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Auren
16.12.2020, 23:09
https://abload.de/img/spielleiter8nktc.png (https://abload.de/image.php?img=spielleiter8nktc.png)
Kujitsu die Stadt der Arbitratoren. Ja so nennt man sie mitlerweile. Auf ihren Straßen ist immer etwas los. Gerade bei den Außenbezirken.
Viele der ehemaligen Slumbewohner halten sich an die Gesetze der Stadt, aber dennoch gibt es einige die stets aus der Reihe tanzen. Darunter befinden sich Menschen die eine parapsychologische Fähigkeiten besitzen. Daher ist die Polizei mit denen vollkommen überfordert oder besser gesagt, die Polizei möchte sich nicht damit befassen.

Arbitratorenabteilung, ein eher langweiliger Name, aber dennoch aussagekräftig. Genau diese Abteilung wurde für solche Fälle neu aufgabaut. Die Mitarbeiter sind speziel ausgebildet und zudem haben einige von ihnen etwas besonderes. Damit sind nicht einmal ihre paraspychologischen Fähigkeiten gemeint. Nein, es gibt auch normale Menschen unter ihnen. Ermittler, bei einigen auch die Hunde des Sicherheitsrates genannt, obwohl sie damit eher wenig zu tun haben.

Genau diese Menschen klären Fälle auf, bei denen der Verdacht besteht, das eine parapsychologische Fähigkeit mit im Spiel sein könnte. Diese Aufgabe ist nicht ganz ungefährlich. Daher agieren sie meist zu zweit und bei besonderen Fällen werden sogar mehrere Teams darauf angesetzt.
Dabei sind sie streng an die Sondergesetzte des Sicherheitsrates gebunden.




Heute wird dieser Abteilung ein neuer Fall aufgetragen. Einen von der gewöhnlichen Sorte.
Jugendliche und ihre Straßenrennen, wobei einer der vielen Fahrer wohl jede Verfolgungsjagd
im vorraus sah und entkam.
Deshalb geht man nun stark davon aus, dass genau dieser einer Fahrer, eine parapsychologische Fähigkeit besitzt. Vermutlich von Geburt an.
Dies soll nun Untersucht werden...

Büro von Luca Cross....

Eine Akte liegt geöffnet auf seinem Tisch. Mr Cross starrte aus dem Fenster, obwohl es nichts besonderes zu sehen gab. Er wartete geduldig auf einen seiner Ermittler.
Eigentlich sollten ihm ein paar Tage Ruhe gegönnt sein, aber die Fälle stapeln sich.

Ein Mann öffnete die Bürotür und trat hinein. Es handelte sich um Douglas Simmon.
Jemand der für diesen Fall genau der Richtige war. Auch wenn er sich mit der Materie des Falles nicht auskannte.

"Guten Morgen Doug. Sofern ich sie so nennen darf."
Luca Cross drehte sich um und sah sein Gegenüber an. Doug entdeckte sofort die geöffnete Akte.
Ein neuer Fall wie es schien.

"Ich weiß, sie hatten in den letzten Tagen viel um die Ohren, aber leider häufen sich die Fälle und bei diesem hier gab es schon zwei Tote. Weshalb dieser nun ganz oben auf die Drinligkeitsliste gesetzt wurde."
Doug nahm die Akte, blätterte sie sorgsam durch. Immer wieder kam das Foto von einem jungen Mann zum vorschein. Auch Bilder von iligalen Straßenrennen kamen vor, sowie die Bilder der zwei Toten. Kein schöner Anblick, aber der Ermittler war dies bereits gewohnt.

"Finden sie diesen jungen Mann und nehmen sie ihn fest. Wenn Sie Hilfe benötigen stelle ich Ihnen Seyrah zu Verfügung. Sie mag zwar jung sein, aber ihre Fähigkeiten könnten Ihnen trotzdem helfen. Eigentlich wollte ich ein Team darauf ansetzen, aber leider sind alle mit anderen Fällen beschäftigt. Die Polizei stuft in letzter Zeit die Fälle immer mehr hoch. Zum Schluss landen sie bei uns."

Luca ließ seinen Ermittler genug Zeit um die Akte durch zu blättern. Er wollte immerhin sicherstellen, dass er auch alle Informationen hat. Als dann Doug die Akte auf den Tisch legte, fuhr Luca mit dem Thema fort.

"Die Polizei will, sofern sie es schafft, alle Fahrer und Beteiligten verhaften. Uns interessiert nur dieser junge Mann. Um den Rest kümmert sich die Polizei. Geben sie acht nicht in deren Visier zu geraten. Zu Not schreite ich persönlich mit ein."

Die Außenbezirke...

Ein gewöhnlicher Tag, ja so scheint es, aber der Schein trügt. Der Einfluss von Kujitsu ist spürbar. Kein Wunder warum die Jugend die Waffen niederlegte und anderen Dingen nachgingen.
Seit Tagen sah man tiefer gelegte Fahrzeuge herum fahren.
Sie waren laut, sehr auffällig lackiert. Zudem waren sie zu teuer. Niemand konnte sich solche PS Protzen kaufen, außer vielleicht eine handvoll Bewohner.

Die reparierten Schnellstraßen wurden zu Rennstrecken. Natürlich war dies nicht geduldet. Die Polizei konnte den jungen Rennfahrern nur hinterfahren. Ihre Fahrzeuge waren zu schwer, zu langsam und erst gar nicht für wilde Verfolgungsjagden geeignet.
Man lachte schon über die erbärmlichen Versuche.

Heute abend soll es wieder ein Rennen geben. Alle Beteiligten wissen bereits davon und haben sich gründlich vorbereitet. Selbst ein paar Plakate wurden aufgehangen. Man wollte sich wohl ein weiteres kleines Katz und Mausspiel mit der Polizei liefern.
Natürlich war dies unter den Bewohner der Außenbezirke ein großes Thema. Zwei Menschen wurden bereits überfahren und starben.
Abends ließen die Eltern ihre Kinder nicht mehr raus. Sie waren besorgt, da selbst die Nebenstraßen zur Rennstrecke wurden.
Einige Bewohner riefen schon laut. "Her mit unseren Waffen!" oder "Ohne euch wären wir besser dran."
Sie fühlten sich nicht mehr sicher. Genau dieser Umstand könnte lokal zu Unruhen führen.
Da könnte dann selbst die Armee einpacken.


Iron: Doug darf mal schön brav die Rennszene abklappern. Die Jungs werden sich nicht verstecken.
An die Bewohner der Außenbezirke: Ihr solltet alle davon Wind bekommen haben. Vielleicht sogar schon selbst ein Rennen unfreiwillig gesehen. Vor allem die Unruhe sollte bemerkbar sein.
Survi: Ketel darf sich über eine zu große Anfrage über modifizierten Waffen freuen, vielleicht zu sehr???

Die Lehre des schreibens:
Kursiv: Gedanken eures Charakters.
Fett: Telepathie.

Ironhide
17.12.2020, 14:52
https://abload.de/img/dougava1.14tk0a.png
Es war im Grunde wie so oft, ja eigentlich wie immer. Irgendwie fiel irgendwo, irgendjemand auf, weil Dinge passierten, die nicht passieren dürften. Doug wusste, dass er bereits eine Kopie der Akte auf seinem Schreibtisch hatte, kein Grund also sich die von Cross mitzunehmen. Die nötigen Infos hatte er ja nun schon, so dass er sich zumindest ein erstes Bild machen konnte. Es gab einige Möglichkeiten, wo der Gesuchte wohnen könnte. Aufgrund der teuren PS-Starken Autos wäre eine Möglichkeit, den Täter in High City selbst zu suchen. Immerhin lebten dort die einzigen Menschen in der Stadt, die sich solche Autos problemlos leisten konnten. Die Rennszene war nicht grad diskret und da man gesehen werden wollte, waren auch die Autos bekannt. Um an Namen und Adressen ran zu kommen, müsste man nur die ganzen Händler abklappern. Aber das sollte mal schön die Polizei machen, er könnte sich die Daten dann einfach geben lassen. Das würde er also als erstes veranlassen.

Douglas versprach sich allerdings nicht sehr viel davon. Denn so naheliegend es auch war, glaubte er nicht daran, dass sich der gesuchte in der High City selbst aufhielt, ohne dass er sich hier lange verstecken konnte. Eine weitere Möglichkeit war dann natürlich, dass man sich die Boliden auf nicht ganz so legale Weise besorgt hatte. Nicht weiter schwer und Leute die Ahnung von Autos hatten, gabs es mehr als genug. Irgendeine Behörde die das alles überwachte und Kontrollierte gab es nicht, weswegen vom jämmerlich zusammengeschusterten Selbstbauten mit klapprigen Motoren, bis zum Luxus-Straßenkreuzer alles sah. Letztere natürlich eher weniger. Irgendwelche Transportfarhrzeuge polterten natürlich auch über die maroden Straßen und brachten ihre Waren von A nach B. Nur die Schnellstraßen waren gut befahrbar, sofern nicht irgendwo wiedermal ein rennen stattfand. Das war auch die erste Anlaufstelle für Douglas. Neben einigen Tunningwerkstätten die er schon kannte, würde er sich auch auf der Straße selbst umsehen. Auf dem Weg zurück in das Großraumbüro, wo auch sein Schreibtisch stand, zog er sich noch einen Kaffee aus dem Automaten. Grad als er sich den Becher nahm, kam Seyrah um die Ecke. Unscheinbar wie immer, lächelte sie ihn aber an und begrüßte ihn freundlich.

„Guten Morgen Doug.“
„Morgen Seyrah. Kaffee?“, fragte er, doch sie verneinte es. Das Zeug aus dem Automaten war ihr zuwider. Douglas verstand auch warum, als er einen Schluck aus dem Becher nahm. Nicht grad eine Offenbarung, aber es genügte für den Moment.
„War grad bei Cross, er meinte du könntest mich womöglich bei einem neuen Fall unterstützen, falls ich Hilfe benötige.“
Seyrah sah ihn fragend an. „Und benötigst du Hilfe?“
„Sicher. Ich will nicht erst warten, bis es zu spät ist und obendrein ist es immer besser, wenn du von Anfang an dabei bist, muss ich dir später nicht den Fall noch erklären. Komm, ich zeig dir die Akte.“

Später.
Seyrah saß auf dem Beifahrersitz des Dienstwagens, mit dem Doug eine der bekannten Tunningwerkstätten ansteuerte, und tippte grad etwas in ihr Notebook. Sicher irgendwelche Notizen, ob nun für den Fall oder etwas anderes, war Doug für den Moment egal. Sie würde ihm schon mitteilen, wenn sie etwas Relevantes zu sagen hatte. Offiziell war es eine normale Werkstatt und man konnte auch mit seinem Auto hierherfahren, doch war es auch nicht grad ein Geheimnis, das sich hier etliche junge Leute trafen, die zu der Rennszene gehörten. Die dumpfen Bässe waren schon zu hören, aber erst als Doug zwei Minuten später um die Ecke bog, sah er auch die Werkstatt und die 4 davor geparkten Wagen mitsamt Besitzern und Freunden auf dem Platz davor. Jedes einzelne dieser Autos war mehr Wert als die meisten der Gebäude in der Nähe. Als Douglas dann auf den Parkplatz abbog, und seine Wagen in unmittelbare nähe zu den Tunningschlitten abstellte, war ihm sehr bewusst, dass nicht nur einer dieser Leute dort Waffen trug. Auch das war nichts Besonderes, schon gar nicht wenn man solche Werte schützen wollte, wie sie hier rumstanden. Die Slums waren halt gefährlich. Auch Seyrah war sich dessen bewusst.
„Einer von denen könnte an den Unfällen mit verantwortlich sein.“, meinte sie wärend sie die Menschen mit Argusaugen beobachtete. Dessen war sich auch Doug bewusst, doch solange sie hier standen, taten sie nicht verbotenes. Und auch wenn er sicher den ein oder anderen wegen Waffenbesitz drankriegen würde, würde es ihm nichts bringen. Er brauchte Informationen und den jungen Leuten vor den Kopf zu stoßen war sicher der ideale Weg um nicht zu erfahren.
„Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Sehen wir erstmal, ob wir irgendwas interessantes erfahren.“ Doug hatte sich eins der Fotos des gesuchten mitgenommen, aber keiner der Anwesenden passte auch nur im Ansatz dazu. Wäre auch zu schön um wahr zu sein.

Beide verließen den Wagen und bewegten sich auf die jungen Leute zu, als aus dem Hintergrund ein Mann aus der Werkstatt trat, von dem Doug bereits wusste, dass er der Besitzer war. Er war es auch, zu dem Doug wollte.
„Die geschätzten Herren – und Damen – von der Arbitratorenabteilung. Was führt sie denn hier her in meine bescheide Werkstatt. Vielleicht ein Ölwechsel?“, begrüßte der Mann sie freundlich, wobei weder Seyrah noch Douglas entging, dass er das nicht wirklich ernst meinte. Das logo auf dem Dienstwagen gab ihre Behörde Preis, weswegen es Douglas auch nicht wunderte, das er sie entsprechend ansprach.
‚Charmant‘, dachte sich Douglas sofort. In der Tat, die Art wie er es sagte war nicht herablassend oder feindlich. Auf eine gewisse Art war sie sogar freundlich. Sicherlich Kalkül, wie Douglas ihn einschätzte, aber eine unmittelbare Gefahr schien nicht von ihm aus zu gehen. Mit Sicherheit war der Mann auch nicht daran interessiert, dass seine Werkstatt dicht gemacht wird.
„Tag. Mein Name ist Simmons, das hier ist meine Kollegin Menigton.“ Doug hielt dem Mann seinen Dienstausweis hin, den er nur flüchtig überflog. „Und sie sind?“
„Jakande. Karabo Jakande. Besitzer dieses Ladens.“ Douglas wusste das bereits. Das er den Besitzer dennoch fragte, war für ihn so etwas wie der erste kleine Test, ob ihn jemand anlog. Hätte er sich lediglich nur als einfacher Angestellter vorgestellt, wüsste Douglas nun, dass hier irgendwas nicht stimmt.
„Wir würden uns gerne mit ihnen ein wenig unterhalten. Sie kennen sich doch mit getunten Wagen aus, oder?“
‚Zuerst du, dann deine Angestellten, dann die Leute hier draußen. Schön der Reihe nach.‘, dachte sich Doug noch, als Karabo sie in die Werkstatt zu seinem Büro bat.

Auren
17.12.2020, 23:09
https://abload.de/img/yuma22ava1.16zk7l.jpg (https://abload.de/image.php?img=yuma22ava1.16zk7l.jpg)
s war wieder ein schöner Tag, dachte sich Yuma. Weshalb sie die Kinder anzog mit den Kinderwagen nach draußen ging. Einkaufen stand sowieso auf dem Plan. Lieber jetzt, wo die Kinder noch etwas schlafen als wenn sie putz munter sind.
Gerade die große Tochter war manchmal kaum zu bremsen.
Ihr schien es nichts auszumachen. Dies lag wohl daran, dass sie einfach die Gedanken der Kinder lesen konnte ohne dass es den anderen Passanten nicht auffiel.
So konnte Yuma so manchen kleinen Unfall vermeiden.


Ihr Mann hingegen wäre mit den Kindern klomplett überfordert, aber ärger gab es fast nie deswegen. Dazu war Yuma zu ruhig. Sie lachte sogar manchmal darüber.
Beim Einkaufen entging es ihr nicht, dass die allgemeine Stimmung am Tiefpunkt war. Dies lag wohl an den Rasern und an die inkompente Polizei.
An sich könnte sie diesen Streitpunkt mit Leichtigkeit lösen, aber da gab es noch jemanden.
Ihr so genannter Ziehvater wenn man es so betrachtet.
Einen ehemaligen Warlord. Yuma musste ihn versprechen, dass sie ihre Fähigkeiten nie da draußen einsetzt, wobei Gedanken lesen bis zum gewissen grad erlaubt war.

Heute nahm sie den Bus zur High City. Dort waren die Geschäfte wesentlich besser.
Da es nur wenige Routen für diese Art der Fahrzeuge gab, dauerte es auch nur ungefähr dreißig Minuten bis ihre Haltestelle angefahren wurde.
Langsam und schön vorsichtig stieg sie mit den Kinderwagen aus. Die Busse waren zum Glück dafür auch gut ausgestattet.

Jetzt trennten sie nur noch ein paar Meter zum gewünschten Geschäft, wobei hierfür eine andere Bezeichnung fällig wäre.
Es war eines der größeren Einkaufszentren die Kijutsu zu bieten hatte.
Hier sollte Yuma auch alles bekommen, gerade für die Kleinen.
Die Einkaufsliste wurde hervor geholt, ein gewöhnlicher Zettel. Jeder hätte die digitale Version vorgezogen. Nur kam Yuma nicht wirklich zurecht mit den Dingern.

Die ersten Punkte auf dieser Liste handelte sich allein für die Kinder, danach das Abendessen, sowie kleine andere Dinge des täglichen Lebens.
Das Einkaufzentrum war wie immer gut besucht, aber es wurde nicht gedrängelt. Platz gab es ja genug.

Da Yuma nur wenige kleinere Läden ansteuern musste, hatte sie auch rasch alles beisammen.
An einem kleinen Essenstand, gönnte sie sich eine Kleinigkeit.
Als sie den Rückweg antreten wollte, machte sich die Große bemerkbar. Sie war wach und wollte nicht mehr liegen.
"Nicht zappeln, ich zieh dir deine Schuhe an und dann kannst du von mir aus etwas herum laufen."
Ihre Stimme war ruhig, eher zu ruhig, obwohl das Kind laut quengelte.
Nachdem die Schuhe angezogen waren, wurde das Kind aus dem Wagen genommen.
Ihre Tochter rannte auch schon los.
Zum Glück wusste Yuma ja wohin ihre Tochter wollte, daher konnte sie auch mal ein paar Minuten allein ihre Runden drehen lassen.

Anstatt ihr zu folgen, suchte sie sich eine Bank. Dort wollte sie ihren kleinen Snack verdrücken. Solange ihre Tochter noch am toben war und sie daher nicht teilen musste.

Survivor
18.12.2020, 00:12
https://abload.de/img/ketelavatar80kmi.jpg (https://abload.de/image.php?img=ketelavatar80kmi.jpg)
Ruhe. Ruhe war etwas das Ketel, sehr zu schätzen wusste. Eine Tatsache die sich ebenso in Lage wie auch im Aufbau seiner Werkstatt wieder spiegelte. Sie lag gut einige Meter unter der Erde, in einer alte Tiefgarage. Ihre oberen Stockwerke waren eingestürzt, daher konnte man sie eigentlich nicht mehr gebrauchen. Doch wie es der Zufall wollte, gab es einen alten Aufzug der nur noch nach ganz unten fuhr. Dieser war wieder in Gang gesetzt worden und so konnte man sich an den verschütteten Autos bedienen die dort warteten. Sie im ganzen zu bergen war damals nicht möglich, also schlachtete man sie aus und schleppte die Teile an die Oberfläche und fort. Nachdem diese Arbeiten getan waren, gab es dort unten nichts mehr zu holen. Nach einiger Zeit der Ruhe, hatte Ketel sich dann dort nieder gelassen. Im wahrsten Sinne des Wortes nun im Untergrund, konnte er dort unten, ungestört, alles machen was er wollte. Er richtete sich in einem kleinen Lagerraum eine Werkstatt ein und nutzte die Großen Parkflächen der Garage als Schießbahnen.
Im Laufe der Jahre häufte er immer mehr Material an, um für alles mögliche was mit Waffen zu tun hatte, gewappnet zu sein. Jedoch nicht um Waffen selber herzustellen, sondern um sie modifizieren und reparieren zu können.
Das einzige was er dort unten wirklich herstellen konnte war Munition. Natürlich nicht für jede x-beliebige Waffe, aber eben für die gängigsten. Allerdings war sein momentaner Auftrag ein anderer.

„Modifizieren...hmmm...einfacher hätten man den Auftrag nicht formulieren können oder? Was ist dass für eine Aussage? Ich soll sie modifizieren. Was soll ich modifizieren? Wollen die ein neues Visier haben, ein anderes Kaliber?“ Ketel regte sich gespielt über seinen momentanen Auftrag auf. Er hatte eine größere Lieferung an Waffen bekommen die „modifiziert“ werden sollte.
Ein Auftrag der Ihm in Wirklichkeit viel Vergnügen bereitete, aber eben auch diesen Beigeschmack der Ungenauigkeit hatte.
„Ach wisst ihr was? Ich mach sie einfach mal sauber, checke sie ordentlich durch und dann schieß ich sie wieder ein. Außerdem entferne ich noch die Nummern. Dann weiß keiner mehr woher sie stammen. Sollte eigentlich schon als Modifikation durchgehen.“

Zunächst einmal, kam die völlige Zerlegung aller Waffen in ihre Bestandteile. Jeder Bolzen, jede Feder, jedes noch so kleine Teil. Alles wurde auseinander gebaut. Alle Nummern die Aufschluss darüber geben konnten woher die Waffen kamen, schliff Ketel Material schonend, aber sehr gründlich aus. Dann kamen alle Teile, wild durch einander und nur der Größe nach sortiert, in unterschiedliche Ultraschallbäder mit verschiedenen Reinigern. Nach dem Trocknen wurden die verschiedenen Komponenten, leicht geölt, wieder zusammen gesetzt, auf Sitz und Funktion überprüft und abschließend, alle Waffen im Anschluss eingeschossen. Dabei nutzte Ketel, verschiedene Spannvorrichtungen, um für jeden Waffentyp, auch immer die gleichen Ergebnisse zu haben. Er justierte die Zielvorrichtungen auf ihre Trefferbilder und verstaute sie anschließend so, dass sie ihren Haltepunkt nicht gleich wieder verloren. Ketel hatte aber die Vermutung dass dies spätestens nach dem Rücktransport, eh wieder der Fall sein würde.

Da nun seine Arbeit für den heutigen Tag getan war, konnte er sich nun seinen eigenen Dingen widmen.
Dem testen von Munition. Genauer gesagt...von Schrottmunition.
„Womit schießen wir heute? Wie wärs mit...ja wie wäre es mit dem Gummibärchengeschoss dass ich neulich gegossen habe.“ auf Ketels Gesicht breitete sich ein breites, kindische Grinsen aus.
„Wollen doch mal sehen ob man damit nicht durch einen einfachen Holzverschlag kommt. Dann noch die gehärteten Stahlkugeln, damit könnte ich auf die ausgeschlachteten Karosserien ballern...und zum Schluss noch das gefrorene Dosenfleisch. Dass hatte ich ja schon letzte Woche vorbereitet und zugeschnitten...“ freudig sprang er in sein Lager und holte drei Gewehre und einiges an Munition hervor, bevor in den tiefen der Tiefgarage verschwand und man lautes Krachen und Lachen hätte hören können.

hakuryu
18.12.2020, 01:23
https://abload.de/img/teganava1.1h2j0q.jpg (https://abload.de/image.php?img=teganava1.1h2j0q.jpg) Er war lange nicht mehr hier gewesen. Das letze mal vor zwei Jahren. So sehr Tegan die Natur auch liebte und dieser Ort auch wie geschaffen dafür war diese auch zu genießen, mochte er gerade diesen hier nicht wirklich. Im Schatten einer riesigen Eiche, die mitten auf dem sanften Hügel stand und deren Blätter im leichten Wind leise raschelten, sah der junge Mann auf den Grabstein der Familie Takahiro. Zu den Namen seiner Eltern, an die er sich kaum erinnern konnte, waren die seiner Großeltern gekommen. Die beiden hatten ihn aufgezogen seit er mit vier Jahren zu ihnen gekommen war. Wirklich herzlich waren sie nie gewesen, war er doch der Sohn seines Vaters den sie nicht mochten. Leider sah er ihm auch noch zu ähnlich und sein Vater war ihn ihren Augen schuld daran das die Beiden ihre über alles geliebte Tochter verloren hatten.
Aus den Akten hatte Tegan später erfahren das es ein tragischer Unfall gewesen war und keiner wirklich Schuld hatte. Das Haus welches sie damals observiert hatten war buchstäblich in sich zusammengefallen und hatte beide unter sich begraben. Rettungskräfte hatten es nicht rechtzeitig geschafft seine Eltern unter den Trümmern zu finden bevor die telekinetischen Kräfte seines Vaters versagten.

Langsam das Grab sauber machend, hing der schwarzhaarige Arbitrator seine Gedanken nach. Die letzten drei Jahre waren nicht so einfach an ihm oder Shinru vorbei gegangen. Sie hatten vieles erlebt, geholfen wo sie nur konnten ohne zu verraten was sie sind. Bei seinem besten Freund war das nicht weiter schwer gewesen. Ihm sieht man das nicht an. Bei Tegan sieht da die Sache schon anders aus. Der katzengroße kleine blaue Drache war immer noch da. Das der Kleine ein Eigenleben und sogar seinen eigenen Kopf hatte war sowohl Segen als auch kleiner Fluch zugleich.
Shinru vermutete das Ryu sein Unterbewußtsein wiederspiegelt. Zumindest war er ein offensichtliches Stimmungsbarometer. Was nicht immer von Vorteil war. Oft genug mußten sie deswegen den Wohnort wechseln weil der Kleine der Meinung war jemanden anfauchen oder in die Waden zwicken zu müssen.
Seit der Beerdigung seiner Großeltern waren die beiden immer mobil. Der runtergekommene Caravan war weder zu groß oder zu klein um in den Außenbezirken aufzufallen. Niemand würde auch nur im Traum daran denken das dieses Gefährt mit allen Annehmlichkeiten ausgestattet war die man gebrauchen konnte. Zudem wechselten sie oft die Grafittis und Nummernschilder. So konnten sie über die Jahre auch immer in Auge auf Juri haben. Diese hatte sich nicht an den Vorfall mit Odysseus erinnern können, geschweige denn an die beiden jungen Männer die ihr geholfen hatten und leider auch viel Scherereien bescherten. Yumiko hatte ihnen gesagt das sie auch nicht wollte das sich ihre Frau wieder daran erinnert und die Arbitratoren gebeten sie nicht wieder aufzusuchen. Daran hielten sich die Beiden. Ein Auge behielten sie trotzdem auf Juri. Diese hatte mittlerweile Aktivitäten von denen Yumiko nichts wußte und die Jungs immer mal wieder auf trap hielt.

Nach der Säuberung goß Tegan noch eine kleine Flasche Sake über den Grabstein und zündete Räucherstäbchen an. Ryu kam langsam mit ein paar Wildblumen in der kleinen Schnauze und legte diese daneben.
Mit einem Blick in den blaßblauen Himmel, der nur sporadisch von Federwolken durchzogen war, machte sich der schwarzhaarige wieder auf den Weg. Der kleine Blaue machte es sich auf seiner Schulter bequem, kuschelte sich an seinen Herrn und verblaßte soweit das man schon ganz genau hinsehen mußte um ein Flimmern erkennen zu können.




https://abload.de/img/shinruava1.1ujk8y.jpg (https://abload.de/image.php?img=shinruava1.1ujk8y.jpg) Geht es dir auch wirklich gut?
Die Frage kam für Shinru nicht überraschend. Die geisterte schon seit Stunden im Kopf seiner Mutter rum.
Ja, Mutter. Ja ich esse genug, Natürlich hab ich auch ausreichend Schlaf. Nein, wir kochen selber. MAMA!
Die Gedanken seiner Mutter drehten sich im Kreis. Sein Vater strahle einfach nur Ruhe aus und der Telepath hätte schon tief in den Geist seines Vaters eindrigen müssen um seine Gedanken lesen zu können. Tegan hatte eigentlich beiden Elternteilen beigebracht wie sie ihre Gedanken abschirmen konnten. Nur leider waren sie wohl zu wenig bei Shinru seinen Eltern zu Besuch als das seine Mutter sich das behalten hätte. Immerhin war der letzte Besuch bereits zwei Jahre her.
Ob Tegan damit zurechtkommt?
Das ist schwer zu sagen. Wenn er nicht will komme nicht mal ich in seine Gedanken. Raubkatzen bewachte Diamantschilde sind da sehr effektiv. Und wenn dann noch Ryu einen ständig ablenkt das man sich nicht mal konzentrieren kann, sollte auch ein besserer Telepath als ich Schwierigkeiten haben in seinen Kopf zu kommen.
Beide hatten sie trainiert um ihre Fähigkeiten weiter auszubauen. Was den Schutz gegen Telepathen betraf, hatten die Beiden sogar unerwartete Hilfe bekommen die sich als sehr effektiv erwiesen hatte. Die Trainingseinheiten waren der reinste Horror, aber es hat sich ausgezahlt. Auch für sich hatte er etwas Neues gefunden.

Ein helles Kinderlachen riß den blondhaarigen aus seinen Gedanken. Seine jüngste Schwester, gerade mal zehn Jahre alt, rannte lachend um ihren Bruder.
Fang!
Damit warf sie ihm ohne hinzusehen einen Ball zu. Völlig perplex konnte Shinru ihn gerade noch auffangen bevor dieser in den Kuchenteig fiel. Sie hatte ihn mal wieder austricksen können. Sie hatte schnell gelernt an etwas anders zu denken wenn sie etwas von ihrem Bruder wollte oder vorhatte ihn zu ärgern. Keines seiner Geschwister war ein Arbitrator. Sein Großvater war einer gewesen, nur anders als er einer mit Zukunftsvisionen.
Seine Fähigkeiten gedanklich in ein Diamantkokon einschließend, trat er auf den Rasen vor dem Haus seiner Eltern. Die Wasserbomben die ihn dann eiskalt im Gesicht trafen ließ Mia einen Lachflash bekommen.
Aha, jetzte seh ich also aus wie ein begossener Pudel. Na warte Kleine. Mama, hole bitte mal ein paar Handtücher.
Den Ball in den Händen sprintete er zu Mia die sich mitlerweile vor Lachen den Bauch haltent auf dem Boden rollte. Erst ließ er den Ball auf ihren Kopf fallen und dann warf er sich das lachende Bündel über die Schulter und ging Richtung Pool. Bevor die Kleine realisieren konnte wie ihr geschah, flog sie in hohem Bogen ins kalte Wasser.
Quietschend nach Luft schnappend tauchte sie prustend wieder auf und fluchte wie ein Seemann.
Attacke!!!
Der gebrüllte Ruf seiner Brüder warnte Shinru vor, offensichtlich hatte Mia ihnen beigebracht wie sie sich geistig unsichtbar machen konnten. Gedanklich rezitierte Jack ein Gedicht und Tora löste mathematische Gleichungen.
Doch was auch immer die Beiden eigentlich vor hatten gind für sie gründlich schief. Die 20 und 23 Jahre alten jungen Männer landeten neben ihrer Schwester im Pool. Instinktiv hatte Shinru mit jeweils einer kleinen Drehung und einen Schritt ihnen entgegen reagiert und sie so ins Wasser befördert.
Nicht brüllen. Ihr vergeßt jedes Mal das ich mittlerweile den fünften Dan in Aikido hab.
Das Grinsen auf den Gesicht den Blonden sprach Bände als die Geschwister einvernehmlich fluchten. Ihre Mutter kam mit einem Stapel Handtücher aus dem Haus und verteilte sie an alle ihre Kinder. Sie meinte dann noch das der Kuchen nicht mehr lange brauchen würde und verschwand wieder in der Küche.

Etwas später nach dem alle wieder trocken und in frischen Klamotten waren, legte Jack Shinru ein Plakat hin. Es wurde ein Rennen angekündigt auf den Speedways in den Außenbezirken. Der Telepath war nicht sehr erbaut darüber das schon wieder eins stattfinden sollte. Diese Rennen waren sehr gefährlich und hatten bereits Todesopfer gefordert.
Mama, schau mal. Da ist ein Minidrache!
Alles ok bei dir, Tegan? Geht so. Ihr hattet wohl euren Spaß. Hattest du vorhin nicht andere Klamotten an? Wasserschlacht. Die Kids haben dazugelernt. Die haben dich echt überraschen können? Find ich klasse.
Tegan, komm doch rein. Der Kuchen ist fertig und soweit abgekühlt das wir essen können. Shinrus Mutter stand lächelnd in der Tür.
Danke Mrs Ryusai.
Tegan betrat das Haus und erhaschte aus dem Augenwinkel das Papier auf dem Tisch.
Das ist doch nicht deren ernst, oder? Es gab doch schon zwei Tote. Beim letzten Mal hat es den kleinen Noah erwischt. Offensichtlich doch. Das soll heute Abend stattfinden. Ich glaub nicht das die Polizei das verhindern kann. Ich auch nicht. Deren Autos sind dazu mehr als ungeeignet.
Kann ich mit dem Drachen spielen, Tegan?
Na klar. Hast du noch nen anderen Wunsch? Mia überlegte kurz.
Eine Katze wäre noch schön. Aber eine richtig große.
Mit einem Lächeln erschuf Tegan zwei Raubkatzen was Mia mit einem erfreuten Kreischen quitierte.

Gosti
18.12.2020, 16:20
https://i.imgur.com/XM4BRQI.pngEs ist noch nicht so lange her dass Juri zusammen mit ihrer Freundin Yumiko wieder in die Slums gezogen sind, auch wenn es der Obrigkeit lieber wäre wenn man das nun die „Außenbezirke“ nennt. Sie selbst kann sich an diesen Ort, oder was dort alles passierte so gut wie nicht erinnern, alles was vor dem Vorfall vor drei Jahren passierte war im besten Fall in ihrem Kopf vernebelt, aber als sie hier her kam, obwohl alles viel schmutziger, gefährlicher und lauter war als in der High City, fühlte sie sich hier automatisch wohler als in der sterilen organisierten Welt da oben wo sie fast ein Jahr lang rehabilitiert wurde. Es wirkte einfach… vertrauter, auch wenn sie selbst nicht erklären konnte wieso, und alte Gewohnheiten kamen auch ganz von alleine wieder, ihr Wunsch diesen Ort eine Spur besser zu machen, Ungerechtheiten auszugleichen und einen gewissen Nervenkitzel nachjagen, genauso wie diverse Fähigkeiten wie zum Beispiel dass sich ihre Finger in den Taschen anderer wieder fand ohne dass es jemand bemerkte… Etwas was sie völlig unbewusst und automatisch tat, und auch etwas war was sie aktiv unterdrücken musste. Das hörte allerdings nach einiger Zeit auf, das Unterdrücken, nicht die Kleptomanie…
Zumindest war Juri in der Lage nicht in Schwierigkeiten zu geraten, etwas auf was sie großen Wert legte, mehr als vielleicht früher, weil sie nun einfach jemanden hatte der ihr mehr als alles andere Wichtig war, und sie diese Person einfach nicht in Gefahr bringen wollte.

Generell Half sie bei den Versuchen der High City die ehemaligen Slums zu verbessern so gut sie konnte, und in der Kurzen Zeit konnte man auch schon einiges an Änderungen spüren. Vielen lief dabei nicht besonders fair ab, viele versuchten diese Förderungen auszunutzen oder zu bestehlen, etwas was schon viele Leute die Aufmerksamkeit von Juri auf sich zog und am Ende oft mit weniger da standen als zuvor…
Der Aufbau veränderte allerdings die Leute und die Umgebung, etwas was Juri mit Zufriedenheit beobachtete. Gewaltverbrechen wurden weniger, und einige Kinder hatten sogar Perspektiven für die Zukunft was sie vor drei Jahren noch nicht gehabt hätten. Auch die Entwicklung des „Motorsports“ der immer Populärer zu werden schien, war in den Augen Juris eine positive entwicklung, auch wenn Yumiko da ganz anderer Meinung war… Juri war der Meinung dass diese Beschäftigung besser war als die Alternativen wo es Bandenkriege waren, und auch wenn diese Rennen oft Todesopfer forderten, so war sie der Überzeugung dass das im Vergleich zu den Todesopfern durch Gewaltverbrechen zu bevorzugen war. Und es hatte auch noch einen anderen positiven Nebeneffekt: Die Leute begeisterten sich für eine Sache und hielten zusammen. Juri unterstützte das ganze also absolut. Dass sie selbst dabei einen kleinen Gewinn abzweigen konnte war da nur eine Nebensache.

Neben den Rennen selbst entwickelte sich ja ein regelrechter Glückspiel-Ring, vor allem Wetten auf die Rennen, und da die kleine Diebin wieder eine Verbindung zu ihren alten parapsychologischen Fähigkeiten gefunden hatte und diese auch etwas verbessern konnte, ohne dass jemand davon etwas wusste, nicht mal Yumiko, hatte sie gute Gewinnchancen. Okay, sie gewann nur ca 20% ihrer Wetten, aber stieg immer mit einem Gewinn aus, da das was sie verlor kleine Wetten, und die paar die sie gewann allerdings so spezielle wie etwa „Wer crasht beim Start“ oder „Wer macht ein unfaires Manöver beim Start“ waren welche aufgrund der geringen Chancen hohe quoten hatten. Und halt alles auf den letzten Drücker, da sie, wenn sie sich wirklich Konzentrierte, fast eine Minute im Voraus sah… Aber vor allem hatte sie ein Auge darauf ob nicht die Polizei auftauchen würde, denn so konnte sie schnell „anonyme Infos“ zu den Rennleitern, und dadurch dem Rest geben. Sie wollte ja nicht dass diese Freizeitbeschäftigung, Spaß und Geldquelle zugrunde geht^^

Und so war es auch beim Heutigen Rennen. Juri hatte sich unter die Leute gemischt, trug etwas farblich Schrille Kleidung, etwas viel Makeup im Gesicht und hatte sich sogar die Haarspitzen Blau gefärbt um mehr wie ein Party-Tier auszusehen welche man hier ja oft trifft, machte Stimmung, feuerte die Fahrer an, verhielt sich als wäre sie leicht vom Alkohol oder Drogen berauscht obwohl sie völlig nüchtern war und erleichterte die Leute von dem Kleingeld das sie nicht richtig verstaut hatten. Die Farbe war natürlich leicht wieder auswaschbar, da Yumiko nicht wissen durfte was sie hier machte. Sie hielt von dem ganzen ja überhaupt nichts, und wenn es nach ihr ginge, würde sie „den Kisten die Räder abschrauben“, so ihre eigenen Worte…

Rosered_Strauss
19.12.2020, 15:12
Mit einem Schrei schreckte Viktor aus seiner ruhenden Position auf. Schmerz floss in zähen Strömen durch seinen Körper, fadt so, als hätten seine Nerven Feuer gefangen und verzehrten ihn von Innen. Erst, als erneut ein Schrei in seinem Kopf ertönte - ein gellender, schriller Laut, der jedoch gleich darauf abbrach - erkannte er, dass es nicht er selbst war, der gerade geschrien hatte. Die Leere, die sich in ihm breit machte, liess ihn erkennen, das es jemandes Schmerz gewesen war, der ihn hatte aufschrecken lassen, nicht jedoch sein eigener. Mit pochendem Schädel - der gehörte leider voll und ganz zu ihm - begann er sich langsam seiner Umgebung zu entsinnen.

Richtig - er war einkaufen gegangen. Seit langer Zeit einmal wieder. Sich unter Menschen getraut, ehe er vollends den Mut verlor, genau das zu tun. Zu seinem Pech war er wohl in die Nähe eines Verbrechens geraten, als die Gefühle des Opfers ihn wie mit einem Hammerschlag niedergestreckt hatten. Er stemmte sich auf und sah, das seine Bewusstlosigkeit zum Glück glimpflich ausgegangen war. Sein Hab und Gut war noch da, es konnte also nicht lange gedauert haben, dass er ausgeschaltet worden war. Jetzt wieder bei klarem Verstand drangen wieder die Stimmen an sein Ohr, fast so wie das ferne Rauschen eines stürmischen Meeres, dem er rasant näher kam. Er biss die Zähne zusammen, ballte seine Hände und stählte sich für den kommenden Sturm. Er tat einen tiefen Atemzug, ehe er sich wieder auf die Strasse begab, die zu seiner Wohnung führte.

Es war, als würde er durch einen Wasserfall müssen. Sobald seine purpurnen Augen die Menschenmenge sah, dröhnten ihre Stimmen in seinem Kopf, als würden sie alle mit ihm sprechen. Dutzende Gespräche, Gedanken, Vorhaben und Erkenntnisse prasselten wie schwerer Hagel auf ihn ein, während er dem Drang widerstand auf die Knie zu sinken und sich die Ohren zuzuhalten. Es nütze ja ohnehin nichts - im Gegenteil. Je auffälliger er wurde desto lauter wurden die Gedanken, die ihn betrafen, und desto schwieriger war es überhaupt zu funktionieren. Und dabei waren der 'Lärm' der ihn hier umgab, nicht einmal das Schlimmste.

Er hatte den Blick fest auf den Boden gerichtet, um niemandes Gesicht sehen zu müssen. Sich nicht wieder in einem verlieren zu müssen. Doch das war keine Lösung auf Dauer - und zu leicht konnte es schiefgehen - so wie jetzt. "Hey Süßer - Lust auf ein bisschen Spaß?" Er konnte nicht anders - sein Blick flackerte nach oben, um die Dame anzusehen, die ihn gerade angesprochen hatte. Ihre Augen hatten lange Wimpern, ihre Lippen waren zu einem Lächeln verzogen. Ihre Haare trug sie offen, während ihre Finger an ihrem Ausschnitt herum nestelten, mit dem sie ihn locken wollte. Doch all das waren nur Eindrücke am Rande. Viel intensiver nahm er ihr grelles Makeup wahr, das jedoch gegenüber den Emotionen verblasst, welche ihr Gesicht zeichneten.

Seine Augen weiteten sich, als sein Blick unruhig über ihr Gesicht wanderte, unfähig, sich davon zu lösen. Ein Mann, der sich davon stahl. Ein Kind, das hungrig blieb, das nicht verstand, warum Papa gegangen war. Verzweiflung, weil das Geld vorne und hinten nicht reichte, um dieses Balg und sich zu versorgen. Verzweiflung und hilflose Zuneigung, wenn diese unschuldigen Augen sie mit unkomplizierter Zuneigung ansahen. Hass auf sich selbst, solche düsteren Gedanken zu hegen, sogar ihren Körper verkaufen zu müssen, um über die Runden zu kommen.

Viktor bemerkte, dass er weinte. Er hatte eine zittrige Hand ausgestreckt und sie sanft an ihre Wange gelegt. "Es tut so weh, nicht wahr? Es tut mir so leid.. ich kann nichts..." brachte er mit erstickter Stimme hervor, als er sich mit einem Ruck von ihr abwandte, als Verwirrung und Angst in ihr aufstiegen.

Er rannte den Rest der Strecke, während weitere Gedanken und Emotionen ihm entgegen prasselten wie loses Gut, das ihm Sturmböen entgegen trieben. Als er die Tür zu seiner Wohnung aufriss und dahinter zu Boden sank waren seine Tränen immer noch nicht versiegt, denn der Schmerz der Frau hatte ihn immer noch nicht losgelassen. Und er weinte wegen sich selbst, wegen seinem Los, seinem Schicksal. Als wäre er ein Kind gefangen in einer Welt, die zu laut und zu grell war, um sie begreifen zu können.

Ironhide
19.12.2020, 19:39
https://abload.de/img/dougava1.14tk0a.png
Etwa eine Stunde später, als sich Douglas mit dem Besitzer der Werkstatt und einigen anderen Leuten dort unterhalten hatte, war er ungefähr genauso schlau wie vorher. Einem Rennen abgeneigt war keiner, schon gar nicht mit ihren Autos die sie ja unbedingt zeigen wollten. Und wo war es besser dem ‚Pöbel‘ zu zeigen was er sich nicht leisten konnte und dabei auch noch einige Mädchen zu imponieren, als auf der Straße bei einem Rennen? Wirklich viele Möglichkeiten gab es da nicht. Er musste also zu so einem Rennen um einfach mehr zu erfahren.

Sobald aber von Mord die rede war, versicherten ihm alle, das sie das wiederum genauso wenig gut fanden und auch keiner dabei war, als das passiert sein sollte. Sie reagierten wie alle anderen auch nur auf die Plakate, keiner wüsste angeblich wer die Rennen veranstaltet. Doug ließ sich davon nicht blenden, aber ohne irgendwelche Beweise oder gar Indizien, konnte er für den Moment nichts weiter tun als Informationen zu sammeln.
„Die lassen uns sicher nicht durch.“, meinte Seyrah, die wieder neben ihm auf dem Beifahrerplatz saß und mit ihrem Notebook zugange war.
„Mal sehen.“ Doug ging nicht weiter drauf ein, sondern erkundigte sich nach den Daten seiner Kollegin. „Und hast du herausgefunden, welche Route sie nehmen könnten?“

„Vom Start aus geht’s erstmal nur den gesperrten Speedway 7 entlang.“ Doug wusste wie jeder andere in der Stadt, dass der Speedway 7 wegen einer eingestürzten Brücke schon seit drei Jahren gesperrt war. Das Teilstück wohin sie wollten war nur über eine einzige Zugangsstraße befahrbar und die wurde mit Sicherheit überwacht, für den Fall das Polizei oder dergleichen aufkreuzte. „Nach einigen hunderte Meter sind sie dann aber schon im Karussell.“ Das Karussell war ein großer Verteiler von dem aus man in jede nur erdenkliche Richtung fahren konnte. Es gab mehrere davon und von jedem dieser Verteiler gingen dutzende Straßen ab. Einige führten direkt in die Slums, andere zu nahegelegenen Industriegebieten, wieder andere führten zu anderen Speedways die in die weiter entfernten Teile der Stadt führten.
„Mit ihren tiefergelegten Protzkarren werden sie kaum durch die engen Gassen der Slums brettern, einige Industriegebiete dürften auch wegfallen. Es bleiben aber dann immer noch 8 Mögliche Routen die vom Karussell wegführen und die können sich dann auch nochmal etliche mal aufsplitten. Je nachdem, ob sie halt am Startpunkt auch wieder enden oder das Ziel sich woanders befindet.“
Doug runzelte die Stirn, nachdem ihm Seyrah dies alles mitgeteilt hatte. Der Startpunkt war ihnen ja bekannt, ein wirkliches Geheimnis machten die PS Süchtigen ja nicht daraus. Es war also Sinnlos da irgendetwas unternehmen zu wollen. Aber dafür gab es immer jemanden, der das alles Organisierte. Und der fuhr in der Regel keine Rennen.

„Wir sind da.“ Doug stoppte den Wagen und stellte den Motor ab.
„Huh?“ Seyrah schaut von ihrem Notebook auf, brauchte einen Moment bis sie realisiert hatte, wo sie waren, bevor sie in einiger Entfernung den Speedway erkannte.
„Wir werden laufen müssen. Du hast schon Recht, wenn du sagst, dass die uns kaum durchlassen werden, wenn wir da mit der Kiste hier auftauchen. Wir werden das letzte Stück also ein wenig zu Fuß laufen müssen. Dürften so 10 Minuten bis dahin sein.“
Seyrah war offensichtlich wenig begeistert davon, stopfte aber ihr Notebook in ihre Tasche und stieg aus dem Wagen. Zehn Minuten später waren sie tatsächlich am Speedway und bereits unter den ganzen Schaulustigen. Es gab Stände wo man sich etwas zu Essen besorgen konnte, an anderen gab es Getränke. Doch man sollte schon zweimal hinsehen, was man sich an irgendeinen dieser Stände etwas kaufen wollte. Es gab einen Bereich, wo die Leute ihre Autos zeigten, natürlich immer gepaarte mit den entsprechenden Damen die alles andere als Prüde sind. Es war halt ein Straßenrennen und nichts Offizielles.
„Wir sollten uns etwas umsehen und mal schauen, wer so alles hier ist. Lass uns herausfinden, wer hier das Sagen hat. Keiner fährt ein Rennen, wenn er nichts davon hat. Vielleicht finden wir heraus, wer die Preise gesponsort hat. Einige verdienen bei den Wetten vielleicht auch mit.“
„Teilen wir uns auf. Ich gehe da lang, du da?“, fragte Seyrah und Douglas stimmte ihr zu. Weder Seyrah noch er selbst stachen aus der Menge heraus. Sie sahen aus wie die meisten anderen hier auch. Die Menschen kamen aus allen Gesellschaftsschichten, nur Bewohner aus HighCity sah man hier kaum. Die brauchten nicht kommen, denn für die gab es hier nichts wirklich Interessantes. Douglas hätte auch einfach die Polizei rufen können, um den ganzen Spuk hier ein ende zu machen, aber dann würden sie sich wieder irgendwo anders treffen und dann ein Rennen fahren. Dann wäre er genauso schlau wie jetzt. Die oberste Priorität für den Ermittler war nun erst einmal herauszufinden, wer hier wieviel zu sagen hatte. Vielleicht gab es ja auch einen Spitzel, der bei der Polizei arbeitet und die Verantwortlichen vorwarnte? Dann wäre der Fall für ihn schnell erledigt. Wunder würde ihn das nicht. Korruption zu bekämpfen war ein mühseliger und langatmiger Prozess.

Während Duoglas durch die Menge schritt, hörte er genau hin, was um ihn herum gesprochen wurde. Das meiste war völlig belanglos, aber wer weiß was man so aufschnappen könnte. Ungewöhnliche Wetten waren meist ein Zeichen von absoluter Ahnungslosigkeit, dann verlor man auch in der Regel immer, oder weil man Insiderinformationen hatte. Bei den Streckenposten konnte man gut ein paar Namen in Erfahrung bringen, ohne dass man groß was dafür tun musste. Bei den Rennteilnehmern war bestimmt auch etwas zu erfahren und mit dem ein oder anderen beiläufig geführten Gespräch mit dem ein oder anderen Rennsportfan erfuhr man sicher ein wenig über die letzten Rennen und mit sehr viel Glück auch, wer die Fahrer waren, die die Menschen auf dem Gewissen hatte.

hakuryu
20.12.2020, 03:08
https://abload.de/img/teganava1.1h2j0q.jpg (https://abload.de/image.php?img=teganava1.1h2j0q.jpg) Mia hatte eindeutig ihren Spaß. Der Leopard und der Jaguar den er für sie geschaffen hatte wurden nicht nur ausgiebig gestreichelt, sonder sogar als Reittiere genutzt. Auch Fangenspielen stand mit auf dem Programm. Das allerdings konnte Mia nicht für sich entscheiden. Zumeist hatte der kleine Taschendrache dabei die Nase vorn. Tegan ließ das Ganze quasi nur im Hintergrund seines Geistes laufen und unterhielt sich unterdessen mit den Brüdern von Shinru. Die Jungs fanden es schade das die Rennen fast ausschließlich in den Außenbezirken stattfanden. Klar gab es auch Raser in der High City, nur waren die Straßen zu gut bewacht und die Strecken nicht wirklich lang genug als das man das als Event machen könnte und doch hörte man manchmal das ein kleines Rennen die Polizei in Aufregung versetzt hatte.

Weißt du Jack, ich hab ja nicht wirklich was gegen die Rennen. Das sich die jungen Leute mit Technick und Fahrzeugen beschäftigen als mit Bandenaktivitäten finde ich sogar sehr gut. Das baut Perspektiven auf. Nur leider werden fast immer Unbeteiligte mit reingezogen und verletzt. Beim letzten mal hat eines der Autos einen kleinen Jungen erwischt der zur falschen Zeit am falschen Ort war. Als dein Bruder die erschreckten Gedanken auffing haben wir den Kleinen ins nächste Krankenhaus gebracht. Leider war seine Kopfwunde so schwer das er gestorben ist. Welches Auto ihn erwischt hatte konnte keiner sagen.
Hat das denn keiner gesehen?
Nein. Das waren zu viele Fahrzeuge zur selben Zeit und die Luft voll von Rauch durch das driften.
Dann konnten die den Fahrer noch nicht finden? Bedauernt schüttelte Tegan den Kopf. Das ist doch Mist. Und da jemanden einschleusen?
Tora, das ist wie eine geschlossene Gesellschaft. Da kommst du nicht einfach mal so ohne weiteres rein. Shinru klang ernst.
Auf keinen Fall. Man braucht Geld dafür und das nicht gerade wenig.
Mal ganz zu schweigen von einem passenden Fahrzeug.
Tora und Jack sahen sich an und seufzten schwer. Nur zu gern hätten die beiden so ein Rennen mal Live gesehen und sich die Autos genauer angeschaut.




https://abload.de/img/shinruava1.1ujk8y.jpg (https://abload.de/image.php?img=shinruava1.1ujk8y.jpg) Also das Anschauen lohnt sich wirklich. Das was die aus so manchem Auto gemacht haben grenzt schon fast an ein Wunder. Da will ich nicht wirklich wissen wo die das nötige Kleingeld her haben.
Ein kleiner blauer Schatten huschte an der Gruppe vorbei, dicht gefolgt von Mia die vergeblich versuchte den Taschendrachen einzufangen. Sie hatte die letzten Satzfetzen mitbekommen und rief noch über die Schulter das Tegan und er doch auch so ein Auto hätten. Warum also nahmen Shinru und Tegan nicht auch an diesen Rennen teil.
Weißt du Mia, Das ist ein ganz besonderes Auto. Das ist schon so alt, das dein Urgroßvater damit durch die Gegend gefahren sein könnte.
Mit großen Augen sah Mia den schwarzhaarigen an.
Tegan hat Recht, Süße. Unser Auto ist mehr als ein Opi. Der mag ja schnell sein, nur wenn der auch nur einen Kratzer abbekommt oder etwas mit dem Motor ist, können wir das nicht reparieren. Solche Autos gibt es nicht mehr und Ersatzteile hatte man schon vor 50 Jahren nur noch für horrende Preise bekommen.
Ich will gar nicht erst wissen wieviel ein Teil kosten würde sollten wir je eins brauchen.
Geistesabwesend erschuf Tegan eine halb durchsichtiges Miniabbild ihrers mit allen Extras augestatteten Jaguar XK 120 Roadster aus dem Jahre 1954. In schwarz.
Ich glaub wir sollten mal wieder eine Runde drehen. Der brauch auch mal wieder Bewegung, sonst rostet der uns noch ein.
Wo habt ihr den eigentlich untergestellt? Ich dachte eigentlich das ihr den hier in die Garage stellen wolltet. Tora klang ein wenig entäuscht.
Bein dem Wirbelwind hier?
Damit nahm Tegan Mia hoch, wirbelte sie durch die Luft und fing sie dann im letzten Moment wieder auf.
Da wären dann doch jetzt schon mehr Kratzer und Dellen drin als der Jaguar Flecken hat. Man hörte das Lachen in Tegans Stimme.
Hey, das ist gemein Tegan.
Mia schmollte. Das sah aber wiederum so niedlich aus, das alle Lachen mußten. Mit einem leisen Plop löste Tegan die Raubkatzen auf. Immerhin hatte er es geschafft diese über eine Stunde zu halten. Der Tag war entspannt vor sich hingeplätschert und brachte viel Lachen mit sich. Sie machten noch mal eine Wasserbombenschlacht, diesmal aber mit gemischten Teams und sogar Shinru´s Eltern machten mit. Nach dem Abtrocknen gab es noch etwas heißes zu trinken und eine Kleinigkeit zu essen. Bis Ryu aufmerkte und sich zu Tegan´s alter Lederjacke schlich.
Was hat er?
Eine Mail. Ich schau mal schnell nach.
Der Taschendrache hatte es geschafft das Handy aus der Tasche zu bekommen und trug es voller Stolz zu seinem Herrn. Tegan sah kurz nach.
Wir müssen los. Wie es scheint haben wir heute noch einen Termin.

Auren
20.12.2020, 11:09
https://abload.de/img/spielleiter8nktc.png (https://abload.de/image.php?img=spielleiter8nktc.png)
Der Auftraggeber...

Es kam besuch. Besuch für ein Anliegen besonderer Art. Im Gepäck etwas, was man heute gar nicht mehr finden würde. Ja da würden selbst die alten Veteranen vor neid erblassen.
"Ist das der Ort von dem du ständig redest?"
Stimmen waren zu hören. Ein Mann sprach. Seine Stimme war rau. Gab den Ton an. Die andere hingegen war zitternd als würde der Besitzer dieser Stimme um sein Leben bangen.
"Ja, hier ist es. Ganz unten. Mit dem Fahrstuhl kommen sie zu ihm."
Der Fahrstuhl wurde genauer betrachtet. Er war zwar nicht mehr der neuste, aber vollkommen in Ordnung.
"Verschwinde."



Nach diesem einen Wort nahm der ängstliche Typ die Beine in die Hand. Stürzte nach einigen Metern. Ehe es ihm gelang zu verschwinden.
"Verängstliche Menschen. Schlimmer als Vieh."
Darauf betrat er den Fahrstuhl und fuhr runter. Es gab nur eine Station.
Dort hielt das Gerät. Nur war niemand zu sehen.
So ging er ein paar Schritte nach vorn. Die Werkstatt betretend und wartete am Tresen. Legte das Objekt darauf.
"Na komm schon, ich habe nicht die Ewigkeit gebucht."

Der Star...

Es wurde immer voller. Die Jugendlichen kamen herbei. Nur um das Rennen zu sehen. Sie wollten ihren Star zu jubeln, aber er war noch nicht da.
Unter dem Tisch wurden die ersten Wetten angenommen.
Die jungen Frauen räkelten an den modifizierten Fahrzeuge. Alle würden nicht am Rennen teilnehmen, aber man wollte gesehen werden. Zeigen, wie sie aus Schrott ein Kunstwerk geformt hatten.
Alles lief friedlich ab. Doug der wesentlich Älter war als der Rest, sollte in der Masse auffallen, tat es aber nicht. Es scherte niemand um den Ermittler. Einzig Seyrah wurde entdeckt und kam daher etwas in Schwierigkeiten. Ein Mädchen, dass nicht wirklich hinein passt, wobei sie war ja nicht wirklich eines.

Schnell würde sie von einem Fahrer angesprochen.
"Hey, komm rüber." Forderte der junge Mann sie auf.
"Steig ein, ich will den Anfängern hier mal was richtiges zeigen."
Seyrah erkannte ihn nicht. Da alles viel zu schnell ablief.
Zwei weitere junge Männer drängten sie ins Auto ohne dabei handgreiflich zu werden.
Als Arbitrator, hätte sie die Jungs mit Leichtigkeit überwältigen können, aber dann wäre das ganze Spuk im Nu vorbei gewesen.
Eine zweite Chance gab es daher nicht.

Seyrah saß nun auf dem Beifahrersitz. Die Fenster waren unten. Jeder konnte sie sehen als der junge Mann endlich die Szene mit seinem Fahrzeug langsam heran fuhr. Für ihn gab es immer Platz. Die Leute machten ihn Platz.
Rufe waren zu hören. "Endlich kann das Rennen los gehen."
Sein Fahrzeug war laut. Es lief nicht die Musik. Der Motor war es, obwohl es keine Verbrenner mehr geben sollte, fuhren alle einen.
Die Blicken blieben auf das Fahrzeug, dem jungen Mann und der Arbitratorin haften.
Selbst Doug wurde darauf Aufmerksam, kam aber nicht an sie heran.
Der Jubel um ihm war zu laut.
"Hey, Schätzchen, keine Angst. Wir drehen eine Runde, danach feiern wir ein wenig und dann kannst du gern nach Hause."
Seyrah wusste erst nicht, wie sie darauf antworten sollte.
Um nicht aufzufallen oder den Fahrer zu verärgern machte sie unfreiwillig mit.
"Einverstanden und wehe du kommst als letzter durch das Ziel. Wäre echt schade bei deinem Auto."
Antwortete die Arbitratorin.
"Sei doch nicht so verklempt. Bist wohl das erste mal hier."
"In Wirklichkeit ist es mein erstes mal. Ich hab die Plakate gesehen und wollte einen Blick riskieren. Hätte aber nicht im Traum gedacht mitten drin zu sein."
Sie spielte gut mit.

Die Vergessenen...

Verlassenes Lagerhaus. Außenbezirk zwei Stunden vor dem Rennen.
Tegan und sein Freund betraten das Gebäude. Er verlassenes Lagerhaus, welches wohl noch vor drei Jahren gut genutzt wurde. Blut klebte an den Wänden. Holzkisten waren übereinander gestapelt. Patronen lagen herum. Doch anscheinend war hier schon lange keiner mehr hier gewesen.
Die beiden Männer waren pünktlich. Auch wenn die Fahrzeit sehr knapp kalkuliert war.
Diesen Termin, durften sie nicht verpassen.
Eine Minute mussten die Arbitratoren warten. Dann hörten sie Schritte. Sie waren langsam und aus dem dunklen betrat ein älterer Mann das wenige Licht, welches die Dächer hindurch ließen.
"Ihr habt es pünktlich geschafft. Nicht anders zu erwarten."
Seine stimme war wie immer, ruhig, gelassen und ein wenig monoton.
"Ich werde mich kurz halten. Es gibt ärger." Sein Blick streifte den Boden entlang. Ein Plakat mit Uhrzeit, Streckenverlauf Start und Ziel lag dort.
Die Beiden kannten seine geheimnisvolle Art. Daher war es auch nicht wirklich verwunderlich.
"Ihr solltet euch etwas Spaß gönnen. Vielleicht findet ihr jemanden. Ein bekanntes Gesicht. Ein neues und eines welches eigentlich nicht dahin gehört."
Genauer wollte er sich nicht ausdrücken.
Durfte es nicht. "Ich muss nun los. Beim nächsten Mal lasse ich mich mehr Zeit."
Er ging rückwärts nach hinten, verschwand wieder im dunklen. Als wäre er nie hier gewesen.
Die Jungs verstanden seine Botschaft, wenn leider auch nicht alles.

hakuryu
21.12.2020, 01:07
https://abload.de/img/shinruava1.1ujk8y.jpg (https://abload.de/image.php?img=shinruava1.1ujk8y.jpg) Das Lagerhaus kannten beide Arbitratoren. Vor Jahren hatte hier einer ihrer ehemaligen Kollegen fast den Tod gefunden, durch die Hand der eigenen Partnerin. Wirklich besser sah es jetzt aber auch nicht aus. Das Blut an den Wänden sprach da Bände. Sie hatten es rechtzeitig zum Treffpunkt geschafft, was dem Fahrstil von Tegan zu verdanken war.
Bist du dir sicher das du nicht auch mal bei diesen Rennen mitmachen willst Tegan?"
Ne bloß nicht. Ich fahre zwar gern schnell, aber so verrückt bin ich dann doch nicht. Das wäre mir zu stressig.
Der Blick des Telepathen war recht zweifelnd. Er wußte das Tegan durchaus schon mit diesem Gedanken gespielt hatte. Nur auch ihn schreckten die Kollateralschäden ab. Besonders der Tod des Jungen beim letzten Rennen hatte ihn mitgenommen.

Ihr Kontakt war wie immer pünktlich und drückte sich auch wie erwartet sehr schwammig aus. Shinru versuchte gar nicht erst in dessen Gedanke einzudringen. Das ging nur wenn ihr Gegenüber das auch zulies. Nur dieses mal bekam er sogar ein Einladung.
Schaut euch beim heutigen Rennen genau um. Nur beobachten und nicht eingreifen. Es sind nicht nur Bewohner der Außenbezirke unter den Teilnehmern.
Shinru nickte nur das er verstanden hat und dann verließen auch die beiden Arbitratoren das Lagerhaus. Das Plakat nahm Tegan mit. Es sah ein wenig anders aus als das was Jack ihnen gezeigt hatte. Auf diesem fanden sich sämtliche Infos und nicht nur der Startpunkt. Die Fahrt verlief entspannt. Tegan zermarterte sich den Kopf wie er das mit Ryu hinbekommen sollte.
Selbst wenn er sich weitgehend unsichtbar macht, er würde doch von seinen Zähnen gebrauch machen.
Klar. Wenn er meint das es zu eng wird schafft er dir Platz. Shinru grinste den schwarzhaarigen verschmitzt an.
Mach dich noch lustig. Das ist ein Problem. Er könnte mich verraten und ihn im Caravan lassen ist keine Option. Der nimmt einfach seine Geistform an und marschiert durch die Wände.
Durch Wände? Seit wann kann der das denn?
Frag mich was leichteres. Letzte Woche hatte ich ihn im Wagen gelassen und wußte das er auch drin war, dann bekam ich nur noch mit wie er einfach in die Geistform ging und einfach durch die Seitenwand gemacht ist und gleich noch mal durch die Backsteinwand vom Center. Seinen Blick hättest du sehen sollen als der Kurze neben mir aufgetauch ist. Total selbstzufrieden hat der sich dann auf meine Schulter gehockt und verblaßte fast vollständig.
Im Geiste sah Shinru was Tegan erlebt hatte und konnte sich ein Lachen nicht verkneifen. Zum Glück mußte er nicht fahren, je mehr sein Freund erzählte desto mehr mußte er lachen. Kurz danach kamen sie auch schon an. Parken mußten sie eine Ecke weg. Ihr Caravan war zu groß um durch die Menschenmassen zu kommen und einen Unfall wollten beide nicht riskieren. Die vielen Menschen machten sich sofort bei Shinru bemerkbar. Massen von Gedanken strömten wie Rauschen auf ihn ein und ließen ihn kurz keuchen. Mit einem tiefen Atemzug verschloß der Blonde seine Fähigkeiten hinter einem Diamantschild. Dann nickte er Tegan zu und sie verließen ihr Fahrzeug.




https://abload.de/img/teganava1.1h2j0q.jpg (https://abload.de/image.php?img=teganava1.1h2j0q.jpg) Tegan machte sich wirklich Sorgen um seinen Taschendrachen. Er wußte das es schwer werden würde den kleinen davon abzuhalten anderen Leuten in die Waden zu zwicken, wenn er selbst der Meinung war das es zu eng war. Allerdings stromerte der Kleine auch gern herrum und verschaffte ihnen beide so auch mehr Infos. Das Ryu auch einfach ausrücken würde stand fest wie das Amen in der Kirche. Das Keuchen von Shinru ließ ihn kurz aufsehen und sofort hatte er die Waldlichtung im Kopf die seinem Partner schon so oft geholfen hatte. Dieser schüttelte nur leicht den Kopf und Tegan merkte wie die Präsens von Shinru aus seinem Kopf verschwand. Ein seltsames Gefühl, ihm war gar nicht bewußt das der Blonde wie Ryu immer in einem Teil seiner Gedanken war. Das allerdings brachte Tegan auf eine Idee. Wenn er den Drachen schon nicht verschwinden lassen konnte und der wohl eh, wie immer eigentlich, für Ärger sorgen würde, warum ihn nicht ganz offen mitnehem? Nur eben nicht als Maine Coon großen Drachen. Mit ein wenig Konzentration wurde der Drache größer und bekam dann einen Hundeskin. Jetzte sah Ryu aus wie ein Akita Inu.
Wehe du veränderst die Größe!
Shinru mußte lachen als er das hörte und beide verließen den Caravan.

Bis zum Startbereich war es nicht weit. Viele Fahrzeuge waren dort die man besichtigen konnte. Natürlich in der obligatorischen Begleitung von sehr freizügig gekleideten jungen Frauen. Es gab Fressbuden und mobile Schenken. Es hatte etwas von nem kleinen Volksfest, nur das hier nicht ganze Familien sondern eher jung Leute unterwegs waren. Es wurde in die Motoren geschaut, über Tieferlegung diskutiert, wegen der besten Tuningchips gestritten und Infos getauscht wo man am günsigsten den besten Sprit herbekam. Letzteres war ein Thema was auch Tegan immer interessierte. Ihr Caravan fuhr nicht mit Solar oder einen Minifusionsreaktor (das wäre in den Außenbezirken viel zu auffällig) sondern mit Benzin.
Hey Kuro, was macht ihr denn hier und seit wann hast du nen Hund?
Kyle. Wir wollen eigentlich nur mal schauen. Bei der Werbung die gemacht wurde konnten wir nicht anders. Der ist mir irgendwie zugelaufen und blieb eben. Was machen deine Kids?
Denen geht es blendent. Und das Dank euch beiden. Wenn ihr nicht gewesen wärt, dann würden die drei wohl nicht mehr leben. Ist denn deine Verbrennung verheilt?
Tegan schob ein wenig den rechten Ärmel seiner Jacke nach oben und Kyle sah sich die recht frische Brandnarbe an und sein Blick bekam etwas bedauerndes. Der Hund kuschelte sich sowohl an seinen Herrn als auch an Kyle. Der Mann hatte ein paar Wochen zuvor bei einem Brand fast seine Familie verloren. Shinru hatte die panischen geistigen Hilfeschreie der Kinder gehört und Tegan war einfach in das Haus gestürmt und hatte mit Hilfe seiner Geister die Kids gerade noch rechtzeitig gefunden bevor die Decke eingestürzt war.
Schon gut, ist nicht weiter wild. Hauptsache es geht allen gut.
Sei doch nicht so bescheiden Kuro. Shiro, wenn du mal wieder Zeit hast, die drei wollen mal wieder eine von deinen Geschichten hören. Der Mann schaute Shinru an.
Mußt mir nur sagen wann. Wenn ich das einrichten kann komme ich gern vorbei.
Die Männer unterhielten sich noch eine Weile und Tegan bekam einen Tipp wo in den nächsten Tagen der Sprit günstig war. Dabei schlenderten die Männer zwischen den Ständen und den Fahrzeugen entlang. Ryu merkte mit einem mal auf und wanderte zielstrebig einem Mann hinterher den Tegan nicht kannte. Der vermeintlich Hund schnupperte mehrfach an dem Mann der eindeutig älter war als der Durchschnitt und irgendetwas zu beobachten schien. Geistesabwesent streichelte er den Hund und scheuchte ihn dann sanft weg. Der ließ aber nicht abwimmeln.
Ryu, komm her. Laß den Mann in ruhe.
Widerstrebend kam dann der "Hund" zu seinem Herrchen, wobei er dabei mehreren Leuten leicht in die Waden zwickte um seinen Unmut luft zu machen und den Weg zu Tegan freizumachen.
Alter, laß deine Töle nicht frei rumrennen.
Der picklige halbwüchsige war nicht sehr erbaut über das Rempeln des vermeintlichen Hundes und motzte Tegan an. Mehr traute er sich dann doch nicht. Nicht weil der schwarzgekleidete ihn eisig ansah, sondern eher weil der Hund ihn mit gefletschten Zähnen und zum Sprung geduckt böse anknurrte.
Laß das Ryu. Komm her und benimm dich. Sorry, kommt nicht wieder vor.
Damit ließ er den Jungendlichen stehen. Shinru hatte quasi im selben Moment nach seinem Arm gegriffen und zeigte auf eins der rundendrehenden Autos. Beide schaute genauer hin und waren nicht sicher ob sie sich nicht doch verguckt hatten. Automatisch wechselte Tegan zur geistigen Verbindung zu Shinru.
Ist das Seyrah da neben dem Typen im Auto?
Shinru öffnete kurz den Diamantschild und versuchte sich zu fokusieren. Offensichtlich war das nicht so einfach und brachte wohl mehr Probleme als Tegan vermutet hatte.
Ja, das ist eindeutig Seyrah. Ich kann dir nicht sagen was sie in dem Auto macht, nur das sie das zwar nicht wollte, jetzt aber mitspielt. Der Fahrer ist irgendwie komisch. Sein geistiger Schatten ist seltsam. Ich komm nicht rein, nur sind hier auch viel zu viele Leute. Danke.
Tegan hatte an der gepreßten Stimme seines Freundes mitbekommen das dieser nicht rechtzeitig seinen Schild wieder hochgezogen bekommen hatte. Also gab er Shinru die geistige Ruhe die er dann noch in einen Schild einschloß. Nebenbei bemerkte er dann noch das Ryu schon wieder auf Abwegen war. Blitzschnell griff er zu und verhinderte das dieser eine junge Frau ansprang die sie hier nicht zu sehen gehofft hatten.
Juri. Was macht sie hier?
Die Klamotten und das Make up passen nicht zu ihr. Sieht schrill aus.
Ryu riß sich los und kuschelte sich an Juris Beine.

Survivor
21.12.2020, 01:11
https://abload.de/img/ketelavatar80kmi.jpg (https://abload.de/image.php?img=ketelavatar80kmi.jpg)

„Haben sie nicht? Nun dann haben sie aber zumindest genug Glück, weil ich hätte auch gar nicht hier sein können.“
Der Fremde drehte sich in Richtung der Stimme. Ketel kam gerade aus den hinteren Bereichen, der untersten Ebene.
Er ging erst in seine Werkstatt, legte seine Flinten ordentlich beiseite und ging dann zum Tresen zurück um den Fremden zu begrüßen.
„Sein sie mir Gegrüßt, was kann ich für sie tun?“
Die 1,80m große Person antwortete ihm nicht direkt, sondern stellte etwas unsanft einen großen Koffer auf den Tresen. Ketel hob eine Augenbraue, da der Mann nach wie vor nichts sagte, sondern Ihn unvermindert anschaute. Er öffnete dann den Koffer und drehte diesen zu Ketel, ohne den Blick von diesen abzuwenden.
Der schaute zunächst zurück, ehe er hinab auf den Kofferinhalt blickte.
Seine zweite Braue wanderte nun vor Erstaunen ebenfalls nach oben, gleich darauf verzog sich aber auch sein Gesicht, beim Zustand des Gezeigten.
Ohne zu fragen, nahm Ketel einige der einzelnen Objekte in die Hand und fing gleich mit der Überprüfung an. Sein Gegenüber sagte nichts dazu, nach wie vor lies er seinen Blick aber nicht von Ketel ab.
„Also...“ begann Ketel und schaute seinem Gegenüber wieder in die Augen.
„Ich vermute mal...Reinigung, Ausbesserung, Justierung...noch etwas?“ Ketels Ton war nun sehr sachlich, weil die gezeigte Waffe wahrlich keine Massenware war.
„Ein größeres Magazin. Außerdem soll es automatisch feuern, jedoch nicht zu schnell.“ der Ton seines Gegenüber war rau, man konnte schon sagen befehlend, aber das war Ketel gewohnt. Viele seiner Kunden zählten nicht gerade zu den friedlichsten Leuten.
„Bis wann soll es dass?“
Ketels Gegenüber griff kurz in eine Jackentasche und holte einen kleinen Beutel hervor. Er öffnete den Beutel leicht und legte diesen ebenfalls mit auf den Tresen.
Wieder fuhren Ketels Brauen nach oben...
„Ach gestern hätte es schon fertig sein sollen, nun dass ist...“ Ketel überlegte kurz und blickte wieder in den Koffer.
„Ich brauche trotzdem einen Tag. Schneller geht es nicht. Wir beide wären sonst nicht mit dem Ergebnis zufrieden...“
Sein Gegenüber knurrte nur zustimmend, steckte den kleinen Beutel wieder ein und machte sich ohne weitere Worte auf den Weg.
Nachdem sein neuer Auftraggeber gegangen war, machte sich Ketel gleich an die Arbeit. Dabei fiel ihm auf das der Koffer einiges wog. Das an sich war zwar nichts ungewöhnliches, jedoch hatte dieser Mann nicht den Eindruck erweckt, als wäre er besonders kräftig. Es hätte Ketel nicht gewundert wenn er dabei sogar leicht ins Schwitzen gekommen wäre. Jedoch verwarf er den Gedanken gleich wieder, schließlich galt es ein altes Schmuckstück wieder herzurichten.

„Ein Anzios 20mm Takedown Gewehr...dass muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. “
Ketel legte den schweren Koffer auf seine großen Arbeitsplatte in der Mitte der Werkstatt ab. Dann begann er mit der fein säuberlichen Zerlegung der Waffe. Anders als bei den zuvor behandelten Waffen, welche ja „öfters“ Pflege bekamen damit sie auch zuverlässig funktionierten, musste Ketel hier nun ein bisschen „restaurieren“.
„Naja gut, vielleicht ist dass nicht das richtige Wort, aber alter Schwede, du braucht ein bisschen Liebe meine Große.“ Ketel fing an die Waffe zu streicheln und tätscheln. Er legte sie zerlegt in eines der Ultraschallbäder. „Erst mal nimmst du ein Bad, schön im Waffenöl schwimmen gehen, dazu sanfte Wellen die selbst den tiefsten Schmutz lösen und hervor holen. Danach werden frische Winde dich abtrocknen und wir werden uns eindringlicher um deine Haut kümmern müssen. Hinzu kommt dass dein Herz von alleine schlagen soll...automatisch...also beim besten willen, wenn du anfängst, Leuten oder Dingen ins Gesicht zu spucken...da ist nichts mit Automatik. Du machst dass schön so wie immer...im Einzelfeuer. Allerdings wäre es wirklich cool, wenn nicht immer deine Begleitung fürs nachladen sorgen müsste. Hm...“ Ketel kratzte sich am Kopf während er überlegte, wie er den Mechanismus der Waffe, dahingehend anpassen konnte. Ursprünglich war dass gar nicht vorgesehen.
„Egal, euer Date ist erst in 24 Std und bis dahin muss ich mich auch noch um deine Augen kümmern." Er wandte sich zum gehen. "Genieße du dein Bad, ich werde derweil jemanden besuchen.“

So schnappte Ketel sich seine Sachen für draußen und verließ seine Garage mit der Optik in der Tasche. Als er oben war, fuhr er den Fahrstuhl wieder hinunter und trennte an einem verborgenen Ort, die Stromverbindung zum Fahrstuhl. So konnte niemand, in seiner Abwesenheit, einfach runter fahren und Unfug treiben. Nicht dass dies überhaupt jemals versucht wurde, aber man konnte ja nie wissen.

Ironhide
21.12.2020, 18:52
https://abload.de/img/dougava1.14tk0a.png
„Hätte es nicht wieder einen anonymen Tipp gegeben, hätte ich die letzte Wette fast mein ganzes Geld verbraten.“
„Du hast die Wette doch nicht mal platzieren können, was beschwerst du dich eigentlich?“
„Ich war aber kurz davor. Immerhin sah es nach nem Sieg aus.“
„Na sei froh. Dein Geld wärst du dreißig Sekunden später auch direkt los gewesen, als der Typ seine Karre in der Leitplanke versenkte. Die ganze Beifahrerseite hat der sich weggerissen.“
„Ja war schon übel. Aber der Tipp hätte gerne mal früher kommen können und nicht erst eine Minute bevor die Bullen hier auftauchen. War beim letzten Mal auch schon so knapp.“
„Jupp. Ich frag mich was das bringen soll. Mag der uns schwitzen sehen, wenn wir hier wie die aufgescheuchten Hühner rumlaufen? Komischer Tippgeber.“

Ein ähnliches Gespräch hatte Douglas auch anderswo auf dem Gelände schon mitgehört. Wie es schien, wurden sie immer erst eine Minute vor dem Eintreffen der Polizei gewarnt. Das es also nur einen Spitzel bei der Polizei gab, war damit wieder so gut wie hinfällig. Einfach unwahrscheinlich, dass die Warnungen dann immer so knapp waren, zumal man sie dann nicht mehr unbemerkt absetzten konnte. Es war eher ein Indiz dafür, das doch ein Arbitrator seine Finger im Spiel hatte. Eine Minute war wenig, aber ausreichend um den einen, kleinen aber entscheidenden Vorteil zu bekommen, um abzuhauen. Douglas überlegt kurz, was wäre, wenn die Polizei ähnlich gut ausgerüstet wäre wie zu Zeiten vor den Ressourcenkriegen? Schnelle Autos, gut taktische Ausbildung, Spezialisten für alles Mögliche, High-End Ausrüstung, Hubscharuber, Wasserwerfer, Spezialkräfte, Hundestaffel und was es sonst noch so gab. Das alles gab es jetzt nicht mehr oder nur sehr unzureichend. Und wenn wurde das bisschen Hightech Equipment dazu eingesetzt, die gut betuchte Bevölkerung in der High-City vor Taschendieben zu schützen. Doch viel Zeit um die ‚was-wäre-wenn‘ Szenarien durchzuspielen, hatte Doug nicht. Ein Hund lenkte seine Aufmerksamkeit kurz ab.
„Sorry kleiner ich hab nichts für dich.“, sagte er dem Tier. Natürlich konnte der Hund ihn nicht verstehen, das war ihm bewusst. Entschuldigend streichelte er ihn kurz, dann aber schob er ihn sanft von sich weg. Sein Besitzer rief ihn wohl auch in dem Moment und der Hund verschwand wieder. Er lief zu zwei jungen Männern, denen Doug aber nur flüchtig Beachtung schenkte, denn die Menge wurde im selben Augenblick etwas unruhiger. Es schien sich was zu tun. Douglas blickt zur Strecke und sah wie sich ein neuer Wagen durch die Menge an die Startline drängte. Gut, noch irgendwer der hier angeben wollte, doch die Aufmerksamkeit die dieser Fahrer auf sich zog war ungleich Größer als bei allen anderen. Das weckte auch Douglas seine Neugier, aber aus halt anderen Gründen als die der Fans.

