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  1. #31
    Händler Avatar von Rosered_Strauss
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    - 3 Tage später -

    Es war der Nachmittag des 9. Firun. Die Ottas waren nun bereits seit dem 6. Firun den Hafen Thorwals verlassen und lieferten sich selbst jetzt immer noch ein heisses Rennen. Die Stimmung des Kapitäns, Asleif 'Foggwulf' Phileasson, war an diesem Tage nicht unbedingt allzu sonnig, wenngleich er sie natürlich nicht an seiner Mannschaft ausliess. Denn Beorn 'der Blender' hatte in einer waghalsigen, beinahe selbstmörderischen Aktion des Nachts und ohne entzündetes Licht Fahrt aufgenommen und war an der Seeadler vorbeigesegelt. Das es nahe der rauen Küsten Thorwals leicht zu einem Unfall hätte kommen können, stand ausser Frage - doch Beorn hatte es gewagt und geschafft. Phileasson seinerseits ärgerte sich maßlos, weil er bereits jetzt ein derartig waghalsiges Unternehmen durchgeführt hatte, was seine Männer in 'unnötige Gefahr' gebracht hatte - doch gleichzeitig musste er ihm auch Respekt dafür zollen, dass er das Manöver unbeschadet hatte durchführen können, da es von seiner großen Expertise zeugte.

    Safir war gerade dabei, seine eigene Schicht zu übernehmen. Sie ruderten den Tag über in 3 Schichten, sodass sich immer 2/3 der Mannschaft ausruhen konnten, während 1/3 dafür sorgte, dass das Schiff weiterhin gut Fahrt machte. Denn, so hatte Phileasson ihnen erklärt, es war absolut notwendig, dass sie so schnell wie möglich voran kamen. Die meisten Thorwaler waren es gewohnt - doch gerade die Gäste hatten ab und an ihre Probleme damit. Der Schwertgesellen jedoch fühlte sich im Moment nicht sonderlich gut. Es lag nicht an der körperlichen Arbeit - als jemand, der einen asketischen Lebensstil pflegte, kam ihm die Arbeit gerade recht. Ausserdem vermochte sie es, ihn zum Teil von dem abzulenken, was seine Stimmung trübte. Dieses 'Etwas' saß gerade nahe des Masts, während ihre braunen Haare in der steifen Brise wehten. Er seufzte innerlich - seit ihrer kurzen Aussprache vor einigen Tagen hatte sie ihm gegenüber zwar nicht mehr die gleiche abweisende Art gezeigt, doch dafür bemühte sie sich nun um eine räumliche Distanz zwischen ihnen beiden. Auch wenn dies nicht ganz so schlimm wie die Wut war, war es dennoch nicht gerade angenehm. Immerhin hatte er die letzten Tage damit verbracht, sie hin und wieder in ein Gespräch zu verwickeln, wurde jedoch mit kurzen, abwesenden Antworten abgespeist. Shaya, die sich seiner in einer stillen Minute einmal angenommen hatte, hatte ihn beiseite gezogen und ihm versprochen, dass sie einfach noch mehr Zeit brauchen würde. Doch so sehr er sich auch bemühte, so ganz konnte er sich auf sie nicht einlassen und ihr Glauben schenken. Wie sollte die Geweihte Cylithia besser kennen als er, der mit ihr mehrere Monde lang gemeinsam durch die Lande gezogen war?

    Diesen Gedanken nachhängend, bemerkte er erst weitaus später als üblich, dass sich etwas unheilvolles anbahnte. Als Erstes hatte es Phileasson gemerkt, der den Himmel verbissen musterte. "Ruht Euch aus, Männer - es kann gut sein, dass wir euer aller Kraft schon bald brauchen werden!" Safir hatte gestutzt, als er es jedoch auch selbst bemerkte - in der Luft schien etwas unheilschwangeres zu liegen, während Phileasson die 'Seeadler' in Richtung offenes Meer lenkte, fort von der Küste. Wie sich herausstellte, keine Sekunde zu früh. Denn bereits nach wenigen Minuten begannen sich dunkle Wolken überall zu sammeln, ganz so, als ob Rondra spontan beschlossen hatte, ihrer Wut Luft zu machen. Ein Blitz in der Ferne kündigte schliesslich den Sturm an, in den sie unvermittelt hinein geraten waren. Asleif fluchte derb - war der Sturm doch auch für die Verhältnisse dieser Gewässer recht plötzlich gekommen. Währenddessen fiel erst ein einzelner, schwerer Tropfen - dann noch einer - dann noch einer... Nur wenig später schmetterte ihnen der Himmel eine wahre Sturzflut entgegen, die sie alle bis auf die Knochen durchnässte, während der Wind immer stärker an den Segeln zu reissen drohte. "Ruderer, tauscht eure Positionen! Alle ausgeruhten Vollmatrosen an die Riemen, die Leichtmatrosen um Björn holen das Segel ein! Der Rest hält sich fest und achtet darauf, dass jeder an Bord bleibt!"

