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Auren
17.12.2020, 00:09
https://abload.de/img/spielleiter8nktc.png (https://abload.de/image.php?img=spielleiter8nktc.png)
Kujitsu die Stadt der Arbitratoren. Ja so nennt man sie mitlerweile. Auf ihren Straßen ist immer etwas los. Gerade bei den Außenbezirken.
Viele der ehemaligen Slumbewohner halten sich an die Gesetze der Stadt, aber dennoch gibt es einige die stets aus der Reihe tanzen. Darunter befinden sich Menschen die eine parapsychologische Fähigkeiten besitzen. Daher ist die Polizei mit denen vollkommen überfordert oder besser gesagt, die Polizei möchte sich nicht damit befassen.

Arbitratorenabteilung, ein eher langweiliger Name, aber dennoch aussagekräftig. Genau diese Abteilung wurde für solche Fälle neu aufgabaut. Die Mitarbeiter sind speziel ausgebildet und zudem haben einige von ihnen etwas besonderes. Damit sind nicht einmal ihre paraspychologischen Fähigkeiten gemeint. Nein, es gibt auch normale Menschen unter ihnen. Ermittler, bei einigen auch die Hunde des Sicherheitsrates genannt, obwohl sie damit eher wenig zu tun haben.

Genau diese Menschen klären Fälle auf, bei denen der Verdacht besteht, das eine parapsychologische Fähigkeit mit im Spiel sein könnte. Diese Aufgabe ist nicht ganz ungefährlich. Daher agieren sie meist zu zweit und bei besonderen Fällen werden sogar mehrere Teams darauf angesetzt.
Dabei sind sie streng an die Sondergesetzte des Sicherheitsrates gebunden.




Heute wird dieser Abteilung ein neuer Fall aufgetragen. Einen von der gewöhnlichen Sorte.
Jugendliche und ihre Straßenrennen, wobei einer der vielen Fahrer wohl jede Verfolgungsjagd
im vorraus sah und entkam.
Deshalb geht man nun stark davon aus, dass genau dieser einer Fahrer, eine parapsychologische Fähigkeit besitzt. Vermutlich von Geburt an.
Dies soll nun Untersucht werden...

Büro von Luca Cross....

Eine Akte liegt geöffnet auf seinem Tisch. Mr Cross starrte aus dem Fenster, obwohl es nichts besonderes zu sehen gab. Er wartete geduldig auf einen seiner Ermittler.
Eigentlich sollten ihm ein paar Tage Ruhe gegönnt sein, aber die Fälle stapeln sich.

Ein Mann öffnete die Bürotür und trat hinein. Es handelte sich um Douglas Simmon.
Jemand der für diesen Fall genau der Richtige war. Auch wenn er sich mit der Materie des Falles nicht auskannte.

"Guten Morgen Doug. Sofern ich sie so nennen darf."
Luca Cross drehte sich um und sah sein Gegenüber an. Doug entdeckte sofort die geöffnete Akte.
Ein neuer Fall wie es schien.

"Ich weiß, sie hatten in den letzten Tagen viel um die Ohren, aber leider häufen sich die Fälle und bei diesem hier gab es schon zwei Tote. Weshalb dieser nun ganz oben auf die Drinligkeitsliste gesetzt wurde."
Doug nahm die Akte, blätterte sie sorgsam durch. Immer wieder kam das Foto von einem jungen Mann zum vorschein. Auch Bilder von iligalen Straßenrennen kamen vor, sowie die Bilder der zwei Toten. Kein schöner Anblick, aber der Ermittler war dies bereits gewohnt.

"Finden sie diesen jungen Mann und nehmen sie ihn fest. Wenn Sie Hilfe benötigen stelle ich Ihnen Seyrah zu Verfügung. Sie mag zwar jung sein, aber ihre Fähigkeiten könnten Ihnen trotzdem helfen. Eigentlich wollte ich ein Team darauf ansetzen, aber leider sind alle mit anderen Fällen beschäftigt. Die Polizei stuft in letzter Zeit die Fälle immer mehr hoch. Zum Schluss landen sie bei uns."

Luca ließ seinen Ermittler genug Zeit um die Akte durch zu blättern. Er wollte immerhin sicherstellen, dass er auch alle Informationen hat. Als dann Doug die Akte auf den Tisch legte, fuhr Luca mit dem Thema fort.

"Die Polizei will, sofern sie es schafft, alle Fahrer und Beteiligten verhaften. Uns interessiert nur dieser junge Mann. Um den Rest kümmert sich die Polizei. Geben sie acht nicht in deren Visier zu geraten. Zu Not schreite ich persönlich mit ein."

Die Außenbezirke...

Ein gewöhnlicher Tag, ja so scheint es, aber der Schein trügt. Der Einfluss von Kujitsu ist spürbar. Kein Wunder warum die Jugend die Waffen niederlegte und anderen Dingen nachgingen.
Seit Tagen sah man tiefer gelegte Fahrzeuge herum fahren.
Sie waren laut, sehr auffällig lackiert. Zudem waren sie zu teuer. Niemand konnte sich solche PS Protzen kaufen, außer vielleicht eine handvoll Bewohner.

Die reparierten Schnellstraßen wurden zu Rennstrecken. Natürlich war dies nicht geduldet. Die Polizei konnte den jungen Rennfahrern nur hinterfahren. Ihre Fahrzeuge waren zu schwer, zu langsam und erst gar nicht für wilde Verfolgungsjagden geeignet.
Man lachte schon über die erbärmlichen Versuche.

Heute abend soll es wieder ein Rennen geben. Alle Beteiligten wissen bereits davon und haben sich gründlich vorbereitet. Selbst ein paar Plakate wurden aufgehangen. Man wollte sich wohl ein weiteres kleines Katz und Mausspiel mit der Polizei liefern.
Natürlich war dies unter den Bewohner der Außenbezirke ein großes Thema. Zwei Menschen wurden bereits überfahren und starben.
Abends ließen die Eltern ihre Kinder nicht mehr raus. Sie waren besorgt, da selbst die Nebenstraßen zur Rennstrecke wurden.
Einige Bewohner riefen schon laut. "Her mit unseren Waffen!" oder "Ohne euch wären wir besser dran."
Sie fühlten sich nicht mehr sicher. Genau dieser Umstand könnte lokal zu Unruhen führen.
Da könnte dann selbst die Armee einpacken.


Iron: Doug darf mal schön brav die Rennszene abklappern. Die Jungs werden sich nicht verstecken.
An die Bewohner der Außenbezirke: Ihr solltet alle davon Wind bekommen haben. Vielleicht sogar schon selbst ein Rennen unfreiwillig gesehen. Vor allem die Unruhe sollte bemerkbar sein.
Survi: Ketel darf sich über eine zu große Anfrage über modifizierten Waffen freuen, vielleicht zu sehr???

Die Lehre des schreibens:
Kursiv: Gedanken eures Charakters.
Fett: Telepathie.

Ironhide
17.12.2020, 15:52
https://abload.de/img/dougava1.14tk0a.png
Es war im Grunde wie so oft, ja eigentlich wie immer. Irgendwie fiel irgendwo, irgendjemand auf, weil Dinge passierten, die nicht passieren dürften. Doug wusste, dass er bereits eine Kopie der Akte auf seinem Schreibtisch hatte, kein Grund also sich die von Cross mitzunehmen. Die nötigen Infos hatte er ja nun schon, so dass er sich zumindest ein erstes Bild machen konnte. Es gab einige Möglichkeiten, wo der Gesuchte wohnen könnte. Aufgrund der teuren PS-Starken Autos wäre eine Möglichkeit, den Täter in High City selbst zu suchen. Immerhin lebten dort die einzigen Menschen in der Stadt, die sich solche Autos problemlos leisten konnten. Die Rennszene war nicht grad diskret und da man gesehen werden wollte, waren auch die Autos bekannt. Um an Namen und Adressen ran zu kommen, müsste man nur die ganzen Händler abklappern. Aber das sollte mal schön die Polizei machen, er könnte sich die Daten dann einfach geben lassen. Das würde er also als erstes veranlassen.

Douglas versprach sich allerdings nicht sehr viel davon. Denn so naheliegend es auch war, glaubte er nicht daran, dass sich der gesuchte in der High City selbst aufhielt, ohne dass er sich hier lange verstecken konnte. Eine weitere Möglichkeit war dann natürlich, dass man sich die Boliden auf nicht ganz so legale Weise besorgt hatte. Nicht weiter schwer und Leute die Ahnung von Autos hatten, gabs es mehr als genug. Irgendeine Behörde die das alles überwachte und Kontrollierte gab es nicht, weswegen vom jämmerlich zusammengeschusterten Selbstbauten mit klapprigen Motoren, bis zum Luxus-Straßenkreuzer alles sah. Letztere natürlich eher weniger. Irgendwelche Transportfarhrzeuge polterten natürlich auch über die maroden Straßen und brachten ihre Waren von A nach B. Nur die Schnellstraßen waren gut befahrbar, sofern nicht irgendwo wiedermal ein rennen stattfand. Das war auch die erste Anlaufstelle für Douglas. Neben einigen Tunningwerkstätten die er schon kannte, würde er sich auch auf der Straße selbst umsehen. Auf dem Weg zurück in das Großraumbüro, wo auch sein Schreibtisch stand, zog er sich noch einen Kaffee aus dem Automaten. Grad als er sich den Becher nahm, kam Seyrah um die Ecke. Unscheinbar wie immer, lächelte sie ihn aber an und begrüßte ihn freundlich.

„Guten Morgen Doug.“
„Morgen Seyrah. Kaffee?“, fragte er, doch sie verneinte es. Das Zeug aus dem Automaten war ihr zuwider. Douglas verstand auch warum, als er einen Schluck aus dem Becher nahm. Nicht grad eine Offenbarung, aber es genügte für den Moment.
„War grad bei Cross, er meinte du könntest mich womöglich bei einem neuen Fall unterstützen, falls ich Hilfe benötige.“
Seyrah sah ihn fragend an. „Und benötigst du Hilfe?“
„Sicher. Ich will nicht erst warten, bis es zu spät ist und obendrein ist es immer besser, wenn du von Anfang an dabei bist, muss ich dir später nicht den Fall noch erklären. Komm, ich zeig dir die Akte.“

Später.
Seyrah saß auf dem Beifahrersitz des Dienstwagens, mit dem Doug eine der bekannten Tunningwerkstätten ansteuerte, und tippte grad etwas in ihr Notebook. Sicher irgendwelche Notizen, ob nun für den Fall oder etwas anderes, war Doug für den Moment egal. Sie würde ihm schon mitteilen, wenn sie etwas Relevantes zu sagen hatte. Offiziell war es eine normale Werkstatt und man konnte auch mit seinem Auto hierherfahren, doch war es auch nicht grad ein Geheimnis, das sich hier etliche junge Leute trafen, die zu der Rennszene gehörten. Die dumpfen Bässe waren schon zu hören, aber erst als Doug zwei Minuten später um die Ecke bog, sah er auch die Werkstatt und die 4 davor geparkten Wagen mitsamt Besitzern und Freunden auf dem Platz davor. Jedes einzelne dieser Autos war mehr Wert als die meisten der Gebäude in der Nähe. Als Douglas dann auf den Parkplatz abbog, und seine Wagen in unmittelbare nähe zu den Tunningschlitten abstellte, war ihm sehr bewusst, dass nicht nur einer dieser Leute dort Waffen trug. Auch das war nichts Besonderes, schon gar nicht wenn man solche Werte schützen wollte, wie sie hier rumstanden. Die Slums waren halt gefährlich. Auch Seyrah war sich dessen bewusst.
„Einer von denen könnte an den Unfällen mit verantwortlich sein.“, meinte sie wärend sie die Menschen mit Argusaugen beobachtete. Dessen war sich auch Doug bewusst, doch solange sie hier standen, taten sie nicht verbotenes. Und auch wenn er sicher den ein oder anderen wegen Waffenbesitz drankriegen würde, würde es ihm nichts bringen. Er brauchte Informationen und den jungen Leuten vor den Kopf zu stoßen war sicher der ideale Weg um nicht zu erfahren.
„Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Sehen wir erstmal, ob wir irgendwas interessantes erfahren.“ Doug hatte sich eins der Fotos des gesuchten mitgenommen, aber keiner der Anwesenden passte auch nur im Ansatz dazu. Wäre auch zu schön um wahr zu sein.

Beide verließen den Wagen und bewegten sich auf die jungen Leute zu, als aus dem Hintergrund ein Mann aus der Werkstatt trat, von dem Doug bereits wusste, dass er der Besitzer war. Er war es auch, zu dem Doug wollte.
„Die geschätzten Herren – und Damen – von der Arbitratorenabteilung. Was führt sie denn hier her in meine bescheide Werkstatt. Vielleicht ein Ölwechsel?“, begrüßte der Mann sie freundlich, wobei weder Seyrah noch Douglas entging, dass er das nicht wirklich ernst meinte. Das logo auf dem Dienstwagen gab ihre Behörde Preis, weswegen es Douglas auch nicht wunderte, das er sie entsprechend ansprach.
‚Charmant‘, dachte sich Douglas sofort. In der Tat, die Art wie er es sagte war nicht herablassend oder feindlich. Auf eine gewisse Art war sie sogar freundlich. Sicherlich Kalkül, wie Douglas ihn einschätzte, aber eine unmittelbare Gefahr schien nicht von ihm aus zu gehen. Mit Sicherheit war der Mann auch nicht daran interessiert, dass seine Werkstatt dicht gemacht wird.
„Tag. Mein Name ist Simmons, das hier ist meine Kollegin Menigton.“ Doug hielt dem Mann seinen Dienstausweis hin, den er nur flüchtig überflog. „Und sie sind?“
„Jakande. Karabo Jakande. Besitzer dieses Ladens.“ Douglas wusste das bereits. Das er den Besitzer dennoch fragte, war für ihn so etwas wie der erste kleine Test, ob ihn jemand anlog. Hätte er sich lediglich nur als einfacher Angestellter vorgestellt, wüsste Douglas nun, dass hier irgendwas nicht stimmt.
„Wir würden uns gerne mit ihnen ein wenig unterhalten. Sie kennen sich doch mit getunten Wagen aus, oder?“
‚Zuerst du, dann deine Angestellten, dann die Leute hier draußen. Schön der Reihe nach.‘, dachte sich Doug noch, als Karabo sie in die Werkstatt zu seinem Büro bat.

Auren
18.12.2020, 00:09
https://abload.de/img/yuma22ava1.16zk7l.jpg (https://abload.de/image.php?img=yuma22ava1.16zk7l.jpg)
s war wieder ein schöner Tag, dachte sich Yuma. Weshalb sie die Kinder anzog mit den Kinderwagen nach draußen ging. Einkaufen stand sowieso auf dem Plan. Lieber jetzt, wo die Kinder noch etwas schlafen als wenn sie putz munter sind.
Gerade die große Tochter war manchmal kaum zu bremsen.
Ihr schien es nichts auszumachen. Dies lag wohl daran, dass sie einfach die Gedanken der Kinder lesen konnte ohne dass es den anderen Passanten nicht auffiel.
So konnte Yuma so manchen kleinen Unfall vermeiden.


Ihr Mann hingegen wäre mit den Kindern klomplett überfordert, aber ärger gab es fast nie deswegen. Dazu war Yuma zu ruhig. Sie lachte sogar manchmal darüber.
Beim Einkaufen entging es ihr nicht, dass die allgemeine Stimmung am Tiefpunkt war. Dies lag wohl an den Rasern und an die inkompente Polizei.
An sich könnte sie diesen Streitpunkt mit Leichtigkeit lösen, aber da gab es noch jemanden.
Ihr so genannter Ziehvater wenn man es so betrachtet.
Einen ehemaligen Warlord. Yuma musste ihn versprechen, dass sie ihre Fähigkeiten nie da draußen einsetzt, wobei Gedanken lesen bis zum gewissen grad erlaubt war.

Heute nahm sie den Bus zur High City. Dort waren die Geschäfte wesentlich besser.
Da es nur wenige Routen für diese Art der Fahrzeuge gab, dauerte es auch nur ungefähr dreißig Minuten bis ihre Haltestelle angefahren wurde.
Langsam und schön vorsichtig stieg sie mit den Kinderwagen aus. Die Busse waren zum Glück dafür auch gut ausgestattet.

Jetzt trennten sie nur noch ein paar Meter zum gewünschten Geschäft, wobei hierfür eine andere Bezeichnung fällig wäre.
Es war eines der größeren Einkaufszentren die Kijutsu zu bieten hatte.
Hier sollte Yuma auch alles bekommen, gerade für die Kleinen.
Die Einkaufsliste wurde hervor geholt, ein gewöhnlicher Zettel. Jeder hätte die digitale Version vorgezogen. Nur kam Yuma nicht wirklich zurecht mit den Dingern.

Die ersten Punkte auf dieser Liste handelte sich allein für die Kinder, danach das Abendessen, sowie kleine andere Dinge des täglichen Lebens.
Das Einkaufzentrum war wie immer gut besucht, aber es wurde nicht gedrängelt. Platz gab es ja genug.

Da Yuma nur wenige kleinere Läden ansteuern musste, hatte sie auch rasch alles beisammen.
An einem kleinen Essenstand, gönnte sie sich eine Kleinigkeit.
Als sie den Rückweg antreten wollte, machte sich die Große bemerkbar. Sie war wach und wollte nicht mehr liegen.
"Nicht zappeln, ich zieh dir deine Schuhe an und dann kannst du von mir aus etwas herum laufen."
Ihre Stimme war ruhig, eher zu ruhig, obwohl das Kind laut quengelte.
Nachdem die Schuhe angezogen waren, wurde das Kind aus dem Wagen genommen.
Ihre Tochter rannte auch schon los.
Zum Glück wusste Yuma ja wohin ihre Tochter wollte, daher konnte sie auch mal ein paar Minuten allein ihre Runden drehen lassen.

Anstatt ihr zu folgen, suchte sie sich eine Bank. Dort wollte sie ihren kleinen Snack verdrücken. Solange ihre Tochter noch am toben war und sie daher nicht teilen musste.

Survivor
18.12.2020, 01:12
https://abload.de/img/ketelavatar80kmi.jpg (https://abload.de/image.php?img=ketelavatar80kmi.jpg)
Ruhe. Ruhe war etwas das Ketel, sehr zu schätzen wusste. Eine Tatsache die sich ebenso in Lage wie auch im Aufbau seiner Werkstatt wieder spiegelte. Sie lag gut einige Meter unter der Erde, in einer alte Tiefgarage. Ihre oberen Stockwerke waren eingestürzt, daher konnte man sie eigentlich nicht mehr gebrauchen. Doch wie es der Zufall wollte, gab es einen alten Aufzug der nur noch nach ganz unten fuhr. Dieser war wieder in Gang gesetzt worden und so konnte man sich an den verschütteten Autos bedienen die dort warteten. Sie im ganzen zu bergen war damals nicht möglich, also schlachtete man sie aus und schleppte die Teile an die Oberfläche und fort. Nachdem diese Arbeiten getan waren, gab es dort unten nichts mehr zu holen. Nach einiger Zeit der Ruhe, hatte Ketel sich dann dort nieder gelassen. Im wahrsten Sinne des Wortes nun im Untergrund, konnte er dort unten, ungestört, alles machen was er wollte. Er richtete sich in einem kleinen Lagerraum eine Werkstatt ein und nutzte die Großen Parkflächen der Garage als Schießbahnen.
Im Laufe der Jahre häufte er immer mehr Material an, um für alles mögliche was mit Waffen zu tun hatte, gewappnet zu sein. Jedoch nicht um Waffen selber herzustellen, sondern um sie modifizieren und reparieren zu können.
Das einzige was er dort unten wirklich herstellen konnte war Munition. Natürlich nicht für jede x-beliebige Waffe, aber eben für die gängigsten. Allerdings war sein momentaner Auftrag ein anderer.

„Modifizieren...hmmm...einfacher hätten man den Auftrag nicht formulieren können oder? Was ist dass für eine Aussage? Ich soll sie modifizieren. Was soll ich modifizieren? Wollen die ein neues Visier haben, ein anderes Kaliber?“ Ketel regte sich gespielt über seinen momentanen Auftrag auf. Er hatte eine größere Lieferung an Waffen bekommen die „modifiziert“ werden sollte.
Ein Auftrag der Ihm in Wirklichkeit viel Vergnügen bereitete, aber eben auch diesen Beigeschmack der Ungenauigkeit hatte.
„Ach wisst ihr was? Ich mach sie einfach mal sauber, checke sie ordentlich durch und dann schieß ich sie wieder ein. Außerdem entferne ich noch die Nummern. Dann weiß keiner mehr woher sie stammen. Sollte eigentlich schon als Modifikation durchgehen.“

Zunächst einmal, kam die völlige Zerlegung aller Waffen in ihre Bestandteile. Jeder Bolzen, jede Feder, jedes noch so kleine Teil. Alles wurde auseinander gebaut. Alle Nummern die Aufschluss darüber geben konnten woher die Waffen kamen, schliff Ketel Material schonend, aber sehr gründlich aus. Dann kamen alle Teile, wild durch einander und nur der Größe nach sortiert, in unterschiedliche Ultraschallbäder mit verschiedenen Reinigern. Nach dem Trocknen wurden die verschiedenen Komponenten, leicht geölt, wieder zusammen gesetzt, auf Sitz und Funktion überprüft und abschließend, alle Waffen im Anschluss eingeschossen. Dabei nutzte Ketel, verschiedene Spannvorrichtungen, um für jeden Waffentyp, auch immer die gleichen Ergebnisse zu haben. Er justierte die Zielvorrichtungen auf ihre Trefferbilder und verstaute sie anschließend so, dass sie ihren Haltepunkt nicht gleich wieder verloren. Ketel hatte aber die Vermutung dass dies spätestens nach dem Rücktransport, eh wieder der Fall sein würde.

Da nun seine Arbeit für den heutigen Tag getan war, konnte er sich nun seinen eigenen Dingen widmen.
Dem testen von Munition. Genauer gesagt...von Schrottmunition.
„Womit schießen wir heute? Wie wärs mit...ja wie wäre es mit dem Gummibärchengeschoss dass ich neulich gegossen habe.“ auf Ketels Gesicht breitete sich ein breites, kindische Grinsen aus.
„Wollen doch mal sehen ob man damit nicht durch einen einfachen Holzverschlag kommt. Dann noch die gehärteten Stahlkugeln, damit könnte ich auf die ausgeschlachteten Karosserien ballern...und zum Schluss noch das gefrorene Dosenfleisch. Dass hatte ich ja schon letzte Woche vorbereitet und zugeschnitten...“ freudig sprang er in sein Lager und holte drei Gewehre und einiges an Munition hervor, bevor in den tiefen der Tiefgarage verschwand und man lautes Krachen und Lachen hätte hören können.

hakuryu
18.12.2020, 02:23
https://abload.de/img/teganava1.1h2j0q.jpg (https://abload.de/image.php?img=teganava1.1h2j0q.jpg) Er war lange nicht mehr hier gewesen. Das letze mal vor zwei Jahren. So sehr Tegan die Natur auch liebte und dieser Ort auch wie geschaffen dafür war diese auch zu genießen, mochte er gerade diesen hier nicht wirklich. Im Schatten einer riesigen Eiche, die mitten auf dem sanften Hügel stand und deren Blätter im leichten Wind leise raschelten, sah der junge Mann auf den Grabstein der Familie Takahiro. Zu den Namen seiner Eltern, an die er sich kaum erinnern konnte, waren die seiner Großeltern gekommen. Die beiden hatten ihn aufgezogen seit er mit vier Jahren zu ihnen gekommen war. Wirklich herzlich waren sie nie gewesen, war er doch der Sohn seines Vaters den sie nicht mochten. Leider sah er ihm auch noch zu ähnlich und sein Vater war ihn ihren Augen schuld daran das die Beiden ihre über alles geliebte Tochter verloren hatten.
Aus den Akten hatte Tegan später erfahren das es ein tragischer Unfall gewesen war und keiner wirklich Schuld hatte. Das Haus welches sie damals observiert hatten war buchstäblich in sich zusammengefallen und hatte beide unter sich begraben. Rettungskräfte hatten es nicht rechtzeitig geschafft seine Eltern unter den Trümmern zu finden bevor die telekinetischen Kräfte seines Vaters versagten.

Langsam das Grab sauber machend, hing der schwarzhaarige Arbitrator seine Gedanken nach. Die letzten drei Jahre waren nicht so einfach an ihm oder Shinru vorbei gegangen. Sie hatten vieles erlebt, geholfen wo sie nur konnten ohne zu verraten was sie sind. Bei seinem besten Freund war das nicht weiter schwer gewesen. Ihm sieht man das nicht an. Bei Tegan sieht da die Sache schon anders aus. Der katzengroße kleine blaue Drache war immer noch da. Das der Kleine ein Eigenleben und sogar seinen eigenen Kopf hatte war sowohl Segen als auch kleiner Fluch zugleich.
Shinru vermutete das Ryu sein Unterbewußtsein wiederspiegelt. Zumindest war er ein offensichtliches Stimmungsbarometer. Was nicht immer von Vorteil war. Oft genug mußten sie deswegen den Wohnort wechseln weil der Kleine der Meinung war jemanden anfauchen oder in die Waden zwicken zu müssen.
Seit der Beerdigung seiner Großeltern waren die beiden immer mobil. Der runtergekommene Caravan war weder zu groß oder zu klein um in den Außenbezirken aufzufallen. Niemand würde auch nur im Traum daran denken das dieses Gefährt mit allen Annehmlichkeiten ausgestattet war die man gebrauchen konnte. Zudem wechselten sie oft die Grafittis und Nummernschilder. So konnten sie über die Jahre auch immer in Auge auf Juri haben. Diese hatte sich nicht an den Vorfall mit Odysseus erinnern können, geschweige denn an die beiden jungen Männer die ihr geholfen hatten und leider auch viel Scherereien bescherten. Yumiko hatte ihnen gesagt das sie auch nicht wollte das sich ihre Frau wieder daran erinnert und die Arbitratoren gebeten sie nicht wieder aufzusuchen. Daran hielten sich die Beiden. Ein Auge behielten sie trotzdem auf Juri. Diese hatte mittlerweile Aktivitäten von denen Yumiko nichts wußte und die Jungs immer mal wieder auf trap hielt.

Nach der Säuberung goß Tegan noch eine kleine Flasche Sake über den Grabstein und zündete Räucherstäbchen an. Ryu kam langsam mit ein paar Wildblumen in der kleinen Schnauze und legte diese daneben.
Mit einem Blick in den blaßblauen Himmel, der nur sporadisch von Federwolken durchzogen war, machte sich der schwarzhaarige wieder auf den Weg. Der kleine Blaue machte es sich auf seiner Schulter bequem, kuschelte sich an seinen Herrn und verblaßte soweit das man schon ganz genau hinsehen mußte um ein Flimmern erkennen zu können.




https://abload.de/img/shinruava1.1ujk8y.jpg (https://abload.de/image.php?img=shinruava1.1ujk8y.jpg) "Geht es dir auch wirklich gut?"
Die Frage kam für Shinru nicht überraschend. Die geisterte schon seit Stunden im Kopf seiner Mutter rum.
"Ja, Mutter. Ja ich esse genug, Natürlich hab ich auch ausreichend Schlaf. Nein, wir kochen selber. MAMA!"
Die Gedanken seiner Mutter drehten sich im Kreis. Sein Vater strahle einfach nur Ruhe aus und der Telepath hätte schon tief in den Geist seines Vaters eindrigen müssen um seine Gedanken lesen zu können. Tegan hatte eigentlich beiden Elternteilen beigebracht wie sie ihre Gedanken abschirmen konnten. Nur leider waren sie wohl zu wenig bei Shinru seinen Eltern zu Besuch als das seine Mutter sich das behalten hätte. Immerhin war der letzte Besuch bereits zwei Jahre her.
"Ob Tegan damit zurechtkommt?"
"Das ist schwer zu sagen. Wenn er nicht will komme nicht mal ich in seine Gedanken. Raubkatzen bewachte Diamantschilde sind da sehr effektiv. Und wenn dann noch Ryu einen ständig ablenkt das man sich nicht mal konzentrieren kann, sollte auch ein besserer Telepath als ich Schwierigkeiten haben in seinen Kopf zu kommen."
Beide hatten sie trainiert um ihre Fähigkeiten weiter auszubauen. Was den Schutz gegen Telepathen betraf, hatten die Beiden sogar unerwartete Hilfe bekommen die sich als sehr effektiv erwiesen hatte. Die Trainingseinheiten waren der reinste Horror, aber es hat sich ausgezahlt. Auch für sich hatte er etwas Neues gefunden.

Ein helles Kinderlachen riß den blondhaarigen aus seinen Gedanken. Seine jüngste Schwester, gerade mal zehn Jahre alt, rannte lachend um ihren Bruder.
"Fang!"
Damit warf sie ihm ohne hinzusehen einen Ball zu. Völlig perplex konnte Shinru ihn gerade noch auffangen bevor dieser in den Kuchenteig fiel. Sie hatte ihn mal wieder austricksen können. Sie hatte schnell gelernt an etwas anders zu denken wenn sie etwas von ihrem Bruder wollte oder vorhatte ihn zu ärgern. Keines seiner Geschwister war ein Arbitrator. Sein Großvater war einer gewesen, nur anders als er einer mit Zukunftsvisionen.
Seine Fähigkeiten gedanklich in ein Diamantkokon einschließend, trat er auf den Rasen vor dem Haus seiner Eltern. Die Wasserbomben die ihn dann eiskalt im Gesicht trafen ließ Mia einen Lachflash bekommen.
Aha, jetzte seh ich also aus wie ein begossener Pudel. Na warte Kleine. Mama, hole bitte mal ein paar Handtücher.
Den Ball in den Händen sprintete er zu Mia die sich mitlerweile vor Lachen den Bauch haltent auf dem Boden rollte. Erst ließ er den Ball auf ihren Kopf fallen und dann warf er sich das lachende Bündel über die Schulter und ging Richtung Pool. Bevor die Kleine realisieren konnte wie ihr geschah, flog sie in hohem Bogen ins kalte Wasser.
Quietschend nach Luft schnappend tauchte sie prustend wieder auf und fluchte wie ein Seemann.
"Attacke!!!"
Der gebrüllte Ruf seiner Brüder warnte Shinru vor, offensichtlich hatte Mia ihnen beigebracht wie sie sich geistig unsichtbar machen konnten. Gedanklich rezitierte Jack ein Gedicht und Tora löste mathematische Gleichungen.
Doch was auch immer die Beiden eigentlich vor hatten gind für sie gründlich schief. Die 20 und 23 Jahre alten jungen Männer landeten neben ihrer Schwester im Pool. Instinktiv hatte Shinru mit jeweils einer kleinen Drehung und einen Schritt ihnen entgegen reagiert und sie so ins Wasser befördert.
"Nicht brüllen. Ihr vergeßt jedes Mal das ich mittlerweile den fünften Dan in Aikido hab."
Das Grinsen auf den Gesicht den Blonden sprach Bände als die Geschwister einvernehmlich fluchten. Ihre Mutter kam mit einem Stapel Handtücher aus dem Haus und verteilte sie an alle ihre Kinder. Sie meinte dann noch das der Kuchen nicht mehr lange brauchen würde und verschwand wieder in der Küche.

Etwas später nach dem alle wieder trocken und in frischen Klamotten waren, legte Jack Shinru ein Plakat hin. Es wurde ein Rennen angekündigt auf den Speedways in den Außenbezirken. Der Telepath war nicht sehr erbaut darüber das schon wieder eins stattfinden sollte. Diese Rennen waren sehr gefährlich und hatten bereits Todesopfer gefordert.
"Mama, schau mal. Da ist ein Minidrache!"
Alles ok bei dir, Tegan?
Geht so. Ihr hattet wohl euren Spaß. Hattest du vorhin nicht andere Klamotten an?
Wasserschlacht. Die Kids haben dazugelernt.
Die haben dich echt überraschen können? Find ich klasse.
"Tegan, komm doch rein. Der Kuchen ist fertig und soweit abgekühlt das wir essen können."
"Danke Mrs Ryusai."
Tegan betrat das Haus und erhaschte aus dem Augenwinkel das Papier auf dem Tisch.
Das ist doch nicht deren ernst, oder? Es gab doch schon zwei Tote. Beim letzten Mal hat es den kleinen Noah erwischt.
Offensichtlich doch. Das soll heute Abend stattfinden. Ich glaub nicht das die Polizei das verhindern kann.
Ich auch nicht. Deren Autos sind dazu mehr als ungeeignet.
"Kann ich mit dem Drachen spielen, Tegan?"
"Na klar. Hast du noch nen anderen Wunch?"
"Eine Katze wäre noch schön. Aber eine richtig große."
Mit einem Lächeln erschuf Tegan zwei Raubkatzen was Mia mit einem erfreuten Kreischen quitierte.

Gosti
18.12.2020, 17:20
https://i.imgur.com/XM4BRQI.pngEs ist noch nicht so lange her dass Juri zusammen mit ihrer Freundin Yumiko wieder in die Slums gezogen sind, auch wenn es der Obrigkeit lieber wäre wenn man das nun die „Außenbezirke“ nennt. Sie selbst kann sich an diesen Ort, oder was dort alles passierte so gut wie nicht erinnern, alles was vor dem Vorfall vor drei Jahren passierte war im besten Fall in ihrem Kopf vernebelt, aber als sie hier her kam, obwohl alles viel schmutziger, gefährlicher und lauter war als in der High City, fühlte sie sich hier automatisch wohler als in der sterilen organisierten Welt da oben wo sie fast ein Jahr lang rehabilitiert wurde. Es wirkte einfach… vertrauter, auch wenn sie selbst nicht erklären konnte wieso, und alte Gewohnheiten kamen auch ganz von alleine wieder, ihr Wunsch diesen Ort eine Spur besser zu machen, Ungerechtheiten auszugleichen und einen gewissen Nervenkitzel nachjagen, genauso wie diverse Fähigkeiten wie zum Beispiel dass sich ihre Finger in den Taschen anderer wieder fand ohne dass es jemand bemerkte… Etwas was sie völlig unbewusst und automatisch tat, und auch etwas war was sie aktiv unterdrücken musste. Das hörte allerdings nach einiger Zeit auf, das Unterdrücken, nicht die Kleptomanie…
Zumindest war Juri in der Lage nicht in Schwierigkeiten zu geraten, etwas auf was sie großen Wert legte, mehr als vielleicht früher, weil sie nun einfach jemanden hatte der ihr mehr als alles andere Wichtig war, und sie diese Person einfach nicht in Gefahr bringen wollte.

Generell Half sie bei den Versuchen der High City die ehemaligen Slums zu verbessern so gut sie konnte, und in der Kurzen Zeit konnte man auch schon einiges an Änderungen spüren. Vielen lief dabei nicht besonders fair ab, viele versuchten diese Förderungen auszunutzen oder zu bestehlen, etwas was schon viele Leute die Aufmerksamkeit von Juri auf sich zog und am Ende oft mit weniger da standen als zuvor…
Der Aufbau veränderte allerdings die Leute und die Umgebung, etwas was Juri mit Zufriedenheit beobachtete. Gewaltverbrechen wurden weniger, und einige Kinder hatten sogar Perspektiven für die Zukunft was sie vor drei Jahren noch nicht gehabt hätten. Auch die Entwicklung des „Motorsports“ der immer Populärer zu werden schien, war in den Augen Juris eine positive entwicklung, auch wenn Yumiko da ganz anderer Meinung war… Juri war der Meinung dass diese Beschäftigung besser war als die Alternativen wo es Bandenkriege waren, und auch wenn diese Rennen oft Todesopfer forderten, so war sie der Überzeugung dass das im Vergleich zu den Todesopfern durch Gewaltverbrechen zu bevorzugen war. Und es hatte auch noch einen anderen positiven Nebeneffekt: Die Leute begeisterten sich für eine Sache und hielten zusammen. Juri unterstützte das ganze also absolut. Dass sie selbst dabei einen kleinen Gewinn abzweigen konnte war da nur eine Nebensache.

Neben den Rennen selbst entwickelte sich ja ein regelrechter Glückspiel-Ring, vor allem Wetten auf die Rennen, und da die kleine Diebin wieder eine Verbindung zu ihren alten parapsychologischen Fähigkeiten gefunden hatte und diese auch etwas verbessern konnte, ohne dass jemand davon etwas wusste, nicht mal Yumiko, hatte sie gute Gewinnchancen. Okay, sie gewann nur ca 20% ihrer Wetten, aber stieg immer mit einem Gewinn aus, da das was sie verlor kleine Wetten, und die paar die sie gewann allerdings so spezielle wie etwa „Wer crasht beim Start“ oder „Wer macht ein unfaires Manöver beim Start“ waren welche aufgrund der geringen Chancen hohe quoten hatten. Und halt alles auf den letzten Drücker, da sie, wenn sie sich wirklich Konzentrierte, fast eine Minute im Voraus sah… Aber vor allem hatte sie ein Auge darauf ob nicht die Polizei auftauchen würde, denn so konnte sie schnell „anonyme Infos“ zu den Rennleitern, und dadurch dem Rest geben. Sie wollte ja nicht dass diese Freizeitbeschäftigung, Spaß und Geldquelle zugrunde geht^^

Und so war es auch beim Heutigen Rennen. Juri hatte sich unter die Leute gemischt, trug etwas farblich Schrille Kleidung, etwas viel Makeup im Gesicht und hatte sich sogar die Haarspitzen Blau gefärbt um mehr wie ein Party-Tier auszusehen welche man hier ja oft trifft, machte Stimmung, feuerte die Fahrer an, verhielt sich als wäre sie leicht vom Alkohol oder Drogen berauscht obwohl sie völlig nüchtern war und erleichterte die Leute von dem Kleingeld das sie nicht richtig verstaut hatten. Die Farbe war natürlich leicht wieder auswaschbar, da Yumiko nicht wissen durfte was sie hier machte. Sie hielt von dem ganzen ja überhaupt nichts, und wenn es nach ihr ginge, würde sie „den Kisten die Räder abschrauben“, so ihre eigenen Worte…

Rosered_Strauss
19.12.2020, 16:12
Mit einem Schrei schreckte Viktor aus seiner ruhenden Position auf. Schmerz floss in zähen Strömen durch seinen Körper, fadt so, als hätten seine Nerven Feuer gefangen und verzehrten ihn von Innen. Erst, als erneut ein Schrei in seinem Kopf ertönte - ein gellender, schriller Laut, der jedoch gleich darauf abbrach - erkannte er, dass es nicht er selbst war, der gerade geschrien hatte. Die Leere, die sich in ihm breit machte, liess ihn erkennen, das es jemandes Schmerz gewesen war, der ihn hatte aufschrecken lassen, nicht jedoch sein eigener. Mit pochendem Schädel - der gehörte leider voll und ganz zu ihm - begann er sich langsam seiner Umgebung zu entsinnen.

Richtig - er war einkaufen gegangen. Seit langer Zeit einmal wieder. Sich unter Menschen getraut, ehe er vollends den Mut verlor, genau das zu tun. Zu seinem Pech war er wohl in die Nähe eines Verbrechens geraten, als die Gefühle des Opfers ihn wie mit einem Hammerschlag niedergestreckt hatten. Er stemmte sich auf und sah, das seine Bewusstlosigkeit zum Glück glimpflich ausgegangen war. Sein Hab und Gut war noch da, es konnte also nicht lange gedauert haben, dass er ausgeschaltet worden war. Jetzt wieder bei klarem Verstand drangen wieder die Stimmen an sein Ohr, fast so wie das ferne Rauschen eines stürmischen Meeres, dem er rasant näher kam. Er biss die Zähne zusammen, ballte seine Hände und stählte sich für den kommenden Sturm. Er tat einen tiefen Atemzug, ehe er sich wieder auf die Strasse begab, die zu seiner Wohnung führte.

Es war, als würde er durch einen Wasserfall müssen. Sobald seine purpurnen Augen die Menschenmenge sah, dröhnten ihre Stimmen in seinem Kopf, als würden sie alle mit ihm sprechen. Dutzende Gespräche, Gedanken, Vorhaben und Erkenntnisse prasselten wie schwerer Hagel auf ihn ein, während er dem Drang widerstand auf die Knie zu sinken und sich die Ohren zuzuhalten. Es nütze ja ohnehin nichts - im Gegenteil. Je auffälliger er wurde desto lauter wurden die Gedanken, die ihn betrafen, und desto schwieriger war es überhaupt zu funktionieren. Und dabei waren der 'Lärm' der ihn hier umgab, nicht einmal das Schlimmste.

Er hatte den Blick fest auf den Boden gerichtet, um niemandes Gesicht sehen zu müssen. Sich nicht wieder in einem verlieren zu müssen. Doch das war keine Lösung auf Dauer - und zu leicht konnte es schiefgehen - so wie jetzt. "Hey Süßer - Lust auf ein bisschen Spaß?" Er konnte nicht anders - sein Blick flackerte nach oben, um die Dame anzusehen, die ihn gerade angesprochen hatte. Ihre Augen hatten lange Wimpern, ihre Lippen waren zu einem Lächeln verzogen. Ihre Haare trug sie offen, während ihre Finger an ihrem Ausschnitt herum nestelten, mit dem sie ihn locken wollte. Doch all das waren nur Eindrücke am Rande. Viel intensiver nahm er ihr grelles Makeup wahr, das jedoch gegenüber den Emotionen verblasst, welche ihr Gesicht zeichneten.

Seine Augen weiteten sich, als sein Blick unruhig über ihr Gesicht wanderte, unfähig, sich davon zu lösen. Ein Mann, der sich davon stahl. Ein Kind, das hungrig blieb, das nicht verstand, warum Papa gegangen war. Verzweiflung, weil das Geld vorne und hinten nicht reichte, um dieses Balg und sich zu versorgen. Verzweiflung und hilflose Zuneigung, wenn diese unschuldigen Augen sie mit unkomplizierter Zuneigung ansahen. Hass auf sich selbst, solche düsteren Gedanken zu hegen, sogar ihren Körper verkaufen zu müssen, um über die Runden zu kommen.

Viktor bemerkte, dass er weinte. Er hatte eine zittrige Hand ausgestreckt und sie sanft an ihre Wange gelegt. "Es tut so weh, nicht wahr? Es tut mir so leid.. ich kann nichts..." brachte er mit erstickter Stimme hervor, als er sich mit einem Ruck von ihr abwandte, als Verwirrung und Angst in ihr aufstiegen.

Er rannte den Rest der Strecke, während weitere Gedanken und Emotionen ihm entgegen prasselten wie loses Gut, das ihm Sturmböen entgegen trieben. Als er die Tür zu seiner Wohnung aufriss und dahinter zu Boden sank waren seine Tränen immer noch nicht versiegt, denn der Schmerz der Frau hatte ihn immer noch nicht losgelassen. Und er weinte wegen sich selbst, wegen seinem Los, seinem Schicksal. Als wäre er ein Kind gefangen in einer Welt, die zu laut und zu grell war, um sie begreifen zu können.

Ironhide
19.12.2020, 20:39
https://abload.de/img/dougava1.14tk0a.png
Etwa eine Stunde später, als sich Douglas mit dem Besitzer der Werkstatt und einigen anderen Leuten dort unterhalten hatte, war er ungefähr genauso schlau wie vorher. Einem Rennen abgeneigt war keiner, schon gar nicht mit ihren Autos die sie ja unbedingt zeigen wollten. Und wo war es besser dem ‚Pöbel‘ zu zeigen was er sich nicht leisten konnte und dabei auch noch einige Mädchen zu imponieren, als auf der Straße bei einem Rennen? Wirklich viele Möglichkeiten gab es da nicht. Er musste also zu so einem Rennen um einfach mehr zu erfahren.

Sobald aber von Mord die rede war, versicherten ihm alle, das sie das wiederum genauso wenig gut fanden und auch keiner dabei war, als das passiert sein sollte. Sie reagierten wie alle anderen auch nur auf die Plakate, keiner wüsste angeblich wer die Rennen veranstaltet. Doug ließ sich davon nicht blenden, aber ohne irgendwelche Beweise oder gar Indizien, konnte er für den Moment nichts weiter tun als Informationen zu sammeln.
„Die lassen uns sicher nicht durch.“, meinte Seyrah, die wieder neben ihm auf dem Beifahrerplatz saß und mit ihrem Notebook zugange war.
„Mal sehen.“ Doug ging nicht weiter drauf ein, sondern erkundigte sich nach den Daten seiner Kollegin. „Und hast du herausgefunden, welche Route sie nehmen könnten?“

„Vom Start aus geht’s erstmal nur den gesperrten Speedway 7 entlang.“ Doug wusste wie jeder andere in der Stadt, dass der Speedway 7 wegen einer eingestürzten Brücke schon seit drei Jahren gesperrt war. Das Teilstück wohin sie wollten war nur über eine einzige Zugangsstraße befahrbar und die wurde mit Sicherheit überwacht, für den Fall das Polizei oder dergleichen aufkreuzte. „Nach einigen hunderte Meter sind sie dann aber schon im Karussell.“ Das Karussell war ein großer Verteiler von dem aus man in jede nur erdenkliche Richtung fahren konnte. Es gab mehrere davon und von jedem dieser Verteiler gingen dutzende Straßen ab. Einige führten direkt in die Slums, andere zu nahegelegenen Industriegebieten, wieder andere führten zu anderen Speedways die in die weiter entfernten Teile der Stadt führten.
„Mit ihren tiefergelegten Protzkarren werden sie kaum durch die engen Gassen der Slums brettern, einige Industriegebiete dürften auch wegfallen. Es bleiben aber dann immer noch 8 Mögliche Routen die vom Karussell wegführen und die können sich dann auch nochmal etliche mal aufsplitten. Je nachdem, ob sie halt am Startpunkt auch wieder enden oder das Ziel sich woanders befindet.“
Doug runzelte die Stirn, nachdem ihm Seyrah dies alles mitgeteilt hatte. Der Startpunkt war ihnen ja bekannt, ein wirkliches Geheimnis machten die PS Süchtigen ja nicht daraus. Es war also Sinnlos da irgendetwas unternehmen zu wollen. Aber dafür gab es immer jemanden, der das alles Organisierte. Und der fuhr in der Regel keine Rennen.

„Wir sind da.“ Doug stoppte den Wagen und stellte den Motor ab.
„Huh?“ Seyrah schaut von ihrem Notebook auf, brauchte einen Moment bis sie realisiert hatte, wo sie waren, bevor sie in einiger Entfernung den Speedway erkannte.
„Wir werden laufen müssen. Du hast schon Recht, wenn du sagst, dass die uns kaum durchlassen werden, wenn wir da mit der Kiste hier auftauchen. Wir werden das letzte Stück also ein wenig zu Fuß laufen müssen. Dürften so 10 Minuten bis dahin sein.“
Seyrah war offensichtlich wenig begeistert davon, stopfte aber ihr Notebook in ihre Tasche und stieg aus dem Wagen. Zehn Minuten später waren sie tatsächlich am Speedway und bereits unter den ganzen Schaulustigen. Es gab Stände wo man sich etwas zu Essen besorgen konnte, an anderen gab es Getränke. Doch man sollte schon zweimal hinsehen, was man sich an irgendeinen dieser Stände etwas kaufen wollte. Es gab einen Bereich, wo die Leute ihre Autos zeigten, natürlich immer gepaarte mit den entsprechenden Damen die alles andere als Prüde sind. Es war halt ein Straßenrennen und nichts Offizielles.
„Wir sollten uns etwas umsehen und mal schauen, wer so alles hier ist. Lass uns herausfinden, wer hier das Sagen hat. Keiner fährt ein Rennen, wenn er nichts davon hat. Vielleicht finden wir heraus, wer die Preise gesponsort hat. Einige verdienen bei den Wetten vielleicht auch mit.“
„Teilen wir uns auf. Ich gehe da lang, du da?“, fragte Seyrah und Douglas stimmte ihr zu. Weder Seyrah noch er selbst stachen aus der Menge heraus. Sie sahen aus wie die meisten anderen hier auch. Die Menschen kamen aus allen Gesellschaftsschichten, nur Bewohner aus HighCity sah man hier kaum. Die brauchten nicht kommen, denn für die gab es hier nichts wirklich Interessantes. Douglas hätte auch einfach die Polizei rufen können, um den ganzen Spuk hier ein ende zu machen, aber dann würden sie sich wieder irgendwo anders treffen und dann ein Rennen fahren. Dann wäre er genauso schlau wie jetzt. Die oberste Priorität für den Ermittler war nun erst einmal herauszufinden, wer hier wieviel zu sagen hatte. Vielleicht gab es ja auch einen Spitzel, der bei der Polizei arbeitet und die Verantwortlichen vorwarnte? Dann wäre der Fall für ihn schnell erledigt. Wunder würde ihn das nicht. Korruption zu bekämpfen war ein mühseliger und langatmiger Prozess.

Während Duoglas durch die Menge schritt, hörte er genau hin, was um ihn herum gesprochen wurde. Das meiste war völlig belanglos, aber wer weiß was man so aufschnappen könnte. Ungewöhnliche Wetten waren meist ein Zeichen von absoluter Ahnungslosigkeit, dann verlor man auch in der Regel immer, oder weil man Insiderinformationen hatte. Bei den Streckenposten konnte man gut ein paar Namen in Erfahrung bringen, ohne dass man groß was dafür tun musste. Bei den Rennteilnehmern war bestimmt auch etwas zu erfahren und mit dem ein oder anderen beiläufig geführten Gespräch mit dem ein oder anderen Rennsportfan erfuhr man sicher ein wenig über die letzten Rennen und mit sehr viel Glück auch, wer die Fahrer waren, die die Menschen auf dem Gewissen hatte.

hakuryu
20.12.2020, 04:08
https://abload.de/img/teganava1.1h2j0q.jpg (https://abload.de/image.php?img=teganava1.1h2j0q.jpg) Mia hatte eindeutig ihren Spaß. Der Leopard und der Jaguar den er für sie geschaffen hatte wurden nicht nur ausgiebig gestreichelt, sonder sogar als Reittiere genutzt. Auch Fangenspielen stand mit auf dem Programm. Das allerdings konnte Mia nicht für sich entscheiden. Zumeist hatte der kleine Taschendrache dabei die Nase vorn. Tegan ließ das Ganze quasi nur im Hintergrund seines Geistes laufen und unterhielt sich unterdessen mit den Brüdern von Shinru. Die Jungs fanden es schade das die Rennen fast ausschließlich in den Außenbezirken stattfanden. Klar gab es auch Raser in der High City, nur waren die Straßen zu gut bewacht und die Strecken nicht wirklich lang genug als das man das als Event machen könnte und doch hörte man manchmal das ein kleines Rennen die Polizei in Aufregung versetzt hatte.