Douglas hatte sich gut positioniert, er konnte in den Wagen sehen, ohne das er direkt daran stehen musste. Das Fenster war geöffnet und der Mann der den Wagen fuhr war ein Angeber durch und durch. Das war zumindest der erste Eindruck, den Doug von ihm hatte. Doch da saß noch jemand anderes mit im Wagen. Erst beim zweiten Hinsehen erkannte er Seyrah und für einen kurzen Moment war sein Gedanke nur einer.
‚FUCK!‘
Da war so nicht geplant aber schnell errang Douglas wieder die Fassung. Wie sie ins, oder warum Seyrah im Auto saß, war für den Moment erstmal Nebensache und er wusste ja, dass sie auch nicht ganz Hilflos war. Sie konnte sich zur Wehr setzten, wenn sie musste. Sie würde sicher nicht einfach des Spaßes wegen mit irgendeinem Fremden ein Rennen mitfahren, sie war also sicher nicht freiwillig in dem Wagen. Douglas versuchte näher ran zu kommen, doch die Menschenmenge vor ihm, verhinderte dies gründlich. Ohne Aufzufallen würde er keinen Schritt dichter an seine Kollegin herankommen. Er versuchte Sichtkontakt mit Seyrah zu bekommen, aber sie blickte leider nicht in seine Richtung oder leider an ihm vorbei.
Geistesgegenwärtig zückte er sein Handy, schoss schnell ein paar Fotis von Auto und Fahrer um später zumindest einige Aufnahmen zu haben, sollte Seyrah etwas zustoßen. Dann öffnete er einen Chat mit Seyrah.
‚Sehe dich im Wagen, Was ist passiert?‘
Glücklicherweise hatte sie ihre Tasche bei sich und kramte schnell nach ihrem Telefon, dessen vibration sie deutlich spürte. Der Fahrer nahm davon keine Kenntniss, der war mit Angeben beschäftigt. Seyrah lass die Nachricht und blickte sich suchend in der Menge um.
‚Fahrerseite, 6 Meter vor dir. Komme nicht dichter ran ohne aufzufallen.‘ Seyrah lass erneut, suchte mit ihren Blicken die genannte Position ab und fand schlussendlich Douglas in der Menschenmenge, auch wenn er immer wieder kurz verdeckt wurde. Dann schrieb sie eine Antwort.
‚Wurde bedrängt. Keine andere Möglichkeit ohne aufzufallen. Spiele erstmal mit, vielleichte ergibt sich was für unseren Fall‘
‚Meld dich umgehend wenn du Hilfe benötigst. Ich lass dein Notebook und dein Handy sofort von der Zentrale orten, zur Sicherheit.‘
‚Verstanden. Geht wohl gleich los, melde mich sobald es geht.‘ Damit steckte sie ihr Handy wieder weg. Douglas wusste, dass er nun nur noch zusehen konnte, Hinterherfahren konnte er mit seinem Dienstwagen eh nicht. Der war viel zu langsam und bis er bei dem Auto war, wären der Vorsprung eh schon zu groß. Er tat das, was für die Situation erstmal das beste war. Ruhe bewahren. Sein Puls war zwar etwas angestiegen aber er war weit weg davon, sich Aufzuregen oder gar panisch zu werden.

‚Schöne scheiße!‘, dachte er sich, nachdem er dann noch bei der Zentrale mittels eines kurzes Anrufes die Ortung von Seyrahs Telefon und Notebook veranlasst hatte.

Gosti
21.12.2020, 23:05
https://i.imgur.com/XM4BRQI.pngJuri war hier wirklich mittendrin im Geschehen, immer in Bewegung, sprang von einer Gruppe zur anderen wo sie scheinbar immer jemanden zu kennen schien, auch wenn das oft gar nicht der Fall war. Aber wenn man sich hier einfach einbringt wird man sehr schnell akzeptiert, da unter diesen großen Gruppen niemals jeder jeden Merkt mit dem man mal etwas zu tun hatte. Zu sagen dass sie es nicht genießen würde wäre eine Lüge, das Mädchen hatte ganz klar rießen Spaß hier mitzumischen, mit den Leuten zu diskutieren und auch die einen oder anderen Infos gegen bares einzutauschen, oder einfach mit den Leuten einen trinken und rumkreischen (wobei sie nie wirklich etwas alkoholisches hier trank, aber in der Menge fällt das meist nicht auf wenn vor dem Stamperl heben mal kurz alles auf den Boden geht).
Ja, sie schien hier perfekt rein zu passen. Das Einzige was fehlte war dass sie sich ebenfalls über die Autos räkelte, aber das war dann wirklich nicht ihr Stil, und wäre irgendwie auch kontraproduktiv, weil sie musste ja doch noch etwas mehr Kleidung tragen um das ganze Geld irgendwo zu verstauen.
In ihren fast kniehohen Boots hatte sie schon ein paar Credit-Chips verschwinden lassen, und ihre langen, fingerfreien Handschuhe waren auch ein guter Ort um den einen oder anderen Schein verschwinden zu lassen. Auch der Rest ihres Outfits was sich am besten als cyberpunkiges Korsett bezeichnen ließ, welches mehrere violette Stofffetzen dekorierte, hatte mehr Taschen als man glauben möchte, und versteckte auch die eine oder andere Klinge, für alle Fälle natürlich. Die kleine Umhängetasche die sie dabei hatte hingegen hatte nichts wichtiges drin, nur einen Tracker und eine Rauchgranate die los geht wenn jemand versuchen würde sie zu öffnen. Es war quasi eine Ablenkung, von der sie regelrecht erwartet dass jemand versuchen würde sie zu stehlen.

So langsam machten sich endlich die Fahrer fertig für den Start, und das war für Juri natürlich auch der Zeitpunkt wo sie so wirklich aktiv wurde mit ihren Last Minute Wetten. Daher huschte sie zu den richtigen Leuten und nochmal an vielen vorbei, sich meist geschickt durch die Menge schlängelnd um zu ihrem Ziel zu kommen, und wie immer natürlich das eine oder andere Mitbringsel von anderen Leuten stibitzen. Dabei bemerkte sie natürlich auch den Vorfall wo dieses leicht auffällige Mädchen offensichtlich unfreiwillig in den Wagen gebracht wurde, dagegen konnte sie allerdings nichts machen. Jeder der hier her kam war sich bewusst dass immer ein gewisses Risiko herrscht. Aber irgendetwas an ihr war komisch… Sie hatte das Gefühl sie zu kennen, aber konnte es nicht zuordnen, was eine Seltenheit war. Das ließ sie annehmen dass sie vielleicht irgendetwas mit ihrer Vergangenheit zu tun hatte? Ihr zuckte es in den Fingern dem da weiter nach zu gehen, wusste aber auch dass es gefährlich ist in solch einer Menge etwas dummes zu versuchen…
Bevor sie jedoch diese Gedankengänge abschließen konnte merkte sie wie sich dieser Hund an ihr Bein schmeichelte, etwas was sie fast schon etwas aufschrecken ließ, so sehr war sie gerade im Gedanken. Da sie aber ein Tierfreund war senkte sie sich etwas um den Hund unterm Ohr leicht zu graulen, und sah dann zum scheinbaren Besitzer und seinem Partner auf, was Juri dann wirklich ein etwas ungutes Gefühl gab. Wieder dieses Gefühl sie zu kennen, nur dass sie hier jetzt etwas nervös wurde... Sie ließ vom Hund ab und lächelte die Zwei kurz an. „Ein Tier hier mitzubringen ist gefährlich, ihr solltet aufpassen dass er nicht niedergetrampelt wird^^“ sagte sie mit leichtem kichern und machte sich dann sofort auf da wieder weg zu kommen, und um zu checken ob in der Brieftasche die der Dunkelhaarige dabei hatte etwas wichtiges drin war was ihr erklären könnte wer das war...

Kurz in einer Seitengasse verschwindend tat sie das dann auch. Die Brieftasche selbst war leer, bis auf eine Kunststoff-Karte auf welcher ein Foto von dem Typen abgebildet war, und sonst kaum Irgendetwas wichtiges. Kein Firmenlogo, kein Name, nichts bis auf einen Strichcode und der Bezeichnung "Freigabe: SS". Aber auch wenn sie dadurch nicht wissen konnte von wo er her kommt, so war klar dass er zu irgend einer Organisation gehörte, und die Freigabe ließ vermuten dass er wichtig war. Das alles gefiel ihr natürlich überhaupt nicht. Geheimdienst vielleicht?
Während sie so überlegte merkte sie dann auch noch dass der Hund von den Beiden ebenfalls nun in der Gasse stand und sie ansah, was ihr Herz nur noch mehr raßen ließ... Die Karte steckte sie sich in eine Gesäßtasche ein und ging dann zum Hund um ihm die Brieftasche vors Maul zu halten. "Bring das deinem Herrchen ruhig wieder..." sagte sie leicht nervös, und sobald er sich das Etui geschnappt hat, würde sie wieder in die Menge tauchen und versuchen dort unterzugehen

hakuryu
25.12.2020, 03:19
https://abload.de/img/teganava1.1h2j0q.jpg (https://abload.de/image.php?img=teganava1.1h2j0q.jpg) Ryu genoß das kurze Kraulen hinter den Ohren. Trotzdem sah er die schnelle Handbewegung der jungen Frau. Da Tegan natürlich alles mitbekam was sein kleiner blauer Freund sah, wußte er im selben Moment das sie ihm schon wieder die Brieftasche geklaut hatte.
Sie kann es echt nicht lassen.
Was kann sie nicht... Nicht schon wieder. Das hat uns damals schon in Schwierigkeiten gebracht. Und wäre beinahe gründlich in die Hose gegangen.
Ich weiß. Wenn Janson nicht gewesen wäre hätte uns die Herlay richtig ans Bein gepißt.
Gedanklich schickte er Ryu hinter Juri her. Er wußte das er nicht groß was in seiner Brieftasche hatte, das sollte man in den Außenbezirken grundsätzlich nicht haben. Man konnte jederzeit beklaut werden. Sollten da Massen an Geld oder Wertgegenstände drin sein würde es Fragen aufwerfen die keiner der beiden jungen Männer haben wollte.
Hast du irgendetwas wichtiges da drin?
Nein. Nicht das ich wüßte. Das letzte Mal hatte ich die am Checkpoint... FUCK!!!
Nicht dein Ernst? Du hast deine ID-Card in der Brieftasche???? Bist du von allen guten Geistern verlassen?
Das Etui ist kaputt gegangen und iwo mußte ich das Teil verstauen.
Aber doch nicht in der Gesäßtasche wo jeder leichtes Spiel hat!
Ja, kommt auch nicht mehr vor. Juri ist übrigens da vorn in der Seitengasse und hat meine ID in der Hand. Würdest du die bitte holen? Ich würde die Gasse nach hinten schließen, dann kann sie nicht flüchten.
Wie kann man nur ...
Grummelnd schlenderte Shinru in Richtung der Gasse in der Juri gerade dem vermeintlichen Hund Tegan seine Brieftasche vor das Maul hielt.




https://abload.de/img/shinruava1.1ujk8y.jpg (https://abload.de/image.php?img=shinruava1.1ujk8y.jpg) Sich tierisch über seinen besten Freund ärgernd, ging der Blonde in die angegebene Richtung. Juri hielt Ryu immer noch die Geldbörse vor die Schnauze und hoffte wohl das dieser die einfach nehmen und abziehen würde. Tegan gab noch weiter das sie seine ID behalten hatte und irgendwo in einer der Gesäßtaschen deponiert hatte. Welche hatte der Taschendrache nicht gesehen.
Shinru hatte sich ein klein wenig geöffnet und bekam die Gedankengänge bezüglich Tegan seiner Identität mit und mußte sich sehr bemühen um nicht lauthals loszulachen. Als er diese allerdings gedanklich weiterreichte, durchzog ein halb hysterisches Lachen seinen Kopf. Einerseits fand das der dunkelhaarige urkomisch was da in ihrem Kopf rumspukte, andererseits zeigte das auch das sie ihre ID-Cards anderweitig verstauen mußten.
Sich entspannt gebend, trat Shinru zu dem Akita und schaute leicht verwundert auf die Brieftasche.
Wo hat denn mein Kumpel die verloren? Lieb von dir sie Ryu zu geben das er die zurückbringt.
Die Nervosität der jungen Frau entging ihm in keiner Weise. In ihrem Kopf sah er auch ihre Strategien. Es gingen Juri so einige durch den Kopf. Unter anderem das sie an der Feuerleiter aus der Gasse klettern würde. Als letzte Option welche sie nicht wirklich wollte könnte sie noch schreien wenn ihr Shinru zu nahe kommt. Und Aufmerksamkeit wollte er auf keinen Fall haben.
Die muß ihm eben aus der Tasche gefallen sein. Kannst du denn beweisen das es die von deinem Kumpel ist?
Das sie sich mit der Frage selbst ins Aus manövriert hatte bekam sie in dem Moment gar nicht mit. Sie hatte sich weder gebückt um sie aufzuheben und doch hatte sie die Brieftasche dem Hund entgegen gehalten. Ergo wußte sie genau wem die gehörte. In Juris Geist sah Shinru das sie nicht vor hatte die ID-Card rauszurücken. Dafür fand sie das Rätzel viel zu interessant, zumal sie auch das Gefühl hatte die jungen Männer kennen zu müssen.

Tegan laß das mit dem Verschließen der Gasse. Sieh zu das du die ID irgendwie aus ihrer Tasche bekommst. Selbst ich bin ihr suspekt und sie ist kurz davor zu schreien.
Geht klar. Ryu will noch ne Runde kuscheln. Das ist ein total seltsames Gefühl. Ich hab nen Skarabäus dran. ID gefunden. Lenk sie bitte noch ein wenig ab.
Geht klar.
Ryu ignorrierte die Brieftasche und schmiegte sich einfach wieder an Juri. Ihm war das kurze Ohrenkraulen nicht genug gewesen. Immer noch nervös streichelte sie dann doch das weiche dunkel gestromte Fell. Shinru ließ sie dabei allerdings nicht aus den Augen. Dieser blieb einfach wo er war und gab ein Bild der Unbekümmert- und Harmlosigheit ab.
Wenn du oben auf der Rückseite genauer hinschaust wird dir die geflickte Naht auffallen. Ryu hatte da mal was durchgekaut und wir mußten das reparieren. Und auf beiden Seiten wirst du Zahnabdrücke von dem kleinen Kerl da finden.
Kurz schaute Juri auf das Teil in ihrer Hand und sah die leicht beschädigten Stellen. Dann hielt sie Shinru das Ganze dann doch entgegen. Zwischenzeitlich hatte es der Skarabäus geschafft die ID-Card aus der Hosentasche zu buchsieren. Mit einem kaum wahrnehmbaren Rascheln fiel diese auf den Boden. Ryu stellte eine Pfote drauf und verhinderte so das Juri den sofort wieder sah.
Sieh zu das du deinen Ausweis verschwinden läßt. Ryu muß mit mir die Gasse verlassen, sonst haben wir schneller ein paar Halbstarke am Hals als uns lieb ist.
Dankend nahm der Telepath die Brieftasche von Tegan an, rief nach Ryu, der sich widerstrebend und mit leichtem Bedauern im Blick von Juri entfernte, diese drehte sich um uns verschwand mit schnellen Schritten ohne sich umzublicken in der Menge. Aus dem Augenwinkel sah Shinru noch wie sich ein flacher Stein auf die ID legte.
Tegan behielt auch den kleinen Skarabäus aufrecht. Er wollte sichergehen das Juri nicht doch wieder zurückkommen würde. Als sie dann in der Menge verschwunden war holte der Blonde die ID zurück, innerlich aufatmend das nichts weiter passiert war.

Auren
25.12.2020, 15:43
https://abload.de/img/spielleiter8nktc.png (https://abload.de/image.php?img=spielleiter8nktc.png)
Der Knutschfleck...

Der Höhepunkt kam immer näher. Die Fahrzeuge standen an der Startlinie. Acht waren es insgesamt.
Die Motoren heulten auf, die Fahrer selbst, konnten es kaum erwarten. Seyrah hingegen war etwas nervös, schnallte sich an.
Noch einmal motivierte sie ihren Fahrer um nicht negativ aufzufallen.
"Wenn du gewinnen solltest, darfst du gern ein Foto mit mir machen wo ich dich Küsse."
Es war zwar nicht ihr Stil. Doch sie saß ja nun in der ersten Reihe. Unfreiwillig.
Da gab es nun kein zurück mehr, aber so hatte sie eben alles im Auge. Konnte nun selbst ein Bild machen, ob einer der Fahrer ein Arbitrator war oder eben nicht.



Ein junge Frau trat heran. Sie war leicht bekleidet.
Stand vor den Fahrzeugen. Langsam öffnete sie ihren BH, hielt ihn hoch.
Noch einmal ließen die Fahrer die Motoren lauf aufheulen.
Dann ließ die junge Frau den Stoff fallen, dies war das Signal.
Sieben Autos kamen sofort vom Fleck, viel Rauch stieg auf.
Fahrzeug Nummer acht, von einer jungen Frau gefahren, explodierte der Motor.
Ein "Ooooooohhhhhhhhhh" war von der Menge zu hören. Sie fluchte natürlich.
Man ließ sie jedoch nicht hängen. Ein paar Freiwillige schoben das Fahrzeug auf einem Parkplatz.

Das Rennen selbst, konnte man durch diverse Bildschirme verfolgen. Die Leute nutzten einfach Drohnen die vor dem Start an ihre festgelegte Position geflogen waren um alles aufzunehmen.
Selbst diese Technik war nicht so leicht erschwinglich.
Schnell wurden die letzten Wetten abgeschlossen.
Seyrah´s Fahrer befand sich auf dem dritten Platz. Er hatte wohl beim Start woanders hingeschaut, wodurch er ein paar Sekunden verlor.
Die er wieder schnell aufholte. In den Kurven wurde gedriftet, wer bremste, hatte da schon verloren.

Es dauerte auch nicht lang und Platz Nummer vier, krachte gegen ein geparktes Auto. Beide waren Totallschaden. Er selbst, kletterte aus seinem Wrack heraus und suchte rasch das Weite.
Das Rennen blieb erwartet spannend. Riskante Überholmanöver waren and er Tagesordnung.

Dann an einer Ecke.
Da stand die Polizei. Sie hatten wohl einen Tipp bekommen oder kannten wohl alle Rennstrecken.
Auf den Bildschirmen konnte man sie ganz klar und deutlich sehen.
Straßensperren wurden rasch aufgebaut, brachte aber nichts. Gekonnt drifteten sie vorbei, fuhren durch enge Gassen. Womit die Beamten nicht gerechnet hatten.
Diese Gassen waren schon beinah zu eng für ein Auto.

Zwei Fahrzeuge der Polizei nahmen die Verfolgung auf, aber schon an der ersten größeren Kreuzung, warf einer der Fahrer eine Glasflasche mit Farbe auf ihre Verfolger.
Er traf die Windschutzscheibe, die vollkommen schwarz wurde. Kein Wunder warum das Fahrzeug fast ungebremst in die nächste Hausecke krachte.
Der Kollege hatte später ebenfalls etwas Pech. Wie zu erwarten, die Leute zählten schon von zehn runter und bei eins geschah es. Der Motor des letzten Polizeifahrzeuges explodierte.
Sie waren dafür nie ausgelegt solange und so schnell zu fahren. Fluchend stiegen die Polizisten aus. Einer warf sogar seine Jacke zu Boden.
Doch die Jugendlichen die all dies durch die Drohnen ansehen konnten, lachten lautstark darüber.
Das Rennen selbst fand an der Ziellinie sein Ende.
Dann kam wohl der übliche Brei.
Sirenen waren zu hören. Schnell wurde alles zusammen gepackt.
Ehe es mit quietschenden Reifen davon ging.
Wie immer kam die Polizei zu spät, zu laut und fanden diesmal nur eine junge Frau mit ihrem defekten Fahrzeug vor.
Die Beamten stiegen aus ihren Fahrzeugen aus. Sahen sie das Auto der jungen Frau an, konnten sie aber nicht belangen.
Über Funk war dann zu hören, dass erneut zwei Beamten schwer verletzt wurden. Zwei Fahrzeuge Totallschaden hatten.
Die Polizeibeamten stiegen wieder ein, rasten los, zum Unfallsort um ihn abzusperren.


Seyrah hingegen bekam von dem Trubel nichts mit. Ihr Fahrer gewann das Rennen.
"Na kleine? Da vorn lasse ich dich raus."
"Gerne, das Rennen war richtig geil. Ich würde gern beim nächsten Mal wieder dabei sein."
Antwortete Seyrah darauf.
Naja sie hatte ihn ja fast um den kleinen Finger gewickelt.
"Super." War seine Antwort.
Er hielt an, ließ aber den Motor weiter laufen.
"Komm, du wolltest mich doch küssen."
"Ich hab es nicht vergessen."
Beide stiegen aus, gingen ein paar Schritte, nur um vor dem Fahrzeug stehen zu bleiben.
Ab da musste Seyrah aktiv werden. Sie drückten ihn auf die Motorhaube, beugte sich über ihn. Er hingegen holte noch rasch sein Smartphone raus. Alles für ein Bild.
Dann küsste Seyrah ihn auf die Lippen, lange, sah dabei in die Kamera.
Sekunden später löste sie den Kuss, ließ von dem jungen Mann ab.
"Das könnten wir jeden Tag machen." Es schien ihm gefallen zu haben.
Seyrah holte ihr Smartphone raus.
"Bekomm ich deine Nummer und das Bild. Ich will vor meinen Freunden ein wenig angeben."
Einen besseren Grund gab es für ihn nicht.
"Na klar. Heute Abend schicke ich dir eine Nachricht wann und wo das nächste stattfindet."
Die Nummern wurden ausgetauscht. Das Bild wurde auch gleich mit übertragen.
"Danke. Holst du mich Morgen ab?" Fragte Seyrah noch.
"Ja klar, aber zieh dir morgen aber was netteres an. Kommt besser."
Gab er ihr klar zu verstehen.
"Lässt sich einrichten. Ich melde mich morgen."
"Bis Morgen meine Hübsche."
Er drückte ihr einen Kuss auf die Wange, stieg dann in sein Fahrzeug ein und fuhr los.
Ziemlich leise sogar, wollte wohl keine Verfolger haben.
Seyrah hingegen wartete nun auf ihren Kollegen.

Ironhide
27.12.2020, 13:02
https://abload.de/img/dougava1.14tk0a.png
Soweit er konnte, hatte er das Rennen mitangesehen, aber noch bevor es zu ende war, zog sich Doug zu seinem eigenen Wagen zurück, stieg ein und hielt sich bereits, auf ein Signal von Seyrah zu warten. Auf seinem Smartphone hatte er stets ihre Position im Blick und konnte dementsprechend schnell eingreifen – relativ schnell. Am Rande bekam Douglas mit, was beim Rennen passierte, aber das interessierte ihn wenig. Er konnte eh nichts tun, um die Unfälle zu verhindern und seine Sorge galt auch eher seine Kollegin. Irgendwann dann blieb ihr Signal stehen und bewegte sich nicht mehr vom Fleck. Erloschen tat es nicht und somit machte Douglas sich auf den Weg. Kurz darauf klingelte es. Seyrah war am anderen Ende der Leitung.

„Geht’s dir gut?“, war Douglas erste Frage, da er doch die ganze Zeit eine Anspannung gespürt hatte, die erst jetzt von ihm abfiel, als er ihre Stimme hörte.
„Ja, alles okay.“
„Gut gut. Ich bin auf dem Weg. Sag wenn ich dich gefahrlos einsammeln kann.“
„Ich bin hier alleine, weit und breit nichts zu sehen. Du weißt wo ich bin?“
„Ja. In 5 Minuten bin ich da.“
Und das war er dann auch. Nachdem sie wieder in den Wagen eingestiegen war, holte sie ihr Notebook raus und verband es mittels Kabel mit ihrem Telefon. Kurz darauf flackerten die geschossenen Bilder über den Bildschirm. Douglas konnte einen kurzen Blick erhaschen, musste sich aber auf das fahren konzentrieren. Seyrah erzählte ihm derweil alles, zumindest das wenige, was sie wusste. Viel war es nicht, aber es hätte Douglas auch gewundert, wäre Seyrah mit seiner Lebensgeschichte im Gepäck wiedergekommen.
„Ich schicke schon mal alles in die Zentrale, vielleicht bekommen wir dann einen Namen zu dem Gesicht. Ich kann mir denken, dass der in irgendeiner Datenbank auftaucht.“
„Hoffen wir es. Bei der Polizei dürften wir noch den Namen der Frau bekommen, dessen Auto schon am Start den Geist aufgegeben hat. Wir könnten zwar zurückfahren, aber die wird schon über alle Berge sein.“

Es war wirklich nicht sehr viel was sie hatten, aber immerhin hatte sie einige Bilder, mit denen sie ihre Datenbanken füttern konnten. Sie unterhielten sich auf dem Rückweg noch darüber, ob es klug war, sich auf diesen Typen ein zu lassen. Denn das würde heißen, das Syerah Undercover gehen müsste und das war noch etwas ganz anderes, als in einer großen Masse einfach nur umherzulaufen. Douglas war davon wenig begeistert.
„Erstmal abwarten, ob er sich mit den nächsten Infos für das nächste Rennen meldet. Dann sehen wir weiter.“
„Es wäre sicher nicht verkehrt. Schneller bekommen wir die Infos sonst kaum, und bessere sicher auch nicht.“
„Es war also unser Glück, das die dich zu ihm in den Wagen gedrängt haben?“
„Ich bin lieber außerhalb einer solchen Kiste, als Teil des Rennens zu sein. Aber scheinbar bin ich sein Typ.“, meinte Seyrah mit einem Ton in der Stimme, den Douglas ein wenig abschätzig auffasste. „Die Frage ist doch, ob er auch was im Kopf hat, oder einfach nur gut fahren kann. Jedenfalls ist das fürs erste unser bester Einstieg in die Szene.“
Da hatte sie durchaus Recht mit.
„Erstmal abwarten, was Cross dazu sagt. Ohne sein Segen geht ja eh nichts.“ Damit hatte dann auch Douglas recht, das wusste seine Kollegin natürlich. „Die Zeit für einen sauberen Background ist halt extrem Knapp. Und wenn dich irgendwer erkennt, kann das böse enden.“
In der Tat war Seyrah bewusst, dass sie nur Undercover eingesetzt werden könnte, wenn die Computerspezialisten es hinbekamen ihr eine Geschichte zu geben, die plausibel war und jeder Überprüfung standhielt. Das verhinderte zwar nicht, das irgendwer sie nicht doch erkannte und sie zuordnen konnte, aber ein sauberer Background war schon die halbe Miete. Natürlich müsste Seyrah sich das auch alles merken und das war auch nicht so einfach, denn ein kleiner Fehler konnte schon das Aus bedeuten. Wie sowas enden kann, durften die Kollegen der Polizei erst letzten Monat wieder miterleben, als eine ihre Undercoverleute aufgeflogen war, als er sich einfach mal verplapperte. Nur ein Detail, aber es reichte um sein Leben zu beenden. Aber Da ging es auch um einen der letzten Warlords der Stadt und das waren nochmal ganz andere Kaliber als Streetracer. Warlords vermuteten in jedem ein Spitzel und waren von Natur aus extrem misstrauisch. Die fackelten auch nicht lange und ließen Leute verschwinden, ohne mit der Wimper zu zucken. Bei den Rennleuten waren bisher nur Menschen durch Unfälle gestorben. Bisher.


Etwas später, zurück in High City und nachdem Douglas seine Kollegin in der Zentrale abgesetzt hatte, fuhr er selbst noch zu einem der Einkaufszentren. Diesmal jedoch ganz privater Natur, denn seine Tochter hatte bald Geburtstag und er wollte ihr etwas schenken. Nur war sein Problem, das er selbst keine Ahnung hatte, was seine Tochter sich wünschte. Sie war seit dem Tod ihres Bruders und ihrer Mutter ruhig geworden, wünschte sich die beiden zurück aber das konnte Douglas ihr leider nicht erfüllen, so sehr er es auch wollte. Jedes Mal brach es ihm das Herz, wenn er seine Tochter darüber reden hörte, auch wenn sie nun mit ihren fast 12 Jahren es immer besser verstand. Er wollte ihr eine Freude machen, sie wieder einmal lachen sehen und ihr den Kummer nehmen, wenn auch nur für einen kleinen Moment. Er stand vor einem Eckladen, genauer gesagt einem Spielzeuggeschäft und sah sich die ausgestellte Ware im Schaufenster. So wirklich sicher was er nun kaufen sollte, war er sich aber immer noch nicht. Als er die weiteren Auslagen begutachten wollte, die zu sehen wären, sobald er um die Ecke gehen würde, knallte auf einmal etwas gegen sein Bein und brachte ihn etwas ins Wanken. Aber es war nichts, was ihn stürzen ließ.
„Aua!“, vernahm er fast gleichzeitig und sah nach unten. Ein kleines Mädchen saß da vor ihm auf den Boden, selbige war ihm gerade in die Beine gelaufen. Sicherlich wollte sie auch sehen, was es hier alles gab. Immerhin war so ein Spielzeuggeschäft ja ein Paradies für Kinder. Für sie schien es weit schmerzvoller zu sein, als für ihn. Noch etwas geschockt, sah sie zu ihm hoch, für einen Moment ratlos was sie tun sollte. Das kannte er auch schon von seiner Tochter, als sie noch so klein war. Erstmal galt es ihre Gedanken zu sortieren und zu verarbeiten. Dann setzte meist der Schmerze ein und damit dann auch die Tränen, oft aber nur aus Schreck, weniger aus Schmerzen.
„Alles okay Kleine?“, lächelte Douglas sie an und ging vor ihr in die Hocke. Sicherlich wirkte er für die kleine eher bedrohlich, immerhin war er für sie ja ein Riese. Wie es jeder Erwachse für so ein kleines Kind war. Dazu war er noch Fremd und ihre erste Erfahrung mit ihm war eine Negative. Zwar war sie ihm reingerannt, doch das spielte für ihren kindlichen Verstand keine Rolle oder nur eine sehr untergeordnete. Mit großen Augen sah sie ihn an und es dauerte auch nicht mal eine Sekunde, da füllten sich ihre Augen mit Tränen und als die erste grad anfing, über ihre Wange zu kullern, da stand auch schon eine Frau hinter ihr, deren besorgtes Gesicht Bände sprach.

Ohne weiter auf Douglas zu achten, nahm sie die kleine auf ihren Arm und begann sie mit den üblichen Worten zu trösten, das sie ja nun da sein, alles nicht so schlimm war. Aber auch ein wenig tadelte sie das Kind, sowas kommt halt davon, wenn man nicht aufpasste und einfach ohne zu gucken durch die Gegend rennt. Erst dann wandte sie sich an Douglas.
„Entschuldigung, sie ist manchmal etwas zu stürmisch.“
„Ach, alles gut. Ist ja nichts schlimmes passiert.“, lächelte Douglas der Fremden zu, nachdem er sich auch wieder erhoben hatte. Er kannte das ja alles selbst von seiner eigenen Tochter, als sie noch so klein war. Auf sie aufzupassen war nicht selten anstrengender als die Arbeit selbst.
„Bei ihr ist der Schreck wohl größer als bei mir.“
„Bestimmt. Aber das hat man davon, wenn man nicht aufpasst. Eine Lektion fürs Leben.“, gab die junge Frau zurück und lächelte dabei auch Douglas an. Die kleine hatte derweil ihren Kopf in der Schulter ihre Mutter vergraben und schluchzte noch etwas vor sich hin.
„Wir müssen dann aber weiter. Sorry nochmal.“
„Ach alles gut. Einen schönen Tag noch. Dir auch kleiner Wirbelwind.“. sprach Douglas das Mädchen nochmal an, die daraufhin ihr Kopf etwas drehte und in seine Richtung sah, sich aber schnell wieder verkroch, so als würde Douglas sie nicht sehen, wenn sie ihn auch nicht sah. Douglas widmete sich dann wieder dem Schaufenster zu, die ganzen Spielsachen Rätselraten ansehend.

Auren
27.12.2020, 15:30
https://abload.de/img/yuma22ava1.16zk7l.jpg
Die Zeit rückte stets weiter. Yuma wollte wieder nach Hause.
Sie rief ihre Tochter zu sich, da sie nun kaum zu bremsen war, durfte sie weiterhin laufen.
"Du bleibst schön brav in meinen Sichtbereich. Wenn du mir zu weit nach vorne rennst, kommst du wieder in den Wagen."
Mit strengen Ton musste sie diese Worte von sich geben. Ansonsten hätten sie keinen Effekt gehabt. Ihre Tochter wusste, dass dies nicht böse gemeint war. Also ging es wieder zurück.



Kaum waren die ersten Schritte gemacht, stieß ihre Tochter mit einem fremden Mann zusammen. Der Schreck war groß, für das Mädchen. Yuma blieb ruhig. Schnell wurden die Gedanken ihres Gegenüber gelesen. Dabei feststellend, dass er keine Gefahr für ihre Tochter darstellt.
Yuma nahm ihre Tochter auf die Arme. Ihre Tochter musste getröstet werden. Da kannte Yuma die passende Worte und schnell war auch schon der Zauber vorbei.
Der Schreck war größer als der Schmerz.
Yuma entschuldigte sich bei dem Mann. Ihm schien es nichts auszumachen. Es war es wohl gewohnt.
Es wurden ein paar höffliche Worte gewechselt ehe sich ihre Wege wieder trennten.
"Genau deswegen solltest du nicht soweit vor rennen." Tadelte sie noch einmal ihre Tochter.
Damit war das laufen für sie vorbei.
Tragen war jetzt gefragt und vermutlich den ganzen langen Weg. Jede andere Frau hätte ihr Kind wieder in den Wagen gesteckt.
Yuma hingegen nutzt ihre Fähigkeit ohne dass es andere bemerken.
Das einzige was ihr Passieren kann ist, dass ihr Arm taub wurde.

Es ging wieder zur Haltestelle. Mit dem Bus, der fünf Minuten später kam, ging es zurück zu den Außenbezirken. Im Bus selbst, war wieder Toben angesagt, aber da war halt nicht so viel Platz.
Das ging der Kleinen voll gegen den Strich. Zum Schluss setzte Yuma die Kleine neben ihrer Schwester in den Wagen.
"Zu Hause kannst du gern herum tollen, aber nicht im Bus." Wurde sie ermahnt.
Dabei blieb sie die Ruhe in Person.
Nach der Busfahrt ging es den kürzesten Weg nach Hause. Natürlich musste sie auch ein Wohnviertel durchqueren. Dabei kam ihr ein Mann entgegen. Er wirkte etwas seltsam. Starrte nur den Gehweg an. Hatte er womöglich Angst? Oder stand er unter Drogen. Yuma wurde etwas vorsichtig. Sie verbarg ihre und die Gedanken der Kinder. Im Prinzip waren sie mehr wie Zombies, die keine Gedanken hatten.
Der Mann ging an ihr vorbei. Dabei wirkte er irgendwie ein wenig verändert. War er jetzt erleichtert?
Yuma stempelte ihn als perversen ab. Weshalb sie versuchte den Abstand zwischen ihn zu vergrößern.

Zum Glück gab es danach keinen Zwischenfall mehr. Zu Hause angekommen, wurde die Tochter aus dem Wagen heraus genommen. Die ganz Kleine auf den Arm genommen, bevor Yuma die Haustür aufschloss.
Die große rannte rein und rief zu Yuma. "Mami, Mami, Papa ist da."
Yuma wollte das nicht glauben. Eigentlich hieß es, dass er erst mitten in der Nacht nach Hause kommen würde.
Doch stattdessen kam er aus der Küche.
"Wieso bist du schon da?" Yuma war da leicht überrascht.
"Er hat mich einfach nach Hause geschickt."
"Ohne mir etwas zu sagen? Mensch, er wusste doch, dass ich zur High City wollte."
Yuma war da etwas gereizt, aber als die Kleine in ihren Bett abgelegt wurde und ihr Mann sie von hinten Umarmt, war dies bereits wieder vergessen.
"Ich muss noch den Einkauf holen." Erwiderte Yuma darauf, obwohl sie eigentlich diese Haltung genoss.
"Ich übernehme das. Machst du die Kinder soweit fertig?"
Yuma nickte darauf. So ging das Paar ihre Tätigkeiten nach. Die Kleine wurde neu gewickelt, bekam auch etwas zu essen. Die Große wurde umgezogen, damit sie hinterher ohne Rücksicht auf Verluste spielen konnte.
Yuma setzte sich auf die Couch, ihr Mann, setzte sich neben ihr. Zeit für ein paar Minuten durch zu atmen, wobei mehr für sie als für ihn, da sie beschloss, auf seinen Schoss sich bequem zu machen.
"Das hast du nun davon." Gab sie noch wieder, bevor sie sich an ihm schmiegte.

Gosti
28.12.2020, 15:32
https://i.imgur.com/XM4BRQI.png Die Begegnung in der Gasse war etwas was sie eigentlich um jeden Fall vermeiden wollte. Die ganze Zeit hatte sie ihre Umgebung, aber vor allem diesen blonden Mann im Auge, die ganze Zeit sich überlegend wie sie wegkommen könnte, doch wusste sie dass egal wie sie versuchen würde weg zu laufen, ihn wegzustoßen oder die Wand rauf zu klettern, er in der Lage gewesen wäre sie zu packen und zu Boden zu drücken. Auch wenn er nur da stand, Juri wusste dass er in einem Zweikampf, trotz ihrer Fähigkeit, leicht überlegen war, aus diesem Grund versuchte sie es erst gar nicht. Daher Plan B, versuchen sich heraus zu reden.
Ihr Focus war dann voll auf ihm, wodurch sie gar nicht bemerkte was hinter ihr in der illusionären Tierwelt abging. Hier stand quasi nur ihr Überleben im Vordergrund, und dafür galt es einfach Shinru (dessen Namen sie ja nicht wusste) zu überwinden. Nach mehrmaligem hin und her gab sie ihm dann einfach die Tasche, und nutzte diesen kleinen Moment der Ablenkung um an ihm vorbei zu huschen und in der Menge zu verschwinden. Unter vielen Leuten unter zu gehen war halt immer noch die Beste Methode unerkannt zu bleiben, und der Kerl schien sie auch nicht weiter zu verfolgen, auch nicht der Hund der sie vorhin schon ein bisschen in die Scheiße reiten ließ^^

Wieder unterwegs zu ihren Kontakten konnte sie nun die Wetten einstreichen die sie abgeschlossen hatte. Wie immer lag sie komplett falsch was die Rennspitze angeht, aber der größte Teil ihres Geldes war so oder so darauf gesetzt wer den Start komplett verhunzt, und welcher schon in der zweiten Kurve abfliegt. Alle anderen Wetten waren ja nur Ablenkungen. Und da sie auch gerade dabei war warnte sie ihren Kontakt auch noch vor den beiden die sie gerade getroffen hatte. „Keine Ahnung wer die sind, aber ich glaube die gehören zu einem Sonderkommando oder so… Nicht Polizei… Vielleicht Geheimdienst? Ich konnte ihnen nur diese Karte abluchsen. Hast du schon mal so eine… Fuck, Scheiße, wo ist sie?“ Juri überprüfte nochmal all ihre Taschen aber die ID-Karte war weg. Dass jemand ausgerechnet sie beklaut? Normalerweise bekam sie das ja immer mit, egal wie viele Leute um sie herum waren…
Wie auch immer, sie war weg, daher versuchte sie ihm die Karte so gut wie möglich zu beschreiben und dass er seinem Boss, welcher die ganzen Rennen hier organisierte, bescheid geben sollte. Immerhin wollte hier ja niemand dass dieser Unterhaltung hier jemand den Riegel vorschiebt, abgesehen von der Polizei und außenstehenden natürlich…
„Ach ja, und ich konnte auffangen dass bei den Kurven um das alte Stahlwerk sich Bullen verschanzt haben und versuchen werden die Autos abzuschneiden. Sag deinen Leuten bescheid dass sie aufpassen sollen.“ Fügte sie am Ende noch hinzu. In Wirklichkeit hatte sie das von niemanden hier irgendwo gehört, sondern es war etwas was in ca. einer halben Minute am Bildschirm zu sehen sein würde. Solche Infos ließen sie natürlich in ihrer Gunst auch bei den Leuten steigen und die eine oder andere Gewinnbeteiligung als Belohnung einheimsen.
Am Ende kamen die meisten gut davon. Die Polizei war wie immer zu inkompetent dem ganzen Einhalt zu gebieten, oder strengte sich vermutlich auch gar nicht so richtig an. Viele von ihnen lebten ja selbst in den Slums und wussten genau so gut wie die meisten hier dass diese Rennen vielleicht nicht das beste waren, des Öfteren auch unbeteiligte dadurch zu Schaden kamen, aber der Zusammenhalt der dadurch entstand hatte viel weniger Opfer als die alten Bandenkriege…

Nachdem sich alles wieder aufgelöst hatte, jedes seines Weges ging und auch Juri ihre Beute (in Form von Diebesgut und Wetteinahmen) gesichert hatte, machte sie sich zurück zu ihrem kleinen Versteck, eine alte Lagerhalle die seit über einem Jahr komplett leer steht und nicht genutzt wird. Am Dach hatte sie dort ein Geheimfach installiert wo sie ihre Beute verstaute, mehrere tausend Credits mit dem man sich sogar schon eine Wohnung in der HighCity leisten konnte… Es war einfach für den Notfall, da sie das Geld ja nicht wirklich nutzen konnte ohne dass es auffällt, und sie auch Yumiko davon nichts sagen konnte, da sie sonst von ihren illegalen Aktionen erfahren, und sicher wütend und voller Sorge werden lassen würde… Aber es war einfach für den Notfall, man kann ja nie wissen was passiert. Und der Ort hier war selbst so Etwas wo sie das Gefühl nicht los werden konnte dass er Wichtig war. Hier am Dach zu liegen und einfach in den Himmel zu starren fühlte sie mit einer Art nostalgischer Emotion. Sie wusste nicht wieso, aber es zog sie immer wieder hier her, daher machte sie das zu ihrem Versteck. Außerdem hatte es noch eine Funktionierende Wasserverbindung und Badezimmer, wo sie sich all die Schminke und Farbe aus ihrem Gesicht und Haar waschen konnte bevor sie wieder nach Hause gehen würde, wo Yumiko sicher schon auf sie wartete.
Juri fragte sich allerdings immer noch ob sie ihr wirklich die Geschichten abkaufte dass sie in der High City Botengänge für die Hilfsorganisationen machte… Es stimmte ja auch zum Teil, wurde aber in letzter Zeit auch immer weniger…

hakuryu
29.12.2020, 02:07
https://abload.de/img/shinruava1.1ujk8y.jpg (https://abload.de/image.php?img=shinruava1.1ujk8y.jpg) Das Rennen startete dann doch ohne Verzögerungen. Zum Ärger einer jungen Frau deren Motor regelrecht explodierte. Shinru überzeugte sich nur schnell das ihr nichts weiter passiert ist. Verschloß sich aber gleich wieder. Die Menschenmasse und die lauten Gedanken waren für den Telepathen anstrengend. Alles in den Diamantkokon zurückstopfend atmete er noch mal durch. Tegan sah ihn mit einer hochgezogenen Braue an. Ein Kopfschütteln beantwortete die unausgesprochene Frage nach seinem Befinden.
Das Rennen nahm seinen Lauf und verlief bis zum Stahlwerk alles nach Plan. Bis dann die Bullen auftauchten. Offensichtlich war auch ihr Kontakt nicht darüber informiert gewesen, sonst wären die beiden Arbitratoren vorgewarnt worden. Beherzte Ausweichmanöver der Fahrer verhinderten das auch nur einer geschnappt wurde. Beide Männer zählten mit allen anderen runter bis auch der Motor des Verfolgers den Geist ausgab.
Haben die das immer noch nicht hinbekommen die Motoren mal auf Vorderman zu bringen?
Offensichtlich nicht. Dabei haben die doch schon ne ganze weile Zeit dazu gehabt. Die Rennen finden doch nicht erst seit gestern statt.
Beide Männer konnten sich nicht erklären warum die Polizei nicht über gleichwertige Fahrzeuge verfügte wie die junge Generation. Gerade die Ordnungshüter sollten immer auf dem gleichen, oder noch besser, höheren Stand sein als der Rest um auf alles reagieren zu können.
Um sie herrum herrschte rege Bertiebsamkeit seit das zweite Auto der Bullen verreckt war. In einer unglaublichen Geschwindigkeit wurden die Stände abgebaut und Autos verschwanden unglaublich leise. Auch die Menschenmasse verlief sich unglaublich schnell und effektiv. Shinru konnte nicht umhin zu bemerken mit was für einer Effiziens alles vor sich ging. Eben war noch ein halbes Volksfest im gange und innerhalb von drei Minuten war nichts mehr davon zu sehen. Einzig die junge Frau mit dem Motorschaden war noch vor Ort.




https://abload.de/img/teganava1.1h2j0q.jpg (https://abload.de/image.php?img=teganava1.1h2j0q.jpg) Tegan hatte den Skarabäus ein wenig anders platziert damit Juri, falls sie noch mal nach seiner ID schauen sollte, nicht in den Käfer griff. So hockte dieser halb von ihren Haaren verdeckt am oberen Rand ihren Oberteils und versorgte Tegan mit Infos was sie noch so trieb. Dadurch bekam er mit das sie ein paar Leuten vor ihm und Shinru warnte. Netterweise würde das nicht unbedingt etwas bringen. Es gab zu viele schwarzhaarige und blonde junge Männer die schwarz oder weiß trugen. Gut, sein bester Freund fiel schon manchmal auf mit seinem Weißtick, aber das sollte nicht unbedingt das Problem sein. Allerdings zeigt Juri´s Bemerkung mit dem Bullen das sie wohl einen Teil ihrer Fähigkeiten wiedergewonnen hatte. Vermutet hatte er das schon eher, nur jetzt hatte er den eindeutigen Beweis. Gleich darauf löste er den SKarabäus auf.
Die Info machte auch sogleich die Runde und in unglaublich kurzer Zeit hatte sich quasi alles verlaufen. Nur die junge Rennfahrerin würde auffliegen. Nur daran konnten die Jungs dann auch nichts ändern. Wirklich passieren würde ihr da nichts, sie war immerhin nicht gefahren.

Über Umwege und Nebengassen, stellenweise sogar durch einige Geschäfte, kamen sie dann wieder an ihrem Caravan an. Dem schwarzhaarigen perlte der Schweiß auf der Stirn. Für ihn war es anstrengend geworden den Hundeskin auf Ryu zu halten. Es war halt etwas Anderes als wenn er ein komplettes Tier oder einen Gegenstand nach seinen eigenen Vorstellungen erschuff. Der kleine Drache aber war ständig in Bewegung und hatte zu oft Kontakt mit anderen Menschen als das Tegan auch nur ein wenig nachlässig sein konnte, zumal sich der Kleine auch noch unberechenbar bewegte. Kaum waren sie im Fahrzeug löste sich der Skin mit einem Plop und auch Ryu schrumpfte wieder zu Maine Coon größe. Wie wäre es mit einem richtigen Bett heute Nacht? Oder eher die nächsten Tage? Meine Mutter hat angeboten das wir ein paar Tage bleiben könnten.
Tegan überlegte. Sie mußten sich zwar bedeckt halten, aber ein paar Tage auf dem Anwesen von Shinru seinen Eltern zu verbringen sollte drin sein. Zumal sich da ein sehr alter Orangenbaum mit ausladener Krone befand der zur Zeit sogar Früchte trug. Seine Entscheidung fiel da eindeutig aus. Mit einem einfach Nicken gab er seine Zustimmung und sie machten sich auf den Weg zurück in die High City.
Den Checkpoint passierten sie wie immer ohne Fragen und wurden einfach durchgewunken. Da es immer mehr Übergänge zwischen den Außenbezirken und der Stadtmitte gab, wechselten sie bei jedem Übertritt den Checkpoint. Somit konnte keiner genau sagen wo die beiden sein würden. Überwacht wurden sie lange genug und darauf hatte keiner der Beiden Bock. Zumal einen bestimmte Person sicherlich daran Interesse hätte.
Eine gute Stunde später waren die jungen Männer wieder zurück. Es gab ein gemeinsames Abendessen wo erzählt wurde was bei dem Rennen passiert war. Einiges verschwiegen sie. Aus Sicherheitsgründen. Danach schwang sich Tegan in den alten Baum und hing seinen Gedanken nach. Zum lesen war es zu dunkel. Ryu hing sich kopfüber an einen Ast schräg über ihn und döste vor sich hin. Durch das Blätterdach schimmerteten die Sterne und Tegan verband diese zu den einzelnen Sternbildern.
Komm rein Großer, die Nächte werden kühler und ne Erkältung brauchst du nicht. Die letzte hat schon gereicht.
Na komm, so schlimm war das auch nicht.
Nicht schlimm???? Ryu hat ständig mit jedem deiner Nieser die Form und Farbe gewechselt und du konntest nichts halten.
Ein leises Lachen von Tegan. Dann raschelte es kurz als er zu Boden sprang und ins Haus ging.
Sah doch niedlich aus der Kleine.
Mit einem Grinsen in den Gesichtern, setzten sie sich an den Kamin zu den Eltern von Shinru.

Survivor
29.12.2020, 23:10
https://abload.de/img/ketelavatar80kmi.jpg (https://abload.de/image.php?img=ketelavatar80kmi.jpg)
Nach Stunden war Ketel endlich mit seinem Rundgang fertig. Er hatte einige seiner Lager in den Slums aufgesucht. Nun hatte er alle Teile zusammen um den Wunsch seines Kunden zu erfüllen.
Bevor es aber zurück zu seiner Werkstatt ging, machte er noch einen Abstecher zu einem Imbiss der etwas anderen Art.
Dieser lag nicht wie die meisten Imbisse oder Geschäfte dieser Art unten an der Straße oder in einem Geschäft, nein...er lag höher, viel höher. Es war das weitläufige Dach, eines der höchsten Gebäude in diesem Bezirk und wohl mal ein Landeplatz für große private Hubschrauber gewesen.
In dem Stockwerk direkt unter der Landefläche, war so was wie ein Gewächshaus eingerichtet, aus welchem der hiesige Koch zumindest seine Pflanzen zum Teil selber bezog. Fleisch, egal welcher Form, wurde aber anderweitig besorgt. Einen Stall in eine derart hohen Haus, welches nicht den besten Zustand hatte, hätte sich auch als zu schwierig erwiesen.
Obenrum standen einige Tische, teil mit Stühlen, teils ohne. Alles in allem sehr angenehm gestaltet.
Nun war seine Lage und sein Aussehen nicht dass einzige was Ihn so besonders machte. Auch die Leute die hier hoch kamen waren nicht die „normalsten“. Der Großteil war wie Ketel im Untergrund tätig, ging also Geschäften nach von denen viele gar nichts mitbekamen und auch nichts mitbekommen wollten. An diesem herrscht eine gewisse Neutralität, zwar war es nicht verboten Absprachen zu treffen, aber Auseinandersetzungen hatte zu unterbleiben. Man hielt sich an diese einfachen Regeln. Er bestellte sich sein Übliches und ging zu seiner gewohnten Ecke. Zu seinen eigenen Regel gehörte es während dem essen nicht zu sprechen und zu seinem Glück, schien man dass zu akzeptieren.
Von seinen Platz aus konnte Ketel eine gedrungene Gestalt sehen, welche scheinbar seinen Blick auffangen wollte. Er fragte Ketel kurz, über einige knappe Fingerzeichen mit der linken Hand, wie weit er mit der Bestellung war. Ketel antwortete mit einigen ebenso knappen Fingerzeichen seiner rechten Hand, dass er die Waffen fertig hatte und sie diese holen konnten. Er deutete noch an, wann er wieder zurück seien würde, ehe er sich wieder seinem Essen zu wand. Die Person erhob sich dann nach einigen Minuten und ging ihrer Wege.

Ketel genoss nun während seines Essens die Aussicht. Es war immer wieder erstaunlich die Veränderungen zu sehen die die Slums mittlerweile durchliefen. Ausgehend vom Kern hin zum Rand, modernisierte sich langsam das Leben in den Slums. Ein Umstand der Ketel noch keine Sorgen bereitete, doch irgendwann würde er seine Werkstatt räumen müssen. Sicherlich würde man die Tiefgarage wieder in Betrieb nehmen, oder aber vollständig einreißen um ein Fundament für neuen Wohnraum zu schaffen.
Doch vielleicht würde er diesen Tag auch gar nicht mehr erleben, denn all die Modernisierung dauerte ja seine Zeit. Auf der anderen Seite konnte man aber eben auch die „Natur“ jenseits der Stadt beobachten. Zerstört, ausgebeutet, unbrauchbar? Nun vielleicht nicht unbrauchbar, Ackerbau und dergleichen war noch möglich, aber auch dass nur in einem gewissen Maße und bei weitem nicht in dem Umfang dass wahrlich niemand hungern musste. Somit war solch ein Ort wie jener auf dem Landeplatz, schon ein Luxus wie ihn nur jene kannten die innerhalb der Mauer wohnten. Für die meisten Menschen war das Leben in den Slums nach wie vor ein Kampf. Doch würde man Ketel fragen ob er wieder hinter die Mauer wollen würde, er würde es verneinen. Zu sehr hatte er sich an diesen Überlebenskampf gewöhnt, viel zu sehr würden ihn die Regel innerhalb einschränken. Kurz hier in den Slums spürte er, wie man so schön sagte, dass er lebte.
Als er dann auch fertig war ging er zurück zum Kock, sprach ihm wie schon die Male zuvor seine Hochachtung für seine Kochkünste aus und bezahlte mit einer Goldmünze. Der Koch nahm diese ohne Beanstandung. Sie bezahlte nicht nur diese Mahlzeit für Ketel, sondern auch die nächsten die noch kommen würden. Ketel machte sich dann wieder auf seinen Rückweg, immerhin hatte er heute ja noch einen Termin und eine Menge Arbeit vor sich. Die Nacht würde er sich wohl um die Ohren schlagen und dann morgen im laufe des Tages schlafen, wenn der Privat Auftrag beendet war.

Auren
04.01.2021, 13:45
https://abload.de/img/spielleiter9qjp4.png


Report...

Seyrah ging direkt mit ihren gesammelten Info´s zum Herr Cross. Es war wichtig, daher kümmerte es sie nicht, ob er jetzt gerade dafür Zeit hatte.
Die öffnete sich, die Arbitratorin betrat sein Büro. Schloss die Tür hinter sich.
"Was für ein Tag." Begann Seyrah.
"Ich möchte diesen Fall schnell zu ende bringen. Nicht das der Typ noch über mich herfällt und herausfindet, dass ich nicht wirklich, dass bin was alle denken."
Sie stellte den Laptop auf sein Schreibtisch, klappte diesen auf, drehte ihn um, damit Luca die Bilder sehen konnte.
"Das ist er scheinbar. Nach seinen Fahrstil zu Urteilen und wie sie die Polizei entkamen hat er entweder eine parapsychologische Fähigkeit oder sie sind extrem gut Informiert. Ich tippe auf letzteres." Sie zeigte ein paar Aufnahmen.
"Meine Vermutung liegt daher, dass bei der Polizei jemand dafür sorgt, dass die Jugendlichen die Informationen bekommen oder sie wurden gehackt."
Dann kam das letzte Bild. Wofür Seyrah sich dann doch etwas schämte, aber nur weil es nicht ihre Art war, so auf zu fallen.
"Ich konnte mich einen der Fahrer etwas unfreiwillig nähern, bekam seine Nummer und Morgen sollte ich den Standort für das nächste Rennen bekommen."

Luca verarbeitete kurz alle Informationen. Es war zwar nicht viel, aber mehr als die von der Polizei.
"Gute Arbeit." Er klappte den Laptop zu.
"Kopiere alle Daten auf unseren Server. Ich möchte, dass du und Doug in Bereitschaft bleibst. Mir gefällt es zwar nicht, aber wir haben gerade keine andere Wahl. Du wirst dich mit ihm ein weiteres Mal treffen müssen. Doug wird dich unterstützen."
Seyrah nahm den Laptop wieder an sich.
"Einverstanden, aber ich brauche etwas anderes zum Anziehen."
Luca hob eine Augenbraue. "Für das Rennen nehme ich an?" Seyrah nickte.
"Setze es als Spesen ab. Quittung kannst du nach dem Fall abgeben. Fallnummer sollte dir bekannt sein. Außerdem Seyrah wirst du das Gebäude in der nächsten Zeit meiden müssen. Nur um zu verhindern, dass deine Tarnung auffliegt. Ich werde mich in der Zwischenzeit um den Rest kümmern. Mach Feierabend."
Dies ließ sich die Arbitratorin nicht zweimal sagen, aber erst musste sie ja noch eine Kleinigkeit erledigen.

Alt und doch neu...

Es war schon spät. Sie wartete, wie immer. Auf jemanden.
Ihre Freundin oder Lebensgefährtin? So genau weiß das wohl keiner.
Für sie gab es weniger zu tun. Daher kam immer mehr Langeweile auf.
Die Waffen waren gereinigt, auch die, die vor drei Jahren das letzte Mal zum Einsatz kamen.
Selbst die Kletterwand wurde mal komplett neu bestückt. Sie kannte ja bereits jeden Griff im Schlaf.
"Ich sollte mir wohl etwas neues Suchen. Nur was?" Ein Seufzen entwich ihren Lippen.
Dann wurde die Tüt geöffnet. Juri war da. Schnell sprang sie von ihrem Stuhl herunter.
"Na, hast du wieder immer die Gegend unsicher gemacht?" Diese Frage war Juri gerichtet.
"Oder warst du bei dem bekloppten Rennen?" Der Blick wurde etwas ernster.
Sie atmete kurz durch. "Egal, ich kann dich ja zu nichts zwingen." Ihr Blick wurde wieder etwas freundlicher. "Ich hab heute uns etwas zum Abendessen gemacht und da ich Morgen nichts zu tun habe, könnten wir noch einen Film anschauen oder schwebt dir etwas anderes vor Juri?"
Ja bisher begann ich Tag ziemlich früh, da musste Sie auch recht früh ins Bett. Doch die Zeiten ändern sich nun mal.

Etwas Krach, blaue Flecken und lose Zähne...

Abends, fast schon Nachts. In einer sehr bekannten Bar. Wie immer war viel los. Viele Trunkenbolde kamen hierher, weil sie sich nach herzenlusts betrinken können. Auch wenn die Rechnung hinterher stets schöner gesoffen werden musste.

Eine Bedienung gab es nicht. Alles musste vom Tresen geholt werden und wer nicht mehr laufen konnte, hatte eben Pech. Nur die Rechnung wurde gebracht und wehe es wurde nicht bezahlt.
Es ging ziemlich friedlich zu. Auch wenn einige schon etwas tief ins Glas oder gar in der Flasche geschaut hatten.
Aber der Frieden wurde gestört. Ein paar halbstarke betraten die Bar.
Deren Blicke sprachen Bände. "Wenn ihr Krawall macht, steche ich euch die Augen aus und von euren Eiern könnt ihr euch dann auch verabschieden."
Sprach einer der drei Bardamen.
"Von euch Gören lasse ich mir nichts sagen."
Damit nahm nun alles seinen lauf. Der erste Trinker fühlte sich gestört. "Verpisst euch." Kam es von ihm. Natürlich ließen sich die Männer nichts gefallen.
Da ging es schon los. Der Stuhl flog durch die Bar. Ein paar Gläser wurden dabei umgeworfen und fertig war der Hexenkessel.
"Sollen wir wetten, wer als letztes noch von den Steht?"
Die Frauen kannten das Problem. Jede dritte Nacht kam es dazu. Eine Schlägerei vom feinsten. Bei der letzten mussten die Frauen nicht nur die Scheiße wieder herrichten, sondern durften auch ein paar Zähne aufkehren.

Constantine
05.01.2021, 11:13
https://abload.de/img/diamondavalukoy.jpg Es sollte eigentlich nur ein kurzer Abstecher in die Bar werden doch daraus wurde ein Saufgelage. Diamond hatte zusammen mit vier weiteren ihrer Männer am hinteren Ende des Lokals Platz genommen. Jener Frieden hielt jedoch nicht lange, als drei halbstarke Schwachköpfe hereinplatzten. Es folgte ein kleines Wortgefecht mit einem Betrunkenem da flogen auch schon erste Einrichtungsgegenstände durch die Luft.

Eine Schlägerei entfachte. In aller Ruhe trank Diamond von ihrem Glas als jenes jedoch plötzlich in ihrer Hand zersprang, übergoss die kristallklare Flüssigkeit den Tisch und tropfte ihre Hose voll.

Das Getümmel wurde lauter, ein Gast landete mit blutender Nase auf ihren Tisch, jetzt hatte sie endgültig genug. Die vier Männer welche alle samt die Körpergröße eines Kleiderschrankes besaßen, versuchten noch auf ihren Boss einzureden. Diamond schritt auf jene Raufbolde zu, die für diese missliche Lage verantwortlich waren, als ein Schuss durch das ganze Gepolter zu hören war, wurde es schlagartig still. Der Qualm drang aus dem Lauf ihrer goldenen Desert Eagel und zielte genau an die Stirn des Opfers, dass sich schmerzverzerrt seine rechte Schulter hielt.

Ihr kalter Blick sprach Bände. Bevor sie jedoch den Finger um den Abzug legte, stand einer ihrer Männer - komplett in schwarz gekleidet neben ihr und flüsterte etwas in ihr Ohr. Ein kaum hörbares Säufzen entwich ihrem Munde und so wurde die Waffe gesichert verstaut. Ihr Haupt drehte sich einmal an die geschockte Zuschauerschaft, „dieses Lokal ist ab sofort Eigentum der Golden Deers und steht unter unserem Schutz“, Flüstern war zuhören. Ihr Blick wanderte nun zu den Bardamen, „ein Bote wird die nächsten Stunde mit dem Kaufvertrag kommen und euch ein Angebot machen... ihr könnt hier ruhig weiter arbeiten keine Angst“. Nun blieb ihr Blick bei den Drei Randalierern haften, „nehmt die Störenfriede mit im Kofferaum ist genug Platz“, man hörte nur noch ein angsterfülltes Flehen kurze Hand wurden die Männer aus der Bar geworfen. Diamond sah in die verdutze Menge, „was ist, trinken wir oder was seid ihr für pussys?“, Gejubel war die Antwort.

Während sich die übrigen Männer über den Alkohol hermachten, schlenderte Diamond zu einen der drei Bardamen herüber, legte einen kleinen Beutel mit Dollarscheinen auf den Thresen und schob zwei weitere Scheine der Bediensteten zwischen ihre Brüste, „gibt es hier ein stilles Plätzchen wo wir uns Vergnügen können?“, fragte Diamond wobei es schon fast nach einem Befehlston klang.

Die junge Frau führte ihren Gast eine Treppe hinauf woraufhin die saufenden Gäste jubelten und sich an Diamonds Einladung hermachten alles von der Karte zu saufen, was das Lokal zu bieten hatte.

Gosti
09.01.2021, 11:43
https://i.imgur.com/XM4BRQI.pngZuhause war es doch immer am schönsten. Auch wenn Juri nie wirklich das Bedürfnis hatte lange an einem Ort zu bleiben, so war es nicht diese Unterkunft, diese Wohnung die in manchen Teilen mehr einem Waffenlager ähnelte, was sie als Zuhause ansah, sondern die Person die hier war zu der sie immer zurück kehren wollte. Seit dem Vorfall damals, seit sie aus dem Koma erwachte, hatte sie ja keine Erinnerungen an das was zuvor passierte, keine Namen von alten Freunden oder Bilder ihrer Gesichter waren ihr geblieben, doch bei Yumiko hatte sie einfach immer das Gefühl dass sie zu ihr gehört, selbst bevor sie sich wieder neu kennen lernen mussten, und an diesem Gefühl hat sich bis jetzt nichts geändert, auch wenn die zwei doch irgendwie Grundverschieden sind.
Sofort nahm sie ihre Freundin und Partnerin in den Arm, gefolgt von einem langen, sinnlichen Kuss bevor sie ihren Kopf auf ihre Schulter legte. Ein klein bisschen war ihre Nervösität immer noch anzuerkennen, da ihr diese Begegnung von vorhin einfach nicht aus dem Kopf gehen konnte.

"Du kennst mich doch... Ich finde es gut dass die Leute sich eher für so etwas vereinen als gegenseitig Bandenkriege zu führen... Und... Bei so vielen Leuten auf kleinem Raum, da sind so viele Diebe unterwegs dass es nicht mal auffällt wenn ein paar von denen weniger mit nach Hause mitnehmen als sie glaubten erbeutet zu haben^^" erklärte sie mit leicht überheblicher Zufriedenheit und stecke Yumiko auffällig ein paar Scheine in die Tasche. Dass sie nach wie vor Leute abzog hielt sie ja nicht vor ihr geheim. Um genau zu sein versuchte sie überhaupt keine Geheimnisse vor ihr zu haben und sagte ihr auch alles, mit Ausname eben dass ihre Fähigkeiten zurückgekommen waren, und stärker denn je wurden, und halt dass sie das nutzte um beim "Glücksspiel" heftig abzusahnen.
"Oh, du hast gekocht? Soll ich dann noch Pizza bestellen damit wir auch etwas essbares haben?" Ein Scherz nachdem sie sich von ihr löste, sie genoss es des öfteren Yumiko auf diese Weise etwas zu necken und zog sich endlich mal ihre Stiefel aus bevor sie sich erstmals auf die Couch fallen ließ und sich ausstreckte. "Aber gern, zu gern. Etwas geistige Ablenkung kommt mir gerade Recht."

Auren
09.01.2021, 17:18
https://abload.de/img/avayumikoneul5jvn.jpg Es wird ein Filme Abend. Dies hatten die Zwei schon lange nicht mehr gehabt.
Yumiko ging in die Küche und holte ihre gekochte Kreation. Sie hatte zwar bereits gegessen, aber Juri halt nicht.
Natürlich wurde alles schön warm gemacht ohne die Mikrowelle zu benutzen.
Danach ging es zur Couch, wo Juri schon die Filme ausgewählt hatte.
Yumiko setzte sich neben ihr. Das Abendessen wurde auf den Tisch gestellt.
"Also warst wieder bei einem Rennen dabei gewesen." Yumiko seufzte.
"Ich kann dich ja nicht überreden, aber bitte stell nicht irgendwas dummes an."
Es war keine Standpauke. Yumiko war es schon bewusst, dass Juri ihre Freiheiten brauchte. Auch wenn sie stets Sorgen um sie machte. Immerhin hatten beide Frauen vor drei Jahren einen hohen Preis für ihren Übermut bezahlen müssen. Juri verlor ihre Fähigkeiten, fast sogar ihr Leben. Yumiko wurde tödlich verletzt, schaffte es dennoch diesen Tag zu überleben. Eine Narbe ziert seit dem ihren Körper.
Eine Narbe worauf sie nicht stolz war. Immerhin hatte sie ja zum Schluss an seine Ziele geglaubt.
Sie rückte nun näher an Juri und legte ihren Kopf auf die Schulter.
"Hast was dagegen, wenn ich mich nach einer weiteren Tätigkeit umsehe? In letzter Zeit hab ich immer weniger zu tun. Den ganzen Tag zu Hause verbringen ist echt langweilig."
Ohne darauf antworten, spielte Juri schon den ersten Film ab.
Die Frage wurde nicht ignoriert, dass wusste Yumiko. Sie wurde ja beinah schon beantwortet.
Die Beiden Frauen verbrachten den ganzen Abend so miteinander, ehe sie ins Bett gingen.
Früh Morgen lag Yumiko allein im Bett.
Juri war schon fort, wie jeden Tag.



https://abload.de/img/spielleiter9qjp4.png
Einmal neue Ventile bitte...

Außenbezirk. Alte Post Station.
Ein altes und heruntergekommendes Gebäude. Für seinen eigentlichen Nutzen war es nun zu alt, vergessen und dient den Ratten als Unterschlupf. Nur waren dieser Biester nicht allein.

"Die Bullen haben es mal wieder richtig verkackt. Vielleicht sollten wir mal eines unsere Fahrzeuge ausborgen?"
"Nein, die sind ja zu dumm für einen anständigen Drift." Sprach ein junger Mann.
Ein Geräusch war zu vernehmen. Ein Fahrzeug wurde hoch gehoben.
"Was sind die Reifen schon wieder runter?"
"Na klar, nur diesmal gibt es richtig geilen Gummi."
Ein Paket wurde vorsichtig mit dem Messer geöffnet. Der Inhalt, Rennreifen, die eigentlich zu richtigen Benzin Schleudern gehörten.
Die alte Post Station, sie ist nun eine Schrauberhöhle geworden.
Dort konnten die jungen Rennfahrer und auch Hobbybastler an ihren Fahrzeugen schrauben.
Ohne das sie gestört wurden.
"Mal schauen, wann und wo das nächste Rennen stattfinden soll."
"Genau. Ich hab letztens eine krasse Braut aufgegabelt." Das Foto mit Seyrah wurde herum gereicht. Niemand erkannte sie. Dies war auch nicht weiter verwunderlich. Immerhin kamen ja regelmäßig neue Schaulustige hinzu. Daher war es den Jungs auch egal.
Sie schraubten die halbe Nacht herum.
Bis ein Abschlepper vor der Tür abbremste. Er hatte ein Fahrzeug am Harken.
Es war jenes, welches den Start nicht überstand. Die Jungs öffneten das Tor. Vorsichtig wie die Igel beim paaren, wurde das Auto in die Werkstatt geschoben.
Die junge Frau war nicht zu sehen. Wahrscheinlich würde sie morgen erst aufkreuzen.
Der Schaden wurde kurz begutachtet und dann ging es weiter.
Da und dort wurde ein oder gar die ganze Einheit getauscht, tiefer gelegt, Reifen gewechselt oder Einstellungen unternommen.

Die Königin...

So könnte man eine Operation nennen, aber man tat es nicht.
Es war acht Uhr Morgens. Douglas kam gerade erst an und wurde schon ins Büro gerufen.
Zu Herrn Cross.

"Morgen Doug. Wie ich gestern erfahren habe, wart ihr ja ziemlich erfolgreich gewesen. Ihr habt mehr als die Polizei erreicht und dies nur an einem Tag. Jetzt möchte ich, dass der Fahrer genauer überprüft wird. Dies wird Seyrah übernehmen, Ihr werdet euch nicht treffen. Es würde auffallen, wenn Seyrah dich mit dir trifft oder das Gebäude hier trifft."
Luca überreichte Doug ein weiteres Smartphone.
"Damit kannst du jederzeit Die Gespräche zwischen ihn und Seyrah mit anhören. Zudem ist ihre Nummer eingespeichert. Selbst Ortung ist möglich ohne bei der Zentrale erst anzurufen."
Der Ermittler steckte sich das Gerät in die Tasche.

Gestern Abend habe ich mit der Polizei eine lange Unterredung geführt. Einen Spitzel haben sie nicht, da nur eine Einheit an dem Fall beteiligt ist."
"Nur muss es einen Informanten geben." War Doug´s Aussage darauf. Luca war da anderer Meinung.
"Oder wir suchen den Arbitrator an der falschen Stelle. Meine Vermutung ist, dass irgendjemand die Rennen organisiert. Allein wie alle so schnell und geordnet verschwinden ist Beweis genug, sowie die Fahrzeuge. Die locker im sechsstelligen Dollar Bereich liegen."
Luca erhob sich von seinen Stuhl und zeigte Doug ein Foto.
"Vielleicht kennst du die beiden. Ich musste selber sehr tief graben. Diese Herren sind Arbitratoren und waren nach dem Odysseus Fall spurlos verschwunden. Scheinbar suchten sie nach jemanden.
Ich möchte, dass du sie triffst. Falls sie wieder dabei sind."
Luca reichte die Akten der zwei Arbitratoren Doug zu.
"Eigentlich sollten sie noch für uns Arbeiten. Befrage sie einfach. Sie hier her zu schleppen wäre keine Angemessene Art. Außerdem möchte ich sie nicht verärgern."
Damit war die Unterhaltung beendet.

Besuch...

Wie immer war Yumiko allein. Juri war schon lange auf der Jagd. Zu tun gab es nicht, mal wieder.
Ihr altes Klapphandy mit dem Anhänger von einer Beretta, welches sie von Odysseus bekam, schwieg.
"Es scheint heute wohl wieder alles glatt zu laufen."
Es war niemand da, der darauf antworten konnte. Ihr Blick schweifte dann zu einem Schrank. Dort lagerten diverse Handfeuerwaffen. Auch die, die vor drei Jahren das letzte Mal zum Einsatz kamen.
Einmal ihre Beretta und die andere eine Sonderanfertigung. Beide lagen in einer Holzschachtel.
Yumiko stand auf, nahm die Schachtel aus dem Schrank heraus und starrte auf die Waffen. Beide waren defekt.
Genau diese Waffen, waren es, die an diesem Vorfall viel ärger bereitet hatten. Für sie, für Juri und vermutlich für den Rest der Welt?
Nach kurzer Überlegung war es an der Zeit wieder aktiver zu werden. Die Hausfrau war nie wirklich etwas für sie. Außerdem tat frische Luft gut.
Klar diese besonderen Gelegenheitsjobs würde sie nicht mehr machen. Die würden nur ärger bedeuten und darauf hatte Yumiko keine Lust. Ihr Gesicht war bekannt. Bei der Polizei und bei den Bewohner der Außenbezirke.
Daher würde sie sich erst wenig umhören. Doch zuvor sollten ihre Werkzeuge wieder auf Vordermann gebracht werden. Dazu musste sie nur jemanden aufsuchen. Sie kannte allerdings nur Gerüchte von ihm.

Erneut erklang der Fahrstuhl des alten Parkhauses. War gerade erst Zehn Uhr. Da betrat eine junge Frau, welche ein weißes Kleid trug, die Werkstatt.
Sie wirkte nicht wie die üblichen Kunden des Waffenschmiedes. Nein, eher fast wie eine Sportlerin.
Die Frau legte zwei Waffen auf den Tresen.
Alles Handfeuerwaffen. Eine war sogar eine Sonderanfertigung.
Due junge Frau wartete geduldig. Starrte ab und zu auf ihr altes Klapphandy.
Dann kam er. Ketel. Er sah aus, als hätte er die ganze Nacht durchmachen müssen.
Er sah die junge Frau an. Sie wiederum ihn und begann zu reden.
"Die Beretta, bitte reinigen und zweihundert Schuss von den Gummigeschossen mit passenden Magazin für die Waffe. Ähm die zweite ist eine Sonderanfertigung vom Alten der seinen Stand am Markt hatte. Sie ist leider defekt und ich weiß nicht warum. Sie war mal dazu gedacht, kugelsichere Westen zu durch löchern, aber naja, ich kam nicht dazu dies zu testen. Außerdem ist sie auch Vollautomatisch. Nur habe ich keine Magazine mehr, sowie Munition."
Ketel nahm die Waffe in die Hand, die aussah, wie eine gewöhnliche Beretta. Er versuchte sie durch zu laden, aber da hing schon die gesamte Mechanik.
Am Griff selbst war der Name Noella eingeritzt. Nicht ganz sauber, aber es hatte etwas.
"Bevor ich es vergesse. Ich brauche auch für diese Waffe Gummigeschosse und halt die normalen dafür. Nur weiß ich leider nicht, wie sie hergestellt wurden. Die letzte hab ich vor drei Jahren verschossen."
So sahen die Waffen auch aus. Zwar wurden sie gepflegt, aber im Grunde waren beide Waffen am Ende.

Erwischt???

Der Morgen brach an. Auch für alle Bösewichter aller Art. Diomand lag noch immer im Zimmer mit ihrer nächtlichen Bekanntschaft. Einer ihrer Männer rannte die Treppe hinauf, schubste dabei einer der Bardamen aus dem Weg. Öffnete rasch die Tür und erblickte die zwei nackten Frauen deren Körper nur zum Teil mit einer Decke bedeckt war.
"Boss. Jemand ist letzte Nacht gegen dein neues Auto gekracht und es sieht wirklich nicht gut aus." Er steckte eh nun tief in der Scheiße, also konnte er gleich die schlechte Nachricht heraus posaunen.
"Es war eines dieser Rennfahrer. Sein Fahrzeug steht immer noch da. Oder zumindest das was noch übrig ist."

Constantine
09.01.2021, 21:10
https://abload.de/img/diamondavalukoy.jpg Lautes Poltern raunte unangenehm in ihren Ohren, der Schädel dröhnte und allgemein hatte Diamond ein großes Verlangen nach Flüssigkeit. Nur schwerfällig öffneten ihre verschlafenen Augen. Ihr Blick wanderte nach unten, wo ihre neue Bekanntschaft dicht an ihren Körper angeschmiegt lag, ehe ihr Haupt zu ihren Angestellten hoch wanderte, der sich sofort umdrehte, als ihm klar war in welcher Situation er gerade war. Nachdem Diamond angezogen und sich fertig gemacht hatte, ließ sie ihre Gespielin noch im Bett verweilen. Jetzt galt es den Schaden begutachten. Mit ihrem vier Männern in Schlepptau schritt sie auf das komplett zerstörte Fahrzeug.

Ihre Augen bebten vor Wut, kleine, rote Adern waren erkennbar. „Ich vermute mal es hat niemand etwas gesehen?“, sprach sie in die Runde und erblickte dabei einzelne Passanten, die sofort das Weite suchten.
„In Ordnung...“ entwich es ihrem Munde.

„Eigentlich wollte ich mich ja aus dieser Szene heraushalten... doch wie mir scheint, ist das Geschäft mit den rasenden Bonzenkisten durchaus lohnend“, ihre Augen wanderten das zerstörte Rennauto ab. „Dann wollen wir mal eine Suchmeldung herausgeben und uns wie gesetztestreue Bürger verhalten“, „Boss?“, sie setzte ein böses Lächeln auf. Sie streckte ihre rechte Hand aus, „ein Telefon bitte“, der Aufforderung wurde sofort Folge geleistet. Diamond drückte die Pfeiltasten des Handys nach unten bis die gewünschte Nummer angezeigt wurde.

Am anderen Ende der Leitung erklang eine männliche Stimme, die etwas entnervt klang. Vermutlich wohlweislich wer da gerade seine Zeit stahl, „hallo Mr. Cross, wir haben schon viel zu lange nichts mehr von einander gehört“. Stille. „Ich würde gerne eine Straftat aufgeben, Fahrerflucht in Verbindung mit einem Totalschaden“, sprach Diamond und wirkte dabei recht gelassen. „Wie es scheint bin ich Opfer dieser Straßenrennen geworden... du weißt ja selbst wie schwer es ist heute an fahrbaren Untersatz zu kommen“. „Um der alten Zeiten Willen, kannst du ja mal einen der Leute zu mi schicken.. die örtliche Polizei ist ganz klar überfordert und es würde mir am Herzen liegen den Unfallverursacher zu finden“, erklärte Diamond ja schon fast liebreizend. „Ich wäre auch durchaus geneigt euer Budget ein wenig... aufzubessern, wenn dieser Fall abgeschlossen ist“, weiterhin nur Stille. Nun änderte sich Diamonds Stimmlage. „Immerhin... schuldest du uns noch den einen oder anderen Gefallen mein Lieber“, „meine Männer und ich sind in der Bar des goldenen Löwen und warten auf deine Unterstützung, bis später mein Lieber“, Luca hörte nur noch ein Rauschen in der Leitung.

