Seite 2 von 39 ErsteErste 123412 ... LetzteLetzte
Ergebnis 16 bis 30 von 571
  1. #16
    Na hast du Angst, Kleiner?! Avatar von Ironhide
    Registriert seit
    28.07.2011
    Ort
    Cybertron
    Alter
    35
    Beiträge
    1.783

    Standard


    „Vergiss nicht, wer sie ist.“, gab Isenhorn seiner Schwester noch als trockenen Rat mit, enn Fenia zu einer tratscheden Kammerzofe machen zu wollen (oder was auch immer sich seine Schwester in den Kopf gesetzt hatte), wäre vergebliche Mühe und würde sie am ende nur frustrieren. Krüber gab er ein Kopfnicken und zusammen mit den vier Gardisten, folgten sie der Prinzessin die Straße entlang. Isenhorn konnte nur leicht mit dem Kopf schütteln. Die Bemerkung das Crim hübsch sein, überging er einfach. Seine Schwester wusste genau, das allein die Herkunft – ihr Stand und der seinige – nichts in irgendeiner Form zulassen würde. Sein Ruf würde einige Kratzer davon tragen, Crims Karriere wäre allerdings ruiniert. Nein, an ihr hatte er keinerlei Interesse.

    Er wartete noch, bis seine Schwester außer Sicht war, dann winkte er Crim zu sich. „Ich hoffe wir sind nun endlich von lästigen Störungen befreit. Wie laufen die Vorbereitungen? Sind die Wachen verdoppelt worden?“ Isenhorn setzte sich dabei wieder in Bewegung. Im geringen Abstand hinter ihm, folgte seine fünf Gardisten, die ähnlich schwere Rüstungen trugen wie Fenia, wenn auch schlichter.
    Zielstrebig ging Isenhorn auf die Mitte der Stadt zu, dort wo der Hauptmarktplatz war in dessen Mitte die große Statue von Mutter Gaia mit ihren sieben Drachen den Platz überblickte. Aber sein Ziel war die große Kathedrale, das Zentrum der Kirche Gaias. Gleich angeschlossen an dem Marktplatz war ein weitere, etwas kleinere Platz der von Ordensbrüder bewacht wurde. Er gehörte zu der Kathedrale und das Handel auf ihm war verboten. Er wollte sich dort noch mit jemanden treffen, einem der Kirchenoberhäupter. Der Orden der Inquisition hatte seine Ursprünge in der Kirche und außerdem tage dort der rat der Inquisition, an dessen Treffen er teilnehmen wollte, ja sogar musste.

  2. #17
    Siedler Avatar von Auren
    Registriert seit
    19.04.2014
    Alter
    31
    Beiträge
    233

    Standard


    Die Schlacht war mit dem Sieg der Heiligen im Grunde schon gewonnen. Die Moral der Schattenkrieger war damit auch am Tiefpunkt. So war es im Prinzip ein leichtes ihre Linien zu durch brechen. Vermutlich standen sie auch unter Schock als die Heilige, ihren Kontrahenten und stärksten Gegner besiegt hatte.
    Prinz Isenhorn befahl der Kriegerin sich um die verbleibenden Schattenkrieger zu kümmern. Außerdem sollten gefangene gemacht werden. Zwar kein leichtes Unterfangen, aber machbar. Dazu stellte er seine Inquisitoren ab. Jedoch nicht alle.
    Schnell sprach Crim die nötigen Befehle und ihre Männer, sowie die vom Prinzen reagierten rasch. Man wollte den Feind keine Pause gönnen.
    Die Zeit nutzte der Prinz um die Hochinquisitorin einzusammeln. Ihre Sicherheit war wohl nun an erste Stelle.
    Crim hatte keine Zeit jetzt darüber nach zu denken. Sie hatte ihre Befehle und der Prinz, war da sehr genau.
    Zusammen rückten sie vor, schlachten einen Schattenkrieger nach dem anderen ab. Diejenigen die ihre Waffen fallen ließen, wurden von der Garde in Ketten gelegt.
    Zum Schluss gaben auch die letzten Schattenkrieger endlich auf. Die Verwundeten wurden noch an Ort und stelle notversorgt. Der Rest wurde in den Kerker gebracht.. Die toten Körper blieben vorerst liegen.
    Damit war die Schlacht vorbei. Den Rest sollten andere erledigen. Crim suchte nun den Prinzen auf. Er hielt sich weit Abseits vom Schlachtfeld auf. Am Rand des Rosesgartens.
    Er schien erleichtert zu sein, dass es der Walküre relativ gut ging. Zumindest deutete sein Gesichtsausdruck stark darauf hin.
    „Prinz Isenhorn.“ Die Kriegerin verbeugte sich dabei leicht vor dem Prinzen. „Die Überlebenden werden gerade in den Verliesen gebracht. Ihr könnt sie jederzeit Verhören. Mit eurer Genehmigung werde ich mich jetzt zurück ziehen.“ Crim wartete noch etwas ab. Vielleicht gab es ja noch eine Aufgabe zu erledigen.

    Eine Woche zuvor...

    Das Aufeinandertreffen mit der Prinzessin und dem etwas schlecht gelaunten Prinzen kam auch für die Kriegerin überraschend. Sie wollte gerade ihren Bericht mündlich dem Prinzen mitteilen. Papier konnte Crim zurzeit keines mehr sehen. Stapelweise lagen sie auf ihren Schreibtisch und es wurden nicht weniger. Neben Fenia stehend, beobachtete Sie das Geschehen. Auf den Kommentar der Prinzessin musste Crim sogar leicht schmunzeln.
    Der Prinz würde sich wahrscheinlich nie mit einer Frau vermählen. Dazu fehlten ihm wohl die nötigen Gefühle.
    Nach dem die Prinzessin die Hochinquisitorin mehr oder weniger entführt hat, kehrte auch endlich wieder ruhe ein. Damit konnten nun auch wichtigere Angelegenheiten besprochen werden.
    „Die Wachen wurden verdoppelt. Jedoch nicht an allen gewünschten Positionen. Aufgrund der gestiegenen Verbrechenrate musste ich schon die Rekruten auf Patrouille schicken. Andere sind noch auf Botengängen unterwegs oder mit anderen Aufgaben betraut.“ Crim fiel es nicht leicht darüber zu sprechen. Immerhin hängt sie mit den Vorbereitungen stark zurück, da immer und immer wieder etwas dazwischen kam. Ihr Vorgesetzter kann leider nur bedingt helfen, da er ständig von der Prinzessin belagert wurde. „Wenn ihr keine Einwände habt, würde ich mich gerne zum Palast begeben.“

  3. #18
    Händler Avatar von Constantine
    Registriert seit
    23.08.2011
    Ort
    In den Tiefen des world, wide, webs!
    Beiträge
    684

    Standard

    Den Rat ihres Bruder wissentlich ignorierend, winkte sie diesem noch kurz zu. Mit Fenia unter dem Ar, dabei war die Prinzessin ein deutliches Stück kleiner als die Walküre ging es auch schon in den ersten Laden. Das anzutreffende Personal war anfangs etwas irritiert, das Kaja selbst einkaufte, hatte der königliche Palast doch Personal für solcherlei Aufgaben. Sofort war die Prinzessin nach dem sie lästige Verkäufer abwimmelte in den hinteren Reihen des Ladens verschwunden und kam mit einer beachtlichen Auswahl an Kleidern für Fenia zurück. Die Walküre, die auf dem Schlachtfeld einen so enormen Ruf und in der Inquisition genoss, wirkte hier neben der Rothaarigen Prinzessin so verloren. "Hier Fenia, dass sollte für den Anfang reichen". "Die Kleider haben ausgezeichnete Qualität und sind wunderbar weich auf der Haut". "Wir suchen uns eine Kabine", ihr Blick fiel auf Krüber welchem sie die übrigen Kleider zuwarf. "Nicht spannen Krüber, sonst darfst du die nächsten Patrolien nur in Unterhose laufen". Ohne, das Fenia irgendwie reagieren konnte, war sie zusammen mit der Prinzessin auch schon in einer der unzähligen Kabinen verschwunden. Kaja setzte sich auf eine Sitzbank hin, klopfte den Staub von ihrem Kleid ab und hielt ein dunkles Kleid in der Hand was der Walküre sicher stehen würde. "Nicht so schüchtern, ich beiße schon nicht", erwiderte Kaja mit einem zufriedenem Lächeln.