"Weißt du Jack, ich hab ja nicht wirklich was gegen die Rennen. Das sich die jungen Leute mit Technick und Fahrzeugen beschäftigen als mit Bandenaktivitäten finde ich sogar sehr gut. Das baut Perspektiven auf. Nur leider werden fast immer Unbeteiligte mit reingezogen und verletzt. Beim letzten mal hat eines der Autos einen kleinen Jungen erwischt der zur falschen Zeit am falschen Ort war. Als dein Bruder die erschreckten Gedanken auffing haben wir den Kleinen ins nächste Krankenhaus gebracht. Leider war seine Kopfwunde so schwer das er gestorben ist. Welches Auto ihn erwischt hatte konnte keiner sagen."
"Hat das denn keiner gesehen?"
"Nein. Das waren zu viele Fahrzeuge zur selben Zeit und die Luft voll von Rauch durch das driften."
"Dann konnten die den Fahrer noch nicht finden?"
Bedauernt schüttelte Tegan den Kopf.
"Das ist doch Mist. Und da jemanden einschleusen?"
"Tora, das ist wie eine geschlossene Gesellschaft. Da kommst du nicht einfach mal so ohne weiteres rein."
"Auf keinen Fall. Man braucht Geld dafür und das nicht gerade wenig."
" Mal ganz zu schweigen von einem passenden Fahrzeug."
Tora und Jack sahen sich an und seufzten schwer. Nur zu gern hätten die beiden so ein Rennen mal Live gesehen und sich die Autos genauer angeschaut.




https://abload.de/img/shinruava1.1ujk8y.jpg (https://abload.de/image.php?img=shinruava1.1ujk8y.jpg) "Also das lohnt sich wirklich. Das was die aus so manchem Auto gemacht haben grenzt schon fast an ein Wunder. Da will ich nicht wirklich wissen wo die das nötige Kleingeld her haben."
Ein kleiner blauer Schatten huschte an der Gruppe vorbei, dicht gefolgt von Mia die vergeblich versuchte den Taschendrachen einzufangen. Sie hatte die letzten Satzfetzen mitbekommen und rief noch über die Schulter das Tegan und er doch auch so ein Auto hätten. Warum also nahmen Shinru und Tegan nicht auch an diesen Rennen teil.
"Weißt du Mia, Das ist ein ganz besonderes Auto. Das ist schon so alt, das dein Urgroßvater damit durch die Gegend gefahren sein könnte."
Mit großen Augen sah Mia den schwarzhaarigen an.
"Tegan hat Recht, Süße. Unser Auto ist mehr als ein Opi. Der mag ja schnell sein, nur wenn der auch nur einen Kratzer abbekommt oder etwas mit dem Motor ist, können wir das nicht reparieren. Solche Autos gibt es nicht mehr und Ersatzteile hatte man schon vor 50 Jahren nur noch für horrende Preise bekommen."
"Ich will gar nicht erst wissen wieviel ein Teil kosten würde sollten wir je eins brauchen."
Geistesabwesend erschuf Tegan eine halb durchsichtiges Miniabbild ihrers mit allen Extras augestatteten Jaguar XK 120 Roadster aus dem Jahre 1954. In schwarz.
"Ich glaub wir sollten mal wieder eine Runde drehen. Der brauch auch mal wieder Bewegung, sonst rostet der uns noch ein."
"Wo habt ihr den eigentlich untergestellt? Ich dachte eigentlich das ihr den hier in die Garage stellen wolltet."
"Bein dem Wirbelwind hier?"
Damit nahm Tegan Mia hoch, wirbelte sie durch die Luft und fing sie dann im letzten Moment wieder auf.
"Da wären dann doch jetzt schon mehr Kratzer und Dellen drin als der Jaguar Flecken hat."
"Hey, das ist gemein Tegan."
Mia schmollte. Das sah aber wiederum so niedlich aus, das alle Lachen mußten. Mit einem leisen Plop löste Tegan die Raubkatzen auf. Immerhin hatte er es geschafft diese über eine Stunde zu halten. Der Tag war entspannt vor sich hingeplätschert und brachte viel Lachen mit sich. Sie machten noch mal eine Wasserbombenschlacht, diesmal aber mit gemischten Teams und sogar Shinru´s Eltern machten mit. Nach dem Abtrocknen gab es noch etwas heißes zu trinken und eine Kleinigkeit zu essen. Bis Ryu aufmerkte und sich zu Tegan´s alter Lederjacke schlich.
Was hat er?
Eine Mail. Ich schau mal schnell nach.
Der Taschendrache hatte es geschafft das Handy aus der Tasche zu bekommen und trug es voller Stolz zu seinem Herrn. Tegan sah kurz nach.
Wir müssen los. Wie es scheint haben wir heute noch einen Termin.

Auren
20.12.2020, 12:09
https://abload.de/img/spielleiter8nktc.png (https://abload.de/image.php?img=spielleiter8nktc.png)
Der Auftraggeber...

Es kam besuch. Besuch für ein Anliegen besonderer Art. Im Gepäck etwas, was man heute gar nicht mehr finden würde. Ja da würden selbst die alten Veteranen vor neid erblassen.
"Ist das der Ort von dem du ständig redest?"
Stimmen waren zu hören. Ein Mann sprach. Seine Stimme war rau. Gab den Ton an. Die andere hingegen war zitternd als würde der Besitzer dieser Stimme um sein Leben bangen.
"Ja, hier ist es. Ganz unten. Mit dem Fahrstuhl kommen sie zu ihm."
Der Fahrstuhl wurde genauer betrachtet. Er war zwar nicht mehr der neuste, aber vollkommen in Ordnung.
"Verschwinde."



Nach diesem einen Wort nahm der ängstliche Typ die Beine in die Hand. Stürzte nach einigen Metern. Ehe es ihm gelang zu verschwinden.
"Verängstliche Menschen. Schlimmer als Vieh."
Darauf betrat er den Fahrstuhl und fuhr runter. Es gab nur eine Station.
Dort hielt das Gerät. Nur war niemand zu sehen.
So ging er ein paar Schritte nach vorn. Die Werkstatt betretend und wartete am Tresen. Legte das Objekt darauf.
"Na komm schon, ich habe nicht die Ewigkeit gebucht."

Der Star...

Es wurde immer voller. Die Jugendlichen kamen herbei. Nur um das Rennen zu sehen. Sie wollten ihren Star zu jubeln, aber er war noch nicht da.
Unter dem Tisch wurden die ersten Wetten angenommen.
Die jungen Frauen räkelten an den modifizierten Fahrzeuge. Alle würden nicht am Rennen teilnehmen, aber man wollte gesehen werden. Zeigen, wie sie aus Schrott ein Kunstwerk geformt hatten.
Alles lief friedlich ab. Doug der wesentlich Älter war als der Rest, sollte in der Masse auffallen, tat es aber nicht. Es scherte niemand um den Ermittler. Einzig Seyrah wurde entdeckt und kam daher etwas in Schwierigkeiten. Ein Mädchen, dass nicht wirklich hinein passt, wobei sie war ja nicht wirklich eines.

Schnell würde sie von einem Fahrer angesprochen.
"Hey, komm rüber." Forderte der junge Mann sie auf.
"Steig ein, ich will den Anfängern hier mal was richtiges zeigen."
Seyrah erkannte ihn nicht. Da alles viel zu schnell ablief.
Zwei weitere junge Männer drängten sie ins Auto ohne dabei handgreiflich zu werden.
Als Arbitrator, hätte sie die Jungs mit Leichtigkeit überwältigen können, aber dann wäre das ganze Spuk im Nu vorbei gewesen.
Eine zweite Chance gab es daher nicht.

Seyrah saß nun auf dem Beifahrersitz. Die Fenster waren unten. Jeder konnte sie sehen als der junge Mann endlich die Szene mit seinem Fahrzeug langsam heran fuhr. Für ihn gab es immer Platz. Die Leute machten ihn Platz.
Rufe waren zu hören. "Endlich kann das Rennen los gehen."
Sein Fahrzeug war laut. Es lief nicht die Musik. Der Motor war es, obwohl es keine Verbrenner mehr geben sollte, fuhren alle einen.
Die Blicken blieben auf das Fahrzeug, dem jungen Mann und der Arbitratorin haften.
Selbst Doug wurde darauf Aufmerksam, kam aber nicht an sie heran.
Der Jubel um ihm war zu laut.
"Hey, Schätzchen, keine Angst. Wir drehen eine Runde, danach feiern wir ein wenig und dann kannst du gern nach Hause."
Seyrah wusste erst nicht, wie sie darauf antworten sollte.
Um nicht aufzufallen oder den Fahrer zu verärgern machte sie unfreiwillig mit.
"Einverstanden und wehe du kommst als letzter durch das Ziel. Wäre echt schade bei deinem Auto."
Antwortete die Arbitratorin.
"Sei doch nicht so verklempt. Bist wohl das erste mal hier."
"In Wirklichkeit ist es mein erstes mal. Ich hab die Plakate gesehen und wollte einen Blick riskieren. Hätte aber nicht im Traum gedacht mitten drin zu sein."
Sie spielte gut mit.

Die Vergessenen...

Verlassenes Lagerhaus. Außenbezirk zwei Stunden vor dem Rennen.
Tegan und sein Freund betraten das Gebäude. Er verlassenes Lagerhaus, welches wohl noch vor drei Jahren gut genutzt wurde. Blut klebte an den Wänden. Holzkisten waren übereinander gestapelt. Patronen lagen herum. Doch anscheinend war hier schon lange keiner mehr hier gewesen.
Die beiden Männer waren pünktlich. Auch wenn die Fahrzeit sehr knapp kalkuliert war.
Diesen Termin, durften sie nicht verpassen.
Eine Minute mussten die Arbitratoren warten. Dann hörten sie Schritte. Sie waren langsam und aus dem dunklen betrat ein älterer Mann das wenige Licht, welches die Dächer hindurch ließen.
"Ihr habt es pünktlich geschafft. Nicht anders zu erwarten."
Seine stimme war wie immer, ruhig, gelassen und ein wenig monoton.
"Ich werde mich kurz halten. Es gibt ärger." Sein Blick streifte den Boden entlang. Ein Plakat mit Uhrzeit, Streckenverlauf Start und Ziel lag dort.
Die Beiden kannten seine geheimnisvolle Art. Daher war es auch nicht wirklich verwunderlich.
"Ihr solltet euch etwas Spaß gönnen. Vielleicht findet ihr jemanden. Ein bekanntes Gesicht. Ein neues und eines welches eigentlich nicht dahin gehört."
Genauer wollte er sich nicht ausdrücken.
Durfte es nicht. "Ich muss nun los. Beim nächsten Mal lasse ich mich mehr Zeit."
Er ging rückwärts nach hinten, verschwand wieder im dunklen. Als wäre er nie hier gewesen.
Die Jungs verstanden seine Botschaft, wenn leider auch nicht alles.

hakuryu
21.12.2020, 02:07
https://abload.de/img/shinruava1.1ujk8y.jpg (https://abload.de/image.php?img=shinruava1.1ujk8y.jpg) Das Lagerhaus kannten beide Arbitratoren. Vor Jahren hatte hier einer ihrer ehemaligen Kollegen fast den Tod gefunden, durch die Hand der eigenen Partnerin. Wirklich besser sah es jetzt aber auch nicht aus. Das Blut an den Wänden sprach da Bände. Sie hatten es rechtzeitig zum Treffpunkt geschafft, was dem Fahrstil von Tegan zu verdanken war.
"Bist du dir sicher das du nicht auch mal bei diesen Rennen mitmachen willst Tegan?"
"Ne bloß nicht. Ich fahre zwar gern schnell, aber so verrückt bin ich dann doch nicht. Das wäre mir zu stressig."
Der Blick des Telepathen war recht zweifelnd. Er wußte das Tegan durchaus schon mit diesem Gedanken gespielt hatte. Nur auch ihn schreckten die Kolateralschäden ab. Besonders der Tod des Jungen beim letzten Rennen hatte ihn mitgenommen.

Ihr Kontakt war wie immer pünktlich und drückte sich auch wie erwartet sehr schwammig aus. Shinru versuchte gar nicht erst in dessen Gedanke einzudringen. Das ging nur wenn ihr Gegenüber das auch zulies. Nur dieses mal bekam er sogar ein Einladung.
"Schaut euch beim heutigen Rennen genau um. Nur beobachten und nicht eingreifen. Es sind nicht nur Bewohner der Außenbezirke unter den Teilnehmern."
Shinru nickte nur das er verstanden hat und dann verließen auch die beiden Arbitratoren das Lagerhaus. Das Plakat nahm Tegan mit. Es sah ein wenig anders aus als das was Jack ihnen gezeigt hatte. Auf diesem fanden sich sämtliche Infos und nicht nur der Startpunkt. Die Fahrt verlief entspannt. Tegan zermarterte sich den Kopf wie er das mit Ryu hinbekommen sollte.
"Selbst wenn er sich weitgehend unsichtbar macht, er würde doch von seinen Zähnen gebrauch machen."
"Klar. Wenn er meint das es zu eng wird schafft er dir Platz." Shinru grinste den schwarzhaarigen verschmitzt an.
"Mach dich noch lustig. Das ist ein Problem. Er könnte mich verraten und ihn im Caravan lassen ist keine Option. Der nimmt einfach seine Geistform an und marschiert durch die Wände."
"Durch Wände? Seit wann kann der das denn?"
"Frag mich was leichteres. Letzte Woche hatte ich ihn im Wagen gelassen und wußte das er auch drin war, dann bekam ich nur noch mit wie er einfach in die Geistform ging und einfach durch die Seitenwand gemacht ist und gleich noch mal durch die Backsteinwand vom Center. Seinen Blick hättest du sehen sollen als der Kurze neben mir aufgetauch ist. Total selbstzufrieden hat der sich dann auf meine Schulter gehockt und verblaßte fast vollständig."
Im Geiste sah Shinru was Tegan erlebt hatte und konnte sich ein Lachen nicht verkneifen. Zum Glück mußte er nicht fahren, je mehr sein Freund erzählte desto mehr mußte er lachen. Kurz danach kamen sie auch schon an. Parken mußten sie eine Ecke weg. Ihr Caravan war zu groß um durch die Menschenmassen zu kommen und einen Unfall wollten beide nicht riskieren. Die vielen Menschen machten sich sofort bei Shinru bemerkbar. Massen von Gedanken strömten wie Rauschen auf ihn ein und ließen ihn kurz keuchen. Mit einem tiefen Atemzug verschloß der Blonde seine Fähigkeiten hinter einem Diamantschild. Dann nickte er Tegan zu und sie verließen ihr Fahrzeug.




https://abload.de/img/teganava1.1h2j0q.jpg (https://abload.de/image.php?img=teganava1.1h2j0q.jpg) Tegan machte sich wirklich Sorgen um seinen Taschendrachen. Er wußte das es schwer werden würde den kleinen davon abzuhalten anderen Leuten in die Waden zu zwicken, wenn er selbst der Meinung war das es zu eng war. Allerdings stromerte der Kleine auch gern herrum und verschaffte ihnen beide so auch mehr Infos. Das Ryu auch einfach ausrücken würde stand fest wie das Amen in der Kirche. Das Keuchen von Shinru ließ ihn kurz aufsehen und sofort hatte er die Waldlichtung im Kopf die seinem Partner schon so oft geholfen hatte. Dieser schüttelte nur leicht den Kopf und Tegan merkte wie die Präsens von Shinru aus seinem Kopf verschwand. Ein seltsames Gefühl, ihm war gar nicht bewußt das der Blonde wie Ryu immer in einem Teil seiner Gedanken war. Das allerdings brachte Tegan auf eine Idee. Wenn er den Drachen schon nicht verschwinden lassen konnte und der wohl eh, wie immer eigentlich, für Ärger sorgen würde, warum ihn nicht ganz offen mitnehem? Nur eben nicht als Maine Coon großen Drachen. Mit ein wenig Konzentration wurde der Drache größer und bekam dann einen Hundeskin. Jetzte sah Ryu aus wie ein Akita Inu.
"Wehe du veränderst die Größe!"
Shinru mußte lachen als er das hörte und beide verließen den Caravan.

Bis zum Startbereich war es nicht weit. Viele Fahrzeuge waren dort die man besichtigen konnte. Natürlich in der obligatorischen Begleitung von sehr freizügig gekleideten jungen Frauen. Es gab Fressbuden und mobile Schenken. Es hatte etwas von nem kleinen Volksfest, nur das hier nicht ganze Familien sondern eher jung Leute unterwegs waren. Es wurde in die Motoren geschaut, über Tieferlegung diskutiert, wegen der besten Tuningchips gestritten und Infos getauscht wo man am günsigsten den besten Sprit herbekam. Letzteres war ein Thema was auch Tegan immer interessierte. Ihr Caravan fuhr nicht mit Solar oder einen Minifusionsreaktor (das wäre in den Außenbezirken viel zu auffällig) sondern mit Benzin.
"Hey Kuro, was macht ihr denn hier und seit wann hast du nen Hund?"
"Kyle. Wir wollen eigentlich nur mal schauen. Bei der Werbung die gemacht wurde konnten wir nicht anders. Der ist mir irgendwie zugelaufen und blieb eben. Was machen deine Kids?"
"Denen geht es blendent. Und das Dank euch beiden. Wenn ihr nicht gewesen wärt, dann würden die drei wohl nicht mehr leben. Ist denn deine Verbrennung verheilt?"
Tegan schob ein wenig den rechten Ärmel seiner Jacke nach oben und Kyle sah sich die recht frische Brandnarbe an und sein Blick bekam etwas bedauerndes. Der Hund kuschelte sich sowohl an seinen Herrn als auch an Kyle. Der Mann hatte ein paar Wochen zuvor bei einem Brand fast seine Familie verloren. Shinru hatte die panischen geistigen Hilfeschreie der Kinder gehört und Tegan war einfach in das Haus gestürmt und hatte mit Hilfe seiner Geister die Kids gerade noch rechtzeitig gefunden bevor die Decke eingestürzt war.
"Schon gut, ist nicht weiter wild. Hauptsache es geht allen gut."
"Sei doch nicht so bescheiden Kuro. Shiro, wenn du mal wieder Zeit hast, die drei wollen mal wieder eine von deinen Geschichten hören."
"Mußt mir nur sagen wann. Wenn ich das einrichten kann komme ich gern vorbei."
Die Männer unterhielten sich noch eine Weile und Tegan bekam einen Tipp wo in den nächsten Tagen der Sprit günstig war. Dabei schlenderten die Männer zwischen den Ständen und den Fahrzeugen entlang. Ryu merkte mit einem mal auf und wanderte zielstrebig einem Mann hinterher den Tegan nicht kannte. Der vermeintlich Hund schnupperte mehrfach an dem Mann der eindeutig älter war als der Durchschnitt und irgendetwas zu beobachten schien. Geistesabwesent streichelte er den Hund und scheuchte ihn dann sanft weg. Der ließ aber nicht abwimmeln.
"Ryu, komm her. Laß den Mann in ruhe."
Widerstrebend kam dann der "Hund" zu seinem Herrchen, wobei er dabei mehreren Leuten leicht in die Waden zwickte um seinen Unmut luft zu machen und den Weg zu Tegan freizumachen.
"Alter, laß deine Töle nicht frei rumrennen."
Der picklige halbwüchsige war nicht sehr erbaut über das Rempeln des vermeintlichen Hundes und motzte Tegan an. Mehr traute er sich dann doch nicht. Nicht weil der schwarzgekleidete ihn eisig ansah, sondern eher weil der Hund ihn mit gefletschten Zähnen und zum Sprung geduckt böse anknurrte.
"Laß das Ryu. Komm her und benimm dich. Sorry, kommt nicht wieder vor."
Damit ließ er den Jungendlichen stehen. Shinru hatte quasi im selben Moment nach seinem Arm gegriffen und zeigte auf eins der rundendrehenden Autos. Beide schaute genauer hin und waren nicht sicher ob sie sich nicht doch verguckt hatten. Automatisch wechselte Tegan zur geistigen Verbindung zu Shinru.
Ist das Seyrah da neben dem Typen im Auto?
Shinru öffnete kurz den Diamantschild und versuchte sich zu fokusieren. Offensichtlich war das nicht so einfach und brachte wohl mehr Probleme als Tegan vermutet hatte.
Ja, das ist eindeutig Seyrah. Ich kann dir nicht sagen was sie in dem Auto macht, nur das sie das zwar nicht wollte, jetzt aber mitspielt. Der Fahrer ist irgendwie komisch. Sein geistiger Schatten ist seltsam. Ich komm nicht rein, nur sind hier auch viel zu viele Leute. Danke.
Tegan hatte an der gepreßten Stimme seines Freundes mitbekommen das dieser nicht rechtzeitig seinen Schild wieder hochgezogen bekommen hatte. Also gab er Shinru die geistige Ruhe die er dann noch in einen Schild einschloß. Nebenbei bemerkte er dann noch das Ryu schon wieder auf Abwegen war. Blitzschnell griff er zu und verhinderte das dieser eine junge Frau ansprang die sie hier nicht zu sehen gehofft hatten.
Juri. Was macht sie hier?
Die Klamotten und das Make up passen nicht zu ihr. Sieht schrill aus.
Ryu riß sich los und kuschelte sich an Juris Beine.

Survivor
21.12.2020, 02:11
https://abload.de/img/ketelavatar80kmi.jpg (https://abload.de/image.php?img=ketelavatar80kmi.jpg)

„Haben sie nicht? Nun dann haben sie aber zumindest genug Glück, weil ich hätte auch gar nicht hier sein können.“
Der Fremde drehte sich in Richtung der Stimme. Ketel kam gerade aus den hinteren Bereichen, der untersten Ebene.
Er ging erst in seine Werkstatt, legte seine Flinten ordentlich beiseite und ging dann zum Tresen zurück um den Fremden zu begrüßen.
„Sein sie mir Gegrüßt, was kann ich für sie tun?“
Die 1,80m große Person antwortete ihm nicht direkt, sondern stellte etwas unsanft einen großen Koffer auf den Tresen. Ketel hob eine Augenbraue, da der Mann nach wie vor nichts sagte, sondern Ihn unvermindert anschaute. Er öffnete dann den Koffer und drehte diesen zu Ketel, ohne den Blick von diesen abzuwenden.
Der schaute zunächst zurück, ehe er hinab auf den Kofferinhalt blickte.
Seine zweite Braue wanderte nun vor Erstaunen ebenfalls nach oben, gleich darauf verzog sich aber auch sein Gesicht, beim Zustand des Gezeigten.
Ohne zu fragen, nahm Ketel einige der einzelnen Objekte in die Hand und fing gleich mit der Überprüfung an. Sein Gegenüber sagte nichts dazu, nach wie vor lies er seinen Blick aber nicht von Ketel ab.
„Also...“ begann Ketel und schaute seinem Gegenüber wieder in die Augen.
„Ich vermute mal...Reinigung, Ausbesserung, Justierung...noch etwas?“ Ketels Ton war nun sehr sachlich, weil die gezeigte Waffe wahrlich keine Massenware war.
„Ein größeres Magazin. Außerdem soll es automatisch feuern, jedoch nicht zu schnell.“ der Ton seines Gegenüber war rau, man konnte schon sagen befehlend, aber das war Ketel gewohnt. Viele seiner Kunden zählten nicht gerade zu den friedlichsten Leuten.
„Bis wann soll es dass?“
Ketels Gegenüber griff kurz in eine Jackentasche und holte einen kleinen Beutel hervor. Er öffnete den Beutel leicht und legte diesen ebenfalls mit auf den Tresen.
Wieder fuhren Ketels Brauen nach oben...
„Ach gestern hätte es schon fertig sein sollen, nun dass ist...“ Ketel überlegte kurz und blickte wieder in den Koffer.
„Ich brauche trotzdem einen Tag. Schneller geht es nicht. Wir beide wären sonst nicht mit dem Ergebnis zufrieden...“
Sein Gegenüber knurrte nur zustimmend, steckte den kleinen Beutel wieder ein und machte sich ohne weitere Worte auf den Weg.
Nachdem sein neuer Auftraggeber gegangen war, machte sich Ketel gleich an die Arbeit. Dabei fiel ihm auf das der Koffer einiges wog. Das an sich war zwar nichts ungewöhnliches, jedoch hatte dieser Mann nicht den Eindruck erweckt, als wäre er besonders kräftig. Es hätte Ketel nicht gewundert wenn er dabei sogar leicht ins Schwitzen gekommen wäre. Jedoch verwarf er den Gedanken gleich wieder, schließlich galt es ein altes Schmuckstück wieder herzurichten.

„Ein Anzios 20mm Takedown Gewehr...dass muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. “
Ketel legte den schweren Koffer auf seine großen Arbeitsplatte in der Mitte der Werkstatt ab. Dann begann er mit der fein säuberlichen Zerlegung der Waffe. Anders als bei den zuvor behandelten Waffen, welche ja „öfters“ Pflege bekamen damit sie auch zuverlässig funktionierten, musste Ketel hier nun ein bisschen „restaurieren“.
„Naja gut, vielleicht ist dass nicht das richtige Wort, aber alter Schwede, du braucht ein bisschen Liebe meine Große.“ Ketel fing an die Waffe zu streicheln und tätscheln. Er legte sie zerlegt in eines der Ultraschallbäder. „Erst mal nimmst du ein Bad, schön im Waffenöl schwimmen gehen, dazu sanfte Wellen die selbst den tiefsten Schmutz lösen und hervor holen. Danach werden frische Winde dich abtrocknen und wir werden uns eindringlicher um deine Haut kümmern müssen. Hinzu kommt dass dein Herz von alleine schlagen soll...automatisch...also beim besten willen, wenn du anfängst, Leuten oder Dingen ins Gesicht zu spucken...da ist nichts mit Automatik. Du machst dass schön so wie immer...im Einzelfeuer. Allerdings wäre es wirklich cool, wenn nicht immer deine Begleitung fürs nachladen sorgen müsste. Hm...“ Ketel kratzte sich am Kopf während er überlegte, wie er den Mechanismus der Waffe, dahingehend anpassen konnte. Ursprünglich war dass gar nicht vorgesehen.
„Egal, euer Date ist erst in 24 Std und bis dahin muss ich mich auch noch um deine Augen kümmern." Er wandte sich zum gehen. "Genieße du dein Bad, ich werde derweil jemanden besuchen.“

So schnappte Ketel sich seine Sachen für draußen und verließ seine Garage mit der Optik in der Tasche. Als er oben war, fuhr er den Fahrstuhl wieder hinunter und trennte an einem verborgenen Ort, die Stromverbindung zum Fahrstuhl. So konnte niemand, in seiner Abwesenheit, einfach runter fahren und Unfug treiben. Nicht dass dies überhaupt jemals versucht wurde, aber man konnte ja nie wissen.

Ironhide
21.12.2020, 19:52
https://abload.de/img/dougava1.14tk0a.png
„Hätte es nicht wieder einen anonymen Tipp gegeben, hätte ich die letzte Wette fast mein ganzes Geld verbraten.“
„Du hast die Wette doch nicht mal platzieren können, was beschwerst du dich eigentlich?“
„Ich war aber kurz davor. Immerhin sah es nach nem Sieg aus.“
„Na sei froh. Dein Geld wärst du dreißig Sekunden später auch direkt los gewesen, als der Typ seine Karre in der Leitplanke versenkte. Die ganze Beifahrerseite hat der sich weggerissen.“
„Ja war schon übel. Aber der Tipp hätte gerne mal früher kommen können und nicht erst eine Minute bevor die Bullen hier auftauchen. War beim letzten Mal auch schon so knapp.“
„Jupp. Ich frag mich was das bringen soll. Mag der uns schwitzen sehen, wenn wir hier wie die aufgescheuchten Hühner rumlaufen? Komischer Tippgeber.“

Ein ähnliches Gespräch hatte Douglas auch anderswo auf dem Gelände schon mitgehört. Wie es schien, wurden sie immer erst eine Minute vor dem Eintreffen der Polizei gewarnt. Das es also nur einen Spitzel bei der Polizei gab, war damit wieder so gut wie hinfällig. Einfach unwahrscheinlich, dass die Warnungen dann immer so knapp waren, zumal man sie dann nicht mehr unbemerkt absetzten konnte. Es war eher ein Indiz dafür, das doch ein Arbitrator seine Finger im Spiel hatte. Eine Minute war wenig, aber ausreichend um den einen, kleinen aber entscheidenden Vorteil zu bekommen, um abzuhauen. Douglas überlegt kurz, was wäre, wenn die Polizei ähnlich gut ausgerüstet wäre wie zu Zeiten vor den Ressourcenkriegen? Schnelle Autos, gut taktische Ausbildung, Spezialisten für alles Mögliche, High-End Ausrüstung, Hubscharuber, Wasserwerfer, Spezialkräfte, Hundestaffel und was es sonst noch so gab. Das alles gab es jetzt nicht mehr oder nur sehr unzureichend. Und wenn wurde das bisschen Hightech Equipment dazu eingesetzt, die gut betuchte Bevölkerung in der High-City vor Taschendieben zu schützen. Doch viel Zeit um die ‚was-wäre-wenn‘ Szenarien durchzuspielen, hatte Doug nicht. Ein Hund lenkte seine Aufmerksamkeit kurz ab.
„Sorry kleiner ich hab nichts für dich.“, sagte er dem Tier. Natürlich konnte der Hund ihn nicht verstehen, das war ihm bewusst. Entschuldigend streichelte er ihn kurz, dann aber schob er ihn sanft von sich weg. Sein Besitzer rief ihn wohl auch in dem Moment und der Hund verschwand wieder. Er lief zu zwei jungen Männern, denen Doug aber nur flüchtig Beachtung schenkte, denn die Menge wurde im selben Augenblick etwas unruhiger. Es schien sich was zu tun. Douglas blickt zur Strecke und sah wie sich ein neuer Wagen durch die Menge an die Startline drängte. Gut, noch irgendwer der hier angeben wollte, doch die Aufmerksamkeit die dieser Fahrer auf sich zog war ungleich Größer als bei allen anderen. Das weckte auch Douglas seine Neugier, aber aus halt anderen Gründen als die der Fans.

Douglas hatte sich gut positioniert, er konnte in den Wagen sehen, ohne das er direkt daran stehen musste. Das Fenster war geöffnet und der Mann der den Wagen fuhr war ein Angeber durch und durch. Das war zumindest der erste Eindruck, den Doug von ihm hatte. Doch da saß noch jemand anderes mit im Wagen. Erst beim zweiten Hinsehen erkannte er Seyrah und für einen kurzen Moment war sein Gedanke nur einer.
‚FUCK!‘
Da war so nicht geplant aber schnell errang Douglas wieder die Fassung. Wie sie ins, oder warum Seyrah im Auto saß, war für den Moment erstmal Nebensache und er wusste ja, dass sie auch nicht ganz Hilflos war. Sie konnte sich zur Wehr setzten, wenn sie musste. Sie würde sicher nicht einfach des Spaßes wegen mit irgendeinem Fremden ein Rennen mitfahren, sie war also sicher nicht freiwillig in dem Wagen. Douglas versuchte näher ran zu kommen, doch die Menschenmenge vor ihm, verhinderte dies gründlich. Ohne Aufzufallen würde er keinen Schritt dichter an seine Kollegin herankommen. Er versuchte Sichtkontakt mit Seyrah zu bekommen, aber sie blickte leider nicht in seine Richtung oder leider an ihm vorbei.
Geistesgegenwärtig zückte er sein Handy, schoss schnell ein paar Fotis von Auto und Fahrer um später zumindest einige Aufnahmen zu haben, sollte Seyrah etwas zustoßen. Dann öffnete er einen Chat mit Seyrah.
‚Sehe dich im Wagen, Was ist passiert?‘
Glücklicherweise hatte sie ihre Tasche bei sich und kramte schnell nach ihrem Telefon, dessen vibration sie deutlich spürte. Der Fahrer nahm davon keine Kenntniss, der war mit Angeben beschäftigt. Seyrah lass die Nachricht und blickte sich suchend in der Menge um.
‚Fahrerseite, 6 Meter vor dir. Komme nicht dichter ran ohne aufzufallen.‘ Seyrah lass erneut, suchte mit ihren Blicken die genannte Position ab und fand schlussendlich Douglas in der Menschenmenge, auch wenn er immer wieder kurz verdeckt wurde. Dann schrieb sie eine Antwort.
‚Wurde bedrängt. Keine andere Möglichkeit ohne aufzufallen. Spiele erstmal mit, vielleichte ergibt sich was für unseren Fall‘
‚Meld dich umgehend wenn du Hilfe benötigst. Ich lass dein Notebook und dein Handy sofort von der Zentrale orten, zur Sicherheit.‘
‚Verstanden. Geht wohl gleich los, melde mich sobald es geht.‘ Damit steckte sie ihr Handy wieder weg. Douglas wusste, dass er nun nur noch zusehen konnte, Hinterherfahren konnte er mit seinem Dienstwagen eh nicht. Der war viel zu langsam und bis er bei dem Auto war, wären der Vorsprung eh schon zu groß. Er tat das, was für die Situation erstmal das beste war. Ruhe bewahren. Sein Puls war zwar etwas angestiegen aber er war weit weg davon, sich Aufzuregen oder gar panisch zu werden.

‚Schöne scheiße!‘, dachte er sich, nachdem er dann noch bei der Zentrale mittels eines kurzes Anrufes die Ortung von Seyrahs Telefon und Notebook veranlasst hatte.

Gosti
22.12.2020, 00:05
https://i.imgur.com/XM4BRQI.pngJuri war hier wirklich mittendrin im Geschehen, immer in Bewegung, sprang von einer Gruppe zur anderen wo sie scheinbar immer jemanden zu kennen schien, auch wenn das oft gar nicht der Fall war. Aber wenn man sich hier einfach einbringt wird man sehr schnell akzeptiert, da unter diesen großen Gruppen niemals jeder jeden Merkt mit dem man mal etwas zu tun hatte. Zu sagen dass sie es nicht genießen würde wäre eine Lüge, das Mädchen hatte ganz klar rießen Spaß hier mitzumischen, mit den Leuten zu diskutieren und auch die einen oder anderen Infos gegen bares einzutauschen, oder einfach mit den Leuten einen trinken und rumkreischen (wobei sie nie wirklich etwas alkoholisches hier trank, aber in der Menge fällt das meist nicht auf wenn vor dem Stamperl heben mal kurz alles auf den Boden geht).
Ja, sie schien hier perfekt rein zu passen. Das Einzige was fehlte war dass sie sich ebenfalls über die Autos räkelte, aber das war dann wirklich nicht ihr Stil, und wäre irgendwie auch kontraproduktiv, weil sie musste ja doch noch etwas mehr Kleidung tragen um das ganze Geld irgendwo zu verstauen.
In ihren fast kniehohen Boots hatte sie schon ein paar Credit-Chips verschwinden lassen, und ihre langen, fingerfreien Handschuhe waren auch ein guter Ort um den einen oder anderen Schein verschwinden zu lassen. Auch der Rest ihres Outfits was sich am besten als cyberpunkiges Korsett bezeichnen ließ, welches mehrere violette Stofffetzen dekorierte, hatte mehr Taschen als man glauben möchte, und versteckte auch die eine oder andere Klinge, für alle Fälle natürlich. Die kleine Umhängetasche die sie dabei hatte hingegen hatte nichts wichtiges drin, nur einen Tracker und eine Rauchgranate die los geht wenn jemand versuchen würde sie zu öffnen. Es war quasi eine Ablenkung, von der sie regelrecht erwartet dass jemand versuchen würde sie zu stehlen.

So langsam machten sich endlich die Fahrer fertig für den Start, und das war für Juri natürlich auch der Zeitpunkt wo sie so wirklich aktiv wurde mit ihren Last Minute Wetten. Daher huschte sie zu den richtigen Leuten und nochmal an vielen vorbei, sich meist geschickt durch die Menge schlängelnd um zu ihrem Ziel zu kommen, und wie immer natürlich das eine oder andere Mitbringsel von anderen Leuten stibitzen. Dabei bemerkte sie natürlich auch den Vorfall wo dieses leicht auffällige Mädchen offensichtlich unfreiwillig in den Wagen gebracht wurde, dagegen konnte sie allerdings nichts machen. Jeder der hier her kam war sich bewusst dass immer ein gewisses Risiko herrscht. Aber irgendetwas an ihr war komisch… Sie hatte das Gefühl sie zu kennen, aber konnte es nicht zuordnen, was eine Seltenheit war. Das ließ sie annehmen dass sie vielleicht irgendetwas mit ihrer Vergangenheit zu tun hatte? Ihr zuckte es in den Fingern dem da weiter nach zu gehen, wusste aber auch dass es gefährlich ist in solch einer Menge etwas dummes zu versuchen…
Bevor sie jedoch diese Gedankengänge abschließen konnte merkte sie wie sich dieser Hund an ihr Bein schmeichelte, etwas was sie fast schon etwas aufschrecken ließ, so sehr war sie gerade im Gedanken. Da sie aber ein Tierfreund war senkte sie sich etwas um den Hund unterm Ohr leicht zu graulen, und sah dann zum scheinbaren Besitzer und seinem Partner auf, was Juri dann wirklich ein etwas ungutes Gefühl gab. Wieder dieses Gefühl sie zu kennen, nur dass sie hier jetzt etwas nervös wurde... Sie ließ vom Hund ab und lächelte die Zwei kurz an. „Ein Tier hier mitzubringen ist gefährlich, ihr solltet aufpassen dass er nicht niedergetrampelt wird^^“ sagte sie mit leichtem kichern und machte sich dann sofort auf da wieder weg zu kommen, und um zu checken ob in der Brieftasche die der Dunkelhaarige dabei hatte etwas wichtiges drin war was ihr erklären könnte wer das war...

Kurz in einer Seitengasse verschwindend tat sie das dann auch. Die Brieftasche selbst war leer, bis auf eine Kunststoff-Karte auf welcher ein Foto von dem Typen abgebildet war, und sonst kaum Irgendetwas wichtiges. Kein Firmenlogo, kein Name, nichts bis auf einen Strichcode und der Bezeichnung "Freigabe: SS". Aber auch wenn sie dadurch nicht wissen konnte von wo er her kommt, so war klar dass er zu irgend einer Organisation gehörte, und die Freigabe ließ vermuten dass er wichtig war. Das alles gefiel ihr natürlich überhaupt nicht. Geheimdienst vielleicht?
Während sie so überlegte merkte sie dann auch noch dass der Hund von den Beiden ebenfalls nun in der Gasse stand und sie ansah, was ihr Herz nur noch mehr raßen ließ... Die Karte steckte sie sich in eine Gesäßtasche ein und ging dann zum Hund um ihm die Brieftasche vors Maul zu halten. "Bring das deinem Herrchen ruhig wieder..." sagte sie leicht nervös, und sobald er sich das Etui geschnappt hat, würde sie wieder in die Menge tauchen und versuchen dort unterzugehen

hakuryu
25.12.2020, 04:19
https://abload.de/img/teganava1.1h2j0q.jpg (https://abload.de/image.php?img=teganava1.1h2j0q.jpg) Ryu genoß das kurze Kraulen hinter den Ohren. Trotzdem sah er die schnelle Handbewegung der jungen Frau. Da Tegan natürlich alles mitbekam was sein kleiner blauer Freund sah, wußte er im selben Moment das sie ihm schon wieder die Brieftasche geklaut hatte.
Sie kann es echt nicht lassen.
Was kann sie nicht... Nicht schon wieder. Das hat uns damals schon in Schwierigkeiten gebracht. Und wäre beinahe gründlich in die Hose gegangen.
Ich weiß. Wenn Janson nicht gewesen wäre hätte uns die Herlay richtig ans Bein gepißt.
Gedanklich schickte er Ryu hinter Juri her. Er wußte das er nicht groß was in seiner Brieftasche hatte, das sollte man in den Außenbezirken grundsätzlich nicht haben. Man konnte jederzeit beklaut werden. Sollten da Massen an Geld oder Wertgegenstände drin sein würde es Fragen aufwerfen die keiner der beiden jungen Männer haben wollte.
Hast du irgendetwas wichtiges da drin?
Nein. Nicht das ich wüßte. Das letzte Mal hatte ich die am Checkpoint... FUCK!!!
Nicht dein Ernst? Du hast deine ID-Card in der Brieftasche???? Bist du von allen guten Geistern verlassen?
Das Etui ist kaputt gegangen und iwo mußte ich das Teil verstauen.
"Aber doch nicht in der Gesäßtasche wo jeder leichtes Spiel hat!"
"Ja, kommt auch nicht mehr vor. Juri ist übrigens da vorn in der Seitengasse und hat meine ID in der Hand. Würdest du die bitte holen?" Ich würde die Gasse nach hinten schließen, dann kann sie nicht flüchten.
"Wie kann man nur ..."
Grummelnd schlenderte Shinru in Richtung der Gasse in der Juri gerade dem vermeintlichen Hund Tegan seine Brieftasche vor das Maul hielt.




https://abload.de/img/shinruava1.1ujk8y.jpg (https://abload.de/image.php?img=shinruava1.1ujk8y.jpg) Sich tierisch über seinen besten Freund ärgernd, ging der Blonde in die angegebene Richtung. Juri hielt Ryu immer noch die Geldbörse vor die Schnauze und hoffte wohl das dieser die einfach nehmen und abziehen würde. Tegan gab noch weiter das sie seine ID behalten hatte und irgendwo in einer der Gesäßtaschen deponiert hatte. Welche hatte der Taschendrache nicht gesehen.
Shinru hatte sich ein klein wenig geöffnet und bekam die Gedankengänge bezüglich Tegan seiner Identität mit und mußte sich sehr bemühen um nicht lauthals loszulachen. Als er diese allerdings gedanklich weiterreichte, durchzog ein halb hysterisches Lachen seinen Kopf. Einerseits fand das der dunkelhaarige urkomisch was da in ihrem Kopf rumspukte, andererseits zeigte das auch das sie ihre ID-Cards anderweitig verstauen mußten.
Sich entspannt gebend, trat Shinru zu dem Akita und schaute leicht verwundert auf die Brieftasche.
"Wo hat denn mein Kumpel die verloren? Lieb von dir sie Ryu zu geben das er die zurückbringt."
Die Nervosität der jungen Frau entging ihm in keiner Weise. In ihrem Kopf sah er auch ihre Strategien. Es gingen Juri so einige durch den Kopf. Unter anderem das sie an der Feuerleiter aus der Gasse klettern würde. Als letzte Option welche sie nicht wirklich wollte könnte sie noch schreien wenn ihr Shinru zu nahe kommt. Und Aufmerksamkeit wollte er auf keinen Fall haben.
"Die muß ihm eben aus der Tasche gefallen sein. Kannst du denn beweisen das es die von deinem Kumpel ist?"
Das sie sich mit der Frage selbst ins Aus manövriert hatte bekam sie in dem Moment gar nicht mit. Sie hatte sich weder gebückt um sie aufzuheben und doch hatte sie die Brieftasche dem Hund entgegen gehalten. Ergo wußte sie genau wem die gehörte. In Juris Geist sah Shinru das sie nicht vor hatte die ID-Card rauszurücken. Dafür fand sie das Rätzel viel zu interessant, zumal sie auch das Gefühl hatte die jungen Männer kennen zu müssen.

Tegan laß das mit dem Verschließen der Gasse. Sieh zu das du die ID irgendwie aus ihrer Tasche bekommst. Selbst ich bin ihr suspekt und sie ist kurz davor zu schreien.
Geht klar. Ryu will noch ne Runde kuscheln. Das ist ein total seltsames Gefühl. Ich hab nen Skarabäus dran. ID gefunden. Lenk sie bitte noch ein wenig ab.
Geht klar.
Ryu ignorrierte die Brieftasche und schmiegte sich einfach wieder an Juri. Ihm war das kurze Ohrenkraulen nicht genug gewesen. Immer noch nervös streichelte sie dann doch das weiche dunkel gestromte Fell. Shinru ließ sie dabei allerdings nicht aus den Augen. Dieser blieb einfach wo er war und gab ein Bild der Unbekümmert- und Harmlosigheit ab.
"Wenn du oben auf der Rückseite genauer hinschaust wird dir die geflickte Naht auffallen. Ryu hatte da mal was durchgekaut und wir mußten das reparieren. Und auf beiden Seiten wirst du Zahnabdrücke von dem kleinen Kerl da finden."
Kurz schaute Juri auf das Teil in ihrer Hand und sah die leicht beschädigten Stellen. Dann hielt sie Shinru das Ganze dann doch entgegen. Zwischenzeitlich hatte es der Skarabäus geschafft die ID-Card aus der Hosentasche zu buchsieren. Mit einem kaum wahrnehmbaren Rascheln fiel diese auf den Boden. Ryu stellte eine Pfote drauf und verhinderte so das Juri den sofort wieder sah.
Sieh zu das du deinen Ausweis verschwinden läßt. Ryu muß mit mir die Gasse verlassen, sonst haben wir schneller ein paar Halbstarke am Hals als uns lieb ist.
Dankend nahm der Telepath die Brieftasche von Tegan an, rief nach Ryu, der sich widerstrebend und mit leichtem Bedauern im Blick von Juri entfernte, diese drehte sich um uns verschwand mit schnellen Schritten ohne sich umzublicken in der Menge. Aus dem Augenwinkel sah Shinru noch wie sich ein flacher Stein auf die ID legte.
Tegan behielt auch den kleinen Skarabäus aufrecht. Er wollte sichergehen das Juri nicht doch wieder zurückkommen würde. Als sie dann in der Menge verschwunden war holte der Blonde die ID zurück, innerlich aufatmend das nichts weiter passiert war.

Auren
25.12.2020, 16:43
https://abload.de/img/spielleiter8nktc.png (https://abload.de/image.php?img=spielleiter8nktc.png)
Der Knutschfleck...

Der Höhepunkt kam immer näher. Die Fahrzeuge standen an der Startlinie. Acht waren es insgesamt.
Die Motoren heulten auf, die Fahrer selbst, konnten es kaum erwarten. Seyrah hingegen war etwas nervös, schnallte sich an.
Noch einmal motivierte sie ihren Fahrer um nicht negativ aufzufallen.
"Wenn du gewinnen solltest, darfst du gern ein Foto mit mir machen wo ich dich Küsse."
Es war zwar nicht ihr Stil. Doch sie saß ja nun in der ersten Reihe. Unfreiwillig.
Da gab es nun kein zurück mehr, aber so hatte sie eben alles im Auge. Konnte nun selbst ein Bild machen, ob einer der Fahrer ein Arbitrator war oder eben nicht.



Ein junge Frau trat heran. Sie war leicht bekleidet.
Stand vor den Fahrzeugen. Langsam öffnete sie ihren BH, hielt ihn hoch.
Noch einmal ließen die Fahrer die Motoren lauf aufheulen.
Dann ließ die junge Frau den Stoff fallen, dies war das Signal.
Sieben Autos kamen sofort vom Fleck, viel Rauch stieg auf.
Fahrzeug Nummer acht, von einer jungen Frau gefahren, explodierte der Motor.
Ein "Ooooooohhhhhhhhhh" war von der Menge zu hören. Sie fluchte natürlich.
Man ließ sie jedoch nicht hängen. Ein paar Freiwillige schoben das Fahrzeug auf einem Parkplatz.

Das Rennen selbst, konnte man durch diverse Bildschirme verfolgen. Die Leute nutzten einfach Drohnen die vor dem Start an ihre festgelegte Position geflogen waren um alles aufzunehmen.
Selbst diese Technik war nicht so leicht erschwinglich.
Schnell wurden die letzten Wetten abgeschlossen.
Seyrah´s Fahrer befand sich auf dem dritten Platz. Er hatte wohl beim Start woanders hingeschaut, wodurch er ein paar Sekunden verlor.
Die er wieder schnell aufholte. In den Kurven wurde gedriftet, wer bremste, hatte da schon verloren.

Es dauerte auch nicht lang und Platz Nummer vier, krachte gegen ein geparktes Auto. Beide waren Totallschaden. Er selbst, kletterte aus seinem Wrack heraus und suchte rasch das Weite.
Das Rennen blieb erwartet spannend. Riskante Überholmanöver waren and er Tagesordnung.

Dann an einer Ecke.
Da stand die Polizei. Sie hatten wohl einen Tipp bekommen oder kannten wohl alle Rennstrecken.
Auf den Bildschirmen konnte man sie ganz klar und deutlich sehen.
Straßensperren wurden rasch aufgebaut, brachte aber nichts. Gekonnt drifteten sie vorbei, fuhren durch enge Gassen. Womit die Beamten nicht gerechnet hatten.
Diese Gassen waren schon beinah zu eng für ein Auto.

Zwei Fahrzeuge der Polizei nahmen die Verfolgung auf, aber schon an der ersten größeren Kreuzung, warf einer der Fahrer eine Glasflasche mit Farbe auf ihre Verfolger.
Er traf die Windschutzscheibe, die vollkommen schwarz wurde. Kein Wunder warum das Fahrzeug fast ungebremst in die nächste Hausecke krachte.
Der Kollege hatte später ebenfalls etwas Pech. Wie zu erwarten, die Leute zählten schon von zehn runter und bei eins geschah es. Der Motor des letzten Polizeifahrzeuges explodierte.
Sie waren dafür nie ausgelegt solange und so schnell zu fahren. Fluchend stiegen die Polizisten aus. Einer warf sogar seine Jacke zu Boden.
Doch die Jugendlichen die all dies durch die Drohnen ansehen konnten, lachten lautstark darüber.
Das Rennen selbst fand an der Ziellinie sein Ende.
Dann kam wohl der übliche Brei.
Sirenen waren zu hören. Schnell wurde alles zusammen gepackt.
Ehe es mit quietschenden Reifen davon ging.
Wie immer kam die Polizei zu spät, zu laut und fanden diesmal nur eine junge Frau mit ihrem defekten Fahrzeug vor.
Die Beamten stiegen aus ihren Fahrzeugen aus. Sahen sie das Auto der jungen Frau an, konnten sie aber nicht belangen.
Über Funk war dann zu hören, dass erneut zwei Beamten schwer verletzt wurden. Zwei Fahrzeuge Totallschaden hatten.
Die Polizeibeamten stiegen wieder ein, rasten los, zum Unfallsort um ihn abzusperren.


