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  1. #1
    Händler Avatar von Rosered_Strauss
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    Standard Die Sage des Königs der Meere - Akt 2: Gen Norden, ins ewige Eis!

    Im Winter in Thorwal der Streit war entbrannt
    zwischen Phileasson, Held dieser Saga,
    und thurreichem Beorn, der Blender genannt.

    So wäre in Strömen geflossen der Hetleute Blut,
    wenn nicht Garhelt die Rekker gen Norden geschickt,
    Kopfschwänzler zu erringen in der Schrate Land.

    Als Mammut verborgen in feurigem Tal,
    auf frostig Eiland, dass einst Arjolf umrundt,
    Kopfschwänzler sie konnten bezwingen.



    Ein rauer Wind wehte nordwärts und rüttelte kräftig an den noch nicht herabgelassenen Segeln der beiden Ottas, die nur noch auf das Kommando der Hetfrau der Hetleute warteten. Wie sein Konkurrent Beorn stand auch Asleif Phileasson, genannt 'der Foggwulf', am Steuer seines Schiffes und überprüfte ein letztes Mal den Zustand seines Schiffes. Viel Zeit und Mühe hatte er in die Vorbereitungen investiert, und so fanden sich an Bord der Seeadler neben den benötigten, erfahrenen Seeleuten (die sich aufgrund seines Rufes nur so um ihn geschart hatten) auch einige eher 'speziellere' Individuen unter den Matrosen. Sei es ein Baronet aus dem Horasreich oder ein Angroschim aus dem Ambossgebirge, sei es der Moha mit der bronzefarbenen Haut aus dem tiefen Süden oder die beiden Tulamiden aus fernen Sultanaten - noch nie hatte eine Otta eine derartige Vielfalt an Kulturen auf sich vereint. Und selbst unter den 'heimischen' Besatzungsmitgliedern gab es die, die aus der Masse hinausstachen - allen voran der weitgereiste Thorwaler Feanwulf, der unter seinen Landsleuten einen ausgezeichneten Ruf genoss. Im Gegensatz zu seinem einstigen Freund und jetzigem Erzrivalen Beorn betrachtete Phileasson diese unübliche Konstellation mit großem Wohlwollen, wusste er doch um die höchst unterschiedlichen Fertigkeiten, über die die anwesenden Individuen verfügten. Er richtete den Blick von seiner Mannschaft wieder gen Land - denn in just jenem Augenblick schickte sich die Hetfrau Garhelt an, das Signal zu geben.

    Safir saß - wie auch seine Gefährten - gespannt am Ruder. Auf dem Deck war es derartig still, dass man meinte, jeden Herzschlag hören zu können. Sämtliche Schrecken der vergangenen Tage waren vergessen, als die gesamte Stadt aufgeregt den Atem anzuhalten schien. Er konnte sich nur mit Mühe davon abhalten, aufzustehen und gen Land zu sehen, um das Startsignal mit eigenen Augen ansehen zu können. Doch wie sich herausstellen sollte, war dies auch gar nicht nötig. Mit langsam einsetzenden Trommelwirbel dauerte es noch einige Augenblicke, bis ein schwerer Gong geschlagen wurde - die Wettfahrt war eröffnet. Sofort schwand die Stille, als beide Kapitäne hastig Befehle brüllten. "Anker lichten! Hauptsegel setzen! Legt euch in die Riemen! Zeigen wir der 'Seeschlange', dass ihr die 'Seeadler' in jedwedem Belang überlegen ist!" Die eingefleischten Vollmatrosen verschwendeten keine Sekunde, um die Order auszuführen. In Windeseile hatten die Thorwaler das Schiff vollständig abfahrtsbereit gemacht und das Hauptsegel in Richtung des rauen Windes gehisst. Die Fahrt konnte losgehen!