Diamond klappte das Telefon wieder zusammen und übergab es ihrem Angestellten. „Boss war es wirklich so klug die Bullen anzuheuern?“, Diamond lächelte, „aber natürlich.. so können wir uns in Ruhe unseren Geschäften widmen und müssen unsere Resourcen nicht verbrauchen.. sobald der Papierkram erledigt ist, werden wir erstmal den Deal heute abschließen... immerhin haben einige Geschäftsführer uns um Schutzgeld gebeten und dann suchen wir gemeinsam nach der Bande... Ich wittere ein potenzielles Geschäft“.

Ironhide
10.01.2021, 19:28
https://abload.de/img/dougava1.14tk0a.png Etwas skeptisch über Seyrahs Undercovereinsatz verließ Douglas ohne groß Worte zu verlieren wieder das Büro seines Bosses. Das Cross die Polizei selbst so schnell vom Verdacht freisprach, passte ihm nicht, aber dagegen konnte er nur wenig tun. Er würde sich weiter umhören, das sah er einfach als seine Pflicht an. Er musste aber auch zugeben, dass er nicht mal Indizien hatten um einen Spitzel bei der Polizei in Betracht zu ziehen. Wahrscheinlich war es wirklich eine Sackgasse. Er zog sich wieder einen Kaffee aus dem Automaten und ging zurück an seinen Schreibtisch. Den Becher stellte er ab, legte das Smartphone daneben, mit welchem er Kontakt zu Seyrah halten würde und setzte sich auf den Stuhl. Dann nahm er sich das Smartphone vor. Akku war voll, das würde für den Tag reichen. Es war ja eh nur für den einen Zweck da, mit seiner Kollegin kontakt zu halten. Er prüfte die Ortung, noch war sie zu Hause also entschloss er sich, sie kurz anzurufen. Nach kurzem klingeln ging sie ran.
„Morgen.“
„Morgen Doug.“, gähnte Seyrah ihm entgegen. Sie nutze wohl die gewonnen Freizeit vom Büro, um auszuschlafen. Immerhin konnte sie eh nichts anderes machen. Der Wortwechsel der beiden drehte sich nur um den Fall. Es wurde noch ein paar Infos ausgetauscht, Notfallstrategien und Treffpunkte besprochen. Immerhin war Douglas jetzt der einzige Kontakt für Seyrah innerhalb der Behörde, abgesehen von den üblichen Notrufkanälen.

„Cross hat mir ein paar Namen genannt. Tegan Ryuken Takahiro und Shinru Ryusai. Beide sollen Arbitratoren sein. Sagen dir die Namen etwas?“
Dabei blickte er auf das Foto was Cross ihm gegeben hatte und meinte die beiden kurz gestern gesehen zu haben, bei dem Rennen. Einer von ihnen war offenbar der Besitzer des Hundes. Sicher war er sich aber nicht mehr so richtig, da doch einige Menschen zwischen ihnen standen.
„Die Namen habe ich schon drei Jahre nicht mehr gehört…“, vernahm Douglas am Ende der Leitung die Stimme von Seyrah und merkte anhand der Stimmlage, dass es in ihrem Kopf ratterte.
„Du kennst sie also?“
„Ja, flüchtig. Hatte mit ihnen zu tun, aber eher wenig Kontakt. So gut war das Verhältnis zu beiden nicht, als dass sie mehr als Kollegen waren… Dachte die wären tot.“
„Wenns nach Cross geht, leben die wohl noch. Er war sich da sehr sicher. Und lass mich raten, mehr kannst und darfst du mir nicht sagen, oder?“
„Du kennst die Antwort.“, seufzte Seyrah. Ja die Antwort kannte Douglas zu gut. Alles was auch nur im Entferntesten mit dem Fall Odysseus zu tun hatte, blieb ihm weiter verschlossen. Auch sie erzählte ihm nicht viel, nur das was er eh schon wusste. Douglas frustrierte das oft genug, denn noch immer hatte er keine Antworten auf das wie und warum und wer genau für den Tod seiner Lieben verantwortlich war. Kurz darauf war das Gespräch dann auch beendet und Douglas widmete sich der Akte von Tegan und Shinru zu.

Viele geschwärzte Passage, teils waren ganze Absätze einfach nur schwarze Blöcke. Es gab nicht wirklich viel, was er den Akten entnehmen konnten, außer ein paar persönliche Sachen. Ansatzpunkte, die man vielleicht verfolgen konnte. Bei Tegan war da aber nicht viel zu holen, denn offensichtlich waren alle aus der Familie und Verwandte bereits tot. Es gab also niemanden, denn er hätte befragen können, ob der junge Mann überhaupt noch lebt. Die Adresse brachte ihm eh nichts, das wusste er bereits. Alle Wohnungen waren schon vor Jahren geräumt und neu Vermietet worden. Bei dem was er in den Akten so fand, war Douglas eh nicht erpicht darauf, den Mann kennen zu lernen. Der Umgang mit dem würde sich als eher schwierig gestalten, bei dem was er so laß.
Bei seinem Arbeitskollegen Shinru sah das schon etwas besser aus. Die Eltern lebten, 3 Geschwister die alle wohlauf waren. Eine kleine Schwester die 10 Jahre alt ist und zwie Brüder die studierten, aber niemand war in irgendeiner Weise begabt. Das traf wohl nur auf Shinru selbst und seinen bereits verstorbenen Großvater zu. Es war nicht viel, aber damit ließ sich was anfangen. Offenbar besaß die Familie ein ordentliches Anwesen mitten in High City und Douglas beschloss kurzerhand dort hin zu fahren um sich ein wenig umzuhören. Er rechnete nicht damit, den Gesuchten dort zu finden, aber man wusste ja nie. Auch war ja erstmal zu klären, ob Shinru überhaupt noch lebte, denn auch wenn bei ihm in der Akte stand, dass er den Dienst erst nach dem Fall Odysseus quittiert hatte – genau wie bei Tegan, konnte es ja durchaus sein, dass beide bereits tot waren. Immerhin herrschte so viel Chaos, das man das bei niemanden mit Sicherheit sagen konnte. Und da Douglas sich halt nicht sicher war, ob er die beiden wirklich bei dem Rennen gesehen hatte, musste er halt erstmal Fakten schaffen. Zwar schien sich Cross sehr sicher zu sein, aber Douglas brauchte Fakten, denn nur das zählte in dem Fall. Wie in jedem Fall.
Ein Besuch bei den Eltern von Shinru war also seine erste Station auf der Suche nach den beiden. Vielleicht hatten sie ja noch Kontakt.

Etwas später.
Die Frau, die ihm die Tür geöffnet hatte stellte sich nur wenige Augenblicke später als die Mutter von Shinru raus und bat Douglas an, reinzukommen. Nur sie, ihre kleine Tochter und ihr Mann waren zu Hause, die beiden Brüder von Shinru waren in der Uni und würden wohl auch eher spät am Abend wieder zu Haus sein.
„Sie suchen nach meinem Sohn, nehm ich mal an?“, kam die Frage von Shinru’s Vater, nachdem seine Frau ihn vorgestellt hatte. Zuvor hatten sie noch ihre Tochter in ihr Zimmer geschickt, um dort zu spielen, nachdem sich selbige davon vergewisserte hatte, das der fremde Mann langweilig für sie war. Ausserdem wollten sie nicht, das ihre Tochter sich verplapperte, wie sich Douglas später selbst zusammenreimen würde.
„Allerdings. Wir haben erfahren, dass er in der Stadt sein soll.“, gab Douglas an, was man bestenfalls als schwammig bezeichnen könnte. Immerhin hatte Douglas ihn gesehen, zumindest vermutete er das.
„Wir haben jetzt schon länger nichts mehr von ihm gehört. Hier ist er jedenfalls nicht.“ Die Aussage war ebenso schwammig, das erkannte Douglas sofort. Wenn der Junge tot wäre, hätte sie ihn das sofort wissen lassen, aber scheinbar war er doch am Leben. „Worum geht es denn überhaupt?“
„Mein Chef denkt, dass uns ihr Sohn behilflich sein könnte.“
„In welcher Angelegenheit denn?“ Douglas wollte nicht zu viel Preisgeben
„Ich hätte da ein paar Fragen an ihn über seinen ehemaligen Arbeitskollegen. Wissen sie wo ich ihn finden kann?“
„Leider nein.“, war die prompte Antwort und so ging das Gespräch eine Weile weiter. Wirklich viel erfuhr Douglas nicht. Auch über das Wirken der Beiden im Fall Odysseus erfuhr er nichts was er nicht schon wusste. Er spürte das sie ihm nicht wirklich trauten und das konnte er verstehen. Wenn es nach ihm ginge, war es auch kein gutes Zeichen, das Shinru und sein alter Arbeitskollege Tegan sich den Behörden so lange entzogen hatten. Es muss dafür Gründe geben und die wollte Douglas wissen. Hier erfuhr er aber nichts weswegen er sich nach dem stellen aller seiner Fragen wieder verabschiedete. Er ließ noch seine Visitenkarte da, für den Fall das sie noch etwas zu sagen hatten oder Shinru auftauchen würde.
Die Fahndung nach beiden lief ja eh schon seit Jahren und wurde schon gar nicht mehr beachtet. Douglas hatte beschlossen das zu ändern und ein wenig öffentlichen Druck zu machen. Einen generellen Aufruf in der Öffentlichkeit über alle noch flüchtigen Arbitratoren beachtete zwar kaum mehr einer, aber vielleicht würde es einen oder gar beiden ein wenig Unbehagen bereiten und herauslocken. Wer wusste das schon. Auch überlegte er, ob er das haus überwachen lassen sollte, nur für den Fall, das Shinru doch hier auftauchen sollte. Nun wollte er zur Uni fahren um mit den Brüdern zu reden, immerhin wusste er ja nun von Bildern in der Wohnung, wie die aussahen und die Namen hatte er auch. Es würde gut dreißig Minuten brauchen bis er dort sein würde.

hakuryu
11.01.2021, 01:41
https://abload.de/img/teganava1.1h2j0q.jpg (https://abload.de/image.php?img=teganava1.1h2j0q.jpg) Der Abend vor dem Kamin war angenehm und wurde dann doch ein wenig länger als sie eigentlich geplant hatten. Tegan schlief in einem weichen Bett und befand sich noch tief im Reich der Träume. Das Brummen des Handys bekam er so gar nicht mit. Anders jedoch der kleine blaue Drache. Unschlüssig sah er zwischen dem Smartphone und seinem Herrchen hin und her. Als sich dieser nicht rührte, trat ein schelmisches Glitzern in die Augen des Kleinen. Leise erhob er sich bis an die Zimmerdecke, taxierte kurz seine Position und ließ sich einfach auf die Brust von Tegan fallen. Pfeifend entwich die Luft und schlagartig war der Schwarzhaarige wach. Ryu wurde mit einem derben Fluch von seiner Brust gewischt. Verdammt! Sag mal, hast du nen Schuß??? Hustend massierte er sich den schmerzenden Brustkorb. Ryu hingegen wäre fast an die gegenüberliegende Wand gekracht. Netterweise hatte der aber Flügel und flatterte jetzt knapp außerhalb der Reichweite vor seinem Herrn. Ich krieg dich noch. Mist, schlafen kann ich vergessen.
Tegan schaute auf den Funkwecker und hätte Ryu am liebsten gegen die Wand gepfeffert. Es war gerade einmal sechs Uhr morgens. Das ist jetzt nicht wirklich sein ernst. Irgendwas stimmt ganz und gar nicht mit ihm. Nachdenklich schaute er den Taschendrachen an. Der hatte nichts besseres zu tun als das Smartphone durch die Gegend zu schleppen. Mit einem beleidigt anmutenden Blick ließ er das Gerät auf die Decke fallen, immer noch außerhalb der Griffweite von Tegan.
Ein kleines rot blinkendes Licht zeigte eine Nachricht an. Eigentlich wollte er nicht schon so zeitig Mails checken. Aber er war wach und bezweifelte das der Drache ihn wieder schlaffen lassen würde. Mit einem resignierten seufzen rief er seine Mails auf. Schlagartig war auch der Rest seiner Müdigkeit verflogen.
Die einzige Mail kam von einer unbekannten Adresse und hatte auch keinen Betreff. Nur der Inhalt verriet ihm von wem diese kam.
Ihr wurdet entdeckt. Dies war zwar nicht beabsichtigt, aber man wird euch nichts tun.
Den nächsten Treffpunkt für ein Ereignis, dem bekannten Gesicht und einem Neuen, werdet ihr später erfahren.
Diesmal müsst ihr es finden.
Dazu gab es noch ein Bild im Anhang. Dies zeigte Shinru wie er Juri gegenüberstand und sich mit ihr unterhielt. Es sah fast so aus als würden die beiden flirten. Selbst der Hund war mit auf dem Bild zu sehen. Nichts wies darauf hin das es sich hierbei um eine Geistererscheinung handelte.
Wichtig war aber eher das sich Tegan nicht erklären konnte das sie die Drohnen nicht bemerkt haben sollten. Sie hatten es drei Jahre geschafft nicht von der Polizei oder der Arbitratorenabteilung gefunden zu werden. Offensichtlich war die Schonzeit vorbei. Tegan war klar das die Polizei die Bilder durch ein Gesichtserkennungsprogramm gejagd hatten. Auch wenn er damals gekündigt hatte, war er immer noch ein registrierter Arbitrator und damit im System gespeichert. Ihm war nicht entgangen das immer noch nach ehemaligen Psycorps-Mitarbeitern gesucht wurde.
Geh mal Shinru wecken. Das müssen wir besprechen und überlegen was wir jetzt machen. Wehe du hopst auf ihm rum!




https://abload.de/img/shinruava1.1ujk8y.jpg (https://abload.de/image.php?img=shinruava1.1ujk8y.jpg) Ein stupsen und betapsen weckte den Telepathen. Verschlafen drehte er sich noch mal um und zog die Decke bis an die Nase hoch. Etwas versuchte daraufhin ihm diese zu klauen. Noch fünf Minuten. Ich hab frei heute. Das Gemurmel verhinderte aber nicht das die Decke weiter runter rutschte. Shinru rollte sich einfach nur weiter zusammen. Wieder ein Stubsen. Irgendwie paßte das sogar mit in seine Traum. Aufwachen war gerade keine Option.
Ryu! Wehe du läßt die Vase fallen. Nein! Nicht!
Kaltes Wasser in seinem Gesicht weckte Shinru endgültig. Tegans Ruf hatte gezeigt das was nicht stimmte und er war aus den angenemehn Träume aufgetaucht. Der kleine Drache hatte die Reichweite und Schnelligkeit unterschätzt. Anders als Tegan, der ein völliger Morgenmuffel war, ist der Telepath immer sofort da. Jetzt hatte er den Drachen am Schlafitchen und donnerte ihn gegen die Wand. Ein gequältes Keuchen kam daraufhin aus zwei Kehlen. Mach das nochmal und du kannst dein Flügel vergessen. Betreten schaute der Blaue Shinru an und hörte auch zu zappeln auf.
Könntest du den Hals bitte loslassen? Das fühlt sich nicht angenehm an. Nach einem strafenden Blick ließ er einfach los. Mit gesenkten Kopf und eingezogenem Schwanz schlich der Minidrache zu Tegan zurück und verkroch sich vorerst hinter dessen Beinen. Selbst schuld.
Hättest ihn doch aufhalten können. Wie spät ist es überhaupt?
Tegan sagte es ihm und auch warum er geweckt wurde. Da war doch gar nichts. Ne Drohne hätte ich doch mitbekommen müssen.

Selbst wenn sie damals gekündigt hatten, vor zwei Jahren war ein Schreiben an seine Eltern ergangen mit der Bitte ihn und wenn möglich Tegan zu kontaktieren. Sie sollten sich doch wieder der Firma anschließen. Immerhin waren sie wichtige Aktivposten gewesen und ihre Fähigkeiten seien nötig um alles besser wieder aufbauen zu können. Das hatte er damals nicht mit Tegan besprochen. Der Brief war einfach im Kaminfeuer verschwunden. Nach Odysseus hatte keiner der Beiden die Absicht gehabt der neuen Arbitratorenabteilung beizutreten oder auch nur behilflich zu sein.
In gewisser Weise arbeiteten sie ja immer noch für die Firma. Nur das Wie war ihnen selbst überlassen. Sie standen noch in jemandes Schuld und da fiel es den beiden leicht die Aufträge zu übernehmen. Bezahlt wurden sie obendrein auch noch und hatten eine recht hohe Sicherheitsfreigabe mit der sie ohne Fragen da hinkamen wo sie hingeschickt wurden und die Ausrüstung bekamen die dazu nötig war.

Da Jack und Tora früh zur Uni mußten traf sich die ganze Familie, bis auf Mia, beim Frühstück. Jedem war bewußt das jemand bei den Ryusais aufkreuzen würde. Schnell wurde das weitere Vorgehen besprochen. Natürlich wäre keiner der Gesuchten vor Ort und niemand wüßte wo diese zu finden waren. Tegan war da eh außen vor. An ihn war nur über Shinru ran zukommen. Wir sollten uns aber anhören worum es geht. Klar. Immerhin wollen die uns nichts Böses. Das bleibt abzuwarten. Nur hat er uns nie belogen. Vielleicht brauch er uns diesmal nicht im Geheimen. Kann sein. Jack, Tora. Was dagegen heute mal mit dem Jaguar zur Uni zu fahren?
Ein lautstarkes Jubeln schallte durchs Haus. Ich hol den Wagen. Mal schauen ob ich das mit dem Skin auch auf den Jaguar hinbekomme. Du bist echt verrückt. Ich weiß. Mit einem Grinsen im Gesicht verschwand der Schwarzhaarige.




https://abload.de/img/teganava1.1h2j0q.jpg (https://abload.de/image.php?img=teganava1.1h2j0q.jpg) Über Um- und Schleichwege erreichte Tegan die Hightechgarage wo sie ihr Auto untergebracht hatten. Um diese Zeit war schon relativ viel los auf den Straßen. Die meisten Leute mußte um acht Uhr mit der Arbeit beginnen, dadurch war es im Garagenkomplex eher ruhig. Tegan überprüfte erst Öl- und Benzinstand, Reifendruck und Batterie bevor er den Jaguar startete. Mit einem tiefen Durchatmen erschuf er den Skin einer Limousine und fuhr so unerkannt zum Awesen der Ryusais. Dort übergab er Shinru grinsend den Schlüssel. Ich werde mal schauen ob Ayano zu hause ist. Sie hat heute frei und ich wollte sie eh besuchen. Bestell ihr schöne Grüße. Wie lange seit ihr jetzt schon zusammen? Seit nicht ganz zwei Jahren. Hätte nicht gedacht das aus euch beiden mal was wird. Ich ja auch nicht. Gib Bescheid wenn du was rausbekommst.

Seinen schwarzen Kaputzenpulli tief in die Stirn ziehend, machte sich Tegan auf den Weg zu Ayano. Vor etwas mehr als drei Jahren hatten er und Shinru sie vor einer Gruppe von Rowdies gerettet. Sie hatten sie nach hause gebracht und später in Aikido unterwiesen. Sie hatte schnell gelernt und bereits ihre erste Danprüfung bestanden. Ihrem damaligen Freund hatte es nicht gefallen das er Ayano Unterricht gab. Der Mann wurde gemein und begann die junge Frau zu schikanieren. Das Ergebnis waren Bißspuren in der Hand des Kerls nach dem er diese der Frau gegenüber erhoben hatte. Tegan sorgte für eine neue Bleibe und hatte sie weiter unterrichtet. Das tat er immer noch. Nur war es mitlerweile eine ganze Frauen- und Kindergruppe. Den Ort gab er immer per SMS bekannt.
Nachdem seine Großeltern verstorben waren, hatte sich die Beziehung zu Ayano intensiviert. Lange hatte es nicht gedauert und die beiden waren zusammen. Tegan wußte das sich Shinru darüber freute das er jetzt auch jemand anderen außer ihn hatte dem er sich anvertrauen konnte.
In einer kleinen Bäckerei besorge er noch schnell ein paar Brötchen, ihm war egal das er bereits gegessen hatte. Geisterscheinungen zehrten an der Substanz. Das bekam er über Kalorien wieder rein. Er konnte quasi essen ohne dick zu werden.
Am privaten Wohnhaus von Ayano angekommen, verschwand Ryu einfach durch die Wand. Tegan wußte nun das er richtig gelegen hatte das sie ausschlafen würde. Der Taschendrache ließ sein Herrchen in die Wohnung und schweigend bereitete er das Frühstück vor. Nach einiger Zeit, als Kaffeeduft durch die Küche zog, tappste Aynao leicht verschlafen, aber mit einem glücklichen Grinsen im Gesicht, in die Küche und umarmte Tegan ganz fest. Der junge Mann erwiederte die Begrüßung. Sie aßen entspannt und er erläuterte kurz was seit ihrem letztem Treffen geschehen war.




https://abload.de/img/shinruava1.1ujk8y.jpg (https://abload.de/image.php?img=shinruava1.1ujk8y.jpg) Von wegen direkt zur Uni. Die Jungs hatten viel zu viel Spaß mit dem Jaguar durch die Gegend zu cruisen. Da beide Studenten gute Noten vorweisen konnten, sah Shinru einmal darüber hinweg das sie die ersten Vorlesungen verpaßten. Der Morgen war schön, wenn auch etwas kühl. Das Verdeck blieb trotzdem offen. So ernteten sie auch noch mehr bewundernde Blicke. Tora wollte schon einen auf Queen von England machen. Untersteh dich und bleib sitzen. Die Bullen müssen mich jetzt nicht unbedingt anhalten. Hast ja recht, aber es macht einfach zu viel Spaß. Grinsend ließ er sich auf den Sitz zurück plumsen. Landete dabei halb auf dem Schoß von Jack der sich umgehend beschwerte. Tut mir ja leid das es sich nur um einen Zweisitzer handelt. Seit froh das die Bank durchgängig ist. In Shinrus Tasche kingelte sein Handy. Vorbildlich verließ er erst die Fahrbahn bevor er ranging. So alt wie das Auto war hatte es natürlich keine Freisprecheinrichtung.
Hi Mum, was ist los? Hier war gerade ein Mitarbeiter des Arbitratorenbüros und hat nach dir gefragt. Das ging ja verdammt schnell, dachte die brauchen länger. Nur einer? Er hatte mit mehreren Leuten gerechnet und irgendwie ein Szenario mit ner Suchmanschaft im Kopf. War zwar ein wenig überspitzt, aber gleich nach ihrer Kündigung wurden so flüchtige Arbitratoren wirklich gesucht. Ja, nur einer. Wollte wissen wo du und Tegan stecken und was zu eurem Ausstieg geführt hat. Ein großer schlanker, trainierter Mann. Ich denke Anfang 40, Dreitagebart, braune Haare die hinten bis knapp auf die Schultern. Trug nen Kurzmantel. Fast schwarze Augen die nicht ganz zur Haarfarbe passen. Sagt dir das was? Nein, eigentlich nicht. Zumindest paßt das auf keinen meiner alten Kollegen. Danke für die Info. Werde Tegan auch noch fragen ob ihm mal sojemand aufgefallen ist. Hab dich lieb Mama. Ich dich auch. Laß dich nicht fangen.
Mit einem Lächeln im Gesicht legte der Telepath auf, schickte eine Info an Tegan und brachte seine Brüder zur Uni. Parken tat er einfach auf dem Stellplatz des leitenden Direx. Los Jungs. Und hör auf zu sabbern Tora, den Wagen bekommst du nicht. Dafür ist das Auto viel zu schade. Den lachenden Kommentar von Jack überhörte Tora geflissentlich. Hackte sich bei seinen beiden Brüdern unter und schleifte sie halb mit in die Lobby.
Eine Augenweide waren die drei blonden Jungs. Wie es auch bei Gold Abstufungen gab, so unterschieden sich auch die Brüder. Jack war etwas größer als Shinru und fast weiß, Tora hingegen hatte einen deutlichen Rotstich in seinen Haaren und war nur zwei Finger kleiner als der goldblonde junge Mann. Shinru hatte nie verstanden warum seine Brüder auf lange Haare standen. Netterweise kleidete es die beiden auch noch. Lachend verabschiedete er sich und schlenderte langsam zurück. Am schwarzen Brett hielt er neugierig an und studierte die Anfragen der verschiedenen Clubs. Fußball, Volleyball, Schwimmen, Karate, Judo, sogar Gartenarbeit und Kochen gab es. Der Campus war groß und hatte viele Studenten. Alle waren gedanklich meist bei den Vorlesungen und den Clubaktivitäten. Oder eben bei dem Freund oder Freundin. Shinru beachtete die durchziehenden Gedanken nicht. Ließ sie fließen wie Wasser in einem Bach. Nur die Namen seiner Brüder ließen ihn sich fokussieren. Die Stimme war älter und suchte die Hörsäle. Das war eindeutig nicht einer der Professoren. Das machte den Telepathen hellhörig. Vorsichtig sondierte er die Gedanken und fand Fragen die ihn und auch Tegan betrafen. Leicht alarmiert suchte er die Person die zu diesen Gedanken gehört. Auf der gegenüberliegenden Seite der Lobby stand ein Mann der der Beschreibung seiner Mutter entsprach.

Survivor
13.01.2021, 01:00
https://abload.de/img/ketelavatar80kmi.jpg (https://abload.de/image.php?img=ketelavatar80kmi.jpg)
Ketel stand gerade an seiner Werkbank, als er hörte, wie der Fahrstuhl sich wieder einmal in Bewegung setzte. Ein wenig wunderte er sich, denn es war zu früh für den Klienten mit dem Eilauftrag. Der gute Mann hatte nicht so gewirkt als hätte er es so eilig. Er legte die neugefertigten Teile des Verschlusses beiseite und wischte sich die Hände an einem Lappen ab den er mit nach vorn zum Tresen nahm.
Als er nach vorn in den Bereich mit dem Tresen kam, hatte sich seine Vermutung bestätigt, es war nicht der mürrische Kerl, sondern...eine Frau? Ketel blieb kurz am Tresen stehen und musste sich die Augen reiben. Vielleicht war er auch einfach schon zu lange wach....2 Tage zehren halt doch etwas. Er dachte sich
"Nicht dass Ihr jetzt denkt ich hätte noch nie ne Frau gesehen oder so, aber eine in einem weißen Sommerkleid? Hier unten? Bei meiner Berufung? Kommt schon, ich bitte euch..."
Ketel wartete kurz bis seine Augen sich vom reiben erholt hatten, doch da legte die junge Frau auch schon los.
Sie sprach kurz über die Waffen, woraufhin Ketel die erste Waffen ignorierte und sich gleich der zweiten zu wandte.

Er musterte noch einmal die junge Frau vor ihm. An und für sich machte sie nicht den Eindruck, als gehörte sie zu Ketels sonstigem Klientel. Dass sie Ihn denoch gefunden hatte, sprach für gewisse Bekanntschaften und Kontakte. Den Alten vom Markt kannte Ketel, wenn auch nicht privat, so doch aber als zuverlässigen Handwerker. Dass er eine Waffe bauen würde, die derartige Fähigkeiten haben soll, denoch aber kaputt ging, konnte Ketel sich nicht wirklich erklären. Er betrachtete die Waffen, drehte sie in seinen Händen, so dass er jedes ihrer Details sah.
"Also..." die normale Baretta zerfiel plötzlich in ihre Einzelteile"...sie zu reinigen und wieder in Schuss zubringen..." die Bestandteile landeten in Reih und Glied auf dem Tresen "...ist kein Problem. Zumindest nicht diese. Diese spezielle hier, nun..."
Vorsichtig hielt Ketel die Waffe mit beiden Händen fest und bewegte minimal immer wieder den Verschluss. Plötzlich hörte man ein leichtes klicken, woraufhin Ketel den oberen Verschlussteil, von Griffstück trennte.
"Nun die muss erst mal entladen und untersucht werden..."
Er stellte der jungen Frau eine Patrone auf den Tresen und zerlegte den Rest auch in die einzelnen Bestandteile.
"Ich vermute eines der kleineren Teile ist zerbrochen und hat den Rest blockiert.
Kommen wir noch zu der angesprochenen Munition. Ähm...Gummigeschosse, dass ist ja nun nicht gerade die Munition die ich bei diesen beiden Waffen erwartet hätte. Zumal auch ihre normale Munition hier..." er deutete auf die zerkratzte Patrone "...nicht wirklich normal ist. Sie ist vergleichsweise fiel zu schwer für eine 9mm. Ich denke dass dieser Umstand auch zum Zustand der Waffe führte. Dass sie automatisch schießen kann ist ok, nicht üblich, aber ok...panzerbrechend oder beschusshemmende Westen überwindend, ist sie nur wegen dieser Munition." Ketel musste sich kurz die Schläfe massieren.
"Sie dahin gehend zu verbessern sollte auch machbar sein, ich kann ihnen aber nicht sagen wie lange dass dauert. Die andere können sie sich in ein bis zwei Stunden abholen." Ketel blickte die Frau kurz in die Augen.
"Munition an sich, also tödlich wie auch die nicht tödliche, bekommen sie an der Oberfläche eher als bei mir, ich reinige und repariere Waffen, stelle vielleicht auch Munition her, doch nicht um diese zu verkaufen. Ich hätte dann keine ruhige Minute mehr hier unten und ich lebe schließlich nicht umsonst so abgeschieden. So...wie gesagt, die normale hier, in ein bis zwei Stunden, die spezielle...keine Ahnung."
Damit schwieg er wieder.

Auren
13.01.2021, 09:48
https://abload.de/img/spielleiter9qjp4.png
Unterwegs...

Luca legte den Hörer auf. Seine Laune war nun nicht die Beste.
"Dieses Miststück. Sie führt doch irgendetwas im Schilde."
Die Adresse kannte er ja. Es war die übliche Kneipe im Außenbezirk. Er nahm seine Jacke, zog diese sich über und verließ sein Büro. Ein seltener Anblick für seine Kollegen.
"Ich bin in ein oder zwei Stunden wieder hier." Meldete er sich ab.
Dann ging es runter, zur Tiefgarage. Zu seinem Sportwagen.
Er stieg ein, startete den Motor und fuhr los zur besagten Bar.

Keine vierzig Minuten Später war er an seinem Ziel. Beim verlassen seines Fahrzeuges sah er bereits das Dilemma. Ein Seufzen war von ihm zu vernehmen als er die Bar betrat und schon am Eingang konnte er ihre Stimme deutlich wahrnehmen.
Luca ging zu ihr. Er setzte sich nicht.
"Sag bloß du hast nur wegen deinem Schrotthaufen da draußen angefangen zu heulen? Also wirklich. Früher hättest du das ganze Viertel hier auf den Kopf gestellt."




https://abload.de/img/avayumikoneul5jvn.jpg
"Beide Waffen mussten so einiges durchmachen." Antwortet Yumiko darauf.
"Auch wenn ich sie stets reinige und Pflege." Ihr Blick huschte kurz über die Einzelteile ihrer zwei Handfeuerwaffen, dann wandte sie sich ihrem Gegenüber wieder zu.
"Zwei Stunden? Das ist in Ordnung. Die Andere ist nicht so eilig. Hauptsache sie wird wieder."
Sie holte ihr altes Handy hervor, starrte kurz auf dessen Uhr.
"Gegen dreizehn Uhr würde ich vorbei kommen." Das alte Stück Technik wurde wieder eingesteckt. "Die Bezahlung? Darüber sollten wir noch sprechen."





https://abload.de/img/yuma22ava1.1ajjb0.jpg
Wie jeden Tag war Yuma früh auf den Beinen. Nur diesmal ohne ihre Kinder. Sie waren bei ihren Ziehvater, wenn man es so nennen möchte. Er wollte mal beide sehen. Selbst sein Sohn, der nur ein Jahr älter war als ihre Große.
Als sie ihn und seine Familie traf, gab es die übliche Begrüßung und auch die Standpauke, was er zu unterlassen hat, worauf er bei den Beiden zu achten hatte und so weiter. Das übliche halt.
Sie hingegen sollte mal Zeit für sich nehmen. Dafür bekam sie Geld und ehe Yuma überhaupt darauf reagieren konnte, wurde die Tür vor ihrer Nase zu gemacht.
Sie stand einfach nur da. Klar, sie wusste alles was sich im inneren Abspielte.

Eigentlich war es nicht ihre Art die Kinder einfach abzuschieben. Deswegen gingen sie nie in einer der vielen Betreuungsstätten in der High City. Für Yuma waren sie nicht sicher genug oder es lag eher mehr daran, dass sie Angst hatte um ihre Kinder.

Fast vor Wut kochend, verleiß sie das Grundstück. "Was denkt er sich dabei? Ich soll auch Zeit für mich haben? Dabei sind doch meine Kinder mein ein und alles." Fluchte sie laut herum.
Nur hatte er sich nun mal durch gesetzt. Ohne das Yuma etwas dagegen unternehmen konnte.
Ihr Mann darf heute Abend sicher alles ausbaden.

Constantine
13.01.2021, 16:05
https://abload.de/img/diamondavalukoy.jpg

Resignierend begutachtete Diamond ihr neu erworbenes Eigentum. Auf einem Tisch standen diverse Speisen vorbereitet, die nach und nach verkostet wurden. „Wenn dieser Laden auch nur ansatzweise Profit einbringen soll, müssen wir komplett umstrukturieren...“, ihre Augen wanderten über jeden einzelnen Teller, als plötzlich eine ihr bekannte Stimme sie ansprach.

„Ach..Herr Cross, schön das du es eingerichtet hast“, ihre Augen sahen nun die seine an. „Das mag wohl sein und, wenn ich das Viertel auseinander genommen hätte, würde das nur Unstimmigkeiten in der Bevölkerung aufkeimen lassen und uns eine Menge Geschäfte durch die Lappen gehen lassen“.

Sofort war eine der Bardamen zur Stelle an ihrem Kragen haftete eine kleine goldene Anstecknadel mit dem Symbol eines Hirsches und brachte Luca etwas trinkbares.

Diamond fuhr weiter fort, „nun mein Angebot steht noch was ich dir am Telefon unterbreitet habe“. Luca schwieg. „Diese Bande stört den Frieden in den Slums... und auch uns liegt der Frieden nun einmal sehr am Herzen, treten Unruhen in der Bevölkerung auf, ist das schlecht für unser Geschäft“. „Wie du ja weißt oder auch nicht... kontrolliert unsere Organisation bereits 40 Prozent der Slums und unser Einfluss wächst täglich.. eine ausgeglichene Balance ist wichtig, sowohl für die örtliche Polizei, Spezialabteilungen und... was unsere Branche angeht“, Diamonds Tonfall änderte sich.

„Und ich glaube kaum, das die feine Gesellschaft eine Revolte durch die Slumbewohner befürwortet... niemand möchte, dass das empfindliche Gleichgewicht gestört wird, oder?“, ihre Augen glitzerten kurz auf.

Sie lächelte liebreizend, „zurück zum wesentlichen nun... was meinen Vorschlag angeht, bin ich durchaus bereit dir und deiner Abteilung finanzielle Unterstützung zu bieten, sei es für bessere Technik, neue Stellen im Außendienst, du rufst mich an, fragst nach einer Summe und wir überweisen dir das Geld... im Gegenzug gewährst du mir gewisse Akteneinsichten... wie beispielsweise in diesem Fall mit den kriminellen Straßenrennen“. „Ich verlange ja nicht einmal dass du bei unseren Geschäften hinwegsehen sollst im Gegenteil“, ihre Männer wirkten leicht geschockt mit der Aussage doch hatten sie in der Vergangenheit gelernt, dass es egal was Diamond anstrebte immer zu einem Erfolg führte.

„Den gleichen Deal haben wir mit der örtlichen Polizei vollzogen, sie helfen uns... wir helfen ihnen, alleine sind die guten Beamten ja völlig überfordert“. „Eine win- win Situation für jeden von uns“.

„Haben wir einen Deal oder brauchst du noch Bedenkzeit, mein Lieber...“, ihre Augen ruhten auf denen von Luca.

Survivor
14.01.2021, 07:36
https://abload.de/img/ketelavatar80kmi.jpg (https://abload.de/image.php?img=ketelavatar80kmi.jpg)
Bei dem Wort Bezahlung, war es Ketel nun klar, die Junge Frau vor Ihm, kam schon mal nicht aus seinem spezielleren Klientel. Dann allerdings war es wiederum erstaunlich, dass sie Ihn gefunden hatte. Was wiederum für die vermuteten Kontakte zu traf.
"Sie wiederholen sich. Dass diese Waffen einiges durch gemacht haben, sah ich schon wo sie es dass erste mal erwähnten. Aber kommen wir zu ihrer Frage der Bezahlung. An und für sich...nun sagen wir..." Ketel blickte hinab auf die Einzelteile und schien zu überlegen.
Dann blickte er wieder auf und in die Augen seines gegenübers.
"Ich möchte eine Bezahlung, die ihrer Meinung angemessen ist, für die Reperatur..." sagte er freundlich.
"Ich weiß dass sie nicht unbedingt aus meinen Kreisen kommen, daher stelle ich sie jetzt mal auf die Probe mit diesem Test. Wie gesagt, was ist ihrer Meinung nach angemessen für die Reperatur und die herstellung dieser speziellen schwereren Munition. Weil die bekommen sie nicht da ob, die ist ein Unikat. Sie haben ja jetzt 2 Stunden Zeit sich etwas zu überlegen."
Ketel zog eine sehr alte Küchenuhr auf und stellte sie auf den Tresen.
"Viel Spaß, ich erwarte sie in zwei Stunden..."
Damit nahm er die Einzelteile, wickelte sie in den zuvor mitgebrachten Lappen und ging in die Werkstatt um anzufangen.

Auren
14.01.2021, 10:33
https://abload.de/img/spielleiter9qjp4.png

Abgeblitzt???

Luca brauchte keine zwei Sekunden für eine Antwort.
"Ich kann dir keine Akten Einsicht gewähren und bevor du dir dein Make Up versaust, solltest du wissen, dass ich meine Mitarbeiter in keiner Gefahr aussetzen möchte. Gerade wegen dir."
Er ignorierte das Getränk. Es könnte ja alles möglich drinnen sein und darauf hatte der Arbitrator überhaupt keine Lust.
"Nächste Woche können wir darüber reden. Eher nicht, wegen einer Operation die erst kürzlich zustande kam. Ich möchte sie nicht wegen dir gefährden. Von daher wirst du wohl warten müssen."








https://abload.de/img/avayumikoneul5jvn.jpg Ketel verschwand mit den Einzelteile, die einst ihre Waffen waren.
"Äh der hat doch eine Schraube locker." Dachte Yumiko sich kurz und beschloß erstmal mit dem Fahrstuhl nach oben zu fahren.
Sie brauchte ja noch Munition und die gab es nicht wie früher an jeder Ecke.
"Was hat er für ein Problem? Er weiß doch bestimmt, dass man an heutzutage schlecht dran kommt." Murmelte sie vor sich hin.
Ihr Glück wollte sie am alten Markt probieren. Vielleicht gab es dort jemanden der ihr die entsprechenden Munition verkaufen würde.
Doch nach langen suchen wurde sie nicht fündig.
Ein Grund dafür war die Polizei. Sie stand mit einem Einsatzfahrzeug und vier Beamten am Markt. Da wollte wohl niemand ein Risiko eingehen. Yumiko nervte dies. Da sie die ganze Strecke zu Fuß unterwegs war. Eine Fahrbahren Untersatz hatte sie nicht.
War zu teuer und in den Außenbezirken sollte man lieber viermal hinsehen, bevor man sich eines kauft.

Sie ging zurück zu Ketel, fuhr mit dem Fahrstuhl runter. Es war ja noch etwas Zeit, aber zu spät kommen wollte sie nicht. Während der Fahrt prüfte sie ihre Waffen. Eine USP. Sie war noch recht neu, aber nicht ungewohnt für die Schützin.
Die Waffe wurde wieder an ihrem Bein an einem Holster unter dem Kleid versteckt. Eine alte Angewohnheit die sie nicht ablegen würde.
Immerhin würde wohl kein normal sterblicher darauf kommen, dass sie eine Waffe bei sich trug.
Nun hieß es warten. Die Küchenuhr tickte in derzeit weiter. Noch hatte der Verrückte ein paar Minuten.

Ironhide
15.01.2021, 01:18
https://abload.de/img/dougava1.14tk0a.png Gemäß seinen Plan war Douglas zur Uni gefahren und machte sich nun daran, die beiden Brüder von Shinru zu suchen. Nachdem er sein Wagen in den Für Besucher markierte Fläche geparkt hatte, wunderte er sich noch anerkennend über den Wagen des Dekans, zumal es Verbrenner ja eigentlich kaum noch gab. Aber da parkte tatsächlich ein gut gepflegter alter Jaguar. Aber das war nebensächlich.
Seine erste Anlaufstelle würde die Verwaltung sein, die ihm sicher sagen könnten, was beide studierten und für welche Vorlesungen daher für sie von belang wären. Von der Lobby des Hauptgebäudes aus war es einfach den Verwaltungstrakt zu finden, er lag im ersten Obergeschoss des Hauptgebäudes. Er musste nur der Treppe nach oben folgen. Irgendwie fühlte Douglas sich beobachtet, aber das lag vielleicht auch daran, dass er sich hier so deplatziert fühlte, wie sonst nirgendwo. Er selbst hatte ja nie auch nur eine Schule von innen gesehen und wäre seine Mutter nicht gewesen, könnte er nicht mal die einfachsten Matheaufgaben lösen. Und hier war er umgeben von Menschen, die Mathe sogar studierten, oder Physik, Medizin oder was nicht noch alles studierten. Im ersten Stock waren alle Abteilungen untergebracht, die man benötigte um eine Uni am laufen zu halten. Von der Buchhaltung bis hin zur Instandhaltung hatte hier alles seine Büros. Douglas ging an etlichen Türen vorbei, bis er vor der stand, die er suchte. Studentenverwaltung. Die Tür stand ofen und so trat Douglas einfach ein. Ein Mann der in etwa in seinem Alter war, saß an seinem Schreibtischt und sortierte grad etwas in eine Akte ein, bevor er sich an Douglas wandte.
„Buongiorno signore. Wie kann ich ihnen helfen? Studieren wollen sie doch sicher nicht, oder etwa doch?“,
„Nein nein. Agent Douglas Simmons. Ich brauchte ein paar Infos von ihnen.“ Dabei hielt er seinen Dienstausweis gut sichtbar vor die Nase des Angestellten, so das dieser schnell erkannte, von welcher Behörde Douglas war.
„Das ist aber ungewöhnlich, das einer von euch hier auftaucht. Nun gut, was kann ich für sie tun?“
„Ich suche die beiden Brüder. Jack und Tora Ryusai. Ich möchte sie nochmal zu seinem alten Fall befragen.“
„Ein alter Fall? Habt ihr nicht genug Aktuelles zu tun?“, fragte der Mann abschätzig, machte sich aber daran, die gewünschten Informationen herrauszusuchen.
„Routinebefragung. Auch alte Fälle müssen wir immer mal wieder angehen.“ Das Douglas ihn im Grunde irgendein Lügenmärchen auftischte, musste den Angestellten ja nicht interessieren. Das er zwei Arbitratoren suchte, brauchte den ja nicht zu interessieren. Wenige Augenblicke später bekam Douglas die Informationen. Da er sich ja als Mitarbeiter einer Behörde ausgegeben hatte, schein es dem Angestellten auch nichts auszumachen, Douglas einfach so die gewünschten Informationen auszuhändigen.

„So Agent Simmons. Hier ist der Lehrplan für Jack und der von Tora.“ Er überreichte ihm zwei Blätter wo die Pläne für jeden einzelnen aufgelistet sind. „In der linken Spalte steht die Uhrzeit, wann die Vorlesung beginnt, in der daneben den Hörsaal, dann wer den Vortrag hält und das Themengebiet, sollte sie das überhaupt interessieren.“
„Wo und wann ist völlig ausreichend. Können sie mir noch sagen, wo ich die Räume finde?“
„Also Agent Simmons, das System ist einfach. Hörsaal 3.2.04 zum Beispiel ist Gebäude 3, zweites Stockwerk, Raum Nummer 04. Und so können sie den ganzen Plan lesen. Erste Zahl Gebäudenummer, zweite Zahl Stockwerk, dritte Zahl Raumnummer.“
Das war einfach und für Douglas ein simples, logisches System mit dem sicher niemand Probleme haben würde.
„Es gibt aber noch Zusätze. Steht hinter dem Raum ein Buchstabe, heißt das nur, das es sich um ein Labor oder eine Werkstatt oder dergleichen handelt.“
„Danke dafür. Können sie mir noch sagen, welcher Hörsaal der am nächstgelegene ist?“ Der Mann schaute kurz auf die Uhr, dann auf die beiden Zettel und tippte dann auf den von Jack.
„Hier. Der hier ist gleich im Gebäude nebenan. Hörsaal 2.1.02. Die Vorlesung sollte gleich beginnen. Da müssen sie sich aber beeilen um ihn vorher zu erwischen.“
„Danke. Schönen Tag noch.“, Douglas schnappte sich die Zettel und verschwand eilig aus dem Büro um Jack noch abpassen zu können. Das Gefühl beobachtet zu werden ließ ihn nicht los, aber das musste warten.
Kurz darauf war er auch am entsprechenden Gebäude und hatte Glück. Jack stand neben der Tür zum Hörsaal und unterheilt sich mit einigen anderen Studenten. Douglas beschloss sich in Hörweite zu begeben und Jack dann abzupassen, wenn nicht mehr so viele andere dabei waren. Er hatte ja Zeit. Er holte sein Smartphone hervor, welches er noch auf Lautlos stellte und tat so als würde er sich damit beschäftigen, während er in unmittelbare nähe zu der Gruppe aufhielt. Das Gespräch selbst war eher belanglos und für Douglas uninteressant, er wollte nur den richtigen Zeitpunkt abpassen, als aber ein Detail zur Sprache kam, was Douglas aufhorchen ließ. Inzwischen stand Jack mit einer seine Kommilitoninnen alleine da.
„Du Jack, sag mal, wer war denn der Typ da, der euch in dem geilen Schlitten gefahren hat. So einen kenn ich nur von Bildern, war n Jaguar, oder?“, wollte die junge Dame wissen und grinste ihn dabei diebisch an.
„Öhm… niemand. Nur ein alter Kumpel. Und joar, war n Jaguar.“
„Ahso? Sah dir aber sehr ähnlich.“
„Zufall.“, versuchte Jack sich raus zu reden. Er musste ja nicht jedem hier unter die Nase reiben, dass sein älterer Bruder hier war, immerhin wusste er ja, das Shinru untergetaucht war.
„Sicher? War das nicht doch dein älterer Bruder von dem du mal erzählt hast? Also wenn ja… der ist echt heiß.“
„Ähm, was?!“
„HA! Jetzt haste dich verraten, er wars, oder?“
„Ach was.“
„Komm schon, die Ähnlichkeit war ja kaum zu übersehen. Und dann fast ganz in weiß, das fällt doch auf.“, grinste das Mädchen siegessicher.
„Ja man… er wars, Julia aber sag das bitte niemanden.“
„Hehe, nur wenn du mir einen Ausgibst heute Abend.“
„Nervensäge. Okay. Aber dein Freund kann schön allein bezahlen, bin ja nicht die Wohlfahrt.“

Mehr brauchte Douglas nicht. Shinru ist hier. Oder war es zumindest und er wusste nun auch, wie er hierhergekommen war. Sofort schoss ihm wieder der Jaguar in den Kopf, den er auf dem Platz des Dekans gesehen hatte und konnte sich ein leichtes Grinsen nicht verkneifen. ‚Kleiner Bastard.‘, dachte sich Douglas, was eher anerkennend gemeint war. Shinru musste doch wissen, dass so ein Auto auffallen würde und fuhr damit seine Brüder zur Uni und blockierte obendrein den Platz das Mannes, der hier mehr oder weniger der Chef war. Das war an Dreistigkeit kaum mehr zu überbieten. Es war fast so, als wollte der Typ gefunden werden. Es dauerte nicht lange und der Parkplatz kam in Sichtweite und somit auch der Jaguar. Shinru war als noch hier. Irgendwo hier auf dem Gelände. Gut, es war groß, sehr groß und Douglas fing sofort an, seine Möglichkeiten zu überdenken. Was konnte er nun also tun? Er könnte Alarm auslösen und binnen 5 Minuten würde es hier so von Agenten aus der zentrale wimmeln. Suchtrupps mit Hunden, schwer bewaffnete Spezialeinheiten und Hubschrauber mit Wärmebildkameras würde das gebiet durchforsten, bis sie ihn gefunden hätten – oder Ergebnislos abziehen. Keine Option, viel zu viele Zivilisten und die negative Presse würde man nur Douglas um die Ohren hauen. Den Wagen verwanzen und dann verfolgen? Könnte klappen. Nur hatte Douglas keine Wanze dabei, also keine Option. Er könnte sich einfach an den Wagen stellen und seine Schachtel Kippen leeren, in der Hoffnung das Shinru nicht sofort das weite suchen würde, wenn er ihn erblickt. Nicht die beste Idee, aber immerhin eine Option. Sehr viel mehr hatte er nicht. Jack und Tora waren seine letzte Option, die könnte er immer noch befragen und so dann vielleicht das Versteck von Shirun herausbekommen, oder zumindest eine Spur. Er entscheid sich einfach beim Jaguar zu warten. Außerdem könnte er auch gleich die Kennzeichen überprüfen lassen, dann hatte er zumindest Gewissheit, wem der Wagen gehörte – ob er überhaupt jemanden gehörte.

hakuryu
16.01.2021, 17:51
https://abload.de/img/shinruava1.1ujk8y.jpg (https://abload.de/image.php?img=shinruava1.1ujk8y.jpg) Mit einem großen Abstand, aber immernoch in "Hörweite", folgte Shinru dem Mann. Durch die unterschiedlichen Vorlesungszeiten waren nicht gerade wenig Studenten auf den Gängen unterwegs und so fiel er nicht weiter auf. So bekam er mit das der Mann ein Agent der Arbitratorenabteilung war und Douglas Simmons hieß. Der Name sagte ihm gar nichts. Also eindeutig auch kein alter Kollege von früher oder ehemaliger Arbitrator von Psycorp. Da kannten sich alle untereinander. Trotzallem konnte Simmons ein Begabter sein. Die Eliten die damals ausgeschwärmt waren kannte er nicht. Möglicherweise gehörte er zu denen. Das würde auch sein Interesse an ihm und Tegan erklären.
Die Gedanken des Agenten und des Angestellten konnten unterschiedlich nicht sein. Der dunkelhaarige tischte seinem Gegenüber bestenfalls Halbwahrheiten auf. Den allerdings interessierte das überhaupt nicht. Er ärgerte sich eher über die belanglose Störung, seiner Meinung nach sollten die sich um aktuelles kümmern statt um alte Fälle. Da auch der gezeigte Ausweis offiziel aussah, und man schon echt bekloppt sein mußte gerade diesen zu fälschen, gab der Mann die gewünschten Infos raus.
Nach einer kurzen Erklärung wie die Pläne zu lesen waren machte Simmons sich auf den Weg zu Jack. Shinru folge ihm mit größerem Abstand, ihm war das Unbehagen des Agenten aufgefallen. Der Mann hat ein gutes Gespühr. Über andere Wege erreichte der Blonde den Vorlesungssaal gerade in dem Moment als Julia seinen Bruder nach ihm ausfragte. Wehe du sagst das ich das war. Nur brachte die gedankliche Warnung nichts. Die junge Frau hatte sehr gut kombiniert und durch einen geschickten Schachzug seinen Bruder ausgetrickst. Beide Männer waren baff das sie ihn selbst als heiß bezeichnete. Das er durch seinen Spleen fast ausschließlich weiß zu tragen auffiel wußte er. Nur jetzt wußte das auch der Mann das sich Shinru hier aufgehalten hatte. Mit einem kleinen mentalen Befehl schickte der Telepath die Frau in den Hörsaal.
Sag mal, bist du von allen guten Geistern verlassen??? Hättest du nicht weiter abstreiten können das ich das war? Ein Cousin hätte es auch tun können oder ein Onkel. Du bist belauscht worden. Der Kerl der zu hause aufgekreuzt ist wandert jetzt zum Auto. Wenn du dich nicht verplappert hättest, hättest du den Kerl abwimmeln können. Der stand kurz davor dich nach mir zu fragen. Und sowas studiert Medizin. Mir tun deine Patienten jetzt schon leid wenn du dich nicht an die Schweigepflicht halten kannst. Tut mir leid. Jack war zerknirscht und ihm schossen viele Gedanken was alles passieren könnte durch den Kopf. Sehr zum Verdruß von Shinru dem das Kopfschmerzen bescherte. Jetzt komm mal wieder runter. Läßt sich nu auch nicht ändern. Vielleicht hab ich ja Glück und bin schneller am Jaguar. Bis bald kleine Nervensäge und grüß Tora von mir. Wann ich mal wieder vorbeikomme weiß ich noch nicht. Jack hob grüßend die Hand als er sich in den seine Vorlesung begab.

Der Agent war schneller am Auto als er gedacht hatte. Damit fiel die Option einfach zu verschwinden weg. Wäre ja auch zu einfach gewesen. Ein Teil der Gedanken von Simmons konnte Shinru erfassen und ließ ihn humorlos lächeln. Mehrere Varianten gingen ihm durch den Kopf was er machen könnte. Nur leider war er nicht gewillt den Jaguar zurück zu lassen. Der Ermittler sah kurz auf sein Handy als er eine Nachricht erhielt. Gut das wir den Wagen auf meine Eltern umgemeldet haben. Für ihn also auch wieder eine Sackgasse. Als sich Simmons aber an den Oldtimer anlehnen wollte, trat Shinru auf den Mann zu. Durch den Versprecher seines Bruders würde dieser ja doch nicht glauben das die Familie nicht wüßte wo er steckte.
Ich wäre Ihnen sehr verbunden wenn sie sich nicht an das Fahrzeug lehnen würden. Der Jaguar befand sich zwischen den beiden Männern.




https://abload.de/img/teganava1.1h2j0q.jpg (https://abload.de/image.php?img=teganava1.1h2j0q.jpg) Tegan las die Nachricht von Shinru. Es was das eingetreten was sie schon vermutet hatten. Eine Antwort erübrigte sich da. Für ihn hieß das jetzt das er ihren Caravan mit neuen Nummernschildern und Anstrich versehen mußte.
Der kleine Taschendrache hatte sich auf dem Schoß von Ayano gemütlich zusammengerollt und ließ sich schnurrend streicheln. Interessanterweise nahm er bei ihr immer eine Form mit Fell an. Fast weiß mit blauen Streifen und gefiederten Flügeln. So sah Ryu einfach nur noch knuffig aus.
Hast du Lust und Laune ein wenig künstlerisch kreativ zu werden? Der Caravan brauch mal wieder nen neuen Anstrich. Wenn ich mich da wieder auslassen kann gern. Wie immer. Das weißt du doch. Mit einem seltenen Lächel im Gesicht, küßte er sie. Danach setzte Ayano den Drachen auf den Boden und zog sich ein paar alte Klamotten an. Sie hatte schon des öfteren den Caravan der Jungs neu gestaltet.
Gemeinsam machten sie sich auf den Weg. Da sie diesmal zu zweit waren, versah sich Tegan selbst mit einem Gesichtsskin. Vor dem Spiegel hatte er ein paar ausprobiert und sich dann für das von einem alten Kollegen entschieden. Ob dieser noch in der Stadt war wußte er nicht, bezweifelte aber das sie sich über den Weg laufen würden. Der Drache machte sich ganz klein und blieb auf Ayanos Schulter sitzen. Fast wie ein Schulterdrache aus Plüsch und fiel so nicht weiter auf.
Nach einer guten halben Stunde hatten sie das kleine Lagerhaus erreicht wo der Caravan stand. Es war alles vorhanden und so zogen sie noch ein paar Schutzanzüge und Atemmasken über nachdem sie das Fahrzeug in den Lackierbereich gefahren hatten. Routiniert wurden die Fesnster abgeklebt und dann das neue Muster aufgebracht. Der kleine Drache hatte seine eigenen Vorstellungen. Der spielte Camälion, wechselte immer wieder die Farben und Muster und war der Meinung etwas ganz tolles zu machen.

Constantine
16.01.2021, 19:08
https://abload.de/img/diamondavalukoy.jpg

Diamond hörte aufmerksam den Worten ihres Gegenübers zu. Ihr Blick änderte sich kurz, „Du brauchst dir keine Gedanken machen was die Sicherheit deiner Leute angeht.. die Slums sind gefährlich genug“. Ein leichtes Grinsen huschte über ihre Lippen. „Dann viel Erfolg bei deiner kleinen Mission... sag Bescheid, wenn du Unterstützung bei etwas brauchst“, sie winkte abschließend mit einer Hand dem Agenten entgegen. „In einer Woche führen wir unser Gespräch fort.. ich kontaktiere dich dann... dein Büro kenn ich ja noch von früher“.

Survivor
16.01.2021, 21:25
https://abload.de/img/ketelavatar80kmi.jpg (https://abload.de/image.php?img=ketelavatar80kmi.jpg)
Noch bevor die kleine Uhr durchgelaufen war, war sie auch schon wieder zurück.
Der kleine Geist.
Ketel hatte sich entschieden, sie so für sich zu nennen. Denn grundsätzlich fragte Ketel nie nach den Namen seiner Kunden. Das führt nur zu Problemen. Mit einem kleinen Karton in der Hand kam er zum Tresen und beendete dass ticken der kleinen Uhr. Er legte die groben Einzelteile der normalen
Beretta hin, wie auch die Einzelteile der modifizierten. Die Junge Frau trat hinzu
„Also...“ begann Ketel ruhig aber fachlich „Die Reinigung und Pflege ist abgeschlossen, es fehlt noch dass zusammensetzen. Warum haben ist dass noch nicht gemacht, damit sie den Unterschied der Waffen natürlich gleich hier bemerken. Setzen sie zunächst ihre normale Waffe zusammen...“
Die junge Frau schien überrascht, sie sah Ketel an, doch der schien dass ganze sehr ernst zu nehmen. „Sie können mit ihren Waffen, meiner Meinung nach, nur umgehen, wenn sie mit ihnen vertraut sind. Bei der normalen mache ich mir da gar keine Gedanken, bei der anderen jedoch...nun sie werden sehen...“ er deutete noch einmal auf die Waffen.
Wie zu erwarten war, wusste die junge Frau sehr genau wie diese Waffen zusammen gesetzt wurden. Geschickt und schnell, setzten ihre Finger die Teile der ersten Waffe zusammen. Als sie dann jedoch die andere Waffe zusammen setzte, hielt sie inne.
„Sie haben denn Unterschied schon bemerkt, sehr gut. Im Gegensatz zu vorher, ist die Feder, die den Verschluss wieder zurückführt, also das Nachladen an sich übernimmt, stärker als üblich. Sie war, neben einigen anderen Federn, gebrochen und somit ein Grund, warum die Waffe im ganzen blockierte. Machen sie weiter...“

Kurz darauf war auch diese Waffe wieder zusammen gesetzt und einsatzbereit. Ketel ging kurz noch einmal in die Werkstatt und dann wieder zum Tresen. Er hatte ein paar Magazine und eine größere Schachtel dabei, letzteres lies er am Tresen. Er ging an der jungen Frau vorbei und deutete ihr, dass sie ihm folgen sollte.
Auf einem der Parkplätze blieb er stehen. In einiger Entfernung sah man einige ausgeschlachtete Autowracks, die schon das ein oder andere große Loch hatten. Ketel nahm der jungen Frau die normale Baretta ab und gab ihr ein volles Magazin.
„Das ist die von ihnen gewünschte Munition, mit der sie auch Körperpanzerungen überwinden können. Schießen sie mal...“
Als der Schuss brach, zuckte die junge Frau überrascht zurück. Der Rückstoß bei der normalen Pistole war schon merklich, doch der Rückstoß dieser Waffe war kein Vergleich dazu.
„Der Alte am Mark hat diese Waffe im allgemeinen schwerer gebaut, damit sie der Kraft der Munition auch stand hält. So...weiter mit der automatischen Feuerart...“
Ein kurzes klicken ertönte und gleich nach dem ab krümmen, ging die Waffe unaufhaltsam nach oben. Die erste Kugel ging noch eins Wrack, danach flogen alle weiteren einfach daran vorbei oder drüber. Da das Magazin klein und somit schnell verschossen war, stoppte die Waffe aber auch wieder schnell.
„An und für sich sollte man mit dieser Waffe und Munition, wirklich jede Körperpanzerung durchschlagen können, doch die Tatsache, das sie auch automatisch schießt, macht sie gleichzeitig zu einer Kugelfresser. Zumal bei dem Rückstoß der Munition, ein zielen nur schwer möglich sein sollte.“
Ketel wandte sich seiner Werkstatt zu und ging. Als er wieder dort an kam meinte er
„So...damit sind ihre beiden Schmuckstücke wieder einsatzbereit. Nun bin ich auf ihre Bezahlung gespannt. Wie gesagt, etwas von vergleichbarem Wert für diese Reparatur und die Herstellung der ersten Fünfzig Schuss.“

Gosti
17.01.2021, 00:58
https://i.imgur.com/XM4BRQI.pngWährend des Filmabends sprach Juri kaum etwas mit Yumiko, sogar viel weniger als sonst. Man war es von ihr ja gewohnt dass sie die Art von Filmseherin ist die sich voll auf den Streifen fokusiert, aber heute war sie dann doch sichtlich geistig Abwesend. Die zwei Männer von vorhin gingen ihr einfach nicht aus dem Kopf, genauso wie dieses ungute Gefühl in ihrer Brust... Sie kamen ihr bekannt vor, sie hatte die Gesichter schon mal geshen, aber sie konnte einfach nicht sagen woher...
Dazu kam auch noch Yumilos Sorgen, sowohl dass sie sich solche Sorgen um sie machte wenn sie bei den Rennen war, und auch dass sie selbst ganz offensichtlich nicht mehr wirklich wusste was sie tun sollte... Juri wusste einfach nicht was sie darauf sagen sollte. Klar, mach was immer du willst? Mir wäre es lieber wenn du nichts machen würdest was dich in Gefahr bringen könnte? Sie konnte nicht die richtigen Worte finden, daher sagte sie überhaupt nichts, und generell konnte sie das Gefühl nicht los werden dass Yumiko wegen ihr nur ausgebremst wird... Wäre sie nicht da dann würde Yumiko vielleicht ein viel freieres Leben führen, und dieser Gedanke machte die kleine Diebin irgendwie fertig, daher wollte sie überhaupt nicht darüber nachdenken, und das war auch der Grund wieso sie immer so früh weg war, sie konnte den Gedanken nicht ertragen dass es Yumiko wegen ihr schlechter ging gehen könnte wenn sie da ist...

So war es dann auch am nächsten Morgen. Juri war schon wach als die Ersten Sonnenstrahlen durch das Fenster schienen. Sie drehte sich nochmal zu ihrer Freundin um und legte ihren Arm auf ihre Schulter während sie noch schlief. "Natürlich habe ich nichts dagegen... Du brauchst mich doch nicht zu fragen... Was immer du auch tust, ich... ich werde dich immer unterstützen wo es nur geht..." gab sie als Antwort auf die Frage die vor 10 Stunden gestellt wurde, und wo Yumiko es nicht mal warnehmen konnte...
Nach einem sanften Kuss auf die Stirn schlich sie sich aus dem Bett und brühte noch neuen heißen Kaffee auf, nicht für sich, aber für Yumiko sodass sie etwas hatte wenn sie aufwacht. Juri selbst konnte Kaffee nichts abhaben. Das war ihr einfach zu bitter, und keine Menge an Zucker konnte ihr dieses Gebräu erträglich machen, da blieb sie lieber bei ihren Säften.


Nachdem sie ihre Gesamte Ausrüstung in ihrer Kleidung verstaut (Dolche und auch Kleinkallieberwaffen) und die Wohnung verlassen hatte, machte sich Juri auf zu ihren Kontakten welche diese Rennen veranstalteten. Einerseits um nachzufragen wo das nächste Event stattfinden würde, aber dieses Mal auch für weitere Informationen welche für sie etwas untypisch waren: Videoaufnahmen der Kamera-Dronen die bei solchen Aktionen immer im Einsatz waren. Sie hoffte dass eine vielleicht die zwei Typen von gestern aufgenommen hatte, dann hätte sie zumindest ein Bild mit dem sie Arbeiten kann. Dass sie diese Karte verloren hatte murrte sie nach wie vor, aber auch wenn sie versucht war danach zu fragen ob jemand etwas darüber wusste, entschied sie sich das vorerst für sich zu behalten. Einerseits um keine unnötige Panik zu verbreiten, aber auch weil man ja nie wissen konnte wer hier alles womöglich Spizel für die Polizei sein könnten, oder eben für eine andere Organisation wie die wofür die zwei offensichtlich arbeiteten...

Auren
17.01.2021, 13:25
https://abload.de/img/spielleiter9qjp4.png
Bis irgendwann...

"Deine Mitarbeiter solltest du bei deinem Besuch zu Hause lassen, sowie deine Spielzeuge. Nur zu deiner Sicherheit." Mit diesen Worten verabschiedete er sich von Diamond und ihren Angestellten. Es ging wieder mit dem Auto ins Büro. Dort gab es wie immer viel zu erledigen, aber genau dort hatte er seine Ruhe. Die Luca nun wirklich benötigte.











https://abload.de/img/avayumikoneul5jvn.jpg
Allein gelassen stand sie da. Ihre Waffe hielt sie fest in der Hand.
Schon lange hatte sie nicht mehr dieses Gefühl. Es war fast wie früher, vor drei Jahren um genau zu sein.
Yumiko warf noch einen Blick auf dieses Meisterwerk der Technik, ehe sie den kleinen Hebel erneut umlegte. Nur um diese Waffe zu sichern.
"Sie ist besser. Besser als vor drei Jahren. Es wird dauern bis ich sie wieder beherrsche. Bin wohl etwas aus der Übung gekommen."
Dann kam er wieder und ja es wurde Zeit. Zeit für seine Bezahlung.
"Du hast sie verbessert. So stark hatte ich sie nicht in Erinnerung."
Yumiko steckte die Waffe weg. In den Holster an ihrem Bein. Dazu musste sie das Kleid nur ein wenig anheben.
"Na hast du gehofft mehr zu sehen? Da muss ich dich leider enttäuschen."
Sie atmete einmal tief durch.
"Fünfzig Schuss, eine Verbesserung, eine Reparatur und das bei zwei Stunden."
Die Tasche wurde geöffnet. "Wir sollten lieber zum Tresen gehen."
Ketel war scheinbar damit einverstanden. Also ging es zurück.
Dort nahm Yumiko die Beretta an sich. Diese wurde in die Tasche gelegt.
"Ich nehme an, bei dir geht nur Bares?" Ohne zu zögern legte sie gleich zwei Batzen Geldscheine auf den Tresen. Alle samt von Juri erbeutet, aber dass musste ihr Gegenüber ja nicht wissen.
"Mehr hab ich nicht im Moment nicht."

Ironhide
17.01.2021, 14:13
https://abload.de/img/dougava1.14tk0a.png Den Wagen im Rücken und sich umsehend, sah Douglas den herannahenden Shinru nicht, der sich erst bemerkbar machte, als er ebenfalls neben dem Wagen stand aber noch gut zwei Meter abstand hielt. Douglas drehte sich um und erblickte Shinru und hatte sofort wieder das Gefühl, ihn erst kürzlich erblickt zu haben. Er zog noch ein letzte mal an seiner Zigarette, warf sie dann vor sich auf den Boden und trat sie aus. Dann wandte er sich Shinru zu.
„Heute Morgen hab ich zum ersten Mal von dir gehört und noch nie stand jemand den ich suchte, so schnell vor mir.“ Douglas rief sich die Akte nochmal vors geistige Auge, sich vergewissernd das er nicht die Infos über Shinru mit denen von Tegan verwechselte. Glücklicherweise – oder leider, je nachdem wie man es sehen mochte, waren es ja nicht viele.
„Begabter Telepaht… nun dann kann ich mir den Großteil meiner Worte ja sparen, oder? Oder sind deine Fähigkeiten nicht so gut wie sie in deiner spärlichen Akte stehen?“ Douglas wollte sehen ob Shinru sich nicht doch schneller aus der Reserve locken ließ, als die Daten über ihn sagten. Wenn es stimmte, würde er ruhig bleiben und eher freundlich als abweisend. Gut, die Infos die Douglas hatte, waren drei Jahre alt, es könnte sich viel geändert haben in der Zeit und je nachdem, welche Erfahrungen der Mann in weiß da vor ihm gemacht hatte, könnte sich auch sein Verhalten geändert haben. Das galt es nun herauszufinden. Es war wichtig für Douglas ihn einschätzen zu können und da er ja keinerlei Fähigkeiten besaß außer eine gute Spürnase, würde er sich auf beobachtbares Verhalten und gesprochene Worte verlassen müssen. „Agent Douglas Simmons, Arbiratorenbüro Kujitsu.“, stellte er sich aber noch vor und zeigte auch dem jungen Mann seinen Dienstausweis über den Wagen hinweg. Zwar bezweifelte er das, er davon irgendwas lesen konnte auf die Entfernung, aber das war Douglas nicht so wichtig. Er hatte sich ausgewiesen und das war entscheidend.

„Shinru Ryusai. Das wissen ja bereits und auch das ich Telepath bin. Natürlich wäre es ein leichtes für mich die Infos aus ihrem Hirn zu holen, nur wäre das dann quasi eine geistige Vergewaltigung. Leider hat sich mein Bruder ein wenig verquatscht und sie haben das mitbekommen. Bringt dann nichts den Versuch zu starten, sie davon zu überzeugen ich, sei nicht hier.“ Shinru deutete dann auf den Wagen und sprach weiter.
„Es wäre nett wenn sie von meinem Wagen Abstand nehmen würden, da der Dekan es nicht mag wenn man auf seinem Platz steht." Dabei fasste er sich an die Schläfe und Douglas beachtete die Gesteim ersten Moment nicht, aber als sich auch seine Mine leicht verzog, machte er sich doch Gedanken. Man hatte Douglas ausgiebig über die Fähigkeiten aufgeklärt und daher war im bekannt, das Telepahten bei zu viel Input durchaus Probleme haben konnten und es sogar zu sowas wie eine Überlastung kommen konnte. Die zeigten sich dann in Kopfschmerzen, Schwindel oder Migräneanfällen. Scheinbar trat das grad bei Shinru ein. Douglas war sich daher sicher, das sein gegenüber grad nicht in seinem Kopf war, sondern er eher versuchen würde, die Gedanken der Leute auszusperren. Würde er das schaffen, dann könnte Douglas in Ruhe mit ihm reden. Aber er wollte auch das Shinru ihn nicht als Bedrohung sah. Das würde Antworten leichter machen.
„Geistige Vergewaltigung, nette Umschreibung. Ich denke, die Menschen machen ihnen langsam zu schaffen? Ich würde mich gerne noch ein wenig mit ihnen unterhalten, warum fahren wir nicht an einen ruhigen Ort, wo nicht so viele Leute sind?“, schlug er Shinru vor. Auf die Anmerkung das der Dekan seinen Parkplatz beanspruchen würde, ging Douglas nicht weiter ein. Wenn das den Arbirator stören würde, hätte er sich gar nicht erst dahingestellt.
„Ich kenne ein nettes Lokal, nur zehn Minuten Autofahrt von hier entfernt. Ich schlage vor, sie fahren.“ Ohne eine Antwort abzuwarten, stieg Douglas einfach ein und nahm auf dem Beifahrersitz platz und schaute herausfordernd zu Shinru, ob dieser das Angebot annahm oder ihn aus dem Auto schmeißen würde.
„Wenn wir da sind, können sie mir ja mal ein wenig erzählen, warum sie in der Stadt sind und was sie bei dem Rennen gestern zu suchen hatte. Das waren doch sie, mit dem Hund, oder gehörte der ihrem Partner Tegan…“, Doug musste kurz überlegen, dann viel ihm der Nachname wieder ein. „Tegan Takahiro?“

hakuryu
17.01.2021, 15:27
https://abload.de/img/shinruava1.1ujk8y.jpg (https://abload.de/image.php?img=shinruava1.1ujk8y.jpg) Die Unterhaltung fand Shinru an sich sehr interessant. Der Mann wußte was er wollte und redete nicht um den heißen Brei herrum. Den kleinen Test mit den Infos aus dem Kopf holen beantwortete er mit vollem Ernst. Ihm war bewußt das es Telepathen gab denen es völlig egal war wie sie ihre Informationen erhielten und sogar eine diebische Freude dabei empfanden in den Köpfen anderer Schindluder zu treiben (solch eine Kollegen hatte er tatsächlich gehabt). Nur ihm gefiel es als Kind schon nicht wenn Andere ihn für seine Gedanken bestraft hatten. Anderen wollte er das nicht antun.
Leider stellten sich langsam stärkere Kopfschmerzen ein. Auch wenn er einen wirksamen Schutz gebaut hatte, auf Dauer konnte er den nicht halten. Jack hatte die letzten Reste mit seinen Vorstellungen hinweg gefegt. Die Stimmen wurden immer lauter, ganz anders als das leise Hintergrundrauschen was er sonst hatte. Geistige Vergewaltigung, nette Umschreibung. Ich denke, die Menschen machen Ihnen langsam zu schaffen? Ich würde mich gerne noch ein wenig mit Ihnen unterhalten, warum fahren wir nicht an einen ruhigen Ort, wo nicht so viele Leute sind? Ich kenne ein nettes Lokal, nur zehn Minuten Autofahrt von hier entfernt. Ich schlage vor, sie fahren. Sehr scharfsinnig der Mann. Da muß ich mich in acht nehmen. Das sich der Agent dann einfach in den Oldtimer setzte fand er dann doch nicht so prickelnd. Nur die geistige Lautstärke nahm langsam überhand. Das war aber auch der einzigste Grund warum er den Kerl nicht instant wieder aus dem Auto schmiß. Wenn wir da sind, können Sie mir ja mal ein wenig erzählen, warum Sie in der Stadt sind und was Sie bei dem Rennen gestern zu suchen hatte. Das waren doch sie, mit dem Hund, oder gehörte der ihrem Partner Tegan… Doug musste kurz überlegen, dann viel ihm der Nachname wieder ein. Tegan Takahiro? Eindeutig Ermittler. Die Erwähnug seines besten Freundes zauberte keine Reaktion auf sein Gesicht. Shinru setzte sich ans Steuer und fuhr los. Eine Weile schwieg er. Nicht um sich Ausreden auszudenken. Die Kopfschmerzen waren schlimm und er mußte sich konzentrieren. Anders als Simmons vorgeschlagen hatte hatte der Blonde ein anderes Ziel. Der weitläufige Park dem er zustrebte war wenig besucht und ein wenig verwildert. Es gab dort zwar keine Verkaufsstände, dafür aber einige Getränkeautomaten. Das würde reichen und ihm Ruhe bringen. Seine Reichweite hatte sich in den letzten Jahren vergrößert, da wäre ein Lokal nicht unbedingt das Beste.
Wenn es Sie nicht stört, würde ich den Park dort vorziehen. Ein Lokal wäre im Moment nicht gerade passend wenn sie Antworten wollen. Statt am Eingang zu parken, fuhr Shinru durch das Tor und hielt erst an einem Pavilion an einem kleinen Teich. Wie Sie bestimmt mitbekommen haben, habe ich hier noch Familie. Ab und an besuche ich sie halt. Soweit ich weiß ich das nicht verboten. Langsam schlenderte er zu einem der Automaten und zog sich einen Eistee. Dem Ermittler bot er aber nichts an. Beim Rennen war ich weil überall Plakate hingen und ich Autos mag. Den hier kann ich nicht so oft fahren, Benzin ist rar und was Ersatzteile kosten würden will ich gar nicht erst wissen. Liebevoll strich er über die Kühlerfigur des Wagens. Dann sah er Douglas direkt an. Tegan, den Namen habe ich schon eine ganze Weile nicht mehr gehört. Wir waren damals Partner. Soweit ich weiß hat er kurz vor mir gekündigt. Was soll mit ihm sein? Den Hund ließ er absichtlich unerwähnt. Alles mußte er dem Älteren ja auch nicht beantworten.

Ironhide
17.01.2021, 15:50
https://abload.de/img/dougava1.14tk0a.png Das sie nun im Park waren, gefiel wiederrum Douglas nicht, denn hier waren entschieden zu wenig Leute und Shinru konnte sich von seinen Kopfschmerzen erholen und unter Umständen wieder in seinen Kopf gucken. Ihm trauen, das er das nicht machen würde, tat Douglas nicht. Noch nicht. Es verhindern konnte er eh nicht und merken schon gar nicht. Auch Befragungstechnisch war es nicht von Vorteil, aber das sollte er seinem Gegenüber nicht unter die Nase reiben. Wirklich sicher war sich Douglas nicht, ob der Tegan gesehen hatte beim Rennen, er hatte sich die Besitzer des Hundes ja nicht genau angesehen, ihm war aber halt aufgefallen das einer davon komplett in weiß rumlief und Shinru hatte das ja nun bestätigt, dass er dort war. Außerdem war er damit beschäftigt, seine Kollegin Seyrah zu unterstützen die im Wagen des Rennfahrers saß. Dennoch versuchte er selbstsicher aufzutreten und Shinru davon zu überzeugen, dass er Tegan gesehen hatte.
„Dann hab ich ihn mir wohl nur eingebildet, oder? Oder ich brauch n Brille, wobei meine Augen sehr gut sind.“ Das mit der Familie hatte er sich schon gedacht und das konnte er sehr gut nachvollziehen. Aber es wurmte ihn auch ein wenig, denn er hatte dank Leuten wie ihm fast alle seine Lieben ja verloren und das nun hier einer vor ihm stand und Familie ansprach und an dessen Tot vielleicht einen Anteil hatte, wurmte Douglas sehr. Doch er war nicht der Typ Mensch, der voreilig handelte oder Schlüsse zog. Zu Odysseus konnte er ihn später noch Fragen stellen, das würde noch Zeit haben.

„Weil sie Autos mögen also. Nun, dagegen ist nichts einzuwenden.“ Dennoch konnte er ja was damit zu tun haben, wobei sich sein Boss wohl sicher war, das dem nicht so sei, sonst hätte er den Auftrag bekommen beide festzunehmen und nicht mit ihnen über eine Zusammenarbeit zu sprechen. Er hatte auch schon eine Idee, wie er das anstellen konnte. „Nun gut, worüber ich reden möchte, ich ermittle grad in einem Fall die mit den illegalen Rennen zu tun haben und wollte wissen, ob ihnen irgendwas aufgefallen ist. Davon mal abgesehen das so ein Rennen gar nicht hätte stattfinden dürfen, ist ihnen irgendwas oder irgendjemand besonders aufgefallen?“ Seyrah ließ er erstmal unerwähnt, vielleicht würde er selbst sie ansprechen.

hakuryu
17.01.2021, 16:31
https://abload.de/img/shinruava1.1ujk8y.jpg (https://abload.de/image.php?img=shinruava1.1ujk8y.jpg) Dann hab ich ihn mir wohl nur eingebildet, oder? Oder ich brauch n Brille, wobei meine Augen sehr gut sind. Das kurze Schweigen sollte ihn wohl zu einer Reaktion animieren. Da war der Ermittler aber an der falschen Adresse. Das sie aber fast den gleichen Auftrag hatten, überraschte ihn dann doch. Das Rennen machte auf mich eher den Eindruck ein halbes Volksfest zu sein. Die Leute hatten Spaß. Die Autos sind teuer und da müssen einige Leute verdammt viel Geld haben. Er überlegte kurz was noch auffällig gewesen war. Innerlich zog er nach und nach Schilde hoch um die Gedanken auszublenden. So neugierig er auch war was der Agent vor ihm wirklich von ihm wollte, eher würde der Telepath Sand fressen als in den Kopf seines Gegenübers zu schauen. Es war alles sehr gut organisiert. An die Fahrer ist nur vor Ort ranzukommen. Die Polizei sollte endlich mal was wegen der Ausrüstung machen, sonst bekommen die nie die Fahrer. Ob jetzt groß was besonderes war kann ich so nicht sagen. Das war mein erstes Rennen. Seinen Becher in den Müll werfend überschlug er noch ob er mit der Erwähnung von Seyrah zu viel preisgeben würde oder nicht. Shinru kam zu dem Schluß das es ihm nicht schaden würde. Kontakt bestand ja schon seit dem Odysseusvorfall nicht mehr. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber es könnte sein das ich in dem einen Rennwagen eine ehemalige Kollegin gesehen hab. Seyrah... Seyrah... Irgendwas mit Men.. wenn ich nicht irre. Zu lange her und viel hatten wir nicht miteinander zu tun. Sie sah nicht ganz glücklich aus. Falls sie noch aktiv ist, fragen sie mal bei Esty Herlay nach. Sie war wohl die Sekretärin von ihr. Weiter würde er da nicht drauf eingehen. Sie hatten eine Schweigepflichtserklärung unterzeichnen müssen bezüglich des Odysseusvorfalles und er würde einen Teufel tun das zu brechen. Da hing bei ihm zu viel dran.