Seyrah hingegen bekam von dem Trubel nichts mit. Ihr Fahrer gewann das Rennen.
"Na kleine? Da vorn lasse ich dich raus."
"Gerne, das Rennen war richtig geil. Ich würde gern beim nächsten Mal wieder dabei sein."
Antwortete Seyrah darauf.
Naja sie hatte ihn ja fast um den kleinen Finger gewickelt.
"Super." War seine Antwort.
Er hielt an, ließ aber den Motor weiter laufen.
"Komm, du wolltest mich doch küssen."
"Ich hab es nicht vergessen."
Beide stiegen aus, gingen ein paar Schritte, nur um vor dem Fahrzeug stehen zu bleiben.
Ab da musste Seyrah aktiv werden. Sie drückten ihn auf die Motorhaube, beugte sich über ihn. Er hingegen holte noch rasch sein Smartphone raus. Alles für ein Bild.
Dann küsste Seyrah ihn auf die Lippen, lange, sah dabei in die Kamera.
Sekunden später löste sie den Kuss, ließ von dem jungen Mann ab.
"Das könnten wir jeden Tag machen." Es schien ihm gefallen zu haben.
Seyrah holte ihr Smartphone raus.
"Bekomm ich deine Nummer und das Bild. Ich will vor meinen Freunden ein wenig angeben."
Einen besseren Grund gab es für ihn nicht.
"Na klar. Heute Abend schicke ich dir eine Nachricht wann und wo das nächste stattfindet."
Die Nummern wurden ausgetauscht. Das Bild wurde auch gleich mit übertragen.
"Danke. Holst du mich Morgen ab?" Fragte Seyrah noch.
"Ja klar, aber zieh dir morgen aber was netteres an. Kommt besser."
Gab er ihr klar zu verstehen.
"Lässt sich einrichten. Ich melde mich morgen."
"Bis Morgen meine Hübsche."
Er drückte ihr einen Kuss auf die Wange, stieg dann in sein Fahrzeug ein und fuhr los.
Ziemlich leise sogar, wollte wohl keine Verfolger haben.
Seyrah hingegen wartete nun auf ihren Kollegen.

Ironhide
27.12.2020, 14:02
https://abload.de/img/dougava1.14tk0a.png
Soweit er konnte, hatte er das Rennen mitangesehen, aber noch bevor es zu ende war, zog sich Doug zu seinem eigenen Wagen zurück, stieg ein und hielt sich bereits, auf ein Signal von Seyrah zu warten. Auf seinem Smartphone hatte er stets ihre Position im Blick und konnte dementsprechend schnell eingreifen – relativ schnell. Am Rande bekam Douglas mit, was beim Rennen passierte, aber das interessierte ihn wenig. Er konnte eh nichts tun, um die Unfälle zu verhindern und seine Sorge galt auch eher seine Kollegin. Irgendwann dann blieb ihr Signal stehen und bewegte sich nicht mehr vom Fleck. Erloschen tat es nicht und somit machte Douglas sich auf den Weg. Kurz darauf klingelte es. Seyrah war am anderen Ende der Leitung.

„Geht’s dir gut?“, war Douglas erste Frage, da er doch die ganze Zeit eine Anspannung gespürt hatte, die erst jetzt von ihm abfiel, als er ihre Stimme hörte.
„Ja, alles okay.“
„Gut gut. Ich bin auf dem Weg. Sag wenn ich dich gefahrlos einsammeln kann.“
„Ich bin hier alleine, weit und breit nichts zu sehen. Du weißt wo ich bin?“
„Ja. In 5 Minuten bin ich da.“
Und das war er dann auch. Nachdem sie wieder in den Wagen eingestiegen war, holte sie ihr Notebook raus und verband es mittels Kabel mit ihrem Telefon. Kurz darauf flackerten die geschossenen Bilder über den Bildschirm. Douglas konnte einen kurzen Blick erhaschen, musste sich aber auf das fahren konzentrieren. Seyrah erzählte ihm derweil alles, zumindest das wenige, was sie wusste. Viel war es nicht, aber es hätte Douglas auch gewundert, wäre Seyrah mit seiner Lebensgeschichte im Gepäck wiedergekommen.
„Ich schicke schon mal alles in die Zentrale, vielleicht bekommen wir dann einen Namen zu dem Gesicht. Ich kann mir denken, dass der in irgendeiner Datenbank auftaucht.“
„Hoffen wir es. Bei der Polizei dürften wir noch den Namen der Frau bekommen, dessen Auto schon am Start den Geist aufgegeben hat. Wir könnten zwar zurückfahren, aber die wird schon über alle Berge sein.“

Es war wirklich nicht sehr viel was sie hatten, aber immerhin hatte sie einige Bilder, mit denen sie ihre Datenbanken füttern konnten. Sie unterhielten sich auf dem Rückweg noch darüber, ob es klug war, sich auf diesen Typen ein zu lassen. Denn das würde heißen, das Syerah Undercover gehen müsste und das war noch etwas ganz anderes, als in einer großen Masse einfach nur umherzulaufen. Douglas war davon wenig begeistert.
„Erstmal abwarten, ob er sich mit den nächsten Infos für das nächste Rennen meldet. Dann sehen wir weiter.“
„Es wäre sicher nicht verkehrt. Schneller bekommen wir die Infos sonst kaum, und bessere sicher auch nicht.“
„Es war also unser Glück, das die dich zu ihm in den Wagen gedrängt haben?“
„Ich bin lieber außerhalb einer solchen Kiste, als Teil des Rennens zu sein. Aber scheinbar bin ich sein Typ.“, meinte Seyrah mit einem Ton in der Stimme, den Douglas ein wenig abschätzig auffasste. „Die Frage ist doch, ob er auch was im Kopf hat, oder einfach nur gut fahren kann. Jedenfalls ist das fürs erste unser bester Einstieg in die Szene.“
Da hatte sie durchaus Recht mit.
„Erstmal abwarten, was Cross dazu sagt. Ohne sein Segen geht ja eh nichts.“ Damit hatte dann auch Douglas recht, das wusste seine Kollegin natürlich. „Die Zeit für einen sauberen Background ist halt extrem Knapp. Und wenn dich irgendwer erkennt, kann das böse enden.“
In der Tat war Seyrah bewusst, dass sie nur Undercover eingesetzt werden könnte, wenn die Computerspezialisten es hinbekamen ihr eine Geschichte zu geben, die plausibel war und jeder Überprüfung standhielt. Das verhinderte zwar nicht, das irgendwer sie nicht doch erkannte und sie zuordnen konnte, aber ein sauberer Background war schon die halbe Miete. Natürlich müsste Seyrah sich das auch alles merken und das war auch nicht so einfach, denn ein kleiner Fehler konnte schon das Aus bedeuten. Wie sowas enden kann, durften die Kollegen der Polizei erst letzten Monat wieder miterleben, als eine ihre Undercoverleute aufgeflogen war, als er sich einfach mal verplapperte. Nur ein Detail, aber es reichte um sein Leben zu beenden. Aber Da ging es auch um einen der letzten Warlords der Stadt und das waren nochmal ganz andere Kaliber als Streetracer. Warlords vermuteten in jedem ein Spitzel und waren von Natur aus extrem misstrauisch. Die fackelten auch nicht lange und ließen Leute verschwinden, ohne mit der Wimper zu zucken. Bei den Rennleuten waren bisher nur Menschen durch Unfälle gestorben. Bisher.


Etwas später, zurück in High City und nachdem Douglas seine Kollegin in der Zentrale abgesetzt hatte, fuhr er selbst noch zu einem der Einkaufszentren. Diesmal jedoch ganz privater Natur, denn seine Tochter hatte bald Geburtstag und er wollte ihr etwas schenken. Nur war sein Problem, das er selbst keine Ahnung hatte, was seine Tochter sich wünschte. Sie war seit dem Tod ihres Bruders und ihrer Mutter ruhig geworden, wünschte sich die beiden zurück aber das konnte Douglas ihr leider nicht erfüllen, so sehr er es auch wollte. Jedes Mal brach es ihm das Herz, wenn er seine Tochter darüber reden hörte, auch wenn sie nun mit ihren fast 12 Jahren es immer besser verstand. Er wollte ihr eine Freude machen, sie wieder einmal lachen sehen und ihr den Kummer nehmen, wenn auch nur für einen kleinen Moment. Er stand vor einem Eckladen, genauer gesagt einem Spielzeuggeschäft und sah sich die ausgestellte Ware im Schaufenster. So wirklich sicher was er nun kaufen sollte, war er sich aber immer noch nicht. Als er die weiteren Auslagen begutachten wollte, die zu sehen wären, sobald er um die Ecke gehen würde, knallte auf einmal etwas gegen sein Bein und brachte ihn etwas ins Wanken. Aber es war nichts, was ihn stürzen ließ.
„Aua!“, vernahm er fast gleichzeitig und sah nach unten. Ein kleines Mädchen saß da vor ihm auf den Boden, selbige war ihm gerade in die Beine gelaufen. Sicherlich wollte sie auch sehen, was es hier alles gab. Immerhin war so ein Spielzeuggeschäft ja ein Paradies für Kinder. Für sie schien es weit schmerzvoller zu sein, als für ihn. Noch etwas geschockt, sah sie zu ihm hoch, für einen Moment ratlos was sie tun sollte. Das kannte er auch schon von seiner Tochter, als sie noch so klein war. Erstmal galt es ihre Gedanken zu sortieren und zu verarbeiten. Dann setzte meist der Schmerze ein und damit dann auch die Tränen, oft aber nur aus Schreck, weniger aus Schmerzen.
„Alles okay Kleine?“, lächelte Douglas sie an und ging vor ihr in die Hocke. Sicherlich wirkte er für die kleine eher bedrohlich, immerhin war er für sie ja ein Riese. Wie es jeder Erwachse für so ein kleines Kind war. Dazu war er noch Fremd und ihre erste Erfahrung mit ihm war eine Negative. Zwar war sie ihm reingerannt, doch das spielte für ihren kindlichen Verstand keine Rolle oder nur eine sehr untergeordnete. Mit großen Augen sah sie ihn an und es dauerte auch nicht mal eine Sekunde, da füllten sich ihre Augen mit Tränen und als die erste grad anfing, über ihre Wange zu kullern, da stand auch schon eine Frau hinter ihr, deren besorgtes Gesicht Bände sprach.

Ohne weiter auf Douglas zu achten, nahm sie die kleine auf ihren Arm und begann sie mit den üblichen Worten zu trösten, das sie ja nun da sein, alles nicht so schlimm war. Aber auch ein wenig tadelte sie das Kind, sowas kommt halt davon, wenn man nicht aufpasste und einfach ohne zu gucken durch die Gegend rennt. Erst dann wandte sie sich an Douglas.
„Entschuldigung, sie ist manchmal etwas zu stürmisch.“
„Ach, alles gut. Ist ja nichts schlimmes passiert.“, lächelte Douglas der Fremden zu, nachdem er sich auch wieder erhoben hatte. Er kannte das ja alles selbst von seiner eigenen Tochter, als sie noch so klein war. Auf sie aufzupassen war nicht selten anstrengender als die Arbeit selbst.
„Bei ihr ist der Schreck wohl größer als bei mir.“
„Bestimmt. Aber das hat man davon, wenn man nicht aufpasst. Eine Lektion fürs Leben.“, gab die junge Frau zurück und lächelte dabei auch Douglas an. Die kleine hatte derweil ihren Kopf in der Schulter ihre Mutter vergraben und schluchzte noch etwas vor sich hin.
„Wir müssen dann aber weiter. Sorry nochmal.“
„Ach alles gut. Einen schönen Tag noch. Dir auch kleiner Wirbelwind.“. sprach Douglas das Mädchen nochmal an, die daraufhin ihr Kopf etwas drehte und in seine Richtung sah, sich aber schnell wieder verkroch, so als würde Douglas sie nicht sehen, wenn sie ihn auch nicht sah. Douglas widmete sich dann wieder dem Schaufenster zu, die ganzen Spielsachen Rätselraten ansehend.

Auren
27.12.2020, 16:30
https://abload.de/img/yuma22ava1.16zk7l.jpg
Die Zeit rückte stets weiter. Yuma wollte wieder nach Hause.
Sie rief ihre Tochter zu sich, da sie nun kaum zu bremsen war, durfte sie weiterhin laufen.
"Du bleibst schön brav in meinen Sichtbereich. Wenn du mir zu weit nach vorne rennst, kommst du wieder in den Wagen."
Mit strengen Ton musste sie diese Worte von sich geben. Ansonsten hätten sie keinen Effekt gehabt. Ihre Tochter wusste, dass dies nicht böse gemeint war. Also ging es wieder zurück.



Kaum waren die ersten Schritte gemacht, stieß ihre Tochter mit einem fremden Mann zusammen. Der Schreck war groß, für das Mädchen. Yuma blieb ruhig. Schnell wurden die Gedanken ihres Gegenüber gelesen. Dabei feststellend, dass er keine Gefahr für ihre Tochter darstellt.
Yuma nahm ihre Tochter auf die Arme. Ihre Tochter musste getröstet werden. Da kannte Yuma die passende Worte und schnell war auch schon der Zauber vorbei.
Der Schreck war größer als der Schmerz.
Yuma entschuldigte sich bei dem Mann. Ihm schien es nichts auszumachen. Es war es wohl gewohnt.
Es wurden ein paar höffliche Worte gewechselt ehe sich ihre Wege wieder trennten.
"Genau deswegen solltest du nicht soweit vor rennen." Tadelte sie noch einmal ihre Tochter.
Damit war das laufen für sie vorbei.
Tragen war jetzt gefragt und vermutlich den ganzen langen Weg. Jede andere Frau hätte ihr Kind wieder in den Wagen gesteckt.
Yuma hingegen nutzt ihre Fähigkeit ohne dass es andere bemerken.
Das einzige was ihr Passieren kann ist, dass ihr Arm taub wurde.

Es ging wieder zur Haltestelle. Mit dem Bus, der fünf Minuten später kam, ging es zurück zu den Außenbezirken. Im Bus selbst, war wieder Toben angesagt, aber da war halt nicht so viel Platz.
Das ging der Kleinen voll gegen den Strich. Zum Schluss setzte Yuma die Kleine neben ihrer Schwester in den Wagen.
"Zu Hause kannst du gern herum tollen, aber nicht im Bus." Wurde sie ermahnt.
Dabei blieb sie die Ruhe in Person.
Nach der Busfahrt ging es den kürzesten Weg nach Hause. Natürlich musste sie auch ein Wohnviertel durchqueren. Dabei kam ihr ein Mann entgegen. Er wirkte etwas seltsam. Starrte nur den Gehweg an. Hatte er womöglich Angst? Oder stand er unter Drogen. Yuma wurde etwas vorsichtig. Sie verbarg ihre und die Gedanken der Kinder. Im Prinzip waren sie mehr wie Zombies, die keine Gedanken hatten.
Der Mann ging an ihr vorbei. Dabei wirkte er irgendwie ein wenig verändert. War er jetzt erleichtert?
Yuma stempelte ihn als perversen ab. Weshalb sie versuchte den Abstand zwischen ihn zu vergrößern.

Zum Glück gab es danach keinen Zwischenfall mehr. Zu Hause angekommen, wurde die Tochter aus dem Wagen heraus genommen. Die ganz Kleine auf den Arm genommen, bevor Yuma die Haustür aufschloss.
Die große rannte rein und rief zu Yuma. "Mami, Mami, Papa ist da."
Yuma wollte das nicht glauben. Eigentlich hieß es, dass er erst mitten in der Nacht nach Hause kommen würde.
Doch stattdessen kam er aus der Küche.
"Wieso bist du schon da?" Yuma war da leicht überrascht.
"Er hat mich einfach nach Hause geschickt."
"Ohne mir etwas zu sagen? Mensch, er wusste doch, dass ich zur High City wollte."
Yuma war da etwas gereizt, aber als die Kleine in ihren Bett abgelegt wurde und ihr Mann sie von hinten Umarmt, war dies bereits wieder vergessen.
"Ich muss noch den Einkauf holen." Erwiderte Yuma darauf, obwohl sie eigentlich diese Haltung genoss.
"Ich übernehme das. Machst du die Kinder soweit fertig?"
Yuma nickte darauf. So ging das Paar ihre Tätigkeiten nach. Die Kleine wurde neu gewickelt, bekam auch etwas zu essen. Die Große wurde umgezogen, damit sie hinterher ohne Rücksicht auf Verluste spielen konnte.
Yuma setzte sich auf die Couch, ihr Mann, setzte sich neben ihr. Zeit für ein paar Minuten durch zu atmen, wobei mehr für sie als für ihn, da sie beschloss, auf seinen Schoss sich bequem zu machen.
"Das hast du nun davon." Gab sie noch wieder, bevor sie sich an ihm schmiegte.

Gosti
28.12.2020, 16:32
https://i.imgur.com/XM4BRQI.png Die Begegnung in der Gasse war etwas was sie eigentlich um jeden Fall vermeiden wollte. Die ganze Zeit hatte sie ihre Umgebung, aber vor allem diesen blonden Mann im Auge, die ganze Zeit sich überlegend wie sie wegkommen könnte, doch wusste sie dass egal wie sie versuchen würde weg zu laufen, ihn wegzustoßen oder die Wand rauf zu klettern, er in der Lage gewesen wäre sie zu packen und zu Boden zu drücken. Auch wenn er nur da stand, Juri wusste dass er in einem Zweikampf, trotz ihrer Fähigkeit, leicht überlegen war, aus diesem Grund versuchte sie es erst gar nicht. Daher Plan B, versuchen sich heraus zu reden.
Ihr Focus war dann voll auf ihm, wodurch sie gar nicht bemerkte was hinter ihr in der illusionären Tierwelt abging. Hier stand quasi nur ihr Überleben im Vordergrund, und dafür galt es einfach Shinru (dessen Namen sie ja nicht wusste) zu überwinden. Nach mehrmaligem hin und her gab sie ihm dann einfach die Tasche, und nutzte diesen kleinen Moment der Ablenkung um an ihm vorbei zu huschen und in der Menge zu verschwinden. Unter vielen Leuten unter zu gehen war halt immer noch die Beste Methode unerkannt zu bleiben, und der Kerl schien sie auch nicht weiter zu verfolgen, auch nicht der Hund der sie vorhin schon ein bisschen in die Scheiße reiten ließ^^

Wieder unterwegs zu ihren Kontakten konnte sie nun die Wetten einstreichen die sie abgeschlossen hatte. Wie immer lag sie komplett falsch was die Rennspitze angeht, aber der größte Teil ihres Geldes war so oder so darauf gesetzt wer den Start komplett verhunzt, und welcher schon in der zweiten Kurve abfliegt. Alle anderen Wetten waren ja nur Ablenkungen. Und da sie auch gerade dabei war warnte sie ihren Kontakt auch noch vor den beiden die sie gerade getroffen hatte. „Keine Ahnung wer die sind, aber ich glaube die gehören zu einem Sonderkommando oder so… Nicht Polizei… Vielleicht Geheimdienst? Ich konnte ihnen nur diese Karte abluchsen. Hast du schon mal so eine… Fuck, Scheiße, wo ist sie?“ Juri überprüfte nochmal all ihre Taschen aber die ID-Karte war weg. Dass jemand ausgerechnet sie beklaut? Normalerweise bekam sie das ja immer mit, egal wie viele Leute um sie herum waren…
Wie auch immer, sie war weg, daher versuchte sie ihm die Karte so gut wie möglich zu beschreiben und dass er seinem Boss, welcher die ganzen Rennen hier organisierte, bescheid geben sollte. Immerhin wollte hier ja niemand dass dieser Unterhaltung hier jemand den Riegel vorschiebt, abgesehen von der Polizei und außenstehenden natürlich…
„Ach ja, und ich konnte auffangen dass bei den Kurven um das alte Stahlwerk sich Bullen verschanzt haben und versuchen werden die Autos abzuschneiden. Sag deinen Leuten bescheid dass sie aufpassen sollen.“ Fügte sie am Ende noch hinzu. In Wirklichkeit hatte sie das von niemanden hier irgendwo gehört, sondern es war etwas was in ca. einer halben Minute am Bildschirm zu sehen sein würde. Solche Infos ließen sie natürlich in ihrer Gunst auch bei den Leuten steigen und die eine oder andere Gewinnbeteiligung als Belohnung einheimsen.
Am Ende kamen die meisten gut davon. Die Polizei war wie immer zu inkompetent dem ganzen Einhalt zu gebieten, oder strengte sich vermutlich auch gar nicht so richtig an. Viele von ihnen lebten ja selbst in den Slums und wussten genau so gut wie die meisten hier dass diese Rennen vielleicht nicht das beste waren, des Öfteren auch unbeteiligte dadurch zu Schaden kamen, aber der Zusammenhalt der dadurch entstand hatte viel weniger Opfer als die alten Bandenkriege…

Nachdem sich alles wieder aufgelöst hatte, jedes seines Weges ging und auch Juri ihre Beute (in Form von Diebesgut und Wetteinahmen) gesichert hatte, machte sie sich zurück zu ihrem kleinen Versteck, eine alte Lagerhalle die seit über einem Jahr komplett leer steht und nicht genutzt wird. Am Dach hatte sie dort ein Geheimfach installiert wo sie ihre Beute verstaute, mehrere tausend Credits mit dem man sich sogar schon eine Wohnung in der HighCity leisten konnte… Es war einfach für den Notfall, da sie das Geld ja nicht wirklich nutzen konnte ohne dass es auffällt, und sie auch Yumiko davon nichts sagen konnte, da sie sonst von ihren illegalen Aktionen erfahren, und sicher wütend und voller Sorge werden lassen würde… Aber es war einfach für den Notfall, man kann ja nie wissen was passiert. Und der Ort hier war selbst so Etwas wo sie das Gefühl nicht los werden konnte dass er Wichtig war. Hier am Dach zu liegen und einfach in den Himmel zu starren fühlte sie mit einer Art nostalgischer Emotion. Sie wusste nicht wieso, aber es zog sie immer wieder hier her, daher machte sie das zu ihrem Versteck. Außerdem hatte es noch eine Funktionierende Wasserverbindung und Badezimmer, wo sie sich all die Schminke und Farbe aus ihrem Gesicht und Haar waschen konnte bevor sie wieder nach Hause gehen würde, wo Yumiko sicher schon auf sie wartete.
Juri fragte sich allerdings immer noch ob sie ihr wirklich die Geschichten abkaufte dass sie in der High City Botengänge für die Hilfsorganisationen machte… Es stimmte ja auch zum Teil, wurde aber in letzter Zeit auch immer weniger…

hakuryu
29.12.2020, 03:07
https://abload.de/img/shinruava1.1ujk8y.jpg (https://abload.de/image.php?img=shinruava1.1ujk8y.jpg) Das Rennen startete dann doch ohne Verzögerungen. Zum Ärger einer jungen Frau deren Motor regelrecht explodierte. Shinru überzeugte sich nur schnell das ihr nichts weiter passiert ist. Verschloß sich aber gleich wieder. Die Menschenmasse und die lauten Gedanken waren für den Telepathen anstrengend. Alles in den Diamantkokon zurückstopfend atmete er noch mal durch. Tegan sah ihn mit einer hochgezogenen Braue an. Ein Kopfschütteln beantwortete die unausgesprochene Frage nach seinem Befinden.
Das Rennen nahm seinen Lauf und verlief bis zum Stahlwerk alles nach Plan. Bis dann die Bullen auftauchten. Offensichtlich war auch ihr Kontakt nicht darüber informiert gewesen, sonst wären die beiden Arbitratoren vorgewarnt worden. Beherzte Ausweichmanöver der Fahrer verhinderten das auch nur einer geschnappt wurde. Beide Männer zählten mit allen anderen runter bis auch der Motor des Verfolgers den Geist ausgab.
"Haben die das immer noch nicht hinbekommen die Motoren mal auf Vorderman zu bringen?"
"Offensichtlich nicht. Dabei haben die doch schon ne ganze weile Zeit dazu gehabt. Die Rennen finden doch nicht erst seit gestern statt."
Beide Männer konnten sich nicht erklären warum die Polizei nicht über gleichwertige Fahrzeuge verfügte wie die junge Generation. Gerade die Ordnungshüter sollten immer auf dem gleichen, oder noch besser, höheren Stand sein als der Rest um auf alles reagieren zu können.
Um sie herrum herrschte rege Bertiebsamkeit seit das zweite Auto der Bullen verreckt war. In einer unglaublichen Geschwindigkeit wurden die Stände abgebaut und Autos verschwanden unglaublich leise. Auch die Menschenmasse verlief sich unglaublich schnell und effektiv. Shinru konnte nicht umhin zu bemerken mit was für einer Effiziens alles vor sich ging. Eben war noch ein halbes Volksfest im gange und innerhalb von drei Minuten war nichts mehr davon zu sehen. Einzig die junge Frau mit dem Motorschaden war noch vor Ort.




https://abload.de/img/teganava1.1h2j0q.jpg (https://abload.de/image.php?img=teganava1.1h2j0q.jpg) Tegan hatte den Skarabäus ein wenig anders platziert damit Juri, falls sie noch mal nach seiner ID schauen sollte, nicht in den Käfer griff. So hockte dieser halb von ihren Haaren verdeckt am oberen Rand ihren Oberteils und versorgte Tegan mit Infos was sie noch so trieb. Dadurch bekam er mit das sie ein paar Leuten vor ihm und Shinru warnte. Netterweise würde das nicht unbedingt etwas bringen. Es gab zu viele schwarzhaarige und blonde junge Männer die schwarz oder weiß trugen. Gut, sein bester Freund fiel schon manchmal auf mit seinem Weißtick, aber das sollte nicht unbedingt das Problem sein. Allerdings zeigt Juri´s Bemerkung mit dem Bullen das sie wohl einen Teil ihrer Fähigkeiten wiedergewonnen hatte. Vermutet hatte er das schon eher, nur jetzt hatte er den eindeutigen Beweis. Gleich darauf löste er den SKarabäus auf.
Die Info machte auch sogleich die Runde und in unglaublich kurzer Zeit hatte sich quasi alles verlaufen. Nur die junge Rennfahrerin würde auffliegen. Nur daran konnten die Jungs dann auch nichts ändern. Wirklich passieren würde ihr da nichts, sie war immerhin nicht gefahren.

Über Umwege und Nebengassen, stellenweise sogar durch einige Geschäfte, kamen sie dann wieder an ihrem Caravan an. Dem schwarzhaarigen perlte der Schweiß auf der Stirn. Für ihn war es anstrengend geworden den Hundeskin auf Ryu zu halten. Es war halt etwas Anderes als wenn er ein komplettes Tier oder einen Gegenstand nach seinen eigenen Vorstellungen erschuff. Der kleine Drache aber war ständig in Bewegung und hatte zu oft Kontakt mit anderen Menschen als das Tegan auch nur ein wenig nachlässig sein konnte, zumal sich der Kleine auch noch unberechenbar bewegte. Kaum waren sie im Fahrzeug löste sich der Skin mit einem Plop und auch Ryu schrumpfte wieder zu Maine Coon größe.
"Wie wäre es mit einem richtigen Bett heute Nacht? Oder eher die nächsten Tage? Meine Mutter hat angeboten das wir ein paar Tage bleiben könnten."
Tegan überlegte. Sie mußten sich zwar bedeckt halten, aber ein paar Tage auf dem Anwesen von Shinru seinen Eltern zu verbringen sollte drin sein. Zumal sich da ein sehr alter Orangenbaum mit ausladener Krone befand der zur Zeit sogar Früchte trug. Seine Entscheidung fiel da eindeutig aus. Mit einem einfach Nicken gab er seine Zustimmung und sie machten sich auf den Weg zurück in die High City.
Den Checkpoint passierten sie wie immer ohne Fragen und wurden einfach durchgewunken. Da es immer mehr Übergänge zwischen den Außenbezirken und der Stadtmitte gab, wechselten sie bei jedem Übertritt den Checkpoint. Somit konnte keiner genau sagen wo die beiden sein würden. Überwacht wurden sie lange genug und darauf hatte keiner der Beiden Bock. Zumal einen bestimmte Person sicherlich daran Interesse hätte.
Eine gute Stunde später waren die jungen Männer wieder zurück. Es gab ein gemeinsames Abendessen wo erzählt wurde was bei dem Rennen passiert war. Einiges verschwiegen sie. Aus Sicherheitsgründen. Danach schwang sich Tegan in den alten Baum und hing seinen Gedanken nach. Zum lesen war es zu dunkel. Ryu hing sich kopfüber an einen Ast schräg über ihn und döste vor sich hin. Durch das Blätterdach schimmerteten die Sterne und Tegan verband diese zu den einzelnen Sternbildern.
Komm rein Großer, die Nächte werden kühler und ne Erkältung brauchst du nicht. Die letzte hat schon gereicht.
Na komm, so schlimm war das auch nicht.
Nicht schlimm???? Ryu hat ständig mit jedem deiner Nieser die Form und Farbe gewechselt und du konntest nichts halten.
Ein leises Lachen von Tegan. Dann raschelte es kurz als er zu Boden sprang und ins Haus ging.
"Sah doch niedlich aus der Kleine."
Mit einem Grinsen in den Gesichtern, setzten sie sich an den Kamin zu den Eltern von Shinru.

Survivor
30.12.2020, 00:10
https://abload.de/img/ketelavatar80kmi.jpg (https://abload.de/image.php?img=ketelavatar80kmi.jpg)
Nach Stunden war Ketel endlich mit seinem Rundgang fertig. Er hatte einige seiner Lager in den Slums aufgesucht. Nun hatte er alle Teile zusammen um den Wunsch seines Kunden zu erfüllen.
Bevor es aber zurück zu seiner Werkstatt ging, machte er noch einen Abstecher zu einem Imbiss der etwas anderen Art.
Dieser lag nicht wie die meisten Imbisse oder Geschäfte dieser Art unten an der Straße oder in einem Geschäft, nein...er lag höher, viel höher. Es war das weitläufige Dach, eines der höchsten Gebäude in diesem Bezirk und wohl mal ein Landeplatz für große private Hubschrauber gewesen.
In dem Stockwerk direkt unter der Landefläche, war so was wie ein Gewächshaus eingerichtet, aus welchem der hiesige Koch zumindest seine Pflanzen zum Teil selber bezog. Fleisch, egal welcher Form, wurde aber anderweitig besorgt. Einen Stall in eine derart hohen Haus, welches nicht den besten Zustand hatte, hätte sich auch als zu schwierig erwiesen.
Obenrum standen einige Tische, teil mit Stühlen, teils ohne. Alles in allem sehr angenehm gestaltet.
Nun war seine Lage und sein Aussehen nicht dass einzige was Ihn so besonders machte. Auch die Leute die hier hoch kamen waren nicht die „normalsten“. Der Großteil war wie Ketel im Untergrund tätig, ging also Geschäften nach von denen viele gar nichts mitbekamen und auch nichts mitbekommen wollten. An diesem herrscht eine gewisse Neutralität, zwar war es nicht verboten Absprachen zu treffen, aber Auseinandersetzungen hatte zu unterbleiben. Man hielt sich an diese einfachen Regeln. Er bestellte sich sein Übliches und ging zu seiner gewohnten Ecke. Zu seinen eigenen Regel gehörte es während dem essen nicht zu sprechen und zu seinem Glück, schien man dass zu akzeptieren.
Von seinen Platz aus konnte Ketel eine gedrungene Gestalt sehen, welche scheinbar seinen Blick auffangen wollte. Er fragte Ketel kurz, über einige knappe Fingerzeichen mit der linken Hand, wie weit er mit der Bestellung war. Ketel antwortete mit einigen ebenso knappen Fingerzeichen seiner rechten Hand, dass er die Waffen fertig hatte und sie diese holen konnten. Er deutete noch an, wann er wieder zurück seien würde, ehe er sich wieder seinem Essen zu wand. Die Person erhob sich dann nach einigen Minuten und ging ihrer Wege.

Ketel genoss nun während seines Essens die Aussicht. Es war immer wieder erstaunlich die Veränderungen zu sehen die die Slums mittlerweile durchliefen. Ausgehend vom Kern hin zum Rand, modernisierte sich langsam das Leben in den Slums. Ein Umstand der Ketel noch keine Sorgen bereitete, doch irgendwann würde er seine Werkstatt räumen müssen. Sicherlich würde man die Tiefgarage wieder in Betrieb nehmen, oder aber vollständig einreißen um ein Fundament für neuen Wohnraum zu schaffen.
Doch vielleicht würde er diesen Tag auch gar nicht mehr erleben, denn all die Modernisierung dauerte ja seine Zeit. Auf der anderen Seite konnte man aber eben auch die „Natur“ jenseits der Stadt beobachten. Zerstört, ausgebeutet, unbrauchbar? Nun vielleicht nicht unbrauchbar, Ackerbau und dergleichen war noch möglich, aber auch dass nur in einem gewissen Maße und bei weitem nicht in dem Umfang dass wahrlich niemand hungern musste. Somit war solch ein Ort wie jener auf dem Landeplatz, schon ein Luxus wie ihn nur jene kannten die innerhalb der Mauer wohnten. Für die meisten Menschen war das Leben in den Slums nach wie vor ein Kampf. Doch würde man Ketel fragen ob er wieder hinter die Mauer wollen würde, er würde es verneinen. Zu sehr hatte er sich an diesen Überlebenskampf gewöhnt, viel zu sehr würden ihn die Regel innerhalb einschränken. Kurz hier in den Slums spürte er, wie man so schön sagte, dass er lebte.
Als er dann auch fertig war ging er zurück zum Kock, sprach ihm wie schon die Male zuvor seine Hochachtung für seine Kochkünste aus und bezahlte mit einer Goldmünze. Der Koch nahm diese ohne Beanstandung. Sie bezahlte nicht nur diese Mahlzeit für Ketel, sondern auch die nächsten die noch kommen würden. Ketel machte sich dann wieder auf seinen Rückweg, immerhin hatte er heute ja noch einen Termin und eine Menge Arbeit vor sich. Die Nacht würde er sich wohl um die Ohren schlagen und dann morgen im laufe des Tages schlafen, wenn der Privat Auftrag beendet war.

Auren
04.01.2021, 14:45
https://abload.de/img/spielleiter9qjp4.png


Report...

Seyrah ging direkt mit ihren gesammelten Info´s zum Herr Cross. Es war wichtig, daher kümmerte es sie nicht, ob er jetzt gerade dafür Zeit hatte.
Die öffnete sich, die Arbitratorin betrat sein Büro. Schloss die Tür hinter sich.
"Was für ein Tag." Begann Seyrah.
"Ich möchte diesen Fall schnell zu ende bringen. Nicht das der Typ noch über mich herfällt und herausfindet, dass ich nicht wirklich, dass bin was alle denken."
Sie stellte den Laptop auf sein Schreibtisch, klappte diesen auf, drehte ihn um, damit Luca die Bilder sehen konnte.
"Das ist er scheinbar. Nach seinen Fahrstil zu Urteilen und wie sie die Polizei entkamen hat er entweder eine parapsychologische Fähigkeit oder sie sind extrem gut Informiert. Ich tippe auf letzteres." Sie zeigte ein paar Aufnahmen.
"Meine Vermutung liegt daher, dass bei der Polizei jemand dafür sorgt, dass die Jugendlichen die Informationen bekommen oder sie wurden gehackt."
Dann kam das letzte Bild. Wofür Seyrah sich dann doch etwas schämte, aber nur weil es nicht ihre Art war, so auf zu fallen.
"Ich konnte mich einen der Fahrer etwas unfreiwillig nähern, bekam seine Nummer und Morgen sollte ich den Standort für das nächste Rennen bekommen."

Luca verarbeitete kurz alle Informationen. Es war zwar nicht viel, aber mehr als die von der Polizei.
"Gute Arbeit." Er klappte den Laptop zu.
"Kopiere alle Daten auf unseren Server. Ich möchte, dass du und Doug in Bereitschaft bleibst. Mir gefällt es zwar nicht, aber wir haben gerade keine andere Wahl. Du wirst dich mit ihm ein weiteres Mal treffen müssen. Doug wird dich unterstützen."
Seyrah nahm den Laptop wieder an sich.
"Einverstanden, aber ich brauche etwas anderes zum Anziehen."
Luca hob eine Augenbraue. "Für das Rennen nehme ich an?" Seyrah nickte.
"Setze es als Spesen ab. Quittung kannst du nach dem Fall abgeben. Fallnummer sollte dir bekannt sein. Außerdem Seyrah wirst du das Gebäude in der nächsten Zeit meiden müssen. Nur um zu verhindern, dass deine Tarnung auffliegt. Ich werde mich in der Zwischenzeit um den Rest kümmern. Mach Feierabend."
Dies ließ sich die Arbitratorin nicht zweimal sagen, aber erst musste sie ja noch eine Kleinigkeit erledigen.

Alt und doch neu...

Es war schon spät. Sie wartete, wie immer. Auf jemanden.
Ihre Freundin oder Lebensgefährtin? So genau weiß das wohl keiner.
Für sie gab es weniger zu tun. Daher kam immer mehr Langeweile auf.
Die Waffen waren gereinigt, auch die, die vor drei Jahren das letzte Mal zum Einsatz kamen.
Selbst die Kletterwand wurde mal komplett neu bestückt. Sie kannte ja bereits jeden Griff im Schlaf.
"Ich sollte mir wohl etwas neues Suchen. Nur was?" Ein Seufzen entwich ihren Lippen.
Dann wurde die Tüt geöffnet. Juri war da. Schnell sprang sie von ihrem Stuhl herunter.
"Na, hast du wieder immer die Gegend unsicher gemacht?" Diese Frage war Juri gerichtet.
"Oder warst du bei dem bekloppten Rennen?" Der Blick wurde etwas ernster.
Sie atmete kurz durch. "Egal, ich kann dich ja zu nichts zwingen." Ihr Blick wurde wieder etwas freundlicher. "Ich hab heute uns etwas zum Abendessen gemacht und da ich Morgen nichts zu tun habe, könnten wir noch einen Film anschauen oder schwebt dir etwas anderes vor Juri?"
Ja bisher begann ich Tag ziemlich früh, da musste Sie auch recht früh ins Bett. Doch die Zeiten ändern sich nun mal.

Etwas Krach, blaue Flecken und lose Zähne...

Abends, fast schon Nachts. In einer sehr bekannten Bar. Wie immer war viel los. Viele Trunkenbolde kamen hierher, weil sie sich nach herzenlusts betrinken können. Auch wenn die Rechnung hinterher stets schöner gesoffen werden musste.

Eine Bedienung gab es nicht. Alles musste vom Tresen geholt werden und wer nicht mehr laufen konnte, hatte eben Pech. Nur die Rechnung wurde gebracht und wehe es wurde nicht bezahlt.
Es ging ziemlich friedlich zu. Auch wenn einige schon etwas tief ins Glas oder gar in der Flasche geschaut hatten.
Aber der Frieden wurde gestört. Ein paar halbstarke betraten die Bar.
Deren Blicke sprachen Bände. "Wenn ihr Krawall macht, steche ich euch die Augen aus und von euren Eiern könnt ihr euch dann auch verabschieden."
Sprach einer der drei Bardamen.
"Von euch Gören lasse ich mir nichts sagen."
Damit nahm nun alles seinen lauf. Der erste Trinker fühlte sich gestört. "Verpisst euch." Kam es von ihm. Natürlich ließen sich die Männer nichts gefallen.
Da ging es schon los. Der Stuhl flog durch die Bar. Ein paar Gläser wurden dabei umgeworfen und fertig war der Hexenkessel.
"Sollen wir wetten, wer als letztes noch von den Steht?"
Die Frauen kannten das Problem. Jede dritte Nacht kam es dazu. Eine Schlägerei vom feinsten. Bei der letzten mussten die Frauen nicht nur die Scheiße wieder herrichten, sondern durften auch ein paar Zähne aufkehren.

Constantine
05.01.2021, 12:13
https://abload.de/img/diamondavalukoy.jpg Es sollte eigentlich nur ein kurzer Abstecher in die Bar werden doch daraus wurde ein Saufgelage. Diamond hatte zusammen mit vier weiteren ihrer Männer am hinteren Ende des Lokals Platz genommen. Jener Frieden hielt jedoch nicht lange, als drei halbstarke Schwachköpfe hereinplatzten. Es folgte ein kleines Wortgefecht mit einem Betrunkenem da flogen auch schon erste Einrichtungsgegenstände durch die Luft.

Eine Schlägerei entfachte. In aller Ruhe trank Diamond von ihrem Glas als jenes jedoch plötzlich in ihrer Hand zersprang, übergoss die kristallklare Flüssigkeit den Tisch und tropfte ihre Hose voll.

Das Getümmel wurde lauter, ein Gast landete mit blutender Nase auf ihren Tisch, jetzt hatte sie endgültig genug. Die vier Männer welche alle samt die Körpergröße eines Kleiderschrankes besaßen, versuchten noch auf ihren Boss einzureden. Diamond schritt auf jene Raufbolde zu, die für diese missliche Lage verantwortlich waren, als ein Schuss durch das ganze Gepolter zu hören war, wurde es schlagartig still. Der Qualm drang aus dem Lauf ihrer goldenen Desert Eagel und zielte genau an die Stirn des Opfers, dass sich schmerzverzerrt seine rechte Schulter hielt.

Ihr kalter Blick sprach Bände. Bevor sie jedoch den Finger um den Abzug legte, stand einer ihrer Männer - komplett in schwarz gekleidet neben ihr und flüsterte etwas in ihr Ohr. Ein kaum hörbares Säufzen entwich ihrem Munde und so wurde die Waffe gesichert verstaut. Ihr Haupt drehte sich einmal an die geschockte Zuschauerschaft, „dieses Lokal ist ab sofort Eigentum der Golden Deers und steht unter unserem Schutz“, Flüstern war zuhören. Ihr Blick wanderte nun zu den Bardamen, „ein Bote wird die nächsten Stunde mit dem Kaufvertrag kommen und euch ein Angebot machen... ihr könnt hier ruhig weiter arbeiten keine Angst“. Nun blieb ihr Blick bei den Drei Randalierern haften, „nehmt die Störenfriede mit im Kofferaum ist genug Platz“, man hörte nur noch ein angsterfülltes Flehen kurze Hand wurden die Männer aus der Bar geworfen. Diamond sah in die verdutze Menge, „was ist, trinken wir oder was seid ihr für pussys?“, Gejubel war die Antwort.

Während sich die übrigen Männer über den Alkohol hermachten, schlenderte Diamond zu einen der drei Bardamen herüber, legte einen kleinen Beutel mit Dollarscheinen auf den Thresen und schob zwei weitere Scheine der Bediensteten zwischen ihre Brüste, „gibt es hier ein stilles Plätzchen wo wir uns Vergnügen können?“, fragte Diamond wobei es schon fast nach einem Befehlston klang.

Die junge Frau führte ihren Gast eine Treppe hinauf woraufhin die saufenden Gäste jubelten und sich an Diamonds Einladung hermachten alles von der Karte zu saufen, was das Lokal zu bieten hatte.

Gosti
09.01.2021, 12:43
https://i.imgur.com/XM4BRQI.pngZuhause war es doch immer am schönsten. Auch wenn Juri nie wirklich das Bedürfnis hatte lange an einem Ort zu bleiben, so war es nicht diese Unterkunft, diese Wohnung die in manchen Teilen mehr einem Waffenlager ähnelte, was sie als Zuhause ansah, sondern die Person die hier war zu der sie immer zurück kehren wollte. Seit dem Vorfall damals, seit sie aus dem Koma erwachte, hatte sie ja keine Erinnerungen an das was zuvor passierte, keine Namen von alten Freunden oder Bilder ihrer Gesichter waren ihr geblieben, doch bei Yumiko hatte sie einfach immer das Gefühl dass sie zu ihr gehört, selbst bevor sie sich wieder neu kennen lernen mussten, und an diesem Gefühl hat sich bis jetzt nichts geändert, auch wenn die zwei doch irgendwie Grundverschieden sind.
Sofort nahm sie ihre Freundin und Partnerin in den Arm, gefolgt von einem langen, sinnlichen Kuss bevor sie ihren Kopf auf ihre Schulter legte. Ein klein bisschen war ihre Nervösität immer noch anzuerkennen, da ihr diese Begegnung von vorhin einfach nicht aus dem Kopf gehen konnte.

"Du kennst mich doch... Ich finde es gut dass die Leute sich eher für so etwas vereinen als gegenseitig Bandenkriege zu führen... Und... Bei so vielen Leuten auf kleinem Raum, da sind so viele Diebe unterwegs dass es nicht mal auffällt wenn ein paar von denen weniger mit nach Hause mitnehmen als sie glaubten erbeutet zu haben^^" erklärte sie mit leicht überheblicher Zufriedenheit und stecke Yumiko auffällig ein paar Scheine in die Tasche. Dass sie nach wie vor Leute abzog hielt sie ja nicht vor ihr geheim. Um genau zu sein versuchte sie überhaupt keine Geheimnisse vor ihr zu haben und sagte ihr auch alles, mit Ausname eben dass ihre Fähigkeiten zurückgekommen waren, und stärker denn je wurden, und halt dass sie das nutzte um beim "Glücksspiel" heftig abzusahnen.
"Oh, du hast gekocht? Soll ich dann noch Pizza bestellen damit wir auch etwas essbares haben?" Ein Scherz nachdem sie sich von ihr löste, sie genoss es des öfteren Yumiko auf diese Weise etwas zu necken und zog sich endlich mal ihre Stiefel aus bevor sie sich erstmals auf die Couch fallen ließ und sich ausstreckte. "Aber gern, zu gern. Etwas geistige Ablenkung kommt mir gerade Recht."

Auren
09.01.2021, 18:18
https://abload.de/img/avayumikoneul5jvn.jpg Es wird ein Filme Abend. Dies hatten die Zwei schon lange nicht mehr gehabt.
Yumiko ging in die Küche und holte ihre gekochte Kreation. Sie hatte zwar bereits gegessen, aber Juri halt nicht.
Natürlich wurde alles schön warm gemacht ohne die Mikrowelle zu benutzen.
Danach ging es zur Couch, wo Juri schon die Filme ausgewählt hatte.
Yumiko setzte sich neben ihr. Das Abendessen wurde auf den Tisch gestellt.
"Also warst wieder bei einem Rennen dabei gewesen." Yumiko seufzte.
"Ich kann dich ja nicht überreden, aber bitte stell nicht irgendwas dummes an."
Es war keine Standpauke. Yumiko war es schon bewusst, dass Juri ihre Freiheiten brauchte. Auch wenn sie stets Sorgen um sie machte. Immerhin hatten beide Frauen vor drei Jahren einen hohen Preis für ihren Übermut bezahlen müssen. Juri verlor ihre Fähigkeiten, fast sogar ihr Leben. Yumiko wurde tödlich verletzt, schaffte es dennoch diesen Tag zu überleben. Eine Narbe ziert seit dem ihren Körper.
Eine Narbe worauf sie nicht stolz war. Immerhin hatte sie ja zum Schluss an seine Ziele geglaubt.
Sie rückte nun näher an Juri und legte ihren Kopf auf die Schulter.
"Hast was dagegen, wenn ich mich nach einer weiteren Tätigkeit umsehe? In letzter Zeit hab ich immer weniger zu tun. Den ganzen Tag zu Hause verbringen ist echt langweilig."
Ohne darauf antworten, spielte Juri schon den ersten Film ab.
Die Frage wurde nicht ignoriert, dass wusste Yumiko. Sie wurde ja beinah schon beantwortet.
Die Beiden Frauen verbrachten den ganzen Abend so miteinander, ehe sie ins Bett gingen.
Früh Morgen lag Yumiko allein im Bett.
Juri war schon fort, wie jeden Tag.



https://abload.de/img/spielleiter9qjp4.png
Einmal neue Ventile bitte...

Außenbezirk. Alte Post Station.
Ein altes und heruntergekommendes Gebäude. Für seinen eigentlichen Nutzen war es nun zu alt, vergessen und dient den Ratten als Unterschlupf. Nur waren dieser Biester nicht allein.

"Die Bullen haben es mal wieder richtig verkackt. Vielleicht sollten wir mal eines unsere Fahrzeuge ausborgen?"
"Nein, die sind ja zu dumm für einen anständigen Drift." Sprach ein junger Mann.
Ein Geräusch war zu vernehmen. Ein Fahrzeug wurde hoch gehoben.
"Was sind die Reifen schon wieder runter?"
"Na klar, nur diesmal gibt es richtig geilen Gummi."
Ein Paket wurde vorsichtig mit dem Messer geöffnet. Der Inhalt, Rennreifen, die eigentlich zu richtigen Benzin Schleudern gehörten.
Die alte Post Station, sie ist nun eine Schrauberhöhle geworden.
Dort konnten die jungen Rennfahrer und auch Hobbybastler an ihren Fahrzeugen schrauben.
Ohne das sie gestört wurden.
"Mal schauen, wann und wo das nächste Rennen stattfinden soll."
"Genau. Ich hab letztens eine krasse Braut aufgegabelt." Das Foto mit Seyrah wurde herum gereicht. Niemand erkannte sie. Dies war auch nicht weiter verwunderlich. Immerhin kamen ja regelmäßig neue Schaulustige hinzu. Daher war es den Jungs auch egal.
Sie schraubten die halbe Nacht herum.
Bis ein Abschlepper vor der Tür abbremste. Er hatte ein Fahrzeug am Harken.
Es war jenes, welches den Start nicht überstand. Die Jungs öffneten das Tor. Vorsichtig wie die Igel beim paaren, wurde das Auto in die Werkstatt geschoben.
Die junge Frau war nicht zu sehen. Wahrscheinlich würde sie morgen erst aufkreuzen.
Der Schaden wurde kurz begutachtet und dann ging es weiter.
Da und dort wurde ein oder gar die ganze Einheit getauscht, tiefer gelegt, Reifen gewechselt oder Einstellungen unternommen.