  4. #19
    Dauerbesucher Avatar von Kinggek
    Registriert seit
    03.05.2016
    Alter
    27
    Beiträge
    106

    Standard



    Es war nicht immer leicht der Hauptmann der königlichen Garde zu sein. Allein mit Kaja hatte er alle Hände voll zu tun. Durch die Unterstützung seiner rechten Hand jedoch konnten die Vorbereitungen für das ankommende Fest vorbereitet werden. Auch der Prinz griff dem Hauptmann mit seinen Männern viel unter die Arme, eben weil er die Notlage von Krüber mit seiner Schwester nur zu gut verstehen konnte.

    Im Hintergrund folgte er den beiden Frauen und betrat den Laden mit all den Kleidungstücken. Die Bedienung ignorierend stürzte sich die Prinzessin über die Auswahl und kam mit einer beträchtlichen Menge an verschiedenen Kleidungstücken wieder zurück zu Fenia und dem Hauptmann. Krüber konnte sich ein leichtes Lächeln nicht verkneifen als er mit ansehen musste wie die Prinzessin die Hochinquisitorin in eine Kabine zerrte. Auch wenn der Hauptmann selten Wörter mit Fenia wechselte, konnte er dennoch einige Gemeinsamkeiten erkennen. Dementsprechend war es auch für ihn köstlich mit anzusehen wie Kaja auch sie, sowie auch ihn, ungeachteter ihrer Position behandelte. Vom Hauptmann der königlichen Garde zum Kleidungsständer degradiert zu werden empfand er als halb so schlimm, in dem er einfach die Gedanken damit verdrängt das es der Hochinquisitorin noch viel schlimmer ergehen wird.

  5. #20
    Tourist Avatar von Gosti
    Registriert seit
    30.04.2014
    Ort
    Tirol
    Alter
    32
    Beiträge
    61

    Standard

    Drei Monate waren nun vergangen seit die Ehemalige Garde ihr nasses Reich verlassen hat, um dem Leben eines Vagabunden und Söldners nachzugehen. Drei Monate in denen der Fischmensch, oder Aquaner wie sie sich selbst nannten, hauptsächlich damit beschäftigt war durch die Lande zu streifen und über die Runden zu kommen. Nahrungsbeschaffung war nicht das Problem, dazu reichten die Kampffähigkeiten mehr als leicht aus, aber das alleine war ja nicht der Sinn der Sache. Um anderen zu helfen die Hilfe benötigen, an den Herausforderungen dieser fremden Welt stärker zu werden, aus diesem Grund wurde die Garde verlassen und dieses Leben gewählt. Allerdings boten sich bis jetzt keine nennenswerten Gelegenheiten. In einigen Dörfern gab es vielleicht ein Problem mit einer Bestie die den Siedlern Probleme bereitete, in einem Fall sogar ein ganzes Rudel, aber nichts was eine geschickte Klinge nicht lösen könnte. Für jemanden wie Kiken’na Taki also kein Problem.

    Jedoch vor einem Tag durchquerte der Fischmensch ein Dorf welches ein paar Tage zuvor von Banditen überfallen wurde. Die Ernte wurde gestohlen, viele der jungen Männer von den wilden Zwangsrekrutiert. Das klang schon eher nach etwas wofür Kiken’na in dieses Reich gekommen war. Großes Unrecht wurde verübt was es nun zu rächen galt.
    Die Spuren der Banditen waren äußerst einfach in den nahegelegenen Wald zu verfolgen, und ihr Lager war ebenfalls sehr schnell ausgemacht. Männer von jung bis alt. Aus den Schatten heraus konnte man leicht das Lager beobachten und die Situation abschätzen, sowie die Gespräche verfolgen. Einige schienen recht Stolz darauf zu sein wie einfach es doch war die wehrlosen Dörfler zu überfallen, doch bei der Mehrheit konnte man auch klar Erkennen dass sie das in Wirklichkeit gegen ihren Willen taten, entweder weil sie glaubten es machen zu müssen, oder weil sie es nicht wagten sich gegen die Meinung ihres Anführers zu stellen da dies vermutlich ihren Tot bedeuten würde.
    Damit war Kiken’na ziemlich klar wie man am besten vorgehen sollte. Im Schutze der Dunkelheit der Nacht schlich sich der Fischmensch in das Lager. 10 Mann hielten Wache in Zweiertrupps, doch rechnete niemand damit dass tatsächlich jemand angreifen würde, weshalb diese auch nicht wirklich Acht gaben. Sie sahen die Gefahr aus den Schatten gar nicht kommen. Zwei Trupps wurden ausgeschalten ohne zu bemerken was auf sie zukam, während die dritte zwar Merkte dass etwas nicht stimmte, doch auch diese wurde ausgeschaltet ehe Alarm geschlagen werden konnte. Die letzten beiden waren auf Streife etwas außerhalb des Camps, und bekamen von diesem Angriff daher überhaupt nichts mit. Natürlich wurden die Männer nicht getötet, nur mit der stumpfen Seite ihrer Schwerter, welche zuvor mit dem Wasser ihres Wasserbeutels benetzt wurde, außer Gefecht gesetzt. Für Kiken’na gab es keinen Grund diese Beistehenden Männer zu eliminieren, da sie es immer zu vermeiden versuchte jemanden zu töten, außer wenn es unbedingt notwendig, oder es wirklich gerechtfertigt war.