    (Zur Stimmung: https://www.youtube.com/watch?v=4fWfwWxgowA)

    Als der Bootsmann begann, einen Takt auf den Trommeln vorzugeben, machten sich alle 30 Ruderer - 15 auf jeder Seite - daran, sich ins Zeug zu legen. Safir war sich bewusst, dass er unter keiner noch so vorteilhaften Betrachtung als Seefahrer gelten konnte - aber die Motivation der Thorwaler, ihre Begeisterung und offenkundige Erfahrung sorgten schnell dafür, dass er sich dem benötigten Tempo anpassen und seinen Teil beitragen konnte. Auf gleicher Höhe entfernten sich die beiden Ottas aus dem Hafen, während von Beorns 'Seeschlange' laute Rufe hinüber drangen. "Asleif, jetzt kannst du sehen, was ECHTE Thorwaler zu leisten imstande sind!" brüllte der Blender über die Entfernung hinweg, was Asleif nur mit einem Lachen quittierte. "Ist das alles, was du kannst, Beorn? Worte schwingen anstatt Taten folgen lassen? Wir werden ja sehen!" brüllte er zurück, als er sich an die Mannschaft wandte. "Ich bin mir sicher, Ihr alle wisst, dass die Fahrt lang und ereignisreich sein wird. Ihr alle wisst, dass wir uns unsere Kräfte für einen Moment aufsparen sollten, in dem sie wirklich notwendig werden. Und ich sage Euch: JETZT ist einer dieser Momente! Es mag erst der Anfang der Queste sein, aber ich will verdammt sein, wenn der Blender mit seinen Schmähungen über mich, Euch und die Seeadler recht behält! Zeigt ihm, dass ihr ECHTE MÄNNER seid! Zeigt ihm, aus welchem Holz ihr geschnitzt seid!" Innerlich konnte Safir nicht anders als zu grinsen. Ihr Kapitän hatte im selben Atemzug das jetzige Vorhaben als unsinnig und zugleich notwendig beschrieben. Und obwohl er ersterem eher zustimmte als zweiterem, konnte er es nicht verhindern, mit dem Rest der Matrosen einen lauten Ruf der Zustimmung von sich zu geben. Allenorts sah man, wie die Muskeln der Seefahrer sich spannten, als sich alle Ruderer ins Zeug legten, unwillig, der 'Seeschlange' einen Vorsprung zu gewähren.

  2. #2
    Phöses Mädel Avatar von Janoko
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    Cylithia taten die hände jetzt schon weh, ihre Schultern brannten, aber sie würde das Tempo ohne murren mitmchen - das nahm sie sich jedenfalls vor. Jeder Schlag auf der Rudertrommel - Cylithia hatte einfach kein besseres Wort dafür, ließ die Ruder allesamt gleichzeitig ins Wasser tauchen, die Männer und Frauen sich nach vorne stemmen nur um auf dem Zweiten taktschlag das Ruder aus der gischt zu reißen und wieder nach vorne zubringen. Der Schweiß lief und nicht nur bei ihr. Dennoch hatte sie da Gefühl, dass der Blender ihnen davon zog, schaute Asleif doch nur nach vorn und nicht zur Seite oder gar nach achtern. Shaya, das war der name der Geweihten, die sie an Bord genommen hatten - Cylithia hatte ihren namen nur kurz gehört, als der Foggwulf sie begrüßte, war neben der Maga, die einzige Frau auf der Seeadler. Im gegnsatz zu den eher grauen und Braunen Tönen der anderen An Bord war ihre Kleidung Gelb und orange, wie man es von einer Geweihten der Travia erwarten würde. Nicht destotrotz hatte Cylithia erst zwei Mal schauen müssen, den obwohl die Geweihte kaum kleiner war wie sie selber, war sie keine Mittelreicherin, sondern eine waschechte Thorwalerin. - Waren beide Frauen mit Stigmen versehen? Cylithia lächelte verbisen, während sie und Safir das Ruder erneut aus dem Wasser hoben um es nach vorne zu bringen. "Wird Zeit, dass der Wind das Segel fängt", murmelte sie beim nächsten Zug - sie hatte sich vermutlich genauso schnell wie die anderen Abgeschaut, wie die Vollmatrosen atmeten um keine Seitenstechen oder ähnliches zu bekommen.

