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    Catgirl nyaaa~ Avatar von Yijare
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    Standard Die Katze und der Regen

    "Wem von euch Banausen darf ich jetzt das Handwerklegen?", fragte die kleine Katzendame an Gestalten gewandt, die anscheinend weit genug weg waren um sie nicht zu hören, doch die kleine knurrte nur als verächtliche Antwort auf ihre eigene Frage. Sie wollte diese Meute tot sehen, doch zu allem Überfluss regnete es und es war wieder ihrer Natur in den strömenden Regen hinaus zu gehen - nicht wenn Missy sie nicht absichtlich vor die Tür warf, weil sie wieder einmal eine ihrer Lieblingsdecken ramponiert hatte (die Dinger gingen einfach so schnell kaputt) den Regen und die Leute vor dem Fenster anfauchend bewegte sich Lea kein Stück von der Fensterbank.

    Doch anscheinend war selbst Missy heute nicht in der Laune ihrer Katze wenigstens ein wenig den Mund zu verbieten, oder etwas Ablenkung zu geben. Lea fauchte das Fenster immer noch an, als ob sie unendlich viel Luft in ihrer kleinen Lunge hatte. Das Missy gerade aus der Dusche gekommen war und die Wasser tropfen noch auch innerhalb der Wohnung fielen, machten die Katze sichtlich nervös, so dass sie auch ihre Besitzerin anfauchte.

    "Lea ich dusch dich gleich." kam es prompt als Antwort auf ein Fauchen der Katze, mit nackten Füße stieg sie über die Katze hinweg. Summend fuhr sie mit einer Bürste durch das durchnässte Haar und warf ein paar Leckereien zu der kleinen missmutigen Katze hin, ihr Kopf wog sich als sie diese beobachtete und leicht eine Braue hob, also manchmal konnte die Katze auch schrecklich albern sein, wenn sie so das Fenster anfauchte. Ihre Finger woben schon bald einen langen Zopf eh sie nach etwas stoffhaften Ausschau hielt was ihr nun noch als Kleidung dienen konnte - zu dumm wenn man keinerlei Empfindungen für Wärme oder Kälte hatte, weil man seit Jahrtausenden eh tot war.

    "MRAU!", war die schockierte Antwort, ehe Lea hinter den kleinen leckereren her hüpfte und diese genüsslich verspeiste. Sie blickte zu ihrer Besitzerin und hatte ein feines Grinsen auf den Zügen als diese sich die Haare flocht. Menschen, oder das, was sie wurden, waren manchmal komische Gestalten, aber Lea musste gerade reden. Sie war selber nicht besser. Die Welt hatte sie in diese Gestalt gesperrt und das machte ihr zu schaffen Menschliche laute von sich geben, gar ganze Sätze, brachten einen Knoten in den Stimmenbändern mit sich und so war ihr das Ganze nur vergönnt, wenn sich die Fesseln lösten.

    Ihr Blick kroch über die Katze, nein meutern konnte sie nicht viel und wenn war es ihr schlicht gleichgültig worüber und wieso die Katze so viel meuterte, immerhin gab es hier alles im Überfluss. Als ihr Zopf zu Ende war band sie noch flink ein Band um diesen eh sie sich zur Katze kniete und dieser über den Rücken kraulte "Meutre nicht ... wenn ich genug von dir hätte wärst du lange schon ein kleiner Blutbeutel für mich gewesen" säuselte sie ruhig eh sie die Katze auf den Arm hob und in die Küche trug, sie setzte diese auf der Arbeitsplatte ab und befühlte eine Schale mit klarem Wasser eh sie sich selbst eine ihrer roten Flaschen genehmigte. Es hatte etwas Gutes eine kleine Mörderin immer bei sich zu haben, wenn man in manche Ecken selbst nicht hinein kam.

    Lea schüttelte sich kurz, die Androhung der Vampirin sie aus zu saugen, hatte schon immer Wirkung gezeigt. "Mrau~~", schnurrte sie zufrieden und betrachtete das Wasser in der Schale mit misstrauen - Missy wurde darin nicht gespiegelt und ihr eigenes Antlitz war auch nicht das einer Katze. Sichtlich seufzend begann sie das Wasser in ihren Mund zu schlecken - wobei es kein wirkliches trinken war, wie es Missy tat, sondern mehr ein abbeißen des Wasser das sie mit der Zunge nach oben befördert hatte. Nachdem Lea ihrer Meinung nach genügend getrunken hatte, hüpfte sie leichtfüßig zurück auf die Menschliche Gestalt. Hielt sich wacklig auf deren Schulter und versuchte den Zopf zu fassen zu bekommen.

