnten was diesem jungen Mann unangenehm war… „So traf ich schlussendlich auch auf euren Hauptmann, da ich sah dass sie sich ebenfalls für die Unschuldigen einsetzte, jedoch alleine unterlegen war. Ich versuchte mein bestes sie zu unterstützen, doch war es wohl nicht genug. Ich konnte nicht verhindern dass sie von einem der Projektile getroffen wurde, aber wie ich sehe habt ihr euch scheinbar gut erholt.“ Der ernste Blick fiel dabei auf Crim. „Ich fürchte dies ist alles was ich darüber sagen kann. Der junge Adelige konnte entkommen, und nachdem ihr mit der Verstärkung aufgetaucht seid habe ich mich bedeckt gehalten, da ich keine unnötige Aufmerksamkeit auf mich ziehen wollte. Dieser Adelige und die Soldaten die ich attackiert habe würden sich sicher gerne für mein Eingreifen revanchieren, etwas was ich einfach vermeiden will…

Kinggek
04.08.2016, 19:18
http://fs5.directupload.net/images/160510/b4dbl5md.png

Mit den Banditen hatte der Hauptmann gerechnet auch wie sie diese bewältigen können selbst wenn sie in der Überzahl gewesen wären. Doch womit er nicht gerechnet hatte, waren die wieder einsetzten Fähigkeiten der Prinzessin. Ebenso konnte er es nicht ahnen das noch andere ungebetene Gäste auftauchen würden. In der Hitze der Schlacht wurde der Hauptmann von zwei Goblins aufgehalten und verlor die beiden Frauen aus den Augen. Einzig das große grüne Monster konnte er von hinten betrachten. Goblins waren keine starken jedoch flinken Wesen. Noch dazu waren sie hinterlistig, so musste der Hauptmann auf seine Umgebung achten, dass nicht noch mehr von den auftauchen würden. Einer der Angreifer war zu ungeduldig und wusste wohl nicht was es hieß im Team zu arbeiten. Mit flinken Schritten, erreichte er Krüber und setzte seinen Dolch über seinen Kopf dem Hauptmann entgegen. Da dieser Angriff dem Hauptmann jedoch nur bis zu seinem Oberkörper reichte, konnte er den Dolch geschickt auf die Seite parieren. Funken sprühten als die beiden Klingen aufeinander trafen. Das kleine grüne Monster schien seinen Nachteil begriffen zu haben und wollte wieder zu seinem Kameraden aufschließen. Auf diesen Moment hatte Krüber gewartet. Als der Angreifer einen Schritt zurück setzte um dem zweiten näher zurücken, setzte der Hauptmann einen weiten Schritt nach vorne und ließ dich Klinge wie ein Pfeil auf seine Gegner zuschießen. Röchelnd, sackte der Goblin zu Boden als er die Geschwindigkeit des Angriffes unterschätzt hatte.

Der andere Goblin ließ einen Schrei los und stürmte auf Krüber zu als er sah wie sein Kamerad fiel. Mit einem leichten schmunzeln im Gesicht wartete der Hauptmann auf die Schlag weite seines Gegners und wich den unwillkürlichen Angriffen aus. Wie ein fallendes Blatt von einer Baumkrone tänzelte Krüber von einer Seite zur anderen und parierte ab und an mal ein paar Hiebe die ihm zu nahe kamen. Die Goblins waren flink, doch auch der Hauptmann hatte seine Schnelligkeit schon mehrmals unter beweis gestellt. Da die Kraft in den Armen des Wächters die des Goblins übertrafen, senkte sich langsam die Waffe seines Gegenübers. Als Krüber die Erschöpfung seines Gegners bemerkte holte er zu einer tödlichen Kombination aus. Mit dem Knauf seines Schwertes schlug er dem Gegner an das Handgelenk, wodurch die Griff sich um seine Waffe lockerte und der Dolch klirrend zu Boden fiel. Im selben Moment, ließ der das Schwert in seiner Hand mit einem gekonnten Handgriff drehen und trennte dem Goblin den Arm ab. Ehe die Klinge mit der Klinge nach unten Gerichtet war und das Heft wieder nach oben schwank, packte Krüber zu und richtete sie gegen den Goblin. Mit einer schnellen vorwärts Drehung des Handgelenks gelang des ihm die Klinge von unten nach oben in das Gesicht des grünen Wesens zu befördern. Mit einem sauberen Schnitt teilte sich das Gesicht, während eine grün-bläuliche Fontäne in die anbrechende Nacht hinauf schoss.

Die beiden Gegner erledigt erblickte er die missliche Lage der Walküre gegenüber dem größeren Gegner. Mit schnellen Schritten schlich er sich dem Troll von hinten an und gab der Walküre ein Zeichen zum Angriff. Zu seinem Glück war die Walküre wohl damit einverstanden und stürmte auf den übergroßen Gegner zu. Krüber nutzte den Anlauf den er hatte und ließ sich mit der Geschwindigkeit auf die Knie fallen. Mit der Geschwindigkeit des Sprints glitt er durch die Beine des Trolls hindurch, während er mit den Dolchen die er den Goblins abgenommen hatte um sich wirbelte. Die tiefen Schnitte die er dem Troll an seinen Fersen hinzufügte ließen das Monstrum auf die Knie fallen nur knapp als Krüber unter der heranrauschenden Walküre hindurch glitt. Ilja sprang über den Hauptmann rammte beide Klingen in ihrer Hand in die Schädeldecke des Trolls. Die pure Kraft die hinter diesem Angriff steckte lies das Monstrum samt der Walküre nach hinten umkippen. Schwer atmend richtete sich der Hauptmann langsam auf und blickte nach Kaja.

"Wo ist sie?" fragte Krüber mit einer etwas verängstigter Stimme. Wie wild sah er um sich konnte jedoch Kaja nirgendswo auffinden. Schnell eilte er zu Ilja um sie auszufragen. Doch als er die Erschöpfung der Walküre erblickte und bemerkte wie sie all ihre Kraft sammelte nicht in Ohnmacht zu fliegen, wurde der Ton des Hauptmanns ruhiger.
"Wo ist sie?" fragte er sie nochmal diesmal in einem viel ruhigerem Ton.
"Ich hatte sie am Baumstamm abgelegt," flüsterte sie und deute nach der beschädigten Rinde. Krüber schüttelte enttäuscht sein Haupt und sagte "Sie ist nicht da..."
Auf eine weitere Antwort der Walküre konnte er nicht mehr Hoffen da sich ihre Augen verdrehten und sie das Bewusstsein verlor.

Enttäuscht von sich selbst und schwer angeschlagen suchte der Hauptmann noch etwas das Kampffeld ab, nachdem er Ilja an den selben Baumstamm angelehnt hatte und sie etwas ausruhen ließ. Er drehte jeden Stein um und suchte nach jeder Spur die sich finden lies, jedoch war weit und breit nichts von Kaja zu entdecken. Ein leichtes räuspernd der Walküre entriss ihm aus seiner Suche. Schnell eilte der Hauptmann zu Ilja und hielt der den Wasserschlauch an den Mund, den sie sich auf der selben Kreuzung besorgt hatten, wo sie sich auch ausgerüstet haben. Mit schweren Schlucken nippte die Walküre daran und kam langsam wieder zu sich.
"Wir sollten schnell zum Dorf," schlug Krüber seinen nächsten Schritt vor. "Vielleicht kann uns dort jemand weiterhelfen?"
"Das Dorf wurde überfallen, hast du das noch nicht bemerkt?" sprach die Walküre mit einem etwas mitgenommenem Ton. "Außerdem könnte es sogar sein, dass die Angreifer sich immer noch dort befinden."
Krüber stellte sich mit dem Rücken zu Ilja und bückte sich anschließend. "Halt dich Fest!" befahl er ihr und deutete auf seinen Rücken. "Bis zum Dorf kann ich dich tragen anschließend solltest du aber noch in der Lage sein dein Schwert zu heben."
Ilja protestierte, doch Krüber blickte sie zornig an "Es ist dein Volk..." unterbrach er ihr Protest "Und außerdem weiß ich zu was euer Volk fähig ist, sogar in deinem jetzigen Zustand könntest du noch einen weiteren Troll erledigen. Bis dahin jedoch solltest du dir all deine Kräfte sparen die du noch übrig hast. Also halt dich jetzt fest!" Befahl er ihr ein weiteres mal. Wiederwillig packte Ilja an den Schultern des Kriegers und zog sich auf seinen rücken rauf. "Der Weg bis zum Dorf ist aber noch ein ganzes Stück, packst du das auch bis dorthin?" fragte sie den Hauptmann. Dieser gab ihr nur ein leichtes lächeln zurück und setzte zu seinem schnellen Sprint an. Die Bäume zogen an ihnen mit einer unglaublichen Geschwindigkeit vorbei und die Walküre blickte irritiert durch die Gegend. Der Wind wirbelte ihre Haare durcheinander und die kalte Abendluft füllte ihre Lungen mit noch mehr Energie. "Dir ist schon bewusst, dass sogar unser Volk dazu nicht in der Lage ist oder?" fragte Ilja den Hauptmann der nicht mal aus der Puste zu sein schien. "Deshalb war ich ja auch der Hauptmann," gab Krüber eine kurze Antwort und lief weiter auf das Dorf zu ohne sich weiter Gedanken über das gefragte zu machen.

Constantine
04.08.2016, 20:42
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Ein erschöpftes Seufzen entwich den Lippen der Walküre. Ihr entmutigender Blick blieb bei dem leeren Baumstamm hängen, so war das ganze garantiert nicht geplant gewesen. Die Prinzessin hatte ihr angeboten sie bis auf ihren Weg zu begleiten, im Gegenzug sollte Illya sie beschützen. Während der Hauptmann in übermenschlicher Geschwindigkeit durch den Wald sprintete, krallten sich ihre Finger etwas fester in das Fleisch seines Rückens. Mittlerweile hatte der pechschwarze Vollmond das Sonnenlicht komplett verschluckt. Nach einer guten viertel Stunde erreichten beide endlich das Dorf. Illyas Augen weiteten sich, als eine einzelne Walküre gerade den letzten Ork niederstreckte. Die rüstige Kriegerin hob ihren in Blut getränkten, metallenen Schläger empor, als der Siegesruf des Volkes den Ankommenden um ihre Ohren fegte. Die Flammen züngelten unaufhaltsam um die Häuserdächer welche drohten, einzustürzen. Eiligen Schrittes begannen die Walküren mit den Löscharbeiten während gleichzeitig Verletzte zu den Heilern gebracht wurden.

Der Hauptmann wirkte in diesem Dorf mehr, als nur unscheinbar. Sein nach Hilfe suchender Blick wurde von einer älteren Walküre aufgenommen. Die Frau schritt gemächlichen Fußes auf Krüber zu und erblickte wenig später Illya, die immer noch auf seinem Rücken ausharrte. Noch bevor Illya etwas erklären konnte, wurde sie von der Ältesten in ihre Arme geschlossen, woraufhin sie ihre Emotionen nicht mehr zurück halten konnte, was selbst für Krüber ein wenig befremdlich sein musste. Doch für das lang ersehnte Wiedersehen blieb keine Zeit. Hastigen Worten erklärte er der Ältesten die Lage in der er sich befand. Nach einer Weile erregte sein hitziges Gemüt, das Interesse der anderen Walküren, die sich in einem Kreis um ihn stellten. Sie lauschten seinen Worten bis eine junge Frau, Krüber schätzte sie auf Kajas Alter das Wort erhob. Den scharfen Tonfall dabei ignorierend, "Älteste aus unseren Reihen fehlen die Jünglinge ich habe überall nach ihnen gesucht, wenn es stimmt, was der schmächtige Mann sagte, wurden auch welche aus unserem Hause entführt". Die Älteste wirkte beunruhigt. "Lasst uns jetzt nicht in Panik verfallen, bist du dir sicher, dass die Jünglinge nicht unten am Zornes See spielen?". Ein leichtes Nicken war ihre Antwort. Der Blick der Ältesten änderte sich, flackerte wild auf. "Wir müssen noch heute Nacht unsere Kinder befreien und deiner Freundin helfen wir auch doch wir müssen schnell sein, wenn sie über die Grenze gebracht werden, wird es schwer sein ihnen zu folgen". "Wie heißt ihr, Jüngling?", fragte die Älteste den Hauptmann. "Viktor", erwiderte der Hauptmann und bedankte sich bei der Hilfe. "Gut, Viktor ein halbes Dutzend meiner kräftigsten Walküren werde ich dir bei der Rettungsmission zur Hilfe bereitstellen der Rest hilft mir das Dorf wieder aufzubauen". "Schickt einen Boten in den Palast, verbreitet die Kunde, dass unser Dorf attackiert wurde, hoffen wir, dass es anderen nicht auch so ergeht". Die Älteste hielt ihren metallenen Schläger in den Himmel empor während es ihr Gefolge gleich tat und ihre Waffen aus den Halterungen zogen. Der Schlachtruf hallte durch das gesamte Dorf und ließ den Hauptmann seine Nackenhaare zu Berge stehen.

Rosered_Strauss
06.08.2016, 00:57
http://abload.de/img/fenia27cki8.pngFenia war nach langem Marsch nun endlich an ihrem vorläufigen Ziel angekommen. Vor ihr erstreckte sich in der untergehenden Abendsonne das tiefe Grün der Wiesen, die das Tal bedeckten. Mitten in diesem beinahe schon idyllisch anmutendem Anblick lag ein kleines Dorf, welches die Hochinquisitorin nun anpeilte. Es war an der Zeit zu rasten, wollte sie morgen ein ähnliches Tempo wie heute vorlegen. Und Eile war geboten, immerhin konnte sich die Lage um Karyptius herum schon bald ändern. Ausserdem musste sie sich eingestehen, dass die Idee eines warmen Bettes, eines behaglichen Kaminfeuers und einer kräftigen Mahlzeit sehr verlockend war. Von der Vorstellung einer solchen beflügelt, machte sie sich schnellen Schrittes daran, an den Ort ihrer nächtlichen Rast zu eilen. Einige Karren, die im Dorf ein- und aus fuhren, liessen im Übrigen erkennen, dass es dort geschäftigt her gehen musste. Würde ihre Vermutung sich bewahrheiten, dann wurde dort gerade ein Fest gefeiert, etwas, das das gesellige Treiben im Ort erklären würde.

Die Träume eines geruhsamen Abends zerstoben jedoch wie Seifenblasen, die von einer Nadel traktiert wurden, als sie schliesslich den Dorfplatz betrat. Dort hatte sich eine große Menge versammelt, die um ein Podest herum aufgebaut war. Zeigte sie anfangs noch mildes Interesse, so wurde sie weitaus aufmerksamer, als sie gewahr wurde, was dort für 'Ware' versteigert wurde - es waren Menschen! Nicht nur Menschen, sondern auch anderes Volk, aber dies war nicht weiter von Belang. Die Feuer ihres Zorn waren entfacht, und je näher sie dem Podest kam, desto lauter drangen die Worte des Verkäufers in ihre Ohren und sorgten dafür, dass ihre Flammen auch mehr als genügend Nahrung fanden. Droben, über den angehenden Käufern, pries der recht füllige Mann gerade die Vorzüge einiger weiblicher Gefangener an, die scheinbar dem schönen Volk der Elfen angehörten. Gerade sprach er darüber, dass für einen 'gesunden Aufpreis' auch 'erste Lektionen zum Beglücken der Käufer' als Beigabe zugefügt werden würden. Als die ersten Gebote geschrien wurden, war es um Fenias Beherrschung endgültig geschehen. Vorbei war es mit den Vorstellungen einer gemütlichen Nachtruhe. Vorbei war es mit der ruhigen, gelassenen Inquisitorin. Fenia war aufs Schärfste an ihre frühe Kindheit erinnert worden, und jetzt wollte sie nur noch eines: Blut fliessen sehen!

Sie schritt zielstrebig durch die Menge nach vorne. Ihrer Kraft konnten die anderen Kunden nichts entgegen setzen, und so pflügte sie sich durch die Menschen hindurch wie ein Schiff durch sanfte Wellen. Die Wachen, die ihr mit vorgehaltenem Speer den Weg versperren wollten, erlebten eine böse Überraschung, als sie die beiden bärtigen Männer schlicht am Kragen packte, in die Höhe riss und über die Tribüne hinweg warf. Nicht inne haltend, trat sie mit voller Wucht gegen den Pfosten unter dem perplex stehen gebliebenen Verkäufer, der durch den plötzlichen Schaden des Podestes die Balance verlor und Fenia vor die Füße fiel. Spätestens jetzt merkten alle Anwesenden, das etwas nicht so lief wie geplant. Und spätestens, als eine weitere Wache versuchte, Fenia aufzuhalten, geriet die Menge in Panik - denn ihr Schlag war mit derart viel Kraft ausgeführt worden, dass sie nicht nur seinen Kehlkopf eindrückte, nein, auch sein Hals brach und warf den Mann mit einem Ruck zu Boden. Ihre tödliche Aufmerksamkeit wandte sich jedoch gänzlich auf den Verkäufer, der im Angesicht mit der in kalter Wut ergrimmten Walküre plötzlich panische Angst bekommen hatte. Doch ihre Hände schlossen sich um seinen Hals, hoben ihn einer Stoffpuppe gleich in die Höhe und liessen seine Beine in der Luft zappeln, während er verzweifelt versuchte, sich aus ihrem Griff zu winden. "Es kommt eine Zeit, da muss man seine Schulden begleichen. Und durch deinen Beruf hast du dir sehr viel zu Schulden kommen lassen." meinte sie mit mehr als nur einem Hauch Stahl in der Stimme, während sie unbarmherzig das Leben aus dem Auktionär hinaus presste.

Constantine
06.08.2016, 02:24
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png In der Tiefe des späten Abends wurde Kaja von einem eigenartigen Geruch in der Nase geweckt. Ihre müden Augen schlugen nur langsam auf. Das Knarren des eines Karren ließ sie förmlich aufschrecken, der Kopf war unerträglich schwer, das Verlangen etwas flüssiges zu sich zu nehmen, machte sich auf ihren Lippen breit. Der Blick war verschwommen. Etliche Minuten verstrichen, bis ihre Sicht klar wurde und sie sich in einem großen Saal wiederfand. Unzählige Stimmen hallten im Hintergrund, durch den abgedunkelten Raum konnte man ihrer Gesichter jedoch kaum erkennen. Der Geifer, die Gier, die Lüsternheit war den blutrünstigen Gestalten jedoch klar anzusehen. Kaja war vollkommen verängstigt, unfähig irgend etwas zu sagen. Als eine in dunkler Robe gekleidete Gestalt sich auf sie zubewegte, packte man unsanft ihren Oberarm. "Das ist ab heute dein neuer Meister, ich bedanke mich vielmals für eure großzügige Summe". "Meister?", fragte sich Kaja in Gedanken. Erneut überkam ein Gefühl der Müdigkeit ihren Körper, Kaja konnte nur noch einen schemenhaften Blick auf schwarze Augen sowie ein verschmitztes Lächeln erhaschen ehe sie nach vorne kippte und aus dem Auktionshaus herausgetragen wurde. Man verfrachtete die Prinzessin auf ein echsenähnliches Reittier ehe es in sich in schnellen Bewegungen nach vorne setzte.

Fruwluamressaw
06.08.2016, 04:04
http://file1.npage.de/001258/64/bilder/oboroavatar.jpg Oboro war zufrieden mit ihrem Kauf. Also naja, sie hatte zumindest ein gutes Gefühl gehabt. Eigentlich war sie nur auf dem Markt geschlendert und wurde von der großen Menschenmenge angezogen. Aber dann machte sie einfach mal mit und kaufte auch einen der ausgestellten Menschen. Eigentlich war das ja schon komisch, also, einen Menschen zu kaufen. Aber sie hatte das schon erlebt, dass Leute in der Stadt Leibeigene hielten. So ganz unbekannt war es ihr also nicht. Aber irgendwie eben doch auch seltsam.
Verschmilzt lächelnd betrachtete sie ihren neuen Besitz. "Hehe. Hallo!" begrüßte sie die verängstigt wirkende junge Frau. Dann wurde diese auf eine Transportechse geladen und man transportierte sie in Oboros Hexenladen. Das wäre eigentlich nicht nötig gewesen, fand Oboro. Sie hätten auch zusammen dorthin laufen können. Aber naja. Ablehnen wäre doch bestimmt unhöflich gewesen. Und das wollte sie nicht.

Dann wurde Kaja abgeladen. Oboro gab etwas Trinkgeld an den Echsenführer. Dann nahm sie die irritierte Kaja an die Hand und führte sie in ihren Laden. "Nett, oder? Also, ich finds lauschig..." Da Kaja sich immer noch etwas benommen fühlte und, scheinbar, auch nicht in akuter Gefahr war, folgte sie Oboro wortlos. Sie wurde von ihr eine Treppe hinuntergeführt. Im Untergeschoss des Ladens sah es sehr chaotisch aus. Dutzende Fläschchen, Kräuter, Knochen und diverse andere Utensilien standen hier in Regalen. Dann stand Oboro eine Weile nachdenklich da. Die Stille und Ungewissheit war für Kaja sehr beunruhigend. Irgendwann fragte sie: "Was willst du von mir?!" Oboro schaute sie nur argwöhnisch an und musterte sie von oben bis unten. Dann fing sie an, Kaja abzutasten. Den ganzen Körper. Kaja fand dies zwar beängstigend, aber da Oboro eine Frau war und da sie keine Anstalten machte, sie zu verletzen, lies sie es über sich ergehen.
"Aha!" Sagte Oboro nur und kicherte dann. "Warte hier!" Sie ging die Treppe hoch und kam kurze Zeit darauf wieder. Dann legte sie Kaja eine Halskette aus Tierknochen an und musterte sie anschließend wieder sehr intensiv. "Hmmm.... jetzt dreh dich einmal im Kreis."
Kaja drehte sich einmal im Kreis.
Nichts geschah. "Und...hast du irgendwas gespürt?" fragte Oboro. Kaja schüttelte den Kopf. Darauf verzog Oboro reichlich unzufrieden das Gesicht. "Hmpf. Nagut. Ich muss dir jetzt Blut abnehmen. Moment." Das klang nicht gut! Sobald Oboro an eines der Regale trat um scheinbar etwas zu suchen, versuchte Kaja zu entkommen und rannte in Richtung Treppe. Plötzlich fachte wie aus dem nichts eine Wand aus blaugrünen Flammen vor ihr auf, versperrte ihr den Weg und ließ sie zurückschrecken. Kopfschüttelnd trat Oboro von hinten an Kaja heran. "Ich habe dir doch gesagt, dass ich dir Blut abnehmen muss! Oder musst du so dringend für kleine Mädchen? Das hat auch später Zeit! Man muss Prioritäten setzen, ja, ja!"

Jetzt erst erkannte Oboro die Angst in Kajas Gesicht. Es irritierte sie. Warum hat sie Angst? Ich hab doch erst gestern alle Spinnen weggekehrt..... "Du musst bitte ruhig bleiben! Ist alles gut, ja? Setz dich, setz dich. Komm!" Kaja setzte sich auf einen Hocker. Oboro nahm eine kleine Nadel und ritzte damit in Kajas Arm, sodass Blut austrat. Das tat nur ein bisschen weh. Das Blut füllte sie in einem kleinen Fläschen ab. "Oh, das sieht gut aus!" Oboro war sehr zuversichtlich, was das Blut anging. Sie würde es sofort einigen Tests unterziehen. "Wie heist du?" fragte Oboro. Aber es kam keine Antwort. "Also, das hat der Händler aber nicht gesagt, dass du so ungern redest! Das finde ich nicht ganz fair. Aber naja, dafür kannst du wahrscheinlich nichts. Hast du Hunger?" Kaja nickte und Oboro brachte ihr Brot mit gezuckertem Beerenaufstrich. "Hier, das kannst du essen. Das hab ich nicht vergiftet. Also, ich hab zwar auch vergiftetes, aber das hier ist nicht vergiftet. Da bin ich mir schon ziemlich sicher." Oder...? Ich hab doch das von ganz links genommen....? Doch, doch....das passt. "Du kannst sogar ein bisschen schlafen, wenn du möchtest! Du darfst sogar in meinem Bett schlafen!" Sie lachte. "Aber nur solange, wie ich nicht auch müde bin! Aber ich bin wohl noch eine Weile beschäftigt." Sie zeigte in eine Ecke, wo sich einige Kissen auf dem Boden tummelten. Das war wohl das Bett.
"Wenn du mir deinen Namen nicht verrätst, dann nenne ich dich jetzt einfach Laura. Das ist ein schöner Name. Also Laura, ich bin übrigens Oboro!" Sie schüttelte an einigen Flaschen herum und kramte in Schubladen herum, während Kaja (Laura) sich immer noch nicht sicher war, ob sie von dem dubiosen Brot essen sollte. Dann drehte sich Oboro noch einmal zu ihr um. Und jetzt guckte sie plötzlich sehr ernst und bestimmt. "Eins noch....ich möchte nicht, dass du gehst."

Constantine
06.08.2016, 17:04
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Nachdem Kaja in den Laden transportiert wurde, schritten sie die Treppen in den Keller hinunter. Das ganze war viel zu viel für das so behütet, aufgewachsene Mädchen. Erst auf der Flucht, jetzt eine Sklavin. Viktor war vermutlich schon auf den Weg. Irgendwie musste Kaja einen Weg aus diesem Loch finden. Ihr Blick wanderte um das ganze Zeugs was aufgestellt war, verschiedene Kräuter, Mixturen und allerlei Flüssigkeiten in unterschiedlichen Farben war in Einmachgläsern verstaut. So einen Laden hatte sie noch nie zu vor gesehen, doch sofort kam der Prinzessin eines ihrer vielen Bücher in den Sinn. Oboro, so hieß jene Frau die von heute an ihr neuer Besitzer sein sollte. Doch Kaja hatte keinerlei Absichten sich versklaven zu lassen. Nach der Effekt der Betäubungsmittel langsam nach ließ, nutzte sie die erst beste Gelegenheit und rannte nach oben. Doch womit die Prinzessin überhaupt nicht rechnete, war das in mitten aus dem Nichts eine Wand aus glühenden Flammen ihr den Weg versperrte. Die Hitze des Feuers kroch ihren Körper empor, durch den Schreck fiel Kaja kurz nach hinten, setzte sich auf den Boden.

Vollkommen verängstigt, begann ihr Körper zu zittern. Oboro kam sofort zu ihr angelaufen und erklärte, was Sache war. Trotz alle dem hatte Kaja immer noch kein Wort gesprochen. Wortlos folgte sie der merkwürdigen Frau, aus Angst, dass diese ihr womöglich doch etwas antun könnte. Der kurze Stich mit der Nadel war auszuhalten. Als die Zauberin, so betitelte die Prinzessin ihre neue Bekanntschaft innerlich, ihr einen in Beerenmix gezuckertes Brot vor die Nase setzte, knurrte ihr Magen fürchterlich.

Der süßliche Geruch setzte sich in ihrer Nase fest, der frische Teig, die Hefe. Alles erinnerte sie an zu Hause weswegen Kaja nicht mehr an sich halten konnte und trotz jeglicher Vernunft in das Brot biss. So schnell konnte Oboro gar nicht gucken, da hatte ihr neuer Besitz das Brot verschlungen, was dazu führte, dass aus ihren Augen unzählige Tränen ausbrachen. "Was ist los, schmeckt es so scheußlich?", fragte Oboro woraufhin Kaja nur ihr feuerrotes Haupt schüttelte. Bei dem letzten Satz jedoch wurde Kaja wieder in die Realität geholt. Der Tränenfluss stoppte sofort und erneut brach die Angst in ihr aus. Mit den negativen Emotionen setzten sich auch ihre Kräfte frei, je mehr Kaja sich bedrängt fühlte oder gar verängstigt war, ein großes Problem was gelöst werden musste. "Du kannst mich nicht aufhalten, ich will hier nicht bleiben.. mein Freund wird sich sicher schon auf den Weg gemacht haben". Oboro blieb vollkommen ernst, was Kaja dazu veranlasste instinktiv einen Schritt nach hinten zu setzen. Von dem Körper der Prinzessin ging eine ungewöhnliche Kälte aus, was Oboro leicht frösteln ließ. Ein leises Knistern und Knacken hallte aus dem Boden nieder welcher kurzer Hand eingefroren wurde. Doch noch bevor Kaja vollkommen ausflippte, ergab sich ihr Körper der Erschöpfung hin und sie fiel kopfüber auf den Boden.

Auren
06.08.2016, 17:05
http://fs5.directupload.net/images/160513/do8hdg6n.jpg
„Krüber.“ Schoss es dem Hauptmann durch den Kopf als der Fischmensch die Rüstung beschrieb. Crim hörte sich, wie Prinz Isenhorn die ganze Geschichte an. So kamen auch Details ans Licht, die bei den Beiden komplett vorenthielten wurden. Gut Zeugen gab es wirklich nicht viele. Zum Glück war er damals mitten im geschehen dabei.
Nach der Erzählung schwieg Crim kurz. „Danke das du für uns Zeit genommen hast. Damit können wir endlich den Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen. Wir werden deinen Namen hierbei nicht erwähnen.“ Sie sah kurz zum Prinzen rüber. „Dies sollte doch machbar sein. Wenn ihr wünscht, treffe ich die Vorbereitungen für die Festnahme.“ Crim verbeugte sich dabei leicht.
„Die Verurteilung überlasse ich ganz euch.“ Der Hauptmann wandte sich zu Kiken´na.
„Danke nochmals für deine Aussage. Ich glaube damit können wir den Verlust auch überwinden.“
Jetzt hieß es auf neue Befehle des Prinzen warten. Hier wollte Crim nicht auf eigene Faust handeln, da es hier um eine empfindliche Angelegenheit handelt.

Fruwluamressaw
06.08.2016, 17:49
http://file1.npage.de/001258/64/bilder/oboroavatar.jpg Kaja hatte das Brot also gegessen. Das freute Oboro, denn sie hatte es ja selbst gebacken und bestrichen. Aber dann fing Kaja zu weinen an und Oboro fragte sie, ob ihr das Brot nicht geschmeckt hatte. Sie verneinte, offensichtlich lag es eher daran, dass sie nicht hier sein wollte. Das teilte sie Oboro auch mit. Oboro stemmte trotzig die Hände in die Hüften. "Ich hab dich doch heute erst gekauft, Laura! Da musst du dich schon ein bisschen zusammen reißen, wenn wir miteinander auskommen wollen!"

Kaja ging einen Schritt auf Abstand und dann geschah plötzlich etwas äußerst merkwürdiges. Eine unnatürliche Kälte breitete sich von ihr aus und erreichte auch Oboro. "Brrr....w-was machst du denn da? D-das ist ziemlich interessant!" Zitternd ging sie auf Kaja zu, was nur dazu führte, dass es noch kälter wurde. Dann fiel Kaja zu Boden. "Ups...?"
Oboro wischte mit der Hand über dem Boden hinweg und lies die eisige Schicht schmelzen, die Kaja verursacht hatte. "Herrje...und das mitten in der Wohnung..." Dann zog sie Kaja ächzend zu den Kissen und lies sie dort liegen. Oboro holte ein paar Räucherkerzen aus dem Laden, zündete sie an und stellte sie zu Kaja ans Bett. Außerdem kochte sie einen Kräutertee auf. Es wäre sehr schade, wenn ihr neuer Besitz direkt kaputt gehen würde.
Sie lies Kaja eine weile lang Ruhen und analysierte in der Zeit ihr Blut. Das dauerte nicht alzu lange und sie setzte sich danach zu Kaja und fertigte ein paar Amulette an, während sie auf sie aufpasste. Sie machte einen lebendigen Eindruck. Bald wachte sie wieder auf. Oboro hielt ihr den Kräutertee hin "Hier, trink ein Wenig, den habe ich für dich aufgekocht. Er ist jetzt aber nur noch lauwarm" Kaja nahm die Tasse und nippte vorsichtig daran. "Äh...du hast irgendwas von einem Freund gesagt, der dich besuchen will? Weist du Laura das ist nicht schlimm....er darf uns ruhig besuchen. Aber er muss sich dann auch benehmen! Ich mag das nicht wenn sich Jungs dumm aufführen..." Sie hoffte, damit Kaja wieder etwas beruhigt zu haben. Sonst hatte sie vielleicht direkt die nächste Pfütze in der Wohnung.

Oboro schaute eine Weile verträumt ins leere und lies Kaja in Ruhe den Tee trinken. Dann irgendwann verhärtete sich ihre Miene wieder und sie schaute Kaja ernst und besorgt an. "Laura! Mir ist wieder etwas eingefallen....dein Blut....irgendwie ist das nicht so menschlich wie es sein sollte. Bist du etwa gar kein Mensch? Ich finde, du siehst aus wie ein Mensch...." Nachdenklich schweifte ihr Blick wieder ab. "..Aber man weis ja eigentlich nie so recht, woran man ist... Einmal war ein Zwerg hier...und dann war es garkein Zwerg, sondern eine Zwergin. Oder ernährst du dich irgendwie ungesund? Du solltest dich nicht ausschließlich von Dämonenfleisch ernähren. Also, äh, falls es so ist, dann musst du dich jetzt davon abgewöhnen. Sowas gibt es bei mir eh nicht....igitt...."

Constantine
06.08.2016, 18:54
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Kaja wachte nach einiger Zeit wieder auf. Ihr Kopf brummte unangenehm. Nur schwerfällig öffneten sich ihre Augenlider. Ein enttäuschter Blick war ihr anzusehen, als sie bemerkte immer noch in diesem Keller zu sein. Oboro brachte der aufgewühlten Prinzessin einen lauwarmen Kräutertee. Der frische Duft ließ in ihr ein vertrautes Gefühl von Heimat aufkommen, jedoch strich Kaja den Gedanken wieder aus ihrem Kopf. Diese Frau war merkwürdig, ganz so als wäre sie abwesend und anwesend zu gleich.

Offensichtlich gab es kein Entkommen aus diesem Loch. Kaja musste so lange ausharren, bis Krüber vorbeikommen würde, wenn er denn kommen würde um sie zu retten. Mit festem Blick schaute die Prinzessin zu der Hexe hinauf. Sie musste also so lange es ging mit ihr ausharren. Wie gut, dass man ihr von frühster Kindheit an gutes Benehmen beigebracht hatte. So änderte sich ihr Gemütszustand auch gleich. Kaja neigte ihren Oberkörper leicht nach vorne. "Ich danke euch für den Tee.. dieser war.. sehr anregend in seinem Geschmack und in seinen Duft". Vorsichtig richtete sie ihren Körper wieder auf. Darauf achtend nicht gleich wieder in Ohnmacht zu fallen. Oboro hatte etwas interessantes von sich gegeben. "Mein Blut?", wiederholte Kaja nachdenklich. Etwas zögerlich dann doch von der Neugierde gepackt, schritt die Prinzessin auf Oboro zu um einen Blick auf das kleine, gläserne Behältnis zu schauen dass ihre rubinrote Flüssigkeit beherbergte. "Dämonen existieren doch gar nicht, dass sind nur Geschichten und ich ernähre mich ausgewogen". "Zu Hofe habe ich täglich fünf verschiedene Mahlzeiten zu mir nehmen dürfen". "Was ist so besonders an meinem Blut?". Kajas azurblaue Augen bohrten sich tief in die von Oboro, als würde man in die Tiefen des Ozean's blicken.

Fruwluamressaw
06.08.2016, 19:41
http://file1.npage.de/001258/64/bilder/oboroavatar.jpg Offenbar ging es Kaja schon wieder deutlich besser, denn nun sprach sie zur Abwechslung und zu Oboros Glück auch ein bisschen mehr. „Ohje! Denkst du wirklich, dass es Dämonen nur in Geschichten gibt? Das ist genau das, was sie wollen! Sie fühlen, dass du sie nicht erwartest und ZACK! Dann vergiften sie deinen Verstand! Ganz langsam, dass du es nicht merkst. Sie sind sehr böse, Laura…“ Sie senkte die Augen und wirkte für einen kurzen Moment traurig und nachdenklich. Dann schaute sie Kaja wieder an und sagte, wieder zuversichtlicher: „Aber über die musst du dir keine Sorgen machen! Zumindest solange du bei mir bist. Auf Dämonen bin ich stets vorbereitet. Was das angeht findest du in der Stadt bestimmt keinen sichereren Ort. Manche Kunden kommen nur zu mir, weil sie Schutz vor Dämonen kaufen wollen, weist du?“ Kaja sah nicht wirklich danach aus, als würde sie Oboro glauben.

Dann fragte Kaja sie, was so besonders an ihrem Blut sei und offenbar war ihre Neugierde hier voll und ganz geweckt, was Oboro ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Kaja schaute ihr intensiv in die Augen, als wollte sie die Antwort gar durch ihren Blick selbst erhaschen. Oboro erwiderte den Blick und er verlor sich schnell in die strahlend blauen Augen. Wellen schlugen gegen hohe Berge, im Takt wie eine Trommel, öffneten Tore in Dimensionen, weit über dem Vorstellbaren. Beobachtend, Wachend, nicht sichtbar aber allgegenwärtig. Dann blinzelte sie, ihr Blick fokussierte sich wieder und sie flüsterte: "Das Blut der Menschen… ist jung... Es unterscheidet sich vom Blut der alten Völker. Aber du bist keine Elfe. Das Mana fließt durch dein Blut, als hätte es seinen eigenen inneren Kreislauf. Meine Gedanken wanderten zu alten Sagen von Wyrmen und Erzdämonen, aber sobald ich von deinem Blut kostete…“ Sie ließ einen Tropfen aus dem kleinen Fläschen auf ihren Finger tropfen und streichte dann damit über Kajas Lippen. „…schmeckte es doch nur nach dem Blut einer jungen Menschendame.“

Kinggek
06.08.2016, 19:51
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Der Hauptmann war erleichter das er etwas neues Erfahren hatte, doch zugleich besorgte ihn diese Neuigkeit auch wieder. "Sklavenhändler?" fragte er etwas irritiert. Ein leises nicken diente als Antwort. Auf Befehl der Ältesten sammelten sich ein Handvoll überaus begabte Krieger und sollten dem Hauptmann helfen, sowie der Hauptmann ihnen helfen sollte. Ilja brachte man in eine Hütte, das sie nicht ganz so fit war wie sie es von sich gab.
"Sie wir vorerst hier bleiben bis ihr wieder zurück seid," versicherte ihm die Älteste. Krüber nickte zustimmend und prägte sich anschließend die Gesichter der Walküren ein die ihn begleiteten. "Hat jemand schon eine Spur?" fragte er in die Runde. Eine blonde große Kriegsgöttin meldete sich und sprach mit einer Stimme die nicht im geringsten ihrer Statur entsprach. Eine helle jedoch sanfte Stimme erklärte wie sie ein paar der Banditen dabei erwischt hatte, als sie ihre Spuren verwischten. Krüber nickte und fragte auch gleich nach dem Weg.