  3. #3
    Na hast du Angst, Kleiner?! Avatar von Ironhide
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    Auch Elza legte sich in die Riemen, wie so schön sagte, doch anders als die Maga vor ihm, dachte er nicht daran sich auch die Atmung der Matrosen abzugucken, was sich schon nach wenigen Minuten zu rächen anfing. Elza aber muckte nicht, denn wie würde es wohl aussehen, wenn er - der Adlige von hohem Geschlecht - schon nach zehn Minuten rummeckern würde? Er würde ein Klischee erfüllen, sich zum Gespöt aller machen, nichtnurauf diesem Schiff. Auch der Konkurent von Phileasson würde sich wohl kaum vor lachen halten können. Jeder der Elza nun ansah, konnte ein Lächeln auf den Lippen sehen, trotz des sehr anstrengenden Ruderns. In Gedanken war Elza nämlich grad dabei, sich vorzustellen wie eben jener Boern sich zu tode lachte, aufgrund Elzas kindlichen rumgeheule. Doch schon bald verschwanden die Gedanken und damitauch Elzas lächeln von den Lippen. Die Vorstellung war doch etwas zu absurd und das Ruder forderte nun doch so langsam seinen Tribut.
    So langsam fing Elza an, seine Oberarme und Schultern zu spüren, rieb sich die Hände an dem Ruder auf, so war zumindest sein Gefühl. Er war nicht unempfindlich, aber dieser Art der körperlichen Belastung hatte er so noch nie erlebt. Er konnte nicht sagen, das er körperlich schwach war, doch im gegensatz zu den kräftig gebauten Thorwaler an Bord doch eher einer der Leichtgewicht. bei jedem Schlag tat es Elza den anderen Ruderern gleich, tauchte das Ruder ein, zog es durchs Wasser um es zusammen mit seinem Ruderpartner wieder aus dem Wasser zu heben und durchdie Luft zu führen.
    Die anfänglichen Seitenstiche wurden stärker, aber der Adlige ließ sich nichts anmerken, hoffte er zumindest. Inzwischen hatte er sich auch die Atemtechnik der anderen abgeschaut und nach einer Weile ging es ihm wieder sichtlich besser. Elza dankte den zwölfen, das sie ihn so schnell davon befreit hatten. Elza konzentriete sich nun wieder darauf, seiner Aufgabe gerecht zu werden und sie so gut es geht zu erfüllen. Aber anders als Cylithia behielt er das für sich, auch wenn er ihre Worte gar nicht gehört hatte. Seine Gefährten um ihn herrum taten es ihm gleich, ruderten im Takt der gesamten Crew.

  4. #4
    Siedler Avatar von Survivor
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    Schlag um Schlag, Schritt um Schritt, flog die Seeadler übers Wasser und an der Seeschlange vorbei. Wer wen am Ende fressen würde, vermochte Balrog noch nicht zusagen, aber man würde diese tierischen Namen, wunderbar für eine Geschichte nutzen können. Momentan jedoch, war das stetige auf und ab der Ruder und das andauernde ein und ausatmen der Matrosen, alles was der Zwerg so richtig wahrnahm. Er hoffte das sich ihre Anstrengungen auszahlten und das er seinen Fokus noch eine Weile auf diese körperliche Anstrengung richten konnte, würde er die Pause doch nicht als so erholsam empfinden wie es der Rest wohl tat. Erst wenn er wieder festen Boden unter seinen Füssen hätte, würden seine Geister wieder zur Ruhe kommen. Doch das würde noch Dauern, dessen war sich Balrog gewiss. Also richtete er seine Gedanken wieder aufs rudern und hoffte, das der Adler sich nicht vom Gift der Schlange treffen ließ, sondern ihr mit seinen Krallen und dem Schnabel den Kopf abriss.

  5. #5
    Händler Avatar von Rosered_Strauss
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    Nach ein oder zwei Stunden Rudern war es schliesslich geschafft: die 'Seeadler' lag in Führung, während die 'Seeschlange' zunehmend an Fahrt verlor und immer weiter hinter dem Drachenboot zurück fiel. Als die Trommel an Bord somit schliesslich ebenso verstummte wie der zwischenzeitlich angestimmte Gesang, vernahm Safir mit Freude, wie Phileasson schliesslich den Wechsel der Ruderer befahl. Er machte für einen der bis dahin wartenden Thorwaler Platz, der sein Ruder übernahm, und bemerkte, wie auch der Rest seiner ungewöhnlichen Reisegruppe sich von den Rudern zurückzog. Bevor er sich jedoch mit den anderen in der Mitte des Bootes Platz nahm, warf er noch einen Blick zu ihrem Kapitän. Trotz des errungenen 'Erfolges' wirkte dieser nicht sonderlich erfreut, sondern eher nachdenklich - womöglich sogar etwas besorgt. Der Schwertgeselle nahm sich vor, ihn deswegen einmal anzusprechen - später. Im Moment freute er sich erst einmal darüber, dasitzen zu können und nichts zu tun.