    Die Befehle des Seebären wurden sofort umgesetzt. Safir hatte seinen Platz verlassen und war von einem kräftigen Thorwaler abgelöst worden, der nun an seiner Stelle das Ruder in die Hand nahm. Währenddessen brüllte Asleif weitere Befehle. "Sobald das Segel eingeholt wurden, möchte ich die größtmögliche Anzahl an Ruderern sehen! Vielleicht schaffen wir es, aus diesem Sturm frei zu kommen! Der Rest überprüft solange das stehende Gut!" Noch während die Anweisungen befolgt wurden, sah Safir hinaus aufs Meer. Er konnte nun auch die 'Seeschlange' sehen, bei der ebenfalls das Segel eingeholt wurde. Sie hatte immer noch einen Vorsprung, doch hatten sie diese Distanz im Laufe des Tages verringern können. Gerade, als er sich wieder seinen Kameraden zuwandte, traf die erste größere Welle die Otta. Sie wurde durchpflügt, dennoch spritzte ihnen allen das Salzwasser ins Gesicht und nässte sie noch weiter durch. "Na toll - NOCH ein Sturm! Ich HASSE Stürme!" rief der Schwertgeselle erbost auf Tulamidya, während er nach einem Tau griff und sich daran festklammerte.



    - improvisierter Spoiler -

    Ihr könnt nun - nachdem ihr bitte kurz beschrieben habt, was ihr die letzten Tage ingame getrieben habt - ebenfalls reagieren. Es sei euch freigestellt, ob ihr Rudern wollt oder euch anderer Aufgaben annehmen wollt - denn da wird einiges auf euch zukommen. Fürs Erste reicht es jedoch zu beobachten, dass die 'Seeschlange' immer weniger Vorsprung hat, dass die Wellen größer und die Böen heftiger werden. Viel Vergnügen.

  2. #32
    Phöses Mädel Avatar von Janoko
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    Cylithia blickte verduzt drein als ihre Kleidung erneut an ihr klebte wie eine zweite Haut. Das hatte sie grade erst nahc der letzten Ruder Aktion ausgetauscht gehabt. Grummelnd blickte sie sich nach etwas zum festhalten um, als schon die nächste Welle unter dem Bug hinweg rollte - und sie erneut mit einer Ladung fischem Seewasser versorgte. "Bei Swafnir, womit hab ich das verdient?", brüllte sie in den Sturm und hangelte sich weiter nach vorne. "Balrog! Faenwolf! Elza! Safir! Ynu! Raluf...!", rief sie gegen den Wind an und suchte die Gesichter der eben genannten unter den Thorwalern, die alle geschäftig und lauthals fluchend über das Deck liefen und in der Takelage hingen um das Segel ein zu holen. Doch nur den Zwerg sah sie sofort, den dieser stand, immer noch, oder gar trotz des Sturmes wie ein fels auf den Planken.

  3. #33
    Na hast du Angst, Kleiner?! Avatar von Ironhide
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    "Ich bin hier, hinter euch!", gab Elza laut wieder, denn er stand wirklich nur gut 4 Fuss hinter der maga und hielt sich an irgendwas fest, was er selbst nicht benennen konnte. Ob es dem Adligen gefiehl das er bis auf die Knochen nass war und es keine besserung in Sicht war? Die Antwort war einfach. Natürlich war er nicht glücklich darüber.
    "Bei alle Zwölfen, wer hat solch ein Wetter bestellt?"
    Entgegen der letzten Tage, in denen Elza sich im Grunde mit allen über alles mögliche geredet hatte, war die See ruhig - zumindest ruhig im Gegesatz zu dem hier. Elza war nicht nur Safir und Cylithia dabei etwas näher gekommen, auch Feanwulf und Balrog waren ihm nun nicht mehr so fremd. Natürlich waren das nicht dei einzigen mit denenElza ins Gespräch gekommen war. Mit dem Kapitän und der Geweihten redete Elza auch viel, sofern man die paar Gespräche als viel bezeichnen konnte. Aber nun war es erstmal wichtig, diesen Sturm hier zu überstehen, wobei sich Elza nicht mal sicher war, dass das hier schon der größtmöglich Sturm sei.
    "Geht es euch gut, Cylithia?!"

