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    Na hast du Angst, Kleiner?! Avatar von Ironhide
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    Standard Serenity - Die Jagd (Prolog)




    Es war der vierte Tag den sie nun schon unterwegs waren und diesmal schien es schnell zu gehen. Konrad, ein meldorianischer Bandit und seine Bande hatten einen Fehler gemacht und für James war es einfach gewesen, sie zu finden. Die Soroja hatte sie bald eingeholt und jagte sie nun durch die Ringe eines unbekannten Planeten. Die Ringe bestanden aus Felsbrocken, teilweise so groß wie ganze Häuser. Das System kannte niemand von ihnen, bewohnt war es nicht, Raumstationen gab es nicht, Schiffe kamen hier wohl niemals vorbei. Ideal als Basis für einen Banditenbande wie die von Konrad. Alyson hatte aber alle Hände voll zu tun, nicht in den Ringen zu zerschellen, während ihr Onkel James Kommandos bellte.
    "Pass auf, wohin du fliegst, mein Bruder reißt mir den Kopf ab, wenn dir was passiert.", meckerte James seine Nichte an, meinte es aber nicht so ernst, wie es sich vielleicht anhörte. So gut wie sie navigieren konnte, so wild flog sie auch und hatte dabei sichtlich Spaß.
    James gefiel das nicht immer, aber es gab keine bessere als Alyson, die mit der Soroja zurecht kam. "Sie fliegen auf ein Trümmerfeld zu, direkt oberhalb der Ringe... Sieht aus, als wenn da irgendwer nicht aufgepasst hat."
    "Oder nach einem Kampf.", warf James auf Jay Jays Bemerkung ein. Der Techniker stand mit auf der Brücke und sah zu, wie Alyson durch die Trümmer jagte, immer knapp hinter dem Schiff von Konrad. Dieser kannte sich hier aber aus, wusste wie er fliegen musste, um seinen Häschern zu entkommen. Die Soroja jagte gerade erneut durch einen der Ringe, stieß durch ihn hindurch, sackte nach rechts weg und schien als wenn sie auf den Ring zurückfiel, rollte sich um die eigene Achse bis Alyson die Triebwerke voll aufdrehte, das Schiff abfing und wenige Meter über den Ring dem Schiff von Konrad hinterherjagte.

    Konrad tauchte erneut ab in einen der Ringe, flog waghalsige Manöver aber die siebzehnjährige Navigatorin blieb dran, ließ sich einfach nicht abschütteln. "Warum schießen wir nicht einfach?"
    "Weil wir sie kaum treffen würden hier drin.", meinte James auf die Frage von Jack. Damit hatte er recht. Konrad wusste das und flog so, das er sich sicher sein konnte, das Schüsse auf ihn sinnlos waren.
    Konrad flog weiter auf das Trümmerfeld zu, dabei eine Schleife und einen Haken nach dem anderen machend, die Soroja im Nacken. Erneut stieß Konrad durch den Ring, dicht vorbei an einem großen Felsbrocken der um sich selbst rotierte, flog in einer dichten Kurve und sank sofort wieder ab und verschwand hinter dem Brocken. Alyson folgte ihm, aber Konrad wusste etwas, was Alyson nicht wusste. Direkt hinter dem Felsbrocken, schwebte ein anderer, sehr viel kleinerer. Eine kleine Kurskorrektur reichte aus, und man verfehlte ihn. Wusste man aber nicht, dass dort ein weiterer Brocken war, so hatte man keine Zeit, diesem auszuweichen. Hastig versuchte die siebzehnjährige noch das Steuer rum zu reißen, doch schaffte es nicht. Die Soroja kollidierte mit dem Felsbrocken, der einen Durchmesser von zwei Metern hatte. Der Aufprall verursachte ein gequältes Stöhnen der Außenhülle, bevor sie aufriss und etliche Alarmsignale und das dumpfe Pochen von schließenden Sicherheitsschotts an ihre Ohren drangen. Die Wucht des Aufpralls und die Entweichenden gase ließen die Soroja aus dem Felsenmeer heraus trudelte, zurück in den offenen Raum. Auch Konrad tauchte aus dem Ring auf und verschwand mit seinem Hyperantrieb.
    "Los, hinterher!"
    Alyson folgte dem Befehl, hatte das zumindest vor doch als sie in den Hyperraum wollte, reagierte das Schiff einfach nicht. "Ausgefallen!"
    "Nicht dein ernst."
    "Doch, geht nicht.", meinte Alyson nur trocken, war es ja nicht ihre Schuld.
    "Xen, Jay Jay, was ist mit meinem Schiff?"Jack, der sich noch auf der Brücke befand begab sich an eins der Terminals, von welchem er den Status des Hyperraumantriebs überprüfen konnte, während Xen im Maschinenraum am Antrieb selber herum werkelte.
    "Der Antrieb selbst ist okay, Captian.", kam es per Kom aus dem Maschinenraum. "Aber die Stabilisatoren Backbord reagieren nicht.", erklärte Xen James. Selbiger sank genervt in seinen Kommandostuhl zurück. "Bestimmt bei dem Zusammenstoß drauf gegangen." Damit dürfte Jack recht haben, das wusste James und auch Alyson, die ein wenige Fluchte, diesem Konrad in seine kleine Falle gegangen zu sein. "Wie lange dauert die Reparatur?"
    "Wir müssen uns das erstmal ansehen.", meinte Jack und verschwand von der Brücke.

    "Sublicht haben wir noch, aber der bringt uns nicht viel. Scan das System, nicht das noch mehr Überraschungen auf uns warten."
    Wortlos tat Alyson was ihr Onkel von ihr verlangte. Sie fand außer dem Trümmerfeld nichts, was der Rede wert war. "Also wenn sie hier eine Basis haben, dann ist sie sehr gut getarnt, oder das war nur Ablenkung.", meinte sie zu James. "Der wollte uns hier haben, damit wir nicht wissen, wohin er ist. Hier ist nichts, außer Steine und Schrott." Im selben Moment meldete sich Xen erneut über das Kom. "Captian, die Stabilisatoren sind hinüber, und wir haben ein ordentliches Loch im Rumpf. Aber die Schotts halten. Die Reparatur dauert allerdings, Jagger und ich müssen erst den defekten ausbauen und sehen wie groß der Schaden ist, oder einen neuen Stabilisator finden, wir haben keinen Ersatz mit."
    Den Frust, den James bei dieser Nachricht empfand, konnte Alyson förmlich spüren. Eine Verfolgung war damit hinfällig und somit auch das satte Kopfgeld. Zumindest fürs erste. "Wie lange wird das dauern?"
    "Ich schätze einen halben Tag. Außer sie finden einen neuen Stabilisator."
    Der Frust wuchs. James ließ Xen und seinen Sohn mit den Reparaturen anfangen, denn vorerst kamen sie hier nicht weg. Er gab Alyson den Befehl, zu dem Trümmerfeld zu fliegen, um sich dort umzusehen. Erhoffen tat er sich davon nichts, aber vielleicht gab es ja noch etwas, das für die Reparatur hilfreich war.

    Das Trümmerfeld war größer, als es den Anschein gehabt hatte. Dutzende kleine Teile waren darin, die sich durch Ionenwinde oder ähnliche kosmische Gegebenheiten drehten oder gegeneinander stießen. Es war Yama, der von seiner Krankenstation zur Brücke gekommen war, der ein größeres Trümmerstück als Wrackteil identifizierte. Nur die Tatsache das man ein Schott erkennen konnte, ließ die Vermutung zu.
    "Was besseres können wir nicht erwarten. Alyson, flieg einmal drum rum und schau mal, ob wir irgendwo da ran können."
    "Ey, Captian." Alyson lenkte die Soroja geschickt um das Wrackteil, aber fand nichts wo sie das Schiff sicher hätte andocken lassen können. "Neben dem Schott ist die einzige Stelle, die genug Platz bietet für den Gleiter." James stimmte seiner Nichte zu. Er stand auf und begab sich zum kleinen Hangar, in dem die Soroja einen kleinen Gleiter mitführte.
    "Lass mir das Schiff heile, solange ich da drüben schaue, was wir gebrauchen könnten.", meinte er über das Kom zu Alyson.

    Der Gleiter flog vorsichtig, gesteuert von James, an das Wrackteil heran. Den Teil der Außenhülle, den sie erkennen konnten, wies das Schiff als Sol-Klasse aus. James sog merklich die Luft durch die Zähne, denn das hieß, das er hier eine richtige Antiquität vor sich hatte. Xen, der auch an Bord war, schien ebenso überrascht, über die Reaktion des Captians. "James, was ist so besonderes an dem Ding?"
    "Das stammt noch von der Erde.", meinte der Captian ehrfürchtig. "Und wie es ausschaut ist es uralt. Mindestens 130 Jahre. Das hat den Krieg noch nicht einmal miterlebt."
    Mit Neugierde steuerte James den Gleiter näher an das Wrackteil heran, auf der Suche nach einer genaueren Schiffsbezeichnung. Doch auch nach knapp einer Viertelstunde wurde er nicht fündig, so das er seine Aufmerksamkeit dem Schott widmete.

    Das Schott selber war zu massiv, als das sie sich hindurch schneiden hätten können. Aber die Wand achtern vom Gleiter bot genug Platz, damit sie die kleine Luft- und Arbeitsschleuse auf die Wand drücken konnten. Xen setzte den Helm seines Schutzanzuges auf und machte sich an die Arbeit. Zuerst fuhr er die Schleuse aus, verankerte sie an der Wand und stieg in selbige. Xen schnappte sich den Plasmabrenner und fing an, ein Loch in das Wrackteil zu schneiden. Kaum das er das erste Loch in der Wand hatte, merkte Xen wie die der Druck aus der Schleuse entwich, während er sich am Gleiter festhielt. "Gott, das hat mir einen Schrecken eingejagt.", hörte Xen seinen Capitan über Kom sagen, der den Druckausgleich bemerkt hatte. Nachdem sich der Druck endlich angeglichen hat, schnitt Xen weiter. Nach einigen Minuten war er durch und der Teil der Wand kippte einfach mit lautem Krachen nach innen. "Ich bin durch. Wir können rein."

    "Gut, ich komme.", meinte James und setzte auch seinen Helm auf. Zusammen begaben sie sich in das Innere des Wrackteils, was stock finster war. Licht kam nur von der Schleuse und den Taschenlampen, die Xen und James bei sich hatten. Das erste was James erkannte, war ein großer Träger, der quer von der Decke hing. Gefahr das er herabfiel bestand nicht, fehlte doch die Schwerkraft. Ein Becher stand einfach in der Luft, als wenn ihn dort jemand abgestellt hätte. Rechts vom Schott befanden sich einige Kontrollpulte, aber allesamt mangels Energie ohne Funktion. Die Lichtkegel der Taschenlampen glitten durch den Raum, und fanden neben den Kontrollpulten Staekapseln. Erneut war James überrascht. "Sowas kenne ich nur von den Erzählungen meines Vaters. Solch alte Kapseln hab ich noch nie gesehen, nur die neueren Modelle." Xen schaute ihn fragend an, aber sein Blick fiel dann auf etwas anderes. "Captian, hinter dir." James drehte sich um und es verschlug ihm fast die Sprache. Hinter ihm war noch eine Stasekapsel. Eigentlich keine große Überraschung, doch das rechts an der Kapsel ein kleines rotes Lämpchen schwach blinkte, war dann mehr als ungewöhnlich. "Was zum Geier..." James schob sich an Xen vorbei, sein Blick fest auf die Kapsel gerichtet. Eine dicke Staubschicht hatte sich auf dem Deckel gelegt, wie überall in dem Wrackteil.

    Als erstes Untersuchte er das Bedienfeld, was blinkte. Erstaunt stellte er fest, das die Kapsel noch völlig Intakt war, die Lampe zeigte an, das die interne Energiequelle blad ihren Geist aufgeben würde. "Das kann doch gar nicht...", James wischte die Staubschicht vom Deckel und traute seinen Augen nicht. Da war jemand drin. Und dieser jemand lebte noch. In der Kapsel lag eine junge Frau, nichts weiter als ihren gelben Skinsuit an, typisch für Menschen in Kryostase. James hatte davon schon gehört, früher, als die Hyperraumtechnologie noch in ihren Kinderschuhen steckte, waren diese Kapsel weit verbreitet und konnten einen Menschen theoretisch für 150 Jahre in kälteschlaf halten. Aber das jemals jemand so lange in so einer Kapsellag und das überlebte, war selbst für James etwas neues. Erneut kontrollierte James die Kontrolltafel neben der Kapsel und wischte den Staub von ihr. Er erkannte die Vitalwerte, die angezeigt wurden und nach denen zu urteilen, war sie noch am Leben und bei bester Gesundheit.
    "Das...das ist unmöglich. Xen, sieh dir das an."
    Xen trat näher, stolperte dabei aber über irgendwas und ging zu Boden. "Verdammt, was liegt hier denn rum.", fluchte er und suchte mit der Taschenlampe nach der Ursache. Als er sie fand, wurde ihm anders. Ein Besatzungsmitglied, oder das, was davon übrig war. Erfroren. Xen sagte nichts und wollte sich grade erheben, als ein Blick auf ein altes Datenpad fiel, was neben dem Toten lag. Er hob es auf, betrachtete es kurz und beschloss es mitzunehmen.
    James hatte inzwischen auch einen Entschluss gefasst. "Wir nehmen die Kapsel mit. Hilf mir mal!"

    Der Plan wurde auch in die Tat umgesetzt - unter Zuhilfenahme der Soroja. In dem Lagerraum der Soroja hatte man die Kapsel untergebracht, mitsamt dem Teil der Wand, an dem sie verankert war. Inzwischen standen alle im Halbkreis um die Kapsel herum und berieten was sie nun machen sollten. Yama war derjenige, für den schon jetzt feststand, das sie die Kapsel unbedingt öffnen sollten, Xen untersuchte sie auf ihre Technik hin, hatte sich auch mit dem kleinen Bedienpult verbunden, aber dort gab es nichts weiter zu erfahren, als das was das Pult auch so schon ausgab. Alyson war sehr interessiert an dem, was da drin war. Besser gesagt wer es war und warum sie dort drin war. Jack war der erste, der eine Anspielung auf das äußere machte, was ihm einen bösen Blick von Alyson einbrachte und einen Seitenhieb von James. Der Captian selbst war skeptisch, obwohl es ja seine Idee war, sie hierrüber zu schaffen.
    "Also Leute, was machen wir?"
    "Rausholen. Wer weiß wie lange sie da drin noch überlebt. Und wer weiß was für Schäden sie vielleicht schon davon getragen hat. Ich hab noch niemals gehört, das jemand überhaupt so lange in einer Kapsel überlebt hat." Yama wiederholte diese Argumente bereits zum dritten mal. Jack sah das etwas anders, denn auch wenn die Frau darin sehr ansehnlich war, wie er fand, konnte man ja nie wissen, was sie sich da einfangen könnten. Vielleicht war sie krank. Zwar stand er mit seiner Meinung nicht alleine da, alle anderen wollten die Kapsel öffnen, aber solange James ihm zustimmte, reichte das schon. "Egal was wir tun, lange hält die Energiequelle der Kapsel nicht mehr. Ich geb ihr noch zwanzig Minuten, dann schaltet sie ab und die Frau stirbt.", meldete sich Xen zu Wort.
    "Also gut, machen wir sie auf."

    Sobald sie sich dazu entschieden hatten hatte Yama, als Arzt, das Kommando übernommen. Obwohl die Technik vor ihm uralt war und einige Tasten nicht richtig funktionierten, bekam er die Maschine dazu, die Enteisung ein zu leiten, was nach wenigen Sekunden dann automatisch von statten ging. Allerdings war der Rot über die Röhre huschende Schriftzug "Emergency Ejection" nicht so wirklich das, was man unter sanften Aufwachen verstehen würde. Die Röhre wurde mit einem gas geflutet, das die Eiskristalle, die sich an der Scheib gebildet hatten auflöste und auch die Atemmaske der Frau begann wieder Sauerstoff zu pumpen. Die vier Schläuche an ihrem Hals begannen auch zu vibrieren und die hellblaue Flüssigkeit, die aus ihr herausgepumpt wurde, wurde durch eine rote, vermutlich ihr Blut, ersetzt. Danach begann ein pulsierendes Zittern der Ganzen Röhre und bei jedem erzittern bäumte die Frau im inneren sich auf, als würde sie zwangsreanimiert.

    Als man das im Herzschlag fiepende Signal bekam das sie wieder 'wach' war, wurde der Deckel schlicht abgesprengt - mit einem lauten Knall landete er an der anderen Seite des Raums. Die Frau sackte aus der Kapsel und wurde nur vor einem Fall bewahrt weil Xen beherzt zugriff. "Helft mir mal", meinte er und legte sie auf den Boden. "Wir sollten sie auf die Krankenstation bringen..."


  2. #2
    Händler Avatar von Rosered_Strauss
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    Xen hob die Bewusstlose behutsam vom Boden auf, vorsichtig darauf achtend, sie nicht aufzuwecken. Der blonde Mann warf einen Blick in die Runde. "Wir sollten diese Kapsel definitiv in näheren Augenschein nehmen. Sie verrät uns sicherlich so einiges mehr, als wir jetzt heraus finden können. Zuvor aber sollten wir eine Trage holen - wir wissen noch nichts über ihren Gesundheitszustand." Sein Blick wanderte über die Frau hinüber, suchte nach Blessuren oder größeren Auffälligkeiten, fand aber Glücklicherweise nichts. Es sollte auch nicht mehr lange dauern, ehe eine Bahre heran gerollt wurde, auf der Adoptivsohn der Coopers sie vorsichtig ablegte. "Aber ich sollte wieder an die Arbeit gehen - wir sollten wieder an die Arbeit gehen. Jack, Stöpsel aus den Ohren und Werkzeug in die Hand. Wir haben zu tun." Noch während er sprach, veränderte sich seine Stimme, von seinem Äusseren ganz zu schweigen. Aus dem blonden Mann mit Dreitagebart wurde ein etwas kleinerer, muskulöserer Braunhaariger, indem seine Züge einfach zerflossen und schliesslich wieder im neuen Antlitz fest wurden. "Ich werde mir das Loch im Rumpf einmal näher inspizieren und sehen, ob ich es nicht schliessen kann. Jackie- Boy, Du widmest dich den Stabilisatoren - langsam und vorsichtig. Sieh dir die Schäden an und halte mich auf dem Laufenden, wir brauchen das Teil, wenn wir in den nächsten Jahrzenten hier wieder weg kommen wollen." Mit diesen Worten nickte er den Anderen zu und lief raschen Schrittes zum Mannschaftsraum, in dem er seine Raumkleidung aus seinem Spind fischte.