Constantine
18.01.2021, 19:06
https://abload.de/img/diamondavalukoy.jpg

Diamond war mit dem Ergebnis der Verhandlung äußerst zufrieden. Ihr war vollkommen klar, dass Luca nicht sofort einwilligte, hatte aber den ersten Keim schonmal gesetzt. Ihr Blick wanderte nun wieder auf die diversen Teller. Sie machte sich verschiedene Notizen und verschwand dann um mit einem Handy zu telefonieren. Eine halbe Stunde später verließ sie mit ihren Männern das Lokal.

Ironhide
19.01.2021, 14:48
https://abload.de/img/dougava1.14tk0a.png Nun wurde Douglas wieder ernster, denn e er sah das doch etwas anders als sein Gegenüber.
„Wenn Leute sterben oder verletzt werden, weil irgendwelche Idioten ihr vor Kraft strotzenden Boliden nicht unter Kontrolle haben, dann macht es das nicht besser als ein Bandenkrieg. Da wussten die Menschen wenigstens, dass sie nichts auf der Straße zu suchen hatten und wo sie sich besser nicht aufhielten.“
Natürlich war es eine Verbesserung, dass die Menschen sich nicht mehr über den Haufen ballerten, dennoch hatte es einen faden Beigeschmack. „Wie sie schon sagten, die Wagen sind allesamt keine Alltagsware und das Geld was da drinsteckt, muss irgendwo herkommen. Menschenschmuggel? Drogen oder Waffengeschäfte? Ich bezweifle das ein jeder sich das nötige Kleingeld hart erarbeitet hat. Beschaffungskriminalität wird mindestens drin sein, bei jedem von denen.“ Schlimmeres schloss Douglas aber aus denn es gab auch Verbrechen da wollte man auf keinen Fall auffallen und sich bestimmt nicht in einen Rennwagen setzte und durch die Stadt brettern. Als Shinru die Polizei erwähnte, konnte Douglas nicht anders, als ihm zustimmen, aber die bereitgestellten Mittel reichten dafür einfach nicht. Das war ein politisches Problem und davon hatte Douglas keine Ahnung. Das viel schief lief bei den Finanzen vermutete er zwar, aber war es nicht seine Aufgabe das zu überprüfen und es betraf ihn auch schlicht nicht.

„Die Organisatoren sind es, an die ich rann will, die Fahrer selbst sind für mich uninteressant, sofern sie nicht in irgendeiner Weise Fähigkeiten besitzen. Irgendwer sorgt nämlich dafür, dass die Polizei jedes Mal gewarnt wird und billigt damit mindestens, dass die Verantwortlichen Fahrer nicht zur Rechenschafft gezogen werden für die Toten. Und in den Slums fackelt man nicht sehr lange. Irgendwann greift man sich die Leute einfach und es endet in einem Blutbad. Es fängt immer harmlos an, bleibt es aber nie sehr lange, wenn der Rest nur zusieht und nichts unternimmt.“ Douglas wusste genau, was für ein Pulverfass die Slums sein konnten, war er schließlich hier aufgewachsen. Es musste nur den falschen treffen, vielleicht ein Mitglied einer Straßengang oder schlimmer noch, ein Familienmitglied von einen der wenigen verbliebenden Warlords. Spätestens dann würde hier die Hölle los sein. Das absolute Wohrst Case Szenario aber war, es würde einem Sohn oder Tochter eines der Strippenzieher der Superreichen treffen. Dann wären Warlords noch das kleinste Problem, dann würden man mit Panzern auf die Jagd nach Rennwagen gehen. Es war erschreckend, wie wenig weit so viele Menschen dachten und sich der Konsequenzen nicht bewusst waren, würde so ein Fall eintreffen. Aber wahrscheinlich sah Douglas das alles zu schwarz. Für ihn ging es aber nicht anders. So dachte er, stets alle Möglichkeiten und deren Enden in Betracht zu ziehen. Als Shinru dann aber Seyrah ansprach, kam ihm das sehr gelegen.

Er steckte sich wieder eine Kippe an, die erste die er rauchte seid sie hier im Park waren. „Sie ist aktiv, sehr sogar. Wir arbeiten in derselben Behörde. Sie arbeitet mit an dem Fall.“ Das sie derzeit Undercover war, brauchte Shinru nicht zu wissen. Es würde eh nichts ändern. „Sie ermittelt nur grad in einer anderen Richtung. Mit der Herlay habe ich allerdings nichts am Hut. Ich habe n anderen Boss und der ist es auch, der mir aufgetragen hat, sie beide zu suchen. Er wusste genau, dass sie beide wieder in der Stadt sind. Vielleicht waren sie ja nie weg, aber das ist auch nicht so wichtig.“ Douglas zog an seiner Zigarette und pustete den Rauch aus, bevor er weitersprach. „Was halten sie davon, uns, besser gesagt mich und Seyrah, bei dem Fall zu unterstützen?“

Constantine
19.01.2021, 23:10
https://abload.de/img/diamondavalukoy.jpg

Nach einer guten viertel Stunde Wartezeit stand bereits ein Fahrzeug vor der Lokalität. Gemeinsam stieg die kleine Gruppe in das in Schwarz getauchte Gefährt. Mit einem zufriedenem Lächeln auf den Lippen stoppte dann endlich der Motor. Zwei In Edelstahl gesicherte Koffer ruhten auf der Sitzbank. Einer ihrer Männer öffnete die Tür. Diamond stieg aus.

Ihre Schritte hallten über jede einzelne Steinplatte, als sie den Haupteingang eines mehrstöckigen Hauses betrat, wurde sie von den beiden schwer bewaffneten Männern freundlich begrüßt. „Der Boss wartet schon“, ein Nicken war die Antwort.

Knarrend öffnete sich die Tür. Der Blick ruhte auf den Aufzug. Wenige Minuten später erreichte sie das oberste Geschoss. Dort stand er, mit dem Rücken zu ihr Gewand in einem schneeweißen Anzug, die Augen über die Dächer der Slums schweifen. Ohne eine eine Form der Begrüßung eröffnete das mächtige Clanoberhaupt seine Stimme, „der Auftrag war also erfolgreich“, Diamond legte beide Metallkoffer vorsichtig auf den Schreibtisch öffnete diesen und zum Vorschein kamen Dutzende Dollarscheine sowie Wertpapiere, Eigentumsabtretungen, unterzeichnete Kaufverträge. „Ja Herr“, erwiderte Diamond respektvoll und verneigte leicht ihren Oberkörper, „mit diesem abgeschlossenem Deal erweitern wir unser Terretorium und liegen bei 48 Prozent“, „die letzten Ergebenen von Odysseus werden auch noch nachgeben und 60 Prozent der Slums ist dann in unserem Besitz“.

„Allerdings gibt es Faktoren die wir noch berücksichtigen müssen“, „die illegalen Straßenrennen“, unterbrach das Oberhaupt. Diamond wirkte leicht geschockt aber nicht überrascht, ja Herr... ich bin davon überzeugt, dass wir mit dieser Bande einen enormen Gewinn erzielen und unser Einfluss noch weiter verstärkt wird“.

„Dann habe weiterhin ein Auge auf, vertraue niemanden da draußen in diesem Dsungel, behandle deine Untergebenen stets mit Respekt genauso wie deine Feinde du hast noch viel zu lernen“, erneut verneigte Diamond ihren Oberkörper.

„Ist noch was?“, ihre Augen glitzerten leicht auf. „Ja Herr.. ich müsste meine beiden Waffen dringend einer Modifikation unterziehen, sie müssen unbedingt nachjustiert werden, sind viel zu laut, das Nachladen dauert in Situationen viel, viel zu lange“.

Kurzes Schweigen war seine Antwort. Takashi Yuzuro stand weiterhin mit dem Rücken zu ihr. „Es gibt Gerüchte, dass in den Tiefen der Slums ein begnadeter Waffenmeister lebt, jene Personn soll jede Waffe der Welt auseinander nehmen und modifizieren können“. Diamond hob eine Augenbraue.

So eine Person war ihr völlig unbekannt. „Allerdings weiß niemand wo jene Gestalt ihren Wohnsitz hat oder überhaupt existiert es ist ja schließlich nur ein Gerücht“. „Das ist schonmal ein Anfang“, erwiderte Diamond und überlegte. „Hör dich in den Slums um nimm eine Spezialeinheit mit zur Sicherheit“, Diamond erwiderte, „Herr ich benötige keine Sicherheit“, ein Lächeln huschte über Takashis Mundwinkel was Diamond jedoch nicht sah.

„Ich rede nicht von deiner Sicherheit, sondern bin eher um die Slumbewohner besorgt“. „Fang am Besten an einen der Marktplätze an, dass ist immer eine gute Gelegenheit an Informationen ranzukommen“. „Mehr kann ich dir nicht geben“, „dass ist alles was ich von dir verlange Herr“, sprach Diamond und verabschiedete sich.

Ihr Weg führte sie wieder zurück zu ihrem Fahrzeug. Mit einer kleinen Spezialeinheit wie von dem Oberhaupt angemerkt, bestehend aus fünf schwer bewaffneten Männern startete der Fahrer das Gefährt und es ging in die Tiefen der Slum Metropole.

Survivor
20.01.2021, 00:15
https://abload.de/img/ketelavatar80kmi.jpg (https://abload.de/image.php?img=ketelavatar80kmi.jpg)
Ketel schaute auf die Geldbündel, dann wieder zu ihr hoch.
"Also wie immer der schnöde Mammon...aber dass ist völlig ok..." meinte freundlich. "Immerhin müssen Hülsen, Pulver und Geschosse ja auch ersetzt werden. Da passt der gute alte Dollar eigentlich ganz gut. Wenn sie also kein weiteres Anliegen haben, muss ich mich nun entschuldigen, ich habe noch einen weiteren Auftrag, den es noch zu Ende zu bringen gilt." Mit diesen Worten nickte er der jungen Frau zu und ging wieder in der Werkstatt an die Arbeit.
Wenig später hörte Ketel dann auch wie der Aufzug wieder hochfuhr. Über seine nun wieder erlangte Ruhe, konnte er sich aber nicht wirklich freuen. Zu sehr war er nun mit dem modifizieren des Gewehrverschlusses beschäftigt. Erst nach einiger Zeit und schier endlosen Versuchen, war es so wie er es wollte.
Das Gewehr lud nun selbständig aus dem veränderten Magazin nach, schoss aber erst weiter, wenn man wieder neu abkrümmte. So würde die Präzision, auch bei mehreren Schüssen einigermaßen erhalten bleiben.
Zufrieden mit der Gesamtheit seiner Arbeit, machte Ketel sich noch ein paar Notizen für sich selbst, bezüglich der Veränderung am Verschluss. So würde es ihm dass nächste Mal leichter fallen, wenn noch einmal so ein Auftrag rein kommen sollte.

Pünktlich wie angesprochen, erschien sein Kunde dann. Ketel erklärte Ihm noch kurz die Veränderungen, die er am Gewehr vorgenommen hatte und bekam dann seinen Lohn. Das Samtsäckchen, samt wohlklingenden, güldenen Inhalt.
Fast sofort verschwand der Mann mit seinem Koffer im Fahrstuhl und fuhr hoch.
Wieder wunderte sich Ketel, mit welcher Leichtigkeit dieser doch eher schmächtige Mensch, diese schwere Waffe davon trug.
"17 Kilo und mehr sind halt echt kein leichtes Gewicht...aber was solls, erst einmal hau ich mich nun aufs Ohr. Soll ich vielleicht noch den Fahrstuhl abschalten? Neee...lieber nicht, sonst kommt womöglich noch wer auf blöde Gedanken..." mit einer wegwerfenden Handbewegung, beendete Ketel sein selbst Gespräch und ging sich ausruhen.

Seine Schlafstätte in seiner Werkstatt, war eine Präparierte Senke, welche von einer schweren Eisenplatte verdeckt wurde und auf den ersten Blick gar nicht auffiel. Sie hatte den Vorteil, dass, sollte Ketel in dem Versteck schlafen, was ja nun der Fall war, er jeden hören würde der in seine Werkstatt ging. Dieser Jemand würde ganz bestimmt auf dieser Eisenplatte herum laufen und Ketel so dann wecken.

hakuryu
20.01.2021, 01:09
https://abload.de/img/shinruava1.1ujk8y.jpg (https://abload.de/image.php?img=shinruava1.1ujk8y.jpg) Den ersten Teil von Simmons ließ der Blonde unkommentiert. Wenn er daran dachte wieviel Tote er nur in den paar Wochen seines Slumeinsatzes gesehen hatte, schienen die zwei "Verunglückten" und die wenigen Verletzten gradezu nichtig. Trotzallem würde er die nicht gutheißen. Wenn Sie an die Organisatoren ran wollen, dann werden Sie nicht um die Fahrer rumkommen. Da steckt eine Menge know how und Geld dahinter. Lieber sollen sich die Leute mit den Fahrzeugen beschäftigen als sich im Bandenkriegen zu zerfetzen. Und ja, ich weiß das es bereits Tote gegeben hat. Den Jungen, den es beim letzten Mal erwischt hat, habe ich selber ins Krankehaus gebracht, da brauchen Sie mir nichts erzählen. Shinru atmete einmal tief durch. Das Miss Herlay nicht mehr das Arbitratorenbüro leitete, war ihm neu. Seyrah hatte damals an der Frau gehangen. Und mit einem bösen Ausraster ihn und Tegan massiv in Bedrängnis gebracht. Mit einem frösteln dachte er an die mörderische Ausstrahlung die sie kurz vor dem Fall des Psycorp-Präsidenten verströmte. Mit einem leichten Kopfschütteln brachte der Telepath seine Gedanken wieder in die Gegenwart zurück. Wissen Sie, ich bin damals nicht ohne Grund ausgestiegen. Nur weil die Firma einen neuen Namen hat, ist das für micht keine Veranlassung da wieder einzusteigen. Nicht nach der Jagd die vor drei Jahre auf uns Arbitratoren gemacht wurde. Da war es egal wer auf wessen Seite stand. Es ist verdammt viel schiefgegangen damals und ich möchte mit Sicherheit nicht den ganzen Scheiß nochmal durchmachen. Die letzten Bestrafungsaktionen waren ihm noch sehr gut im Gedächtnis. Nur mit Glück und dank seinem Partner hatte er das gerade noch lebend überstanden. Zwar gab es in den vergangenen Jahren sehr viele und massive Umstrukturierungen, nur traute er dem Braten nicht. Ich habe keinen Schimmer wie Ihr Boss auf meinen ehemaligen Partner und mich gekommen ist. Ich habe mir nichts zu schulden kommen lassen und der Besuch eines Rennens ist ja nicht strafbar. Bin ja nicht gefahren. Letzte Bemerkung wurde von einem leisen gerissenen Lächeln begleitet. Und bevor Sie micht noch mal nach Mr. Takahiro fragen, ich weiß nicht wo er steckt. Seit seiner Kündigung hab ich nichts mehr von ihm gehört. Er mochte Natur, vielleicht finden Sie ihn außerhalb der Stadt oder in irgendeinem der Parks. Über eine Zusammenarbeit muß ich erst nachdenken. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich helfe gern. Nur, ich bin quasi ein gebranntes Kind, und das scheut bekanntlich das Feuer.

Ironhide
21.01.2021, 14:00
https://abload.de/img/dougava1.14tk0a.png
„Ich glaub, ihnen ist die Tragweite gar nicht bewusst, welche Ausmaße es noch annehmen kann. Klar, Bandenkriege sind nie gut, aber wir sind nicht sehr weit davon entfernt, dass diese Rennen in genau so einem Enden.“ Erneut zog Douglas an seine Zigarette, bevor er weitersprach. „Sie sagen es doch selbst, es steckt sehr viel Know How und Geld dahinter. Woher haben die Leute das? Sind alle mit einem goldenen Löffel im Mund geboren worden? Ich denke nicht. Es gibt Hintermänner, es gibt Leute, die das Geld haben und spätestens, wenn die auf die Idee kommen, dass ihre Konkurrenz nie mehr fahren sollte, haben wir den nächsten Bandenkrieg.“ Douglas war tatsächlich dieser Meinung, und natürlich konnte er sich irren, hoffte es sogar. Aber es war auch nicht seine Aufgabe, dem Einhalt zu gebieten. Er hatte dahingehend keine Befugnisse, auch wenn man die Regeln nicht selten recht großzügig auslegte.
„Aber das ist nicht mein Job, die Leute von der Straße zu holen. Und an den Fahrer sind wir bereits dran, das dürften sie sich doch denken, wenn wir schon darüber reden.“ Er erwähnte jedoch nicht, dass es eben jene Seyrah war, die den – insbesondere einem – Fahrer auf die Finger schaute. „Würde ich mich aber darauf verlassen, hätte ich nicht als Zeit und Geld verschwendet und müsste von vorne anfangen. Also gehe ich auch andere Wege und ja, dabei ist Hilfe immer willkommen.“

„Ja, es ist viel schiefgegangen und wenn man bedenkt, wieviel Tote es gab, damals vor drei Jahren, warum also hätte man die Arbitratoren nicht jagen sollen? Immerhin haben sie – egal auf welcher Seite auch immer, den Mist angerichtet. Und was denken sie, wird passieren, wenn die Menschen mitbekommen, das wahrscheinlich eben ein solcher die Fahrer vor der Polizei warnt? Was ist, wenn er nicht nur das sondern noch viel mehr macht? Ich weiß nur allzu gut wie die Menschen denken und was sie davon halten. Ich mein, was erfährt man denn von den Vorfällen? Nichts, absolut gar nichts. Nur das allernötigste und was sich eh nicht mehr verheimlichen lässt.“ Douglas Mine wurde dabei immer finstere und auch wenn er es nicht aussprach, dürfte Shinru nicht entgehen, dass Douglas diese Informationsperre überhaupt nicht gefiel. „Und da kommen dann Menschen wie ich ins Spiel, die Versuchen, dem entgegen zu wirken, damit es halt nicht nochmal eskaliert. Man erzählt halt niemanden etwas und da ist es doch wenig verwunderlich, dass die Menschen Angst haben und befürchten, dass die Situation erneut eskaliert, vor allem wenn sie nicht wissen, was die Arbitratoren so treiben. Und nun läuft hier wahrscheinlich einer rum und treibt sein Unwesen bei den Rennen.“ Douglas nahm den letzten Zug seiner Zigarette und warf den Stummel dann auf den Boden um ihn aus zu treten.
„Warum haben sie sich dann drei Jahre versteckt, wenn sie sich keiner Schuld bewusst sind? Warum haben sie sich nie gemeldet und sind untergetaucht? Wovor haben sie Angst, vor meiner Behörde? Den Menschen um sie herrum?“ Douglas sah Shinru eindringlich an, versuchte seine Reaktionen zu lesen, bevor er erneut das Wort ergriff. „Was auch immer ihre Gründe dafür sind, sie sind mir eigentlich egal. Das Angebot steht, wenn sie wollen das sie keine Kinder mehr in irgendwelche Notaufnahmen schleppen müssen, dann melden sie sich und helfen mir dabei, denjenigen zu finden der dafür sorgt, dass wir die Täter nicht schnappen können.“

Constantine
21.01.2021, 20:40
https://abload.de/img/diamondavalukoy.jpg Der Weg zu den Märkten war wie immer beschwerlich. Es dauerte fast eine gute Stunde bis das Fahrzeug am Hauptmarkt ankam. Der Geländewagen wurde an einer gut sichtbaren Stelle abgestellt, der Fahrer blieb im Wagen. Die Leute würden eh einen Bogen um das Schwarze Gefährt machen da ein jeder jene Symbolik, die an den Türen angebracht waren, erkannte.

Und die, die dumm genug waren sich mit der Bande anzulegen, würden ihren Tribut zollen. „Wie finden wir jemanden, der im Verborgenen agiert?“, fragte Diamond ihre Begleiter, um die die Passanten eh schon einen großen Bogen machten. Einer ihrer Männer antwortete, „wir müssen denjenigen gar nicht finden, sondern suchen uns Leute die uns zu der Person führen“. Diamond nickte, „befragt die Leute.. dass wird nicht gerade einfach wir klappern erst einmal den Hauptmarkt ab und dann die kleineren, ich würde euch ja am liebsten aufteilen um das ganze zu beschleunigen... aber Anweisung vom Boss“. Ein leichtes Glucksen war von ihrem Kollegen zu hören, „lustig, dass du vom Boss sprichst, Boss“.

„Los jetzt.. sonst gibt es eine Woche kein Alkohol für euch“, erwiderte Diamond und ihre Männer machten sich auf den Weg, einer blieb bei Diamond. Gemeinsam wurde jeder der Passanten befragt, jeder einzelne Händler, jeder Mitarbeiter an den Ständen doch entweder hatten die Leute viel zu viel Angst um Informationen preis zu geben oder waren keinerlei Hilfe. „Dieser Typ muss wirklich gut sein“, Sie überlegte. „Sofern er existiert... vielleicht sollten wir unsere Geschäftsbeziehung mit diesem aufbauen, es ist zwar einfach unter zu tauchen.. aber gänzlich zu verschwinden... ich mag die Gestalt jetzt schon“, ein leichtes Grinsen huschte über ihre Mundwinkel. Diamond würde definitiv ihren Spaß bei dieser Jagd haben.

Gosti
23.01.2021, 23:33
https://i.imgur.com/XM4BRQI.pngMan gab Juri Zugriff zu einem Computer wo sie die ganzen Aufnahmen hatten, und nach einer kleinen Einweisung wie man das überhaupt benutzt (von Computern verstand sie ja rein überhaupt nichts), ging sie alles durch. Der Großteil hatte die Fahrer, die Autos und das Rennen selbst im Focus, aber es gab auch genug Shots von den Zuschauern. Sich selbst konnte sie auch ein paar mal finden, aber auch nur weil sie durch ihre schrillen neonblauen Haaren die sie bei diesen Events hatte etwas heraus stich, ansonsten war alles zu verpixelt oder verschwommen um irgendetwas im Hintergrund zu erkennen, so blieb ihre Suche nach Fotos nach den Zwei relativ erfolgslos, was sie immer Wahnsinniger machte... Etwas war an ihnen einfach komisch, und halt auch das Gefühl dass sie ihre Gesichter schon mal gesehen hatte, und zwar nachdem sie mit Yumiko wieder in die Slums gezogen war... Aber leider war das hier keine Hilfe...

"Da kann man nichts machen... Wie siehts mit dem Restlichen Zeug aus. Wo wird heute gefahren damit ich weiß in welche Richtungen ich meine Ohren offen halten muss. Und, konntes du wegen dem anderen Fündig werden?" fragte sie ihren Kontakt. "Routen und Treffpunkte findest hinten und ja, ich hab was du willst, aber wofür brauchst du so einen alten Schrott, dazu noch mit GPS? Leg dir doch gleich ein richtiges Handy zu..." "Ne, erstens kenn ich mich mit dem Zeug absolut Null aus, und zweitens sind die Teile doch nicht sicher, auch wenn ihr ungesicherte SIMs dafür nutzt. Ihr läuft mit Kamera, Microfonen und allen anderen Überwachungszeug in eurer Tasche rum. Da braucht man sich nur reinzuhacken und weiß alles. Das ist nur damit mich jemand besonderes erreichen kann." erklärte sie, und nahm das kleine Gerät entgegen und verstaute es in ihrer Seitentasche. "Und die SIM zamt Nummer ist auch nicht registriert?" "Klaro!" "Gut."

Nachdem das alles abgeklärt war ging Juri in den Nebenraum und sah sich die Pläne an. Eine Stadtkarte wo die geplante Route rot eingezeichnet war, sowie wo die Plätze für die Parties waren, zusammen mit Fotos von den Locations und allem wichtigen. Doch bei dieser Route wurde Juri etwas nervös. "Okay, welcher Hohlköpfige Vollidiot hatte diese Idee? Habt ihr den völlig den Verstand verloren? Die Leute halten uns ja so schon für Spinner und eine Bedrohung, und da wollte ihr so ne aktion direkt neben dem Bereich einer ex-Militär Anlage starten? Auch wenn da nichts mehr ist, was ich irgendwie bezweifle, ist euch denn klar was für ein Bild das macht? Das ist doch gefundenes Fresses für die Presse und die Polizei wirklich aggressiv zu handeln..." kam von der sonst so ruhigen und immer kontrollierten Juri, aber die anderen meinten dass das schon alles in Ordnung sei, dass die Anlage schon seit zwei Jahren nicht mehr genutzt wird, und es da viel Platz zum fahren gäbe...
Nach längerem hin und her gab Juri dann aber die Diskussion auf. Ihr gefiel es nicht, aber sie hatte ja auch nichts zu sagen bei all dem. Sie half ihnen nur mit Infos die sie aufschnappte, oder dank ihrer Fähigkeit vorhersehen konnte. Im leichten Ärger ging sie dann einfach, ließ sie aber noch wissen dass sie nicht sicher war ob sie heute Abend bei dem Event anwesend sein würde...

Etwas eingeschnappt machte sie sich dann auf den Weg nach Hause, etwas untypisch für sie überhaupt um diese Uhrzeit zurück zu kehren, aber im Moment fehlte ihr gerade die Motivation auf Raubtour zu gehen, und sie hatte nach dem letzten Abend immer noch etwas zu erledigen wofür ihr bis jetzt immer der Mut gefehlt hatte... Yumiko meinte ja dass sie die meiste Zeit zuhause wäre. Hoffentlich würde das jetzt auch so sein. Es war vielleicht auch mal an der Zeit dass sie etwas zu essen macht. Juri war zwar keine Köchin, aber simple Sachen wie Nudeln mit fertigem Pesto bekam selbst sie hin, und das Zeug konnte sie auch leicht auf dem Heimweg am Markt besorgen

hakuryu
24.01.2021, 01:15
https://abload.de/img/shinruava1.1ujk8y.jpg (https://abload.de/image.php?img=shinruava1.1ujk8y.jpg) Shinru hört sich wortlos an was der Mann vor ihm zu sagen hatte. Sowohl die Stimmlage als auch das gesamte Gebaren von Simmons zeigte das ihn das nicht nur mitnahm sondern er auch eine mords Wut auf Arbitratoren hatte. Scheint als wenn es ihn persönlich getroffen hat. Mehr Gedanken konnte sich der Telepath dazu aber nicht machen. Die Anschuldigungen die gegen ihn erhoben wurden konnte und wollte er auch nicht auf sich sitzen lassen. Da es ersichtlich war das der Agent noch etwas sagen wollte und ihn nur herrausfordernt anstarrte, wartete er noch einen Moment. Auch bei ihm zog ein ärgerliches Stirnrunzeln über das Gesicht.
Wie ich Ihnen bereits gesagt habe werde ich darüber nachdenken was die Hilfe anbelangt. Seine Stimme hatte mitlerweile einen eisigen Ton angenommen. Vor drei Jahren haben wir alles versucht die Slummbewohner zu schützen. Nur auch wir schaffen es nicht an mehrern Stellen zur selben Zeit zu sein und alles zu verhindern. Versteckt habe ich micht auch nicht. So wie Sie, hätte man micht über die Familie erreichen können. Bis heute ist das aber nicht passiert, Sie sind da der Erste. Und Angst lasse ich mir nicht vorwerfen. Meine Arbeit war damals nicht ungefährlich, oft genug habe ich Befehle mißachtet die mir nicht eingeleuchtet haben und gegen meine Überzeugungen standen. Und wenn Sie schon mit Bandenkriegen kommen, freiwillig wäre ich da nicht mit eingestiegen und trotzallem haben wir weit aus schlimmeres verhindert als Sie sich vorstellen können.
Shinru atmete durch um nicht noch ausfallender zu werden. Innerlich zählte er bis Zehn und öffnete dann seine geballten Fäuste.
Auch wenn sie nichts von Arbitratoren halten, werde ich darüber nachdenken Ihnen zu helfen. Wie kann ich Sie erreichen? Nach wie vor klang seine Stimme unterkühlt, doch seine Aussage war ernst gemeint. Der Ermittler sah ihn einen Moment an und gab ihm dann eine dienstliche Visitenkarte.
Kurz überlegte der Blonde ob er Simmons anbieten sollte ihn zurück zur Uni zu bringen, nur war ihm nach dem Gespräch klar das dieser das Angebot nicht annehmen würde. Dazu brauchte er nicht mal die Gedanken seines Gegenüber zu lesen, die standen ihm direkt im Gesicht geschrieben. Mit einem Nicken verabschiedet sich Shinru, stieg in den Jaguar und fuhr los. Im Spiegel beobachtete er noch eine Weile den Ermittler. Ganz sicher war er sich zwar nicht, meinte aber noch bedauernde Gedanken über fehlende Ausrüstung aufgefangen zu haben. Zur Sicherheit hielt er kurz in einer Seitengasse und schaute nach ob nicht doch ein Peilsender am Wagen versteckt war.

Die Ruhe im Park hatte seine Kopfschmerzen fast komplet verschwinden lassen. Die Regulation fiel ihm noch schwer. Es gab damals nicht viele Telepathen in seiner Schulzeiten und so hatte er nur das theoretische Wissen gehabt wie er seine Kräft mäßigen konnte. Mit Tegan hatte er dann einen Partner gehabt der es ihm leicht gemacht hatte zumindest die Fokusierung hinzubekommen. Das er dabei noch einen Ruhepol gefunden hatte war ein sehr willkommener Bonus gewesen. Durch die jahrelange Verbundenheit fand er ihn auch über eine weit größere Strecke als es sonst eigentlich möglich sein sollte.
Bist du immer noch in der Lagerhalle? Ja. Alles ok? Du klingst etwas aufgebracht. Geht so. Ich hatte eben ein recht interessantes Gespräch. Ich bin auf dem Weg zu dir. Ayano ist auch noch hier. Der Caravan wird noch ne zeitlang mit trocknen brauchen, sind aber fertig. Ryu ist zu nem halben Camälion geworden. Bin in ca zehm Minuten bei euch. Wir müssen was besprechen.



https://abload.de/img/teganava1.1h2j0q.jpg (https://abload.de/image.php?img=teganava1.1h2j0q.jpg) Shinru ist gleich hier. Er will was besprechen. Klang wichtig. Soll ich gehen? Nein, bleib ruhig. Vielleicht brauchen wir eine dritte Meinung. Mit einem Lächeln im Gesicht machte sich Ayano daran Wasser zu kochen. Tegan räumte unterdessen auf. Der Taschendrache hatte zwar seine normale Form wieder angenommen, wechselte aber immer noch sporadisch seine Farbe in die abstrusesten Mischungen. Kurze Zeit später kam Shinru dann in das Lagerhaus. Ryu ließ sich das nicht nehmen und stolzierte vor ihm hin und her. Farbe und Muster wechselnd. Dem Blonden blieb gar nichts anderes übrig als zu lächeln. Du bist wirklich erstaunlich Kleiner. Er beugte sich runter und strich ihm über den Kopf, was mit einem schnurren quitiert wurde.
In einer kleinen Sitzecke mit Eckcouch und passendem Tisch ließen sich die beiden Männer nieder und Ayano brachte gleich darauf einen ihrer Kräutertees. Diesen stellte sie immer selber zusammen. Ein kleiner Bereich auf dem Anwesen der Ryusais nutze sie für den Anbau der Kräuter. Sie fragte auch den Telepathen ob sie gehen solle. Dieser verneinte und berichtete was er erlebt hatte. Nichts wurde ausgelassen. Naja, versteckt hatten wir uns nicht. Nur wollten wir nicht gefunden werden. Die ständige Überwachung damals war nervig und ich bin nicht Stolz auf das was wir damals machen mußten. Simmons scheint wirklich Hilfe zu brauchen. Und der Kerl sagte das nicht die Herlay seine Chefin ist? Das hat er eindeutig verneint. Scheint nen Mann zu sein. Auf dich sind die nur durch die Akten gekommen. Auf dem Foto war ja nur ich zu sehen. Er hat aber immer wieder gebohrt. Tegan dachte nach. Das Foto war beim Rennen gemacht worden und er hatte Seyrah gesehen. Irgendwas war da noch. Gedankenverloren sah er Ryu an und versuchte sich zu erinnern. Verdammt, er hat mich doch gesehen. Wie.. meinst du wirklich? Der Schwarzhaarige nickte. Ryu hatte sich im Hundeskin an einen Fremden gewand und wollte von ihm nicht weg. Kurz konzentrierte er sich und erschuf ein durchsichtiges Abbild von Agent Simmons in seiner Hand. Sah der ungefähr so aus? Nickend bestätigte Shinru. Im Prinzip ist das nur ne Frage zu Ermittlungshilfe. Wenn die uns hätten Verhaften wollen, wären die doch mit sonstwas bei deinen Eltern angerückt. Selbst bei den Fahndungsgesuchen sind wir nicht dabei. Hat denn der Ermittler genauer gesagt wie ihr ihm helfen sollt? Ayano hatte schweigend zugehört und ihr war aufgefallen, das es keine konkrete Sache gab bei der ihre Hilfe gebraucht wurde. Shinru solle doch bei Doug anrufen und genauer nachfragen. Für die drei war klar das die jungen Männer helfen würden wenn ihre Gaben gebraucht wurden, doch nur als freie Mitarbeiter. Den Rest würden sie dann entscheiden. Zur Sicherheit schickte Tegan noch eine Anfrage an ihren Kontakt. Sicher war Sicher. Arrest war damals eine Sache gewesen, die Woche Inhaftierung mit versuchtem Umerziehungsdrill eine ganz andere. Das wollte er vermeinden.

Auren
25.01.2021, 10:02
https://abload.de/img/spielleiter9qjp4.png

It´s Time...

Sein Smartphone begann zu klingeln. Der Ermittler ging sofort ran, schaute aber kurz noch auf das Display und erkannte, dass es Seyrah war.
"Doug, ich bins. Er hat mich vorhin tatsächlich angerufen. Ich kenne den nächsten Ort des Rennen´s und wann es los geht. Nach seine Aussage soll es in der alten Kaserne stattfinden, genau gegen 22 Uhr sollen alle Fahrer sich dort treffen. Mitternacht beginnt das Rennen. Also wie beim letzten Mal. " Seyrah schien nebenbei beschäftigt zu sein. Man hörte sie auf und ab gehen in ihrer Wohnung.
"Ich habe gerade nicht viel Zeit. Er holt mich gleich ab. Er und seine Freunde wollen noch ein paar Foto´s in der Werkstatt mit mir machen." Darüber war sie nun nicht begeistert.
"Ich muss mich noch dafür fertig machen. Vergiss bitte nicht den Ort zu makieren." Sie legte noch nicht auf. Stattdessen durfte der Ermittler noch ein Fluchen von ihr hören.




Ping Ping...

Eine Mail erreichte Tegan. Wie immer, keine Adresse, kein Betreff, kein Name nur der Inhalt war zu sehen.

Ihr habt beide Gesichter angetroffen, doch eines schwebt in Gefahr. Mehr kann ich nicht sagen.
Das Rennen, alte Kaserne, 22 Uhr der große Auftakt, gefolgt vom Rennen. Keine Polizei. Wird heraus gehalten. Einen Grund braucht es nicht dafür.
Wichtig, eine neue Partei ist neu dabei. Gefährlich sie sei. Ihr aus dem Wege gehen sollt. Ansonsten kann niemand sagen. was geschehen wird. Viel Glück.

Der Narr und die Ratte...

Sein Schlaf wurde gestört. Seine Untermieter feierten mal wieder eine Partie. Nur diesmal nicht in der Küche, sondern auf ihn. Den zwei sind auf ihn gesprungen oder eher gelandet?
Sie kamen durch ein Belüftungsschacht.
Dies konnte man deutlich hören. Es waren viele. Warum sie zu ihm kamen, wusste niemand. Liegt es doch am Rennen? An der Kaserne? Wo niemand wirklich einen Fuß hinein gesetzt hat?
Aber zuerst muss er die Plage los werden.

Eine dieser Nagetiere knabberte an einen Plakat. Niemand, selbst der Herr des Hauses hat einen mit hinunter gebracht. Warum ist es hier und was sucht eine Ratte am Abzug eines schweren Maschinengewehres? Welches direkt auf dem Besitzer zielte.

Survivor
26.01.2021, 21:23
https://abload.de/img/ketelavatar80kmi.jpg (https://abload.de/image.php?img=ketelavatar80kmi.jpg)
Als Ketel die Augen öffnete, war dass erste was er realisierte, die Mündung die in seine Richtung zeigte. Wie in einer sehr langsamen Zeitlupe, fror die Welt um ihn herum ein. Einem Gefangenen im eigenen Körper gleich, konnte Ketel sich selbst nicht rühren. Doch realisierte sein Bewusstsein, nun jedes Detail das seine Augen wahrnahmen. Wie als wenn man sich in Ruhe ein Bild an schauen würde. Nur dass in diesem Bild seine Erika ihn anlächelte und das irgend so ein blödes Nagetier, an ihrem Abzug rumfummelte. Außerdem waren diese Viecher überall in seiner Werkstatt.
Weiterhin realisierte Ketel dass zwei der Ratten auf ihm drauf saßen und warum zur Hölle war die Abdeckung zu seinem Schlafplatz offen?
Doch um letzteres konnte er sich später kümmern.
In dem Augenblick, wo sich Ketels Wahrnehmung wieder normalisierte, sich die Welt also wieder beschleunigte, legte er die Sicherung am MG von „Feuer“ auf „ Sicher“ um. Ein einziger Gedanke reichte dafür, ebenso wie ein weiterer reichte, um den Abzugshahn zu blockieren und die Ratte von seinem geliebten MG weg, in die Luft zu schleudern. Sie flog erst zu Decke, prallte daran ab und fiel dann wieder zu Boden. Als nächstes folgten die beiden Ratten die es gewagt hatten sich auf ihm nieder zu lassen. Sie ereilte das selbe Schicksal. In einer langsamen Bewegung schwebte das MG an seinen vorgesehenen Platz. Noch während Ketel sich erhob, flog dafür eine andere, leichtere Waffe zu ihm. Zwar war sie vom Gewicht her leichter, ihre Wucht aber war nicht minder groß.
Eine Benelli M4. Eine halbautomatische Schrotflinte, wie sie Ketel bevorzugt einsetzte und mit denen Ketel am liebsten herum experimentierte.
Mit einem kurzen Gedanken, ließ Ketel die drei Mäuse aus seiner Werkstatt Richtung Parkfläche fliegen. Er ging mit der Schrotflinte in den Anschlag und schoss.
Doch anders als man vielleicht vermuten würde, kam kein Schrot auf die Nagetiere zugeflogen, sondern glühende und brennende Metallteile. Die Munition die Ketel benutzte war eigentlich für Pyrotechnische Sache gedacht.
„Allerdings ist der „Drachenatem“ eine angemessene Art um Ungeziefer zu beseitigen...wie ich finde.“
Mit zwei bis drei Schüssen auf die Ratten, waren diese zwar noch nicht tot, doch brannten sie nun lichterloh.
Ketel drehte sich um und erkannte eine Maus die an einem Plakat herum nagte. Auch sie flog erst in seine Richtung, dann an Ihm vorbei und kaum dass sie gelandet war, traf auch sie der flammende Tod.
Als nun die vierte Ratte brannte, ging Ketel erst einmal zu dem Plakat. Neugierig schaute er darauf, hatte er doch noch nie eines davon mitgenommen, geschweige in der Hand gehabt, also...wie war es hier her gekommen.
„Es wird ja wohl niemand so etwas auf eine Ratte binden und sie hier herschicken...oder doch? Vielleicht sollte ich lieber...näääääh....die haben meine Erika beschmutzt und meinen Schlaf gestört...wenn eine von denen überlebt, kann ich mir immer noch Gedanken machen wo die her kommen.“
Und so ging die Rattenjagd weiter. Ratte finden, Ratte auf die Parkfläche befördern, Ratte anzünden. Und natürlich die Ratten daran hindern wieder in seine Werkstatt zu laufen.
Während er für Ordnung sorgte, sinnierte er über den Inhalt des Plakates.
Es ging um ein Autorennen in einer alten Kaserne. Langweilig...wie er fand.

hakuryu
29.01.2021, 03:45
https://abload.de/img/teganava1.1h2j0q.jpg (https://abload.de/image.php?img=teganava1.1h2j0q.jpg) Die Antwort kam relativ schnell und wie immer sehr kryptisch. Erinnerst ihr euch an diese alten Star Wars Filme? Beide sahen Tegan ratlos an und es war Ayano die zustimmend nickte. Ja, warum fragst du? Langsam klingt er wie Yoda. Nachdem er die Nachricht vorgelesen hatte konnte sie sich ein Grinsen nicht verkneifen. Zeitgleich machte das Ganze auch nachdenklich. Das so schnell schon wieder ein Rennen stattfinden sollte war ungewöhnlich. Das sich die Polizei raushalten würde bezweifelte der Schwarzhaarige. Wenn er hingegen den Ort bedachte, revidierte er seine eigene Meinung. Das war so weit draußen am Rande der Außenbezirke das sich die Bullen da nicht hinwagten. Dort galt wirklich noch das Überleben des Stärksten. Beide Arbitratoren waren selber sehr selten bei den alten Kasernen, dort gab es kaum etwas was für sie von Belang war.
Interessant hingegen war der Teil mit der neuen Partei die vor Ort sein sollte. So neugierig er auch war, er hatte gelernt die Hinweise zu beherzigen die sie von ihrem Kontakt bekamen. Zu Anfang der Zusammenarbeit hatte er es einmal versäumt und sie wären beinahe aufgeflogen und hatte ihm im nachhinein nur noch eine weitere Schußwunde eingebracht. Tegan hatte keine Lust Löcher zu sammeln, dazu war das zu schmerzhaft. Krankenhäuser glichen zuweilen die DNA mit Datenbanken ab um flüchtige Elitearbitratoren zu identifizieren. Auch wenn er und Shinru nicht zu denen gehörten würde eine Meldung an das zuständige Büro rausgehen. Das wiederum würde beide auf den Schirm von Leuten bringen mit denen sie nichts zu tun haben wollten und ihre Aufgaben behindern würden. Sie mochten ihr Leben so wie es zur Zeit war, also würde sie die Augen offenhalten und jeglichen Ärger versuchen aus dem Weg zu gehen. Leider mußten sie immer mit der Dummheit der Anderen rechnen.
Allerdings stellte sich jetzt ein anderes Problem. Der Caravan war noch nicht trocken. Sie hatten zwar noch gute zwei Stunden bis zum Aufbruch Zeit, nur das reichte nicht. Öffentliche Verkehrsmittel fuhren ohnehin nicht dahin und ein Taxi brachte sie bestenfalls bis zur Mauer. Alle drei dachten sie nach. Immer wieder wanderten die Blicke zum Jaguar. Ich will nicht mit dem in die Slums. Der ist fast 200 jahre alt. Jeden Teil wäre eine Einzelanfertigung und das können wir uns nicht leisten. Ist der wirklich so alt? Ayano war sehr überrascht. Ja. Gebaut wurde der 1954. Der ist schon fast ein Relikt. Eher marschiere ich zur Herlay ins Büro, küß der den Arsch und führe sämtliche Befehle aus die der einfallen als unseren Jaguar auch nur eine Reifenbreite in die Slums zu schaffen. Die Blicke seiner beiden Freunde reichten von schockiert über seine Ausdrucksweise bis hin zu amüsiert bei Shinru. Tegan wußte das der Mann jetzt konkrete Bilder im Kopf hatte und das schallende Lachen ließ auch nicht lange auf sich warten.
Was denn, stimmt doch. Wenn ich bedenke wie du zu Mrs Herlay stehst, ist es dir mehr als ernst. Nur irgendwie müssen wir ja hinkommen.
Ein bestimmter Klingelton auf Tegan seinem Smartphon ließ die Blicke der drei zu dem Gerät schnellen. Verwundert das eine weitere Nachricht kommen sollte, schaute er nach.
Gedanken sind manchmal irreführrend. Halten trotzdem so manche Überraschung bereit. Der Schlüssel paß.
Dann folgte noch eine Adresse. Die verwies auf das Nebengebäude. Er sollte unter die Orakel gehen. Irgendwann bekommen wir nen Enigmacode oder so. Shinru war da ein wenig ungehalten. Tegan dachte hingegen nach. Sie kannten ihren Kontakt jetzt schon so lange, irgend etwas klingelte in seinem Kopf, doch greifen konnte er es nicht.




https://abload.de/img/shinruava1.1ujk8y.jpg (https://abload.de/image.php?img=shinruava1.1ujk8y.jpg) Laßt uns nachsehen. Rätzeln bringt jetzt auch nichts. Gemeinsam machte sie sich auf den Weg. Die guten fünfzig Meter waren schnell zurückgelegt. Das Metaltor machte einen massiven und sehr soliden Eindruck, auch wenn die Farbe langsam abblätterte und unter dem schlammbraun die Verzinkung durchkam. Tegan hatte geistesgegenwärtig den Schlüssel von ihrem Lagerhaus mitgenommen. Immerhin sollte der Schlüssel ja passen. Sonst hatten die Beiden ja nur die von dem Caravan und dem Jaguar.
Noch einmal tief durchatmen und Shinru brachte den Schlüssel ins Schloß. Überraschenderweise paßte der nicht nur rein, er ließ sich auch bewegen. Das Rolltor hingegen öffnete sich mit einem quietschen und recht widerwillig. Die Staubschicht auf dem Boden zeigte das hier schon sehr lange niemand mehr gewesen war. Ayano konnte einen Hustenreitz nicht ganz unterdrücken. Das Tageslicht gab einen Blick auf eine geräumige Garage mit mehreren Stellplätzen frei. Lediglich zwei Motorräder und ein Auto standen dort recht verloren, aber mit Planen abgedeckt, in dem großen Raum. Zumindest ist es ein großer staubiger Raum. Tegan bekam von Ayano einen Seitenstüber in die Rippen. Das ist nicht witzig. Eigentlich schon. Shinru mußte sich ein schadenfrohes Grinsen verkneifen als sich sein Freund die schmerzenden Rippen hielt. Kannst du dich noch dran erinnern wie wir zu dem Jaguar gekommen sind? Als wenn ich das vergessen könnte. Du bist davon ausgegangen einen Mustang vorzufinden. Da hatte uns der Alte mächtig an der Nase rumgeführt. Du sagst es. Na dann laßt uns mal nachsehen. Ohne viel federlesen zogen die Männer die Plane von dem Auto, nur um sich ungläubig die Augen zu reiben.
Auch dieses Auto war alt. Nur bei weitem nicht so wie der Jaguar. Vor ihnen stand ein Ford Mustag in einem schön farbkräftigen Orange. Natürlich ebenfalls mit allen Annehmlichkeiten und Zusatzoptionen ausgestattet. Abgeschlossen war nicht. Auf dem Fahrersitz lag ein Zettel mit der Aufschrift "Ersatzwagen. Sollte öfter bewegt werden."
Sprachlos schauten sich die Männer an und fingen dann an zu lachen. Wieder waren sie freudschaftlich reingelegt worden. Tegan checkte alles durch und staunte nicht schlecht das eine weitaus modernere Maschine unter der Haube steckte als er zuerst angenommen hatte. Zwar wie der Jaguar ein Verbrenner aber mit ungleich mehr PS. Ja klar könntest du damit bei den Rennen mitmachen. Werde es aber auch mit diesem Auto nicht tun. Aus dem einfachen Grund das es nicht unser Fahrzeug und auch viel zu schade dafür ist. Und ich die Schlüssel noch nicht gefunden hab. Den letzten Satz hatte er geflüstert. Dabei kramte er im Handschuhfach rum. Der Taschendrache schnupperte derweil auf der Rückbank rum und rollte sich dann mit wachem Blick zusammen. Ich glaub Ryu mag den Mustang lieber als den Jaguar. Der Mustang hat einfach nur ne Rückbank und damit mehr Platz. Schau mal hinter der Sonnenblende nach. Gesagt getan und Tegan fielen die Schlüssel in den Schoß. Mit einem Grinsen im Gesicht ließ er den Motor an und bekam eine Gänsehaut bei dem Sound.
Damit könnten wir doch zumindest im Showbereich was reißen. Ich will auch nicht das du mitfährst. Das wäre zu gefährlich. Keiner von euch kennt die Strecke. Und eine nette Begleitung hätten wir auch schon. Bei dir kann ich was mit deinem Teint und den Haaren machen. Dann erkennt dich keiner. Schau nicht so angewiedert. Sie hat recht. Und die Idee hat was. Mich kennen die ja und wissen von mir. Dich können wir noch raushalten. Und Ayano hat schon genaue Vorstellungen was sie mit die machen will. Du machst mir Angst. Das war nicht meine Absicht. Das Grinsen im Gesicht des Telepathen sagte aber etwas ganz anderes. Er scheuchte die Beiden in ihre Lagerhalle zurück. Schnell verfaßte er noch eine Nachricht an Agent Simmons.
Wenn Sie wieder nach Hilfe fragen, wäre es gut zu wissen bei was genau sie diese benötigen.
Melden Sie sich wenn Sie mich brauchen.
Heute Abend soll wieder ein Rennen stattfinden. Zu 22 Uhr an der alten Kaserne.
Shinru Ryusai.
Kannst du Ayano nicht davon abhalten mir Lila in die Haare zu schmieren????? Das wäscht sich raus. Sei froh das es nicht rosa ist. Das geistige Würgen brachte den Blonden wieder zum Lachen. Als er dann nach einer Weile zurück in die Halle kam saß dort ein Fremder. Haare in einem dunklem lila und stark gebräunte Haut. Die Augenfarbe war immer noch grün und der Blick hätte jeden anderen zu Eis erstarren lassen. Sag nichts. Selbst Ryu lag mit aufgestelltem Stachelkamm und vor sich hin knurrend in einer Ecke.
Ayano hingegen war sehr mit sich zufrieden. Und sah einfach hinreißend aus. Das bauchfreie schwarze Top umschmeichelte ihren Busen ohne zu viel zu zeigen. Ein passender schwarzer Lederminirock brachte die wohlgeformten schlanken cremfarbenen Beine gut zur Geltung die in hautengen kniehohen Stiefeln steckten. Die langen schwarzen Haare hatte sie offen gelassen und sich nur ganz dezent die Augen betont. Auf Lippenstift hatte sie ganz verzichtet, ein farbloser Lipglos reichte da vollkommen. Das einzig farbige an ihr waren die veilchenblauen Augen und der einzelne Stein in der Kette die sie trug.
Deine Haare haben jetzt genau die gleiche Farbe wie ihre Augen. Kein Scherz? Nein. Ich weiß nicht wie sie das hinbekommen hat, aber es ist eindeutig der selbe Farbton. Das wird auch mein Geheimnis bleiben Jungs. Wann müssen wir eigentlich los?
Ein Blick auf das Smartphone von Tegan zeigt das sie sich langsam auf den Weg machen mußten. Dieser ließ es sich auch nicht nehmen zu fahren. An der Grenze wurden sie angehalten und mißtrausch beäugt. Hier zeigte sich wieder wir praktisch ihre ID-Carts waren. Shinru seine reichte da vollkommen aus. Trotzdem bemerkte er die zweifelnden Gedanken des Postens. Tegan hätten sie wohl nicht mal erkannt.
Beiden Männern entgingen keines wegs die Blicke die ihnen und dem Mustang zugeworfen wurden. Manche bewundernd, andere neidisch und wieder andere feindseelig ob der offenen Zurschaustellung ihres angeblichen Reichtums. Der jungen Frau war noch etwas hinter der Sonnenblende aufgefallen. Der elektronische Fahrzeugschein war dort verstaut gewesen. Dieser war auf Tegan ausgestellt. Auch hier wieder, nicht anders als die ID-Cards der beiden Männer, nur mit Foto und Strichcode. Dazu auch die beiden der Motorräder, nur diese sahen noch recht kahl aus. Jenachdem wer sich für welche Maschine entschied, würde sich die entsprechende ID auf der Zulassung zeigen.
Nach guten zwei Stunden erreichten sie das Ziel. Der Taschendrachen hatte Order bekommen nicht nur Ayano als Halskragen zu schmücken sondern sie und das Auto zu bewachen. So suchten sie sich einen Platz wo sie ihren Mustag präsentieren konnten und trotzdem alles im Blick hatten.

Auren
30.01.2021, 22:35
https://abload.de/img/spielleiter9qjp4.png

Geisterstunde...

Die Ratten brannten, lichterloh und nicht aus purer Freude.
Als die Flammen erloschen, der Waffenschmied seiner verdienten Pause widmen wollte, geschah etwas, was er womöglich schon lange nicht mehr gesehen hatte.
Alle seine Untermieter, die er angezündet hatte, lösten sich in Luft auf.
Wie Geister. Es wirkte so als wären sie niemals hier gewesen.
Nur warum wollten sie ihn ans Leder? Oder eher gesagt wer?
Die einzige Spur, der er in seiner, nun Rattenfreie Werkstatt finden konnte, war jenes Plakat. Alles andere war ja nun fort, aufgelöst nach dem kleinen Grillfest.






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Damit war die Sache abgeschlossen und Yumiko fuhr mit dem Fahrstuhl nach oben. Noch einmal dachte sie an das Gespräch mit ihm, schüttelte aber dabei nur den Kopf.
Klar, er war gut, aber seine Art ist ihr schon beinah zu abgedreht.

Oben Angekommen, hieß es erstmal Munition kaufen gehen.
Die Standard variante, um die Guten nicht sinnlos zu verballern.
Hierfür gab es mehrere Händler. Einen fand sie mal per Zufall. Seitdem ging sie regelmäßig zum ihm um dort einzukaufen. Einer der wenigen die registriert sind.
Dort kaufte sie gleich tausend Schuss. Alles in lose Patronen, keine Magazine.
Dann ging es zurück, nach Hause. Dort wurde alles sicher verstaut. Die losen Patronen in einer großen Holzkiste und die Waffen in den Schrank. Ihre Tasche legte sie auf einen Stuhl nieder und dann ging es zur Kletterwand.
Yumiko wollte wieder in Form kommen. Außerdem war dort oben eine Plattform, wo sie gerne mal einfach nur lag und zum Fenster hinaus starrte.

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Ihr freier Tag. Naja eher eine Zwangspause, die sie nicht haben wollte.
Immer noch darüber verärgert ging ihr Weg nicht in irgendein Schönheitssalon oder in den nächsten Schuhladen. Nein, es war nicht einfach ihre Art.
Auch wenn sie dafür genug Geld hätte.
Stattdessen, besuchte Yuma eine Sporthalle. Naja keine gewöhnliche für Leichtathletik, sondern Boxen. Dort konnte sie ihren Frust freien lauf lassen.
Einige der gut trainierten Männer kannten ihr Gesicht.
Daher wurde auch Yuma begrüßt. Zwar nicht herzlich, aber besser als gar nicht.
Niemand traute sich ihr in den Weg zu stellen oder fragte sich, warum sie hier ist. Nur ein paar Halbstarke, die eher selten da waren. Yuma besuchte diesen Ort ja auch nicht regelmäßig. Vielleicht einmal die Woche oder wenn die Kinder zwangsweise woanders waren.

Es ging in Richtung Umkleide. Dort wurde die Kleidung gewechselt. In etwas sportliches wodurch ihre eher zierliche Körperbau noch mehr zur Geltung kam. Jedoch war sie hier als Bestie bekannt und galt als fast ungeschlagen. Regelmäßig mussten die Boxsäcke wegen ihr erneuert werden.
Selbst die Dübel hielten manchmal die Belastung nicht stand.
Heute würde sie nur kurz ihren Frust ablassen, sich verausgaben und zu Hause ein Bad nehmen. Ihr Mann darf die Kinder nach Hause bringen. Ja das wäre ihr heutige Tagesablaufe.

Schnell zog sie die Handschuhe über, holte zum Schlag aus und dann kam ihr jemand in die Quere. Einer der neue Halbstarken hatte sich zwischen ihr und ihr Ziel gestellt. Ihr Schlag, traf ihn voll ins Gesicht. Wie ein nasser Sack ging der Kerl zu Boden. Yuma sah ihn kurz an.
"Hat ihn niemand aufgehalten?" Fragte sie in der Runde. Alle schüttelten nur den Kopf.
Dann sah sie zum ihm runter. "Falls du vor hattes mich abschleppen zu wollen, bist du bei mir an der falschen Adresse. Außerdem hast du verdammt großes Glück."
Für ihn endet der Tag mit einer eiskalten Abfuhr und extremen Schmerzen. Yuma atmete tief durch und setzte sich auf einer Bank. Irgendwie war jetzt gerade bei ihr die Luft raus. War gerade dieser einer Schlag ins Gesicht, was sie gerade wirklich gebraucht hatte? Eine Antwort darauf konnte sie nicht finden.

Survivor
03.02.2021, 01:24
https://abload.de/img/ketelavatar80kmi.jpg (https://abload.de/image.php?img=ketelavatar80kmi.jpg)
Mit einem kurzen ploppenden Geräusch, waren die Ratten auch schon wieder verschwunden. Ketel war enttäuscht, hatte er sich mittlerweile doch mehr von diesen erhofft. Egal wie viele er auch gefunden hatte, er fand immer neue und alle brannten sie dann. Doch nun war der Spuk wieder vorbei und dass quieken der Tiere, wich der wohlbekannten Ruhe. Kurz schloss Ketel die Augen und stand einfach nur da, genoss es dieses Schweigen, doch gleich darauf schüttelte er sich kurz. Er schulterte die Schrotflinte und ging langsam erneut zu dem Plakat.

Es war von einem Rennen die Rede, in einem militärischem Gebiet unweit von seinem eigenen Unterschlupf. Da die Ratten mit einem Schlag verschwunden waren, hatte der Waffenmeister so eine Ahnung was für Typen ihn aus seinem, seiner Meinung nach, wohlverdienten Schlaf gerissen hatten. Doch mit diesen hatte er schon seid einigen Jahren keinen Kontakt mehr.
Und kaum einer wusste noch wer er wirklich war. Somit war seine Neugier geweckt. Das Rennen und das Ganze drumherum würde er wohl ignorieren aber er würde dort nach den Störenfried Ausschau halten.
Ketel zog sich seinen alten, schweren Ledermantel und dazu passende Stiefel an. Unter dem Mantel trug er noch eine taktische Weste und einen taktischen Gürtel. Am Gürtel trug er ein paar kleine Granaten um eventuelle Gegner zu blenden und dann fliehen zu können. Das letzte was er wollte, war festgenommen und verhaftet zu werden. Die Weste selber hatte Aufnahmen für die unterschiedlichsten Munitionsorten die Ketel nutzte. Seine Waffe hatte er am Rücken, unter dem Mantel verborgen, griffbereit wenn er sie brauchen würde. Wie gesagt, wenn es sich nicht vermeiden lies, würde Ketel sich einer Festnahme definitiv wiedersetzen.

Einige Zeit später, war Ketel dann auch auf dem Kasernengelände angekommen. Er war in das Innere eines der Gebäude eingedrungen und beobachtete mit einem kleinen Fernglas, aus dem Schatten des Raumes heraus, das Geschehen außerhalb des Gebäudes.

Constantine
03.02.2021, 02:25
https://abload.de/img/diamondavalukoy.jpg Auch nach etlichen Befragungen brachte das Gesuch keinerlei Erfolg. In der Tat
waren die Menschen in den Slums sehr schweigsam. Ein Umstand den Diamond durchaus begrüßte, waren es letzten Endes doch deren Schweigsamkeit
welche manchmal das ein oder andere Geschäft unter Verschluss behielt.
Eine neue Strategie musste her. Sie überlegte kurz während der Rest ihrer Männer noch den ein oder anderen Passanten befragte.
Mittlerweile verbreitete sich das Gerücht, dass die Golden Deers auf der Suche nach einem ruhmreichen Waffenmeister waren sehr schnell.

"Ok, Planänderung", ihr Angestellter horchte auf, "locken wir die Ratten aus ihren Nestern.. ein bißchen Geld ist doch immer dienlich", ihr Gegenüber nickte.
Und so verbreitete sich dass Gerücht bei hilfreichen Informationen über den dubiosen Waffenmeister dessen Namen noch Aufenthaltsort Diamond kannte, eine
lukrative Belohnung warten würde.

Ironhide
06.02.2021, 00:40
https://abload.de/img/dougava1.14tk0a.png
Es hätte gar nicht besser passen können denn in dem Augenblick wo Shinru wegfuhr und Douglas alleine zurückließ, klingelte das Smartphone und Seyrah meldete sich endlich. Sie teilte ihm mit, was sie hatte und Douglas erkundigte sich noch nach dder genauen Adresse der Werkstatt aber Seyrah meinte zwischen ihrem fluchen nur, dass sie ihm das soeben als Nachricht schon gesendet hätte.
„Gut. Ich gebs weiter. Ich denke die Jungs in der Zentrale können n Drohne und ein Eingreifteam bereitstellen, nur für den Fall der Fälle. Und du kennst die ja, wenn die nicht gesehen werden wollen, sieht man die auch nicht.“ Erneut kam dumpfes gepolter und ein fluchen von der Gegenseite, doch bestätigte Syerah ihm das sie das verstanden hatte.
„Ich werde heute Abend da sein, pünktlich.“
Kurz darauf war das Gespräch dann beendet. Es war noch nicht mal Mittagszeit, also noch ausreichend Zeit. Außerdem musste er erstmal zurück zur Uni. Glücklicherweise fuhr eine U-Bahn nicht weit entfernt von hier die in wenigen Minuten da sein würde. Zurück bei der Uni nahm er seinen Deinstwagen und fuhr zurück in die Zentrale, um einen ersten Bericht des Tages zu verfassen. Schreibarbeit gehörte halt zum Job und bevor er sich die Nacht um die Ohren schlug um alles niederzuschreiben, fing er lieber jetzt schon an und würde den Bericht so über den Tag hinweg immer erweitern. Vielleicht nicht die eleganteste Lösung, denn nicht immer klappte das, aber er hatte sich damit arrangiert.

Douglas saß nun schon seit zwanzig Minuten am Rechner und tippte vor sich hin, als sein Smartphone vibrierte. Eine Nachricht war eingegangen, doch die Nummer war ihm unbekannt. Erst als er sie laß, konnte er sie zuordnen.
‚Schön, dass sie dabei sind, Mr Ryusai. Mit dem Rennen ist mir bereits bekannt und ich könnte ein paar zusätzliche Augen dort gebrauchen. Sie müssten jemanden für mich im Auge behalten. Aber bitte nicht eingreifen solange ihr Leben nicht unmittelbar in Gefahr ist. Achten sie auf die Fahrer, sie werden schon wissen wen ich meine, wenn sie sie sehen.‘
Douglas brauchte den Namen nicht zu nennen, wenn Shinru nicht völlig auf den Kopf gefallen wäre, dann sollte er eins und eins zusammenzählen können und sich denken, dass er Seyrah meinte. Über so viele andere hatten sie ja nicht gesprochen. Er selbst konnte sich dann etwas freier bewegen und seine Augen auf andere Gestallten richten. Er wollte heute die Wettleute ins Visier nehmen, denn oft arbeitet die mit den Organisatoren zusammen und das wollte er ausnehmen. Ein paar Wetten kleine Wetten bei dem ein oder anderen Buchmacher platzieren, nichts Großes, aber das war immerhin eine Möglichkeit, die Leute zu Gesicht zu bekommen und wer weiß was sie so von sich gaben in einem belanglosen Gespräch.

Nachdem er sich nach und nach einen Plan zurechtlegte, war es dann auch an der Zeit, sich entsprechen auszurüsten. Noch hatte er genug Zeit und würde den Weg zur alten Kaserne selbst zu Fuß problemlos schaffen. Mit dem Auto sogar zwei oder dreimal. Ein Abstecher zur Waffenkammer war eh noch Pflicht. Dort angekommen begrüßte ihn Alessio auf seine gewohnt überschwängliche italienische Art.
„Bist du gekommen um dir von mir endlich eine original italenische Pasta machen zu lassen, oder willst du nur deine Smith & Wesson Model 500 abzuholen?“ Alessio war hier geboren und damit einer der wenigen waschechten Italinener die Douglas kannte.
„Du meinst die Pasta deiner Frau? Klar gerne, aber leider wird das wohl nichts. Hab zu tun die Nacht über. Ich bräcuht n Weste und ja, meinen Revoler brauch ich auch.“ Alessio verschwand kurz in die tiefen der Waffenkammer und war nach nicht mal einer Minute wieder zurück und legte die geforderten Sachen auf den Tresen vor ihm hin. Die Weste würde man unter der Kleidung erst spüren, wenn draufschlug, ansonsten war sie unter normaler Kleidung praktisch unsichtbar. Damit war Douglas vor jeder Messerattacke und den üblichen Schusswaffen geschützt. Wichtiger jedoch war sein Revolver, einer der stärksten Handfeuerwaffen die es überhaupt gab. Dafür musste er sogar sein Schulterholster wechseln, aber das wusste Alessio ebenso und legte ihm sein zweites, für den Revoler raus. 5 Kugeln passten in die Kammer und mit jedem Schuss würde er Großwild in Afrika jagen gehen können. Irgendwie hatte Douglas das Gefühl, das er diese Durschlagskraft gebrauchen könnte, zumal man damit auch Problemlos den Motorblock eines Rennwagens unbrauchbar machen konnte.
„Munition? Wieviel willst du, Doug?“
„Geb mir mal zehn Moon Clips mit. Das sollte reichen.“ Damit würde Douglas über insgesamt 55 Schuss verfügen. Ausreichend genug und immerhin musste er die auch alle noch verstauen. Sechs davon hatten Platz im Holster, vier weiter wanderten einfach in seine Taschen. Damit war er dann für den Abend auch gut ausgestattet. Nun blieb nur noch Seyrah davon in Kenntnis zu setzten, das er Shinru gefunden hatte und er ebenso vor Ort sein würde.

Gosti
09.02.2021, 03:15
https://i.imgur.com/XM4BRQI.pngJuri kam ja nur zum Markt um tatsächlich einzukaufen, nicht um, wie es ihr sicherlich einige Zutrauen würden, Leute auszunehmen. Am solchen Orten ging das ja besonders gut, aber Juri hatte einfach gewisse Grundregeln, und insofern sie nicht mitbekommen würde wie jemand anderer schwächere oder unwissende ausnutzt, würde sie hier auch niemals jemanden um sein Geld erleichtern. Leute kamen hier her um Lebensmittel zu kaufen, oder andere Sachen die sie meist dringend benötigen, da wollte sie nicht jemand sein der sie von diesem Vorhaben abhalten würde... Außerdem war der Markt auch noch eine Goldgrube für etwas anderes als Geld, und zwar Informationen. Mit einem guten Blick und noch besserem Gehör konnte man hier sehr Wertvolle Informationen sammeln, aber das machte man wohl am besten Diskret, und nicht so offensichtlich wie die Leute die hier gerade eher auffällig die Leute befragten...
Ganz offensichtlich versuchte wohl eine Bande mal wieder irgendetwas zu finden, vermutlich was ihnen gestohlen wurde. Was es auch war, heute hatte Juri kein Interesse darüber mehr herauszufinden und eventuell Kapital davon zu schlagen. So wich sie geschickt jedem aus der hier nach Informationen fragte, doch als sie mitbekam dass man eine Belohnung für Informationen bekam, wurde die kleine Diebin dann doch ein bisschen hellhöriger...

Während Juri ihren Einkauf tätigte, was wirklich nur Nudeln, Pesto und etwas Gewürze waren, hatte sie ihre Lauscher weit offen um Informationen zu sammeln was die Leute denn nun genau suchten, aber von dem was sie auffangen konnte war nicht wirklich viel Hilfreiches dabei... Es wirkte fast so dass diese Handlanger selbst nicht genau wussten nach was sie suchten, nur dass sie 'jemanden' suchten, und das war für Juri etwas wo sie schnell schlechte Laune bekommen konnte, hauptsächlich weil das erste was ihr da durch den Kopf ging dass hier entweder jemanden umbringen will, erpressen oder anders jemanden ausbeuten zu versucht, vor allem wenn es um jemanden geht der sich besonders gut mit Waffen auskennen soll... Dennoch, vielleicht könnte sie ja doch ein gutes Geschäft für sich herausschlagen, ohne jemanden zu verraten. Zuerst war es allerdings wichtig herauszufinden von was für einer Summe man sprach, und nach den Motiven, auch wenn sie da davon ausging dass man ihr eine Lüge auftischen würde.

"Heya, ich hab gehört wie deine Handlanger nach jemanden sucher. Vielleicht kann ich ja helfen. Von was für einer Summe reden wir denn hier allerdings?" fragte Juri nachdem sie einfach vor Diamond sprang und sie so direkt konfrontierte. "Oh? Wieso ich damit zu dir komme? Nun, ich quatsche lieber mit denen die Ahnung haben, und ist ja nicht zu übersehen dass die für dich arbeiten, so wie du hier absolut überhaupt nichts zu tun haben scheinst, und nur die Leute beobachtest^^ Also? Wer wird gesucht? Ich bin recht gut im Leute finden." Ihre Stimme war schrill, gut gelaunt, und Juri schien auch gleich Fragen zu beantworten die noch überhaupt nicht gestellt wurden^^

Constantine
09.02.2021, 17:21
https://abload.de/img/diamondavalukoy.jpg Eine schrill, fröhlich wirkende Gestalt trat plötzlich aus der Deckung hervor ein wenig Unverschämt wie der Handlanger von Diamond fand doch diese hielt ihren Gefährten mit einer einfachen Gestik in Schach. Musternd wanderten ihre Augen an Juri herab. Es war letzten Endes immer der gleiche Fall. Geht es um Geld kommen die Ratten aus ihren Löchern.
Diamond sah Juri direkt in ihre Augen und kam gleich zum Punkt. "Die Belohnung liegt bei 5000 Dollar, die Hälfte, wenn sich die Infos als dienlich erweisen, den Rest nach Erfolg des Auftrages".

Ihre Augen ruhten nach wie vor auf denen von Juris, das Mädchen wirkte fröhlich. Vielleicht könnte man die Kleine für spätere Dienste gebrauchen. Diamond streckte sich.
"Ich suche nach einem Waffenmeister.. der hier in den Tiefen der Slums leben und arbeiten soll.. seine Arbeit ist Gerüchten zu folgen brillant und Waffen müssen mit der Zeit nachjustiert werden, warum dann nicht an den Besten der Besten sich wenden".

Diamond las jegliche Gesichtszüge von Juri um ihr Gegenüber besser einzuschätzen. "Wie du sicher festgestellt hast, sind meine Leute alles andere als Spezialisten, wenn es darum geht jemanden ausfindig zu machen.. der selbst ein Geist zu sein scheint", ein leichtes Seufzen entwich ihrem Munde. Sie streckte sich. "Und, wenn ich zufrieden mit deiner Arbeit bin, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass in Zukunft des öfteren ein lukrativer Deal für dich herausspringt". "Dann kannst du dir ein bißchen mehr als Nudeln.. und einfaches Pesto leisten".

Eine durchaus ernst gemeinte Reaktion Seiten Diamonds, das leichte Lächeln unterstrich ihre Aussage. Interessiert beobachtete sie Juri weiterhin. Würde die kleine Diebin den Deal eingehen oder doch auf ihren Instinkt hören.

Gosti
11.02.2021, 23:47
https://i.imgur.com/XM4BRQI.pngJuri hatte diese Rolle des schrillen, aufgedrehten Mädchens völlig intus von all den Rennen wo sie ja auch noch mit schrillen Farben rum lief. Es half einfach dass man sie nicht so leicht erkennen würde wenn man ihr mal auf der Straße begegnen würde. Und so war sie auch hier etwas aufgedreht, immer etwas in Bewegung und vor allem der Leibwache von Diamon aus dem Weg gehend während sie zuhörte, wobei die Summe sie dann schon kurz stocken ließ. Das war deffinitiv eine Null mehr als sie erwartet hatte, und fast schon so als hätte diese Fremde einen Köder genau für sie ausgelegt, biss Juri an.
"Naja... Waffenhersteller gibt es viele, manche gut, ein paar wenige sogar richtig brauchbar, aber sein wir uns mal ganz ehrlich hier, das beste Zeug was du hier bekommst ist ja eigentlich schmuggelware aus der HighCity. Die haben ja all diesen Neumoderne Technik-Shit wie Laserknarren, lenkgeschosse und keine Ahnung was... Also wenn so etwas suchst kann ich sicherlich den einen oder anderen Unterhändler vermitteln, aber wenn du jemanden suchst der deinen alten Schrott anständig aufwertet... Weißt du was, meine Freundin könnte da durchaus die nötigen Infos dafür haben, also wenn du mir sagst wie ich wieder mit dir in Kontakt treten kann, dann kann ich womöglich die Infos liefern die du brauchst, weil das da..." und dabei zeigte sie auf die ganzen Typen die sie rausgeschickt hatte um die Leute zu fragen "damit erreichst gar nichts. Wenn man nach Infos fragt bekommt man allen möglichen Schrott, nur nicht das was man braucht. Für Infos braucht man gute Ohren, Fingerspitzengefühl, und Kontakte." erklärte sie locker lässig.

Auch wenn Diamond wirklich trainiert war Gesichtszüge zu lesen, so sollte es doch schwer sein zu erkennen ob Juri das alles ernst meinte oder sie hier gerade über den Tisch zog, einzig ihre Reaktion auf den Geldbetrag war eindeutig, aber bei dem Angebot für mehr lächelte Juri nur. "Hmm, mal sehen. Ich mags nicht mir zu viel vor zu nehmen, und für mich gibts nur eine Person zu der ich mich verpflichtet fühlen will. Wobei süß wärst ja, da hätte ich nichts gegen etwas mehr zusammenarbeit^^" sagte sie kichernd und wollte ihr über die Wange streichen, was ihr ihre Leibwache unterband. Berührungen waren dann doch etwas zu viel, aber bei Juri ging es so oder so nur darum ihr Gegenüber etwas aus der Bahn zu werfen

Constantine
12.02.2021, 11:17
https://abload.de/img/diamondavalukoy.jpgEin interessanter Charakter wie Diamond fand. Obwohl es ihr eigentlich leicht fallen sollte anhand der Gesichtszüge die wahren Absichten ihres Gegenüber abzulesen, war es bei dieser Person recht schwierig. Ein Umstand der ihr Interesse regte.

Als das Mädchen sie jedoch an der Wange berühren wollte, schritt Diamonds Handlanger ein, nicht um diese zu schützen, sondern um Juri zu schützen. Kannte dieser doch zu gut seine Chefin. Ihre Hand griff in ihre Jackentasche und übergab ihrem Gegenüber ein Klapptelefon auf der Rückseite war ein goldener Hirsch eingraviert.

„Mit diesem Telefon erreichst du mich direkt, dass ist eine sichere Leitung“. Erklärte sie. „Die erste Hälfte der Summe gebe ich dir jetzt, wenn du mich abziehst, finde ich dich doch für so naiv halte ich dich nicht, dafür bist du zu sehr auf mein Angebot eingegangen“, Diamond machte ihrem Gegenüber gleich klar mit was für einer Person sie es zu tun hatte. Das freundliche Lächeln Seiten Diamonds umstellte noch ihre Aussage.

Ihr Handlanger übergab Juri einen kleinen Umschlag mit dem Geldbetrag. Diamond schnippte kurz mit ihren Fingern und der Rest ihrer Männer war binnen weniger Minuten bei ihr. „Also dann schrilles Mädchen, ich freue mich auf unsere Zusammenarbeit“, mit zufriedenem Lächeln verabschiedete sich die Bande von Juri und ließ das Mädchen dann alleine zurück.

Diamond war höchst entzückt, entweder die Kleine wusste nicht wer sie war oder stellte sich einfach unschuldig, oder war einfach ein brillantes Mastermind. Ja, sie war sich ziemlich sicher noch öfter von Juri zu hören, wenn dieses auch noch keine feste Zusage gab.

Gosti
12.02.2021, 22:43
https://i.imgur.com/XM4BRQI.pngJuri nahm das Klapphandy einfach an, aber in ihrem Blick sah man sofort eine gewisse Unsicherheit und Überraschung. Einerseits weil sonst niemand hier einfach so etwas verschenkte, und weil sie aus gutem Grund keines dieser Dinger bei sich trug... Sie mochte keine Technik wo man jemanden Zurückverfolgen konnte, aus diesem Grund hatte sie selbst auch kein Handy. Sie würde das wohl irgendwo verstecken bis sie es zu gebrauchen gedenkt. Aber auch die Tatsache dass ihr diese Frau einfach so die 2500 Dollar gab war... irgendwie beunruhigend... Sie konnte das Gefühl nicht los werden dass sie sich hier gerade zu etwas verpflichtete was ihr überhaupt nicht gefiel... Das war auch der Grund wieso sie es sogar ablehnte. "Nein. Das Geld könnt ihr mir geben sobald ich irgendwelche Infos finde, und den Rest könnt ihr mir dann ja geben wenn es Hilfreich für euch war." sagte sie, womit sie sicherlich ebenfalls auffiel. Niemand sonst hier würde einfach so geschenktes Geld ablehnen, aber zeigte auch dass sie sich nicht einfach blindlinks auf Angebote einging. Und außerdem wollte sie nun mehr denn je herausfinden mit wem sie es überhaupt zu tun hatte.
"Aber ich melde mich sobald ich mehr weiß, dann können wir über eine Entlonung reden, und eventuelle über eine weitere Partnerschaft?" Aber darauf bekam sie nicht wirklich eine Antwort als die Gruppe Juri hier einfach stehen ließ.