  4. #34
    Händler Avatar von Rosered_Strauss
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    Safir fluchte, als er von der zunehmenden Gewalt der Wellen hin- und hergerissen wurde. Anders als der Zwerg, der einfach zu stur schien, um von dem Geschaukel beeinträchtigt zu werden; anders als Elza, der über einen gesunden Gleichgewichtssinn zu verfügen schien - anders als diese Beiden konnte sich Safir nur auf den Beinen halten, weil er eine hohe körperliche Fitness wie auch akrobatische Fertigkeiten besaß. Diese kompensierten zumindest soweit seinen Mangel in Standfestigkeit, dass er noch agieren konnte - wenngleich das bei diesem Sturm immer schwieriger wurde. "Hier drüben, am Hauptmast!" brüllte Safir über die Gewalt des Sturms hinweg, als er hörte - oder vielmehr sah - wie Cyli nach ihm und Anderen rief. Die Seefahrer an Bord schienen überdies nur bedingt erfreut über den Sturm zu sein - überall sah man verbissene, Konzentrierte Mienen, als sich alle Seefahrer um ihre Aufgaben bemühten. Das die Segel schliesslich recht zügig eingeholt werden konnten, hatten sie wohl zu einem großen Teil Raluf zu verdanken - der kräftige Hüne zerrte nahezu im Alleingang an den Tauen, um die Befehle Phileassons ordnungsgemäß auszuführen. An seiner Seite war Ynu, der Cylithias Ruf an Ralufs Stelle mit beantwortete. Der Moha tänzelte beinahe über das Deck, und nur der Zwerg kam ihm in seiner Körperbeherrschung gleich. "Das wird noch viel ungemütlicher werden!" schrie er gerade über einen erneuten Donnerschlag hinweg. Der Gedanke jagte Safir Angst ein. Der Sturm, in den Cyli und er damals geraten waren, war schon furchteinflössend genug gewesen - aber wenn dieser hier noch weitaus heftiger werden sollte, dann konnte man beide nicht mehr miteinander vergleichen.

  5. #35
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    „Ihr habt gerufen gute Frau?“ sprach der Zwerg etwas lauter über den tosenden Wind hinweg während er über die Planken auf die kleine Gruppe zu stampfte. Das Schiff erklomm gerade eine gewaltige Welle, was den Zwerg, als sie den Scheitel dieser erreichten und es wieder hinab ging, kurz von den Beinen hob. Mit einem fast schon krachenden Geräusch, schlug der kleine Schmied mit beiden Beinen voran bei der Gruppe auf und musste gestehen „Auch wenn ich immer wieder auf meinen Beinen lande, noch ein paar solcher „Sprünge“ und ich breche mir noch den Fuss.
    Was wünscht ihr werte Dame? Eine Einschätzung unserer Lage? Wohl kaum, selbst ihr dürftet wissen das es kaum noch schlimmer kommen kann, jedenfalls kenne ich kaum schlimmeres. Eine Schnee-, Geröll- oder Schlammlawine in den Bergen meiner Heimat vielleicht, aber selbst da hätte ich mehr Hoffnung das ganze zu überleben als hier auf diesem verfluchten...“ fast hätte der Zwerg „Stück Holz“ gesagt, doch das wäre eine Beleidigung sondergleichen für den Kapitän gewesen. Und eigentlich verfluchte Balrog auch nicht das Schiff, schon gar nicht seine Mannschaft oder gar den Kapitän, vielmehr verfluchte er sich selbst und seine Idee bei dieser Reise mit zu machen.
    Wieder einmal fragte er sich ob Angrosch sich etwas dabei gedacht hatte, das er ihn auf diesen einen Thorwaler hatte treffen lassen. „...Meer.“ beendete er dann noch seinen Satz, bevor die Pause zu lang wurde und seine Gedanken womöglich noch verriet.
    „Von euch weiß nicht zufällig jemand wie man einen Sturm bändigt?“
    Die Frage war eher retorisch als viel mehr ernst gemeint. Das keiner von den hier Anwesenden eine Naturgewalt beenden konnte war dem Zwerg durchaus bewusst.
    Geändert von Ironhide (21.06.2014 um 02:19 Uhr) Grund: Fehler bei Ava ausgebessert ^^

  6. #36
    Phöses Mädel Avatar von Janoko
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    Cylithias flaue-Gefühl verschwand gar nicht, als der Zwerg etwas von einer GErölllawine erzählte die er überleben würde - vorrausgesetzt er wäre an Land. Raluf zerrte mit roher Gewalt da Segel in di raffung und Ynu schien mit dem herben Wellengang ebenso wenig Probleme zu haben, wie Asleif oder gar Shaya, die sich dennoch fest hielt und ihre versorgungsgüter vertäut hatte. "Einen Sturm zu bändigen, ich weiß nicht, Balrog, aber das kann hier keiner" - 'ich vielleicht, aber ich bezweifle, dass ich hier die Balance halten kann um das Ritual auszuführen - und ich fühle mich noch nicht so gut...', fügte sie Gedanklich hin zu, immerhin musste sie nicht laut aussprechen, das sie magierin war. Vielleicht hatte er Angroscho es noch nicht bemerkt, oder aber erwusste nicht um Magierroben, wenn gleich sie diese grade gegen für auf See besser geeignete Leinenhosen und eine Bluse getauscht hatte - der Unterschied war subtil - den die Kleidung klebte dennoch an ihr, wie eine zweite Haut, das Wasser - Salzig wie frisch, half nicht dabei, diesen umstand zu verringern. Nichts destotrotz schien die Seeschlange ihnen immer näher zu kommen - oder sie ihr. Das andere Schiff, das zwar über den tag wieder größer geworden war, aber dennoch in einiger Entfernung gesegelt war, schien Beinahe zum greifen nahe - sie verschwand im einem Wellental und die Seeadler jagte ihr nach, bevor beide Schiffe aus dem Wellengrund empor schossen und sich über den nächsten Kamm warfen. Wäre es nicht Effereds Wogen und rondas Wut, deren Spielball sie hier grade wurden, hätte man das ganze als eine Astäthische Form der Seemannsfahrt ansehen können.