Die Königin...

So könnte man eine Operation nennen, aber man tat es nicht.
Es war acht Uhr Morgens. Douglas kam gerade erst an und wurde schon ins Büro gerufen.
Zu Herrn Cross.

"Morgen Doug. Wie ich gestern erfahren habe, wart ihr ja ziemlich erfolgreich gewesen. Ihr habt mehr als die Polizei erreicht und dies nur an einem Tag. Jetzt möchte ich, dass der Fahrer genauer überprüft wird. Dies wird Seyrah übernehmen, Ihr werdet euch nicht treffen. Es würde auffallen, wenn Seyrah dich mit dir trifft oder das Gebäude hier trifft."
Luca überreichte Doug ein weiteres Smartphone.
"Damit kannst du jederzeit Die Gespräche zwischen ihn und Seyrah mit anhören. Zudem ist ihre Nummer eingespeichert. Selbst Ortung ist möglich ohne bei der Zentrale erst anzurufen."
Der Ermittler steckte sich das Gerät in die Tasche.

Gestern Abend habe ich mit der Polizei eine lange Unterredung geführt. Einen Spitzel haben sie nicht, da nur eine Einheit an dem Fall beteiligt ist."
"Nur muss es einen Informanten geben." War Doug´s Aussage darauf. Luca war da anderer Meinung.
"Oder wir suchen den Arbitrator an der falschen Stelle. Meine Vermutung ist, dass irgendjemand die Rennen organisiert. Allein wie alle so schnell und geordnet verschwinden ist Beweis genug, sowie die Fahrzeuge. Die locker im sechsstelligen Dollar Bereich liegen."
Luca erhob sich von seinen Stuhl und zeigte Doug ein Foto.
"Vielleicht kennst du die beiden. Ich musste selber sehr tief graben. Diese Herren sind Arbitratoren und waren nach dem Odysseus Fall spurlos verschwunden. Scheinbar suchten sie nach jemanden.
Ich möchte, dass du sie triffst. Falls sie wieder dabei sind."
Luca reichte die Akten der zwei Arbitratoren Doug zu.
"Eigentlich sollten sie noch für uns Arbeiten. Befrage sie einfach. Sie hier her zu schleppen wäre keine Angemessene Art. Außerdem möchte ich sie nicht verärgern."
Damit war die Unterhaltung beendet.

Besuch...

Wie immer war Yumiko allein. Juri war schon lange auf der Jagd. Zu tun gab es nicht, mal wieder.
Ihr altes Klapphandy mit dem Anhänger von einer Beretta, welches sie von Odysseus bekam, schwieg.
"Es scheint heute wohl wieder alles glatt zu laufen."
Es war niemand da, der darauf antworten konnte. Ihr Blick schweifte dann zu einem Schrank. Dort lagerten diverse Handfeuerwaffen. Auch die, die vor drei Jahren das letzte Mal zum Einsatz kamen.
Einmal ihre Beretta und die andere eine Sonderanfertigung. Beide lagen in einer Holzschachtel.
Yumiko stand auf, nahm die Schachtel aus dem Schrank heraus und starrte auf die Waffen. Beide waren defekt.
Genau diese Waffen, waren es, die an diesem Vorfall viel ärger bereitet hatten. Für sie, für Juri und vermutlich für den Rest der Welt?
Nach kurzer Überlegung war es an der Zeit wieder aktiver zu werden. Die Hausfrau war nie wirklich etwas für sie. Außerdem tat frische Luft gut.
Klar diese besonderen Gelegenheitsjobs würde sie nicht mehr machen. Die würden nur ärger bedeuten und darauf hatte Yumiko keine Lust. Ihr Gesicht war bekannt. Bei der Polizei und bei den Bewohner der Außenbezirke.
Daher würde sie sich erst wenig umhören. Doch zuvor sollten ihre Werkzeuge wieder auf Vordermann gebracht werden. Dazu musste sie nur jemanden aufsuchen. Sie kannte allerdings nur Gerüchte von ihm.

Erneut erklang der Fahrstuhl des alten Parkhauses. War gerade erst Zehn Uhr. Da betrat eine junge Frau, welche ein weißes Kleid trug, die Werkstatt.
Sie wirkte nicht wie die üblichen Kunden des Waffenschmiedes. Nein, eher fast wie eine Sportlerin.
Die Frau legte zwei Waffen auf den Tresen.
Alles Handfeuerwaffen. Eine war sogar eine Sonderanfertigung.
Due junge Frau wartete geduldig. Starrte ab und zu auf ihr altes Klapphandy.
Dann kam er. Ketel. Er sah aus, als hätte er die ganze Nacht durchmachen müssen.
Er sah die junge Frau an. Sie wiederum ihn und begann zu reden.
"Die Beretta, bitte reinigen und zweihundert Schuss von den Gummigeschossen mit passenden Magazin für die Waffe. Ähm die zweite ist eine Sonderanfertigung vom Alten der seinen Stand am Markt hatte. Sie ist leider defekt und ich weiß nicht warum. Sie war mal dazu gedacht, kugelsichere Westen zu durch löchern, aber naja, ich kam nicht dazu dies zu testen. Außerdem ist sie auch Vollautomatisch. Nur habe ich keine Magazine mehr, sowie Munition."
Ketel nahm die Waffe in die Hand, die aussah, wie eine gewöhnliche Beretta. Er versuchte sie durch zu laden, aber da hing schon die gesamte Mechanik.
Am Griff selbst war der Name Noella eingeritzt. Nicht ganz sauber, aber es hatte etwas.
"Bevor ich es vergesse. Ich brauche auch für diese Waffe Gummigeschosse und halt die normalen dafür. Nur weiß ich leider nicht, wie sie hergestellt wurden. Die letzte hab ich vor drei Jahren verschossen."
So sahen die Waffen auch aus. Zwar wurden sie gepflegt, aber im Grunde waren beide Waffen am Ende.

Erwischt???

Der Morgen brach an. Auch für alle Bösewichter aller Art. Diomand lag noch immer im Zimmer mit ihrer nächtlichen Bekanntschaft. Einer ihrer Männer rannte die Treppe hinauf, schubste dabei einer der Bardamen aus dem Weg. Öffnete rasch die Tür und erblickte die zwei nackten Frauen deren Körper nur zum Teil mit einer Decke bedeckt war.
"Boss. Jemand ist letzte Nacht gegen dein neues Auto gekracht und es sieht wirklich nicht gut aus." Er steckte eh nun tief in der Scheiße, also konnte er gleich die schlechte Nachricht heraus posaunen.
"Es war eines dieser Rennfahrer. Sein Fahrzeug steht immer noch da. Oder zumindest das was noch übrig ist."

Constantine
09.01.2021, 22:10
https://abload.de/img/diamondavalukoy.jpg Lautes Poltern raunte unangenehm in ihren Ohren, der Schädel dröhnte und allgemein hatte Diamond ein großes Verlangen nach Flüssigkeit. Nur schwerfällig öffneten ihre verschlafenen Augen. Ihr Blick wanderte nach unten, wo ihre neue Bekanntschaft dicht an ihren Körper angeschmiegt lag, ehe ihr Haupt zu ihren Angestellten hoch wanderte, der sich sofort umdrehte, als ihm klar war in welcher Situation er gerade war. Nachdem Diamond angezogen und sich fertig gemacht hatte, ließ sie ihre Gespielin noch im Bett verweilen. Jetzt galt es den Schaden begutachten. Mit ihrem vier Männern in Schlepptau schritt sie auf das komplett zerstörte Fahrzeug.

Ihre Augen bebten vor Wut, kleine, rote Adern waren erkennbar. „Ich vermute mal es hat niemand etwas gesehen?“, sprach sie in die Runde und erblickte dabei einzelne Passanten, die sofort das Weite suchten.
„In Ordnung...“ entwich es ihrem Munde.

„Eigentlich wollte ich mich ja aus dieser Szene heraushalten... doch wie mir scheint, ist das Geschäft mit den rasenden Bonzenkisten durchaus lohnend“, ihre Augen wanderten das zerstörte Rennauto ab. „Dann wollen wir mal eine Suchmeldung herausgeben und uns wie gesetztestreue Bürger verhalten“, „Boss?“, sie setzte ein böses Lächeln auf. Sie streckte ihre rechte Hand aus, „ein Telefon bitte“, der Aufforderung wurde sofort Folge geleistet. Diamond drückte die Pfeiltasten des Handys nach unten bis die gewünschte Nummer angezeigt wurde.

Am anderen Ende der Leitung erklang eine männliche Stimme, die etwas entnervt klang. Vermutlich wohlweislich wer da gerade seine Zeit stahl, „hallo Mr. Cross, wir haben schon viel zu lange nichts mehr von einander gehört“. Stille. „Ich würde gerne eine Straftat aufgeben, Fahrerflucht in Verbindung mit einem Totalschaden“, sprach Diamond und wirkte dabei recht gelassen. „Wie es scheint bin ich Opfer dieser Straßenrennen geworden... du weißt ja selbst wie schwer es ist heute an fahrbaren Untersatz zu kommen“. „Um der alten Zeiten Willen, kannst du ja mal einen der Leute zu mi schicken.. die örtliche Polizei ist ganz klar überfordert und es würde mir am Herzen liegen den Unfallverursacher zu finden“, erklärte Diamond ja schon fast liebreizend. „Ich wäre auch durchaus geneigt euer Budget ein wenig... aufzubessern, wenn dieser Fall abgeschlossen ist“, weiterhin nur Stille. Nun änderte sich Diamonds Stimmlage. „Immerhin... schuldest du uns noch den einen oder anderen Gefallen mein Lieber“, „meine Männer und ich sind in der Bar des goldenen Löwen und warten auf deine Unterstützung, bis später mein Lieber“, Luca hörte nur noch ein Rauschen in der Leitung.

Diamond klappte das Telefon wieder zusammen und übergab es ihrem Angestellten. „Boss war es wirklich so klug die Bullen anzuheuern?“, Diamond lächelte, „aber natürlich.. so können wir uns in Ruhe unseren Geschäften widmen und müssen unsere Resourcen nicht verbrauchen.. sobald der Papierkram erledigt ist, werden wir erstmal den Deal heute abschließen... immerhin haben einige Geschäftsführer uns um Schutzgeld gebeten und dann suchen wir gemeinsam nach der Bande... Ich wittere ein potenzielles Geschäft“.

Ironhide
10.01.2021, 20:28
https://abload.de/img/dougava1.14tk0a.png Etwas skeptisch über Seyrahs Undercovereinsatz verließ Douglas ohne groß Worte zu verlieren wieder das Büro seines Bosses. Das Cross die Polizei selbst so schnell vom Verdacht freisprach, passte ihm nicht, aber dagegen konnte er nur wenig tun. Er würde sich weiter umhören, das sah er einfach als seine Pflicht an. Er musste aber auch zugeben, dass er nicht mal Indizien hatten um einen Spitzel bei der Polizei in Betracht zu ziehen. Wahrscheinlich war es wirklich eine Sackgasse. Er zog sich wieder einen Kaffee aus dem Automaten und ging zurück an seinen Schreibtisch. Den Becher stellte er ab, legte das Smartphone daneben, mit welchem er Kontakt zu Seyrah halten würde und setzte sich auf den Stuhl. Dann nahm er sich das Smartphone vor. Akku war voll, das würde für den Tag reichen. Es war ja eh nur für den einen Zweck da, mit seiner Kollegin kontakt zu halten. Er prüfte die Ortung, noch war sie zu Hause also entschloss er sich, sie kurz anzurufen. Nach kurzem klingeln ging sie ran.
„Morgen.“
„Morgen Doug.“, gähnte Seyrah ihm entgegen. Sie nutze wohl die gewonnen Freizeit vom Büro, um auszuschlafen. Immerhin konnte sie eh nichts anderes machen. Der Wortwechsel der beiden drehte sich nur um den Fall. Es wurde noch ein paar Infos ausgetauscht, Notfallstrategien und Treffpunkte besprochen. Immerhin war Douglas jetzt der einzige Kontakt für Seyrah innerhalb der Behörde, abgesehen von den üblichen Notrufkanälen.

„Cross hat mir ein paar Namen genannt. Tegan Ryuken Takahiro und Shinru Ryusai. Beide sollen Arbitratoren sein. Sagen dir die Namen etwas?“
Dabei blickte er auf das Foto was Cross ihm gegeben hatte und meinte die beiden kurz gestern gesehen zu haben, bei dem Rennen. Einer von ihnen war offenbar der Besitzer des Hundes. Sicher war er sich aber nicht mehr so richtig, da doch einige Menschen zwischen ihnen standen.
„Die Namen habe ich schon drei Jahre nicht mehr gehört…“, vernahm Douglas am Ende der Leitung die Stimme von Seyrah und merkte anhand der Stimmlage, dass es in ihrem Kopf ratterte.
„Du kennst sie also?“
„Ja, flüchtig. Hatte mit ihnen zu tun, aber eher wenig Kontakt. So gut war das Verhältnis zu beiden nicht, als dass sie mehr als Kollegen waren… Dachte die wären tot.“
„Wenns nach Cross geht, leben die wohl noch. Er war sich da sehr sicher. Und lass mich raten, mehr kannst und darfst du mir nicht sagen, oder?“
„Du kennst die Antwort.“, seufzte Seyrah. Ja die Antwort kannte Douglas zu gut. Alles was auch nur im Entferntesten mit dem Fall Odysseus zu tun hatte, blieb ihm weiter verschlossen. Auch sie erzählte ihm nicht viel, nur das was er eh schon wusste. Douglas frustrierte das oft genug, denn noch immer hatte er keine Antworten auf das wie und warum und wer genau für den Tod seiner Lieben verantwortlich war. Kurz darauf war das Gespräch dann auch beendet und Douglas widmete sich der Akte von Tegan und Shinru zu.

Viele geschwärzte Passage, teils waren ganze Absätze einfach nur schwarze Blöcke. Es gab nicht wirklich viel, was er den Akten entnehmen konnten, außer ein paar persönliche Sachen. Ansatzpunkte, die man vielleicht verfolgen konnte. Bei Tegan war da aber nicht viel zu holen, denn offensichtlich waren alle aus der Familie und Verwandte bereits tot. Es gab also niemanden, denn er hätte befragen können, ob der junge Mann überhaupt noch lebt. Die Adresse brachte ihm eh nichts, das wusste er bereits. Alle Wohnungen waren schon vor Jahren geräumt und neu Vermietet worden. Bei dem was er in den Akten so fand, war Douglas eh nicht erpicht darauf, den Mann kennen zu lernen. Der Umgang mit dem würde sich als eher schwierig gestalten, bei dem was er so laß.
Bei seinem Arbeitskollegen Shinru sah das schon etwas besser aus. Die Eltern lebten, 3 Geschwister die alle wohlauf waren. Eine kleine Schwester die 10 Jahre alt ist und zwie Brüder die studierten, aber niemand war in irgendeiner Weise begabt. Das traf wohl nur auf Shinru selbst und seinen bereits verstorbenen Großvater zu. Es war nicht viel, aber damit ließ sich was anfangen. Offenbar besaß die Familie ein ordentliches Anwesen mitten in High City und Douglas beschloss kurzerhand dort hin zu fahren um sich ein wenig umzuhören. Er rechnete nicht damit, den Gesuchten dort zu finden, aber man wusste ja nie. Auch war ja erstmal zu klären, ob Shinru überhaupt noch lebte, denn auch wenn bei ihm in der Akte stand, dass er den Dienst erst nach dem Fall Odysseus quittiert hatte – genau wie bei Tegan, konnte es ja durchaus sein, dass beide bereits tot waren. Immerhin herrschte so viel Chaos, das man das bei niemanden mit Sicherheit sagen konnte. Und da Douglas sich halt nicht sicher war, ob er die beiden wirklich bei dem Rennen gesehen hatte, musste er halt erstmal Fakten schaffen. Zwar schien sich Cross sehr sicher zu sein, aber Douglas brauchte Fakten, denn nur das zählte in dem Fall. Wie in jedem Fall.
Ein Besuch bei den Eltern von Shinru war also seine erste Station auf der Suche nach den beiden. Vielleicht hatten sie ja noch Kontakt.

Etwas später.
Die Frau, die ihm die Tür geöffnet hatte stellte sich nur wenige Augenblicke später als die Mutter von Shinru raus und bat Douglas an, reinzukommen. Nur sie, ihre kleine Tochter und ihr Mann waren zu Hause, die beiden Brüder von Shinru waren in der Uni und würden wohl auch eher spät am Abend wieder zu Haus sein.
„Sie suchen nach meinem Sohn, nehm ich mal an?“, kam die Frage von Shinru’s Vater, nachdem seine Frau ihn vorgestellt hatte. Zuvor hatten sie noch ihre Tochter in ihr Zimmer geschickt, um dort zu spielen, nachdem sich selbige davon vergewisserte hatte, das der fremde Mann langweilig für sie war. Ausserdem wollten sie nicht, das ihre Tochter sich verplapperte, wie sich Douglas später selbst zusammenreimen würde.
„Allerdings. Wir haben erfahren, dass er in der Stadt sein soll.“, gab Douglas an, was man bestenfalls als schwammig bezeichnen könnte. Immerhin hatte Douglas ihn gesehen, zumindest vermutete er das.
„Wir haben jetzt schon länger nichts mehr von ihm gehört. Hier ist er jedenfalls nicht.“ Die Aussage war ebenso schwammig, das erkannte Douglas sofort. Wenn der Junge tot wäre, hätte sie ihn das sofort wissen lassen, aber scheinbar war er doch am Leben. „Worum geht es denn überhaupt?“
„Mein Chef denkt, dass uns ihr Sohn behilflich sein könnte.“
„In welcher Angelegenheit denn?“ Douglas wollte nicht zu viel Preisgeben
„Ich hätte da ein paar Fragen an ihn über seinen ehemaligen Arbeitskollegen. Wissen sie wo ich ihn finden kann?“
„Leider nein.“, war die prompte Antwort und so ging das Gespräch eine Weile weiter. Wirklich viel erfuhr Douglas nicht. Auch über das Wirken der Beiden im Fall Odysseus erfuhr er nichts was er nicht schon wusste. Er spürte das sie ihm nicht wirklich trauten und das konnte er verstehen. Wenn es nach ihm ginge, war es auch kein gutes Zeichen, das Shinru und sein alter Arbeitskollege Tegan sich den Behörden so lange entzogen hatten. Es muss dafür Gründe geben und die wollte Douglas wissen. Hier erfuhr er aber nichts weswegen er sich nach dem stellen aller seiner Fragen wieder verabschiedete. Er ließ noch seine Visitenkarte da, für den Fall das sie noch etwas zu sagen hatten oder Shinru auftauchen würde.
Die Fahndung nach beiden lief ja eh schon seit Jahren und wurde schon gar nicht mehr beachtet. Douglas hatte beschlossen das zu ändern und ein wenig öffentlichen Druck zu machen. Einen generellen Aufruf in der Öffentlichkeit über alle noch flüchtigen Arbitratoren beachtete zwar kaum mehr einer, aber vielleicht würde es einen oder gar beiden ein wenig Unbehagen bereiten und herauslocken. Wer wusste das schon. Auch überlegte er, ob er das haus überwachen lassen sollte, nur für den Fall, das Shinru doch hier auftauchen sollte. Nun wollte er zur Uni fahren um mit den Brüdern zu reden, immerhin wusste er ja nun von Bildern in der Wohnung, wie die aussahen und die Namen hatte er auch. Es würde gut dreißig Minuten brauchen bis er dort sein würde.

hakuryu
11.01.2021, 02:41
https://abload.de/img/teganava1.1h2j0q.jpg (https://abload.de/image.php?img=teganava1.1h2j0q.jpg) Der Abend vor dem Kamin war angenehm und wurde dann doch ein wenig länger als sie eigentlich geplant hatten. Tegan schlief in einem weichen Bett und befand sich noch tief im Reich der Träume. Das Brummen des Handys bekam er so gar nicht mit. Anders jedoch der kleine blaue Drache. Unschlüssig sah er zwischen dem Smartphone und seinem Herrchen hin und her. Als sich dieser nicht rührte, trat ein schelmisches Glitzern in die Augen des Kleinen. Leise erhob er sich bis an die Zimmerdecke, taxierte kurz seine Position und ließ sich einfach auf die Brust von Tegan fallen. Pfeifend entwich die Luft und schlagartig war der Schwarzhaarige wach. Ryu wurde mit einem derben Fluch von seiner Brust gewischt. Verdammt! Sag mal, hast du nen Schuß??? Hustend massierte er sich den schmerzenden Brustkorb. Ryu hingegen wäre fast an die gegenüberliegende Wand gekracht. Netterweise hatte der aber Flügel und flatterte jetzt knapp außerhalb der Reichweite vor seinem Herrn. Ich krieg dich noch. Mist, schlafen kann ich vergessen.
Tegan schaute auf den Funkwecker und hätte Ryu am liebsten gegen die Wand gepfeffert. Es war gerade einmal sechs Uhr morgens. Das ist jetzt nicht wirklich sein ernst. Irgendwas stimmt ganz und gar nicht mit ihm. Nachdenklich schaute er den Taschendrachen an. Der hatte nichts besseres zu tun als das Smartphone durch die Gegend zu schleppen. Mit einem beleidigt anmutenden Blick ließ er das Gerät auf die Decke fallen, immer noch außerhalb der Griffweite von Tegan.
Ein kleines rot blinkendes Licht zeigte eine Nachricht an. Eigentlich wollte er nicht schon so zeitig Mails checken. Aber er war wach und bezweifelte das der Drache ihn wieder schlaffen lassen würde. Mit einem resignierten seufzen rief er seine Mails auf. Schlagartig war auch der Rest seiner Müdigkeit verflogen.
Die einzige Mail kam von einer unbekannten Adresse und hatte auch keinen Betreff. Nur der Inhalt verriet ihm von wem diese kam.
Ihr wurdet entdeckt. Dies war zwar nicht beabsichtigt, aber man wird euch nichts tun.
Den nächsten Treffpunkt für ein Ereignis, dem bekannten Gesicht und einem Neuen, werdet ihr später erfahren.
Diesmal müsst ihr es finden.
Dazu gab es noch ein Bild im Anhang. Dies zeigte Shinru wie er Juri gegenüberstand und sich mit ihr unterhielt. Es sah fast so aus als würden die beiden flirten. Selbst der Hund war mit auf dem Bild zu sehen. Nichts wies darauf hin das es sich hierbei um eine Geistererscheinung handelte.
Wichtig war aber eher das sich Tegan nicht erklären konnte das sie die Drohnen nicht bemerkt haben sollten. Sie hatten es drei Jahre geschafft nicht von der Polizei oder der Arbitratorenabteilung gefunden zu werden. Offensichtlich war die Schonzeit vorbei. Tegan war klar das die Polizei die Bilder durch ein Gesichtserkennungsprogramm gejagd hatten. Auch wenn er damals gekündigt hatte, war er immer noch ein registrierter Arbitrator und damit im System gespeichert. Ihm war nicht entgangen das immer noch nach ehemaligen Psycorps-Mitarbeitern gesucht wurde.
Geh mal Shinru wecken. Das müssen wir besprechen und überlegen was wir jetzt machen. Wehe du hopst auf ihm rum!




https://abload.de/img/shinruava1.1ujk8y.jpg (https://abload.de/image.php?img=shinruava1.1ujk8y.jpg) Ein stupsen und betapsen weckte den Telepathen. Verschlafen drehte er sich noch mal um und zog die Decke bis an die Nase hoch. Etwas versuchte daraufhin ihm diese zu klauen. Noch fünf Minuten. Ich hab frei heute. Das Gemurmel verhinderte aber nicht das die Decke weiter runter rutschte. Shinru rollte sich einfach nur weiter zusammen. Wieder ein Stubsen. Irgendwie paßte das sogar mit in seine Traum. Aufwachen war gerade keine Option.
Ryu! Wehe du läßt die Vase fallen. Nein! Nicht!
Kaltes Wasser in seinem Gesicht weckte Shinru endgültig. Tegans Ruf hatte gezeigt das was nicht stimmte und er war aus den angenemehn Träume aufgetaucht. Der kleine Drache hatte die Reichweite und Schnelligkeit unterschätzt. Anders als Tegan, der ein völliger Morgenmuffel war, ist der Telepath immer sofort da. Jetzt hatte er den Drachen am Schlafitchen und donnerte ihn gegen die Wand. Ein gequältes Keuchen kam daraufhin aus zwei Kehlen. Mach das nochmal und du kannst dein Flügel vergessen. Betreten schaute der Blaue Shinru an und hörte auch zu zappeln auf.
Könntest du den Hals bitte loslassen? Das fühlt sich nicht angenehm an. Nach einem strafenden Blick ließ er einfach los. Mit gesenkten Kopf und eingezogenem Schwanz schlich der Minidrache zu Tegan zurück und verkroch sich vorerst hinter dessen Beinen. Selbst schuld.
Hättest ihn doch aufhalten können. Wie spät ist es überhaupt?
Tegan sagte es ihm und auch warum er geweckt wurde. Da war doch gar nichts. Ne Drohne hätte ich doch mitbekommen müssen.

Selbst wenn sie damals gekündigt hatten, vor zwei Jahren war ein Schreiben an seine Eltern ergangen mit der Bitte ihn und wenn möglich Tegan zu kontaktieren. Sie sollten sich doch wieder der Firma anschließen. Immerhin waren sie wichtige Aktivposten gewesen und ihre Fähigkeiten seien nötig um alles besser wieder aufbauen zu können. Das hatte er damals nicht mit Tegan besprochen. Der Brief war einfach im Kaminfeuer verschwunden. Nach Odysseus hatte keiner der Beiden die Absicht gehabt der neuen Arbitratorenabteilung beizutreten oder auch nur behilflich zu sein.
In gewisser Weise arbeiteten sie ja immer noch für die Firma. Nur das Wie war ihnen selbst überlassen. Sie standen noch in jemandes Schuld und da fiel es den beiden leicht die Aufträge zu übernehmen. Bezahlt wurden sie obendrein auch noch und hatten eine recht hohe Sicherheitsfreigabe mit der sie ohne Fragen da hinkamen wo sie hingeschickt wurden und die Ausrüstung bekamen die dazu nötig war.

Da Jack und Tora früh zur Uni mußten traf sich die ganze Familie, bis auf Mia, beim Frühstück. Jedem war bewußt das jemand bei den Ryusais aufkreuzen würde. Schnell wurde das weitere Vorgehen besprochen. Natürlich wäre keiner der Gesuchten vor Ort und niemand wüßte wo diese zu finden waren. Tegan war da eh außen vor. An ihn war nur über Shinru ran zukommen. Wir sollten uns aber anhören worum es geht. Klar. Immerhin wollen die uns nichts Böses. Das bleibt abzuwarten. Nur hat er uns nie belogen. Vielleicht brauch er uns diesmal nicht im Geheimen. Kann sein. Jack, Tora. Was dagegen heute mal mit dem Jaguar zur Uni zu fahren?
Ein lautstarkes Jubeln schallte durchs Haus. Ich hol den Wagen. Mal schauen ob ich das mit dem Skin auch auf den Jaguar hinbekomme. Du bist echt verrückt. Ich weiß. Mit einem Grinsen im Gesicht verschwand der Schwarzhaarige.




https://abload.de/img/teganava1.1h2j0q.jpg (https://abload.de/image.php?img=teganava1.1h2j0q.jpg) Über Um- und Schleichwege erreichte Tegan die Hightechgarage wo sie ihr Auto untergebracht hatten. Um diese Zeit war schon relativ viel los auf den Straßen. Die meisten Leute mußte um acht Uhr mit der Arbeit beginnen, dadurch war es im Garagenkomplex eher ruhig. Tegan überprüfte erst Öl- und Benzinstand, Reifendruck und Batterie bevor er den Jaguar startete. Mit einem tiefen Durchatmen erschuf er den Skin einer Limousine und fuhr so unerkannt zum Awesen der Ryusais. Dort übergab er Shinru grinsend den Schlüssel. Ich werde mal schauen ob Ayano zu hause ist. Sie hat heute frei und ich wollte sie eh besuchen. Bestell ihr schöne Grüße. Wie lange seit ihr jetzt schon zusammen? Seit nicht ganz zwei Jahren. Hätte nicht gedacht das aus euch beiden mal was wird. Ich ja auch nicht. Gib Bescheid wenn du was rausbekommst.

Seinen schwarzen Kaputzenpulli tief in die Stirn ziehend, machte sich Tegan auf den Weg zu Ayano. Vor etwas mehr als drei Jahren hatten er und Shinru sie vor einer Gruppe von Rowdies gerettet. Sie hatten sie nach hause gebracht und später in Aikido unterwiesen. Sie hatte schnell gelernt und bereits ihre erste Danprüfung bestanden. Ihrem damaligen Freund hatte es nicht gefallen das er Ayano Unterricht gab. Der Mann wurde gemein und begann die junge Frau zu schikanieren. Das Ergebnis waren Bißspuren in der Hand des Kerls nach dem er diese der Frau gegenüber erhoben hatte. Tegan sorgte für eine neue Bleibe und hatte sie weiter unterrichtet. Das tat er immer noch. Nur war es mitlerweile eine ganze Frauen- und Kindergruppe. Den Ort gab er immer per SMS bekannt.
Nachdem seine Großeltern verstorben waren, hatte sich die Beziehung zu Ayano intensiviert. Lange hatte es nicht gedauert und die beiden waren zusammen. Tegan wußte das sich Shinru darüber freute das er jetzt auch jemand anderen außer ihn hatte dem er sich anvertrauen konnte.
In einer kleinen Bäckerei besorge er noch schnell ein paar Brötchen, ihm war egal das er bereits gegessen hatte. Geisterscheinungen zehrten an der Substanz. Das bekam er über Kalorien wieder rein. Er konnte quasi essen ohne dick zu werden.
Am privaten Wohnhaus von Ayano angekommen, verschwand Ryu einfach durch die Wand. Tegan wußte nun das er richtig gelegen hatte das sie ausschlafen würde. Der Taschendrache ließ sein Herrchen in die Wohnung und schweigend bereitete er das Frühstück vor. Nach einiger Zeit, als Kaffeeduft durch die Küche zog, tappste Aynao leicht verschlafen, aber mit einem glücklichen Grinsen im Gesicht, in die Küche und umarmte Tegan ganz fest. Der junge Mann erwiederte die Begrüßung. Sie aßen entspannt und er erläuterte kurz was seit ihrem letztem Treffen geschehen war.




https://abload.de/img/shinruava1.1ujk8y.jpg (https://abload.de/image.php?img=shinruava1.1ujk8y.jpg) Von wegen direkt zur Uni. Die Jungs hatten viel zu viel Spaß mit dem Jaguar durch die Gegend zu cruisen. Da beide Studenten gute Noten vorweisen konnten, sah Shinru einmal darüber hinweg das sie die ersten Vorlesungen verpaßten. Der Morgen war schön, wenn auch etwas kühl. Das Verdeck blieb trotzdem offen. So ernteten sie auch noch mehr bewundernde Blicke. Tora wollte schon einen auf Queen von England machen. Untersteh dich und bleib sitzen. Die Bullen müssen mich jetzt nicht unbedingt anhalten. Hast ja recht, aber es macht einfach zu viel Spaß. Grinsend ließ er sich auf den Sitz zurück plumsen. Landete dabei halb auf dem Schoß von Jack der sich umgehend beschwerte. Tut mir ja leid das es sich nur um einen Zweisitzer handelt. Seit froh das die Bank durchgängig ist. In Shinrus Tasche kingelte sein Handy. Vorbildlich verließ er erst die Fahrbahn bevor er ranging. So alt wie das Auto war hatte es natürlich keine Freisprecheinrichtung.
Hi Mum, was ist los? Hier war gerade ein Mitarbeiter des Arbitratorenbüros und hat nach dir gefragt. Das ging ja verdammt schnell, dachte die brauchen länger. Nur einer? Er hatte mit mehreren Leuten gerechnet und irgendwie ein Szenario mit ner Suchmanschaft im Kopf. War zwar ein wenig überspitzt, aber gleich nach ihrer Kündigung wurden so flüchtige Arbitratoren wirklich gesucht. Ja, nur einer. Wollte wissen wo du und Tegan stecken und was zu eurem Ausstieg geführt hat. Ein großer schlanker, trainierter Mann. Ich denke Anfang 40, Dreitagebart, braune Haare die hinten bis knapp auf die Schultern. Trug nen Kurzmantel. Fast schwarze Augen die nicht ganz zur Haarfarbe passen. Sagt dir das was? Nein, eigentlich nicht. Zumindest paßt das auf keinen meiner alten Kollegen. Danke für die Info. Werde Tegan auch noch fragen ob ihm mal sojemand aufgefallen ist. Hab dich lieb Mama. Ich dich auch. Laß dich nicht fangen.
Mit einem Lächeln im Gesicht legte der Telepath auf, schickte eine Info an Tegan und brachte seine Brüder zur Uni. Parken tat er einfach auf dem Stellplatz des leitenden Direx. Los Jungs. Und hör auf zu sabbern Tora, den Wagen bekommst du nicht. Dafür ist das Auto viel zu schade. Den lachenden Kommentar von Jack überhörte Tora geflissentlich. Hackte sich bei seinen beiden Brüdern unter und schleifte sie halb mit in die Lobby.
Eine Augenweide waren die drei blonden Jungs. Wie es auch bei Gold Abstufungen gab, so unterschieden sich auch die Brüder. Jack war etwas größer als Shinru und fast weiß, Tora hingegen hatte einen deutlichen Rotstich in seinen Haaren und war nur zwei Finger kleiner als der goldblonde junge Mann. Shinru hatte nie verstanden warum seine Brüder auf lange Haare standen. Netterweise kleidete es die beiden auch noch. Lachend verabschiedete er sich und schlenderte langsam zurück. Am schwarzen Brett hielt er neugierig an und studierte die Anfragen der verschiedenen Clubs. Fußball, Volleyball, Schwimmen, Karate, Judo, sogar Gartenarbeit und Kochen gab es. Der Campus war groß und hatte viele Studenten. Alle waren gedanklich meist bei den Vorlesungen und den Clubaktivitäten. Oder eben bei dem Freund oder Freundin. Shinru beachtete die durchziehenden Gedanken nicht. Ließ sie fließen wie Wasser in einem Bach. Nur die Namen seiner Brüder ließen ihn sich fokussieren. Die Stimme war älter und suchte die Hörsäle. Das war eindeutig nicht einer der Professoren. Das machte den Telepathen hellhörig. Vorsichtig sondierte er die Gedanken und fand Fragen die ihn und auch Tegan betrafen. Leicht alarmiert suchte er die Person die zu diesen Gedanken gehört. Auf der gegenüberliegenden Seite der Lobby stand ein Mann der der Beschreibung seiner Mutter entsprach.

Survivor
13.01.2021, 02:00
https://abload.de/img/ketelavatar80kmi.jpg (https://abload.de/image.php?img=ketelavatar80kmi.jpg)
Ketel stand gerade an seiner Werkbank, als er hörte, wie der Fahrstuhl sich wieder einmal in Bewegung setzte. Ein wenig wunderte er sich, denn es war zu früh für den Klienten mit dem Eilauftrag. Der gute Mann hatte nicht so gewirkt als hätte er es so eilig. Er legte die neugefertigten Teile des Verschlusses beiseite und wischte sich die Hände an einem Lappen ab den er mit nach vorn zum Tresen nahm.
Als er nach vorn in den Bereich mit dem Tresen kam, hatte sich seine Vermutung bestätigt, es war nicht der mürrische Kerl, sondern...eine Frau? Ketel blieb kurz am Tresen stehen und musste sich die Augen reiben. Vielleicht war er auch einfach schon zu lange wach....2 Tage zehren halt doch etwas. Er dachte sich
"Nicht dass Ihr jetzt denkt ich hätte noch nie ne Frau gesehen oder so, aber eine in einem weißen Sommerkleid? Hier unten? Bei meiner Berufung? Kommt schon, ich bitte euch..."
Ketel wartete kurz bis seine Augen sich vom reiben erholt hatten, doch da legte die junge Frau auch schon los.
Sie sprach kurz über die Waffen, woraufhin Ketel die erste Waffen ignorierte und sich gleich der zweiten zu wandte.

Er musterte noch einmal die junge Frau vor ihm. An und für sich machte sie nicht den Eindruck, als gehörte sie zu Ketels sonstigem Klientel. Dass sie Ihn denoch gefunden hatte, sprach für gewisse Bekanntschaften und Kontakte. Den Alten vom Markt kannte Ketel, wenn auch nicht privat, so doch aber als zuverlässigen Handwerker. Dass er eine Waffe bauen würde, die derartige Fähigkeiten haben soll, denoch aber kaputt ging, konnte Ketel sich nicht wirklich erklären. Er betrachtete die Waffen, drehte sie in seinen Händen, so dass er jedes ihrer Details sah.
"Also..." die normale Baretta zerfiel plötzlich in ihre Einzelteile"...sie zu reinigen und wieder in Schuss zubringen..." die Bestandteile landeten in Reih und Glied auf dem Tresen "...ist kein Problem. Zumindest nicht diese. Diese spezielle hier, nun..."
Vorsichtig hielt Ketel die Waffe mit beiden Händen fest und bewegte minimal immer wieder den Verschluss. Plötzlich hörte man ein leichtes klicken, woraufhin Ketel den oberen Verschlussteil, von Griffstück trennte.
"Nun die muss erst mal entladen und untersucht werden..."
Er stellte der jungen Frau eine Patrone auf den Tresen und zerlegte den Rest auch in die einzelnen Bestandteile.
"Ich vermute eines der kleineren Teile ist zerbrochen und hat den Rest blockiert.
Kommen wir noch zu der angesprochenen Munition. Ähm...Gummigeschosse, dass ist ja nun nicht gerade die Munition die ich bei diesen beiden Waffen erwartet hätte. Zumal auch ihre normale Munition hier..." er deutete auf die zerkratzte Patrone "...nicht wirklich normal ist. Sie ist vergleichsweise fiel zu schwer für eine 9mm. Ich denke dass dieser Umstand auch zum Zustand der Waffe führte. Dass sie automatisch schießen kann ist ok, nicht üblich, aber ok...panzerbrechend oder beschusshemmende Westen überwindend, ist sie nur wegen dieser Munition." Ketel musste sich kurz die Schläfe massieren.
"Sie dahin gehend zu verbessern sollte auch machbar sein, ich kann ihnen aber nicht sagen wie lange dass dauert. Die andere können sie sich in ein bis zwei Stunden abholen." Ketel blickte die Frau kurz in die Augen.
"Munition an sich, also tödlich wie auch die nicht tödliche, bekommen sie an der Oberfläche eher als bei mir, ich reinige und repariere Waffen, stelle vielleicht auch Munition her, doch nicht um diese zu verkaufen. Ich hätte dann keine ruhige Minute mehr hier unten und ich lebe schließlich nicht umsonst so abgeschieden. So...wie gesagt, die normale hier, in ein bis zwei Stunden, die spezielle...keine Ahnung."
Damit schwieg er wieder.

Auren
13.01.2021, 10:48
https://abload.de/img/spielleiter9qjp4.png
Unterwegs...

Luca legte den Hörer auf. Seine Laune war nun nicht die Beste.
"Dieses Miststück. Sie führt doch irgendetwas im Schilde."
Die Adresse kannte er ja. Es war die übliche Kneipe im Außenbezirk. Er nahm seine Jacke, zog diese sich über und verließ sein Büro. Ein seltener Anblick für seine Kollegen.
"Ich bin in ein oder zwei Stunden wieder hier." Meldete er sich ab.
Dann ging es runter, zur Tiefgarage. Zu seinem Sportwagen.
Er stieg ein, startete den Motor und fuhr los zur besagten Bar.

Keine vierzig Minuten Später war er an seinem Ziel. Beim verlassen seines Fahrzeuges sah er bereits das Dilemma. Ein Seufzen war von ihm zu vernehmen als er die Bar betrat und schon am Eingang konnte er ihre Stimme deutlich wahrnehmen.
Luca ging zu ihr. Er setzte sich nicht.
"Sag bloß du hast nur wegen deinem Schrotthaufen da draußen angefangen zu heulen? Also wirklich. Früher hättest du das ganze Viertel hier auf den Kopf gestellt."




https://abload.de/img/avayumikoneul5jvn.jpg
"Beide Waffen mussten so einiges durchmachen." Antwortet Yumiko darauf.
"Auch wenn ich sie stets reinige und Pflege." Ihr Blick huschte kurz über die Einzelteile ihrer zwei Handfeuerwaffen, dann wandte sie sich ihrem Gegenüber wieder zu.
"Zwei Stunden? Das ist in Ordnung. Die Andere ist nicht so eilig. Hauptsache sie wird wieder."
Sie holte ihr altes Handy hervor, starrte kurz auf dessen Uhr.
"Gegen dreizehn Uhr würde ich vorbei kommen." Das alte Stück Technik wurde wieder eingesteckt. "Die Bezahlung? Darüber sollten wir noch sprechen."





https://abload.de/img/yuma22ava1.1ajjb0.jpg
Wie jeden Tag war Yuma früh auf den Beinen. Nur diesmal ohne ihre Kinder. Sie waren bei ihren Ziehvater, wenn man es so nennen möchte. Er wollte mal beide sehen. Selbst sein Sohn, der nur ein Jahr älter war als ihre Große.
Als sie ihn und seine Familie traf, gab es die übliche Begrüßung und auch die Standpauke, was er zu unterlassen hat, worauf er bei den Beiden zu achten hatte und so weiter. Das übliche halt.
Sie hingegen sollte mal Zeit für sich nehmen. Dafür bekam sie Geld und ehe Yuma überhaupt darauf reagieren konnte, wurde die Tür vor ihrer Nase zu gemacht.
Sie stand einfach nur da. Klar, sie wusste alles was sich im inneren Abspielte.

Eigentlich war es nicht ihre Art die Kinder einfach abzuschieben. Deswegen gingen sie nie in einer der vielen Betreuungsstätten in der High City. Für Yuma waren sie nicht sicher genug oder es lag eher mehr daran, dass sie Angst hatte um ihre Kinder.

Fast vor Wut kochend, verleiß sie das Grundstück. "Was denkt er sich dabei? Ich soll auch Zeit für mich haben? Dabei sind doch meine Kinder mein ein und alles." Fluchte sie laut herum.
Nur hatte er sich nun mal durch gesetzt. Ohne das Yuma etwas dagegen unternehmen konnte.
Ihr Mann darf heute Abend sicher alles ausbaden.

Constantine
13.01.2021, 17:05
https://abload.de/img/diamondavalukoy.jpg

Resignierend begutachtete Diamond ihr neu erworbenes Eigentum. Auf einem Tisch standen diverse Speisen vorbereitet, die nach und nach verkostet wurden. „Wenn dieser Laden auch nur ansatzweise Profit einbringen soll, müssen wir komplett umstrukturieren...“, ihre Augen wanderten über jeden einzelnen Teller, als plötzlich eine ihr bekannte Stimme sie ansprach.

„Ach..Herr Cross, schön das du es eingerichtet hast“, ihre Augen sahen nun die seine an. „Das mag wohl sein und, wenn ich das Viertel auseinander genommen hätte, würde das nur Unstimmigkeiten in der Bevölkerung aufkeimen lassen und uns eine Menge Geschäfte durch die Lappen gehen lassen“.

Sofort war eine der Bardamen zur Stelle an ihrem Kragen haftete eine kleine goldene Anstecknadel mit dem Symbol eines Hirsches und brachte Luca etwas trinkbares.

Diamond fuhr weiter fort, „nun mein Angebot steht noch was ich dir am Telefon unterbreitet habe“. Luca schwieg. „Diese Bande stört den Frieden in den Slums... und auch uns liegt der Frieden nun einmal sehr am Herzen, treten Unruhen in der Bevölkerung auf, ist das schlecht für unser Geschäft“. „Wie du ja weißt oder auch nicht... kontrolliert unsere Organisation bereits 40 Prozent der Slums und unser Einfluss wächst täglich.. eine ausgeglichene Balance ist wichtig, sowohl für die örtliche Polizei, Spezialabteilungen und... was unsere Branche angeht“, Diamonds Tonfall änderte sich.

„Und ich glaube kaum, das die feine Gesellschaft eine Revolte durch die Slumbewohner befürwortet... niemand möchte, dass das empfindliche Gleichgewicht gestört wird, oder?“, ihre Augen glitzerten kurz auf.

Sie lächelte liebreizend, „zurück zum wesentlichen nun... was meinen Vorschlag angeht, bin ich durchaus bereit dir und deiner Abteilung finanzielle Unterstützung zu bieten, sei es für bessere Technik, neue Stellen im Außendienst, du rufst mich an, fragst nach einer Summe und wir überweisen dir das Geld... im Gegenzug gewährst du mir gewisse Akteneinsichten... wie beispielsweise in diesem Fall mit den kriminellen Straßenrennen“. „Ich verlange ja nicht einmal dass du bei unseren Geschäften hinwegsehen sollst im Gegenteil“, ihre Männer wirkten leicht geschockt mit der Aussage doch hatten sie in der Vergangenheit gelernt, dass es egal was Diamond anstrebte immer zu einem Erfolg führte.

„Den gleichen Deal haben wir mit der örtlichen Polizei vollzogen, sie helfen uns... wir helfen ihnen, alleine sind die guten Beamten ja völlig überfordert“. „Eine win- win Situation für jeden von uns“.

„Haben wir einen Deal oder brauchst du noch Bedenkzeit, mein Lieber...“, ihre Augen ruhten auf denen von Luca.

Survivor
14.01.2021, 08:36
https://abload.de/img/ketelavatar80kmi.jpg (https://abload.de/image.php?img=ketelavatar80kmi.jpg)
Bei dem Wort Bezahlung, war es Ketel nun klar, die Junge Frau vor Ihm, kam schon mal nicht aus seinem spezielleren Klientel. Dann allerdings war es wiederum erstaunlich, dass sie Ihn gefunden hatte. Was wiederum für die vermuteten Kontakte zu traf.
"Sie wiederholen sich. Dass diese Waffen einiges durch gemacht haben, sah ich schon wo sie es dass erste mal erwähnten. Aber kommen wir zu ihrer Frage der Bezahlung. An und für sich...nun sagen wir..." Ketel blickte hinab auf die Einzelteile und schien zu überlegen.
Dann blickte er wieder auf und in die Augen seines gegenübers.
"Ich möchte eine Bezahlung, die ihrer Meinung angemessen ist, für die Reperatur..." sagte er freundlich.
"Ich weiß dass sie nicht unbedingt aus meinen Kreisen kommen, daher stelle ich sie jetzt mal auf die Probe mit diesem Test. Wie gesagt, was ist ihrer Meinung nach angemessen für die Reperatur und die herstellung dieser speziellen schwereren Munition. Weil die bekommen sie nicht da ob, die ist ein Unikat. Sie haben ja jetzt 2 Stunden Zeit sich etwas zu überlegen."
Ketel zog eine sehr alte Küchenuhr auf und stellte sie auf den Tresen.
"Viel Spaß, ich erwarte sie in zwei Stunden..."
Damit nahm er die Einzelteile, wickelte sie in den zuvor mitgebrachten Lappen und ging in die Werkstatt um anzufangen.

Auren
14.01.2021, 11:33
https://abload.de/img/spielleiter9qjp4.png

Abgeblitzt???

Luca brauchte keine zwei Sekunden für eine Antwort.
"Ich kann dir keine Akten Einsicht gewähren und bevor du dir dein Make Up versaust, solltest du wissen, dass ich meine Mitarbeiter in keiner Gefahr aussetzen möchte. Gerade wegen dir."
Er ignorierte das Getränk. Es könnte ja alles möglich drinnen sein und darauf hatte der Arbitrator überhaupt keine Lust.
"Nächste Woche können wir darüber reden. Eher nicht, wegen einer Operation die erst kürzlich zustande kam. Ich möchte sie nicht wegen dir gefährden. Von daher wirst du wohl warten müssen."








https://abload.de/img/avayumikoneul5jvn.jpg Ketel verschwand mit den Einzelteile, die einst ihre Waffen waren.
"Äh der hat doch eine Schraube locker." Dachte Yumiko sich kurz und beschloß erstmal mit dem Fahrstuhl nach oben zu fahren.
Sie brauchte ja noch Munition und die gab es nicht wie früher an jeder Ecke.
"Was hat er für ein Problem? Er weiß doch bestimmt, dass man an heutzutage schlecht dran kommt." Murmelte sie vor sich hin.
Ihr Glück wollte sie am alten Markt probieren. Vielleicht gab es dort jemanden der ihr die entsprechenden Munition verkaufen würde.
Doch nach langen suchen wurde sie nicht fündig.
Ein Grund dafür war die Polizei. Sie stand mit einem Einsatzfahrzeug und vier Beamten am Markt. Da wollte wohl niemand ein Risiko eingehen. Yumiko nervte dies. Da sie die ganze Strecke zu Fuß unterwegs war. Eine Fahrbahren Untersatz hatte sie nicht.
War zu teuer und in den Außenbezirken sollte man lieber viermal hinsehen, bevor man sich eines kauft.

Sie ging zurück zu Ketel, fuhr mit dem Fahrstuhl runter. Es war ja noch etwas Zeit, aber zu spät kommen wollte sie nicht. Während der Fahrt prüfte sie ihre Waffen. Eine USP. Sie war noch recht neu, aber nicht ungewohnt für die Schützin.
Die Waffe wurde wieder an ihrem Bein an einem Holster unter dem Kleid versteckt. Eine alte Angewohnheit die sie nicht ablegen würde.
Immerhin würde wohl kein normal sterblicher darauf kommen, dass sie eine Waffe bei sich trug.
Nun hieß es warten. Die Küchenuhr tickte in derzeit weiter. Noch hatte der Verrückte ein paar Minuten.