    Es war fast schon zu einfach… und enttäuschend… Der Fischmensch erreichte das Zelt des Anführers ohne dass auch nur eine Person Alarm schlagen konnte. Leider schien der Anführer nicht zu schlafen, und bemerkte sofort dass jemand sein verhältnismäßig luxuriöses Kommandozelt betrat, und diese Person keiner seiner Männer war. Sofort schrie er mit all seiner Kraft Alarm, worauf hin das ganze Lager aktiv zu werden schien. Kiken’na hatte versucht das zu vermeiden, hatte geplant einfach den Anführer zu eliminieren und am nächsten Morgen nochmal aufzutauchen und klar zu machen dass wenn jemand versuchen sollte seinen Platz einzunehmen, das Selbe Schicksal ereilen würde. Nun galt es schnell zu handeln. Der Anführer hatte seine Streitaxt griffbereit neben sich liegen und ging damit direkt auf den Fischmenschen los, doch so eine große Waffe war langsam und schwerfällig, so war es ein leichtes dem ersten Angriff auszuweichen, und dem Mann beim vorbeibewegen einen Streich am Rücken zu verpassen. Trotz des größer werdenden Lärms blieb Kiken’na ruhig und Konzentriert, hielt mit aufmerksamen Blick alles im Blick. Seinen Fehler erkennend ließ der Banditenanführer seine Waffe fallen und rannte aus dem Zelt so gut er mit seiner Wunde konnte und schrie wütend dass man diesen Kerl gefälligst umlegen soll, doch dies ließ den Fischmenschen keineswegs aus der Ruhe kommen, zu sehr konzentrierte er sich auf sein Umfeld. Auch wenn er sie außerhalb des Zeltes nicht sehen konnte, so hörte dieser Krieger wie die Banditen sich um das Zelt scharten und vermutlich es jeden Moment einreißen würden. Dem musste man zuvor kommen.
    Mit einem gezieltem Rundumhieb wurde die obere Hälfte des Zeltes abgetrennt und von dem Wind hinfort getragen. Viele schienen sich davon ablenken zu lassen, doch ein paar wenige gingen sofort zum Angriff über. Ähnlich wie ihr Anführer waren diese jedoch auch nur mit Axten, Beilen, stumpfen Schwertern oder improvisierten Speeren bewaffnet, und schienen so gut wie keine Kampfausbildung zu besitzen, jedoch hatten sie den Vorteil der Mannesstärke. Es war ein leichtes für Kiken’na den Angriffen auszuweichen oder sie zu parieren, doch standen die Chancen hoch dass irgendjemand einen Glückstreffer landen würde, daher galt es diese Situation schnell zu lösen, und dafür musste der Anführer, welcher nun einige Meter entfernt stand, ausgeschaltet werden.
    Nachdem die erste Welle abgewendet war, und die Männer versuchten wieder aufzustehen, erkannte Kiken’na eine Chance in welcher der Weg zwischen ihr und dem Anführer frei stand. Jedoch stürmte der Fischmensch nicht wie jemand erwarten würde auf den Mann zu, sondern vollführte einen Hieb mit dem Schwert in die Luft, als würde ein Unsichtbarer Gegner vor ihm stehen, doch zur Verwunderung aller Anwesenden schrie der Anführer auf einmal auf, während eine tiefe Wunde quer über seinen Oberkörper klaffte, im selben Winkel wie das Schwert geschwungen wurde. Dies versetzte die Anwesenden natürlich in Angst und Verwirrung, denn was sie durch die Dunkelheit nicht erkennen konnten war dass das Wasser, welches sich die ganze Zeit auf der Klinge des Schwertes befand, bei dem letzten Streich von der Klinge löste, seine Form haltend auf den Mann zuflog und ihm diese tödliche Wunde verursachte und zusammenbrechen ließ.
    „Lasst euch das eine Lehre sein. Wenn jemand versucht seinen Posten zu übernehmen, wird er sein Schicksal teilen. Bringt den Dörflern die gestohlene Ernte zurück und dann geht jeder seine eigenen Wege. Wer etwas anderes versucht, wird von mir gefunden werden.“ Ein wildes gebrabbel brach aus, aber jeder schien Angst vor dem Fischmenschen nach der Demonstration seiner Fertigkeiten zu haben. Sie musste nur einen Fuß vor setzen, da bildete sich schon eine Gasse um die Menge und das Lager zu verlassen, was Kiken’na auch mit einem zufriedenen Lächeln tat.
    Geändert von Ironhide (19.05.2016 um 04:14 Uhr) Grund: Signatur entfernt :P

  6. #21
    Na hast du Angst, Kleiner?! Avatar von Ironhide
    Registriert seit
    28.07.2011
    Ort
    Cybertron
    Alter
    35
    Beiträge
    1.783

    Standard


    „Für Botengänge haben wir andere Bedienstete, sofern es nichts mit der Stadtwache oder der königlichen Garde zu tun hat, brauch das kein Soldat machen. Alle anderen Aufgaben sind ebenso zweitrangig, wichtig ist nur die Zeremonie, alles andere kann …. muss warten.“ Er wusste das weder die königliche Garde noch die Stadtwache genug Leute hatte, um all die gestellten Aufgaben zu übernehmen. Die reguläre Palastwache hatte Isenhorn schon mit niederen Aufgaben belegt, da er ihr schlicht nicht zutraute, eine solche große Feier stemmen zu können. Der dicke, alte Hauptmann der Palastwache schien darüber auch nicht sonderlich traurig zu sein. Schon länger hatte Prinz Isenhorn überlegt, den Posten neun zu besetzen, aber irgendwie schien der Hauptmann der Palastwache einen sehr guten Draht zum König zu haben.
    „Ja, ihr könnt gehen.“, sagte Isenhorn zu Crim und selbige bog mit ihren zwei Gardisten im Schlepptau Richtung Palast ab.

    Je näher sie dem Marktplatz kamen, desto voller wurden die Straßen. Nun bereute Isenhorn, Fenia der Obhut seiner Schwester überlassen zu haben. Bestimmt versuchte sie erneut, die trauernde Heilige in ein Kleid zu stecken und erneut würde diese respektvoll, aber bestimmt ablehnen und erneut würde das seine Schwester frustrieren. Aber wie sähe das auch aus? Sicher würde ihr so etwas stehen, daran zweifelte der Prinz nicht mal, aber da sie nie ihren Zweihänder ablegte und auch sonst kaum von ihren Waffen zu trennen war, würde das Bild schon ein komisches sein. Hier bei ihm wäre sie eigentlich besser aufgehoben. Allein ihre Erscheinung hätte die Menschenmassen vor ihnen geteilt wie Schiffsrumpf, der durchs Wasser pflügt. Aber es ging auch so. Seine Gardisten sorgten ebenso dafür, das es zügig voran ging. Ob es aber der Respekt seiner Person war, oder aber die Furcht vor den Rittern der Inquisition, vermochte Isenhorn nicht zu sagen. Er vermutete von beidem etwas. Dennoch dauerte es eine ganze Weile, bis er endlich bei der Kathedrale angekommen war. Zusammen mit seinen Gardisten betrat er das Gebäude, deutete ihnen aber an, das sie ihn nicht weiter folgen brauchten und im Hauptschiff warten können.
    Auf halben weg zum Altar kam ihm schon einer der hohen Priester entgegen, zusammen mit dem Sanctus Prefectus , dem kirchlichen Kommandanten der Inquisition und zwei weiteren Hochinquisitoren, einer davon ein gut ausgebildeter Magier. Alle Männer kannte Prinz Isenhorn gut, und alle waren sie Mitglied im Rat der Inquisition.
    „Euer Gnaden.“, begrüßte der Priester seinen Gast. Isenhorn erwiderte den Gruß knapp. „Exzellenz.“
    „Wenn sie mir folgen wollen, die anderen Ratsmitglieder sind bereits eingetroffen und wir können sogleich beginnen, wenn sie es wünschen.“
    „Gerne, je schneller wir diese lästige Angelegenheit besprochen haben, umso besser. Wir haben wahrlich größere Angelegenheiten zu klären.“ Zwar sprach Isenhorn nicht aus, was er meinte, aber das brauchte er auch gar nicht. Der Priester und seine Begleiter wussten schon, was er meinte. Es ging mal wieder ums Geld. Die Inquisition brauchte neues um Pferde, Rüstungen und Waffen zu beschaffen. Im Grunde war es nur eine Formsache.
    „Lästig, wohl wahr, aber leider unumgänglich. Wenn euer Gnaden mir nun folgen wollen.“