Die Gruppe bewegte sich im Schatten der Dunkelheit und mied jeglichen Kontakt mit allen anderen Wesen auf ihrem Weg. Als sie an der besagten stelle ankamen, suchten sie alle gemeinsam nach den Spuren. Eine andere Walküre hatte die Gesuchte Spur gefunden und alle folgten ihr dicht auf den Fersen bis zum nächsten Dorf. Das Dorf glich eher einem Lager, doch bei den ersten Bewohnern die sich durch die Gassen schlenderten wunderte es den Hauptmann nicht. Söldner, Banditen, Räuber und jeglicher anderer Abschaum trieb sich in diesem kleinen Dorf herum. Auch wenn die Straßen leer wirkten, war dennoch leben in ihnen und ein bestimmter Ort im Dorf war gefüllt von der Masse. Hier konnte Krüber mehr als nur das Gesindel ausfindig machen welches hier wohnte. Hohe Adelsmänner, fähige Krieger und Wanderer sowie Abgesandte verschiedener Reiche konnte man erblicken und Krüber hatte schon die erste Vorahnung was sich in Mitten der Masse befinden sollte. Auch die Walküren die ihn begleitet hatten spuckten als sie die Masse betrachteten. Krüber tauschte in paar Blicke mit ihnen aus und beschloss sich ihre Aufgaben entsprechend auszuteilen.

Jahre lang diente er dem König als Hauptmann der Garde, doch diese Kriegerinnen waren keine Gardisten. Ihre Handlungen sowie Gedanken waren unberechenbar und außerdem wusste Krüber, dass er ihnen nichts befehligen konnte. Also tauschten sie einfach ein paar Gedanken miteinander aus und suchten nach einem Weg, wie sie die Gefangen befreien konnten und wer für diese Veranstaltung zur Rechenschaft gezogen werden sollte. "Isenhorn hätte sie wohl alle töten lassen," dachte sich der Hauptmann als er die ersten Schritte ihres Planes umsetzten wollten. Etwas Abseits des Geschehens nutzte die Gruppe die Ablenkung die der Veranstalter ihnen mit seiner neuen Auktion vorbereitete. Einen raunen ging durch das Gesindel und alle Blicke waren auf die große Plattform gerichtet. Krüber gab ein paar Handzeichen an die Walküren, die sich alle um den Platz aufgeteilt hatten und lautlos wurden die ersten Wachen die Postiert waren ausgeschaltet. Auch der Hauptmann schlich sich erst einem Bogenschützen auf einem Vordach von hinten an und schob ihm die Klinge leise durch den Rücken in das Herz. Ehe dieser umfiel fing er ihn auf und schliff ihn bis ans andere Ende. Dort stieß er die Leich einfach in die dunkle Gasse hinab in der es Weit und Breit keine Menschenseele zu sehen gab. Nach seinem Abstieg vom Vorsprung musste er die nächste Wache nur noch beim Fallen festhalten, damit diese keinen Geräusch von sich gab. Ein Pfeil ragte durch den Hals hindurch und Krüber bedankte sich bei der dunkelhäutigen Walküre am anderen Ende des Platzes die Kaum in der Dunkelheit zu erkennen war. Langsam wurde es ruhig und es waren nur die ersten Gebote zu hören die abgegeben wurden. Krüber versuchte seinen voreiligen Zorn zu unterdrücken die sich in ihm Aufbaute um den Einsatz nicht zu riskieren. Nach der Bestätigung durch die anderen Walküren, deren Gefühle sich von seinem wohl nicht unterschieden, waren sie Bereit für das Chaos das sie verursachen wollten. Die ersten Bestätigung zur Bereitschaft waren per Handzeichen gegeben und auch der Hauptmann wollte seine Hand zu einer Faust als Bestätigung in die Luft heben, doch noch ehe er die Hand zur Faust geballt hatte und sie langsam anhob hielt er in seiner Aktion inne.

Eine in völliger Dunkelheit gekleidete Frau näherte sich der Plattform. Mit bestimmten schritten und ausprägender Autorität schob sie sich durch die Masse und fegte die zwei Wachen wie lästigen Fliegen von ihrem Platz als sie sich ihr in den Weg stellten. Ihr Ziel war der Verkäufer und Krüber musste kurz durchatmen als er die Person auf Anhieb erkannte. "Sie kann uns ummöglich gefolgt sein," fluchte Krüber vor sich hin. Noch immer warteten die anderen Walküren auf sein Zeichen, doch der Hauptmann blieb wie verstarrt in seiner Haltung. Die Gedanken kreisten um seinen Verstand und erst das laute röcheln des nach Luft schnappendem Verkäufers riss ihn wieder zurück in die Realität. Schnell wandte sich Krüber um und riss dem toten Wächter den er in eine Ecke versteckt hatte das Halstuch ab. Geschickt verhüllt er sich damit sein Gesicht, so dass man nur noch seine Augen erkennen konnte. Anschließend streckt er seine geballte Faust nach oben und ein einheitlicher ohrenbetäubender Kampfschrei er Walküren brachte die Luft in der Umgebung zu vibrieren. Die Menschen waren erstarrt und für wenige Sekunden war keiner von ihnen in der Lage auch nur mit der Wimper zu zucken. Krüber nutzte diese Gelegenheit und stieß sich durch die Ränge hindurch bis zur Plattform. Dank seiner Geschwindigkeit schaffte er es gerade noch rechtzeitig Fenia zu stoßen und dem Verkäufer vor dem Tod zu bewahren. Mit einer verstellten Stimmlage und durch die Dämpfung seiner Stimme durch das Tuch vor seinem Mund sprach er zu Fenia. "Du kannst mit ihm anstellen was du möchtest, doch zuerst muss er mir noch ein paar Fragen beantworten." Auch wenn der Hauptmann die aufflammende Wut in den Augen der Hochinquisatorin erkannte, musste er dafür sorgen das der Verkäufer ihm den Ort der gefangen mitteilen würde. Denn die Zeit für eine weitere Suche würde wohl nicht reichen. Wenn Fenia sie wirklich aufgespürt hatte, dann wäre die ganze Flucht umsonst gewesen.

Krüber zögerte nicht lange und setzte seine Klinge an den Hals des Verkäufers, "Wo sind sie?" brüllte er ihn an und verlangte so schnell wie möglich nach dem Aufenthaltsort der Gefangen. Er drückte die Klinge etwas in das Fleisch des Mannes und setzte mit einem noch bedrohlicherem Ton nach. Seine Geduld war zu Ende, als er die bedrückende Aura hinter seinem Rücken spürte die von Fenia ausging. Der Kampfeslärm um sich herum ebbte ab einzig die Worte des Mannes vor ihm und jegliches Geräusch hinter seinem Rücken hatten seine volle Aufmerksamkeit. Die Augen des Mannes kreisten wild umher und blieben anschließend an einem der Gebäude in der nähe stehen. Starr richtete er seinen Blick danach und Krüber versuchte seinen Blicken zu folgen.

Ironhide
06.08.2016, 20:16
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Bei der Erwähnung seiner Schwester zuckte er innerlich kurz zusammen, aber leider gab es da nichts neues, nicht das was er schon irgendwie wusste oder geahnt hatte. Der Fremde bestätigte es eigentlich nur noch. Er bestätigte ebenso, wer die Verantwortung an dem ganzen trug. Das war gut, sehr gut. Endlich hatte Isenhorn etwas in der Hand, um den Sohn der Winstons zu überführen.
„Einen Moment noch, Hauptmann.“ Isenhorn wollte nicht, das Crim sofort verschwand. Diese Angelegenheit wollt er selbst in die Hand nehmen.
„Zuerst einmal möchte ich euch danken, das ihr so beherzt eingegriffen habt. Solche Personen wie euch gibt es viel zu selten.“ Aber noch war der Prinz nicht bereit, seinen Gast gehen zu lassen. „Nun, ich mache es kurz. Ich mochte, das ihr mich und meine Männer begleitet, um diejenigen zu identifizieren, die ihr gesehen habt. Wir wissen wo sie sind, aber konnten es ihnen bisher noch nicht eindeutig nachweisen. So kann ich dafür sorgen, das sie der Gerechten Strafe nicht entgehen.“ Kiken sah den prinzen an, sagte aber nicht sofort etwas.
„Ihr müsst das nicht sofort entscheiden, aber ich bitte euch, solltet ihr uns nicht begleitet, euch doch noch mindestens weiter zur Verfügung zu halten, damit ihr eure Aussage dem hohen Gericht gegenüber machen könnt. Solange biete ich euch meine Gastfreundschaft an. Ihr könnt ihr nächtigen und an meinem Tisch essen, mindesten bis diese Sache endlich aus der Welt ist. Was sagt ihr?“ Der Aquarianer überlegte, das war deutlich zu sehen. Prinz Isenhorn nutze das, um sich an seine Frau Hauptmann zu wenden.

„Macht eine Eskorte von dreißig Mann bereit und schickt einen Boten zur Kirche. Sie sollen uns ebenfalls eine berittene Einheit schicken. Kein Fussvolk, wir wollen schnell sein. In einer Stunde möchte ich aufbrechen.“ Isenhonr wusste, womit er zu rechnen hatte. Die Inquisition würde ihm gute Ordensritter senden, mindestens einen Hochinquisitor und Kleriker, die Hauseigenen, kampferprobten Magier der Kirche. Isenhorn hatte vor, dort, wenn nötig, auf zu räumen und keinen Stein auf dem anderen zu lassen, sollte Lord Winston seinen Sohn weiterhin verstecken.

Auren
06.08.2016, 20:48
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„War ja wohl klar, dass er die Dinge selber regeln möchte.“ Der Gedanke ging ihr durch den Kopf als sie seine Befehle hörte.
„Verstanden. Ich lasse die Männer im Hofe antreten und euer Pferd lasse ich auch gleich satteln. Wenn ihr mich nun entschuldigt, auf mich wartet viel Arbeit.“
Damit ließ Crim die beiden Männer allein. Im Korridor traf sie auf einen jungen Mann. Nach ihrem Urteil war dieser sehr zuverlässig. Deswegen packte sie an seinen Arm. „Nicht so schnell. Ich hab eine andere Aufgabe für dich. Reite so schnell wie du kannst zur Kirche. Sage den Priestern sie sollen eine berittene Einheit zum Palast schicken und wenn sie fragen, warum, sag ihnen nur den Namen Kaja, mehr nicht.“ Damit schubste sie ihn in die richtige Richtung.
Punkt eins wäre auch damit erledigt. Nummer zwei war der einfache. Sie ging dafür zur Kaserne rüber. Dort traf sie auf drei Unteroffiziere. „Sattelt eure Männer. Ich will in einer halben Stunde 30 Mann auf Pferden im Hofe sehen. Die Hälfte davon sollten Speerträger sein. Fünf Bogenschützen und der Rest wie gehabt. Beeilung, der Prinz wartet nicht gerne.“
Sofort legten die drei los. Sie riefen ihre Einheit zusammen, bestimmten die Waffen und Ausrüstung. Das die drei erst vor kurzem befördert wurden, sah man denen an. Crim vertraute auf deren Fähigkeiten. Der Hauptmann der Palastwache beförderte selten seine Soldaten und dann noch die Falschen. Gut das er nun nichts mehr zu sagen hatte.
Wie befohlen versammelten sich die Männer im Hofe. Ihre Aufstellung war beinah perfekt. Es fehlte den Unteroffizieren an Erfahrung. Deswegen sagte der Hauptmann nichts dazu. Der Prinz würde die Männer heute noch an deren Grenzen bringen, dessen war sie sich bewusst.
„Belagerungswaffen wäre hier wohl auch angebracht, aber das soll der Prinz entscheiden.“
„Sehr gut, ihr wart diesmal sehr schnell fertig geworden mit der Aufstellung. Enttäuscht bitte nicht den Prinzen. Ihr seid fähige Soldaten. Soldaten die sich geschworen haben den Königshaus, das Parlament und das Gesetzt zu schützen. Heute ist ein Tag wo ihr genau diese Pflicht zu erfüllen habt. Prinz Isenhorn wird mich euch reiten und ihr werdet ihm zum Sieg verhelfen.“ Eine Rede wollte Crim eigentlich nicht halten, aber irgendwie passte die Gelegenheit dazu. Die Männer jubelten. Endlich gab es mal richtige Aufgaben und nicht nur ständig Wache schieben oder auf Bereitschaft sein.

Constantine
06.08.2016, 21:07
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Kaja hörte aufmerksam zu, dabei betrachteten ihre strahlenden Augen jene rubinrote Flüssigkeit mit einer leichten Skepsis. "Wyrmen und Erzdämonen", waren ihre Gedanken für den Moment, ehe ihr Blick wieder auf Oboro haftete. "Ich kenne mich mit den alten Sagen nicht so gut aus, die einzigen Geschichten über die alten Völker die ich kenne, sind die der heiligen Drachen, die mir mein Vater immer zur späten Abendstunde vorlas, wenn mich die Albträume und Geister nachts heimsuchten". Kurz konnte man ein kurzes Flimmern erhaschen. Den selben Ausdruck hatte Kaja, wenn sie an ihre Eltern dachte. Schnell verbannte sie diesen fürchterlichen Gedanken aus ihrem Kopf. "Das klingt als währt ihr kein Mensch Oboro.. und eine Elfe bin ich auch nicht, dazu habe ich nicht den perfekten Körperbau oder gar die Geschicklichkeit mit Waffen umzugehen", erklärte Kaja, wirkte dabei stark niedergeschlagen. "Ich vergaß mich bei euch vorzustellen", Kaja vollführte einen leichten Knicks und zog mit ihren Händen an den Saumen ihres verschmutzten Kleides, verneigte dabei ihren Oberkörper. "Mein Name lautet Kaja von Willenstein". "Erzählt mir bitte mehr von den Geschichten der alten Völker". Ein unheilvolles Grummeln meldete sich aus ihrem Magen. Offenbar war das bestrichene Brot nicht genug.

Fruwluamressaw
07.08.2016, 00:18
http://file1.npage.de/001258/64/bilder/oboroavatar.jpg „Sehr erfreut! Von Willenstein? Das ist ja lustig! Das klingt ein wenig wie diese Adelstitel, die manche Menschen tragen. Mit dem Namen hättest du bestimmt gut Eindruck schinden können. Eigentlich schade, dass du nur eine Sklavin geworden bist. Aber Kaja ist auch ein schöner Name. Ich hatte mich zwar schon damit angefreundet, dich Laura zu nennen, aber nagut!“ Sie grinste. „Und nein, ein Mensch bin ich wirklich nicht. Schau!“ Ihre Augen begannen aufzuleuchten und plötzlich schossen neun brennende Schwänze oberhalb ihres Pos hervor. So schnell wie das passierte war es auch wieder vorbei. Kaja staunte nicht schlecht. „Gefällt dir das? Ich bin eine Kitsune. Von uns gibt es aber nicht so viele, wie von euch Menschen. Ehrlich gesagt…kenne ich keine andere Kitsune. Aber meine Eltern gehörten vermutlich auch zu dieser Rasse.“

Das laute Grummeln aus Kajas Magengegend war Oboro nicht entgangen. „Wenn du Hunger hast, müssen wir erst etwas kochen. Wenn du möchtest, erzähle ich dir beim Kochen eine Geschichte.“ Kaja nickte eifrig und sie räumten zusammen den Tisch ein wenig frei. Dann holte Oboro einige Kartoffeln, eine Sellerieknolle, zwei Karotten, sowie diverse Kräuter und Blumen aus der Kiste und knallte sie vor Kaja auf den Tisch. „Das müssen wir jetzt schälen! Und dann in Würfel hacken!“ stellte Oboro fest. Nach einer kurzen Pause, in der nichts Geschah, fragte Kaja: „Wir werden vermutlich noch Messer und einen Topf brauchen oder?“ Oboro schaute sie verdutzt an. „Oh. Ja, da hast du recht.“ Darauf holte sie noch Messer und Topf und die Beiden konnten anfangen. „Gut, dann möchte ich dir nun die Geschichte von Esmear erzählen:
Einst war die Göttin Asrevinu. Seit Anbeginn der Zeiten, lebte sie im dunklen Raum der Unendlichkeit. Sie war gleichsam die Gattin von Haclim, dem weißen Dimensionsdraken, der mit langen Bahnen weit im Raum der Unendlichkeit herumwanderte. Asrevinu erschaffte die Sterne. Sie platzierte sie überall, immer und immer wieder. Die Sterne leuchteten eine lange Zeit, viel länger als man es sich heute vorstellen kann, und irgendwann verloren sie stets ihr Licht und verschlangen sich selbst, bis sie wieder nichts als Dunkelheit im Raum der Unendlichkeit waren. Asrevinu erschaffte daher immer wieder neue Sterne. Haclim sortierte die Sterne, denn er liebte die Kunst fast, wie er Asrevinu liebte. Dadurch erstellte er immer neue Muster und Kunstwerke. Einmal war das Kunstwerk so schön, dass Asrevinu vollauf begeistert war und sich noch auf der Stelle mit Haclim vereinte. Daraufhin wurde Esmear geboren, ein mächtiger Wyrm. Aber auch wenn er mächtig war, so konnte er nicht im Raum der Unendlichkeit wohnen, so wie seine Eltern es taten. Er erschaffte einen Klumpen aus Materie, der kein Stern war. Denn die Sterne verbrannten seine Schuppen und er fürchtete sich vor ihrer Nähe. Damit er dort nicht alleine war, erschaffte ihm sein Vater Kreaturen, die Esmear ähnlich waren. Seine Mutter aber wünschte sich mehr Vielfalt. Daher formte sie den Klumpen, erschaffte Wälder und Berge, Wiesen und Meere. Die weiten Meeren bevölkerte sie mit Kreaturen, die den Wyrmen sehr unterschiedlich waren. Sie schwammen und krochen, während Esmear und seine Wyrmen durch die Luft flogen und stolz auf der Erde spazierten. So hatten alle ihre Heimat und konnten doch miteinander auskommen. Die Wesen, die im Meer hausten, nannte sie die Monen. Doch die Monen wurden mit den Jahren immer verbitteter. Sie fühlten sich von den Wyrmen verhöhnt, die über ihnen Flogen. Sie waren davon überzeugt, dass sich die Wyrmen für etwas Besseres hielten. Daher begannen sie aus dem Meer zu kriechen, sie wollten jetzt auch auf dem Land leben und aufrecht gehen. Das verärgerte die Wyrmen und Esmear führte sie in den Krieg gegen die Monen. Seine Eltern waren enttäuscht, dass Esmear nicht nach einer friedlichen Lösung strebte und wandten sich von ihrem Kind ab. Als sie allerdings eine Tochter gebaren, welche Asrevinu sehr ähnlich war, baten sie diese, ein Auge auf den Planeten zu werfen und, sollte dies einmal notwendig sein, einzugreifen. In einem langen anherrschenden Krieg starben fast alle der Monen und der Wyrmen, bis eines Tages Esmear dem großen Anführer der Monen gegenüberstand. Diese zwei Giganten bekämpften sich viele Tage und Nächte lang, bis sie beide erschöpft zu Boden sanken und starben. Ihr Blut benetzte fast den gesamten Planeten und drang tief in die Erde und in das Wasser hinein. Doch in diesem Blut steckte immer noch eine unglaubliche Menge Mana, denn es stammte ja aus Kreaturen, die von Haclim und Asrevinu selbst erschaffen wurden. Aus dem Blut der Monen entstanden geisterhafte Lebewesen, wie Waldgeister, Kitsune aber auch Dämonen. Die Dämonen waren es, die den Hass und die Boshaftigkeit dessen verkörperte, was der Neid aus den Monen gemacht hatte. Die schlimmsten unter ihnen, die Erzdämonen, vergiften noch heute die Welt. Aber aus dem Verborgenen, denn schnell gingen sie dazu über, andere ihre bösen Werke vollenden zu lassen. Aus dem Blut der Wyrmen entstanden edle Kreaturen wie die ersten Elfen, Aquaner, Zentauren. Die stolzesten Kreaturen, die den alten Wyrmen am nähesten kamen, waren die Drachen. Die ersten Völker waren, von den Dämonen abgesehen, alle sehr im Einklang mit der Natur. Mit der Zeit wurden aber auch neugierigere Geschöpfe aus dem Planeten geboren, die sich nach mehr Unabhängigkeit sehnten. Zum Beispiel die Zwerge. Auch auf die Menschen trifft dies zu, aber sie kamen erst viele Jahre später, als die Welt schon alt und überwuchert mit vielen weiteren Legenden war. Und…“ Sie hielt ein, da vom Laden Oben eine Männerstimme rufte. „Ist hier noch offen? Haaallooo.“ „Das ist bestimmt ein Kunde.“ Sie brachte mit ihrer Feuermagie das Wasser im Topf zum Kochen. „Du kannst die Kartoffelsuppe weiter kochen, ich bin gleich wieder da“.

Oboro verschwand in ihren Laden und musste den verzweifelten Kunden erst einmal beruhigen. Der war der festen Überzeugung, seine Familie wurde von Unglücksgeistern heimgesucht. Oboro verkaufte ihm eine Art Holztotem. „Du musst es vor die Haustüre stellen. Wenn es nach ein paar Nächten nicht besser wird, musst du unbedingt noch einmal zu mir kommen! Verbrenne das Totem außerdem auf gar keinen Fall! Der Rauch wäre dann sehr giftig.“ Nachdem der Handel abgewickelt war, schlenderte sie summend wieder die Treppe hinunter. „Oh das riecht aber gut. Was kochst du uns denn schönes Kaja?“ Irritiert antwortete Kaja: „Na, die Kartoffelsuppe. Wollt ihr nicht die Geschichte weitererzählen?“ „Die Geschichte? Achja, hm….äh…“ Sie dachte darüber nach. „Tut mir leid, da will mir gerade nichts mehr einfallen. Lass uns erstmal die Suppe essen, ja?“ Sie lächelte freundlich. Oboro war wirklich froh darüber, dass sich Kaja jetzt mit ihr so gut unterhalten konnte. Ich denke, ich habe da eine entzückende Sklavin ausgesucht! Ob ich ihr auch etwas Zauberkunst beibringen sollte? Es wäre ja nicht schlecht, wenn man eine Vertretung hätte, falls man mal Verreisen mag. Sie saßen sich zusammen an den Tisch und aßen.

Constantine
07.08.2016, 20:13
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Oboro wirkte vollkommen abwesend dann wiederum auch nicht. So richtig konnte Kaja ihr Gegenüber überhaupt noch nicht einschätzen, dabei hätte sie das als zukünftige Königin tun müssen. Die Lage richtig einschätzen, um bei schwierigen Fällen Entscheidungen zu treffen. Nach dem das Essen fertig geschnitten war und in einem Kochtopf zubereitet wurde, verstrichen weitere Minuten ehe es genießbar war. Der köstliche Duft von verschiedenen Kräutern lag in der Luft was dazu führte, dass ihr Magen erneut grummelte. Ein wenig beschämt wirkend, versuchte Kaja ihr Hungergefühl zu unterdrücken. Doch es half alles nichts. Obwohl Oboro von ihrem Namen erfuhr, konnte sie offenbar nichts damit anfangen. Auch wirkte die Kitsune nicht hinterhältig oder bösartig. Zwar ein wenig beängstigend... aber zutraulich.

Es war vielleicht ein naiver Gedanke von der Prinzessin doch ihr Bauchgefühl sagte ihr, dass man ihrem Gegenüber etwas anvertrauen würde, was sie nicht sofort ausplaudern wurde. Nach dem der letzte Bissen verputzt wurde, nahm Kaja das Geschirr entgegen, um es von den überflüssigen Essensresten zu befreien. Sie wollte keinen Streit, keine Unruhe, keinen Ärger. "Ihr kennt euch in der Welt der Menschen nicht besonders aus.. oder?", fragte die Prinzessin mit einem gewissen Abstand woraufhin Oboro verträumt wirkend zu ihr nach oben schaute. Während sie das Geschirr abspülte, begann Kaja zu in beruhigendem Ton zu erzählen. "Bevor ich von diesen Männern verkauft wurde, war.. ich eine Adlige und führte ein wohl behütetes Leben". "Mein Vater... der König... und mein Bruder.. der Kronprinz haben mir alle erdenklichen Wünsche erfüllt, es fehlte mir an nichts". Oboro konnte eine Spur von Freude und Traurigkeit zu gleich erkennen. "Während der königlichen Krönungsfeier", Kaja erzählte bewusst nicht, dass sie die eigentliche Thronerbin war, "geschah ein Attentat auf meine Familie... wobei man Vater vor meinen Augen verstarb". Kaja hielt in ihrer Arbeit Inne, vereinzelnde Tränen flossen ihre Wangen hinab, den Verlust ihres geliebten Königs hatte sie bis jetzt nach wie vor nicht verkraften können.

"Dann ging alles furchtbar schief.. ich habe einen Fehler.. einen wirklich dummen Fehler begangen". "Mein Hauptmann.. der treuste Gefährte von allen und ein guter Freund von mir.. floh mit mir aus dem Königreich, ich bin ihm nicht wirklich böse, dass wir seit her auf der Flucht sind.. im Gegenteil, ich bin ihm dankbar". "Dankbar, dass ich eine so spannende Reise antreten durfte und dankbar, dass er trotz allem was passiert ist an meiner Seite steht". Oboro lauschte ihren Worten interessiert und verlor sich in ihrer klaren Stimme fast wie in der Tiefe des Meeres. "Warum erzählst du mir das?", erwiderte Oboro nach einer Weile. Prinzessin Kaja drehte ihr feuerrotes Haupt zu der Kitsune. Schaute ihr mit ihren azurblauen Augen in Oboros Gesicht, lächelte freundlich. "Weil ich glaube, dass du keinen schlechten Charakter hast, du hast bestimmt eine Menge durchmachen müssen.. so wie ich, das kann ich an deinem Blick spüren den du manchmal aufsetzt", erklärte Kaja. Langsam setzte die Prinzessin einen Schritt auf die Kitsune zu und strich mit ihren zarten Finger durch das flauschige Haar. Oboro wirkte kurz wie angewurzelt, schien die kleine Kaja auf einmal eine ganz andere Person zu sein, aus uralter Zeit. "Die Geschichte war im übrigen sehr interessant". Die Prinzessin setzte sich wieder auf den Hocker. "Ich kenne sie ein wenig anders, hast du schon mal etwas von Mutter Gaia und ihren heiligen Drachen gehört?".

Rosered_Strauss
07.08.2016, 21:39
http://abload.de/img/fenia27cki8.pngFenia sah den Verkäufer immer noch unverwandt an, während sie den Mann mit der Klinge beinahe ignorierte. Der Zorn loderte wild und heiss in ihr, brachte sie dazu, in ihrer Aufmerksamkeit nachzulassen. Sie hatte noch nicht einmal Augen für ihre Umgebung, sah nur das Ziel ihres Hasses. Beinahe hätte sie den Neuankömmling gepackt und wie eine Stoffpuppe beiseite geschleudert, hatte er es doch gewagt, sich zwischen sie und dieses Stück Aas zu stellen. Sie atmete tief ein und drängte den Zorn so gut es ging zurück. Sie löschte die Flammen jedoch nicht, sah sich dazu auch nicht in der Lage, wollte sie sich diese doch für einen geeigneten Moment bewahren. Für einen Moment, in dem sie ihren Zorn als Waffe gebrauchen konnte. Als ihr Blick wieder klarer geworden war, schaffte sie es, sich auf ihre unmittelbare Umgebung zu fokussieren. Der Verkäufer war immer noch zusammengesunken am Boden, das Schwert des Fremden an der Kehle. Irgend etwas an ihm schien ihr vertraut vorzukommen... doch es war sicherlich nur eine Sinnestäuschung. Vielleicht erinnerte der Kerl sie an einen Untergebenen oder an einen Bekannten, mehr nicht.

Die Befragung schien jedoch nicht allzu gut zu laufen. Der Mann wusste, dass er sich nicht mehr retten konnte, und schien so seinen letzten Mut zusammen genommen zu haben. Er schielte noch einmal zu einem Haus hinüber, sagte aber nichts. Ihr selbst wäre eine solche Aussage nur ungenügend. Der Fragesteller empfand ebenso. "Wo sind sie, habe ich gefragt?" brüllte er erneut und stach sachte zu, sodass ein wenig Blut floss. Er sucht wohl jemanden. dachte sie sich, während sich ein schwerer Klumpen in ihrem Magen bildete. Konnte es sein, dass dieser Mann Familie an diese Widerlinge verloren hatte? Oder Bekannte, Freunde, Frau und Kinder? Letzten Endes war es gleich, der Schmerz war da. Und sie selbst spürte, wie ihr Zorn wieder angefacht wurde. Sie hatte nicht gedacht, dass sie in ihrer Tätigkeit jemals wieder Mitleid verspüren würde, doch dieser Mann tat ihr leid, sah sie doch die Parallelen zu ihrer eigenen Kindheit. Sie setzte sich in Bewegung, was ihn dazu brachte, nervös zu ihr hinüber zu sehen und ihr etwas warnenendes entgegen zu werfen. Sie achtete nicht darauf. "Zeige mit diesem Spielzeug anderswo hin, wenn du nicht willst, dass ich es dir wegnehme. So bekommst du im Übrigen nichts aus ihm heraus."

Er liess es zu, dass sie sich erneut zu dem Auktionär begab. Sie positionierte sich hinter ihm, legte ihm eine Hand auf die Schulter. "Er hat dich etwas gefragt." Sie begann, den Griff etwas stärker zudrücken zu lassen. "Es ist eine berechtigte Frage." fuhr sie fort, während sie noch etwas mehr Kraft aufwandte. Der Verkäufer verzog nun das Gesicht. Schwächling. dachte sie angewiedert. "Eine solche Frage verdient eine Antwort." Er keuchte nun auf, als der Griff noch stärker wurde. "Eine ehrliche Antwort zudem." Ein Wimmern entrang sich seiner Kehle, als sie den Druck erhöhte. Sie beugte sich etwas hinab, liess es zu, dass ihre blutroten Augen sich in die seinen bohrten. "Du wirst sie beantworten, denn je länger du schweigst, desto schlimmer wird es." Ein leichtes Schluchzen entrang sich seiner Kehle, als sie nun fest zudrückte. "Jeder Mann hat eine Grenze, an der er bricht. Du wirst reden. Denn wenn es eines gibt, in dem ich wirklich gut bin..." meinte sie, ehe sie mit aller Kraft zudrückte. Ihre Finger gruben sich in sein Fleisch, bis sie an seinem Knochen ankamen. Er schrie erstickt auf, wandt sich, versuchte, von ihr fort zu kommen, doch die Hohe Inquisitorin hielt ihn mit stählernem Griff fest, sodass ihn jede Bewegung nur noch mehr schmerzte. Blut rann über ihren Handschuh in seine Gewänder, als sie ihm mit ihrer anderen Hand mit purer Kraft den Mund zustimmte, um seine Schreie abklingen zu lassen. "Dieser Mann wird dir jetzt noch einmal eine Frage stellen, und du wirst sie beantworten. Wahrheitsgemäß. Denn je länger du zum Antworten brauchst, desto mehr Zeit bleibt mir, dir jede einzelne Sekunde zur Hölle zu machen." Sie lockerte ihren Griff etwas, sodass der Mann schwach nicken konnte. Sie nahm ihre Hand wieder von seinem Mund und sah zu dem Vermummten Mann hinauf. "Frage ihn noch einmal. Ich bringe ihn schon zum reden." Ein Lächeln, dass Wasser hätte gefrieren lassen können, schlich sich für einen Herzschlag auf ihre Züge. "Denn Männer wie ihn verachte ich mehr als alles andere."

Fruwluamressaw
07.08.2016, 21:42
http://file1.npage.de/001258/64/bilder/oboroavatar.jpg Oboro hörte sich geduldig an, was Kaja zu erzählen hatte. Sie hatte also nicht nur einen adelig klingenden Namen, sondern war tatsächlich aus adeligem Hause. Für Oboro hatte das wenig Bedeutung. Sie hielt nicht viel von der Art mancher Völker, sich in Hierarchien unterzuordnen, aber sie hatte auch kein Recht in solche Traditionen einzugreifen. Kaja war nun also auch erst seit kurzem eine Sklavin geworden. Es war daher umso schöner zu sehen, wie schnell Kaja sich bei Oboro einlebte. Sie ging sogar soweit, ihr durchs Haar zu streicheln, als hätten die beiden für einen kurzen Moment die Rollen vertauscht. Das irritierte Oboro, sodass sie erst nicht wusste, wie sie darauf reagieren sollte, aber dann freute sie sich und lächelte.

Kaja erwähnte etwas von Mutter Gaia und den heiligen Drachen. Oboro spielte nachdenklich an ihrer Unterlippe. „Hm…ja, davon habe ich gehört. Ich habe eine Kundin, die sehr an diesen Geschichten hängt. Sie spricht dann immer von einer Prophezeiung, dass eines Tages Menschen erscheinen werden, die die Reinkarnation von mächtigen Elementdrachen sein sollen. Aber…warum sollte gerade den Menschen solch ein Schicksal zuteilwerden? Ich versuche ihr immer klar zu machen, dass wir unser Schicksal selbst in die Hand nehmen müssen und unseren Weg im Einklang mit der Natur und den Geistern finden sollten. Aber sie lässt sich einfach nicht umstimmen, meistens ist sie auch nur da um Brote zu kaufen…“ Ihr wenig begeisterter Gesichtsausdruck verriet, dass sie schon das ein oder andere Mal Unstimmigkeiten mit besagter Frau gehabt haben musste. Sie drehte sich einige Male im Kreis und plumpste dann lachend auf ihr Bett. Sie verschränkte ihre Arme hinter dem Kopf und schaute zu Kaja. „Was meinst du dazu? Weißt du mehr darüber? Außerdem frage ich mich, warum dein Freund nicht mehr bei dir ist. Hat er dich verloren? Vielleicht kann ich ihn auch kaufen...“

Constantine
07.08.2016, 22:43
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Kaja blickte auf Oboro herab, dabei schien sie zu überlegen. In letzten Jahren beschäftigte sich die Prinzessin immer wieder mit der Legende der heiligen Drachen. Seit ihr Vater ihr das erste Mal davon erzählte. "Als ich noch im Palast lebte, habe ich mich immer wieder heimlich mit den Mythen um Mutter Gaia beschäftigt". "Ich habe zwar auch die Kirchenoberhäupter gefragt.. doch niemand wollte oder konnte mir so richtig erzählen, was es mit der Legende auf sich hatte". Kaja schritt durch das Kellerabteil und schien etwas zu suchen. Ein Blatt Pergament sowie eine Schreibfeder waren nach der Anleitung der Kitsune irgendwann gefunden. "Mein Vater hat mir die Geschichte so erzählt, dass einst ein mächtiger Gott existierte, Gaia, der Gott allen Lebens erschuf unsere Welt". "Bevor das erste Licht mit samt den Schatten erblickten sechs heilige Drachen das Antlitz unserer Welt", Kaja zeichnete verschiedene Symbole auf das Pergament. "Feuer, Erde, Wasser, Sturm, Donner und Eis". "Diese sechs Drachen beschützten eins Mutter Gaia vor jeglichem Unheil, dass diesen Gott heimsuchte.... doch dann verschwand diese Mutter.. und mit ihr die heiligen Drachen". "Mein Vater hat mir nie erzählt, was danach passierte.. warum verschwand Mutter Gaia.. und warum ihre heiligen Drachen?". "Aber natürlich ist das nur eine Legende...". Kaja wirkte nachdenklich.

"In einem uralten Buch habe ich mal von einer Prophezeiung gelesen, dass eines Tages Mutter Gaia wieder auf unserer Welt wandern wird, wenn es soweit ist, wird sich der Gott seinen heiligen Drachen offenbaren und diese müssen ihm bedingungslos dienen.. Gaia wird erneut Friede auf Erden bringen". "Außerdem.. soll Mutter Gaia.. eine beängstigende Kraft inne gehabt haben.. laut den Überlieferung wurde einst berichtet, dass mit einem Augenzwinkern dutzende Heerscharen zur Aufgabe gezwungen wurden.. die heiligen Drachen.. konnten ganze Kontinente dem Erdboden gleich machen". "Ich weiß nur nicht in wie fern es menschliche Wiedergeburten sein sollen oder ob es überhaupt Menschen sein sollen". "Ich würde gerne mal einen heiligen Drachen zu Gesicht bekommen". Als Kaja merkte, dass sie etwas zu weit abschweifte, knüpfte die Prinzessin auf Oboro's Frage an. "Ich glaube nicht, dass du Viktor kaufen kannst", Kajas Miene hellte sich wieder auf. Oboro entging dieser Wesenszug natürlich nicht. "Wir waren auf den Weg in ein Dorf der Walküren, weil wir eine Freundin nach Hause bringen wollten.. weil ich auf den Weg in das Elfenreich bin". "Doch kurz vor unserem Ziel griff uns jemand an", ihr Kopf schmerzte. Eine seltsame Erinnerung setzte sich in ihrem Kopf fest was sie kurz abschüttelte. "Ich glaube das waren Banditen, ich wachte irgendwann in einem Käfig auf und das letzte woran ich mich erinnere ist, dass ich mitten in diesem riesigem Saal stehe, wo mich unzählige Augenpaare aneifern". Kaja schauderte es, ein eiskaltes Kribbeln ließ ihren Körper frösteln weshalb sie ihre Arme enger umeinanderschlang.