    Er war durch seine Ausbildung körperliche Anstrengung gewöhnt, und da er Askese gelobt hatte, war er auch Entbehrungen gewohnt. Aber die Anstrengung des Ruders gerade hatte ihn völlig durchschwitzen lassen. Erschöpft blieb er dennoch gerade sitzen, sich keinerlei Schwäche erlaubend - ansonsten hätte er sich liebend gerne einfach hingelegt und sich entspannt. Er wandte den Blick gen Himmel und liess seine bisherige Reise Revue passieren. Es war verblüffend, wie sich diese Seefahrt von der letzten unterschied, die er unternommen hatte - alleine schon, weil die Stimmung eine vollkommen andere war. "Wir machen gute Fahrt." murmelte er vor sich hin, als ein kräftiger Wind die Segel wölbte. Er richtete sich ein wenig weiter auf, um auf die vorbei rauschenden Welle zu sehen. Die scheinbar endlose Weite der See entfaltete sich vor seinen Augen, während er in deren Betrachtung versank. "Die Welt ist... so viel größer, als ich dachte..." meinte er in Gedanken versunken.

  6. #6
    Phöses Mädel Avatar von Janoko
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    Wechsel der Ruderer - Cyli kam nicht aus eigener Kraft von der Ruderbank und einer der Für sie einspringenden Männer hob sie zur Mitte des Schiffes wo sie sich einfach hin legte. Ihr Kleidung klebte ihr am Körper und am liebsten wäre sie in die See gesprungen. Natürlich hätte sie sich dann erstmal erklären müssen, weil ein "Mann über Bord" Manöver würde weder Phileason noch jemand anderes gut heißen. "Jetzt was zu trinken...", murmelte sie und überhörte dabei Safir's Kommentar, das sie Fahrt machen würden. Das zerren des Segels, das im vollem Luv stand, an den Seilen, die es hielten und damit das Schiff vorwärts 'zog' ließ sie verschmilzt lächeln. "Das letzte Mal mit Wind im Segeln haben wir einen unruhigeren Ritt vor uns gehabt... Und unerwartet bekanntschaft mit ihm gemacht, erinnerst du dich?", fragte Cylithia immer noch lächelnd zur Seite - war es doch ein Sturm gewesen, der ihnen Asleif bekannt gemacht hatte - und andere, wie da Haus Arethusia, das später noch eine Tochter haben sollte, die sich nicht zu Hause halten ließ.

  7. #7
    Tourist Avatar von K.B.Dwarf
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    Ätzend arbeitet das Holz unter der Kraftanstrengung der Besatzung, während die Gisch gegen die Wanden des Ottas prallen und die Rudermannschaft mit dem salzigen Nass abkühlt. Umso weiter sie auf das offene Meer fahren umso höher werden die Wellen. Feanwulf selbst hat sich von seinen Oberkörper von der Kleidungbefreit, so wie seine Volksgenossen. Er fühlte sich sichtlich wohl auf dieser Fahrt, was man wohl auch an seiner Körperhaltung spürte.
    Nachdem wechsel steckte er sich zwei Lederlumpen in die Hosentaschen mit dem er seine Handflächen gegen das scheuernde Holz schützte. Nach dem Sprint gegen die Seeschlange merkte er selbst wie kräftig seine Arme und Hände durchblutet sind. Nur mit kraft kann er die Gelenke bewegen, während er versucht diese zu lockern. Er setzte sich an den Mast an dem er seine Habe vertäut hat, nahe seinen Gefährten. Als der Tulamide vor sich hin murmelte meinte Feanwulf dazu. „Und wir werden nur einen kleinen Teil sehen. Den mancher aber noch nie gesehen hat. Geschwiegen betreten hat.“ Man hörte eine deutliche Freude aus seinen Wörtern heraus, während die Ruderer um sie herum in Takt stöhnend ein und aus Atme und sie über die Wellen springen. Manch ein Mittelländer würde schon über der Reling hängen und die Fische mit seinem Mageninhalt füttern. Es war für Feanwulf selbst ein großartiges Gefühl auf diesem Otta zu sein.

  8. #8
    Na hast du Angst, Kleiner?! Avatar von Ironhide
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    Auch Elzahatte sich zu seinen Gefährten gesetzt, besser gesagt gelegt wie die Maga. Man brauchte kein Hellseher zu sein, das auch ihn diese ersten Stunden serh mitgenommen hatten. Er war wohl neben Cylithia der einzige an Bord, der nicht mal mehr in der Lage war, seine Augenlieder zu bewegen, dennochverharrte er nicht lange so. Er rappeltesich auf, lehnte sich aber dann auch gegen den Mast, an dem noch Platz war und versuchte sich irgendwie erholungzu schaffen,w as angesichts des Wellenganges nicht so leicht war. Elza war noch nie Seekrank, aber er war auch noch nie anso einem Unterfangen beteiligt gewesen. Die Schiffe, die er sonst als Transportmittelnutze, waren größer, meist mit zwei Masten und es passten auch mehr Leute und mehr Material auf diese Schiffe. Er war nicht oft so gereißt, aber diese Annehmlichkeit vermisste er nun doch etwas.
    Aber Elza wollte nicht meckern, zumal er dazu wohl eh kaum in der Lage wäre. Die gute Laune des Thorwalers konnte er zwar nicht teilen, aber dafür war esgut, das selbiger eine frohe Stimmung hatte. Es reichte, das seine Laune nicht grad die beste war. "Hast du denn schon alles gesehen, mein Freund? Ihr sprecht, als wenn euch ein großer Teil dieser Welt schon bekannt ist. Wo haben euch eure Beine denn schon hingetragen?" So recht wusste Elza nicht, worüber er sonst sprechen sollte, da kam ihm Feanwulf grad recht. Und es interessierte ihn wirklich, denn wo auch immer sie nun als nächstes landete, vielleicht war er oder jemand der anderen schon mal dort. Das würde dann sicherlich von Vorteil sein.

    dabei unbemerkt blickte er zu der Maga, die eben Safir angesprochen hat, auf alte Erinnerungen. Sie sprach das an, was er bereits im Bad gehört hatte, wenn auch nicht in allen Einzelheiten. dabei musste er wieder an ihre Ohren denken, doch das musste warten.

  9. #9
    Händler Avatar von Rosered_Strauss
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    Ein Lächeln schlich auf die Lippen des Schwertgesellen, als er sich an die gemeinsam erlebte Erfahrung zurück erinnerte. "Im Nachhinein betrachtet scheint es sich beinahe um Schicksal zu handeln... ich hoffe nur, dass uns dieses Mal nicht wieder ein Sturm erwischt." meinte er, während er den Rest ihrer kuriosen kleinen Exotengruppe ins Auge fasste. Die meisten von ihnen stachen doch schon sehr aus dem ansonsten einheitlichen Bild der Otta heraus - aber es war wohl gerade mit ihre 'Fremdartigkeit', die ihnen einen Platz auf der 'Seeadler' ermöglicht hatte. Als er mit einem Ohr Elzas und Feanwulfs Dialog lauschte - und durchaus auf die Antwort des Thorwalers gespannt war - beschlich ihn bei der Betrachtung des wolkenverhangenen Himmels ein mulmiges Gefühl. Es war nicht so, als ob er irgend etwas gesehen hätte - aber seine Intuition sagte ihm, dass irgend etwas bedrohlich war. Mit zunehmendem Alter hatte er gelernt, seiner Intuition zu vertrauen, auch wenn sie nicht zwangsläufig auf einen bevorstehenden Angriff oder dergleichen hindeutete. So griff er lediglich geistesabwesend an die Griffe seiner Schwerter, was ihm ein Gefühl der Sicherheit verschaffte - mehr noch als all die kräftigen Thorwaler um ihn herum.

  10. #10
    Phöses Mädel Avatar von Janoko
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    Cylithia erwiederte darauf nichts sondern seufzte nur und blickte gen Himmel - der sich anscheinend genau zu dem verziehen wollte, was ihnen die bekanntschaft mit Asleif erst ermöglicht hatte. Mit etwas Glück würde es nur dukel werden und in strömen Schütten, sie sonst aber in Ruhe lassen - beides keine Aussichten auf die sie hoffte. Zu Mal aus dem leichten Wanken eines Händlers das Schwanken eines Drachenbootes geworden war. "Lass mich sehen ob ich was zu trinken bekomme...", meinte sie dann und schwang sich nach vorne, nur um bedeutend langsamer wieder auf die Füße zu kommen - es war immer noch ein unterschied ob der Boden sich bewegte und man das Austarieren musste, oder ob man sich vom festen Boden aufrappelte. Etwas belustigt schaute sie auf den Zwerg, der krampfhaft versuchte nicht seinen Schrecken vor dem Meer herr über ihn werden zu lassen. Sie sprach ihn aber nicht an - was vermutlich gut so war. Sie setzte vorsichtig Fuß vor Fuß um zur Geweihten zu kommen, den die, so war es gesagt worden, würde für das Leibliche Wohl sorgen und trinken, so empfand Cylithia, gehörte zur kategorie des leiblichen Wohles - etwas Wasser, das nicht mit Salz versetzt war, war alles, was sie sich grade wünschte.

  11. #11
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    Eine Pause, endlich, so ungern sich Balrog des schwankenden Schiffes wieder bewusst wurde, so gern nahmen seine Arme doch die Ruhe an. Auch wenn sie durch das schmieden am Schmiedefeuer gestärkt und ausdauernd waren, diese ständige Belastung durch das anhaltende Rudern war doch etwas anderes. Erschöpft ging er in die Nähe des Tulamiden und betrachtete diesen etwas. Auch Safir schien nicht wirklich ans Rudern gewöhnt zu sein, er saß wie auch der Rest der Ausgewechselten am Boden und erholte sich von den Strapazen.
    „Darf man sich zu euch gesellen?“ fragte der Zwerg noch kurz ehe einfach nieder plumpste und ebenfalls auf dem Boden saß. „Ich wollte mit euch schon heute morgen darüber sprechen, aber ihr saht mir nicht so aus als wäre euch dies recht gewesen.“
    Der Zwerg holte mit einem Mal seine Axt hervor und wog sie in der Hand. Was der Tulamide über diese Handlung dachte, konnte der Angroschim nicht an seinem Gesicht ablesen, auch nicht an den Bewegungen seines Körpers. Seine Muskeln waren nun von seiner Kleidung und seiner Ausrüstung verdeckt. „Hätten wir uns nicht im Badehaus getroffen, sondern erst hier auf dem Schiff, hätte ich euch wohl nicht als Schwertgeselle erkannt. Nun...genau genommen weiß ich, außer das was ihr nun im Bad erzählt habt, nichts über eure Profession. Es schien mir jedoch so als ob es euch nicht behagte, etwas über euch oder eure „Arbeit“ zu erzählen. Ich wollte mich bei euch entschuldigen, sollte ich euch Unbehagen bereitet haben, es war gewiss nicht meine Absicht.“

    Zur Axt gesellte sich bald noch ein kleines Set aus Waffenpflegeutensilien. „Nicht das es mich sonst interessieren würde was andere Denken oder tun, doch wir sitzen hier für die nächste Zeit sprichwörtlich im selben Boot, daher wäre es ungünstig mit euch in Zwietracht zu stehen, sei es auch nur leicht.“
    Mit einem Schleifstein fuhr der Zwerg nun im Takt der Ruderer über die Klinge des Axtblattes.
    Das schabende Geräusch lenkte ihn vom Wellengang und dem schwanken des Schiffes ab. Es beruhigte ihn sichtlich, sich auf etwas fixieren zu können was ihm vertraut war und das er kannte.
    Auch warf er ab und zu einen Blick auf die Schwerter des Tulamiden. Nicht weil er fürchtete der Mann neben ihm würde ihn töten wolle, sondern weil ihn vielmehr die Schmiedekunst aus dem Süden interessierte.

  12. #12
    Händler Avatar von Rosered_Strauss
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    Mit einem "Salâm." nickte der Tulamide dem Zwergen zu, als dieser ihn fragte, ob er sich zu ihm gesellen durfte. Als dieser ihn höflich seine Gesinnung erklärte, nickte Safir erneut - dieses Mal aufrichtig dankbar. Jedoch machte es ihn zugegebenermaßen auch etwas nervös, als der kleine, bärtige Muskelprotz seinen Schleifstein über die Klinge gleiten liess. "Mach Dir keine Sorgen - du hast nichts gesagt, dass mich beleidigt hätte." meinte er freundlich. 'Immerhin kenne ich Dich nicht gut genug, als das mir deine Worte etwas bedeuten würden.' "Wenn, dann muss wohl ich mich entschuldigen - immerhin bin ich fernab meiner Heimat und fernab des mir vertrauten Umgangs. Hier ist alles... anders, daher werde ich bestimmt schon auf ein paar Füße getreten sein." Sein Blick schweifte vom Gesicht - und v.a. dem Bart - des Zwergen ab und suchte Cylithia.

    Diese hatte sich zu der Geweihten Shaya begeben, die die Maga mit einem offenen Lächeln begrüßte. "Swafnir zum Gruße, Adepta Minor. Gibt es etwas, womit ich Euch behilflich sein kann?" fragte sie, als sie dem starren Blick der Maga zu dem Behältnis mit Trinkwasser folgte, dass sie just in die Hand genommen hatte. Sie sah wieder auf, bemerkte, dass die Tulamidin das Gefäß immer noch besah und grinste neckisch. "Nun, ich vermute einmal, ich weiss, nach was es euch gelüstet." meinte sie, ergriff den ihr hingestreckten Trinkbecher und füllte ihn mit dem kühlen Nass auf. "Passt aber auf - trinkt es am besten gleich hier. Für Landeier ist der Wellengang zu gewöhnungsbedürftig - und Ihr wollt sicher nicht erneut zu mir kommen, nur weil ihr mehr als die Hälfte verschüttet anstatt getrunken habt." neckte sie weiter und knuffte der Maga kameradschaftlich- vertraut gegen die Schulter.

    Safir unterdessen hatte das Ganze beobachtet, als er zu dem Zwergen zurück sah, der seine Klingen fest im Blick hielt. "Men-fadlek, Effendi - ich war gerade abgelenkt. Ihr wolltet eine meiner Waffen betrachten?" meinte er immer noch leicht abwesend, war er sich doch längst nicht sicher, ob der Zwerg überhaupt etwas gesagt hatte. Innerlich schalt er sich einen Narren - warum benahm er sich wie ein kleiner, liebeskranker Jüngling anstatt wie der Mann, der er war (oder sein sollte)? Er konzentrierte sich wieder auf das Hier und Jetzt sowie seine unmittelbare Umgebung - und damit auf Balrog. Kurzerhand zog er die Klinge ein Stück weit aus der Scheide, sodass der Zwerg sie rudimentär inspizieren konnte - doch weder gab er das Schwert aus der Hand, noch zog er die Klinge ganz - er selbst würde es in jedem Falle als aggressive Handlung deuten und entsprechend Paroli bieten. Und er war sich nicht sicher, wie die Thorwaler darauf reagieren würden. "Ich habe meine beiden Schwerter von meinem Sahib - meinem Meister." fügte er an, als er einen unverständigen Blick erntete. Das Schwert selbst bannte jedoch die Aufmerksamkeit des Zwergen, war die gesamte Klinge (wie auch das Stück von ihr, dass er momentan betrachten konnte) doch geschwärzt und reflektierte nahezu kein Licht.

  13. #13
    Phöses Mädel Avatar von Janoko
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    Ein schwaches Lächeln schlich sich auf ihre Züge - sie war vielleicht eine landratte, was aber nicht hieß, das sie nicht schon zur genüge auf Schiffen unter wegs gewesen war - vom Flusssegler bis hin zum handelsschiff - samt Sturm, hatte sie schon einige Decke betreten. "Ach wenn es mir schmeichelt... nenn mich beim Vornamen", erwiederte sie, bevor Cylithia den Becher hinunterstürzte, als sei das Wasser flüchtig. "Die Götter haben mir schon mehr streiche gespielt, als mir lieb ist.", meinte sie dann, ohne auf etwas bestimmtes ein zu gehen, bedankte sich nochmals für das Wasser und schritt vorsichtig zurück, - nur um ihren Platz von dem Angroscho belegt zu sehen. Und das Safir sein schwert halb gezogen hatte. Fast schon instinktiv wollte sie dem Mann eine scheuern - doch Balrog schien Safir darum gebeten zu haben sein SChwert zu ziehen, wenn auch nur halb. Sie zuckte mit den Schultern und setzte sich zwischen den Thorwaler und den adligen, da ihr Platz belegt war. - Raluf saß abseits und auch Ynu, der vorne im Bug neben dem Adlerkopf platz genommen hatte, war wohl in seine Gedanken vertieft. "Schlange und Adler", murmelte sie und bezog sich dabei auf die beiden Schiffe, die, obwohl der Wind sie schon erfasst hatte, immer noch Rudermannschaften im takt der Trommeln rudern ließ - wobei die Trommel der Seeschlange blass hinter ihnen schon verschwimmen zu begann.

  14. #14
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    Elza hatte wahrgenommen, das sich Safir und Balrog unterhielten, während Feanwulf noch immer still neben ihm saß und die Augen geschlossen hatte. Er hatte ein zufreidenen Gesichtsausdruck auf den Lippen, fast so als freue er sich, endlich aufgebrochen zu sein. Die Maga hatte sich etwas zu trinken geholt, als sie sich dann neben Elza setzte. "Wie bitte?", fragte Elza sie, als sie etwas sagte. Sie sprach leise, daher war sich Elzanicht sicher, ob es eigentlich für ihn Gedacht war. "Verzeiht, solltet ihr nicht an einem gespräch interssiert sein, aber habe ich glaube gehörtzu haben, das ihr von Tieren gesprochen habt?"
    Wie auch die Maga, nahm Elza das immer dumpfer werdene Geräusch der Trommeln war, welche dem anderen Schiff gehörten. Sie entfernten sich und je schnell sie vorankamen, desto leiser wurden die Trommelschläge, die zudem von den eigenen übertönt wurden. Elza sah kurz nochmal zu Feanwulf und dachte sich, er wüsste nun, warum er so zufreiden aussah. Schnell jedoch richtete er sich wieder der Maga zu, sich dessen bewusst das es sich nicht gehörte, seine Aufmerksamkeit ablenken zu lassen bei einem Gespräch.

  15. #15
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    Sie war schwarz, sie war wahrlich der Art dunkel, das sie das Licht schluckte. Von den Liebelein und seinem Selbstrüffel bekam der Zwerg kaum etwas mit oder sagen wir, es war ihm schlicht einerlei. Der Mann würde schon wissen was er tat, immerhin schien er seine Begleitung nicht erst seid kurzem zu kennen. Diese Erkenntnis war dem Angroscho ja schon im Bad gekommen.
    Die Klingen waren nach Safirs Aussage von seinem Meister, sicher ein großes Geschenk vermutete der Zwerg. Doch wofür? Einen besonders guten Auftrag? Oder doch schon zum bestehen der Ausbildung? Egal, sie war schwarz und das allein reichte schon um seine Neugier zu entfachen.
    Der Zwerg konnte nicht anders als die Waffe noch genauer unter die Lupe zu nehmen. Mit dem Daumen und dem Zeigefinger berüherte er sachte die Klinge und rieb die Finger an ihr, gerade so als wolle er sie zerbröseln. Er nahm die Finger wieder weg und sah das sie sauber waren.

    „Kein einfaches Pulver das man auftrug und verklebte. Es fühlt sich eher an als habe man es eingebrannt. Und das sogar so stark das normale Reibung und auch die eigentliche Nutzung die Schwärze nicht entfernen...interessant. Sagt mir doch bitte Safir, ist das was ihr da habt ein Khunchomer? Mit dem die Schwerttänzer der Novadis wahre Wunder vollbringen sollen?
    Ich habe dies nur gehört und noch nie einen gesehen geschweige den auf dem Markt erblickt.“

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