  7. #22
    Händler Avatar von Rosered_Strauss
    Registriert seit
    11.07.2013
    Alter
    28
    Beiträge
    723

    Standard

    Fenia hielt einen stoisch- ruhigen Gesichtsausdruck bei, während Sie sich wie eine Puppe vorkam, die von einem fröhlichen, nervigen - wenngleich liebenswürdigen - Mädchen eingekleidet wurde. Die Hohe Inquisitorin sah nur mit hochgezogener Augenbraue auf das Kleid und anschliessend auf Ihre eigene Rüstung. "Hoheit, ich muss Euch darauf hinweisen, dass eine solche Rüstung..." begann Sie, die Prinzessin auf die Zeit hinzuweisen, die benötigt war, um in die Rüstung hinein (oder eben hinaus) zu schlüpfen. Doch davon wollte die Prinzessin nichts hören. Mit einer beharrlichkeit, die man sich wohl nur durch eine solche privilegierte Stellung aneignen konnte, bestand Sie auf einen Garniturwechsel; ganz gleich, wie häufig Fenia auf die Probleme zu sprechen kam; ganz gleich, wie rational auch sie argumentierte. Schliesslich sah Sie sich in einer Position, in der es wohl diplomatischer wie auch zweckdienlicher wäre, die Rüstung auszuziehen - denn schliesslich hatte Ihr Kasja mit einem Rauswurf gedroht. Da Sie es sich gemäß Ihrer Position nicht unbedingt mit der Königsfamilie verscherzen wollte - nicht über eine solch triviale Angelegenheit - gab Sie endlich nach.

    Sie besah Sich die Umkleide und lehnte Karyptius, den Sie in seiner Scheide vom Rücken gezogen hatte, schliesslich gegen die steinerne Wand. Das Gewicht der Waffe war dergestalt, dass sich die Spitze bereits in den Holzboden bohrte, dadurch jedoch im Gleichgewicht und damit auch stehen blieb. Nach und nach entfernte Sie die schwarze Plattenrüstung (und nachfolgend die darunter liegende schwarze Wollkleidung), ehe Sie sich beinahe vollständig entblößt dem Kleid zuwandte und dieses behutsam überstreifte. Kaum, dass sie sich darin hinein begeben hatte, wurde Sie auch schon hinaus gezerrt und damit den Blicken der anderen Besucher ausgesetzt, hatte doch schon die Anwesenheit Krubers dafür gesorgt, dass die Aufmerksamkeit der anwesenden Gäste auf der Kabine lag. Wenngleich alle sich Mühe gaben, nicht zu offen zu starren, waren natürlich sowohl die Prinzessin wie auch die Hohe Vollstreckerin ein Blickfang. Fenia lächelte, machte gute Miene zu dem Spiel, das mit Ihr gespielt wurde - doch Ihre Augen versprachen all jenen Schmerzen, die es wagen sollten, einen Kommentar über Ihr Äusseres abzugeben.

  8. #23
    Händler Avatar von Constantine
    Registriert seit
    23.08.2011
    Ort
    In den Tiefen des world, wide, webs!
    Beiträge
    684

    Standard

    Stur wie es zur Urzeiten die alten Drachen war, beharrte Kaja regelrecht darauf, dass Fenia das Kleid überstreifte. Ohne von ihrem Kurs abzuweichen, schaffte sie es tatsächlich die Walküre in das Kleid zu verpacken. Mit einem entzücktem, freudigem Blick wurde die Walküre sogleich von der Prinzessin aus der Kabine gezerrt. Das Starren der anwesenden Kunden ignorierend, schritt Kaja mehrmals um die Hochinquisitorin herum.

    Dabei wurde jeder Zentimeter ihres Körpers genausten‘s gemustert. "Hmmmm", machte Kaja. Immer wieder umkreiste sie die Walküre, legte den ihre Hand an ihr Kinn gestützt - eine Gestik, die sie immer wieder tat, wenn sie angestrengt nachdachte. "Irgend etwas fehlt, irgend etwas fehlt", ihr Blick wanderte zielstrebig durch den Laden bis Kaja entzückt aufhüpfte und an einer der umherstehenden Regalen verschwunden war. Man sah nur noch wie irgendwelche Sachen durch die Gegend geworfen wurden, welche Krüber auffangen musste. Nach einer gefühlten Ewigkeit tauchte Kaja mit mehreren reich verzierten Hüten aller Farben- und Formen auf. Sowie einigen accesoires. "Setz den mal bitte auf, "ich lege dir diese schöne Halskette um, vorsichtig, ist etwas kalt", ohne das Fenia etwas dagegen erwidern konnte, selbst wenn, Kaja hätte es eh ignoriert, legte sie der Walküre eine in dunklen gefertigten Edelsteinen - Halskette um, sowie einen silbernen Armreif, der das Bild abrunden sollte.

    Zufrieden mit ihrem Werk umrundete Kaja die Hochinquisitorin ein weiteres Mal. Dabei stellte sie sich hinter die Walküre und lugte leicht mit ihrem Kopf unter ihren Armen durch nur, um sich an Fenias Seite anzuschmiegen. "Siehst du, das steht dir gleich viel besser, als immer nur diese nervtötende Rüstung zu tragen". "Krüber, hey du Schlafmütze", der überrumpelte Hauptmann kam sofort herübergeschlendert, als sein Name fiel. "Wie findest du Fenia?". "Also ich finde sie sieht bezaubernd aus und etwas neidisch bin ich ja schon", dass ihr Blick unweigerlich auf den Brüsten der Walküre lag, konnte keiner übersehen. "Muss toll sein mit so großen Brüsten gesegnet zu sein". Das Kaja laut aussprach, was sie dachte, hatte die Prinzessin schon das ein oder andere mal in Verlegenheit gebracht im Beisein anderer. Doch letztendlich war es ihr auch egal gewesen.

  9. #24
    Händler Avatar von Rosered_Strauss
    Registriert seit
    11.07.2013
    Alter
    28
    Beiträge
    723