Neugierig guckte sich Juri dann das Handy an, öffnete es, ging mal kurz durch das Menü. Es war nur eine Nummer hinterlegt, auch sonst keine Nachrichten oder Anrufs-Verlauf... Das einzige was auf irgendetwas hinweisen würde war die Gravur auf der Rückseite, etwas was offensichtlich nicht vom Händler war... Vielleicht das Logo einer Organisation? Wie dem auch sei, Juri hatte eigentlich alles was sie hier brauchte, aber bevor sie nach Hause ging machte sie nochmal einen Umweg zu ihrem kleinen Lager, oder genauer gesagt in die Nähe, wo sie ein anderes kleines Versteck hatte, in dem Fall um das Handy los zu werden. Wenn da ein GPS-Chip drin ist will sie nicht getrackt werden. Sobald sie etwas weiß kommt sie wieder und holte es.
Nachdem das erledigt war ging sie aber nun endlich wieder zurück in die Wohnung die sie mit Yumiko teilte, doch leider war ihre Freundin nicht Zuhause. Aber irgendwie passte ihr das ganz gut, so legte sie alles ab und versuchte in der Küche die Nudeln vorzubereiten. War ja nicht all zu schwer, und wenn Yumiko dann wieder heim kommen würde, bräuchte sie es nur aufzuwärmen^^

Auren
14.02.2021, 09:15
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Sie war eingeschlafen. Hoch oben auf der Kletterwand. Ein Duft weckte sie auf. Verschlafen rieb Yumiko ihre Augen. "Bin ich etwa?" Ihre Glieder kurz streckend, begann Yumiko, dann den Abstieg. Ein Kinderspiel für sie. Die Kletterwand war ja nur dazu da um sich etwas die Zeit zu vertreiben. Für ein Training war sie zu einfach gehalten.
Unten angekommen musste Yumiko nur noch dem Duft folgen und da entdeckte sie jemanden in der Küche. Es war Juri. Kurz die Augen reibend, wartete Yumiko kurz. Aber nur kurz ehe es langsam, schon schleichend zu Juri rüber ging und sie von hinten umarmte.
"Hm was kochst du gerade? Das riecht verdammt gut."




https://abload.de/img/yuma22ava1.1ajjb0.jpg
Ja beim Boxen verging die Zeit viel zu schnell. Nebenbei musste sie sich auch gegen den einen oder anderen Angeber durch setzen. Deren Folgen, gebrochenes Nasenbein. Yuma war keine Frau die sich für deren Flirt versuche interessierte. Immer war die junge Mutter verheiratet und fühlte sich zu ihrem Mann hingezogen.
Zum Glück war sie ja jeden normalen Mann überlegen. Auch wenn sie nicht so aussah.
Nach dem kleinen Training ging es unter die Dusche. Dort traute sich niemand ihr in die Nähe zu kommen oder mal zu spannen. Der Letzte mussten seine Knochen wie Puzzle von den Ärzten zusammen gesetzt werden. Seitdem hängt da auch ein kleines Schild vor der Damenumkleide.

Nach dem Duschen zog sie ihre Kleidung an und verabschiedete sich von ihnen. Eigentlich wollte Yuma nach hause gehen. Ihr Mann sollte mit den Kindern zu hause sein, aber dann blieb sie stehen. Als wäre sie erstarrte.
"729, unsere Zeit ist gekommen. Schließ dich uns an. Die Stunde naht. Treffe uns an der Kaserne."
Diese Wörter drang in ihren Kopf ein und es gab nur einen, dem es gelingen konnte.
"Ich werde nicht zu dir kommen. Mir ist es egal, was ihr vor habt. Ich habe meinen eigenen Willen und werde mich euch nicht beugen!" War ihre Telepathische Antwort darauf.
Zwar wusste Yuma nicht an wem sie ging, aber die Person würde sie schon erhalten.
"Närrin. Du wurdest verpflichtet. Trainiert für diesen Tag."
Sie unterbrach die Stimme.
"Nur die Narren klammern sich an eine falsche Hoffnung. Vor drei Jahren sind wir an dieses Ziel gescheitert. Wir wurden aufgehalten. Ohne Befehle von ihm waren wir wie kleine Kinder und gerade Du willst diese Mission weiter ausführen? Alle hier in den Außenbezirken abschlachten? Auch mich? Nur weil ich jetzt dazu gehöre?"
Yuma musste nicht lange auf eine Antwort warten.
"Dann wirst du sterben, so wie alle Ratten in diesem stinkenden Drecksloch."
Damit war des Gespräch beendet.
Yuma wusste nicht wer es war. Sie holte ihr Handy heraus und begann eine Nachricht an ihrem Mann zu schreiben. Natürlich ließ sie dabei nichts aus. Er kannte ihre Vergangenheit. Auch ihre Taten. Doch jetzt war sie nun ein anderer Mensch und dies sollte so bleiben.

Ein zweites Blutbad wollte die junge Mutter nicht. Also musste sie die Person aufhalten und zwar mit allen Mitteln. Auch wenn es heißt jene zu töten, die einst wie ihre Geschwister waren. Doch dazu musste sie zur Kaserne. Den Übel an der Wurzel anpacken.

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Auftakt...

So langsam wurde es Zeit. Alle Akteure betraten den Schauplatz und damit waren nicht nur die Fahrer, die leichtbekleideten Frauen, den schnellen Fahrzeuge oder den Ermittlern des Büros.
Nein es zeigte sich ein weiteres Gesicht, sogar mehrere. Alle stammten sie aus der Vergangenheit. Niemand kennt ihre Namen. Sie sind wie Geister und doch gehören sie zu den Lebenden. Ein Ziel, ja sie verfolgen eines. Doch welches wird es sein?
"Wie die Ameisen raufen die sich zusammen."
"Sag bloß du bist noch sauer, weil die beknackte Idee nach hinten los gegangen ist?"
Es folgte keine Antwort darauf.
"Anstatt euch zu ärgern, sollten wir lieber nicht etwas Spaß haben? Wie wäre es eine Wette?"
Sprach eine dritte Stimme. Sie klang ruhig, aber alle beugten sich ihr.
"Keine Lust. Am liebsten würde ich von hier verschwinden. Hab da noch eine Rechnung offen."
Eine Hand berührte ihre Schulter.
"Dann hast du Glück. Der Narr ist hier. Besuch ihn, wenn du dich revanchieren möchtest."
Ein schelmischen Grinsen war zu sehen.
"Gern statte ich ihn einen Besuch ab und diesmal mach ich ihn kalt!"
Damit verschwand die Person in der Dunkelheit.

Nur um wenige Minuten bei Ketel aufzutauchen. Der Waffennarr bemerkte die Frau nicht.
"Lang ist es her. Lang war der Schmerz. Lang brannte das Feuer und lang werden deine Qualen sein."
Er drehte sich um. Seine Instinkt sagte ihm, dass er in Gefahr war und doch blieb ihm keine Zeit zum reagieren. Sie stand plötzlich vor ihm. Holte mit ihrem Bein aus und trat ihn voll zwischen Die Beine. Ketel ging erstmal zu Boden und hielt seine Kronjuwelen fest in seinen Händen.
"Na tat es weh? Du warst ja auch nicht nett zu meinen kleinen Tierchen. Die Schmerzen zahl ich dir doppelt heim."
Erneut holte sie aus und trat mit dem Fuß gegen sein Gesicht.
Doch dann hielt sie ein. Sie wirkte etwas abwesend.
"Schade." Die Frau beugte sich dem Narr herunter.
"Ein zweites mal Hast du Glück. Ich soll dich am Leben lassen? Keine Ahnung warum und bevor ich es vergesse. Ich habe eine Nachricht für dich." Sie richtete sich auf.
"Er wird kommen. Erneut auferstehen. Die Welt nur für uns. Euch niederen zu Sklaven machen. Außerdem hat er dich gern. Echt schade, aber dagegen kann ich nichts machen. Schöne Nacht noch. Freund der Waffen, der Narren und des Feuers."
Nach diesen Worten tauchte noch jemand auf. Jemand den die Frau ihren Respekt zollt und beiseite trat.
"Arbitrator Ketel oder sollte ich dich den Waffenschmied nennen? Ich muss mich für meine Freundin entschuldigen, aber du warst ja auch nicht gerade freundlich zu ihr. Dennoch bin ich gewillt ein Auge zu zu drücken." Er warf eine Akte zu Boden.
"Eine Aufgabe für dich. Es wird bald ein Ermittler auftauchen. Eine ist schon hier. Wirst sie aber nicht erkennen. Zwei andere von deiner Sorte sind ebenfalls aufgetaucht. Es wird also lustig."
Dann folgte eine Baupläne die auf den Boden geworfen wurde.
"Experimentell. Sie wurde nie gebaut. Gehört dir als kleine Belohnung für dein Auftrag. Bevor ich es vergesse, erwähne uns ruhig." Er drehte sich um. Die Frau hockte sich neben Ketel und legte ein Taschentuch neben ihn. "Du bist nicht ganz mein Typ, aber vielleicht unterhalten wir uns noch." Danach wandte sie sich ab und folgte den Mann. Beide verschwanden, so wie sie auftauchten, spurlos.

In der Zwischenzeit war ihr Besuch in der Werkstatt vorbei. Für Seyrah eine Tortur.
Doch zum Glück ging es nun zur Kaserne. Schnell verfasste sie eine Nachricht an Doug, dass sie nun unterwegs waren. Seine Nachricht hatte sie lesen können, aber der Inhalt sorgte nicht für eine Erleichterung. Doch vielleicht könnte sie mit den Jungs reden. Nicht über die Vergangenheit, eher für die Zukunft? Dies wird sich wohl noch ergeben.
Sie musste sich auf andere Dinge konzentrieren. Wie auf den Fahrer. Gut er würde nicht über sie herfallen, aber seine Freunde machten in der Werkstatt schon diverse Andeutungen. Zum Glück konnte Seyrah dem ausweichen.

Mit überhöhter Geschwindigkeit ging es zur Kaserne. Diesmal war keine Polizei zu sehen. "Machten die etwa jetzt schon Feierabend?" Dachte Seyrah kurz.
Am Ziel angekommen, wurde das Fahrzeug nicht gleich an der Startlinie aufgestellt. Nein eher zu den anderen PS Bonzen. Man wollte halt zeigen, angeben und natürlich auch sein Mädel präsentieren. All dies gehörte ja zu einem Rennen dazu. Dazu stellte sich Seyrah vor dem Fahrzeug. Ihr Fahrer stand neben ihr. Sie warteten auf die Anderen.
In dieser Zeit viel ein weiteres Fahrzeug auf. Einen Mustang. Eigentlich gehört das Fahrzeug nicht hierher, sondern im einem Museum.
Natürlich erweckte es bei Seyrah´s Fahrer das Interesse. Seyrah hingegen eher weniger. Sie entdeckte aber jemanden. Aus der Vergangenheit und ging zu ihm.
"Lang ist es her. Drei Jahre? Ihr hättet euch mal melden können." Sprach sie Shinru an.

Auch Doug erreichte nun die Kaserne. Die jungen Leute ignorierten ihn. Immerhin war er nicht in ihrer Altersklasse. Für einen Bullen hielten sie ihn jedoch nicht. Ansonsten wäre er schon lange zu einem Sieb verarbeitet worden. Die Jugendlichen zeigten zwar ihre Waffen, aber an sich wollten sie, dass dieses Rennen friedlich abläuft.
Der Ermittler Parkte, so Weise wie er war, sein Dienstfahrzeug sehr weit weg, von der Kaserne. Nur damit er unerkannt sich unter die Leute mischen konnte.
Schnell fiel ihm auf, dass es hier wohl anders zu ging als beim letzten Rennen.

Die Strecke war an sich noch nicht festgelegt. Einige bauten sie noch auf, aber das Gelände war riesig. Womöglich würde das Rennen nur hier stattfinden, anstatt auf den Straßen der Außenbezirke.
Selbst einige der Fahrer wirkten etwas anders als sonst. Einige schienen, aber die Ungewissheit zu mögen und gaben weiter mit ihren Fahrzeugen an.

Während die Vorbereitung für das Rennen liefen, sollte jemand seine nächtliche Planung über den Haufen werfen. Seine Wohnungstür wurde eingetreten. Ein paar Männer stürmten die Wohnung. Seine Vermieterin hatte die Schnauze voll. Schon lange wollte sie die Wohnung sanieren und dieser Mann war ihr im Weg. Daher musste er nun weichen und dies geschah mit Gewalt. Man stülpte über seinen Kopf einen Sack. Wehren konnte er sich dadurch nicht mehr. Dann zog man ihn in ein Fahrzeug und fuhr los Dorthin wohin es seinen Entführern gerade passte. Von den Stimmen her waren es jugendliche. Sie erfreuten sich über das leicht verdiente Geld.
Sie schliffen Viktor zur Kaserne. Am Eingang schmiss man Viktor. aus dem Sprinter. raus. Sie wollten nicht mit ihm zusammen hängen.

Unterdessen betrat eine weitere Person das Gelände. Zusammen mit ihrem Gefolge. Was sie hier trieb, wusste keine Sau. Nur, dass es ärger bedeuten könnte, aber sie verhielt sich jedoch sehr ruhig. Noch. Nur wie lange? Freundlich wurde sie ja nicht begrüßt. Grund waren ihre Gorillas und sie war nicht attraktiv, für die jungen Leute.
Damit waren sie nun alle da. All diese Menschen, aus den unterschiedlichen Schichten der Bevölkerung. Rotten sich hier zusammen, um ein Rennen zu verfolgen, welches eigentlich Illegal war und dennoch irgendwie geduldet wurde.

Constantine
15.02.2021, 09:27
https://abload.de/img/diamondavalukoy.jpg Endlich erreichte Diamond den Ort wo das Rennen stattfand, der Waffenmeister musste so oder so warten. Noch hatte sich ihr neuer Kontakt nicht gemeldet. Das Juri dann dass Geld jedoch ablehnte, war eine überraschende wenn doch nicht unwillkommene Reaktion.
Eine uralte Kaserne. Draußen in den Tiefen der Slums. Kein Wunder, dass es so schwer war diese Bande ausfindig zu machen.

Diamond stieg mit samt ihren Gefolge aus dem Fahrzeug. Freundlich begrüßt wurden diese ja nicht gerade. Doch das störte sie nicht sonderlich.
Ihre Augen wanderten langsam durch die unzähligen Reihen der Teilnehmer. Mit langsamen Schritten durchwanderte sie die Umgebung. Teenager, nichts als Teenager oder heranwachsende Jugendliche waren hier. Ein Seufzen entwich ihrem Munde. Kurz glitten ihre Finger über ihre Stirn. Warum war sie nochmal hier? Ja richtig, weil man die Gelegenheit für potenzielle Geschäfte niemals ausschließen darf.

Doch warum verfickt nochmal waren hier fast nur Jugendliche?! Ein Umstand der ihre Laune weit nach unten schnellen ließ. "Boss", bemerkte einer ihrer Handlanger, "bleib jetzt ganz ruhig, wenn du hier jetzt für Aufsehen sorgst und alles und jeden abmurkst, bekommen wir gar nix raus". "Schon gut, schon gut, schon gut", erwiderte Diamond, "ich werde diesen Kids schon nichts ant-", ihre Ohren wurden hellhörig, als sie eine Unterhaltung einiger Jugendlicher Fahrer wahrnahm.

Jemand erwähnte in übertriebener Dramatik einen Autounfall von vor wenigen Tagen gerade erst passiert. An einer wohl bekannten Bar. Schrilles Lachen war die Reaktion der umstehenden Jugendlichen, "und dann hab ich die Karre einfach dort stehen lassen, der Geländewagen war ein reinster Schrotthaufen, der Besitzer wird schön blöd aus der Wäsche geschaut haben, bwhahahah!", Diamonds Augen ruhten nun auf denjenigen, der unüberhörbar seinen Triumph auskostete. Die umher stolzierenden Mädchen die nur einen Hauch von Nichts anhatten, liefen unbekümmert an Diamonds Gruppe vorbei.

"Macht unauffällig ein Foto von dieser Rotznase", flüsterte Diamond und begab sich weiter in die Menge. Ihren Handlangern befahl sie das Gleiche. Die Männer teilten sich auf um dem Schauspiel beizuwohnen. Sollte etwas passieren, waren diese immer in ihrer Nähe. Doch um ihren Boss machte sich niemand allzu große Sorgen. Was Diamond auffiel, war dass jeder der jungen Fahrer sein Fahrzeug stark in Szene setzte. Das eine prunkvoller, als das andere, was durchaus seinen Reiz hatte. "Hmm.. ich frage mich wer diesen Gören wohl die finanziellen Mittel zur Verfügung stellt", murmelte sie mehr zu sich selbst. Es war ihr vollkommen gleich, ob jemand mithörte. Es war viel interessanter sich die einzelnen Autos anzuschauen.

Gosti
15.02.2021, 22:06
https://i.imgur.com/XM4BRQI.pngJuri wusste gar nicht dass Yumiko da oben ein kleines Trainingsgelände hatte, aber das zeigte ihr auch irgendwie wie wenig sie eigentlich über sie wusste, noch weniger als über sich selbst... Aber die Begrüßung war dennoch schön, und Juri hielt Yumikos Hände fest als sie sie so von hinten umarmte, und lehnte sogar leicht ihren Kopf nach hinten gegen ihre Freunding, eine Geste die man von ihr gar nicht so kannte, genausowenig dass sie überhaupt kochte, so als hätte ein Kind etwas angestellt und würde nun versuchen es so wieder gut zu machen^^
"Du kennst mich doch, bei allem wo man ein Kochbuch benötigt läuft man Gefahr dass ich eine Biologische Waffe daraus mache, daher nur was simples. Aber ich hab gar nicht bemerkt dass du Zuhause bist, zumindest bist du nicht durch die Wohnungstür rein?" fragte sie doch leicht verwundert während sie innerlich etwas nervös wurde, nicht wissend wie sie das eigentlich sagen soll was sie wollte, und sogar das mit dem Geschenk wirkte langsam eher wie eine dumme Idee... Vielleicht sollte sie das alles einfach lassen und es bei einem normalen Mittagessen belassen^^

Rosered_Strauss
16.02.2021, 02:31
Der heutige Tag verlief ganz und gar zu Viktors Ungunsten. Nicht nur, dass er bereits einen beinahigen Zusammenbruch erlitten hatte - nein, die Nachwirkungen davon (das Schluchzen und das quälend langsame sich-wieder-in-den-Griff-bekommen) trieben seine Vermieterin auch noch zur Weißglut, sodass sie nach einigen derben Worten und Schlägen gegen seine Wohnungstür von Dannen zog. Er war sich noch nicht einmal sicher, ob sie die Beleidigungen, mit denen sie ihn versehen hatte, tatsächlich ausgesprochen worden waren oder nur in ihrem Kopf bestanden...

Nach einer kargen Mahlzeit hatte er sich soweit gefasst, dass er seine Staffelei aufbauen und den Versuch starten konnte, sich wieder etwas zu beruhigen. Mangels eines Auftrags machte er sich nicht an einem Porträt sondern einem Stimmungsbild zu schaffen. Einem abstrakten, von kräftigen Farben gekennzeichneten Werk, welches eine seiner heutigen Erfahrungen verarbeiten sollte. Es war ein Bild, welches die tiefe Trauer eines Mannes darstellen sollte, der sich nicht sicher war, ob er schlief oder wachte. Seit einem schweren Schicksalsschlag hatte er sich dieser Stadt und seinem Umfeld entfremdet gefühlt, ja sich sogar in der eigenen Haut kaum noch erkannt. Seine Gedanken wurden von Tag zu Tag weh- und schwermütiger; etwas, was Viktor in tiefen Blautönen festhielt.

Wie immer half ihm die Kunst, sich wieder zu besinnen. Es war das einzig effektive Mittel, welches er für sich entdeckt hatte; besser noch als die Substanzen, die er sich in einigen schweren Phasen testweise injiziert hatte. Es half ihm, er selbst zu bleiben, half ihm dabei, die Emotionen anderer von den Seinen zu trennen. Und so floss die Schwermut in Farben aus ihm heraus auf die Leinwand, als er sich Pinselstrich für Pinselstrich beruhigte - bis plötzlich alles um ihn herum einem Alptraum wich. Seine Türe wurde aufgebrochen, mehrere Personen verschafften sich zutritt zu seiner Wohnung, offenkundig auf der Suche nach ihm. Er wurde niedergeschlagen, gefesselt, geknebelt und geblendet, indem man ihm einen Sack über die Ohren zog. Die Ruhe, die er sich mühsam erarbeitet hatte, war mit einem Schlag wieder zunichte gemacht worden -was blieb war nur noch der Lärm, der seinen Kopf bestürmte.

Er bekam kaum mit, wie sie ihm wohin auch immer brachten. Aus der Kakophonie der Gedanken, Emotionen und halbgaren Ansichten, die seinen Verstand bestürmten, konnte er heraus finden dass seine Peiniger wohl noch recht jung waren. So war auch die Schadenfreude, die sie ihm entgegen brachten; als sie ihn schlicht aus dem Sprinter hinaus warfen und einfach liegen liessen, etwas entschieden jungenhaftes. Mit einem harten Schlag prallte er auf den Gehweg als seine Lungen daran arbeiteten wieder Sauerstoff zu bekommen. Doch weitaus schlimmer noch als der körperliche Schmerz war der Umstand, dass sie ihn in ein bewohntes Gebiet geschmissen hatten. Er war ohnehin schon verängstigt und beinahe panisch, und das Gemisch der Emotionen, die nun auf ihn eindroschen, gab ihm den Rest. Er konnte keine Worte mehr formulieren, keinen klaren Gedanken mehr fassen - er schrie nur noch, schluchzte und flehte um Stille; eine Bitte, die die Umstehenden nur noch argwöhnischer machte. Selbst als ihm irgend jemand aufhalt gelang es ihm kaum, seine Gedanken zu fokussieren; ein heiseres Wimmern war alles, was seiner Kehle entwich.

hakuryu
17.02.2021, 03:28
https://abload.de/img/shinruava1.1ujk8y.jpg (https://abload.de/image.php?img=shinruava1.1ujk8y.jpg) Der Showbereich war diesmal breit gefächert. Sie waren recht zeitig angekommen und postierten sich am Rand. Was nicht hieß das sie das auch lange waren. Anders als am Vortag, schienen sich erstmal alle Teilnehmer präsentieren zu wollen oder müssen. Die Strecke stand wohl noch nicht wirklich fest und es wurde fleißig an den Absperrungen gebaut. Auf der Fahrt war dem Telepathen nicht entgangen das sein bester Freund gern geschaut hätte was er aus dem Wagen alles rausholen könnte. Mitlerweile hatten beide Männer genug Ahnung von Motoren und Autos um zu wissen was sie da gerade für einen Schatz durch die Gegend kutschierten. Anders als das Aussehen vermuten ließ, handelte es sich nicht, wie zuerst vermutet, um einen wirklichen Oldtimer. Das traf nur auf den Jaguar zu. Auch wenn der Mustang äußerlich wie aus dem 21. Jahrhundert aussah, der eingebaute Motor sagte da etwas ganz anderes. Shinru hatte die Daten aus dem Fahrzeugschein geprüft und war sehr überrascht gewesen. Doch bevor er es an Tegan weiterreichen konnte ging bei ihm eine Nachricht auf dem Handy ein.
Schön, dass sie dabei sind, Mr Ryusai. Mit dem Rennen ist mir bereits bekannt und ich könnte ein paar zusätzliche Augen dort gebrauchen. Sie müssten jemanden für mich im Auge behalten. Aber bitte nicht eingreifen solange ihr Leben nicht unmittelbar in Gefahr ist. Achten sie auf die Fahrer, sie werden schon wissen wen ich meine, wenn sie sie sehen.
Haben wir uns doch nicht geirrt als wir Seyrah gesehen haben. Ich bezweifle das er Juri gemeint hat, er hätte sie sonst erwähnt. Wir sollen die Fahrer im Blick behalten. Von dem Lilahaarigen bekam er nur ein zustimmendes Nicken. Schon allein die Aufmachung des Mustang erregte Aufsehen. Mit einem Seufzen konzentrierte sich Shinru und schraubte seine telepathische Reichweite massiv runter. Seine "Komfortzone" lag normal bei guten drei Metern, nur waren hier zu viele Menschen und er war nicht darauf erpicht von den Gedanken Anderer erschlagen zu werden. Zeitgleich hielt er so quasi noch einen Kanal offen falls Tegan oder Ayano etwas auffiel. Trotzdem verlangte es ihm Konzentration ab diesen kleineren Radius beizubehalten.
Ich werde mich ein wenig umsehen. Vielleicht schnappe ich ja was auf. Es scheinen auch nicht nur die selben Leute wie gestern da zu sein. Ich melde mich wenn was ist. Nimmst du Ayano mit? Nein, sie soll beim Mustang bleiben. Mit Ryu hab ich auch so noch einen Blick auf euch. Er gab seiner Freundin noch einen Kuß auf die Stirn und einen neckenden Klaps auf den Hintern (begleitet vom Gegröle einiger Umstehender) und verschwand in der Menge.
Ayano war doch wirklich ein wenig rot geworden. Wehe du lachst. Würde mir nicht im Traum einfallen. Das Grinsen in seinem Gesicht strafte seine Aussage Lüge. Dann wollen wir mal präsentieren was wir hier feines haben oder? Aber gern doch "Süßer" Lachend posiert sie verheißungsvoll halb auf der Haube und erntete so manche anerkennde Pfiffe. Sie erregte Aufmerksamkeit. Nicht nur wegen ihrer guten Figur, sondern gerade weil ihre Kleidung eher verbarg als das sie zeigte. Das in Verbindung mit dem Mustang hatten sie recht schnell eine kleine Traube von Schaulustigen. Fragen schossen von allen Seiten bezüglich des Autos auf sie zu. Freimütig wurden diese beantwortet, in den Motor geschaut, die Ausstattung bewundert, Fotos geschossen und gefragt ob Shinru am Rennen teilnehmen wolle. Letzteres wurde kategorisch abgelehnt. So mancher atmete erleichtert auf.
Nicht lange und es tauchten zwei bekannte Gesichter auf. Der Mann hatte nicht nur Interesse am Mustang, sondern auch in den Augen des Taschendrachen zu viel an Ayano. Er hatte sich bis jetzt wirklich sehr vorbildlich verhalten und sah wie ein hüpsches Accesoire aus. Das leiche Aufstellen des Felles war kaum wahrnehmbar. Ein angedeutetes Kopfschütteln des Blonden machte Ayano aufmerksam. Sie strich beruhigend über den Rücken den kleinen Drachengeistes. Sie unterhielt sich mit dem Fahrer und bekam nur am Rande mit das seine Begleitung mit Shinru sprach.

Lang ist es her. Drei Jahre? Ihr hättet euch mal melden können. Den angenehme Altton ihrer Stimme hatte er lange nicht gehört. Trotzdem war er noch vertraut. Hey, lange nicht gesehen. Wenn ich deine Nummer gehabt hätte, wäre was drin gewesen. Kurz sondierte er ihre oberflächlichen Gedanke und fand bestätigt das sie undercover war. Leicht neigte er sich seiner ehemaligen Kollegin entgegen. Ich wußte gar nicht das du auf Rennen stehst. Der junge Mann hier hat mich netterweise zu dem Vergnügen gebracht. Shinru konnte sich bei dem versteckten Augenrollen ein Lächeln nicht verkneifen. Brauchst du Hilfe? Bis jetzt nicht. Ich hab noch nicht die Infos die ich brauche. Deine Freundin? Eine Freundin, aber nicht "meine". Ein Grinsen auf beiden Gesichtern. Kommst du zurück? Süße, ich war nie wirklich weg. Mit diesen Worten strich er ihr sanft über die Wange. Nach außen sah es wie ein Flirt aus. Was ist mit Takahiro? Von ihm weiß ich nichts. Er hatte vor mir Psycorp verlassen ...

Weiter kam er nicht. Mit der Gewalt eines Gewittersturms brachen fremde Gedanken in seinen Schädel ein. Vor Schmerz knickten seine Beine weg. Geistesgegenwärtig griff Seyrah zu und hielt ihn. Die Gedanken waren so laut als würden sie direkt neben seinen Ohren gebrüllt werden. Offensichtlich gab es hier einen weiteren Telepathen. Einem dem völlig egal war das ihn jemand außer der Zielperson hören könnte. 729 ... Zeit ... gekommen. Schließ ... an. Die Stunde naht. Treff ... serne. När ... verpflichtet ...Trainiert ... sen Tag. Der "Empfang" war trotz der Lautstärke schlecht und die Antworten bekam er nicht mit, schienen aber anders auszufallen als gewünscht, was der letzte Satz dann auch bewieß. Dann wirst du sterben, so wie alle Ratten in diesem stinkenden Drecksloch. Das war übel. Und zwar richtig übel. Ganz ähnliche Gedanken kannte er aus dem Kopf des ehemaligen Präsidenken von Psycorp. Wessen Gedanken das jetzt waren konnte er nicht feststellen. Auffliegen war das Letzte was sie jetzt brauchen konnten. Das er wußte das was geplant war könnte ihnen einen kleinen Vorteil verschaffen die Leute zu retten. Vor was auch immer.
Shinru wandte sich flüsternd an Seyrah. Hast du Rückendeckung das du schnell hier raus kommst? Irgendwas stimmt hier ganz und gar nicht. Jemand will die Außenbezirke vernichten. Weißt du was davon? Der überraschte und dann in Entsetzen übergehende Blick sagte ihm alles was er wissen mußte. Auch wenn die Herlay ihre Fehler hatte, die Vernichtung der Slums hatte sie damals nicht zugelassen, dann würde sie es diesmal auch nicht tun. Ayano hatte seinen halben Zusammenbruch bemerkt und den Fahrer mit dem Seyrah gekommen war abgelenkt. Der vermeintliche Schulterdrache hatte hingegen die ganze Aktion aufmerksam verfolgt. Demnach müßte Tegan wissen das etwas nicht stimmte und sich bereits auf dem Rückweg zu ihnen beiden befinden.



https://abload.de/img/teganava1.1h2j0q.jpg (https://abload.de/image.php?img=teganava1.1h2j0q.jpg) Tegan schlenderte über das Gelände. Er wollte sich einen Überblick verschaffe von der Lokalität. Sie ware zu selten hier als das er schnelle Fluchtwege im Kopf hatte oder Abkürzungen. Die Autos waren wie am Tag zuvor aufgemotzt bis zum geht nicht mehr. Fast nackte Mädels räkelten sich auf den Motorhauben und zum Teil auch an den Fahrern trotz der kühlen Nacht. Der Herbst hielt langsam Einzug und so manches der halben Kinder würde sich mit Sicherheit eine Erkältung einfangen. Nur das sollte nicht seine Sorge sein. Er schaute wie viele mit in die offenen Motorräume und registriete die Unterschiede zum Motor seines Mustangs. Das war auch noch so eine Sache die er noch richtig verarbeiten mußte. Er mochte den Jaguar, sogar sehr, nur mußte man mit dem SEHR vorsichtig umgehen. Der Mustang hingegen war da ein ganz anderes Kaliber. Der war auf Spaß ausgerichtet und hatte dazu auch noch den richtigen und passenden Motor. Was genau den Unterschied zu den gänigen Motoren ausmachte, außer das es ein Verbrenner war, mußte er noch rausfinden. Shinru schien da schon was zu wissen, danach würde er sich am Ende des Tages erkundigen.

Durch die Augen von Ryu bekam er den Besuch bei seinem Freund mit und war nicht sehr erbaut über das offene anflirten von Ayano. Ihr über den Rücken streichen kam bei ihm so an wie es der Geisterscheinung gegeben wurde. Kleine sanft kreisende Bewegungen besänftigten sowohl den Mann als auch den Drachen.
Durch ein paar Nachtinsekten die er erschaffen hatte, bekam er mit das sich viele der Fahrer wunderten das sie so schnell schon wieder ein Rennen bestreiten konnten. Manch einer beschwerte sich hinter vorgehaltener Hand das er kaum Zeit hatte Schäden zu beseitigen oder Ersatzteile zu besorgen. Bei den Meisten lag der Fokus auf ihrem Sprit und die Reifen.
Nebenbei bekam der Lilahaarige die Ankunft einer ganzen Gruppe mit. Deren Begrüßung war schon mehr als frostig, man konnte es fast feindselig nennen. Für ihn ein Zeichen das die Leute hier eigentlich nichts zu suchen hatten. Die Warnung noch im Hinterkopf, umging er die Gruppe. Was nicht weiter schwer war. Die junge Frau in deren Mitte strahlte so eine Härte gepaart mit einem guten Schuß Arroganz aus, das er gerade sehr froh war das Ryu nicht an seiner Seite war. Der hätte es glatt fertig gebracht ihr einfach so in die Wade zu beißen. Ihre Gorillas fielen schon allein durch ihre Statur auf, von der einheitlichen Kleidung mal ganz zu schweigen. Also machte er einen Bogen drum, einige geflüsterte Gesprächsfetzen bekam er so mit. Golden Deers? Nie gehört, oder die sind noch nicht lange dabei. Mehr Gedanken machte er sich darüber nicht.

Interessiert beobachtete er den Streckenaufbau. Scheinbar sollte es diesmal nur hier auf dem Gelänge und nicht in den Bezirken stattfinden. Das konnte er nur begrüßen, das würde Unfälle mit Unbeteiligten quasi auf null reduzieren. Das dann ein Sprinter aus eine der Strecken geschossen kam, lies ihn die Stirn runzeln. Ohne die Geschwindigkeit zu drosseln wurde die Seitentür geöffnet und eine Person recht unsanft und mit einem Sack über dem Kopf aus dem Fahrzeug befördert.
Etwas stimmte mit der Person nicht. Blaue Farbkleckse fanden sich auf der Kleidung, fast so als wenn derjenige bei der Arbeit unterbrochen wurde. Wie dicht Tegan mit seinen Gedanken an der Wahrheit war, konnte dieser nicht wissen. Statt sich erstmal den Sack vom Kopf zu reißen, rollte sich der Mann zusammen, schrie, schluchzte und bettelte was das Zeug hielt um Stille. Seine Hände hatte er fest auf die Ohren gedrückt. Die Umstehenden machten sich schon auf gehässige Weise lustig. Der Arbitrator hatte nie verstanden warum man sich an den Schmerzen anderer so ergötzen konnte. Resigniert trat er zu dem am Boden liegenden und zog ihm erstmal den Leinensack vom Kopf. Viel brachte das allerdings nicht. Die wirren vor Panik verschwitzten Haare standen zum Teil ab und klebten halb auf seinem Gesicht. Zudem schlug er um sich. Hatte es zu Anfang noch den Anschein ungelenk zu sein, mußte der Dunkelhäutige schmerzhaft feststellen das dem nicht so war. Autsch! Verdammt noch mal, halt still. Ich will dir doch nur helfen. Unvermittelt hatt er einen Ellenbogen im Solarplexus. Der vollen Wucht konnte er nur durch eine leichte Drehung entgehen. Es folgten noch weitere Schläge des Mannes denen Tegan teilweise auswich, manche aber schmerzhaft einstecken mußte. Zwischenzeitlich war das Schreien zu einem heiseren Wimmern verkommen. Auch schien sein Gegenüber ihn nicht richtig zu sehen, was der Wucht der Schläge hingegen keinen Abbrucht tat.
Nur hatte Tegan jetzt genug. Der nächste Schlag wurde von ihm in einen Kote gaeshi umgewandelt und der Mann in einer Drehung mit der Angriffsrichtung zu Boden gebracht und festgehalten. Wieder brachte Ansprechen nichts. Durch die ausgeteilten Schläge des Mannes hatte sich eine Art Kampfring gebildet in deren Mitte sie sich befanden. Irgendwie schien das dem Mann am Boden etwas Ruhe zu geben das das Flehen um Stille nachlies. Schlagartig wurde dem Lilahaarigen klar um was es sich bei seinem vermeintlichen Gegner handelte. Sag das beim nächsten mal gleich das du Telepath bist. Versuch dich auf mich zu konzentrieren. Hey, jetzt nicht wegdriften. Der Kreis der Neugierigen zog sich langsam wieder zu und der am Bode liegende begann schon wieder fast zu weinen. Haltet mal ein wenig Abstand. Erst ein eisiger Blick ließ den Großteil der Leute zurückweichen. Den Rest erledigten Hunde die aus einer der dunklen Ecken geschossen kamen. Hey, bleib bei mir. Konzentration. Das solltest du hinbekommen. Was auch immer du kampfsporttechnisch machst, zeigt das du dich konzentrieren kannst. Also mach das gefälligst. Erst eine leichte Backpfeife lenkte den Blick der purpurnen Augen in die grünen von Tegan. Konzentration auf mich. Ich bin Stille. Ich bringe nichts in die Gedanken mit rein, nur Stille. Und jetzt komm. Dem Fremden, offensichtlich untrainierten, Arbitrator den Arm um die Taile und die Schulter legend, machte er sich auf den Rückweg zu Shinru. Die Hunde sorgten für den nötigen Platz. Durch Ryu hatte er im letzten Moment mitbekommen das auch sein Partner wohl unerfreuliche Nachrichten hatte. Seyrah beachtete er mit Absicht nicht als er ankam. Hilf mir mal kurz. Telepath, untrainiert, völlig überfordert. Klar. Weißt du wer nachher wen jagd? Noch nicht ganz. Damit wußte Tegan das er seine Hunde erst nach und nach verschwinden lassen konnte. Ebenso war Funkstille. Der Code stand schon seit Jahren und besagte das sie auffliegen konnten wenn sie ihre Fahigkeiten benutzten.Ayano, kannst du Kuro kurz Helfen? Unser Freund hier hat einen böse Migräne. Seyrah, ich hoffe du kannst auch helfen?

Auren
18.02.2021, 16:01
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"Nein, nein. Ich hab schon länger diese Kletterwand da hinten aufgebaut. Naja ich war da oben und bin da eingenickt." Dies passierte ihr ziemlich selten.
"Außerdem kannst du sie gar nicht kennen. Immerhin bist du den ganzen Tag unterwegs, aber so bist du nun mal." Daran gab es keinen Zweifel.
"Aber sag mal, so schwer ist das Kochen nun auch nicht. Soll ich dir später mal etwas zeigen?"






https://abload.de/img/spielleiter9qjp4.png

Das Lamm und die Wölfe...

Sein Zustand war alles andere als gut. Besser gesagt, war er mehr ein fall für ein Krankenhaus. Nur ihn hier raus zu bringen war gerade etwas kompliziert, nämlich gar nicht.
Seyrah drehte sich kurz zu ihrem Fahrer. Er war immer noch am flirten. Ein Umstand den sie gern begrüßte.
Dann widmete sie sich den jungen Männern zu.
"Er geht eigentlich in ein Krankenhaus. Wie hat er es bis hier her geschafft?" Die Frage blieb vorerst unbeantwortet.
Sie half Tegan, den Mann erstmal zu Stützen und später ins Auto zu setzen.
"Lange kann er nicht hier bleiben. Dies würde er nicht überstehen. Außerdem würde ich gern erfahren, was er hat."

Ironhide
18.02.2021, 18:30
https://abload.de/img/dougava1.14tk0a.png
Vorteilhaft für Douglas war, dass es bereits dunkel war, so konnte niemand seine kleine Drohne am Himmel entdecken, hören bei dem lärm sowieso nicht. Dank exzellenter Kameratechnik konnte sie sehr hoch steigen, so bestand auch keine Gefahr, das sie jemand versuchte mit irgendwas abzuwerfen. Solche Idioten gab es ja immer. Derzeit befand sie sich im Automatikmodus und zeichnete einfach nur auf, die Bilder würde sich Douglas später ansehen können. Aber er konnte auch jederzeit mit seinem Smartphone die Steuerung selbst übernehmen. Außerdem hatte er einen direkten Stream zur Kamera, verschlüsselt und auch nicht so leicht zu hacken. Mann musste schon wirklich sehr gut sein um das System zu überlisten. Außerdem musste man erstmal wissen, dass da oben was war und bei den ganzen Drohnen die von den Organisatoren rumflogen, um das Renngeschehen auf die Leinwand zu bringen, viel seine eh nicht auf, würde sie doch entdeckt werden.

Douglas gefiel die Umgebung allerdings nicht, noch viel weniger das fast jeder, den er sah, bewaffnet war. Wirklich verstecken tat die Waffen keiner und je länger Douglas hier verweilte desto mieser wurde sein Gefühl. Er befand sich hier auf einem Pulverfass und die Lunte war extrem kurz. Was wenn einige zu viel tranken und die Stimmung dann aggressiver wurde? Rennen hin oder her, wie Alkohol wirkte und wie temperamentvoll Jugendliche werden konnten, kannte er selbst zu gut. Man hat von nichts Ahnung, denkt aber man sei der Größte, stärkste und wichtigste Mensch im Umkreis von 5 Kilometern. Gepaart mit dem Glauben man sei Unverwundbar, dem angeblichen Wissen über die eigene Unfehlbarkeit und dem Irrglauben jeder hier würde die eigene Meinung als Gesetzt hinnehmen, war eine so gefährliche Mischung, dass es an ein Wunder grenzen würde, gäbe es hier kein Blutbad. Er hoffte das es vielleicht sowas wie einen Kodex gab, den er nicht kannte, ausmalen wie das hier enden könnte, wollte er sich nämlich nicht. Dennoch sah sich der Agent etwas um
Er schlenderte mit etwas Abstand an dem Showbereich vorbei, entdeckte Shinru recht schnell, der Wagen und das Mädchen waren allerdings neu. Es standen eine Menge Autos dort, erkennen tat Douglas allerdings nur einen Ferrari und eine Viper von Doge. Selbst den Mustang von Shinru war ihm unbekannt. Alles Autos, die gebaut wurden, als die Welt noch in Ordnung war. So wusste er nicht, dass daneben gleich ein McLaren stand, ein Wagen der zu seiner Zeit mit zu dem exklusivsten und teuersten gehörte, was es gab. Auch ein Challenger war zu sehen, ebenso unbekannt für Douglas. Ein Stück weiter stand dann noch ein SLK von Mercedes, daneben der Lancer Evolution X von Mitsubishi und noch etliche andere Marken wie BMW, Toyota, Audi, Subaru und Lamborghini. Nichts davon war ihm bekannt, da er sich nicht für die Automobilgeschichte interessierte. Für Gesichte im Allgemeinen ja, so konnte er einem den Verlauf des zweiten Weltkrieges von Anfang bhis ende schildern, aber eben nicht, wie sich die Entwicklung von zum Beispiel dem Seeverkehr Gleisverkehr abspielte.

Nachdem er sich ein Bild über die Örtlichkeit gemacht hatte, insbesondere über den wahrscheinlichen Verlauf der Rennstrecke, den Show Bereich und den ein oder anderen Verkaufsstand, suchte Douglas eine etwas ruhiger Ecke auf und nahm sein Smartphone zur Hand, um mit der Drohne ein genaueres Bild zu bekommen. Er lehnte sich dazu an eine Wand die etwas abseits vom Geschehen war. Die Drohne schwebte weit genug oben, so dass Douglas fast das gesamte Gelände im Blick hatte. Er zoomte etwas ran um sich die ein oder andere Ecke nochmal genauer anzusehen, dabei fiel ihm etwas auf, was ihm gar nicht Gefiel und seine Befürchtungen nur verstärkte, es könnte hier noch ein Blutbad geben. Zwei sehr gepflegte aber doch bullige Geländewagen fuhren vor und aus dem einem stieg eine ganze Reihe von laufenden Kleiderschränken, aus dem anderen ebenso, nur zusätzlich noch eine recht edel gekleidete Dame. Douglas erkannte sie nicht, aber er bei den Gorillas um sie herum läuteten bei ihm alle Alarmglocken. Sofort dachte er an irgendeinen Warlord und wenn so einer meint, hier mitmischen zu dürfen, dann war hier definitiv kein ruhiges Ende in Sicht. Die im Blick zu behalten war dafür aber umso leichter. Sie fielen in der Menge richtig gut auf.

Die größte Aufmerksamkeit zogen natürlich die aufgereihten Wagen und die Mädchen auf sich und als dann zu erkennen war, dass eben jener Wagen des Gewinners des letzten Abends auftauchte, lenkte das auch Douglas seine Aufmerksamkeit auf sich. Er wusste ja, das Syerah da drinsitzen würde – hoffte er.
Tatsächlich war sie unversehrt, wie er wenig später auf seinem Smartpohne erkennen konnte. Die Drohne konnte auch abhören, doch den Versuch startete Douglas erst gar nicht, denn dafür war es einfach zu Laut drum herum. Da hätte er schon so dicht rangemusst, dass die Drohne praktisch direkt neben Shinru und Syerah hätte schweben müssen. Seine Kollegin wusste natürlich, dass irgendwo eine Drohne sie im Blick hatte, aber das musste der Rest ja nicht auch wissen. So verstand Douglas nichts von dem Gespräch, aber er würde davon ja später sicher erfahren, wenn es was Relevantes gab. Dann kam etwas Unruhe in die Sache, denn zwei Fremde kamen ins zu der Gruppe hinzu.
Einer von beiden schien sehr angeschlagen, der andere war merkwürdig. Irgendenwie glaubte Douglas ihn schonmal gesehen zu haben, doch einordnen konnte er ihn nicht so richtig. Er würde das weiter beobachten.

Survivor
19.02.2021, 00:06
https://abload.de/img/ketelavatar80kmi.jpg (https://abload.de/image.php?img=ketelavatar80kmi.jpg)
Schmerz lass nach. Der Kniestoß der Frau hatte ihn genauso überrascht wie die Person selbst.
Ketel schwieg zu den gesagten Dingen, war er doch damit beschäftigt, den Schmerz zu lindern oder zu ertragen. Kaum dass die beiden aber verschwunden waren, richtete er sich jedoch auch schon wieder auf. Mit leicht zuckenden Beinen und einem ziehen im Unterleib welches noch kurz anhalten würde. Wie von selbst flogen als nächstes die Akte und die angeblichen Baupläne in seine Hand. Er überflog auch nur die erste Seite der Pläne mit einem Blick, wodurch ihm klar wurde das es sich wohl um irgend einer Art Gewehr handelte. Er verstaute sie sorgfältig, um sich später in aller Ruhe mit ihnen befassen zu können.
Anders als vermutet jedoch, konnte er mit der Akte weniger anfangen als er dachte. Er blätterte sie durch, doch die Infos die in ihr standen, sagten ihm nichts und brachten ihn auch nicht weiter. Folglich überlegte er weiter was er mit der Akte machen sollte. Verlieren oder zerstören kam nicht infrage. Das würde nur zu Problemen und weiteren Besuchen dieser Typen führen. Sie hatten ihn irgendwie schon einmal aufgespürt und behelligt, während er geschlafen hatte und in seinen Augen versteckt war. Also blieb nur der Ermittler.

Doch wie sollte Ketel den finden, sie hatten ihm keine weiteren Infos zu dem Mann gegeben und das es ein Er war, folgerte er weil es eine Ermittlerin gab. Doch diese würde er nicht erkennen.
„Puhhhhhh...Menschen finden ist nicht gerade dass was mir liegt, meistens finden man ja eher mich...“
Der Waffenmeister stellte sich wieder an das Fenster und blickte hinab auf das Spektakel. Den Störenfried seiner Nachtruhe hatte er ja nun gefunden, den musste er also nicht finden.
Wieder kamen ihm die Worte über seine „Kollegen“ in den Sinn und das diese sich bereits hier vor Ort befinden sollten. Etwas dass er gar nicht gebrauchen konnte. Wenn es wirklich jemand war der ihn kannte, würde das nur Fragen über ihn aufwerfen und seinen Frieden gefährden den er, zumindest bis vor kurzem noch, genoss. Jedoch würde es sich nur ändern wenn sie ihn fanden. Folglich brauchte er sich noch keine Gedanken darüber machen.
Da er nur selten bis gar nicht auf solche Menschenansammlungen stieß, ging Ketel seiner Neugier nach und öffnete das Fenster vor dem er stand. Doch das reichte ihm irgendwie nicht, er wollte sich lieber einen Überblick verschaffen, der ihn das Ganze sehen ließ. Also kletterte er behände aus dem Fenster und ging die Außenfassade des alten Stabsturms hoch. Für jemand Außenstehenden, der Ihn sehen würde, bot das sicher einen seltsamen Anblick. Eine Person die im rechten Winkel zur Wand, selbige nach oben ging.
Oben auf dem Flachdach angekommen, setzte Ketel sich erst einmal hin und nahm sein Fernglas zur Hand. Zusehen waren neben Menschen auch überall Autos.
Ketel hatte den Faible für Autos nie verstanden. Klar es hatte dazugeführt das er nun ein Versteck, eine Unterkunft hatte, doch die Begeisterung mit der die jungen Leute damals die Karren in der Tiefgarage zerlegt hatten, konnte er nicht nachvollziehen. Das einzig interessante an einem Auto, war für Ketel wenn überhaupt der Motor oder das Getriebe, die Dinge die für die Leistung zuständig waren. Die beiden Dinge die am kompliziertesten waren. Ihn interessierte nicht das Aussehen wie die Form oder die Farbe. Ein Auto hatte für ihn vier Räder und fuhr von A nach B.
An und für sich war dieser ganze Trubel auf seine Art aber erfrischend anders. Sogar einige aus der Unterwelt schienen diese Events aufzusuchen. Er erkannte sie gleich an ihrer Art und Weise.
„Er wird kommen. Erneut auferstehen. Die Welt nur für uns. Euch Niederen zu Sklaven machen.“
Diese Worte ließen Ketel am wenigsten kalt. Sein Gefühl sagte ihm das es ungemütlich werden könnte, sehr ungemütlich.

Auren
20.02.2021, 09:25
https://abload.de/img/yuma22ava1.1ajjb0.jpg

Yuma war nun da. Auf dem Kasernen Gelände. So viele jungen Menschen auf einem Fleck und einige fielen besonders auf.
Allein wegen ihrer Kleidung. Da konnte die junge Mutter nicht mithalten.
Ein Seufzen entwich aus ihren Lippen.
Jemand grub sie an. Klar sie war jung und fiel somit ins Raster der Jugendlichen.
"Lass mich in ruhe. Ich möchte mich nur ein wenig umsehen."
Sie ließ die Herren einem nach dem anderen Abblitzen und ging weiter.
Yuma setzte ihre Suche fort und setzte dabei auf einer ihre Fähigkeiten, aber etwas schien sie zu stören. Trotz einer mittelmäßigen Abschirmung.

Daher ging sie zu dem Mustang rüber und konnte schnell die Quelle ausfindig machen.
"Ihr macht es vollkommen falsch!" Flüsterte die junge Mutter nur. Mehr zu sich selbst als zu den Leuten am Mustang.
"Er ist wie ein kleines Kind! Selbst wenn sein Körper erwachsen ist." Auch diese Worte wurden geflüstert. Nur damit Seyrah´s Fahrer ja kein Wort verstand. Dies diente mehr für ihre eigene Sicherheit.

Yuma sprang darauf regelrecht ins Auto hinein. Niemand konnte sie darin hindern, setzte sich neben dem unbekannten und legte ihre Handtasche weg.
Danach drehte sich Yuma zu ihm um, was danach folgte war wohl für die Anderen ein kleiner Schock. Als Yuma ihn umarmte und über seinen Kopf strich.
"Alles ist in Ordnung. Niemand wird dich weiter quälen. Diese Leute werden dir helfen. Also beruhige dich für das erste."
Ihre Handbewegungen wirkte so als würde sie ein Kind beruhigen, dabei hielt sie alle fremden Gedanken von ihm.
Dies war ein kleiner Trick um nicht sofort auf zu fliegen. Shinru erkannte sie sofort als Telepathen. Klar er zeigte ja auch jeden anderen Telepath seine Fähigkeiten und für Yuma war er gerade wie ein offenes Buch.
Auch die Anderen waren wie offene Bücher. Schnell erkannte Yuma, dass diese Gruppe nur wegen einem hier sind. Klar, sie könnte die Gruppe weiter unter die Arme greifen, aber warum sollte sie es tun?
Als der unbekannte sich etwas beruhigte, löste Yuma die Umarmung. "Ihr habt wohl keine Kinder:" Sprach sie den Blonden an.
"Allein dein versuch ihn zu besänftigen ist kaum mit anzusehen."
Sie schloss kurz ihre Augen, drang mit ihren Gedanken in denen von Shinru ein ohne ihn dabei mit Schmerzen zu belasten.
"Ich weiß, dass du mich bereits durchschaust hast. Daher kann ich dir auch alles sagen, aber eines musst mir versprechen! Falls es zu einem Chaos kommen sollte, rette all diese Menschen hier."
Eine kurze Pause folgte darauf, sowie ein starker Widerstand von Shinru ausgehen, aber für Yuma war dies kein Hindernis. Sie brach seinen Versuch sie aus seinem Kopf zu werfen.
"Ich bin nicht wegen euch oder den Kindern hier. Sondern wegen einer gefährlichen Person. Ihr solltet euch nicht zu sehr auffallen. Ich habe keine Lust die einzige Spur zu verlieren, die ich Momentan habe. Außerdem sind seine Gedanken zu gefährlich. Deine Fähigkeit ist nicht ausgereift. Dein Ausbilder sollte man erschlagen! Mir fehlt leider jetzt die Zeit für eine Anweisung. Ich kann nur eines sagen, schirme nicht seine ab oder der anderen. Wandel sie um in etwas, was ihn beruhigt. Dies sollte helfen und dich ebenfalls schützen."
Sie brach den Kontakt ab.
Natürlich kennt sie nun Seyrah´s Kontaktperson. Ihn zu finden wäre jetzt ein leichtes, aber es war nicht ihr Ziel.
Ihr blick ging zu Ayano. "Du solltest es wirklich ausprobieren. Kinder sind etwas wunderschönes, glaub mir. Außerdem würdest du eine gute Mutter abgeben."
Danach stieg sie aus dem Fahrzeug aus. Dann klingelte ihr Handy und Yuma ging ran.
Eine laute stimme war zu hören, aber Yuma konnte sie sofort zum schweigen bringen.
"Ich tu dass, was ich für richtig halte. Du weißt es!" Sie legte auf.

Gosti
21.02.2021, 00:57
https://i.imgur.com/XM4BRQI.pngDie Aussage dass sie etwas in dieser Wohnung nicht kennen konnte weil sie immer außer Haus war traf Juri wie ein Stich ins Herz, vor allem weil sie ja selbst wusste dass Yumiko damit Recht hatte... Da stellte sich ihr einmal mehr die Frage wieso sie überhaupt noch hier war. Sie hatte es eigentlich nicht verdient überhaupt so versorgt zu werden, sie war eigentlich nichts besser als ein Parasit der nur in ihrer Wohnung übernachtete... Man hätte sie schon längst hinausschmeißen sollen... Aber wie immer versuchte Juri sich ihre Gefühle nicht anmerken zu lassen, und wich sofort auf das erst Beste aus um sich Selbst davon abzulenken. "Gern, aber, ich fürchte da verschwendest du nur deine Zeit... genauso wie mit mir..." sagte sie mit einem Lächeln, den letzten Teil natürlich nur in ihren Gedanken sagend. Wie so oft wenn sie Zeit mit Yumiko verbrachte steckte ihr jedoch dieser Knoten im Rachen der es sogar schwer machte überhaupt zu atmen oder zu schlucken, und eigentlich will sie sogar fragen ob sie schon eine neue Tätigkeit gefunden habe nach der sie sich umsehen wollte, aber selbst das bekam sie irgendwie nicht über die Lippen, wobei die Tatsache dass sie hier mitten am Tag wieder weggenickt war zeigte ja auch dass es wohl nicht so war...
So rühte sie noch das Pesto etwas weiter an, mischte noch etwas Gewürzmischung hinzu die sie hier hatten, und ein paar Chili-Flocken für etwas mehr Würze, und machte schon die Teller bereit und richtete alles her. Dabei war es schon fast so als würde sie ihre Freundin etwas ignorieren, aber was hätte sie auch groß sagen sollen. Zumindest als sie sich dann zum Essen setzten fragte sie zumindest wie es ihr sonst so geht, und ob sie heute noch etwas vor hätte. Es Klang wie normaler smalltalk, und nicht weil sie wissen wollte ob sie heute Abend Zeit hätte für etwas wo sie nicht mal wusste wie sie es fragen sollte...

hakuryu
22.02.2021, 00:47
https://abload.de/img/shinruava1.1yhjun.jpg (https://abload.de/image.php?img=shinruava1.1yhjun.jpg) Seyrah schien die ganze Situation nicht ganz zu verstehen und meinte das der Fremde in ein Krankenhaus gebracht werden sollte. Immerhin half sie Tegan diesen in den Mustang zu verfrachten. Als sich dann eine weitere Person einfach so mit ins Auto setzte verblüffte nicht nur den Telepathen. Die Blicke von Tegan, Seyrah und Ayano sprachen Bände. Letztere lenkte immer noch ungewollt den Fahrer ab. Der hatte wohl eindeutig Ambitionen ihr gegenüber. Das daraus niemals was werden würde konnte der Mann jetzt noch nicht wissen.
Das was die Fremde dann tat ließ bei Shinru die Alarmglocken schrillen. Ihre geistige Berührung war wie ein eisiger Hauch in seinem Kopf. Zeitgleich schaffte sie es mühelos sämtliche Gedanken aus dem Fahrzeug zu verbannen. Wie groß der Radius war wollte er nicht rausfinden, dazu war der andere Telepath zu nah gewesen. Und das jetzt würde mit Sicherheit die Aufmerksamkeit auf sie lenken. Als die Fremde dann gedanklich mit ihm sprach gefiel ihm nicht, sie war sich der Gefahr wohl nicht bewußt. Das was sie dann zu sagen hatte widersprach dem dann doch zum Teil. Der Blonde baute Schicht um Schicht eine Barriere auf, die sie dann einfach umging. Auch wenn sie das schmerzlos hinbekommen hatte, was für ein sehr intensives Training sprach und dem jungen Mann einen Hinweis darauf gab mit wem er es hier zu tun hatte, versuchte er sie aus seinem Geist regelrecht rauszuschmeißen. Mitlerweile war er sehr verärgert darüber was sie tat. Sie ließ ihn aber auch nicht zu Wort kommen, geschweige denn das er sie aufhalten konnte.Ich bin nicht wegen euch oder den Kindern hier. Sondern wegen einer gefährlichen Person. Ihr solltet euch nicht zu sehr auffallen. Ich habe keine Lust die einzige Spur zu verlieren, die ich Momentan habe. Außerdem sind seine Gedanken zu gefährlich. Deine Fähigkeit ist nicht ausgereift. Dein Ausbilder sollte man erschlagen! Mir fehlt leider jetzt die Zeit für eine Anweisung. Ich kann nur eines sagen, schirme nicht seine ab oder der anderen. Wandel sie um in etwas, was ihn beruhigt. Dies sollte helfen und dich ebenfalls schützen. Danach wandte sie sich Ayano zu, faselte etwas von Kindern und stieg aus. Von ihr unbemerkt oder unbeachtet, was es war konnte Shinru nicht genau sagen, stand sie einem der Hunde gegenüber als sie quasi in ihr Telefon fauchte.
Der Mann den Tegan angeschleppt hatte wirkte sehr benommen, wohl einen Folge seiner Fähigkeiten. Seltsamerweise hatte sein zittern zugenommen als die Frau ihn hielt und den weißgekleideten zurecht wies. Der Hinweis mit der Umwandlung klang gut, nur hatte er keine Ahnung wie er das anstellen sollte. Am einfachsten wäre sowas wie eine Gedankenschleife mit ruhigen Mantras und Bildern. Allerdings war er sich nicht sicher ob das funktionieren würde. Das zitternde Bündel auf der Rückbank schien nicht wie er selbst zu sein. Viel zu sensibel. Selbst wenn man seine Gedanken oder die der anderen abschirmen würde hilft das nicht richtig. Die Verrückte hat das ja gemacht. Ihr Ärger hat ihn trotzdem aufgeregt. Könnte es sein? Nein. Oder doch? Der Alte hatte mal erwähnt das es Unterkategorien geben würde was Telepathen anbelangt.
Mitlerweile war er auch aus dem Mustang raus und konnte gerade noch die Hand des Fahrers von Seyrah aufhalten als diese zu Ayano´s Hinterteil wanderte. Du solltest das nicht machen, die junge Dame ist vergeben. Das ist doch meine Sache. Sie ist nun mal ein Hingucker und warum nicht prüfen? Die schneidene Antwort von Ayano die diese mit einem zuckersüßem Lächeln im Gesicht vorbrachte ließ den Mann verstummen. Weißt du Antonio, ich glaube das du dir auch nicht einfach, von einer Frau die absolut nicht dein Typ ist, an die Eier gabschen läßt. Oder liege ich da falsch?




https://abload.de/img/teganava1.1h2j0q.jpg (https://abload.de/image.php?img=teganava1.1h2j0q.jpg) Da kam eine Frau, die klamottentechnisch so gar nicht hier her paßte, auf sie zu. Sie ignorrierte nicht nur die wolfsähnlichen Hunde sondern auch ihn und faselte etwas davon das sie alles flasch machten. Perplex schaute er ihr zu wie sie mit im Auto verschwand.
Dann tat sie irgendetwas. Die geistige Funkstille war eine Sache, das völlige Fehlen der Präsens seines besten Freudes eine ganz andere. Auch der Blick des Blonden sprach von Problemen. Schlagartig war auch er alarmiert. Hier muß ein ganzes Nest von Telepathen sein. Instinktiv baute er um seinen Geist eine Barriere.
Sie hatten beide trainiert. Jeder hatte einen eigenen Weg gefunden das selbst ihr Lehrer Probleme hatte ihn ihre Gedanken zu kommen. Seltsamer Weise war Tegan da effektiver als sein Freund gewesen. Um jetzt in seinen Kopf zu kommen, müßte derjenige extrem brutal vorgehen. Das hatte dann aber zur Folge das sein Geist massiven Schaden nehmen würde. Der Alte hatte es als eine Art natürlichen Schild bezeichnet den er selbst noch verstärken konnte, was er jetzt auch tat. Die geistigen "Witterungen" von Shinru oder dem Alten würden durchkommen, alle anderen würde mehr als rüde abgewiesen werden.
Der ärgerliche Gesichtsausdruck von seinem Kumpel ließ einen der drei Shikoku Ken (Hunde mit wolfsähnlichem Fell, auf den Rücke gerollte Rute, etwas kleiner als ein Akita, aber eindeutig Hunde) zu der Frau treten die eben aus seinem Mustag gestiegen war. Ich tu dass, was ich für richtig halte. Du weißt es! Der agressive Ton in ihrer Stimme und die ruppige Bewegung als sie das Handy vom Ohr nahm ließ die Lefzen des Tieres die Zähne freilegen. Völlig verdatterte schaute sie ihn das Gesicht des Hundes. Dieser knurrte sie jetzt an. Beschwichtigend hob sie die Hände und wich einen kleinen Schritt zurück. Süßes Hundchen, ich tu dir nichts. Also tu du mir auch nichts. Dann runzelte sie die Stirn gefolgt von einem nachdenklichen Blick. Doch bevor Tegan etwas sagen konnte, mußte er sich mächtig zusammenreißen und innerlich den Taschendrachen davon abhalten dem Fahrer die Hand abzureißen. Shinru war da zum Glück schneller und hielt die Hand von Antonio fest. Auch wenn die Antwort von Ayano ihn sehr amüsierte, trat er doch zu den dreien. Danke mein Schatz, besser hätte ich das nicht ausdrücken können. Damit küßte er sie. Sie wurde rot. Ihre Hand strich wieder beruhigend über den Rücken des Drachen. Mann und Drachengeist beruhigten sich sichtlich.
Die Telepathin nutzte unterdessen die Gunst der Stunde und entfernte sich vom Mustang. Allerdings kam sie da nicht weit. Auch wenn die Hunde Geisterscheinungen waren reagierten sie wie normale Hunde. Sie bewegte sich zu schnell und mit gesenkten Blick. Etwas was selbst bei Wölfen nicht gut gehen konnte und den Jagdtrieb auslöst. Mit ein paar Sätzen war das Tier bei der Frau und verhinderte knurrend das sie einfach verschwinden konnte. Die Arbitratoren brauchten Antworten und sie könnte diese vielleicht geben. Sie versuchte dem Shikoku mehrfach zu umgehen. Ohne Erfolg und sehr zum gefallen der Umstehenden. Leider war Aufmerksamkeit etwas was Tegan absolut nicht brauchen konnte. Bleiben Sie doch einfach noch einen Moment. Ich hätte da noch ein paar Fragen an Sie. Etwas strich an seiner geistigen Barriere entlang und war unvermittelt verschwunden. Autsch! Überrascht sah sie den Lilahaarigen an. Nicht nett. Haben Sie noch nie davon gehört das man wenigstens Anklopft wenn man irgendwo rein möchte? Einfach in wildfremden Gedanken zu stöbern gehört sich nicht. Ihre Ausbildung muß weitaus umfangreicher gewesen sein als meine. Allerdings nicht bei uns. Ich würde mich dran erinner wenn noch ein andere Telepath als Kin oder Hunter bei Psycorp gewesen wäre. Wer genau sind Sie also? Shinru war zusammen mit Ayano zu den beiden getreten. Seyrah kümmerte sich unterdesen um Antonio. Dem Fahrer war die angespannte Atmosphäre nicht entgangen. Leider war die Musik viel zu laut als das er etwas von dem Gespräch mitbekommen könnte.

Auren
22.02.2021, 10:59
https://abload.de/img/avayumikoneul5jvn.jpg
Juri wirkte irgendwie anders. Sie war doch viel fröhlich, aber jetzt scheint die Stimmung komplett gekippt zu sein. Obwohl beide sich eigentlich prima verstanden. Selbst beim Essen wurde fleißig über den verbrachten Tag gesprochen. Yumiko erzählte von ihrem neuen Waffenschmied. Auch seine merkwürdigen Macken. Doch irgendwann war es soweit und Yumiko stellte Juri eine Frage.
"Stimmt irgendetwas nicht? Du verhältst dich anders als sonst. Eigentlich bist du doch meine lebhafte Juri. Die sich stets irgendetwas in den Kopf setzt, aber heute..."
Yumiko wollte es nicht aussprechen.
"Bist du etwa Krank? Oder hat dich jemand bedroht?" Es folgten noch weitere Fragen die in der ähnlichen Richtung gingen.
"Juri, du kannst es mir doch sagen. Ich helfe dir, selbst wenn ich dabei durch die Hölle gehen muss."



https://abload.de/img/yuma22ava1.1ajjb0.jpg

Viel Möglichkeiten blieb ihr gerade jetzt nicht. Die Hunde waren ihr im Weg. Sie zu beseitigen wäre ein leichtes, aber es würde alles noch schlimmer machen als es jetzt schon war.
Yuma drehte sich, wandte sich an dem jungen Mann zu, dessen Haare eindeutig gefärbt war. In Seine Gedanken einzudringen, war jetzt nicht unmöglich, aber halt extrem Zeitaufwendig.
Diese Zeit wollte sie eben nicht vergeuden. Nicht hier und jetzt.
"Für Fragen habe ich jetzt keine Zeit und außerdem stört euer Freund hier. Da frag ich mich, wie du da noch bei klaren Verstand bist?"
Yuma atmete tief durch. Nicht um den Frust los zu werden, sondern einfach erst einmal herunter zu kommen.
"Na gut. Ihr lässt mich sowieso nicht gehen." Jetzt nahm sie sich die Zeit für seine Fragen, aber ihre Geduld hat auch Grenzen. Auch wenn Yuma kein Blutbad anstrebt, so würde sie alles unternehmen um eben diese Person aufzuhalten.

hakuryu
24.02.2021, 01:57
https://abload.de/img/teganava1.1h2j0q.jpg (https://abload.de/image.php?img=teganava1.1h2j0q.jpg) Die Fremde versuchte erst weiterhin abzuhauen was so einige Lacher der Umstehenden zur Folge hatte. Letztlich gab sie entnervt auf. Na gut. Ihr laßt mich sowieso nicht gehen. Das liegt an Ihnen. Wer sind Sie, wo wurden Sie ausgebildet und was machen Sie hier? Dabei glitt sein Blick zweifelnd über ihre sehr konservative, fast schon biedere, Kleidung. Augenscheinlich hatte sie weder was mit der Rennszene noch mit den Fahrern an sich zu tun. Warum war sie also hier und versaute ihnen den Auftrag?
Wieder ein entnervtes Seufzen. Mein Name ist Yuma. Eine Telepathin wie du bemerkt haben solltest. Ausgebildet wurde ich im amerikanischen Hauptsitz von Psycorp auf Brother Island. Im Prinzip bin ich eine Kollegin von Blondy. Damit schaute sie zu Shinru rüber. Ich bin gewissermaßen hergerufen worden. Ich muß hier jemand wichtigen treffen und ihr versaut mir gerade meine Spur. Euer Freund sollte sich wirklich mal etwas mehr zusammenreißen. Ungläubig schauten die beiden Arbitratoren die Frau vor ihnen an. Sie meinte ernst was sie sagte und lag dabei doch so daneben. Tegan strich sich durch die Haare. Er war sich nicht sicher was er von ihr halten sollte. So blieb er erstmal bei der offensichtlichen Wahrheit. Wer der Mann ist, weiß ich selber nicht. Der wurde vor ein paar Minuten aus nem Transporter geschmissen. Bevor die den Wegkacheln hab ich ihn in mein Auto gesetzt. Hier fährt den zumindest keiner über den Haufen. Der Blick von Yuma bekam etwas zweifelndes. Als wenn der schwarzgekleidete einen Hilflosen einfach sich selbst überlassen würde. Das konnte seine Gegenüber zwar nicht wissen, war aber eine Tatsache. Mit einem Seitenblick vergewisserte er sich das sich der Zustand des Mannes nicht verschlimmerte hatte. Der lag immer noch leise vor sich hin wimmernd auf der Rückbank den Mustangs.
Die Hunde hielten die noch verbliebenen Schaulustigen auf Abstand. Der Großteil der Menge hatte sich verzogen da nichts weiter passiert war und sie eh wegen des Geräuschpegels nichts verstehen konnten. Das Ganze ging sie auch nichts an. Hoffentlich kann hier keiner Lippenlesen.




https://abload.de/img/shinruava1.1yhjun.jpg (https://abload.de/image.php?img=shinruava1.1yhjun.jpg) Yuma. Damit holte sich Shinru die Aufmerksamkeit der Frau zurück. Ich hab den Mann vor zehn Minuten zum ersten mal gesehn. Das tut also nichts zur Sache. Ist Ihnen eigentlich bewußt, das sie sich selbst ihre Spur versaut haben? Sie platzen einfach in sein Auto, schaffen ein Gedankenvakuum in einem Umkreis den ich nicht ergründen will und behaupten allen ernstes wir machen was flasch? Der Blonde war sauer. Wenn er mit seiner Vermußung recht haben sollte, wäre das die reinste Folter für ihren Gast im Mustang. Innerlich gemahnt er sich zur Ruhe und atmete tief durch. Mir ist da etwas zu Ohren gekommen, will aber bei bestimmten Leuten nicht auffallen. Ich bin davon überzeugt das diejenigen ebenfalls über einen Telepathen verfügen. Und jetzt kommen Sie. Ohne einen Überblick zu haben platzen sie hier einfach mit Ihren Fahigkeiten rein. Damit dürften Sie unseren Standort weitreichend bekannt gemacht haben. Noch nie was von oberflächlicher Sondierung gehört? Sie haben uns geraden ein riesiges Ping auf die Köpfe gesetzt. Ich gebe also Ihre eigene Frage zurück. Sind Sie noch bei Verstand? Manieren haben Sie auch nicht. Ungefragt und unvermittelt bricht man nicht in die Gedanken anderer ein. Das ist so als wenn ich einfach in Ihre Wohnung marschieren und Ihre Küche plündern würde. Yuma's Blick wurde trotzig. Ihre Erwiederung war wegen des Lärms nicht zu verstehen.

Der hatte immer weiter zugenommen. Mehrer Fahrer stritten sich. Immer hitziger wurden die Dispute das sogar die Gruppe um den Mustang mitbekamen das es um Reifen ging. Einer behauptete das diese ihm gestohlen worden waren, doch eine Gruppe hielt dagegen. Tegan war das nur recht, so lag die Aufmerksamkeit woanders. Er wandte sich um, an eine Unterhaltung war nicht mehr zu denken. Selbst Yuma wirkte unschlüssig was sie jetzt machen sollte. Die Atmosphäre heizte sich immer weiter auf. Seyrah hiel Antonio fest damit dieser sich nicht auch noch einmischte. Als anschreien dann nicht mehr reichte, kam es zu ersten Handgreiflichkeiten. Einer der Fahrer landete an seinem eigenen Fahrzeug und hinterließ ein Delle. Dafür kassierte der Angreifer eine Schelle die sich gewaschen hatte. Es entstand eine wüste Keilerei. Beide Parteien waren darauf bedacht keine Waffen zu benutzen. Das wäre dann das Ende vom Rennen gewesen. Als sich die Prügelei in Richtung des Mustang's bewegte, merkten die Hunde auf. Doch auch die Richtungsänderung nach einem wilden Kurren hielt nicht lange an. Beide Prügelknaben wurden von ein paar Gorillas in Anzügen weggetreten. Shinru bemerkte die Frau in deren Mitte die recht unbeteiligt wirkte, dabei lief es ihm kalt den Rücken runter. Ihr sollte man besser aus dem Weg gehen.
Seine Hoffnung, das sich die Kontrahenten nach den Tritten beruhigen würden, zerschlug sich in dem Moment als ein kreischendes Knirschen neben ihnen erklang. An dem Dodge neben ihnen zeigten sich mehrere häßliche Kratzer. Verursachte wohl von einem der Schaulustigen der den Kämpfenden ausweichen wollte. Wie kann man nur so blöd sein und nen Nietengürtel bei nem Rennen tragen. Der Weißgekleidete massierte sich mit Daumen und Zeigefinger die Augenbrauen. Mitlerweile bezweifelte er stark das es eine gute Idee gewesen war hierher zukommen. Der Besitzer des Dodge verpaßte Nietengürtel einen auf die Zwölf. Leider Richtung Tegan sein Auto. Die Hunde bißen jetzt zu. Schmerzhafte Rufe wurden laut. Na toll. Genau das was wir nicht haben wollten. Messer? Ja. Kein Bedarf an einem Kugelhagel. Damit gab der Telepath eine Handvoll seiner Wurfmesser an den Lilahaarigen. Rasche wohlgezielte Würfe von beiden Männern markierten eine Trennlinie aus Messer im schmutzigen Boden. Einen Schritt näher an meinen Mustang und du fährst nie wieder selber. Ayano trat auf ihren Freund zu und legte ihm die Hand auf den Arm in der eine weitere rasiermesserschrafe Klinge durch sein Finger tanzte. Das Zittern des Taschendrachen zeigte Shinru wieviel Beherrschung es seinem besten Freund kostete nach außen ruhig zu bleiben. Absolutes Gift für Mimose im Wagen. Wir sollten verschwinden bevor hier noch alles den Bach runter geht.

Constantine
24.02.2021, 03:00
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Diamond begutachtete während dessen sämtliche Fahrzeuge. Jedes einzelne dieser Bonzen Karren wurde sehr gepflegt, unter den Motorhauben glänzten die einzelnen Komponenten, die Fahrer waren sichtlich stolz auf ihre Schätzchen während sich leicht bekleidete Mädchen anderen Hecks räkelten.

Diamond hegte nie ein großes Interesse an solcherlei Veranstaltung und von Autos hatte sie nur bedingt eine Expertise aber es entging ihrem Blick nicht, wenn jemandem sein Fokus auf eine bestimmte Sache richtet.

Plötzlich jedoch änderte sich das Verhalten der Jugendlichen. In ihrer Nähe entfachte ein Streit. Das Gebrüll der Jugendlichen war deutlich wahrnehmbar. Ein Umstand der nun nicht unbedingt in ihren Plan passte. Der Streit eskalierte. Während ihre Handlanger einige Raufbolde problemlos in ihre Schranken verwies, traten ihr jedoch zwei junge Punks entgegen. Beide jungen Männer waren gut einen Kopf größer als Diamond und spielten sich durch die eh schon angeheizte Stimmung ihr gegenüber besonders auf.

Ihre Handlanger beobachteten diese riskante Situation. Würden diese jetzt eingreifen, würde das die Autorität ihres Bosses untergraben doch würden sie gar nichts tun.. könnte das böse für die beiden Jugendlichen enden.

„Was ist n an dir so besonders, du dämliche Bitch“, fluchte der Punk. Wild mit seinem Messer fuchtelnd, wollte dieser Diamond einschüchtern, als dann jedoch der zweite diese am Kragen ihres Jackets packte, weil er sich von ihrer kalten Art provoziert fühlte, brachte diese Aktion ihre Geduld zum Überlaufen.

Ihr Blick änderte sich. Mit kalten Augen sah Diamond auf das Haupt des Jugendlichen, der das Messer immer noch vor ihrer Nase herum fuchteln ließ. „Du lässt mich jetzt lieber los, sonst wirst du die nächsten Rennen im Krankenhaus aus beobachten“, entwich es einer Härte in ihrer Stimme, die einem die Nackenhaare zu Berge stießen ließ. Der Blick ihres Gegenübers sprach Bände. Ohne, dass sie es wollte, war nun eine kleine Traube entstanden.

Offenbar galt es unter den Jugendlichen als eine Art Mutprobe sich mit einer Bande anzulegen, beistehende Fahrer feuerten den Raufbold sogar noch an, einige wollten beschwichtigen doch dies war wegen der aufgeheizten Stimmung kaum möglich.

„Ohne deine Gorillas bist wohl doch nicht so mutig, was?“, doch noch ehe der Punk reagieren konnte, stemmte Diamond ihre Beine zu einem Standsprung an nur um Ihr Knie direkt in den Sodaplexus des jungen Mannes zu rammen welcher daraufhin röchelnd und Speichel hustend wie ein nasser Sack zu Boden glitt.

Der zweite Punk wollte seinen Kollegen rächen, griff ebenfalls mit einem Messer an doch binnen weniger Minuten entwaffnete Diamond diesen, vollführte einen Ausfallschritt zur Seite und schnellte mit ihrer Handkante an dessen Kinn hoch woraufhin auch dieser nach hinten kippte und unweigerlich in der Nähe des Mustangs im Staub liegen blieb.

Schlagartig wurde es still in der Traube. Diamond richtete sich und klopfte ihr Jacket zurecht, drehte sich dann jedoch zu der Menge, die kurz darauf war vollkommen auszurasten. „Ich weiß unsere Anwesenheit behagt einigen von euch Kopfschmerzen.. doch seid versichert, dass wir nur wegen des Rennens hier sind und eine gute Show genießen möchten“. „Solche Kinder auf die Matte zu schicken, ist nicht schwer“, erklärte sie ruhig und verschränkte ihre Arme ineinander. „Wie wäre es mit einem kleinen Friedensangebot.. anstatt, dass wir uns alle gegenseitig die Köpfe einschlagen, gebe ich euch nach dem Rennen einen aus und wir lassen in meiner Bar die Fetzen fliegen, der Sieger dieses Rennens kriegt meinen besten Champagner als kleine Belohnung und wir vergessen unseren Unmut“.

Es herrschte immer noch Stille doch nach binnen weniger Sekunden hatte sich die umherstehende Traube geeinigt und man hörte nur noch Freuden schreiendes Gebrüll. Diamond hatte es tatsächlich geschafft diese wütende Meute mehr oder minder zu beruhigen, obwohl noch mehr aus der Masse steche sie nicht vor gehabt hatte. Ein Seufzen entwich ihren Lippen. Einer ihrer Handlanger schritt zu ihr, ein Nicken reichte aus und die beiden Raufbolde wurden aus der Traube gebracht.

Rosered_Strauss
26.02.2021, 02:27
Viktors Kopf war ein einziger Strudel an Gedanken und Emotionen. Es war nicht weiter verwunderlich, dass er versucht hatte davon abstand zu nehmen, sich selbst erlaubt hatte in der Ohnmacht zu versinken - in süßer, notwendiger Stille. Doch mit pochenden Schläfen meldeten sich die Umstehenden nach und nach zurück - mit Schmerzen, die ihn beinahe wieder die Besinnung raubten. Sein Mund öffnete sich zu einem wortlosen Stöhnen als er seinen ganzen Willen zusammen nahm, um sich gegen die Kakophonie von Emotionen und Stimmen zu wehren. Um sich selbst nicht inmitten dieses Sturmes zu verlieren. Er hielt die Augen fest geschlossen, presste sie gar zusammen, um sich ganz auf seinen inneren Kampf zu konzentrieren, den er nicht verlieren durfte. So konzentriert war er darauf, dass er gar nicht bemerkte, dass er sich in der Gesellschaft anderer befand. Dieser Umstand wurde ihm erst bewusst, als er von jemandem in den Arm genommen wurde. Zwar erschrak er darüber, doch es half auch. Doch ob sie mit ihm redeten war schwer zu erkennen, immerhin war es immer noch so laut...