Fruwluamressaw
07.08.2016, 23:38
http://file1.npage.de/001258/64/bilder/oboroavatar.jpg „Ja, das ist nicht schön, dass dir das passiert ist. Aber mein Gefühl sagt mir, dass es einen Grund hat, dass du zu mir gekommen bist.“ Sie machte eine schwunghafte Bewegung mit der Hand, Kaja konnte magische Schwingungen vernehmen. „Der Laden hat jetzt geschlossen. Es ist nicht nötig, dass du auf ihn aufpasst, aber du kannst dich jederzeit darin umsehen….wenn du vorsichtig bist…“ Ein schelmisches Grinsen huschte ihr über die Lippe. „Ich muss über das, was du mir erzählt hast, meditieren. Bitte vermeide es, mich dabei zu stören, wenn es nicht sehr wichtig ist.“ Sie rückte eines der Kissen zurecht, setzte sich in einer Lotus Position darauf und schloss die Augen. Ihre neun Schwänze erschienen wieder und ihre Aura stärkte sich. Sie machte tatsächlich einen sehr konzentrierten Eindruck. Ab und an zuckte eines ihrer Ohren.

Nach geraumer Zeit kippte sie allerdings wenig elegant nach hinten um und fing an hörbar zu schnarchen. Sie hatte sich nicht einmal umgezogen und einer ihrer Brüste wollte beinahe aus ihrem Kimono kullern. Die Schwänze waren nicht mehr sichtbar, das bestätigte den Verdacht, dass es sich hierbei nicht mehr um eine Meditation handelte.

Constantine
08.08.2016, 00:00
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Nach einer Weile kroch auch in Kaja eine gewisse Müdigkeit empor. Sie beobachtete Oboro noch einige Minuten bei der Meditation ehe sie ihre Arme streckte und die übermüdeten Augen rieb. Es brachte nichts auszubrechen, Kaja musste einfach noch etwas länger durchhalten und irgendwie lud Oboro's bequemer Körper zum Beischlaf ein. So zog sich die Prinzessin bis auf die Unterwäsche aus und kroch auf das Bett der weiblichen Kitsune, die großen Brüste wirkten so prall und weich, dass sie einfach ihr feuerrotes Haupt daran anlehnte, um in binnen weniger Sekunden darauf einzuschlafen.

Fruwluamressaw
08.08.2016, 04:38
http://file1.npage.de/001258/64/bilder/oboroavatar.jpg Irgendwann tief in der Nacht öffnete Oboro ihre Augen. Kaja lag eng an sie gekuschelt. Oboro konnte sich gar nicht daran erinnern, dass sie zusammen ins Bett gegangen waren. Aber das war nicht schlimm. Sie war gerührt von dem Vertrauen, dass ihr Kaja entgegenbrachte. Seelenruhig lag sie die hübsche junge Dame da, schlief tief und fest. Oboro strich ihr behutsam über die Stirn. Dann stand sie auf. Sie war dabei sehr vorsichtig, denn sie wollte Kaja nicht wecken.

Mit leisen Schritten ging sie die Treppe hoch und verließ den Laden. Der Nachthimmel war klar, Sterne und Mond waren deutlich zu sehen. Es war daher nicht stockdunkel. Sobald sie draußen war, nahm sie einen tiefen Luftzug. Schöne frische Nachtluft durchströmte sie. Ihre Augen begannen zu leuchten, ihre Schwänze erschienen in magischen Funken erleuchtend hinter ihr und sie schlenderte durch die Straßen. Zwei Männer die noch Wach waren und sich betrunken hatten tuschelten etwas von „…Hexe…“ und „…nichts Gutes im Schilde!…“, als sie an ihnen vorbeiging. Aber Oboro nahm sie gar nicht wahr. Wie in Trance lief sie zum Stadtausgang. Als sie aus der Stadt war, peilte sie den Wald an, der sich nicht weit vom Ort befand. Es war ein sehr alter Wald und nur wenige trauten sich tief hinein. Und wenn Menschen in den Wald gingen, dann auch nur am Tage. Sie fürchteten sich vor wilden Tieren und Geistern. Für Oboro hingegen war der Wald nicht gefährlicher als die Stadt. Ihre nackten Füße tapsten durch Gras und Laub. Eine Eule schuhute, sie konnte gar nicht allzu weit entfernt sein. Der Wald schlief nie. Er war immer lebendig, immer wachsam. Der Mondschein verlor sich in den dichten Blättern. Immer wieder raschelte es in den Gestrüppen. Das Sirren der Insekten war allgegenwärtig.
Sie betrat eine Lichtung. Hier wuchs eine Pflanze, die nur jetzt gut sichtbar war. Lumengras. Tagsüber nicht vom übrigen Gras zu unterscheiden, verriet es sich in der Nacht durch ein leuchtendes Schimmern an seiner Oberfläche. Oboro begann, das Lumengras einzusammeln. Sie wurde beobachtet. Neugierig lugte da jemand in ihre Richtung, der am Rande der Lichtung zwischen den Bäumen stand - ein Wildschwein. Lächelnd erwiderte Oboro den Blick. Das Wildschwein grunzte leise und ging gemächlich wieder von dannen. Sie war einige Minuten mit Sammeln beschäftigt, als sie in der Nähe eine magische Präsenz ausmachte. Sie drehte sich um. Eine grün-weiß leuchtende, transzendente Kreatur schwebte auf sie zu. Es war der Waldgeist Ko’hokko.
http://file1.npage.de/001258/64/bilder/kohokko.jpg
„Oboro. Ich habe deine Anwesenheit vernommen. Du bist heute sehr spät zu uns gekommen.“ „Hallo Hokko!“ freudig begrüßte sie ihn. „Ja es ist wahr. Ich habe heute Zeit mit einer jungen Menschendame verbracht“, sie kicherte. „Eine junge Menschendame? Hast du sie etwa verhext?“ „Oh? Nein, nein… sie gehört mir, ich habe sie auf dem Markt gekauft. Ich mag sie.“ „Du hast WAS?! Oboro, es tut dir eindeutig nicht gut, dich so viel mit den Menschen abzugeben…“ „Das ist meine Sache, Hokko!“ sagte sie sehr trotzig. Der Waldgeist schwirrte um sie herum, schwebte dann direkt vor ihr Gesicht und guckte sie skeptisch an. Oboro blinzelte. Die Augen des Waldgeistes verengten sich weiter, dann schwebte er davon. „Warte auf mich! He! Ko’Hokko!“ Er schwebt in Richtung See…. Sie stopfte das gesammelte Lumengras in eine Tasche und verschwand wieder im tiefen Wald. Sie wusste genau, wo der See war, denn sie war sehr oft dort. Es war kein sehr großer See, wenn man ihn nicht kannte, so fand man ihn nicht direkt.
Der Mond schimmerte mystisch auf der Wasseroberfläche. Ein Frosch quakte einsam sein Lied auf einem Seerosenblatt. Auf einem Baumstumpf vor dem See saß Ko’Hokko, er hatte bereits auf sie gewartet. Neben ihm war ein Mensch an einem Baum. Er war dort mit Ranken gefesselt worden. Er lebte noch, machte aber offenbar keine Anstalten mehr, sich befreien zu wollen. Ko’Hokko gab einen Seufzer von sich. „Dieser Mensch ist von der Gier zerfressen. Er wilderte im Wald und hatte es auf die edelsten Hirsche abgesehen, nur um Anerkennung von denen zu erfahren, die ebenso dem Bösen verfallen sind wie er selbst.“ Böse funkelte er den Mann an. „Der Wald wird keine Gnade mit ihm haben. Aber wenn du möchtest, kannst du ihn haben.“ „Hm…“ Oboro ging zu dem Mann. „Du…!“ sagte er zähneknirschend. „Du bist doch diese Hexe aus der Stadt! Binde mich los und ich teile meinen Reichtum mit dir!“ Oboro schaute ihn schief und verständnislos an. Dann schüttelte sie den Kopf „Ich werde deine Seele reinigen.“ „Seele reinigen?!“
Oboros Augen leuchteten jetzt besonders stark auf. Der Wald stärkte ihre Kräfte, sie konnte es deutlich spüren. Grüne Flammen fraßen sich in die Kleidung des Mannes und breiteten sich schnell immer weiter aus. „Nein! Bitte! Ich flehe euch an!“ Doch der Mann konnte sich nicht bewegen. Ohne die Vegetation in seiner Umgebung anzugreifen, richteten sich die Flammen einzig und alleine auf den Mann. Bald stand sein ganzer Körper in Flammen und die Gegend um den See herum wurde von dem grellen Licht hell erleuchtet. Er schrie laut auf, die Flammen verschlangen ihn, nahmen ihn vollkommen ein. Nichts als Asche blieb von ihm übrig.

„Deine Flammen sind so wundervoll rein, Oboro. Es schmerzt mich, dass du lieber unter den Menschen lebst, als bei uns im Wald.“ Mit einer steinernen Urne schwebte Ko‘Hokko zu ihr. Gemeinsam füllten sie die Asche in die Urne. „Aber wer sollte ihnen sonst die Kräfte von Geistern und Natur näher bringen?“ wand Oboro ein. Ko’Hokko seufzte wieder. „Die meisten Menschen sind wie ein dürrer Boden. Sie schätzen die Natur nicht. Warum nehmen sie die Elfen nicht zum Vorbild? Wie auch immer. Es ist schön, dass du noch aufgetaucht bist. So wurde eine Seele geheilt und bleibt nicht für immer im Wald verloren.“ Oboro nickte zustimmend. „Danke, dass du mich zu ihm geführt hast. Ich finde bestimmt Verwendung für die Asche.“ „Keine Ursache.“ Er tauchte in den See ein und war verschwunden.
Oboro hatte genug Zeit im Wald verbracht und machte sich wieder auf den Weg nach Hause. Bald würde es morgen werden. Zusammen mit der eingesammelten Asche und dem Lumengras ging sie zurück in die Stadt.
Sie erreichte ihren Laden noch vor der Morgendämmerung. Sie verstaute das Gras und die Asche in den Regalen im unteren Teil der Wohnung. Sie hatte noch ein wenig Zeit zum Ausruhen. Süß, wie Kaja immer noch seelenruhig dalag. Sie war ein guter Mensch und musste hoffentlich nie verbrannt oder von Waldgeistern in die Irre geführt werden. Diesmal vergaß Oboro nicht, ihren Kimono vor dem zu Bett gehen aus zu ziehen. Sie entspannte sich, ließ ihre Schwänze wieder verschwinden und kuschelte sich nackt wieder zurück zu ihrer Lieblingssklavin.

Kinggek
08.08.2016, 17:13
http://fs5.directupload.net/images/160510/b4dbl5md.png

Ein bizarre Seite von Fenia entdeckte der Hauptmann als er mit ansehen musste, mit welch gefühlslosem Akt sie die Antwort aus dem schmerzerfülltem Mann herauspresste. Es lief ihm Eiskalt den Rücken hinunter, als er noch das kurze unauffällige Lächeln der Hochinquisitaorin erblickte. Nichts desto trotz war es eine viel effektivere Methode und seine Frage nach den Gefangen wurde ohne jegliche Unterbrechung beantwortet. "Das große Gebäude mit dem weißen Wasserbrunnen vor dem Eingang, am Ende dieser Straße" presste er die Wörter hinaus und deutete mit seiner Hand auf die erwähnte Straße. Krüber nickte zufrieden und blickte ihm kurz tief in die Augen. Auch wenn er es ihm nicht sagen konnte, wusste der Verkäufer was auf ihn zukommen würde. Fenia bemerkte den Blick beließ es jedoch dabei keine Bemerkung abzugeben. Der Hauptmann hatte für den Verkäufer nichts übrig, immerhin wurden kleine Kinder, Frauen und andere Wesen als Ware versteigert auch er hätte wahrscheinlich wie Fenia gehandelt. Doch es war Fenia selbst die dem Hauptmann sorgen bereitet. Er wusste das der Verkäufer nicht durch einer Enthauptung wie er es getan hätte, sondern auf eine viel grauenvollerer Art durch die Hand der Hochinquisiatorin sterben würde. Noch ein kurzer Blick wie eine leichte Verbeugung als Dank für die überflüssige Hilfe von Fenia versuchte er sich so schnell wie möglich von ihr abzusetzen damit sie ihn nicht noch erkennen würde.

Er sah nach zwei der Walküren die sich um den Rest der angesammelten Menge kümmerte und deute nach der der Richtung des besagten Hauses. Mit beiden Walküren auf seiner Seite sprintete der Hauptmann auf das Haus zu. Er passte sich an die blinde Wut der Walküren an und stürmte mit ihnen zusammen durch das Eingangstor. Den angekündigten Brunnen konnte man deutlich erkennen und auf dem Hof befanden sich ein paar Adlige die verängstigt auf das Tor blickten. "Im Haus," sprach Krüber zu den beiden Walküren die sofort mit zerstörerische Kraft sich den Weg bahnten und das Haus stürmten. Krüber folgte den Beiden dicht auf den Fersen und beim betreten des Hauses teilte sich das Trio auf. Krüber suchte die oberen Zimmer des Hauses ab, während einer der Walküren sich um das Erdgeschoss und die andere sich um den Keller kümmerte. Krüber durchsuchte jedes einzelne Zimmer im Stockwerk und betrat zu guter letzt einen großen Saal mit vielen adligen die Anwesend waren. Angst und Wut vermischten sich zu etwas ungeahntem als er das Bild vor seinen Augen betrachtete. Mal befanden sich mehrer Männer um ein kleines Mädchen, mal war es ein einziger der sich um eine Frau kümmerte. Andere wiederum waren gerade dabei sich ein neues Objekt zu erwerben. Der Hauptmann erkannte Elfen, Zwerge, Walküren und viele andere Lebensformen. Ob Jung oder Alt spielte keine Rolle. Langsam verlor Krüber das Ziel aus den Augen und pure Wut war es die ihn noch auf den Beinen hielt. Ein sanfter Wind wehte durch den Saal und ließ die Anwesenden in seine Richtung blicken. Ein schriller Schrei ertönte aus den unteren Geschossen und keine zwei Wimpernschläge vergingen als auch die Walküren von draußen sich diesem Schrei einstimmten. Wie aus dem nichts befanden sich die Walküren im Haus und alle von ihnen ließen den selben Schrei weiterhin ertönen.

Der Hauptmann stand völlig erstarrt am Eingang des Saales und konnte keines dieser Schreie wahrnehmen. Das einzige was er hören konnte war der Wind der um seine Ohren pfeifte. Ein sanfter jedoch ungewöhnlicher Wind. Die Augen des Hauptmannes fielen zu wie wenn ihn plötzlich die Müdigkeit überrannt hatte. Der Wind wurde stetig stärker und vereinzelt versuchten sich die Anwesend an etwas festzuhalten. Und weiter braute sich eine unerkennbare Kraft um den Hauptmann zusammen und beförderte einige der Adligen durch die Decke. Ähnlich einer Windrose bildeten sich mehrere kleine Windböen die sich ihren Weg durch das Haus bahnten. Langsam bröckelte der Putz ab und einzelne Ziegel wurden aus dem Dach gerissen. Als nächsten waren es die Pfeiler die den Dach hielten und auch aus den unteren Stockwerken ragten die ersten Windrosen empor. Mit einem ohrenbetäubendem Knall wurde das Dach durch den starken Wind hinweggeschleudert und einzelne Personen riss dessen Sog sie mit. Wie wild schlugen die Böen hin und her und schleuderten die Anwesenden im Haus in den kalten Nachthimmel. Mehrere Metere wurden sie durch die Luft geschleudert und landeten unweit auf Dächern oder auf dem Boden. Jeder einzelne von Ihnen lag regungslos und Tod in seiner eigenen Blutlache, die durch den harten Aufprall erzeugt wurde. Die Walküren bahnten sich ihren Weg durch den Wind nach oben in den Saal und gesellten sich zum Hauptmann und auch die Gefangen die von den Windrosen verschont und unverletzt blieben rückten immer näher zum Hauptmann. Langsam ebbte der Wind ab und wie aus Geisterhand schwebten die unzähligen Gefangen, sowie die Walküren und der Hauptmann über der Luft, während unter ihnen das ganze Haus in sich zusammenfiel. Langsam uns sanft landeten sie alle anschließend neben dem eingestürzten Gebäude und als sie den Boden berührten kippte Krüber nach vorne um und knallte unsanft auf den Boden.

Es war eine leiße jedoch bekannte stimme die seinen Namen rief. Wild blickte Krüber um sich und suchte nach der Richtung der Wörter. Doch nichts außer völliger Schwärze konnte der Hauptmann erkennen. Erst als er einen brennenden Schmerz an seiner Wange spürte öffnete er schlagartig seine Augen. Es war die blonde Walküre die zu einem zweiten Schlag ausholte und dem Hauptmann noch eine Schelle verpassen wollte. Geschickte zog der Hauptmann sein Haupt zurück als die flache Hand ihn nur um Haaresbreite verfehlte. "Löst ihr in eurem Volk eigentlich alles nur mit purer Gewalt," scherzte Krüber als er andeutete das es ihm wieder gut ging. Ein leichtes lächeln legte sich über die Lippen der blonden Walküre die erleichtert mit einem "Nicht alles..." antwortete. Langsam richtete sich Krüber wieder auf und blickte auf das zerstörte Haus das er erblickte. Mit besorgter Stimme blickt er die Walküren an und fragte, "Was ist passiert? Wo sind die Gefangenen was ist mit Kaja?" Hektisch sah er um sich und erblickte die verschiedenen Frauen und Kinder die ihn mit großen Augen anstarrten. Auch die Walküren blickten ihn etwas irritiert an. Eine von ihnen näherte sich ihm und fragte ihn ob es ihm gut gehen würde, doch Krüber schüttelte sie ab und fragte noch einmal. Doch in einigen Augen der Anwesenden konnte er erkennen wie sich die Verwunderung in Angst umwandelte. "Das war ich?" fragte er völlig überrascht die Walküren die einstimmig nickten. Mehrer Fragen bohrten sich durch den Kopf des Hauptmanns, doch auch wenn die Lage nicht passend war und er ihnen wohl eine Erklärung schuldig war für die er selbst keine hatte wandte er sich zu den Gefangen. Es war Kaja die er erblicken wollte, doch auch wenn er hastig mit seinen Blicken durch die Reihen ging konnte er sie nicht ausfindig machen. "Wo ist sie?", fragte er völlig überstürzt ein kleines Mädchen das die Merkmale einer Walküre zeigte. "Wo ist das Mädchen mit dem feuerrotem, kurzem Haar?" Das kleine Mädchen schüttelte unwissend ihren Kopf und ehe Krüber die nächste befreite Gefangene fragte legte sich eine Hand um seine Schulter. Mit einer schnellen Bewegung wandte sich der Hauptmann um und hoffte das es Kaja war doch zu seiner Enttäuschung war es eine Elfin die ihn ansah. Spitze Ohren ragten unter ihrer blonden Haarpracht hervor. Diese wiederum fielen um ihren runden Gesicht auf ihre Schultern und es waren die eisblauen Augen die ihn in ihren Bann zogen.
"War sie etwa so groß?" fragte die Elfin mit einer Stimme die jedes Eis schmelzen lassen würde und deutete auf eine Körpergröße die dem von Kaja ähnelte. Krüber nickte.
"Und sie hatte feuerrotes Haar? Und eisblaue Augen?" fragte die Elfin erneut und wieder nickte Krüber ausdruckslos.
"Vor kurzem wurde sie von einer Frau erworben die recht bekannt in der Gegend ist. Es gibt einen Kräuterladen am Rande des Dorfes welches ihr gehört, vielleicht könnte sie dort sein." teilte sie ihr Wissen mit. Hoffnung schimmerte in den Augen des Hauptmannes. Er packte an beiden Händen der Elfin und bedankte sich bei ihr. "Hoffentlich kann ich mich irgendwann für eure für eure Aufmerksamkeit revanchieren, ihr habt mir sehr geholfen" sprach er zur der Elfin und richtete sich anschließend an die Walküren. "Womöglich werden wir uns nicht mehr sehen, ich danke euch für eure Hilfe und auch euch werde ich meine Wertschätzung so früh wie möglich unter beweis stellen." Die Walküren und die Elfin sahen den davoneilenden Hauptmann sprachlos, bis sich eine von ihnen zu Wort meldete "Wie genau sollen wir unsere Schuld eigentlich begleichen, wenn er der Meinung ist er würde uns etwas Schulden?" fragte sie die Anführerin der Gruppe. Diese jedoch schüttelte unwissend den Kopf fügte hinzu "Ich weiß es nicht." Anschließend sammelten sie die junge Walküren unter den Gefangen auf und boten auch den anderen ihre Hilfe im eigenen Dorf an.

Krüber erreichte den Kräuterladen der schon geschlossen hatte und langsam kam die Nacht auch seinem Ende entgegen als der Himmel langsam klarer wurde. Er richtete sein Schwert Griffbereit an seinen Gürtel und versuchte sich die Blessuren des Kampfes, an den er sich nicht einmal erinnern konnte, zu verdecken. Anschließend erhob er die Hand und klopfte an die Tür des Ladens.

Fruwluamressaw
08.08.2016, 18:42
http://file1.npage.de/001258/64/bilder/oboroavatar.jpg Es klopfte an der Tür. Halb im Schlaf rollte sich Oboro auf die andere Seite und gab ein grummeln von sich. Es klopfte abermals. Entnervt setzte sie sich auf, blinzelte und rieb sich die Augen. Ob ich verschlafen habe…?
Sie gab ein langgezogenes Gähnen von sich und streckte sich einmal ausgiebig. Dann rüttelte sie sanft an Kajas Schulter. Kaja schaute Müde zu ihr hoch, dann blinzelte sie ein paar mal und starrte verwirrt auf Oboros nackten Körper. „Guten Morgen. Was glubscht du so? Hast du schlecht geträumt?“ „Ich…nein. Ich habe gut geschlafen. Guten Morgen.“ Sie schien immer noch etwas irritiert aber Oboro scherte sich nicht weiter darum. Sie trank einen Schluck Wasser, wusch sich das Gesicht kurz ab und zog dann ihren Kimono wieder an. „Da hat schon wieder irgendein Kunde geklopft. Komisch… es ist doch…“ Sie musste nochmals stark gähnen. „…viel zu früh.“
Müde tapste sie die Treppe hinauf in den Laden und öffnete dann verschlafen die Tür. „Also das ist ganz schön unverschämt, so früh am M…“ sie hielt kurz inne und schaute den neuen Besucher von oben bis unten an. Es war ein bewaffneter Mann in voller Rüstungsmontur. Überrascht hob sie die Augenbrauen und stellte fest: „Du bist kein Kunde.“

Faremann
09.08.2016, 00:22
http://fs5.directupload.net/images/160619/vb6uq6iv.jpg
Garoth verbrachte die letzten tage damit eher kleinen jobs nachzugehen wie Kobolden die lager und Keller heimsuchten. keiner fordernde Aufgabe aber immerhin lief er auch nicht in etwas das vorhatte ihn lebendig auszuweiden. nebenbei besuchte er das mittlerweile mit einem netz abgedeckte loch. hmm, die sollten das lieber richtig zumachen da unten lauert noch genug Getier rum. er überlegte kurz und machte sich dann eine mentale Notiz jemand offiziellem seine Infos zu geben, allein schon im bezug WAS da unten lebte. wenn die verantwortlichen dann beschlossen ihn zu ignorieren, dann war das nich sein Problem.
Er nutzte außerdem die zeit in der Stadt um sich etwas über die Geschehnisse im lande schlau zu machen, das ganze war nich unbedingt das interessanteste thema aber es half immer zumindest etwas informiert zu sein und sei es nur um zu wissen welche Regionen es zu vermeiden galt oder wo es arbeit gab. die sache mit der Ermordung des Königs und den darauffolgenden Ereignissen mit der prinzessin schenkte er ganz besondere Aufmerksamkeit. Hmm das Timing stimmt er dachte an das seine Vermutungen waren in die richtige Richtung gegangen auch wenn er offenbar die Wichtigkeit von dem Mädchen und ihrem Begleiter unterschätzt hatte. er dachte kurz an das Medaillon ich hätte das ding einfach wegwerfen sollen. normalerweise hätte er das auch gemacht, aber irgendwie konnte er sich nicht dazu bringen. dem Mädchen schien es etwas zu bedeutet zu haben und ihr verbleibendes Familienmitglied würde sich wohl freuen ein Lebenszeichen zu erhalten.

Das ist eine dumme DUMME idee! dachte garoth sich als er auf den Palast blickte, er hatte das Medaillon in Päckchen geschnürt. zusammen mit einem zettel auf den er die worte "ihr geht es gut" geschrieben hatte jetzt wartete er nahe am Dienstboteneingang, es war nur eine frage der zeit bis hier jemand auftauchen würde dem er das Paket "aushändigen" konnte. er hatte sich lediglich seinen Umhang umgeworfen, normalerweise er würde mehr machen aber seine Planung sah ohnehin nicht vor eine weitere Nacht hier zu bleiben.
die tür öffnete sich und ein man mittleren alters blickte entnervt die straße herunter offenbar schien er auf eine Lieferung zu warten. und von der Kleidung her zu schließen war er zwar nicht einer der höchsten angestellten aber immerhin hoch genug um nicht mit so einem paket davonzulaufen. das der dienst boten Eingang nicht bewacht war paßte garoth. mit einem schnellem satz war er an der tür und griff dem man an die schulter was ihn ziemlich erschrocken herumfahren lies.
für einen Moment hätte Garoth schwören können das der mann bei seinem anblick ihn Ohnmacht fallen würde und so machte er das ganze schnell und einfach. er preßte dem man das packet in die hände "Für den Prinzen" er überlegte kurz und ging dan lieber nochmal auf Nummer sicher "er wartet dringlich darauf" der letzte satz war nicht gedacht um die Zustellung zu beschleunigen sondern eher um sie zu garantieren. ein offizier währe hierzu vielleicht besser gewesen aber ein soldat würde Garoth selbst mehr Probleme machen als er bereit war hierfür einzugehen, bevor der man reagieren konnte war Garoth auch schon verschwunden, sofern nichts unvorhergesehenes passieren würde währe sein Kapitel in der Geschichte damit wohl beendet bevor es überhaupt richtig begonnen hatte.

Gosti
09.08.2016, 00:54
http://abload.de/img/kikennatakingkvw.png Unter normalen Umständen hätte sich Kiken´na dafür entschlossen sich aus solchen Angelegenheiten von irgendwelchen Adeligen heraus zu halten, aber hier ging es um eine Person die ohne zu Zögern den Befehl gab unschuldige zu töten. So jemand hatte in den Augen des Quaners den tot verdient, da er keinerlei Respekt vor dem Leben außer seinem eigenen hatte... So etwas bezeichnete man auch als Schädling...
Nachdem Hauptmann Crim gegangen war, wandte sich Kiken´na wieder an den Prinzen. "Ich hege für Gewöhnlich keine Rachegefühle wie euresgleichen, doch dieser junge Mann hat viele Leben zu verantworten, und dafür muss er zu Rechenschaft gezogen werden. Wenn meine Anwesenheit dabei hilft bin ich gerne gewillt mit euch mitzukommen. Auch meine Aussage vor eurem Gericht stelle ich gerne zur Verfügung, doch würde ich es bevorzugen euer Angebot dankend auszuschlagen. Das Leben in diesen prunkvollen Hallen ist nichts für mich, ich bevorzuge das einfache Leben, außerdem will ich euch nicht mit meiner Anwesenheit belästigen." Kiken´na versuchte dies so respektvoll wie möglich zu erklären. Es sollte nicht irgendwie abwertend klingen, doch dieses Leben war etwas was in der Heimat als Krieger der aquatischen Garde, was gleichzsutellen mit der Royalen Garde in diesem Reich war, wurde beriets zu genüge gelebt. Außerdem hatte Kiken´na nicht das Gefühl dass man sich hier frei bewegen könne.
"In diesem Sinn, lasst uns aufbrechen. Ich bin mir sicher euer Hauptmann wartet bereits."

Constantine
09.08.2016, 01:39
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Trotz der Umstände der letzten Stunden, trotz der schlimmen Erfahrungen hatte Kaja hervorragend geschlafen. Irgendwie hatte diese Oboro eine so beruhigende Persönlichkeit an sich, dass man sich einfach bei ihr wohlfühlen musste. Mitten zur nächtlichen Stunde kuschelte die Prinzessin ihr Haupt noch enger an den Körper der Kitsune. Ihre Brüste waren so schön weich wie ein gefülltes Daunenkissen. Kaja schlief, tief und fest. All jene schrecklichen Erlebnisse waren für den Moment wie vom Erdboden verschluckt worden. Irgendwann zu früher Morgenstunde, das Sonnenlicht durchflutete den überladenen Keller und warf seinen Lichtschein auf Kaja's feuerrotes Haupt. Oboro weckte sie sanft, dennoch drehte die Prinzessin sich wieder ein und wollte noch etwas weiterschlafen. Doch alles wehren half nichts.

Vollkommen müde, öffnete Kaja ihre Augenlider. Es vergingen mehrere Sekunden der peinlichen Stille bis klar war, dass ihr Gegenüber vollkommen nackt neben ihr lag. "EHHHHHHH?!!", rief die Prinzessin der schlaftrunkenen Oboro hinterher. Ihr Gesicht passte sich von der Färbung ihren Haaren an. Kurze Hand verkroch Kaja ihren Kopf in die Bettdecke. "Wieso liegt sie nackt neben mir, was hat sie..".. die Gedanken überschlugen sich woraufhin Kaja das Blut aus ihrem Nasenloch lief. Etwas benommen, durchwühlte sie einen kleinen Nachtschrank und fand etwas zum abtupfen ihrer Nase.

Nach dem das Gesicht abgewaschen war, streckte Kaja ihre Arme durch um munter zu werden. Kurz gab sich die Prinzessin einen Klaps auf ihre Wangen. Ihre Augen wanderten durch den Raum. Oboro würde sich sicher freuen, wenn sie mit ihren Geschäften einen fertig gestellten Frühstückstisch vorfinde. Doch das Problem war.. Kaja hatte nie in ihrem Leben zu vor kochen müssen. Es brauchte eine Weile bis die verschiedenen Utensilien gefunden waren, war es doch sehr schwierig etwas zu finden. "Brot, Brot.. wo ist das Brot??", Kaja bestrich jene gebackene Köstlichkeit mit dem übrig gebliebenen Beerenaufstrich, deckte nebenbei den Tisch ein. Es war zwar nicht viel aber dennoch ein Augenschmaus wie die Prinzessin fand. Zufrieden mit ihrem Werk klopfte sie sich auf ihre Schulter. "Ich hätte Dekorateurin werden sollen!", leise summend, schritt Kaja zu dem schmutzigen Geschirr um es beiseite zu legen. Als Oboro immer noch nicht zurück war, beschloss Kaja nach zu schauen, was los war. Dabei vollkommen vergessend, dass sie bis auf Unterwäsche nichts weiter am Körper trug, schlenderte sie gemütlich die Kellertreppen empor, als ihr ein eigenartiges Gefühl einen Stich in der Magengegend bescherte. "Ahh, was bei Gaia?", murmelte die Prinzessin. Auch Krüber musste ihre Gegenwart spüren. Das rothaarige Mädchen schritt gerade den letzten Treppenabsatz empor, als sie Oboro erblickte. "Oboro kannst du mir sagen, ob du noch irgendwo frisches Obst hast?". Doch die Kitsune reagierte instinktiv und deutete Kaja an, sich sofort zu verstecken. Leicht panisch, sie hatte Krüber nicht erblickt, wetzte Kaja zurück in den Keller um sich irgendwo zu verstecken.

Kinggek
09.08.2016, 20:01
http://fs5.directupload.net/images/160510/b4dbl5md.png

Das muss sie wohl sein dachte sich der Hauptmann als eine Frau in einer eigenartigen Kleidung ihm die Tür öffnete. Die Haare standen völlig daneben und auch an ihrem Gesicht konnte man erkenne, dass sie wohl aus ihrem Schlaf geweckt wurde. "Dann hätten wir diesen Punkt ja schon mal geklärt," erwiderte Krüber das Kommentar seines Gegenübers. "Da ihr wohl in der Lage seit die Menschen nach ihrem Aussehen her zu beurteilen, wisst ihr vielleicht auch wieso ich so Früh am Morgen an eurer Tür klopfe." fügte er noch leicht spöttisch hinzu. Ein ratloser Blick der Frau im Laden ließ ihn fortfahren, "Ich suche nach einer Frau die ihr womöglich als euer eigenes Besitzt, es wird euch vielleicht nicht gefallen doch diese Art des Handels wird in unserem Reich nicht geduldet. Deshalb wäre es Ratsam wenn ihr mir diese Person aushändigen könntet." Seine Hand legte sich langsam um den Knauf seines Schwertes. "Wenn möglich würde ich die ganze Sache so schnell wie möglich und ohne große ...." unterbrach er seine Aussage, als er ein leichtes Stechen an seinem Herz verspürte. Eine seltsame Kälte breitete sich von diesem Stechen aus und Krüber schnürte es die Kehle zu. Panisch versuchte er sich dagegen zu wehren, doch sein Körper war wie erstart und einzig eine leise Stimme konnte er für einen kurzen Augenblick wahrnehmen. Eine Stimme die er nicht wieder erkannte und ebenso wenig ihren Sinn verstand. Instinktiv zückte der Hauptmann seine Klinge, wobei im selben Augenblick die Ladenbesitzerin eine Gestalt hinter ihrem Rücken zu verscheuen versuchte. In dieser kurzen Sekunde war Krüber geistig nicht mehr anwesend und fand wieder zu Sinnen als er die Stimme der Prinzessin erkannte. Den plötzlichen Anfall konnte sich der Hauptmann nicht erklären auch wenn er sich vieles durch den Kopf gehen ließ. All diese Gedanken versucht er so schnell wie möglich beiseite zu schieben, weil er sich unwissentlich in eine ungünstige Lage gebracht hat als er sein Schwert der Frau entgegen hielt. Nichts desto trotz versuchte er die Gelegenheit unter Kontrolle zu bekommen und sagte "Zumindest bin ich schon einmal an der richtigen Adresse." Egal was er versuchte, konnte er im Momenten keinen einzigen Teil seines Körpers bewegen und noch immer schmerzte es an seiner Brust, wie wenn ihn jemand mit einem eisigem Pfeil durchbohrt hätte.

Fruwluamressaw
09.08.2016, 22:41
http://file1.npage.de/001258/64/bilder/oboroavatar.jpg Dieser Mann war wohl tatsächlich gekommen, um ihr Kaja weg zu nehmen. Noch dazu war er bewaffnet, das konnte kaum Gutes verheißen. Insbesondere ab dem Moment nicht, als er seine Klinge auf Oboro richtete. Schnell machte sie Kaja die gerade die Treppe hinauf ging mit einer Handbewegung klar, sich wieder vom Geschehen zu entfernen. Sie wollte sie in Sicherheit wissen

Oboro schaute ihn grimmig an, konzentrierte ihre Energie und ging wieder in ihren 9-schwänzigen Modus über. „Wie könnt ihr es wagen?! Ihr gebt vor, im Namen der Gerechtigkeit zu mir zu kommen und dennoch steht ihr hier mit eurer Klinge und bedroht mich vor meinem eigenen Laden?“ Demonstrativ ließ sie ihre Schwänze kurz in Funken auflodern. Als sie sah, dass der Mann unsicher zögerte, fügte sie ruhiger, aber immernoch mit ernster Miene hinzu: „Ich kann erkennen, dass ihr noch jung seid und Emotionen euren Verstand vernebeln. Daher gebe ich euch die Chance, euren Auftritt zu überdenken. Lasst eure Klinge fallen...“

Obwohl sie sich beleidigt fühlte, wollte sie zunächst die Situation entschärfen. Eine Art mütterlicher Beschützungsinstinkt in ihr wollte Kaja, die es wie sie ja nun wusste in letzter Zeit nicht mehr so einfach gehabt hatte, vor weiteren traumatisierenden Ereignissen bewahren. Vielleicht war der junge Mann der Vernunft zugänglich und man könnte miteinander reden.

Constantine
09.08.2016, 23:20
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Kaja durchsuchte den gesamten Keller nach ihren Klamotten. In einer Ecke liegend, fand sie schließlich ihr Kleid was kurze Hand übergeworfen wurde. Die Prinzessin versuchte irgendwie das ganze in Ruhe zu durchdenken. Wenn Truppen ihres Bruders sie nun ausfindig gemacht haben, würden diese Männer keine Sekunde zögern Oboro aus dem Weg zu räumen. Was also jetzt tun, fliehen und Gefahr laufen ihr ganzes Vorhaben über den Haufen zu schmeißen.. oder Oboro beschützen? Ihre Gedanken überschlugen sich. Unzählige Szenarien breiteten sich vor ihrem geistigen Auge aus. Entweder starben die Soldaten oder Oboro wurde schwer verletzt. Beides konnte Kaja nicht zulassen.

Doch urplötzlich beruhigte sich ihr Gemütszustand, ein eigenartiges Gefühl drang durch ihren Körper, fuhr vom Scheitel hinunter bis zur Sohle. Aus dem Gefühl entstand ein Bild.. Viktor! Kaja konnte die Stimme ihres alten Kameraden ganz klar vernehmen. Vorsichtigen Schrittes lief sie die Treppen empor, drückte ihren Körper dicht an der Wand entlang, um dem Gespräch der beiden zu lauschen. Offensichtlich waren ihre Gemüter sehr erhitzt. Kaja erkannte tatsächlich Krüber, der gerade dabei war seine Klinge auf die Kitsune zu richten. Sofort schoss das Bild der verletzten Frau vor ihrem geistigen Auge. "NICHT!", schrie Kaja urplötzlich und tauchte gegen jegliche Vernunft aus ihrem Versteck auf. "Bitte.. bekämpft euch nicht.. sie hat mir nichts getan..", Viktor staunte nicht schlecht bei der Aussage der Prinzessin. Kaja wetzte zu den beiden und wäre in ihrem Lauf fast nach vorne gestolpert. Dabei warf die Prinzessin ihren Körper in die Arme der Kitsune. "Ich will nicht, dass noch jemand wegen mir stirbt, bitte.. Viktor ist mein Freund aus Kindheitstagen.. er wollte dir sicherlich nichts tun.. er ist nur gekommen, um mich zu holen", fast schon verzweifelt blickte Kaja den weiblichen Kitsune mit wässrigen Augen. Oboro hörte genauso wie Viktor zuvor eine Stimme in ihrem Kopf, die ihr sagte ihrer Herrin nicht zu betrügen, die ihr sagte alles daran zu tun, dass das Mädchen kein Leid zugefügt wurde. Ungläubig schaute Oboro auf ihre.. Lieblings(Sklavin?) herab, sowie auf den Hauptmann der sich immer noch nicht in der Lage befand, zu bewegen. Im Gegenteil, Viktor senkte zähneknirschend seinen Oberkörper, lehnte seine Hand die sich zur Faust geschlossen hatte an seine Brust und gehorchte mit den Worten. "Wie ihr befielt euer Gnaden".