    Immer noch besah sie ihre Katze, eh sie den Kopf etwas wog. Als sie das Gewicht auf ihrer Schulter spürte hob sie eine Braue und gleichzeitig eine Hand. So kraulte sie den Nacken der Katze und zupfte ihr auch gleichzeitig kurz am Ohr herum, eh sie die Hand wieder sinken ließ und verharrte. Natürlich wusste sie um den Reiz, welcher der Zopf auslöste, aber sollte sie nur versuchen hinein zu beißen oder gar den Zopf zu fressen, schmecken würde er schlicht weg eh nicht. „Halt dich“ murmelte sie eh sie sich wieder etwas bewegte, jedoch auch Acht darauf gab, dass die Katze eben nicht herunterfiel. Sie wollte selbst ans Fenster, viel mehr auf den überdachten Balkon, wozu hatte sie sonst einen Menschen bearbeitet bis sie diese Wohnung bekommen hatte – lästig dass sie nicht hatte in ihrem Heim bleiben können.

    Die Katze tat wie ihr genießen, verstand sie doch ganz genau was Missy gesagt hatte. Sie ließ ihre Hinterbeine herunter baumeln und ihre Vorderpfoten Krallten sich in den Stoff. Gott sei Dank war der Balkon überdacht - sonst wäre Lea wohl abgehauen. Doch als sie beide Endlich draußen waren sprang sie aufs Geländer und beeilte sich sofort wieder zurück zu kommen, den die nässe war nicht so ihrs. "mau.. miauzz" Sie schüttelte sich und hatte ihren Blick starr auf die gestalten gerichtet, die sie vorher meinte ausgemacht zu haben - doch da war keiner mehr, den sie anfauchen konnte. Eigentlich wartete sie nur auf den Befehl, den miss geben musste, damit sie sich normal mit ihr unterhalten konnte... war diese Welt für sie doch nicht so angenehm wie die aus der sie stammte.

    Leicht glitt ihr Blick herab und hinauf, ihr trat ein Schmunzeln auf die Lippen als sie beobachtete wie die Katze herum sprang und leicht bewegte sie die Finger eh sie sich herab beugte und ihr gegen die Schnauze tippte „Sprich mein Liebes.“ hauchte sie liebevoll und ließ sich dann am Geländer vom Balkon zu Boden sinken, sie wollte nicht drin verweilen, viel zu eintönig hier Draußen konnte sie zig Dingen lauschen – ob es die Menschen irgendwo neben an waren die gerade stritten oder zwei Straßen weiter ein Pärchen was ihre Liebe auslebte, auch das schreiende Kind unten im Haus vernahm sie zur Genüge. Doch gerade hing sie mehr dem flutenden Geräusch des Regens nach als allen anderen Geräuschen, die so eintönig im Leben erschienen, immer noch sah sie ruhig die Katze an, abwartend was kommen würde.

    Leas schnurren wurde zu einem sehr Menschlichen summen als sich ihr Körper veränderte und nach einigen Momenten ein Mädchen neben der Vampirin saß. Das einzige das noch an die Katze erinnerte waren die Ohren, die immer noch oben auf ihrem Kopf saßen und die rotblonden Haare, die ihr Gesicht umspielten. ""Haaach"", seufzte sie und rappelte sich umständlich auf. Sich langsam streckend sah sie zu Missy herunter, an die sie durch einen Schwur gebunden war und keine Möglichkeit hatte diesen zu lösen. "Ich fühle mich schon den ganzen Tag.. beobachtet", schnurrte sie dann leise in einer Mezzosopranen Stimme und ließ sich wieder neben Missy nieder.

    „Beobachtet? Wer sollte dich beobachten.“ leicht hob sie wiedermal eine Braue eh sie den Kopf schief legte und sich streckte, sie schloss kurz die Augen und öffnete diese dann wieder, so kam es dass sie dem Mädchen dabei zusah wie es sich bewegte und sich dann wieder bei ihr niederließ. Irgendetwas sagte ihr, dass da mehr war als das Mädchen geradezu gab, so streckte sie sich und zupfte ihr ganz sacht an den Haaren „Was siehst du wieder was ich ignoriere … sprich mein Kind und hör auf so sinnfrei zu reden.“ säuselte sie ruhig und zog sie im nächsten Augenblick auf ihren Schoß um das lange Haar etwas zu flechten. Zahm sein war nicht immer klug, aber manchmal kam man so an sein Ziel.