    "Mir reichts!", murmelte sie zu sich selber, was niemand hören konnte, da dertösende Sturm jeglichen Wortschwall hinwegwehte. Nur Asleif war mit seiner Kräftigen Stimme befehle am brüllen, die anscheinend jeder auf dem Schiff hören konnte, den wenn er die Matrosen dazu beorderte das Gewicht zu verlagern um der nächsten Welle weniger Angriffsfläche zu bieten, dann taten diese es, als wenn ihr Leben sprichwörtlich davon abhing - Cylithia wusste nur zu gut, dass dieser Gedankengang der Wahrheit entsprach.

  7. #37
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    Unter größeren Anstrengungen war es der Mannschaft der 'Seeadler' schliesslich endlich gelungen, die Segel einzuholen, die vom Sturm bereits arg malträtiert worden waren. Es zeugte von dem großen Können und dem kühlen Kopf des Kapitäns, das inmitten dieses chaotischen, von Minute zu Minute schwerer zu werden scheinenden Sturmes niemand über Bord ging - wenngleich alle samt und sonders bis auf die Knochen durchnässt und gut durchgeschüttelt wurden. Doch der Sturm war noch längst nicht am Ende - nein, es schien sogar, als würde er nur Fahrt aufnehmen.

    Gerade peitschte eine Windböe über Deck und liess die Regentropfen schwer gegen die Seefahrer prallen. Safir war froh, dass er seine Brigantina anbehalten hatte - denn bei diesem Sturm fühlte er sich mit einer Rüstung wohler in seiner Haut. Zumindest solange er auf dem Schiff blieb. "FESTHALTEN!" schallte es da über Deck. Der Schwertgeselle war sich nicht sicher, ob der Ausruf von Phileasson oder irgend einem anderen Thorwaler gekommen war - doch befolgen tat er den Hinweis gerne. Und er tat gut daran: unter ihnen bäumte sich die See auf und hob sie gute 4 Schritt über den Meeresstand hinauf - vielleicht waren es mehr, vielleicht waren es weniger, er konnte es bei der derart aufgewühlten See nicht sehen. Was er jedoch sah, war dass das Meer um ihn herum auf einmal verschwunden war - und erst dann wieder in Sicht kam, als es abwärts ging. Bei diesem 'Sturzflug' (sie flogen nicht, aber glitten doch recht steil an der Welle hinab) musste sich selbst der bis dato unerschütterliche Zwerg festhalten, um nicht von den Beinen gefegt zu werden. Aber es wurde ihnen keine Pause eingeräumt - sofort musste der nächste Brecher durchbrochen werden, und anschliessend ging es wieder hinauf und wieder hinab.

    Der schwere Regen peitschte ihnen mit physischer Gewalt ins Gesicht und prasselte nun auch mit hörbarer Lautstärke hinab - wenngleich das Geräusch der Wellen, die vom Schiff durchbrochen wurden oder wieder auf den Meeresspiegel krachten, noch um ein Vielfaches lauter war. Die Sturmböen taten schliesslich ihr Übriges, um nur aus voller Lunge geschrienen Sätze eine Chance zu geben, gehört zu werden. Phileasson stemmte sich unaufhörlich gegen das Ruder; unermüdlich die See um sich herum im Blick behaltend und stets dafür sorgend, dass die 'Seeadler' bestmöglich durch den Sturm hindurch geriet. "DIES IST DER ULTIMATIVE TEST!" schrie er über das Deck, während es von seiner Lungenkapazität zeugte, dass die meisten ihn sogar vernehmen konnten. "SWAFNIR WILL SEHEN; OB WIR MUTIG ODER FEIGE SIND! ER SCHLEUDERT UNS ALLES ENTGEGEN; WAS ER HAT - UND WIR WERDEN IHN NICHT ENTTÄUSCHEN! GEBT ALLES - DER BLICK DER GÖTTER RUHT AUF UNS! WIR WERDEN NICHT SCHEITERN!" So unglaublich es schien, grinste der gestandene Seefahrer von einem Ohr bis zum Anderen, als würde er genau diese Herausforderung tatsächlich geniessen. Aber noch unglaublicher war es, dass Safir tatsächlich der Gedanke kam, sich von der unerschütterlichen Zuversicht des Thorwalers anstecken zu lassen. Als sie gleich darauf erneut in die Höhe gehoben wurden, erhaschte der Schwertgeselle einen Blick auf die 'Seeschlange' - diese war nun keine 20 Schritt mehr von der Seeadler entfernt. Sie hatten inmitten des Sturmes aufgeholt.