    Anschliessend begab er sich zur Luftschleuse, an der er sich per Kabel sicherte, während Alyson die Prozedur übernahm, mit der er langsam ins All über gleiten konnte. Sobald alles bereit und der Sauerstoff vollständig aus dem Raum verschwunden war, öffnete sich die Äussere Schleuse, und vorsichtig glitt er hinaus ins Weltall. Sofort umfing ihn die absolute Stille des Weltalls, unterbrochen einzig und allein von kurzen Funksprüchen aus dem Inneren. Er setzte seine Füße auf den Boden, strengte seine Energiezelle etwas an und fand sich kurz darauf wieder, wie er magnetisiert an der Außenhülle des Schiffes entlang lief. Nach einiger Zeit hatte er sich schliesslich zum Rumpf vorgetastet, als er sich per Funk an Jack wandte. "Xen hier. Das Loch ist nicht gerade klein - ich schau mal, wie's drinnen aussieht." Er kletterte durch das Loch hinein, um sich die Schäden zu besehen. Seine Augen huschten fiebrig umher, während er alle Details in sich aufnahm und schliesslich als Nachricht mit Bildanhang an die Brücke sandte. "Ich habe mir die Schäden mal angesehen." meldete er sich erneut. "Ich denke, ich könnte das Loch etwas schneller schliessen als mit herkömmlichen Mitteln - allerdings bin ich dann erst einmal für ein paar Stunden ausgeknockt. So ne' Anstrengung halte auch ich nicht allzu lange durch." meinte er, während er mit der Hand langsam über eine der Metallplatten fuhr, die sich nach innen gebogen hatten.
    Geändert von Ironhide (02.08.2015 um 22:12 Uhr) Grund: Avas hinzugefügt ^^

  3. #3
    Phöses Mädel Avatar von Janoko
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    "Du bist wahnsinnig!", knurrte Alyson über das KOm während sie ihre Nase am fenster plattdrückte und sehen zu können, was Xen da machte. "Aber nur zu, hab ich mehr Zeit zu sehen was du eigentlich... bist", leise Kichernd ließ sie den KOm Kanal offen und warf sich auf ihren Stuhl auf der Brücke, ihre langen, braunen haare hinten drein flatternd. "Mich wurmt das er mich in die Falle gelockt hat...", seufzte sie schließlich in sich hinein, schüttelte den Kopf und streckte sich, "Aer wir haben ja was anderes gefunden.", fügte Alyson an, stand wieder auf und ging zurück zur Krankenstation, auf der Yama die 'neue' immernoch nicht aus ihrer Kleidung gepult hatte. "Angst davor eine Frau nackt zu sehen?", stichelte sie, war sich aber bewusst, das der Anzug wohlmöglich mehr als nur Kleidung war und der Frau half ihren Körper zusammen zu halten - wer wusste schon wie viele Jahre... jahrzehnte sie eigentlich schon lebte, wobei ein großteil davon vermutlich in diesem Eisfach von Kryostastekapsel gewesenw ar - weil alt sah sie nicht aus.
    Akyson setzte sich rittlings auf einen der beiden Hocker mit Lehnte und schaute dem lebnden Relikt einer anderen Zeit zu. "Konrad müsste die doch eigentlich längst gefunden haben... alle Trümmerfelder sind durchsucht... kann nicht sein das wir so zufällig Glück haben...", murmelte sie nach denklich oder jemand wollte das ich endlich eine Schwester bekomme...
    Geändert von Ironhide (02.08.2015 um 22:11 Uhr) Grund: Ava Hinzugefügt <3

  4. #4
    Händler Avatar von Constantine
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    Offensichtlich war der Rest der Mannschaft so von der Neugierde gepackt worden, dass ihnen tatsächlich nichts besseres einfiel, als jene - zugegeben - hübsche, junge Frau aus dem Tank zu befreien. "Macht doch was ihr wollt", fluchte der zweite Mechaniker. Auf Xens Kommentar hin, knurrte dieser seinen Vorgesetzten ebenfalls zu, "wie alt bin ich dreizehn?", und verschwand nun an der Stelle der künstlichen KI in den Maschinenraum. Vorsichtig über die zerstörten Trümmerteile klettern, suchte seine Augen ersteinmal das Lichtpuld woraufhin bei Betätigung ein lauter Knall zu hören war, sogar Funken wurden durch die Luft geschleudert. "Scheiße noch mal!", fluchte der junge Mann ein weiteres Mal und verteufelte Alysons Mannövrierfähigkeit. "Verdammt, Alyson, wenn du schon wie geisteskrank fliegst dann denke, denke bitte auch mal an das Schiff, du hast im übrigen super Arbeit geleistet!", seine Laune wendete sich nicht gerade zum besseren, als Xen seine vorzeitige Diagnose preisgab.

    "Klar, dann fällt mein zuständiger Ingenieur aus und ich hab doppelt und dreifache Arbeit, gott du bist doch vollkommen übergeschnappt, du setzt dich gefälligst nicht auf volle Leistung, sondern nimmst die sichere Variante", während dessen fummelte Jack an der Elektrik herum. Zufrieden nickend, dass es nur eine Sicherung war, begab er sich nun zu den Stabilisatoren. Er gab einen Funkspruch durch das Com zum Captain ab. "Captain, das wird eine Weile dauern". "Alsyon hat SUPER Arbeit geleistet", der Saraksmus war deutlich herauszuhören. "Ich will im übrigen ja nicht sagen Xen, dass ich's dir gesagt habe ein Ersatzteil vor Aufbruch der Mission zu besorgen, aber bei Jupiter, ich hab's dir gesagt!".

    Sich seine Sonnenbrille auf die Nase setzend, begann der Mechaniker vorsichtig den Schutz zu entfernen, um an das Innenleben heranzukommen. Sicherheitshalber die Sicherung ausschaltend um nicht noch einen Stromschlag zu kassieren. "Ok, Wunderkind", sprach Jack nun direkt an seinen Ingeneur gerichtet. "Rotes oder Grünes Kabel?", witzelte er nach dem der Mechaniker seinen Unmut Luft gemacht hatte, stöpselte er sich einen seiner zwei In-Ear Stecker in das rechte Ohr und drehte die Lautstärke ordentlich auf, so dass es sogar Xen hören konnte. "Xen, das sieht nicht gut aus", erwiederte Jack durch das Com. "Mit einem Ersatzteil könnte ich das Ding wieder zum Laufen bringen aber ohne könnten wir sogar einen Tag länger hier vergammeln". "Es wäre durchaus ratsam den Clan um Hilfe zu bitten", "völlig egal ob unsere stolze Pilotin dann ihren Fehler zugeben muss oder nicht", knurrte dieser noch anschließend.
    Geändert von Constantine (13.05.2016 um 18:41 Uhr)

  5. #5
    Catgirl nyaaa~ Avatar von Yijare
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    Der Kopf tat mir weh, der Hals tat mir weh, eigentlich tat mir mein ganzer Körper weh. Als ich meine Augen öffnete grinsten mich ein Arzt und eine ihm nicht wirklich ähnlich sehende, junge Dame an, die sich rittlings auf einem Stuhl gesetzt hatte.

    „Sind wir da?“, fragte ich und blickte mich um - es sah nicht aus wie eins der Schiffe der Sol-Klasse, eher wie ein ramponierter Müllhaufen, der irgendwie am Fliegen gehalten wurde. Erst jetzt fiel mir auch der etwas ältere Mann an der Tür aus dem Raum heraus auf, der eine gewisse Ähnlichkeit mit den beiden anderen hatte - war das hier ein Familientreffen?! Eine Antwort darauf bekam ich so schnell nicht, denn ich wurde mir bewusst, dass ich immer noch in dem Ding steckte mit dem man mich in die Kryostase geschickt hatte.

    Etwas an der ganzen Situation gefiel mir nicht im Geringsten. Es war weder die Tatsache das hier anscheinend eine Familie stand oder dass ich in einer Schrottbeule von Schiff aufgewacht bin, sondern etwas anderes… etwas auf das ich meinen Finger nicht legen konnte. Etwas fehlte und ich wusste nicht was - es bereitete mir Kopfschmerzen daran zu denken, danach zu forschen in den Tiefen meines sein, es tat so weh… das ich es nach einigen Momenten sein ließ. Ich griff mir an den Kopf und setzte mich auf - wohl zum Missfallen des Arztes, der irgendwas sagte, aber ich verstand ihn nicht, wollte ihn nicht verstehen. Und dann meldete sich mein Magen, knurrend wie ein ausgehungerter Bär.

  6. #6
    Tourist Avatar von hakuryu
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    Was sie da im Trümmerfeld gefunden hatten konnte er nicht wirklich glauben. Selbst wenn sie dort nachträglich hingebracht worden sein sollte, was Yama stark bezweifelte, müßte die Frau weit über 100 Jahre alt sein. Ihm war nicht bekannt das irgendjemand eine so lange Zeit in Kryostase unbeschadet überstanden hatte. Selbst mit den neueren Geräten, die jetzt hoffnungslos veraltet waren und eh nicht mehr gebraucht wurden, war das Höchste was ihm, oder dem Alten, bekannt war gerade mal knappe 50 Jahre gewesen. Ob sie sie wach bekommen würden stand auch in den Sternen. Ein Wunder das die Energiezelle überhaupt so lange durchgehalten hatte. Xeno's Diagnose glaubte der junge Arzt sofort. Glücklicherweisse schaffte er es die Kapsel zum auftauen zu bewegen, nur das Wie gefiel ihm nicht. Sanft war wirklich etwas anderes. Xen fing die junge Frau dann auch auf und schon ein paar Minuten später hatte er sie in seinem Refugium. Oberflächlich fand er keinerlei Schäden wie Frostbeulen oder Verletzungen. Wie es innerlich aussah, bzw. unter dem Anzug, konnte er noch nicht sagen. Ihre Vitalzeichen waren zumindest schon mal gut und zeigten das sie wohl bei bester Gesundheit war. Vorsichtig versuchte er sie aus diesem Anzug zu bekommen. Gar nicht so leicht wie er dachte. Das verdammte Ding saß hauteng und er suchte immer noch nach einem Reißverschluß oder ähnlichem als Alyson sich zu ihm gesellte.
    "Angst davor eine Frau nackt zu sehen?"
    Yama sah nicht einmal hoch. Nur ihre nächsten Worte brachten auch ihm zum nachdenken. An ihren geflüsterten Worten war eindeutig was dran. James hatte sich auch mitlerweile zu ihnen gesellt, blieb aber im Türrahmen gelehnt stehen. Yama setzte der jungen Frau eine kreislaufstabilisierende und mit Vitaminen angereicherte Spritze.

    "Was meinst du, könnten Schäden im Hirn sein?"
    "Möglich ist Alles. Wenn es ganz schlimm ist, dann hält der Anzug sie zusammen und drunter hat sich die gesamte Haut abgelöst. Sowas hat es schon gegeben. Nur derjenige hatte damals auf das Material allergisch reagiert. Sie kann gar nicht, völlig plemplem oder auch gesund und ohne irgendwelche Schäden aufwachen."
    Dann brachte ihn ein Stirnrunzeln seiner Patientin seine volle Aufmerksamkeit zu ihr zurück. Offensichtlich hatte sie Schmerzen. Mit den Händen am Kopf öffnete sich die Augen und sie fragte ob sie schon angekommen wären. Yama lächelte sie an und schnappte sich eine zweite Spritze mit einem leichten Schmerzmittel. Die junge Frau sah sich etwas irritiert um und musterte jeden einzelnen der drei Anwesenden. Das sie sich aufsetzte, konnte Yama nicht gutheißen. Ihr Kreislauf war mit Sicherheit noch nicht wieder soweit auf dem Damm das sie sich groß bewegen konnte. Aus diesem Grund hatte er ihr vorsorglich das Mittel gespritzt.
    "Leg dich bitte wieder hin. Du wurdest nicht gerade sanft geweckt und bist noch nicht soweit das du aufstehen könntest."
    Noch bevor sie etwas sagen, oder auch nur seinen Anweisungen folgen konnte, knurrte lautstark ihr Magen. Das wurde aus einer der hinteren Ecken des Raumes wiederholt. Wulf kam mit gespitzten Ohren aufmerksam und vorsichtig näher. An der Liege schob er vorsichtig den Kopf nach oben ließ ein überraschtes Winseln hören als sich ein weiteres Knurren vernehmen ließ. Der Ausdruck im Gesicht des Hundes war so urkomisch, daß Yama und Alyson lachen mußten. Beschwichtigend streichelte Yama seinem Freund über den Kopf.
    "Laß sie, Wulf. Sie tut keinem etwas und du machst ihr bestimmt Angst."
    Zu James gewand meinte er nur das sie wohl erst was essen müsse bevor sie weiter kamen. Und das sie bestimmt ein paar andere Klamotten anziehen würde wenn sie sein ok zum aufstehn und rumlaufen bekam. So wie er die Sache gerade sah sprach bis jetzt nichts dagegen.
    "Könntest du bitte was zu essen holen Alyson? Und nun zu dir. Wie heißt du, wie alt bist du, wann wurdest du eingefroren und was war das Ziel der Reise. Und wie bekommt man dieses verdammte Ding auf?"
    Ihm war schon klar das das viele Fragen mit einmal waren, trotzdem war Yama zuversichtlich das sie in der Lage war diese zu beantworten.

  7. #7
    Na hast du Angst, Kleiner?! Avatar von Ironhide
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    "Nun mal immer mit der Ruhe.", bremste James seinen Schiffsarzt. "Lass sie erstmal wach werden." James kam nun ganz in den nleinen Raum und stellte sich neben die Liege auf der die Frau lag. "Deine Frage ob wir angekommen sind, kann ich dir nicht sagen, da ich das Ziel deiner Reise nicht kenne." James hatte sein freundlichstes Lächeln aufgesetzt, was er hatte. Auch er hatte viele Fragen, aber sicher auch sie. "Aber bevor wir das alles in Ruhe klären, solltest du was essen." Alyson, die noch immer keine anstallten gemacht hatte sich zu bewegen sah interessiert von ihrem Stuhl zu, bis James sie aus ihren Gedanken riss. "Hey... bring unsdrem Gast bitte eine kleinigkeit zu Essen und etwas Wasser." Alyson spfang auf und flitzte los, wollte sie doch schnell wieder hier sein.
    Dann wandte er sich wieder an die Überlebende. "Mein Name ist im übrigen James Cooper, Captain der Soroja. Die junge Dame die dir gleich was zu essen gibt, ist Alyson und das ist mein Schiffsdoktor, Yama. Wenn du un nun deinen Namen verraten würdest, dann wäre das schon mal ein guter Anfang."

    In jenem Moment bog Berry um die Ecke, dem man ansah das er die ganze Aktion verschlafen hatte. Nicht freiwillig, wie man gestehen musste. Auf der letzten Handelstation, auf der sie Konrads Spur aufgenommen hatten, wollte Berry eigentlich ein paar neue Ersatzteile für seine Waffen kaufen, nur wurde aus einer Preisverhandlung irgendwie ein kleiner Streit und als der Waffenmeister dem Händler damit drohte im den Laden unterm Arsch wegzublasen, schoss dieser ihn einfach mit einem Gewehr, gefüllt mit kleinen Ampullen Betäubungsmitteln für die nächsten 24 Stunden ins Reich der Träume. Xen war es der ihn auf die Soroja gebracht hatte. Nun stand er in der Tür und auch sein Schädel brummte. Was bisher alles passiert war, wusste er noch gar nicht


  8. #8
    Phöses Mädel Avatar von Janoko
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    Wasser und etwas zu essen - da sollte kein problem sein. Schnell wie ein blitz hatte sie auf dem Weg zur Kombüse Berry um gerannt, der noch etwas... angeschlagen ausschaute. "Wir haben ne neue...", kommentierte sie im vorbei laufen und war schon um die nächste Ecke verschwunden. Ein Glas zu finden war gar nicht so einfach, aber essen war kein problem. Immerhin gab es genügend davon. So lange die Energie zellen es hergaben in diesem Konvekto-Schrott. Alyson konnte es nicht aussprechen, entschied sich dann für ein paar Brotscheiben mit Schmierzeug drauf. War wohl das beste für die Neue. Sie stellte das Glas in den Dispenser und ging nun, bedeutend langsamer, zurück zur Krankenstation.
    "Essen auf Rädern~", trällerte sie belustigt und bekam sofort einen ernsten Blick verpasst - "Was denn, darf man nicht mal mehr?!", leicht eingeschnappt stellte sie das tablett auf den nächst besten Tisch und pflanzte sich wieder auf den Hocker.

  9. #9
    Dauerbesucher Avatar von Survivor
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    Das erste was Berry war nahm als er durch das Schiff ging, war das jemand dicht an ihm vorbei lief.
    Auf den ersten Blick hatte er die Person nicht erkannt, doch als er ihr nach schaute erkannte er Alyson.
    „Was haben wir?“ fragte er noch, denn so wirklich aufnahmefähig war er noch nicht.
    Als er dann auf der Krankenstation an kam und sich umblickte, erkannte er was Alyson gemeint hatte.
    „Ah...ok, das ist also das Neue.“
    Mehr konnte Berry erst einmal nicht von sich geben, dafür dröhnte sein Kopf einfach zu sehr.
    Er lehnte sich an eine der Wände.
    „Yama, hast du mal ne Kopf-Aua-Tablette? Dieser scheiß Bastard von einem Händler, nächstes Mal jage ich seinen Laden gleich hoch und nehme mir die Ersatzteile einfach die ich haben will.“
    Der Gedanke an die Explosion hob seine Stimmung etwas, doch die Schmerzen vertreiben konnte sie nicht. So wartete er bis Yama sich um ihn kümmerte.
    In der Zwischenzeit kehrte auch Alyson wieder mit etwas zu essen zurück und wurde für etwas Spaß getadelt.
    „Nun zieh nicht gleich wieder so ein Gesicht Chef, sie will doch nur die Stimmung heben.
    Außerdem, wer ist das da eigentlich? Sieht uns gar nicht ähnlich wildfremde Leute aufzugabeln...“

  10. #10
    Tourist Avatar von hakuryu
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    "Alter, wenn du das machst bist du tot noch bevor du auch nur ein Ersatzteil hast. Setz dich."
    Yama drückte ihren Explosionexperte einfach auf den nächst besten Hocker.
    "Lehn dich bloß nicht an, du hast keine Lehne."
    Damit drehte er sich um und stiefelte zu einem der Schränke die Medikamente enthielten. Nach einigem Suchen fand er die entsprechenden Pillen. Kurzerhand schnappte er sich das Glas das für seine Patientin bestimmt war und reichte es Berry. Der stürzte in einem Zug alles hinunter. Der Doc nahm ihm das Glas wieder ab, wischte es aus und füllte es aus der Flasche wieder neu. Netterweise hatte Alyson gleich eine ganze gebracht.
    "Was soll sie jetzt zuerst machen? Essen oder doch Fragen beantworten?"
    "Erst essen. Wie ist ihr Zustand?"
    "Wenn ich das so genau wüßte wäre mir wohler. Auf dem ersten Blick ist sie ok, zumindest Blutdruck und Puls, nur wie es unter diesem Anzug aussieht weiß ich nicht. Reden kann sie auch, also denke ich nicht das sie allzu große Schäden im Kopf davon getragen hat. Wie bekommt man dieses Teil überhaupt auf?"
    Irgendwie schaffte es Yama nicht die Frau aus diesem Anzug zu bekommen. Das Wulf immer wieder versuchte an ihr zu schnuppern erleichterte das Ganze auch nicht gerade. Zumal er auch nicht wußte wie sie darauf reagierte und ob sein vierbeiniger Freund nicht nur einfach scharf auf das Essen war.
    "Komm Großer, ab mit dir. Nachher beißt sie dich noch."
    Die junge Frau hatte mitlerweile angefangen zu essen, oder eher versuchte sie alles mit einmal in sich rein zu stopfen. Yama griff ihr praktisch sofort in die Hände.
    "Langsam, langsam. Wenn du zu schnell ißt, behältst du nichts drin und ich bin nicht scharf drauf alles wieder aufwischen zu müssen. Also mach in Ruhe und alles gut kauen. Jeden Bissen mit etwas Wasser nachspühlen. Ganz genau so."
    Ein untypisch leichter Fluch war von Berry zu vernehmen. Als sich Yama dann zu ihm umdrehte, sah er noch das ihr Waffenexperte gerade so noch sein Gleichgewicht halten konne um nicht vom Hocker zu fallen.
    Und ich sag's ihm auch noch.
    Kopfschüttelnd wandte er sich seiner Patientin und James wieder zu.
    Geändert von hakuryu (04.08.2015 um 23:18 Uhr)

  11. #11
    Catgirl nyaaa~ Avatar von Yijare
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    Was ein Trouble hier herrschte. Nicht nur das die Leute alle wild durcheinander fragten und Mutmaßungen anstellten, nein da war auch dieses…. Vierbeinige Vieh. Ich hatte noch nie mit Haustieren gekonnt - seit wann waren die auf Schiffen der Sol überhaupt erlaubt? Eine Frage die die hier mir bestimmt beantworten konnten. Wirklich wissen wusste ich das natürlich nicht, wie denn auch. Wer den Mund nicht aufmachte um Fragen zu stellen oder Antworten zu geben, würde selber keine Antworten bekommen. Doch das Essen sah sehr viel interessanter aus, als das ganze Gefrage.

    Den Hund ignorierend begann ich das was eigentlich so spartanisch war in mich hinein zu schlingen, nur um vom Doc unterbrochen zu werden - immer diese Mediziner, ließen einen nie machen, was man gerade wirklich wollte. Dass er sich so schwer tat den Kälteanzug auf zu bekommen verstand ich nicht, immerhin hatte man uns doch darin unterrichtet, das man den nur aus bekam, wenn man ihn zerschnitt - mit einer Speziellen Klinge, den ansonsten war er gut gegen Spitze Gegenstände und hielt auch sonst den Körper zusammen. Einzig die Toilette war ein Problem … bis mir einfiel das es da ja einen Reisverschluss gab.

    „Maximilia“, antwortete ich schließlich zwischen zwei Bissen und dem obligatorischen Schluck Wasser, den der Doc verlangte. „Könnt mich aber Maxi nennen“, fuhr ich fort und stellte das inzwischen leere Tablett beiseite. So hatte ich mir das Ganze nicht vorgestellt. Da sich hier alle duzten ließ die Vermutung weiteraufkommen, dass es sich um eine Familie handelte - also war ich nicht auf einem der konföderierten Schiffe. Wo aber dann? Es gab doch keine Freien Schiffe… alle mussten gemeldet sein und selbst die Händler waren im Handelszweig der Konföderation aufgehangen… Die Entwicklungen in Sachen Schiffsantriebe hatte so einen Gewaltigen Fortschritt gemacht.

    Das Yama immer noch versuchte den Suit auf zu bekommen und dabei eigentlich überall nach dem Reisverschluss suchte „Finger weg!“, knurrte ich ihn schließlich an. „Ich weiß nicht wo er aufgeht, ich hab ihn mir nicht selber angezogen. Das wurde gemacht. Noch bevor wir los sind“, fügte ich noch erklärend an und versuchte mich vor den Händen des Arztes zu schützen - was ein sinnloses Unterfangen war, aber dennoch - er war ein Mann.

  12. #12
    Na hast du Angst, Kleiner?! Avatar von Ironhide
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    "Sie kann also aufstehen.", sagte James ruhig und schob Yama einfach zur Seite. Dann wandte er sich an Maximilia: "Ich denke, du hast noch mehr hunger. Am besten bringt dich Alyson erstmal in die Messe. Dort ist es auch ruhiger als hier und sie wird dir sicher deine Fragen beantworte. Davon wirst du sicher einige haben." Und bald noch eine ganze Menge mehr, fürchte ich. James verhichtete darauf ihr zu sagen wo er sie gefunden hatte, das würde Alyson aber vielleicht tun.
    Dabei ließ er Yama mit einem Blick wissen, das er keine Wiederworte duldete.
    "Bear, hilf Jay Jay bitte, wenn du hier fertig bist. Er sollte im Maschienenraum sein. Ich werd mal hören wie Xen vorrankommt."

    James verließ die Krankenstation und begab sich auf die Brücke. Dort war er alleine, tippte auf einen Bildschirm auf das Symbol für die Comanlage und meldete sich kurz darauf bei Xenos. "Xen, wie schauts aus?"

  13. #13
    Händler Avatar von Rosered_Strauss
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    "Halt dein Loses Mundwerk im Zaum, Jay. Wenn du schon einen Schwanzvergleich anstellen musst, denk daran, dass du gegen mich in jeder Hinsicht den Kürzeren ziehst. Also weniger fluchen und mehr arbeiten - das Schiff repariert sich nicht von Alleine." erwiederte Xenos trocken, als er seine Arme probeweise herum schwang, ganz so, als würde er sich entspannen. "Ach, verdammt." murmelte er. Er bewegte sich vorsichtig um das Leck herum. Es sollte gehen - aber es würde anstrengend werden. Aber es war die logische Vorgehensweise. Sollten Sie ihre Zielperson weiter verfolgen, mussten sie damit rechnen, dass die Soroja in ein Gefecht geriet. Und wenn diese mit einem Leck herum flog... Er seufzte und verlor sich für einen Moment in der Betrachtung des Alls, das er durch die Lücke sehen konnte. Mit einem Ruck wandte er sich davon ab und machte sich an die Arbeit.

    Das Erste, was James über die Verbindung hören konnte, war ein grausiges Biegen und brechen. Als dieser die Kamera zuschaltete, konnte er sehen, wie Xen mit brachialer Gewalt den Riss verschloss, indem er das nach innen gebogene Metall zurück stemmte. Es dauerte einige weitere Sekunden, ehe er das Stück, das er im Moment bearbeitete, zurück in Position gebogen hatte. "Verzeih, James - ich habe dich gerade akustisch nicht verstanden. Was gibt es?" Durch das Visier seines Anzuges war zu sehen, dass er sein menschliches Äusseres abgelegt hatte und nun klar als künstlich zu erkennen war. Als die Frage nach kurzem Zögern wiederholt wurde, brummte Xen mürrisch. "Beschissen. Ich werde wieder eine ganze Weile am Reaktor herum hängen müssen - du willst nicht wissen, wie meine Arme schmerzen. Aber das Leck kann ich schliessen. Ich funke dich dann an, sobald du den Druckausgleich starten kannst - dann kann ich mich zurück ziehen." Es dauerte noch eine kurze weitere Weile, bis Xen das Loch tatsächlich wieder zugebogen hatte. Mit dem Schweißbrenner, den er mitgeführt hatte, begann er, die Risse zuzulöten - und als dies schliesslich getan war, seufzte er erleichtert auf, mittlerweile wieder in seinem Aspekt der Hilfsbereitschaft. "Xen hier... das Leck ist verarztet. Und ich bin am Ar... am Ende. Ich werde beim Reaktor nach dem rechten sehen und mir ein wenig Auszeit gönnen. Jay, wenn du jetzt etwas anstellst, während ich mich nicht rühren kann, setzt es anale Erniedrigung - also streng dich an."

  14. #14
    Tourist Avatar von hakuryu
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    Die Frau knurrte ihn doch echt an. Als wenn er Interesse an ihrem Körper hätte. Naja, das schon, nur eben nicht so wie sich sicher vermutete. Als sein Skipper ihr dann sagte das sie aufstehen dürfte, wollte Yama sofort widersprechen. Der Blick seines Chefs sprach Bände. Das schmeckte dem Doc nicht wirklich. Er kannte diesen Blick zur genüge. Wenn er intervenieren würde gäbe es stundenlange Debatten. Er selbst wäre zwar rein medizinisch gesehen immer noch im Recht, nur war er zu jung und der Frau schien es recht gut zu gehen. Etwas wackelig stand sie dann auch auf und ging mit Alyson's Hilfe in Richtung Messe. Auch James verschwand. Zurück blieb Berry. Der war mitlerweile etwas nach hinten gerutscht um sich an der Wand anlehnen zu können. Der Mann sah immer noch schrecklich aus. Yama sammelte das was er in der Eile einfach nur hatte fallen lassen wieder auf und entsorgte das was ging. Da heut zu Tage schlecht an medizinisches Gerät zu kommen war, bestanden die Spritzenkolben aus Glas und diese stellte er in den kleinen Sterilisator. Alles was sie nicht selber herstellen konnten mußte eingetauscht werde. Nicht immer eine gerechte Sache wie er wußte. Also wurde alles was ging von ihm penibel gereinigt und mit Vorsicht behandelt. Amliebsten hätte er eine gesamten Notaufnahme wie im 21sten Jahrhundert gehabt, nur das war utopisch und das wußte er.
    "Läßt dein Kopfaua nach? Beim nächsten mal hältst du dich zurück. Wir haben kaum noch was. Die Mittel um neues herzustellen hab ich nicht alle und nen Apotheker bin ich nicht. Die Pflanzen zu hause brauchen noch ein wenig. Also halt dich zurück ja?"

  15. #15
    Dauerbesucher Avatar von Survivor
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    „Es geht schon...“
    Berry erhob sich vom Hocker „Selbst wenn du davon nicht mehr viele hast, werde ich mich von solch windigen Wichten nicht über den Tisch ziehen lassen. Und das nächste Mal ziehe ich schneller, dann ist er der erste der liegt. Ob er dann aber wieder aufwacht kann ich nicht garantieren...kommt auf ihn selber an.“
    Das lies Berry erst einmal so im Raum stehen. Yama wusste das Berry sich unter Kontrolle hatte. Und das schon etwas passieren musste das er zur Waffe griff.
    „Ich gehe dann mal zu Jay-Jay um ihm zu helfen. Scheinbar ist ja einiges passiert.
    Lass uns später darüber mal reden, weil ich habe das Gefühl unser neuer Gast kommt mit unserem Küken besser klar.“
    Damit griff Berry Yama noch einmal freundlich auf die Schulter und ging dann zu ihrem Elektriker.
    Das Wort Operator fand Berry immer seltsam, in seinen Augen beschrieb es nicht was Jay-Jay alles Tat. Auch wenn es ihm nicht gefiel, Mädchen für alles, traf es echt zur genüge.
    Nachdem er ein paar Flure entlang gegangen war kam er bei der gesuchten Person an.
    „Na, kann man dir irgendwie beim aufräumen helfen?“
    Jay erklärte ihm kurz was er vorhatte und schon packte Berry an. Die schweren Teile schob oder hob er beiseite. „Das ist gut, das bringt den Kreislauf wieder in Gange. Scheiß Betäubungsmittel...“

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