Fruwluamressaw
09.08.2016, 23:59
http://file1.npage.de/001258/64/bilder/oboroavatar.jpg Oboro schaute irritiert zwischen Kaja und Krüber hin und her. Sie hielt Kaja dabei an sich gedrückt, die sehr aufgelöst schien. Es war nicht ungewöhnlich für Oboro, geisterhafte Stimmen zu vernehmen. Aber der Klang war dieses mal ein anderer und wesentlich deutlicher gewesen. Sie würde sich später darüber Gedanken machen. Oboro wollte ohnehin versuchen, den Konflikt zunächst ohne Gewalt zu lösen. Die mysteriöse Stimme in ihrem Kopf und Kaja bestätigten sie dabei nur. Aber scheinbar hatte sich die Situation durch Kajas Einschreiten sowieso wieder beruhigt, jedenfalls gab Mann nach und ließ seine Waffe niedersinken. Viktor….Viktor….ah!. „Ich erinnere mich. Du hast ihn gestern einmal erwähnt nicht wahr?“ Oboros Miene entspannte sich deutlich und war nun wieder sehr gelassen. „Mhm…mhm…“

Während sie Kaja sanft streichelte um diese zu beruhigen, sprach sie Krüber an. „Tja nun…dann hallo Viktor. Es stimmt – ich habe Kaja gekauft. Was wollt ihr von ihr, jetzt, da ihr sie wiedergefunden habt? Ich weiß, dass ihr behauptet, ich dürfe in diesem Reich keine Menschen kaufen, aber dennoch habe ich es getan." Sie kratzte sich nachdenklich durch ihre verwuschelten Haare. "Sie gehört mir. Und ich hatte eigentlich nicht vor, sie jetzt schon wieder her zu geben.“

Ironhide
10.08.2016, 03:02
http://abload.de/img/isenhorn2skg8.png
„Nun, wie ihr meint.“
Isenhorn hatte nicht erwartet, das sein Vorschlag nicht angenommen wurde. Er war es schon immer gewohnt gewesen, das die Leute das taten, was er wollte. Es gab stets nur wenige die sich seinen Wünschen entgegen stellten, und derzeit war das eigentlich niemand mehr. Aber das hier war ja nun kein Weltuntergang. Der Auquarianer war fremd hier, kannte vielleicht nicht die Gepflogenheiten und so war Prinz Isenhorn nicht wirklich darüber verärgert, das seine Gastfreundschaft ausgeschlagen wurde.
„Ihr könnt euch gerne in den Hof begeben, ich werde dann in kürze zu euch stoßen. Auch ich muss mich für die Reise noch vorbereiten, wie auch meine Männer“ Damit ließ sich der Prinz mit aller gebotener Höflichkeit seinem Gast gegenüber entschuldigen und verschwand eiligen Schrittes in Richtung seiner privaten Gemächer. Ein Bediensteten fiel es zu, Kiken in den Hof zu führen, wo Crim ihr Männer gerade die letzten Befehle gab. Eiligst zog sich Isenhorn um, tauschte die förmliche Kleidung gegen Kettenhemd und Rüstung, schnappte sich seinen edlen Bogen mitsamt Köcher und sein Schwert und war gerade am gehen, als ein Bote sich zu ihm verirrte und ihm etwas entgegen hielt. „Euer Majestät, eine wichtige Nachricht für euch.“
Wortlos nahm Prinz Isenhorn das kleine Päckchen entgegen und wickelte es aus. Er war etwas genervt, das er jetzt damit behelligt wurde, aber kaum das er den Inhalt erblickter, klopfte sein herz gleich doppelt so schnell. Der Gegenstand war ihm vertraut, sehr vertraut und der kleine Zettel der ebenfalls für ihn gedacht war, lähmte für eine Sekunde all seine Gedanken. Doch dann fasste er sich wieder, aber nahm sich den Boten zur Brust.

„Wer hat euch das gegeben?“
Der Junge erzählte, das er dies von einem der Zahlmeister der Dienstboten bekommen hatte. Selbiger hätte es von einem Mann bekommen, der gleich darauf verschwunden sei. Isenhorn konnte nicht fassen, was er da hörte. Der Mann war weg, schon wieder jemand der sich versteckte? Sofort ließ Isenhorn einen Offizier der Palastwache zu sich rufen und erteilte ihm den Auftrag, den Mann zu finden. Das hatte Vorrang vor allem, heute Abend, bei seiner Rückkehr würde er sich dann persönlich auch darum kümmern. Es war gut möglich, das man es der Leiche seiner Schwester abgenommen hatte, und ihn nun in die Irre führen wollte, aber das hielt er für unwahrscheinlich, hoffte das es nicht stimmte. Wenn Kaja aber noch lebte, dann wusste dieser Mann mehr, als er am Tor gesagt hatte, viel mehr und vor allem, wo seine Schwester war. Zumindest wo er sie zuletzt gesehen hatte. Am liebsten würde er die Aktion mit den Winstons nun abblasen, aber was dann? Wohin sollte er die Männer führen? Er hatte keinen Anhaltspunkt, und ohne die Befragung des Mannes, würde er sicher auch keinen bekommen. Er war wütend über diese Machtlosigkeit die er dahingehend verspürte, nichts tun zu können, um seine Schwester wieder zurück zu bekommen. Ja, sie lebte, dessen war er sich fast sicher, aber dennoch war er diesbezüglich zum nichtstun verdammt und musste abwarten, ob man den Mann finden würde.
Im Hof angekommen, standen die Männer bereit und auch Kiken'na hatte ein Pferd bekommen. Zuerst wollte sich Isenhorn an Crim wenden und ihr die neuen Infos geben, verzichtete aber darauf. Das würde warten können bis heute Abend, denn erst mal waren andere Sachen wichtiger. So erkundigte er sich bei ihr über die Männern. Sie bescheinigte ihm, das alle bereit waren aufzubrechen und ihr besten geben würden. Der Prinz befand es für gut und setzt selbst auf sein Pferd auf, um kurz darauf selbst noch das Wort an die Soldaten zu richten.
„Männern, ihr alle habt gehört und zum Teil auch gesehen, was vor einer Woche in der Stadt passiert ist. Heute haben wir dank unserem Gast endlich Beweise, das die Angreifer vom jungen Lord Winston angeführt wurden. Wir sorgen dafür, das diese Tat nicht ungesühnt bleibt. Desweiteren werden alle Männer von Lord Winston festgesetzt, die in jener Nacht bei seinem Sohn waren. Bereitet euch aber darauf vor, das sie nicht freiwillig mitkommen werden.“ Kurz macht Isenhorn da eine Pause, um seine Soldaten in die Gesichter zu sehen. Soweit er erblicken konnte, waren alle bereit für diesen Auftrag.
„Also dann, auf geht’s.“

Die Kolone setzte sich in Bewegung. Vor weg ritt ein Offizier der die königliche Standarte trug. Daneben ein weitere Reiter mit dem Banner der Inquisition. Erst dann folgten die Soldaten, die immer zu Zweit nebeneinander her ritten. Losgelöst von dieser Formation ritt der Hochinquisitor zusammen mit Crim, Kiken'na und Prinz Isenhorn daneben. Isenhorn schwieg dabei die meiste Zeit, grübelte er doch fast ausschließlich über seine Schwester. Anders der Inquisitor, der ein Gespräch mit dem Aquarianer anfing und einige Fragen zu der Kultur und der Bauweise des Fremden hatte. Der ritt würde gut zwei Stunden dauern.

Rosered_Strauss
10.08.2016, 20:19
http://abload.de/img/fenia27cki8.pngAls der Mann sich eilig entfernte, wandte sich Fenia von ihm ab und ihrem Gefangenen zu. "So." sagte sie nur, als sie sich auf die Knie begab und seinen Schädel mit ihren beiden Händen umfasste. "Ich will dir eine kurze Geschichte erzählen. Sie mag dich auf der langen, langen Reise begleiten, die du antreten wirst." Sie beugte sich etwas weiter vor, sodass sie ihm in einer beinahe intim anmutenden Haltung ins Ohr flüstern konnte. "Es war einmal ein kleines Mädchen. Ein kleines Mädchen, das so war wie alle anderen kleinen Mädchen. Es mochte bunte Sachen, es mochte Puppen, es hatte seine Freunde gern und war gerne fröhlich. Es liebte es, barfuß über die Wiesen des Dorfes zu laufen oder sich im Garten des alten Nachbarn zu verstecken, nur um dann lachend davon zu laufen, wenn er es entdeckte." Sie entfernte sich weit genug von ihm, dass er ihr hauchdünnes Lächeln erspähen konnte, wenngleich er es über den eiskalten Glanz ihrer Augen wohl nicht wahrnehmen konnte. "Eines Tages jedoch kamen Gäste in das Dorf. Sie wurden freundlich empfangen, denn Gäste sah man gern. Man bewirtete sie, man unterhielt sich mit ihnen, man erzählte ihnen Geschichten und man feierte Ihnen zu Ehren ein Fest. Es waren wohlgenährte Händler, die schöne Dinge zu erzählen wussten, von weiten Steppen, heissen Wüsten und tiefen Wäldern. Reich waren sie, und sie spendierten allen Dörflern mehrere Karaffen feinen Weines. Mit ihm wurde angestoßen, und alle bis auf die Kinder tranken emsig mit."

Sofern es überhaupt möglich war, zogen sich ihre Lippen zu einem noch schmaleren Strich zusammen, während sie die Aufmerksamkeit des Mannes ihrer Hände wegen immer noch auf sich gebannt wusste. "Es waren Sklavenhändler, die sich natürlich nicht als solche ausgaben. Mit dem Wein betäubten sie die Erwachsenen, für die Kinder reichten ihre Söldner. Doch sie hatten nicht mit der Widerstandskraft der Dörfler gerechnet, einige konnten die Wirkung des Giftes lange genug abschütteln, um sich zu wehren. Die Wachen wurden panisch und begannen, mit Waffengewalt gegen die sich Wehrenden vorzugehen." Der Druck ihrer Hände verstärkte sich, als sie die nächsten Worte noch etwas leiser heraus zischte. "Es war ein Blutbad. Unbewaffnete Dorfbewohner gegen kampfgestandene Wachen konnte nur einen einzigen Ausgang haben, ganz gleich, wie kräftig die Dörfler auch waren. Und ein kleines Mädchen, dass sich um ihre Bettzeit gedrückt hatte, um zu sehen, wie die Großen feiern, bekam alles mit. Die Unschuld dieses Mädchens endete in jener Nacht, als sie durch das Blut ihrer Nachbarn, Freunde und Familie watete. Und weisst du, was das kleine Mädchen in ihrem Zorn getan hat?" Ihr lächeln wurde zuckersüß, als sie sich ihrer ganzen, schrecklichen Kraft bediente und einen grässlichen Druck auf den Schädel des Sklavenhalters ausübte. "Es hat sie mit bloßen Händen abgeschlachtet wie die Tiere, die sie waren! Denn es war noch kräftiger, als man es vermutet hatte. Mit wenigen erlebten Sommern tötete sie bereits dutzende Männer, fand zum ersten Mal heraus, an welchem Ende man eine Waffe anfasst und welchen Schaden diese in einer starken Hand ausrichten konnte. Die Geschichte endet hier, auch wenn es noch einen kleinen Blick in die Zukunft gibt. Das kleine Mädchen wurde erwachsen, wurde ausgebildet und mit allem versehen, was es brauchte, um solcherlei Missgeburten vom Antlitz der Welt zu tilgen. Dinge wie du, die es nicht verdienen, Mensch genannt zu werden!" Mit diesen Worten brach der Schädelknochen des Mannes, und mit angewidertem Gesichtsausdruck schleuderte Fenia die Leiche des Sklavenhalters von sich.

Jetzt, da das unmittelbare Symbol ihres Hasses entfernt worden war, ging ihr Atem wieder etwas ruhiger, ihre Gedanken wurden rationaler. Und sie kehrten zu dem Mann zurück, dem sie gerade eben erst begegnet war. Irgend etwas an seinem Verhalten hatte etwas merkwürdiges an sich. Es war nur ein Gefühl, aber sie hatte gelernt, auf ihren Instinkt zu vertrauen. Eiligen Schrittes ging sie in Richtung Dorfausgang, um sich - sobald sie sicher war, dass ihr weder Menschen noch Blicke folgten - abzusetzen und sich heimlich in Richtung des Hauses zu bewegen, das der Mann dem Unbekannten genannt hatte. Auf dem Weg dorthin bemerkte sie, wie sich ihre Brust zusammen zog. Ein seltsames Gefühl breitete sich darin aus, eine Mischung aus mehreren Emotionen. Das war ungewöhnlich, mehr als ungewöhnlich. Je näher sie ihrem Ziel kam, desto stärker wurde der 'Sog', den diese Gefühle auf sie ausübte. Als sie gerade ankam, hörte sie, wie eine ihr unbekannte Frau den Mann als Viktor bezeichnete und davon sprach, eine gewisse Kaja gekauft zu haben. Ihre Augen wurden größer, als sich auf einmal ein ihr bekannter Rotschopf in ihr Sichtfeld schob, als sie nahe genug kam, um an der Gestalt Viktors vorbei zu sehen. "Das kann nicht sein..." flüsterte sie. Die Prinzessin? War sie nicht gestorben? Ihre Gefühle wirbelten durcheinander und brachten sie dazu, aus dem gewählten Unterschlupf zu treten. Die scharfen Sinne des Hauptmanns - nun war sich Fenia sicher, dass es sich um Krüber handelte - nahmen sie sogleich wahr. Alarmiert wandte er sich ihr zu, die Hand am Schwert, bereit, es gegen sie zu erheben. Doch sie ignorierte ihn, den Blick gänzlich auf Kaja gerichtet. "Euer Hoheit... ihr seid am Leben!" brachte sie nur hervor. Sie streckte eine Hand in ihre Richtung aus, als sie bemerkte, dass diese immer noch durch das Blut des Sklavenhändlers besudelt war. Stirnrunzelnd sah sie diese kurz an, ehe sie sie zurück zog und den Blick wieder auf die Gemeinschaft richtete. "Was ist hier los?" fügte sie nun etwas kontrollierter an.

Kinggek
10.08.2016, 22:01
http://fs5.directupload.net/images/160510/b4dbl5md.png

Krüber fiel ein Stein vom Herzen als er die Prinzessin erblickte. Seine Erleichterung konnte er jedoch nicht in Gefühlen ausdrücken, da ihn immer noch diese eisige Kälte im Griff hatte. Die kurzen Worte die Kaja von sich gab brachten ihn dazu sein Schwert fallen zu lassen und ebenso die Situation zu entschärfen. Am liebsten hätte er sich auf die Prinzessin gestürzt und sie fest in die Arme genommen um sich für all das hier zu entschuldigen, doch mit einem ruhigem blick lauschte er nach den Worten der Frau die sich als eine Kitsune herausstellte. Oboro nannte sie sich und trotz all den offenen Fragen die im Raum standen, war ihre Frage wieso der Hauptmann gekommen war um sie ihr wieder wegzunehmen.

Mit einem leichten Kopfschütteln richtete er sich an sie und sagte, "Wenn es nur der Preis ist den ihr verlangt, kann ich euch das Doppelte anbieten. Wenn ihr jedoch verstehen wollt, wieso sie nicht euch gehören kann dann solltet ihr sie vielleicht sogar noch ein bisschen näher kennen lernen. Auch wenn es meiner Meinung nicht weiße wäre würde ich auch auf die aller Letzte Methode greifen und es dennoch mit dem Schwert versuchen, bedenkt jedoch das nicht ihr sondern Kaja es war die mich aufgehalten hatte." Krüber blickte noch einmal zu der Prinzessin der es ihrem aussehen nach ganz gut ging, "Ein Angebot jedoch hätte ich noch für euch, ihr könntet uns ja auch begleiten. Ich weiß zwar das Kaja etwas Naiv ist, doch was ihre Wahl der Begleiter anbelangt, konnte sie mich bis jetzt schon mehrmals überzeugen." Kajas Augen wurden ganz groß als Krüber ihr die Worte aus dem Mund genommen hatte. Bei diesem Anblick konnte sich Krüber in leichtes Lächeln nicht verkneifen. Ihr Gespräch wurde durch eine Person gestört die Krüber eigentlich so gut wie möglich meiden wollte. Blitzartig legte er seine Hand über sein Schwert welches er wieder aufgehoben hatte und blickte fordernd nach Fenia. Zu seiner Überraschung jedoch ignorierte sie ihn völlig und mann konnte die Sorge aus ihrer Stimme erkennen die sich gegen Kaja richtete. Erst dann lockerte er seine Hand um seine Klinge und entschied sich vorerst abzuwarten.

Fruwluamressaw
10.08.2016, 23:14
http://file1.npage.de/001258/64/bilder/oboroavatar.jpg Oboro dachte über Viktors Angebot nach. Verkaufen? Nä, das kommt nicht in Frage. Denn einerseits hatte sie Kaja zu einem viel zu günstigen Preis erworben – schließlich war sie, wie sich herausgestellt hatte, eine Adelige. Außerdem war sie kein gewöhnlicher Mensch. Das hatten Oboros Tests mit ihrem Blut gezeigt. Während ihrer Meditation über Kajas Geschichte von den Drachen und Mutter Gaia war sie überdies zu einem Verdacht gekommen, den sie kaum auszusprechen wagte. Und drittens hatte sie die junge Dame bereits nach kurzer Zeit in ihr Herz geschlossen. Nein – zu Verkaufen war sie nicht.

Das andere Angebot war schon deutlich interessanter. Wenn sie ihre Sklavin begleitete, könnte sie diese immer noch behalten und würde auf ihren Reisen bestimmt viele neue Eindrücke erhalten. Vielleicht hatte Ko’Hokko Recht gehabt: Im Grunde genommen war sie wirklich schon viel zu Lange hier bei den Menschen geblieben. Was aber sollte sie mit ihrem Laden und all dem Krims Krams darin nur tun? Das war ein Problem, über das sie noch nachdenken musste. Ein Blick zu Kaja verriet ihr, dass diese die Idee sehr gut fand. Das brachte Oboro zum Lächeln.
Das Lächeln fror aber schnell wieder ein, als sich bereits der nächste Besuch anbahnte.

Diesmal war es eine große Frau, die durch ihre unscheinbare Gewandung eine ihrer Kunden hätte sein können. Allerdings war ihr Arm war voller frischem Blut und auch sie war bewaffnet. Sehr umgänglich wirkte sie obendrein auch nicht. Oboro seufzte und stemmte dann die Hände in die Hüften. An die neue Besucherin gewandt sprach sie: „So. Und wer seid ihr jetzt? Noch jemand, der mich früh am Morgen mit einer Waffe bedrohen will? Oder seid ihr nur eine weitere dubiose Freundin von meiner Kaja?“ Dass sie natürlich mit ihrer Kleidung, ihrem Auftreten und dem völlig verschlafen wirkendem Äußeren selbst als sehr dubios zu bezeichnen war, war ihr nicht bewusst.

Constantine
10.08.2016, 23:52
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Es war tatsächlich Krüber der da vor dem Laden der Kitsune aufgetaucht war. Kaja's Emotionen drangen gerade wieder einmal zu ihr durch, als jedoch zusätzlich Fenia noch auftauchte, wäre beinahe ihr Herz stehen geblieben. Die Hochinquisitorin war die letzte Person, die sie hätte finden dürfen. Also wie zum Dämonen konnte sie sie so schnell finden? Auch das unangenehme Gefühl in der Prinzessin wich jetzt da fast all ihre Begleiter anwesend an. Den Gedanken schnell aus dem Kopf vertreibend, bekam die Prinzessin wieder feuchte Augen. Noch bevor diese bizarre Situation überhaupt eskalierte, sprang Kaja zu ihren beiden Gefährten in ihre Arme. Aus irgend einem Grund viel es Viktor und der Walküre schwer, sich zu wehren, so dass diese den freundlichen Gruß nur erwidern konnten. Kaja heulte wie ein Schlosshund und war trotz der Umstände einfach nur froh vertraute Gesichter zu sehen. Erst als ihr Körper keine Tränen mehr produzieren konnte, blieb ihre Heulerei aus. "Das sind Fenia und Viktor, zwei Freunde von mir", Kaja blickte erwartungsvoll zu Oboro und konnte sich nach einer länger anhaltenden Umarmung von Krüber lösen, ehe sie sich wieder mit dem Haupt vorne weg an die Brüste der Kitsune schmiegte. "Ich denke es wäre klüger, wenn wir in deinen Laden gehen und erst mal frühstücken, wenn die beiden uns so schnell gefunden haben.. wer weiß.. wer noch alles auf der Suche nach mir ist". Ihre Gedanken blieben kurz bei ihrem Bruder hängen.. der Kronprinz war im Moment der letzte Mensch auf Gaia den Kaja sehen wollte. "Ich finde den Vorschlag von Viktor hinreißend, warum begleitest du uns nicht?", dabei schaute sie Oboro mit erwartungsvollem Blick an.

Fruwluamressaw
11.08.2016, 00:31
http://file1.npage.de/001258/64/bilder/oboroavatar.jpg „Frühstücken…? Oh ja das ist eine gute Idee! Verschieben wir unser Gespräch an den Tisch! Komm, Kaja.“ Zusammen mit Kaja ging sie in Richtung Treppe. Als sie feststellte, dass die anderen beiden nicht sofort mitliefen, drehte sie sich kurz um. „Na, was denn? Ihr müsst auch mitkommen!“ Ohne auf Widerworte zu warten ging sie mit Kaja die Treppe hinunter.

Krüber und Fenia schauten sich perplex an. Krüber zuckte die Schultern: „Tja, nun…“. „…Lass uns ihnen einfach folgen.“ Erwiderte Fenia und zusammen gingen sie in den Laden.

„Oh, du hast den Tisch sogar schon gedeckt! Das ist sehr lieb von dir Kaja!“ lächelnd wuschelte sie ihr durch die Haare. Sie saßen sich an den Tisch und wenige Sekunden später kamen auch Fenia und Krüber dazu. Krüber legte seinen Helm ab. Und Fenia wirkte jetzt, als sie saß, nicht mehr so riesig. „Na also, jetzt seht ihr schon nicht mehr ganz so gefährlich aus.“ Stellte Oboro fest. Sie begann, von dem bereits bestrichenen Brot zu essen. Auch Kaja ließ es sich schmecken. Misstrauisch starrten Krüber und Fenia auf die Brote. „Was ist denn nur los mit euch? Habt ihr keinen Appetit? Kaja hat die Brote selbst bestrichen! Wobei ich hoffe, dass sie auch den richtigen Aufstrich ausgesucht hat….“
Nachdem sie das erste Brot hinuntergeschlungen und einige Schlucke Tee genommen hatte, kam sie wieder auf die Sache mit der Reise zurück und sprach Krüber an:
„Also, ich habe über dein Angebot, mitzukommen nachgedacht und finde es gut. Aber können wir denn meine Sachen überhaupt transportieren? Nicht alles was hier ist, hat hohen Wert, aber es gibt viele Dinge, die ich ungern hier rumliegen lassen würde, während ich abwesend bin. Ich kann starke Schutzzauber leider nicht aus jeder beliebigen Entfernung aufrechterhalten.“

Rosered_Strauss
12.08.2016, 11:22
http://abload.de/img/fenia27cki8.png"Hunger habe ich im Moment keinen, aber über etwas Wasser zum Waschen wäre ich dankbar." erwiderte Fenia ohne erkennbare Gefühlsregungen in der Stimme. Die rothaarige Frau, die Kaja scheinbar unter ihre Obhut genommen hatte, wies sie auf eine Wasserschale etwas weiter hinten im Raum, welche die Hohe Inquisitorin sogleich dazu nutzte, um sich das Blut so gut es ging von den Händen zu waschen. "Es dürften Einige auf der Suche nach Euch sein, Euer Hoheit." meinte sie im Anschluss auf deren vorige Frage. "In der Kronstadt geltet ihr als vermisst, während es scheint, dass irgendein adliger Bengel im dringenden Tatverdacht steht, euch ums Leben oder zumindest um die Freiheit gebracht zu haben. Prinz Isenhorn hat bis zu Eurer Rückkehr die Verwaltung auf sich genommen und bemüht sich darum, den kommenden Bürgerkrieg zu verhindern." Obwohl sie Kaja gerne wieder vorgeworfen hätte, dass es deren Schuld war, dass das Reich sich in diesem Zustand befand, schwieg Fenia. Es war einfach nicht der rechte Zeitpunkt dafür, überdies freute sie sich zu sehr, sie lebend zu sehen. Doch etwas an dieser Gefühlsregung irritierte sie auch, auch wenn sie nicht genau einordnen konnte, was genau es war. Auch, als sie erstmals die Aufmerksamkeit auf Krüber wandte, bemerkte sie, dass dieser recht angespannt wirkte. Da seine Blicke immer wieder zu ihrer 'Gastgeberin' und ihr selbst hin und her huschten, vermutete sie, dass es an ihnen lag, wenngleich es ihr seltsam erschien, sich selbst unter 'den Verdächtigen' wiederzufinden. "Was tut ihr hier draussen überhaupt, Euer Hoheit? Warum seid ihr hier und nicht auf dem Weg zurück in die Kronstadt?"

Constantine
12.08.2016, 18:17
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Kaja blickte Fenia mit festem Blick in ihre Augen, dabei hatte die Prinzessin ihre Hände ineinander gefaltet um mit ihrem Kinn darauf zu betten. "Die Frage sollte eher lauten.. wie habt ihr mich so schnell gefunden?", dann sah sie für einen Moment zu Oboro hinüber, dann wieder zur Walküre. "Der naheliegende Grund was ich hier mache wäre, dass man mich als Sklavin verkauft hat", sofort bildete sich eine Mischung aus Zorn sowie anderen negativen Emotionen auf dem Gesicht der Hochinquisitorin doch obwohl sie eins und eins zusammenzählte, das Schwert gegen den weiblichen Kitusne erheben wollte, schaffte sie es nicht auch nur einen Millimeter den sonst so geschmeidigen Stahl zu bewegen. Die Prinzessin schaute weiterhin in ihre Augen. Warum auch immer verlor sich die Hochinquisitorin in Kajas Blick, "ich werde nicht in das Königreich zurückkehren", Fenia's Mimik wirkte noch versteinerter. "Mein Bruder und der Rat haben ihre Stellung deutlich gemacht, sie haben mich nicht einmal erklären lassen, sondern gleich das schlechte gesehen und sofort beschlossen, mich als Königin abzusetzen". "Es mag dumm und naiv gewesen sein.. dieses Vorhaben so gleich von mir umsetzen zu wollen und womöglich auch egoistisch.. und geistesabwesend.. aber, ich bin nicht verrückt", setzte Kaja mit Nachdruck an. "Ich war völlig am Ende nachdem mich mein Bruder in mein Zimmer bringen ließ, ich weiß ja, dass er es nur gut gemeint hat.. aber, dass er sich nicht auf meine Seite gestellt hat, hat bei mir Spuren hinterlassen". "Nein, er ist der letzte Mensch.. den ich zur Zeit sehen will, was ich will ist die Welt mit meinen eigenen Augen sehen, ich will die Beziehungen zu unseren Nachbarstaaten verstärken, ich will das alle Länder vereint unter einem Banner ihre Flagge schwingen". "Außerdem will ich die verschiedenen Völker kennen lernen und ihre Gebräuche, bevor ich überhaupt nur daran denken kann.. zum Palast zurück zu kehren". "Außerdem möchte ich, dass Oboro uns begleitet.. sie ist sehr liebenswürdig und hat mich in keiner Weise schlecht behandelt, obwohl es ihr glaube ich nicht ganz klar war, was sie da angerichtet hat, als sie mich kaufte". "Und ihr Fenia, was wollt ihr für euch selbst?".

Kinggek
12.08.2016, 18:52
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Der Hauptmann setzte sich ebenso an den Tisch und nahm ein paar kleine Bissen ehe er auf die Frage der Kitsune eine Antwort gab. "Wenn ihr uns begleiten würdet, kann ich euch nur empfehlen so wenig wie Möglich bei euch zu tragen. Nur das Nötigste wenn Möglich. Wenn ihr euch jedoch dafür entscheiden solltet Lieber auf euren Laden Acht zu geben kann ich auch dagegen nichts einwenden, außer das Kaja sich dann von euch verabschieden müsste." Krüber wollte trotz seiner ungünstigen Lage seinem Gegenüber klar machen, dass nicht sie über Kajas Verbleib entscheiden können sondern Kaja selbst. Auch wenn er gezwungen wäre Gewalt anzuwenden und seine aktuelle Lage ihn eher in den Tod führen würde, so könnte er dennoch dafür sorgen das Kaja sich nicht mehr hier aufhalten müsste. Auch wenn es nur Zufall war, Fenia so früh zu begegnen war nicht wie geplant. Wer weiß vielleicht könnten morgen sogar schon die ersten Soldaten des Prinzen auftauchen. dachte sich Krüber in Gedanken versunken und blickte zwischen Fenia und Oboro hin und her.

Die Unterhaltung welche die Hochinquisitorin mit der Prinzessin führte nagte etwas an seiner Ruhe die er so gut es ging zu halten versuchte. Zumindest schien er etwas erleichtert, als er sah wie sich gut sich Kaja gegen Fenia mit ihren Wörtern entgegen setzten konnte. Bei der kurzen Pause ob Fenia sie Begleiten würde, wandte sich Krüber zu der Prinzessin. "Ihr habt unsere Begleitung aus dem Dorf doch nicht vergessen oder? Ich bin dem Dorf und Iljah noch etwas Schuldig also wäre es Ratsam wenn wir zuerst bei ihnen vorbeischauen könnten."

Rosered_Strauss
13.08.2016, 22:19
http://abload.de/img/fenia27cki8.pngFenia verschränkte die Arme vor der Brust, während ihr Blick durch die Anwesenden hindurch in die Ferne glitt. Für sie stellte sich nicht die Frage, ob sie ihnen antworten sollte, sondern nur, wie viel sie zu enthüllen wagen konnte. Als sie eine Entscheidung gefällt hatte, wandte sich ihr Blick wieder direkt Kaja zu. "Um der Wahrheit die Ehre zu geben, ist es purer Zufall, dass ich hier über Euch gestolpert bin. Ich wähnte schon die Suche in der Kronstadt vergeblich, schien es doch, als wäret ihr verstorben. Nein, ich bin nicht wegen Euch hier. Lediglich der Sklavenhändler hat dafür gesorgt, dass wir einander begegnen... wahrlich eine Ironie des Schicksals." Sie atmete aus, als ihre Mimik ein wenig weicher wurde. "Eure Hoheit, ich weiss, dass ihr nichts übles im Sinne hat. Es war auch nie mein Ansinnen, Euch von Eurem Vorhaben abzubringen - es war lediglich die Art, wie ihr dieses zu erreichen suchtet, welches meine Unbill auf sich zog. Auch sage ich nicht, dass Euer momentanes Vorhaben nicht nobel ist - eines müsst Ihr jedoch wissen: je länger ihr fortbleibt, desto wahrscheinlicher ist es, dass tatsächlich der Konflikt ausbricht, den wir befürchten. Jetzt, da die beiden Königskinder politisch andere Standpunkte vertreten, scharen sich um beide etliche einflussreiche Personen, die hoffen, im Laufe des Konflikts an Status zu gewinnen." Sie seufzte, als sie erkannte, welche Kopfschmerzen ihr diese Situation bereitete. "Eure letzte Frage ist schon schwerer zu beantworten, daher gebe ich nur das offenkundige wieder: Ich will einen Diebstahl sühnen und ungeschehen machen. Deshalb bin ich hier, wenngleich nur auf der Durchreise. Deshalb bin ich nicht offenkundig in den Würden meines Amtes unterwegs. Deswegen prangt Karyptius nicht auf meinem Rücken. Dies hat für mich absolute Prioriät. Ich werde euch wohl ein Stück begleiten können, so unsere Ziele in gleicher Richtung liegen. Doch über kurz oder lang werden wir wieder getrennte Wege gehen müssen, denn dort, wo es mich hinzieht, werdet ihr nicht lebend hin gelangen. Womöglich keiner von Euch. Dieser Gefahr werde ich alleine gegenübertreten müssen."

Constantine
14.08.2016, 02:39
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Geduldig wartete Kaja das Gespräch ab. Fenia offenbarte ihr Vorhaben. "Es wäre unvernünftiger von mir dich alleine ziehen zu lassen, und nenn mich bitte nicht mehr Hoheit.. diesen Titel obliegt nun meines Bruders..". Kurz zeichneten sich düstere Regungen in ihren Gesicht. "Doch in einem Punkt liegst du falsch", Fenia horchte auf. "Du willst diese Sache zu Ende bringen niemand zwingt dich zu tun, was du tust". "Aber das ist schon in Ordnung so". Ein leichtes Lächeln legte sich über ihre Lippen. Nun wandte sich ihr Haupt zu Oboro, die Kitsune hatte während des ganzen Gespräches nichts weiter gesagt. "Wie steht es mit dir Oboro?", fragte Kaja freundlich, "Nach dem du nun meine Worte vernommen hast, kannst du dir vorstellen deiner Sklavin auf einer langen Reise weiterhin zu begleiten?". "Unsere Welt wird sich verändern und mit ihr die Völker die darauf leben". "All das was ich vorhabe, ist zum Wohl aller.. nicht meines eigenen". "Viel zu lange haben wir schweigend zugeschaut, wenn etwas passiert ist, weil wir uns an unser eigenes Wohl klammern". "Es wird Zeit, das sich was ändert".

Fruwluamressaw
14.08.2016, 03:21
http://file1.npage.de/001258/64/bilder/oboroavatar.jpg Tagträumend schaute Oboro ins Leere, als sie bemerkte, dass Kaja sie ansprach. Sie blinzelte und antwortete nach einer kurzen Pause:„..Hm? Lange Reise? Tja…“ Nachdenklich wanderte ihr Blick von Kaja, über Krüber und dann zu Fenia. Alle drei hatten etwas Besonderes an sich. Bei Kaja war sie sich sicher. Und auch die anderen hatten diese seltsame Präsenz. Hinzu kam diese merkwürdige Geister Stimme von vorhin. Zum Anhalten war keine Zeit mehr, etwas Großes war bereits im Gange und sie würde ihren Teil dazu beitragen.

Sie nickte. „Ja, es ist beschlossen. Wir werden von hier weggehen. Die Geister stellen mich vor Rätsel, deren Lösung sich mir hier nicht offenbaren wird.“ Kaja schaute Oboro freudig an und brachte sie damit zum Grinsen. „Das wird bestimmt witzig, ich habe mich schon lange nicht mehr in Lebensgefahr gebracht“. Krüber hob eine Hand und machte Anstalten, zu widersprechen, doch Oboro wand schnell ein: „Das zählt nicht! Komm schon, du hättest mich doch nicht wirklich aufschlitzen wollen!“ „Nun…“ „Ohje! Von jetzt an musst du sehr lieb sein, Viktor…. Ich habe mir einige Flüche ausgedacht, die ich noch nicht an Freiwilligen austesten konnte.“

Auren
14.08.2016, 09:51
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Ungewöhnlich für einen Hochinquisitor so gesprächig zu sein. Womöglich hatte auch er noch keinen Fischmenschen gesehen. Prinz Isenhorn schien dies nicht zu stören, er wirkte aber etwas Geistes abwesend.
Für einen Hochinquisitor seid ihr sehr Gesprächig. Die meisten die ich bis jetzt angetroffen habe, waren eher genau euer Gegenteil. Sie konzentrierten sich eher auf die kommende Schlacht.“
Der Mann schüttelte mehrmals seinen Kopf. „Meine Neugier lockert meine Stimmbänder. Ich Persönlich bin noch keinen aus dem Volk der Fischmenschen je begegnet und da ist es natürlich, dass man seine Neugier in Fragen umwandelt.“
Ja er war wirklich etwas anders als die Anderen. Allein sein Ton war viel Wärmer.
Kiken´na hatte mühe all seine Fragen zu beantworten. Irgendwie tat er Crim schon etwas Leid. Weshalb sie sich eher dem Prinzen zu wandte.
„Ihr wirkt sehr geistesabwesend, ist kurz vor der Abreise noch irgendetwas vorgefallen wovon ich wissen sollte?“

Ironhide
14.08.2016, 13:45
http://abload.de/img/isenhorn2skg8.png
„Ich habe nur an meine Schwester gedacht, Hauptmann“, meinte Isenhorn. Das war gar nicht mal so sehr gelogen, immerhin schien es nun doch die Möglichkeit zu geben, das sie noch lebt. Er ärgerte sich jetzt nur darüber, das er sich was hat anmerken lassen und das er im Moment nichts tun konnte, hoffte aber, das Crim die Antwort reichen würde. Außerdem war es nicht mehr sonderlich weit bis zum Anwesen der Winstons, so das eh keine Zeit mehr blieb, großartig darüber zu reden.
Prinz Isenhorn gab das Zeichen und die Kolone teilte sich auf. Die königliche Garde ritt zusammen mit Crim, Kiken'na, dem Hochinquisitor und dem Prinzen persönlich direkt auf das Anwesen zu, während die Ordensritter sich daran machten, das Anwesen zu umkreisen um möglichst alle Eingänge abzusichern und für den Fall eines Kampfes gezielt von allen Seiten eingreifen zu können.
Wie erwartet waren die Tore des Anwesens nicht verschlossen, was Isenhorn auch gewundert hätte. Sie mögen Einbrecher und Diebe abhalten, aber keine Soldaten. Es war halt keine Burg, so wie sie andere Lords hatten – auch die Winstons – sondern nur ein großer Landsitz, wo sich die Familie immer aufhielt. Die zwei Wachposten, wussten nicht so recht, was sie tun sollten, als der Prinz mitsamt Gefolge in den Hof ritt, hätten sie doch auch nichts großartig tun können. Ihr Lehnsherr erwartete aber bereits den Prinzen und stand zusammen mit einigen Wachen, dem Hauptmann seiner Männer und seiner Frau im Innenhof um den Prinzen zu begrüßen.