Zumindest anfangs. Noch während er sich konzentrierte, während er den auslichtslosen Kampf um die Ruhe bestritt, die er sich so verzweifelt herbei sehnte, wurde es plötzlich still. So still wie er es noch nie erlebt hatte. Plötzlich drangen nur noch die Geräusche an sein Ohr, die auch alle Anderen wahrnehmen konnten, die sich in der Umgebung aufhielten. Etwas war geschehen. Jemand hatte ihm geholfen - nur wie? Seine Augenlieder flatterten als er sich langsam auf seine Umgebung besann. Licht drang in seine Augen und ließ ihn selbige zusammen kneifen. Verschiedene Emotionen durchfluteten ihn, doch anders als sonst waren es nur seine Eigenen. "Wo... bin ich?" fragte er und war überrascht darüber, wie heiser er sich anhörte. Wie trocken sich seine Lippen anfühlten. "Sind Sie... hat mir jemand von ihnen geholfen? Es still ge..." begann er, brach jedoch ab. 'Es still gemacht'? Ja, das war natürlich ein Satz, der einen idealen Eisbrecher darstellte. Der perfekte Weg, um als normaler Mensch angesehen zu werden. Sein Blick fiel endlich auf die Frau, die ihn in den Armen hielt. Seine Augen weiteten sich. Sie! Sie musste es gewesen sein. Hier war er, sprichwörtlich in ihren Armen, und er konnte ihre Gedanken nicht hören! Nicht fühlen, was sie fühlte! Es war unbeschreiblich befreiend.

Dann jedoch rutschte jemandem die Faust aus, woraufhin eine weitere flog. In Windeseile entwickelte sich ein Handgemenge, Drohungen wurden ausgetauscht und eine mehr als geladene Stimmung entstand. Und noch immer nahm er davon rein gar nichts wahr. So konnte er sich auf die Umstände konzentrieren, in denen sie gerade steckten - und die Gefahr einschätzten, in der sie sich jetzt befanden. Er fand sich stehend wieder, bereit, sich seiner Haut zu erwehren. Er wusste nicht, was hier vor sich ging, wusste nicht, wer hier wer war. Er wusste nur eines: einer derjenigen, bei denen er sich gerade aufhielt, hatte ihm geholfen - auf eine Art und Weise, wie er es noch nie erlebt hatte. Viktor kämpfte den Drang nieder, sofort in eine Kampfhaltung zu wechseln, wie er sie durch langjährige Übung kannte. Er sorgte nur dafür, dass er einen sicheren Stand hatte, um im Falle eines Falles reagieren zu können. Mit nunmehr wachem Geist beobachtete er die Situation, ohne sich jedoch zu Wort zu melden. Was sollte er hier auch sagen?

Ironhide
27.02.2021, 16:29
https://abload.de/img/dougava1.14tk0a.png Der Nachteil nur Bild, ohne Ton zu haben war in Momenten wie denen, die Douglas grad beobachtete, ein Manko, was es in Zukunft unbedingt auszumerzen galt. Nur Seyrah konnte ihm davon berichten, wenn er denn Kontakt mit ihr aufnehmen würde. Es passierte so viel in so kurzer Zeit, dass Douglas drauf und dran war, einzuschreiten, da er sich um die Sicherheit seiner Kollegin sorgte. Zuerst dieser wildfremde Mann, der alles andere als normal wirkte und von jemanden gebracht wurde, der Douglas zwar bekannt vorkam, aber er ihn nicht einordnen konnte. Doch es wurde dann noch wilder. Eine weitere Dame kam dazu, Douglas ebenso unbekannt und die verschwand im Auto, nachdem der andere Fremde dort auf die Rückbank gesetzt wurde. Es wurde ein wenig hektisch, aber noch passierte nichts, was Seyrah Akut in Gefahr brachte oder sein Eingreifen unbedingt erforderte. Es war halt schwer für Douglas die Situation komplett richtig Einzuschätzen, er musste auf sein Urteilsvermögen vertrauen. Ja das war nicht schlecht, doch die Lage dort änderte sich im Sekundentakt. Immer mehr Protagonisten wurden bei dem Schauspiel interessant oder spielten zumindest eine Rolle. Douglas musste rauszoomen um die ganze Szenerie im Blick zu behalten, denn auch abseits von Shinrus Wagen tat sich einiges und kurz darauf schien die Lage zu eskalieren. Plötzlich bekamen sich einige der jungen Leute in die Haare und Douglas hatte keine Ahnung worum es ging, Der Grund konnte ein völlig nichtiger sein, bedeutete aber irgendeinem alles auf der Welt.

Und bevor sich Doug versah, waren die Kleiderschränke vor Ort und mischten auch noch mit. Nun ärgerte sich Douglas richtig, dass ihm der Ton fehlte, denn für ihn sah es so aus, als würde diese feine Dame mit ihren Leibwächtern in irgendeiner Weise etwas damit zu tun haben und wollte sich halt nicht die Suppe von irgendwelchen Halbstarken versauen lassen. Und er wusste, sollte sie wirklich zu einem der Warlords gehören, die man noch nicht gefasst hatte, dann wäre diese Frau gefährlich und skrupellos. Und wie das enden würde, war ihm sehr wohl bewusst. Er nahm sein zweites Smartphone aus der Tasche, dass, womit er Seyrah erreichen konnte und fing hastig an, eine Nachricht einzutippen. Er würde eine ganz unverbindliche Frage stellen, die, sollte irgendwer das mitlesen, keinen Verdacht schöpfen. Es würde wie eine ganz zwanglose Nachricht aussehen und ihre Antwort würde, sofern sie schreiben konnte, ebenso zwanglos sein. Syerah würde jedoch verstehen, was Douglas damit bezwecken wollte und konnte ebenfalls entsprechend reagieren und ihm mitteilen, ob sie Hilfe benötigte. Etwas angespannt wartete er auf eine Reaktion, doch als er auf dem Bildschirm sah, dass die Lage sich schon wieder beruhigt hatte – wie auch immer war ihm noch ein Rätsel – da vibrierte das andere Handy und die Nachricht von Syerah signalisierte ihm, dass ein Eingreifen nicht nötig wäre. Doch signalisierte sie ihm, dass die Lage angespannt sein, ihre Einschätzung nach. Syerah schien irgendetwas nicht zu gefallen aber sie konnte Douglas nicht mittteilen was und warum. Das er das alles aus der Antwort von Syerah herauslesen konnte, veranlasste Douglas nun doch dazu, sich auf den Weg in ihre Nähe zu machen. Er würde sich abseits halten, aber stets so, dass er im Fall der Fälle umgehend eingreifen können würde. Die Drohne versetzte er dazu in einem Automatikmodus, setzte vorher noch einen Maker auf Syerah, so dass die Drohne ihr folgen würde, nur für den Fall das er sie im Getümmel verlieren sollte. Dann machte er sich auf den Weg durch die Massen von Menschen.

Auren
28.02.2021, 12:31
https://abload.de/img/spielleiter9qjp4.png
Die stille Nacht...

Ruhe kehrte ein. Doch nur, weil eine weitere Gruppe aktiv wurde. Mit denen man sich nicht wirklich anlegen sollte. Die jungen Leute kamen dadurch etwas zu sehen. Womit die Anspannung unter ihnen nach unten gingen.
Zum Glück.
Eigentlich wollten sie nur hier und da etwas angeben. Dabei aber keinen Straßenkampf ausführen. Diese Zeiten waren ja vorbei.

Nach diesem Vorfall dauerte es noch ein paar Minuten. Die Strecke war endlich soweit und auf Bildschirmen wurde der Verlauf präsentiert. Es ging sogar ein Teilstück unter die Kaserne. Damals wurden die schweren Waffen eingelagert. Doch nun dienen diese unterirdischen Lagerräume als Rennstecke. Dort war jede Menge Platz. Zum driften optimal.
Die Fahrer freuten sich. Endlich gab es mal eine richtige Herausforderung.
Diesmal konnten sogar mehr als nur sechs von ihnen teilnehmen.
Nein die Strecke war für zwanzig von ihnen ausgelegt.
Damit sollte dieses Rennen das größte sein.
Die ersten stellten sich an der Startlinie auf. Einige schoben sogar den Mustang zur Linie. Die Männer konnten nichts dagagen tun.
Yuma ging in der Maße sogar beinah verloren. Selbst sie war über die Jugendlichen ziemlich überrascht.
Ihre Feindseligkeit gegenüber ihnen sank auf null. Irgendwie ließ sie sich gerade von Hype mit reißen.
Sie ging zu Shinru rüber. Er war ja für sie wie ein Gleichgesinnter.
"Euer Fahrzeug. Ich glaube nicht, dass ihr daran teilnehmen wollt, oder doch?"
Sie nahm ihr Handy heraus, klappte es auf und tippte noch schnell eine Nachricht.
"Die Kinder wollen wohl euren Mustang in Aktion erleben."
Der Wind wehte auf.
Ihr Blick schweifte dann hoch zu den Dächern. Scheinbar sah sie jemanden, wirkte aber jedoch nicht beunruhigt. Eher entspannter. Als wäre sie selbst gerade zum Kind geworden.
Solche Events waren ja komplettes Neuland für Yuma gewesen.

Selbst die Schatten scheinen sich zu zeigen. Zumindest eine Person.
Er schien hier das sagen zu haben.
Der Mann ging den gesamten Streckenverlauf durch. Seine Erklärung war präzise. Sogar die gefährlichen Stellen wurden gezeigt. Vermutlich nur, um Unfälle zu vermeiden.
Oder gar einen weiteren Todesfall.

Nach dieser Ansprache folgten weitere Fahrer mit ihren Fahrzeuge und plazierten sich an die Startlinie. Letzte Wetten wurden angenommen. Letzte Worte wurden gewechselt. Noch einmal zupften die Frauen ihre Kleidung zurecht.
Ehe das Ritual des Starts erfolgen sollte. Traditionell betrat eine leichtbekleidete Frau die Strecke, stellte sich vor den Fahrzeugen auf.
Dies war ein Signal für alle unbeteiligten.
Tegan und Shinru mussten sich nun einigen, wer von ihnen das Rennen bestreiten sollte. Auch wenn sie keine Lust hatten daran teilzunehmen. Ihr Mustang stand da.

Selbst Seyrah stieg zu ihrem Fahrer ein. Die Motoren wurden gestartet. Man wollte sie noch fix warm laufen lassen, bevor es endlich los gehen soll.

Gosti
28.02.2021, 20:59
https://i.imgur.com/XM4BRQI.pngJuri musste leicht kichern als Yumiko sie fragte ob sie krank sei oder bedroht wird. Generell musste sie sich einfach wundern wieso sie sich überhaupt für sie so sorgte, sie gab ihr eigentlich keinen wirklichen Grund, zumindest aus ihrer Sicht. Sie hatte ihren eigenen Kopf, tat was sie wollte und war eigentlich nie da außer am Abend etwas zusammen zusitzen und zusammen zu schlafen. Klar, Juri selbst würde alles für Yumiko tun, sie war einfach die wichtigste Person in ihrem Leben, konnte aber einfach nicht verstehen wieso es umgekehrt sein sollte...
"Ha, nein, mir geht es eigentlich gut, es ist nur... Schon seit einiger Zeit Frage ich mich wieso du mich überhaupt noch erträgst. Ich tue kaum etwas für dich, habe sogar das Gefühl dass ich dich ausbremse... Ich schaffe es ja nicht mal wirklich zu sagen was ich denke... Und... daran wollte ich einfach ein bisschen was ändern..." sagte sie leicht bedrückt. Ihr Herz pumperte ganz wild in ihrer Brust, wie sie schon sagte viel es ihr einfach schwer auszusprechen was so alles durch ihren Kopf geht, und je mehr sie darüber nachdenkt desto mehr kommt es ihr wie ein Fehler vor überhaupt all das hier getan zu haben, und will einfach weglaufen...
Dazu kam dann auch noch dass wenn Yumiko davon redete diesen neuen Waffenschmied sprach, ihr erster Gedanke war dass das vielleicht die Person war die diese Frau suchte, und darauf hin fühlte sie nur noch mehr dass sie hier Yumiko einmal mehr für ihre eigenen Zwecke ausnuzten würde wenn sie diese Informationen wirklich verkaufen würde, womöglich Yumiko in gefahr bringen wenn sie das tun würde, und man durch ihn auf sie schließen würde... Da stellte sie sich wirklich die Frage ob es nicht allgemein besser wäre wenn sie komplett ihren eigenen Weg geht und ihre Freundin zurück lässt, zu ihrem Schutz, denn sie konnte die Befürchtung einfach nicht los werden dass sie Yumiko früher oder später mit ihren Aktionen irgendwie ins Verderben mit reißen würde...

Constantine
01.03.2021, 16:58
https://abload.de/img/diamondavalukoy.jpg

Endlich hatte sich jene Meute beruhigt. Diamond wirkte alles andere, als begeistert für irgend einer dieser Gören ihren besten Champagner abzugeben. Doch Geschäft ist Geschäft. Ein leises Seufzen entwich ihr erneut, als sie im Kopf nachrechnete, was dieser kleine Abstecher kosten würde.

Plötzlich änderte sich die Stimmung der Jugendlichen. Begeisterung lag in der Luft. Die Teilnehmer wirkten vollkommen euphorisch während die Fahrer ihre Fahrzeuge positionierten, feuerten Schaulustige diese bereits an.

Es wurde laut, es wurde schrill, die leicht bekleideten Mädchen räkelten sich nur noch mehr. Sehr zur Freude diverser Zuschauer. Dutzende Buchhalter nahmen erste Wetten entgegen, Diamonds Handlanger wirkten ein wenig unbeteiligt doch als diese ihren Leuten signalisierte, dass auch diese etwas Spaß haben duften, war deren Freude anzumerken. Einige blieben natürlich immer in ihrer Nähe, um ihre Sicherheit nicht zu gefährden.

Diamond wirkte noch immer unbeteiligt, ließ sich dann jedoch auch von der Stimmung der Euphorie anstecken. Warum nicht etwas Spaß haben. Hier und da wurden ein paar Wetten platziert. Plötzlich jedoch gesellte sich einer der Fahrer in ihre Nähe. Seine Augen klebten förmlich an ihr und trotz ihrer Präsenz sprach der junge Mann sie an, ob sie nicht Lust hätte bei ihm mit zu fahren. Einige der umher tänzelnden Mädchen warfen verärgerte Blicke in ihrer beiden Richtung, offensichtlich war dieser Fahrer sehr beliebt.

Erst als ihr Handlanger neben ihr stand, wich der junge Mann zwar kurz zurück aber nur um den nötigen Abstand zu wahren. „Boss, sieht aus, als hättest n Verehrer“, Diamond hob eine Augenbraue nach oben. „Wenn du mitfahren willst, wird es dir niemand von uns übel nehmen du sollst auch mal auf deine Kosten kommen“. Ein leichtes Grinsen war bei ihrem Handlanger zu sehen, dieser gab ihr einen leichten Schubs woraufhin Diamond leicht nach vorne knickte doch ihr Gegenüber war so Geistes gegenwärtig und fing Diamond auf.

Diese sah den jungen Mann mit einem Blick an, der hätte töten können. „In Ordnung ich fahre bei dir mit.. aber fasst du mich noch einmal unaufgefordert an, endest du wie deine Kollegen“, der junge Mann lachte herzhaft und bat an, dass sie ihren Arm bei ihm einhaken konnte. „So angenehmer?“, kein Kommentar war von ihr zu hören.

Sie begleitete den Fahrer zu seinem Fahrzeug und nahm auf dem Beifahrersitz Platz. Sich schonmal anschnallen, schweiften ihre Augen durch das Cockpit. Alles hatte seinen Platz, es wirkte sehr gepflegt. Ja nicht einmal Zigarettengeruch war wahrnehmbar. Als einige der Zuschauer sahen wie Diamond in den Wagen stieg, hörte man unweigerliche Pfiffe doch diese wurden ignoriert. „Also Boss hast du auch einen Namen oder soll ich dich die ganze Zeit so ansprechen, ich bin Jack“, er streckte ihr seine Hand entgegen. Diamond erwiderte seine Gestik. Nicht, weil sie Gefallen an ihm fand, sondern weil es sonst respektlos ihm gegenüber wäre. „Diamond“, erwiderte diese nur kurz angebunden. „In Ordnung Diamond dann lass uns die lahmen Vögel hinter uns abhängen und eine geile Show hinlegen“, Jack startete schonmal den Motor und Trag immer wieder auf das Gaspedal, so dass die umherstehende Meute den Sound seines Motors hörten. Ein Umstand den Diamond nur kurz mit ihren Augen rollen ließ doch das leichte Lächeln verriet ihrem Gegenüber, dass sie Spaß hatte.

hakuryu
05.03.2021, 00:44
https://abload.de/img/shinruava1.1yhjun.jpg (https://abload.de/image.php?img=shinruava1.1yhjun.jpg) So schnell wie die Keilerei begonnen hatte, wurde sie auch wieder beigelegt. Was Shinru überraschte war, das es von der jungen Frau ausging die einen gefährlichen Eindruck machte. Das er sich zusammen mit Tegan ein paar Schritte von Yuma und dem jungen Mann entfernt hatten, bemerkte er erst als dieser die genervte Gedanken seines Freundes auffing. Glaub mir, keiner will das das Ganze hier eskaliert. Wäre ja noch schöner. Ich bin mir nicht sicher was ich von allem hier halten soll. Diese Yuma muß eine ziehmlich starke Telepathin sein wenn sie Mimose helfen kann und dich aus allem rausschmeißt. Der Blonde mußte lachen. Der Blick des Lilahaarigen war sehr beredet. Zumindest die Reichweite hat sie massiv eingeschränkt. Könnte also sein das wir nicht sofort entdeckt wurden? Durchaus möglich das es nicht aufgefallen ist. Hab vorhin was mitbekommen was eindeutig nicht für mich bestimmt war. Hab auch nicht alles verstanden. Möglich das es an sie ging. Yuma hatte wohl eindeutig nicht vor herzukommen. Trotzdem ist sie hier. Aus dem Augenwinkel bemerkte er den jungen Mann. In dessen Kopf war kein reinkommen. Yuma stand dichter an ihm dran als am Telepathen. Für ihn ein deutliches Zeichen wie stark sie ihren Wirkungskreis eingeschränkt hatte. Der Blick des Mannes war klar, aufmerksam und irgendwie befreit. Wieder etwas was Shinru in seinen Vermutungen bestärkte was Mimose war. Er beherrscht eine Kampfkunst. Vielleicht auch mehrere. Er hat gut ausgeteilt und das in seinem Dämmerzustand. WAS ZUM GEIER MACHEN DIE DA???
Da hatten es doch wirklich ein paar der Jugendlichen geschafft an den Mustang zu kommen. Unter allgemeinem Gejohle schoben die den zur Startlinie. Ayano war immer noch an Tegan's Arm untergehakt. Nur das verhinderte schimmeres. Yuma trat zu dem Weißgekleideten und bestätigte das das Auto am Rennen teilnehmen muße. Ob sie das wollten oder nicht. Ihr Blick zu den Dächern entging ihm nicht. Selbst die Sinne bis dahin auszustrecken würde nichts bringen. Wer auch immer dort war, war zu weit entfernt und Yuma hatte immer noch ihre Fähigkeiten aktiv. Tief durchatmend schüttelte er kurz den Kopf und trat dann auf Mimose zu. Auf die Frage wer er sei und warum er gekidnapt wurde, bekam Shinru erst einen taxierenden Blick und dann doch widererwartend eine Antwort. Mein Name ist Viktor Jurij Smirnow, ich bin Künstler. Entführt haben mich junge Verzweifelte, die sich durch rauschhaft Gewalt und Nervenkitzel von ihren eigenen Problemen ablenken wollten. Geld spielte auch eine Rolle. Ein Künstler? Warum sollte man so einen entführen und dann einfach halb auf einer Rennstrecke aus dem Auto schmeißen? Daruf würde er wohl keine Antwort bekommen und Viktor schien es nicht zu wissen. Die verteilten Monitore sprangen an und zeigte die nun fertige Strecke. Eine genaue Beschreibung folgte. Offensichtlich wollte man verhindern das es Unfälle gab. Yuma war jetzt auch Feuer und Flamme und auch der Künstler verfolgte interessiert das Geschehen. Dabei hielt er sich immer in der Nähe der Frau auf.



https://abload.de/img/teganava1.1h2j0q.jpg (https://abload.de/image.php?img=teganava1.1h2j0q.jpg) Tegan war wütend. Die jungschen People schoben doch tatsächlich seinen Mustang zur Startlinie. Zwei von ihnen hatten hinterher blaue Flecke von den Zähnen der Hunde. Blut wollte er vermeiden, auch wenn er das gerade am liebsten sehen würde.
Klar hatten sie vorhin noch über eine Rennteilnahme geflachst, doch fehlte die Praxis mit dem Fahrzeug. Der Mustang hatte eine ganze Menge unter der Haube, das war ihm schon beim ersten starten und gasgeben bewußt geworden. Es würde definitiv Spaß machen. Die Strecke, die mitlerweile fertig gestellt war, versprach Anspruch, Konzentration und Nervenkitzel. Auch wenn er es eher ruhig mochte, ab und an gestattete er sich den Geschwindigkeitsrausch. Nur eben auf gerader Strecke und so das er keinen gefährden konnte.
Seinem Ärger tat dies aber keinen Abbruch. Das letzte von Shinru's Wurfmessern landete zwischen den Beinen eines der Jugendlichen. Dieser nahm die behandschuhten Finger vom Mustang und trat mit einem erschrockenem Satz zurück. Von fragen habt ihr wohl noch nie was gehört, oder? Bleib mal locker. Die Augenbrauen des Dunkelhäutigen schnellte in die Höhe. Dieses Schmuckstück ist für Rennen wie geschaffen. Einfach nur rumstehen ist doch öde. So nen Motor hab ich noch nicht gesehn. Wir haben auch aufgepaßt keinen Kratzer oder ne Delle reinzumachen. Kannst deine Hunde zurückpfeifen? Die machen mir Angst. Das leichte Zittern war Tegan nicht entgangen. Das die Tiere nicht gerade zimperlich mit ihnen umgegangen waren hatte sie nicht abhalten können den Mustang wegzurollen. Allerdings hatte der eine gerade die Schnauze mit gebleckten Fängen auf das Gemächt des Angesprochenen gerichtet. Tegan spielte mit dem Gedanken die Geisterhunde noch mal beißen zu lassen. Ayano hingegen hatte wohl Verständnis für die jungen Leute. Mit sanfter Gewalt zog sie seinen Kopf zu sich runter und küßte ihn. Warm rieselte es durch den Körper des Arbitrators. Laß gut sein. Nehmt es doch als Herrausforderung. Vielleicht erfahrt ihr mehr, zumindest habt ihr dann einen Fuß in der Tür wenn ihr euch nicht zu ungeschickt anstellt. Ihr neckendes Flüstern entbehrte nicht jeglicher Logik. Verschwinde, Kleiner. Noch mal ungefragt so ne Aktion und es setzt was. Fahren könnt ihr danach ne ganze Weile nicht mehr. Damit schickte er die Jugendlichen weg.
Auf den Monitoren lief der genaue Streckenverlauf und es gab Erklärungen was wo genau zu beachten sei. Das nutzte er um sich leise und unauffällig der Hunde zu entledigen. Sie verschwanden nicht in einem Plopp oder lösten sich auf. Sie verschwanden durch die Menge in eine der dunklen Seitengassen und verblaßten dort, von allen anderen unbemerkt, einfach.
Der Taschendrache schaute seinen Herrn flehend an. Der strich über den Kopf den kleinen Geistes und schüttelte fast unmerklich den eigenen. Sein bester Freund trat zu den Pärchen und frage wer denn von ihnen Fahren sollte. Zuvor hatte er noch seine Wurfmesser eingesammlet. Leise flüsternd überlegten sie hin und her. Shinru könnte zwar die Gedanken der Anderen lesen, dafür aber nicht konzentriert genug fahren. An Geschwindigkeit war dabei nicht wirklich zu denken. Ayano weigerte sich schlichtweg diese "PS-Monster" wie sie es nannte, zu steuern. Tegan selbst war eindeutig der bessere Fahrer. Durch seine Geister konnte er auch schnell reagieren. Problem jetzt, die Strecke war zu lang um überall seine Erscheinungen zu postieren. Selbst einfache kleine Käfer müßte er zu weit fächern. Das würde wieder ablenken. Zeitgleich wollten sie auch noch Yuma und Viktor nicht aus den Augen lassen. Kannst du Ayano über die selbe Distanz erreichen wie mich? Sein Freund dachte nach und verneinte. Ich denke das du fahren solltest. Deine Reaktionszeiten sind besser als meine. Falls was sein sollte, stehst du eher als das ich überhaupt die Bremse betätigt hab. Neben ihnen stieg Seyrah zusammen mit Antonio in den Porsche GT. Überraschend gesellte sich auch Diamond dazu, allerdings links von ihnen wo ein Mercedes C Klasse C63 Amg in Neonblau stand. Beide Fahrer ließen die Motoren warmlaufen und zwischendrin auch mal aufheulen, wie alle anderen auch. Wie die kleinen Kinder.
Er selbst stieg jetzt auch ein, trotz der gemischten Gefühle. Als er sich anschnallte, schob der gleiche Knilch mit dem er vor ein paar Minuten geredet hatte, seine Freundin mit in den Mustang. Ich weiß du willst sie nicht mit drin haben, aber jeder Fahrer hat seinen persönlchen weiblichen Glücksbringer dabei. Soll wohl Unfälle bei den Autos verhindern. Dein Ernst Shin? Ein bestätigendes Nicken. Resigniert seufzte Tegan und startete ebenfalls sein Auto. Der satte Sound ließ einen Großteil der Menge auf den Mustang starren. Glücklicherweise verringerte sich die Lautstärke zu einem leisen Grollen. Bist du dir sicher das du mitfahren willst? Das will ich nicht verpassen. Außerdem vertraue ich dir. Wieder ein Kuß wenn auch nur kurz. Alle warteten jetzt auf den Start.

Survivor
09.03.2021, 01:30
https://abload.de/img/ketelavatar80kmi.jpg (https://abload.de/image.php?img=ketelavatar80kmi.jpg)
Von seinem Beobachtungsplatz auf dem Dach, sah Ketel nach wie vor allerlei unterhaltsame Sachen. Doch obwohl für ihn solch eine Veranstaltung neu war und sein Fernglas ihm allerhand zeigte, so war dass ganze doch auch etwas...langweilig. Seine Aufgabe, den Ermittler zu suchen, geriet schon ins Hintertreffen.
"Ach Mensch...so macht dass hier echt keinen Spaß...zu den ganzen Jungspunden runter zugehen...will mir aber auch nicht so recht zusagen..."
Plötzlich fühlte Ketel sich beobachtet. Er konnte nicht sagen von was, nur das ihn jemand anschaute. Er schaute nach unten und erkannte eine kleinere Gruppe Menschen an einem Wagen. Einige Hunde streunten um sie herum und hielten scheinbar andere Menschen auf Distanz. In dieser Gruppe schaute eine Frau gerade wieder hinunter und blickte wo anders hin. Hatte sie Ihn gesehen? War es ihr Blick gewesen? Möglich, aber an sich konnte Ketel es nicht genau sagen.
Als nächstes schien nun dass Rennen an sich loszugehen. Es gab letzte Erklärungen und dann wurde die Autos auf die Rennstrecke gebracht.
Diese Zeit nutzte Ketel um wieder vom Dach zu verschwinden. Er wollte aber nicht das Gebäude hinunter springen, viel mehr ging er wieder über das Fenster zurück in das Gebäude. Als er in den Raum kam in welchen er überfallen wurde, fiel ihm wieder dass Taschentuch auf. Diese..."interessante"...Frau, hatte es ja neben Ketels Kopf platziert. Er nahm es an sich, untersuchte es kurz und legte es dann zu den Plänen in seinem Mantel. Danach verlies er das Gebäude in Richtung der Menge. Dort angekommen, schaute auch er auf die Monitore, ohne zunächst zu bemerken, dass er in der Nähe jener Frau stand, die zu Ihm aufs Dach geschaut hatte

Auren
11.03.2021, 14:43
https://abload.de/img/avayumikoneul5jvn.jpg
Yumiko lächelte kurz auf. "Dies war der Grund für ihre Zurückhaltung."
Dachte kurz die junge Frau.
Danach stand sie auf, ging zur ihrer Freundin rüber und setzte sich dann anschließend auf ihr Schoß.
"Manchmal bist du mir wirklich ein Rätsel, genauso wie damals."
Sie schnipste mit den Finger gegen Juri´s Stirn.
"Ich weiß, wer du bist und vor allem dein freier Geist."
Noch bevor Juri darauf erwidern konnte, folgte ein Kuss auf die eher leicht schmerzende Stelle.
"Früher warst du nicht so drauf. Sondern viel wilder. Als könnte dich niemand binden oder an einem Ort halten und trotzdem bist du bei mir geblieben. Nicht nur als einfache Freundin. Nein unsere Beziehung ging schon damals viel weiter. Auch während du im Koma lagst und ich mit einer Schusswunde ans Bett gefesselt wurde. Selbst da, blieb ich stets an deiner Seite."
Sie gab Juri ein wenig Zeit zum Nachdenken.
"Du bist mit nicht unangenehm oder lästig. Ich wusste womit ich mich einlasse und früher war ich genau wie du eine Einzelgängerin. Doch nun sind wir zusammen. Das wird auch in Zukunft sich nicht ändern. Also Juri, du kannst gern alles zu mir sagen. Klar wird mir nicht alles gefallen, aber ich werde dir kein Klotz am Bein sein."
Jetzt tat Yumiko etwas, wo sie eher selten die Gelegenheit dazu hatte.
Ihre Hände kamen Juris Gesicht stets näher bis sie ihre Wangen berührten.
Mit sanften Druck hielt Yumiko den Kopf ihres Gegenübers. Dann kamen beide Gesichter näher bis die Stirn der Beiden trafen und dann folgte ein Kuss, sowie eine Umarmung von Yumiko.

Später an der Kaserne kurz vor dem Start des vermutlich größten Rennens.
Yumiko und ihre Freundin fanden einen ruhigen Platz. Wo sie alles genau beobachten konnten.
Der Grund für den Anlass war ein einfacher. Sie ließ sich von Juri überreden einfach sich das ganze anzuschauen.
Ohne sich dabei groß in der Menge bewegen zu müssen. Als kleines Date.
Natürlich flogen auch einige Drohnen vorbei. Klar gab es dadurch ein paar schöne Aufnahmen von den Beiden Frauen. Yumiko trug diesmal ein himmelblaues Kleid mit weißen Punkten.
Juri hingegen war, wie auch früher, gegen Kleider, aber auch sie putzte sich etwas fein Raus. Sie saßen nebeneinander und schienen die Atmosphäre zu genießen.

Die Erklärung der Strecke war abgeschlossen. Die Fahrer selbst ließen ihre Motoren warm laufen.
Eine Startreihenfolge gab es nicht. Alle standen sie an der vordersten Linie. Als würde jeden Moment ein Viertelmeilen Rennen stattfinden.
Die Fahrer und deren Bräute, auch andersrum nahmen endlich Platz in ihren Fahrzeugen.
Die leichtbekleidete junge Frau stand immer noch vor den Fahrzeugen. Sie bekam ein Signal des Mannes.
Schon begann sie ihren Busenhalter zu öffnen, worauf schrilles Pfeifen zu hören war.
Klar gefiel es den jungen Männern und einigen Frauen.
Doch dies war nicht das Startsignal an sich. Die Frau hielt den Stoff für alle sichtbar nach oben.
Noch einmal heulten die Motoren laut auf.
Jeder kannte das Signal. Alle Zwanzig Fahrer. Die Frau schaute kurz von rechts nach links, ob auch wirklich alle sie anstarrten. Als sie sich vollkommen sicher war, dass dies der Fall war, ließ sie den Stoff los und dieser fiel zu Boden.
Danach konnte man kaum sein eigenes Wort verstehen. Eine Staubwolke bildete sich, da einige ihre Reifen durchdrehten lassen und dann fuhren sie auch schon los. Damit war das Rennen gestartet und mehr Drohnen flogen durch die Lüfte.


https://abload.de/img/yuma22ava1.1ajjb00ajey.jpg

Das Rennen ging endlich los. Doch Yuma war nicht allein. Sie hatte noch den merkwürdigen Mann, dessen Kopf und Geist beschützte und den Telepathen.
Dazu stellte sich noch jemand in ihrer nähe auf. Sie musste ihn gar nicht ansehen um wem es sich handelte.
"Schönes Fernglas. Schaust du gern damit in die Ausschnitte der Kinder hinein?"
Wurde der Mann von ihr angesprochen.
"Dabei sind viele noch in der Entwicklung. Vielleicht solltest du dein Glück bei den reiferen Versuchen."
Er wurde als einfach Spanner abgestempelt. Selbst wenn er es alles abstreiten würde.

hakuryu
14.03.2021, 14:55
https://abload.de/img/teganava1.1h2j0q.jpg (https://abload.de/image.php?img=teganava1.1h2j0q.jpg) Tegan war immer noch alles andere als begeisert mitfahren zu müssen. Klar wollte er auch wissen was der Mustang drauf hatte, nur das hätte er lieber ohne Zuschauer und bei Tageslicht gehabt statt bei einem nächtlichen Rennen. Ayano hingegen behielt die Nachbarn im Auge und rutschte aufgeregt in ihrem Sitz hin und her. Ihre Augen verengten sich ein wenig als sie der leicht bekleideten Dame gewar wurde. Der Arbitrator konnte sich ein leises Lachen nicht verkneifen. Hör auf zu lachen. Die paar Kurven die sie hat sind ja nicht mal sehenswert. Und viel zu dürr ist die auch noch. Ist da jemand neidisch auf die Figur der Sahneschnitte? AUTSCH! Das tat jetzt weh. Wenn er jetzt Pech hatte bekam er einen blauen Fleck am Arm. Das Necken war wohl offensichtlich nach hinten losgegangen. Der Geistbeschwörer war doch auch nur ein Mann und die Dame am Start war wirklich nicht zu verachten. Abwesens rieb er über die schmerzende Stelle. Was seine Begleitung wohl nicht mitbekam, war die Reaktion den Taschendrachen. Der hatte sich schurren an sie gekuschelt und schien seinen Herrn zu endschuldigen. Auch Ryu war quasi wieder zum Leben erwacht und besah sich die Umgebung genauer. Mit einem kleinen "Kuß" verließ er Ayano und nahm seinen Normalgestalt wieder an und stromerte durchs Auto. Sieht man ihn von außen nicht? Ich glaub die haben gerade ganz andere Interessen. Ihr Blick wechselte von besorgt zu ärgerlich. Sie ist nicht mein Fall. Du bist mir viel lieber. Appetit kann man sich ja holen, aber ich esse grundsätzlich zu hause. Besänftigend strich er über ihr Bein und sah seiner Freundin in die Augen.
Peifen und Gejohle lenkten seine Aufmerksamkeit wieder auf die mitlerweile barbusige Dame. Wohl exhibitionistisch veranlagt. Dann fiel der Stofffetzen und er drückte aufs Gaspedal. Allerdings wohl etwas gemächlicher als viele der anderen. Er kam direkt vom Start weg ohne das er seine Reifen schrotten würde. Tegan hatte schon immer Spaß daran gehabt an den Ampeln immer als erster weg zu sein. Den richtigen Schleifpunkt hatte er mit traumwandlerischer Sicherheit gefunden und trotzdem war er nicht der Erste. Das störte den Arbitrator nicht wirklich. Nicht hier mit diesem Wagen und der Masse an Autos.
BMW und Porsche waren besser weggekommen, genau wie zwei weitere. Was hinter ihm war interessierte erstmal nicht.
Gleich die erste Kurve wurde seinem Vordermann zum Verhängnis. Der war nen Tick zu schnell und wurde beim Drift aus der Kurve getragen. Die unterirdischen Lagerhallen waren anspruchvoller als es den Anschein hatte. Es ging nicht einfach nur gerade aus. Kurze Wechsel zwischen den Säulen, zum Glück gut ausgeleuchtet. Die Rampe ignorrierte Tegan geflissentlich. Vorerst. Wurde deswegen auch von zwei Fahrern überholt. Einen erwischte er beim Slalomdriften auf dem Rollfeld. War das nicht der aus der ersten Kurve? Der Kerl muß sehr schnell wieder auf der Strecke gewesen sein und hatte dann den Sprung genutzt um aufzuholen.
Er konzentrierte sich wieder auf die Strecke. Der Kurvenabschnitt hatte es echt in sich. Da war nichts mehr mit Drift, entweder bremsen oder rausfliegen. Absolute Meterialbeanspruchung. Glücklicherweise hatte er das alles gecheckt bevor sie in die Außenbezirke sind. Die Zielgerade war einfach nur Speed, besonders wenn man ein wenig riskierte und schon schnell in die 180 grad Kurve gebrettert ist.
Ayano saß mitlerweile stocksteif auf ihrem Sitz. Ihre Hände waren um den Gurt gekrallt und sie wirkte etwas blaß. Letzteres könnte aber auch nur an sehr spärlichen Beleuchtung liegen. Der kleine blaue Drachen saß mitlerweile viel kleiner als sonst direkt auf dem Amaturenbrett und starrte auf die Strecke. Durch die jahrelange Erfahrung mit dem Geist konnte der Arbitrator um einiges schneller reagieren. Die Zusatzinfos die er bekam verarbeitete sein Hirn schon so automatisch das es manchmal fast wie Vorausicht wirken mußte.
Laß Ryu mal bitte raus. Keine Reaktion von seiner Beifahrerin. Ayano? Wieder nichts. Ein Blick vom Drachen und ihm war klar das sie mitlerweile bereuhte überhaupt mitgekommen zu sein. Der Lilahaarige ging ein wenig vom Gas und ließ den Drachen aus dem Fenster. Fast völlig unsichtbar positionierte er sich ein paar Meter über dem Mustang und schon hatte Tegan eine Streckenüberblick der ihm zeige wo es Probleme gab, wer ausgefallen war und wer am aufholen. Mittlerweile hatte er richtig Spaß an der Sache und wurde Runde für Runde schneller. Die schwierigen Passagen nahm er immernoch mit Vorsicht. Drei der Fahrzeuge hatte es in den Kurven ausgeknockt. Einmal nen Reifenplatzer und die Anderen wohl zu schnell rein und über die Begrenzung hinaus geschossen. Dank den Geisterdrachen wußte der Dunkenhäutige das es keine Verletzten gab und das wo einer recht unsanft von einer Mauer gestopt worden war.
In seiner vierten Runde nahm Tegan den Sprung und erkaufte sich daduch ein paar Sekunden. Von seinem Glücksbringer bekam er nur ein Quieken. Auf dem Flugfeld lieferte er sich dann ein Kopf an Kopfdrift mit dem neonblauen Mercedes. Als er einen Seitenblick riskierte, sah er die Mafiabraut mit einem leichten Lächeln und geschlossenen Augen sich den Fahrtwind um die Nase wehen lassen. GUCK NACH VORN DU IDIOT!!! Du lebst ja doch noch. Das Lachen war deutlich aus seiner Stimme zu hören. Ach halt doch die Klappe. Ihr Freund prustete los ohne auch nur einen Deut von Gas zu gehen. Auch wenn es nicht den Anschein hatte, behielt er die Tankanzeige immer mit im Blick und optimierte Runde für Runde seinen Fahrstil.

Constantine
14.03.2021, 18:05
https://abload.de/img/diamondavalukoy.jpg Die einzelnen Motoren heulten auf. Jeder der jungen Fahrer und Fahrerinnen war darauf aus den besten Platz zu ergattern. Als das Publikum nur noch Augen für das halbnackte Mädchen hatte, blieb Diamond weiterhin entspannt.

Endlich. Das Schauspiel war vorbei und Jack drückte das Gaspedal durch dabei drehten seine Reifen leicht durch, Qualm drang auf den Boden, das Fahrzeug setzte sich in Bewegung. Die ersten Fahrer überholten ihn bereits auch ein aufgemotzter Mustang doch das störte ihn nicht sonderlich. Diamond ließ während der Fahrt das Fenster herunter und ließ sich den Fahrtwind um ihre Nase wehen. „Du bist echt crazy Kleine“, seine Hände griffen um das Lenkrad. Nachdem er die Steilkurve problemlos meisterte, flog das Auto über einen Hügel nur um wieder unsanft auf den Boden anzukommen.

Die ersten Teilnehmer schieden bereits aus. Jack erklärte Diamond, dass schon am Anfang viele der übermütigen Teilnehmer ausscheiden, weil sie entweder die Strecke unterschätzen oder ihr Fahrzeug. Wenn sie auch anfangs hinten lagen, holte Jack Runde um Runde auf.

Diamond hatte mit den Turbulenzen überhaupt keine Probleme. Im Gegenteil. Sie hatte sichtlich ihren Spaß an der Sache.In der vierten Runde wurde es spannend. Jack legte einen ordentlichen Drift hin und lieferte sich mit dem Mustang ein Kopf an Kopf rennen, das Grinsen auf seinem Gesicht war unübersehbar.

Diamond hatte ihre Augen während dessen geschlossen, sie lächelte leicht und genoss den kalten Nachtwind auf ihrer Haut erst, als Jack anfing lauthals zu lachen, öffnete sie diese wieder. „Ok, Kleiner, wollen wir doch mal sehen, ob dein Schmuckstück auf Tempo klarkommt“, Diamond hatte keine Ahnung was jetzt folgte. „Bereit für den wilden Ritt, Kleine?“, zu ihrer Verblüffung verlangsamte Jack kurz sein Tempo, so dass der Mustang einen halben Kopf vorne lag. Jack betätigte einen kleinen, roten Knopf auf der Armatur. Der Motor heulte auf, der Auspuff ließ enormes Abgas heraus und das Fahrzeug nahm in binnen weniger Sekunden an Fahrt auf. Es drückte beide Insassen leicht in ihre Sitze doch der Geschwindigkeitsrausch... war alles andere.. als unangenehm. Es trennten nur noch Millimeter zum überholen und langsam zeigte der Kick down seine Wirkung. Man hörte nur noch den Freudenschrei von Jack.

Survivor
14.03.2021, 20:41
https://abload.de/img/ketelavatar80kmi.jpg (https://abload.de/image.php?img=ketelavatar80kmi.jpg)
Als man das Wort an ihn richtete, schaute Ketel erst einmal weiter gerade aus. Das Rennen hatte begonnen und mit einem Ohren betäubenden Lärm, verabschiedeten sich die Waagen auf die Rennstrecke.
Nachdem also die Lautstärke der Umgebung, eine Unterhaltung wieder zu lies, drehte Ketel seinen Kopf zur Richtung aus welcher die Stimme zu hören war. Er sah eine junge Frau, einen mit Farbe beschmierten Mann und etwas abseits, aber immer noch in der Nähe, einen weiteren Mann der ihn zu mustern schien.
Zu nächste schaute Ketel zur Frau, er musterte diese ganze unverhohlen vom Kopf bis Fuss. Er blickte ihr erst in die Augen, dann schaute er auf ihre Kleidung und wanderte mit den Augen ihren Körper hinab bis zu den Füßen. Dann blickte er wieder hinauf zu den Bildschirmen.
„Klein. Aufdringlich. Unangenehm.“ waren Ketels erste Gedanken als er über die junge Frau nachdachte. Noch dazu hatte sie ihn nicht einmal angeschaut als sie ihn ansprach. Etwas dass für ihn nun gar nicht ging. Er schaut von den Monitoren wieder zur Seite.
Er musterte nun den farbenfrohen Mann. Ähnlich wie seine Farbe auf der Kleidung, wirkte auch er deplatziert. Er machte ganz offensichtlich den Eindruck als wolle er zum einen gar nicht an diesem Ort sein, zum anderen, passt er auch einfach nicht ins Bild. Selbst für so eine verrückte Szene wie die hiesige hier mit ihren Rennen. Er sah fast schon so aus als wolle er am liebsten Weg rennen, doch gleichzeitig...schien ihn irgendwas an Ort und Stelle zu halten.
„Armer Kerl, scheint als könnte er eher etwas Ruhe gebrauchen, als denn auf ein Rennen-Event zu gehen.“
Dann ging sein Blick zu dem anderen Mann hinüber. Er wirkte etwas angespannt, denn sein Blick ging von Ketel zur Frau und dann zu dem unruhigen Mann.
Der Waffenschmied runzelte die Stirn. Was erwartete er, das Ketel gleich für Ärger sorgen würde?
Mitnichten hatte er das vor, doch würde er sich auch nicht an der Unterhaltung der jungen Frau beteiligen.
Er blickte sich noch kurz ein wenig um, einige der freizügigen Damen standen immer noch herum.
Er schüttelte den Kopf und starrte auf die Monitore.
„In den Ausschnitt schauen, na klar. Welchen Ausschnitt, dafür müssten diese Frauen ja erst mal genug an haben, damit man dort hinein schauen könnte...“

Auren
15.03.2021, 11:33
https://abload.de/img/yuma22ava1.1ajjb00ajey.jpg

Sie wurde nur gemustert. Naja eigentlich der ganze Haufen. Mehr tat der Mann nicht. Bei Yuma kam, aber kein unbehagen auf. Immerhin rannte sie ja nicht halbnackt herum, wie die anderen.
Außerdem kam noch hinzu, dass der Fremde wohl nicht genau wusste wohin er starren sollte. Entweder auf die Damen, den Bunten, auf Yuma selbst oder den Blonden. Zwischendurch schien er was zu reden, bezog sich, aber eher auf den Maler, den Yuma noch abschirmt. Schlussendlich blieb sein Blick an den Monitor hängen.

Dann versuchte er mit ihr zu kommunizieren? Durch seine Gedanken.
Wenn sie jetzt darauf reagiert, wüsste er, wozu sie in der Lage war. Auf noch mehr ärger hatte die junge Frau echt keine Lust. Also ging sie darauf nicht ein.
"Ich hoffe der Anblick eben konnte deine Gelüste befriedigen. Ansonsten wirst du wohl abwarten bis die Kinder hier ausgelassen feiern werden."
Warf sie ihm noch an den Kopf. Immerhin war er bei ihr schon als Spanner abgestempelt.

Survivor
16.03.2021, 17:18
https://abload.de/img/ketelavatar80kmi.jpg (https://abload.de/image.php?img=ketelavatar80kmi.jpg)
Bei den zuletzt gesprochenen Worten, kniff Ketel sich mit Daumen und Zeigefinger, erst in den Nasenrücken und schloss die Augen. Er atmete einmal tief durch, ehe er zu einer Erwiderung ansetzte. Er wandte sich in Richtung der jungen Frau.
„Da sie scheinbar nicht gewillt oder in der Lage sind, eine vernünftige Konversation zu führen, lassen sie mich, ganz unumwunden, eines klar stellen. Ihr Anblick und Aussehen gute Frau, wirken auf mich so reizend, als säße man in einem absolut schalldichten, schwarzen Raum. Gar nicht.“
Der Waffenmeister schaute kurz zu den Monitoren hinauf um zusehen wie es um das Rennen stand.
Dann blickte er wieder zurück.
„Das selbe, gilt für die Körper und das Aussehen, der meisten anderen Personen hier auf diesem Platz. Ich bin gewiss nicht hier um mir die hier anwesenden Menschen anzuschauen, sondern bin lediglich wegen eines Treffens, welches bereits passiert ist, hier. Nun wollte ich mir diese Verschwendung von Ressourcen etwas genauer anschauen und mich dann wieder zurück ziehen.
Für den Fall, dass diese meine Wort, für sie nun nicht verständlich waren, kann ich mich auch anders ausdrücken.“
Im nächsten Augenblick merkte man an Ketels Tonfall und Art, was er von der jungen Frau neben sich hielt.
„Eure Scheiß Kinderkörper interessieren mich soviel, wie der nasse Dreck auf dem wir gerade stehen. Die meisten von euch, dich eingeschlossen, besitzen nicht mal im Ansatz genug Kurven, damit ich auch nur den Ansatz von Interessen entwickeln könnte. Wenn du also nicht dein dreckige Fresse halten kannst oder willst, kann ich gerne dafür sorgen dass sie dir gestopft wird.“
Kurz schwieg Ketel nach diesen Wort und holte noch einmal tief und ruhig Luft.
„Ich hoffe nun inständig, das diese unsere Konversation, wenn dann einen anderen Weg einschlägt oder aber und dies würde mich freuen, vielleicht beendet ist.“
Nach diesen Worten richtete er seinen Blick erneut zu den Monitoren.

Rosered_Strauss
18.03.2021, 14:36
https://abload.de/img/viktoravablkuri7jyo.jpg (https://abload.de/image.php?img=viktoravablkuri7jyo.jpg)Viktor war von der gesamten Situation überfordert. Nun, wenn man es ernst nahm war 'überfordert' nicht das richtige Wort. Alles an der Situation war ihm unbekannt - doch er ertrug das Chaos, in das er jetzt hinein gestolpert war, mit Fassung. Denn das Einzige, was ihn gerade wirklich interessierte, war der simple Umstand dass es still war. Zumindest für ihn - der Lärm der Menge, des Rennens und aller Umstände waren unvermindert, doch er konnte sich dazu entschließen wegzuhören! Der Lärm, der ihn sonst in die Knie gezwungen hätte, blieb aus. Und auch wenn er keinen Beweis dafür hatte schien eine der hier Anwesenden dafür verantwortlich zu sein. Oder gar mehrere - das konnte er schlicht nicht feststellen. Sein Fluch war jedoch nicht gänzlich fort, das spürte er - wie ein Flüstern, dass knapp ausser seiner Hörreichweite an sein Ohr drang; eine bloße Ahnung dass da etwas war.

Die aktuelle Konversation - oder besser gesagt das drohende Streitgespräch - schlich sich in den Mittelpunkt seiner Aufmerksamkeit. "Verzeihung, wenn ich mich hier einschalte..." begann er, "... aber ich habe mich noch gar nicht richtig bei Ihnen bedankt." Diese Worte richtete er an die junge Frau, die sich gerade einen verbalen Schlagabtausch mit einem anderen Anwesenden lieferte. "Das ist doch Ihnen zu verdanken, oder? Die Stille." Unweigerlich wanderte seine Hand zu seinem Schädel, der wegen des heutigen Tages brummte. Auch wenn er gerade nicht von den Gedanken und Emotionen aller Personen im Umkreis geplagt wurde so war er doch heute erst aus seiner Wohnung - aus seinem Leben - geworfen worden, die ruppige Behandlung dieser jungen Schläger hatte unterdess ihr übriges dazu beigetragen. Aber all das war unweigerlich. Sein Blick offenbarte eine verzehrende Sehnsucht, als er Yuma anstarrte als könnte ein Wort von ihr ihn aus der Hölle erlösen, die ihn tagtäglich malträtierte. "Bitte, ich flehe Sie an - können Sie mir sagen, wie Sie das gemacht haben? Diese Stille? Ich... ich hatte schon beinahe die Hoffnung aufgegeben, dass ich jemals wieder nur meine eigenen Gedanken hören kann..."

Auren
18.03.2021, 21:14
https://abload.de/img/yuma22ava1.1ajjb00ajey.jpg

So etwas sagte er zu ihr? Ein Kind soll sie ein? Dazu noch andere Beleidigungen? Dies ging schon zu weit am liebsten würde Yuma diesen Mann mit einem Stahlträger erschlagen, aber sie musste sich zurückhalten.
"Na warte." Flüsterte sie zu sich und eigentlich sollte genau dieser Mann nun im Dreck liegen, aber da mischte sich Viktor ein.
Etwas, was Yuma zwar nicht gebrauchen konnte, aber irgendwie begrüßte sie den Themenwechsel und hörte ihn sogar zu.
"Dies ist sehr schwer zu erklären. Es gibt mehrere Möglichkeiten und ich kenne leider nur eine. Eine die nichts mit Menschlichkeit zu tun hat. Du würdest daran zerbrechen."
Yuma überlegte kurz und setzte fort.
"Ich kann dir helfen. Momentan scheinst du nur Gedanken zu empfangen. Dies scheint bei ihnen im Unterbewusstsein zu passieren, weshalb sie es nicht aktiv kontrollieren können. Dies kann bei jeden Telepathen vorkommen. Ich werde ihnen etwas zeigen."
Sie ging zu Viktor rüber. Ketel interessierte sie nicht mehr. Sofern er ruhig bleibt.
Yuma legte ihre Hand auf die Stirn von Viktor.
Dann ging es eigentlich ganz schnell. Sie tauchte in seinen Kopf ein. Konnte alles sehen. Vergangenheit und die Gegenwart.
Sie suchte die Ursache für sein Problem, fand aber nichts in der Richtung.
"Hm, es könnte funktionieren, wenn ich es dir direkt zeige, aber die Bilder, die Gefühle, die aufkommen werden waren echt. Breche also nicht zusammen."
Das Gesprochene erklang nur ins einen Kopf. Es war nur für ihn bestimmt.
Yuma begann kurz ihre Gedanken, ihre Erinnerungen zu sortieren. Immerhin wollte sie ihm nur das wesentliche zeigen. Dann ging es auch schon los.
Ihm wurde erst nur ein kleiner Ausschnitt aus ihrem Leben gezeigt.
Damals war Yuma gerade einmal fünf Jahre und musste die ganze Theorie begreifen und schon damals griffen die Ärzte und Forscher hart durch. Prügelstrafen waren da gar nichts.
Sobald Viktor das theoretische begriffen hatte, würde Yuma langsam weiter machen. Ihm den nächsten Schritt zeigen. Sofern er nicht wegen den Bildern, Yuma´s Vergangenheit nicht zusammenbricht.

Gosti
20.03.2021, 00:28
https://i.imgur.com/XM4BRQI.pngJuri verdiente es wirklich nicht so eine Freundin zu haben, aber Yumikos Worte brachten zumindest ihre Zuversichtlichkeit wieder zurück. "Danke, aber, es ging mir nicht darum dass du mir ein Klotz am Bein sein würdest, sondern eher umgekehrt. Auch wenn ich es nicht gesagt habe ist mir doch aufgefallen wie unzufrieden du bist, nach einer Aufgabe, einem Ziel suchst, und... auch wenn ich nicht weiß wie will ich dich einfach unterstützen." erklärte sie und hiel sie fest an sich so dass die beiden Mädchen den nervösen Puls der jeweilig anderen in ihrer Brust spüren konnten... Aber da diese Hemmung nun überwunden war konnte Juri nun endlich auch die Frage stellen wo sie sich die letzten Stunden im Kreis gedreht hatte wie sie es sagen sollte, nur dieses Mal ohne groß darüber nachzudenken. Gemeinsam zum heutigen Rennen zu gehen, nicht unter die Leute, sondern das ganze vom Dach aus, wo man erstens einen guten Überblick hatte, von allem weit weg war, und die Dächer so oder so etwas waren wo sich beide ja immer recht wohl fühlten. Juri wollte einfach etwas Zeit mit Yumiko verbringen, und ihr halt auch Zeigen wie sehr dieser Sport die Leute zusammen bringen konnte, auch wenn nicht immer alles Sicher und Zivilisiert ablief. Es war aber auf jeden Fall besser als was früher so immer los war.

Stunden später fanden sie sich dann dort auch wieder, Yumiko schick in einem Kleid, und Juri... naja, eigentlich wie fast immer, nur dass ihre Haare mal richtig durchgekämmt und zusammen gebunden waren, und ein bisschen Makeup. Nichts auffälliges, jedoch mehr als normal, und deffinitiv weniger als wenn sie sonst unter der Menge war. Sie war ja als Juri hier, nicht als das schrille Boxen-Girl das alle unauffällig ausnahm. Außerdem würde sie niemand hier so erkennen, selbst wenn man sie auf den Übertragungen sehen sollte, bis auf ein paar wenige mit denen sie ja selbst zusammen arbeitete, so musste sie sich auch keine Sorgen wegen der Drohnen machen.

Von dem Dach aus hatten die Beiden einen recht guten Ausblick auf alles, und sie waren genau genommen nicht die einzigen die von hier oben alles beobachteten, aber dieses Dach hatten sie für sich. All der Trubel unten war immer recht witzig mitanzusehen, und oberflächlich versuchte Juri zu erklären um was es ging, wer der Favorit war, und sonstiges ohne wirklich ins Detail zu gehen. Gerade genug dass Yumiko besser verstehen würde was sich genau abspielte ohne sie mit unnötigen Details zu langweilen. Sie wusste ja wie sie eigentlich dazu stand, und wenn man so beim Start die Unfälle aus der Distanz sah war es sogar leichter zu verstehen als wenn man unten von all dem Trubel, Jubel und Schreien mitgerissen war. Aus dieser Entfernung war das einfach ein anderes Bild, auch weil man nicht alles von hier oben mitbekam, wie etwa die Außeinandersetzung die sich da unten gerade anbahnte. Aber Juri war auch noch wegen etwas anderem etwas unruhig, wesshalb ihr Blick auch immer wieder zu der Kaserne viel. Ihr gefiel es einfach nicht dass sie heute hier das Rennen abhielten, so als wollten sie gerade zu einen Konflikt provozieren, ein Grund wieso sie sich heute ja komplett aus allem raus hielt und die Zeit nutzte mit ihrer Freundin sich zu binden.
"Ach ja. Fast hätte ich es vergessen. Du weißt ja dass ich nie wirklich Handies oder anderes Zeugs mit mir rum trage das man nutzen könnte um mich zu tracken oder zu überwachen, aber ich wollte auch dass du mich erreichen kannst, oder mich findest wenn du etwas brauchst. Aus diesem Grund habe ich mir so einen alten Pager zugelegt, ein etwas modifiziertes Ding. Damit kannst du mir Nachrichten schicken, und es hat auch ein GPS um mich zu orten. Niemand kennt die Nummer, das ist nur für dich, damit ich für dich immer erreichbar bin, und du sehen kannst was ich tue." Ein ziemlicher Vertrauensbeweis. "Die Nummer habe ich vorhin übrigens auch heimlich in dein Handy gespeichert..."

Auren
20.03.2021, 12:04
https://abload.de/img/spielleiter9qjp4.png
Der Welpenfriedhof...

Das Rennen ging ungestört weiter. Die Zuschauer verfolgten gespannt das Geschehen.
Es lief im Prinzip alles sehr friedlich ab. Auch wenn einige Wetten bereits in den Sand gesetzt waren. Nur durch einige ausgeschiedene Fahrer. Genauso sollte ein Rennen ablaufen, keine Gewalt, Drogen oder Tode.
Wäre es doch immer so.

Die Schatten waren noch da, warteten auf den richtigen Augenblick.
"Ich übernehme das."
"Lass aber 729 am Leben. Selbst wenn sie dagegen ist."
"Dieses Miststück? Du hast sie doch früher sehr gern gehabt. Wenn ich mich richtig zurück erinnere, sogar so sehr, dass du ihr, einmal fast den Schädel gebrochen hast."
"Klappe 189. Halte dich an meine Anweisungen.
"Ja ja. Den Waffennarren soll ich auch kein Haar krümmen?"
Darauf antwortete eine Frau.
"Er gehört mir. Ein Tritt in die Eier überlebt er schon. Er hat seine Aufgabe noch nicht erledigt."
Sie und eine weitere Person zogen sich zurück. Während die letzte sich langsam bereit machte.

"Na, meine Liebe, bald bin ich bei dir. Doch zuvor werde ich diese Bastarde direkt in die Hölle schicken."
Diese Person öffnete eine schwere Kiste. Holte seine Waffe und anderen Kram heraus.
"Ich bin Gott. Ihr seid Vieh. Das Vieh, welches auf meinen Boden herum trampelt. Ihr verdient es nicht einmal zu leben."
Noch einmal richtete die Person, die Kleidung.
"Es wird nun Zeit. Zeit, dass ihr an uns erinnert. Ihr nutzloses Vieh."

Vorbereitet, sprang er aus einem Fenster. Im Erdgeschoss.
"Möge die Hölle, genau hier rein brechen. An dem Ort, wo ihr sie mir genommen habt. Endlich bekomm ich meine Rache."

Das Kasernentor setzte sich in Bewegung und nicht nur das eine. Nein alle vier waren in Bewegung und versperrten die Ausgänge. Damit waren alle gefangen ohne es zu bemerken. Niemand wäre in der Lage, die schweren Stahltore, auch nur einen Millimeter zu bewegen.

Aus den Lautsprechern war plötzlich ein lautes und unangenehmes Pfeifen zu hören. Die Bildschirme wurden kurz schwarz. Dann sah man anstatt des Rennens, einen Mann. Er trug einen Anzug. Ketel erkannte das Gewehr, welches der Fremde um die Schulter geschnallt hatte. Er hatte es ja wieder in Schuss gebracht.
"Meine lieben Slumbewohner. Mein Vieh."
Begann diese Person zu sprechen.
"Vor drei Jahren, habt ihr mir etwas genommen. Eine Person, um genau zu sein. Sie bedeutete mir alles." Aus einer Innentasche holte er ein Foto heraus und zeigte es schön in die Kamera.
"Sie starb durch eure dreckigen Hände. Genau an diesem Ort."
Er steckte das Foto wieder weg.
"Nun werde ich über euch richten. Jeden der Anwesenden abschlachten. Egal ob Kind, Frau, Mann, Bulle und andere Arbitratoren. Ihr habt nur eine Möglichkeit zu überleben. Indem ihr mich jetzt tötet. Übrigens mein Name lautet 189. Elitearbitrator von Psycorp. Entkommen könnt ihr nicht!"

Aus einer anderen Tasche holte er einen Fernzünder raus und betätigte ihn. Explosionen folgten und legten damit die schweren Stahltore lahm. Der Zünder wurde weggeworfen. Das Gewehr lud er einmal durch. Zielte auf einen Fahrzeug, drückte ab, traf und das Sprenggeschoss zerstörte das Fahrzeug mit einem lauten knall.
Jetzt wurde wirklich allen klar. Das dies kein Irrer war. Panik brach sofort aus. Das Rennen, war nun vorbei.
Die Jugendlichen rannten zu den Toren, aber sie waren verschlossen. Wer dabei zu Boden ging, wurde unweigerlich zu Tode getrampelt. Es gab kein Entkommen. Ein weiter Schuss folgte. Diesmal in die Menge.
Wodurch ein einziges Sprenggeschoss mehrere Menschen regelrecht zerfetzte. Die panischen Schreie wurden lauter.
Einige wollten sich ihm entgegen stellen. Jedoch ohne Erfolg. Sie gingen zu Boden, waren sofort Tod ohne dass sie auch nur eine Kugel abfeuern konnten.

Einige versuchten verzweifelt einige Nachrichten abzusetzen, aber alle Verbindungen waren Gestört. Weder Smartphone noch Funkgeräte konnten niemanden außerhalb der Kaserne erreichen.
Damit würde keiner zur Rettung kommen und das Gelände wurde nun zur Schlachtbank.
Der Mann hatte es relativ einfach.
Er sah schon lange voraus, wann ihn jemand angreifen wollte und so konnte er die Personen einfach erschießen.
Selbst in den Momenten wo er das Magazin wechselte, bediente er sich einer Glock.
Er schien unverwundbar zu sein. Selbst verstecken oder wegrennen waren keine Lösung. Er bekam sie alle und mit dem Kaliber blieb von der getroffenen Person nicht mehr allzu viel übrig.

Constantine
20.03.2021, 17:12
https://abload.de/img/diamondavalukoy.jpg Jack lieferte sich mit dem Mustang jede weitere Runde einen spannenden Schlagabtausch. Diamond war regelrecht euphorisch von der ganzen Atmosphäre gefangen, bemerkte sie erst ziemlich spät, dass die umherstehenden Jugendlichen in einer Massenpanik ausbrachen. Plötzlich folgten Explosionsgeräusche. Irgendwo in der Nähe gab es eine Erschütterung gefolgt von einer kleinen Druckwelle.

„Scheisse, was?,“, fluchte Jack und hatte große Mühe das Fahrzeug wieder unter Kontrolle zu bekommen. „Sorry Kleine!“, schrie dieser nur noch. Diamond konnte gar nicht so schnell reagieren da hatte der junge Mann bereits seinen Fahrergurt gelöst, die Tür aufgerissen und sprang unsanft auf den Boden landend aus dem Mercedes.

Das Fahrzeug schwenkte gefährlich aus. Mit leicht geschocktem aber nicht überraschenden Ausdruck in den Augen griffen ihre Hände in das Lenkrad doch das Auto unterlag den Kräften der Physik und überschlug sich bis es dann irgendwann zum Stillstand kam.

Stille. Nichts als Stille herrschte in ihrem Kopf. Ihr Mund war vollkommen trocken und ein erdrückendes Gefühl in ihrem linken Arm ließ das Atmen erschweren. Ein Husten war vernehmbar. Diamond öffnete langsam ihre in Blut getränkten Augen. Die panischen Schreie der Jugendlichen waren nur dumpf wahrnehmbar.

Langsam wurde ihre Sicht klarer. Auch ihre Ohren wieder besser. Der Geruch von Benzin drang in ihre Nasenlöcher. Erneut hustete Diamond aus und unterdrückte den aufkeimenden Schmerz. Hastige Gedanken rasten in ihrem Schädel, Panik wollte sich ausbreiten und jegliche logische Handlung unterbinden.

Ihre rechte Hand griff sofort nach dem Anschnallgurt. Der Verschluss klemmte. Diamond zog wie verzweifelt immer wieder an dem Leder, schnitt sich sogar mit der Handinnenfläche doch das war gerade vollkommen egal. Sie musste irgendwie aus dem Fahrzeug raus bevor noch der Tank Feuer fing.

hakuryu
21.03.2021, 02:53
https://abload.de/img/shinruava1.1yhjun.jpg (https://abload.de/image.php?img=shinruava1.1yhjun.jpg) Das Rennen verlief recht amüsant wie Shinru fand. Das Yuma einen Mann quasi ampflaumte und als Perversen bezeichnete gefiel ihm hingegen nicht wirklich. Zum intervenieren kam er aber nicht. Das tat der Mann dann schon selbst. Und das auf eine Art und Weise die dem weißgekleideten unter anderen Umständen zum lachen gebracht hätte. Nur Yuma war eine starke Telepathin und könnte so dem Langhaarigen das Hirn rösten. Leicht hob er die Hände und wollte einschreiten als Viktor sich einmischte. Das ersparte ihm eine Diskusion die sich hätte vermeiden lassen können. Ihre Umgangsformen lassen wirklich zu wünschen übring. Ich will gar nicht wissen wie ihre Ausbildung aussah. Das werde ich aber noch überprüfen. Das in den USA auch Niederlassungen waren wußte ich nicht.
Jetzt musterte er erstmal den Weißhaarigen. Der schien etwas älter als er und Tegan zu sein und machte den Eindruck als wollte er gar nicht hier sein. Sein Stand ließ darauf schließen das er Schmerzen hatte. An einer Stelle wo sich der Arbitrator fragte wie sich der Typ so eine Reaktion verdient hatte. Die verärgerte Reaktion auf Yuma konnt er nachvollziehen, er selbst hätte das auch nicht anders gemacht. Nur wäre seine Wortwahl eine deutlich andere gewesen. Das etwas telepathisches zwischen ihr und Viktor stattfand war für ihn offensichtlich. Ob das dem Langhaarigen auch bewußt war oder auffiel konnte der Blonde nicht sagen. Das Kopfschütteln des Mannes entging ihm aber nicht. Klar hätte er in den Gedanken nachschauen können, nur wollte er den fremden Telepathen nicht auf sich aufmerksam machen. So verfolgte er auf den Bildschirmen weiter das Rennen.
Sein Partner schaffte es sich in der Spitezngruppe zu behaupten. Sowohl der Porsche als auch der Mercedes waren mit von der Partie. Immer wieder gab es Driftduelle mit dem Mercedes und mal lag der eine, dann der andere vorn. Der Porsche blieb beiden aber dicht auf den Fersen. Dann verreckte das führende Fahrzeug wohl an Benzinmangel. Alle drei Verfolger wichen gekonnt aus, später ankommende hatten leider weniger Glück. So schieden gleich vier Teilnehmer mit einmal aus.

Dann ein hoher sehr unangenehmer Pfeifton aus den Lautsprechern und eine Bildstörung in sämtlichen Monitoren. Der Fremde im Anzug der jetzt zu den Zuschauern sprach, machte einen grimmig entschlossenen Eindruck. Shinru kannte ihn nicht, aber was der Kerl sagte katapultierte ihn zurück in seine aktive Zeit bei Psycorp. Erinnerungen die er am liebsten verdrängt hätte. Das Bild der Frau welches er aus seinet Innentasche holte, ließ ihn erblassen. Er kannte sie. Hatte gegen sie gekämpft, zusammen mit Tegan, Seyrah, Juri, Yumiko, Shana, Odysseus und Miss Herley. Sie waren Schuld am Tod der Frau. Letztendlich war es eine der Raubkatzen von Tegan gewesen der der Frau den Rest gegeben hatte. Aber damals hieß es sie oder die Elite. Die Frau hatte alles versucht um sie zu töten, bei Shana hatte sie es im nachhinein geschafft. Das war doch gar nicht hier und die Slumbewohner hatte nichts damit zu tun. Sie war im Hauptquartier von Psycorp. Ich bezweifle das sie ne Zwillingsschwester hatte. Nun werde ich über euch richten. Jeden der Anwesenden abschlachten. Egal ob Kind, Frau, Mann, Bulle und andere Arbitratoren. Ihr habt nur eine Möglichkeit zu überleben. Indem ihr mich jetzt tötet. Übrigens mein Name lautet 189. Elitearbitrator von Psycorp. Entkommen könnt ihr nicht! Was zum... Psycorp existiert doch gar nicht mehr? Shinru war verwirrt. Die Firma wurde nach dem Odysseusfall aufgelöst und die meisten Arbitratoren wurden inhaftiert. Auf die Eliten wurde Jagd gemacht und zumeist wurden diese regelrecht vernichtet. Daran hatten weder er noch Tegan sich beteiligt. Mord gehörte nicht zu ihren Aufgaben. Sie wollte immer nur beschützen und helfen wo Hilfe benötig wurde. Das hatte sie bis heute auch so gehalten und danach gelebt.

Dumpfe Explosionen rissen Shinru aus seinen Gedanken. Als dann auch noch eines der Rennautos aus dem Haupfeld in die Luft flog brach endgültig Panik aus. Dann weitere Schüsse die mehrere Menschen regelrecht in Stücke riß. TEGAN ABBRUCH. HINTERHALT! Wie hatte alles nur so aus dem Ruder laufen können? Immer wieder übertönten Schüsse die Schreie der panischen Menge. Die strebte den Ausgängen zu die offensichtlich blockiert waren und viele fanden unter den Füßen der schieren Masse an Menschen den Tod. Das Gelände war von einer Betonmauer umgeben. Ein einfaches Entkommen würde es nicht geben. Nicht bei so einer Panik. Eine Explosion ganz in seiner Nähe verschärfte auch hier die Panik und er wurde einfach mitgerissen. Verbissen kämpfte er dagegen an und kassierte viele blaue Flecke. Dann wieder eine Explosion und ihn traf eins der Schrapnelle in die Seite. SCHEIßE! Jetzte hatte er allerdings Platz und schaffte es sich hinter einer Gebäudemauer in relativer Sicherheit zu bringen. Die Schmerzen in seiner linken Seite waren mörderisch, würde ihn aber nicht so schnell umbringen. Zumindest hoffte er das. Das keine Hilfe kommen würde war ihm sehr schnell klar geworden. Viele hatten das Rennen live ins Netz übertragen und sich dann beschwert das die Verbindung abgerissen war. Es gab nur eine Möglichkeit doch noch welche anzufordern. Shinru hoffte das seine Kräfte dafür ausreichten und der fremde Telepath nicht auch diesen Weg blockiert hatte. ERBITTEN SOFORTIGE HILFE! ATTENTATE VON ELITEN IM ALTEN KASERNENGLÄNDE. VIELE TOTE UND VERLETZTE! Seine Hand auf die blutende Wunde gepreßt ließ er sich an der Mauer runter rutschen. Jetzt konnte er seinen Freund noch besser verstehen und warum dieser Schußwaffen gern aus dem Weg ging und selbst seine eigene Baretta nur sehr ungern gegen Andere einsetzte. Was aus Yuma, Viktor und dem Weißhaarigen geworden war wußte er nicht. Bei Beginn der Panik hatte er sie aus den Augen verloren.




https://abload.de/img/teganava1.1h2j0q.jpg (https://abload.de/image.php?img=teganava1.1h2j0q.jpg) Es machte wirklich verdammt spaß. Als sich der Mercedes zurückfallen ließ machte sich ein wenig Entäuschung in ihm breit. Diese hielt aber nicht lang als das andere Fahrzeug regelrecht an ihm vorbei schoß. Na das nenn ich doch mal ne Überraschung. Sowas brauch ich nicht. Ein Grinsen trat in sein Gesicht und er drückte noch ein wenig mehr aufs Gaspedal. Immer wieder gab es mit dem Mercedes Kopf an Kopfrennen und er genoß es. Interessanterweise blieb ihnen auch der Porsche immer dicht auf den Fersen in dem Seyrah saß. Einige Fahrer waren mitlerweile aus den verschiedensten Gründen ausgeschieden. Und dann erwischte es das führende Fahrzeug. Mit Geschick konnte er dem ausweichen wie die andern beiden auch. Ayano war mitlerweile weiß im Gesicht, ihre Fingerknöchel sahen da auch nicht viel besser aus. Durch Ryu wußte Tegan das er bei der nächsten Runde vorsichtiger sein mußte. Der war doch schon von weitem zu sehen. Selbst schuld wenn die nicht ausweichen.

Als es in die nächste Runde ging wurden die Ersten überrundet nur zum freuen blieb da keine Zeit. Erst bekam er über Ryu einen schmerzhaft hohen Pfeifton, dann explodierte irgendetwas. Die folgende Druckwelle ließ Ayano aufschreien und Tegan hatte mühe den Mustang nicht ausbrechen zu lassen. Bei einer Geschwindigkeit von knapp 200 nicht gerade einfach. TEGAN ABBRUCH.HINTERHALT! Was zum... Instinktiv trat der Arbitrator auf die Bremse. Der Mercedes schoß noch an ihm vorbei und kurz danach sprang der Fahrer aus dem Fahrzeug. Knapp verfehlt ihn der Mustang und auch der Porsche konnte ausweichen. Seltsamerweise einen Tick eher als der Lilahaarige. Das nun führerlose Auto schwankte gefährlich, stabilisierte sich kurz und folgte dann doch den physikalischen Gesetzen und wurde aus der Kurve getragen nur um sich dann mehrfach zu überschlagen. Oh mein Gott. Die Frau sitzt noch drin. Ich weiß. Mittlerweile waren der Mustang und der Porsche zum Stillstand gekommen. Seine Freundin hatte sich schneller abgeschnallt und war aus dem Auto als Tegan gucken konnte. Ihr schien es wirklich Angst gemacht zu haben bei solchen Geschwindigkeiten zur Tatenlosigkeit verdammt zu sein. Der Taschendrache, fast komplett unsichtbar, war schon am Mercedes und bearbeitete mit seinen Krallen die Beifahrertür. Völlig verzogen würde er die nicht aufbekommen.
Mit Blut überströmten Gesicht mühte sich die Mafiabraut den Gurt zu lösen. Ihre Bewegungen ware fahrig und ungelenk. Sie hatte offensichtlich mehr einstecken müssen als auf dem ersten Blick zu sehen war. Da die Fenster zersplittert waren konnte er besser zugreifen und versuchte mit Gewalt die Tür zu öffnen. Leider gelang ihm das nicht. Nicht mal mit Hilfe von Antonio der zu ihm getreten war. Mitlerweile war Not am Mann, die aufsteigenden Benzindämpfe zeigten das der Tank etwas abbekommen hatte und irgendetwas brannte amMercedes . Auf seine Tarnung pfeifend erschuf der Arbitrator eine Brechstange und versuchte die Tür aufzustemmen. Seyrah, hilf mir mal. Ohne Widerrede trat sie zu ihm und so bekamen sie die Tür endlich auf und konnten sich der Frau auf dem Beifahrersitz widmen. Mit einem erschaffenem Messer durchtrennte der Dunkelhäutige den Gurt und zog dann die Frau aus dem mitlerweile brennenden Auto. Wir müssen hier weg. Das nächste Auto kracht gleich in den Mercedes. Zum wundern blieb Tegan keine Zeit. Mit ein wenig Mühe verfrachteten sie die junge Frau auf die Rückbank vom Mustang. Sie schafften es gerade so den Unfallort zu verlassen als auch genau das passierte was Antonio prophezeit hatte. Scheint Präkognition zu haben. Wie geht es ihr? Ayano hatte sich zur Mafiabraut auf die Rückbank gesellt und tupfte ihr das Blut vom Gesicht. Auf jeden Fall lebt sie. Ein paar Schnittwunden. Mehr kann ich noch nicht sagen. Ich denke das da noch mehr ist. So wie sich das Auto überschlagen hat wäre es ein Wunder wenn da nichts weiter ist.

Tegan folgte unterdessen dem Prosche. Dessen Fahrer schien zu wissen wohin sie mußten. Die panischen Zuschauer strebten den Ausgängen zu doch etwas stimmte dort ganz und gar nicht. Es hatten sich riesige Menschentrauben gebildet und es schien wenn dann nur sehr langsam voran zu gehen. Immer wieder fielen Schüsse. Der kleine Geisterdrache hatte ausgemacht von wem das kam und auch wie es denen erging die ihn davon abzuhalten versuchten. Warum der Anzugträger das tat was er tat war ihm schleierhaft. Ryu unterließ es sich dem Mann zu nähern und doch schaute der Kerl direkt in seine Richtung. Als sich die Glock auf die Geisterscheinung richtete verpuffte dieser. Daraufhin wurden zwei weitere Besucher erschossen und dann war das Gewehr wieder geladen.
Der kleine Drache tauchte direkt neben Tegan auf dem Beifahrersitz wieder auf. Erleichtert atmete dieser auf, nur um scharf und schmerzvoll einzuatmen. Ein Kopfschmerz der sich seltsamer Weise in die linke Bauchseite ausweitete störte ihn in seiner Konzentration. So verpaßte er beinahe das Halten des Porsches vor ihm. Nur mit verdammt viel Glück verhinderte er den Zusammenstoß mit selbigen. Er versuchte Shinru auf geistiger Ebene zu erreichen. Auch wenn er kein Telepath war, hielt sein Freund die Verbindung in der Regel offen. Seine Warnung hatte er nicht ohne Grund gemacht und sollte zu erreichen sein. Lediglich ein schmerzhafter Nachhall kam bei ihm an. Mit Shinru stimmt was nicht. Können wir ihn denn in dem Gewimmel finden? Beide sahen sich um. Seyrah und Antonio traten zu ihnen. Wir müssen weg. Ja ich weiß ich wiederhole mich. Ich kenne die Ausgänge. Die Geschlechtslose drehte sich zu ihrem Fahrer um und fauchte ihn regelrecht an. Fals es ihm nicht entgangen sein sollte, waren die Ausgänge alle versperrt und sie seien von Betonmauern umgeben. Beschwichtigend hob Antonio die Hände und meinte das es auch andere Wege hier raus gäbe. Laßt es uns versuchen. Ayano, du gehst mit ihm und nimm sie hier mit.Damit zeigte er auf die Mafiabraut. Ich muß Shin finden. Sie wollte widerspreche doch der Arbitrator schüttelte nur den Kopf. Geh. Zu Antonio gewand versteinerte sein Gesichtsausdruck. Sollte ihr etwas passieren, sorge ich dafür das du nie wieder Freude an irgendetwas hast.
Ayano wußte wohin sie mußte. Den Treffpunkt hatten sie zur Sicherheit ausgemacht. Wenn sie nach drei Tagen nichts von ihm oder Shinru hörte, war in einem Umschlag eine Nummer hinterlegt bei der sie sich melden sollte. Mit Tränen in den Augen drehte sie sich zu inm um und küßte ihn. Ich liebe dich. Flüserte sie noch in sein Ohr bevor sie ging. Tegan wandte sich in die andere Richtung. Seyrah folgte ihm. Tegan? Bist du das wirklich? Er reagierte nicht auf die Frage. Ryu, such Shin. Und bleib aus dem Schußfeld. Die Entscheidung war ihm nicht leicht gefallen. An liebsten hätte er gerade zwei von den Drachen gehabt. Einen kleinen Käfer hatte er Ayano unbemerkt zugesteckt. Dann explodierte ein weiteres Auto weiter vorn in mitten der Menge.