    Standard

    Fenia zog sich den Hut wieder ab, sobald die Prinzessin von Ihr abliess. Mit Helmen kam sie gut aus, denn auch wenn Sie ihre Sicht behinderten, waren sie im Kampfe unbezahlbar. Aber diese Hüte... die konnte Sie nicht ausstehen. Als sich der Monolog Kajas anschliessend auf ihr Äusseres im Allgmeinen und ihre Figur im Speziellen bezog, seufzte sie innerlich auf. Nun, sie ist wohl in dem entsprechenden Alter. "Ich danke Euch für das Kompliment. Jedoch ist es verfrüht, neidisch zu sein - Ihr selbst kommt gerade erst in der Blüte Eurer Jugend an und habt noch vieles, auf das Ihr Euch freuen könnt. Ehe Ihr Euch verseht, seid Ihr eine stattliche junge Frau." Ihr Blick wurde geringfügig wärmer, als Sie Ihn von den Anderen Gästen ab- und ihren beiden Begleitern zuwandte. Als Kaja dann allerdings etwas über Ihren Brustumfang murmelte, schüttelte Sie nur sacht den Kopf. "Hängt Ihr etwa diesem Glauben nach, dass große Brüste und üppige Kurven unerlässlich für Schönheit sind?" Sie bückte sich etwas, um das Kleid der Prinzessin gerade zu zupfen. "Letzten Endes sind Sie nur Zierwerk, genau wie die Kleidung, die wir hier tragen. Ich werde nicht mit so abgedroschenen Sätzen kommen, dass wahre Schönheit aus dem Inneren kommt - aber längerfristige Zuneigung ist nur möglich, wenn man die Persönlichkeit seines Gegenübers mögen kann. Schönheit verblasst mit zunehmendem Alter; doch wenn Ihr jemanden gefunden habt, der Euch sieht, und nicht nur an Eurem Busen hängt, dann wird er bei Euch bleiben." Eigentlich hätte Sie das doch schon von all den Privatlehrern hören sollen. Es sei denn... Das Lächeln auf Ihrem Gesicht verblasste, und machte zunehmendem Ernst Platz. "Ah, ich verstehe. Verzeiht, dass Ich Eure Andeutungen nicht gleich verstanden habe. Nun, es ist folgendermaßen: Kinder entstehen, wenn ein Mann und eine Frau eine geschlechtliche Vereinigung geniessen. Diesen Akt nennt man auch 'Liebesspiel'. Dabei..." Sie hielt inne, und sah von Kajas sich schnell rötendem Gesicht zum verlegen Hüstelnden Hauptmann hinüber. "Wozu die falsche Scham? Ich ahnte ja, dass Vater Matthias als Priester des Schlosses mit der gleichen alten Geschichte aufwartet, die er mir auch erzählt hat... 'wenn Mann und Frau sich gerne haben', etwas von Blumen und Bienen und dergleichen... aber meint Ihr nicht auch, es ist an der Zeit, dass Ihre Hoheit den tatsächlichen Vorgang beschrieben bekommt?" Sie wandte sich wieder Kaja zu. "Also. Bei diesem Akt..."
    Geändert von Rosered_Strauss (19.05.2016 um 23:13 Uhr)

  10. #25
    Händler Avatar von Constantine
    Registriert seit
    23.08.2011
    Ort
    In den Tiefen des world, wide, webs!
    Beiträge
    684

    Standard

    Prinzessin Kaja wirkte leicht frustriert, als Fenia den Hut abnahm, griff sie selbst nach diesem. "Ich hänge nicht diesem Glauben nach", erwiderte sie und wirkte dabei noch mehr gefrustet. "Mir gefallen größere einfach besser, darin kann man sich so schön einkuscheln". "Meine Mutter hatte auch so schön große, pralle", diesen Satz konnte die Prinzessin nicht einmal mehr zu Ende sprechen da ihr die Röte bereits ins Gesicht schoss und sie wie eine überreife Tomate wirkte.

    Als Fenia dann den Geschlechtsakt erklären wollte, lief ihr dunkelroter Gesichtston in ein noch dunkleres Lila an. Kaja setzte sich den Hut auf, um sich darin zu verstecken und fuchtelte wild gestikulierend mit ihren Armen umher, um von der Peinlichkeit abzulenken. "W-was erzählst du mir denn da?". "Ich habe diese Geschichten über den Akt schon dutzende male von meinen Lehrern und Vater Matthias hat mehr bei der Erzählung seine Freude rübergebracht und klar gemacht, was ihm alles so gefällt doch ich empfinde diesen Akt einfach nur als widerlich". "Es ist ein nur ein Austausch von Körperflüssigkeiten und bei all den Krankheiten, die man sich dabei holen kann, ist es... ist... es..." jedes weitere Wort wirkte überflüssig. Prinzessin Kaja bekam einen Drehwurm sowie leichtes Nasenbluten ehe sie einfach zur Seite kippte um sanft in den Armen der Hochinquisitorin zu landen. Dabei hörte man nur noch verstümmelt die Wörter Blümchen und Bienchen aus ihrem Mund.

  11. #26
    Dauerbesucher Avatar von Kinggek
    Registriert seit
    03.05.2016
    Alter
    27
    Beiträge
    106

    Standard



    Der Hauptmann wartete ohne Ton vor der Umkleide mit mehreren Kleidungstücken in der Hand. Immer mehr Leute versammelten sich in und vor dem Laden. Teils weil sie die Lage des Hauptmanns belustigend fanden und teils weil neben dem Hauptmann noch zwei andere hochrangige Gäste sich hinter dem Vorhang versteckten.

    Nach einer gefühlten Ewigkeit für den Hauptmann kamen dann die beiden Frauen aus der Kabine. Fenia war nicht wieder zu erkennen. Krüber konnte nicht anders als die Hochinquisitorin anzustarren. Immerhin hatte er sie nie in etwas anderem außer ihrer Rüstung gesehen. Auch wenn im Königshaus die Prinzessin ihre eigenen Kleider nicht immer selbst aussuchen konnte, so hatte das Mädchen doch Ahnung von ihrem Handwerk. Die Walküre strahlte nur von Schönheit und die Kleidungsstücke schmiegten sich an jede Rundung ihres Körpers perfekt an. Den Hut, welches sich die Prinzessin kurzerhand besorgte fand der Hauptmann leicht übertrieben, dennoch ändert es nichts daran das Fenia mal in einem ganz anderen Bild zu betrachten.

    In seiner Trance verfallen überhörte er die Frage der Prinzessin sowie das Gespräch was sich daraus entwickelte. Erst im letzten Augenblick bemerkte er das rot anlaufende Gesicht der Prinzessin und schnappte die Wörter der Wälküre auf die Kaja in diese Lage gebracht hatte. Als sie dann noch ihn damit konfrontierte wusste der Hauptmann gar nicht mehr so recht wie er reagieren sollte. Schlimmer jedoch traf es die Prinzessin. Auf dieses Thema reagierte sie eben wie es ein Mädchen in ihrem Alter wohl tat, mit der Ausnahme jedoch das sie eben ein Mitglied des königlichen Hauses war. Dementsprechend fiel ihre Reaktion auch ein wenig stärker aus. Durch den Schwindel welches das steigende Blut in ihrem Körper verursacht hatte fiel sie sanft in die Arme der Hochinquisitorin. Krüber nähert sich den beiden und sprach die Walküre an, "Guter Zug Verehrteste". Mit einem nicken deute er auf die Kabine und flüsterte der Walküre zu "Last sie etwas ausruhen während ihr euch wieder eurer Rüstung widmet, sobald sie wieder einen klaren Kopf hat können wir uns wieder auf den Rückweg begeben." Ehe sich der Hauptmann der Bedienung wandte die herbei eilte fügte er noch hinzu "Und ganz so unrecht hatte Kaja nun auch nicht, ihr sieht wirklich unbeschreiblich schön in eurem Kleid aus, sie hat Talent wenn es darum geht das Verborgenen in einem zu erkennen." Mit einem lächeln drehte er sich anschließend zur Bedienung und bat diese um ein Glas Wasser für die Prinzessin damit sie wieder einen kühlen Kopf bekommen würde. Die Masse die sich versammelt hatte verteilte sich auch schon langsam wieder nachdem Krüber ihnen den Befehl dazu gab sich aufzulösen und weiterzuziehen ehe er Verstärkung rufen müsse.