    Lea seufzte ergeben, wenn gleich sie nicht wirklich preisgeben wollte, was sie beschäftigte. „Ich rede nicht Sinnfrei…“, mokierte sie und versuchte ihre Haare aus den Fängen ihrer großen ‚Schwester‘ zu befreien, was jedoch ein hoffnungsloses Unterfangen war. So saß sie still eine Weile auf dem Schoß der großen und ließ sich die Haare flechten. „Na... na gut“, meinte sie dann, die leicht kraulenden Hände, die ihren Rücken herunterfuhren genießend. „Ich... ich glaub dass da jemand in den Schatten wartet... auf dich... auf mich… ich weiß es nicht, aber es gefällt mir nicht“, stellte sie fest und legte ihren Kopf schließlich gegen die Schulter der anderen Frau.

    Warten? Wer sollte schon warten, Schwachsinn, aber gut, sie wollte dem Kind nicht alles nehmen. „Tut es das ja? Seltsame Gestalt die es wagt auf mich zu warten, besonders wenn die Schatten doch viel lieber zu mir kommen als Jemanden zu beherbergen der mir schaden will.“ gluckste sie eh sie noch etwas mit den Fingern auf und abfuhr – Katzen waren so berechenbar, vor allem wenn sie irgendwo doch nur Kinder waren. Es gehörte viel dazu ihre Aufmerksamkeit zu bekommen, aber noch viel mehr sie auch zu behalten, aber gerade gab es nichts was sie ablenken konnte von dem Kätzchen auf ihrem Schoß und der Tatsache, dass sie eh bei ihr bleiben würde.

    Lea schnurrte wie die Katze die sie war. „Aber... aber… da war wirklich jemand…“, versuchte sie sich zu rechtfertigen und schüttelte kurz den Kopf. „Wenn der Regen nicht wäre, hätte ich längst nachgeschaut…“ und als wenn sie nicht verbergen konnte, dass sie Hunger hatte, knurrte ihr Magen wie ein kleiner Löwe. „ … “, sie schluckte kurz und schließlich sagte sie etwas kleinlauter, da es ihr sichtlich peinlich war „Ich hab Hunger… lass uns was besorgen gehen… also etwas da… das ich gern hab… dieses Fast Food oder wie sie es nennen…“, sie machte große Kulleraugen und wollte schon zurück in die Wohnung wuseln um sich endlich etwas an zu ziehen, obwohl ihr nicht kalt war - nur dass es hier zum guten Ton gehörte, hatte sie lernen müssen.

    Murrend reckte sie sich, sah der Katze zu eh sie den Kopf wog „Natürlich.“ murmelte sie und richtete sich auf, sie sah dem Kind hinter her und seufzte tonlos. Dieses „schneller Essen“ war wirklich etwas, was das Katzenvieh gelernt hatte gerne zu essen oder sollte man es als hinein fressen bezeichnen? Leicht rollte sie mit den Augen eh sie hinein kam zu ihr und einen der langen Mäntel vom Hacken zog und ihr überwarf, als sie sah dass das Kind fertig angezogen war. „Dann wirst du nicht so nass.“ säuselte sie vor sich her als sie die Tür aufschloss und diese aufhielt – wirklich Lust sich wieder unter die stinkenden Menschen zu mischen hatte sie nicht, aber wenn das Kind sonst noch um kam vor Hunger hatte dies auch keinen Sinn.

    „Mau!“, erwiderte Lea, während sie sich aus der Tür heraustollte. Das Treppenhaus war ein reiner Spiellatz - sie hüpfte von Stufe zu stufe, übersprang gleich einen ganzen Absatz oder lief den gleichen wieder hinauf, weil Missy sehr viel langsamer die Treppe herunter kam. Auch die Haustür war aus Glas, in dem sich die kleine Katzendämonin sehen konnte - doch ihre ‚Besitzerin‘ war darin nicht zu sehen. Warum das so war konnte sie nicht genau sagen, obwohl Missy es ihr schon mehrfach erklärt hatte. Zu sehr freute sie sich auf einen richtig guten Burger… Pommes und wie sie das ganze sonst noch nannten. Einzig vor den Getränken scheute sie sich - Wasser oder Milch waren immer noch besser wie dieses übersüße Zeug, das so eklig im Rachen klebte.

    Ruhig war sie die Treppe herunter gekommen, hatte vorher noch die Tür verschlossen und so sah sie dem Kind dabei zu wie es herum tollte und sprang, irgendwo amüsierte es sie und doch wusste sie wie ungleich und seltsam sie aussahen wenn sie hinaus gingen. Sie schloss die gläserne Tür auf und hielt diese auch kurzzeitig auf für das Kind, eh sie diesem einen Schubs gab sodass sie auf dem Bürgersteig stand. So schritt sie langsam vorwärts, leise summend und den Kopf etwas wiegend „Aber wir laufen heute … ich habe gerade keinen Helm für dich.“ meinte sie ruhig und ließ ihren Blick kurzzeitig über das edle schwarze Ungetüm gleiten welches so viele Menschen neidvoll ansahen wenn sie dran vorbei gingen in die Richtung wo der Laden lag wo Lea so gerne hinging.

    „Wir sind nicht den Drachen am Besteigen?“, fragte Lea leicht traurig, doch hatte ihre Ohren schnell wieder etwas anderem zugewandt. Die Straße in der sie lebten war nicht eindrucksvoll, kein Verkehr, kaum Autos die am Straßenrand parkten. Allem in allem war es hier friedlicher als mitten in der Stadt und auch sehr viel angenehmer für die Ohren. Lea war immer noch am herumtollen, den ihrer Energie war, trotz des Hungers, kaum Grenzen gesetzt. Plötzlich blieb sie jedoch stehen, als hätte sie etwas gewittert… oder etwas gesehen, das ihre volle Aufmerksamkeit genoss. Nun mehr in leichte tapsende Schritte verfallen bewegte sie sich auf eine Mülltonne zu und stürzte sich auf eine schwarze Katze die überrascht von dannen stob.

    „Nein wir nehmen heute nicht den Drachen.“ murmelte sie, dass dieses Kind weiterhin Drache sagte war ihr gleich, sollte es doch immerzu Drache sagen, immerhin musste sie ihr so nicht zig Dinge beibringen mit Namen und Grund. Ihr Blick glitt umher bis sie aufsah als eine Mülltonne umfiel, Kopf schüttelnd schritt sie etwas weiter und blickte dann doch nochmal zum Kind hinüber „Lea … ich denke du hast Hunger, toben kannst du gerne nachher wenn du gegessen hast. Aber nicht jetzt.“ ein matter Unterton schwang in ihrer Stimme mit, welcher jetzt schon verriet dass sie keine Wiederworte duldete – Wiederworte von einer Katze … wären das Letzte was sie hören wollte und auch wohl das Letzte was die Katze dann von sich gegeben hätte.

    „A… okay!“, Lea wollte zu einem Wiederwort ansetzen, entschied sich dann aber anders und klammerte sich an eine der Hände von Missy. Diese war eiskalt, doch das schien das Kind nicht zu stören. „Bekomm ich einen Tripple Doppel Burger?“, fragte sie dann schon in Erwartung des Mahles das sie gleich zu sich nehmen würde. Sie leckte sich mit der Zunge über die weichen Lippen, ehe sie zu Missy hochsah, die einen genervten Ausdruck hatte. Die Kleine ließ die Ohren hängen und schaute schuldbewusst zu Boden - sie hatte sich anscheinend wieder einmal zu überschwänglich gefreut in dieser Form sein zu können, dass sie ganz vergessen hatte, dass Missy eventuell gar nicht so sehr in der Stimmung für diesen Ausflug war.

    Als sie die Hände fühlte die sich an ihr festhielten durchzog es sie leicht – ihre Lippen verzogen sich ganz sacht zu einem Lächeln, was aber nur kurz anhielt, eh sie ihre Hand hob und so das Kind vom Boden hochzog. Natürlich mochte es albern aussehen oder gar sehr verstörend, aber so zog sie das Mädchen einfach empor und wie man es mit einem kleinen Kind tat legte sie ihr einen Arm leicht um, sodass sie auf ihrem Becken saß und sich dennoch etwas bewegen konnte. „Wenn du es wünscht.“ murmelte sie vor sich her eh sie die letzten Meter überwand und ihr gegen die Stirn schnipste. Die Hülle des Kindes zerplatze und ließ sie dann vom Arm der Anderen rutschen auf das sie etwas größer wirkte als sie eigentlich war. „So passt dein Leib wie immer zu deinem Hunger.“ mit diesen Worten schob sie das jetzt nicht mehr so kindlich wirkende Mädchen in den Laden.

    Sollte ihr Kätzchen doch, sollte es essen bis es platze … sie würde es schon wiederholen und ihr dann nochmals so viel hinein stopfen … Ihr Blick schwang umher bis sie leicht schmunzelte, natürlich war es wieder einmal leer hier, aber umso besser musste sie sich nicht so lang hier aufhalten. Als sie die Stimme der seltsamen Frau hörte murrte sie nur und hob eine Hand eh sie in Richtung der Frau schnipste und diese ohne weitere Worte einfach machte was das Kind aufzählte. So kam es das sie bald schon dem Kind an einen der Tische folgte und dann doch eher aus dem Fenster sah, Menschen waren unheimlich langweilig geworden über die Jahrtausende … viel zu langweilig.

    Lea hatte sich das ganze Tablett vollbestellt. Tripple Doppel Burger, Chicken Nuggets, Pommes, Cheeseburger, Chillicheeseburger - wer das ganze sah, würde nicht glauben das sie das Ganze in sich hinein stopfen konnte, doch der Katzendämon freute sich diebisch. Klatschte in die Hände und Riss das Papier von der ersten lauwarmen Mahlzeit, die einen Cheeseburger darstellen sollte. So schnell wie sie diesen in sich hinein drückte, konnte man kaum schauen. Allerdings konnte man in dem Brötchen ihre Fänge erkennen, die auch in ihrer Menschlichen Form noch vorhanden waren. Ganz menschlich war sie sehr selten und auch nur, wenn sie die Erlaubnis dazu hatte. Missy hatte ihr die nur einmal geben. Und das war vor Jahren gewesen. Doch die Katze schien sich nicht daran zu stören, dass ihre Besitzerin sie lieber in dieser Gestalt hatte.
    Reglos saß sie dort, lauschte dem Kind und schwieg darüber was sie dachte, so wog sich ihr Haupt nur kurz eh sie leicht gegen den Arm der Katze stieß. „Ich komme gleich wieder.“ murmelte sie und erhob sich, sie schlug den Kragen ihrer Jacke empor und entschwand nach Draußen in den Regen, als sie dort nun ihre Schritte ging dauerte es nicht bis sie das erfasste was sie aufgetrieben hatte. Es war nur ein kurzer Handgriff bis der Knochen nachgab welchen sie dort gegriffen hatte – mit einem Knirschen brach er in mehr als zwei Teile und ließ den Leib leblos herab sacken. ~Dummes Volk~ sie strich mit den Fingerspitzen über die Wange bis die Leiche Feuer fing und nur noch Asche über blieb, erst dann ging sie wieder hinein. „Bist du fertig?“ fragte sie ruhig als sie sich wieder setzte und die mit Asche bedeckten Fingerspitzen aneinander rieb.

    Lea hatte sich gerade die letzten Pommes hinein gedrückt und blickte Missy mit recht großen Augen an. „Was hast du gemacht?“, fragte sie und schnupperte an der anderen. Ihren Kopf schief legend massierte sie sich den Bauch, ehe sie den Becher, der mit Wasser gefüllt war, in einem einzigen Zug leerte. „Jaaa, ich bin fertig…“, sie schnurrte kurz und zuckte mit den Ohren. Sie schnupperte diesmal etwas näher an Missy und hatte die Finger der anderen beinahe erreicht als sie schließlich den Mund verzog. „Eigentlich hab ich aber noch Hunger gehabt… aber ich verschieb das…“, meinte sie und streckte sich, wodurch sie nur wieder ihre Gelenkigkeit unter Beweis stellte. „Aber du willst nach Hause… oder?“
    Ihr Kopf wog sich eh sie leicht sich ebenso streckte bis sie fast von der Bank rutschte. „Nach Hause?“ nachdenklich sah sie drein eh sie mit den Schultern zuckte und ihr das goldene Kärtchen hin schnipste „Wenn du noch mehr Hunger hast hol dir etwas … deinen Schatten haben ich verbrannt.“ gab sie schlicht von sich und schloss langsam die Augen – sie würde hier sitzen und warten, ganz ruhig bis sie zu hören bekam dass man ja solche Bauchschmerzen hatte oder einfach satt war. Kurz sah sie nochmal auf das Kind eh sie wieder die Augen schloss.

    Lea schaute auf die kleine Plastikkarte mit der man eigentlich alles bekam, was man haben wollte - so lange es für Geld zu haben war. Sie strich über die Oberseite der Karte, aus der sich die Buchstaben für den Namen ihrer ‚Besitzerin‘ ergaben und etliche zahlen, von denen sie allerdings nur Vier wusste - die, die das Ding zum Bezahlen brachten. Schnell war sie zum Counter gerannt und hatte sich einen weiteren Burger bestellt und diese Chicken Dinger… das Hühnchen schmeckte ihr heute besonders gut. Das Missy gesagt hatte, dass ihr Schatten nun verbrannt war, hieß doch, das die Katze recht gehabt hatte - oder? Zufrieden mit sich selbst setzte sie sich nicht auf den Platz gegen über von Missy sondern kuschelte sich an diese dran und begann genüsslich ihre zweite Portion zu verspeisen.

    So verharrte sie vollkommen ohne jegliche Regungen, nicht einmal als sich das Kind an sie kuschelte bewegte sie sich nein sie blieb so sitzen wie sie saß, warum sollte sie sich auch regen immerhin gab es keinen Grund für sie. Gab es überhaupt einen sich zu bewegen? Nein gewiss nicht. Ein kurzes Schmunzeln trat auf ihre Lippen als sie daran dachte wie das alles aussehen musste, denn dank ihres Mantels erkannte man nicht zwingend dass sie kein Mann war. Kurz reckte sie sich und blieb dann wieder ruhig, so würde sie sitzen bis … naja bis das Kind halt satt genug war. Was für ein herrlicher Vorteil, dass sie überall und immer schlafen konnte ohne dass man es wirklich mitbekam.

    Nach eine Weile, die sie beide fast regungslos da saßen, legte Lea ihren Kopf an die Schulter von Missy und drückte ihren Arm hinter der dem Rücken der anderen durch, so dass sie ihn auf der anderen Seite an der Hüfte ablegen konnte. Ein zufriedenes Schnurren war zu vernehmen und kurze Zeit später war die Kleine eingeschlafen. Doch diesmal änderte sich ihre Gestalt nicht automatisch zurück zu der Katze, die sie sonst wurde, nein sie blieb die junge Erwachsene, die Missy zum Essen mitgenommen hatte.

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    Leicht öffnete sie die Augen als sie das leichte Gewicht spürte, ihre Nase wackelte eh sie auf das Kind blickte. „Hm.“ entkam es ihrer Kehle eh sie das Kind etwas von sich schob und im nächsten Augenblick sie auf den Arm hob, wieder so wie Mütter ihre Kinder oftmals auf der Hüfte balancierten. So trat sie hinaus und wog ihren Kopf, eh sie gegen die Stirn des Kindes tippte und dieses ihre normale menschliche Größe annahm, so konnte sie es besser tragen. Ihre Schritte glitten durch den Regen, immer wieder wich sie Anderen aus – Menschen waren tollpatschig, dumm und naive Gestalten.

    Die Katze bekam davon nicht viel mit, außer dass sie sich näher an ihre ‚Besitzerin‘ schmiegte. Erst nach dutzenden Schritten in den Armen der Vampirin wurde sie langsam wieder wach. „Hab ich‘s übertrieben?“, fragte die kleine schläfrig und versuchte auf Missys Rücken zu klettern - da sie der Meinung war, das man sie so besser tragen konnte. „Und ich hab recht gehabt!“, meinte sie dann, ihre Augen plötzlich aufreißend und die Unnatürlichkeit dieser offenbarte. Die zwei Schlitze, die ihre Pupillen waren, geweitet, da sie versuchte in der Dunkelheit mehr zu erkennen. „Was war das eigentlich?“, fragte sie dann doch recht neugierig, schien sie das doch nun zu interessieren.


    „Guten Morgen“ wisperte sie ruhig und ließ dem Kind diese Kletterunternehmung machen, eh sie nun nur noch die Beine des Kindes hielt und ruhig weiter schritt. „Übertrieben? Nein, du hast gegessen und dich dann ausgeruht.“ meinte sie ruhig eh sie sich reckte und kurz über ihre Schulter blickte „Etwas, dem du nicht allein begegnen solltest. Wenn wir zu Hause sind gehst du und zeichnest mir alles auf was du vorhin gesehen hast als du am Fenster warst.“ meinte sie als sie schon wieder nach vorn blickte. Ihre Finger kraulten die Schenkel des Kindes eh sie aufseufzte und die Schlüssel aus ihrer Tasche zupfte, sie legte diesen in die Hand des Kindes eh sie es herab ließ und sie anlächelte. „Na los … ich komme gleich nach, vergiss nicht abzuschließen.“

    „Aufzeichnen?“, fragte Lea verdutzt nach kam der Aufforderung aber nach. Sie wetzte die Treppen nach oben und knallte gegen die Tür, da sie vergessen hatte, dass Missy abgeschlossen hatte und auch sonst die Wohnungstür von außen nur mit Schlüssel zu öffnen war. Sie schob den Schlüssel langsam ins Schloss und hörte den einzelnen Schließzylindern beim einrasten zu, ehe sie sich mit überschwänglichem Elan in die Wohnung selber herein ließ und die Tür hinter ihr zu fiel. Sie musste etwas klettern um den oberen Schließmechanismus betätigen zu können, doch nach mehreren Minuten hatte sie auch das geschafft. ‚Sie wollte das ich es aufzeichne‘, dachte die Katze als sie auch den dritten Bügel endlich schloss.

    Etwas später hatte sie sich einen Stift und etliche Blatt Papier besorgt, auf denen sie den Befehl wortwörtlich nahm - sie zeichnete was sie gesehen hatte. Das war einfacher wie diese komischen Kringel, die die Menschen Buchstaben nannten, aber auch Lea verstand diese inzwischen ganz gut. Ihren Kopf schief legend blickte sie vom Sofa aus dem Fenster … irgendwie fühlte sie sich wieder beobachtet und so wie sich ihre ‚Besitzerin‘ aufführte, beunruhigte auch diese das Auftauchen dieser Schatten.

    Ihr Blick folgte dem Kind als es tat was sie gewollt hatte, leicht nickte sie sich selbst zu eh sie langsam vorwärts schritt, immer weiter ging sie und irgendwann begann sie zu rennen. Die Schritte wurden länger irgendwann begannen Pfoten auf den Steinen zu trommeln – so rannte eine schneeweiße Fähe durch die Straßen der Stadt, immer weiter von der Wohnung fort und in die dunklen Gassen hinein. Erst nach einigen Stunden kehrte die Fähe um, streifte um das Haus herum und doch kam es dazu, dass sie abermals Jemanden aus den Schatten riss und an den Fenstern kratze – blutige Spuren zogen ihre Pfoten auf dem Fensterglas. Diese Katze brachte sie wirklich in Schwierigkeiten – so viel töten musste sie in den letzten Monaten nicht.

    Lea war zwischenzeitlich wieder eingeschlafen, den Bleistift noch in der Hand. Doch bald sollte er auch aus ihrer Hand fallen, da sie ihre Form nicht mehr halten konnte und wieder zu dem kleinen Stubentiger wurde, den Missy sich angelacht hatte. Dass die Stunden verstrichen als wenn die Zeit rennen würde, bekam Lea so nicht mit. Auch nicht das sich ihre Besitzerin selbst in eine Animalische Form begeben hatte um die Schatten zu töten, die um das Haus herum schlichen, oder gar schon sich zu weit in die Nähe getraut hatten.

    Die kratzenden Pfoten strichen über das Glas und sie zuckte mit den Ohren, diese dumme Katze! Wieso musste die eigentlich so viel schlafen! Mit Wucht stemmte sie sich immer wieder gegen die Fenster, mal schritt sie etwas zurück und donnerte dann mit Hingabe dagegen. Irgendwann gab das Fenster nach und mit krachendem Geräusch landete die Fähe in der Wohnung, ihr Blick wandte sich umher eh sie sich zurück wandelte und die Katze langsam am Nacken aufhob „Aufstehen … ah du warst artig.“ säuselte sie als sie mit der anderen Hand die Zeichnung aufhob, Stirn runzelnd betrachtete sie diese – abwartend wann die Katze aufwachen würde.

    „Mrau?“, fragend schaute Lea Missy an, ehe sie sich streckte. Vielleicht war es ja wieder an der Zeit Menschlich zu werden, doch das hätte zur Folge das sie sich duschen musste - ihre Besitzerin bestand darauf, dass sie ihren Menschlichen Körper mehr pflegte und dann musste sie sich immer unter dieses ungeliebte Nass stellen. Sie paddelte mit den Beinen in der Luft, da Missy sie immer noch hoch hielt… das sie artig gewesen war hieß doch nicht das sie so behandelt werden sollte? „mauuu~ ?“

    Der Blick der Frau huschte über die Katze und sie zog diese sacht an sich, eh sie ihr half auf ihre Schulter zu kommen. „Bist eine brave Katze … aber ich muss mir jetzt erst einmal was zum Anziehen suchen.“ meinte sie ruhig als sie mit den Zeichnungen in der Hand und der Katze auf der Schulter ins Schlafzimmer schritt. Irgendwas fand sich sicher, dass sie mal eben überwerfen konnte und das Fenster musste sie auch noch ersetzen! So ein Mist aber auch und alles nur weil die Katze zu tief geschlafen hatte.

    Lea schmiegte sich an die nackte Haut, die an einigen Stellen immer noch blutbefleckt war. Der Kleiderschrank den Missy besaß war groß - größer als das was die kleine Katzendämonin für nötig empfunden hatte - ihr eigener Schrank war sehr viel kleiner und sie konnte fast an den Händen abzählen, was darin war. „Mau rau mau haurau?“, fing sie dann an zu fragen, vergessend das sie in dieser Form keinen menschlichen laut hervor brachte, wenn sie sich nicht darauf konzentrierte, es zu tun - was sehr viel mehr Energie kostete.

    „Ich hab sie gefressen wenn du das meinst“ meinte sie ruhig und schlüpfte in ein luftiges Kleid hinein, sie rieb ihre Wange kurz an dem Fell der Katze eh sie sich umsah und sich streckte „Nicht alle aber einige.“ langsam schritt sie ins Wohnzimmer zurück und fuhr über den Rand des Fensters bis sich eine Eisschicht in den Freiraum legte, sie gefror dick zu und wurde dann durchsichtig „Viel besser … Kind sprich oder lass es, aber mich dauernd nur an zu maunzen ist nicht Sinn deiner Gabe“ kam es ruhig von ihr eh sie sich streckte.

    „Du musst mir die Erlaubnis erteilen“, meinte Lea, die nun nackt hinter Missy her gelaufen war. „Immerhin kann ich meine Kräfte nicht so einfach einsetzen wie du…“, fügte sie etwas beleidigt an und ließ ihre Ohren hängen. „Aber schmecken die überhaupt?“, fragte sie dann, nun doch neugierig, während sie das Eis, welches als Fenster diente begutachtete. Es musste ein neues Fenster rein, aber das hier war besser als irgendwelche Zellophan Folie, die man mit Panzerband am Rahmen fest machte. „Und du schaust nicht aus, als hättest du sie gegessen…“, meinte die Dämonin schließlich als sie ihren Kopf auf Missies Bauch legte.

    Ihr Gehör galt der Katze als sie dieser lauschte und leicht runzelte sie die Stirn, nein sie musste Niemanden für irgendetwas um Erlaubnis fragen und dies war immer schon gut so gewesen, denn wenn sie hätte fragen müssen wäre dies ungeschickt und dumm, wer erlaubte schon einer Bestie die Gestalten zu wandeln und zu sprechen. Ihr Blick sank herab als sie den Kopf der Katze fühlte „Wie schaut denn so Jemand aus? Du tust so als ob etwas in meinem Leib wäre.“ meinte sie leise und drückte sie sanft von sich fort eh sie ihre Finger spielen ließ und die Katze urplötzlich etwas an hatte.

    Lea quickte kurz auf, als Missy ihr Kleidung an den Leib ‚zauberte‘. Sie spürte wie sich das T-Shirt auf die Hautlegte und sich auch der Rock auf dieser wieder fand. Verwirrt über die Tatsache dass sie nun wieder Kleidung trug, hatte Missy den Gedankengang der Katze verzögert. „Irgend… wo müssen die doch hin gehen, wenn du sie frisst…“, meinte sie ihre Gedanken sortierend. „Aber was meinst du mit Aussehen… ich hab nur das Gefühl… das mich etwas beobachtet… das ich… nicht die Jägerin sondern das gejagte bin…“ sie seufzte und reckte sich um Missy einen Kuss auf die Wange zu drücken.

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