Constantine
21.03.2021, 04:03
https://abload.de/img/diamondavalukoy.jpg Hilfe kam. Der Gurt wurde endlich gelöst. Mehrere Personen eilten zu der Unfallstelle. Als Diamond aus dem Wrack gezogen wurde, war ihre erste Reaktion mit zitternden Armen gen Boden zu stemmen und ihren Mageninhalt zu entleeren. Erdrückende Kopfschmerzen machten das Denken nicht gerade einfach.

Die ganze Szenerie war vollkommen surreal. Sie bekam zwar alles mit konnte aber nur schwerlich reagieren. Sie wurde auf der Rückbank des Mustangs verfrachtet, hustete erneut Speichel aus. Ihre rechte Hand glitt über ihren linken Arm woraufhin ein widerlicher Schmerz bis in jede Faser des Körpers wahrnehmbar war.

Und dennoch hörte man kein Gejammer aus ihrem Munde. Ihre Augen wanderten durch den Mustang. Sie merkte sich die einzelnen Gesichter und konnte nicht auf die Fragen der jungen Frau reagieren, die sie gerade behandelte.

„Ausgekugelte Schulter, Schädel-Hirn-Traume“, Diamond tastete weiter ihren Körper ab. Ein erneuter Schmerz ließ sie dieses Mal eine Reaktion zeigen, „wahrscheinlich die ein oder andere Rippe angeknackst“, ein leichtes Stöhnen drang aus ihren Mund. „Doch wenigstens am Leben...“, ihr entging natürlich nicht der besorgt wirkende Ausdruck von Ayano. Das Fahrzeug stoppte.

Die Gruppe schien sich dann jedoch zu trennen. Erneut musste Diamond husten. Ihre Gedanken überschlugen sich. Es machte jetzt keinen Sinn nach ihren Männern zu suchen. Und die entstandene Massenpanik machte es nicht gerade einfach. Schüsse fielen durch die Menge. Schreie folgen.

Trotz der Tatsache, dass die Gruppe gerade Zeuge einer öffentlichen Hinrichtung war, blieb Diamond viel zu gelassen. Fast schon kalt. „Erst werden wir alle wie Vieh zusammen geworfen und dann auseinander gerissen“. „Das sind eindeutig Profis“, Diamond musste die Situation verbal analysieren um das ganze Ausmaß zu begreifen. „Alle Ausgänge sind wahrscheinlich blockiert.. zumindest lässt es die Massentrauben deuten“, ein leichtes Lächeln zeichnete sich auf ihren Lippen. Ihre Hand griff sofort nach dem Klapptelefon.

Keine Verbindung nach außen. Nicht einmal auf den abgesicherten Leitung. „Schöner Mist“. Sie steckte ihr Telefon wider beiseite. Es gab nun folgte Optionen. Entweder alleine durch den Massenansturm schlagen, was unweigerlich zu ihrem tot führt oder sich der trennenden Gruppe anschließen.

Leute von denen sie bisher weder einen Background hat noch jemals persönlich zu tun. Ein kleineres Übel. Sie entschloss sich daher Ayano und ihrer Begleitung zu folgen. Ein weiteres Fahrzeug explodierte mitten in der Nähe was Diamond erneut ihre Füße vom Boden riss. Zähne knirschend, stemmte sie nach dem die Druckwelle sich gelegt hatte ihre Arme in den verdreckten Boden um hoch zu kommen. Sie mussten aus der Massentraube sowie dem Schussfeld heraus. Um ihre Männer machte sie sich nicht all zu groß Sorgen, da jeder von ihnen top ausgebildet war.

Auren
22.03.2021, 10:54
https://abload.de/img/yuma22ava1.1ajjb00ajey.jpg

Ihre Lehrmethode war zwar nicht perfekt, aber es sollte für den Anfang reichen.
Während sie ihm mehr oder weniger alles zeigte, brach in der realität die Hölle aus.
Menschen werden erschossen, in Stücke gesprengt oder zu Tode getrampelt.
Schnell realisierte Yuma was hier los war. Damit Viktor nicht getroffen wird, sprang sie ihn an und drückte mit ihrem Körper zu Boden.
"Bleib unten. Halte dich an den Kerl. Er mag zwar Hintergedanken haben, aber er weiß was zu tun ist."
Sie sah Viktor kurz an, drang noch einmal in seinen Kopf ein. Nur um ihre Hanynummer bei ihm zu hinterlassen.
"Die Stille ist gleich vorbei." Warnte sie ihm noch vor. Danach stand Yuma auf.
Sie wollte ihren ehemaligen Gefährten stoppen. Auch wenn sie dabei Gewalt anwenden muss.
Lange musste sie nicht nach ihm suchen.
Er stand nur wenige hundert Meter entfernt und lud sein Gewehr nach. Neben ihm lagen einige Tote Körper auf den Boden.
Natürlich entging ihm, Yuma´s Anwesenheit nicht.
Er schien kurz zu überlegen und dann fiel es dem Mann wohl ein, wer sie war.
"729, lange nicht gesehen. Mir wurde gesagt, dass ich dich nicht töten darf, falls du auf die dumme Idee kommen solltest mich aufhalten zu wollen. Nur wurde mir aber nicht gesagt, dir ein oder zwei Gliedmaßen heraus zu reißen."

Er zielte auf Yuma und drückte ab. Das Sprenggeschoß flog auf sie zu und explodierte. Ketel schien sie wohl schon für Tod zu halten, aber als die Wolke langsam dünner wurde, stand sie noch da.
"Du solltest es eigentlich wissen. Ich halte von deinem Massaker nichts. Auf Kinder zu schießen ist das aller letzte. Auch ich habe meinen Partner verloren und sehne mich nicht nach Rache. Nein du willst nur seine Aufmerksamkeit."
"Halt deine Fresse du Schlampe. Sonst schlage ich sie dir ein, wie früher." Sein grinsen konnte man dabei nicht übersehen.

"Liegst du immer noch im Dreck? Steh auf und renn endlich. Dass hier ist kein Ort um zu schlafen." Schrie sie Viktor an.
"Nimm ihn mit. Ich weiß, dass du dir nichts gleich in die Hose machen wirst."
Diese Worte waren an Ketel gerichtet.
Da sie die Beiden schützen wollte, lenkte sie bewusst die Aufmerksamkeit auf sich. Yuma ging auf ihn zu. Sie kannte seine Fähigkeiten und kann nur deswegen etwas Zeit schinden.
"Hätte ich nur meine Messer dabei." Fluchte sie im Gedanken.

https://abload.de/img/avayumikoneul5jvn.jpg

Das Rennen hatte etwas für sich, aber vielleicht lag es eher an ihre Begleitung? Juri erklärte alle relevanten Dingen und Yumiko hörte zu. Natürlich waren die Beiden sehr aneinander angeschmiegt.
Für einige vielleicht zu sehr, aber nicht für Yumiko.
Selbst die Sache mit dem GPS und der Nummer reagierte sie etwas spät darauf.
"Hä, du hast was?"
Schnell wurde das Klapphandy hervor geholt. Die Nummern kontrolliert und da war die besagte Nummer von Juri.
"Wie schaffst du nur ständig solche Dinge ohne meine Kenntnisse zu bewerkstelligen? Ich hab es doch ständig bei mir."
Juri hatte keine Zeit darauf zu antworten. Sie wurde sanft runter gedrückt. Lag mit dem Rücken auf dem Dach. Yumiko war über ihr. Als würde sie gleich hier und jetzt über ihre Freundin herfallen, aber dem war nicht so. Auch wenn es einige, die es gerade beobachten, nahezu erwarten.
Daraus wurde aber nichts.
"Du Schlingel." Yumiko lächelte kurz und ließ sich auf Juri fallen. Es folgte ein sanfte Kuss.
"Dafür wirst du bestraft meine Liebe." Einer weiterer folgte. Yumiko genoss das Date auf dem Dach.
Das Rennen an sich rückte immer mehr in den Hintergrund. Sie wollte jetzt nur mit ihrer Freundin etwas kuscheln. Ihre Wärme spüren.

Doch leider fand die getraute Zweisamkeit ein schlimmes Ende als das erste Fahrzeug explodierte.
Es lag nicht am Motor. Dies war den Frauen klar. Da hatte jemand nach geholfen. Danach brach die Hölle aus. Einer schoss mit einem Gewehr auf die Jugendlichen. Sie wurden bei einem Treffer regelrecht in Fetzen gesprengt. Etwas was nur auf einem Schlachtfeld zu sehen war und nicht bei einem friedlichen Rennen.
Er schoss auch ohne zu zögern in die Menge. Sie waren ein leichtes Ziel für ihn.
Irgendwann stellte sich eine Frau ihm entgegen. Das erste Geschoss schien sie zu verfehlen.
Yumiko wusste jetzt, ob sie eingreifen sollte oder nicht. Am liebsten hätte sie ihn abgeknallt, aber auf ihren Date wollte sie keine Waffe mitnehmen.

Gosti
23.03.2021, 00:51
https://i.imgur.com/XM4BRQI.pngJuri genoss auf jeden Fall die Zeit die sie miteinander verbrachten, etwas was sie schon längst mal wieder hatten tun sollen. Und bei ihrer Überaschung dass sie heimlich ihr das Handy geklaut hatte, ihre Nummer eingespeichert und es dann wieder zurückgesteckt hatte, konnte sie nur breit grinsen. Sie hatte einfach sehr geschickte Finger und wusste sie sie sie einsetzen kann.
Yumikos folgende Reaktion ließ sie einfach auf sich wirken, wehrte sich nicht als sie sie so niederdrückte und unter ihrem Körper fixierte. Yumiko war wirklich die einzige Person auf dieser Welt wo sie so unterwürfig sein konnte, und es offensichtlich auch genoss, die Berührungen, die Küsse, und natürlich bewegte Juri ihre Hände sanft über den Körper ihrer Freundin, zog sie nur noch fester an sich, sogar ohne den Hintergedanken etwas zu stehlen^^ Doch leider würde dies nicht sehr lange andauern.
Juri selbst hätte kein Problem damit gehabt was hier passierte. Dass sie andere sehen würden, dadurch würde sie sich nicht ihren Spaß nehmen lassen, aber die Exposion die ganz offensichtlich nicht nur von einem Unfall kam warf beide aus ihrer Romantischen Stimmung und was dann geschah ließ wohl beide relativ unsicher was sie tun sollten...

Leider hatte Juri den selben Gedanken was Waffen bei ihrem Date angeht, denn so wie sich das ganze entwickelt hätte sie nur zu gerne das mit dem Drücken eines Abzuges beendet, immerhin war sie ja schon immer eine gute Schützin gewesen, und im vergleich zu damals vor dem Koma hatte sie ja auch nicht mehr so sehr Hemmungen Schusswaffen zu benutzen, vor allem wenn es um die Sicherheit der Person ging die ihr Wichtig war... Aber ob sie dazu überhaupt in der Lage gewesen wäre? Denn als am Bildschirm das Bild dieser Frau gezeigt wurde wurde Juri wieder schwindelig und übel. Sie hatte keine Ahnung wer das war, und doch hatte sie mal wieder das Gefühl diese Person zu kennen, ähnlich schon wie bei den zwei Typen beim letzten Rennen, nur wesentlich intensiver, so sehr dass ihr schon regelrecht anfing der Kopf zu schmerzen und sie zusammen brach während sie scheinbar einen kleinen Panik-Anfall bekam... "Wir... wir müssen hier weg... sofort!"

Survivor
23.03.2021, 01:31
https://abload.de/img/ketelavatar80kmi.jpg (https://abload.de/image.php?img=ketelavatar80kmi.jpg)
Nach Ihren Worten ging Ketels Blick erst zu dem Kerl mit dem riesigen Gewehr, dann zu jenem mit den Maler Sachen. Er nahm ihre Aufforderung kommentarlos hin. Wenn sie der Meinung war sie würde gegen ihn etwas ausrichten können, dann bitte, er würde dabei nicht im Weg stehen.
Mit einem Satz war er bei dem Maler, mit einem weiteren schon aus dem unmittelbaren Kampfbereich heraus. Ketel bewegte sich zunächst auf einige Gebäude zu, von denen er sich erhoffte dass man dort zumindest vor Schüssen oder herum fliegenden Teilen sicher wäre.
Zu seiner Überraschung war dort schon jemand. Der andere, wachsam dreinblickende, Begleiter jener Frau. Nun zumindest stand er in ihrer Näher als er ihn das letzte Mal sah. Als Ketel zu ihm kam schien er ihn zu erkennen, eben so die Person die Ketel begleitete. Auf den ersten Blick schien er sich auch mehr für Ketels Begleitung zu interessieren als denn um Ketel selbst. Ein Umstand den der Waffenmeister begrüßte, gleich wohl betrachtete er den Fremden und sah dass dieser eine Wunde an seiner Seite hatte. Er riss sich zusammen das konnte man erkennen, doch man musste die Wunde versorgen, sonst würde er später Probleme kriegen.
Ohne zu fragen, lies er den Maler in der Nähe zu Boden und besah sich Verletzung. Er legte vorsichtig die eine Hand darauf und hielt die zweite davor. Ein kurzer Augenblick der Konzentration, dann zuckte der zweite Zeigefinger und das Schrapnell wurde in die wartende Hand gedrückt. Kurz besah Ketel es sich, doch im nächsten Augenblick warf er es auch schon weg. Er legte erneut seine Hand darauf, dieses Mal schien er sich länger zu konzentrieren, doch als er fertig war passierte nichts.
„Gut, die Rippe ist nur angebrochen, aber nicht durch. Dein Glück dass das Metall im Knochen hängen blieb...nimm dass und leg dir einen Verband an.“ Ketel gab dem Unbekannten ein kleines „First-Aid“-Kit. Dann schaute er wieder zur unbekannten Frau zurück.
„Sie ist verrückt, sie legt sich mit jemanden an der über 20mm Explosiv Geschosse verfügt und dass auch noch unbewaffnet. Obendrein ist der Typ nicht allein.“
„Wie er ist nicht allein?“
„Jup, hier laufen mindestens noch zwei von denen rum. Ein Typ, relativ ruhig und kontrolliert und eine Frau. Sie hat definitiv ein Ding am Wandern und quatscht so komisch prophetisch. Sie kann Dinge wie Ratten erschaffen....die brennen auch ganz gut, hat sie mir wohl übel genommen.“
Ketel redete einfach drauf los, ohne sich darum zu scheren was sein gegenüber von ihm dachte. Ihm war auch egal ob er etwas davon wissen sollte oder nicht. Diese Typen waren darin zuweit gegangen dass sie angefangen hatten auf die Normalos zu schießen und sie zu töten. Folglich konnten die sich ihren Auftrag sonst wohin schieben.

Plötzlich hielt an dem Gebäude ein Fahrzeug. Soll schnell wie es da war, so schnell flog auch Ketels Schrottflinte unter seinem Mantel hervor in seine Hand. Blitzschnell brachte er sie in Anschlag, doch der Typ der gerade mit dem verbinden fertig war hielt ihn zurück. Der Wagen stellte sich als der Mustang heraus, welcher vor dem Rennen noch bei der kleinen Gruppe gestanden hatte und heraus kam ein Mann und eine Frau, offensichtlich Bekannte von ihm.
„Gut, wenn du dann mit dem Maler nicht mehr allein bist und ihr ein Fahrzeug habt, dann könnt ihr ja von hier verschwinden. Dass was ich auch lieber tun würde, allerdings ist da gerade ein kleines Kind am kämpfen und dass geht mir aus irgendwelchen Gründe, gehörig gegen den Strich.“
Als dann auch schon die anderen beiden Personen hinzu kamen, machte Ketel sich mit einem Sprung über das Auto hinweg wieder auf den Weg in den Kampf zurück.

Ironhide
23.03.2021, 13:47
https://abload.de/img/dougava1.14tk0a.png Wie sehr recht Doug behalten hatte, sah er ja nun. Doug war in der Nähe um die Gruppe, bei der sich Seyrah vor dem Rennen auch aufgehalten hatte, als das Chaos ausbrach. Seine erste Reaktion war die, Verstärkung zu rufen doch die Signale waren alle blockiert, er kam zumindest nicht durch. Könnte aber auch einfach überlastet sein, weil grad zigtausend Menschen die gleiche Idee hatten. Wäre wenig verwunderlich. Douglas versuchte sich einen Überblick zu verschaffen, da er einigermaßen gefasst blieb, schaffte er das auch. Zwar schoss ihm das Adrenalin durch die Adern und er war angespannt, aber er hatte gelernt damit umzugehen. Die Quelle des Angriffes war schnell ausgemacht und das erste was Doug tat, war sich Deckung zu suchen und fand die auch hinter einer Wand. Dann überlegte er, was zu tun war. Seyrah finden wäre gut, machte aber keinen Sinn da er keine Ahnung hatte, wo auf der Rennstrecke sie sich genau befand. Sie war vorerst auf sich gestellt, aber das würde sie wissen. Es ratterte in Douglas seinem Kopf, er musste erstmal ein paarmal tief durchatmen und sich etwas beruhigen, bevor er anfing die Situation genauer zu analysieren. Vorsichtig schaute er aus seiner Deckung hervor, sah nach kurzem umsehen den Mann, der hier fröhlich vor sich hinmetzelte und checkte dann die Umgebung ab. Es dauerte einen Moment, bis Douglas erkannte, dass Der Typ versuchte, die Menge vor sich her zu treiben, in die Ecken zu zwängen wo sie ihm nicht entkommen konnten. Sein Rücken versuchte er immer frei zu halten. Da er das Gelände ja nicht mitten drin betreten hatte, gelang ihm das auch gut, aber er musste sich auch bewegen und vorrücken und kam so unweigerlich an Gebäuden und Fahrzeugen vorbei. Da würde sich früher oder später – nein es MUSSTE – sich eine Gelegenheit ergeben, sich den Typen vor zu knöpfen. Doch erstmal musste Douglas herausfinden, was der Typ konnte.

Er tippte auf Telekinese denn die Waffe die er trug montierte man sonst eher auf Fahrzeugen oder dergleichen und schleppte sie nicht mit so einer Leichtigkeit herum wie der es tat. Oder er war sehr, sehr gut trainiert, aber so sah der nicht aus. Auch viel auf, dass der Typ sich immer genau dann richtig in Position brachte, wenn irgendwer ihm gefährlich werden würde. Es war fast so, als würde er kommen sehen, wenn ihn einer attackierte. Zumindest solange es vereinzelt und frontal war. Das war schlechte, denn war diese Fähigkeit gut ausgebildet, gäbe es kaum eine Möglichkeit ihn anzugreifen ohne Hilfe von anderen zu haben. Douglas beobachtete weiter, auch wenn es ihm nicht leicht viel so untätig zu bleiben. Doch war keinem Geholfen, wenn er sich nur blindlings in einen Kampf stürzen würde, wo er der Unterlegene war, in jeder Hinsicht. Doch Douglas gab nicht so schnell klein bei, wartete auf seine Gelegenheit und hoffte das die früher als später kam. Inzwischen stand der Typ da, wo vormals die ganzen Autos den Besucher gezeigt wurden, als sich eine junge Frau in den Weg stellte, die ihm irgendwie bekannt vorkam. Ihm viel die Begegnung mit ihr wieder ein, das Kind was ihm in die Beine gelaufen war. Das war ihre Mutter! Sämtliche Alarmglocken läuteten bei Douglas und er wollte in jenem Moment aufspringen, als der Typ im gleichen Moment abdrückte und die Frau traf. Geschockt blieb er stehen, und starrte zu der Stelle des Einschlags aber dort war nicht das was er erwartet hatte. Die Frau stand da immer noch. Als wäre das nur ein Gummiball gewesen, der nach ihr geworfen wurde.
‚Was zum… Die auch?! Gott wie viele laufen hier denn noch rum??‘ Für sein Geschmack waren hier viel zu viele Arbitratoren und nur eine von ihnen stand in den Diensten der Behörde. Aber darum müsste er sich später kümmern, vorerst galt es den Kerl da aus zu schalten. Gut war, dass die Zahl der potenziellen Opfer sich sehr vermindert hatte, da doch sehr viel mehr reiß aus genommen hatten und sich irgendwo versteckten, als sich einen offenen Kampf mit dem Typen zu liefern. Nachteil, so war es schwere unbemerkt an ihn ran zu kommen. Douglas checkte die Umgebung. Ein zerstörter Wagen hinter der Dame, offenes Gelände links von den beiden. Er selbst war gut 200 Meter entfernt, eine ordentliche Strecke. Ein alter Unterstand für Fahrzeuge befand sich zwischen ihm und dem Amokläufer, im Grunde nur ein riesengroßes Dach, gestützt von etlichen Stahlbetonpfeilern. Dazwischen ein paar Verkaufsstände, verrostete Fahrzeugwracks und alte und nutzlose Stromaggregate die bereits komplett ausgeschlachtet waren. Nichts was wirklich schutz gegen die Waffe gab, aber ihn zumindest ermöglichte, unbemerkt näher zu gelangen.

So unauffällig wie möglich und immer auf die Blickrichtung des Typen achtend, huschte Douglas von Deckung zu Deckung um eine möglichst gute Position zu bekommen. Noch hatte man ihn nicht bemerkt. Er traf auf ein paar andere Zivilisten denen er entweder riet, sich so ruhig wie irgendwie möglich zu verhalten oder sie aufforderte zu verschwinden, sofern der Weg ohne Deckung nur ein paar Sekunden wäre. Dabei beobachtete er weiter die Situation vor ihm. Die beiden wechselten einige Worte, Douglas verstand davon aber aufgrund der Entfernung nichts. Hinter dem Wrack tat sich etwas doch auch das konnte Douglas nicht sehen. Dann aber schein die Frau Verstärkung zu bekommen, den ein weitere, ihm Unbekannter stellte sich dem in den Weg. Dieser war eindeutig bewaffnet. Douglas hatte es geschafft, sich auf 30 Meter an den Typen ran zu arbeiten. Sollte die Frau ihn gesehen haben, dann ließ sie sich nichts anmerken, sie ging sogar auf ihn zu. Der andere bewaffnete Mann versuchte sich in Position zu bringen, aber da wurde schon die Waffe auf ihn gerichtet. Nun hatte er die Frau vor sich, den anderen etwas versetzt links davon hinter einem Mauervorsprung, und Douglas rechts hinter sich. Douglas hoffte, dass sie es irgendwie schafften, den Kerl gleichzeitig zu attackieren, denn sonst würde er einem nach dem anderen auseinandernehmen. Plötzlich machte der Typ einen Schritt zurück und fast im selben Augenblich hörte man das brechen einiger Schüsse und dann schlugen die Kugeln auch schon knapp vor die Füsse des Typen ein, auf den die Frau immer noch zuging. Dann passierte alles ganz schnell und Douglas wusste, entweder jetzt oder nie. Der Typ drehte sich zur Seite, feuerte auf eine Gruppe von drei anstürmenden Jugendlichen, wovon zwei auch direkt starben, der dritte schaffte es irgendwie hinter eine Deckung zu kommen und feuerte einfach darüber hinweg. Gleichzeitig blieb die Frau stehen, sichtlich erschrocken darüber das so knapp vor ihr weitere Kugeln einschlugen. Auch gleichzeitig kam der andere Mann aus seiner Deckung und feuerte, aber schon drehte sich der Typ wieder und wollte das Feuer erwidern, immerhin blieb dem Angreifer ja nicht verborgen das er sich da in Deckung gebracht hatte.

Douglas musste schnell sein und sprang im gleichen Augenblick wie die Jugendlichen starben und der Mann, der sich später als Ketel herausstellen würde aus seiner Deckung kam, hervor. Er hatte bereits seinen Revolver gezogen und richtete ihn auf den Typen, der ihn so nicht sehen konnte. Ketel wurde wieder in seine Deckung gezwungen und fast gleichzeitig brüllte Douglas den Mann an: „Waffe fallen lassen! Auf die Knie und Hände hinter den Kopf!“ Douglas erwartete nicht, dass er auf ihn hören würde und das tat er auch nicht. Mit einem ausdrucksstarken „ARSCHLOCH!!!“ versuchte er sich umzudrehen, doch diesmal hatte er das Nachsehen. Da Douglas wusste, dass er auf ihn feuern würde, konnte er rechtzeitig abdrücken. Dreimal feuerte er seinen Revolver auf den Kerl, dreimal traf er auch. Das Donnern seines Revolvers hallte noch nach, als das schwere Gewehr krachend zu Boden fiel, der Typ auf seine Knie zusammensackte und vornüber auf den Aspahlt kippte. Dabei schlug er sich noch die Stirn auf, doch das spürte er schon gar nicht mehr, denn er war bereits tot. Zwei Kugeln hatten seine Brust durchschlagen, eine dritte den Bauch getroffen, wobei Douglas das eher auf die zunehmende Streuung bei schneller Schussfolge zurückführte, als auf einen gezielten Schuss. Alle drei Kugeln hatte seinen Körper durchschlagen und steckten nun in jener Wand, hinter der sich Ketel versteck gehalten hatte, jedoch gut 30 Meter neben ihm. Douglas war froh, dass er nicht noch jemanden getroffen hatte, der nichts damit zu tun hatte.
Mit seinem Revolver im Anschlag ging er auf die Leiche zu, prüfte Puls und als er sicher war, dass er keine Bedrohung mehr war, steckte er seinen Revolver wieder weg. Er richtete sich auf und stand unmittelbar vor der Frau, die er vor einiger Zeit im Einkaufszentrum getroffen hatte.
„Alles in Ordnung mit ihnen, junge Frau?“

Auren
24.03.2021, 10:20
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"Ja, mir geht es gut." Sie ging in die hocke und drehte den leblosen Körper um.
"Das war dein wahres Ziel? Hier zu sterben? Um bei ihr zu sein?" Mit einer Handbewegung schloss sie seine Augen. Eine kleine Geste der Höflichkeit.
Dann öffnete sie sein Hemd. Da kam auch schon der Grund zum Vorschein, warum er diese Waffe solange bedienen konnte.
"Wie bist du daran gekommen?" Die Frage war eigentlich überflüssig. Unter seiner Kleidung trug der Mann etwas ungewöhnliches. Etwas, was nur für ihn zugeschnitten war. Ein Exoskelett. Jedoch hauch dünn. Yuma kannte diese Dinger. Man konnte auch schön das Emblem, der Firma Psycorp auf der Brust entdecken. Es war klar, dass er von jemanden Hilfe bekam. Selbst für Doug.
Für die junge Mutter war dies nebensächlich. Sie hatte wieder jemanden verloren. Auch wenn jene Person zig weitere Menschen nun auf dem Gewissen hatte.
Ketel kam aus seiner Deckung hervor. Auch er wollte sicher gehen, dass der Tote wirklich tot war.
"Lasst mich bitte mit ihm allein. Ich möchte mich von ihm verabschieden."

Ironhide
24.03.2021, 10:40
https://abload.de/img/dougava1.14tk0a.png Psycorp gab es nicht mehr, dass dieser Mann hier nun in Ausrüstung rumlief, die eigentlich in den schwer bewachten Arsenalen seiner Behörde hätte liegen müssen, sofern nicht schon vernichtet, schrieb Douglas der Zeit zu, als Psycorp sich aufgelöst hatte und in dem allgemeinen Chaos damals viel verschwand, was nicht hätte verschwinden dürfen. Auch ihm war damit klar, dass dieser hier Hilfe gehabt haben musste. Um das Exoskelett anzulegen, brauchte es mindestens noch eine zweite Person, sonst würde man die Rückenplatte nicht korrekt anschließen können. So dünn es auch ist, so ein Skelet bestand immer aus mehreren Einzelteilen. Nur widerwillig wollte Douglas sie nun alleine lassen, denn er hatte fragen, viele Fragen.
„Nun gut, aber lassen sie niemanden sonst an die Leiche. Meine Leute werden sich der Angelegenheit annehmen. Und ich habe ein paar Fragen an sie.“ Damit ging er ein paar Schritt weg, beobachtete aber weiter die Situation und vor allem die Umgebung. Er zog wieder seinen Revolver, denn irgendetwas sagte ihm, das die Gefahr noch nicht vorrüber sei. Zumindest war es klug, das anzunehmen. Er wechselte die Patronen in seinem Revolver, nahm die verbleibenden zwei raus, steckte sie in seine Tasche und füllte die Kammer mithilfe eines neuen Clips komplett. Eigentlich wollte er sich auch na Seyrah umsehen, von der Leiche weggehen wollte er aber auch nicht. Zu Groß die Gefahr das sie einfach geplündert werden würde. So ein Exoskellet war extrem schwer zu bekommen und hier lag nun einfach eines rum. Zum Gluck wusste das ja noch niemand und er hoffte, dass es auch so bleiben würde.

Er nahm sein Smartphone zur Hand, aber ein Blick reichte, um zu sehen das noch immer kein Signal nach draußen ging. Entweder die Quelle der Störung war hier irgendwo stationär von dem Killer aufgebaut worden, oder aber jemand anderes hatte sich in das System gehackt und störte es noch immer. Dabei brauchte Douglas so dringend Verstärkung, alleine schon weil hier so dermaßen viele Arbitartoren rumliefen, das es schon nicht mehr normal war.

Auren
24.03.2021, 12:07
https://abload.de/img/yuma22ava1.1ajjb00ajey.jpg

Doug kam ihrer Bitte nach und entfernte sich von dem Körper.
Yuma knöpfte ihm das Hemd wieder zu. In seiner Tasche fand er das Foto mit jener Frau die er rächen wollte. Sie legte es ihm in den Hände und die wiederum wurden auf seiner Brust abgelegt.
Sie schwieg die ganze Zeit, aber im inneren brodelte es. Am liebsten würde sie den ganzen Ort dem Erdboden gleich machen.
Doch was würde es ihr bringen? Rein gar nichts, außer noch mehr ärger.
Sie klopfte dem Leichnam auf die Schulter. Nicht als Lob, sondern als Abschied.
Danach richtete sich die junge Mutter auf. Ein Zeichen, dass sie fertig war. Ihr Blick wanderte nach oben. In den schwarzen Himmel.

Rosered_Strauss
24.03.2021, 14:50
https://abload.de/img/viktoravablkuri7jyo.jpg (https://abload.de/image.php?img=viktoravablkuri7jyo.jpg)Was wäre ihm nur für ein Tag entgangen, hätte seine Vermieterin ihn nicht mit drastischen Methoden aus seiner Wohnung geschmissen. Auf die einfache, hoffnungsvolle Nachfrage, die er sein ganzes Leben bereits hatte stellen wollen, wurde sein Geist aus der Gegenwart gerissen und tauchte... scheinbar in ihre Erinnerungen ein? Er gab sein Bestes, sein völliges Erstaunen über diese unvorhergesehene Methode des Lehrens und Lernens im Zaum zu halten und sich stattdessen krampfhaft auf das zu konzentrieren, was er sah. Eine Methode, mit der er seinen Fluch bezwingen konnte... Leider verstand er das, was er dort sah, nur bruchstückhaft. Das er währenddessen alles fühlte was auch sie fühlte war schwierig, aber ein Problem das er bereits sein Leben lang kannte. Sein Schädel pulsierte, als er an seinen eigenen Gefühlen festhielt, sich von denen der jungen Frau zu distanzieren suchte; während er jede Information wie ein Schwamm einsaugte, in der Hoffnung sie in naher Zukunft vielleicht sogar zu verstehen.

Doch gerade als er glaubte hier durchaus Erfolg haben zu können wurde er aus der Erinnerung hinaus- und sein Körper zu Boden gerissen. Verwirrt blinzelnd wie jemand, der aus einem stockdunklen Raum hinaus ins Tageslicht tritt sah er Yuma an, die ihm noch mitteilte das die Stille nun ein Ende haben würde als er der veränderten Geräuschkulisse um sich herum gewahr wurde. Und als dann erneut die Flut an Gedanken und Gefühlen der Anwesenden auf ihn eindrosch kniff er die Augen schmerzerfüllt zusammen und hielt gerade noch einen gellen Schrei zurück. So entschlüpfte ihm nur ein Wimmern, welches in dem Chaos ohnehin nicht zu hören war. Er wälzte sich herum, um sich auf den Knien in die nächste Deckung bewegen zu können. Sein Schädel fühlte sich an als könnte er zerbersten, aber die aktuelle Situation war prekär genug dass er es irgendwie schaffte die Kontrolle über seinen Körper zu behalten und nicht handlungsunfähig darnieder zu sinken, wenngleich sich das fast nach einer angenehmen Alternative anhörte.

hakuryu
24.03.2021, 21:30
https://abload.de/img/ayanowykdr.jpg (https://abload.de/image.php?img=ayanowykdr.jpg) Die unbekannte Frau tastete sich noch selber ab und murmelte noch ein paar Verletzungen vor sich hin. Ayano glaubte das sofort. Sie konnte von Glück reden das ihr bei dem Überschlagen nicht noch mehr passiert war. Memo an mich selbst: sollte ich noch mal so eine bescheuerte Idee haben bei so einem Scheiß mitzumachen, dann putze ich einen ganzen Monat freiwillig die Klos in der Uni. Dann exlpodierte wieder ein Auto. Die Druckwelle warf ihre kleine Gruppe um. Sie machte sich Sorgen um Tegan und hielt nach ihm Ausschau, konnte ihn aber in dem Rauch nicht erkennen. Kommt schon Mädels, ich will hier raus und der Lilatyp wird schon klarkommen. Die schwarzhaarige stützte die junge Frau. Das war gar nicht so einfach. Die Rippen schmerzten bestimmt höllisch und das eine ausgekugelte Schulter auch nicht das angenehmste war wußte sie aus eigener Erfahrung. Sie hasteten weiter und versuchten immer etwas zwischen sich und dem Schützen zu haben. Antonio schien da immer den richtigen Weg zu finden. Als die Massen weniger wurden hielt Ayano ihn kurz am Arm fest. Warte kurz. Ich muß ihre Schulter wieder einkugeln. Sie will den Arm bestimmt später noch nutzen können. Kannst du das überhaupt? Wäre nicht das erste mal. Das war es wirklich nicht. Zum Anfang ihrers Aikidotrainings mit den anderen Frauen, hatten sich öfter mal welche zu heftig gegen eine bestimmte Hebeltechnik gewehrt und sich dadurch die Schulter ausgerenkt. Antonio sah sie zweifelnd an. Das brachte ihm einen Knuff ein. Männer. Nur weil ich ne Frau bin, heißt das nicht das ich mir nicht zu helfen weiß. Damit wandte sie sich zu der Mafiabraut. Ich werde deine Schulter wieder einrenken. Das wird wehtun, aber du solltest dann den Arm wieder bewegen können. Lehn dich hier an. Damit wies sie auf die Mauer hinter der sie gerade standen. Diamond rührte sich nicht und sah Ayano mit einem Blick an den sie nicht einordnen konnte. Hör mal, du willst deinen Arm auch in Zukunft benutzen. Dazu muß der wieder dahin wo der hingehört. Je länger der so bleibt desto wahrscheinlicher werden Nervenschäden. Und die kann man hier draußen garantiert nicht brauchen. Resolut stand sie vor der Frau zeigte nochmal einladend auf die Wand hinter ihr. Mit leichten Widerstreben lehnte sich die Frau dann doch an die Stelle die ihr gewiesen wurde. Das wird jetzt noch mal wehtun. Damit griff sie fest an den unteren Bereich des Oberarms, fixierte mit einer Drehung ihren Oberkörper und zog zeitgleich den Arm kräftig nach unten. Ein kurzes schmerzhaftes Keuchen war zu vernehmen welches das Knirschen übertönte als sich die Gelenkpartner wieder richtig ausrichteten. Ich hoffe deinen Rippen geht es gut. Wenn ich was gesagt hätte, hättest du gegengehalten. Ich bin übrigens Ayano, das da war Antonio wenn ich mich richtig erinner? Der Fahrer nichkte nur. Laßt uns weiter, reden könnte ihr Mädels später noch.

Sie eilten weiter und mußte langsam ihr anfängliches Tempo dosseln. Die Mafiabraut stolperte immer wieder. Bei dem Unfall eigentlich ein Wunder das sie überhaupt noch auf den Beinen ist. Es wurden immer weniger Menschen und sie kamen immer näher an die Mauer die das gesamte Gelände umspannte. Einige der jungen Leute strebten offenbar in die gleiche Richtung wie ihre kleine Gruppe. Genau war das nicht zu erkennen. Mitlerweile befanden sie ich einem Bereich der Kaserne der nicht mehr ausgeleuchtet war. Mit leicht fahrigen Händen zog Ayano ihr Handy aus der Tasche und schaltete die integrierte Taschenlampe ein. Sie mochte keine dunklen Orte. Schon gar nicht wenn sie mit einem Mann unterwegs war der nicht Tegan, Shinru oder einer seiner Brüder war. Sie würde nicht mehr das einfache Opfer sein wie einst, nur diese Umgebung kam der von damals mehr als nah.
Durch das Ausleuchten der unmittelbaren Umgebung fiel ihr auf das sie wohl in einen technischen Bereich gekommen waren. Viele Schaltkästen standen ausgeschlachtet herum und nicht mal von allen waren noch die Gehäuse vorhanden. Alles was man verkaufen oder selber verwenden konnte war fort, der Rest zerstört. Sie fand es schade. Die Arbeit an verzwickten Kabelsalaten hatte sie in der schlimmsten Zeit vor Tegan bei Verstand gehalten. Jetzt werkelte sie immer noch gern nur zum Spaß an älteren Geräten rum. Ganz in Gedanken stolperte sie über etwas. Ein beherzter Griff von Antonio verhinderte den Sturz der beiden Frauen. Ein gemurmeltes Danke war alles was er danach bekam. Ayano schaute genauer hin. Ein Kabel. Ein dickes fettes Kabel. Mitten im Weg und eine hervorragende Stolperfalle. Warum lag hier so ein Kabel rum wenn doch alles andere weg und zerstört war? Es wirkte völlig deplatziert. Schaut mal hier. Was macht ein Kabel hier? Aus dem Augenwinkel sah sie ganz schwach einen grünlichen Schimmer. Als sie mit ihrem Licht in die Richtung leuchtete bemerkte sie das das Kabel ebenfalls in diese Richtung verlief. Nach ein paar Metern erreichten sie einen Kasten in dem ihre Stolperfalle verschwand und viele andere abzweigten. Was macht denn ein Trafokasten hier? Gute Frage. Lange kann der noch nicht hier sein. Abgeschlossen war nicht. Könntet ihr mir mal bitte leuchten? Das Teil gehört hier eindeutig nicht hin. Ayano versank in der Betrachtung des regelrechten Kabelsalates im Inneren. Irgendjemand hatte es sehr eilig gehabt. Alles war recht stümperhaft verbunden, eine Sicherung gab es nicht und an dem kleinen Kästchen was zwischengeschaltet war blinkten Überlastungsdioden. Jetzt mein Werkzeug. Das wäre was. Vor sich hinflüsternd schob sie einige Kabel zur Seite und besah sich das Ganze von allen mögichen Seiten. Einfach die Kabel ausreißen könnte sonstwas für Folgen haben. Dann fand sie die stromzuführende Leitung und die dazugehörigen Abzweigungen. Hat einer von euch beiden ein Messer mit Gummigriff? Oder Holzgriff? Einer der Beiden reichte ihr ein Taschenmesser mit Plastegriff. Für sie Völlig ausreichend. Nach und nach zerschnitt sie die einzelnen Abzweigungen. Immer darauf bedacht keinen Schlag zu bekommen. Mit dem letzten Durchtrennen klingelte es plötzlich in der Hand der Mafiabraut. Auch das Smartphone von Antonio vibrierte von eingehenden Nachrichten. Offensichtlich hatte sie den Störsender nicht nur gefunden, sondern auch noch gleich lahmgelegt. Ich bin mir sicher das auffallen wird das alles wieder geht. Wir sollten verschwinden. Antonio schaute in die Richtung in der sein angestrebter Ausgang lag und ihm lief ein massiv kalter Schauer über den Rücken. Ich hab da ein gaaaanz mieses Gefühl bei der Sache. Wir sollten einen der anderen Wege nehmen. Der hier ist wohl nicht mehr sicher. Leider liegt der nächste quasi auf der anderen Seite des Geländes.




https://abload.de/img/teganava1.1h2j0q.jpg (https://abload.de/image.php?img=teganava1.1h2j0q.jpg) Die Explosion riß ihn und Seyrah von den Füßen. Das Klingeln in seinen Ohren brauchte eine Weile um zu verschwinden. Insinktiv hatte er sich über seine ehemalige Kollegin gebeugt und sie so vor dem Gröbsten geschützt. Ryu wollte schon seine Suche abbrechen. Such weiter. Die Dringlichkeit in der Stimme seines Herren und die innere Unrast siegten und der kleine Geisterdrache verschwand. Du kannst mir viel erzählen. Diesen Drachen erkenne ich überall wieder. Warum habt ihr beide euch nicht gemeldet? Wo hast du die letzten drei Jahre gesteckt? Viel zu viele Fragen für Tegan und er hatte nicht vor diese auch nur im Ansatz zu beantworten. Zumal auch die Umgebung alles andereals dafür geeignet war. Nicht jetzt. Ja ihm war bewußt wie unwirsch das klang. Nur hier waren so viel Verletzte und Sterbende. Quasi ein Kriegsschauplatz und er wußte immer noch nicht warum.
Durch die Augen des Drachen fand er dann Shinru. Eindeutig verletzt und einen Fremden mit Viktor. Der Künstler lag auf dem Boden. Scheint wohl standard bei ihm zu sein. Hab Shinru gefunden und wir brauchen den Mustang. Seyrah wollte schon protestieren, doch der Blick des Arbitrators ließ sie den Mund wieder schließen. Gemeinsam ranten sie das kleine Stück zum Auto zurück. Gekonnt schwangen sich beide in die Sitze und so ging es im Slalom zu der Mauer wo sie seinen Partner fanden. Und direkt in die Mündung einer Schrotflinte schauten. Automatisch postierte sich Ryu hinter Ketel. Völlig unsichtbar aber eindeutig in einer Größe die ihn tötlich machte. Shinru schaffte es den Weißhaarigen vom Schuß abzuhalten. Sobald die Gefahr in Ryus Augen verschwunden war schrumpfte er wieder und kuschelte sich an Shinru. Dem war sofort klar wie die Beiden ihn gefunden hatten. Bevor sein bester Freund noch groß ausholen konnte schickte Tegan seinen kleinen Geist auf die Suche nach Ayano. Er wußte zwar das sie nicht in unmittelbarer Gefahr war, der Drache konnte sie aber in jedem Fall noch beschützen.




https://abload.de/img/shinruava1.1yhjun.jpg (https://abload.de/image.php?img=shinruava1.1yhjun.jpg) Die Schmerzen waren Übel. Er spührte das Tegan versuchte ihn zu erreichen. Nur war seine Konzentration im moment mehr als hin. Dann stand mit einem Mal der weißhaarige Typ vor ihm den Yuma angepflaumt hatte. Sein Gesichtsausdruck war genauso überrascht wie wohl sein eigener. Das er Viktor mit dabei hatte nahm der Blonde nur am Rande war. Die Aktion die Weißhaar dann startete machte ihn sprachlos. Es tat höllisch weh als er die Hände auf seine Wunde legte. Shinru spührte jede kleine Bewegung des Schrappnells als dieses sich aus seiner Rippe löste und in die Hand des Mannes fiel. Das zweite Handauflegen tat dann nicht mehr so weh, war eher nur noch unangenehm. Gut, die Rippe ist nur angebrochen, aber nicht durch. Dein Glück dass das Metall im Knochen hängen blieb...nimm dass und leg dir einen Verband an. Das First-Aid-Kit welches er noch in die Hand gedrückt bekam würde zumindest ein wenig helfen, langsam aber methodisch verband er sich selbst. Ihm war klar das der Mann vor ihm ein Telekinet war. Das war die einzige Möglichkeit ein Schrappnel ohne Hilfsmittel zu entfernen. Der Blick des Fremden hing aber schon wieder an Yuma. Sie ist verrückt, sie legt sich mit jemanden an der über 20mm Explosiv Geschosse verfügt und dass auch noch unbewaffnet. Obendrein ist der Typ nicht allein. Wie er ist nicht allein? Jup, hier laufen mindestens noch zwei von denen rum. Ein Typ, relativ ruhig und kontrolliert und eine Frau. Sie hat definitiv ein Ding am Wandern und quatscht so komisch prophetisch. Sie kann Dinge wie Ratten erschaffen....die brennen auch ganz gut, hat sie mir wohl übel genommen. Noch mehr Eliten? Das wird übel.

Dann hielt mit einem Mal der Mustang an seiner Ecke. Offensichtlich hatte Tegan ihn gefunden. Sein Retter hingegen drehte sich in einer so flüssigen Bewegung zu dem Wagen rum das ihm die Schrotflinte beihnah entgangen wäre. Nicht schießen, der Mustang gehört zu mir. Das ist mein Kumpel. Und Seyrah? Wer die Beiden waren schien den Langhaarigen nicht wirklich zu interessieren. Er meinte dann nur das sie alles hätte um zu verschwinden und machte sich dann selbst auf den Weg Richtung Yuma und den Schützen.
Wie habt ihr... Weiter brauchte er nicht reden. Der kleine blaue Drache schmiegte sich an ihn und schnupperte vorsichtig an der frisch verbundenen Seite. Die Erleichterung war seinem Freund direkt anzusehen. Ryu wurde noch weggeschickt, wohin war ihm sofort klar.
Mit knappen Sätzen brachte er seine beiden Kollegen auf den neuesten Stand. Der Weißhaarige muß ein ausgebildeter Arbitrator sein. Telekinet und militärische Ausbildung. Mit Waffen kann er auf jeden Fall umgehen. Tegan wirkt nachdenklich. Und es sollen noch zwei da sein? Ja. Die Frau soll wie du Geisterscheinung haben. Wo die sind weiß aber keiner. Fest steht das der Schütze sich nur mit Nummer vorgestellt hat. Soweit ich weiß haben nur die Eliten welche. Er hat auch Yuma mit 729 angesprochen. Sie scheint auch eine von denen zu sein. Sie hat sich doch aber normal verhalten. Nein Seyrah. Normal ist sie auf jeden Fall nicht. Sie ist Telepathin.
Mit einem schmerzvollen Seufzen erhob er sich und sie strebten dem Mustang entgegen. Dann erscholl ein anderes Krachen. Dreimal kurz hintereinander. Spontan schuf sein Freund einen Wanderfalken um zu sehen was Sache war. Den Schützen hat es erwischt. Der Kerl der uns zurückholen will hat den wohl erschossen. Weißhaar ist auch noch da. Sey, hilf mir mal mit Viktor. Shinru stand relativ sicher auf den Beinen. Er wollte auch wissen wie Simmons das geschafft hatte. Seine ehemalige Kollegin verfrachtete Viktor gemeinsam mit Tegan wieder auf die Rückbank des Mustangs und machten sich dann zum Ort der Hinrichtung auf. Kannst du mir ein wenig helfen? Ich hab da ein wenig Probleme mich zu konzentrieren. Der Lilahaarige wußte worauf der Telepath anspielte und gleich darauf huschte ein kleines erleichtertes Lächeln über sein Gesicht. Telepath zu sein war manchmal nicht unbedingt schön.
Das der Kerl Psycorpausrüstung trug überraschte die beiden Männer nicht wirklich. Ihnen selbst war diese nicht angeboten worden. Dazu waren sie zu ersetzbar gewesen.
Langsam schien sich die Masse an Mensche wieder zu beruhigen. Der Ansturm auf die blockierten Tore hatte nachgelassen und zeigte die viele Opfer. Konntest du jemanden erreichen? Wie es scheint sind ja alle Komunikationswege blockiert. Shinru schüttelte den Kopf. Ich glaube nicht. Die Distanz ist auch zu groß vermute ich mal, oder der Andere verhindert auch das. Dann traten sie zu Simmons, Yuma und den Weißhaarigen.

Constantine
24.03.2021, 22:15
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Nur widerwillig kam Diamond der Aufforderung der jungen Frau nach. Doch an Hand ihrer Bewegung konnte ihr geübter Blick erkennen, das ihr Gegenüber wusste was diese tat. Ein ekliges, knackendes Geräusch frass sich in die Ohren der Beteiligten, als das Gelenk seinen ursprünglichen Platz fand. Der erdrückende Schmerzruf übertönte glücklicherweise das Knirschen.

Ein befreiendes Gefühl. Diamond öffnete ihre Hand immer wieder und tatsächlich schien auf den ersten Blick kein größerer Schaden über zu bleiben.

Sie hatte es nur ihrem harten Training und jeder Menge Glück zu verdanken, dass nichts schlimmeres passiert war. Doch jetzt machten sich die Nebenwirkungen der Erschöpfung bemerkbar das Adrenalin langsam zur Neige ging und sie quasi nur noch durch pure Willenskraft auf den Beinen blieb.

Die junge Frau stellte sich samt ihrer Begleitung kurz vor doch Diamond reagierte nicht. Es vergingen etliche Minuten der Stille bis die angehende Clanführerin sich dann doch durchdrang. „Ich heiße Diamond Constantine“, nun wurde Ayano vom Scheitel bis zur Sohle gemustert.

Nicht, weil Diamond ihr Gegenüber anziehend fand, sondern um diese besser einschätzen zu können. Sie gingen weiter. Stolperten plötzlich über ein langes Kabel? Was hatte das hier zu suchen?

Offensichtlich in einem Technikraum gelandet, stellte Ayano die Verbindung zur Telekommunikation wieder her. Recht unbeeindruckt wirkend, beobachtete Diamond das ganze. Ihr Blick schweifte eher wachsam um das Gelände. Die ganze Situation gefiel ihr überhaupt nicht. Plötzlich klingelte sofort ihr Telefon. Auch das Handy des jungen Mannes regierte. Diamond nahm sofort ab und hörte die aufgeregte Stimme ihres Handlangers. „Beruhig dich, mir geht es gut“, hörte man Diamond sagen. „Wie hoch sind die Verluste?“. „Ernüchternd Boss, viele verletzte noch mehr Tote Aber von uns hat es niemanden erwischt nur ein paar Kratzer“.

Ein resignierendes Nicken war ihre Reaktion. „Viel wichtiger Boss wo bist du, wir holen dich sofort ab und bringen dich zu den Ärzten wir haben den Unfall auf den Bildschirmen gesehen bevor alles dunkel wurde“, die Stimme des Handlangers war schrill und hysterisch und deutlich von Ayano sowie Antonio wahrnehmbar. Plötzlich hörte man sogar ein weinerliches Schluchzen.

„Ich hab doch gesagt mir geht es gut jetzt reiß dich zusammen“, „ok Boss“. Ein unweigerliches Seufzen entwich ihren Lippen. Ihr Kopf drehte sich in sämtliche Richtungen. „Wir sind hier in einem alten Technickraum..sieht aus wie die Schaltzentrale aber wir werden eine andere Fluchtrichtung wählen“. „Mit dem GPS solltet ihr uns orten können, nehmt die Geländewagen, wenn noch welche übrig sind“. „Veranlasst sofort ein medizinisches Einsatzteam hier her, Rettungswagen, Transporter, Helikopter, bringt so viele Überlebende hier raus wie möglich“. „Eine Taskforce soll ebenfalls zur Sicherheit eingeschaltet werden“. „Boss?“, „das ganze ist ein Kriegschauplatz. Nicht nur, dass unbeteiligte daran verwickelt wurden... offensichtlich möchte jemand einen Krieg anzetteln.. das können wir jetzt überhaupt nicht gebrauchen“. „Das Gleichgewicht darf in kleinster Weise gestört werden“, an ihrem Tonfall hörte man eindeutig einen stark verärgerten Unterton.

„Ok Boss, dass Team kann in einer halben bis Dreiviertel Stunde hier sein“, „nein in fünfzehn Minuten“, erwiderte Diamond. „Bleibt wachsam und sichert die Umgebung Bye“. Damit beendete Diamond das Telefonat und steckte ihr Telefon in ihre Hosentasche.

Ihr Blick richtete sich nun direkt an Ayano sowie Antonio. „Wenn wir es durch dieses Labyrinth ins Freie schaffen, sind meine Leute zur Stelle um uns abzuholen. Ich biete dir“, dabei blickte sie Ayano nun direkt an, „ein sicheres Geleit an bis du mit deiner Begleitung aus diesem Gebiet der Slums raus bist“. „Damit wären wir dann quit“. „Ich mag es nämlich überhaupt nicht in irgend jemandes Schuld zu stehen“.

Ironhide
24.03.2021, 23:01
https://abload.de/img/dougava1.14tk0a.png
Das vibriren seines Smartpohnes riss Douglas aus seinen Gedanken. Er war wiueder zurück zur Leiche gegangen, stand neben der Frau und wollte sie nicht sofort anspreche, als sein Handy sich meldete. Er sah drauf und stellte fest, das er wieder empfang hatte. Ohne noch länger zu warten, wählte er Umgehend die Nummer der Zentrale und nach 5 Sekunden hatte er jemanden dran.

„Agent Simmons hier. Höchste Dringlichkeit! Mehere Arbitratoren auf dem ehmaligen Kasernengelände, Psycorp Elite, feindlich und schwer bewaffnet. Brauche dringend Unterstützung. Ein Täter ausgeschaltet, Psycorp Elite Code 189. Genauere Anzahl seiner Verbündeten unbekannt.
Benötigen außerdem dringend medizinisches Personal, etliche Verletzte und Tote. Direkte Zufahrtswege sind blockiert. Unterstützung per Helikopter erforderlich.“ Sein gegenüber hörte ihm nur zu, hatte aber in der Zentrale schon längst Alarm ausgelöst, spätestens als die Meldung über feindliche Psycorp Elite zu hören war. Douglas wusste genau, was er damit in Gang setzte, aber das war aus seiner Sicht unvermeidlich. Binnen weniger Minuten sollten einige Hubschrauber eintreffen und auch Polizei und Rettungskräfte würden anrücken. Douglas wurde noch nach der Zahl der Opfer gefragt aber als er dann erwähnte das es viel zu viele sind, war klar das etwas schlimmes passiert sein müsste. Er prüfte noch während des Telefonates seine Drohne und stellte fest, das er noch empfang hatte und sie in der Luft war, dank Automatikmodus.
„Drohne 12 kreist über dem Areal. Ich übermittle den Stream für eine bessere Lagebeurteilung. Aber glauben sie mir ruhig, hier ist die Kacke am dampfen!“ Damit legte er auf und blickte wieder zu Yuma, deren Namen er ja noch nicht kannte.

„Agent Douglas Simmons.“, stellte er sich vor und blickte sie ernst an. „Wir sind uns schon mal begegnet, damals hatten sie ihre Kinder bei sich. Ich hoffe die sind nicht auch hier?“ Seine Sorge um ihren Nachwuchs war echt, er kannte den Schmerz nur selbst zu gut, was es hieß ein Kind zu verlieren. Aber das ließ er sich nun nicht anmerken. Aber er wollte auch wissen, mit wem er es zu tun hatte, denn für ihn stand außer Frage, das er hier vor sich eine Arbitratorin hatte, sonst hätte sie den Beschuss niemals überlebt. Außerdem scheinen sie sich zu kennen, warum sonst sollte so ein Amokläufer sich mit jemanden Unterhalten?

Survivor
26.03.2021, 00:48
https://abload.de/img/ketelavatar80kmi.jpg (https://abload.de/image.php?img=ketelavatar80kmi.jpg)
Noch während die junge Frau sich dem Toten zuwandte, ging Ketel zu der Waffe, welche selbiger hatte fallen lassen.
Wie der Waffenmeister schon vermutet hatte, beim Anblick jenen Mannes, war es die modifizierte Version die er gebaut hatte. Ohne große Mühe hob er sie auf, entfernte das Magazin sowie die letzte Patrone im Lauf und überprüfte die Munition.
Sie bestand ausschließlich aus Explosivgeschossen. Mit diesen Kugeln, hätte er weder jene Frau, noch Ketel töten können.
Im Hintergrund vernahm Ketel die Ankunft weiterer Leute. Auch schien jemand Verstärkung zu rufen oder sonstige Hilfskräfte. Doch dass war Ketel egal. Nach all den Sachen die hier geschehen waren, gab es keine Zweifel mehr, auf wessen Konto all diese Leichen gingen. Ketel stellte das Gewehr wieder ordentlich auf dem Boden ab, lud die letzte Patrone in das Magazin und stellte es zum Gewehr. Man würde keine Spuren von ihm finden, da er die Waffe vor der Übergabe gereinigt hatte und im Moment gerade Handschuhe trug. Trotzdem...vielleicht...egal, es war nicht seine Waffe und er würde sie nicht mitnehmen. Als er sich erhob, spürte er etwas an der Innenseite seines Mantels. Es war der Ordner oder eher die Akte die ihm die beiden anderen Gestalten gegeben hatten. Als Ketel wieder stand, blickte er sich auf dem Gelände um. Wo waren diese beiden? Warum hatten sie ihm nicht geholfen? Konnte es sein dass dieser Typ wirklich nur sterben wollte? Möglichst spektakulär und dabei auch noch möglichst viele Menschen mitnehmen. Zu dritt wäre dass sicher nicht passiert. Ketel drehte sich zu dem Toten um. Er stand zwar Abseits, doch er dachte sich
"Verachtenswert." und spukte aus.
Sein Blick wanderte nun zu jener jungen Frau. Diese hatte sich dem Mann zwar in den Weg gestellt, sich ihm entgegen und ihn aufgehalten, hatte sie aber nicht. Dass hatten andere übernommen.
Seine Meinung über sie war ohnehin schon nicht die beste und mit der Aktion sank sie eher noch weiter.

Immer mehr Leute versammelten sich in der Nähe, darunter auch jener Verletzte bei dem Ketel den Maler zurück gelassen hatte. Zu viele für Ketels Geschmack. Sein Blick ging zu jenem Mann hinüber der den Angreifer erschossen hatte. Seinem Auftreten und Aussehen nach, wirkte er wie ein Cop, ein Ermittler oder dergleichen.
Für ihn musste die Akte sein. Also holte Ketel diese hervor. Er wollte hier keine Minute mehr länger bleiben als nötig, hatte aber auch keine Lust auf eine Fragerunde.
Also ging er zu dem Verwundeten und seinem Begleitern.
"Das hier ist noch von den beiden Begleitern von denen ich erzählt habe, ist vermutlich für den Cop dahinten. Wenn ihr mir einen Gefallen tun könnt und es ihm oder seine Kollegen geben könntet, die hier auch irgendwo sein soll, ich verschwinde wieder dahin wo mich keiner sucht.
Ohne ein weiteres Wort verschwand Ketel dann zwischen den Gebäuden und vom Kasernengelände.

hakuryu
28.03.2021, 00:01
https://abload.de/img/ayanowykdr.jpg (https://abload.de/image.php?img=ayanowykdr.jpg) Die Mafiabraut stellte sich dann doch noch als Diamond Constantin vor. Und war instant mit telefoniern beschäftigt, sie schien dabei nicht zu bemerken das sie auf Laut gestellt hatte. Ihr Ton und Gebaren, die präzisen Anweisungen sagten Ayano das sie es hier mit jemand hochrangigem zu tun hatte. Als "Boss" wurde man ja auch nicht so ohne weiters bezeichnet. Die Frau war eindeutig in ihrem Element. Die junge Medizinstudentin wunderte sich immer mehr was alles angefordert wurde. Nie im Leben hätte sie geglaubt das die Außenbezirke so etwas aufstellen konnten und dann einfach mal so abgerufen werden konnten. Wenn das allgemein bekannt wäre, dann hätten Tegan und Shinru davon gewußt.
Dann fiel der Blick von Diamond auf die Schwarzhaarige. Wenn wir es durch dieses Labyrinth ins Freie schaffen, sind meine Leute zur Stelle um uns abzuholen. Ich biete dir ein sicheres Geleit an bis du mit deiner Begleitung aus diesem Gebiet der Slums raus bist. Damit wären wir dann quitt. Ich mag es nämlich überhaupt nicht in irgend jemandes Schuld zu stehen. Direkt ist sie ja, das muß man ihr lassen. Sie nickte erst einmal nur. Auch Antonio sah die Mafiafrau ein wenig eingeschüchtert an und dann ein paarmal die unterschiedlichen Wege hin und her. Er entschied sich letztendlich doch fast für den direkten Rückweg. Das sie dabei quasi gegen den Strom der Menge angehen mußte war den dreien egal. Diamond erwähnte immer wieder einen Jack und das der Mustang den ruhig hätte aufrauchen können. Ayano mußte sich ein lachen verkneifen. Die Situation war so schon ernst genug und sie war froh das Tegan dem Kerl ausgewichen war.

Sie hatten ungefähr die Hälfte der Strecke zurück geschaft, immer im Schutz von Mauerresten und großen Pfeilern, als der Kopf von Antonio in die Luft ruckte. Seine Augen suchten den nachtschwarzen Himmel ab ohne zu finden was er suchte. Beide Frauen waren auf ihn aufmerksam geworden. Irgendetwas kommt. Ich kann es nicht richtig einordnen. Aber es hat mit dir zu tun. Sein Blick ruhte jetzt auf Ayano. Sie selbst konnte sich schon denken was da auf dem Weg zu ihr war, doch sie würde einen Teufel tun das dem Mann zu sagen. Kurz darauf spürte sie eine sanfte Berührung an ihrer rechten Wange und sie neigte den Kopf ganz leicht um die Begrüßung zu erwiedern. Ryu blieb unsichtbar und trotzdem im Kuscheloutfit. Er legte sich wieder um ihren Hals vollends im Bewachungsmodus. Sie erreichten kurz darauf ihren ursprünglichen Ausgangspunkt. Der Mustang ist weg. Das klang leicht betroffen. Ein Ankuscheln zeigte ihr aber das ihr Freund nicht weit weg war. Auch wenn hier wieder alles ausgeleutet war, befand sich doch so viel Staub in der Luft das sich ein Umsehen nicht lohnen würde. Bring mich zu Tegan. Sie hoffte das ihr flüstern nicht gehört worden war. Der kleine Geisterdrache zeigte ihr durch Berührungen an wohin sie mußte. Antonio und Diamond schauten nicht schlecht als sie die Führung übernahm. Dann lief ihnen Jack über den Weg.




https://abload.de/img/teganava1.1h2j0q.jpg (https://abload.de/image.php?img=teganava1.1h2j0q.jpg) Viel bekamen die Arbitratoren nicht mit von dem was Simmons sagte. Der Weißhaarige der seinem besten Freund geholfen hatte entlud das Gewehr. Der Mann wußte eindeutig was er tat. Sein Umsehen zeigte das er sich unter so viele Leuten nicht wohlfühlte. Eine Sache die er mit Tegan teilte. Hier war schreckliches geschehen und es würde mit Sicherheit nicht mehr lange dauern bis die ersten Cops eintrudeln würden. Oder wer auch immer. Der Lilahaarige hatte keine Lust länger als unbedingt nötig vor Ort zu bleiben. Nur wirklich weg konnten sie nicht. Das Gelände war quasi zu einer Mausefalle geworden. Dann trat der Retter von Shinru auf sie zu mit einer schmalen Akte in der Hand. Das hier ist noch von den beiden Begleitern von denen ich erzählt habe, ist vermutlich für den Cop dahinten. Wenn ihr mir einen Gefallen tun könnt und es ihm oder seine Kollegen geben könntet, die hier auch irgendwo sein soll, ich verschwinde wieder dahin wo mich keiner sucht. Damit verschwand der Mann in der Menge. Wie gern würde ich das selbe tun. Vergiß es. Ich hab noch ne ganze Menge Fragen. An Seyrah hatte er gar nicht mehr gedacht. Leider wußte sie jetzt wer er war. Ich bezweifle das sie es für sich behält. Ade ruhige Kugel. Shinru neben ihm fing an zu lachen. Sehr schnell ging das in ein gequältes Husten über. Hör auf meine Gedanken zu lesen. Die waren dir eher ins Gesicht geschrieben. Man mir tut alles weh. Du gehörst in ein Krankenhaus. Bloß nicht. Das heilt schon. Ayano kann ja helfen. Nur weil sie Schichtweise in einer Klinik arbeitet und Medizin studiert, heiß das noch nicht das sie alles versorgen kann. Wir sind eh aufgeflogen. Selbst schuld Jungs. Ihr hättet ja nicht zu dem Rennen gestern kommen müssen. Freiwillig waren wir ja auch nicht da. Nach außen zuckte Tegan nur mit den Schultern.
Er war müde, so verdammt müde. Der Tag war sehr lang gewesen und machte leider nicht den Eindruck bald dem Ende entgegen zu gehen. Erst hopste Ryu, nach gerade mal vier Stunden Schlaf, um sechs Uhr in der Früh auf ihm rum, dann das Umgestalten des Caravan, jetzt das Rennen welches viel Konzentration abverlangt hatte. Mittlerweile war es nach Mitternacht und er stand mitten in einem verschissenen Kriegsschauplatz. Zwei Elite befanden sich wohl noch auf dem Gelände und keiner wußte was die genau vor hatten. Moment. Drei Elite. Yuma war ja auch eine. Mit den Händen fuhr er sich über das Gesicht. Wäre irgendetwas anders gelaufen wenn sie gestern nicht zu dem Rennen gegangen wären? Er bezweifelte das stark. Viktor fiel ihm auch wieder ein. Den Mann würden sie wohl dem Arbitratorenbüro übergeben. Der brauchte dringend eine Ausbildung. Auch wenn beide schon unterrichtet hatten, von sowas hatte er keine Ahnung und Shinru kam selber erst langsam hinter die richtige Ausführung der Techniken. Solange wir nicht wieder festgehalten werden oder jemand versucht uns umzuerziehen, zu überwachen oder sonstwas kommen wir gern mit. Tegan hob die Hand um seine Kollegin zu unerbrechen die zu einer Erwiederung ansetzte. Da du uns das aber nicht garantieren kannst, werden wir für uns selber sorgen. Deine Absichten mögen noch so nobel sein, dir wurde damals auch übel mitgespielt und weißt somit zu was die fähig sind. Das ist der Grund warum ich mich nie gemeldet hab und es auch gern weiterhin vermeiden würde mit dem Arbitratorenbüro Kontakt zu haben. Leider ist das ja nun nicht mehr möglich und ich muß damit leben. Es war dem Geistbeschwörer anzumerken das er ernst meinte was er sagte. Für ihn war es wie Wahl zwischen Pest und Colera. Shinru brauchte wirklich ein Krankenhaus, schon um weitere innere Verletzungen auszuschliesen. Was ihn selbst betraf war er bei weitem nicht so konsequent. Die letzte Schußwunde hätte auch ein anderes Ergebnis haben können wenn die Kugel nicht glatt seine rechte Schulter durchschlagen hätte. Ayano betrachtete die Narbe immer noch mit bedauern. Ein kleiner Lichtblick in der ganzen Misere war als der Taschendrache seine Freundin fand.




https://abload.de/img/shinruava1.1yhjun.jpg (https://abload.de/image.php?img=shinruava1.1yhjun.jpg) Recht hat er ja. Schweigend hatte Shinru die Unterhaltung verfolgt. Seine Seite schmerzte wirklich höllisch und es fiel ihm immer schwerer seine Gedanken auf den ruhigen Waldsee in Tegans Kopf zu fokusieren. Egal wie aufgebracht sein Freund auch war, in der Richtung blieb die Lichtung immer friedlich. Lediglich der Himmel spiegelte seine Emotionen wieder.
Er machte sich auch Sorgen um dem Mann der im Mustang lag. Ihm war bewußt das der dringend unterrichtet werden mußte und er selber das nicht bewerkstelligen konnte. Mitlerweile war er überzeugt es mit der Unterkategorie Empath zu tun zu haben.
Er selbst konnte bis zu zehn Leute in einem Radius von drei Kilometern miteinandern verbinden. Das ging maximal ein Stunde, danach war er für Tage ausgebrannt und er konnte nicht mal Tegan erreichen. Einerseits war das mal ganz schön einfach nur Ruhe zu haben, andereseits war er so an das unterschwellige Summen gewöhnt das er sogar Schlafprobleme bekan wenn alle zu ruhig war.
Ich kann ihm nur zustimmen. Soetwas in der Art hatte ich Agend Simmons auch schon gesagt. Er mag uns Arbitratoren nicht. Er hat wohl einen schlimmen Verlust erlitten und macht uns dafür verantwortlich. Es wäre nett von dir wenn du ihn nicht weiter erwähnen könntest. Damit zeigte er auf Tegan. Die Akte kannst du gern haben. Die ist wohl eh für euch bestimmt. Wir werden uns erstmal zurückziehen. Viktor solltet ihr mitnehmen. Bei euch sind da weitaus bessere Möglichkeiten ihm zu helfen als bei uns. Mit zittenden Fingern reichte er Seyrha die Akte von Ketel. Dann nickte er dem Lilahaarigen zu und beide gingen zum Mustang zurück. Mit etwas Kraftaufwand und vielem zureden brachten sie denn Empathen zu Seyrah.
In seinem Kopf machte sich langsam eine bleiernde Schwere breit. Immer wieder entglitt ihm sein Ruhepol, trotzdem war es relativ still. Durch den Kraftakt mit Viktor hatte die Wunde wieder zu bluten begonnen. Auch wenn nichts lebensgefährlich verletzt war und die Rippe nur angeknaxt, der Blutverlust war nicht zu unterschätzen. Als sie sich zum gehen wandten sackten dem Telepathen die Beine weg.

Constantine
28.03.2021, 01:13
https://abload.de/img/diamondavalukoy.jpg Nach den Anweisung realisierte Diamond, dass sie das eben gesagte tatsächlich
laut erwähnte. Ein Umstand der auf ihre enorme Erschöpfung führte. Ein leichtes, kaum hörbares Ausatmen entwich ihren Lippen.
Antonio wirkte durch ihre Art nun etwas eingeschüchtert und Ayano schien nicht schlecht zu gucken.

Nun trat die kleine Gruppe den Rückweg an. Diamond staunte nicht schlecht, dass Ayano so gut bescheid wusste. Hätte sie es dem Mädchen
doch nicht zugetraut. Immer wieder erwähnte sie kurz ihren Fahrer Jack, dass der Mustang diesen ruhig hätte in seine Einzelteile zerlegen können.
Ayano tat das ganze wohl als einen schlechten Scherz ab konnte Diamond ihre Reaktion jedoch nicht gut genug erkennen, da diese vor ihr lief.

Die Minuten verstrichen qualvoll hin. Und plötzlich trat ihr Fahrer Jack wieder auf den Schirm. Der junge Mann hielt sich seinen Arm fest, dieser
hatte durch den Sturz offensichtlich einiges abbekommen. "Oh hey, hab ich da meinen Namen vernommen?", entwich es seinem Mund mit dem üblich,
freundlichen Lächeln aufgesetzt, als dieser dann jedoch Diamond in der kleinen Gruppe erblickte, weiteten kurz dessen Augen. "Oh hey, Kleine bin ich froh, dass
es dir gut geht". "Hast das Chaos ja blendend überstanden", das Lächeln wurde breiter.

Die Atmosphäre wirkte angespannt. Diamond schwieg. Ihr Blick verborgen unter den Haaren, die über ihr Gesicht wirbelten, zeigten eine erdrückende Stille.
Jack hob beschwichtigend seine Hände um eine jegliche Eskalation zu vermeiden. "Hör mal Kleine.. es war bestimmt nicht meine Absicht.. aber in so einer
brenzlichen Situation denkt nun mal jeder, als erstes an sich selbst..", er schluckte leicht als immer noch keine Reaktion folgte. "Du bist doch auch hier in den
Slums aufgewachsen.. oder Kleine, das sehe ich dir doch an.. also denk bitte nicht schlecht von mir". "Ich lad dich gern auf einen Drink ein später und, wenn du
magst, können wir zu zweit gern diesen furchtbaren Tag gemütlich ausklingen lassen", der junge Mann war wirklich unglaublich.

Trotz dieses Situation baggerte er Diamond tatsächlich an. Langsam setzte die angehende Clanführerin einen Schritt nach vorne. Man konnte förmlich spüren, dass
ihr Körper vor Anspannung bebte sie es äußerlich jedoch nur stark unterdrückte. Ihre Augen ruhten nun auf Jack dem sie immer näher kam. Ein eiskalter Ausdruck ruhte
in ihrem Blick. Antonio schluckte leicht. Jack der von der Statur her gleich groß wirkte, starrte nun auf die Mafiabraut. Grinste leicht, als wäre alles in Ordnung.

Auch Diamond lächelte nun leicht. Doch ihre folgenden Absichten waren alles andere, als liebreizend. Man hörte nur noch einen schmerzerfüllten Aufschrei ihres ehemaligen
Fahrers. Er griff mit seiner eh schon verletzten Hand an seine Schulter. Blut floss aus seinem Mund. Er erbrach seinen Mageninhalt woraufhin Diamond leicht zurückwich um
nicht von der Flüssigkeit erwischt zu werden. In ihrer Hand hielt diese ein vergoldetes Kampfmesser dessen messerscharfe Klinge in der Schulter des jungen Mannes steckte.

Doch anstatt die Klinge heraus zu ziehen, drehte Diamond diese noch einmal um die eigene Achse. Das widerliche Reißen von Muskeln und Sehnen war deutlich wahrnehmbar.
Jack flehte, heulte Rotz und Wasser war der Ohnmacht nahe. Nach einer gefühlten Ewigkeit der Tortur entfernte Diamond ihre Klinge. Ihr eiskalter Blick kreuzte den von
Todesangst überzogenen Jack's. Seine Zähne klapperten immer wieder aufeinander. "Denk bitte nicht schlecht von mir", erwiderte Diamond.

Das Messer wurde einmal kurz zur Seite geschwungen damit das Blut durch den Schwung leicht abspritzte und in die Halterung gesteckt. Ihr Blick wurde noch kälter, verfiel
schon fast einem Wahn, der einem das Blut in den Adern gefrieren ließ, als sie ihre goldene Desert Eagle herausholte und den Lauf direkt auf seine Stirn richtete, da Jack
bereits wimmernd auf den Knien hockte und um sein Leben flehte. "Bitte, bitte.. bitte Kleine.. es.. es tut mir wahnsinnig leid... ic-", er kam nicht mehr dazu. Noch bevor
Antonia oder gar Ayano noch etwas sagen konnte, hörte man nur noch einen Schuss. Qualm drang aus dem Lauf der Handfeuerwaffe. Jack's Augen klappten zusammen,
sein Körper kippte nach vorne. Blut spritzte auf den Boden. Diamond hauchte den Qualm aus dem Lauf beiseite, sicherte ihre Waffe und steckte dieser wieder in ihre
Halterung.

Ihr Blick richtete sich nun direkt an Antonio der vor Schreck wirkend nach hinten fiel, dann an Ayano, "dann bring uns mal nach Hause". Diamonds Augenbraue hob sich
nach oben, "keine Sorge ich habe ihn nicht getötet". "Er lebt, vorerst". Es war nun nichts lustiges mehr an Diamond an sich. Nun war Ayano klar mit was für
einem Menschen sie es zu tun hatte. Einer eiskalten Mafiabraut.

Auren
28.03.2021, 13:26
https://abload.de/img/yuma22ava1.1ajjb00ajey.jpg
"Nein, keine Angst. Sie sind zu Hause. Bei meinen Mann und schlafen bereits."
Am liebsten würde Yuma jetzt das Weite suchen, aber dafür war es schon lange zu spät. Jetzt musste sie dafür gerade stehen.
"Yuma lautet mein Name. Zumindest gaben mir ein paar Freunde diesen. Früher nannte man mich einfach nur 729." Stellte sie sich dem Agenten Doug vor ohne die Hand dabei zu geben. Er würde diese Geste vermutlich ablehnen. Nachdem was hier geschah.
"Sie wollen mich bestimmt verhaften? Nachdem was hier geschah."
Die junge Frau blieb überraschend ruhig. Selbst nach dem Tod eines ihrer sogenannten Brüder. Auch das ihr ruhiges Leben nun vorbei war. Da konnte selbst dieser einer Schuss aus der ferne nichts daran rütteln.


https://abload.de/img/avayumikoneul5jvn.jpg

Zum Glück, waren die Beiden außerhalb der Reichweite des Amokläufers, aber nah genug um alles zu sehen. Yumiko wollte sich hier nicht einmischen. Nicht wenn Juri dabei war. Allein aus dem Grund, dass sie Angst hatte, dass ihrer Freundin etwas zu stoßen könnte.
Zum Glück wurde es langsam wieder ruhiger. Auch wenn einige um die Toten trauerten, die Verletzten nach Hilfe schrien und irgendein Idiot noch mit einer Waffe herum ballern muss.
"Lass uns langsam von hier verschwinden. Das ganze riecht mehr als nur nach ärger."
Schlug sie Juri vor. Helfen konnten die zwei Frauen sowieso nicht. Hier benötigte man eher erfahrene Helfer nach dem Massaker hier.
Wäre all dies hier nicht geschehen, wäre es ein wunderschöner Abend gewesen. Vielleicht hätte sie sich auch nicht mehr zurückhalten können, ihr ihre Liebe zu zeigen.

Doch dies war nun gerade nicht mehr drin. Yumiko suchte vom Dach aus einen Ausgang, aber es gab da keinen mehr. Gut eine Mauer war für sie kein Hindernis. Sie hätte sich eine günstige Stelle gesucht und wäre dort einfach hinüber geklettert.
Die Frau atmete tief durch. "Vielleicht sollten wir doch denen etwas unter die Arme greifen. Kannst nach einem Kabel oder Seil Ausschau halten? Umso weniger hier herum laufen, desto ruhiger haben es die Einsatzkräfte, sofern hier überhaupt welche vorbei kommen."

Ironhide
28.03.2021, 14:51
https://abload.de/img/dougava1.14tk0a.png Douglas beobachtete mit argwohn die Taten des weißhaarigen Mannes, wie er sich an der Waffe zu schaffen machte, dann aber schnell wieder verschwand und die Waffe zurückließ. Douglas hatte ihn damit eh nicht entkommen lassen. Dann aber ignorierte er ihn wieder, seine Verfehlungen waren nicht die Sache des Arbitratorenbüros. So langsam kamen die Menschen wieder hervor, nachdem sie merkten das es ruhiger geworden war und der Mann tot zwischen Yuma und Douglas lag.
Ein weiterer Schuss brach und ließ Doug kurz aufschrecken, woher der nun kam. Aber es tat sich dann doch nichts weiter und der Agent beruhigte sich wieder. Er blickte Yuma nun fest an. Ja er mochte die Elite nicht, aber sein Gefühl sagte ihm auch, dass es nicht sonderlich klug ist, sich sofort jedem zum Feind zu machen. Er war kein Freund der Abitratoren, zumindest nicht jener, die einfach jede Menge Menschen niedermetzelten. Einer davon lag ja nun schon zu seinen Füssen. Doch diese hier hatte Kinder, hatte einen Mann. Das hielt Douglas schon davon ab, sie in ein tiefes Loch zu sperren, wobei das eh nie seine Intention war. Für ihn war wichtiger zu wissen, was genau vor 3 Jahre geschehen war und wer schlussendlich seine Familie getötet hatte. Es war ihm schon wichtig, herauszufinden, welche Rolle jeder einzelne gespielt hatte, anstatt jedem Arbitrator einfach eine Kugel zu verpassen. Es stimmte schon, im Grunde jagte er sie, aber er tat das nicht blindlings.

„Nein. Sie sind nicht verhaftet. Aber dennoch wäre es gut, wenn sie mir mal ein paar Fragen beantworten können. Und ich habe viele Fragen. Zu dem Kerl, zu ihnen und warum sie sich offensichtlich so lange versteckt haben. Wenn sie wie der da wären oder zu ihm gehören würden, dann würden wir hier sicher nicht miteinander reden. Einer von uns würde bereits als zweite Leiche neben dem hier liegen.“
Natürlich war Douglas angespannt, bereit sich zu verteidigen. Immerhin stand er hier einer Arbitratorin gegenüber, die ihm vom rein körperlichen unterlegen war, aber dass sie ja scheinbar doch zu der Elite zählte, wäre es für sie ein leichtes, ihn zu überwältigen, noch bevor Douglas seine Waffe auf sie richten könnte. Dessen war er sich bewusst. Sie trat sicher auf, sah im fest in die Augen und er tat es ihr gleich, versuchte in ihren Augen zu lesen, was sie dachte und tun würde. Sie hatte gehört wie er vor einigen Minuten Verstärkung gerufen hatte und blieb dennoch einfach vor ihm stehen. Entweder war das Dumm, eine Falle oder sie hatte einfach schlicht nichts zu befürchten.

Während sich die beiden musterten, konnte man allmählich das dumpfe Geräusch vernehmen, welches ein anfliegender Helikopter machte. Stetig kam es näher, wurde lauter und wenn man in die richtige Richtung sah, konnte man zwei Hubschrauber ausmachen. Die beiden Black Hawk Helikopter brachten ein Einsatzteam zu Ort des Geschehens. Gut ausgebildete und schwer bewaffnete Soldaten waren drin, denn die Gefahr war ja noch nicht vorbei, auch wenn die Situation grad ruhig war. Der Rest würde über die Straße kommen, was länger dauerte aber unvermeidlich war.
„In zwei Minuten landen hier zwei Hubschrauber mit je sechs Soldaten, die das Gelände absichern und ihren ehemaligen Kollegen hier bergen werden. Weitere sind auf dem Weg, das haben sie ja gehört. Ich habe nicht vor, hier ein Kampf zwischen ihnen und unseren Leuten anzuzetteln, immerhin laufen hier offensichtlich so viele Arbitratoren rum…so viel Handschellen habe ich nicht mal dabei. Daher hoffe ich, dass sie kooperieren und mir erklären, wer der hier ist und warum er grad heute hier aufgetaucht ist. Und wer ihm geholfen haben könnte. Immerhin gehörten sie ja mal zum gleichen Team.“

Rosered_Strauss
29.03.2021, 13:32
https://abload.de/img/viktoravablkuri7jyo.jpg (https://abload.de/image.php?img=viktoravablkuri7jyo.jpg)Noch während es in seinem Schädel hämmerte und die Menge um ihn herum am 'toben' war - zumindest fühlten sich die Emotionen, die auf seinen Geist eindrangen, solcherart an - lugte Viktor hinter seiner Deckung hervor, um sich zumindest irgend eine Form des Überblicks zu erhalten. Immerhin würde sein 'Schutz' wohl kaum eine Kugel aufhalten können - da musste er schon außer Reichweite bleiben. Glücklicherweise sollte es jedoch nicht dazu kommen, dass er in die direkte Schusslinie geriet, denn er wurde von einem Mann gepackt und zu einem Wagen geschleift. Es war wohl ein Tag der Wiederholungen - wenn er nicht am Boden lag oder von den Gefühlen anderer erschlagen wurde wurde er wohl in fremder Leute Wagen bugsiert. Es war eben ein durch und durch seltsamer Tag. Im Angesicht all dieser Umstände blieb er jedoch ruhig, ja beinahe losgelöst; sah man mal von seinem Dann und Wann wieder schmerzverzerrtem Gesicht ab, das den Ansturm auf sein Inneres widerspiegelte. Was konnte er auch anderes tun? Ihm war, als ob er in einen Film geraten wäre. Von einem Moment zum Nächsten hatte sich sein ganzes Leben aufgelöst, er hatte erfahren dass es noch Andere wie ihn gab und er womöglich sogar lernen konnte mit diesem Fluch umzugehen.

Fast musste er trotz allem Schmunzeln, als ihm eine passende Komposition einfiel - ein Bildnis, dass sein Innenleben nach all diesem Aufruhr perfekt wiedergeben würde. Mit Ölfarbe musste es gemalt werden, auf einer ausreichend großen Leinwand, damit auch die notwendigen Details darauf Platz fanden und nicht einfach untergingen. Hier war er - draußen starben gerade Menschen und er dachte über Malerei nach. "Wie absonderlich..." murmelte er und schüttelte den Kopf, angestrengt versuchend diesen frei zu bekommen. Er sah aus der Scheibe zu den Männern und Frauen hinüber, die ihn aufgelesen und mitgenommen hatten. Im Gegensatz zu den anderen jungen Leuten hatten diese ihm helfen wollen. Am liebsten würde er sich erkenntlich zeigen - doch er hatte leider keine Ahnung wie. Er würde sie fragen müssen... Im Moment jedoch konnte er dies nicht tun. Dort drüben sah alles nach einem wichtigen Gespräch aus, das wurde auch von den flüchtigen Emotionen unterstrichen, die er aus dieser Richtung auffing. Da sich jetzt immer weniger Leute hier befanden war sein Kopf klarer als seit langem, was es ihm ermöglichte möglichst wach zu bleiben.

hakuryu
30.03.2021, 01:45
https://abload.de/img/ayanowykdr.jpg (https://abload.de/image.php?img=ayanowykdr.jpg) Die Reaktion von Jack auf Diamonds Anblick irritierte Ayano. Der besaß doch wirklich die Frechheit die Frau neben ihr anzubaggern. Dia stand sichtlich unter massiver Anspannung und das leichte aber eiskalte Lächeln auf ihrem Gesicht verhieß nichts Gutes. Selbst Ryu hatte das bemerkt und war aus dem Kuscheloutfit in seinen normalen Schuppenpanzer gewechselt. Was dann geschah passierte so schnell das die Studentin nicht reagieren konnte. Und irgendwie wollte sie auch nicht. Das was der Kerl gemacht hatte verdiente diese Behandlung. Zumindest verstand die Schwarzhaarige die Intension der Mafiabraut auch wenn sie den Messereinsatz nicht wirklich gutheißen konnte.
Leider ließ Diamond die Sache nicht auf sich beruhen und zog ihre Desert Eagle und schoß ohne zögern auf den vor ihr knieenden Mann. Krallen bohrten sich leicht in ihre Schulter ohne zu schmerzen oder sie gar zu verletzten. Antonio setzte sich unfreiwillig auf den Hosenboden. Diamond hingegen schaute Ayano direkt in die Augen. Dann bring uns mal nach Hause. Keine Sorge ich habe ihn nicht getötet. Er lebt, vorerst. Wenn seine Wunden nicht sofort versorgt werden hat der keine Chance. Unerschütterlich erwiederte sie den Blick der Frau. Blut störte sie nicht und Wunden im allgemeinen war sie gewohnt, aber die Kaltblütigkeit jagte ihr einen Schauer durch den Körper.
Nicht nur sie war alarmiert. Ein Knurren erklang neben ihr und Ryu wurde sichtbar. Nur auch jetzt wieder in einer anderen Gestalt und deutlich größer als normal. Schützend hatte er Schweif und Schwingen um die Freundin seines Herrn gelegt und fixierte Diamond. Antonio stieß einen spitzen Schrei aus. Die restlichen Umstehenden hatte beim ziehen der Schußwaffe schleunigst das Weite gesucht. Einige zielten hingegen auf die Gruppe und steckten erst langsam ihre Waffen wieder ein als die Vize der Deers keine Anstalten machte die ihre ein weiteres mal zu nutzen. Bei Diamond wanderte lediglich eine Augenbrauche nach oben und sie wich ein wenig zurück, den Geisterdrachen auf ihrer Schulter immer im Blick behaltend. Bist du auch eine von denen? Da klang eindeutig Haß in der Stimme von Antonio mit. Nein. Ich bin ein normaler Mensch. Ryu gehört zu jemand andern. Sie ging an ihren Begleitern vorbei und sah sich die Wunden von Jack an. Wenigstens ging die Kugel durch. Mit dem Taschenmesser, welches wohl Antonio gehörte, zerschnitt sie die Klamotten des Verletzten. Ich brauch zwei Steine, ungefähr so groß wie meine Faust. Wenigstens ein Druckverband sollte drauf. Die Linke Schulter kann er vergessen sofern da kein Fachmann alles zusammenflickt. Als sich keiner rührte sah sie auf. Keiner ihrer Begleiter hatte sich bewegt und die Blicke konnte nicht unterschiedlicher sein. Einer total verängstigt zwischen den Frauen hin und her huschend und der andere eine Mischung zwischen teilnahmslos und eiskalter Wut.
Ayano seufzte. Bist du mal so lieb? Der hier würde sonst verbluten. Dabei strich sie dem Drachen über den Kopf. Die sonst beruhigende Wirkung blieb aus. Ein deutliches Zeichen dafür das etwas ganz und gar nicht in Ordnung war. Bitte. Wenn sie was machen wollte hätte sie es bereits getan. Widerstrebend und immer noch Dia anknurrend stieg Ryu von ihrer Schulter, wurde bis auf ein Flimmern unsichtbar und tauche nur Augenblicke später wieder mit Betonbrocken im Maul wieder auf. Schnell wickelte sie diese zweimal in die Stoffstreifen und preßte sie dann auf die Wunden die sie dann straff verband. Eigendlich ist das viel zu schade um meine Arbeit. Dankend strich sie wiederholt über den Kopf des Drachen bis dieser seine normale Form wieder angenommen hatte. Ebenso veränderte sich seine Stofflichkeit sodas er kaum noch zu sehen war. Aus der Ferne war ein regelmäßiges "Wupp Wupp" zu hören. Die Mafiavize sah nach oben und versuchte auszumachen ob das schon ihre Einsatzkräfte waren. Der Taschendrache drängte sie jetzt regelrecht vorwärts und lotste sie durch die Menge in eine ganz bestimmte Richtung. Endlich erreichten sie den großen Kreis der sich um den Toten und die Anderen gebildet hatte.



https://i.pinimg.com/originals/99/86/cf/9986cf467aa43ec2a2f20eca8cf5cda1.jpg ryu auf ayanos schulter bei dia
https://encrypted-tbn0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcTD86sZiV-gS9mAxtwFWdTWCtXfH5xwy3MgnQ&usqp=CAU ryu normal
https://i.pinimg.com/originals/0e/7b/f7/0e7bf7f7154360a1c822e8ffd65599cf.jpg dauerzustand bei ihr

Constantine
31.03.2021, 02:16
https://abload.de/img/diamondavalukoy.jpg

Diamond wich ein wenig zurück nachdem eine Drachen ähnliche Gestalt materialisierte, wanderten ihre Augenbrauen nach oben. So etwas war ihr im Leben noch nicht begegnet. Eine interessante Sache. Das Wesen knurrte, fauchte, fletschte Zähne. Ein Umstand der zwar erschreckend war da Diamond jedoch bedrohliche Situationen in ihrem Leben gewöhnt ist, ist es kein neuer Umstand.

Antonio stieß einen spitzen Schrei aus. Während Ayano Jack behandelte der inzwischen ohnmächtig war, blickte Diamond verachtend auf den Mann herab. Nachdem die junge Frau fertig war, drängte die Drachengstalt die Gruppe an einen Treffpunkt wo bereits eine kleine Gruppe um einen toten Stand.

Die Schmerzen wurden immer unerträglicher. Jetzt da das Adrenalin nachließ und der Körper im Erholungsmodus fuhr, wurde auch ihre Atmung immer schwerer. Sich die Augen reibend, richtete sie ihr Haupt in den pechschwarzen Nachthimmel. Das deutliche Geräusch von Rotorenblättern erreichte ihrer aller Ohren.

Plötzlich tauchte eine weitere Flugmaschinen im gleichen Luftraum auf und erreichten als Erste den Einsatzort. Der Helikopter umkreiste die gesamte Kaserne, als Scheinwerfer die kleine Gruppe anleuchteten, hielt die Maschine mitten in der Luft. Vier schwer bewaffnete in militärischer Kleidung gehüllte Soldaten seilten sich ab, landeten auf den staubigen Untergrund.

Die laufenden Kleiderschränke richteten ihre Blicke in sämtliche Richtungen und als sie Diamond erblickten, liefen diese zu ihr nur um kurz auf die Knie zu gehen und ihren „Boss“ begrüßten. „Sichert die Umgebung“, erwiderte Diamond der das Atmen sichtlich zu schaffen machte. „Bergt soviel lebende wie ihr könnt“. Ihre Augen wanderten nun zu den schweren Toren die noch alle samt verschlossen waren und somit eine sichere Flucht verhinderten.

„Sprengt den Ausgang damit wir erstmal aus dieser Schlachtbank“. Sie knickte leicht ein und sackte vor Erschöpfung auf ihre Knie dabei dann der Schweiß ihr Gesicht herunter. Mit leichtem Entsetzen, half einer ihrer Handlanger ihr auf. „Was ist mit denen?“, der Blick des Soldaten sprach Bände, als dieser Ayano erblickte. „Sie gehört zu mir kein negatives Aufsehen wir sind heute nicht zur Einschüchterung hier, sondern zum helfen“, „ja Boss“.

Die Männer machten sich nun auf den Weg das Gelände zu sichern. Plötzlich stand ein Mediziner vor ihr und begutachtete ihre Verletzungen. Stillschweigend flickte dieser Diamond wieder zusammen. „Weitere Behandlungen kann ich erst in unserer Anlage vollziehen“, ein Nicken war ihre Antwort. „Untersuch als nächstes die beiden die in meiner Begleitung sind dann den Rest der kleinen Gruppe dort drüben“.

Ihre Augen ruhten nun auf Douglas. Von der Art und Aufmachung her vermutlich ein Schnüffler. Ein Seufzen entwich ihr. Sie schaute noch einmal kurz zu Ayano zurück nach dem diese und Antonio medizinisch versorgt wurden, schritt die angehende Clanführerin auf Douglas zu, erblickte dabei drei weitere Gestalten die sie aus dem Wrack befreiten für die sie aber nur einen kurzen Blick übrig hatte.

Endlich erreichte sie die Gruppe. Nun hatte Diamond einen klaren Blick auf den Toten bei dem noch eine junge Frau stand? Diamond sprach Douglas ohne zu zögern an und stellte sich ihm nur namentlich vor. „Diamond Constantine, sie haben in diesem Fall die Leitung?“. Ihr Tonfall wirkte kalt aber nicht respektlos. „Gibt es schon nähere Informationen zu diesem unnötigen Blutbad?“. „Meine Leute sichern bereits das Gelände.. natürlich bin ich gewillt mit ihnen zu kooperieren“, dabei hielt sie sich immer wieder ihre Hand an der schmerzenden Rippen und wartete geduldig auf eine Reaktion des Ermittlers.

Vor der Kaserne sammelten sich drei weitere bullige Geländewagen. Die Insassen alle samt Kleiderschränke und bewaffnet. Der Befehl das Tor aufzusprengen, erreichte die Männer per Funkspruch. Und so bereitete sich das Gefolge auf die Sprengung der schweren Stahltüren vor. Es folgten zwei kurze Explosionen, dann noch eine weitere.

Auren
01.04.2021, 19:21
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Die Nacht der Engel...


Doug sollte wohl noch länger, auf eine Antwort warten.
Es lag nicht an die befragte Person. Nein, eine weitere Gruppe stieß zu ihnen.
Außerdem waren die angeforderten Hubschrauber schneller hier, als gedacht. Nur stammten sie nicht vom Büro.
Männer seilten sich ab. Vier an der Zahl.
Die Jugendlichen zuckten kurz ihre Waffen. Sei es neun Millimeter oder dann doch etwas größeres. Eine falsche Bewegung, hätte für ein nettes Gewitter aus Blei und Vollmantelgeschossen gesorgt.
Jedoch hatten diese vier Profis nicht vor in die Menge zu ballern. Sie gingen stattdessen zu ihrem Boss.
Sie gab denen Anweisungen und wandte sich später dem Ermittler zu.
Natürlich hatte diese Braut keine Befugnisse. Egal, wer sie auch war.
Der Rest ging dabei vollkommen unter.
Explosionen waren zu hören. Zwei waren es, gefolgt von einer dritten, die jedoch viel lauter war als die anderen zuvor.
Diamond hört nur kurz über Funk, dass eines ihrer angeforderten Fahrzeuge, in tausend kleine Stücke gesprengt wurde. Drei ihrer Männer Tod und der vierte rannte, brennend im Kreise herum bis dieser zu Boden ging.
Ein Fahrzeug setze sich in Bewegung. Weg vom Tor. Darauf erfolgte eine weitere Explosion. Das Fahrzeug und deren Insassen wurden sofort gegrillt, sowie in mundgerechte Häppchen zerlegt.
Den Anderen wurde klar, dieses Gebiet hier, war vermint.
Vermutlich Panzerminen. So wie die Fahrzeuge zerstört wurden. Damit kamen sie nicht mehr weiter oder gar zurück.
Klar wurde die Mafiabraut sauer. Wie konnten ihre Leute diese Falle nur übersehen?
Ihre Antwort sollte sie sofort bekommen.

"Meine Damen und Herren." Eine Frau war zu sehen. "Ich hoffe, euch hat der Abend gefallen." Sie warf etwas zu den SUV´s worauf eine weitere Explosion folgte.
"Oh entschuldigt mein Verhalten, aber sie waren nicht eingeladen." Der Hubschrauber hielt mit seinem Scheinwerfer genau auf sie zu.
"Im Rampenlicht stehe ich nun. Im Licht gebadet. Im Licht werde ich Leben und ihr meine kleinen Lämmer, solltet uns nicht vergessen. Nicht war Herr Ermittler?" Jetzt wussten es alle, dass hier ein Bulle anwesend war.
"Keine Sorge, ihr Lämmer der Nacht, des Blutes und der Angst. Er wollte von euch nichts. Nein er wollte nur einen haben und stattdessen bekam er eine ganze Hammelherde. Nanu?"
Sie suchte jemanden, fand aber diese Person nicht in der Menge.
"Wo ist er den? Schon weg? Schade. Dabei wollte ich ihn zum Frühstück einladen. Na egal. Ich verabschiede mich mit einem Knall. Diese Fliege nervt ein wenig und mein Freund im Dunklen juckt es mächtig in den Fingern. Er steht voll auf Feuerwerk. Genießt es, es könnte euer letztes sein. Ach, er wollte noch etwas." Sie überlegte kurz. "Hab es vergessen, bye bye." Sie sprang von der Mauer herunter.
Darauf war etwas zu hören. Einige konnten es sogar erraten, was es war. Doch zu spät. Ein Fahrzeug, durchbrach ein Garagentor. Das acht-achsige Gefährt hatte etwas geladen. Etwas, womit selbst Doug nicht gerechnet hatte und einen gewissen Waffennarren die Kinnlade hinunter fallen würde. Es handelte sich um einen WS51200 Militär Fahrzeug. Natürlich trug es auch etwas großes. Etwas womit man die ganze Gegend in Schutt und Asche legen konnte.
Gefahren wurde es von einem Mann. Er rauchte während der Fahrt und trug eine Sonnenbrille bei dieser Dunkelheit. Spaß schien er auch zu haben.
Das Gefährt blieb stehen, stellte sich langsam auf. Die Jugendlichen rannten erneut los. Zumindest die, die es noch nicht geschnallte hatten, dass diese Rakete nicht auf sie zielte, sondern zielte eher etwas in der Luft. Der Mann stieg aus und drückte auf eine Fernbedienung.
"Das wird ein schönes Feuerwerk. Beachtet aber nicht mich, sondern das Meisterwerk aus alter Zeit."
Kaum waren diese Worte ausgesprochen, startete das Triebwerk der Rakete. Jetzt konnte man auch ganz klar erkennen, von wem dieses Geschoss stammte. Ein russisches Modell mit viel, sehr viel Sprengstoff gefüttert.

Die alte Rakete flog nun los. Auf ihr angepeiltes Ziel, den Heli. Der Pilot konnte nur mit mühe dem Geschoss ausweichen und trotzdem hatte es etwas getroffen. Dougs kleine Drohne. Sie war nun futsch.
Ein lauter Knall war zu hören. So laut, dass alle ihre Ohren zu hielten. Die große Explosion blieb merkwürdiger weise aus. Nein ein großes Feuerwerk war stattdessen zu sehen.
Es war so hell am Nachthimmel, dass man schon meinte, es war mitten am Tag, vielleicht sogar noch heller.
Minuten lang blieb es hell und bunt. Dann war Schluss mit dem Zauber. Das Fahrzeug stand noch da, der Motor lief. Die Tür weit offen, aber keine Spur von dem Fahrer.

Jetzt hatten wirklich alle die Schnauze voll und wollten nur noch nach Hause. Doch die Tore blieben verschlossen. Diamonds Männer waren alle Tod. Gesprengt, gegrillt, lagen sie im Dreck.
Einzig ihr Hubschrauber blieb verschont.

Doch dieses Fluggerät sollte nun nicht mehr allein sein. Es folgten zwei weitere. Endlich war die Verstärkung da, die Doug angefordert hatte. Dann lief alles ganz schnell ab. Einer landete sogar. Die Türen wurden aufgerissen. Bewaffnete Männer traten aus dem Gefährt heraus.
Sie sicherten nur die Landezone oder vielleicht sogar jemanden von einer höheren Position?
Als die Lage geklärt war, trat eine Frau aus dem Black Hawk heraus.
Sie wirkte nicht wirklich freundlich. Immerhin war sie hier auf einem Schlachtfeld. Drinnen und draußen sah sie nur Leichen.
"Tor sprengen und Ausgang sichern. Ich möchte nicht noch mehr Opfer." Einer der Soldaten nickte, gab die Anweisungen weiter. Beim zweiten Black Hawk wurde die Tür geöffnet. Ein Mann hielt eine Waffe, zielte kurz, drückte ab und in kurzer Zeit wurde das schwere Tor von einem Geschoss Geschoss. Das Geschoss explodierte nicht wirklich. Es verteilte nur eine Flüssigkeit darauf, welche begann, das Tor regelrecht zu zersetzen. Bis es praktisch von selbst nach gab und umfiel.
Damit war nun endgültig Schluss mit der Mausfalle. Die Jugendlichen ließen ihre Fahrzeuge zurück und stürmten in die neu gewonnene Freiheit.
Die Frau beurteilte kurz die Lage. Scheinbar traten die zwei den Rückzug an. Also gab es nichts mehr, wovon man sich fürchten musste. Daher ging sie zu Doug und der Mafiabraut rüber.
"Sie haben ja für ganz schön aufsehen gesorgt, dies ist doch gar ihr Stil, Fräulein Constantine. Ihre Lakaien können sie gern von dem Eingang aufkratzen. Ein Eimer sollt genügen. Viel ist ja von denen nicht übrig geblieben und jetzt verschwinden sie von hier. Ansonsten muss ich ihren Boss ein paar unschöne Fragen zu dem hier stellen und ihr wollt ja nicht, dass ich tief, sehr tief bohre."
Eine Warnung die es in sich hatte.
Nun wandte sie Doug zu. "Herlay, mein Name. Ich muss ihnen wohl keine weiteren Details nennen.
Ich übernehme hier die Leitung. Herr Cross wurde bereits benachrichtigt. Sie übergeben mir alle anwesenden Arbitratoren und danach werden sie ausgeflogen."

Yuma konnte alles mit anhören. Diese Frau Herlay machte ihr schon etwas Angst. Daran lag es nicht nur bei ihrem auftreten. Nein, ein kurzer Blick hatte gereicht.
Am liebsten wäre die junge Mutter sofort los gerannt, aber sie wollte nicht so einfach verschwinden. Sie ließ einen Zettel fallen. Unauffällig, ehe sie sich unter den flüchtenden Jugendlichen untertauchte.

Gosti
01.04.2021, 23:59
https://i.imgur.com/XM4BRQI.pngJuri hatte eigentlich die selbe Einstellung wie Yumiko, vor allem solange ihre Freundin hier war, und somit in Gefahr... Das wichtigeste war jetzt wirklich Yumiko in Sicherheit zu bringen, aber natürlich hatte das Mädchen einen etwas besseren Moralischen Kompass als die Diebin, die zwar auch irgendwie helfen wollte, aber ihr eigenes Wohl, und das von Yumiko, kam vor allem anderen.
Somit kletterten die Beiden halt runter auf die Straße, sich vom Kasernen-Gelände selbst fern haltend während da die Situation immer mehr zu eskalieren begann, was Juri wirklich veranlasste sich zu fokusieren, so dass sie etwas kommen sehen würde was sie oder Yumiko betreffen würde, auch wenn sie das ziemlich ausbremsen würde, doch so chaotisch wie alles gerade war könnte man sich das einfach auf die Panik herausreden.

Zusammen versuchen sie die Fluchtwege freizuräumen, und die Leute zu lotsen dass sie so abhauen konnten, sogar so weit gehend dass man ein Loch in den Zaun schnitt so dass die Leute dort aus der Kaserne flüchten konnten, wenn auf diese Weise allerdings auch weitere Leute in der Panik umgestoßen und zusammengetreten wurden... Es war wirklich wie im Krieg hier, und die Ankunft der Helis trug nur noch mehr dazu bei dass man das Gefühl hatte hier würden gleich Bomben einschlagen, und als die Militärfahrzeuge in die Luft flogen war klar dass das hier ein Kriegszustand war...
Zumindest konnte Juri Yumikos Sicherheit gewähren und sie in eine Gasse ziehen als wild herumgeschossen wurde, bevor sie sich wieder an die Arbeit machten die Verwundeten von dem Feld wegzuziehen und beim Evakuieren zu helfen. Als die zwei damals in die Slums zogen und dabei bei den Hilfsdiensten ihre Unterstützung anboten hätten sie nie gedacht dass mal eine Unterstützung in solchem Ausmaße benötigt wird, aber zumindest taten sie was sie konnten, und durch Juris kleine Geheimwaffe konnte sie schon Sekunden bevor etwas explodierte sagen dass die Leute in Deckung gehen sollten. Dabei achtete sie auch gar nicht mehr darauf wem sie hier half, hauptsache den Leuten wurde geholfen

Ironhide
02.04.2021, 12:49
https://abload.de/img/dougava1.14tk0a.png
Yuma kam gar nicht zum Antworten, da mischte sich auch schon diese Mafiabraut ein. Douglas war alles andere als begeistert, so wie sie auftrat, und auch wenn sie ihre Hilfe anbot, das letzte was Douglas wollte war, dass irgendein Warlord hier zum Helden der Nachbarschaft ausgerufen wurde, weil seine Männer die Arbeit der Behörden machten. Doch soweit kam es gar nicht und noch bevor Doug etwas erwidern konnte, gab es einen lauten Knall. Eine Explosion, dessen war sich Douglas sicher. Kurz darauf folgten weitere Detonationen, aber die Tore blieben geschlossen. Damit war klar, dass die Hilfe von außen selbst einem Anschlag zum Opfer gefallen war. Er vermutete, dass es Diamonds Männer waren, nicht die der regulären Einsatzkräfte. Er hatte immerhin nicht alles gehört, was sie über Funk angeordnet hatte.

Dann eine weibliche Stimme. Woher die kam, war auf den ersten Blick nicht zu erkennen, aber als die Frau vom Scheinwerfer eingefangen wurde, blickte Douglas auf. Das erste was ihm auffiel war ihre Art zu reden. Es klang sehr hochnäsig und machte deutlich, dass sie sich hier für die Überlegende hielt. Gut, sie konnte das wohl auch untermauern, nahm sie die Explosionen vor dem Kasernentor ja im Grunde auf ihre Kappe. Und sie wusste auch von ihm und das wussten nun wirklich nicht sehr viele und bis auf Shinru, Seyrah und seid ungefähr 5 Minuten Yuma. Mehr sollten es seinem Kenntnisstand nach nicht wissen. Vielleicht würde es sich der ein oder andere schon zusammengereimt haben, aufgrund der letzten Vorkommnisse, aber die breite Masse wusste es ja nicht. Bis jetzt. Gut für ihn war aber immerhin, dass sie nicht gleich auf ihn zeigte, sonst bräuchte er die Verstärkung schneller, als ihm lieb ist. Und sie wusste auch, was er hier wollte und das wusste dann wirklich keiner.
Der Hubschrauber über ihren Köpfen war nun nicht wirklich leise, aber dennoch konnte man den bulligen Motor hören, der gestartet wurde und wie kurz darauf ein Garagentor einfach durchbrochen wurde, als wäre es aus Pappe. Das Gefährt was da raus donnerte, ließ Doug schlucken. Er hatte so etwas bisher nur auf Bilder aus Geschichtsbüchern gesehen, doch nun stand so ein Monster tatsächlich vor ihm. Er wusste auch um die Ladung solch mobiler Abschussrampen. Die Russen hatten etliche solcher schweren LKWs im Einsatz, selbst nach dem kalten Krieg noch. Sie nutzen sie für ihre Mittelstreckenraketen SS-20.
Nuklearwaffen. Es dauerte zwar immer eine Weile, bis sie abschussbereit waren, aber auch nicht so lange, das seine Anrückenden Truppe noch hätten eingreifen können. Der Mann stieg aus – die Frau war schon verschwunden – und betätige eine Fernbedienung. Stützen des LKWs fuhren aus, gaben dem Gefährt weitere Stabilität. Der Raketenkanister stellte sich auf und Douglas hoffte in dem Moment nur, dass nicht wirklich eine Atomrakete in dem mobilen Silo ist, denn sonst wäre ihr aller Leben gleich vorbei. Die Rakete würde aufsteigen und wenige Minuten später zurückkommen und die ganze Stadt zerstören. Flucht war sinnlos.

Mit ersterem behielt Douglas auch recht, die Rakete zündete und stieg auf. Dabei erwischte sie seine Drohne, doch das bemerkte Douglas nicht mal. Glücklicherweise irrte er sich aber mit dem zweiten Teil und eine nukleare Vernichtung blieb aus. Es gab tatsächlich ein Feuerwerk, was zu beginn so hell war, dass man gar nicht hinsehen konnte. Tatsächlich ein Feuerwerk und was für eins. Aber schnell war der Spuk vorbei und der Mann ebenfalls verschwunden. Während viele noch etwas verwundert nach oben sahen, sich dann etwas ratlos umsahen nach diesem Auftritt, kam dann auch Douglas seine Verstärkung. Ein Black Hawk bleib in der Luft, kreiste um den Ort des Geschehens und drängt den Helikopter der Mafia etwas zurück. Scheinbar wollte der sich nicht mit bewaffneten Helis anlegen. Douglas wunderte sich etwas darüber, dass beide Black Hawks mit Bewaffnung unterwegs waren, doch der Grund sollte sich ihm bald schon offenbaren. Der zweite Helikopter landete nicht weit entfernt und die ausströmenden Einsatzkräfte schienen erst mal nur die Landezone zu sichern. Dann stieg Miss Herlay aus. Im Grunde die Chefin seines Bosses, jedoch nicht dem Arbitratorenbüro angehörig, nein sie saß im Stadtrat oder stand dem zumindest sehr nahe. Die hätte er nun wirklich als letztes hier erwartet. Kurz darauf war das Kasernentor dann auch Geschichte und wie erwartet strömten die Massen nach draußen. Douglas schätze das als Kalkül ein, man sollte sich nicht so sehr auf sie konzentrieren. Dann kam sie zu ihm rüber. Diamond watschte sie einfach verbal ab und ließ zu keiner Sekunde einen Zweifel daran, dass sie hier das Sagen hatte. Douglas ging daher nicht weiter auf Diamond ein, die sich auch kurz darauf Zähneknirschend entfernte. Miss Herlay sahg ihr nur kurz nach, dann wandte sie sich wieder Douglas zu und stellte sich vor. Yuma war indes klammheimlich abgetauscht. Sie hatten sich beide noch nie persönlich getroffen, er kannte sie nur aus einigen Fernsehberichten, sonst hatte er so ja nichts mit ihr zu tun. Sein Boss war Cross, doch war sie der Chef von ihm und hatte damit auch mehr zu sagen als Cross. Kurzum, egal was sie wollte, Douglas würde gehorchen müssen, bis zu einem gewissen Grad.
„Agent Douglas Simmons, wenn sie das nicht schon wissen.“, antwortete er. Das sie aber nun die Leitung dieses Einsatzes an sich riss, gefiel ihm dann weniger. „Alle Anwesenden? Das dürfte schwer werden.“
Miss Herlay zog eine Augenbraue nach oben, Douglas verstand die Geste. Sie wollte eine Erklärung. Die konnte sie haben. „Nun, zwei sind auf der Flucht, ich denke zumindest das es sich dabei um Partner von dem da handelt.“ Dabei deutete Douglas auf die Leiche in unmittelbarer Nähe. „Das dürften auch mit Abstand die gefährlichsten sein, die wir seit langem aufgespürt haben. Leider bin ich aus offensichtlichen Gründen nicht dazu gekommen, jemanden zu verhaften. Ich kann auch nicht mit Sicherheit sagen, wieviel genau hier eigentlich rumlaufen, aber ich weiß von einigen, die sich aber sicher grad aus dem Staub machen. Und die nun in der Menge finden, dürfte schwer sein. Genaue Details können sie dann meinem Bericht entnehmen, sobald wir die Umgebung gesichert und gründlich Untersucht haben. Momentan ist das beste was wir haben der Tote. Seine Identität dürfte uns möglicherweise sagen, wer seine Partner sind.“ Douglas spekulierte darauf, dass die beiden Flüchtigen ebenfalls der Elite angehörten und daher etwas in der Datenbank zu finden sein müsste.

Constantine
03.04.2021, 01:23
https://abload.de/img/diamondavalukoy.jpg

Plötzlich tauchten zwei weitere Gestalten auf. Aus dem Funkgerät welches ihr ihr Handlanger übergab, hörte man nur noch kurz einen Aufschrei. Dann folgte Stille. Aus einem der Black Hawks stieg eine Frau aus die einen dominanten Eindruck machte und gleich von Beginn an klarmachte, was Sache war. Auf ihren Kommentar hin, dass ihre Handlanger vom Boden aufgekratzt werden sollte, verfinsterte sich Diamonds Blick. Ihre Hand war zur Faust geballt. Während ihre Handlager vor den Toren elendig starben, versuchte Diamond ihrem Gegenüber nicht sofort das Genick zu brechen. Die Fingernägel gruben sich tief in Handinnenfläche, Blut tropfte auf den Boden. „Genießen sie ihre Position Mrs. Herlay“, erwiderte ihr gegenüber mit einem kalten Unterton.

„Ein Wort der Warnung... sollten sie zu tief graben, könnten sie irgendwann den Ausgang nicht mehr finden“. Es brachte jetzt absolut keinen Mehrwert, wenn Diamond auf Grund dieses Fehlschlages jetzt für weitere Anspannung sorgte. Während sie die beiden Agenten alleine ließ und Zähne knirschend davon lief, züchte sie ihr Telefon. Am anderen Ende der Leitung erklang die Stimme ihres Bosses. „Wir haben ein gewaltiges Problem“, begann Diamond ruhig zu erklären. Schweigen. „Das Rennen war ein kompletter Fehlschlag irgendwelche Schwachköpfe wollen tatsächlich einen Krieg anfangen, dass Gleichgewicht ist in Gefahr“. „Wir haben einen Totalverlust“.

Ein seltener Wesenszug von Diamond war in ihrer Stimme wahrnehmbar. Wut, Trauer. „Dann haben wir noch ein weiteres Übel.. Mrs. Herlay ist hier urplötzlich aufgetaucht und lässt schön Grüßen“. „Ich bin immer der Ansicht, dass wir unsere Feinde mit einbeziehen und einen Nutzen aus jeder Situation ziehen, dass weißt du Boss, aber dieser Frau sollte mal dringend beigebracht werden, wann eine Grenze überschritten wird“. „Natürlich nur als Abschreckung“.

Dann endlich sprach das Oberhaupt der Deers, „komm erst mal nach Hause ich schicke dir ein Fahrzeug was dich abholt“.

hakuryu
05.04.2021, 01:15
https://abload.de/img/ayanowykdr.jpg (https://abload.de/image.php?img=ayanowykdr.jpg) Das die Mafiabraut so schnell Hilfe bekam verwunderte Ayano dann doch. Andererseits zeigte es die Effiziens ihrer Organisation. Es folgten mehrere Explosionen die dann wohl doch nichts brachten außer massive Verluste bei Diamond. Zumindest vor den Toren. Jetzt versuchte ein Arzt sie zu untersuchen was die Studentin kategorisch ablehnte. Sehr zur Verwunderung des Arztes selbst. Eher zählte sie die Verletzungen von seinem Boss auf und wie zumindest die Schulter behandelt worden war.
Als dann der mobile Raketenwerfer auftauchte brach schon wieder Panik unter den Anwesenden aus. Sie selbst hatte eine heiden Angst und hätte sich am liebsten verkrochen. Nur war das hier und jetzt nicht machbar. Glücklicherweise wurde der Heli verfehlt und es folgte wirklich nur ein grandioses Feuerwerk. Netterweise wurde so das Gelände gut ausgeleuchtet und der Geisterdrache lotste sie dann letztlich zu Tegan. Antonio war ihr immernoch gefolgt. Sein Blick glitt nicht von dem Taschendrachen auf ihrer Schulter der sich von dort nicht wegrührte. Sie verpaßte die Ankunft der weiteren Helikopter und so auch die Vorstellung der Insassen. Sie sondierte erst den Zustand von Viktor. Dann überflog sie Seyrah und Tegan nur um beim Anblick von Shinru ein wenig Farbe im Gesicht zu verlieren. Jetzt war ihr auch klar warum Ryu sich nicht beruhigen ließ.




https://abload.de/img/teganava1.1h2j0q.jpg (https://abload.de/image.php?img=teganava1.1h2j0q.jpg) Tegan hatte reflexartig zugegriffen als die Beine seines besten Freundes wegsackten. Tu mir das jetzt nicht an. Wir haben schon genug Probleme am Hals. Als wenn ich simulieren würde. Klappe und stillhalten. Doch bevor er sich alles genau ansehen konnte erschien der erste Heli. Dann ging alles sehr schnell. Explosionen, ein mobiler Raketenwerfer brach aus einer der Garagen. Eigentlich dürfte es sowas gar nicht mehr geben und schon gar nicht hier wo schon vor Jahren alles verwertbare geplündert worden war. Allerdings hatte das Ganze etwas gutes. Der Arbitrator sah nicht nur den Fahrer, sondern auch die Geistbeschwörerin. Die kenne ich nicht. Sollte jetzt aber kein Problem sein deren Identität raus zu bekommen.
Die Rakete allerdings machte ihm Sorgen. Die Bezeichnung Feuerwerk konnte alles bedeuten. Auf jeden Fall ging er von weiteren vielen Verletzten und Toten aus. Das es letztlich doch nur ein Feuerwerk war ließ ihn aber nicht aufatmen. Da sie sich immer noch nur am Rande des Kreises um die Leiche und dem Ermittler befanden wurden sie nicht über den Haufen gerannt.
Durch Ryu gesellte sich dann auch seine Freundin zu ihnen. Immer noch gefolgt von dem Fahrer von Seyrah. Diese stützte immer noch Viktor dessen Blick nicht so ganz abwesend war wie noch vor ein paar Minuten. Ayano allerdings erblaste als sie Shinru gewar wurde. Alles andere ausblendend untersuchte sie ihn. Das Projektil ist raus? Ja, wurde netterweise von einem Telekineten entfernt. Wie bitte? Völlig perplex sah sie den Lilahaarigen an, die Antwort kam aber von Shinru. Ja. Nu schau nicht so. Er meinte das die Rippe auch nur angeknaxt sei. Frag mich nicht wie er das gemacht hat. Verdammt tut das weh. Der Verband war mittlerweile durchgeblutet. Leider fehlte es an weiteren Material zum erneuten verbinden. Ich weiß nicht wie lange ich das halten kann, aber wenn du dich nicht zu viel bewegst und wir schnell zum Arzt kommen, müßte es reichen. Damit erschien in seiner Hand eine Rolle Verbandsmaterial. Mit geübten Griffen brachte Ayano ihn an.
Der Gesichtsausdruck von Antonio zeigte Überraschung. Sowas hatte er noch nicht gesehen, sagte aber auch nichts weiter dazu. Auch wenn Tegan Tiere bevorzugte, unbelebte Gegenstände konnte er auch ohne Probleme erschaffen. Nur fehlte ihm da die Herrausforderung. Plötzlich ruckte sein Kopf hoch und in Richtung des gelandeten Black Hawk. Ein drohendes Knurren klang von Ayanos Schulter in die selbe Richtung. Scheiße. Was macht die denn hier. Shin, das wird jetzt weh tun. Los beweg dein Hintern, ich hab keinen Bock der Herlay über den Weg zu laufen. Der Herlay? Ja. Die ist grade mit dem Heli gekommen. Die Augen des Blonden wurden groß, dann biß er die Zähne zusammen und schnell erreichten sie den Mustang. Die Menge hatte sich zum Teil verzogen, zumal auch eins der Tore quasi weggeätzt worden war. Damit war der Weg relativ frei um auch das Fahrzeug hier raus zu bekommen.




https://abload.de/img/shinruava1.1yhjun.jpg (https://abload.de/image.php?img=shinruava1.1yhjun.jpg) Die Nachricht das Miss Herlay vor Ort war ließ ihn nicht gerade kalt. Shinru wußte wie sein Freund zu der Frau stand. Die Vergangenheit die diese beiden hatten, war nicht gerade rosig. So verfrachtete er seinen Hintern auf die Rückbank des Mustang. Auch er war nicht scharf darauf der Dame zu begegnen, zumal er auch dringend einen Arzt brauchte. Das sah er mitlerweile auch ein. Ayano hingegen drehte sich gerade zu der blonden Mafiabraut um. Sie hatte wohl einen Teil des Gespräches mitbekommen welches sie am Telefon geführt hatte. Mit der Frau willst du dich nicht anlegen. Wenn du sagst wohin wir müssen nehmen wir dich mit. Diamond schien kurz nachzudenken und nahm dann doch das Angebot an. Shinru hatte das Gefühl das sie dies nur widerwillig tat. Überprüfen konnte er das im Moment nicht. Seine Konzentration war völlig dahin und der Blutverlust tat sein übriges.
Viktor überließen sie Seyrah. Selbst Antonio blieb bei der Geschlechtslosen. Mehr Platz wäre auch gar nicht gewesen. Ayano hatte sich zu ihm auf die Rückbank gesellt und behielt ihn im Blick.
Tegan hingegen fuhr vorsichtig und nahm auch ein paar Gebäude als Deckung. Nicht weil sie Angst vor Beschuß haben mußten, so verschleierte sein Partner nach und nach den Mustang. Als sie letztlich das Tor passierten war das Auto nicht mehr als Rennwagen zu erkennen sondern eher als Familienkutsche. Diamond gab knappe Anweisungen wohin sie mußten. Sobald sie außer Sichtweite der Kaserne und keine Menschen in der Nähe waren, löste Tegan den Skin des Autos wieder auf. Shinru hoffte das die Mafiafrau nichts davon mitbekommen hatte.
Es dauerte nicht lange da erreichten sie ihren Bestimmungsort. Diamond bot ihnen ärztliche Versorgung an. Shinru war versucht, doch lehnte er letztlich ab. Nimm mir das bitte nicht übel. Mit nem Warlord wollen wir uns bestimmt nicht einlassen oder in dessen Schuld stehen.
Die Frau sah ihn zweifelnd an. Ayano rettet da die Situation auf ihre weise. Wenn du magst, hier ist meine Nummer. Ruf mich an wenn es dir wieder besser geht. Dann können wir noch mal über dein Angebot reden. Mit einem Nicken nahm die Frau den Zettel entgegen und sah dann dem sich entfernenden Wagen nach.
Was soll das für ein Angebot sein? Nicht mal auf den Gedanken konnte er sich richtig konzentrieren. Shinru? Hey bleib wach. Shinru...





https://abload.de/img/teganava1.1h2j0q.jpg (https://abload.de/image.php?img=teganava1.1h2j0q.jpg) Die Konzentration fiel Tegan nicht leicht. Der Skin auf dem Auto war fast schon zu viel. Nur mußte er durchhalten. Der Verband um den Brustkorb seines Freundes durfte nicht verschwinden bis sie den Arzt erreicht hatten. Die Mafiavize setzten sie ohne Probleme ab, doch kurz danach riß ihn Ayanos drängende Stimme aus seinen Gedanken. Auch er war versucht gewesen das Angebot von Diamond anzunehmen. Nur konnte er ihr da wirklich vertrauen? Sicher ist sicher. Nach diesem Motto waren sie bis jetzt immer klar gekommen. Nur jetzt brauchten sie dringend eine Bleibe. Er fummelte sein Handy aus seiner Tasche und wählte eine Nummer. Relativ schnell wurde abgenommen. Kuro hier. Sorry wenn ich dich störe, aber ich brauch ganz dringend für diese Nacht eine Bleibe und ein wenig Verbandszeug wenn du hast. Er hörte kurz zu. Nein. Shiro. Gib mir zehn Minuten.
Mitlerweile war er verschwitzt und seine Atmung ging schwer. Nach genau zehn Minuten hielt er vor einem Haus und gemeinsam mit Ayano hieften sie den bewußtlosen Shinru aus dem Mustang. Die Tür sprang auf und Kyle trat ihnen entgegen. Ayano sah den Mann entgeistert an. Dr. Esposito? Doctor? Ja. Er unterrichtet Innere Medizin an der Uni. Tegan war völlig perplex. Er wußte nicht das der Mann ein Arzt war. Ihre Bekanntschafft hatte sich durch die Rettung seiner Kinder ergeben und begann sich zu einer echten Freundschaft zu mausern. Kuro, die Haarfarbe steht dir nicht wirklich. Ist mit dir alles ok? Mittlerweile fiel es Tegan schwer Shinru zu stützen und sein Sichtfeld begann sich einzuschränken. Verdammt. Blackout. Wie lange ist das jetzt schon nicht passiert? Etwas mehr als drei Jahre. Geht schon. Ich brauch bloß Ruhe. Hab mich ein wenig überanstrengt. Leicht schüttelte er den Kopf um die Benommenheit loszuwerden. Hey Ketel, hilf mir mal. Dann tauchte der langhaarige Kerl auf der ihnen die Akte gegeben hatte. Der Mann sagte nichts, griff aber zu.
Glücklicherweise hatte Kyle soetwas wie eine kleine Praxis im Haus. Schwer atmend ließ sich der Dunkelhäutige auf einen der Stühle fallen die neben der Behandlungsbank standen. Gerade als der Doc den Verband bei Shinru lösen wollte löste sich dieser auf. Blackout. Damit war bei ihm quasi zappen duster. Der Drachen glitt von Ayanos Hals und gesellte sich zu seinem Herrn. Sein Aktionsradius war jetzt massiv eingeschränkt und nur einzelne Berührungspunkte ware stofflich. Kann er sich irgendwo hinlegen? Die Studentin wußte was sie tun mußte. Hinter dem Vorhang. Brauch er noch was? Schwankend raffte sich der Arbitrator auf. Die paar Schritte waren fast zu viel. Es grenzte schon an ein Wunder das er keinen Unfall gebaut hatte und es bis hier her geschafft hatte. Danke Doc. Ruhe reicht. Der Mustang sollte von der Straße. Die letzten Worte waren leicht vernuschelt und dann sank er in tiefen Schlaf.

Survivor
07.04.2021, 15:41
https://abload.de/img/ketelavatar80kmi.jpg (https://abload.de/image.php?img=ketelavatar80kmi.jpg)
Ein kurzer Moment der Ruhe kehrte in die kleine Praxis ein. Der Doc schien kurz zu überlegen, ganz wie Ketel. Dieser schüttelte den Kopf.
„Hat er gerade am Ende echt noch gesagt der Wagen muss von der Straße? Ist ihm die Karre echt mehr Wert als sein eigener Zustand? Nicht zu fassen...“
Der Arzt ging nun zum verletzten und besah sich dessen Wunde. „Da der Fremdkörper schon raus ist...was brauchst du?“ die Frage klang routiniert. „Frische Verbände, aber die hab ich hier. Hol mir eben schnell sauberes Wasser und einige Tücher um die Wunde zu reinigen.“
Damit verschwand Ketel kurz in der Wohnung und kam mit ein paar sauberen Tüchern und einem Topf mit ausreichend Wasser darin, wieder zurück.
Mittlerweile hatte der Doc alles für die Wundversorgung vorbereitet und Ketel stellte ihm den Topf mit dem dampfenden Wasser an die Seite.
Nach einigen Minuten war dann auch schon alles vorbei. Die Wunde gereinigt, verschlossen und ein neuer Verband war angelegt.
„Kannst du sie ins Wohnzimmer bringen? Die Couch dürfte bequemer und erholsamer sein als meine Liegen hier in der Praxis...“
„Du willst die beiden echt in deiner Wohnung unterbringen? Ich weiß ja nicht...“
„Mach dir keine Sorgen, ich kenne die beiden zwar nicht so lange wie dich, aber lange und gut genug damit ich sie bei mir unterbringe...“ er klopfte Ketel im vorbei gehen gegen den Oberarm und dieser zuckte mit den Schultern.
„Musst du wissen...“

Wie von Geisterhand begann sich erst die Praxis selbst wieder aufzuräumen und dann hoben die beiden Bewusstlosen von ihren Plätzen ab. Erst der Versorgte, dann der Erschöpfte.
Einen vor und den anderen hinter sich her schwebend, ging der Waffenmeister mit ihnen in die Wohnung vom Doc. Linda seine Frau, hatte mit ihrem Mann bereits die Couch vorbereitet und Ketel legte beide vorsichtig darauf ab. Schnell wurden noch 2 Decken über die beiden Männer ausgebreitet, dann ließ man sie allein. Der Rest ging in die Küche.
Nachdem sich alle gesetzt hatten, schaute der Arzt erst zu seiner Studentin und dann zu Ketel.
„Dann leg mal los, was verschafft mir die Ehre deines späten, nächtlichen Besuchs? Bei den anderen beiden war es ja offensichtlich, wobei ich mir schon denke dass die Dinge zusammen hängen dürften.“
Ketel schaute ebenfalls kurz zu der jungen Frau, dann zu Linda und schließlich wieder zum Doc.
„Tja...wo fangen wir an. Mit dem wichtigsten zu erst. Du erinnerst dich noch an die Sache vor 3 Jahren oder nicht, die Massaker in den Slums?“ ein kurzes nicken war die Antwort. „Nun diese Typen sind scheinbar wieder zurück.“ Ein kurzes aber scharfes Luft holen war von Linda zu hören.
„Der heutige Abend war ihr Auftakt. Der Ort war die alte stillgelegte Kaserne. Dort hatte diese Rennszene, ihr nächstes Event und sagen wir so, während des Rennens fing man an, mit Sprengmunition auf die Kids zu schießen, wahllos aber doch recht effizient. Viele kamen dabei ums Leben.“ Ketel machte eine kurze Pause, ehe er wieder weiter erzählte. „Durch einige Umstände, hatte ich das zweifelhafte Vergnügen, mit zweien der 3 Täter mich unterhalten zu müssen. Dabei machten sie keinen Hehl daraus wer sie waren und sind. Folglich vermute ich das in absehbarer Zeit, wieder etwas passieren wird das ihre Handschrift trägt. Folglich rate ich euch schon jetzt zu großer Vorsicht, wenn ihr unterwegs seid und stell dich auf den ein oder anderen weiteren Verletzten ein, je nachdem wo sie wieder zuschlagen werden.

In der Zeit wo Ketel sprach, verteilte Linda an jeden etwas Tee. Dankend nahm er ihr eine der dampfenden Tassen mit einem Löffel ab. Der Doc unterhielt sich nun mit seiner Studentin, doch da hörte Ketel nicht hin. Zu sehr war er mit einem kleinen Experiment beschäftigt. Er hielt seine Tasse ganz ruhig in beiden Händen. Von außen sah es so aus als starre er hinein. Der Löffel steckte senkrecht, genau in der Mitte der Tasse, scheinbar im Tee fest. Dann ergriff er den Löffel und zog ihn mit samt dem Tee hinaus. Wie ein kleines Kind kichernd und breit grinsend, schaute der Waffenmeister auf sein „Tee am Stil“ und fing vorsichtig an, es abzuschlecken.
Auf die Blicke der Anderen erwiderte er nur „Was denn…ich hatte halt Bock auf ein Eis. Und Lindas Tee schmeckt immer super, also warum nicht beiden mit einander verbinden? Dabei schleckte er einfach weiter.

hakuryu
09.04.2021, 23:30
https://abload.de/img/ayanowykdr.jpg (https://abload.de/image.php?img=ayanowykdr.jpg) Den Mann mit den weißen Haaren hatte sie noch nie gesehen. Aber offenbar kannte ihr Mentor den Mann recht gut. Ebenso war sie überrascht das Shinru und Tegan Dr. Esposito kannten. Ihm hingegen ware die richigen Namen der beiden aber nicht bekannt. Das hatte sie sowohl aus dem kurzen Telefonat wie auch seiner Reaktion Tegan gegenüber erkannt. Sie würde auch bei den Namen bleiben, immerhin paßten diese auch einfach zu gut auf die beiden Freunde. Was Ketel dann allerdings tat verwunderte sie dann doch. Er war wohl der Telekinet gewesen der die Kugel entfernt hatte. Sein fundiertes Wissen wer die Angreifer waren ließ sie vermuten das er mehr in der Materie steckte als sie zunächst angenommen hatte. Die Warnung das es noch weitaus schlimmer kommen könnte, nahm sie ernst.
Linda hatte derweil Tee serviert. Eine ganz andere Zusammenstellung was sie selbst verwendet hätte, aber sehr schmackhaft. Wie kommt es das Sie mit den Jungs zusammen herkommen? Die Frage klang ein wenig überrascht. Naja, Kuro ist mein Freund. Und da er den Mustang hatte war es quasi meine Idee den im Showbereich zu zeigen. Ich wollte auch mal so ein Rennen sehen von denen man so viel hört. Das wir dann auch noch mitfahren mußten war so nicht geplant. So ganz gelogen war die Antwort ja nicht. Nur wie das Ganze zusammenhing mußte auch ihr Mentor nicht wissen. Soso, Ihr Freund also. Die meisten auf dem Campus glauben Ihnen nicht das Sie einen Freund haben da ihr nie gemeinsam zu sehen seit. Aber das mal beiseite, Sie wissen schon das mit ihm was nicht stimmt? Dieser Verband vorhin, kam das von ihm? Ayano sah dem Mann ins Gesicht und versuchte abzuschätzen wieviel sie ihm sagen konnte und was nicht. Ich bin nicht blind junge Dame und Geheimnisse sind bei mir sicher. Sonst wäre der Kerl da schon lange nicht mehr hier. Damit nickte er in Richtung Ketel der irgentwas mit seinem Tee anstellte. Der starrte intensiv in die Tasse. Ja, das kam von ihm. Er ist ein Geisterbeschwörer. Uns ist das Verbandsmaterial ausgegangen. Kuro hat sich einfach nur verausgabt. Der Tag war sehr lang heute und gerade die letzten drei Stunden haben ihm eine Menge abverlangt. Freiwillig hätte er den Verband nicht aufgelöst und Sie hätte nichts weiter mitbekommen. Ich glaube wenn er Ihnen nicht vertrauen würde, dann wäre er lieber einfach so umgekippt ohne nach Hilfe zu fragen. Dann ist diesen blaue durchsichtige Ding auch seins? Ich konnte es kaum noch sehen als es von Ihrem Hals verschwand.
Ayano lächelte. Ja das ist er. Ryu ist da etwas Besonderes. Aus dem Nebenzimmer war ein hörbares Knurren zu vernehmen. Der Ton klang eindeutig frustriert. Der Kleine ist es nicht gewohnt nicht umherstreifen zu können. Er beschwert sich gerade das er nicht bei mir sein und auf mich aufpassen kann. Mich wundert es aber das er immer noch da ist. Eigentlich dürfte er das nicht, Kuro ist bewußtlos und somit nicht mal unbewußt in der Lage ihn aufrecht zu halten. Sie scheinen eine Menge über Arbitratoren zu wissen Miss Grigori. Naja, ich habe micht lange damit beschäftigt um ihm helfen zu können wenn er selbst mal welche braucht. Ich habe den beide eine Menge zu verdanken und ich liebe ihn von Herzen. Seine selbstlose Art und die Ruhe die er ausstrahlt. Er hat mich aus dem Tief geholt und mir gezeigt das es auch eine andere Sorte von Mann gibt. Dann halten sie an ihm fest. Er ist ein sehr guter Mann. Wenn er und Shiro nicht gewesen wären, würden meine Kinder heute nicht mehr leben. Wir sollten bei Shiro noch eine Infusion anhängen um den Blutverlust auszugleichen. Kuro braucht wirklich nichts weiter? Er meinte nicht. Falls sie aber noch eine Glukoselösung hätten wäre die nicht schlecht. Ich würde die Infusionen auch anlegen. Kyle nickte, doch ein kindliches Kichern lenkte die Aufmerksamkeit wieder auf Ketel. Der hatte es irgendwie geschafft seinen heißen Tee in ein Eislolly zu verwandeln. Er ist doch Telekinet, wie hat er das denn gemacht?
Was denn…ich hatte halt Bock auf ein Eis. Und Lindas Tee schmeckt immer super, also warum nicht beiden mit einander verbinden? Die Frau des Artzes stemmte resolut die Arme in die Seite und schaute Ketel mit einem Funkeln in den Augen an. Der Tee sollte aber heiß getrunken werden. Wenn du ein Eis haben willst, sag das doch gleich. Kettel meinte dann nur was von einem kleinen Experiment und schleckte genüßlich weiter seinen Eistee.
Dr. Esposito verschwand kurz noch mal in seiner Praxis. Als er wiederkam hatte er einen Infusionsbeutel und das nötige Equipment zum anlegen dabei. Leider nur Kochsalz für Shiro. Glukose ist hier draußen rar und meine Praxis klein. Er wird wohl kräftig essen müssen wenn er aufwacht. Hab ihn kaum erkannt, ist das dein Werk? Mit geübtem Griff und unter seiner Aufsicht legte die Studentin den Zugang und stöbselte die Infusion bei Shinru an. Ja das war ich. Mit der Haarfarbe hab ich es wohl ein wenig übertrieben. Aus bestimmten Gründen war das nötig. Es gibt da wohl einige Leute die gern wüßten wo er sich aufhält. Nach der nächsten Dusche sieht er wieder normal aus. Ist das so in Ordnung? Der Arzt sah sich ihre Arbeit an und nickte anerkennend. Sie hatte immer alles Wissen aufgesaugt wie ein Schwamm und hatte auch noch ein gutes und vor allem ruhiges Händchen.

Ein frustriert klingendes Grummeln ließ beide zu Tegan sehen. Der Taschendrache saß aufrecht auf der Brust seines Herrn und war zwar flimmernd aber gut sichtbar. Sein Blick war traurig als er zwischen den beiden Arbitratoren hin und her sah. Dann sprang er von der Couch und stiefelte auf Kyle zu um sich wie ein Katze an seine Beine zu schmiegen. Anders als Antonio zuckte der Mann nicht zurück. Er ging in die Hocke und strich langsam über den gehörnten Kopf. Überrascht sah er dann seine Studentin an. Unglaublich. Jede Schuppe ist zu spüren auch wenn man eindeutig durch ihn hindurch schauen kann. Ein selbstzufriedenes halbes Mauzen war die Reaktion der Geisterscheinung. Zielstrebig wanderte er Richtung Küche, doch kam er nicht weiter als zwei Schritte durch die Tür. Ein verdutzter Ausdruck in dem kleinen Drachengesicht brachte den Mann und die Frau zum lachen. Ryu drehte um ging ein paar Schritte zurück und versuchte es dann erneut, allerdings mit dem selben Ergebnis. Sobald er den Punkt erreicht hatte trat er nicht etwar auf der Stelle, vielmehr verlor er an Substanz und schien sich völlig aufzulösen. Kann es sein? Tegan hatte mal was erwähnt. Sie schritt die Distanz von der Couch bis zum besagten Punkt von Ryu ab. Sind ungefähr drei Meter. Was? Ich denke weiter kann er nicht weil er sonst verschwinden würde. Er ändert weder Größe, Form noch Farbe. Bei mir sieht er sonst ganz anders aus. Das kann er? Fazinierend. Bleib hier und paß auf die beiden auf, ja? Ein bestätigender Laut war zu vernehmen und schon platzierte sich Ryu zwischen den Männern mit Blick zu Tür.
Gemeinsam mit ihrem Mentor gingen sie zurück in die Küche. Kann man ihm vertrauen? Dabei deutete sie mit einer leichten Kopfbewegung auf den Telekineten der gerade das restliche Teeeis vom Löffel lutschte. Die Frage war laut genug gestellt das Ketel sie gehört haben mußte und auch der Zweifel in der Stimme von Ayano war nicht zu überhören.

Survivor
12.04.2021, 12:09
https://abload.de/img/ketelavatar80kmi.jpg (https://abload.de/image.php?img=ketelavatar80kmi.jpg)
Natürlich hatte Ketel die Frage der jungen Frau gehört. Und natürlich hatte er mit ihr gerechnet. Daher blickte er erst zum Doc, um ihm zuvor zu kommen, um dann zur jungen Frau zu blicken. Er ließ zunächst jedoch vorsichtig, die Tasse zur Spüle rüber schweben und stellte sie ab. Dann lehnte er sich im Stuhl zurück.
"Ob man mir vertrauen kann, kann dir niemand sagen, dass musst du oder besser ihr.." er nickte in Richtung der beiden ruhenden Männer "...selber entscheiden. Denn nur weil Linda und der Doc mir trauen, heißt das nicht dass ihr es tun werdet. Lass mich dir auch sagen, dass ich eine Art und Weise lebe die nicht jeder versteht. Nicht mal der Doc weiß wo ich lebe und wir kennen uns nun schon seid 6 Jahren. Wenn er mich aber braucht, bin ich da. Es gibt Mittel und Wege mich zu erreichen, nur eben keine Direkten." Ketels Gesicht wirkte zwar freundlich, doch auch nachdenklich nach diesen Worten.
Er drehte seinen Kopf zu Seite. Und schaute entschuldigend zu Linda.
"Tut mir Leid dass mit dem Eis..."
"Ach hör auf...du magst es doch einfach mit deinen Fähigkeiten ein wenig anzugeben..." meinte sie grinsend und stemmte wieder die Hände in die Hüfte.
Man konnte ihm ansehen das er ein Grinsen versuchte zu unterdrücken.
Ketel blickte an ihr vorbei und sah eine Kaffeekanne die dort scheinbar noch vom Frühstück stand.
"Ist da noch was drin?"
"Ja...ist aber schon lange kalt..." meinte der Doc.
"Macht nix, ich hatte schon so lange keinen richtigen Kaffee mehr..."
Er stand einfach auf und ging zu Linda rüber. Er nahm seine benutzte Tasse und goss sich etwas kalten Kaffe ein.
Mit der Tasse ging er dann wieder an seinen Platz zurück.
Nachdem er sich gesetzt hatte, nahm er einen ersten Schluck aus der nun dampfenden Tasse. Noch während er trank blickte er durch den Dampf die junge Studentin an.
Er nahm die Tasse wieder vom Mund und meinte
"Wie gesagt, ob mir, dir, euch, irgend jemand vertraut, brauchst du niemanden fragen. Das muss jeder immer für sich selbst entscheiden. Ich für meinen Teil, stehe euch neutral gegenüber. Eigentlich wäre ich misstrauisch wegen den beiden Kerlen die sich ausruhen, aber da die beiden nichts mit diesen Typen zu tun zu habenscheinen...bleib ich bei neutral."

Constantine
13.04.2021, 20:36
https://abload.de/img/diamondavalukoy.jpg Diamond blickte den Jungs noch nach Ehe das Fahrzeug langsam aus ihrem Sichtfeld verschwand. Dass sie nicht wirklich an ihrem Stützpunkt war, brauchte Ayano nicht wissen. Sie verständigte per Funk ein Abholkommando doch anstelle dessen, hielt plötzlich eine schwarze Limousine an. Die Fensterscheibe wurde herutergefahren.

Man konnte förmlich an ihren Gesichtszügen lesen, dass der Fahrer des Fahrzeugs nun der letzte war mit dem Diamond zu tun haben wollte. Auf dessen Forderung stieg sie ein. Ihr wurde eine Akte auf den Schoß geworfen welche sie umgehend öffnete. Viel war nicht ersichtlich. Einzig das Abbild diverser Drohnen erregte ihre Aufmerksamkeit.

Die Anschuldigungen von Luca waren plausibel. Es waren eindeutig ihre Drohnen. Man konnte förmlich sehen, dass ihr Hirn arbeitete. Nachdem ihr Gegenüber seinen letzten Satz beendet hatte, ergriff Diamond das Wort. Sie versuchte halbwegs normal zu klingen und nicht ihre ganze Wut an Luca auszulassen, erwies er sich doch in der Vergangenheit mehr als nur nützlich.

„Das letzte was ich will, ist ein Bandenkrieg oder ein Aufstand von irgendwelchen Trotteln, die meinen den Ernst der Lage nicht zu erkennen“. „Was glaubst du wohl passiert, wenn sich weitere Insekten den Weg aus ihren Löchern graben, Chaos, und Chaos ist schlecht für das Geschäft“.

Ihre Augen ruhten weiterhin auf den Drohnen. Ihr Zeigefinger tippte immer wieder auf dem Blatt Papier. „Einverstanden.. doch ich habe eine Bedingungen“, Luca hob eine Augenbraue. „Da ich nur bruchstückhafte Informationen über deine Abteilung habe, erzählst du mir alles, was du weißt, was habt ihr für Anhaltspunkte über die Elite, wie viele von ihnen laufen noch in den Slums herum und sind eine tickende Zeitbombe“.

„Und vor allem möchte ich Zugriff auf Akten von Psycorp und dem Odysseus Fall“. „Ich überlasse dir den Verräter aus unseren Reihen doch ich möchte bei dem Verhör dabei sein, dafür können wir einige unserer Büros benutzen“. „Niemand wird eine Spur zu dir finden... doch erstmal muss dieses Individum gefasst werden“. „Es ist bedauerlich, dass es soweit gekommen ist“.

Auren
16.04.2021, 17:51
https://abload.de/img/spielleiter9qjp4.png
First...
Diamond wartete auf ihr Taxi. Minuten vergingen ohne dass irgendetwas geschah. Die Jungs brauchten wohl länger als üblich. Doch dann hielt ein Fahrzeug an. Vor ihren Füßen. Die Beifahrerscheibe ging nach unten.
"Möchtest du hier Wurzeln schlagen? Steig ein. Ich hab ein paar Fragen, die wir unterwegs klären können ohne dass uns jemand stört."
Ihre Laune war im Keller, aber es war besser als hier nur herum zu stehen. Also stieg die Frau ein und Luca trat danach aufs Gaspedal.
"Wir haben ein kleines Problem und damit meine ich nicht meine Chefin." Er warf ihr eine Akte auf ihren Schoß.
"Die Drohnen, die benutzt wurden stammten zum Teil von Psycorp und einige von den Deers." Diamond wollte darauf etwas erwiedern, aber er unterbrach sie.
"Ich glaube nicht, dass ihr beabsichtigt die Außenbezirke in ein Schlachtfeld zu verwandeln. Auch wenn einige eure Methoden mir nicht ganz gefallen. Doch so wie es aussieht, habt ihr jemanden in euren Reihen, der die Elite unterstützt." In der Akte gab es nur Bilder von einigen Drohnen.
"Bevor ich es vergesse. Die Bilder hier existieren nicht und du hast sie nie gesehen. Falls dich jemand fragen sollte. Außerdem hab ich eine Bedingung. Ich möchte die Person verhören. Nicht offiziell. Sobald ich alle Informationen habe, ist es mir egal was mit dieser Person geschehen wird."


Second...
Luca fuhr ein paar Umwege um etwas Zeit für das kleine Gespräch zu bekommen.
Natürlich war ihm klar, dass Diamond ebenfalls ein paar Bedingungen stellte. Alle kann er ihr nicht gewähren, selbst wenn er es wollte.
"Deine Bedingungen sind nicht ganz einfach umzusetzen. Allein Fall Odysseus liegt unter verschluss. Einzig diese Herlay und eine Hand weitere Personen haben zugriff darauf. Alle die an dem Fall beteiligt waren, musste ihre Lippen versiegeln. Wer darüber auch nur ein Wort verliert, wird aus dem Weg geräumt."
Er fuhr auf einem Parkplatz. Es war noch nicht das Ziel.
"Die Eliten. Es gibt da nur eine sehr grobe Schätzung wie viele noch da draußen herum rennen.
Wir haben nicht allzu viele festnehmen können. Jegliche Befragung führte zu nichts. Gedanken auslesen brachte ebenfalls nichts. Scheinbar wurden sie dafür trainiert. Nach einigen Schätzungen sollen noch um die vierhundert frei herum laufen. Davon sollen einige wiederum sich ein neues Leben aufgebaut haben. Andere scheinen ihre Mission vor drei Jahren nun wieder zu verfolgen. Genaueres kann ich dir nicht sagen. Allein für diese Information kann man aus dem Weg geräumt werden. Deswegen wurden nie genaue Zahlen genannt. Den Rest kann ich dir jetzt nicht mitteilen."
Er führ wieder los. Diesmal mit dem direkten Ziel, Diamond an der Basis abzusetzen.
"Ich werde mich in den nächsten Tagen bei dir melden. Ach ja bevor ich es vergesse, halte den Ball etwas flacher. Ich weiß nicht, warum Miss Herlay, sich in diesen Fall einmischt. Ich vermute hier ganz stark, dass auch in meinen Reihen oder gar in den höheren einen Spion mit mischt."


Third...
Sie hörte dem Agenten zu. Ließ ihn sogar ausreden. Doch was die Frau zu hören bekam, gefiel ihr gar nicht.
"Also ist deren Anzahl unbekannt, genauso wie ihre Motive. Woher sie kommen und warum ausgerechnet jetzt. Ihre Aufgabe wird es sein anhand von Fotos und Video aufnahmen alle Arbitratoren zu erfassen und direkt bei mir zu melden. Um den Abtransport der Leiche kümmere ich mich. Sie können gehen."
Damit wurde Doug abgespeist ohne dass er etwas dagegen machen konnte.

Es dauerte ein paar Minuten, da erreichten weitere Fahrzeuge das Gelände. Sie stammten alle samt vom Militär. Nicht einmal Luca könnte sie abrufen. Die Soldaten riegelten das Gelände komplett ab, ließen aber die Jugendlichen gehen. Deren Fahrzeuge sollten zurück bleiben. Nur wenige nahmen sie mit. Selbst Doug musste den Tatort verlassen. Damit war vorerst Feierabend für ihn.

Nummer Vier...
Seyrah blieb zurück. Zusammen mit Antonio und Viktor. Jetzt musste sie die Beiden schnell von hier fort bringen. Nicht, dass die beiden Männer noch tiefer in den Fall verwickelt werden.
Antonio selber musste nicht dieser Frau ausgehändigt werden, da er kein Elitearbitrator war, sondern ein junger Mann mit dem Glück eine solche Begabung bekommen zu haben.
Strafen würde es auch keine für ihn geben. Nein, einzig eine Registrierung würde erfolgen, sowie bei Viktor. Danach kann Antonio wieder seine Wege gehen ohne hoffentlich dabei auf die schiefe Bahn zu geraten.
All dies wusste Seyrah. Daher beschloss sie mit denen das Gelände zu verlassen.
Miss Herlay wollte schon gar nicht mit so einem kleinen Fisch abgegeben.
Sie war vermutlich auf etwas größerem aus.
Nur würde sie hier fündig werden? Seyrah schüttelte nur ihren Kopf.
Die zwei hatten ihr Ziel erreicht, ansonsten hätten sie hier weiter gemacht.
Am Ausgang traf sie auf ihren Kollegen Doug.
"Hallo Doug, darf ich dir Antonio vorstellen. Er war unser eigentliches Ziel." Die Geschlechtslose wandte sich darauf zu Viktor.
"Das ist Viktor, ebenfalls ein Arbitrator. Nur ist er etwas sonderbar und benötigt Hilfe.
Die Geschlechtslose klammerte sich dann regelrecht an ihrem fang Antonio. Jedoch nur, damit er nicht die Kurve kratzen konnte.
"Wir sollten ins Büro fahren und beide dann registrieren."
Dann wandte sich Seyrah zum dem jungen Mann.
"Keine Angst, dies ist nur eine reine Formalität. Danach kannst du gehen."
Bevor die vier das Gelände verließen, überreichte Seyrah ihrem Kollegen eine Akte, welche bereits durch viele Hände ging.

Constantine
17.04.2021, 04:34
https://abload.de/img/diamondavalukoy.jpg Aufmerksam hörte Diamond den Ausführungen Lucas. Ihr Finger tippte nach wie vor auf das Aktenblatt. Ihre Gedanken überschlugen. Das Fahrzeug hielt wenig später auf einem unscheinbaren Parkplatz. „Und da heißt es wir seien barbarisch.. die feinen Herren und Damen in der High City sind viel bösartiger, als man meinen könnte“. „Deine Chefin. Acht mir keine Angst.. sie ist nur ein Zahnrädchen von vielen... was mich eher beunruhigt ist dass es auf beiden Seiten ein schwarzes Schaaf gibt“. „Es gibt zwei Möglichkeiten entweder ein Doppelagent oder zwei Verräter“, sie fuhr mit ihren Fingern an der Schläfe entlang.

„Ich kann dich unter unseren Schutz stellen, wenn es hart auf hart kommen sollte, sind wir durchaus bereit doch wie gesagt es nützt niemanden etwas, wenn es ein weiteres Schlachtfeld gibt“. Betonte Diamond noch einmal. „Ich werde alles daran setzen, dass es nicht soweit kommt“.

Ihr Blick wurde nachdenklich.“Die Eliten... tickende Zeitbomben sind unser größeres Problem, ich werde die Slums überwachen lassen und Schutzpatronen aufstellen unser Netzwerk sollte die Risikogebieten abdecken können, da man auf die örtliche Polizei dankend verzichten kann“. „Ich denke wir sollten in Zukunft nur noch per Telefon in Kontakt treten auf einer sicheren Leitung“. „Du kennst ja die Frequenz“. „Und sei vorsichtig, es ist sicherer für dich mit mir in den Slums zu sein, als unter den Aasgeiern in der High City“.

hakuryu
19.04.2021, 01:49
https://abload.de/img/ayanowykdr.jpg (https://abload.de/image.php?img=ayanowykdr.jpg) Das Ketel auf ihre Frage antwortete gefiel ihr nicht sonderlich. Auch wenn sie schon fast damit gerechnet hatte. Nur das was dann kam beantwortete in keiner weise ihr Frage. Seine philosophischen Ausführungen ließ sie vorerst unkommentiert. Eher beobachtete sie was er machte und wie er mit ihrem Mentor und seiner Frau umging. Beide schienen wohl schon länger von seine Fähigkeiten zu wissen und da der Mann sowohl Tegan als auch Shinru unbekannt war, hielt das Ehepaar wirklich das was es versprochen hatte. Immerhin gab es eine nicht gerade kleine Summe auf jeden Arbitrator der gesucht wurde. Das er einer war stand außer Frage und als er seine Lebensweise erwähnte war Ayano auch klar das er für Psycorpe gearbeitet haben mußte. Und er wollte nicht zurück. Genauso wenig wie die beiden Männer im Nebenzimmer.
Das Weißhaar nicht nur Sachen einfrieren, sondern auch erhitzen konnte warf für die junge Frau noch mehr Fragen auf. Langsam nahm er die Tasse heißen Kaffees von den Lippen und sah sie wieder an. Wie gesagt, ob mir, dir, euch, irgend jemand vertraut, brauchst du niemanden fragen. Das muss jeder immer für sich selbst entscheiden. Ich für meinen Teil, stehe euch neutral gegenüber. Eigentlich wäre ich misstrauisch wegen den beiden Kerlen die sich ausruhen, aber da die beiden nichts mit diesen Typen zu tun zu haben scheinen...bleib ich bei neutral. Und wenn die Beiden doch was mit denen zu tun haben? Wie Sie leben weiß ich nicht und es interessiert micht nicht. Sie werden nicht ohne Grund untergetaucht sein. Da Doktor Esposito Sie in sein Haus läßt scheint er Ihnen zu vertrauen. Eine Grundsatzdiskusion ob überhaupt und aus welchen Gründen auch immer man überhaupt jemdanden vertrauen kann, will und werde ich jetzt nicht führen. Ayano rieb sich die brennenden Augen. Warum haben sie Shiro denn dann überhaupt geholfen? Sie hätten auch einfach vorbeigehen können. Gerade bei der herrschenden Panik wäre das eher normal gewesen als ihm zu helfen. Die Studentin sah Ketel herrausfordernd an. Der blieb ganz ruhig und mußte nicht mal nachdenken bevor er antwortet. Ganz einfach, ich habe ihm aus einer Laune herraus geholfen. So wie ich auch mal einem Bettler ein paar Münzen in den Becher werfe oder auch nicht. Mir war einfach danach. Die Antwort verschlug der jungen Frau die Sprache. Ungläubig sah sie den Telekineten an. Das meinen Sie wirklich ernst. Keine Reaktion den Mannes am Tisch, er sah sie nur weiterhin an. Ich müßte ihnen eigentlich dankbar sein das sie meinem Freund geholfen haben, nur habe ich das Gefühl das Ihnen das völlig egal ist. Ist es auch. Mit Dankbarkeit kann ich nichts anfangen. Sie bringt mir nichts und füllt auch nicht meinen Magen. Ayano ballte aus Frustration die Fäuste. Sie konnte den Mann einfach nicht einschätzen und er brachte sie langsam mit seiner Art zur Weißglut. Linda schien ihren Gemütszustand zu bemerken. Sie stellte sich zwischen die beiden und unterbrach so den Blickkontakt. Ich glaube es ist Zeit für's Bett. Es ist jetzt kurz nach drei Uhr morgens und ich bin mir sicher das es ein langer Tag war. Sie haben recht, ich sollte wirklich versuchen eine Mütze voll Schlaf zu bekommen. Mache Sie sich bitte keine Umstände, ich bleibe bei meinen Freunden. Herzchen, die Couch ist zu klein. Den Sessel kann man ausklappen. Eine Decke gebe ich dir noch raus. Danke Mrs Esposito. Du kannst Linda zu mir sagen, mein Mann hat schon viel von dir erzählt.
Gemeinsam gingen sie zu dem bewußtlosen Arbitratoren zurück. Mit wenigen Handgriffen war der Selssel ausgeklappt und die Decken lagen bereit. Ayano bedankte sich noch bei Linda. Mit raschem Blick kontrollierte sie die Infusion bei Shinru. Die lief ohne Probleme langsam durch. Am liebsten hätte sie sich zu Tegan gelegt, nur dafür war die Couch wirklich zu schmal. So rollte sie sich auf dem Sessel ein und sah noch eine Weile der Infusion zu. Verdammt, ich hab nachher Schicht. Siedend heiß fiel ihr gerade noch rechtzeitig ihre Tagschicht im Krankenhaus ein. Schnell tippte sie noch eine Nachricht auf ihrem Smartphone an die diensthabende Nachtschwester und erst nachdem sie Antwort erhalten hatte schloss sie langsam die Augen. Der kleine Taschendrache war unterdessen zu ihr kuscheln gekommen. Den Rest der Nacht verschliefen die Drei. Nur Ryu merkte auf als der Doc die Infusion bei Shinru tauschte.