  12. #27
    Händler Avatar von Rosered_Strauss
    Registriert seit
    11.07.2013
    Alter
    28
    Beiträge
    723

    Standard

    Eine kurze Regung flackerte über das Gesicht der 'Heiligen', so kurz, dass man es kaum als das Lächeln identifizieren konnte, das es war. "Ich erlebe heute nun zum Zweiten Male eine Überraschung. Nicht nur, dass man es schafft, mich zu diesem Kleid zu überreden - nein, mir wird auch noch ein Kompliment ohne Hintergedanken gemacht. Ihr ahnt gar nicht, wie selten das vorkommt. Meist will man sich oder seinen Bekannten den Eigenen Mut Beweisen, indem man mit mir spricht. Oder noch trivialer - so manche haben es sich in den Kopf gesetzt, dass Sie es sein würden, die dereinst mein Bettblut vergiessen und mich entjungfern würden." Sie schnaubte missbilligend, die blutroten Augen in weite Ferne gerichtet. "Daher danke Ich Euch für das Kompliment, Hauptmann; ist es doch ohne eine dieser Motivationen gestellt worden. Im Übrigen halte ich Euren Vorschlag für akzeptabel und werde diesen befolgen." Sie wandte sich in Richtung der Kabine um, schritt gemächlichen Schrittes darauf zu - als Sie noch einmal inne hielt. Sie sah über die Schulter zu Krüber und Kaja zurück, während Ihr schwarzes Haar Ihr über den unbedeckten Nacken wallte. "Oder täusche ich mich, und das Kompliment war das erste Manöver einer Werbung um meine Gunst? Das käme unerwartet." Krüber glaubte beinahe, ein schalkhaftes Aufblitzen in Ihren Augen erkennen zu können - doch ehe er sich dessen vergewissern konnte, war Sie bereits wieder in der Umkleidekabine verschwunden. Es sollte einige Zeit dauern, ehe Fenia wieder aus der Kabine hinaus trat. In der Zwischenzeit war die Prinzessin wieder erwacht, Krüber hatte der geistigen Abwesenheit der Prinzessin wegen die Rechnung für die von Ihr gewünschten Hüte auslegen müssen, und der Rest der Schaulustigen hatte sich zerstreut. Als Fenia wieder heraus trat, war Sie in den geschwärzten Plattenpanzer gehüllt. Das Kleid hatte Sie sich sorgfältig über den Arm gelegt, Karyptius war wieder um den Rücken geschnallt und sorgte dafür, dass die Umgebung kälter und beklemmender wirkte. Doch scheinbar hatte die Hohe Inquisitorin Gefallen an dem Unterfangen gefunden, oder Ihr gefiel das Kleidungsstück tatsächlich - was es auch sein musste, sie erstand es zur Überraschung und Entzückung des Ladenbesitzers. "Man muss es Ihr gönnen." meinte Sie an Krüber gewannt, als sie zu der etwas vorausgeeilten Prinzessin hinüber sah. "Bald schon wird sich Ihr Leben ändern. Heute ist wohl Teil des Abschiedes von Ihrem bisherigen Leben. Sorgen wir dafür, dass es ein wohliger wird."

  13. #28
    Händler Avatar von Constantine
    Registriert seit
    23.08.2011
    Ort
    In den Tiefen des world, wide, webs!
    Beiträge
    684

    Standard

    Nach dem Prinzessin Kaja wieder zu sich gekommen war, strahlte sie wie ein Honichkuchenpferd, dass mit Glitzerstaub überseht wurde. Mit ausgebreiteten Armen sprintete Kaja ihren beiden Begleitern voraus aber immer in Sichtweite der beiden. Heute hatte sie endlich wieder einmal Gelegenheit nach Herzenslust zu shoppen, die Fressmeilen auszuprobieren und später am Abend das Feuerwerk am Hafen zu erblicken. Sicher, der Palast war schön, die Bediensteten immens freundlich, was eher an ihrer Position zurück zu führen ist, als dass sie sich tatsächlich für Kaja in ihrer Person interessieren könnten.

    Den Hut, den Fenia nicht tragen wollte-konnte-sollte, trug statt dessen die Prinzessin. Ein Stand mit vielerlei Köstlichkeiten erweckte ihr Interesse. Dabei griff sie nach Herzenslust zu. In der einen Hand hielt Kaja etwas gebratenes, was wohl mal Hühnchen war und in der anderen eine gigantische Süßigkeit, die größer war, als ihr Haupt. Mit einer Hand winkte sie den beiden, sich etwas zu beeilen, als ihr plötzlich eine Situation in die Augen kam, die sie so noch überhaupt nicht kannte.

    Ganz in der Nähe eines Standes trat ein zerzauster Junge vor die Theke und fragte nach etwas essbarem. Der Verkäufer reagierte ungehalten auf das kleine Bengelchen, wies es ab. Der Junge fragte andere Passanten, die einfach an ihm vorbei marschierten oder ihn ignorierten. Nur eine Kleinigkeit. Irgend etwas zu Essen. Kaja, die ihr Leben lang immer alles bekommen hatte, konnte nicht verstehen, was gerade vor sich ging. In ihr brodelte ein unbekanntes Gefühl. Vor blanker Wut zitterte ihr Körper. Doch statt los zu schreien, tat Kaja das, was sie immer tat, wenn ihre Emotionen drohten, überzukochen. Den Blick in ihren Haaren verborgen, schritt sie auf den kleinen Jungen zu, beugte sich nach vorne und umarmte diesen welcher wie perplex auf die rothaarige Prinzessin starrte. "Du hast bestimmt Hunger oder?", das kleine Menschlein sagte nichts, der knurrende Magen sagte der Prinzessin, dass sie Recht besaß. "Hier, nimm meins, ich wollte sowieso einige Kilos runter haben".

    Dabei lächelte Prinzessin Kaja und ließ den Jungen los welcher nicht glauben konnte, was gerade vor sich ging. Dann erhob sich die Prinzessin wieder und starrte mit ihrem Blick in die Massen hinein, die die Szenerie entweder ignorierten oder mit sich selbst beschäftigt waren. Erst, als jemand die Prinzessin erkannte, lenkte sich ihrer Aufmerksamkeit auf diese. "IHR ALLE SOLLTET EUCH WAS SCHÄMEN", Stille trat über die sonst so belebte Handelsstraße. "IST ES SO VIEL VERLANGT EINE KLEINE, WINZIGE GUTE TAT ZU VOLLBRINGEN?!", die Wut stieg weiter in ihr auf. Irgendwo in einer Seitengasse bildeten sich in einer Fensterscheibe kleine Eissplitter. "Das ist die Prinzessin, sie hat dem Bettler etwas gegeben, ist sie so naiv oder tut sie nur so?", dass Getuschel um sie herum wurde lauter. Kaja bekam das erste Mal in ihrem Leben wirklich mit, wie es draußen in den Straßen zuging, was ihre Wut auf die Menschen nur noch mehr verstärkte. Ihr feuerrotes Haar schien im aufkommenden Wind zu schweben, gänzlich zu schimmern.