Ironhide
15.01.2021, 02:18
https://abload.de/img/dougava1.14tk0a.png Gemäß seinen Plan war Douglas zur Uni gefahren und machte sich nun daran, die beiden Brüder von Shinru zu suchen. Nachdem er sein Wagen in den Für Besucher markierte Fläche geparkt hatte, wunderte er sich noch anerkennend über den Wagen des Dekans, zumal es Verbrenner ja eigentlich kaum noch gab. Aber da parkte tatsächlich ein gut gepflegter alter Jaguar. Aber das war nebensächlich.
Seine erste Anlaufstelle würde die Verwaltung sein, die ihm sicher sagen könnten, was beide studierten und für welche Vorlesungen daher für sie von belang wären. Von der Lobby des Hauptgebäudes aus war es einfach den Verwaltungstrakt zu finden, er lag im ersten Obergeschoss des Hauptgebäudes. Er musste nur der Treppe nach oben folgen. Irgendwie fühlte Douglas sich beobachtet, aber das lag vielleicht auch daran, dass er sich hier so deplatziert fühlte, wie sonst nirgendwo. Er selbst hatte ja nie auch nur eine Schule von innen gesehen und wäre seine Mutter nicht gewesen, könnte er nicht mal die einfachsten Matheaufgaben lösen. Und hier war er umgeben von Menschen, die Mathe sogar studierten, oder Physik, Medizin oder was nicht noch alles studierten. Im ersten Stock waren alle Abteilungen untergebracht, die man benötigte um eine Uni am laufen zu halten. Von der Buchhaltung bis hin zur Instandhaltung hatte hier alles seine Büros. Douglas ging an etlichen Türen vorbei, bis er vor der stand, die er suchte. Studentenverwaltung. Die Tür stand ofen und so trat Douglas einfach ein. Ein Mann der in etwa in seinem Alter war, saß an seinem Schreibtischt und sortierte grad etwas in eine Akte ein, bevor er sich an Douglas wandte.
„Buongiorno signore. Wie kann ich ihnen helfen? Studieren wollen sie doch sicher nicht, oder etwa doch?“,
„Nein nein. Agent Douglas Simmons. Ich brauchte ein paar Infos von ihnen.“ Dabei hielt er seinen Dienstausweis gut sichtbar vor die Nase des Angestellten, so das dieser schnell erkannte, von welcher Behörde Douglas war.
„Das ist aber ungewöhnlich, das einer von euch hier auftaucht. Nun gut, was kann ich für sie tun?“
„Ich suche die beiden Brüder. Jack und Tora Ryusai. Ich möchte sie nochmal zu seinem alten Fall befragen.“
„Ein alter Fall? Habt ihr nicht genug Aktuelles zu tun?“, fragte der Mann abschätzig, machte sich aber daran, die gewünschten Informationen herrauszusuchen.
„Routinebefragung. Auch alte Fälle müssen wir immer mal wieder angehen.“ Das Douglas ihn im Grunde irgendein Lügenmärchen auftischte, musste den Angestellten ja nicht interessieren. Das er zwei Arbitratoren suchte, brauchte den ja nicht zu interessieren. Wenige Augenblicke später bekam Douglas die Informationen. Da er sich ja als Mitarbeiter einer Behörde ausgegeben hatte, schein es dem Angestellten auch nichts auszumachen, Douglas einfach so die gewünschten Informationen auszuhändigen.

„So Agent Simmons. Hier ist der Lehrplan für Jack und der von Tora.“ Er überreichte ihm zwei Blätter wo die Pläne für jeden einzelnen aufgelistet sind. „In der linken Spalte steht die Uhrzeit, wann die Vorlesung beginnt, in der daneben den Hörsaal, dann wer den Vortrag hält und das Themengebiet, sollte sie das überhaupt interessieren.“
„Wo und wann ist völlig ausreichend. Können sie mir noch sagen, wo ich die Räume finde?“
„Also Agent Simmons, das System ist einfach. Hörsaal 3.2.04 zum Beispiel ist Gebäude 3, zweites Stockwerk, Raum Nummer 04. Und so können sie den ganzen Plan lesen. Erste Zahl Gebäudenummer, zweite Zahl Stockwerk, dritte Zahl Raumnummer.“
Das war einfach und für Douglas ein simples, logisches System mit dem sicher niemand Probleme haben würde.
„Es gibt aber noch Zusätze. Steht hinter dem Raum ein Buchstabe, heißt das nur, das es sich um ein Labor oder eine Werkstatt oder dergleichen handelt.“
„Danke dafür. Können sie mir noch sagen, welcher Hörsaal der am nächstgelegene ist?“ Der Mann schaute kurz auf die Uhr, dann auf die beiden Zettel und tippte dann auf den von Jack.
„Hier. Der hier ist gleich im Gebäude nebenan. Hörsaal 2.1.02. Die Vorlesung sollte gleich beginnen. Da müssen sie sich aber beeilen um ihn vorher zu erwischen.“
„Danke. Schönen Tag noch.“, Douglas schnappte sich die Zettel und verschwand eilig aus dem Büro um Jack noch abpassen zu können. Das Gefühl beobachtet zu werden ließ ihn nicht los, aber das musste warten.
Kurz darauf war er auch am entsprechenden Gebäude und hatte Glück. Jack stand neben der Tür zum Hörsaal und unterheilt sich mit einigen anderen Studenten. Douglas beschloss sich in Hörweite zu begeben und Jack dann abzupassen, wenn nicht mehr so viele andere dabei waren. Er hatte ja Zeit. Er holte sein Smartphone hervor, welches er noch auf Lautlos stellte und tat so als würde er sich damit beschäftigen, während er in unmittelbare nähe zu der Gruppe aufhielt. Das Gespräch selbst war eher belanglos und für Douglas uninteressant, er wollte nur den richtigen Zeitpunkt abpassen, als aber ein Detail zur Sprache kam, was Douglas aufhorchen ließ. Inzwischen stand Jack mit einer seine Kommilitoninnen alleine da.
„Du Jack, sag mal, wer war denn der Typ da, der euch in dem geilen Schlitten gefahren hat. So einen kenn ich nur von Bildern, war n Jaguar, oder?“, wollte die junge Dame wissen und grinste ihn dabei diebisch an.
„Öhm… niemand. Nur ein alter Kumpel. Und joar, war n Jaguar.“
„Ahso? Sah dir aber sehr ähnlich.“
„Zufall.“, versuchte Jack sich raus zu reden. Er musste ja nicht jedem hier unter die Nase reiben, dass sein älterer Bruder hier war, immerhin wusste er ja, das Shinru untergetaucht war.
„Sicher? War das nicht doch dein älterer Bruder von dem du mal erzählt hast? Also wenn ja… der ist echt heiß.“
„Ähm, was?!“
„HA! Jetzt haste dich verraten, er wars, oder?“
„Ach was.“
„Komm schon, die Ähnlichkeit war ja kaum zu übersehen. Und dann fast ganz in weiß, das fällt doch auf.“, grinste das Mädchen siegessicher.
„Ja man… er wars, Julia aber sag das bitte niemanden.“
„Hehe, nur wenn du mir einen Ausgibst heute Abend.“
„Nervensäge. Okay. Aber dein Freund kann schön allein bezahlen, bin ja nicht die Wohlfahrt.“

Mehr brauchte Douglas nicht. Shinru ist hier. Oder war es zumindest und er wusste nun auch, wie er hierhergekommen war. Sofort schoss ihm wieder der Jaguar in den Kopf, den er auf dem Platz des Dekans gesehen hatte und konnte sich ein leichtes Grinsen nicht verkneifen. ‚Kleiner Bastard.‘, dachte sich Douglas, was eher anerkennend gemeint war. Shinru musste doch wissen, dass so ein Auto auffallen würde und fuhr damit seine Brüder zur Uni und blockierte obendrein den Platz das Mannes, der hier mehr oder weniger der Chef war. Das war an Dreistigkeit kaum mehr zu überbieten. Es war fast so, als wollte der Typ gefunden werden. Es dauerte nicht lange und der Parkplatz kam in Sichtweite und somit auch der Jaguar. Shinru war als noch hier. Irgendwo hier auf dem Gelände. Gut, es war groß, sehr groß und Douglas fing sofort an, seine Möglichkeiten zu überdenken. Was konnte er nun also tun? Er könnte Alarm auslösen und binnen 5 Minuten würde es hier so von Agenten aus der zentrale wimmeln. Suchtrupps mit Hunden, schwer bewaffnete Spezialeinheiten und Hubschrauber mit Wärmebildkameras würde das gebiet durchforsten, bis sie ihn gefunden hätten – oder Ergebnislos abziehen. Keine Option, viel zu viele Zivilisten und die negative Presse würde man nur Douglas um die Ohren hauen. Den Wagen verwanzen und dann verfolgen? Könnte klappen. Nur hatte Douglas keine Wanze dabei, also keine Option. Er könnte sich einfach an den Wagen stellen und seine Schachtel Kippen leeren, in der Hoffnung das Shinru nicht sofort das weite suchen würde, wenn er ihn erblickt. Nicht die beste Idee, aber immerhin eine Option. Sehr viel mehr hatte er nicht. Jack und Tora waren seine letzte Option, die könnte er immer noch befragen und so dann vielleicht das Versteck von Shirun herausbekommen, oder zumindest eine Spur. Er entscheid sich einfach beim Jaguar zu warten. Außerdem könnte er auch gleich die Kennzeichen überprüfen lassen, dann hatte er zumindest Gewissheit, wem der Wagen gehörte – ob er überhaupt jemanden gehörte.

hakuryu
16.01.2021, 18:51
https://abload.de/img/shinruava1.1ujk8y.jpg (https://abload.de/image.php?img=shinruava1.1ujk8y.jpg) Mit einem großen Abstand, aber immernoch in "Hörweite", folgte Shinru dem Mann. Durch die unterschiedlichen Vorlesungszeiten waren nicht gerade wenig Studenten auf den Gängen unterwegs und so fiel er nicht weiter auf. So bekam er mit das der Mann ein Agent der Arbitratorenabteilung war und Douglas Simmons hieß. Der Name sagte ihm gar nichts. Also eindeutig auch kein alter Kollege von früher oder ehemaliger Arbitrator von Psycorp. Da kannten sich alle untereinander. Trotzallem konnte Simmons ein Begabter sein. Die Eliten die damals ausgeschwärmt waren kannte er nicht. Möglicherweise gehörte er zu denen. Das würde auch sein Interesse an ihm und Tegan erklären.
Die Gedanken des Agenten und des Angestellten konnten unterschiedlich nicht sein. Der dunkelhaarige tischte seinem Gegenüber bestenfalls Halbwahrheiten auf. Den allerdings interessierte das überhaupt nicht. Er ärgerte sich eher über die belanglose Störung, seiner Meinung nach sollten die sich um aktuelles kümmern statt um alte Fälle. Da auch der gezeigte Ausweis offiziel aussah, und man schon echt bekloppt sein mußte gerade diesen zu fälschen, gab der Mann die gewünschten Infos raus.
Nach einer kurzen Erklärung wie die Pläne zu lesen waren machte Simmons sich auf den Weg zu Jack. Shinru folge ihm mit größerem Abstand, ihm war das Unbehagen des Agenten aufgefallen. Der Mann hat ein gutes Gespühr. Über andere Wege erreichte der Blonde den Vorlesungssaal gerade in dem Moment als Julia seinen Bruder nach ihm ausfragte. Wehe du sagst das ich das war. Nur brachte die gedankliche Warnung nichts. Die junge Frau hatte sehr gut kombiniert und durch einen geschickten Schachzug seinen Bruder ausgetrickst. Beide Männer waren baff das sie ihn selbst als heiß bezeichnete. Das er durch seinen Spleen fast ausschließlich weiß zu tragen auffiel wußte er. Nur jetzt wußte das auch der Mann das sich Shinru hier aufgehalten hatte. Mit einem kleinen mentalen Befehl schickte der Telepath die Frau in den Hörsaal.
Sag mal, bist du von allen guten Geistern verlassen??? Hättest du nicht weiter abstreiten können das ich das war? Ein Cousin hätte es auch tun können oder ein Onkel. Du bist belauscht worden. Der Kerl der zu hause aufgekreuzt ist wandert jetzt zum Auto. Wenn du dich nicht verplappert hättest, hättest du den Kerl abwimmeln können. Der stand kurz davor dich nach mir zu fragen. Und sowas studiert Medizin. Mir tun deine Patienten jetzt schon leid wenn du dich nicht an die Schweigepflicht halten kannst. Tut mir leid. Jack war zerknirscht und ihm schossen viele Gedanken was alles passieren könnte durch den Kopf. Sehr zum Verdruß von Shinru dem das Kopfschmerzen bescherte. Jetzt komm mal wieder runter. Läßt sich nu auch nicht ändern. Vielleicht hab ich ja Glück und bin schneller am Jaguar. Bis bald kleine Nervensäge und grüß Tora von mir. Wann ich mal wieder vorbeikomme weiß ich noch nicht. Jack hob grüßend die Hand als er sich in den seine Vorlesung begab.

Der Agent war schneller am Auto als er gedacht hatte. Damit fiel die Option einfach zu verschwinden weg. Wäre ja auch zu einfach gewesen. Ein Teil der Gedanken von Simmons konnte Shinru erfassen und ließ ihn humorlos lächeln. Mehrere Varianten gingen ihm durch den Kopf was er machen könnte. Nur leider war er nicht gewillt den Jaguar zurück zu lassen. Der Ermittler sah kurz auf sein Handy als er eine Nachricht erhielt. Gut das wir den Wagen auf meine Eltern umgemeldet haben. Für ihn also auch wieder eine Sackgasse. Als sich Simmons aber an den Oldtimer anlehnen wollte, trat Shinru auf den Mann zu. Durch den Versprecher seines Bruders würde dieser ja doch nicht glauben das die Familie nicht wüßte wo er steckte.
Ich wäre Ihnen sehr verbunden wenn sie sich nicht an das Fahrzeug lehnen würden. Der Jaguar befand sich zwischen den beiden Männern.




https://abload.de/img/teganava1.1h2j0q.jpg (https://abload.de/image.php?img=teganava1.1h2j0q.jpg) Tegan las die Nachricht von Shinru. Es was das eingetreten was sie schon vermutet hatten. Eine Antwort erübrigte sich da. Für ihn hieß das jetzt das er ihren Caravan mit neuen Nummernschildern und Anstrich versehen mußte.
Der kleine Taschendrache hatte sich auf dem Schoß von Ayano gemütlich zusammengerollt und ließ sich schnurrend streicheln. Interessanterweise nahm er bei ihr immer eine Form mit Fell an. Fast weiß mit blauen Streifen und gefiederten Flügeln. So sah Ryu einfach nur noch knuffig aus.
Hast du Lust und Laune ein wenig künstlerisch kreativ zu werden? Der Caravan brauch mal wieder nen neuen Anstrich. Wenn ich mich da wieder auslassen kann gern. Wie immer. Das weißt du doch. Mit einem seltenen Lächel im Gesicht, küßte er sie. Danach setzte Ayano den Drachen auf den Boden und zog sich ein paar alte Klamotten an. Sie hatte schon des öfteren den Caravan der Jungs neu gestaltet.
Gemeinsam machten sie sich auf den Weg. Da sie diesmal zu zweit waren, versah sich Tegan selbst mit einem Gesichtsskin. Vor dem Spiegel hatte er ein paar ausprobiert und sich dann für das von einem alten Kollegen entschieden. Ob dieser noch in der Stadt war wußte er nicht, bezweifelte aber das sie sich über den Weg laufen würden. Der Drache machte sich ganz klein und blieb auf Ayanos Schulter sitzen. Fast wie ein Schulterdrache aus Plüsch und fiel so nicht weiter auf.
Nach einer guten halben Stunde hatten sie das kleine Lagerhaus erreicht wo der Caravan stand. Es war alles vorhanden und so zogen sie noch ein paar Schutzanzüge und Atemmasken über nachdem sie das Fahrzeug in den Lackierbereich gefahren hatten. Routiniert wurden die Fesnster abgeklebt und dann das neue Muster aufgebracht. Der kleine Drache hatte seine eigenen Vorstellungen. Der spielte Camälion, wechselte immer wieder die Farben und Muster und war der Meinung etwas ganz tolles zu machen.

Constantine
16.01.2021, 20:08
https://abload.de/img/diamondavalukoy.jpg

Diamond hörte aufmerksam den Worten ihres Gegenübers zu. Ihr Blick änderte sich kurz, „Du brauchst dir keine Gedanken machen was die Sicherheit deiner Leute angeht.. die Slums sind gefährlich genug“. Ein leichtes Grinsen huschte über ihre Lippen. „Dann viel Erfolg bei deiner kleinen Mission... sag Bescheid, wenn du Unterstützung bei etwas brauchst“, sie winkte abschließend mit einer Hand dem Agenten entgegen. „In einer Woche führen wir unser Gespräch fort.. ich kontaktiere dich dann... dein Büro kenn ich ja noch von früher“.

Survivor
16.01.2021, 22:25
https://abload.de/img/ketelavatar80kmi.jpg (https://abload.de/image.php?img=ketelavatar80kmi.jpg)
Noch bevor die kleine Uhr durchgelaufen war, war sie auch schon wieder zurück.
Der kleine Geist.
Ketel hatte sich entschieden, sie so für sich zu nennen. Denn grundsätzlich fragte Ketel nie nach den Namen seiner Kunden. Das führt nur zu Problemen. Mit einem kleinen Karton in der Hand kam er zum Tresen und beendete dass ticken der kleinen Uhr. Er legte die groben Einzelteile der normalen
Beretta hin, wie auch die Einzelteile der modifizierten. Die Junge Frau trat hinzu
„Also...“ begann Ketel ruhig aber fachlich „Die Reinigung und Pflege ist abgeschlossen, es fehlt noch dass zusammensetzen. Warum haben ist dass noch nicht gemacht, damit sie den Unterschied der Waffen natürlich gleich hier bemerken. Setzen sie zunächst ihre normale Waffe zusammen...“
Die junge Frau schien überrascht, sie sah Ketel an, doch der schien dass ganze sehr ernst zu nehmen. „Sie können mit ihren Waffen, meiner Meinung nach, nur umgehen, wenn sie mit ihnen vertraut sind. Bei der normalen mache ich mir da gar keine Gedanken, bei der anderen jedoch...nun sie werden sehen...“ er deutete noch einmal auf die Waffen.
Wie zu erwarten war, wusste die junge Frau sehr genau wie diese Waffen zusammen gesetzt wurden. Geschickt und schnell, setzten ihre Finger die Teile der ersten Waffe zusammen. Als sie dann jedoch die andere Waffe zusammen setzte, hielt sie inne.
„Sie haben denn Unterschied schon bemerkt, sehr gut. Im Gegensatz zu vorher, ist die Feder, die den Verschluss wieder zurückführt, also das Nachladen an sich übernimmt, stärker als üblich. Sie war, neben einigen anderen Federn, gebrochen und somit ein Grund, warum die Waffe im ganzen blockierte. Machen sie weiter...“

Kurz darauf war auch diese Waffe wieder zusammen gesetzt und einsatzbereit. Ketel ging kurz noch einmal in die Werkstatt und dann wieder zum Tresen. Er hatte ein paar Magazine und eine größere Schachtel dabei, letzteres lies er am Tresen. Er ging an der jungen Frau vorbei und deutete ihr, dass sie ihm folgen sollte.
Auf einem der Parkplätze blieb er stehen. In einiger Entfernung sah man einige ausgeschlachtete Autowracks, die schon das ein oder andere große Loch hatten. Ketel nahm der jungen Frau die normale Baretta ab und gab ihr ein volles Magazin.
„Das ist die von ihnen gewünschte Munition, mit der sie auch Körperpanzerungen überwinden können. Schießen sie mal...“
Als der Schuss brach, zuckte die junge Frau überrascht zurück. Der Rückstoß bei der normalen Pistole war schon merklich, doch der Rückstoß dieser Waffe war kein Vergleich dazu.
„Der Alte am Mark hat diese Waffe im allgemeinen schwerer gebaut, damit sie der Kraft der Munition auch stand hält. So...weiter mit der automatischen Feuerart...“
Ein kurzes klicken ertönte und gleich nach dem ab krümmen, ging die Waffe unaufhaltsam nach oben. Die erste Kugel ging noch eins Wrack, danach flogen alle weiteren einfach daran vorbei oder drüber. Da das Magazin klein und somit schnell verschossen war, stoppte die Waffe aber auch wieder schnell.
„An und für sich sollte man mit dieser Waffe und Munition, wirklich jede Körperpanzerung durchschlagen können, doch die Tatsache, das sie auch automatisch schießt, macht sie gleichzeitig zu einer Kugelfresser. Zumal bei dem Rückstoß der Munition, ein zielen nur schwer möglich sein sollte.“
Ketel wandte sich seiner Werkstatt zu und ging. Als er wieder dort an kam meinte er
„So...damit sind ihre beiden Schmuckstücke wieder einsatzbereit. Nun bin ich auf ihre Bezahlung gespannt. Wie gesagt, etwas von vergleichbarem Wert für diese Reparatur und die Herstellung der ersten Fünfzig Schuss.“

Gosti
17.01.2021, 01:58
https://i.imgur.com/XM4BRQI.pngWährend des Filmabends sprach Juri kaum etwas mit Yumiko, sogar viel weniger als sonst. Man war es von ihr ja gewohnt dass sie die Art von Filmseherin ist die sich voll auf den Streifen fokusiert, aber heute war sie dann doch sichtlich geistig Abwesend. Die zwei Männer von vorhin gingen ihr einfach nicht aus dem Kopf, genauso wie dieses ungute Gefühl in ihrer Brust... Sie kamen ihr bekannt vor, sie hatte die Gesichter schon mal geshen, aber sie konnte einfach nicht sagen woher...
Dazu kam auch noch Yumilos Sorgen, sowohl dass sie sich solche Sorgen um sie machte wenn sie bei den Rennen war, und auch dass sie selbst ganz offensichtlich nicht mehr wirklich wusste was sie tun sollte... Juri wusste einfach nicht was sie darauf sagen sollte. Klar, mach was immer du willst? Mir wäre es lieber wenn du nichts machen würdest was dich in Gefahr bringen könnte? Sie konnte nicht die richtigen Worte finden, daher sagte sie überhaupt nichts, und generell konnte sie das Gefühl nicht los werden dass Yumiko wegen ihr nur ausgebremst wird... Wäre sie nicht da dann würde Yumiko vielleicht ein viel freieres Leben führen, und dieser Gedanke machte die kleine Diebin irgendwie fertig, daher wollte sie überhaupt nicht darüber nachdenken, und das war auch der Grund wieso sie immer so früh weg war, sie konnte den Gedanken nicht ertragen dass es Yumiko wegen ihr schlechter ging gehen könnte wenn sie da ist...

So war es dann auch am nächsten Morgen. Juri war schon wach als die Ersten Sonnenstrahlen durch das Fenster schienen. Sie drehte sich nochmal zu ihrer Freundin um und legte ihren Arm auf ihre Schulter während sie noch schlief. "Natürlich habe ich nichts dagegen... Du brauchst mich doch nicht zu fragen... Was immer du auch tust, ich... ich werde dich immer unterstützen wo es nur geht..." gab sie als Antwort auf die Frage die vor 10 Stunden gestellt wurde, und wo Yumiko es nicht mal warnehmen konnte...
Nach einem sanften Kuss auf die Stirn schlich sie sich aus dem Bett und brühte noch neuen heißen Kaffee auf, nicht für sich, aber für Yumiko sodass sie etwas hatte wenn sie aufwacht. Juri selbst konnte Kaffee nichts abhaben. Das war ihr einfach zu bitter, und keine Menge an Zucker konnte ihr dieses Gebräu erträglich machen, da blieb sie lieber bei ihren Säften.


Nachdem sie ihre Gesamte Ausrüstung in ihrer Kleidung verstaut (Dolche und auch Kleinkallieberwaffen) und die Wohnung verlassen hatte, machte sich Juri auf zu ihren Kontakten welche diese Rennen veranstalteten. Einerseits um nachzufragen wo das nächste Event stattfinden würde, aber dieses Mal auch für weitere Informationen welche für sie etwas untypisch waren: Videoaufnahmen der Kamera-Dronen die bei solchen Aktionen immer im Einsatz waren. Sie hoffte dass eine vielleicht die zwei Typen von gestern aufgenommen hatte, dann hätte sie zumindest ein Bild mit dem sie Arbeiten kann. Dass sie diese Karte verloren hatte murrte sie nach wie vor, aber auch wenn sie versucht war danach zu fragen ob jemand etwas darüber wusste, entschied sie sich das vorerst für sich zu behalten. Einerseits um keine unnötige Panik zu verbreiten, aber auch weil man ja nie wissen konnte wer hier alles womöglich Spizel für die Polizei sein könnten, oder eben für eine andere Organisation wie die wofür die zwei offensichtlich arbeiteten...

Auren
17.01.2021, 14:25
https://abload.de/img/spielleiter9qjp4.png
Bis irgendwann...

"Deine Mitarbeiter solltest du bei deinem Besuch zu Hause lassen, sowie deine Spielzeuge. Nur zu deiner Sicherheit." Mit diesen Worten verabschiedete er sich von Diamond und ihren Angestellten. Es ging wieder mit dem Auto ins Büro. Dort gab es wie immer viel zu erledigen, aber genau dort hatte er seine Ruhe. Die Luca nun wirklich benötigte.











https://abload.de/img/avayumikoneul5jvn.jpg
Allein gelassen stand sie da. Ihre Waffe hielt sie fest in der Hand.
Schon lange hatte sie nicht mehr dieses Gefühl. Es war fast wie früher, vor drei Jahren um genau zu sein.
Yumiko warf noch einen Blick auf dieses Meisterwerk der Technik, ehe sie den kleinen Hebel erneut umlegte. Nur um diese Waffe zu sichern.
"Sie ist besser. Besser als vor drei Jahren. Es wird dauern bis ich sie wieder beherrsche. Bin wohl etwas aus der Übung gekommen."
Dann kam er wieder und ja es wurde Zeit. Zeit für seine Bezahlung.
"Du hast sie verbessert. So stark hatte ich sie nicht in Erinnerung."
Yumiko steckte die Waffe weg. In den Holster an ihrem Bein. Dazu musste sie das Kleid nur ein wenig anheben.
"Na hast du gehofft mehr zu sehen? Da muss ich dich leider enttäuschen."
Sie atmete einmal tief durch.
"Fünfzig Schuss, eine Verbesserung, eine Reparatur und das bei zwei Stunden."
Die Tasche wurde geöffnet. "Wir sollten lieber zum Tresen gehen."
Ketel war scheinbar damit einverstanden. Also ging es zurück.
Dort nahm Yumiko die Beretta an sich. Diese wurde in die Tasche gelegt.
"Ich nehme an, bei dir geht nur Bares?" Ohne zu zögern legte sie gleich zwei Batzen Geldscheine auf den Tresen. Alle samt von Juri erbeutet, aber dass musste ihr Gegenüber ja nicht wissen.
"Mehr hab ich nicht im Moment nicht."

Ironhide
17.01.2021, 15:13
https://abload.de/img/dougava1.14tk0a.png Den Wagen im Rücken und sich umsehend, sah Douglas den herannahenden Shinru nicht, der sich erst bemerkbar machte, als er ebenfalls neben dem Wagen stand aber noch gut zwei Meter abstand hielt. Douglas drehte sich um und erblickte Shinru und hatte sofort wieder das Gefühl, ihn erst kürzlich erblickt zu haben. Er zog noch ein letzte mal an seiner Zigarette, warf sie dann vor sich auf den Boden und trat sie aus. Dann wandte er sich Shinru zu.
„Heute Morgen hab ich zum ersten Mal von dir gehört und noch nie stand jemand den ich suchte, so schnell vor mir.“ Douglas rief sich die Akte nochmal vors geistige Auge, sich vergewissernd das er nicht die Infos über Shinru mit denen von Tegan verwechselte. Glücklicherweise – oder leider, je nachdem wie man es sehen mochte, waren es ja nicht viele.
„Begabter Telepaht… nun dann kann ich mir den Großteil meiner Worte ja sparen, oder? Oder sind deine Fähigkeiten nicht so gut wie sie in deiner spärlichen Akte stehen?“ Douglas wollte sehen ob Shinru sich nicht doch schneller aus der Reserve locken ließ, als die Daten über ihn sagten. Wenn es stimmte, würde er ruhig bleiben und eher freundlich als abweisend. Gut, die Infos die Douglas hatte, waren drei Jahre alt, es könnte sich viel geändert haben in der Zeit und je nachdem, welche Erfahrungen der Mann in weiß da vor ihm gemacht hatte, könnte sich auch sein Verhalten geändert haben. Das galt es nun herauszufinden. Es war wichtig für Douglas ihn einschätzen zu können und da er ja keinerlei Fähigkeiten besaß außer eine gute Spürnase, würde er sich auf beobachtbares Verhalten und gesprochene Worte verlassen müssen. „Agent Douglas Simmons, Arbiratorenbüro Kujitsu.“, stellte er sich aber noch vor und zeigte auch dem jungen Mann seinen Dienstausweis über den Wagen hinweg. Zwar bezweifelte er das, er davon irgendwas lesen konnte auf die Entfernung, aber das war Douglas nicht so wichtig. Er hatte sich ausgewiesen und das war entscheidend.

„Shinru Ryusai. Das wissen ja bereits und auch das ich Telepath bin. Natürlich wäre es ein leichtes für mich die Infos aus ihrem Hirn zu holen, nur wäre das dann quasi eine geistige Vergewaltigung. Leider hat sich mein Bruder ein wenig verquatscht und sie haben das mitbekommen. Bringt dann nichts den Versuch zu starten, sie davon zu überzeugen ich, sei nicht hier.“ Shinru deutete dann auf den Wagen und sprach weiter.
„Es wäre nett wenn sie von meinem Wagen Abstand nehmen würden, da der Dekan es nicht mag wenn man auf seinem Platz steht." Dabei fasste er sich an die Schläfe und Douglas beachtete die Gesteim ersten Moment nicht, aber als sich auch seine Mine leicht verzog, machte er sich doch Gedanken. Man hatte Douglas ausgiebig über die Fähigkeiten aufgeklärt und daher war im bekannt, das Telepahten bei zu viel Input durchaus Probleme haben konnten und es sogar zu sowas wie eine Überlastung kommen konnte. Die zeigten sich dann in Kopfschmerzen, Schwindel oder Migräneanfällen. Scheinbar trat das grad bei Shinru ein. Douglas war sich daher sicher, das sein gegenüber grad nicht in seinem Kopf war, sondern er eher versuchen würde, die Gedanken der Leute auszusperren. Würde er das schaffen, dann könnte Douglas in Ruhe mit ihm reden. Aber er wollte auch das Shinru ihn nicht als Bedrohung sah. Das würde Antworten leichter machen.
„Geistige Vergewaltigung, nette Umschreibung. Ich denke, die Menschen machen ihnen langsam zu schaffen? Ich würde mich gerne noch ein wenig mit ihnen unterhalten, warum fahren wir nicht an einen ruhigen Ort, wo nicht so viele Leute sind?“, schlug er Shinru vor. Auf die Anmerkung das der Dekan seinen Parkplatz beanspruchen würde, ging Douglas nicht weiter ein. Wenn das den Arbirator stören würde, hätte er sich gar nicht erst dahingestellt.
„Ich kenne ein nettes Lokal, nur zehn Minuten Autofahrt von hier entfernt. Ich schlage vor, sie fahren.“ Ohne eine Antwort abzuwarten, stieg Douglas einfach ein und nahm auf dem Beifahrersitz platz und schaute herausfordernd zu Shinru, ob dieser das Angebot annahm oder ihn aus dem Auto schmeißen würde.
„Wenn wir da sind, können sie mir ja mal ein wenig erzählen, warum sie in der Stadt sind und was sie bei dem Rennen gestern zu suchen hatte. Das waren doch sie, mit dem Hund, oder gehörte der ihrem Partner Tegan…“, Doug musste kurz überlegen, dann viel ihm der Nachname wieder ein. „Tegan Takahiro?“

hakuryu
17.01.2021, 16:27
https://abload.de/img/shinruava1.1ujk8y.jpg (https://abload.de/image.php?img=shinruava1.1ujk8y.jpg) Die Unterhaltung fand Shinru an sich sehr interessant. Der Mann wußte was er wollte und redete nicht um den heißen Brei herrum. Den kleinen Test mit den Infos aus dem Kopf holen beantwortete er mit vollem Ernst. Ihm war bewußt das es Telepathen gab denen es völlig egal war wie sie ihre Informationen erhielten und sogar eine diebische Freude dabei empfanden in den Köpfen anderer Schindluder zu treiben (solch eine Kollegen hatte er tatsächlich gehabt). Nur ihm gefiel es als Kind schon nicht wenn Andere ihn für seine Gedanken bestraft hatten. Anderen wollte er das nicht antun.
Leider stellten sich langsam stärkere Kopfschmerzen ein. Auch wenn er einen wirksamen Schutz gebaut hatte, auf Dauer konnte er den nicht halten. Jack hatte die letzten Reste mit seinen Vorstellungen hinweg gefegt. Die Stimmen wurden immer lauter, ganz anders als das leise Hintergrundrauschen was er sonst hatte. Geistige Vergewaltigung, nette Umschreibung. Ich denke, die Menschen machen Ihnen langsam zu schaffen? Ich würde mich gerne noch ein wenig mit Ihnen unterhalten, warum fahren wir nicht an einen ruhigen Ort, wo nicht so viele Leute sind? Ich kenne ein nettes Lokal, nur zehn Minuten Autofahrt von hier entfernt. Ich schlage vor, sie fahren. Sehr scharfsinnig der Mann. Da muß ich mich in acht nehmen. Das sich der Agent dann einfach in den Oldtimer setzte fand er dann doch nicht so prickelnd. Nur die geistige Lautstärke nahm langsam überhand. Das war aber auch der einzigste Grund warum er den Kerl nicht instant wieder aus dem Auto schmiß. Wenn wir da sind, können Sie mir ja mal ein wenig erzählen, warum Sie in der Stadt sind und was Sie bei dem Rennen gestern zu suchen hatte. Das waren doch sie, mit dem Hund, oder gehörte der ihrem Partner Tegan… Doug musste kurz überlegen, dann viel ihm der Nachname wieder ein. Tegan Takahiro? Eindeutig Ermittler. Die Erwähnug seines besten Freundes zauberte keine Reaktion auf sein Gesicht. Shinru setzte sich ans Steuer und fuhr los. Eine Weile schwieg er. Nicht um sich Ausreden auszudenken. Die Kopfschmerzen waren schlimm und er mußte sich konzentrieren. Anders als Simmons vorgeschlagen hatte hatte der Blonde ein anderes Ziel. Der weitläufige Park dem er zustrebte war wenig besucht und ein wenig verwildert. Es gab dort zwar keine Verkaufsstände, dafür aber einige Getränkeautomaten. Das würde reichen und ihm Ruhe bringen. Seine Reichweite hatte sich in den letzten Jahren vergrößert, da wäre ein Lokal nicht unbedingt das Beste.
Wenn es Sie nicht stört, würde ich den Park dort vorziehen. Ein Lokal wäre im Moment nicht gerade passend wenn sie Antworten wollen. Statt am Eingang zu parken, fuhr Shinru durch das Tor und hielt erst an einem Pavilion an einem kleinen Teich. Wie Sie bestimmt mitbekommen haben, habe ich hier noch Familie. Ab und an besuche ich sie halt. Soweit ich weiß ich das nicht verboten. Langsam schlenderte er zu einem der Automaten und zog sich einen Eistee. Dem Ermittler bot er aber nichts an. Beim Rennen war ich weil überall Plakate hingen und ich Autos mag. Den hier kann ich nicht so oft fahren, Benzin ist rar und was Ersatzteile kosten würden will ich gar nicht erst wissen. Liebevoll strich er über die Kühlerfigur des Wagens. Dann sah er Douglas direkt an. Tegan, den Namen habe ich schon eine ganze Weile nicht mehr gehört. Wir waren damals Partner. Soweit ich weiß hat er kurz vor mir gekündigt. Was soll mit ihm sein? Den Hund ließ er absichtlich unerwähnt. Alles mußte er dem Älteren ja auch nicht beantworten.

Ironhide
17.01.2021, 16:50
https://abload.de/img/dougava1.14tk0a.png Das sie nun im Park waren, gefiel wiederrum Douglas nicht, denn hier waren entschieden zu wenig Leute und Shinru konnte sich von seinen Kopfschmerzen erholen und unter Umständen wieder in seinen Kopf gucken. Ihm trauen, das er das nicht machen würde, tat Douglas nicht. Noch nicht. Es verhindern konnte er eh nicht und merken schon gar nicht. Auch Befragungstechnisch war es nicht von Vorteil, aber das sollte er seinem Gegenüber nicht unter die Nase reiben. Wirklich sicher war sich Douglas nicht, ob der Tegan gesehen hatte beim Rennen, er hatte sich die Besitzer des Hundes ja nicht genau angesehen, ihm war aber halt aufgefallen das einer davon komplett in weiß rumlief und Shinru hatte das ja nun bestätigt, dass er dort war. Außerdem war er damit beschäftigt, seine Kollegin Seyrah zu unterstützen die im Wagen des Rennfahrers saß. Dennoch versuchte er selbstsicher aufzutreten und Shinru davon zu überzeugen, dass er Tegan gesehen hatte.
„Dann hab ich ihn mir wohl nur eingebildet, oder? Oder ich brauch n Brille, wobei meine Augen sehr gut sind.“ Das mit der Familie hatte er sich schon gedacht und das konnte er sehr gut nachvollziehen. Aber es wurmte ihn auch ein wenig, denn er hatte dank Leuten wie ihm fast alle seine Lieben ja verloren und das nun hier einer vor ihm stand und Familie ansprach und an dessen Tot vielleicht einen Anteil hatte, wurmte Douglas sehr. Doch er war nicht der Typ Mensch, der voreilig handelte oder Schlüsse zog. Zu Odysseus konnte er ihn später noch Fragen stellen, das würde noch Zeit haben.

„Weil sie Autos mögen also. Nun, dagegen ist nichts einzuwenden.“ Dennoch konnte er ja was damit zu tun haben, wobei sich sein Boss wohl sicher war, das dem nicht so sei, sonst hätte er den Auftrag bekommen beide festzunehmen und nicht mit ihnen über eine Zusammenarbeit zu sprechen. Er hatte auch schon eine Idee, wie er das anstellen konnte. „Nun gut, worüber ich reden möchte, ich ermittle grad in einem Fall die mit den illegalen Rennen zu tun haben und wollte wissen, ob ihnen irgendwas aufgefallen ist. Davon mal abgesehen das so ein Rennen gar nicht hätte stattfinden dürfen, ist ihnen irgendwas oder irgendjemand besonders aufgefallen?“ Seyrah ließ er erstmal unerwähnt, vielleicht würde er selbst sie ansprechen.

hakuryu
17.01.2021, 17:31
https://abload.de/img/shinruava1.1ujk8y.jpg (https://abload.de/image.php?img=shinruava1.1ujk8y.jpg) Dann hab ich ihn mir wohl nur eingebildet, oder? Oder ich brauch n Brille, wobei meine Augen sehr gut sind. Das kurze Schweigen sollte ihn wohl zu einer Reaktion animieren. Da war der Ermittler aber an der falschen Adresse. Das sie aber fast den gleichen Auftrag hatten, überraschte ihn dann doch. Das Rennen machte auf mich eher den Eindruck ein halbes Volksfest zu sein. Die Leute hatten Spaß. Die Autos sind teuer und da müssen einige Leute verdammt viel Geld haben. Er überlegte kurz was noch auffällig gewesen war. Innerlich zog er nach und nach Schilde hoch um die Gedanken auszublenden. So neugierig er auch war was der Agent vor ihm wirklich von ihm wollte, eher würde der Telepath Sand fressen als in den Kopf seines Gegenübers zu schauen. Es war alles sehr gut organisiert. An die Fahrer ist nur vor Ort ranzukommen. Die Polizei sollte endlich mal was wegen der Ausrüstung machen, sonst bekommen die nie die Fahrer. Ob jetzt groß was besonderes war kann ich so nicht sagen. Das war mein erstes Rennen. Seinen Becher in den Müll werfend überschlug er noch ob er mit der Erwähnung von Seyrah zu viel preisgeben würde oder nicht. Shinru kam zu dem Schluß das es ihm nicht schaden würde. Kontakt bestand ja schon seit dem Odysseusvorfall nicht mehr. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber es könnte sein das ich in dem einen Rennwagen eine ehemalige Kollegin gesehen hab. Seyrah... Seyrah... Irgendwas mit Men.. wenn ich nicht irre. Zu lange her und viel hatten wir nicht miteinander zu tun. Sie sah nicht ganz glücklich aus. Falls sie noch aktiv ist, fragen sie mal bei Esty Herlay nach. Sie war wohl die Sekretärin von ihr. Weiter würde er da nicht drauf eingehen. Sie hatten eine Schweigepflichtserklärung unterzeichnen müssen bezüglich des Odysseusvorfalles und er würde einen Teufel tun das zu brechen. Da hing bei ihm zu viel dran.

Constantine
18.01.2021, 20:06
https://abload.de/img/diamondavalukoy.jpg

Diamond war mit dem Ergebnis der Verhandlung äußerst zufrieden. Ihr war vollkommen klar, dass Luca nicht sofort einwilligte, hatte aber den ersten Keim schonmal gesetzt. Ihr Blick wanderte nun wieder auf die diversen Teller. Sie machte sich verschiedene Notizen und verschwand dann um mit einem Handy zu telefonieren. Eine halbe Stunde später verließ sie mit ihren Männern das Lokal.

Ironhide
19.01.2021, 15:48
https://abload.de/img/dougava1.14tk0a.png Nun wurde Douglas wieder ernster, denn e er sah das doch etwas anders als sein Gegenüber.
„Wenn Leute sterben oder verletzt werden, weil irgendwelche Idioten ihr vor Kraft strotzenden Boliden nicht unter Kontrolle haben, dann macht es das nicht besser als ein Bandenkrieg. Da wussten die Menschen wenigstens, dass sie nichts auf der Straße zu suchen hatten und wo sie sich besser nicht aufhielten.“
Natürlich war es eine Verbesserung, dass die Menschen sich nicht mehr über den Haufen ballerten, dennoch hatte es einen faden Beigeschmack. „Wie sie schon sagten, die Wagen sind allesamt keine Alltagsware und das Geld was da drinsteckt, muss irgendwo herkommen. Menschenschmuggel? Drogen oder Waffengeschäfte? Ich bezweifle das ein jeder sich das nötige Kleingeld hart erarbeitet hat. Beschaffungskriminalität wird mindestens drin sein, bei jedem von denen.“ Schlimmeres schloss Douglas aber aus denn es gab auch Verbrechen da wollte man auf keinen Fall auffallen und sich bestimmt nicht in einen Rennwagen setzte und durch die Stadt brettern. Als Shinru die Polizei erwähnte, konnte Douglas nicht anders, als ihm zustimmen, aber die bereitgestellten Mittel reichten dafür einfach nicht. Das war ein politisches Problem und davon hatte Douglas keine Ahnung. Das viel schief lief bei den Finanzen vermutete er zwar, aber war es nicht seine Aufgabe das zu überprüfen und es betraf ihn auch schlicht nicht.

„Die Organisatoren sind es, an die ich rann will, die Fahrer selbst sind für mich uninteressant, sofern sie nicht in irgendeiner Weise Fähigkeiten besitzen. Irgendwer sorgt nämlich dafür, dass die Polizei jedes Mal gewarnt wird und billigt damit mindestens, dass die Verantwortlichen Fahrer nicht zur Rechenschafft gezogen werden für die Toten. Und in den Slums fackelt man nicht sehr lange. Irgendwann greift man sich die Leute einfach und es endet in einem Blutbad. Es fängt immer harmlos an, bleibt es aber nie sehr lange, wenn der Rest nur zusieht und nichts unternimmt.“ Douglas wusste genau, was für ein Pulverfass die Slums sein konnten, war er schließlich hier aufgewachsen. Es musste nur den falschen treffen, vielleicht ein Mitglied einer Straßengang oder schlimmer noch, ein Familienmitglied von einen der wenigen verbliebenden Warlords. Spätestens dann würde hier die Hölle los sein. Das absolute Wohrst Case Szenario aber war, es würde einem Sohn oder Tochter eines der Strippenzieher der Superreichen treffen. Dann wären Warlords noch das kleinste Problem, dann würden man mit Panzern auf die Jagd nach Rennwagen gehen. Es war erschreckend, wie wenig weit so viele Menschen dachten und sich der Konsequenzen nicht bewusst waren, würde so ein Fall eintreffen. Aber wahrscheinlich sah Douglas das alles zu schwarz. Für ihn ging es aber nicht anders. So dachte er, stets alle Möglichkeiten und deren Enden in Betracht zu ziehen. Als Shinru dann aber Seyrah ansprach, kam ihm das sehr gelegen.

Er steckte sich wieder eine Kippe an, die erste die er rauchte seid sie hier im Park waren. „Sie ist aktiv, sehr sogar. Wir arbeiten in derselben Behörde. Sie arbeitet mit an dem Fall.“ Das sie derzeit Undercover war, brauchte Shinru nicht zu wissen. Es würde eh nichts ändern. „Sie ermittelt nur grad in einer anderen Richtung. Mit der Herlay habe ich allerdings nichts am Hut. Ich habe n anderen Boss und der ist es auch, der mir aufgetragen hat, sie beide zu suchen. Er wusste genau, dass sie beide wieder in der Stadt sind. Vielleicht waren sie ja nie weg, aber das ist auch nicht so wichtig.“ Douglas zog an seiner Zigarette und pustete den Rauch aus, bevor er weitersprach. „Was halten sie davon, uns, besser gesagt mich und Seyrah, bei dem Fall zu unterstützen?“

Constantine
20.01.2021, 00:10
https://abload.de/img/diamondavalukoy.jpg

Nach einer guten viertel Stunde Wartezeit stand bereits ein Fahrzeug vor der Lokalität. Gemeinsam stieg die kleine Gruppe in das in Schwarz getauchte Gefährt. Mit einem zufriedenem Lächeln auf den Lippen stoppte dann endlich der Motor. Zwei In Edelstahl gesicherte Koffer ruhten auf der Sitzbank. Einer ihrer Männer öffnete die Tür. Diamond stieg aus.

Ihre Schritte hallten über jede einzelne Steinplatte, als sie den Haupteingang eines mehrstöckigen Hauses betrat, wurde sie von den beiden schwer bewaffneten Männern freundlich begrüßt. „Der Boss wartet schon“, ein Nicken war die Antwort.

Knarrend öffnete sich die Tür. Der Blick ruhte auf den Aufzug. Wenige Minuten später erreichte sie das oberste Geschoss. Dort stand er, mit dem Rücken zu ihr Gewand in einem schneeweißen Anzug, die Augen über die Dächer der Slums schweifen. Ohne eine eine Form der Begrüßung eröffnete das mächtige Clanoberhaupt seine Stimme, „der Auftrag war also erfolgreich“, Diamond legte beide Metallkoffer vorsichtig auf den Schreibtisch öffnete diesen und zum Vorschein kamen Dutzende Dollarscheine sowie Wertpapiere, Eigentumsabtretungen, unterzeichnete Kaufverträge. „Ja Herr“, erwiderte Diamond respektvoll und verneigte leicht ihren Oberkörper, „mit diesem abgeschlossenem Deal erweitern wir unser Terretorium und liegen bei 48 Prozent“, „die letzten Ergebenen von Odysseus werden auch noch nachgeben und 60 Prozent der Slums ist dann in unserem Besitz“.

„Allerdings gibt es Faktoren die wir noch berücksichtigen müssen“, „die illegalen Straßenrennen“, unterbrach das Oberhaupt. Diamond wirkte leicht geschockt aber nicht überrascht, ja Herr... ich bin davon überzeugt, dass wir mit dieser Bande einen enormen Gewinn erzielen und unser Einfluss noch weiter verstärkt wird“.

„Dann habe weiterhin ein Auge auf, vertraue niemanden da draußen in diesem Dsungel, behandle deine Untergebenen stets mit Respekt genauso wie deine Feinde du hast noch viel zu lernen“, erneut verneigte Diamond ihren Oberkörper.

„Ist noch was?“, ihre Augen glitzerten leicht auf. „Ja Herr.. ich müsste meine beiden Waffen dringend einer Modifikation unterziehen, sie müssen unbedingt nachjustiert werden, sind viel zu laut, das Nachladen dauert in Situationen viel, viel zu lange“.

Kurzes Schweigen war seine Antwort. Takashi Yuzuro stand weiterhin mit dem Rücken zu ihr. „Es gibt Gerüchte, dass in den Tiefen der Slums ein begnadeter Waffenmeister lebt, jene Personn soll jede Waffe der Welt auseinander nehmen und modifizieren können“. Diamond hob eine Augenbraue.

So eine Person war ihr völlig unbekannt. „Allerdings weiß niemand wo jene Gestalt ihren Wohnsitz hat oder überhaupt existiert es ist ja schließlich nur ein Gerücht“. „Das ist schonmal ein Anfang“, erwiderte Diamond und überlegte. „Hör dich in den Slums um nimm eine Spezialeinheit mit zur Sicherheit“, Diamond erwiderte, „Herr ich benötige keine Sicherheit“, ein Lächeln huschte über Takashis Mundwinkel was Diamond jedoch nicht sah.

„Ich rede nicht von deiner Sicherheit, sondern bin eher um die Slumbewohner besorgt“. „Fang am Besten an einen der Marktplätze an, dass ist immer eine gute Gelegenheit an Informationen ranzukommen“. „Mehr kann ich dir nicht geben“, „dass ist alles was ich von dir verlange Herr“, sprach Diamond und verabschiedete sich.

Ihr Weg führte sie wieder zurück zu ihrem Fahrzeug. Mit einer kleinen Spezialeinheit wie von dem Oberhaupt angemerkt, bestehend aus fünf schwer bewaffneten Männern startete der Fahrer das Gefährt und es ging in die Tiefen der Slum Metropole.

Survivor
20.01.2021, 01:15
https://abload.de/img/ketelavatar80kmi.jpg (https://abload.de/image.php?img=ketelavatar80kmi.jpg)
Ketel schaute auf die Geldbündel, dann wieder zu ihr hoch.
"Also wie immer der schnöde Mammon...aber dass ist völlig ok..." meinte freundlich. "Immerhin müssen Hülsen, Pulver und Geschosse ja auch ersetzt werden. Da passt der gute alte Dollar eigentlich ganz gut. Wenn sie also kein weiteres Anliegen haben, muss ich mich nun entschuldigen, ich habe noch einen weiteren Auftrag, den es noch zu Ende zu bringen gilt." Mit diesen Worten nickte er der jungen Frau zu und ging wieder in der Werkstatt an die Arbeit.
Wenig später hörte Ketel dann auch wie der Aufzug wieder hochfuhr. Über seine nun wieder erlangte Ruhe, konnte er sich aber nicht wirklich freuen. Zu sehr war er nun mit dem modifizieren des Gewehrverschlusses beschäftigt. Erst nach einiger Zeit und schier endlosen Versuchen, war es so wie er es wollte.
Das Gewehr lud nun selbständig aus dem veränderten Magazin nach, schoss aber erst weiter, wenn man wieder neu abkrümmte. So würde die Präzision, auch bei mehreren Schüssen einigermaßen erhalten bleiben.
Zufrieden mit der Gesamtheit seiner Arbeit, machte Ketel sich noch ein paar Notizen für sich selbst, bezüglich der Veränderung am Verschluss. So würde es ihm dass nächste Mal leichter fallen, wenn noch einmal so ein Auftrag rein kommen sollte.

Pünktlich wie angesprochen, erschien sein Kunde dann. Ketel erklärte Ihm noch kurz die Veränderungen, die er am Gewehr vorgenommen hatte und bekam dann seinen Lohn. Das Samtsäckchen, samt wohlklingenden, güldenen Inhalt.
Fast sofort verschwand der Mann mit seinem Koffer im Fahrstuhl und fuhr hoch.
Wieder wunderte sich Ketel, mit welcher Leichtigkeit dieser doch eher schmächtige Mensch, diese schwere Waffe davon trug.
"17 Kilo und mehr sind halt echt kein leichtes Gewicht...aber was solls, erst einmal hau ich mich nun aufs Ohr. Soll ich vielleicht noch den Fahrstuhl abschalten? Neee...lieber nicht, sonst kommt womöglich noch wer auf blöde Gedanken..." mit einer wegwerfenden Handbewegung, beendete Ketel sein selbst Gespräch und ging sich ausruhen.

Seine Schlafstätte in seiner Werkstatt, war eine Präparierte Senke, welche von einer schweren Eisenplatte verdeckt wurde und auf den ersten Blick gar nicht auffiel. Sie hatte den Vorteil, dass, sollte Ketel in dem Versteck schlafen, was ja nun der Fall war, er jeden hören würde der in seine Werkstatt ging. Dieser Jemand würde ganz bestimmt auf dieser Eisenplatte herum laufen und Ketel so dann wecken.

hakuryu
20.01.2021, 02:09
https://abload.de/img/shinruava1.1ujk8y.jpg (https://abload.de/image.php?img=shinruava1.1ujk8y.jpg) Den ersten Teil von Simmons ließ der Blonde unkommentiert. Wenn er daran dachte wieviel Tote er nur in den paar Wochen seines Slumeinsatzes gesehen hatte, schienen die zwei "Verunglückten" und die wenigen Verletzten gradezu nichtig. Trotzallem würde er die nicht gutheißen. Wenn Sie an die Organisatoren ran wollen, dann werden Sie nicht um die Fahrer rumkommen. Da steckt eine Menge know how und Geld dahinter. Lieber sollen sich die Leute mit den Fahrzeugen beschäftigen als sich im Bandenkriegen zu zerfetzen. Und ja, ich weiß das es bereits Tote gegeben hat. Den Jungen, den es beim letzten Mal erwischt hat, habe ich selber ins Krankehaus gebracht, da brauchen Sie mir nichts erzählen. Shinru atmete einmal tief durch. Das Miss Herlay nicht mehr das Arbitratorenbüro leitete, war ihm neu. Seyrah hatte damals an der Frau gehangen. Und mit einem bösen Ausraster ihn und Tegan massiv in Bedrängnis gebracht. Mit einem frösteln dachte er an die mörderische Ausstrahlung die sie kurz vor dem Fall des Psycorp-Präsidenten verströmte. Mit einem leichten Kopfschütteln brachte der Telepath seine Gedanken wieder in die Gegenwart zurück. Wissen Sie, ich bin damals nicht ohne Grund ausgestiegen. Nur weil die Firma einen neuen Namen hat, ist das für micht keine Veranlassung da wieder einzusteigen. Nicht nach der Jagd die vor drei Jahre auf uns Arbitratoren gemacht wurde. Da war es egal wer auf wessen Seite stand. Es ist verdammt viel schiefgegangen damals und ich möchte mit Sicherheit nicht den ganzen Scheiß nochmal durchmachen. Die letzten Bestrafungsaktionen waren ihm noch sehr gut im Gedächtnis. Nur mit Glück und dank seinem Partner hatte er das gerade noch lebend überstanden. Zwar gab es in den vergangenen Jahren sehr viele und massive Umstrukturierungen, nur traute er dem Braten nicht. Ich habe keinen Schimmer wie Ihr Boss auf meinen ehemaligen Partner und mich gekommen ist. Ich habe mir nichts zu schulden kommen lassen und der Besuch eines Rennens ist ja nicht strafbar. Bin ja nicht gefahren. Letzte Bemerkung wurde von einem leisen gerissenen Lächeln begleitet. Und bevor Sie micht noch mal nach Mr. Takahiro fragen, ich weiß nicht wo er steckt. Seit seiner Kündigung hab ich nichts mehr von ihm gehört. Er mochte Natur, vielleicht finden Sie ihn außerhalb der Stadt oder in irgendeinem der Parks. Über eine Zusammenarbeit muß ich erst nachdenken. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich helfe gern. Nur, ich bin quasi ein gebranntes Kind, und das scheut bekanntlich das Feuer.

Ironhide
21.01.2021, 15:00
https://abload.de/img/dougava1.14tk0a.png
„Ich glaub, ihnen ist die Tragweite gar nicht bewusst, welche Ausmaße es noch annehmen kann. Klar, Bandenkriege sind nie gut, aber wir sind nicht sehr weit davon entfernt, dass diese Rennen in genau so einem Enden.“ Erneut zog Douglas an seine Zigarette, bevor er weitersprach. „Sie sagen es doch selbst, es steckt sehr viel Know How und Geld dahinter. Woher haben die Leute das? Sind alle mit einem goldenen Löffel im Mund geboren worden? Ich denke nicht. Es gibt Hintermänner, es gibt Leute, die das Geld haben und spätestens, wenn die auf die Idee kommen, dass ihre Konkurrenz nie mehr fahren sollte, haben wir den nächsten Bandenkrieg.“ Douglas war tatsächlich dieser Meinung, und natürlich konnte er sich irren, hoffte es sogar. Aber es war auch nicht seine Aufgabe, dem Einhalt zu gebieten. Er hatte dahingehend keine Befugnisse, auch wenn man die Regeln nicht selten recht großzügig auslegte.
„Aber das ist nicht mein Job, die Leute von der Straße zu holen. Und an den Fahrer sind wir bereits dran, das dürften sie sich doch denken, wenn wir schon darüber reden.“ Er erwähnte jedoch nicht, dass es eben jene Seyrah war, die den – insbesondere einem – Fahrer auf die Finger schaute. „Würde ich mich aber darauf verlassen, hätte ich nicht als Zeit und Geld verschwendet und müsste von vorne anfangen. Also gehe ich auch andere Wege und ja, dabei ist Hilfe immer willkommen.“

„Ja, es ist viel schiefgegangen und wenn man bedenkt, wieviel Tote es gab, damals vor drei Jahren, warum also hätte man die Arbitratoren nicht jagen sollen? Immerhin haben sie – egal auf welcher Seite auch immer, den Mist angerichtet. Und was denken sie, wird passieren, wenn die Menschen mitbekommen, das wahrscheinlich eben ein solcher die Fahrer vor der Polizei warnt? Was ist, wenn er nicht nur das sondern noch viel mehr macht? Ich weiß nur allzu gut wie die Menschen denken und was sie davon halten. Ich mein, was erfährt man denn von den Vorfällen? Nichts, absolut gar nichts. Nur das allernötigste und was sich eh nicht mehr verheimlichen lässt.“ Douglas Mine wurde dabei immer finstere und auch wenn er es nicht aussprach, dürfte Shinru nicht entgehen, dass Douglas diese Informationsperre überhaupt nicht gefiel. „Und da kommen dann Menschen wie ich ins Spiel, die Versuchen, dem entgegen zu wirken, damit es halt nicht nochmal eskaliert. Man erzählt halt niemanden etwas und da ist es doch wenig verwunderlich, dass die Menschen Angst haben und befürchten, dass die Situation erneut eskaliert, vor allem wenn sie nicht wissen, was die Arbitratoren so treiben. Und nun läuft hier wahrscheinlich einer rum und treibt sein Unwesen bei den Rennen.“ Douglas nahm den letzten Zug seiner Zigarette und warf den Stummel dann auf den Boden um ihn aus zu treten.
„Warum haben sie sich dann drei Jahre versteckt, wenn sie sich keiner Schuld bewusst sind? Warum haben sie sich nie gemeldet und sind untergetaucht? Wovor haben sie Angst, vor meiner Behörde? Den Menschen um sie herrum?“ Douglas sah Shinru eindringlich an, versuchte seine Reaktionen zu lesen, bevor er erneut das Wort ergriff. „Was auch immer ihre Gründe dafür sind, sie sind mir eigentlich egal. Das Angebot steht, wenn sie wollen das sie keine Kinder mehr in irgendwelche Notaufnahmen schleppen müssen, dann melden sie sich und helfen mir dabei, denjenigen zu finden der dafür sorgt, dass wir die Täter nicht schnappen können.“

Constantine
21.01.2021, 21:40
https://abload.de/img/diamondavalukoy.jpg Der Weg zu den Märkten war wie immer beschwerlich. Es dauerte fast eine gute Stunde bis das Fahrzeug am Hauptmarkt ankam. Der Geländewagen wurde an einer gut sichtbaren Stelle abgestellt, der Fahrer blieb im Wagen. Die Leute würden eh einen Bogen um das Schwarze Gefährt machen da ein jeder jene Symbolik, die an den Türen angebracht waren, erkannte.

Und die, die dumm genug waren sich mit der Bande anzulegen, würden ihren Tribut zollen. „Wie finden wir jemanden, der im Verborgenen agiert?“, fragte Diamond ihre Begleiter, um die die Passanten eh schon einen großen Bogen machten. Einer ihrer Männer antwortete, „wir müssen denjenigen gar nicht finden, sondern suchen uns Leute die uns zu der Person führen“. Diamond nickte, „befragt die Leute.. dass wird nicht gerade einfach wir klappern erst einmal den Hauptmarkt ab und dann die kleineren, ich würde euch ja am liebsten aufteilen um das ganze zu beschleunigen... aber Anweisung vom Boss“. Ein leichtes Glucksen war von ihrem Kollegen zu hören, „lustig, dass du vom Boss sprichst, Boss“.

„Los jetzt.. sonst gibt es eine Woche kein Alkohol für euch“, erwiderte Diamond und ihre Männer machten sich auf den Weg, einer blieb bei Diamond. Gemeinsam wurde jeder der Passanten befragt, jeder einzelne Händler, jeder Mitarbeiter an den Ständen doch entweder hatten die Leute viel zu viel Angst um Informationen preis zu geben oder waren keinerlei Hilfe. „Dieser Typ muss wirklich gut sein“, Sie überlegte. „Sofern er existiert... vielleicht sollten wir unsere Geschäftsbeziehung mit diesem aufbauen, es ist zwar einfach unter zu tauchen.. aber gänzlich zu verschwinden... ich mag die Gestalt jetzt schon“, ein leichtes Grinsen huschte über ihre Mundwinkel. Diamond würde definitiv ihren Spaß bei dieser Jagd haben.

Gosti
24.01.2021, 00:33
https://i.imgur.com/XM4BRQI.pngMan gab Juri Zugriff zu einem Computer wo sie die ganzen Aufnahmen hatten, und nach einer kleinen Einweisung wie man das überhaupt benutzt (von Computern verstand sie ja rein überhaupt nichts), ging sie alles durch. Der Großteil hatte die Fahrer, die Autos und das Rennen selbst im Focus, aber es gab auch genug Shots von den Zuschauern. Sich selbst konnte sie auch ein paar mal finden, aber auch nur weil sie durch ihre schrillen neonblauen Haaren die sie bei diesen Events hatte etwas heraus stich, ansonsten war alles zu verpixelt oder verschwommen um irgendetwas im Hintergrund zu erkennen, so blieb ihre Suche nach Fotos nach den Zwei relativ erfolgslos, was sie immer Wahnsinniger machte... Etwas war an ihnen einfach komisch, und halt auch das Gefühl dass sie ihre Gesichter schon mal gesehen hatte, und zwar nachdem sie mit Yumiko wieder in die Slums gezogen war... Aber leider war das hier keine Hilfe...

"Da kann man nichts machen... Wie siehts mit dem Restlichen Zeug aus. Wo wird heute gefahren damit ich weiß in welche Richtungen ich meine Ohren offen halten muss. Und, konntes du wegen dem anderen Fündig werden?" fragte sie ihren Kontakt. "Routen und Treffpunkte findest hinten und ja, ich hab was du willst, aber wofür brauchst du so einen alten Schrott, dazu noch mit GPS? Leg dir doch gleich ein richtiges Handy zu..." "Ne, erstens kenn ich mich mit dem Zeug absolut Null aus, und zweitens sind die Teile doch nicht sicher, auch wenn ihr ungesicherte SIMs dafür nutzt. Ihr läuft mit Kamera, Microfonen und allen anderen Überwachungszeug in eurer Tasche rum. Da braucht man sich nur reinzuhacken und weiß alles. Das ist nur damit mich jemand besonderes erreichen kann." erklärte sie, und nahm das kleine Gerät entgegen und verstaute es in ihrer Seitentasche. "Und die SIM zamt Nummer ist auch nicht registriert?" "Klaro!" "Gut."

Nachdem das alles abgeklärt war ging Juri in den Nebenraum und sah sich die Pläne an. Eine Stadtkarte wo die geplante Route rot eingezeichnet war, sowie wo die Plätze für die Parties waren, zusammen mit Fotos von den Locations und allem wichtigen. Doch bei dieser Route wurde Juri etwas nervös. "Okay, welcher Hohlköpfige Vollidiot hatte diese Idee? Habt ihr den völlig den Verstand verloren? Die Leute halten uns ja so schon für Spinner und eine Bedrohung, und da wollte ihr so ne aktion direkt neben dem Bereich einer ex-Militär Anlage starten? Auch wenn da nichts mehr ist, was ich irgendwie bezweifle, ist euch denn klar was für ein Bild das macht? Das ist doch gefundenes Fresses für die Presse und die Polizei wirklich aggressiv zu handeln..." kam von der sonst so ruhigen und immer kontrollierten Juri, aber die anderen meinten dass das schon alles in Ordnung sei, dass die Anlage schon seit zwei Jahren nicht mehr genutzt wird, und es da viel Platz zum fahren gäbe...
Nach längerem hin und her gab Juri dann aber die Diskussion auf. Ihr gefiel es nicht, aber sie hatte ja auch nichts zu sagen bei all dem. Sie half ihnen nur mit Infos die sie aufschnappte, oder dank ihrer Fähigkeit vorhersehen konnte. Im leichten Ärger ging sie dann einfach, ließ sie aber noch wissen dass sie nicht sicher war ob sie heute Abend bei dem Event anwesend sein würde...

Etwas eingeschnappt machte sie sich dann auf den Weg nach Hause, etwas untypisch für sie überhaupt um diese Uhrzeit zurück zu kehren, aber im Moment fehlte ihr gerade die Motivation auf Raubtour zu gehen, und sie hatte nach dem letzten Abend immer noch etwas zu erledigen wofür ihr bis jetzt immer der Mut gefehlt hatte... Yumiko meinte ja dass sie die meiste Zeit zuhause wäre. Hoffentlich würde das jetzt auch so sein. Es war vielleicht auch mal an der Zeit dass sie etwas zu essen macht. Juri war zwar keine Köchin, aber simple Sachen wie Nudeln mit fertigem Pesto bekam selbst sie hin, und das Zeug konnte sie auch leicht auf dem Heimweg am Markt besorgen

hakuryu
24.01.2021, 02:15
https://abload.de/img/shinruava1.1ujk8y.jpg (https://abload.de/image.php?img=shinruava1.1ujk8y.jpg) Shinru hört sich wortlos an was der Mann vor ihm zu sagen hatte. Sowohl die Stimmlage als auch das gesamte Gebaren von Simmons zeigte das ihn das nicht nur mitnahm sondern er auch eine mords Wut auf Arbitratoren hatte. Scheint als wenn es ihn persönlich getroffen hat. Mehr Gedanken konnte sich der Telepath dazu aber nicht machen. Die Anschuldigungen die gegen ihn erhoben wurden konnte und wollte er auch nicht auf sich sitzen lassen. Da es ersichtlich war das der Agent noch etwas sagen wollte und ihn nur herrausfordernt anstarrte, wartete er noch einen Moment. Auch bei ihm zog ein ärgerliches Stirnrunzeln über das Gesicht.
Wie ich Ihnen bereits gesagt habe werde ich darüber nachdenken was die Hilfe anbelangt. Seine Stimme hatte mitlerweile einen eisigen Ton angenommen. Vor drei Jahren haben wir alles versucht die Slummbewohner zu schützen. Nur auch wir schaffen es nicht an mehrern Stellen zur selben Zeit zu sein und alles zu verhindern. Versteckt habe ich micht auch nicht. So wie Sie, hätte man micht über die Familie erreichen können. Bis heute ist das aber nicht passiert, Sie sind da der Erste. Und Angst lasse ich mir nicht vorwerfen. Meine Arbeit war damals nicht ungefährlich, oft genug habe ich Befehle mißachtet die mir nicht eingeleuchtet haben und gegen meine Überzeugungen standen. Und wenn Sie schon mit Bandenkriegen kommen, freiwillig wäre ich da nicht mit eingestiegen und trotzallem haben wir weit aus schlimmeres verhindert als Sie sich vorstellen können.
Shinru atmete durch um nicht noch ausfallender zu werden. Innerlich zählte er bis Zehn und öffnete dann seine geballten Fäuste.
Auch wenn sie nichts von Arbitratoren halten, werde ich darüber nachdenken Ihnen zu helfen. Wie kann ich Sie erreichen? Nach wie vor klang seine Stimme unterkühlt, doch seine Aussage war ernst gemeint. Der Ermittler sah ihn einen Moment an und gab ihm dann eine dienstliche Visitenkarte.
Kurz überlegte der Blonde ob er Simmons anbieten sollte ihn zurück zur Uni zu bringen, nur war ihm nach dem Gespräch klar das dieser das Angebot nicht annehmen würde. Dazu brauchte er nicht mal die Gedanken seines Gegenüber zu lesen, die standen ihm direkt im Gesicht geschrieben. Mit einem Nicken verabschiedet sich Shinru, stieg in den Jaguar und fuhr los. Im Spiegel beobachtete er noch eine Weile den Ermittler. Ganz sicher war er sich zwar nicht, meinte aber noch bedauernde Gedanken über fehlende Ausrüstung aufgefangen zu haben. Zur Sicherheit hielt er kurz in einer Seitengasse und schaute nach ob nicht doch ein Peilsender am Wagen versteckt war.

Die Ruhe im Park hatte seine Kopfschmerzen fast komplet verschwinden lassen. Die Regulation fiel ihm noch schwer. Es gab damals nicht viele Telepathen in seiner Schulzeiten und so hatte er nur das theoretische Wissen gehabt wie er seine Kräft mäßigen konnte. Mit Tegan hatte er dann einen Partner gehabt der es ihm leicht gemacht hatte zumindest die Fokusierung hinzubekommen. Das er dabei noch einen Ruhepol gefunden hatte war ein sehr willkommener Bonus gewesen. Durch die jahrelange Verbundenheit fand er ihn auch über eine weit größere Strecke als es sonst eigentlich möglich sein sollte.
Bist du immer noch in der Lagerhalle? Ja. Alles ok? Du klingst etwas aufgebracht. Geht so. Ich hatte eben ein recht interessantes Gespräch. Ich bin auf dem Weg zu dir. Ayano ist auch noch hier. Der Caravan wird noch ne zeitlang mit trocknen brauchen, sind aber fertig. Ryu ist zu nem halben Camälion geworden. Bin in ca zehm Minuten bei euch. Wir müssen was besprechen.



https://abload.de/img/teganava1.1h2j0q.jpg (https://abload.de/image.php?img=teganava1.1h2j0q.jpg) Shinru ist gleich hier. Er will was besprechen. Klang wichtig. Soll ich gehen? Nein, bleib ruhig. Vielleicht brauchen wir eine dritte Meinung. Mit einem Lächeln im Gesicht machte sich Ayano daran Wasser zu kochen. Tegan räumte unterdessen auf. Der Taschendrache hatte zwar seine normale Form wieder angenommen, wechselte aber immer noch sporadisch seine Farbe in die abstrusesten Mischungen. Kurze Zeit später kam Shinru dann in das Lagerhaus. Ryu ließ sich das nicht nehmen und stolzierte vor ihm hin und her. Farbe und Muster wechselnd. Dem Blonden blieb gar nichts anderes übrig als zu lächeln. Du bist wirklich erstaunlich Kleiner. Er beugte sich runter und strich ihm über den Kopf, was mit einem schnurren quitiert wurde.
In einer kleinen Sitzecke mit Eckcouch und passendem Tisch ließen sich die beiden Männer nieder und Ayano brachte gleich darauf einen ihrer Kräutertees. Diesen stellte sie immer selber zusammen. Ein kleiner Bereich auf dem Anwesen der Ryusais nutze sie für den Anbau der Kräuter. Sie fragte auch den Telepathen ob sie gehen solle. Dieser verneinte und berichtete was er erlebt hatte. Nichts wurde ausgelassen. Naja, versteckt hatten wir uns nicht. Nur wollten wir nicht gefunden werden. Die ständige Überwachung damals war nervig und ich bin nicht Stolz auf das was wir damals machen mußten. Simmons scheint wirklich Hilfe zu brauchen. Und der Kerl sagte das nicht die Herlay seine Chefin ist? Das hat er eindeutig verneint. Scheint nen Mann zu sein. Auf dich sind die nur durch die Akten gekommen. Auf dem Foto war ja nur ich zu sehen. Er hat aber immer wieder gebohrt. Tegan dachte nach. Das Foto war beim Rennen gemacht worden und er hatte Seyrah gesehen. Irgendwas war da noch. Gedankenverloren sah er Ryu an und versuchte sich zu erinnern. Verdammt, er hat mich doch gesehen. Wie.. meinst du wirklich? Der Schwarzhaarige nickte. Ryu hatte sich im Hundeskin an einen Fremden gewand und wollte von ihm nicht weg. Kurz konzentrierte er sich und erschuf ein durchsichtiges Abbild von Agent Simmons in seiner Hand. Sah der ungefähr so aus? Nickend bestätigte Shinru. Im Prinzip ist das nur ne Frage zu Ermittlungshilfe. Wenn die uns hätten Verhaften wollen, wären die doch mit sonstwas bei deinen Eltern angerückt. Selbst bei den Fahndungsgesuchen sind wir nicht dabei. Hat denn der Ermittler genauer gesagt wie ihr ihm helfen sollt? Ayano hatte schweigend zugehört und ihr war aufgefallen, das es keine konkrete Sache gab bei der ihre Hilfe gebraucht wurde. Shinru solle doch bei Doug anrufen und genauer nachfragen. Für die drei war klar das die jungen Männer helfen würden wenn ihre Gaben gebraucht wurden, doch nur als freie Mitarbeiter. Den Rest würden sie dann entscheiden. Zur Sicherheit schickte Tegan noch eine Anfrage an ihren Kontakt. Sicher war Sicher. Arrest war damals eine Sache gewesen, die Woche Inhaftierung mit versuchtem Umerziehungsdrill eine ganz andere. Das wollte er vermeinden.

Auren
25.01.2021, 11:02
https://abload.de/img/spielleiter9qjp4.png

It´s Time...

Sein Smartphone begann zu klingeln. Der Ermittler ging sofort ran, schaute aber kurz noch auf das Display und erkannte, dass es Seyrah war.
"Doug, ich bins. Er hat mich vorhin tatsächlich angerufen. Ich kenne den nächsten Ort des Rennen´s und wann es los geht. Nach seine Aussage soll es in der alten Kaserne stattfinden, genau gegen 22 Uhr sollen alle Fahrer sich dort treffen. Mitternacht beginnt das Rennen. Also wie beim letzten Mal. " Seyrah schien nebenbei beschäftigt zu sein. Man hörte sie auf und ab gehen in ihrer Wohnung.
"Ich habe gerade nicht viel Zeit. Er holt mich gleich ab. Er und seine Freunde wollen noch ein paar Foto´s in der Werkstatt mit mir machen." Darüber war sie nun nicht begeistert.
"Ich muss mich noch dafür fertig machen. Vergiss bitte nicht den Ort zu makieren." Sie legte noch nicht auf. Stattdessen durfte der Ermittler noch ein Fluchen von ihr hören.




Ping Ping...

Eine Mail erreichte Tegan. Wie immer, keine Adresse, kein Betreff, kein Name nur der Inhalt war zu sehen.

Ihr habt beide Gesichter angetroffen, doch eines schwebt in Gefahr. Mehr kann ich nicht sagen.
Das Rennen, alte Kaserne, 22 Uhr der große Auftakt, gefolgt vom Rennen. Keine Polizei. Wird heraus gehalten. Einen Grund braucht es nicht dafür.
Wichtig, eine neue Partei ist neu dabei. Gefährlich sie sei. Ihr aus dem Wege gehen sollt. Ansonsten kann niemand sagen. was geschehen wird. Viel Glück.

Der Narr und die Ratte...

Sein Schlaf wurde gestört. Seine Untermieter feierten mal wieder eine Partie. Nur diesmal nicht in der Küche, sondern auf ihn. Den zwei sind auf ihn gesprungen oder eher gelandet?
Sie kamen durch ein Belüftungsschacht.
Dies konnte man deutlich hören. Es waren viele. Warum sie zu ihm kamen, wusste niemand. Liegt es doch am Rennen? An der Kaserne? Wo niemand wirklich einen Fuß hinein gesetzt hat?
Aber zuerst muss er die Plage los werden.

Eine dieser Nagetiere knabberte an einen Plakat. Niemand, selbst der Herr des Hauses hat einen mit hinunter gebracht. Warum ist es hier und was sucht eine Ratte am Abzug eines schweren Maschinengewehres? Welches direkt auf dem Besitzer zielte.

Survivor
26.01.2021, 22:23
https://abload.de/img/ketelavatar80kmi.jpg (https://abload.de/image.php?img=ketelavatar80kmi.jpg)
Als Ketel die Augen öffnete, war dass erste was er realisierte, die Mündung die in seine Richtung zeigte. Wie in einer sehr langsamen Zeitlupe, fror die Welt um ihn herum ein. Einem Gefangenen im eigenen Körper gleich, konnte Ketel sich selbst nicht rühren. Doch realisierte sein Bewusstsein, nun jedes Detail das seine Augen wahrnahmen. Wie als wenn man sich in Ruhe ein Bild an schauen würde. Nur dass in diesem Bild seine Erika ihn anlächelte und das irgend so ein blödes Nagetier, an ihrem Abzug rumfummelte. Außerdem waren diese Viecher überall in seiner Werkstatt.
Weiterhin realisierte Ketel dass zwei der Ratten auf ihm drauf saßen und warum zur Hölle war die Abdeckung zu seinem Schlafplatz offen?
Doch um letzteres konnte er sich später kümmern.
In dem Augenblick, wo sich Ketels Wahrnehmung wieder normalisierte, sich die Welt also wieder beschleunigte, legte er die Sicherung am MG von „Feuer“ auf „ Sicher“ um. Ein einziger Gedanke reichte dafür, ebenso wie ein weiterer reichte, um den Abzugshahn zu blockieren und die Ratte von seinem geliebten MG weg, in die Luft zu schleudern. Sie flog erst zu Decke, prallte daran ab und fiel dann wieder zu Boden. Als nächstes folgten die beiden Ratten die es gewagt hatten sich auf ihm nieder zu lassen. Sie ereilte das selbe Schicksal. In einer langsamen Bewegung schwebte das MG an seinen vorgesehenen Platz. Noch während Ketel sich erhob, flog dafür eine andere, leichtere Waffe zu ihm. Zwar war sie vom Gewicht her leichter, ihre Wucht aber war nicht minder groß.
Eine Benelli M4. Eine halbautomatische Schrotflinte, wie sie Ketel bevorzugt einsetzte und mit denen Ketel am liebsten herum experimentierte.
Mit einem kurzen Gedanken, ließ Ketel die drei Mäuse aus seiner Werkstatt Richtung Parkfläche fliegen. Er ging mit der Schrotflinte in den Anschlag und schoss.
Doch anders als man vielleicht vermuten würde, kam kein Schrot auf die Nagetiere zugeflogen, sondern glühende und brennende Metallteile. Die Munition die Ketel benutzte war eigentlich für Pyrotechnische Sache gedacht.
„Allerdings ist der „Drachenatem“ eine angemessene Art um Ungeziefer zu beseitigen...wie ich finde.“
Mit zwei bis drei Schüssen auf die Ratten, waren diese zwar noch nicht tot, doch brannten sie nun lichterloh.
Ketel drehte sich um und erkannte eine Maus die an einem Plakat herum nagte. Auch sie flog erst in seine Richtung, dann an Ihm vorbei und kaum dass sie gelandet war, traf auch sie der flammende Tod.
Als nun die vierte Ratte brannte, ging Ketel erst einmal zu dem Plakat. Neugierig schaute er darauf, hatte er doch noch nie eines davon mitgenommen, geschweige in der Hand gehabt, also...wie war es hier her gekommen.
„Es wird ja wohl niemand so etwas auf eine Ratte binden und sie hier herschicken...oder doch? Vielleicht sollte ich lieber...näääääh....die haben meine Erika beschmutzt und meinen Schlaf gestört...wenn eine von denen überlebt, kann ich mir immer noch Gedanken machen wo die her kommen.“
Und so ging die Rattenjagd weiter. Ratte finden, Ratte auf die Parkfläche befördern, Ratte anzünden. Und natürlich die Ratten daran hindern wieder in seine Werkstatt zu laufen.
Während er für Ordnung sorgte, sinnierte er über den Inhalt des Plakates.
Es ging um ein Autorennen in einer alten Kaserne. Langweilig...wie er fand.

hakuryu
29.01.2021, 04:45
https://abload.de/img/teganava1.1h2j0q.jpg (https://abload.de/image.php?img=teganava1.1h2j0q.jpg) Die Antwort kam relativ schnell und wie immer sehr kryptisch. Erinnerst ihr euch an diese alten Star Wars Filme? Beide sahen Tegan ratlos an und es war Ayano die zustimmend nickte. Ja, warum fragst du? Langsam klingt er wie Yoda. Nachdem er die Nachricht vorgelesen hatte konnte sie sich ein Grinsen nicht verkneifen. Zeitgleich machte das Ganze auch nachdenklich. Das so schnell schon wieder ein Rennen stattfinden sollte war ungewöhnlich. Das sich die Polizei raushalten würde bezweifelte der Schwarzhaarige. Wenn er hingegen den Ort bedachte, revidierte er seine eigene Meinung. Das war so weit draußen am Rande der Außenbezirke das sich die Bullen da nicht hinwagten. Dort galt wirklich noch das Überleben des Stärksten. Beide Arbitratoren waren selber sehr selten bei den alten Kasernen, dort gab es kaum etwas was für sie von Belang war.
Interessant hingegen war der Teil mit der neuen Partei die vor Ort sein sollte. So neugierig er auch war, er hatte gelernt die Hinweise zu beherzigen die sie von ihrem Kontakt bekamen. Zu Anfang der Zusammenarbeit hatte er es einmal versäumt und sie wären beinahe aufgeflogen und hatte ihm im nachhinein nur noch eine weitere Schußwunde eingebracht. Tegan hatte keine Lust Löcher zu sammeln, dazu war das zu schmerzhaft. Krankenhäuser glichen zuweilen die DNA mit Datenbanken ab um flüchtige Elitearbitratoren zu identifizieren. Auch wenn er und Shinru nicht zu denen gehörten würde eine Meldung an das zuständige Büro rausgehen. Das wiederum würde beide auf den Schirm von Leuten bringen mit denen sie nichts zu tun haben wollten und ihre Aufgaben behindern würden. Sie mochten ihr Leben so wie es zur Zeit war, also würde sie die Augen offenhalten und jeglichen Ärger versuchen aus dem Weg zu gehen. Leider mußten sie immer mit der Dummheit der Anderen rechnen.
Allerdings stellte sich jetzt ein anderes Problem. Der Caravan war noch nicht trocken. Sie hatten zwar noch gute zwei Stunden bis zum Aufbruch Zeit, nur das reichte nicht. Öffentliche Verkehrsmittel fuhren ohnehin nicht dahin und ein Taxi brachte sie bestenfalls bis zur Mauer. Alle drei dachten sie nach. Immer wieder wanderten die Blicke zum Jaguar. Ich will nicht mit dem in die Slums. Der ist fast 200 jahre alt. Jeden Teil wäre eine Einzelanfertigung und das können wir uns nicht leisten. Ist der wirklich so alt? Ayano war sehr überrascht. Ja. Gebaut wurde der 1954. Der ist schon fast ein Relikt. Eher marschiere ich zur Herlay ins Büro, küß der den Arsch und führe sämtliche Befehle aus die der einfallen als unseren Jaguar auch nur eine Reifenbreite in die Slums zu schaffen. Die Blicke seiner beiden Freunde reichten von schockiert über seine Ausdrucksweise bis hin zu amüsiert bei Shinru. Tegan wußte das der Mann jetzt konkrete Bilder im Kopf hatte und das schallende Lachen ließ auch nicht lange auf sich warten.
Was denn, stimmt doch. Wenn ich bedenke wie du zu Mrs Herlay stehst, ist es dir mehr als ernst. Nur irgendwie müssen wir ja hinkommen.
Ein bestimmter Klingelton auf Tegan seinem Smartphon ließ die Blicke der drei zu dem Gerät schnellen. Verwundert das eine weitere Nachricht kommen sollte, schaute er nach.
Gedanken sind manchmal irreführrend. Halten trotzdem so manche Überraschung bereit. Der Schlüssel paß.
Dann folgte noch eine Adresse. Die verwies auf das Nebengebäude. Er sollte unter die Orakel gehen. Irgendwann bekommen wir nen Enigmacode oder so. Shinru war da ein wenig ungehalten. Tegan dachte hingegen nach. Sie kannten ihren Kontakt jetzt schon so lange, irgend etwas klingelte in seinem Kopf, doch greifen konnte er es nicht.




https://abload.de/img/shinruava1.1ujk8y.jpg (https://abload.de/image.php?img=shinruava1.1ujk8y.jpg) Laßt uns nachsehen. Rätzeln bringt jetzt auch nichts. Gemeinsam machte sie sich auf den Weg. Die guten fünfzig Meter waren schnell zurückgelegt. Das Metaltor machte einen massiven und sehr soliden Eindruck, auch wenn die Farbe langsam abblätterte und unter dem schlammbraun die Verzinkung durchkam. Tegan hatte geistesgegenwärtig den Schlüssel von ihrem Lagerhaus mitgenommen. Immerhin sollte der Schlüssel ja passen. Sonst hatten die Beiden ja nur die von dem Caravan und dem Jaguar.
Noch einmal tief durchatmen und Shinru brachte den Schlüssel ins Schloß. Überraschenderweise paßte der nicht nur rein, er ließ sich auch bewegen. Das Rolltor hingegen öffnete sich mit einem quietschen und recht widerwillig. Die Staubschicht auf dem Boden zeigte das hier schon sehr lange niemand mehr gewesen war. Ayano konnte einen Hustenreitz nicht ganz unterdrücken. Das Tageslicht gab einen Blick auf eine geräumige Garage mit mehreren Stellplätzen frei. Lediglich zwei Motorräder und ein Auto standen dort recht verloren, aber mit Planen abgedeckt, in dem großen Raum. Zumindest ist es ein großer staubiger Raum. Tegan bekam von Ayano einen Seitenstüber in die Rippen. Das ist nicht witzig. Eigentlich schon. Shinru mußte sich ein schadenfrohes Grinsen verkneifen als sich sein Freund die schmerzenden Rippen hielt. Kannst du dich noch dran erinnern wie wir zu dem Jaguar gekommen sind? Als wenn ich das vergessen könnte. Du bist davon ausgegangen einen Mustang vorzufinden. Da hatte uns der Alte mächtig an der Nase rumgeführt. Du sagst es. Na dann laßt uns mal nachsehen. Ohne viel federlesen zogen die Männer die Plane von dem Auto, nur um sich ungläubig die Augen zu reiben.
Auch dieses Auto war alt. Nur bei weitem nicht so wie der Jaguar. Vor ihnen stand ein Ford Mustag in einem schön farbkräftigen Orange. Natürlich ebenfalls mit allen Annehmlichkeiten und Zusatzoptionen ausgestattet. Abgeschlossen war nicht. Auf dem Fahrersitz lag ein Zettel mit der Aufschrift "Ersatzwagen. Sollte öfter bewegt werden."
Sprachlos schauten sich die Männer an und fingen dann an zu lachen. Wieder waren sie freudschaftlich reingelegt worden. Tegan checkte alles durch und staunte nicht schlecht das eine weitaus modernere Maschine unter der Haube steckte als er zuerst angenommen hatte. Zwar wie der Jaguar ein Verbrenner aber mit ungleich mehr PS. Ja klar könntest du damit bei den Rennen mitmachen. Werde es aber auch mit diesem Auto nicht tun. Aus dem einfachen Grund das es nicht unser Fahrzeug und auch viel zu schade dafür ist. Und ich die Schlüssel noch nicht gefunden hab. Den letzten Satz hatte er geflüstert. Dabei kramte er im Handschuhfach rum. Der Taschendrache schnupperte derweil auf der Rückbank rum und rollte sich dann mit wachem Blick zusammen. Ich glaub Ryu mag den Mustang lieber als den Jaguar. Der Mustang hat einfach nur ne Rückbank und damit mehr Platz. Schau mal hinter der Sonnenblende nach. Gesagt getan und Tegan fielen die Schlüssel in den Schoß. Mit einem Grinsen im Gesicht ließ er den Motor an und bekam eine Gänsehaut bei dem Sound.
Damit könnten wir doch zumindest im Showbereich was reißen. Ich will auch nicht das du mitfährst. Das wäre zu gefährlich. Keiner von euch kennt die Strecke. Und eine nette Begleitung hätten wir auch schon. Bei dir kann ich was mit deinem Teint und den Haaren machen. Dann erkennt dich keiner. Schau nicht so angewiedert. Sie hat recht. Und die Idee hat was. Mich kennen die ja und wissen von mir. Dich können wir noch raushalten. Und Ayano hat schon genaue Vorstellungen was sie mit die machen will. Du machst mir Angst. Das war nicht meine Absicht. Das Grinsen im Gesicht des Telepathen sagte aber etwas ganz anderes. Er scheuchte die Beiden in ihre Lagerhalle zurück. Schnell verfaßte er noch eine Nachricht an Agent Simmons.
Wenn Sie wieder nach Hilfe fragen, wäre es gut zu wissen bei was genau sie diese benötigen.
Melden Sie sich wenn Sie mich brauchen.
Heute Abend soll wieder ein Rennen stattfinden. Zu 22 Uhr an der alten Kaserne.
Shinru Ryusai.
Kannst du Ayano nicht davon abhalten mir Lila in die Haare zu schmieren????? Das wäscht sich raus. Sei froh das es nicht rosa ist. Das geistige Würgen brachte den Blonden wieder zum Lachen. Als er dann nach einer Weile zurück in die Halle kam saß dort ein Fremder. Haare in einem dunklem lila und stark gebräunte Haut. Die Augenfarbe war immer noch grün und der Blick hätte jeden anderen zu Eis erstarren lassen. Sag nichts. Selbst Ryu lag mit aufgestelltem Stachelkamm und vor sich hin knurrend in einer Ecke.
Ayano hingegen war sehr mit sich zufrieden. Und sah einfach hinreißend aus. Das bauchfreie schwarze Top umschmeichelte ihren Busen ohne zu viel zu zeigen. Ein passender schwarter Lederminirock brachte die wohlgeformten schlanken cremfarbenen Beine gut zur Geltung die in hautengen kniehohen Stiefeln steckten. Die langen schwazen Haare hatte sie offen gelassen und sich nur ganz dezent die Augen betont. Auf Lippenstift hatte sie ganz verzichtet, ein farbloser Lipglos reichte da vollkommen. Das einzig farbige an ihr waren die veilchenblauen Augen und der einzelne Stein in der Kette die sie trug.
Deine Haare haben jetzt genau die gleiche Farbe wie ihre Augen. Kein Scherz? Nein. Ich weiß nicht wie sie das hinbekommen hat, aber es ist eindeutig der selbe Farbton. Das wird auch mein Geheimnis bleiben Jungs. Wann müssen wir eigentlich los?
Ein Blick auf das Smartphone von Tegan zeigt das sie sich langsam auf den Weg machen mußten. Dieser ließ es sich auch nicht nehmen zu fahren. An der Grenze wurden sie angehalte und mißtrausch beäugt. Hier zeigt sich wieder wir praktisch ihre ID-Carts waren. Shinru seine reichte da vollkommen aus. Trotzdem bemerkte er die zweifelnden Gedanken des Postens. Tegan hätten sie wohl nicht mal erkannt. Beiden Männern entgingen keines wegs die Blicke die ihnen und dem Mustang zugeworfen wurden. Manche bewundernd, andere neidisch und wieder andere feindseelig ob der offenen Zurschaustellung ihres angeblichen Reichtums. Der jungen Frau war noch etwas hinter der Sonnenblende aufgefallen. Der elektronische Fahrzeugschein war dort verstaut gewesen. Dieser war auf Tegan ausgestellt. Auch hier wieder, nicht anders als die ID-Cards der beiden Männer, nur mit Foto und Strichcode. Dazu auch die beiden der Motorräder, nur diese sahen noch recht kahl aus. Jenachdem wer sich für welche Maschine entschied, würde sich die entsprechende ID auf der Zulassung zeigen.
Nach guten zwei Stunden erreichten sie das Ziel. Der Taschendrachen hatte Order bekommen nicht nur Ayano als Halskragen zu schmücken sondern sie und das Auto zu bewachen. So suchten sie sich einen Platz wo sie ihren Mustag präsentieren konnten und trotzdem alles im Blick hatten.

Auren
30.01.2021, 23:35
https://abload.de/img/spielleiter9qjp4.png

Geisterstunde...

Die Ratten brannten, lichterloh und nicht aus purer Freude.
Als die Flammen erloschen, der Waffenschmied seiner verdienten Pause widmen wollte, geschah etwas, was er womöglich schon lange nicht mehr gesehen hatte.
Alle seine Untermieter, die er angezündet hatte, lösten sich in Luft auf.
Wie Geister. Es wirkte so als wären sie niemals hier gewesen.
Nur warum wollten sie ihn ans Leder? Oder eher gesagt wer?
Die einzige Spur, der er in seiner, nun Rattenfreie Werkstatt finden konnte, war jenes Plakat. Alles andere war ja nun fort, aufgelöst nach dem kleinen Grillfest.






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Damit war die Sache abgeschlossen und Yumiko fuhr mit dem Fahrstuhl nach oben. Noch einmal dachte sie an das Gespräch mit ihm, schüttelte aber dabei nur den Kopf.
Klar, er war gut, aber seine Art ist ihr schon beinah zu abgedreht.

Oben Angekommen, hieß es erstmal Munition kaufen gehen.
Die Standard variante, um die Guten nicht sinnlos zu verballern.
Hierfür gab es mehrere Händler. Einen fand sie mal per Zufall. Seitdem ging sie regelmäßig zum ihm um dort einzukaufen. Einer der wenigen die registriert sind.
Dort kaufte sie gleich tausend Schuss. Alles in lose Patronen, keine Magazine.
Dann ging es zurück, nach Hause. Dort wurde alles sicher verstaut. Die losen Patronen in einer großen Holzkiste und die Waffen in den Schrank. Ihre Tasche legte sie auf einen Stuhl nieder und dann ging es zur Kletterwand.
Yumiko wollte wieder in Form kommen. Außerdem war dort oben eine Plattform, wo sie gerne mal einfach nur lag und zum Fenster hinaus starrte.

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Ihr freier Tag. Naja eher eine Zwangspause, die sie nicht haben wollte.
Immer noch darüber verärgert ging ihr Weg nicht in irgendein Schönheitssalon oder in den nächsten Schuhladen. Nein, es war nicht einfach ihre Art.
Auch wenn sie dafür genug Geld hätte.
Stattdessen, besuchte Yuma eine Sporthalle. Naja keine gewöhnliche für Leichtathletik, sondern Boxen. Dort konnte sie ihren Frust freien lauf lassen.
Einige der gut trainierten Männer kannten ihr Gesicht.
Daher wurde auch Yuma begrüßt. Zwar nicht herzlich, aber besser als gar nicht.
Niemand traute sich ihr in den Weg zu stellen oder fragte sich, warum sie hier ist. Nur ein paar Halbstarke, die eher selten da waren. Yuma besuchte diesen Ort ja auch nicht regelmäßig. Vielleicht einmal die Woche oder wenn die Kinder zwangsweise woanders waren.

Es ging in Richtung Umkleide. Dort wurde die Kleidung gewechselt. In etwas sportliches wodurch ihre eher zierliche Körperbau noch mehr zur Geltung kam. Jedoch war sie hier als Bestie bekannt und galt als fast ungeschlagen. Regelmäßig mussten die Boxsäcke wegen ihr erneuert werden.
Selbst die Dübel hielten manchmal die Belastung nicht stand.
Heute würde sie nur kurz ihren Frust ablassen, sich verausgaben und zu Hause ein Bad nehmen. Ihr Mann darf die Kinder nach Hause bringen. Ja das wäre ihr heutige Tagesablaufe.

Schnell zog sie die Handschuhe über, holte zum Schlag aus und dann kam ihr jemand in die Quere. Einer der neue Halbstarken hatte sich zwischen ihr und ihr Ziel gestellt. Ihr Schlag, traf ihn voll ins Gesicht. Wie ein nasser Sack ging der Kerl zu Boden. Yuma sah ihn kurz an.
"Hat ihn niemand aufgehalten?" Fragte sie in der Runde. Alle schüttelten nur den Kopf.
Dann sah sie zum ihm runter. "Falls du vor hattes mich abschleppen zu wollen, bist du bei mir an der falschen Adresse. Außerdem hast du verdammt großes Glück."
Für ihn endet der Tag mit einer eiskalten Abfuhr und extremen Schmerzen. Yuma atmete tief durch und setzte sich auf einer Bank. Irgendwie war jetzt gerade bei ihr die Luft raus. War gerade dieser einer Schlag ins Gesicht, was sie gerade wirklich gebraucht hatte? Eine Antwort darauf konnte sie nicht finden.

Survivor
03.02.2021, 02:24
https://abload.de/img/ketelavatar80kmi.jpg (https://abload.de/image.php?img=ketelavatar80kmi.jpg)
Mit einem kurzen ploppenden Geräusch, waren die Ratten auch schon wieder verschwunden. Ketel war enttäuscht, hatte er sich mittlerweile doch mehr von diesen erhofft. Egal wie viele er auch gefunden hatte, er fand immer neue und alle brannten sie dann. Doch nun war der Spuk wieder vorbei und dass quieken der Tiere, wich der wohlbekannten Ruhe. Kurz schloss Ketel die Augen und stand einfach nur da, genoss es dieses Schweigen, doch gleich darauf schüttelte er sich kurz. Er schulterte die Schrotflinte und ging langsam erneut zu dem Plakat.

Es war von einem Rennen die Rede, in einem militärischem Gebiet unweit von seinem eigenen Unterschlupf. Da die Ratten mit einem Schlag verschwunden waren, hatte der Waffenmeister so eine Ahnung was für Typen ihn aus seinem, seiner Meinung nach, wohlverdienten Schlaf gerissen hatten. Doch mit diesen hatte er schon seid einigen Jahren keinen Kontakt mehr.
Und kaum einer wusste noch wer er wirklich war. Somit war seine Neugier geweckt. Das Rennen und das Ganze drumherum würde er wohl ignorieren aber er würde dort nach den Störenfried Ausschau halten.
Ketel zog sich seinen alten, schweren Ledermantel und dazu passende Stiefel an. Unter dem Mantel trug er noch eine taktische Weste und einen taktischen Gürtel. Am Gürtel trug er ein paar kleine Granaten um eventuelle Gegner zu blenden und dann fliehen zu können. Das letzte was er wollte, war festgenommen und verhaftet zu werden. Die Weste selber hatte Aufnahmen für die unterschiedlichsten Munitionsorten die Ketel nutzte. Seine Waffe hatte er am Rücken, unter dem Mantel verborgen, griffbereit wenn er sie brauchen würde. Wie gesagt, wenn es sich nicht vermeiden lies, würde Ketel sich einer Festnahme definitiv wiedersetzen.

Einige Zeit später, war Ketel dann auch auf dem Kasernengelände angekommen. Er war in das Innere eines der Gebäude eingedrungen und beobachtete mit einem kleinen Fernglas, aus dem Schatten des Raumes heraus, das Geschehen außerhalb des Gebäudes.

Constantine
03.02.2021, 03:25
https://abload.de/img/diamondavalukoy.jpg Auch nach etlichen Befragungen brachte das Gesuch keinerlei Erfolg. In der Tat
waren die Menschen in den Slums sehr schweigsam. Ein Umstand den Diamond durchaus begrüßte, waren es letzten Endes doch deren Schweigsamkeit
welche manchmal das ein oder andere Geschäft unter Verschluss behielt.
Eine neue Strategie musste her. Sie überlegte kurz während der Rest ihrer Männer noch den ein oder anderen Passanten befragte.
Mittlerweile verbreitete sich das Gerücht, dass die Golden Deers auf der Suche nach einem ruhmreichen Waffenmeister waren sehr schnell.

"Ok, Planänderung", ihr Angestellter horchte auf, "locken wir die Ratten aus ihren Nestern.. ein bißchen Geld ist doch immer dienlich", ihr Gegenüber nickte.
Und so verbreitete sich dass Gerücht bei hilfreichen Informationen über den dubiosen Waffenmeister dessen Namen noch Aufenthaltsort Diamond kannte, eine
lukrative Belohnung warten würde.

Ironhide
06.02.2021, 01:40
https://abload.de/img/dougava1.14tk0a.png
Es hätte gar nicht besser passen können denn in dem Augenblick wo Shinru wegfuhr und Douglas alleine zurückließ, klingelte das Smartphone und Seyrah meldete sich endlich. Sie teilte ihm mit, was sie hatte und Douglas erkundigte sich noch nach dder genauen Adresse der Werkstatt aber Seyrah meinte zwischen ihrem fluchen nur, dass sie ihm das soeben als Nachricht schon gesendet hätte.
„Gut. Ich gebs weiter. Ich denke die Jungs in der Zentrale können n Drohne und ein Eingreifteam bereitstellen, nur für den Fall der Fälle. Und du kennst die ja, wenn die nicht gesehen werden wollen, sieht man die auch nicht.“ Erneut kam dumpfes gepolter und ein fluchen von der Gegenseite, doch bestätigte Syerah ihm das sie das verstanden hatte.
„Ich werde heute Abend da sein, pünktlich.“
Kurz darauf war das Gespräch dann beendet. Es war noch nicht mal Mittagszeit, also noch ausreichend Zeit. Außerdem musste er erstmal zurück zur Uni. Glücklicherweise fuhr eine U-Bahn nicht weit entfernt von hier die in wenigen Minuten da sein würde. Zurück bei der Uni nahm er seinen Deinstwagen und fuhr zurück in die Zentrale, um einen ersten Bericht des Tages zu verfassen. Schreibarbeit gehörte halt zum Job und bevor er sich die Nacht um die Ohren schlug um alles niederzuschreiben, fing er lieber jetzt schon an und würde den Bericht so über den Tag hinweg immer erweitern. Vielleicht nicht die eleganteste Lösung, denn nicht immer klappte das, aber er hatte sich damit arrangiert.

Douglas saß nun schon seit zwanzig Minuten am Rechner und tippte vor sich hin, als sein Smartphone vibrierte. Eine Nachricht war eingegangen, doch die Nummer war ihm unbekannt. Erst als er sie laß, konnte er sie zuordnen.
‚Schön, dass sie dabei sind, Mr Ryusai. Mit dem Rennen ist mir bereits bekannt und ich könnte ein paar zusätzliche Augen dort gebrauchen. Sie müssten jemanden für mich im Auge behalten. Aber bitte nicht eingreifen solange ihr Leben nicht unmittelbar in Gefahr ist. Achten sie auf die Fahrer, sie werden schon wissen wen ich meine, wenn sie sie sehen.‘
Douglas brauchte den Namen nicht zu nennen, wenn Shinru nicht völlig auf den Kopf gefallen wäre, dann sollte er eins und eins zusammenzählen können und sich denken, dass er Seyrah meinte. Über so viele andere hatten sie ja nicht gesprochen. Er selbst konnte sich dann etwas freier bewegen und seine Augen auf andere Gestallten richten. Er wollte heute die Wettleute ins Visier nehmen, denn oft arbeitet die mit den Organisatoren zusammen und das wollte er ausnehmen. Ein paar Wetten kleine Wetten bei dem ein oder anderen Buchmacher platzieren, nichts Großes, aber das war immerhin eine Möglichkeit, die Leute zu Gesicht zu bekommen und wer weiß was sie so von sich gaben in einem belanglosen Gespräch.

Nachdem er sich nach und nach einen Plan zurechtlegte, war es dann auch an der Zeit, sich entsprechen auszurüsten. Noch hatte er genug Zeit und würde den Weg zur alten Kaserne selbst zu Fuß problemlos schaffen. Mit dem Auto sogar zwei oder dreimal. Ein Abstecher zur Waffenkammer war eh noch Pflicht. Dort angekommen begrüßte ihn Alessio auf seine gewohnt überschwängliche italienische Art.
„Bist du gekommen um dir von mir endlich eine original italenische Pasta machen zu lassen, oder willst du nur deine Smith & Wesson Model 500 abzuholen?“ Alessio war hier geboren und damit einer der wenigen waschechten Italinener die Douglas kannte.
„Du meinst die Pasta deiner Frau? Klar gerne, aber leider wird das wohl nichts. Hab zu tun die Nacht über. Ich bräcuht n Weste und ja, meinen Revoler brauch ich auch.“ Alessio verschwand kurz in die tiefen der Waffenkammer und war nach nicht mal einer Minute wieder zurück und legte die geforderten Sachen auf den Tresen vor ihm hin. Die Weste würde man unter der Kleidung erst spüren, wenn draufschlug, ansonsten war sie unter normaler Kleidung praktisch unsichtbar. Damit war Douglas vor jeder Messerattacke und den üblichen Schusswaffen geschützt. Wichtiger jedoch war sein Revolver, einer der stärksten Handfeuerwaffen die es überhaupt gab. Dafür musste er sogar sein Schulterholster wechseln, aber das wusste Alessio ebenso und legte ihm sein zweites, für den Revoler raus. 5 Kugeln passten in die Kammer und mit jedem Schuss würde er Großwild in Afrika jagen gehen können. Irgendwie hatte Douglas das Gefühl, das er diese Durschlagskraft gebrauchen könnte, zumal man damit auch Problemlos den Motorblock eines Rennwagens unbrauchbar machen konnte.
„Munition? Wieviel willst du, Doug?“
„Geb mir mal zehn Moon Clips mit. Das sollte reichen.“ Damit würde Douglas über insgesamt 55 Schuss verfügen. Ausreichend genug und immerhin musste er die auch alle noch verstauen. Sechs davon hatten Platz im Holster, vier weiter wanderten einfach in seine Taschen. Damit war er dann für den Abend auch gut ausgestattet. Nun blieb nur noch Seyrah davon in Kenntnis zu setzten, das er Shinru gefunden hatte und er ebenso vor Ort sein würde.

Gosti
09.02.2021, 04:15
https://i.imgur.com/XM4BRQI.pngJuri kam ja nur zum Markt um tatsächlich einzukaufen, nicht um, wie es ihr sicherlich einige Zutrauen würden, Leute auszunehmen. Am solchen Orten ging das ja besonders gut, aber Juri hatte einfach gewisse Grundregeln, und insofern sie nicht mitbekommen würde wie jemand anderer schwächere oder unwissende ausnutzt, würde sie hier auch niemals jemanden um sein Geld erleichtern. Leute kamen hier her um Lebensmittel zu kaufen, oder andere Sachen die sie meist dringend benötigen, da wollte sie nicht jemand sein der sie von diesem Vorhaben abhalten würde... Außerdem war der Markt auch noch eine Goldgrube für etwas anderes als Geld, und zwar Informationen. Mit einem guten Blick und noch besserem Gehör konnte man hier sehr Wertvolle Informationen sammeln, aber das machte man wohl am besten Diskret, und nicht so offensichtlich wie die Leute die hier gerade eher auffällig die Leute befragten...
Ganz offensichtlich versuchte wohl eine Bande mal wieder irgendetwas zu finden, vermutlich was ihnen gestohlen wurde. Was es auch war, heute hatte Juri kein Interesse darüber mehr herauszufinden und eventuell Kapital davon zu schlagen. So wich sie geschickt jedem aus der hier nach Informationen fragte, doch als sie mitbekam dass man eine Belohnung für Informationen bekam, wurde die kleine Diebin dann doch ein bisschen hellhöriger...

Während Juri ihren Einkauf tätigte, was wirklich nur Nudeln, Pesto und etwas Gewürze waren, hatte sie ihre Lauscher weit offen um Informationen zu sammeln was die Leute denn nun genau suchten, aber von dem was sie auffangen konnte war nicht wirklich viel Hilfreiches dabei... Es wirkte fast so dass diese Handlanger selbst nicht genau wussten nach was sie suchten, nur dass sie 'jemanden' suchten, und das war für Juri etwas wo sie schnell schlechte Laune bekommen konnte, hauptsächlich weil das erste was ihr da durch den Kopf ging dass hier entweder jemanden umbringen will, erpressen oder anders jemanden ausbeuten zu versucht, vor allem wenn es um jemanden geht der sich besonders gut mit Waffen auskennen soll... Dennoch, vielleicht könnte sie ja doch ein gutes Geschäft für sich herausschlagen, ohne jemanden zu verraten. Zuerst war es allerdings wichtig herauszufinden von was für einer Summe man sprach, und nach den Motiven, auch wenn sie da davon ausging dass man ihr eine Lüge auftischen würde.

"Heya, ich hab gehört wie deine Handlanger nach jemanden sucher. Vielleicht kann ich ja helfen. Von was für einer Summe reden wir denn hier allerdings?" fragte Juri nachdem sie einfach vor Diamond sprang und sie so direkt konfrontierte. "Oh? Wieso ich damit zu dir komme? Nun, ich quatsche lieber mit denen die Ahnung haben, und ist ja nicht zu übersehen dass die für dich arbeiten, so wie du hier absolut überhaupt nichts zu tun haben scheinst, und nur die Leute beobachtest^^ Also? Wer wird gesucht? Ich bin recht gut im Leute finden." Ihre Stimme war schrill, gut gelaunt, und Juri schien auch gleich Fragen zu beantworten die noch überhaupt nicht gestellt wurden^^

Constantine
09.02.2021, 18:21
https://abload.de/img/diamondavalukoy.jpg Eine schrill, fröhlich wirkende Gestalt trat plötzlich aus der Deckung hervor ein wenig Unverschämt wie der Handlanger von Diamond fand doch diese hielt ihren Gefährten mit einer einfachen Gestik in Schach. Musternd wanderten ihre Augen an Juri herab. Es war letzten Endes immer der gleiche Fall. Geht es um Geld kommen die Ratten aus ihren Löchern.
Diamond sah Juri direkt in ihre Augen und kam gleich zum Punkt. "Die Belohnung liegt bei 5000 Dollar, die Hälfte, wenn sich die Infos als dienlich erweisen, den Rest nach Erfolg des Auftrages".

Ihre Augen ruhten nach wie vor auf denen von Juris, das Mädchen wirkte fröhlich. Vielleicht könnte man die Kleine für spätere Dienste gebrauchen. Diamond streckte sich.
"Ich suche nach einem Waffenmeister.. der hier in den Tiefen der Slums leben und arbeiten soll.. seine Arbeit ist Gerüchten zu folgen brillant und Waffen müssen mit der Zeit nachjustiert werden, warum dann nicht an den Besten der Besten sich wenden".

Diamond las jegliche Gesichtszüge von Juri um ihr Gegenüber besser einzuschätzen. "Wie du sicher festgestellt hast, sind meine Leute alles andere als Spezialisten, wenn es darum geht jemanden ausfindig zu machen.. der selbst ein Geist zu sein scheint", ein leichtes Seufzen entwich ihrem Munde. Sie streckte sich. "Und, wenn ich zufrieden mit deiner Arbeit bin, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass in Zukunft des öfteren ein lukrativer Deal für dich herausspringt". "Dann kannst du dir ein bißchen mehr als Nudeln.. und einfaches Pesto leisten".

Eine durchaus ernst gemeinte Reaktion Seiten Diamonds, das leichte Lächeln unterstrich ihre Aussage. Interessiert beobachtete sie Juri weiterhin. Würde die kleine Diebin den Deal eingehen oder doch auf ihren Instinkt hören.

Gosti
12.02.2021, 00:47
https://i.imgur.com/XM4BRQI.pngJuri hatte diese Rolle des schrillen, aufgedrehten Mädchens völlig intus von all den Rennen wo sie ja auch noch mit schrillen Farben rum lief. Es half einfach dass man sie nicht so leicht erkennen würde wenn man ihr mal auf der Straße begegnen würde. Und so war sie auch hier etwas aufgedreht, immer etwas in Bewegung und vor allem der Leibwache von Diamon aus dem Weg gehend während sie zuhörte, wobei die Summe sie dann schon kurz stocken ließ. Das war deffinitiv eine Null mehr als sie erwartet hatte, und fast schon so als hätte diese Fremde einen Köder genau für sie ausgelegt, biss Juri an.
"Naja... Waffenhersteller gibt es viele, manche gut, ein paar wenige sogar richtig brauchbar, aber sein wir uns mal ganz ehrlich hier, das beste Zeug was du hier bekommst ist ja eigentlich schmuggelware aus der HighCity. Die haben ja all diesen Neumoderne Technik-Shit wie Laserknarren, lenkgeschosse und keine Ahnung was... Also wenn so etwas suchst kann ich sicherlich den einen oder anderen Unterhändler vermitteln, aber wenn du jemanden suchst der deinen alten Schrott anständig aufwertet... Weißt du was, meine Freundin könnte da durchaus die nötigen Infos dafür haben, also wenn du mir sagst wie ich wieder mit dir in Kontakt treten kann, dann kann ich womöglich die Infos liefern die du brauchst, weil das da..." und dabei zeigte sie auf die ganzen Typen die sie rausgeschickt hatte um die Leute zu fragen "damit erreichst gar nichts. Wenn man nach Infos fragt bekommt man allen möglichen Schrott, nur nicht das was man braucht. Für Infos braucht man gute Ohren, Fingerspitzengefühl, und Kontakte." erklärte sie locker lässig.

Auch wenn Diamond wirklich trainiert war Gesichtszüge zu lesen, so sollte es doch schwer sein zu erkennen ob Juri das alles ernst meinte oder sie hier gerade über den Tisch zog, einzig ihre Reaktion auf den Geldbetrag war eindeutig, aber bei dem Angebot für mehr lächelte Juri nur. "Hmm, mal sehen. Ich mags nicht mir zu viel vor zu nehmen, und für mich gibts nur eine Person zu der ich mich verpflichtet fühlen will. Wobei süß wärst ja, da hätte ich nichts gegen etwas mehr zusammenarbeit^^" sagte sie kichernd und wollte ihr über die Wange streichen, was ihr ihre Leibwache unterband. Berührungen waren dann doch etwas zu viel, aber bei Juri ging es so oder so nur darum ihr Gegenüber etwas aus der Bahn zu werfen

Constantine
12.02.2021, 12:17
https://abload.de/img/diamondavalukoy.jpgEin interessanter Charakter wie Diamond fand. Obwohl es ihr eigentlich leicht fallen sollte anhand der Gesichtszüge die wahren Absichten ihres Gegenüber abzulesen, war es bei dieser Person recht schwierig. Ein Umstand der ihr Interesse regte.

Als das Mädchen sie jedoch an der Wange berühren wollte, schritt Diamonds Handlanger ein, nicht um diese zu schützen, sondern um Juri zu schützen. Kannte dieser doch zu gut seine Chefin. Ihre Hand griff in ihre Jackentasche und übergab ihrem Gegenüber ein Klapptelefon auf der Rückseite war ein goldener Hirsch eingraviert.

„Mit diesem Telefon erreichst du mich direkt, dass ist eine sichere Leitung“. Erklärte sie. „Die erste Hälfte der Summe gebe ich dir jetzt, wenn du mich abziehst, finde ich dich doch für so naiv halte ich dich nicht, dafür bist du zu sehr auf mein Angebot eingegangen“, Diamond machte ihrem Gegenüber gleich klar mit was für einer Person sie es zu tun hatte. Das freundliche Lächeln Seiten Diamonds umstellte noch ihre Aussage.

Ihr Handlanger übergab Juri einen kleinen Umschlag mit dem Geldbetrag. Diamond schnippte kurz mit ihren Fingern und der Rest ihrer Männer war binnen weniger Minuten bei ihr. „Also dann schrilles Mädchen, ich freue mich auf unsere Zusammenarbeit“, mit zufriedenem Lächeln verabschiedete sich die Bande von Juri und ließ das Mädchen dann alleine zurück.

Diamond war höchst entzückt, entweder die Kleine wusste nicht wer sie war oder stellte sich einfach unschuldig, oder war einfach ein brillantes Mastermind. Ja, sie war sich ziemlich sicher noch öfter von Juri zu hören, wenn dieses auch noch keine feste Zusage gab.

Gosti
12.02.2021, 23:43
https://i.imgur.com/XM4BRQI.pngJuri nahm das Klapphandy einfach an, aber in ihrem Blick sah man sofort eine gewisse Unsicherheit und Überraschung. Einerseits weil sonst niemand hier einfach so etwas verschenkte, und weil sie aus gutem Grund keines dieser Dinger bei sich trug... Sie mochte keine Technik wo man jemanden Zurückverfolgen konnte, aus diesem Grund hatte sie selbst auch kein Handy. Sie würde das wohl irgendwo verstecken bis sie es zu gebrauchen gedenkt. Aber auch die Tatsache dass ihr diese Frau einfach so die 2500 Dollar gab war... irgendwie beunruhigend... Sie konnte das Gefühl nicht los werden dass sie sich hier gerade zu etwas verpflichtete was ihr überhaupt nicht gefiel... Das war auch der Grund wieso sie es sogar ablehnte. "Nein. Das Geld könnt ihr mir geben sobald ich irgendwelche Infos finde, und den Rest könnt ihr mir dann ja geben wenn es Hilfreich für euch war." sagte sie, womit sie sicherlich ebenfalls auffiel. Niemand sonst hier würde einfach so geschenktes Geld ablehnen, aber zeigte auch dass sie sich nicht einfach blindlinks auf Angebote einging. Und außerdem wollte sie nun mehr denn je herausfinden mit wem sie es überhaupt zu tun hatte.
"Aber ich melde mich sobald ich mehr weiß, dann können wir über eine Entlonung reden, und eventuelle über eine weitere Partnerschaft?" Aber darauf bekam sie nicht wirklich eine Antwort als die Gruppe Juri hier einfach stehen ließ.

Neugierig guckte sich Juri dann das Handy an, öffnete es, ging mal kurz durch das Menü. Es war nur eine Nummer hinterlegt, auch sonst keine Nachrichten oder Anrufs-Verlauf... Das einzige was auf irgendetwas hinweisen würde war die Gravur auf der Rückseite, etwas was offensichtlich nicht vom Händler war... Vielleicht das Logo einer Organisation? Wie dem auch sei, Juri hatte eigentlich alles was sie hier brauchte, aber bevor sie nach Hause ging machte sie nochmal einen Umweg zu ihrem kleinen Lager, oder genauer gesagt in die Nähe, wo sie ein anderes kleines Versteck hatte, in dem Fall um das Handy los zu werden. Wenn da ein GPS-Chip drin ist will sie nicht getrackt werden. Sobald sie etwas weiß kommt sie wieder und holte es.
Nachdem das erledigt war ging sie aber nun endlich wieder zurück in die Wohnung die sie mit Yumiko teilte, doch leider war ihre Freundin nicht Zuhause. Aber irgendwie passte ihr das ganz gut, so legte sie alles ab und versuchte in der Küche die Nudeln vorzubereiten. War ja nicht all zu schwer, und wenn Yumiko dann wieder heim kommen würde, bräuchte sie es nur aufzuwärmen^^

Auren
14.02.2021, 10:15
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Sie war eingeschlafen. Hoch oben auf der Kletterwand. Ein Duft weckte sie auf. Verschlafen rieb Yumiko ihre Augen. "Bin ich etwa?" Ihre Glieder kurz streckend, begann Yumiko, dann den Abstieg. Ein Kinderspiel für sie. Die Kletterwand war ja nur dazu da um sich etwas die Zeit zu vertreiben. Für ein Training war sie zu einfach gehalten.
Unten angekommen musste Yumiko nur noch dem Duft folgen und da entdeckte sie jemanden in der Küche. Es war Juri. Kurz die Augen reibend, wartete Yumiko kurz. Aber nur kurz ehe es langsam, schon schleichend zu Juri rüber ging und sie von hinten umarmte.
"Hm was kochst du gerade? Das riecht verdammt gut."




https://abload.de/img/yuma22ava1.1ajjb0.jpg
Ja beim Boxen verging die Zeit viel zu schnell. Nebenbei musste sie sich auch gegen den einen oder anderen Angeber durch setzen. Deren Folgen, gebrochenes Nasenbein. Yuma war keine Frau die sich für deren Flirt versuche interessierte. Immer war die junge Mutter verheiratet und fühlte sich zu ihrem Mann hingezogen.
Zum Glück war sie ja jeden normalen Mann überlegen. Auch wenn sie nicht so aussah.
Nach dem kleinen Training ging es unter die Dusche. Dort traute sich niemand ihr in die Nähe zu kommen oder mal zu spannen. Der Letzte mussten seine Knochen wie Puzzle von den Ärzten zusammen gesetzt werden. Seitdem hängt da auch ein kleines Schild vor der Damenumkleide.

Nach dem Duschen zog sie ihre Kleidung an und verabschiedete sich von ihnen. Eigentlich wollte Yuma nach hause gehen. Ihr Mann sollte mit den Kindern zu hause sein, aber dann blieb sie stehen. Als wäre sie erstarrte.
"729, unsere Zeit ist gekommen. Schließ dich uns an. Die Stunde naht. Treffe uns an der Kaserne."
Diese Wörter drang in ihren Kopf ein und es gab nur einen, dem es gelingen konnte.
"Ich werde nicht zu dir kommen. Mir ist es egal, was ihr vor habt. Ich habe meinen eigenen Willen und werde mich euch nicht beugen!" War ihre Telepathische Antwort darauf.
Zwar wusste Yuma nicht an wem sie ging, aber die Person würde sie schon erhalten.
"Närrin. Du wurdest verpflichtet. Trainiert für diesen Tag."
Sie unterbrach die Stimme.
"Nur die Narren klammern sich an eine falsche Hoffnung. Vor drei Jahren sind wir an dieses Ziel gescheitert. Wir wurden aufgehalten. Ohne Befehle von ihm waren wir wie kleine Kinder und gerade Du willst diese Mission weiter ausführen? Alle hier in den Außenbezirken abschlachten? Auch mich? Nur weil ich jetzt dazu gehöre?"
Yuma musste nicht lange auf eine Antwort warten.
"Dann wirst du sterben, so wie alle Ratten in diesem stinkenden Drecksloch."
Damit war des Gespräch beendet.
Yuma wusste nicht wer es war. Sie holte ihr Handy heraus und begann eine Nachricht an ihrem Mann zu schreiben. Natürlich ließ sie dabei nichts aus. Er kannte ihre Vergangenheit. Auch ihre Taten. Doch jetzt war sie nun ein anderer Mensch und dies sollte so bleiben.

Ein zweites Blutbad wollte die junge Mutter nicht. Also musste sie die Person aufhalten und zwar mit allen Mitteln. Auch wenn es heißt jene zu töten, die einst wie ihre Geschwister waren. Doch dazu musste sie zur Kaserne. Den Übel an der Wurzel anpacken.

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Auftakt...

So langsam wurde es Zeit. Alle Akteure betraten den Schauplatz und damit waren nicht nur die Fahrer, die leichtbekleideten Frauen, den schnellen Fahrzeuge oder den Ermittlern des Büros.
Nein es zeigte sich ein weiteres Gesicht, sogar mehrere. Alle stammten sie aus der Vergangenheit. Niemand kennt ihre Namen. Sie sind wie Geister und doch gehören sie zu den Lebenden. Ein Ziel, ja sie verfolgen eines. Doch welches wird es sein?
"Wie die Ameisen raufen die sich zusammen."
"Sag bloß du bist noch sauer, weil die beknackte Idee nach hinten los gegangen ist?"
Es folgte keine Antwort darauf.
"Anstatt euch zu ärgern, sollten wir lieber nicht etwas Spaß haben? Wie wäre es eine Wette?"
Sprach eine dritte Stimme. Sie klang ruhig, aber alle beugten sich ihr.
"Keine Lust. Am liebsten würde ich von hier verschwinden. Hab da noch eine Rechnung offen."
Eine Hand berührte ihre Schulter.
"Dann hast du Glück. Der Narr ist hier. Besuch ihn, wenn du dich revanchieren möchtest."
Ein schelmischen Grinsen war zu sehen.
"Gern statte ich ihn einen Besuch ab und diesmal mach ich ihn kalt!"
Damit verschwand die Person in der Dunkelheit.

Nur um wenige Minuten bei Ketel aufzutauchen. Der Waffennarr bemerkte die Frau nicht.
"Lang ist es her. Lang war der Schmerz. Lang brannte das Feuer und lang werden deine Qualen sein."
Er drehte sich um. Seine Instinkt sagte ihm, dass er in Gefahr war und doch blieb ihm keine Zeit zum reagieren. Sie stand plötzlich vor ihm. Holte mit ihrem Bein aus und trat ihn voll zwischen Die Beine. Ketel ging erstmal zu Boden und hielt seine Kronjuwelen fest in seinen Händen.
"Na tat es weh? Du warst ja auch nicht nett zu meinen kleinen Tierchen. Die Schmerzen zahl ich dir doppelt heim."
Erneut holte sie aus und trat mit dem Fuß gegen sein Gesicht.
Doch dann hielt sie ein. Sie wirkte etwas abwesend.
"Schade." Die Frau beugte sich dem Narr herunter.
"Ein zweites mal Hast du Glück. Ich soll dich am Leben lassen? Keine Ahnung warum und bevor ich es vergesse. Ich habe eine Nachricht für dich." Sie richtete sich auf.
"Er wird kommen. Erneut auferstehen. Die Welt nur für uns. Euch niederen zu Sklaven machen. Außerdem hat er dich gern. Echt schade, aber dagegen kann ich nichts machen. Schöne Nacht noch. Freund der Waffen, der Narren und des Feuers."
Nach diesen Worten tauchte noch jemand auf. Jemand den die Frau ihren Respekt zollt und beiseite trat.
"Arbitrator Ketel oder sollte ich dich den Waffenschmied nennen? Ich muss mich für meine Freundin entschuldigen, aber du warst ja auch nicht gerade freundlich zu ihr. Dennoch bin ich gewillt ein Auge zu zu drücken." Er warf eine Akte zu Boden.
"Eine Aufgabe für dich. Es wird bald ein Ermittler auftauchen. Eine ist schon hier. Wirst sie aber nicht erkennen. Zwei andere von deiner Sorte sind ebenfalls aufgetaucht. Es wird also lustig."
Dann folgte eine Baupläne die auf den Boden geworfen wurde.
"Experimentell. Sie wurde nie gebaut. Gehört dir als kleine Belohnung für dein Auftrag. Bevor ich es vergesse, erwähne uns ruhig." Er drehte sich um. Die Frau hockte sich neben Ketel und legte ein Taschentuch neben ihn. "Du bist nicht ganz mein Typ, aber vielleicht unterhalten wir uns noch." Danach wandte sie sich ab und folgte den Mann. Beide verschwanden, so wie sie auftauchten, spurlos.

In der Zwischenzeit war ihr Besuch in der Werkstatt vorbei. Für Seyrah eine Tortur.
Doch zum Glück ging es nun zur Kaserne. Schnell verfasste sie eine Nachricht an Doug, dass sie nun unterwegs waren. Seine Nachricht hatte sie lesen können, aber der Inhalt sorgte nicht für eine Erleichterung. Doch vielleicht könnte sie mit den Jungs reden. Nicht über die Vergangenheit, eher für die Zukunft? Dies wird sich wohl noch ergeben.
Sie musste sich auf andere Dinge konzentrieren. Wie auf den Fahrer. Gut er würde nicht über sie herfallen, aber seine Freunde machten in der Werkstatt schon diverse Andeutungen. Zum Glück konnte Seyrah dem ausweichen.

Mit überhöhter Geschwindigkeit ging es zur Kaserne. Diesmal war keine Polizei zu sehen. "Machten die etwa jetzt schon Feierabend?" Dachte Seyrah kurz.
Am Ziel angekommen, wurde das Fahrzeug nicht gleich an der Startlinie aufgestellt. Nein eher zu den anderen PS Bonzen. Man wollte halt zeigen, angeben und natürlich auch sein Mädel präsentieren. All dies gehörte ja zu einem Rennen dazu. Dazu stellte sich Seyrah vor dem Fahrzeug. Ihr Fahrer stand neben ihr. Sie warteten auf die Anderen.
In dieser Zeit viel ein weiteres Fahrzeug auf. Einen Mustang. Eigentlich gehört das Fahrzeug nicht hierher, sondern im einem Museum.
Natürlich erweckte es bei Seyrah´s Fahrer das Interesse. Seyrah hingegen eher weniger. Sie entdeckte aber jemanden. Aus der Vergangenheit und ging zu ihm.
"Lang ist es her. Drei Jahre? Ihr hättet euch mal melden können." Sprach sie Shinru an.

Auch Doug erreichte nun die Kaserne. Die jungen Leute ignorierten ihn. Immerhin war er nicht in ihrer Altersklasse. Für einen Bullen hielten sie ihn jedoch nicht. Ansonsten wäre er schon lange zu einem Sieb verarbeitet worden. Die Jugendlichen zeigten zwar ihre Waffen, aber an sich wollten sie, dass dieses Rennen friedlich abläuft.
Der Ermittler Parkte, so Weise wie er war, sein Dienstfahrzeug sehr weit weg, von der Kaserne. Nur damit er unerkannt sich unter die Leute mischen konnte.
Schnell fiel ihm auf, dass es hier wohl anders zu ging als beim letzten Rennen.

Die Strecke war an sich noch nicht festgelegt. Einige bauten sie noch auf, aber das Gelände war riesig. Womöglich würde das Rennen nur hier stattfinden, anstatt auf den Straßen der Außenbezirke.
Selbst einige der Fahrer wirkten etwas anders als sonst. Einige schienen, aber die Ungewissheit zu mögen und gaben weiter mit ihren Fahrzeugen an.

Während die Vorbereitung für das Rennen liefen, sollte jemand seine nächtliche Planung über den Haufen werfen. Seine Wohnungstür wurde eingetreten. Ein paar Männer stürmten die Wohnung. Seine Vermieterin hatte die Schnauze voll. Schon lange wollte sie die Wohnung sanieren und dieser Mann war ihr im Weg. Daher musste er nun weichen und dies geschah mit Gewalt. Man stülpte über seinen Kopf einen Sack. Wehren konnte er sich dadurch nicht mehr. Dann zog man ihn in ein Fahrzeug und fuhr los Dorthin wohin es seinen Entführern gerade passte. Von den Stimmen her waren es jugendliche. Sie erfreuten sich über das leicht verdiente Geld.
Sie schliffen Viktor zur Kaserne. Am Eingang schmiss man Viktor. aus dem Sprinter. raus. Sie wollten nicht mit ihm zusammen hängen.

Unterdessen betrat eine weitere Person das Gelände. Zusammen mit ihrem Gefolge. Was sie hier trieb, wusste keine Sau. Nur, dass es ärger bedeuten könnte, aber sie verhielt sich jedoch sehr ruhig. Noch. Nur wie lange? Freundlich wurde sie ja nicht begrüßt. Grund waren ihre Gorillas und sie war nicht attraktiv, für die jungen Leute.
Damit waren sie nun alle da. All diese Menschen, aus den unterschiedlichen Schichten der Bevölkerung. Rotten sich hier zusammen, um ein Rennen zu verfolgen, welches eigentlich Illegal war und dennoch irgendwie geduldet wurde.

Constantine
15.02.2021, 10:27
https://abload.de/img/diamondavalukoy.jpg Endlich erreichte Diamond den Ort wo das Rennen stattfand, der Waffenmeister musste so oder so warten. Noch hatte sich ihr neuer Kontakt nicht gemeldet. Das Juri dann dass Geld jedoch ablehnte, war eine überraschende wenn doch nicht unwillkommene Reaktion.
Eine uralte Kaserne. Draußen in den Tiefen der Slums. Kein Wunder, dass es so schwer war diese Bande ausfindig zu machen.

Diamond stieg mit samt ihren Gefolge aus dem Fahrzeug. Freundlich begrüßt wurden diese ja nicht gerade. Doch das störte sie nicht sonderlich.
Ihre Augen wanderten langsam durch die unzähligen Reihen der Teilnehmer. Mit langsamen Schritten durchwanderte sie die Umgebung. Teenager, nichts als Teenager oder heranwachsende Jugendliche waren hier. Ein Seufzen entwich ihrem Munde. Kurz glitten ihre Finger über ihre Stirn. Warum war sie nochmal hier? Ja richtig, weil man die Gelegenheit für potenzielle Geschäfte niemals ausschließen darf.

Doch warum verfickt nochmal waren hier fast nur Jugendliche?! Ein Umstand der ihre Laune weit nach unten schnellen ließ. "Boss", bemerkte einer ihrer Handlanger, "bleib jetzt ganz ruhig, wenn du hier jetzt für Aufsehen sorgst und alles und jeden abmurkst, bekommen wir gar nix raus". "Schon gut, schon gut, schon gut", erwiderte Diamond, "ich werde diesen Kids schon nichts ant-", ihre Ohren wurden hellhörig, als sie eine Unterhaltung einiger Jugendlicher Fahrer wahrnahm.

Jemand erwähnte in übertriebener Dramatik einen Autounfall von vor wenigen Tagen gerade erst passiert. An einer wohl bekannten Bar. Schrilles Lachen war die Reaktion der umstehenden Jugendlichen, "und dann hab ich die Karre einfach dort stehen lassen, der Geländewagen war ein reinster Schrotthaufen, der Besitzer wird schön blöd aus der Wäsche geschaut haben, bwhahahah!", Diamonds Augen ruhten nun auf denjenigen, der unüberhörbar seinen Triumph auskostete. Die umher stolzierenden Mädchen die nur einen Hauch von Nichts anhatten, liefen unbekümmert an Diamonds Gruppe vorbei.

"Macht unauffällig ein Foto von dieser Rotznase", flüsterte Diamond und begab sich weiter in die Menge. Ihren Handlangern befahl sie das Gleiche. Die Männer teilten sich auf um dem Schauspiel beizuwohnen. Sollte etwas passieren, waren diese immer in ihrer Nähe. Doch um ihren Boss machte sich niemand allzu große Sorgen. Was Diamond auffiel, war dass jeder der jungen Fahrer sein Fahrzeug stark in Szene setzte. Das eine prunkvoller, als das andere, was durchaus seinen Reiz hatte. "Hmm.. ich frage mich wer diesen Gören wohl die finanziellen Mittel zur Verfügung stellt", murmelte sie mehr zu sich selbst. Es war ihr vollkommen gleich, ob jemand mithörte. Es war viel interessanter sich die einzelnen Autos anzuschauen.

Gosti
15.02.2021, 23:06
https://i.imgur.com/XM4BRQI.pngJuri wusste gar nicht dass Yumiko da oben ein kleines Trainingsgelände hatte, aber das zeigte ihr auch irgendwie wie wenig sie eigentlich über sie wusste, noch weniger als über sich selbst... Aber die Begrüßung war dennoch schön, und Juri hielt Yumikos Hände fest als sie sie so von hinten umarmte, und lehnte sogar leicht ihren Kopf nach hinten gegen ihre Freunding, eine Geste die man von ihr gar nicht so kannte, genausowenig dass sie überhaupt kochte, so als hätte ein Kind etwas angestellt und würde nun versuchen es so wieder gut zu machen^^
"Du kennst mich doch, bei allem wo man ein Kochbuch benötigt läuft man Gefahr dass ich eine Biologische Waffe daraus mache, daher nur was simples. Aber ich hab gar nicht bemerkt dass du Zuhause bist, zumindest bist du nicht durch die Wohnungstür rein?" fragte sie doch leicht verwundert während sie innerlich etwas nervös wurde, nicht wissend wie sie das eigentlich sagen soll was sie wollte, und sogar das mit dem Geschenk wirkte langsam eher wie eine dumme Idee... Vielleicht sollte sie das alles einfach lassen und es bei einem normalen Mittagessen belassen^^

Rosered_Strauss
16.02.2021, 03:31
Der heutige Tag verlief ganz und gar zu Viktors Ungunsten. Nicht nur, dass er bereits einen beinahigen Zusammenbruch erlitten hatte - nein, die Nachwirkungen davon (das Schluchzen und das quälend langsame sich-wieder-in-den-Griff-bekommen) trieben seine Vermieterin auch noch zur Weißglut, sodass sie nach einigen derben Worten und Schlägen gegen seine Wohnungstür von Dannen zog. Er war sich noch nicht einmal sicher, ob sie die Beleidigungen, mit denen sie ihn versehen hatte, tatsächlich ausgesprochen worden waren oder nur in ihrem Kopf bestanden...

Nach einer kargen Mahlzeit hatte er sich soweit gefasst, dass er seine Staffelei aufbauen und den Versuch starten konnte, sich wieder etwas zu beruhigen. Mangels eines Auftrags machte er sich nicht an einem Porträt sondern einem Stimmungsbild zu schaffen. Einem abstrakten, von kräftigen Farben gekennzeichneten Werk, welches eine seiner heutigen Erfahrungen verarbeiten sollte. Es war ein Bild, welches die tiefe Trauer eines Mannes darstellen sollte, der sich nicht sicher war, ob er schlief oder wachte. Seit einem schweren Schicksalsschlag hatte er sich dieser Stadt und seinem Umfeld entfremdet gefühlt, ja sich sogar in der eigenen Haut kaum noch erkannt. Seine Gedanken wurden von Tag zu Tag weh- und schwermütiger; etwas, was Viktor in tiefen Blautönen festhielt.

Wie immer half ihm die Kunst, sich wieder zu besinnen. Es war das einzig effektive Mittel, welches er für sich entdeckt hatte; besser noch als die Substanzen, die er sich in einigen schweren Phasen testweise injiziert hatte. Es half ihm, er selbst zu bleiben, half ihm dabei, die Emotionen anderer von den Seinen zu trennen. Und so floss die Schwermut in Farben aus ihm heraus auf die Leinwand, als er sich Pinselstrich für Pinselstrich beruhigte - bis plötzlich alles um ihn herum einem Alptraum wich. Seine Türe wurde aufgebrochen, mehrere Personen verschafften sich zutritt zu seiner Wohnung, offenkundig auf der Suche nach ihm. Er wurde niedergeschlagen, gefesselt, geknebelt und geblendet, indem man ihm einen Sack über die Ohren zog. Die Ruhe, die er sich mühsam erarbeitet hatte, war mit einem Schlag wieder zunichte gemacht worden -was blieb war nur noch der Lärm, der seinen Kopf bestürmte.

Er bekam kaum mit, wie sie ihm wohin auch immer brachten. Aus der Kakophonie der Gedanken, Emotionen und halbgaren Ansichten, die seinen Verstand bestürmten, konnte er heraus finden dass seine Peiniger wohl noch recht jung waren. So war auch die Schadenfreude, die sie ihm entgegen brachten; als sie ihn schlicht aus dem Sprinter hinaus warfen und einfach liegen liessen, etwas entschieden jungenhaftes. Mit einem harten Schlag prallte er auf den Gehweg als seine Lungen daran arbeiteten wieder Sauerstoff zu bekommen. Doch weitaus schlimmer noch als der körperliche Schmerz war der Umstand, dass sie ihn in ein bewohntes Gebiet geschmissen hatten. Er war ohnehin schon verängstigt und beinahe panisch, und das Gemisch der Emotionen, die nun auf ihn eindroschen, gab ihm den Rest. Er konnte keine Worte mehr formulieren, keinen klaren Gedanken mehr fassen - er schrie nur noch, schluchzte und flehte um Stille; eine Bitte, die die Umstehenden nur noch argwöhnischer machte. Selbst als ihm irgend jemand aufhalt gelang es ihm kaum, seine Gedanken zu fokussieren; ein heiseres Wimmern war alles, was seiner Kehle entwich.

hakuryu
17.02.2021, 04:28
https://abload.de/img/shinruava1.1ujk8y.jpg (https://abload.de/image.php?img=shinruava1.1ujk8y.jpg) Der Showbereich war diesmal breit gefächert. Sie waren recht zeitig angekommen und postierten sich am Rand. Was nicht hieß das sie das auch lange waren. Anders als am Vortag, schienen sich erstmal alle Teilnehmer präsentieren zu wollen oder müssen. Die Strecke stand wohl noch nicht wirklich fest und es wurde fleißig an den Absperrungen gebaut. Auf der Fahrt war dem Telepathen nicht entgangen das sein bester Freund gern geschaut hätte was er aus dem Wagen alles rausholen könnte. Mitlerweile hatten beide Männer genug Ahnung von Motoren und Autos um zu wissen was sie da gerade für einen Schatz durch die Gegend kutschierten. Anders als das Aussehen vermuten ließ, handelte es sich nicht, wie zuerst vermutet, um einen wirklichen Oldtimer. Das traf nur auf den Jaguar zu. Auch wenn der Mustang äußerlich wie aus dem 21. Jahrhundert aussah, der eingebaute Motor sagte da etwas ganz anderes. Shinru hatte die Daten aus dem Fahrzeugschein geprüft und war sehr überrascht gewesen. Doch bevor er es an Tegan weiterreichen konnte ging bei ihm eine Nachricht auf dem Handy ein.
Schön, dass sie dabei sind, Mr Ryusai. Mit dem Rennen ist mir bereits bekannt und ich könnte ein paar zusätzliche Augen dort gebrauchen. Sie müssten jemanden für mich im Auge behalten. Aber bitte nicht eingreifen solange ihr Leben nicht unmittelbar in Gefahr ist. Achten sie auf die Fahrer, sie werden schon wissen wen ich meine, wenn sie sie sehen.
Haben wir uns doch nicht geirrt als wir Seyrah gesehen haben. Ich bezweifle das er Juri gemeint hat, er hätte sie sonst erwähnt. Wir sollen die Fahrer im Blick behalten. Von dem Lilahaarigen bekam er nur ein zustimmendes Nicken. Schon allein die Aufmachung des Mustang erregte Aufsehen. Mit einem Seufzen konzentrierte sich Shinru und schraubte seine telepathische Reichweite massiv runter. Seine "Komfortzone" lag normal bei guten drei Metern, nur waren hier zu viele Menschen und er war nicht darauf erpicht von den Gedanken Anderer erschlagen zu werden. Zeitgleich hielt er so quasi noch einen Kanal offen falls Tegan oder Ayano etwas auffiel. Trotzdem verlangte es ihm Konzentration ab diesen kleineren Radius beizubehalten.
Ich werde mich ein wenig umsehen. Vielleicht schnappe ich ja was auf. Es scheinen auch nicht nur die selben Leute wie gestern da zu sein. Ich melde mich wenn was ist. Nimmst du Ayano mit? Nein, sie soll beim Mustang bleiben. Mit Ryu hab ich auch so noch einen Blick auf euch. Er gab seiner Freundin noch einen Kuß auf die Stirn und einen neckenden Klaps auf den Hintern (begleitet vom Gegröle einiger Umstehender) und verschwand in der Menge.
Ayano war doch wirklich ein wenig rot geworden. Wehe du lachst. Würde mir nicht im Traum einfallen. Das Grinsen in seinem Gesicht strafte seine Aussage Lüge. Dann wollen wir mal präsentieren was wir hier feines haben oder? Aber gern doch "Süßer" Lachend posiert sie verheißungsvoll halb auf der Haube und erntete so manche anerkennde Pfiffe. Sie erregte Aufmerksamkeit. Nicht nur wegen ihrer guten Figur, sondern gerade weil ihre Kleidung eher verbarg als das sie zeigte. Das in Verbindung mit dem Mustang hatten sie recht schnell eine kleine Traube von Schaulustigen. Fragen schossen von allen Seiten bezüglich des Autos auf sie zu. Freimütig wurden diese beantwortet, in den Motor geschaut, die Ausstattung bewundert, Fotos geschossen und gefragt ob Shinru am Rennen teilnehmen wolle. Letzteres wurde kategorisch abgelehnt. So mancher atmete erleichtert auf.
Nicht lange und es tauchten zwei bekannte Gesichter auf. Der Mann hatte nicht nur Interesse am Mustang, sondern auch in den Augen des Taschendrachen zu viel an Ayano. Er hatte sich bis jetzt wirklich sehr vorbildlich verhalten und sah wie ein hüpsches Accesoire aus. Das leiche Aufstellen des Felles war kaum wahrnehmbar. Ein angedeutetes Kopfschütteln des Blonden machte Ayano aufmerksam. Sie strich beruhigend über den Rücken den kleinen Drachengeistes. Sie unterhielt sich mit dem Fahrer und bekam nur am Rande mit das seine Begleitung mit Shinru sprach.

Lang ist es her. Drei Jahre? Ihr hättet euch mal melden können. Den angenehme Altton ihrer Stimme hatte er lange nicht gehört. Trotzdem war er noch vertraut. Hey, lange nicht gesehen. Wenn ich deine Nummer gehabt hätte, wäre was drin gewesen. Kurz sondierte er ihre oberflächlichen Gedanke und fand bestätigt das sie undercover war. Leicht neigte er sich seiner ehemaligen Kollegin entgegen. Ich wußte gar nicht das du auf Rennen stehst. Der junge Mann hier hat mich netterweise zu dem Vergnügen gebracht. Shinru konnte sich bei dem versteckten Augenrollen ein Lächeln nicht verkneifen. Brauchst du Hilfe? Bis jetzt nicht. Ich hab noch nicht die Infos die ich brauche. Deine Freundin? Eine Freundin, aber nicht "meine". Ein Grinsen auf beiden Gesichtern. Kommst du zurück? Süße, ich war nie wirklich weg. Mit diesen Worten strich er ihr sanft über die Wange. Nach außen sah es wie ein Flirt aus. Was ist mit Takahiro? Von ihm weiß ich nichts. Er hatte vor mir Psycorp verlassen ...

Weiter kam er nicht. Mit der Gewalt eines Gewittersturms brachen fremde Gedanken in seinen Schädel ein. Vor Schmerz knickten seine Beine weg. Geistesgegenwärtig griff Seyrah zu und hielt ihn. Die Gedanken waren so laut als würden sie direkt neben seinen Ohren gebrüllt werden. Offensichtlich gab es hier einen weiteren Telepathen. Einem dem völlig egal war das ihn jemand außer der Zielperson hören könnte. 729 ... Zeit ... gekommen. Schließ ... an. Die Stunde naht. Treff ... serne. När ... verpflichtet ...Trainiert ... sen Tag. Der "Empfang" war trotz der Lautstärke schlecht und die Antworten bekam er nicht mit, schienen aber anders auszufallen als gewünscht, was der letzte Satz dann auch bewieß. Dann wirst du sterben, so wie alle Ratten in diesem stinkenden Drecksloch. Das war übel. Und zwar richtig übel. Ganz ähnliche Gedanken kannte er aus dem Kopf des ehemaligen Präsidenken von Psycorp. Wessen Gedanken das jetzt waren konnte er nicht feststellen. Auffliegen war das Letzte was sie jetzt brauchen konnten. Das er wußte das was geplant war könnte ihnen einen kleinen Vorteil verschaffen die Leute zu retten. Vor was auch immer.
Shinru wandte sich flüsternd an Seyrah. Hast du Rückendeckung das du schnell hier raus kommst? Irgendwas stimmt hier ganz und gar nicht. Jemand will die Außenbezirke vernichten. Weißt du was davon? Der überraschte und dann in Entsetzen übergehende Blick sagte ihm alles was er wissen mußte. Auch wenn die Herlay ihre Fehler hatte, die Vernichtung der Slums hatte sie damals nicht zugelassen, dann würde sie es diesmal auch nicht tun. Ayano hatte seinen halben Zusammenbruch bemerkt und den Fahrer mit dem Seyrah gekommen war abgelenkt. Der vermeintliche Schulterdrache hatte hingegen die ganze Aktion aufmerksam verfolgt. Demnach müßte Tegan wissen das etwas nicht stimmte und sich bereits auf dem Rückweg zu ihnen beiden befinden.



https://abload.de/img/teganava1.1h2j0q.jpg (https://abload.de/image.php?img=teganava1.1h2j0q.jpg) Tegan schlenderte über das Gelände. Er wollte sich einen Überblick verschaffe von der Lokalität. Sie ware zu selten hier als das er schnelle Fluchtwege im Kopf hatte oder Abkürzungen. Die Autos waren wie am Tag zuvor aufgemotzt bis zum geht nicht mehr. Fast nackte Mädels räkelten sich auf den Motorhauben und zum Teil auch an den Fahrern trotz der kühlen Nacht. Der Herbst hielt langsam Einzug und so manches der halben Kinder würde sich mit Sicherheit eine Erkältung einfangen. Nur das sollte nicht seine Sorge sein. Er schaute wie viele mit in die offenen Motorräume und registriete die Unterschiede zum Motor seines Mustangs. Das war auch noch so eine Sache die er noch richtig verarbeiten mußte. Er mochte den Jaguar, sogar sehr, nur mußte man mit dem SEHR vorsichtig umgehen. Der Mustang hingegen war da ein ganz anderes Kaliber. Der war auf Spaß ausgerichtet und hatte dazu auch noch den richtigen und passenden Motor. Was genau den Unterschied zu den gänigen Motoren ausmachte, außer das es ein Verbrenner war, mußte er noch rausfinden. Shinru schien da schon was zu wissen, danach würde er sich am Ende des Tages erkundigen.

Durch die Augen von Ryu bekam er den Besuch bei seinem Freund mit und war nicht sehr erbaut über das offene anflirten von Ayano. Ihr über den Rücken streichen kam bei ihm so an wie es der Geisterscheinung gegeben wurde. Kleine sanft kreisende Bewegungen besänftigten sowohl den Mann als auch den Drachen.
Durch ein paar Nachtinsekten die er erschaffen hatte, bekam er mit das sich viele der Fahrer wunderten das sie so schnell schon wieder ein Rennen bestreiten konnten. Manch einer beschwerte sich hinter vorgehaltener Hand das er kaum Zeit hatte Schäden zu beseitigen oder Ersatzteile zu besorgen. Bei den Meisten lag der Fokus auf ihrem Sprit und die Reifen.
Nebenbei bekam der Lilahaarige die Ankunft einer ganzen Gruppe mit. Deren Begrüßung war schon mehr als frostig, man konnte es fast feindselig nennen. Für ihn ein Zeichen das die Leute hier eigentlich nichts zu suchen hatten. Die Warnung noch im Hinterkopf, umging er die Gruppe. Was nicht weiter schwer war. Die junge Frau in deren Mitte strahlte so eine Härte gepaart mit einem guten Schuß Arroganz aus, das er gerade sehr froh war das Ryu nicht an seiner Seite war. Der hätte es glatt fertig gebracht ihr einfach so in die Wade zu beißen. Ihre Gorillas fielen schon allein durch ihre Statur auf, von der einheitlichen Kleidung mal ganz zu schweigen. Also machte er einen Bogen drum, einige geflüsterte Gesprächsfetzen bekam er so mit. Golden Deers? Nie gehört, oder die sind noch nicht lange dabei. Mehr Gedanken machte er sich darüber nicht.

Interessiert beobachtete er den Streckenaufbau. Scheinbar sollte es diesmal nur hier auf dem Gelänge und nicht in den Bezirken stattfinden. Das konnte er nur begrüßen, das würde Unfälle mit Unbeteiligten quasi auf null reduzieren. Das dann ein Sprinter aus eine der Strecken geschossen kam, lies ihn die Stirn runzeln. Ohne die Geschwindigkeit zu drosseln wurde die Seitentür geöffnet und eine Person recht unsanft und mit einem Sack über dem Kopf aus dem Fahrzeug befördert.
Etwas stimmte mit der Person nicht. Blaue Farbkleckse fanden sich auf der Kleidung, fast so als wenn derjenige bei der Arbeit unterbrochen wurde. Wie dicht Tegan mit seinen Gedanken an der Wahrheit war, konnte dieser nicht wissen. Statt sich erstmal den Sack vom Kopf zu reißen, rollte sich der Mann zusammen, schrie, schluchzte und bettelte was das Zeug hielt um Stille. Seine Hände hatte er fest auf die Ohren gedrückt. Die Umstehenden machten sich schon auf gehässige Weise lustig. Der Arbitrator hatte nie verstanden warum man sich an den Schmerzen anderer so ergötzen konnte. Resigniert trat er zu dem am Boden liegenden und zog ihm erstmal den Leinensack vom Kopf. Viel brachte das allerdings nicht. Die wirren vor Panik verschwitzten Haare standen zum Teil ab und klebten halb auf seinem Gesicht. Zudem schlug er um sich. Hatte es zu Anfang noch den Anschein ungelenk zu sein, mußte der Dunkelhäutige schmerzhaft feststellen das dem nicht so war. Autsch! Verdammt noch mal, halt still. Ich will dir doch nur helfen. Unvermittelt hatt er einen Ellenbogen im Solarplexus. Der vollen Wucht konnte er nur durch eine leichte Drehung entgehen. Es folgten noch weitere Schläge des Mannes denen Tegan teilweise auswich, manche aber schmerzhaft einstecken mußte. Zwischenzeitlich war das Schreien zu einem heiseren Wimmern verkommen. Auch schien sein Gegenüber ihn nicht richtig zu sehen, was der Wucht der Schläge hingegen keinen Abbrucht tat.
Nur hatte Tegan jetzt genug. Der nächste Schlag wurde von ihm in einen Kote gaeshi umgewandelt und der Mann in einer Drehung mit der Angriffsrichtung zu Boden gebracht und festgehalten. Wieder brachte Ansprechen nichts. Durch die ausgeteilten Schläge des Mannes hatte sich eine Art Kampfring gebildet in deren Mitte sie sich befanden. Irgendwie schien das dem Mann am Boden etwas Ruhe zu geben das das Flehen um Stille nachlies. Schlagartig wurde dem Lilahaarigen klar um was es sich bei seinem vermeintlichen Gegner handelte. Sag das beim nächsten mal gleich das du Telepath bist. Versuch dich auf mich zu konzentrieren. Hey, jetzt nicht wegdriften. Der Kreis der Neugierigen zog sich langsam wieder zu und der am Bode liegende begann schon wieder fast zu weinen. Haltet mal ein wenig Abstand. Erst ein eisiger Blick ließ den Großteil der Leute zurückweichen. Den Rest erledigten Hunde die aus einer der dunklen Ecken geschossen kamen. Hey, bleib bei mir. Konzentration. Das solltest du hinbekommen. Was auch immer du kampfsporttechnisch machst, zeigt das du dich konzentrieren kannst. Also mach das gefälligst. Erst eine leichte Backpfeife lenkte den Blick der purpurnen Augen in die grünen von Tegan. Konzentration auf mich. Ich bin Stille. Ich bringe nichts in die Gedanken mit rein, nur Stille. Und jetzt komm. Dem Fremden, offensichtlich untrainierten, Arbitrator den Arm um die Taile und die Schulter legend, machte er sich auf den Rückweg zu Shinru. Die Hunde sorgten für den nötigen Platz. Durch Ryu hatte er im letzten Moment mitbekommen das auch sein Partner wohl unerfreuliche Nachrichten hatte. Seyrah beachtete er mit Absicht nicht als er ankam. Hilf mir mal kurz. Telepath, untrainiert, völlig überfordert. Klar. Weißt du wer nachher wen jagd? Noch nicht ganz. Damit wußte Tegan das er seine Hunde erst nach und nach verschwinden lassen konnte. Ebenso war Funkstille. Der Code stand schon seit Jahren und besagte das sie auffliegen konnten wenn sie ihre Fahigkeiten benutzten.Ayano, kannst du Kuro kurz Helfen? Unser Freund hier hat einen böse Migräne. Seyrah, ich hoffe du kannst auch helfen?

Auren
18.02.2021, 17:01
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"Nein, nein. Ich hab schon länger diese Kletterwand da hinten aufgebaut. Naja ich war da oben und bin da eingenickt." Dies passierte ihr ziemlich selten.
"Außerdem kannst du sie gar nicht kennen. Immerhin bist du den ganzen Tag unterwegs, aber so bist du nun mal." Daran gab es keinen Zweifel.
"Aber sag mal, so schwer ist das Kochen nun auch nicht. Soll ich dir später mal etwas zeigen?"






https://abload.de/img/spielleiter9qjp4.png

Das Lamm und die Wölfe...

Sein Zustand war alles andere als gut. Besser gesagt, war er mehr ein fall für ein Krankenhaus. Nur ihn hier raus zu bringen war gerade etwas kompliziert, nämlich gar nicht.
Seyrah drehte sich kurz zu ihrem Fahrer. Er war immer noch am flirten. Ein Umstand den sie gern begrüßte.
Dann widmete sie sich den jungen Männern zu.
"Er geht eigentlich in ein Krankenhaus. Wie hat er es bis hier her geschafft?" Die Frage blieb vorerst unbeantwortet.
Sie half Tegan, den Mann erstmal zu Stützen und später ins Auto zu setzen.
"Lange kann er nicht hier bleiben. Dies würde er nicht überstehen. Außerdem würde ich gern erfahren, was er hat."

Ironhide
18.02.2021, 19:30
https://abload.de/img/dougava1.14tk0a.png
Vorteilhaft für Douglas war, dass es bereits dunkel war, so konnte niemand seine kleine Drohne am Himmel entdecken, hören bei dem lärm sowieso nicht. Dank exzellenter Kameratechnik konnte sie sehr hoch steigen, so bestand auch keine Gefahr, das sie jemand versuchte mit irgendwas abzuwerfen. Solche Idioten gab es ja immer. Derzeit befand sie sich im Automatikmodus und zeichnete einfach nur auf, die Bilder würde sich Douglas später ansehen können. Aber er konnte auch jederzeit mit seinem Smartphone die Steuerung selbst übernehmen. Außerdem hatte er einen direkten Stream zur Kamera, verschlüsselt und auch nicht so leicht zu hacken. Mann musste schon wirklich sehr gut sein um das System zu überlisten. Außerdem musste man erstmal wissen, dass da oben was war und bei den ganzen Drohnen die von den Organisatoren rumflogen, um das Renngeschehen auf die Leinwand zu bringen, viel seine eh nicht auf, würde sie doch entdeckt werden.

Douglas gefiel die Umgebung allerdings nicht, noch viel weniger das fast jeder, den er sah, bewaffnet war. Wirklich verstecken tat die Waffen keiner und je länger Douglas hier verweilte desto mieser wurde sein Gefühl. Er befand sich hier auf einem Pulverfass und die Lunte war extrem kurz. Was wenn einige zu viel tranken und die Stimmung dann aggressiver wurde? Rennen hin oder her, wie Alkohol wirkte und wie temperamentvoll Jugendliche werden konnten, kannte er selbst zu gut. Man hat von nichts Ahnung, denkt aber man sei der Größte, stärkste und wichtigste Mensch im Umkreis von 5 Kilometern. Gepaart mit dem Glauben man sei Unverwundbar, dem angeblichen Wissen über die eigene Unfehlbarkeit und dem Irrglauben jeder hier würde die eigene Meinung als Gesetzt hinnehmen, war eine so gefährliche Mischung, dass es an ein Wunder grenzen würde, gäbe es hier kein Blutbad. Er hoffte das es vielleicht sowas wie einen Kodex gab, den er nicht kannte, ausmalen wie das hier enden könnte, wollte er sich nämlich nicht. Dennoch sah sich der Agent etwas um
Er schlenderte mit etwas Abstand an dem Showbereich vorbei, entdeckte Shinru recht schnell, der Wagen und das Mädchen waren allerdings neu. Es standen eine Menge Autos dort, erkennen tat Douglas allerdings nur einen Ferrari und eine Viper von Doge. Selbst den Mustang von Shinru war ihm unbekannt. Alles Autos, die gebaut wurden, als die Welt noch in Ordnung war. So wusste er nicht, dass daneben gleich ein McLaren stand, ein Wagen der zu seiner Zeit mit zu dem exklusivsten und teuersten gehörte, was es gab. Auch ein Challenger war zu sehen, ebenso unbekannt für Douglas. Ein Stück weiter stand dann noch ein SLK von Mercedes, daneben der Lancer Evolution X von Mitsubishi und noch etliche andere Marken wie BMW, Toyota, Audi, Subaru und Lamborghini. Nichts davon war ihm bekannt, da er sich nicht für die Automobilgeschichte interessierte. Für Gesichte im Allgemeinen ja, so konnte er einem den Verlauf des zweiten Weltkrieges von Anfang bhis ende schildern, aber eben nicht, wie sich die Entwicklung von zum Beispiel dem Seeverkehr Gleisverkehr abspielte.

Nachdem er sich ein Bild über die Örtlichkeit gemacht hatte, insbesondere über den wahrscheinlichen Verlauf der Rennstrecke, den Show Bereich und den ein oder anderen Verkaufsstand, suchte Douglas eine etwas ruhiger Ecke auf und nahm sein Smartphone zur Hand, um mit der Drohne ein genaueres Bild zu bekommen. Er lehnte sich dazu an eine Wand die etwas abseits vom Geschehen war. Die Drohne schwebte weit genug oben, so dass Douglas fast das gesamte Gelände im Blick hatte. Er zoomte etwas ran um sich die ein oder andere Ecke nochmal genauer anzusehen, dabei fiel ihm etwas auf, was ihm gar nicht Gefiel und seine Befürchtungen nur verstärkte, es könnte hier noch ein Blutbad geben. Zwei sehr gepflegte aber doch bullige Geländewagen fuhren vor und aus dem einem stieg eine ganze Reihe von laufenden Kleiderschränken, aus dem anderen ebenso, nur zusätzlich noch eine recht edel gekleidete Dame. Douglas erkannte sie nicht, aber er bei den Gorillas um sie herum läuteten bei ihm alle Alarmglocken. Sofort dachte er an irgendeinen Warlord und wenn so einer meint, hier mitmischen zu dürfen, dann war hier definitiv kein ruhiges Ende in Sicht. Die im Blick zu behalten war dafür aber umso leichter. Sie fielen in der Menge richtig gut auf.

Die größte Aufmerksamkeit zogen natürlich die aufgereihten Wagen und die Mädchen auf sich und als dann zu erkennen war, dass eben jener Wagen des Gewinners des letzten Abends auftauchte, lenkte das auch Douglas seine Aufmerksamkeit auf sich. Er wusste ja, das Syerah da drinsitzen würde – hoffte er.
Tatsächlich war sie unversehrt, wie er wenig später auf seinem Smartpohne erkennen konnte. Die Drohne konnte auch abhören, doch den Versuch startete Douglas erst gar nicht, denn dafür war es einfach zu Laut drum herum. Da hätte er schon so dicht rangemusst, dass die Drohne praktisch direkt neben Shinru und Syerah hätte schweben müssen. Seine Kollegin wusste natürlich, dass irgendwo eine Drohne sie im Blick hatte, aber das musste der Rest ja nicht auch wissen. So verstand Douglas nichts von dem Gespräch, aber er würde davon ja später sicher erfahren, wenn es was Relevantes gab. Dann kam etwas Unruhe in die Sache, denn zwei Fremde kamen ins zu der Gruppe hinzu.
Einer von beiden schien sehr angeschlagen, der andere war merkwürdig. Irgendenwie glaubte Douglas ihn schonmal gesehen zu haben, doch einordnen konnte er ihn nicht so richtig. Er würde das weiter beobachten.

Survivor
19.02.2021, 01:06
https://abload.de/img/ketelavatar80kmi.jpg (https://abload.de/image.php?img=ketelavatar80kmi.jpg)
Schmerz lass nach. Der Kniestoß der Frau hatte ihn genauso überrascht wie die Person selbst.
Ketel schwieg zu den gesagten Dingen, war er doch damit beschäftigt, den Schmerz zu lindern oder zu ertragen. Kaum dass die beiden aber verschwunden waren, richtete er sich jedoch auch schon wieder auf. Mit leicht zuckenden Beinen und einem ziehen im Unterleib welches noch kurz anhalten würde. Wie von selbst flogen als nächstes die Akte und die angeblichen Baupläne in seine Hand. Er überflog auch nur die erste Seite der Pläne mit einem Blick, wodurch ihm klar wurde das es sich wohl um irgend einer Art Gewehr handelte. Er verstaute sie sorgfältig, um sich später in aller Ruhe mit ihnen befassen zu können.
Anders als vermutet jedoch, konnte er mit der Akte weniger anfangen als er dachte. Er blätterte sie durch, doch die Infos die in ihr standen, sagten ihm nichts und brachten ihn auch nicht weiter. Folglich überlegte er weiter was er mit der Akte machen sollte. Verlieren oder zerstören kam nicht infrage. Das würde nur zu Problemen und weiteren Besuchen dieser Typen führen. Sie hatten ihn irgendwie schon einmal aufgespürt und behelligt, während er geschlafen hatte und in seinen Augen versteckt war. Also blieb nur der Ermittler.

Doch wie sollte Ketel den finden, sie hatten ihm keine weiteren Infos zu dem Mann gegeben und das es ein Er war, folgerte er weil es eine Ermittlerin gab. Doch diese würde er nicht erkennen.
„Puhhhhhh...Menschen finden ist nicht gerade dass was mir liegt, meistens finden man ja eher mich...“
Der Waffenmeister stellte sich wieder an das Fenster und blickte hinab auf das Spektakel. Den Störenfried seiner Nachtruhe hatte er ja nun gefunden, den musste er also nicht finden.
Wieder kamen ihm die Worte über seine „Kollegen“ in den Sinn und das diese sich bereits hier vor Ort befinden sollten. Etwas dass er gar nicht gebrauchen konnte. Wenn es wirklich jemand war der ihn kannte, würde das nur Fragen über ihn aufwerfen und seinen Frieden gefährden den er, zumindest bis vor kurzem noch, genoss. Jedoch würde es sich nur ändern wenn sie ihn fanden. Folglich brauchte er sich noch keine Gedanken darüber machen.
Da er nur selten bis gar nicht auf solche Menschenansammlungen stieß, ging Ketel seiner Neugier nach und öffnete das Fenster vor dem er stand. Doch das reichte ihm irgendwie nicht, er wollte sich lieber einen Überblick verschaffen, der ihn das Ganze sehen ließ. Also kletterte er behände aus dem Fenster und ging die Außenfassade des alten Stabsturms hoch. Für jemand Außenstehenden, der Ihn sehen würde, bot das sicher einen seltsamen Anblick. Eine Person die im rechten Winkel zur Wand, selbige nach oben ging.
Oben auf dem Flachdach angekommen, setzte Ketel sich erst einmal hin und nahm sein Fernglas zur Hand. Zusehen waren neben Menschen auch überall Autos.
Ketel hatte den Faible für Autos nie verstanden. Klar es hatte dazugeführt das er nun ein Versteck, eine Unterkunft hatte, doch die Begeisterung mit der die jungen Leute damals die Karren in der Tiefgarage zerlegt hatten, konnte er nicht nachvollziehen. Das einzig interessante an einem Auto, war für Ketel wenn überhaupt der Motor oder das Getriebe, die Dinge die für die Leistung zuständig waren. Die beiden Dinge die am kompliziertesten waren. Ihn interessierte nicht das Aussehen wie die Form oder die Farbe. Ein Auto hatte für ihn vier Räder und fuhr von A nach B.
An und für sich war dieser ganze Trubel auf seine Art aber erfrischend anders. Sogar einige aus der Unterwelt schienen diese Events aufzusuchen. Er erkannte sie gleich an ihrer Art und Weise.
„Er wird kommen. Erneut auferstehen. Die Welt nur für uns. Euch Niederen zu Sklaven machen.“
Diese Worte ließen Ketel am wenigsten kalt. Sein Gefühl sagte ihm das es ungemütlich werden könnte, sehr ungemütlich.

Auren
20.02.2021, 10:25
https://abload.de/img/yuma22ava1.1ajjb0.jpg

Yuma war nun da. Auf dem Kasernen Gelände. So viele jungen Menschen auf einem Fleck und einige fielen besonders auf.
Allein wegen ihrer Kleidung. Da konnte die junge Mutter nicht mithalten.
Ein Seufzen entwich aus ihren Lippen.
Jemand grub sie an. Klar sie war jung und fiel somit ins Raster der Jugendlichen.
"Lass mich in ruhe. Ich möchte mich nur ein wenig umsehen."
Sie ließ die Herren einem nach dem anderen Abblitzen und ging weiter.
Yuma setzte ihre Suche fort und setzte dabei auf einer ihre Fähigkeiten, aber etwas schien sie zu stören. Trotz einer mittelmäßigen Abschirmung.

Daher ging sie zu dem Mustang rüber und konnte schnell die Quelle ausfindig machen.
"Ihr macht es vollkommen falsch!" Flüsterte die junge Mutter nur. Mehr zu sich selbst als zu den Leuten am Mustang.
"Er ist wie ein kleines Kind! Selbst wenn sein Körper erwachsen ist." Auch diese Worte wurden geflüstert. Nur damit Seyrah´s Fahrer ja kein Wort verstand. Dies diente mehr für ihre eigene Sicherheit.

Yuma sprang darauf regelrecht ins Auto hinein. Niemand konnte sie darin hindern, setzte sich neben dem unbekannten und legte ihre Handtasche weg.
Danach drehte sich Yuma zu ihm um, was danach folgte war wohl für die Anderen ein kleiner Schock. Als Yuma ihn umarmte und über seinen Kopf strich.
"Alles ist in Ordnung. Niemand wird dich weiter quälen. Diese Leute werden dir helfen. Also beruhige dich für das erste."
Ihre Handbewegungen wirkte so als würde sie ein Kind beruhigen, dabei hielt sie alle fremden Gedanken von ihm.
Dies war ein kleiner Trick um nicht sofort auf zu fliegen. Shinru erkannte sie sofort als Telepathen. Klar er zeigte ja auch jeden anderen Telepath seine Fähigkeiten und für Yuma war er gerade wie ein offenes Buch.
Auch die Anderen waren wie offene Bücher. Schnell erkannte Yuma, dass diese Gruppe nur wegen einem hier sind. Klar, sie könnte die Gruppe weiter unter die Arme greifen, aber warum sollte sie es tun?
Als der unbekannte sich etwas beruhigte, löste Yuma die Umarmung. "Ihr habt wohl keine Kinder:" Sprach sie den Blonden an.
"Allein dein versuch ihn zu besänftigen ist kaum mit anzusehen."
Sie schloss kurz ihre Augen, drang mit ihren Gedanken in denen von Shinru ein ohne ihn dabei mit Schmerzen zu belasten.
"Ich weiß, dass du mich bereits durchschaust hast. Daher kann ich dir auch alles sagen, aber eines musst mir versprechen! Falls es zu einem Chaos kommen sollte, rette all diese Menschen hier."
Eine kurze Pause folgte darauf, sowie ein starker Widerstand von Shinru ausgehen, aber für Yuma war dies kein Hindernis. Sie brach seinen Versuch sie aus seinem Kopf zu werfen.
"Ich bin nicht wegen euch oder den Kindern hier. Sondern wegen einer gefährlichen Person. Ihr solltet euch nicht zu sehr auffallen. Ich habe keine Lust die einzige Spur zu verlieren, die ich Momentan habe. Außerdem sind seine Gedanken zu gefährlich. Deine Fähigkeit ist nicht ausgereift. Dein Ausbilder sollte man erschlagen! Mir fehlt leider jetzt die Zeit für eine Anweisung. Ich kann nur eines sagen, schirme nicht seine ab oder der anderen. Wandel sie um in etwas, was ihn beruhigt. Dies sollte helfen und dich ebenfalls schützen."
Sie brach den Kontakt ab.
Natürlich kennt sie nun Seyrah´s Kontaktperson. Ihn zu finden wäre jetzt ein leichtes, aber es war nicht ihr Ziel.
Ihr blick ging zu Ayano. "Du solltest es wirklich ausprobieren. Kinder sind etwas wunderschönes, glaub mir. Außerdem würdest du eine gute Mutter abgeben."
Danach stieg sie aus dem Fahrzeug aus. Dann klingelte ihr Handy und Yuma ging ran.
Eine laute stimme war zu hören, aber Yuma konnte sie sofort zum schweigen bringen.
"Ich tu dass, was ich für richtig halte. Du weißt es!" Sie legte auf.

Gosti
21.02.2021, 01:57
https://i.imgur.com/XM4BRQI.pngDie Aussage dass sie etwas in dieser Wohnung nicht kennen konnte weil sie immer außer Haus war traf Juri wie ein Stich ins Herz, vor allem weil sie ja selbst wusste dass Yumiko damit Recht hatte... Da stellte sich ihr einmal mehr die Frage wieso sie überhaupt noch hier war. Sie hatte es eigentlich nicht verdient überhaupt so versorgt zu werden, sie war eigentlich nichts besser als ein Parasit der nur in ihrer Wohnung übernachtete... Man hätte sie schon längst hinausschmeißen sollen... Aber wie immer versuchte Juri sich ihre Gefühle nicht anmerken zu lassen, und wich sofort auf das erst Beste aus um sich Selbst davon abzulenken. "Gern, aber, ich fürchte da verschwendest du nur deine Zeit... genauso wie mit mir..." sagte sie mit einem Lächeln, den letzten Teil natürlich nur in ihren Gedanken sagend. Wie so oft wenn sie Zeit mit Yumiko verbrachte steckte ihr jedoch dieser Knoten im Rachen der es sogar schwer machte überhaupt zu atmen oder zu schlucken, und eigentlich will sie sogar fragen ob sie schon eine neue Tätigkeit gefunden habe nach der sie sich umsehen wollte, aber selbst das bekam sie irgendwie nicht über die Lippen, wobei die Tatsache dass sie hier mitten am Tag wieder weggenickt war zeigte ja auch dass es wohl nicht so war...
So rühte sie noch das Pesto etwas weiter an, mischte noch etwas Gewürzmischung hinzu die sie hier hatten, und ein paar Chili-Flocken für etwas mehr Würze, und machte schon die Teller bereit und richtete alles her. Dabei war es schon fast so als würde sie ihre Freundin etwas ignorieren, aber was hätte sie auch groß sagen sollen. Zumindest als sie sich dann zum Essen setzten fragte sie zumindest wie es ihr sonst so geht, und ob sie heute noch etwas vor hätte. Es Klang wie normaler smalltalk, und nicht weil sie wissen wollte ob sie heute Abend Zeit hätte für etwas wo sie nicht mal wusste wie sie es fragen sollte...

hakuryu
22.02.2021, 01:47
https://abload.de/img/shinruava1.1yhjun.jpg (https://abload.de/image.php?img=shinruava1.1yhjun.jpg) Seyrah schien die ganze Situation nicht ganz zu verstehen und meinte das der Fremde in ein Krankenhaus gebracht werden sollte. Immerhin half sie Tegan diesen in den Mustang zu verfrachten. Als sich dann eine weitere Person einfach so mit ins Auto setzte verblüffte nicht nur den Telepathen. Die Blicke von Tegan, Seyrah und Ayano sprachen Bände. Letztere lenkte immer noch ungewollt den Fahrer ab. Der hatte wohl eindeutig Ambitionen ihr gegenüber. Das daraus niemals was werden würde konnte der Mann jetzt noch nicht wissen.
Das was die Fremde dann tat ließ bei Shinru die Alarmglocken schrillen. Ihre geistige Berührung war wie ein eisiger Hauch in seinem Kopf. Zeitgleich schaffte sie es mühelos sämtliche Gedanken aus dem Fahrzeug zu verbannen. Wie groß der Radius war wollte er nicht rausfinden, dazu war der andere Telepath zu nah gewesen. Und das jetzt würde mit Sicherheit die Aufmerksamkeit auf sie lenken. Als die Fremde dann gedanklich mit ihm sprach gefiel ihm nicht, sie war sich der Gefahr wohl nicht bewußt. Das was sie dann zu sagen hatte widersprach dem dann doch zum Teil. Der Blonde baute Schicht um Schicht eine Barriere auf, die sie dann einfach umging. Auch wenn sie das schmerzlos hinbekommen hatte, was für ein sehr intensives Training sprach und dem jungen Mann einen Hinweis darauf gab mit wem er es hier zu tun hatte, versuchte er sie aus seinem Geist regelrecht rauszuschmeißen. Mitlerweile war er sehr verärgert darüber was sie tat. Sie ließ ihn aber auch nicht zu Wort kommen, geschweige denn das er sie aufhalten konnte.Ich bin nicht wegen euch oder den Kindern hier. Sondern wegen einer gefährlichen Person. Ihr solltet euch nicht zu sehr auffallen. Ich habe keine Lust die einzige Spur zu verlieren, die ich Momentan habe. Außerdem sind seine Gedanken zu gefährlich. Deine Fähigkeit ist nicht ausgereift. Dein Ausbilder sollte man erschlagen! Mir fehlt leider jetzt die Zeit für eine Anweisung. Ich kann nur eines sagen, schirme nicht seine ab oder der anderen. Wandel sie um in etwas, was ihn beruhigt. Dies sollte helfen und dich ebenfalls schützen. Danach wandte sie sich Ayano zu, faselte etwas von Kindern und stieg aus. Von ihr unbemerkt oder unbeachtet, was es war konnte Shinru nicht genau sagen, stand sie einem der Hunde gegenüber als sie quasi in ihr Telefon fauchte.
Der Mann den Tegan angeschleppt hatte wirkte sehr benommen, wohl einen Folge seiner Fähigkeiten. Seltsamerweise hatte sein zittern zugenommen als die Frau ihn hielt und den weißgekleideten zurecht wies. Der Hinweis mit der Umwandlung klang gut, nur hatte er keine Ahnung wie er das anstellen sollte. Am einfachsten wäre sowas wie eine Gedankenschleife mit ruhigen Mantras und Bildern. Allerdings war er sich nicht sicher ob das funktionieren würde. Das zitternde Bündel auf der Rückbank schien nicht wie er selbst zu sein. Viel zu sensibel. Selbst wenn man seine Gedanken oder die der anderen abschirmen würde hilft das nicht richtig. Die Verrückte hat das ja gemacht. Ihr Ärger hat ihn trotzdem aufgeregt. Könnte es sein? Nein. Oder doch? Der Alte hatte mal erwähnt das es Unterkategorien geben würde was Telepathen anbelangt.
Mitlerweile war er auch aus dem Mustang raus und konnte gerade noch die Hand des Fahrers von Seyrah aufhalten als diese zu Ayano´s Hinterteil wanderte. Du solltest das nicht machen, die junge Dame ist vergeben. Das ist doch meine Sache. Sie ist nun mal ein Hingucker und warum nicht prüfen? Die schneidene Antwort von Ayano die diese mit einem zuckersüßem Lächeln im Gesicht vorbrachte ließ den Mann verstummen. Weißt du Antonio, ich glaube das du dir auch nicht einfach, von einer Frau die absolut nicht dein Typ ist, an die Eier gabschen läßt. Oder liege ich da falsch?




https://abload.de/img/teganava1.1h2j0q.jpg (https://abload.de/image.php?img=teganava1.1h2j0q.jpg) Da kam eine Frau, die klamottentechnisch so gar nicht hier her paßte, auf sie zu. Sie ignorrierte nicht nur die wolfsähnlichen Hunde sondern auch ihn und faselte etwas davon das sie alles flasch machten. Perplex schaute er ihr zu wie sie mit im Auto verschwand.
Dann tat sie irgendetwas. Die geistige Funkstille war eine Sache, das völlige Fehlen der Präsens seines besten Freudes eine ganz andere. Auch der Blick des Blonden sprach von Problemen. Schlagartig war auch er alarmiert. Hier muß ein ganzes Nest von Telepathen sein. Instinktiv baute er um seinen Geist eine Barriere.
Sie hatten beide trainiert. Jeder hatte einen eigenen Weg gefunden das selbst ihr Lehrer Probleme hatte ihn ihre Gedanken zu kommen. Seltsamer Weise war Tegan da effektiver als sein Freund gewesen. Um jetzt in seinen Kopf zu kommen, müßte derjenige extrem brutal vorgehen. Das hatte dann aber zur Folge das sein Geist massiven Schaden nehmen würde. Der Alte hatte es als eine Art natürlichen Schild bezeichnet den er selbst noch verstärken konnte, was er jetzt auch tat. Die geistigen "Witterungen" von Shinru oder dem Alten würden durchkommen, alle anderen würde mehr als rüde abgewiesen werden.
Der ärgerliche Gesichtsausdruck von seinem Kumpel ließ einen der drei Shikoku Ken (Hunde mit wolfsähnlichem Fell, auf den Rücke gerollte Rute, etwas kleiner als ein Akita, aber eindeutig Hunde) zu der Frau treten die eben aus seinem Mustag gestiegen war. Ich tu dass, was ich für richtig halte. Du weißt es! Der agressive Ton in ihrer Stimme und die ruppige Bewegung als sie das Handy vom Ohr nahm ließ die Lefzen des Tieres die Zähne freilegen. Völlig verdatterte schaute sie ihn das Gesicht des Hundes. Dieser knurrte sie jetzt an. Beschwichtigend hob sie die Hände und wich einen kleinen Schritt zurück. Süßes Hundchen, ich tu dir nichts. Also tu du mir auch nichts. Dann runzelte sie die Stirn gefolgt von einem nachdenklichen Blick. Doch bevor Tegan etwas sagen konnte, mußte er sich mächtig zusammenreißen und innerlich den Taschendrachen davon abhalten dem Fahrer die Hand abzureißen. Shinru war da zum Glück schneller und hielt die Hand von Antonio fest. Auch wenn die Antwort von Ayano ihn sehr amüsierte, trat er doch zu den dreien. Danke mein Schatz, besser hätte ich das nicht ausdrücken können. Damit küßte er sie. Sie wurde rot. Ihre Hand strich wieder beruhigend über den Rücken des Drachen. Mann und Drachengeist beruhigten sich sichtlich.
Die Telepathin nutzte unterdessen die Gunst der Stunde und entfernte sich vom Mustang. Allerdings kam sie da nicht weit. Auch wenn die Hunde Geisterscheinungen waren reagierten sie wie normale Hunde. Sie bewegte sich zu schnell und mit gesenkten Blick. Etwas was selbst bei Wölfen nicht gut gehen konnte und den Jagdtrieb auslöst. Mit ein paar Sätzen war das Tier bei der Frau und verhinderte knurrend das sie einfach verschwinden konnte. Die Arbitratoren brauchten Antworten und sie könnte diese vielleicht geben. Sie versuchte dem Shikoku mehrfach zu umgehen. Ohne Erfolg und sehr zum gefallen der Umstehenden. Leider war Aufmerksamkeit etwas was Tegan absolut nicht brauchen konnte. Bleiben Sie doch einfach noch einen Moment. Ich hätte da noch ein paar Fragen an Sie. Etwas strich an seiner geistigen Barriere entlang und war unvermittelt verschwunden. Autsch! Überrascht sah sie den Lilahaarigen an. Nicht nett. Haben Sie noch nie davon gehört das man wenigstens Anklopft wenn man irgendwo rein möchte? Einfach in wildfremden Gedanken zu stöbern gehört sich nicht. Ihre Ausbildung muß weitaus umfangreicher gewesen sein als meine. Allerdings nicht bei uns. Ich würde mich dran erinner wenn noch ein andere Telepath als Kin oder Hunter bei Psycorp gewesen wäre. Wer genau sind Sie also? Shinru war zusammen mit Ayano zu den beiden getreten. Seyrah kümmerte sich unterdesen um Antonio. Dem Fahrer war die angespannte Atmosphäre nicht entgangen. Leider war die Musik viel zu laut als das er etwas von dem Gespräch mitbekommen könnte.

Auren
22.02.2021, 11:59
https://abload.de/img/avayumikoneul5jvn.jpg
Juri wirkte irgendwie anders. Sie war doch viel fröhlich, aber jetzt scheint die Stimmung komplett gekippt zu sein. Obwohl beide sich eigentlich prima verstanden. Selbst beim Essen wurde fleißig über den verbrachten Tag gesprochen. Yumiko erzählte von ihrem neuen Waffenschmied. Auch seine merkwürdigen Macken. Doch irgendwann war es soweit und Yumiko stellte Juri eine Frage.
"Stimmt irgendetwas nicht? Du verhältst dich anders als sonst. Eigentlich bist du doch meine lebhafte Juri. Die sich stets irgendetwas in den Kopf setzt, aber heute..."
Yumiko wollte es nicht aussprechen.
"Bist du etwa Krank? Oder hat dich jemand bedroht?" Es folgten noch weitere Fragen die in der ähnlichen Richtung gingen.
"Juri, du kannst es mir doch sagen. Ich helfe dir, selbst wenn ich dabei durch die Hölle gehen muss."



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Viel Möglichkeiten blieb ihr gerade jetzt nicht. Die Hunde waren ihr im Weg. Sie zu beseitigen wäre ein leichtes, aber es würde alles noch schlimmer machen als es jetzt schon war.
Yuma drehte sich, wandte sich an dem jungen Mann zu, dessen Haare eindeutig gefärbt war. In Seine Gedanken einzudringen, war jetzt nicht unmöglich, aber halt extrem Zeitaufwendig.
Diese Zeit wollte sie eben nicht vergeuden. Nicht hier und jetzt.
"Für Fragen habe ich jetzt keine Zeit und außerdem stört euer Freund hier. Da frag ich mich, wie du da noch bei klaren Verstand bist?"
Yuma atmete tief durch. Nicht um den Frust los zu werden, sondern einfach erst einmal herunter zu kommen.
"Na gut. Ihr lässt mich sowieso nicht gehen." Jetzt nahm sie sich die Zeit für seine Fragen, aber ihre Geduld hat auch Grenzen. Auch wenn Yuma kein Blutbad anstrebt, so würde sie alles unternehmen um eben diese Person aufzuhalten.

hakuryu
24.02.2021, 02:57
https://abload.de/img/teganava1.1h2j0q.jpg (https://abload.de/image.php?img=teganava1.1h2j0q.jpg) Die Fremde versuchte erst weiterhin abzuhauen was so einige Lacher der Umstehenden zur Folge hatte. Letztlich gab sie entnervt auf. Na gut. Ihr laßt mich sowieso nicht gehen. Das liegt an Ihnen. Wer sind Sie, wo wurden Sie ausgebildet und was machen Sie hier? Dabei glitt sein Blick zweifelnd über ihre sehr konservative, fast schon biedere, Kleidung. Augenscheinlich hatte sie weder was mit der Rennszene noch mit den Fahrern an sich zu tun. Warum war sie also hier und versaute ihnen den Auftrag?
Wieder ein entnervtes Seufzen. Mein Name ist Yuma. Eine Telepathin wie du bemerkt haben solltest. Ausgebildet wurde ich im amerikanischen Hauptsitz von Psycorp auf Brother Island. Im Prinzip bin ich eine Kollegin von Blondy. Damit schaute sie zu Shinru rüber. Ich bin gewissermaßen hergerufen worden. Ich muß hier jemand wichtigen treffen und ihr versaut mir gerade meine Spur. Euer Freund sollte sich wirklich mal etwas mehr zusammenreißen. Ungläubig schauten die beiden Arbitratoren die Frau vor ihnen an. Sie meinte ernst was sie sagte und lag dabei doch so daneben. Tegan strich sich durch die Haare. Er war sich nicht sicher was er von ihr halten sollte. So blieb er erstmal bei der offensichtlichen Wahrheit. Wer der Mann ist, weiß ich selber nicht. Der wurde vor ein paar Minuten aus nem Transporter geschmissen. Bevor die den Wegkacheln hab ich ihn in mein Auto gesetzt. Hier fährt den zumindest keiner über den Haufen. Der Blick von Yuma bekam etwas zweifelndes. Als wenn der schwarzgekleidete einen Hilflosen einfach sich selbst überlassen würde. Das konnte seine Gegenüber zwar nicht wissen, war aber eine Tatsache. Mit einem Seitenblick vergewisserte er sich das sich der Zustand des Mannes nicht verschlimmerte hatte. Der lag immer noch leise vor sich hin wimmernd auf der Rückbank den Mustangs.
Die Hunde hielten die noch verbliebenen Schaulustigen auf Abstand. Der Großteil der Menge hatte sich verzogen da nichts weiter passiert war und sie eh wegen des Geräuschpegels nichts verstehen konnten. Das Ganze ging sie auch nichts an. Hoffentlich kann hier keiner Lippenlesen.




https://abload.de/img/shinruava1.1yhjun.jpg (https://abload.de/image.php?img=shinruava1.1yhjun.jpg) Yuma. Damit holte sich Shinru die Aufmerksamkeit der Frau zurück. Ich hab den Mann vor zehn Minuten zum ersten mal gesehn. Das tut also nichts zur Sache. Ist Ihnen eigentlich bewußt, das sie sich selbst ihre Spur versaut haben? Sie platzen einfach in sein Auto, schaffen ein Gedankenvakuum in einem Umkreis den ich nicht ergründen will und behaupten allen ernstes wir machen was flasch? Der Blonde war sauer. Wenn er mit seiner Vermußung recht haben sollte, wäre das die reinste Folter für ihren Gast im Mustang. Innerlich gemahnt er sich zur Ruhe und atmete tief durch. Mir ist da etwas zu Ohren gekommen, will aber bei bestimmten Leuten nicht auffallen. Ich bin davon überzeugt das diejenigen ebenfalls über einen Telepathen verfügen. Und jetzt kommen Sie. Ohne einen Überblick zu haben platzen sie hier einfach mit Ihren Fahigkeiten rein. Damit dürften Sie unseren Standort weitreichend bekannt gemacht haben. Noch nie was von oberflächlicher Sondierung gehört? Sie haben uns geraden ein riesiges Ping auf die Köpfe gesetzt. Ich gebe also Ihre eigene Frage zurück. Sind Sie noch bei Verstand? Manieren haben Sie auch nicht. Ungefragt und unvermittelt bricht man nicht in die Gedanken anderer ein. Das ist so als wenn ich einfach in Ihre Wohnung marschieren und Ihre Küche plündern würde. Yuma's Blick wurde trotzig. Ihre Erwiederung war wegen des Lärms nicht zu verstehen.

Der hatte immer weiter zugenommen. Mehrer Fahrer stritten sich. Immer hitziger wurden die Dispute das sogar die Gruppe um den Mustang mitbekamen das es um Reifen ging. Einer behauptete das diese ihm gestohlen worden waren, doch eine Gruppe hielt dagegen. Tegan war das nur recht, so lag die Aufmerksamkeit woanders. Er wandte sich um, an eine Unterhaltung war nicht mehr zu denken. Selbst Yuma wirkte unschlüssig was sie jetzt machen sollte. Die Atmosphäre heizte sich immer weiter auf. Seyrah hiel Antonio fest damit dieser sich nicht auch noch einmischte. Als anschreien dann nicht mehr reichte, kam es zu ersten Handgreiflichkeiten. Einer der Fahrer landete an seinem eigenen Fahrzeug und hinterließ ein Delle. Dafür kassierte der Angreifer eine Schelle die sich gewaschen hatte. Es entstand eine wüste Keilerei. Beide Parteien waren darauf bedacht keine Waffen zu benutzen. Das wäre dann das Ende vom Rennen gewesen. Als sich die Prügelei in Richtung des Mustang's bewegte, merkten die Hunde auf. Doch auch die Richtungsänderung nach einem wilden Kurren hielt nicht lange an. Beide Prügelknaben wurden von ein paar Gorillas in Anzügen weggetreten. Shinru bemerkte die Frau in deren Mitte die recht unbeteiligt wirkte, dabei lief es ihm kalt den Rücken runter. Ihr sollte man besser aus dem Weg gehen.
Seine Hoffnung, das sich die Kontrahenten nach den Tritten beruhigen würden, zerschlug sich in dem Moment als ein kreischendes Knirschen neben ihnen erklang. An dem Dodge neben ihnen zeigten sich mehrere häßliche Kratzer. Verursachte wohl von einem der Schaulustigen der den Kämpfenden ausweichen wollte. Wie kann man nur so blöd sein und nen Nietengürtel bei nem Rennen tragen. Der Weißgekleidete massierte sich mit Daumen und Zeigefinger die Augenbrauen. Mitlerweile bezweifelte er stark das es eine gute Idee gewesen war hierher zukommen. Der Besitzer des Dodge verpaßte Nietengürtel einen auf die Zwölf. Leider Richtung Tegan sein Auto. Die Hunde bißen jetzt zu. Schmerzhafte Rufe wurden laut. Na toll. Genau das was wir nicht haben wollten. Messer? Ja. Kein Bedarf an einem Kugelhagel. Damit gab der Telepath eine Handvoll seiner Wurfmesser an den Lilahaarigen. Rasche wohlgezielte Würfe von beiden Männern markierten eine Trennlinie aus Messer im schmutzigen Boden. Einen Schritt näher an meinen Mustang und du fährst nie wieder selber. Ayano trat auf ihren Freund zu und legte ihm die Hand auf den Arm in der eine weitere rasiermesserschrafe Klinge durch sein Finger tanzte. Das Zittern des Taschendrachen zeigte Shinru wieviel Beherrschung es seinem besten Freund kostete nach außen ruhig zu bleiben. Absolutes Gift für Mimose im Wagen. Wir sollten verschwinden bevor hier noch alles den Bach runter geht.

Constantine
24.02.2021, 04:00
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Diamond begutachtete während dessen sämtliche Fahrzeuge. Jedes einzelne dieser Bonzen Karren wurde sehr gepflegt, unter den Motorhauben glänzten die einzelnen Komponenten, die Fahrer waren sichtlich stolz auf ihre Schätzchen während sich leicht bekleidete Mädchen anderen Hecks räkelten.

Diamond hegte nie ein großes Interesse an solcherlei Veranstaltung und von Autos hatte sie nur bedingt eine Expertise aber es entging ihrem Blick nicht, wenn jemandem sein Fokus auf eine bestimmte Sache richtet.

Plötzlich jedoch änderte sich das Verhalten der Jugendlichen. In ihrer Nähe entfachte ein Streit. Das Gebrüll der Jugendlichen war deutlich wahrnehmbar. Ein Umstand der nun nicht unbedingt in ihren Plan passte. Der Streit eskalierte. Während ihre Handlanger einige Raufbolde problemlos in ihre Schranken verwies, traten ihr jedoch zwei junge Punks entgegen. Beide jungen Männer waren gut einen Kopf größer als Diamond und spielten sich durch die eh schon angeheizte Stimmung ihr gegenüber besonders auf.

Ihre Handlanger beobachteten diese riskante Situation. Würden diese jetzt eingreifen, würde das die Autorität ihres Bosses untergraben doch würden sie gar nichts tun.. könnte das böse für die beiden Jugendlichen enden.

„Was ist n an dir so besonders, du dämliche Bitch“, fluchte der Punk. Wild mit seinem Messer fuchtelnd, wollte dieser Diamond einschüchtern, als dann jedoch der zweite diese am Kragen ihres Jackets packte, weil er sich von ihrer kalten Art provoziert fühlte, brachte diese Aktion ihre Geduld zum Überlaufen.

Ihr Blick änderte sich. Mit kalten Augen sah Diamond auf das Haupt des Jugendlichen, der das Messer immer noch vor ihrer Nase herum fuchteln ließ. „Du lässt mich jetzt lieber los, sonst wirst du die nächsten Rennen im Krankenhaus aus beobachten“, entwich es einer Härte in ihrer Stimme, die einem die Nackenhaare zu Berge stießen ließ. Der Blick ihres Gegenübers sprach Bände. Ohne, dass sie es wollte, war nun eine kleine Traube entstanden.

Offenbar galt es unter den Jugendlichen als eine Art Mutprobe sich mit einer Bande anzulegen, beistehende Fahrer feuerten den Raufbold sogar noch an, einige wollten beschwichtigen doch dies war wegen der aufgeheizten Stimmung kaum möglich.

„Ohne deine Gorillas bist wohl doch nicht so mutig, was?“, doch noch ehe der Punk reagieren konnte, stemmte Diamond ihre Beine zu einem Standsprung an nur um Ihr Knie direkt in den Sodaplexus des jungen Mannes zu rammen welcher daraufhin röchelnd und Speichel hustend wie ein nasser Sack zu Boden glitt.

Der zweite Punk wollte seinen Kollegen rächen, griff ebenfalls mit einem Messer an doch binnen weniger Minuten entwaffnete Diamond diesen, vollführte einen Ausfallschritt zur Seite und schnellte mit ihrer Handkante an dessen Kinn hoch woraufhin auch dieser nach hinten kippte und unweigerlich in der Nähe des Mustangs im Staub liegen blieb.

Schlagartig wurde es still in der Traube. Diamond richtete sich und klopfte ihr Jacket zurecht, drehte sich dann jedoch zu der Menge, die kurz darauf war vollkommen auszurasten. „Ich weiß unsere Anwesenheit behagt einigen von euch Kopfschmerzen.. doch seid versichert, dass wir nur wegen des Rennens hier sind und eine gute Show genießen möchten“. „Solche Kinder auf die Matte zu schicken, ist nicht schwer“, erklärte sie ruhig und verschränkte ihre Arme ineinander. „Wie wäre es mit einem kleinen Friedensangebot.. anstatt, dass wir uns alle gegenseitig die Köpfe einschlagen, gebe ich euch nach dem Rennen einen aus und wir lassen in meiner Bar die Fetzen fliegen, der Sieger dieses Rennens kriegt meinen besten Champagner als kleine Belohnung und wir vergessen unseren Unmut“.

Es herrschte immer noch Stille doch nach binnen weniger Sekunden hatte sich die umherstehende Traube geeinigt und man hörte nur noch Freuden schreiendes Gebrüll. Diamond hatte es tatsächlich geschafft diese wütende Meute mehr oder minder zu beruhigen, obwohl noch mehr aus der Masse steche sie nicht vor gehabt hatte. Ein Seufzen entwich ihren Lippen. Einer ihrer Handlanger schritt zu ihr, ein Nicken reichte aus und die beiden Raufbolde wurden aus der Traube gebracht.

Rosered_Strauss
26.02.2021, 03:27
Viktors Kopf war ein einziger Strudel an Gedanken und Emotionen. Es war nicht weiter verwunderlich, dass er versucht hatte davon abstand zu nehmen, sich selbst erlaubt hatte in der Ohnmacht zu versinken - in süßer, notwendiger Stille. Doch mit pochenden Schläfen meldeten sich die Umstehenden nach und nach zurück - mit Schmerzen, die ihn beinahe wieder die Besinnung raubten. Sein Mund öffnete sich zu einem wortlosen Stöhnen als er seinen ganzen Willen zusammen nahm, um sich gegen die Kakophonie von Emotionen und Stimmen zu wehren. Um sich selbst nicht inmitten dieses Sturmes zu verlieren. Er hielt die Augen fest geschlossen, presste sie gar zusammen, um sich ganz auf seinen inneren Kampf zu konzentrieren, den er nicht verlieren durfte. So konzentriert war er darauf, dass er gar nicht bemerkte, dass er sich in der Gesellschaft anderer befand. Dieser Umstand wurde ihm erst bewusst, als er von jemandem in den Arm genommen wurde. Zwar erschrak er darüber, doch es half auch. Doch ob sie mit ihm redeten war schwer zu erkennen, immerhin war es immer noch so laut...

Zumindest anfangs. Noch während er sich konzentrierte, während er den auslichtslosen Kampf um die Ruhe bestritt, die er sich so verzweifelt herbei sehnte, wurde es plötzlich still. So still wie er es noch nie erlebt hatte. Plötzlich drangen nur noch die Geräusche an sein Ohr, die auch alle Anderen wahrnehmen konnten, die sich in der Umgebung aufhielten. Etwas war geschehen. Jemand hatte ihm geholfen - nur wie? Seine Augenlieder flatterten als er sich langsam auf seine Umgebung besann. Licht drang in seine Augen und ließ ihn selbige zusammen kneifen. Verschiedene Emotionen durchfluteten ihn, doch anders als sonst waren es nur seine Eigenen. "Wo... bin ich?" fragte er und war überrascht darüber, wie heiser er sich anhörte. Wie trocken sich seine Lippen anfühlten. "Sind Sie... hat mir jemand von ihnen geholfen? Es still ge..." begann er, brach jedoch ab. 'Es still gemacht'? Ja, das war natürlich ein Satz, der einen idealen Eisbrecher darstellte. Der perfekte Weg, um als normaler Mensch angesehen zu werden. Sein Blick fiel endlich auf die Frau, die ihn in den Armen hielt. Seine Augen weiteten sich. Sie! Sie musste es gewesen sein. Hier war er, sprichwörtlich in ihren Armen, und er konnte ihre Gedanken nicht hören! Nicht fühlen, was sie fühlte! Es war unbeschreiblich befreiend.