Währenddessen in der Hauptstadt.
Die Plakate dieses Fremdlings waren noch nicht mal vor einer Stunde entfernt worden, da wurde schon das nächste Aufgehängt. Wieder wurde jemand zur Befragung gesucht, doch diese Zeichnung war undeutlicher als die letzte. Diesmal schien der Mann etwas über den verbleib von irgendwelchen Vermissten Bürgern zu wissen. Wenn man ihn sah, sollte man es umgehend der Stadt- oder Palastwache mitteilen. Auch an den Toren wurde das Plakat aufgehängt und die Boten aus dem Palast wiesen darauf hin, das es äußerst wichtig sei, den Mann nicht aus der Stadt zu lassen. Warum wurde ihnen zwar nicht gesagt, aber das kannten sie schon.

Fruwluamressaw
15.08.2016, 01:57
http://file1.npage.de/001258/64/bilder/oboroavatar.jpg Oboro begann bereits, ihre Sachen zusammen zu suchen. Vieles konnte sie nicht mitnehmen: Sperrige Totems, dutzende Anhänger mit verschiedener Wirkung, verschiedene gesammelte Materialien, Räucherkerzen- und Stäbe, Töpfe und und und. Ihre Lebensmittelvorräte packte sie in Säcken zusammen. Kaja half ihr dabei. Entweder, sie würden einen Teil davon mit auf die Reise nehmen, oder aber sie würde die Lebensmittel an das arme Volk in der Stadt abgeben. Verderben sollten die Sachen nicht und wer wusste schon, wann sie zurückkommen würde.

Unter den wenigen Dingen, die Oboro auf der Reise bei sich führen wollte, gehörten einige starke Tränke in kleinen Fläschchen, ein Ritualmesser, ein paar Kräutersäckchen und eine Art kleiner Stab, der an seiner Spitze optisch an einen Traumfänger erinnerte. Sie verstaute die Sachen in eine Tasche und hängte sie sich um die Schulter. Damit war sie dann mehr oder minder Abreisebereit. Mehr als den Laden abschließen konnte sie nicht. Auf große Distanz konnte sie keine Schutzzauber aufrechterhalten, und so war der Laden auf sich alleine gestellt. Allerdings würden sich die meisten der Stadtbewohner so oder so nicht trauen, in den Laden der Hexe einzubrechen.

Ein bisschen Wehmut erfasste sie schon, als sie mit der Hand über die steinerne, jetzt leergeräumte Tischplatte strich. Sie hatte sich eine ganze Weile um ihr Leben hier in der Stadt und um ihren Laden gekümmert und hatte auch viel Spaß dabei gehabt. Aber die Aufregung auf die Abenteuer, die sie erwarten würden, überwiegte. Und daher war sie auch nicht traurig. „Sooo. Ich wäre wohl soweit!“

Constantine
16.08.2016, 01:32
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Keiner der beiden Anwesenden erwiderte etwas auf Kaja's Aussage. Geduldig wartete die Prinzessin darauf, dass Oboro mit dem Packen fertig war. Es freute sie, dass ihre neue Bekanntschaft so breitwillig bereit war ihr zu folgen, hatte sie selbiges Angebot doch bereits dem Jäger unterbreitet. Wie das Leben jedoch so spielt, wenn sich eine Tür verschließt, öffnet sich wo anders eine neue. Nach dem Oboro alle nötigen Sachen zusammen packte und den Laden abschloss, wartete Kaja zusammen mit ihrem kleinen Gefolge bereits vor der Tür. Fenia würde die Gruppe noch ein Weilchen begleiten, dass freute die Prinzessin. "Wenn du dich noch von deinem Laden verabschieden möchtest", erwiderte Kaja der Kitsune drehte ihr feuerrotes Haupt dann in Richtung Krüber. "Dann gehen wir noch bei dem Dorf der Walküren vorbei und bedanken uns für ihre Hilfe". Fenia schien bei dem Wort aufzuhorchen, "ich hoffe du konntest einige Freundschaften mit diesen Kriegern schließen Viktor", dabei lächelte Kaja freudig. Und so marschierten sie in Richtung des Walküren Dorfes zurück. "Warum erzählst du uns nicht ein wenig von deinem Laden Oboro und deiner Arbeit??", unterbrach Kaja die friedliche Wanderschaft.

Rosered_Strauss
16.08.2016, 13:26
http://abload.de/img/fenia27cki8.pngFenia trug einen etwas schmerzlichen Gesichtsausdruck zur Schau, ganz so, als hätte sie einen Sonnenbrand, der die ganze Zeit gegen ihre Kleidung schaben würde. Also würden sie gemeinsam reisen. Nun gut, sie hatten noch Zeit, ehe sie in die gefährlicheren Gebiete kamen. Solang konnte sie auch auf die kleine Gruppe aufpassen, selbst wenn das ihr vorankommen verzögerte. Als Kaja die Kitsune dazu aufforderte, etwas zu erzählen, horchte auch Fenia auf. Sobald diese dann auch noch davon sprach, in einem Walkürendorf vorbei zu sehen, schlug ihre Stimmung ins negative um. Hatte schon der Sklavenhändler ungute Erinnerungen wach gerufen, so würde die Idylle eines noch bestehenden Dorfes garantiert nichts schönes für sie werden. Um sich abzulenken, wandte sie sich Oboro zu. "Ihr habt also Kaja gekauft." meinte sie lediglich, als würde diese Aussage bereits ihre unumstößliche Meinung bekunden. Und tatsächlich hatte nur die Art, wie die Prinzessin handelte dafür gesorgt, dass sie ihre Klinge nicht gezückt hatte. Wesen, die Sklaven kauften - und behielten - waren wenigstens genauso schlimm wie die Fänger und Händler, sorgte doch ihre Kaufbereitschaft dafür, dass es überhaupt Sklaven gab, die verkauft wurden. Sie bemühte sich, ihren Zorn unter Kontrolle zu halten, doch war sie sich nicht sicher, ob er sich nicht doch auf ihrem Antlitz widerspiegelte. Um sich von ihrer ersten Ablenkung abzulenken, wandte sie sich Krüber zu, während Kaja gespannt auf die Antwort der Kitsune wartete. "Es freut mich, Euch noch bei ihrer Hoheit zu wissen. Er erzürnt mich, wenn ich daran denke, dass sie ansonsten noch weiter eine Sklavin gewesen wäre... Womöglich sogar in den Händen dieses widerwärten Subjektes. Seid versichert, sein Ende war kein angenehmes. Ihr könnt beruhigt sein."

Fruwluamressaw
16.08.2016, 17:44
http://file1.npage.de/001258/64/bilder/oboroavatar.jpg Die deutlich abwertende Tonlage von Fenia komplett ignorierend, antwortete Oboro stolz: „Ja, hab ich! Ein toller Kauf oder?“ „Die Zeit als Ladenbesitzerin muss mir wohl einen Instinkt für gute Geschäfte verliehen haben. Die Arbeit war aber nicht immer leicht. Einmal kam ein Mann zu mir, der behauptete, es würde des Nachts bei ihm Zuhause spuken. Das wollte ich mit eigenen Augen sehen also habe ich mich Nachts hingeschlichen um die Angelegenheit zu überprüfen. Es stellte sich heraus, dass es nur der Haushund war, der Nachts durch die Wohnung lief und polternde Geräusche verursachte. Erst war ich beruhigt, aber dann bemerkte ich, dass der Hund gar nicht wach war! Er lief also schlafwandelnd durch die Wohnung, von einer seltsamen Macht angetrieben. Das beunruhigte meinen Kunden natürlich ebenso und ich überlegte, was der Grund für das unnatürliche Schlafwandeln des Hundes war. Ich erschuf einen Ritualkreis aus Totenasche und Kerzen und setzte mich mit dem Hund darin auf spiritueller Ebene in Verbindung. Die Seele des Hundes offenbarte sich als Geschunden und klagte sehr über die Misshandlung durch seinen Besitzer.“

„Ich stellte den Besitzer also drauffolgend zur Rede. Der Besitzer stritt es natürlich vehemment ab und meinte sogar, die einzige Möglichkeit wäre wohl, den Hund zu töten. Ich widersprach ihm und bot ihm an, ein Blutopfer an ihm durchzuführen, um den Geist des Hundes zu besänftigen. Das hätte ihn nicht einmal umgebracht. Aber der Mann wurde dann panisch und als ich ihm mein Ritualmesser zeigte…“ Oboro zog es demonstrativ aus der Tasche und zeigte es kurz. „…verlor er völlig den Verstand und griff mich an.“ Sie seufzte. „Ich habe ihn verbrannt, noch bevor er mich mit seiner Axt erreichen konnte. Nicht die liebevollste Lösung, aber es funktionierte schlussendlich auch. Ich rieb den Hund mit der Asche seines Besitzers ein und der Hund offenbarte sein wahres Wesen: Er war ein weißer Wolf aus einem entfernten Wald. Ein edles und magisches Tier. Scheinbar hatte ihn der Mann gefangen und geknechtet. Tja, ja…so fügten sich die Puzzelteile zusammen. Ich habe den Wolf natürlich seinem eigenen Willen überlassen. Er bedankte sich bei mir und floh aus der Stadt. Wieder gesehen habe ich ihn seitdem nicht, also ist er vermutlich in weiter entfernte Gebiete gereist…“ Oboro schaute verträumt in die Luft und dachte über den Wolf nach.

Kinggek
17.08.2016, 21:22
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Krüber nickte mit einem kurzen Lächeln auf die Worte der Prinzessin und fügte noch hinzu "Wir konnten uns Gegenseitig helfen, außerdem würde ich gerne noch erfahren wie es um Ilja steht." Die Reise dauerte viel Länger als der Sprint in der Nacht in die andere Richtung. Unterwegs gab Fenia ihre Gedanken preis die Krüber jedoch nicht ganz zuordnen konnten. Krüber musste sich noch etwas an die Situation herantasten. Oboro musste er noch etwas näher kennen lernen um sich über ihr ein Bild zu machen. Bei Fenia war die Sache jedoch etwas schwieriger. Zwar kannte der Hauptmann die Hochinquisatorin schon länger, ebenso glaubte er ihr auch das sie sich um die Prinzessin sorgte. Doch etwas an ihr nagte am Vertrauen des Hauptmanns, dass er jedoch nicht zuordnen konnte. Während dessen erzählte die Kitsune über eine ihrer vergangenen Erlebnisse. Krüber hört ihr mit einem Ohr zu um die Kitsune besser kennen lernen zu können. Die Frau war nicht zu unterschätzen, trotz ihrer etwas eigenartigen Art. Trotz jeglicher Erfahrung über sie versuchte der Hauptmann die Distanz zu bewahren. Das sich Kaja mit beiden Frauen so gut verstehen konnte empfand er etwas eigenartig jedoch verständlich. Die ersten Häuser waren schon in Sichtweite, als Oboro ihre Geschichte zu Ende erzählt hatte. Auch die ersten Walküren konnte man schon erblicken.

Das ganze Dorf war mit dem Wiederaufbau beschäftigt. Trotz der Stärke, welche die Walküren so besonders machte hatten sie mehrere Verluste zu beklagen. Nicht nur die Häuser sondern auch einige Bewohner hatten den Angriff nicht überstanden. Ein paar der Walküren empfingen den Hauptmann mit freundlichen Gesten, unter Ihnen waren mehrer der befreiten Jungen sowie diejenigen die an seiner Seite gegen die Sklavenhändler standen. Dem Hauptmann entgingen jedoch nicht die Blicke die man seinen Begleitern zuwarf. Allen voran die Blicke die man Fenia zuwarf. Man führte sie wieder zu der Ältesten die den Hauptmann mit offenen Armen empfing. "Wie ich sehe habt gefunden wonach ihr Gesucht habt," sprach die alte Dame den Hauptmann an. Krüber nickte zustimmend und bedankte sich nochmals für die Hilfe der Walküren. Doch die Älteste winkte mit der Hand und widersprach, "Wie ich hörte habt ihr einen großen Teil dazu beigetragen, unser Dank gebührt euch". Etwas irritiert Widersprach auch Krüber mit einem leichten Kopfschütteln, beließ es jedoch dabei um das Thema nicht in die Länge zu ziehen. Auch die Älteste betrachtete die drei neuen Personen die vor ihre standen. "Wie geht es Ilja?", erkundigte sich Krüber und blickte durch den Kreis der sich langsam um sie gebildet hatte.

Constantine
18.08.2016, 19:05
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Aufmerksam den Worten der Kitsune lauschend, wanderten sie noch eine Weile auf den unebenen Boden. Die Minuten verstrichen nur so dahin, als das erste Anzeichen eines Hauses erkennbar war, weiteten sich Kaja's Augen. Das Dorf war wunderschön gelegen, hier war viel Leben zu finden, was ihre Mimik leicht in Trübsinn verfasste, waren Rauchschwaden, die senkrecht in den Himmel wehten. Der Kampf musste fürchterlich gewesen sein, erkannte das rothaarige Mädchen an den Augen der Dorfbewohner den Verlust von geliebten Menschen. Was ihr ebenfalls nicht entging, war der misstrauische Blick der auf Fenia rührte oder eher Neugierde? Den Ausführungen von Krüber konnte die Prinzessin kaum noch folgen, da sich sofort die Jünglinge um sie scharten und zum Spielen einluden. So eine rothaarige Gestalt hatten die Kinder noch nie zuvor gesehen.

Während Krüber sich bei der Ältesten bedankte und leicht den Kopf schüttelte, als Kaja unfreiwillig "entführt" wurde, geleitete die rüstige Kriegerin den Hauptmann zu einem Zelt. "Illya ist immer noch in Behandlung sollte aber wieder stehen können, sie hat noch eine Kleinigkeit für euch und eure junge Begleitung". Der Blick der Ältesten haftete lang an den roten Haaren der Prinzessin, vermutlich wusste sie es bereits doch Krüber war dankbar, dass sie es nicht laut aussprach. Bevor die Walküre sich wieder ihren Pflichten zuwenden wollte, legte sie ihre muskuläre Hand auf der Schulter des Hauptmann's ab, wodurch dieser leicht einknickte. "Ihr seit hier immer willkommen, wenn es irgend etwas gibt, womit mein Stamm und ich euch behilflich sein können, werden wir gerne tun, was wir können". "Bevor ich es vergesse.. nehmt dieses Andenken an uns mit", Viktor bekam ein in Silber getauchtes Horn überreicht mit einer Kette, die er um seinen Hals tragen konnte. "Das ist dass Horn der Walküren.. blast kräftig hinein, es sondert einen speziellen Ton ab den nur Walküren hören können". "Wir sind nicht mehr viele auf dieser Welt doch leben die, die noch übrig sind weit verteilt, wenn eine Walküre diesen Ton vernimmt, wird sie euch sofort zur Hilfe eilen". Noch bevor der Hauptmann widersprechen konnte, wandte sich die Dorfälteste an Fenia. Lange schaute sie der Walküre in ihre Augen, ehe sie zu ihr sprach, "fühl dich hier willkommen Schwester... doch bedenke, wer auch immer unsere friedliche Idylle stört, wird hart bestraft". "Ich hoffe ihr findet, wonach ihr sucht". Mit einem ehrlichen Lächeln schwang die Älteste die riesige Axt empor, so dass das Schneideblatt mit der metallenen Oberfläche an ihrem breiten Rücken hing. Die scharfe Klinge glänzte in dem Sonnenlicht kurz auf ehe sie sich aufmachte ihren Pflichten nachzukommen, dabei der Gruppe hinterher winkte.

Rosered_Strauss
18.08.2016, 19:30
http://abload.de/img/fenia27cki8.pngFenia neigte leicht den Kopf als Geste des Respekts. "Ich habe nicht vor, diese Idylle zu stören - ich will sie lediglich bewahren." erwiderte sie, als sich der Dorfälteste abwandte und seiner Wege ging. "Mit allen notwendigen Mitteln." murmelte sie. Während Krüber von den Walküren umschwärmt wurde, war Kaja schon fort geführt worden. Nur sie war übrig - denn niemand kam ihr zu nahe. Sie lehnte sich an einen Baumstamm und fasste das Dorf ins Auge. "Es ist wunderschön..." meinte sie leise, als ihr Blick wieder in die Vergangenheit schweifte. Ihr ihr eigenes Dorf zeigte. Wie es friedlich da lag, inmitten der saftig grünen Wiesen... bevor es in Flammen stand und das Blut den Boden durchtränkte. Mit einem Ruck zerbrach die Latte des Holzzaunes, die sie umklammert hatte. "Niemand wird so etwas in meiner Anwesenheit tun können. Dafür sorge ich..." versprach sie sich, ehe ihre Blicke erneut dem Hauptmann folgten. Es war ein Anblick, der ein Gefühl in ihr auslöste, dass sie nicht ganz einzuordnen wusste. Es schien eine ganz normale Szene zu sein - ein Mann aus der großen Stadt, der von den Mädchen und jungen Frauen des Dorfes umschwärmt wurde. Kurz formte sich ein Lächen auf ihren Lippen, das jedoch schnell zur Grimasse verkam und ihrer ausdruckslosen Miene Platz machte. Es blieb ihr nur, sich zu vergewissern, dass die Kitsune nichts anstellte - aber hier im Dorf sollte sie nichts anstellen können.

Fruwluamressaw
18.08.2016, 22:19
http://file1.npage.de/001258/64/bilder/oboroavatar.jpg Oboro begegnete den Dorfbewohnern vom Volk der Walküren offen und freundlich. Neugierig mischte sie sich in das Getummel. Schnell waren einige Kinder bei ihr und befummelten ihre fluffigen Schwänze. Oboro kicherte, warnte aber die Kinder davon sich nicht zu verbrennen. Die Funken an den Fuchsschwänzen waren nicht immer ganz kontrollierbar. Sie spielte mit den Kindern, gleichsam analysierte sie diese aber auch ausgiebig. Die meisten von ihnen waren weiblich. Und sie waren bereits sehr stark, dass fiel vor allem dann auf wenn sich die Kinder spaßeshalber – Engelchen flieg – durch die Luft schleuderten. Auch Oboro wurde davon nicht verschont aber es machte ihr nichts, sie musste einfach darüber lachen. Nach einer Weile wurde es ihr dann aber doch zu bunt und sie brauchte ein wenig Ruhe. Das war kein Problem, denn an für sich war das Dorf sehr idyllisch gelegen und gestaltet. Das gefiel Oboro. Ihr war allerdings nicht entgangen, dass das Dorf Schaden genommen hatte. Umso schöner war es, dass vor allem die Kinder trotzdem ihre Freude nicht verloren hatten.

Oboro sprach gerade mit einer Kräuterkundigen älteren Walküre, als ihr auffiel, dass Fenia allein und sehr Abseits an einem Baum stand. Sie beendete daher Gespräch mit der Kräuterkundigen, die sich bei Oboro überschwänglich für ihre Ratschläge bedankte und ging zu Fenia und schaute sie einige Sekunden lang einfach von unten an. Dann sprach sie: „Was machst du denn hier so alleine? Du wirkst etwas angespannt….“ Sie kramte in ihrer Tasche herum. „Hast du etwa eine innere Blockade? Ich hab hier ein paar interessante Sachen dagegen…glaube ich…“

Rosered_Strauss
19.08.2016, 11:05
http://abload.de/img/fenia27cki8.pngVon Fenia kam ein recht undamenhaftes Schnauben. "Ich habe weder eine innere Blockade, noch brauche ich irgendwelche Mittel." Trotz ihres eher abweisenden Tonfalls wandte sie sich zu der Kitsune um und musterte diese abschätzend. "Aber diese Idylle, diese Friedfertigkeit... an dieser kann ich nicht teilhaben. Es wäre zu gefährlich." Auf den Fragenden Blick ihres Gegenübers verengten sich ihre blutroten Augen. "Ihr glaubt doch nicht wirklich, dass unsere Zeit ungefährlich wäre? Im Gegenteil - dass selbst unschuldige Mädchen entführt und als Sklavinnen verkauft werden, zeigt, dass diese Zeiten alles andere als wahrhaftig friedlich sind. Wenn Friede herrscht, dann deswegen, weil Kriminelle zu große Angst vor den Sanktionen haben, die dies nach sich zieht. Ich bin diese Sanktion, und als solche kann ich es mir nicht erlauben, meine Sinne durch die Teilnahme hieran abzustumpfen. Ohnehin habe ich mich von der Philosophie der Walküren entfernt, sie würden mich nicht so annehmen können, wie ich bin."

Fruwluamressaw
19.08.2016, 18:35
http://file1.npage.de/001258/64/bilder/oboroavatar.jpg Fenia schaute Oboro nicht sonderlich freundlich an. Sie konnte ihre Missgunst in ihrem Blick deutlich spüren. Aber Oboro versuchte, es nicht persönlich zu nehmen und zeigte sich vielmehr über die verbitterte Walküre besorgt: „Ja… die ganze Welt ist voller Gefahren. Das kann sich nie ändern. Aber es gibt so viel mehr zu sehen und zu erleben, als die Gefahr. Auch die Freude gehört dazu. Wir sollten mit offenen Augen in die Welt schreiten, nur so können wir wahre Erkenntnis erlangen. Kein Wort würden die Geister zu mir sprechen, würde ich mich verschließen.“

Oboro setzte sich auf den Boden und spielte an den Grashalmen herum. „Und du siehst dich als eine Art Überbringerin der Gerechtigkeit? Oder verstehe ich das falsch? Und wer oder was sagt dir, was gerecht ist und was nicht?“

Constantine
19.08.2016, 18:47
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Mit den Jünglingen der Walküren an den Armen wurde Kaja sofort in Beschlag genommen, bevor sie sich wieder von dannen machte, wollten die Kinder noch ein bisschen mit der Prinzessin spielen. Ein kleines, grünes Feld lag vor ihnen. Dutzende Felsvorsprünge ragten aus der Erde hervor, auf dem Boden konnte man dutzende Einschläge erkennen. Der Rest der Dorfbewohner richtete ihr Augenmerk nur beiläufig auf Fenia galt auch deren Interesse mehr des rothaarigen Kindes. Ein dunkelblondes Mädchen hüpfte vergnügt vor Kaja und landete in einem Satz auf dem Felsvorsprung, dabei wirkte ihre Statur jetzt schon kräftiger, als die der Prinzessin. "Wir wollen noch ein bisschen mit dir Spielen bevor du uns wieder verlässt". Ein weiteres Mädchen zupfte der Rednerin an ihrem Ärmel, "meinst du es ist klug unseren Gast herauszufordern, sie sieht nicht sehr kräftig aus?". Auf diesen Kommentar hin wurde die Gesprochene kurzer Hand zu Boden geschupst. Kaja wollte ihr schon aufhelfen doch die kleine Blondine hob eine Hand, lächelte leicht. "Du kommst doch aus dem Adelshaus oder?", Kaja zuckte leicht zusammen, was ihrem Gegenüber ein leichtes Grinsen verschaffte. "Ich fordere dich zu einem Rennen heraus, wenn du diesen kleinen Parkur schaffst und dich mit mir duellierst, hast du meinen Respekt".

Die Prinzessin verstand nicht ganz, was das Kind von ihr wollte. Natürlich konnte sie in ihrem Zustand und ihrer Position einfach verneinen und Viktor die Sache ausfechten lassen, doch wozu hatte sie die Reise auf sich genommen, wenn sie schon vor einer solchen Kleinigkeit davonlief? Ihre azurblauen Augen fingen an, zu leuchten Kaja zupfte ihr Kleid zurecht und krempelte anschließend ihre Ärmel hoch. Mit hoch erhobenem Haupt schaute die Prinzessin auf den kleinen Blondschopf. Ihr Blick ruhte auf den Felsen, die erst jetzt ein riesiges Ausmaß zu haben schienen auch wirkte der Weg dazwischen um einiges breiter, als zu Beginn. "Gut, ich fange an und zeige dir, wie's geht?", noch bevor Kaja reagieren konnte, setzte die junge Walküre zu einem gewaltigen Sprung an. Durch die Wucht in den Füßen bröckelten kleinere Splitter von dem Vorsprung herunter, wodurch die Prinzessin jetzt schon beeindruckt war. Ganz leicht, fast schon in geschmeidigen Bewegungen landeten ihre Füße in den steinigen Untergrund bis sich der Ausdruck des Mädchens veränderte und sie ihre Geschwindigkeit erhöhte. Kaja konnte mit ihren ungeübten Augen fast folgen, bis das Mädchen in einem Seitwärts Salto direkt vor ihr landete. Mit weiterhin großen Augen starrte Kaja den kleinen Parkur an, ihr eigener Körper zitterte leicht. "Was ist, kneifst du Tante?". Kaja schüttelte ihr Haupt. Ohne über die Konsequenzen nachzudenken, setzte die Prinzessin ihren Entschluss in die Tat um. Mit etwas wackeligen Beinen krabbelte Kaja den Vorsprung hinauf, wäre dabei fast gestürzt, was bei den Kindern ein leichtes Lächeln auf ihre Lippen trieb.

Für Kaja selbst war es ein enormer Kraftakt sich auf diesem Felsvorsprung zu halten, das junge Mädchen stand direkt neben ihr, vollkommen angstfrei. Für die Prinzessin war dies bewundernswert, so wollte sie selbst auch sein. Der Wind wehte leicht durch ihr feuerrotes Haar, die azurblauen Augen fest auf den Parkur gerichtet, wollte Kaja gerade zum Sprung ansetzen, als in ihrem Kopf eine Stimme nach ihr rief, um ihr Mut zuzusprechen. Doch die Prinzessin wurde so überrascht, dass sie sich kurzer Hand auf den Hintern packte, was dazu führte, dass die Kinder unweigerlich lachen mussten. Die Kinder beruhigten sich wieder und wollten Kaja gerade aufhelfen, diese lehnte allerdings ab. Sich den Staub von den Schultern klopfend, erhob sie ihren Oberkörper wieder dabei den Blick wieder auf den Parkur haften. "Ich hab es wohl etwas übertrieben mit dir, ich wollte dich nicht reinlegen, sondern nur sehen, was du drauf hast".

Kaja wollte davon nichts wissen. Im Gegenteil, trotz der Einrede auf sie sprang die Prinzessin wieder auf den Felsvorsprung. Dieses Mal wirkte ihr Körper ruhiger, gleichmäßig füllten sich ihre Lungen mit der kühlen Morgenluft. "Da hast du ihr ja was schönes eingeredet, die Älteste wird uns wieder den Kopf waschen, wenn sie davon Wind bekommt". Bevor eine der jungen Walküren noch etwas erwidern konnte, hatte Kaja sämtliche Muskulatur in ihren Beinen angespannt auch ihr Blick hatte sich verändert. In einem gewaltigen Satz hechtete sie zu dem nächsten Felsvorsprung, zwar war die Landung nicht so elegant wie die, der jungen Herausforderin doch immerhin unversehrt. Der nächste Felsen galt zu überwinden, dieses Mal war ihr Sprung schneller von statten, viel geschmeidiger. Kaja wetzte über das letzte Hindernis stemmte einen Fuß in den Felsen um sich so mit ihrem Körper drehen zu können und sprintete im geschmeidigen Lauf über den Rest des Parkurs hinweg. Vor den erstaunten Augen der Jünglinge kam die rothaarige Prinzessin mit einer geschmeidigen Drehung zum Stillstand, dabei gefror das saftige Gras unter ihren Füßen zu schimmerndem Eis, der Wind fegte über ihre Häupter hinweg. Als die Jünglinge genauer hinsahen, konnten sie eine kleine, feine Spur aus dem magischen Element entdecken, eine nach der anderen klatschte Beifall auch das junge Blondchen. Vollkommen erschöpft, landete Kaja auf ihrem Hintern und musste sich ausruhen dabei riss sie eines der jungen Walküren mit um, so dass diese auf ihrem Bauch landete, was zu erneutem Gelächter führte. Obwohl die unerfahrene Prinzessin gerade eine Höchstleistung vollbracht hatte, konnten die Kleinen diese keines Falles ernst nehmen. Anders jedoch war es mit den übrigen Dorfbewohnern, die das Spektakel genau wie die Dorfälteste aus den Augenwinkeln heraus beobachtet hatten.

Rosered_Strauss
19.08.2016, 18:58
http://abload.de/img/fenia27cki8.pngFenias Mundwinkel zuckten, als Oboro sie in ein Gespräch über Freude und Gerechtigkeit verwickeln wollte. Und womöglich auch darüber, dass sie sich bereitwillig darauf einliess. Immerhin erfuhr sie mit jeder Silbe ein klein wenig mehr über die Frau, die Kaja immer noch als 'Eigentum' besaß. "Gerechtigkeit ist zuallererst ein schönes Wort. Gerechtigkeit ist überdies noch Perspektivenabhängig. Es ist gerecht, wenn ich den Mörder meines Freundes hasse und ihn ebenfalls töten will. Aber ist es noch so gerecht, wenn ich erfahre, dass er nur deshalb tötet, um Frau und Kind zu ernähren? Letzten Endes gibt es so etwas wie 'Gerechtigkeit' nicht. Es gibt Entscheidungen. Entscheidungen und ihre Konsequenzen. Und ich habe mich entschieden, jene zu schützen, die sich selbst nicht schützen können. Ein Schwert für die Menschen zu sein. Denn all jene, die es wagen, ihnen zu schaden, ob nun von innen oder von aussen... gegen die werde ich vorgehen, ganz gleich, welche Gründe sie nun haben. Das ist, was du über mich zu wissen brauchst. Dies... und das alle Sklavenhalter, derer ich habhaft werden kann, durch meine bloße Hand sterben werden." Zur Verdeutlichung griff sie an den Baum, gegen den sie sich bis eben noch gelehnt hatte, und brach mit blosser Hand ein Stück Holz aus dem massiven Stamm. Ein feines Lächeln flackerte einer kurzlebigen Kerzenflamme gleich über ihre Züge, während es doch die Augen nicht erreichte, die ihr mit kaltem, blutroten Glanz ihre Unbill darüber verrieten, dass sie Kaja immer noch nicht nominell frei gegeben hatte.

Fruwluamressaw
19.08.2016, 19:54
http://file1.npage.de/001258/64/bilder/oboroavatar.jpg Verärgert fuhr Oboro hoch und schimpfte: „Warum hast du das getan?! Dem Baum gefällt das nicht! Und mir auch nicht!“ Sie trat nahe an Fenia heran und schaute sie trotzig an. Sie hatte versucht ruhig zu bleiben, auch wenn sie die Abneigung von Fenia deutlich gespürt hatte. Doch dass diese nun einen Baum beschädigte, nur um Oboro zu drohen, war einfach zu unverschämt. „Wenn es die Wut ist, die dich offensichtlich leitet. Und wenn es nur die Menschen sind, um die du dich kümmerst…dann halte ich von deiner Form der Gerechtigkeit nichts! Denkst du, ich merke nicht, wie du über mich urteilst? Meine Sklavin ist bei mir freier, als sie es bei euch oder ihrem Adelshaus je sein würde, das erkenne ich jetzt. Höhere Mächte haben sie zu mir geführt und DU wirst dich dem nicht aus falschen Stücken in den Weg stellen können!“ Sie hatte nicht vor, sich auf einen Kampf einzulassen. Sie wollte Fenia als Verbündete, auch wenn diese es ihr durch ihr Misstrauen nicht einfach machte. Dennoch ließ es sich kaum verhindern, dass durch diese Verärgerung Funken an ihren Schwänzen umhertanzten.

Rosered_Strauss
19.08.2016, 20:25
http://abload.de/img/fenia27cki8.pngFenia lächelte in sich hinein. Hatte sie die Kitsune endlich einmal dazu gebracht, ihren eigentlichen Charakter zu zeigen. "Oh?" meinte sie nur, als ihre Haltung gerader wurde, bedrohlicher. "Da haben wir jetzt wohl ein Problem." Unvermittelt schoss sie näher, sodass es Oboro, die in diesem Moment blinzelte, wohl so scheinen musste, als wäre sie schlicht verschwunden und direkt vor ihr wieder aufgetaucht. "Ich tue also etwas, was du nicht willst. Aber ich bin zu stark, zu mächtig, als das du mich daran hindern könntest, es zu tun. Du merkst es, oder? Mit einer Geste könnte ich dir das Genick brechen, ehe deine Magie zum tragen kommt. Ich bräuchte noch nicht einmal beide Hände dazu..." Ihre Augen glitzerten, als sie Oboro mit der Handfläche über die Wange fuhr, nur um zu verdeutlichen, dass sie sie nicht daran hindern konnte. Doch dann gab sie ihre Kampfhaltung auf, lehnte sich wieder gegen den Baum zurück. "Würde ich dich jedoch 'fürchten', sähe es anders aus. Dann würde ich mich nicht trauen, das zu tun, was dir missfiel. Man kann nicht von jedem geliebt oder gehasst werden. Aber man kann von weitaus mehr Leuten gefürchtet als geliebt werden. Deswegen bin ich, was ich bin. Ich bin die 'Furcht' des Feindes, die letzte Strafe. Denn ich bin in der Lage, ihnen die letzte Zuflucht zu nehmen... und sie nicht einmal im Tode Frieden finden zu lassen. Wen ich bestrafe, für den gibt es keine Rettung mehr. Deswegen bin ich abseits, deswegen verkörpere ich keine 'Gerechtigkeit' - ich bin nur die 'Strafe'. Denn in dieser Zeit muss man pragmatisch sein. Wenn ich 10 töten muss, um 100 zu retten, dann tue ich es, denn Risiken kann man sich nicht mehr leisten. Die Menschen sind vom Aussterben bedroht, und wenn sie nicht einig ist, Seite an Seite steht... dann wird sie untergehen. Es braucht Menschen wie Kaja, damit die Leute ihre Oberen lieben können, es braucht sie, damit sie den richtigen Weg gehen können und sich nicht wie Hunde um einen Knochen balgen. Und es braucht Individuen wie mich, die dafür Sorgen, dass die Menschen lange genug am leben bleiben, um in eine bessere Zukunft geführt werden. Mögen sie mich fürchten, mögen sie mich hassen - ich begrüße es! Denn dadurch stellen sie nichts noch schlimmeres an." Sie warf der Kitsune einen Blick zu. "Damit sollte deine Frage beantwortet sein, warum ich hier alleine stehe, sowie die Frage, warum ich über andere Urteile. Kaja hat entschieden, dass sie die Situation derweil lassen will, wie sie ist, und ich respektiere ihren Willen - in Maßen. Doch erkenne die Ironie, dass eine Sklavenhalterin ihre Sklavin als 'frei' bezeichnet. Womöglich glaubst du sogar selbst, dass du dir nichts zu Schulden hast kommen lassen, immerhin behandelst du sie ja gut." Ihre Augen wurden mit einem Mal so kalt wie Eiskristalle. Jedoch erkannte Oboro, dass dieser bodenlose Hass, der darin zu sehen war, nicht ihr galt - oder zumindest nicht ihr direkt. "Indem du sie gekauft hast, hast du gezeigt, dass Leute bereit sind, für Sklaven zu bezahlen. Da man dafür bezahlt, werden weitere versuchen, mehr Sklaven zu fangen. Du hast das System der Sklaverei unterstütz, anstatt zu seinem Ende beizutragen."

Kinggek
19.08.2016, 20:49
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Krüber war erfreut über das Geschenk welches ihm die Älteste überreicht hatte. Wie besonders dieses Geschenk war, konnte er an seiner Bedeutung sowie die Worte der Ältesten erkennen. Als sich diese wieder ihren Aufgaben widmete und die Gruppe zurückließ, teilte sich diese schlagartig auf. Kaja wurde von den jüngeren des Volkes mitgeschleppt während Fenia sich etwas abseits zurückzog und Oboro das Dorf erkundschafte. Der Hauptmann wollte so nah wie möglich an der Prinzessin bleiben, wobei er zwar nichts zu befürchten hatte, ihn aber immer noch ein eigenartiges Gefühl bedrückte. Ehe er seine Gedanken zur Tat umsetzten konnte, wurde er von einigen Walküren umzingelt die ihn wie wild ausfragten. Woher er komme, wie es am anderen Ende des Reiches ist, wie sie die Befreiung der Gefangen vollbracht haben. Der Hauptmann war sichtlich überfordert und versuchte sich entschuldigend von den Walküren zu trennen. Teils behielt er Kaja im Blickfeld, die mit den jüngeren eine Art Parcour bestritt. Teils die beiden anderen aus der Gruppe die sich wohl etwas Austauschen wollten.

Da er sich bei keinem der dreien Einmischen wollte gab er schließlich nach und setzte sich an eine gelegene Stelle und versuchte den Walküren ein paar Sachen über die Welt da draußen zu erzählen. Die Wörter flossen aus seinem Mund, während seine Augen dennoch bei den drei anderen ruhte. Bei Kaja die sich Anfangs sehr anstrengen musste, endete das Ereignis in einer Art Spektakel. Im Augenwinkel bemerkte er die neugierigen und etwas ängstlichen Blicke, die die älteren des Dorfes auf sie zuwarfen. Die anderen Damen am Rande des Geschehens unterhielten sich weiterhin, wobei Krüber die Entwicklung des Gesprächs nicht ganz so gefiel. Mit einer seiner Meinung nach unnötigen Aktion der Hochinquisatorin, erhöhte Oboro ihren Ton. Fenia führte das Gespräch auf selber Ebene weiter. Krübers Hand glitt langsam zu seiner Klinge als er bemerkte wie hitzig das Gespräch wurde und welche Aura sich um die beiden bildete. Ehe die Lage zu eskalieren schien, beruhigte sich die Hochinquisatorin wieder und führte das Gespräch auf eine ruhigere Lage zurück. Einen kurzen Moment ruhte er bei seiner Erzählung um zu beobachten, ob sich die Lage entspannen würde...

Fruwluamressaw
19.08.2016, 21:39
http://file1.npage.de/001258/64/bilder/oboroavatar.jpg Oboro war mehr beeindruckt als beängstigt von der Schnelligkeit der Walküre. Schlussendlich war es aber nur ein weiterer Einschüchterungsversuch gewesen. Auch im Bewusstsein, dass sie in diesem Fall wohl den Kürzeren gezogen hätte, ließ sich Oboro nur schwer aus der Ruhe bringen. Trotzdem musste sie ersteinmal tief durchatmen. Als die Anspannung des Momentes von ihr fiel, kam sie wieder zu Wort: „Ich war mir der Ironie meiner Worte sehr bewusst, als ich sie aussprach. Dennoch habe ich sie genau so gemeint und bleibe dabei.“ Damit beließ sie es, ohne weiteren Boden für weitere Diskussionen zu liefern, kehrte sie um und ging.

Der Hass ist tief in das Wesen dieser Frau verankert. Zu fest, als dass ich jetzt dagegen vorgehen könnte ohne ihre Hülle anzugreifen. Oboro hoffte sehr, dass sich nicht schon Dämonen an diesen Nährboden geheftet hatten. Fenia war sehr stark. Aber war sie es auch psychisch? Oboro war sich da nicht sicher und sie zweifelte auch sehr daran, dass Furcht und Hass in irgendeiner Weise zu Frieden und Einklang beitragen würden. Als sie über die Wiese zu den Häusern zurück tapste, bemerkte sie den Blick Krübers. Er schaute in ihre Richtung. „Du…hast uns beobachtet?“ sagte sie zu Krüber, der sie daraufhin etwas besorgt ansah, doch Oboro machte eine abwinkende Geste. Sie setzte sich neben ihn und schmunzelte, als sie eine Gruppe hübscher Walküren bemerkte, die aus einiger Entfernung immer wieder zu Krüber schauten und miteinander tuschelten. "Du bist hier wohl sehr beliebt..."

Kinggek
19.08.2016, 23:25
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Als Krüber bemerkte das sich die Anspannung wohl doch gelegt hatte, fuhr er mit seiner kurzen Erzählung fort um sie anschließend zu Ende zu bringen. Ebenso war er erleichtert, dass Kaja nichts davon mitbekommen hatte. Nachdem sich die Schar um ihn langsam aufgelöst hatte, näherte sich die Kitsune an seinen Platz. Erst als Oboro mit einer Geste darauf hinwies, dass sich die Lage wieder entspannt hatte, konnte er sich wieder etwas ruhiger verhalten. Ihr Kommentar auf eine kleine Gruppe der Walküren die sie beboachteten beantwortete er mit einem "Scheint so.." nach einer kurzen Pause fügte er noch hinzu ,"Wobei ich nicht einmal weiß wieso?" Oboro blickte ihn etwas irritiert an, doch der Hauptmann zuckte mit gleicher Geste mit den Schultern. "Mit Walküren Seite an Seite zu kämpfen ist zwar eine Ehre, ihre Gunst zu Gewinnen jedoch eine ganz andere. Es ist ein Kriegsvolk, um diese zu Beindrucken muss schon mehr sein als nur gut Kämpfen zu können. Dennoch weiß ich nicht was letzte Nacht mir diese Zuneigung gebracht haben sollte. Ich war am Angriff beteiligt und wir konnten zusammen die Gefangen befreien, doch die Leistung der Walküren übertrafen bei weitem die Meine. Immerhin war es mein Ziel Kaja zu befreien." versuchte Krüber die Lage etwas zu schildern.

Fruwluamressaw
21.08.2016, 22:31
http://file1.npage.de/001258/64/bilder/oboroavatar.jpg „Tja, öhm...“ setzte Oboro an. „Ich habe hier ehrlich gesagt nicht allzu viele Männer gesehen.“ Sie musste grinsen, ob der Vermutung die ihr in den Kopf gesprungen war. „Und die, die ich sah, schienen eher einfache Leute zu sein. Du bist ein Hauptmann, das macht schon etwas her! Oder aber, sie finden dich einfach besonders attraktiv… und zeigen dir gegenüber darum eine erhöhte Paarungsbereitschaft…“
Krüber antwortete irritiert: „Unsinn! Treibt doch nicht solche Späße mit mir…“ Oboro lachte: „Würde dir das etwa nicht gefallen? Ich wette, ich habe recht damit. Vielleicht bereiten sie schon einen Liebestrank vor den sie euch heimlich untermischen wollen…“ sie grinste schelmisch.

Constantine
23.08.2016, 14:43
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Nach dem Kaja sich langsam von der Tortour erholte, richtete sie ihren Oberkörper wieder auf. Noch leicht verschlafen wirkend, suchten ihre Augen nach den anderen aus der Gruppe. Etwas weiter abseits war da Fenia ganz alleine unter einem großem Lindenbaum, in einer anderen Ecke unterhielt sich Krüber mit Oboro, dabei fiel der Prinzessin das rege Interesse der weiblichen Walküren an ihrem Hauptmann auf, was ihr ein leichtes Grinsen bescherte. Kaja wollte gerade einen kleinen Spaziergang machen doch so recht wollte ihr Anhängsel noch nicht los. "Dann begleitet mich eben ihr kleinen Strolche", dabei strich sie dem Blondschopf durch ihr goldenes Haar. Mit den Walküren Kindern an ihrer Seite entschied sich die Prinzessin zu Fenia zu gehen. Auch, wenn es der Hochinquisitorin nichts ausmachte alleine zu sein, störte es Kaja irgendwie schon. Es dauerte eine Weile bis Kaja vor dem Sitzplatz ankam. Fenia schaute zu ihr auf und wollte gerade etwas erwidern, "bemüh dich nicht und hör im übrigen auf mich mit diesem lästigen Titel anzureden". "Ich heiße Kaja.. so schwer ist das nicht". "Darf ich mich setzten?", die Hochinquisitorin nickte. Die Prinzessin warf alle königlichen beigebrachte Manier einfach über Bord und setzte sich auf den Schoß der Walküre, die leicht irritiert zu sein schien. Den rothaarigen Hinterkopf lehnte Kaja einfach zwischen Fenia's Brüsten ab während auch die Kinder Platz nahmen um nun ihrerseits die Hochinquisitorin bemusterten. "Ist es so nicht viel angenehmer, wenn mehr Leute um einen herum sind, als ständig nur alleine seinen Weg beschreiten zu müssen?", Kaja bettete sich gerade ein. "Ahh, so schön weich fast so wie die von Oboro...", murmelte sie leise vor sich hin. "Hast du dich schon mit Oboro anfreunden können sie ist gar nicht so verkehrt, oder?". Kaja's Miene strahlte bei der Erwähnung der weiblichen Kitsune. "Sie wirkt auf mich ein bißchen einfältig.. dann wiederum auch nicht, es ist merkwürdig". "Ich konnte seit meiner Kindheit das Gemüt meines Gegenübers fast immer richtig einschätzen doch bei ihr und auch bei dir ist das Unterfangen nicht immer einfach". Während Kaja sprach hörten ihr die Jünglinge einfach nur zu, eines der Kinder lehnte sein Haupt an Fenia an, um sich auszuruhen.

Auren
27.08.2016, 12:13
http://fs5.directupload.net/images/160513/do8hdg6n.jpg
Die Antwort des Prinzen auf ihre Frage war wohl zu erwarten. „Ich weiß, dass ihr eure Schwester vermisst, aber bitte zeigt es nicht vor euren Männern.“ Der Hauptmann sprach diese Worte recht leise. Immerhin waren sie nur dem Prinzen bestimmt. „Mir ergeht es nicht anders. Das rote Kleid welches ich am verschwinden der Königin und Krüber trug, war ein Geschenk von ihr. Ich selbst kämpfe auch noch mit dem Verlust unserer Königin und den alten Hauptmann. Auch wenn er zum Schluss euch verraten hat. Nimmt es mir nicht übel, aber wir sind auch Freunde.“
Damit war vorerst alles gesagt, was gesagt werden musste. Der Hochinquisitor konnte wie ein Wasserfall reden. Dies erhellte etwas die Stimmung während sie weiter auf das Anwesen zu ritten.

Sie waren endlich da. Im Landsitz der Winston. Crim konnte es kaum erwarten den Sohn der Winston´s festzunehmen. Er war immerhin für das verschwinden von Kaja und Krüber verantwortlich, sowie den den großen Schaden in der Hauptstadt. Auch für die vielen Toten die nach diesem Ereignis ihre Leben durch unbekannte Kreaturen verloren hatten.
Ihr Besuch war unangekündigt und trotzdem wurde das Gefolge, sowie der Prinz bereits erwartet. Die Winston haben wirklich ihre Ohren überall.
Nur diesmal wird sie dies nicht mehr retten können.
Der Oberhaupt und auch seine Frau begrüßten Prinz Isenhorn. Die Nerven waren zum zerreißen angespannt. In jeden Moment könnte hier im Hofe ein Kampf entfachen oder man würde ein Attentat auf den Prinzen verüben.
Prinz Isenhorn blieb für seine Persönlichkeit sehr ruhig und gelassen. Den Gruß erwiderte er sogar freundlich. „Sparen wir lieber die Höflichkeiten!“ Dachte Crim kurz, aber da sie die königliche Vertritt, begrüßte sie ebenfalls die Winston´s.
„Guten Tag, mein Herr, meine Dame. Prinz Isenhorn wünscht euch etwas mitzuteilen.“
Dann machte sie platz, damit die volle Aufmerksamkeit dem Prinzen galt.

Kinggek
31.08.2016, 22:01
http://fs5.directupload.net/images/160510/b4dbl5md.png

Das was die Kitsune von sich gab irritierte den Hauptmann schon ein wenig. Krüber hatte das Interesse an ihm eher als eine Art Respekt betrachtet und nicht als Zuneigung. Schnell versuchte er diese Gedanken aus dem Kopf zu werfen und schüttelte leicht seinen Kopf. "Die Gunst einer Walküre zu gewinnen, wird wohl nicht ganz so einfach sein wie ihr denkt. Nur durch einen Kampf Seite an Seite sie zu überzeugen wäre viel zu einfach. Wenn es jedoch so wäre wie ihr Glaubt, dann hätte ich wohl schon längst das Herz der Dame in der schwarzen Rüstung da hinten erobert." Mit einer spöttischen Geste deutete er auf Fenia, die gerade von jüngeren Walküren und der Prinzessin übermannt wurde. "Da ihr sie ja nun etwas näher kennengelernt habt, müsste ihr ja auch wissen was ich damit meine oder? Also denke ich mal das es einfach nur Ansichtssache ist." Krüber wollte eigentlich nicht weiter auf das Thema eingehen und beließ es einfach dabei.

Fruwluamressaw
01.09.2016, 20:07
http://file1.npage.de/001258/64/bilder/oboroavatar.jpg „Oh, ich glaube, Verliebt zu sein könnte ihr tatsächlich außerordentlich gut tun!“ sie kicherte und trank einen Schluck Tee. Dabei beäugte sie Krüber, der ihren Blick schnell erwiderte. Ja, vielleicht steckte noch mehr hinter der Bewunderung. Oboro kramte in ihrer Tasche und holte das Messer hervor, dann hielt sie es ihm entgegen. „Ich nehme mir jetzt etwas Blut von dir.“ Sofort ging Krübers Hand an seinen Schwertgriff. „Nein, das wirst du nicht tun!“. Sie blinzelte ihn voll Unverständnis an. „Nagut, dann machst du es eben selbst.“ Sie warf das Messer vor ihm auf den Tisch. Dann kramte sie noch ein Fläschchen hervor und stellte es ihm hin.

Krüber war misstrauisch und dachte eine Weile darüber nach, ob er Oboro hier trauen könnte. Nun, immerhin hatte sie Kaja auch nichts angetan, im Gegenteil, also willigte er ein, etwas von seinem Blut in das Fläschen tropfen zu lassen. Allerdings verzichtete er darauf, Oboros Messer zu nehmen und schnitt sich mit einer eigenen Klinge. Während er dies tat, schaute Oboro zu Fenia. Mittlerweile hatte sich Kaja zu dieser gesellt. Offenbar kam SIE gut mit Fenia aus. Immerhin.

Krüber schob ihr das Fläschchen zurück. Oboro mischte ein Pulver in das Blut, verschloss das Fläschen mit einem Korken und schüttelte es durch. „Ich werde das untersuchen. Achja und ich habe noch eine Frage an dich Viktor… du weist nicht zufällig, ob Kaja Eismagie gelehrt wurde?“

Rosered_Strauss
02.09.2016, 19:35
http://abload.de/img/fenia27cki8.pngFenia unterband den Drang, sich unwohl zu winden. Die Prinzessin war schon immer auf Tuchfühlung gegangen, Grenzen ignorierte sie dabei einfach. Das war manchmal erfrischend unbedarft, manchmal erschreckend unbedarft. Ihr Blick wanderte zu Kaja hinab, die offenkundig beschlossen hatte, es sich an und auf ihr gemütlich zu machen. Zu ihrem Glück war sie - ihrem inkognito wegen - nur in Lederrüstung unterwegs, an ihrer schwarzen Platte hätte sie sich bestimmt nicht anlehnen wollen. "Prinzess... Kaja. Ich muss dir wohl nicht mitteilen, dass dies nicht sehr schicklich..." begann sie, doch die Prinzessin unterband ihre Worte mit einer Geste. Als sie auch noch versuchte, Fenia zu kitzeln, seufzte diese innerlich. "Was ich von Oboro halte?" setzte sie neu an. "Sie war bereit, sich ein Leben zu kaufen. Gute Absicht oder nicht, damit hat sie die Sklaverei unterstützt. Doch solange ihr den Befehl erteilt, werde ich nicht weiter gegen sie vorgehen."

Als sie sich umsah, bemerkte sie erstmals, dass etliche Kinderaugen auf sie gerichtet waren. Unmerklich wurde ihr Blick weicher - wenngleich der Stahl darin immer noch überwog. Aber Kinder waren Kinder. Sie selbst bildete sich sogar ein, in einem Ähnlichkeit zu sich früher zu erkennen. Es brachte ihr keinerlei Nutzen, sie durch ihr hartes Wesen zu verschrecken. Doch es gab keine Worte, durch die sie sich selbst weicher machen wollte. Stattdessen begann sie, leise ein altes Lied aus ihrem Dorf erst zu summen, bevor sie begann, die ersten Zeilen zu singen. Die Kinder erkannten das Lied bald und begannen, den Refrain mit zu singen.

Constantine
03.09.2016, 02:05
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Als bequemes Kissen war Fenia ideal. Ob die Walküre nun wollte oder nicht, Kaja kuschelte sich an der Hochinquisitorin noch etwas enger. Ihre Antwort war nicht minder überraschend. Doch was die Prinzessin mehr als alles andere für ihre Begleiter wünschte, war miteinander gut auszukommen. Doch wer konnte schon in den jeweiligen Menschen hineinschauen. Ein leises Seufzen entwich der rothaarigen Prinzessin. "Trotzdem, sie ist kein schlechter Mensch.. wer weiß wo ich gelandet wäre, hätte sie mich nicht gekauft", das Wort betonte sie extra lang. Es war schon ein merkwürdiges Erlebnis. Vor wenigen Tagen noch saß Kaja zusammen mit ihrer Familie im Königshaus und jetzt reiste sie umher mit teilweise neuen und alten Freunden. Auch ihr entging der neugierige Blick der Walküren nicht, dass Lied was Fenia einstimmte, hatte einen beruhigenden Klang. Kaja's Augenlider wurden mit jeder Strophe schwerer und schwerer, der angenehme kühle Morgenwind umschmeichelte friedlich ihre feurig rotglänzende Haarpracht. Ihr Haupt neigte sich langsam zur Seite. Friedlich glitt die Prinzessin in ihre Traumwelt hinüber. Am liebsten würde sie einfach für immer an diesem friedlichen Ort bleiben zusammen mit ihren Gefährten.

Auren
04.09.2016, 14:15
http://fs5.directupload.net/images/160513/do8hdg6n.jpg

„Wir sind hier um euren Sohn zu holen. Ihm wird vorgeworfen, die Königin und somit die ganze königliche Familie angegriffen zu haben, sowie für das verschwinden der Königin. Zudem muss er sich auch für den Schaden in der Stadt verantworten die seiner wegen entstanden sind.“
Der Prinz pausierte kurz, ehe er fortsetzte und den Herr der Winston´s das Wort abschnitt.
„Es gibt einen Zeugen. Der von Anfang an alles beobachte und von euren Männern nicht exekutiert wurde.“ Sein Blick ging zu Kiken´na rüber. Der Lehnsherr knirschte schon mit den Zähnen, blieb aber noch ruhig.
„Dann soll euer Zeuge das Geschehen hier sofort wiedergeben.“ Forderte er auf. Prinz Isenhorn bat dem Fischmenschen etwas nach vorn zu kommen und dann zu berichten was er an diesem Schicksalshaften Tag sah.
Kiken´na fing an alles zu schildern. Dabei ließ der Fischmensch kein Detail aus. Er erwähnte die Eisrose, die Verletzungen des Jungen, das Abschlachten unschuldiger Bürger, sowie Crim´s Einschreiten und ihre Verletzung. Damit war alles hieb und Stich fest, doch der Mann, sowie seine Frau suchten sofort eine Erklärung für dies.

„Das ist alles erlogen.“ Die Wut der Winston´s über Kiken´na´s Aussage war kaum zu überhören. Doch dann erfolgte eine Erklärung vom Herren selbst. „Mein Sohn war an diesem Tag in der Stadt, um Diebe zu jagen, die sich als einfache Bürger tarnten. Sie brachen eine Nacht zuvor in unser schönes Anwesen ein und bedrohten mich und meine Frau. Erst als meine Soldaten reagierten, ergriffen sie sofort die Flucht. Natürlich nicht mit leeren Händen. Sie haben mehrere hundert Goldmünzen gestohlen, sowie andere Wertgegenstände. Durch einen Zufall fand mein Sohn heraus, wo sich dieses Pack versteckt hält und rückte mit meinen Soldaten aus. Die Königin wurde lediglich in das ganze hinein gezogen.“

Wie dieser Mann versuchte sich und seine Familie aus der Affäre heraus zu winden war schon etwas ekelhaft. Crim hätte am liebsten die beiden in den Karren gesteckt. „Euer Hauptmann befahl alle Zivilisten zu töten.“ Sprach Kiken´na plötzlich.
„Dies war ein Akt der Gewalt gegen Unschuldige Bürger die nichts damit zu tun hatten und euer Sohn ließ sie abschlachten wie Vieh.“ Setzte der Fischmensch fort.
„Selbst vor mir hat er keinen halt gemacht.“ Crim schritt nun ein. Damals war ich in Zivil unterwegs und euer Hauptmann hätte zumindest mein Gesicht erkennen müssen. Stattdessen entschied er auch mich beseitigen zu wollen. Zu Schade, dass ich nicht so schnell klein bei gebe.“

Mit einer Geste unterbrach Prinz Isenhorn die Diskussion. Crim sah ihn kurz an und ließ den Prinzen gewähren. „Damit ist alles gesagt. Ihr habt keine Beweise für euren Teil der Geschichte. Fakt ist, euer Sohn attackierte die Königin und das kann ich unmöglich dulden.“
Damit gab es für das Paar kein entkommen mehr. Als letzten Ausweg sah der Lehnsherr nur noch den Kopf und die Flucht vor dem Prinzen und dessen Gefolge.
Mit einem einfachen Fingerschnippen betraten all seine Soldaten und sogar Söldner den Hof. Scheinbar hatte er sich gut vorbereitet, genauso wie der Prinz. Crim befahl ihre Soldaten ebenfalls in Formation zu gehen. Die Inquisition lauerte nur auf diesen Moment. Crim schlug als erstes zu. Auf dem Pferd hatte sie einen großen Vorteil und ihre Soldaten schlossen sich ihr an. Die feindliche Schlachtformation war rasch durchbrochen, aber dennoch kämpften sie weiter. Der Lehnsherr und seine Frau nutzten das Chaos und wollten durch einen Flucht Tunnel das Anwesen verlassen. Nur war der Hochinquisitor und vier seiner Leute ihn im Weg. Damit endete auch schon die Flucht der Winston´s. Sie liefen praktisch in eine Falle hinein. Die Inquisitoren schleiften das Paar nach draußen. Dort war die Schlacht bereits vorbei. Crim ließ die Verwundeten versorgen und ließ sogar schon den Karren auf schließen. „Ich wäre sehr verbunden, wenn ihr mich das nächstes Mal in eure Pläne mit einweihen könnt, Prinz Isenhorn. Ich habe zwar mit einem Scharmützel gerechnet, aber dieses hier war dann doch etwas unnötig.“ Es war eine eher harmlose Kritik an den Prinzen. Klar würde der Hauptmann vielleicht später noch ärger bekommen.

Die Winston´s wurden in den Karren verfrachtet. Crim´s Soldaten und die Inquisition durchsuchten das gesamte Anwesen. Der Sohn war spurlos verschwunden und nur deshalb waren sie hier. Prinz Isenhorn wurde immer ungeduldiger und irgendwann brach der Hauptmann die Suche ab. Es war bereits sehr spät. Die Sonnen ging sogar schon unter. Ich schlage vor, dass die Inquisition sich darum kümmert und wir kehren zum Palast zurück. In der Nacht sehen wir schlechter und die Männer sind erschöpft. Wir sind somit ein leichtes Ziel für Attentäter.“ Ohne auf die Antwort des Prinzen zu warten, rief Crim zum Rückzug auf. Gegen Mitternacht würden sie wieder im Palast sein und so war es auch. Alle waren mit den Kräften am Ende. Die Palastwache verfrachte die Winston´s noch in den Kerker.
Crim selbst nahm ihr tägliches Bad, bevor sie auch todmüde ins Bett fiel. Wie Prinz Isenhorn die Nacht verbringen würde, war ihr gerade egal. Den ganzen Rückweg war er erneut sehr nachdenklich. Irgendetwas bedrückte ihn und er würde wohl niemand davon in Kenntnis setzen.

Der Post war wirklich nicht ganz einfach...
Der Anfang war okay, aber dann alles irgendwie rein zu packen ist dann doch etwas schwer geworden.

Ironhide
07.09.2016, 12:14
http://abload.de/img/isenhorn2skg8.png
Der nächste Morgen dämmerte bereits, als Isenhorn erwachte. Es war ein kurzer Schlaf, aber einen der er gebraucht hatte. Der Tag zuvor war nicht so gelaufen, wie er es sich gedacht hatte, eher wie er nicht laufen sollte. Zwar hatten alle gute Arbeit geleistet, aber es wurde Blut vergossen, wobei er dies zu vermeiden versucht hatte. Eine Handvoll Männer waren tot, alles Leute des Lords, aber das war schon zu viel.
'Ich hab selbst Schuld,' ging es ihm durch den Kopf 'aber welche Wahl hatte ich auch schon?' Wahrscheinlich keine andere, als die, die er getroffen hatte. Ein solches Verhalten konnte er kaum durchgehen lassen, wenn er nicht wollte, das ihm alle auf der Nase herumtanzten. Er war nun die oberste, menschliche Instanz im Reich, nur Gaia stand noch über ihm und die schwieg, seid Ewigkeiten. Eigentlich wollte er nicht aufstehen, sondern endlich mal wieder ausschlafen, aber ein Mann in seiner Position konnte sich so einen Luxus nicht erlauben. Kurz darauf saß er gerade beim Frühstück, als sein Knappe ihn aufsuchte.
„Euer Gnaden, ein Bote ist eingetroffen, mit einer wichtigen Nachricht.“
„Lasst ihn eintreten.“, war seine knappe Antwort, die mehr Resignation widerspiegelte, als es ihm lieb war. Es verging kaum ein Tag, an dem nicht irgendwo etwas passierte, worum er sich persönlich kümmern musste. Und dabei wurden ihm nur die wirklich Wichtigen Dinge vorgetragen. Der Bote trat ein und eilte sofort zum Prinzen, um ihn eine Schriftrolle zu überreichen, die das Siegel eines kleines Hauses trug, welches er nur vom sehen her kannte. Es war ein altes Adelshaus, das außer seinem Titel nicht mehr so viel hatte. Isenhorn überflog die Zeilen, dann lass er sie nochmal richtig. Den ersten Teil, das es einen Angriff gab in dem ein Dorf der Walküren angegriffen wurde, hatte er erwartet. Auch das es praktisch direkt an der Grenze geschehen war und er damit reagieren musste, um das Reich zu schützen. Damit hatte er schon beim Erblicken des Siegels gerechnet. Doch der Teil, wo es um Sklaven ging, das Menschen verkauft wurden, erzürnte ihn ziemlich. Der Adlige konnte in seinem Brief sogar genau erklären, welche seine Untertanen verkauft wurden, bis auf ein rothaariges Mädchen, welches er noch nie gesehen hatte, was ihn aber doch sehr an die zukünftige Königin erinnerte. Das ließ dem Prinzen fast sein Frühstück im Halse stecken bleiben.

War das möglich, könnte seine Schwester dort gewesen sein? Wenn sie keine größeren Verletzungen davon getragen hatte, ja dann konnte das sein, dann war es sogar eher verwunderlich, das sie noch nicht viel weiter gekommen war. Noch bevor es ihm selbst richtig bewusste geworden war, hatte Isenhorn beschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen. Das Blatt Papier was er in seinen Händen hielt, faltete zusammen und steckte es ein, dann verließ er, ohne den beiden anwesenden Personen weiter zu beachten, seine Räumlichkeiten und begab sich ohne Umwege zum Rat, nur um festzustellen das selbiger noch anwesend war. Er beauftragte irgendjemanden damit, ein Ratsmitglied zu finden und umgehend zu ihm zu bringen, während er sich auf den Weg zu Crim machte. Ungeachtet dessen, ob sie schlief oder schon wach war – es wäre ihm auch egal wenn sie im Moment männlichen Besuch hätte - stackte er in ihr Zimmer und ließ nur verlauten, das sie sich fertig machen müsse, für eine längere Reise, ihr erstes Zeil wäre ein Dorf an der Grenze.
„Gebt den Männer Befehle für die Zeit, die wir unterwegs sind, es werden wohl einige Tage sein. Wählt 5 aus, die uns begleiten werden, alles weitere erkläre ich euch sobald wir aufbrechen.“ Damit verschwand er auch wieder aus Crims Quatier und ließ ihr nicht mal die Möglichkeit, irgendwas nachzufragen. Er selbst ging zu der Unterkunft seiner eigenen Leibgarde, trommelte die noch schlafenden 4 Ordensritter (einer war immer wach) ebenso aus dem Bett, was sie ohne Murren hinnahmen und sich sofort fertig machten. Als er zurück zu seinen Gemächern ging, traf er unterwegs auf einen Bediensteten, der soeben eins der Ratsmitglieder zu ihm bringen wollte. Mit nur wenigen Worten erklärte der Prinz dem Mann, das der Rat vorerst die Geschicke der Stadt wieder alleine leiten müsse, so wie sie es eh schon getan hatten. Er bat sie, seine Pläne zum Aufbau der Stadt und der Dörfer weiter zu führen, solange er weg sein, versicherte aber, das er wohl in sieben Tagen zurück sein würde. Dann machte er sich selbst für die Reise fertig.

Faremann
07.09.2016, 15:36
http://fs5.directupload.net/images/160619/vb6uq6iv.jpg
Garoth war ein wenig genervt, eigentlich wollte er die stadt heute verlassen aber offenbar gab es logistische Probleme mit seiner Bestellung etwas was man eigentlich voraussehen können hätte, im Anbetracht der momentanen lage. so verbrachte er den großteils des tages in einer eher zwielichtigen schenke, das bier war schlecht und die leute zwielichtig aber die Geschichten waren daführ recht interessant und wenn jemand streit suchte gingen in der regel nur diejenigen die eh kaum noch stehen konnten auf ihn los. momentan war ein großes thema das der neue regent offenbar 2 hochrangige adelige verhaften lies, ein weiterer voreilt an dieser art von Etablissement die leute hier wußten meist schon von großen Ereignissen bevor diese überhaupt losgingen. der allgemeine Konsens schien zu sein das der prinz offenbar alle politische Konkurrenz beseitigen wolle, etwas das je bereits bei seiner schwester geklappt hatte.
Als sich Garoth gerade entschlossen hatte zu gehen kam ein man gefolgt von ein paar schlägern in die schenke der sich als "Arbeitsvermittler" vorstellte. definitiv jemand der sich auf den straßen auskannte aber mittlerweile einen gut bezahlten job bei irgendeinem adeligen hatte fast jedes Adelshaus hatte mindestens einen solchen angestellten, zumindest die politisch involvierten. einer der anwesenden erkannte den man als angestellten der winstons und lies dies ziemlich unverhohlen alle anwesenden wissen, das ganze führte zu einer recht interessanten Erklärung um eine Verschwörung um das politische Machtgefüge zu verlagern, etwas das die meisten anwesenden ehrlich wenig interesierte, der gut bezahlte job einen "politischen Flüchtling" zu eskortieren schien jedoch auf mehr Aufmerksamkeit zu stoßen. "das ganze klingt für mich nach einem Himmelfahrtskommando." warf garoth ein während er sich auf seinem stuhl dem "Vermittler zudrehte" "warum sollte eine adelsfamilie, dazu noch eine sehr wohlhabende auf einmal den untergrund aufsuchen um jemandem aus der stadt zu schaffen? hatt man dafür nicht normalerweise seine eigenen Verbindungen ? der einzige grund den ich für diesen schritt sehe ist das selbst diese Verbindungen nicht reichen. das wiederum lässt mich vermuten das es nicht nur die stadtwache ist die hinter eurem "flüchtling" her ist. in Anbetracht der momentanen lage sage ich das hatt etwas mit dem kürzlichem tod der frisch gekrönten und dan abgesetzten prinzessin zu tun, etwas das zweifelsohne auch eine gewisse dem prinzem unterstellte"Behörde" involviert " zwar war die Inquisition ein mehr oder weniger gut gehütetes geheimniss aber in gewissen kreisen wußte man von ihr und auch das es besser war nicht involviert zu werden, etwas was sehr stark daran ersichtlich wurde das einige der gäste garoths Erwähnung dazu veranlaßte still und heimlich zu verschwinden.
Garoth stützte seine Behauptungen auf seinen Nachforschungen und den sachen in die er selbst involviert war namentlich kajas und krübers unterirdisches abenteuer mit ihm erwähnte dies aber logischerweise nicht. "für einen durchschnittlichen säufer lehnst du dich ziemlich weit aus dem fenster alterchen?"erwiderte der Vermittler abwertend. "Vieleicht, vielleicht auch nicht." Garoth legte seine zeche auf den tresen und machte sich darauf an zu gehen "trotzdem wird euch kaum einer helfen, vor allem wenn es sie ins Zentrum einer politischen Säuberung bringt. Und wenn ihr glaubt das ihr trotzdem leute findet die dumm genug dazu sind, dann frage ich mich warum EUCH überhaupt jemand für solch eine aufgabe eingestellt hatt" natürlich wußte garoth das es immer idioten gab die für geld alles machen würden aber zumindest hier fanden sich keine solche Kaliber. als er an ihm vorbei ging konnte er regelrecht spüren wie dieser ihn mit seinem blick durchbohrte, offenbar hatte Garoth den man ZIEMLICH verärgert.
Gartoth lies sich anschließend ziemlich viel zeit und schlenderte ziellos durch die straßen. in einer besonders finsteren gasse stellte sich ihm ein ziemlicher brocken von man in den weg. und hinter ihm ertönte eine bekannte stimme "ich kann euch zeigen warum man mich angestellt hatt." als sich Garoth umdrehte sah er wie ihm 3 mit Totschlägern bewaffnete männer angeführt vom "Arbeitsvermittler" entgegenkamen. "Zumindest seit ihr zuverlässig" erwiderte Garoth daraufhin mit einem lächeln

Auren
08.09.2016, 20:20
http://fs5.directupload.net/images/160513/do8hdg6n.jpg
„Hä?“ Nicht mal einen guten Morgen bekam Crim vom Prinzen. „Er ist ja voller Elan um diese Uhrzeit. Was hat er den diesmal vor?“ Prinz Isenhorn hatte Glück, dass Crim noch im Bett lag. Sie rieb sich noch etwas verschlafen ihre Augen, bevor es ans aufstehen ging. Es folgte die morgendliche Prozedur und dann ging es auch schon los mit den Befehlen. Sie schrieb alles auf diverse Zettel. Viel gab es zum Glück eh nicht zu tun. Das tägliche Training werden wohl andere Offiziere überwachen. Dann gab es nur den üblichen Kram. Waffenkontrolle, Diensteinteilungen und die Ausbildung neuer Rekruten. Fünf haben sich gestern freiwillig gemeldet. Natürlich musste noch deren Ausrüstung besorgt werden, aber das war das kleinste übel.
Zu den fünf Männern wählte der Hauptmann wirklich recht junge Soldaten aus. Sie waren belastbar und dem Prinzen treu ergeben. Zudem fällt ihr äußeres nicht so stark auf. Bis auf Rüstung und Waffen, aber die konnte man ja zu Not auch verstecken.
Diese fünf Männer sollten ich eigenständig vorbereiten. Zuviel Gepäck sollte dabei nicht mitgenommen werden.
Für Crim kam der plötzlicher Aufbruch etwas ungelegen, aber da musste sie nun durch. Auch sie ging nach getaner Arbeit wieder zurück zu ihrer Kammer. Ihre zwei Bediensteten warteten bereits. Sie mussten den Hauptmann hierbei helfen in die Rüstung anzuziehen. Crim wählte hier ihre schwere Rüstung. Sie nahm sogar alle Waffen mit. Wurfmesser, ihr Schwert, Schild, Krüber´s Schwert, ein Kurz Schwert und noch vieles mehr. Auch Vorräte würden gepackt. Soviel das es auch für eine längere Reise reicht, dabei wurde aber streng darauf geachtet, dass das Pferd nicht zu viel Gewicht mit sich herum Schleppen muss. Im Hofe versammelte sie ihre Männer, auch sie haben gründlich gepackt. Dies machte Crim schon irgendwie Stolz. Immerhin war es nicht einfach, Krüber´s Part mit zu übernehmen. Nun warteten die Sechs auf den Prinzen, wobei niemand wusste wohin es gehen würde.

Faremann
12.09.2016, 19:20
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Garoth hatte sich die ganze letzte nacht im wörtlichen sinne um die ohren geschlagen, irgendwoher hatte er einen kleinen karren und brachte diesen jetzt vor eines der größeren wachäuser, es war noch ziemlich früh und die wache wirkte so als währe sie entweder gerade erst aufgestanden oder schon reif fürs bett. daher beachtete sie Garoth erst als er sie ansprach, "HE wo genau geb ich Offizielle leiferungen für den Magistrat ab ? " die wache schaute ihn nur etwas irritiert und dann genervt an "am Lieferanteneingang..." Garoth schaute die wache kurz an ohne etwas zu sagen. "ich rede von einer WIRKLICH wichtigen Lieferung direkt für den chef bestimmt." Es gab einen grund warum er ausgerechnet dieses "wachhaus " ausgewählt hatte, im Untergrund sagte man das man diesen ort besser vermied aber für ihn war das genau richtig. Offenbar schien die wache jetzt zu verstehe worauf er hinaus wollte. "hmm kommt darauf an was genau ihr habt." Garoth zog nur die plane etwas bei seite und bedeutete der wache einen blick in den karren zu werfen. Beim näherkommen konnte die wache erkennen das Garoth einiges an Blessuren hatte. "harte nacht?" "sag Du es mir" erwiderte Garoth und nickte kurz zu seinem karren. die wache schaute kurz in den wagen und hielt kurz den atem an. "jap scheint so. ähmmm das kann ich nicht entscheiden. Einen moment" die wache verschwand kurz im Gebäude und kamm dan mit einer person die eindeutig vorgesetzter schrie wieder zum Vorschein. bever dieser etwas sagen konnte zog Garoth erneut die plane zur seite. "es ist leichter wenn ihr selbst seht"
Einen blick in den wagen und eine weggeschickte wache später.
"ich nehme an ihr wollt bargeld?" garoth schüttelte den kopf "ich will etwas das ihr mir fürchte ich nicht geben könnt. aber einer euer Obersten. wenn das heisst das ich hier warten muss, nur zu ich hab noch den ganzen tag zeit. ich weiß ja das ihre Herrschaften es bevorzugen nicht gestört zu werden" der mann schüttelte nur den kopf "ich denke hierfür wird eine Ausnahme angemessen sein." der hoff füllte sich jetzt mit einigen Leuten die nicht aussahen als währen sie normale Stadtwachen welche sich um den karren kümmerten, während man Garoth bedeutete doch bitte einzutreten.

je nachdem wie schnell das ganze läuft und wer Zuständig is wird endweder crim direkt bescheit bekommen, eher sogar Isenhorn da es sich bei Garoths ladung einerseits um ein persönliches "Geschenk" an den prinzen handelt und er andererseits was vom chef der inquisition will.

Rosered_Strauss
12.09.2016, 22:46
http://abload.de/img/fenia27cki8.pngAls Fenia das Lied beendete, war die Prinzessin friedlich eingeschlafen. Sie konnte ein kurzes, schiefes Lächeln nicht unterdrücken, war es doch das erste Mal, dass sich jemand im Schoße einer Inquisitorin derart wohl zu fühlen schien. Sie liess ihren Blick über sie schweifen, als ihr Herz wieder wilder zu schlagen begann. Ein seltsames Gefühl überkam sie. Es war weder Verbundenheit noch Liebe, weder Wut noch Hass, aber es brannte in einer Intensität, dass ihr schier schwindlig wurde. Am ehesten war es so etwas wie... Ergebenheit. Die gefährlichste Art Ergebenheit, denn sie fühlte sich vollkommen natürlich an. Sie biss die Zähne zusammen, vergrub diese und alle andere Emotionen tief in sich und atmete langsam ein und aus. Sie konnte - nein, sie durfte sich nicht von diesen Gefühlen vereinnahmen lassen. Karyptius zurück zu erobern war die oberste Priorität. Nichts war wichtiger, war es doch die Autorität der Inquisition, die dadurch gefährdet wurde. Behutsam legte sie Kaja neben sich, als sie sich erhob. "Ich sollte hier nicht allzu lange verweilen." murmelte sie.

Ironhide
13.09.2016, 12:59
http://abload.de/img/isenhorn2skg8.png
Die Sonne war immer noch nicht richtig aufgegangen, als Isenhorn in den Hof trat, und die kleine Abordnung bereits zum Aufbruch bereit stand. Seine eigene Leibgarde, bestehend aus fünf der besten Ordensritter, fünf Männer der königlichen Garde – Unweigerlich schmunzelte Isenhorn für eine Sekunde, hatte er doch nun in gewisser Weise zwei verschiedenen Garden für sich – und Crim. Ohne große Worte zu verlieren, setzte sich die kleine Gruppe in Bewegung. Vorweg ritten zwei Gardisten, gefolgt von Crim und dem Prinzen, die nebeneinander ritten auf welche dann die Ordensritter der Inquisition und die restlichen Gardisten folgten. In der Stadt war kaum jemand zu sehen, außer einige Händler die bereits ihre Ochsenkarren zum Marktplatz trieben, um ihre Stände dort aufzubauen, bevor die Massen den Platz überfluten würden. Hier und da lief der Truppe auch eine Wache über den Weg, ein paar herumstreunende Hunde oder Katze oder ein Bettler der am Straßenrand schlief. Nichts was niemand von ihnen erwartet hätte, in den Straßen zu sehen. Erst das Aufschlagen von Hufen, welches deutlich machte das sich das Tier im Galopp befindet, ließ die Gruppe um Crim und den Prinzen aufhorchen. Doch bevor jemand reagieren konnte, schoss auch schon ein alter Gaul mit einem Mann der Stadtwache um die Ecke und wäre beinahe in die ersten beiden Gardisten eingerannt. Nur mit Mühe konnte der Mann sein Reittier stoppen und wäre dabei fast vom Pferd gestürzt. „Was ist denn nun schon wieder?“, fragte der Prinz genervt, denn wenn jemand es so eilig hatte, dazu noch der Stadtwache angehörte, konnte er sich denken, wer sein Ziel war.
Auf seine Frage bekam er aber so schnell keine Antwort. Crim kannte ihre Aufgaben hingegen gut und trappte zu dem Mann auf dem anderen Pferd um zu fragen, was denn eine solche Eile bei ihm auslöste.

Isenhorn hörte die Worte nicht, er wollte es eigentlich auch gar nicht wissen, denn noch mehr schlechte Nachrichten würde er kaum mehr ertragen. Zu regieren empfand er als eine Last, eine sehr schwere Last die einem nicht erlaubte, zu tun was man wollte. Besonders jetzt, in so unsicheren Zeiten. Wenn sein Vater noch Leben würde, wäre die Lage um einiges stabiler, es war jedoch so viel in so kurzer Zeit passiert, dass das Reich praktisch auf dem Kopf stand. Und Ordnung in das Chaos bringen, es erst gar nicht zu einem Chaos kommen zu lassen war sehr schwer. So in Gedanken merkte bemerkte er Crim erst wieder, als die neben ihm stand. „Und, was gibt’s diesmal?“

Auren
13.09.2016, 17:12
http://fs5.directupload.net/images/160513/do8hdg6n.jpg

Die Reise ging echt schon gut los. Allein der kurzer ritt durch die fast Menschen leeren Straßen, hätte beinah, wegen einer Stadtwache zum Unfall geführt. Nur weil man unbedingt durch die Straßen hetzen musste. Ohne Worte trabte der Hauptmann mit dem Pferd zur Stadtwache rüber. Sie wollte unbedingt in Erfahrung bringen, warum der Mann so aufgewühlt war. Natürlich begann er sofort zu berichten, was am Wachhaus, in der nähe das Stadttores, vorgefallen war. „Ich fasse es nicht. Deswegen muss man nicht durch die Straßen hetzen.“ Sie beließ es bei einer kleinen Standpauke und ritt zum Prinzen rüber.
„Und, was gibt es diesmal?“ Fragte er.
„Ein merkwürdiger Mann hätte sich bei ihm gemeldet. Auf seinen Karren soll der Fremde etwas merkwürdiges geladen haben, welches unser Interesse wecken könnte. Sein Vorgesetzter Offizier hat ihn zu uns geschickt. Also scheint es diesmal wichtig zu sein. Außerdem liegt es sogar auf dem Weg.“
Prinz Isenhorn war sichtlich genervt, stimmte aber Crim zu. Einen Abstecher kann nicht schaden, auch wenn er es vielleicht später bereuen wird.
Sofort sprach Crim die ersten Befehle aus und dann ging es zu dem kleinen Wachhaus, welches von acht Stadtwachen permanent besetzt war. Dort wurde der ganze Zug bereits sehnsüchtig erwartet.
Garoth viel unter den Stadtwachen besonders auf. Sein äußeres war nicht die eines Händlers. Weshalb sollte er dann etwas wichtiges auf seinen Karren haben. Crim stieg am und ging zu dem Offizier um ein paar Worte zu wechseln. Der Prinz hingegen interessierte mehr den Karren. Dazu stieg er ebenfalls vom Pferd hinunter und ging auch sofort zum Karren rüber.

Constantine
14.09.2016, 00:45
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Die friedliche Melodie hallte nach wie vor in Kaja's Ohren. Während der angenehme Wind durch ihr feuerrotes Haar pfiff, driftete ihr so erschöpfter Geist viel tiefer in das Reich der Traumwelt über. Eine herrliche Idylle lag zu ihren Füßen, das saftige Grün der Wiesen erstrahlte in dem hell gleißendem Sonnenlicht. Bei jeder Berührung mit der nackten Fußsohle kitzelte es ihre Zehen, das angenehme Sonnenlicht wärmte die ermüdete Haut. Dieser Ort war so majestätisch wie es sonst nur in Büchern und Legenden geschrieben stand. Doch all das interessierte die Prinzessin nicht. Das rothaarige Mädchen schlenderte seelenruhig durch ein sich vor ihr aufgetauchtes Rosenfeld. Der Duft der Blüten war betörend mit ausgestreckten Armen drehte sich die Prinzessin im Kreise nur, um auf ihren Rücken liegen zu blieben, dabei den wunderschönen, klaren blauen Himmel zu erblicken. Plötzlich begann unter ihren Füßen der Boden zu erzittern, aus der tiefe der feuchten Erde durchbrach eine steinerne Tafel das Erdreich, dass seltsame Symbole zeigte.

Irreführende Szenarien spielten sich vor dem geistigem Auge der Prinzessin nieder. Um sie herum spieen die Elemente mit ihrer zerstörerischen Kraft, die so ruhige Erde stampfte dutzende Säulen hervor, welche die Prinzessin hoch in den Himmel sausen ließ, eine gigantische Feuersbrunst schwebte über ihrem Haupt ließ den Himmel förmlich brennen. Während Kaja zurück in die Tiefe stürzte, fluteten weitreichende Wassermassen das noch vor kurzem stehende Paradies. Sanften Fußes umspielte eine Windböe ihre Beine, so dass Kaja auf einem Felsvorsprung landen konnte während über ihrem Haupt das grollen der tiefschwarzen Gewitterwolken den Gesetzen der Natur freien Lauf ließ und Donner samt Eis miteinander verschmolzen. Ihr Blick ruhte nach wie vor an der steinernen Tafel, die seltsamen Symbole brannten sich regelrecht in ihrer Iris ein.

Noch bevor Kaja mit ihrer flachen Hand nach dem Gestein greifen konnte, schlugen ihre azurblauen Augen auf, was einige der Walküren Kinder, die die ganze Zeit neben der Prinzessin verbachten, erschrecken ließ. Ein leichtes Lächeln huschte über ihre Lippen, genüsslich ihre Arme nach oben strecken, um wach zu werden, erhob sie ihren Oberkörper dabei das angenehme Gefühl der wärmenden Sonne spürend. Doch dieser seltsame Traum schwirrte immer noch in ihrem Kopf, das ganze war völlig surreal. Noch bevor die Hochinquisitorin nach dem Wohlergehen der Prinzessin fragen konnte, streifte Kaja mit leichter Berührung an den Unterarm der Walküre, als Zeichen sich keine Sorge machen zu müssen. Während die Kinder weiterhin bei Fenia blieben, schritt die Prinzessin zu Krüber und Oboro. Den Oberkörper leicht nach vorne geneigt. Die beiden schienen eine recht angeregte Unterhaltung entging ihr natürlich nicht der neugierige Blick der weiblichen Walküren, die den beiden erheblich näher gekommen sind und alle samt miteinander tuschelten. "Freundet ihr euch bereits miteinander an?", die zuckersüße Stimme der Prinzessin ließ einen die Nackenhaare zu berge stehen. "Ich glaube wir sollten in diesem so schönen Dorf nicht unnötig verweilen, wie weit ist es noch bis zum Dorf der Elben?", fragte Kaja an die beiden gerichtet.

Ironhide
14.09.2016, 02:28
http://abload.de/img/isenhorn2skg8.png
Auf lange Erklärungen um was es sich handelte, wie und warum da wer was gefangen hatte, was so wichtig wäre, das man extra jemanden zum Palast geschickt hatte, konnte Isenhorn verzichten. Da sich wohl das entsprechende etwas in dem Karren befand, inspizierte der Prinz selbigen auch umgehend. Er hob die Plane an, sah hinein und blieb kurz einen Moment stehen. Dann senkte er die Plane wieder und ging zu der kleinen Gruppe von einigen Stadtwachen, Crim und dem Fremden, den er noch nicht kannte.
„Das ist euer Fang, Fremder?“ Der Angesprochene drehte sich zum Prinzen.
„Jep. Ich denke, er ist von Wert für euch.“
„Oh ja.“ Es war seid langen mal wieder so etwas, wie ein kleines Lächeln auf den Lippen des Prinzen zu erkennen. Isenhorn wandte sich an den Offizier, der eben noch mit Crim sprach.
„Bringt ihn zum Sanctus Perfectus, er wird sich angemessen um den Sohn der Winstons kümmern.“ Das Isenhorn den Bewusstlosen Sohn des Lords direkt zum obersten Führer der Inquisition verfrachten ließ, deuteten die meisten Anwesenden so, das er niemals mehr das Tageslicht erblicken würde. Crim war sichtlich überrascht, daher wandte sich der Prinz auch an sie.
„Er hat uns – wie auch immer er ihn aufgespürt hat – den Sohn von Lord Winston gebracht. Und wie mir scheint, ist er nicht freiwillig mitgegangen. Nun wie dem auch sei, mein Dank ist euer. Wie viel verlangt ihr für eure Dienste an der Krone?“ Isenhorn war sich sicher, das der Mann sich am liebsten in Gold würde aufwiegen lassen, doch das wäre selbst für Ihn nicht so einfach. Immerhin war er groß und ziemlich kräftig gebaut. Dennoch würde er ihn mit Sicherheit reichlich entlohnen, sollten seine Forderungen nicht zu hoch sein.
„In so guter Laune werdet ihr mich so schnell nicht wieder finden, mein Freund. Also sprecht, was möchtet ihr?“

Faremann
16.09.2016, 01:40
http://fs5.directupload.net/images/160619/vb6uq6iv.jpg
auf die frage des Prinzen hatte Garoth nur gewartet. " da fallen mir sogar 2 sachen ein. Meines Wissens besitzt euer orden einige sehr seltene Schriftstücke. und ich hoffe das ihr mir gütiger weise die Möglichkeit geben würdet einen blick in diese zu werfen." Garoth wußte nicht genau WIE streng die Inquisition besagte Dokumente bewachte er hoffte jedoch das der prinz bereit war um hier eine Ausnahme zu machen. "außerdem hoffe ich das sollte ich nicht fündig werden, ihr gegenüber der Kirche ein gutes wort einlegt sollte es nötig werden, deren Archive sollten noch um einiges umfangreicher sein." Garoth hatte es in der Vergangenheit versucht zugriff auf die archive der kriche zu erhalten diese war jedoch nicht sehr hilfsbereit wenn es darum ging irgendwelche Vagabunden an ihre Aufzeichnungen zu lassen.
Der prinz schien nicht völlig überzeugt zu warscheinlich weil Garoths frage geradezu ZU bescheiden wirkte. bevor der prinz antworten konnte fuhr Garoth fort.
"in meinem beruf ist es immer von vorteil informiert zu sein nur leider sind manche Informationen, aus welchen gründen auch immer. nicht der Öffentlichkeit zugänglich." Garoth hoffte der prinz würde sich damit begnügen, Belogen hatte Garoth den prinzen jedenfalls nicht, auch wenn er bei näherem nachfragen wohl ein oder 2 sachen vergessen würde.

Sowohl Crim als auch Isenhorn werden spätestens jetzt als erste reaktion erst einmal etwas Unbehagen oder Ablehnung im bezug auf Garoth fühlen. da sich dieser irgendwie "falsch" anfühlt. nicht im sinne von unehrlich wohlgemerkt. das ganze hatt auch nichts mit seinem anliegen zu tun sondern schlicht mit seiner Ausstrahlung

Fruwluamressaw
17.09.2016, 18:00
http://file1.npage.de/001258/64/bilder/oboroavatar.jpg Bevor Krüber ihr die Frage über Kaja beantworten konnte, tauchte eben diese wieder bei ihnen auf und unterbrach ihr Gespräch. „Na aber klar, wir sind schon fast wie Geschwister, nicht wahr Viktor?“ Sie klopfte ihm mit der Hand auf die Schulter und lachte. „Sehr geschwisterlich, mir mein Blut abzunehmen“ grummelte Krüber.

„Elben? Das ist...ein...sehr alter Begriff. Du meinst bestimmt die Elfen. Nun, wenn wir in das Königreich der Elfen wollen, müssen wir zwangsläufig in einen sehr dichten und alten Wald. Die Elfen werden wissen das wir da sind, noch bevor wir die Schwelle des Waldes übertreten haben und uns beobachten. Wir dürfen sie dann nicht verärgern. Außerdem…Was ihr über alte Wälder wissen müsst…sie haben ein eigenes Leben. Wenn der Wald euch nicht akzeptiert, wird er alles daransetzen, euch in die Irre zu führen. Wurzel, Früchte, Schatten, Kreaturen – er hat viele Wege und ich kann verstehen, warum sich viele Menschen vor den Wäldern fürchten. Aber es liegt an ihrer Ignoranz den Naturgeistern gegenüber, dass der Wald sie oftmals verschmäht. Wie schnell wir also zu den Elben kommen, hängt maßgeblich davon ab, wie gut wir uns im Wald zurechtfinden. Aber sorgt euch nicht mehr als nötig, denn mein eigener Bund mit den Geistern der Natur ist stark und ich fürchte mich nicht.“ Oboro selbst freute sich schon darauf, Wald und Elben kennen zu lernen. „Bis zu den Grenzen des Waldes von hier aus…es könnte ein Tagesmarsch sein, vielleicht zwei, es ist lange her dass ich durch diese Teile des Landes gestreift bin.“

Ironhide
17.09.2016, 19:00
http://abload.de/img/isenhorn2skg8.png
Ein Beutel voll Gold, freie Auswahl in der königlichen Waffenkammer, ein schnelles Pferd, Rüstungen, eigenes Land mitsamt Titel oder einen Freibrief für alle etwaigen Verbrechen die der Mann begangen hatte, damit rechnete Isenhorn, zumal es zu seiner Person auch passen würde. Aber er wollte in die Archive. Ausgerechnet die Archive der Kirche, die der Inquisition. DAS passte so gar nicht zu einem Mann, wie er einer war. Das leichte Lächeln verschwand wieder aus Isenhorn seinem Gesicht und wich einem sehr skeptischen Gesichtsausdruck.
„Aha?“ Das war dem Prinzen so gar nicht geheuer.
„Davon mal ab, das die meisten eh nicht lesen und schreiben können, stellt sich mir doch die Frage, was ihr in den Archiven zu finden hofft. Zumal ihr mir nicht ausseht, als seid ihr ein Gelehrter, der seine Nase tagelang hinter unzähligen alten Schriften versteckt. Ihr solltet schon eine sehr gute Begründung haben, warum ich euch dabei helfen sollte.“

Die Freude, den Sohn der Winstons in Gewahrsam zu haben, war schon wieder verflogen, für den Moment zumindest. Viel zu seltsam kam es dem Prinzen vor, was dieser Mann als Belohnung verlangte. Im Grunde wusste er nicht mal etwas über diesen Kerl, was ihn noch viel misstrauischer machte. Aber zumindest das lies sich ja hier und jetzt sofort klären.
„Ich habe euch auch noch nie zuvor gesehen, ein Mann wie ihr, der der Krone solche 'Geschenke' macht, wäre sicher viel früher aufgefallen. Seid ihr Söldner? Woher kommt ihr und wie ist euer Name?“
Mit Sicherheit würde Isenhorn den Fremden nichtmal in die Näher irgendwelcher Schriftrollen oder gar Archive lassen, wenn er ihn nicht kannte. Zumal es nicht mal seine alleinige Entscheidung war. Zwar konnte er dort ein und ausgehen wie er wollte, das war schon allein ein Privileg, was sein Stand ihm verschafft hatte, lange bevor er die Inquisition legitimiert hatte, aber deswegen konnte er nicht jedem dort zutritt gewähren.

Constantine
18.09.2016, 02:18
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Kaja war sich gar nicht bewusst, dass sie ein laufendes Gespräch unterbrochen hatte. Doch da es bei den beiden hier viel interessanter wirkte, entschloss sich die Prinzessin einfach noch zu verweilen. Auf Oboro‘s Kommentar schaute Kaja fragend drein, ehe diese antwortete, "ist der Begriff der Elben heute nicht mehr modern?", ein leichtes Lächeln huschte über ihre Lippen. Ein kurzer Blick zu den jungen Frauen der Walküre folgte, huschte dann wieder zu Krüber und wieder zu den Frauen, was das Lächeln der Prinzessin zu einem Grinsen werden ließ. Kaja winkte den stolzen Kriegerinnen entgegen welche freundlich zurück winkten, so dass diese das kleine Grüppchen nun umzingelten. Dem Hauptmann wurden viele Fragen gestellt, Krüber wirkte alles andere als begeistert. Doch Kaja machte sich einen Spaß aus der Situation. Zugegeben, das ganze hatte sie selbst verursacht aber was machte das schon. Viel interessanter waren Oboro's Äußerungen zu den Mysterien des Waldes. Die Prinzessin hatte zwar auch diverses Wissen aus Büchern doch das war eher mangelhaft. Während das Interesse der weiblichen Walküren nach wie vor dem Hauptmann galt, hatten sich andere Bewohner des Dorfes zu der Gruppe gesellt. Vereinzelnd traten verschiedene Kleintiere aus ihren Unterschlüpfen hervor, gesellten sich zu der rothaarigen Prinzessin, die sich auf den Boden niedergelassen hatte. Diverse Kleinvögel setzten sich fröhlich zwitschernd auf ihre schmalen Finger währende andere Kuschelmonster auf ihrem Schoß ein offensichtlichen bequemen Schlafplatz suchten. "Ich habe die Natur schon immer gemocht und noch nie Problemen mit den kleinsten Bewohnern unter ihn gehabt". Kaja lauschte den Klängen eines rotgoldenen Vogels, dass Tier hatte sie noch nie zu vor gesehen. Es trellerte fröhlich diverse Töne während ihr Blick zu ihrer neuen Begleiterin hochsah, "ich mache mir keine Sorgen, ihr alle seid ja an meiner Seite". "Es wäre klug, wenn wir ein Reittier hätten, wenn wir zu Fuß marschieren, könnte das Unterfangen an wertvolle Zeit verlieren". "Wir sollten in diesem wunderschönen Dorf nicht zu lange verweilen, als notwendig". "Auch, wenn Viktor der Abschied schwer fallen dürfte, bei so viel weiblicher Bewunderung.. bin ich ihm scheinbar nicht mehr gut genug", ein leichtes Glucksen war von Kaja zu vernehmen, ob der Hauptmann den letzten Satz wohl mitbekommen hat?

Faremann
19.09.2016, 23:59
http://fs5.directupload.net/images/160619/vb6uq6iv.jpg
"hmmm nein ein Söldner würde wohl kaum. arbeiten bevor er bezahlt wird."
"Kopfgeldjäger also?"
Garoth schüttelte nur den kopf hielt dann kurz inne "nun auf eine gewisse weiße könnte man das wohl sagen. meine Spezialität sind monster. sowohl die offensichtlichen" er schaute kurz auf den mittlerweile leeren karren "als auch die weniger offensichtlichen. " er hielt kurz inne "ach ja meine Herkunft. kleine Ortschaft am Grenzgebiet . mittlerweile zerstört. unabhängig davon bin ich mehr oder weniger ein Vagabund. Ich biete meine Fähigkeiten meist dort an wo sie notwendig sind. Hierzu währe noch anzumerken ihr sollte dringend mal die tunnel unter der stadt entweder zuschütten oder völlig ausbrennen, ne menge gefährliches Getier dort unten." damit bezog er sich nicht nur auf die beiden Vargulfe die er erledigt hatte.
"womit ich bei eurer nächsten frage währe wenn man meinem beruf so lange nachgeht lernt man früher oder später das es immer von vorteil ist zu zu informieren womit man es zu tun hatt. kopfloses hineinstürmen in eine monsterbau hatt meist genau das zur folge... Kopflosigkeit" er seufzte einmal kurz "und offenbar ist hier vor kurzen etwas aus der satdt, genauer genommen dem Untergrund entkommen das von den Augenzeugenberichten und meinen Untersuchungen nicht wirklich zuzuordnen ist. und ob ihr es glaubt oder nicht ich bin tatsächlich recht belesen wenn es um monster geht, ich habe an einigen werken sogar mitgearbeitet." garoth Verriet dem prinzen erneut nicht die ganze Wahrheit manche sachen waren einfach besser nicht erwähnt zu werden, das machte den job meist leichter und solange am ende das Ergebnis das richtige war interessierte es die meisten leute auch nicht wirklich wenn jemand eventuell hier und da an stellen war die an denen man eigentlich nichts zu suchen hatte. "warum ihr mir helfen solltet, gar nicht. wenn euch blutleere leichen auf den strasßn nichts ausmachten." er hatte noch ein weiteres Argument das er vorbringen könnte wenn nötig, da die damit verbundenen Scherereien im etwas zu lästig erschienen.

Kinggek
21.09.2016, 17:22
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Die Unterhaltung mit der Kitsune befand der Hauptmann recht gut. Die plötzliche Blutabnahme jedoch, gefiel ihm nicht so. Trotz dessen, führten sie die Unterhaltung weiter, ehe ein leichtes Summen ertönte und sich anschließend zu seiner sanften Melodie entwickelte. Mit einem Ohr beim Lied und mit dem anderem bei der Unterhaltung verging die Zeit so schnell, dass er nicht mal mehr auf die Frage der Kitsune reagieren konnte ehe die Prinzessin auftauchte. Sie tauschte in paar Worte mit Oboro aus und deutete auch noch zusätzlich den Walküren in der Umgebung sich zu ihnen zu begeben. Krüber versuchte die ganze Zeit auf Abstand zu bleiben, doch dank der Prinzessin war er von einigen Walküren wieder umzingelt und musste etliche Fragen beantworten. Leicht erzürnte Blicke warf er Kaja zu, die sich an seiner misslichen Lage amüsierte. Ebenso vernahm er noch die letzten Worte ihres Satzes und entschied sich schlagartig dazu es ihr auf seine Art heimzuzahlen. Während sie sich auf das Thema mit der Kitsune konzentrierte, versuchte der Hauptmann sich der Prinzessin zu nähern. Nachdem er die letzten beiden Walküren entschuldigend beiseite geschoben hatte, griff er nach der Schulter von Kaja. Mit einer weiteren Entschuldigung bei Oboro drehte er Kaja mit einer schnellen Drehung zu sich und Griff mit der anderen Hand unter ihrem Kinn. Mit einem leichten Druck vom Handgelenk aus winkelte er ihr Gesicht nach oben, damit er ihr tief in die Augen sehen konnte. Langsam näherte er sich ihrem Gesicht und sagte es in einem Ton der leicht von einigen Wahrgenommen worden konnte. "Vielleicht sollten wir uns in einen ruhigeren Bereich zurückziehen wo uns keiner stören kann? Immerhin sind wir nun seit Tagen unterwegs und hatten noch keine Gelegenheit uns zu entspannen." Eine feuerrote Strähne verfing im Gesicht der Prinzessin, welches schon rot anlief. Krüber streichte mit seinen Fingern diese zu Seite und glitt anschließend weiter mit seinem Hand an die Wange von Kaja. Verlegen versuchte sie den Blicken des Hauptmanns zu entkommen und suchte nach Hilfe bei Oboro. Der Hauptmann lächelte leicht und wandte sich ebenfalls zu ihr. "Ihr dürft uns ruhig begleiten, hatte zwar noch nie das Vergnügen mit einer Kitsune, doch dafür kann ich euch unsere Schönheit hier anbieten," Krüber nahm seine Hand aus dem Gesicht von Kaja und legte seinen Arm um ihren Rücken. Mit einem festen Griff drückt er sie an sich. Er meinte fast schon das heftige pochen ihres Herzens zu hören. "Außerdem würde sie sich wohl auch wohler fühlen, wenn jemand bei ihr wäre die ihr ein paar Sachen beibringen könnte." Mit viel Geduld versuchte er sein Lächeln zu unterdrücken und sprach wieder zu Kaja, "Oder willst du vielleicht doch lieber das Fenia auch dabei ist? Dürftige schwierig werden, aber ich könnte ja mal versuchen sie zu überreden."

Unter den Walküren brannte ein heftiges Getuschel aus und Krüber versuchte seine Worte so weit es ging mit einem ernsten Gesichtsausdruck zu untermauern. "Nun wie sieht es aus Prinzessin? Eurer Ansicht nach stehen hier ja genügend andere zur Auswahl die nur auf diese Gelegenheit warten."

Ironhide
22.09.2016, 02:59
http://abload.de/img/isenhorn2skg8.png
Das Loch sollte längst zugeschüttet sein, aber es mangelte an Füllmaterial. Den Bauschutt der überall anfiel, wurde schon jeden Tag dort hinein geschüttet, aber es schien kein Ende zu nehmen.
„Wir sind dabei, dieses Loch irgendwie zu zu bekommen, aber wenn ihr nicht zufällig einen Berg zur Hand habt und entsprechende Arbeitskräfte, dürfte das noch etwas dauern. Aber es ist immerhin schon kleiner geworden.“ Das war es tatsächlich, aber irgendwo sah es Isenhorn auch nicht ein, sich nun vor diesem Fremden zu Rechtfertigen.
„Euren Namen habt ihr mir noch nicht verraten, denn wenn ihr an einigen Werken mitgearbeitet habt, so würden einige Gelehrte euch womöglich zu einigen Passagen befragen wollen, um mehr zu erfahren. Sofern ihr mich nicht angelogen habt, wovon ich mal nicht ausgehen werde.“ In gewisser Weise war das ein Wink mit dem Zaunpfahl, den der Fremde mit Sicherheit verstand.
„Man nennt mich Garoth.“, war die kurze Antwort darauf.
Isenhorn überlegte darufhin nochmal kurz, bevor er weiter sprach.
„Ich mache euch ein Angebot. Ihr bekommt Zugang zu den Schriften die ihr verlangt, solange sie euren Pflichten als Monsterjäger nützlich sind. Da dieses Privileg ein sehr hohes ist und ihr schon bewiesen habt, das ihr ein guter Jäger seid, möchte ich die verbindliche Zusage von euch, das ihr solange bleibt, bis ihr herausgefunden habt, ob eine Gefahr für die Stadt oder das Königreich droht und diese eliminiert, sollte es so sein.“
Prinz Isenhorn hatte sich dabei wieder auf sein Pferd gesetzt und wollte die Sache gar nicht mehr lange aufschieben. Er wandte sich daher an einen seiner Ordensritter und winkte den Mann zu sich herran. „Ihr habt das Gespräch verfolgt?“
„Ja euer Gnaden.“
„Gut, dann begleitet ihn und sorgt dafür, das er das Kopfgeld bekommt, welches auf den Sohn der Winstons stand. Gebt an was wir beredet haben, damit er Zugang erhält.“ Der Ordensritter nickte den Befehl Pflichtbewusst ab und wendete sein Pferd. Isenhorn wandte sich dann nochmal an Garoth: „Diese Ritter ist mir lolyal ergeben und wird eure Garantie sein, das die Worte die wir gewechselt haben auch bei den entsprechenden Leuten ankommen. Natürlich können die Kirchenoberhäupter noch immer nein sagen, dann seid ihr an unsere Abmachung natürlich nicht gebunden und erhaltet nur das Kopfgeld.“

Constantine
22.09.2016, 15:11
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Kaja's Herzschlag donnerte in so enormer Lautstärke gegen ihren immer schwerer werdenden Brustkorb, dass sie Angst hatte Krüber könnte den Takt des schlagenden Muskels hören. Mit hochrotem angelaufenem Gesicht starrten ihre azurblauen Augen in die des Hauptmannes. Ihr Blutdruck nahm gefährliche Ausmaße an, als Krüber's Gesicht dem ihren nur um Millimeter weichend näher kam. Alles andere war im Moment vollkommen egal, der eisige Morgenwind wehte der Prinzessin um ihre feuerroten Haare. Einzig das leise herauspressen der Luft aus ihren Lungen verriet, dass ihr Körper noch anwesend. war. Die Temperaturen nahmen leicht ab, unter Krüber seinen Sohlen bildete sich eine hauchdünne, kristallisierende Eisschicht. Während Oboro dem ganzen Schauspiel eher leicht daher träumend beobachtete, umschlang Kaja ihre schlanken Arme Krüber's Hals, ihr leicht gekühlten Wange berührte die des Hauptmannes. "Wie könnt ihr mich so in Verlegenheit bringen Hauptmann vergesst nicht wo euer Platz ist!", der dunkelrote Ton ihrer Wangen war mittlerweile schon längst dunkellila geworden. In einem Kräftigen Ruck stieß die Prinzessin Krüber einfach beiseite, so dass dieser leicht nach hinten viel. Mit aufgeplusterten Backen stampfte Kaja an den beiden vorbei, die Walküren, die sich das Szenario ansahen, hatten Mitleid mit der Prinzessin und straften Krüber durch ihre stechenden Augen.

Kaja kochte gerade vor Wut. Mit funkelnden Augen stapfte sie irgendwo hin, wo sie außer Sichtweite des Hauptmannes war. "Viktor, du IDIOT!!", sie hasste ihren Mitstreiter für diesen Moment freute sich aber insgeheim, dass er gerade die Initiative ergriffen hatte. Urplötzlich jedoch richtete Kaja ihre Aufmerksamkeit auf den Horizont. Das Aufschlagen dutzender Flügelpaare erreichte ihre Aufmerksamkeit, ein beunruhigendes Gefühl wanderte durch ihren Körper. Ein gigantischer Schwarm von unbekannten Tieren schoss über dem Dorf der Walküren hinweg, eine kleine Horde bestehend aus zwanzig dieser Monster löschte sich von dem Schwarm und schoss direkt auf die rothaarige Prinzessin zu. In ihrer schwachen Beute ein potenzielles Opfer sehend, öffneten die Flughunde ihre zähnen überzogenen Mäuler, der Speichel tropfte aus den Mäulern. Kaja's Augen leuchteten Golden, der Wind fegte heftiger um ihre feuerroten Haare. Die Prinzessin streckte ihren rechten Arm nach oben, der Boden unter ihren Füßen bebte, sackte nach unten ab, als die leichten Risse im Erdreich ausbreiteten und erst bei Oboro samt Viktor zum Stillstand kamen. Ihr rechter Arm zitterte vor Anstrengung. Der Blick fest auf jene Kreaturen gerichtet, die sich nun nicht mehr bewegen konnten. Eine Säule aus purem Eis war dem Erdboden entwichen und hatte das kleine Rudel komplett eingefroren. Schwer atmend ließ sie ihre Augen nicht von dem großen Schwarm der Flughunde, die sich unberührt zeigten und am Horizont immer kleiner wurden. Warum sich dieser kleine Teil gelöst hatte, war im Moment zweitrangig. "Der Dakt'a Mor ist erwacht...", Kaja's Stimme hallte leise zu der Eissäule ehe ihr Körper zusammensackte. Kaja's Stimme hallte in den Köpfen von Krüber, Fenia und sogar Oboro. Doch einen Reim konnten sich die drei nicht darauf machen, nur das Gefühl des Unwohl sein's war gegeben.

Faremann
22.09.2016, 19:43
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Garoth hatte nicht erwartet das der prinz das ganze am ende so simpel abnicken würde. die angeschlossenen Bedingungen waren für ihn kein Problem hatte er doch sowieso geplant das ganze zu ende zubringen.
"ihr werden dies nicht bereuen." erwiderte Garoth zum abschied dann machte er sich auf den weg zur kirche, er hatte nicht geplant unnötig zeit zu verschwenden, etwas an diesem Phänomen war ihm absolut nicht geheuer. auf dem weg dorthin entschloß er sich jedoch für einen kurzen Zwischenstopp um zumindest etwas zu essen seiner Erfahrung nach war es meist eine lohnende Investition zeit für eine mahlzeit zu nutzen vorallem wenn man sich nicht sicher war wie plötzlich man eventuell aufbrechen müsste.
Nach etwa einer stunde war er mit allem fertig und stand jetzt vor einem alten verrunzelten man der offenbar verantwortlich für das Archiv und etwa genau so stur wie alt war.
"ich weiss das eure Aufzeichnungen sehr wertvoll sind und ein eventueller Mißbrauch ziemlich schaden könnte. wie währe es damit ihr holt einen eurer magier hierher und der setzt einen hex oder Zauber der verhindert das ich irgend etwas anderes dort unten machen kann außer in den besprochenen Schriften zu lesen? würde euch auch die Arbeit ersparen mich zu überwachen ?" Die Idee schien dem altem zu gefallen und er stimmte zu nach weiteren 20 minuten war einer der Magier eingetroffen und bereitete den zauber vor. Garoth musste die Abmachung nochmal laut wiederholen und ihr zustimmen dann erhielt er unbegrenzten zugriff auf die Archive.
die nächsten stunden verbrachte garoth damit die Aufzeichnungen durchzugehen. er wurde auch fündig jedoch trug dieser fund nicht gerade zu seiner laune bei, er schreib ein paar der informationen in ein buch das er bei sich hatte. und legte die relevanten Schrifttücke auf einen freien tisch für den fall das jemand nochmal selbst einsicht bräuchte.
Jetzt währe es wohl an der zeit der persönlichen Agenda nachzugehen Garoth versuchte eine Schriftrolle zu greifen von der er wusste das sie definitiv nicht in der Abmachung beinhaltet war und wie zu erwarten war es ihm nicht möglich auch nur die hand daran zulegen. Solider zauber, mal sehn ob ich das hindert Garoth's konzentrierte sich sich kurz dann nahm er sich die schriftrolle ohne jeglichen widerstand und begann zu lesen.

2 stunden später verlies er das Gewölbe und sprach mit dem altem. "ich habe einiges an infos gefunden und... das ist nicht sehr ermutigend ich empfehle dringendst das einige ihrer experten sich die Schriftstücke nochmal ansehen und dann entsprechende Maßnahmen veranlassen." dann suchte er den Ordensritter auf der ihm vom Prinzen als garantie zugewiesen wurde. "okay ich teile euch nochmal das selbe mit wie dem altem in der kirche ihr solltet dringend nochmal ein paar Leute runter schicken und euch die Aufzeichnungen ansehen, was immer da unten lebte ist jetzt in freiheit und euer orden sollte zumindest wissen was unter der stadt lebte und teilweise noch immer lebt. Ich für meinen teil werde jetzt meinen teil der Abmachung einhalten" er nahm sich den Sack mit dem Kopfgeld und nahm sich ein paar der münzen. "ich würde sagen der rest von dem geld geht an die Hinterbliebenen der opfer" natürlich hätte er auch das ganze geld nehmen können aber so viel brauchte er wirklich nicht machte so viel geld oftmals doch mehr ärger als es wert war, vor allem wenn man in nächster zeit auf den Straßen des Landes unterwegs war.

garoth wird sich jetzt aufmachen in die richtung in die die viecher unterwegs sind was wie es sich herausgestellt hatt wohl richtung kaja is ob er unterwegs den Prinzen und gefolge trifft is nich garantiert da die etwa einen tag Vorsprung haben, auf der anderen seite is man alleine schneller unterwegs.

Auren
25.09.2016, 13:15
http://fs5.directupload.net/images/160513/do8hdg6n.jpg
Während der Prinz mit dem Fremden unterhielt, beschäftigte Crim einfach ihre Begleitung, indem sie über ein ganz anderes Thema unterhielten. Sie waren jung und daher stand das Thema Frauen bei ihnen sowieso ganz oben. Der Hauptmann hatte damit keine Probleme. Es war unter so jungen Männern halt üblich. Zudem stand eine lange Reise an. Da konnte ein lockerer Umgang nicht schaden. Unterwegs würden sie eh ständig am reden sein. Womöglich auch den genervten Prinzen ansprechen. Darauf freute sich Crim auch irgendwie. Vielleicht würde er ja die Dinge etwas anders sehen, was seine Soldaten betraf.
Der Handel mit dem Fremden ging relativ flott über die Bühne und damit konnte es nun weiter gehen. Allerdings mit einem Ritter weniger. Ihr Zug fiel eh schon zu sehr auf. Gut es war ja nicht geplant inkognito zu reisen, obwohl es wahrscheinlich sogar besser wäre.

Kaum hatte der Zug die Stadt verlassen, begann man schon zu quatschen. Man fragte dem Prinzen, ob er schon in festen sei. Crim musste sich wirklich zusammen reißen um nicht laut los zu lachen. „Ich glaube kaum, dass eure Hoheit diese Frage beantworten wird. Er hat zurzeit ganz andere Dinge im Kopf.“ Crim wusste zwar nicht, worüber er sich den Kopf zerbrach. Womöglich ging es ihr auch gar nichts an. „Da wir wieder bei dem Thema Frauen sind, ihr fünf habt ja auch nicht eure Liebe fürs Leben gefunden.“ Ihre Soldaten grinsten darauf nur. „Und ihr habt noch keinen Mann gefunden.“
Darauf war der Hauptmann vorbereitet. „Aber nur, weil die Männer nichts drauf hatten und damit meine ich nicht irgendwelche Bettgeschichten. Ein Mann muss mich erst besiegen, bevor er mich zur Frau nimmt und das wird womöglich nie passieren.“ Crim wandte sich Prinz Isenhorn zu. „Einige Männer glauben in letzter Zeit, dass wir ein Paar sind.“ Sie wollte sich ein Scherz erlauben. Die Stimmung bei ihm war sowieso zu angespannt und er sollte wenigstens die Reise etwas lockerer angehen.

Fruwluamressaw
25.09.2016, 22:36
http://file1.npage.de/001258/64/bilder/oboroavatar.jpg Oboro spürte die Anwesenheit der dämonischen Kreaturen, die sich ihnen näherten. Sie bereitete sich auf den Kampf vor und auch Viktor zog bereits sein Schwert, doch die Bestien waren unheimlich schnell. Und seltsamerweise waren sie total auf Kaja fixiert, auf die sie nun zustürmten. Oboro rief ihr zu, in Deckung zu gehen aber dann ging alles ganz schnell – wie schon damals in ihrem Laden breitete sich eisige Kälte um Kaja herum aus, aber dieses Mal deutlich stärker, gefolgt von einer Säule aus Eis die alle Kreaturen in sich einnahm und außer Gefecht setzte. Dann sprach Kaja etwas aus, was Oboro nicht verstand, und fiel zu Boden. Schnell rannten Oboro und Krüber zu ihr hin. Zusammen hebten sie sie hoch, Oboro wärmte Kajas frostigen Körper mit ihren Händen und etwas Magie. Dann trugen sie sie in eine Herberge und legten sie hin, einige Wallküren und auch Fenia kamen zur Hilfe geeilt doch Kaja schien unverletzt und war wohl lediglich durch die plötzliche Erschöpfung ihres enormen unkontrollierten Magieeinsatzes ohnmächtig geworden. Daher ließen die Walküren die 4 wieder alleine.

Das eben passierte Ereignis warf einige Fragen auf: Woher kamen diese Kraturen, was waren sie und warum griffen sie Kaja an? Was meinte Kaja mit ‚Dakt’a Mor‘? Und wie konnte Kaja sie alleine ausschalten? Zumindest für letztere Frage meinte Oboro, nun die Antwort zu haben. Behutsam strich sie über die Stirn von Kaja. Die Vorstellung war seltsam und was sie nun aussprechen würde, wäre für die andern sicher ebenso seltsam. Anderseits hatte Oboro nicht zum ersten Mal mit außergewöhnlichen Dingen zu tun. „Ich glaube, dass Kaja ein Eisdrache ist. Ich weiß, dass sie nicht danach aussieht. Aber all die Puzzelteile, die ich sammelte seit ich sie kennenlernte, schließen sich zu diesem Bild zusammen. Die Eismagie, die sie benutzt, mächtige Eismagie. Und das, obwohl sie eine Prinzessin ist und keine ausgebildete Magierin. Dann ihr Blut, es ist anders als das von normalen Menschen und voller Mana. Und schließlich noch die Geschichte, die mir Kaja selbst erzählt hat. Von den elementaren Drachen und Gaia. Vielleicht ist sie auch nur zum Teil ein Eisdrache. Ich weiß nicht, aber….Irgendeine Verbindung muss es geben…!“ Oboro dachte kurz nach, als ihr eine weitere Möglichkeit in den Sinn kam. „Unter den Naturgeistern gibt es die Übermittlung, dass manche Seelen nicht für Ewig ruhen, sondern sich einen neuen Platz in der Welt suchen. Eine Reinkarnation. Manche Waldgeister sind der Meinung, sie selbst waren Seelen auf der Wanderung, die durch die Natur selbst Reinkarnation erfahren haben…“

Constantine
27.09.2016, 16:02
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Oboro erzählte dem Hauptmann ihre Sichtweise. Das Prinzessin Kaja eine Reinkarnation sein sollte, war gerade zu absurd und doch würde es das ganze erklären, was in der letzten Zeit vorgefallen ist. Ihr seltsames, auftretendes Verhalten, das plötzliche freisetzten ihrer schier unbegrenzten Macht, wobei die Königstochter in ihrer gesamten Kindheit nie irgendwelche Anzeichen von magisch begabten oder gar kämpferischen Talent besaß. Das rothaarige Mädchen war immer so zerbrechlich gewesen, konnte nie einer Fliege was zu leide tun. In gleichmäßigen Atemzügen hob sich ihr Brustkorb nach und unten. Die vier mussten handeln. Sofort. Der plötzliche Ausbruch von unkontrolliertem Maaß an Magie würde dem Königreich sicherlich bald auffallen.

Ihr Ziel war wohlbekannt. Und so kam es, dass die Gruppe sich von den Walküren verabschiedete. Krüber kam nicht drum rum der verletzten Illya noch einen letzten Besuch abstatten zu müssen. Nach einem längeren Gespräch verließ der Hauptmann das Zelt. In seiner Hand ein nagelneues Schwert haltend, dass vom Gewicht vierfach so schwer war, wie sein eigenes. Mit glänzenden Augen begutachtete er das fein säuberliche verarbeitete Material, die scharfe Klinge würde sogar festes Gestein spalten, hatte Illya ihm erklärt doch es würde schwierig für den Hauptmann den Willen der Klinge zu lenken. Nur äußerst begabte Wesen auf diesem Planeten konnten eine Klinge der Walküren halten geschweige denn diese führen.

Mit vollem Gepäck wurde das Dorf stetig kleiner, bis es hinter einem großen Berghügel vollständig verschwand, der Abschied fiel der Gruppe bis auf Fenia, die keinerlei Emotionen zeigte, sichtlich schwer. Kaja, die in der Zwischenzeit wieder aufgewacht war, hatte ein freudiges Lächeln auf ihren Lippen. Während der Prinzessin der angenehme Wind der späten Nachmittagssonne um ihre Nasen wehte, hielte sich der Rest im Hintergrund. Immer die Umgebung im Auge behaltend. Auf ihren Weg liefen ihnen immer wieder vereinzeln Händler entgegen, die ein leichtes Geschäft witterten. Doch zu Kaja's Enttäuschung verneinte der Krüber jegliche Handelsversuche worauf hin Kaja nicht gerade gut auf den Hauptmann zu sprechen war.

Langsam zog sich der brennende Himmelskörper in den Schatten des Horizontes zurück, das gleißende Mondlicht wanderte hoch empor und war seinen Lichtkegel direkt auf die vierköpfige Gruppe. Der Fußmarsch war anstrengend gewesen, während der Wald um sie herum immer dichter wurde. Hier und da raschelte es, unterschiedliche Gerüche lagen in der Luft, teils betörend, teils abschreckend. In den Baumkronen erklang aller Art von Gesang den die Prinzessin mit einem entspannte Gesichtsausdruck zu lauschen schien während Viktor krampfhaft nach den richtigen Weg suchte. Das saftige Grün der Wiesen lud etliches Kleingetier zum fressen ein, unzählige glühende Punkte tauchten plötzlich auf und erhellten ihnen den Weg. Wie magisch angezogen, schlenderte Kaja voran es war Oboro die ihrem neuen Eigentum hinterherlief während Viktor und Fenia an ihrem Standort blieben, um den zurück zum Hauptweg zu finden. Geschmeidig lief Kaja an den immer dichter werden Bäumen vorbei, bis ihr Blick plötzlich an einigen Kreaturen haften blieb, die sich in mitten eines gigantischen Sees erfrischten. Tiefes Schnauben hallte aus den Nasenlöchern wieder, weißer Qualm wurde ausgestoßen. Kaja musste ihre Augen verengen, um in der Dunkelheit besser sehen zu können, als ihre Füße plötzlich einen Ast in zwei brach, schreckten die Ohren des Tieres auf, der massige Kopf drehte sich sofort in Richtung der Prinzessin. Oboro versuchte noch das Mädchen davor zu warnen doch auch ihr stockte der Atem, als sie das Jungtier erblickte, dass sich vergnügt wirkend am Bein der Prinzessin kuschelte und diese es auch noch wagte, es zu streicheln.

Fruwluamressaw
28.09.2016, 03:20
http://file1.npage.de/001258/64/bilder/oboroavatar.jpg
„Kaja Liebes, nicht so schnell!“ Oboro fürchtete sich nicht im Wald. Aber sie wusste, wie schnell die Gruppe getrennt werden konnte, wenn sie nur einen Moment nicht aufpassten. Aber im Zweifelsfall war es ihr wichtiger, bei Kaja zu sein. Die anderen würden schon zurechtkommen. Daher tapste sie Kaja hinterher. Sie kamen an einen großen Waldsee, an der eine große Gruppe Tiere gerade ihr Nachtlager aufgeschlagen hatte. Oboro erkannte auch in der Dunkelheit sofort, um was es sich handelte: Es waren Storschweine – eine uralte, massige Wildschweinart, die in den größten Teilen der Welt garnichtmehr existierte. Es waren sehr stolze Kreaturen, die man am besten nicht verärgerte. Die Stoßzähne der erwachsenen Storkeiler waren unheimlich spitz und lang und konnten mühelos ein Pferd aufspießen. „Pssst…Kaja…!“ Da war es schon zu spät. Ein unachtsames Knacksen und schon wurden die beiden bemerkt. Ein Storfrischlung, also ein Jungtier welches in etwa so groß wie ein normales ausgewachsenes Wildschwein war, ging auf Kaja zu. Glücklicherweise und zu Oboros Überaschung, machte es aber keinerlei Anstalten, sie anzugreifen. Ganz im Gegenteil, es kuschelte sich an Kajas Bein! Und sie streichelte es! Oboro musste schmunzeln. Kaja ging mutig und offenherzig mit dem Wald und seinen Kreaturen um. Vielleicht tat sie es einfach unterbewusst, aber genau so war es richtig. Dennoch war die Situation noch nicht entschärft. Stormütter waren nicht dafür bekannt zimperlich beim Schutz ihrer Jungen zu sein. Es quiekte und schnaufte unruhig aus der Menge. Mehrere Storschweine stapften zu Oboro und Kaja. Diese ausgewachsenen Schweine waren etwa so hoch wie Kaja, aber wesentlich massiver und länger. Die vielen Augen beobachteten die beiden eindringlich. Nun war Kaja doch nicht mehr ganz so mutig, sie wich einen Schritt zurück und klammerte sich an Oboro. Oboro hatte sich mittlerweile in ihrer wahren Form offenbart, ihre Schwänze tanzten hinter ihr auf und ab und spendeten ein wenig Licht. „Hallo! Ich bin Oboro und das ist Kaja. Wir sind auf der Durchreise und wollen zu den Elfen." Ein grunzen und quieken war die Antwort. Offenbar diskutierte man gerade und war sich nicht ganz einig. Wenn die Schweine jetzt angreifen würden, konnte Oboro sie unmöglich aufhalten.

Ein besonders mächtiges Schnauben hallte aus den hinteren Reihen. Das größte der Storschweine bahnte sich seinen weg. Die anderen Schweine wichen zur Seite, als die massigen Hufe durch den Waldboden stapften. Dieses Tier war so enorm, dass schon seine Nase in Höhe von Kajas Kopf war. Es kam den beiden nah, sehr nah. Es näherte sich Kaja bis auf wenige Zentimeter, seine dicke Nase berührte jetzt fast Kajas Gesicht. „Hab keine Angst!“ flüsterte Oboro ihr zu. Mit einem heftigen Atemzug nahm der Storkeiler Kajas Geruch auf, dass ihr die Haare durchs Gesicht wehten. Dann grunzte es und sprach in einer tiefen eindringlichen Stimme: „Zu den Elfen wollt ihr? Und warum…warum verkleidet Ihr euch dann als Mensch?!“ Oboro schluckte. Kaja schaute irritiert zu ihr: „Es kann sprechen?? Und warum denkt es, ich wäre verkleidet?“ Der Keiler grunzte, als wäre er beleidigt über Kajas Worte. Oboro antwortete ihm: „Es ist nicht unsere Absicht, euch zu täuschen, ehrwürdiger Keiler der alten Zeit. Ich glaube, dass sie eine Reinkarnation ist. Aber das weiß oder wusste sie selber nicht.“ Kaja fasste wieder Mut und fügte hinzu: „Lieber Keiler, könnt Ihr uns nicht helfen, den rechten Pfad zu finden?“ Der Keiler reagierte mit einem Anfall von Grunzen, dass sich so anhörte als würde er über ihre Worte lachen. Die anderen Schweine stimmten mit ein. „Euch helfen?? Grunzgrunzgrunzgrunzgrunz. Da ihr mit einer Kitsune unterwegs seid, bin ich gewillt euch eine Chance zu geben, junges ‚Menschenfräulein‘, grunzgrunzgrunzgrunz. Doch zuvor will ich Euch prüfen. Taucht auf den Grund des Sees und bergt den Stoßzahn meines Vaters, der dort ruht. Die Kitsune, Oboro, darf euch nicht helfen!“ Oboro streichte Kaja beruhigend durch das Haar. „Du musst es nicht tun…“

Kaja| Da es nicht irgendein See ist, birgt er natürlich diverse Überraschungen. Du kannst dem Keiler zustimmen und die Prüfung annehmen, oder ihm widersprechen und mit sonstigen Worten konfrontieren o.ä.; Schießlich könnte es ja auch eine Falle sein. Der Storkeiler ist nicht böse, aber misstrauisch und sehr mächtig. Sein Gefolge natürlich auch. Hier ist ein Bild aus Prinzessin Mononoke, so in etwa wie auf diesem Bild kann man sich die Storschweine vorstellen: http://2.bp.blogspot.com/-CQhn94D-1Bw/T5Y-PreWnbI/AAAAAAAAFv0/TY04GiWlWxg/s1600/vlcsnap-2012-04-24-15h31m30s2.png
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Krüber und Fenia hatten Oboro und Kaja nun tatsächlich aus den Augen verloren. „Das ist doch wohl nicht ihr ernst?! Sie hält uns einen Vortrag darüber, dass wir zusammenbleiben sollen und wie tückisch dieser Wald ist und jetzt verschwindet sie zusammen mit Kaja.“ Beschwerte sich Fenia. Krüber seufzte: „Fest steht: Wir müssen sie so schnell es geht wieder finden“.

Es war schon eigenartig. Die Beiden waren doch nur knapp vor ihnen gewesen. Und plötzlich waren sie einfach aus dem Sichtfeld verschwunden. Es war natürlich recht dunkel, aber dennoch - Wie konnte das sein? „Am Ende überlegt diese Sklavenhalterin es sich anders und verschwindet mit Kaja sonstwohin…“. Krüber schüttelte den Kopf: „Oboro ist nicht diejenige, wegen der ich mir Sorgen mache.“ „Wo läufst du eigentlich hin?“ „Wieso? Sie sind doch in diese Richtung gegangen“ „Wo hast du deine Sinne gelassen Krüber? Sie ist nach Osten gelaufen, du läufst nach Norden!“ Plötzlich schossen Ranken aus dem Dickicht und versperrten Krüber den Weg. Der nahm sein Schwert und schlug sie einfach außeinander. Damit war es aber noch lange nicht getan, denn weitere Ranken tauchten wie aus dem Nichts auf. Abermals schlug er sie entzwei, doch als Reaktion darauf kamen nur immer mehr Ranken, diesmal nicht nur vor ihm, nein. Sie versuchten ihn in alle Richtungen abzusperren. Wütend startete Krüber einige Rundumschläge. „Nette Versuche, Wald. Aber wenn das alles ist was du zu bieten hast, scheiterst du schon an unseren Klingen! Nicht wahr Fenia?“ Sie reagierte nicht auf ihn. „Fenia?!“ Er rief jetzt lauter. „Hörst du mich nicht? Fenia, ich bin hier! Hilf mir mal mit diesem Unkraut!“

Eigenartige grüne Lichter tanzten um Fenia herum. Misstrauisch verfolgte sie die Lichter mit ihren Augen. „Ich habe keine Lust auf solche Spielchen.“ Spielchen…spielchen….spielchen….spielchen…. hallten kindliche Stimmen zurück, die von den Lichtern zu kommen schienen. „Ihr seid Waldgeister, oder?“ oder….oder…..oder…oder…. „Wenn ihr nichts anderes als nachplappern könnt, verschwendet ihr meine Zeit.“ Sie wollte weiterlaufen, doch ihre Beine gehorchten ihr nicht. Sie schaute nach unten und stellte erschrocken Fest, dass sich eiserne Fußfesseln um ihre Beine herum befanden. Sklave….sklave….sklave…sklave…. Fenia richtete ihren Blick wieder nach vorne. Der Wald war verschwunden. Stattdessen waren da überall Menschen. Egal wohin sie blickte, Menschen. Aber nicht irgendwelche Menschen. Ihre Augen funkelten Grün. Sie sabberten und plapperten wie Dämonen. Aber sie verstand kein Wort. Es kam ihr vor, als bekäme sie nur noch schlecht Luft. Sie fasste sich an den Hals. Auch um ihren Hals befand sich nun eine eiserne Fessel. Sklave….sklave…sklave….sklave….

Krüber| Die Ranken zu zerschlagen bringt nichts, da es dann erst recht immer mehr werden. Fenia ist tatsächlich noch in deiner Nähe, aber sie hört sich nicht.
Fenia| Du bist natürlich nach wie vor im Wald, du leidest nur unter schlimmen Halluzinationen, die Geister des Waldes wollen dich Verrückt machen und greifen bewusst wunde Punkte an

Constantine
28.09.2016, 10:13
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Das Auftauchen dieses Monsters war beunruhigend. Während das Jungtier süß und kuschelig wirkte, war der große Keiler alles andere, als einladend. Prinzessin Kaja stand die Angst förmlich in ihr in Schweiß überströmtes Gesicht geschrieben. Ihr Herzschlag schlug wie wild gegen den Brustkorb, als wolle es ihr Inneres sprengen. Es fröstelte ihren Körper. Das Leittier sog einmal kräftig mit dieser riesigen Nase um ihren Geruch einzuprägen. Nicht nur, dass das Tier sprechen konnte, offenbar hielt es sie für etwas anderes. Das Oboro die Antwort bereits lieferte, war der verängstigten Prinzessin noch nicht bewusst. Nach wie vor hielt sie sich an der Kitsune fest umklammert, während die Schweine im Hintergrund alles beobachteten und grunzten. Ihre Augen wanderten nun langsam zu dem dunklen, tiefen Waldsee. Winzig kleine leuchtende Punkte schwebten über der pechschwarzen Wasseroberfläche, weißer Qualm drang nach oben an die Oberfläche.

"Du musst das nicht tun..", eindringlich hallten Oboro's Worte zu ihr durch. Doch trotz all den Gefahren welche auf dem Grund des Sees lauern konnten, wollte Kaja sich dieser Aufgabe stellen. Wie sollte sie über ein Königreich einst herrschen, wenn es ihr nicht einmal gelinge, einen so einfachen Test zu bestehen. "D-du stellst mir diesen Test, weil eine Kitsune nicht schwimmen kann, oder?", fragte Kaja mit zittriger Stimme den Keiler. Ein lautes Schnauben war dessen Antwort. "Es ist für eine so kleine Person wie ich es bin.. einfach in das Wasser zu tauchen, weil ich klein und wendig bin..", "Ist es nicht", dachte Oboro nur während sie versuchte Kaja irgendwie zu beruhigen. "Es ist eine einfache Aufgabe, Menschenfreulein", wiederholte der Keiler. Lautes Quieken aus der Gefolgschaft höhnte. Mit zitternden Beinen schritt die Prinzessin langsam auf das pechschwarze Wasser zu. Vorsichtig tauchte sie ihre zehn in das kühle Nass, schreckte dabei leicht auf.

Interessiert verfolgten die Tiere das Geschehen. Plötzlich war es beunruhigend still auf der kleinen Lichtung. Langsam ihr Kleid von ihrem Körper streifend, schloss das rothaarige Mädchen ihre azurblauen Augen bis sie vor der Kitsune nur noch in Unterwäsche dastand. "I-ich werde diese einfache Aufgabe bewältigen, Mutter Gaia wird mich beschützen...", wütendes Schnaufen war die Antwort der Jungkeiler auf Kajas Reaktion doch das uralte Leittier blieb weiterhin stumm. Die roten Haare der Prinzessin schwebten im aufkommenden Wind, der das Mädchen scheinbar in einem leichten Stoß in das tiefkühle Nass hinein beförderte. Ihren Mund geschlossen halten, tauchte Kaja hinab in die Dunkelheit, das frösteln ihres Körpers ignorierend. "An dieser Stelle hätte sie nicht runter tauchen sollen", grunzten der alte Keiler von seinen Jungtieren kam lediglich ein verächtlich, klingendes Schnauben.

Fruwluamressaw
01.10.2016, 21:12
http://file1.npage.de/001258/64/bilder/oboroavatar.jpg Für gewöhnlich war Oboro nicht leicht aus der Ruhe zu bringen. Es war nun auch nicht so, dass die Situation sie panisch machte. Beunruhigt war sie dennoch. Die Arme unter ihren Brüsten verschränkend, biss sie sich in die Unterlippe und dachte nach. Wenn Kaja etwas zustoßen würde, würde sich Oboro sehr schuldig fühlen. Sie konnte zwar sehr wohl schwimmen, aber die Gefahr war für sie beide größer, würde sie sich jetzt einmischen. Storschweinclans waren sehr eigensinnig und gegenüber Fremden misstrauisch. Nur den ältesten und weisesten Storschweinkeilern war es möglich, so problemlos mit anderen Rassen zu kommunizieren. Von diesen mächtigen Storschwein-Alphas gab es wahrscheinlich nicht mehr viele auf der Welt. Sie selbst sah sich zum ersten Mal in der Gegenwart einer solchen Kreatur.
Es war abzusehen, dass dieser See alles andere als sicher für Fremde war. Auch machte sich Oboro Sorgen um die Eismagie von Kaja. Hoffentlich fror sie dort unten nicht alles zu. Angespannt schaute sie und die Storschweine zu, wie die halbnackte Kaja in das Wasser eintauchte und verschwand. Einige Momente, die sich viel langer anfühlten als sie waren, vergangen, als plötzlich ein bekanntes Licht neben Oboro auftauchte und sich auf ihrer Schulter niederlies. Blinzelnd schaute sie zur Seite und schaute in das kleine Gesicht eines Waldgeistes. „Hokko?“ flüsterte sie überrascht. Der Waldgeist grinste sie an und schwirrte einmal um sie herum und landete dann auf einem Strauch vor ihr. Sie kniete sich zu ihm herunter. „Was tust du denn hier?“ „Mir war langweilig, da dachte ich mir, ich besuche dich und deine dubiosen Freunde.“ „Woher wusstest du, dass ich hier bin? Und wie bist du so schnell hier hergekommen?“ Er zuckte mit den Schultern: „Ich bin mit einer der Astralblumen hier hergereist.“ Ah, natürlich…der Geist der Natur schafft Verbindungen zwischen den Wäldern auch über Entfernungen… dachte sich Oboro, als Ko‘Hokko fortfuhr: „Und naja, du weißt doch wie das bei uns läuft. Der Vetter meines Onkels der hier wohnt hat es ihm erzählt, der hat es seiner Frau erzählt, die hat es ihrer Tochter erzählt, die Tochter hat es ihrer besten Freundin erzählt und…“ „Schon gut! Ist dir aufgefallen, was hier gerade los ist?“ Kurz schaute der alte Keiler zu den beiden rüber, aber entschied sich dafür sie zu ignorieren als er den Waldgeist sah und widmete seine Aufmerksamkeit wieder dem See. „Was meinst du nun? Krüber der von Ranken umschlungen wird? Fenia die von meinen garstigen Cousins geärgert wird? Oder sprichst du von der Seerene die gerade versucht, Kaja bis an den Grund des Sees zu ziehen?“ „…wie bitte?!“ Oboros Augen weiteten sich.

Kaja hatte unterschätzt, wie kalt so ein Waldsee mitten in der Nacht war. Es fröstelte sie sehr, als sie in ihn eintauchte. Glücklicherweise gewöhnte sich ihr Körper schnell an die Kälte, dennoch war es außerordentlich unangenehm. Der See wirkte sehr tief – sollte es ihr wirklich gelingen hinunterzutauchen und den Zahn zu finden? Sie wollte es versuchen. Also nahm sie tief Luft und tauchte hinab. Das Wasser war trüb, und das wenige Mondlicht, dass durch die Wasseroberfläche schien war nur eine kleine Hilfe. Sie tauchte immer tiefer hinunter und musste dabei ständig Blätter und Tang aus ihrem Sichtfeld wischen. Es wurde immer dunkler, je tiefer sie hinabtauchte und die Hoffnung, auch nur irgendetwas dort unten zu erkennen schwand. Doch dann erschienen zwei warme Lichter vor ihr. Sie entpuppten sich als Augen einer wunderschönen Frau. Sie hatte wallendes langes braunes Haar und ihr nackter Oberkörper wirkte ebenso wunderschön und perfekt geformt. Die Frau lächelte Kaja warmherzig an und reichte ihr ihre Hand. Eine liebevolle Stimme trat in Kajas Gedanken: Komm, kleine Süße. Ich zeige dir den richtigen Weg. Ohne groß darüber nachzudenken, griff sie die Hand der Frau. Diese zog sie nun mit sich in die Tiefe. Dort, wo sich die Beine der Frau hätten befinden sollen, erkannte Kaja nun eine Fischflosse.

Ironhide
01.10.2016, 22:23
http://abload.de/img/isenhorn2skg8.png
In der Tat gab der Prinz wenig auf die Gespräche, die Soldaten führten. Und das wo er doch mit seinen 19 Jahren wohl der jüngste in dieser Reisegesellschaft ist. Seine eigenen Garde, die nun noch aus vier Ordensritter bestand, schwieg. Wenn man sie nicht in Rüstung sah, konnte man sie auch für Mönche halten, was sogar der Fall war.
Jedenfalls hatte Crim recht mit ihrer Aussage, das Isenhorn genug andere Dinge im Kopf hatte, als sich um Frauen zu kümmern. Das ihm nun sogar schon ein Verhältnis mit Crim nachgesagt wurde, kam wenig überraschend. Die letzte Woche hatten die beiden ja auch praktisch aufeinander gehockt.
„Ich hab noch nie viel auf solche Gerüchte gegeben, denn wenn es danach geht, habe ich schon mit dem halben Reich angebandelt.“
Es gab unzählige solcher Vermutungen, der Prinz würde diese oder jene Tochter aus gutem Haus zur Braut nehmen. Auf der einen Seite war er es leid, da solche Gerüchte auch ab und an mal einen sehr bitteren Nachgeschmack hatten. Gerade wenn mehrer davon gleichzeitig im Umlauf waren. Meist war die Konsequenz daraus, das die Adligen sich gegenseitig an die Gurgel gingen, da jedes reiche Haus eben seine Tochter an den Prinzen binden wollte. Er galt nun mal als die beste Partie im ganzen Reich. Seine Schwester ebenso, wobei sich die Zahl der Verehrer noch etwas zurück hielt. Oder es lag einfach daran, das solcherlei Gerüchte über die Prinzessin nicht in seiner Gegenwart ausgeplaudert wurde, oder in der seines inzwischen begrabenen Vaters.

„Ich höre das schon gar nicht mehr, irgendwann ist man es einfach nur Leid.“ Das sie es eigentlich im Scherze gesagt hatte, verstand Isenhorn gar nicht, zu sehr kreisten seine Gedanken um hunderte andere Dinge. Aber immerhin hatte sie es geschafft, Prinz Isenhorn in ein Gespräch zu verwickeln. Sie hatten bereits eine gute Strecke zurückgelegt und würden sie weiter so gut vorankommen, würden sie Kaja und ihre Begleiter am Abend des nächsten Tages eingeholt haben. Doch das ahnte hier natürlich niemand auch nur im Geringsten.

Constantine
01.10.2016, 23:27
http://fs5.directupload.net/images/160510/j24hohqe.png Eisige Kälte breitete sich in ihrem ganzen Körper aus, vom Scheitel bis hin zu den nackten Fußsohlen stach das eisige Wasser auf ihrer zarten Haut ein. Während das strahlende Mondlicht immer mehr an seinen Glanz verlor, schwand die Hoffnung auch nur irgend etwas ansatzweise in diesem trüben See aufzufinden. Immer wieder musste Kaja Seetang oder anderes umherschwirrende Wasserpflanzen aus ihrem Sichtfeld zu vertreiben. Es wurde stetig dunkler, je tiefer Kaja tauchte. Die unerträgliche Kälte setzte der Prinzessin stark zu, dachte sie schon an's Aufgeben. Doch der Himmel meinte es offenbar gut mit ihr. Wie aus dem Nichts tauchten zwei leuchtende Punkte in der Dunkelheit auf welche sich als Augenpaare herauskristallisierten. Diese wunderschönen großen Augen gehörten einem ebenso perfekt geformten Körper.. einer Menschenfrau? Kaja erschrak kurz, als ihr Blick bis hin zu der in Schuppen eingehüllten Flosse wanderte, wo eigentlich Beine hätten sein sollen. Was war das bloß für eine Kreatur, so etwas hatte die Prinzessin weder in ihren Büchern gesehen, noch hatten ihre Lehrmeister Bericht erstattet. Dem Blickfang der Sirene nicht widerstehen könnend, griffen ihre Hände automatisch zu der Fischmenschenfrau. Ein Warmherziges Lächeln breitete sich auf den Gesichtszügen der Wasserkreatur aus.

Mit ihrem neuen Opfer zog das Wesen Kaja immer tiefer in dunklen See hinunter. Doch plötzlich änderte sich der glanzlose Blick der rothaarigen Prinzessin während so langsam fiel das Atmen immer schwerer fiel. Vor Schreck öffnete Kaja ihren Mund, so dass das eisige Wasser ihre Lungen füllte. Sie versuchte sich irgendwie aus dem Griff der Sirene zu befreien, doch das Wesen war einfach viel zu stark. Um ihre Iris begannen goldene Symbole aufzutauchen, die sich ständig im Kreis drehten und letztendlich ihren gesamten Körper einhüllten. Eine angenehme Wärme wanderte durch sämtliche Fasern ihres Seins. Ihre golden leuchtenden Augen ruhten nun auf der weiblichen Sirene, die plötzlich ihr wunderschönes Gesicht zu einer dämonischen Fratze ausgerichtet hatte um ihr Opfer im Ganzen zu verspeisen. "Du gehörst jetzt mir, Süße", hallten ihre Worte in ihren Gedanken während das Wasser um Kaja's Körper herum immer schneller zu rotieren begann. Die Prinzessin streckte ihren rechten Arm empor, so dass ein herumwirbelnder Strudel hoch in den Himmel schoss woraufhin auch der ehrwürdige Keiler seine Aufmerksamkeit lenkte. Kaja, die der Wind zu tragen schien, setzte ihre nackten Füße nun auf den felsigen Untergrund auf während um sie herum das Wasser einfach in Zwei gespalten wurde. Vor ihr das fassungslose Gesicht der Fischmenschenfrau, die nun auf dem Trockenem saß und ihre dämonische Fratze abgelegt hatte. Mit langsamen Schritten ging Kaja auf jene Kreatur zu. Bei jedem Schritt entstanden leichte Risse im Erdreich. Als sie schließlich vor der jungen Kreatur stand, ging sie leicht in die Hocke um mit ihrer Fingerkuppe das schuppige Kinn sanft zu berühren. Ein leichtes Lächeln huschte über ihre rubinroten Lippen. "Sagst du mir, wo ich den Stoßzahn des alten Keilers finden kann, liebe Freundin?", ihre goldene Aura schien durch den Körper der Meereskreatur zu wandern. All der Zorn, all der Ärger schien verfolgen, der verängstigte Blick starrte weiterhin auf das so harmlos wirkende Mädchen. "Ich kann dir nicht helfen, niemand kann dir helfen, finde den Zahn doch alleine!", fauchte sie plötzlich und sprang in das rettende Wasser.

Verdutzt schaute Kaja der Kreatur hinterher, dabei löste sich der goldene Schein um ihren Körper herum auf, so dass die Wassermassen zurück in den See tauchten. Das Haupt wieder nach vorne neigend, suchte sie nach der Sirene, die plötzlich verschwunden war. Auch schien sich ihr Körper mittlerweile an das kalte Wasser gewöhnt zu haben. Irgendwie war der Prinzessin plötzlich nicht mehr kalt. Nein. Es war ein angenehmes, wohliges vertrautes Gefühl. Ihre Augen hatten sich ebenfalls an dieses dunkle, trübe Licht gewöhnt. Und so schwamm Kaja weiter in den tiefen des Sees auf der Suche nach dem Stoßzahn.

Auren
06.10.2016, 18:07
http://fs5.directupload.net/images/160513/do8hdg6n.jpg
„Er ist immer noch so verkrampft.“ Bei den Gedanken, holte Crim mit ihren Arm aus, damit sie etwas ausholten konnte und mit der flachen hand auf dem Rücken des Prinzen zu schlagen. „Ihr seit immer noch zu sehr verkrampft. Wir sind jetzt draußen, einen halben Tag von der Hauptstadt entfernt, da solltet ihr eure Gedanken nicht all den Kummer und euren Pflichten dort verschwenden. Genießt stattdessen die schöne Aussicht. Wer weiß, wie es an der Landesgrenze zu geht. Außerdem solltet ihr euch eher Gedanken machen wo ihr schlafen wollt, mein Prinz. Draußen oder in irgendeiner Unterkunft. Beides ist nicht sehr königlich.“ Crim streckte kurz ihre Glieder durch. So lange auf einem Pferd reitend war für sie ungewohnt. „Wir sollten eine Rast einlegen. Die Pferde brauchen Wasser und sollten ein wenig grasen. In der Zwischenzeit können wir die Route durch gehen. Ich mag es nicht in irgendeinen Hinterhalt zu geraten. Ungefähr in einer Stunde würden wir einen Fluss erreichen. Was meint ihr dazu?“ Dem Prinz gefiel der kleine Schlag auf seinen Rücken wohl nicht so ganz, aber der Hauptmann hatte ja im Grunde recht. Hier draußen sollte man sich nicht um anderes Zeugs kümmern, sondern eher sich auf die Reise beziehungsweise auf den Weg konzentrieren.

Fruwluamressaw
08.10.2016, 19:43
http://file1.npage.de/001258/64/bilder/oboroavatar.jpg Es tat sich was im See. Das Wasser schwappte, als wäre es kein ruhiger See sondern ein Meer. Als Ko’Hokko von der Seerene erzählt hatte, war Oboro sofort zum See gerannt. Was sie jetzt sahen war ein….Loch? Tatsächlich, an einer Stelle war plötzich das Wasser säulenartig verschwunden, welches nun aus dem See schwappte und sie alle nass spritzte. Die Storschweine, die nahe am See standen, quiekten überrascht. Gebannt schauten sie das Loch hinunter und sahen, dass es tatsächlich Kaja war, die dieses Phänomen verursacht hatte. „Erstaunlich“ grunzte der alte Keiler. Kann man wohl sagen…nicht die Eismagie die ich erwartet hatte…seltsam. Oboro drehte sich zum alten Keiler und legte ihre Hand freundschaftlich auf seine Schulter. „Na kommt schon, reicht das denn nicht?“ Verärgert schnaubte der Keiler: „Nein, ich will diesen Stoßzahn!“ „Aber ihr habt doch selber zwei sehr schöne…“ „Es ist ein Familienerbstück!“ „Aber…“ „Keine Diskussion!“ Oboro seufzte demonstrativ laut. Jetzt tut er schon so, als wäre ich eine seiner Töchter… ich bin doch nicht etwa dick geworden?. Sie wollte gerade wieder Ko’Hokko ansprechen, als sie feststellen musste, dass er gar nicht mehr an ihrer Seite war. „Hokko?!“

Direkt vor Kaja tauchte ein grünes Licht auf, dass sich als Ko’Hokko entpuppte. „Sklavin von Oboro! Folge mir, rasch!“ Obwohl Kaja noch nie zuvor einen kleinen Waldgeist gesehen hatte, nickte sie und schwamm ihm hinterher. Dabei schwamm Ko’Hokko gar nicht wirklich, er gleitete viel mehr durchs Wasser, so wie er auch auf der Oberfläche durch die Luft flog. Schließlich war er nunmal auch ein Geist. Alles muss man selbst machen…Oboro kann von Glück sprechen, dass ich hier bin. Der alte Wor-Gann (so heist der große Keiler) wird mich nicht bemerken, so gut sind seine Augen nicht. Seltsam, dass diese Kaja mir ohne Widerworte folgt. Misstrauen ist wohl nicht gerade ihr Ding. Na mir soll es recht sein. Er führte sie zum Stoßzahn. Doch dieser Stoßzahn lag nicht einfach auf dem Boden. Er war bewohnt. Ein dubioser Einsiedlerkrebs hatte sich darin eingenistet und ehrlich gesagt hatte Ko’Hokko noch keinen Plan, wie sie ihm den Zahn abnehmen sollten. Als Kaja den Stoßzahn sah, wollte sie direkt danach greifen, doch zog jäh ihre Hand zurück, als der überdimensionierte Einsiedlerkrebs mit einer Schere nach ihr schnappte. „Ey, ey, ey, ey, ey! Wat willste denn von meinem Haus?! Einfach mitnehmen? Kannste knicken, Alde, so läuft das nich! Geh weg! Und du auch Geist…kommst wohl nich von hier, einfach in mein Territorium reinzulatschen, wa?!“