    "WENN ICH ERST KÖNIGIN BIN, WIRD SICH SO EINIGES IN DIESEM LAND ÄNDERN!", leises Gelächter hallte durch die Menschenmassen. Kaum jemand nahm die Prinzessin ernst, hatten alle doch ihre Hoffnung in Prinz Isenhorn und seine Inquisition gesetzt. Was sollte so eine junge Göre schon ausrichten? Einzig der kleine Junge bekam ein Leuchten in seinen Augen, zupfte kurz an dem Zipfel ihres Kleides. "Kannst du wirklich machen, dass es besser wird, große Schwester?", Kaja beugte schaute auf den Jungen herab und nickte. Strich dem Kurzen dabei kurz durch seine zerzausten Haare. "Ja, das werde ich, komm wir sehen uns zusammen das Feuerwerk an". Ohne das der Kleine reagieren konnte, hatte Prinzessin Kaja ihn auf ihre Schultern gesetzt sehr zur Verwunderung der weiterlaufenden Bevölkerung, die entweder ihr Haupt schüttelten oder tuschelten. "Wollen wir als nächstes zu den Süßigkeiten?", ein freudiges "jaah", war die Antwort. Fenia und Krüber hatten etwas Abstand genommen nicht zu viel nur, um die Prinzessin ihre Sachen alleine regeln zu lassen. "Fenia, Krüber kommt es gibt noch so viele Stände, die wir besuchen müssen und unser neuer Begleiter kennt die schönen Seiten unserer Stadt noch gar nicht". "Wie heißt du denn?". "Mein Name lautet ...." den letzten Teil konnte Kaja nicht ganz verstehen, begannen ihre Augen alles in einem verschwommenem, eisigen Bild zu sehen, ehe sie weiterging.

  14. #29
    Na hast du Angst, Kleiner?! Avatar von Ironhide
    Registriert seit
    28.07.2011
    Ort
    Cybertron
    Alter
    35
    Beiträge
    1.783

    Standard


    Die Ratssitzung war schnell erledigt, Isenhorn sicherte der Kirche genügen Gold zu, um alles zu kaufen, was demnächst benötigt wurde. Außerdem wurde er davon in Kenntnis gesetzt, das eine kleine Abordnung nach Norden unterwegs ist, um Vorfalle mit Orks auf den Grund zu gehen. Isenhorn verließ nach dreißig Minuten die Kathedrale, in Begleitung seiner Gardisten. Er wollte wieder zurück in den Palast, sein Weg brachte ihn dabei an jene Boutiquen vorbei, in der die Prinzessin Fenia eingekleidet hatte. Es war daher wenig verwunderlich, das seiner Schwester erneut über den Weg lief – zumindest fast. Mit etwas abstand konnte er die Szene betrachten, die sich zutrug. 'Naives Ding', dachte sich Prinz Isenhorn und wollte gerade gehen, als er sah wie sie diesen Jungen auf die Schulter nahm. Das war zu viel. Ein Mitglied der Königsfamilie? War es denn nicht genug das sie hier einfach so durch die Straßen schlenderte, musste sie nun auch noch das machen? 'Was glaubst du eigentlich, was du repräsentierst!', fauchte Isenhorn in Gedanken. Schnellen Schrittes eilte er Kaja nach, ignorierte die Königliche Garde, Krüber und sogar Fenia und ehe sich seine Schwester vergucken konnte, stand der Junge wieder auf der Straße. Prinz Isenhorn kniete sich vor den Jungen und hielt ihn eine silberne Münze hin. Schon auf den ersten Blick sah man, das man damit nichts kaufen konnte. Auf der einen Seite prangte das Konterfei von Gaia, auf der Rückseite hatte man einen siebenköpfigen Drachen eingeprägt. Im Grunde nur ein Symbole für die sieben heiligen Drachen und die Mutter Gaia, aber diese Münze bedeutete mehr, wenn man denn wusste, was man damit anfangen konnte.
    „Wenn du jeden Tag etwas essen willst, nimm diese Münze, geh zur Kathedrale und zeig sie dort dem Priester. Sag ihm, das du von mir kommst und ich verspreche dir, das du nie wieder Hunger leiden wirst. Nun geh.“ Der Junge nickte nur und rann davon, die Münze fest im Griff. Natürlich hatte das Aufsehen erregt, aber Prinz Isenhorn sein Auftreten alleine sorgte dafür, das sich die Menschentraube die grad anfing sich zu bilden, in Windeseile wieder auflöste, als sie den ernsten Blick des Prinzen sahen. Natürlich hatte auch Fenias Anwesenheit eine Wirkung der Abschreckung. Im Moment wollte ihn keiner irgendwie zu nahe kommen. Dann wandte er sich Kaja zu.

    „Bevor du was sagt, Schwester, komm einfach mit. Denn ich werde dir zeigen, was diese Stadt wirklich hergibt und wo du anfangen kannst, etwas zu ändern.“ Dabei Schob er sie leicht an, damit sie sich in Bewegung setzte und zu seiner großen Überraschung, tat Kaja ihm auch den Gefallen. Nach ein paar Biegungen, sah man schon die ersten Unterschiede. Die noblen Geschäfte wurden zu einfachen Ständen, die Reichen Kaufleute zu simplen Bürgern und die gute Straße zu holprigen Kopfsteinpflaster. Aber Isenhorn schritt unbeirrt weiter, immer von der königlichen Garde und den Ordensritter der Inquisition begleitet. Fenia ahnte sicher schon, wohin es ging und auch Krüber musste bereits einen Verdacht haben, dessen war sich Isenhorn sicher. Sie waren gerade mal fünf Minuten unterwegs, als sie wieder stoppten.
    „Hier. Hier kannst du anfangen, etwas zu ändern.“
    Vor sich sah Kaja etwas, was man ihr wohl so nie erzählt hatte und wovon gerade sie stets abgeschirmt wurde. Jegliche Anmerkungen und Bedenken von den Begleitern, wischte Prinz Isenhorn mit einer Handbewegung beiseite.
    Kaja schaute in eine dreckige, stinkende Gasse in der es von Armen Menschen, Bettlern, verwahrlosten Kindern und alten Menschen in Lumpen nur so wimmelte. Hier begann das Elendsviertel der Stadt und es war groß. Zu groß. Die Straße war nicht mehr als ein schlammiger Pfad, hier und da war wohl mal Kopfsteinpflaster verlegt worden, aber die Menschen hatten es wieder raus gebrochen um wenigstens etwas Baumaterial für ihre Behausungen zu haben. Die Häuser die hier standen waren kaum mehr als bessere Unterstände, einige schon lange eingestürzt und andere vielleicht auch nie fertig geworden. „Dieser Teil der Stadt war kurz vor dem Krieg gebaut worden.“, sagte er zu seiner Schwester.

    Leider war es dann auch der Krieg, der verhinderte das die Häuser hier fertig wurden. Viele ehemalige Besitzer kehrten nie mehr zurück und das meiste verfiel einfach mit der Zeit. Nach und nach besetzten Bettler und Obdachlose die halbfertigen Ruinen und mit jedem Monat wurden es mehr. „Hier sterben bald täglich ein dutzend Menschen. Aber zwei dutzend kommen dafür von außerhalb wieder nach und lassen sich hier nieder, denn sie wissen nicht mehr wohin.“, erklärte Isenhorn. Es waren vielleicht nicht ganz so viele an guten Tagen, an schlechten aber noch mehr. Jeden Morgen marschierte die Stadtwache mit zwei Pferdekarren durch die Straßen, sammelte die Toten ein und fuhr sie aus der Stadt heraus in einen Wald, wo die meisten verbrannt worden. Das Begraben war einfach zu aufwendig. Würde man das nicht machen, würden sich in Windeseile etliche Krankheiten in der Stadt ausbreiten, aber das ersparte er Kaja. Mitten drin in diesem Virtel, so wusste es Prinz Isenhorn, gab es eine Suppenküche, die aber eigentlich immer überfüllt war. Für die meisten war das aber der einzige Ort, wo sie etwas zu essen her bekamen.
    „Löblich, das du dem Jungen geholfen hast, in seinen Augen bist du eine wahre Heldin, aber er war nur einer. Das hier ist das wahre Gesicht der Welt. So sieht es in vielen Dörfern und kleinen Städten aus. Zu Tausenden Hungern die Menschen und zu Tausenden hassen sie Leute wie uns. Vater ist nicht sehr beliebt, denn er tut nicht gerade viel, um etwas zu ändern. Die meisten hier, Schwesterherz, sind Flüchtlinge aus den Grenzgebieten.“ Er hofft, das sie wusste worauf er anspielen wollte. Das strikte Verbot von Gewalt gegen jegliche Feinde, hatte an fast allen Grenzregion für ärger gesorgt und die Menschen flohen dann hier her. Denn hier waren sie sicher, so hofften sie. Aber hier fehlten schlicht die Mittel, um wirksam dagegen vorgehen zu können. Aller Reichtum der Willensteins zum trotz, hatte sie nicht mal annähernd genug und auch die Staatseinahnen waren hierfür nicht ausreichend.