  8. #38
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    Es hatte keinen Sinn, noch ein Gespräch irgendeiner Art fortzusetzten, oder gar beginnen zu wollen. Das Meer tobte, brüllte und brach in seiner ganzen Gewalt über sie alle ein, das Elza es nur so Angst und bange wurde. Fing es mit einigen Wellen, Wind und Regen an, so war das nun so etwas wie dir Rache aller möglichen Götter. Es war nicht der erste Sturm, den Elza erlebte, aber die er auf dem Land erlebt hatte, waren geradezu lächerlich gegen das, was er hier an der eigenen Haut miterlebte. Während ein Sturm auf den Land mal ein Haus umblies, oder ein paar Bäume aus der Erde riss, so würde dieser Sturm mit Sicherheit ganze Festungen von der Landkarte tilgen. Davon war der Adlige überzeugt. Seine Hände hatten sich an irgendetwas festgekrallt und Elza würde erst wieder loslassen, wenn die See absolut ruhig sein würde. Er war nass bis auf die Knochen, seine Kleidung klebte ihm am Körper, hatten sich mit Wasser voll gesogen, was sie schwere machten. Doch war das Elzas kleinstes Problem. Auch das salzige Wasser störte ihn nur minder, wobei er sich sicher war, das halbe Meer zu verschlucken bei jedem Brecher, der über sie herein donnerte. Elza war in unmittelbarer Nähe zu Safir und Cylithia, neben der sich der Zwerg und auch Feanwulf aufhielten. Der Thorwaler ging dabei irgendeiner Aufgabe nach, wohl das Gut an Bord zu sichern. Genau konnte er das nicht sagen.

    Aber nicht nur das Meer brüllte mit aller Gewalt, nein, auch ihr Kapitän machte sich bemerkbar. Elza fragte sich, wie er es schaffte, gegen diesen Lärm gegen an zu brüllen, aber er schaffte es irgendwie. Doch die Worte gingen an Elza doch eher vorbei, denn er glaubte nicht so ganz an das was er da hörte. Für den Adligen war das hier der Weltuntergang, zumindest ein Vorbote dessen. Er hatte keine Ahnung ob man ihm die Angst ansah, am ehesten wohl der Schwertgeselle oder die Maga, die ja in unmittelbarer Nähe standen. Vor wenigen Minuten noch hatte sie dem Zwerg verneint, das jemand etwas gegen das Wetter machen können, doch wusste es Elza besser. Zumindest glaubte er, sie würde es mildern können, wenn sie denn wollte. Aber er wusste auch, das sie vor Balrog wohl nur im aller äußersten Notfall zaubern würde. Irgendwie steigerte das Elzas Zuversicht leicht, hier doch Lebend raus zu kommen, wobei das auf und ab, welches immer länger anhielt, ihm diese Zuversicht langsam wieder nahm.
    Er wurde herumgeschleudert, ohne das er etwas dagegen unternehmen konnte. Elza versuchte aber, sich zu orientieren, den Überblick zu behalten, was ihm auch recht gut gelang, trotz des Wellenganges und seinem sehr flauen Gefühl im Magen. Das auf und ab bekam ihm nicht sonderlich, aber dagegen konnte er einfach nichts tun.

    Elza sah über das Deck, was er aufgrund der Situation das erste mal tat seid dem Sturm und glaubte seinen Augen nicht zu trauen. Genau vor ihnen hob sich die 'Seeschlange' aus den Wellen. Kurz starrte Elza wie gebannt auf das andere Schiff, denn es war ihm ein Rätsel, wie sie es geschafft hatten, den Kontrahenten einzuholen. War er sich doch sicher, das sie keinerlei Einfluss auf die Richtung hatten, die ihr Schiff nahm. Also waren die Götter ihnen vielleicht doch etwas wohler gesonnen als Elza annahm, oder aber ihr Kapitän ein Ass in dem was er tat. "Bei den Zwölfen, wie ist das möglich?", sprach Elza vor sich hin.

  9. #39
    Phöses Mädel Avatar von Janoko
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    Dass das andere Schiff immer weiter an sie heran kam - die Laternen waren auf beiden Seglern entzündet, damit man wenigstens sah, wo sich das jeweilige Drachenboot befand - soweit waren sich die Thorwaler schon ihrer eigenen Sicherheit bewusst. "Asleif weiß, wie er seine Männer dazu bekommt, zu tun, was er will. Aber kein Kapitän kann ohne seine Mannschaft gut sein.", meinte sie in Richtung Elza, hatte aber keine Ahnung, ob er sie überhaupt verstand. Das Wasser ließ die Kleidung an ihr kleben und ihre Haare genauso - so konnten ihre Ohren hindurch stechen ohne das sie dagegen etwas tun konnte. "Wir müssen aus diesem Sturm - weder will ich ins Auge noch will ich hier bleiben!"

  10. #40
    Händler Avatar von Rosered_Strauss
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    Als das Schiff das nächste Mal eine Welle hinauf glitt und wieder 'abstürzte', verlor Safir bei aller Geschicklichkeit den Halt. Das Tau, an dem er sich festgeklammert hatte, entglitt seinen unterdessen viel zu nassen Handschuhen, sodass er sich auf einmal mitten im Fall befand. Bevor er jedoch der Panik nachgeben konnte, die ihn mit der Gewalt eines Bolzens durchfuhr, reagierte sein Körper bereits. Er nutzte den in seinem Körper vorhandenen Schwung, legte einen Salto hin und schaffte es so gerade noch rechtzeitig, sich an einem der Taue des Rahmastes festzuhalten, unter dem sich u.a. Cyli und Elza gesammelt hatten. Er schlug mit Wucht auf dem Boden auf, konnte den Aufprall durch sein Geschick jedoch mildern. "Ya Fachud, ya..." begann er auf Tulamidya zu fluchen, doch der Rest seiner Worte ertrank sprichwörtlich in der nächsten Welle, die gegen das Schiff brandete und ihn am weiterreden hinderte, da er einiges an Wasser schluckte. Hustend rang er nach Atem, bevor er sich wieder fassen konnte. "Bei den Göttern - jetzt fange ich aber wirklich an, das Land zu vermissen!" fluchte er vor sich hin.

  11. #41
    Phöses Mädel Avatar von Janoko
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    Cylithia wollte Safir noch was zu rufen - ob es ihm den gut gehe, immerhin war er über das halbe Deck geschleudert worden, als die nächste Welle nicht nur ihn, sondern auch sie verstummen ließ. Ihre Füße rauschten nahe an Elzas- gesicht vorbei, ehe sie genauso auf den Planken liegen blieb wie der eine oder andere Thorwaler. Doch sie sah schon, was sie da erwarten würde, den es gab noch dutzende von solchen wellen und jede einzelne davon schicke sich an die Seeadler unter sich zu begraben, und die Männer von Bord zu reißen. Lustigerweise brachte Cyli in dem Moment die Kraft auf um sich nach Shaya um zu sehen, die ähnlich durchnässt an der Achterbordwand ihre Hände in ein Tau krallte doch nochwas ließ die Maga dort hin Blicken - die Seeschlange hatte sich in den letzten vier Wellen von knapp vor ihnen erst mittschiffs und dann halbachtern bewegt, nur wenige Schritt von einander entfernt durchpflügten die beiden Schiffe das Unwetter.

    Doch was nicht nur den Blick der Tulamidin nach dem achteren Backbord schauen ließ war die tatsache das sich das andere Schiff in dieser Richtung befand sonderen eher die darauffolgende quertreibende Welle die die Seeschlange weit über die Seeadler hob und mit einem dumpfen und doch ekligen Krachen den Bug aufs Deck der Seeadler donnerte. Holz splitterte und ein wütendes Brüllen des Foggwulf war selbst über dieses zu hören, als er Hranngar verfluchte. Mit einem weiteren knirschenden Laut riss sich die andere Otta schmatzend vom Deck und eine weitere Welle schwappte nun über das Deck der Seeadler, welche Cylithia für einige Moment nicht nur die Sicht, sondern auch die nötige Atemluft nahm.
    Als sie wieder auftauchte war die Seeschlange schon wieder ein gutes dutzend Schritt von ihnen entfernt und wurde grade unter einem Brecher begraben, der nun auch langsam auf die Seeadler zurollte - da andere Schiff schoß das nächste Wellental hinab und verschwand aus ihrer Sicht. Mit knarren und knarzen stemmte sich der Kapitän in sein Ruder - und die Seeadler drehte sich von ihrem Ursprünglichen Kurs - es schien als sei Asleif dazu gezwungen diesen zu ändern - irgendwas, wenn man von der Zerbrochenen Bordwand absah, schien nicht zu stimmen.

  12. #42
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    Es war keine Schlacht, es flogen keine Körperteile durch die Luft noch spritzte übermäßig viel Blut.
    Trotzdem war es schrecklich, so schrecklich das der Zwerg zu überrascht und erstaunt war um seiner Angst freien Lauf zu lassen. Sein Geist wollte diesen Anblick eigentlich nicht sehen, doch konnte er einfach nicht die Augen von der Szene abwenden.

    Mit lauten Krachen und Ohren betäubenden Knall, schlug das Langsschiff des „Blenders“ in das ihre. Holz barst unter der enormen Wucht mit der die Wellen das eine Boot gegen das andere schlugen. Vielleicht sollte man auch eher sagen das es die Planken und die Seitenwand pulverisierte. Tau rissen und die gesicherten Sachen flogen förmlich übers Deck, rollten ins Meer und waren für immer verloren. Ein heilloses Chaos brach aus, als die Seeschlange endlich von der Seeadler abließ. Einige waren bei dem Zusammenstoß verletzt worden, es stecken mit unter Splitter in ihren Armen die sie zum Schutz erhoben hatten. Von Schürfwunden oder Prellungen mal ganz zu schweigen. Während ihr Kapitän Befehle durch den Sturm brüllte musste Balrog sich an einem Seil festklammern. Zu sehr wurde ihm nun bewusst was mit dem Schiff passiert war und wo sie sich ja eigentlich befanden. Überdeutlich sah er nun die Wellen und jede, so sagte ihm sein Verstand würde ihr Ende sein.

    Plötzlich jedoch horchte er auf, ein Ton der aus dem tosen des Sturmes heraus stach. Es war nur kurz gewesen, der Zwerg war sich nicht sicher. Doch da ertönte es wieder. Es klang wie ein Hilferuf, doch der Sturm riss die meisten Worte die man sprach ein fach weg.
    Der Zwerg blickte sich um, er blickte in die Gesichter der meisten, überprüfte ob alle da waren und da viel es ihm auf...“Wo ist der Moha?“
    Die Frage war zu leise als das sie jemand hätte hören können und Balrog war sich selbst nicht sicher, ob er gesprochen oder das ganze einfach nur gedacht hatte.
    Mit schnellen Blicken überflog er das Deck, schaute sich genau um und ging mit den Augen auch die intakte Seite des Schiffes ab.
    Dort waren sie, langsam abrutschende, sich mit aller Kraft festhaltende Finger die kaum noch Holz zum greifen hatten.
    Bar jeder Vernunft und mit soviel Geschick wie er bei dem schwankenden Schiff aufbringen konnte, rannte der Zwerg schon fast zu jener Stelle. Und er hätte keinen besseren Zeitpunkt wählen können.
    Wie eine Falle schnappten die starken Finger des Angroscho nach Ynu's Hand und hielten diesen fest. Es zog ihn bei dem Seegang und dem Gewicht des Mannes beinahe selber über die Reling und nur mit Mühe blieb er auf den Beinen.
    „SAFIR...HELFT MIR!“
    Geändert von Survivor (01.07.2014 um 17:20 Uhr)

  13. #43
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    Für Elza ging alles sehr schnell, so das er sich nicht mehr auf den Beinen halten konnte und beim Aufprall der beide Schiffe aufeinander über das halbe Deck geschleudert wurde. Er riss dabei fast die Maga um und schlitterte weiter bis zu der Geweihten, die ihn mit einem doch recht kräftigen Griff einfach packte und Elza so davor bewahrte, vollends ein Spielball des Wetters zu werden. Mit ihrer Hilfe, rappelte sich Elza wieder auf und wollte sich gerade bedanken, als der nächste Brecher im schlicht das Wort abschnitt. Das Salzwasser was der Adlige dabei schluckte, ließ ihn husten und keuchen, hatte er doch etwas in den falschen Hals bekommen. Die Geweihte schien zu lachen, trotz der sehr misslichen Lage, in der sie sich befanden. 'Na solange ich zumindest noch zur Belustigung diene, scheint's ja nur halb so schlimm zu sein... hoffe ich', ging es ihm durch den Kopf. Elza nickte der Geweihten nun einfach zu, als Zeichen seines Dankes und kämpfte sich dann wieder an seinen alten Standort zurück. Auf dem Schiff war derweil sowas wie ein kleines Chaos ausgebrochen, sie hatten einen nicht zu vernachlässigen Schaden, das sah sogar Elza als er sein Blick Backbord richtete. Und von irgendwoher hörte er die lauten rufe eines Zwerges, die Elza nicht sofort ausmachen konnte. Erst beim zweiten hinsehen, erspähte er den Angroscho und was ihn so sehr anstrengte. "BEI ALLEN ZWÖLFEN!!!", konnte Elza nur von sich geben, denn er wusste nicht, was er nun tun sollte. Safir war näher dran und es waren noch einige andere Thorwalher in unmittelbarer nähe die die Situation schon erkannte hatten und so gut es ging zur Hilfe eilten.
    Elza stand etwas hilflos rum, war froh nicht wieder von den Beinen geholt zu werden, hielt sich mit aller Kraft fest, aber ansonsten stand er einfach nur da. Er war mit der Situation schlicht überfordert, denn auf so etwas hatte ihn nie jemand vorbereitet, es war das erste mal das er erlebte, wie die Gewaltender Natur wüten konnten, ohne zu wissen das dies noch lange nicht das heftigste war, was die Natur auf Lager hatte.

  14. #44
    Händler Avatar von Rosered_Strauss
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    Safir musste beinahe lachen, als nach ihm gerufen wurde - beinahe. Wäre er gerade nicht eben in das sich aufbäumende Wasser mit seinen Wellen und Wogen in den sicheren Tod gefallen. Seine Nackenhaare - so nass sie auch unter diesen Umständen auch sein mochten - standen der Nahtoderfahrung wegen immer noch zu Berge. "SEHE ICH ETWA AUS...." begann er zu rufen, als er mit beiden Beinen wieder auf dem schwankenden Untergrund aufkam, "... ALS WÄRE ICH GERADE DAZU IN DER LAGE??" Aber ungeachtet seiner Situation sah er ein, dass dem Waldmenschen geholfen werden musste. Dieser hatte es ohnehin nur seinem erstaunlichen Geschick zu verdanken, dass er den Vorfall überlebt hatte, hatte er sich doch genau dort festgehalten, wo nur Sekunden später die 'Seeschlange' mit der 'Seeadler' kollidiert war. Ynu hatte dies im letzten Moment mitbekommen und sich mit einem gewaltigen Satz in Sicherheit gebracht - doch selbst er hatte nicht verhindern können, dass er dabei den Halt verlor. Sein Glück war es, dass er gerade noch die Reling zu fassen bekam und sich nun mit aller Kraft daran - und an der Hand Balrog's - festklammerte, während seine Gefährten ihm zur Hilfe eilten. Und genau das hatte Safir nun auch vor. Vom Ruf des Zwergen angespornt, griff er sich das Tau fester, das ihm bisher schon als Halt gedient hatte, und wickelte es sich um seinen Unterarm. Als nächstes bemühte er sich, zu dem Waldmenschen zu kommen - ein Vorhaben, dass sich bei dem jetzigen Seegang als durchaus problematisch erwies. Doch beim zweiten Anlauf gelang es ihm, zu dem bärtigen kleinen Mann aufzuschliessen und den anderen Arm Ynus zu ergreifen. "ZIEH!" schrie er ihm durch den Sturm hindurch zu und stemmte sich mit aller Kraft nach hinten, um seinen Gefährten wieder an Bord zu holen. Dessen Glück war es, dass er seiner Statur wegen sehr leicht war - und so von den beiden aus seiner äusserst prekären Lage befreit werden konnte.

    Unterdessen liess Phileasson weitere bunte Flüche vom Stapel, die er der Seeschlange hinterher schmetterte. Selbst mit seinem Können und seiner Erfahrung bekam er nun allmählich ernste Schwierigkeiten, die Seeadler auf Kurs zu halten. Und da der Sturm nicht nachzulassen schien, musste er eine Entscheidung treffen. "BEIDREHEN!" rief er, als sich alle Blicke auf ihn richteten. Grimmig blickte ihr Kapitän drein, während er seine Crew besah. "IN DIESEM ZUSTAND BRINGEN WIR UNS NUR IN GEFAHR! WIR SEGELN NACH OLPORT - DORT KÖNNEN WIR DEN STURM ÜBERDAUERN UND DIE SEEADLER REPARIEREN!" Es war klar, dass vor Allem Eines diese Entscheidung beeinflusst hatte - seine Sorge um seine Crew. Während er immer noch die Zuversicht selbst war, wollte er nicht wegen eines 'einfachen' Hindernisses seine Männer in mehr Gefahr als nötig begeben. Er stemmte sich gegen das Ruder und nutzte den Schwung der nächsten Welle, um die Otta zu wenden. Statt weiter in Richtung offene See zu fahren, änderten sie ihren Kurs nun auf landeinwärts.

  15. #45
    Phöses Mädel Avatar von Janoko
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    Olport. Cylthia wusste zwar nicht wo dieser ghafen lag, aber Land klang grade besser wie jegliche Weite des Meeres, sei sie auch noch so friedlich. Das Asleif beidrehte - gekonnt, wenn man bedachte, dass sie ei gentlich nur noch ein Spielball der Wellen und des Windes waren. Sie blickte zu Safir und balrog, die gemeinsam den Waldmenschen wieder an Bord hievten, dann zu Elza, der über das halbe Deck geschleudert worden war und sich bei Shaya befand. Mit mehreren tiefen Luftzügen ließ sie ihr Tau los und begab sich über das schwankende Deck zu den beiden. "Elza, geht's dir gut?", fragte die Maga ohne auf die adlige Anrede zu achten, die sie eigentlich gebrauchen sollte, ein kurzer Blick zu Shaya verriet ihr, das der Thorwalerin zwar der Schock über die Kollision in den Knochen saß, sie sich aber mehr um das Wohl der leute an Bord sorgte als um das Schiff - ebenso wie ihr Kapitän.

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