    Hier, so wusste er, waren er und seine Schwester nicht so gerne gesehen. Denn auch wenn beide nichts dafür konnten, so gab man ihnen doch die Schuld. Denn sie schlemmten, lebten in Saus und Braus und hatten alles was man haben konnte.
    „Gehen wir lieber, bevor wir in Schwierigkeiten geraten. Komm.“ Isenhorn wusste nur zu gut, das man hier nicht zu lange verweilen sollte, nicht ohne zumindest eine starke Eskorte dabei zu haben. Die ersten giftige Blicke gab es bereits, Lust auf eine Eskalation hatte er aber nicht. Den Menschen hier zu sagen, das die Kirche und auch das Königshaus dafür sorgten, das die Suppenküche überhaupt noch existierte, brachte wenig. Man glaubte es ihnen schlicht nicht.
    Geändert von Ironhide (20.05.2016 um 12:36 Uhr) Grund: kleine Fehler ausgebessert

  15. #30
    Händler Avatar von Constantine
    Registriert seit
    23.08.2011
    Ort
    In den Tiefen des world, wide, webs!
    Beiträge
    684

    Standard

    Bevor Kaja etwas sagen konnte, wurde sie von ihrem Bruder in ein Viertel gebracht, was sie noch nie zuvor gesehen hatte. Mit etwas Wehmut hatte sie dem Kleinen hinterher gewunken. Ihr Ruf interessierte die Prinzessin nicht, ihr Status war ihr vollkommen gleich. Doch im Gegensatz zu ihrem extravaganten Lebensstil konnten es sich nicht alle Menschen leisten. Wie diese zum Beispiel. Den Blick in den feuerroten Haaren verborgen, betrachtete die Prinzessin das Elend. Und direkt vor ihrer Haustür. Irgendwo in den hinteren Reihen der Gassen gefror ein eh schon zersprungenes Glasfenster.
    Auch sie bemerkte den hasserfüllten Blick doch gegen den Rat ihres Bruders schritt Prinzessin Kaja tiefer in die Gasse. Es dauerte auch nicht lange, bis die ersten Hasstriaden auf das Königshaus ausgesprochen wurde. "Bitte", sprach Kaja zu den Menschen. "Hört mir zu", irgendjemand warf einen dreckigen Lumpen nach der Prinzessin, was auf ihrem schneeweißen Kleid landete. Kaja ignorierte dieses und warf den Lumpen beiseite. Die Stimmung heizte sich weiter auf. Nun stand eine aufgereihte, größere Menge vor Kaja. Die älteren Menschen völlig verwahrlost, mit verfaulten Zähnen im Mund und dicken Bäuchen waren völlig aufgebracht. "Was will denn das Königshaus hier bei uns?", äffte jemand. Sofort eilten Gardisten zu der Prinzessin doch diese winkte mit ihrer Hand ab.

    "Hört mir zu, ich bitte euch", das Gegröle wurde lauter, so dass man die Prinzessin kaum noch verstand, als dann jemand einen Eimer nahm der mit einer bräunlichen Matsche aus Schlamm gefüllt war und einfach über ihren Kopf kippte, hallte das Gelächter weiter. Die Gardisten und auch Prinz Isenhorn selbst starrten mit völligem Entsetzen auf diese abstrakte Szenerie.
    Doch Prinzessin Kaja stand ganz ruhig vor dem pöbelnden Mob. Ihr Blick war weder hasserfüllt, noch arrogant, ihre Augen strahlten einen eigenartigen Glanz aus, die Feuerroten Haare nahmen wie zuvor vor der Menschenmasse einen eigenartigen Glanz an. "BITTE HÖRT MICH AN!", ihre Stimme hallte in der kleinen Gasse nieder. Plötzlich stoppte das Gelächter und jene Person, die Kaja den schlammbefüllten Eimer übergoss viel auf seinen Hintern. Kaja reichte diesem ihre Hand, damit er sich daran hochziehen konnte. "Ich bin mir sicher ihr habt viel durchmachen müssen", begann Kaja ihre Rede. Es waren keine Worte des Mitleides, sondern fester Ehrlichkeit und Überzeugung. "Mir war bis vor kurzem nicht klar, was unser schönes Königreich für Schattenseiten hat, es ist mir auch nie in den Sinn gekommen, dass Menschen in solch schrecklichen Zuständen leben müssen". Ihre Hand lag auf ihrer Brust ganz dicht über ihrem Herzen während sie sprach. "Es tut mir leid, dass ich nicht schon viel früher reagiert habe, reagieren konnte doch seit versichert", sie machte einen Schritt auf die Menschentraube zu, die sich gebildet hatte und überraschender weise, machte ihr Platz. Alle hingen an ihren Lippen. "Bin ich einst Königin dieses Landes werde ich den Leuten helfen, ich werde dafür sorgen, dass ihr einen Platz bekommt, wo ihr Leben könnt, wo ihr arbeiten könnt, wo es Essen gibt und nicht in diesen zerfetzten Lumpen herumlaufen müsst". Es war töricht von ihr, töricht die Welt in einer rosaroten Brille zu sehen. "Hauptmann", Krüber war an der Seite der Prinzessin gekommen. "Wie viel Gold haben wir noch übrig?", der Hauptmann holte einen kleinen Sack heraus und zählte nach. "Etwa knapp 200 Gold, Prinzessin". Diese nickte. Kaja nahm das Säckchen und übergab es den Leuten in der Gasse welche geschockt und freudig zu gleich wirkten. "Es ist nicht viel aber alles, was ich noch besitze, bitte nehmt es".

    Irgendwann kam eines der Kinder auf die Prinzessin zu und umarmte mit seinem verwahrlosten Körper diese, was Kaja erwiderte. "Haltet noch etwas durch, ja?". Ein Kopfnicken war die Antwort. Der Mann, der Kaja zuvor demütigen wollte, kam etwas später mit einer verwelkten Rose zurück um es der Prinzessin zu überreichen. Die Worte der Entschuldigung lagen auf seinen Lippen doch Kaja unterbrach ihn. Sie drückte diesen noch kurz an sich. "Ich kann deinen Unmut nachvollziehen, ich kann es ertragen". Ohne ein weiteres Wort verließ die Prinzessin die herunter gekommene Gasse. Den Blicken der Schaulustigen ausgesetzt, ignorierend, schritt Kaja Richtung Palast. Fenia und Krüber waren mit Abstand hinter ihr, ihr Bruder stand neben ihr. "Hättest du diese Leute umgebracht, weil sie mich angreifen wollten Bruder?", fragte sie Prinz Isenhorn.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •