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  1. #31
    Na hast du Angst, Kleiner?! Avatar von Ironhide
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    "Töten? Nein. Nicht solange sie nicht auf dich losgegangen wären." Dennoch würde er sich noch um den Mann kümmern, der seine Schwester mit dem Eimer übergossen hatte. Er sah darin nicht nur einen Demütigung seiner kleinen Schwester, sondern auch eine Demütigung der ganzen Familie und das wollte, nein konnte er nicht zulassen. Nachdem sie sich etwas von der Gasse entfernt hatten, gab er zwei seinen Gardisten ein Zeichen. Selbige wussten was sie zu tun hatten und kehrten um, ohne das Kaja etwas davon mitbekam. Später würde dieser Mann im Kerker sitzen, nicht in irgendeinem, nein in einem speziell für die Inquisition eingerichteten Kerker unter der Kathedrale.
    Stolz war Isenhorn darauf nicht und er tat es nicht gerne, wie er beteuern würde, aber würde sich erst herumsprechen, das solcherlei Verhalten gegenüber der Königsfamilie nicht geahndet wurde, wäre sehr schnell Chaos in der Stadt. Und das war wahrlich das letzte was sie alle gebrauchen konnten.

    „Unsere Familie ist nicht mal das Ziel ihrer Verzweiflung.“, erklärte ihr Insehorn. „Es ist die Lage in der sie sich befinden, und an der sie der Krone die Schuld geben. Zurecht. Wer auf dem Thron sitzt, ist dabei einerlei.“ Er machte eine Pause, während sie eiligen Schrittes in Richtung Palast marschierten. Die Brühe die Man Kaja übergossen hatte, stank fürchterlich und inzwischen wollte auch sie nichts wie raus aus ihren Gewändern. Das Kleid würde sie wegschmeißen können, das war jedenfalls ruiniert.
    „Und nun hast du ihnen vor aller Welt versprochen, das es anders wird. Wie erklärst du ihnen dann, sobald du die Krone hast, das am darauffolgenden Tag nichts anders ist, die Woche darauf ebenso wenig? Und selbst wenn, spricht sich das rum und wir haben binnen kürzester Zeit die Stadt voll mit Bettler, alle würden in die Stadt strömen und uns ersticken. Bau ihre Dörfer wieder auf und Sorge für Sicherheit, das hilft ihnen, aber keine Almosen, die sie nur dazu verleiten nach mehr zu betteln.“

    Es war gar nicht mal so abwegig, Kaja vorzuschlagen wieder mehr bewaffnete Truppen auszuheben, um die Grenzen des Reiches effektiv zu schützen. Sein Vater wollte seid jeher nichts davon wissen, aber es war nicht von der Hand zu weisen, das es mehr Probleme dadurch gab, als Lösungen. Natürlich hatte er es auch geschafft, die diplomatischen Beziehungen aus zu bauen, was keine Schlechte Sache war, aber eben nicht jeder interessierte der diplomatische Weg.

  2. #32
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    Prinzessin Kaja versuchte ihren Unmut nicht zu zeigen, war es doch das erste Mal in ihrem Leben, dass sie solcherlei Erfahrung gesammelt hatte. Zwar keine schöne aber immerhin eine Erfahrung. Sie konnte sich nicht vorstellen, was diese Leute durchmachen mussten. Obwohl der Krieg - von dem ihr ihr alter Lehrmeister berichtete schon so lange war, war das Elend nach wie vor groß. "Es wird anders", die Entschlossenheit in ihrer Stimme war nicht zu überhören. "Wir müssen bei den kleinsten Leuten anfangen, etwas zu ändern". "Und ich teile Vaters Ansicht, wenn wir Waffen einsetzen, bringt das nur noch mehr Leid hervor, was hätte es dir gebracht diese Leute zu töten selbst, wenn sie mich angegriffen hätten?". "Es ist ihr gutes Recht wütend zu sein". "Sie kamen in der Hoffnung hier her ein neues Leben aufzubauen, zu arbeiten, Gold zu verdienen, ihre Familien zu ernähren und es ist schlimmer, als zu vor". "Wie kann es sein, dass wir die Königsfamilie jeden Tag im Luxus leben und die Kinder auf offener Straße verhungern müssen?". "Wie kann es sein, dass Ritter in prunkvollen Rüstungen stolzieren, während andere in abgelaufenen Lumpen rumlaufen?", sie blickte auf die verwelkte Rose welche durch einen kräftigen Windstoß einfach davon wehte.

    Kaja versuchte noch danach zu greifen. "Wenn sich der Adel noch so prunkvolle Villen leisten kann, ist noch genügend Gold vorhanden und da werde ich ansetzen". Ihr Blick wanderte durch die reich verzierten Essensstände und Wirtshäuser umher. Sie hatten das Armenviertel längst verlassen während vor ihrer Nase überall geschlemmt wurde. Der Gestank der Brühe setzte ihr langsam zu - zudem kam der heiße Sommertag hinzu. "Wir müssen die Beziehungen zu den anderen Ländern weiter ausbessern, wenn wir es schaffen mehr Einnahmen in die Staatskasse zu bekommen, können wir unsere groben Löcher stopfen und dann erschaffen wir ein neues Königreich, eines das wieder in seinem alten Glanz erstrahlt, nein, noch stärker". "Es wird das Wahrzeichen des gesamten Kontinentes werden".

  3. #33
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    Es war vielleicht nicht der idealste Weg den der Prinz genommen hatte um seiner Schwester den Horizont hinter den Mauern des Königshauses zu zeigen jedoch die effektivste. Krüber musste viel Geduld zeigen in dem er weder beim Aufruhr sich einmischte noch bei der Aktion mit dem Überguss über die Prinzessin. Mit festem Griff um seinen Schwertknauf wartete auf den letzten Moment falls die ganze Sache doch ausarten sollte, doch Kaja schaffte es wirklich mit ihren Worten das Gemüt zu beruhigen. Eigentlich hätte es der Hauptmann überhaupt nicht soweit kommen lassen sollen, doch sich gegen den Prinzen zu stellen auch wenn es seine Position erlauben würde, wäre keine Kluge Entscheidung gewesen. Nachdem sich die Masse beruhigt hatte und die beiden Geschwister den Rückweg antraten, folgten der Hauptmann und die Hochinquisitorin den beiden. Krüber wusste das der Prinz das nicht ganz ohne folgen lassen würde und seine Vermutung bestätigte sich als er den unauffälligen Befehl von Isenhorn an zwei seiner Männer bemerkte während Kaja von der Umgebung abgelenkt war. Recht und unrecht zugleich plagten den Hauptmann, immerhin war es der Prinz selbst der die Situation erst heraufbeschworen hatte und nun sollte jemand anderes dafür büßen. Auch wenn Krüber schon seit seiner Jugend im Königshaus war und vieles über die Geschwister kannte sowie mit ihnen zusammen aufgewachsen ist, auch wenn es zwei verschiedene Welten waren in denen sie lebten. So konnte er verstehen warum der König nicht ihn zu seinem Nachfolger gewählt hatte. Zwar teilte der Hauptmann seine Gedanken mit dem Prinz das, dass Reich langsam wieder etwas stärke zeigen sollte. Doch die Art und Weiße wie er seine Pläne umsetzte befand er fast schon als verräterisch. Immerhin hatte er sogar eine eigene Arme gegründet die im Ernstfall sogar die königliche Garde bedrängen könnte. Im Augenwinkel betrachte er die Walküre die neben ihm herlief und wollte sich nicht einmal ausmalen was passieren würde wenn sie erst die Schwerter kreuzen müssten.

    Mit einem tiefen Atemzug versuchte er die ungewöhnlichen Gedanken zu vertreiben und richtete seinen Blick wieder auf die Kinder des Königs. "Das Glück das eigene Blut an seiner Seite zu haben sollte man gut zu schätzen wissen" dacht er sich und der Anblick gefiel ihm als sich der Prinz trotz allem sich sehr um Kaja sorgte.

  4. #34
    Händler Avatar von Rosered_Strauss
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    Fenia beobachtete die Szene mit den beiden Königskindern scheinbar gelassen - dass Sie unterdess Ihren Stand etwas verlagert hatte, um notfalls in Rekordzeit eingreifen zu können, war wohl niemandem aufgefallen. Doch von allen Anwesenden war sie wohl am entspanntesten, hatte Sie doch entsprechende Order gegeben, sobald die Prinzessin Ihr Unternehmen verkündet hatte. Sie trug Ihr Signaturhaftes Lächeln zur Schau, eine Mimik, die man zweifelsohne mit Ihr in Verbindung brachte. Als sich die beiden Geschwister nun jedoch um politisches zu streiten begannen, trat Fenia vor. Es war einer jener Momente, in denen Sie über Ihre Autorität war. "Serahs... gleich, wessen Vision für die Zukunft des Landes nun die richtige sein mag; in keinem Falle wäre dies eine Unterredung, die hier geführt werden sollte. Wir sollten uns langsam zum Schloss zurück begeben." Sie fing einen nachdenklichen Blick des Hauptmannes auf - ein Blick, der auch auf die Klinge an Ihrer Seite fiel. Ihre Augen funkelten in einem dunklen Glanz, als Sie anfügte: "Und Ihr, Hauptmann, mögt mich gerne zu einem Übungskampf herausfordern, ich fühle mich jedoch im Vorraus dazu verpflichtet, dieses abzulehnen. Wenn ich meine Klinge ziehe - gleich, welche - dann, um zu töten. Und ich habe bei Euch keine Vergehen feststellen können, die eine derartige Strafe erforderlich machen würde. Ihr könnt also beruhigt sein." Sie verbeugte Sich kurz in Richtung des Trios. "Bitte verzeiht, wenn meine Worte harsch erscheinen. Ich halte es jedoch für unnötig, die Härte von Fakten zu kaschieren. Ich hatte nicht vor, jemanden zu beleidigen. Sollte dies Geschehen sein, bitte ich um Nachsicht." Natürlich liess der Satz unausgesprochen, dass Sie es nicht für nötig befand, dass sie sich entschuldigen müsste.

  5. #35
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    Sie waren bereits kurz vor dem Palast angelangt, als Isenhorn sich erneut im gehen an seine Schwester wand. "Nein, es hätte mir natürlich nichts gebracht außer Scherereien, wenn ich dort jemanden getötet hätte. Aber ich hätte es getan, oder soll ich zusehen, wie sie meine kleine Schwester in der Luft zerfetzten? Wenn der Mob erst mal in Rage ist, bringen Worte ihn nicht mehr zu Vernunft. Frag deinen Hauptmann, frag Fenia, frag wen du willst - außer Vater. Menschen sind in der Masse so, wie ein Tier, kaum Verstand und brutal." Isenhorn seufzte, da er sich zugleich Missverstanden fühlte, wenn er den Mund aufmachte. Dennoch versuchte er Kaja weiterhin zu erklären, was seine Gedanken sind.
    "Natürlich verursachen Waffen leid, da wo sie eingesetzt werden. Aber was ich dir sagte, war auch, das du ihre Dörfer aufbauen und ihnen Sicherheit schenken sollst. Nicht mit Waffen, ich meinte die Sicherheit von Arbeit, Familie und einem Heim. Geb dem Volk das, und sie werden dich lieben. Um die Sicherheit des Reiches kümmere ich mich und nein, nicht indem ich irgendwo einfalle. Aber diese Sicherheit brauchst du dafür, denn es nützt nichts Dörfer zu bauen und dem Menschen Land zu geben was sie bestellen können, wenn von außen und innen Feinde über sie herfallen, die ihnen alles nehmen. Wenn du dein Volk nicht beschützten kannst, bringt das alles nichts. Und wir können unser Volk kaum vor den Banditen und Schurken schützen, die auf den Straßen des Reiches lauern."

    Zusammen betraten sie durch ein großes Tor den äußeren Hof des Königspalastes. Hier trennte sich bereits die Garde Isenhorns von ihm und ging zu einem kleinen Steingebäude. Dort waren ihre Unterkünfte und die Stallungen der Garde. Sehr schlicht und einfach gehalten, wie es üblich war bei der Inquisition. Wenn man es nicht besser wüsste, würde man es für ein Lagerhaus halten. So schillernd die Rüstungen und Schwerter der Inquisition auch sind, so schlicht und einfach war der Rest. Für alle Mitglieder der Inquisition galt, je frommer das Leben, desto reiner die Seele und je reiner die Seele, desto größer der Beistand der Mutter Gaia im Kampf.
    Im Grunde war dieser Hof ein breiter Ring der Komplett um den Palast ging Innerhalb dieses Ringes standen ein Paar Baracken wo die Palastwache untergebracht war. Diese einfachen Baracken boten aber mehr Annehmlichkeiten als das Armenviertel welches sie gesehen hatten. Von diesem Hof gelangte man auch auf die Mauer und in die Wachtürme, die rings um den Palast in die Mauer eingebaut waren. Während sie auf das Tor zuschritten, welches auf den inneren Hof führte, sprach Isenhorn weiter.
    „Vater erkennt das nicht oder er verschließt die Augen davor. Warum wohl hat er dich vor all dem Abgeschirmt? Damit du eines Tages sein Werk fortführen kannst. Aber ich bezweifle, das dann noch etwas da ist, von dem du Königin sein kannst.“
    Isenhorn wollte fortfahren, doch der Ruf, das man das Tor öffnen sollte, hallte über den äußeren Hof hinweg und kurz darauf schwang das Schwere Tor auf und gab den Weg in den Inneren Hof frei. Isenhorn erinnerte sich jedes mal, was ihm eins die Gelehrten erzählt hatten. Lange vor dem Krieg wollte irgendein Kaiser den äußeren Hof zu einem Graben umbauen lassen, starb aber bevor er die Pläne in die Tat umsetzten konnte. Die Tore wurden zusätzlich von schweren Fallgittern verstärkt, wovon des Nachts aber nur das am äußeren Tor geschlossen wurde.

    Kajas Ideen waren löblich, aber ihr fehlte es noch an dem nötigen Weitblick, diese Ideen zu realisieren. Und erst mal müsste sie Königin sein, denn solange ihr Vater noch Herrscher war, würde sich nichts ändern. „Wenn du willst, nehm ich dich gerne mal mit in die näherer Umgebung, damit du mehr von der Welt siehst als nur die paar Luxusstände der Stadt.“ Inzwischen waren Bedienstete herbeigeeilt und kümmerte sich um die Einkäufe der Prinzessin und auch die königliche Garde – bis auf Krüber – hatte sich entfernt. Fenia stand noch in unmittelbare nähe. „Und ich zeig dir auch, was dir all unsere Gelehrten nicht sagen. Aber verrate Vater nichts davon, der wird dich sonst nicht gehen lassen.“

  6. #36
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    Kaja wollte gerade etwas erwidern, als sie endlich das Schloss des Königshauses erreichten. Es war wie immer ein prachtvolles Gebäudes, das hoch in den Himmel ragte, die vielen Banner, die auf den Türmen platziert waren, schwebten im aufkommenden Wind. Erneut versuchte Prinzessin Kaja etwas zu sagen doch ihre Stimme versagte. Das Bild verzerrte sich plötzlich, überall tobten rasende Flammen. Entsetzt blickte Kaja zu ihrem Bruder der in Blut getränkt war. Dieser streckte gerade seine Hand nach ihr aus ehe sein Körper zu Asche zerfiel. Genauso erging es Fenia, genauso dem Hauptmann. Wieder änderte die Szenerie. Die Prinzessin befand sich in mitten eines gigantischen Leichenfeldes. Vom Himmel regnete es Blut und Feuer, das prachtvolle Schloss existierte nicht mehr. Nur noch Trümmerhaufen lagen in der Gegend. Vorsichtig setzte Kaja einen Fuß nach vorne, musste auf die Knie gehen, da überall verwelkte Rosenblätter auf dem Boden wehten.

    Der Feuerregen wurde stets stärker, der Himmel verfärbte sich pechschwarz, als plötzlich ein kleiner Lichtstrahl direkt auf ihr Haupt schien. Von irgendwo her hörte Kaja eine weit entfernte Stimme, die ihr Mut machte. Ihr Blick wanderte an ihrem Körper herab, als sich eine klaffende Wunde ausbreitete. Das Blut schoss in Strömen herab, bildete das Symbol eines Drachen auf dem Boden. Kaja verstand nicht was gerade vor sich ging. Ihr Schrei hallte über das ganze Gebilde hinweg, ehe alles in einem Flammenmeer unterging.

    Wieder in der Gegenwart

    Hastig schlugen ihre Augen auf. Der Schmerz in ihrem Bauch war unerträglich. Schweißperlen rannen das sonst so hübsche Gesicht herunter. Prinzessin Kaja drückte ihren Rücken durch und wand sich hin und her. An ihrer Seite ihr Vater, König Konrad, der alles versuchte um seine Tochter zu beruhigen. Ihr Griff fest seine Hand gepackt, waren endlich Heiler zu der Prinzessin gelangt, kümmerten sich um die Verletzung. Doch als diese Kaja aus ihren Gewändern befreien wollten, sahen sie entsetzt, dass es der Prinzessin an nichts fehlte. Keine Verletzung, keine Narbe, kein Stich. Lediglich geronnenes Blut war an diversen Stellen zu sehen.

    Langsam beruhigte sich Kaja und konnte sogar ihren Oberkörper aufrichten. Der König lächelte zufrieden. Drückte seine Tochter an sich. Als Kaja von der Umarmung abließ, war es ihr Gesicht, dass mit Blut eingeschmiert war. Mit geweiteten Augen starrte die Prinzessin auf den König der vor ihren Augen zusammenbrach. Sofort sprang Kaja aus dem Bett und legte den Kopf ihres Vaters auf ihren Schoß. "Vater, was ist mit dir?", schrie die Prinzessin durch den lärmenden Palast. Alle Anwesenden wirkten geschockt. Immer wieder schrie sie ihren Vater an während die Tränen ihr Gesicht herunter rannen. Die Heiler versuchten alles um dem König das Leben zu retten. König Konrad jedoch schloss langsam seine Augen und blickte in die azurblauen seiner Tochter. Ein Lächeln umschmeichelte seine Züge, seine Hand berührte ihre Wange ehe der Glanz aus seinem Blick für immer verschwand. Prinzessin Kaja starrte auf den mittlerweile leblosen Körper ihres Vaters während die Zeit um sie herum still stand. Man wollte die Prinzessin von dem Leichnam wegbringen. Doch Kaja weigerte sich. "Lasst mich zufrieden!", schrie diese nur immer wieder als aus dem Boden unzählige Pfähle aus Eis herausbrachen und einen schützenden Ring in Form einer Rose um sie und ihren Vater zierten. Die Bediensteten sowie auch der Hauptmann waren völlig überfordert mit der Situation. Wann immer sich jemand der Prinzessin näherte, schoss ein neuer Pfahl aus dem Eis hervor.
    Geändert von Constantine (22.05.2016 um 00:28 Uhr)

  7. #37
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    Krüber brauchte eine Weile um zu realisieren was geschehen war. Seine Sorge galt die ganze Zeit der Prinzessin, doch diese hatte Weder eine offene Wunde noch eine hinterbliebene Narbe an ihrer Verletzung. Und plötzlich war es der König der unerwartet zusammenbrach. Ehe die Heiler und der Hauptmann reagieren konnten entgegnete die Prinzessin ihnen mit einer eiskalten Stimme. Kurz darauf sprießen mehrere Eissäulen aus dem Boden die sie mit ihrem Vater zusammen einkreisten. Krüber musste mehrere Schritte nach hinten weichen um nicht aufgespießt zu werden. Eins nach dem anderen schossen immer mehr Pfähle wie aus dem Nichts aus dem Boden. "Holt sofort den Prinzen..." befahl Krüber den Leuten im Zimmer. Ein paar der Wachen die dabei waren sowie ein paar der Heiler machten sich sofort auf den Weg den Prinzen zu finden.

    Krüber selbst zog sein Schwert aus der Scheide und versuchte sich einen Weg durch die Eissäulen zum König zu bahnen. "Mein König?... Prinzessin?..." versuchte sich Krüber sich nach der Lage der beiden zu erkunden. Je mehr Eissäulen der Hauptmann zerschmetterte desto härter und wiederstandfähiger wurden sie. Auch wuchsen ständig welche nach. "PRINZESSIN..." schrie der Hauptmann nachdem er immer noch keine Antwort erhalten hatte. "LASST MICH!" hallte die eisige Stimme von Kaja durch die Säulen. Doch es war nicht nur die Stimme die dem Hauptmann sorgen bereiteten. Schlagartig schossen dutzende Pfähle auf den Hauptmann zu und nur dank seiner ungewöhnlichen Geschwindigkeit konnte er den meisten davon ausweichen. "KAJA" brüllte er Hauptmann, als sich die nächste Ladung Eissäulen auf ihn richtete. Die Zusammensetzung des Eises hatte sich schon soweit geändert, das er nur noch mit Mühe und viel Kraftaufwand die Geschosse abwehren konnte. "Kaja beruhige dich..." versuchte er es noch einmal "Lass uns helfen..." Immer wieder musste er sich unterbrechen, weil er fast nur noch damit beschäftigt war, das er nicht aufgespießt oder zerquetsch wurde. "Dein Bruder ist auf den Weg... er wird gleich hier sein... wenn du nicht willst das ihm auch noch etwas zustößt dann komm endlich wieder zur Vernunft". Langsam wurden die Geschosse immer weniger bis sie schließlich völlig eingestellt wurden. Auch kamen keine neuen Eispfähle mehr die die Mauer um den König und ihr verstärkte. Mit einem erleichtertem seufzen kniete Krüber hin und hoffte das Isenhorn bald eintreffen würde. Die Angriffe hatte sie eingestellt doch die Eismauer bestand weiterhin noch.

  8. #38
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    Soweit Prinz Isenhorn es realisieren konnte, war der Kampf vorbei. Um Fenia wurde sich inzwischen gekümmert, einer der vielen Heiler war herbeigeeilt und wollte ihre Wunden versorgen, doch Die Walküre zeigte ihm irgendetwas, was Prinz Isenhorn nicht einsortieren konnte. Auch was Fenia dem Mann sagte, verstand er nicht, war es doch zu Laut. Die alarmierte Wache eilte auf den Hof und durch den gesamten Palast, dutzende Männer der Königlichen Garde ebenso. Auch Gäste der Zeremonie eilten umher, ohne ein wirkliches Ziel zu haben. Er hörte irgendetwas von einem Pfeilhagel, realisierte aber nicht, das damit nicht die Kämpfe auf dem Hof gemeint waren. Er dachte nur, das die Leute dann doch etwas übertreiben, so viele Schützen waren es ja eigentlich nicht.
    „Ihr wird es bald besser gehen, mein Prinz.“, meinte der Heiler beruhigend. „Das hoffe ich.“, war die knappe Antwort die er gab. Isenhorn war ehrlich besorgt, das hörte man deutlich und auch in seiner Mine war mehr als nur Ernsthaftigkeit abzulesen. Er machte sich wirklich Sorgen um Fenia. Natürlich wusste er nur zu gut, was ihren Tot bedeutete, aber nicht nur aus Sicht der Inquisition, sondern auch aus seiner persönlichen. Doch bevor er sich darüber den Kopf zerbrechen konnte, eilte ein Mann der königlichen Garde zu ihm. „Euer Gnaden, eure Schwester ist...“

    Isenhorn stockte der Atem, daran hatte er keine Sekunden einen Gedanken verschwendet, dass das eigentliche Zeil sein Vater oder gar seine Schwester sein könnten. Mit einem mal fiel es ihm wie Schuppen von den Augen. Was wäre ein idealere Moment, die königliche Familie anzugreifen, als jener wenn die Krönung seiner Schwester im ganzen Land übertragen wird? Es gab keinen besseren, keinen besseren um allen zu zeigen wie Machtlos sie doch waren. Und scheinbar war es ein Erfolg gewesen. Der Rosengarten, das war alles nur Ablenkung, so schien es ihm.
    „Wo ist sie!“, unterbrach Isenhorn den Mann Schorf. Der Gardist deute an, ihm zu folgen und eilte voraus. Isenhorn bleib ihn dicht auf den Versen und binnen kürzester Zeit waren sie endlich da. Etliche Leute, fast alle Mitglieder der königlichen Wache, hatten sich in den Raum gedrängt und auch einige Schaulustige, die wissen wollten wie es der Thronfolgerin ging. Nur die wenigsten hatten überhaupt realisiert was hier passiert war und Prinz Isenhorn wusste davon noch gar nichts. Er schubste den unfähigen Hauptmann der Palastwache zur Seite, der nur nutzlos herumstand. Krüber hingegen stand mit gezücktem Schwert da und für den Moment eines Augenblickes bohrte sich das Bild in seinen Kopf, wie Krüber persönlich mit seinem Schwert über Kaja stand. Doch an seiner Klinge war kein Blut zu sehen. 'Er war es nicht.', ging es ihm sofort durch den Kopf. Seine Schwester und seinen Vater sah er nicht und er brauchte erneut einen Moment, um zu realisieren, was hier eigentlich los war. Irgendwie fand der Prinz seine Fassung wieder.
    „Schafft diue Leute raus, sofort. Und sie,“, dabei deutete er auf den Hauptmann der Palastwache, „verriegeln sie den Palast, niemand kommt mehr rein oder raus. Krüber, sie bleiben hier“ Die Gardisten drängte alle Menschen aus dem Raum , nur der herbeigeeilte Heiler, Krüber und die Königsfamilie blieben im Raum. Dennoch fehlte Isenhorn der Überblick, ganz zu schweigen davon, das er noch immer Fassungslos diese Eissäulen anstarrte. Für die hatte er nicht die leistete Erklärung. Magie, damit hatte er es hier auf jeden fall zu tun, nur was das hier sollte, dafür fehlte ihm die Erklärung. „Was ist hier los?“, wollte Prinz Isenhorn vom Krüber wissen, denn er sah weder seine Schwester, noch seinen Vater und neben der Sorge um sie, schwang deutlicher Zorn in seiner Stimme mit. „Wo sind sie?“, bohrte er sofort nach. Das sich seine Schwester mitsamt ihren Vater eingeschlossen hatte, darauf kam er gar nicht erst.

    Krüber wusste gar nicht, wo er anfangen sollte, denn selbst für ihn klang das alles unglaubwürdig und so deutete er au8f die Eissäulen. „Sie ist dahinter, Majestät... Also da drin, Euer hoher Vater und die Prinzessin, sie wurde darin eingeschlossen und...und...“ Er wusste nicht, wie er es sagen sollte, also sagte er es dem Prinzen direkt. „Und es sah so aus, asl wenn Kaja die Säulen selbst um sie herum aufgebaut hätte. Das Eis ist fast undurchdringlich und nur um Haaresbreite hätte sie mich damit durchbohrt.“
    Isenhorn stand etwas ratlos daneben. Seine Schwester? Wie sollte das möglich sein, sie war so magisch begabt wie ein Stein, das wusste er. Keiner in seiner Familie war besonders begabt für Magie, weder heute noch in der Vergangenheit. „Ihr nehmt mich auf den Arm.“, knirschte Isenhorn zwischen den Zähnen hervor. „Lasst eure Scherze lieber sein Hauptmann und sagt mir wo meine Schwester ist!“ Den letzten Teil schrie er regelrecht in den Raum hinein, da er es leid war, weiter hingehalten zu werden.
    Plötzlich vernahm, er ein schluchzen und wimmern. Zuerst konnte er nichtr genau den Ort ausmachen, woher es kam, stellte aber schnell fest, das es aus dem inneren der Eissäulen kam. „Schwester?“ Krüber war ihm im selben Moment egal geworden und auch ob er ihn zurecht angeschnauzt hatte oder nicht. „Kaja... wie ist... Geht es dir gut? Geht es Vater gut? Was ist mit euch?!“ Sorgenvoll blickte Isenhorn die dicken Säulen aus Eis vor sich an, sah daran rauf und nach unten, nach links und nach rechts, suchte eine Lücke die ihm durchlas gewähren würde, aber da war nichts. Die Kerben die Krübers Klinge hinterlassen hatten waren deutlich zu sehen und sie waren nicht sonderlich tief. Sich da durch zu hacken war also Sinnlos. Wie er hier schnell reinkommen sollte, ohne dabei den halben Palast abzufackeln, war ihm noch nicht ganz klar.
    Geändert von Ironhide (22.05.2016 um 21:39 Uhr) Grund: weil ichs kann

  9. #39
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    Ein eisiger Wind fegte durch das zerstörte Fenster über ihrer aller Köpfe hinweg. Während der ehemalige Hauptmann sämtliche Ein- und Ausgänge verriegeln ließ, wippte Prinzessin Kaja mit ihrem Oberkörper vor und zurück. Der Tränenfluss wollte einfach nicht stoppen doch irgendwann war ihr Körper so ausgetrocknet, dass dieser einfach keine Flüssigkeit mehr produzieren konnte.
    Sie hörte eine weitere Stimme welche nach ihr rief. Es war eindeutig die ihres Bruders. Nur langsam drehte Kaja ihr Haupt nach oben. An der Stelle wo Eisenhorn stand, verflüssigte sich das Eis ehe es völlig verdampfte und ihnen ein Durchgang zum Innenren des Rosenkreises gewährte. Eiligen Schrittes lief der Prinz zu seiner kleinen Schwester, die völlig aufgelöst bei dem toten Leichnam des Königs saß. Mit gebrochenem Blick starrte Kaja zu ihrem Bruder herauf. "Er- er ist meinetwegen gestorben...", Prinz Eisenhorn schien nicht ganz zu realisieren, was die Prinzessin da von sich stammelte. "Ich hab ihn umgebracht", stammelte sie immer und immer wieder ehe Kaja einen markerschütternden Schrei ausstieß, wodurch das Eis um sie herum in Tausende Stücke gesprengt wurde.

  10. #40
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    Noch immer verstand der Prinz nicht, was er da mit ansah. Es war ihm für den Moment auch egal, warum das Eis zu schmelzen begann und ihm endlich den Weg frei gab. Er hörte die Worte Kajas, aber er war sich sicher, das seine Schwester Unsinn redete. Einen anderen Grund konnte es im Moment ja einfach nicht geben, warum sie behauptete, das sie Vater umgebracht hat. Als er beruhigend auf sie einreden wollte, schrie sie. So laut und Schrill, das sich alle die Ohren zuhalten mussten. Isenhorn war wie gelähmt von dem Schrei und nur mit Mühe und Not schaffte er es, seine Schwester an den Armen zu packen. Er rüttelte an ihr und schrie sie an, das sie aufhören solle damit, aber sie hörte es einfach nicht. Er hörte sich ja nicht mal selbst. Das Eis zersprang in tausend Teile und flog kreisförmig davon. Krüber wurde dabei von oben bis unten von kleinen Eissplittern bombardiert, aber seine Rüstung hatte damit keine Probleme.Der heiler hatte sich schon vorher hinter ihm in Sicherheit gebracht, so bekam auch er nichts ab. „Bei der Mutter Gaia, hör auf damit, beruhige dich! Hör auf! HÖR AUF!!“ Kaja fand ein Ende und verstummte, aber wohl eher weil ihr die Luft ausging. „Schwester! Sieh mich an. Beruhig dich bitte.“ Sie reagierte nur träge. „Kaja. Sieh mich an. Schau mich an.“ Sie drehte ihren Kopf zu ihrem Bruder und blickte ihn mit einem Ausdruck an, der Schuld, Wut und Trauer aussagte, aber auch das flehen beinhaltete, das ihr Bruder ihr sagen sollte das dies alles nur ein schlechter Traum ist.
    „Kaja... was... das ist nicht deine Schuld, hörst du. Esist nicht deine Schuld, Schwester, nicht deine Schuld.“ Er nahm seine Schwester in den Arm, spürte wie sehr sie zitterte und versuchte sein bestes, sie irgendwie wieder zu beruhigen, damit er sie von hier wegbringen konnte. Es war nicht gut, sie bei Vater zu lassen, dessen war er sich bewusst und auch wenn er selbst am liebsten hier bleiben wollen würde, so konnte er nicht einfach so an sich selbst denken. Ihm kam in eben jenem Moment wieder in den Sinn, was sein vater ihm schon in frühster Kindheit gepredigt hatte. Stest und zu jeder Zeit zählt nicht das was der König gerne wilkl, sondern nur das, was das Volök gerne möchte und was für das Reich das beste ist. Persönliche Wünsche sind Luxus, den man sich als König nicht leisten kann. Das war noch zu der Zeit, als noch nicht fest stand, das Kaja seine Regentschaft übernehmen würde. Isenhorn hatte das so sehr verinnerlicht, das er auch jetzt wie automatisch daran dachte, was das beste für seine Schwester wäre und für seinen Vater und all die anderen – nur nicht an sich.
    „Schwester, bitte sag mir, was ist denn eigentlich passiert?“
    Im Grunde wusste er das schon, konnte es sich zumindest denken, aber er wollte es aus ihrem Mund hören. Sie auf andere Gedanken zu bringen, wäre sinnlos, also war die einzige Idee die er hatte, sie erzählen zu lassen was sie gesehen hatte. Später würde er zwar noch Krüber fragen, was passiert war, aber das hatte Zeit Erstmal sollte seine Schwester wieder halbwegs im hier und jetzt ankommen.

  11. #41
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    Nur träge konnte Kaja die Umarmung ihres Bruders erwidern. Den Blick dabei nicht von dem toten Körper ihres Vaters lassend. Der Verlust saß so tief in ihrer einst so unschuldigen Seele. Immer noch mit Blut verschmiertem Gesicht schaute die Prinzessin zu ihrem Bruder herauf. "Es- es ging alles so schnell", ihre Worte klangen wirr. "Wir standen dicht bei aneinander, da waren Pfeile überall Pfeile...", ihr Blick blieb kurz bei dem zerstörtem Fenster hängen, ehe Prinz Isenhorn seine Schwester zurück holte. "Dann, dann war da so viel Asche, so viel Feuer.. ein Regen aus Asche und Feuer, es war alles zerstört.. nur tot, tot und Finsternis".

    Der Prinzessin wurde übel, sie musste sich zu aller Schande noch vor den Augen ihres Bruders sowie ihres Hauptmannes übergeben. "Die Finsternis breitete sich aus.. dann, dann, und dann war da ein Licht in der Dunkelheit". Mit voller Verzweiflung schaute sie zu ihrem Bruder. "Da war so viel Blut überall Blut an meinen Händen". "Ich spürte Vaters Hand und dann, dann ist der Schmerz plötzlich verschwunden". Ein erneutes Schluchzen war zu vernehmen, ehe sie sich fest an ihren Bruder drückte. "Ich habe ihn umgebracht nur meinetwegen liegt er jetzt tot auf dem Boden, ich sah wie das Licht in seinen Augen erlosch...". Der Geist der Prinzessin schien gebrochen, genauso wie ihre Seele. Denn die beiden Anwesenden konnten sich auf ihre Worte einfach keinen Reim bilden. Doch Fakt war, der König starb und Prinzessin Kaja hatte das Blut ihres Vaters an den Händen, was zweifellos für Probleme sorgen würde. Auch, wenn es ein Unfall war, fühlte sie sich verantwortlich für den Tod des Königs und stellte sich als Königsmörderin dar...
    Geändert von Constantine (23.05.2016 um 16:18 Uhr)

  12. #42
    Händler Avatar von Rosered_Strauss
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    "Ihr solltet Euch nun hinlegen, Euer Ehrwürden. Ich empfehle Euch strikte Ruhe, nachdem..." Der Arzt verstummte, als Fenia erschöpft eine Hand hob. "Ich danke für den professionellen Rat. Ihr könnt Euch nun Euren anderen Pflichten zuwenden." - "Aber ich..." - "Dies war keine Bitte." Fenia hob weder die Stimme, noch änderte Sie den Tonfall - doch Ihre blutroten Augen blickten in die blauen des Arztes, während ein Hauch Stahl in Ihrer Stimme mitschwang. Daraufhin erwiederte der Arzt nichts mehr, verbeugte sich noch kurz und verschwand wieder im Palast. Sie winkte den nahen Inquisitoren, die sich daraufhin zu Ihr begaben. "Sperrt sämtliche Augen und Ohren auf. Lasst alle Agenten unverzüglich Bericht erstatten, sobald irgend jemand versucht, die Stadt eilig zu verlassen. Ihr habt den Adel im Blick - berichtet, sobald jemand davon wirkt, als wüsste er, was geschehen ist. Heimlichkeit ist von essentieller Bedeutung - ich werde für Ablenkung sorgen." Die Inquisitoren nickten - weitere Anweisungen waren unnötig. Fenia stemmte sich auf, nachdem Ihre Brüder und Schwestern sich entfernt hatten. Es fühlte sich seltsam an, sich zu bewegen - ganz so, als ob jemand anderes Ihre Bewegungen steuerte, während Sie zu einer teilnahms- und fühllosen Zuschauerin degradiert worden war. Lediglich ein Kribbeln durchfuhr dann und wann Ihren Körper sorgte dafür, dass sie sich unwohl führte. Doch noch konnte Sie keine Schwäche zeigen - nicht, solange jemand zusah. Selbst den Arzt hätte Sie fernab der 'Öffentlichkeit' gerufen, allerdings war der Prinz Ihr zuvor gekommen. Nun, eigentlich war Sie ihm auch dankbar dafür. Auch wenn Sie es anders angepackt hätte.

    Sie riss Karyptius aus dem Boden, als Sie sich für Ihr kommendes Vorhaben stählte. "Brüder und Schwestern!" rief Sie und wuchtete den übermäßig schweren Zweihänder einhändig in die Luft, wo Sie Ihn über Ihrem Kopf präsentierte. "Wir sind Zeugen eines feigen, hinterlistigen Angriffes geworden! Blut ist geflossen, hier in diesen Gärten, die nie etwas anderes als die Ruhe und Fürsorglichkeit unserer Herren kennen gelernt hatten. Freunde sind hier gestorben, Kameraden; die einem Angriff zum Opfer gefallen sind, der nach Vergeltung schreit! Wir sind angegriffen worden, wir sind verletzt worden! Wollen wir dem einfach zusehen? Ich sage: NEIN! Ich sage: Sie fliehen, feige, nun da Ihr Hinterhalt fehl schlug! Und ich sage Euch - lassen wir dieses Verbrechen nicht ungesühnt! Lasst Sie bluten für das, was Sie heute getan haben! Zeigt Ihnen keine Gnade! Schwingt die Schwerter, bis das der Letzte von Ihnen gefallen ist! MACHT SIE NIEDER!!" ALs die Ordenskrieger der Inquisition in ein frenetisches Gebrüll mit einstimmten, machte sich die kriegerische Elite des Ordens auf, um die Flüchtigen zu verfolgen und niederzumachen, während Sie von weiteren Kämpen verstärkt wurden. "Nehmt die Befehlshaber gefangen - Sie haben uns dringend Rede und Antwort zu stehen. Und seid vorsichtig, wenn Ihr auf die Frau trefft, die mich angriff - Ihr seid Ihr nicht gewachsen. Allerdings bezweifle ich, dass Sie noch hier verweilt." Die Offiziere nickten, als sie sich den restlichen Kriegern anschlossen. Fenia war zufrieden - 'die hohe Inquisitorin Faldahon' hatte befohlen, ohne Rücksicht auf Verluste den Rest der Truppen niederzumachen. Sie hatte die Erwartungen erfüllt, und jeder, der sich gegen die Inquisition zu stellen gedachte, würde sehen, was ein solches Verhalten für Konsequenzen mit sich bringen würde. Gleichzeitig würden ihre Agenten hoffentlich herausfinden, wer oder was für das heutige Komplott verantwortlich war.

    Sie liess die Klinge sinken und anschliessend durch die kurzerhand entblößte Hand gleiten. Ein tiefer Schnitt zog sich durch die Hand, als das Blut auf die Klinge floss und eine rötliche Spur hinterliess. Nun erst steckte Sie den Bidenhänder wieder in seine Halterung - oder um akkurater zu sein, erst jetzt liess sich die Klinge wieder in Ihre Halterung stecken. Es war nun einmal äusserst hungriges Schwert. Energischen Schrittes bahnte Sie sich einen Weg durch die Soldaten hindurch, auf der Suche nach jemandem, der Ihr Auskunft geben konnte. Eine Palastwache verriet Ihr schliesslich, dass es Crim gewesen war; die stellvertretende Hauptfrau, die Ihr beigestanden war und mit dafür gesorgt hatte, dass Sie den Kampf überlebte - genau wie Prinz Isenhorn. Beiden würde Sie Ihren Dank zukommen lassen müssen - doch jetzt einmal brauchte Sie erst etwas Ruhe. Sie rauschte von Dannen, ging in der Hoffnung in das Palastinnere, dass Sie sich nun endlich hin legen konnte, während Ihr Körper zu schmerzen begann. Sie vermutete, dass das Gift bei einem normalen Menschen zu einem Herzstillstand oder dergleichen geführt hätte - doch glücklicherweise hatte man Sie unterschätzt. Doch diesen Fehler würden Sie nicht wiedergehen - wenn Sie 'Sie' nicht zuvor aufhalten konnte. Solcherart in Gedanken versunken, bemerkte Sie den Troubel, der auch hier drinnen herschte. Ein paar herrische Erkundungen später hatte sie erfahren, was vorgefallen war - die Prinzessin war von Pfeilen getroffen worden. Fenia wurde kalt ums Herz. Sie beschleunigte Ihren Schritt und kam ins Wanken, als Ihr Körper Ihr nicht mehr so recht folge leisten wollte. Durch schiere Sturheit setzte Sie ihren Weg jedoch vor, einen Fuß wie im Kampfe vor den anderen zwingend. Doch was auch immer sie befürchtete, wurde von dem Übertroffen, was Sie vorfand - eine schluchzende Kaja, die Ihrem Bruder gerade gestand, dass Sie sich die Schuld für den Tod des Königs gab. Der König - gestorben? Fenia geriet ins Stocken, durfte sich aber nach wie vor keine Blöße geben. So kaschierte sie ihre Schwäche mit scheinbarer Wut, als sie mit einer Faust gegen eine Säule schlug und sich so mit Ihrer Hand an dem festen Pfeiler stabilisierte. "Was ist hier geschehen?" fragte Sie, leiser als erhofft oder gar beabsichtigt.

  13. #43
    Na hast du Angst, Kleiner?! Avatar von Ironhide
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    „Du hast Vater nicht getötet, ein Pfeil war es.“, sagte Isenhorn resignierend. Ein wenig konnte er seine Schwester schon verstehen, das sie sich die Schuld gab, aber er wusste ebenso gut, wie jeder andere hier, das sie keine Schuld daran hatte. Just in diesem Moment kam Fenai zur Tür herein. Kaja schluchzte leicht vor sich hin, Hauptmann Krüber stand drei Schritte entfernt, der Heiler war im Grunde nutzlos, bleib aber vorerst hier. Isenhorn ließ von seiner Schwester ab, die erneut die Hand von König Konrad nahm und schluchzte. Krühber übernahm nun die Aufgabe des Prinzen, dabei immer den nötigen Respekt wahrend. Isenhorn gesellte sich zu ihr, erzählte ihr, was er bisher wusste. „Ablenkung, der Rosengarten war Ablenkung. In erste Linie wollten sie dich von uns trennen, bestenfalls gleich mit töten, deswegen auch die starke Gegnerin.“ Isenhorn sah ihr in die Augen und glaubte, darin irgendetwas zu sehen was keine Wut war. „Ihr solltet euch ausruhen, Fenia. Ihr wirkt auf mich nicht so fit, wie ihr mir anscheinen machen wollt.“
    „Mir geht es gut.“, war die knappe, ja schon fast störrische Antwort von ihr. Irgendwie hatte er das auch erwartet.
    „Wie ihr meint.“

    Leise sprach er weiter mit ihr, von dem was er über den Angriff auf den König und Kaja wusste und wie er sie hier vorgefunden hatte. Er erzählte ihr auch, das Crim womöglich Gefangene gemacht haben könnte. Im Gegenzug erzählt Fenia ihm soweit sie das für angebracht hielt, was sie unternehmen würde und bereits für Befehle erteilt hatte. Isenhorn nickt nur, als er ihr zuhörte.
    „Ich überlasse das ganz euch, aber bringt mir den Kopf dahinter, wie ist mir egal.“ Man brauchte sich keine große Mühe machen um die Trauer und den Zorn herauszuhören, der in diesen Worten lag. „Ich werde mich um meine Schwester kümmern. Bete für uns.“
    Damit ließ er von Fenia ab und ging wieder zu Kaja, die ihren Platz an der Seite ihres toten Vaters um keinen Millimeter verändert hatte. „Hauptmann, veranlasst alles, damit unser Vater schnellstmöglich in der Kathedrale aufgebahrt werden kann.“, meinte er zu Krüber. Dann wandte er sich wieder an Kaja. „Schwester, komm. Lass die Männer sich Vater annehmen.“, sagte er doch Kaja blickte ihn mit zornigen Augen an.

  14. #44
    Siedler Avatar von Auren
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    Im Verlies begann Crim die ersten Gefangenen zu verhören. Auf Folter verzichtete sie zunächst. Für heute wurde genug Blut vergossen. Ihre Beute betrug nur fünf Schattenkrieger. Einer davon würde die Nacht womöglich nicht überleben. Der Rest war so ziemlich unversehrt.
    „Legt sie in Ketten und trennt sie von einander. Durchsucht ihre Rüstungen und nimmt sie diese ab!“ Befahl Crim der Palastwache. Die Kriegerin war strenger als normal. Lag vermutlich daran, dass sie heute viele gute Männer verloren hatte. Den Grund dafür würde sie früher oder später erfahren, aber nicht heute. Es gab noch andere Dinge die leider vorrangig waren.
    „Lasst niemanden zu ihnen.“ Sprach Crim eine weitere Palastwache an. „Auch wenn es die Inquisitoren sein sollten. Ohne meine Erlaubnis kommt hier niemand rein, verstanden?“ Die Wache salutierte kurz.
    Danach verließ Crim das Verlies. Ihre Aufmerksamkeit galt den Rosengarten. Einige Bedienstete begannen das Schlachtfeld zu säubern. Der Leichenhaufen wurde auch bereits abgetragen. Die Toten wurden mit Laken abgedeckt.
    Crim musste dabei ihre Zähne zusammen beißen. Für ihr Versagen würde sie sicher noch zur Rechenschaft gezogen werden.

  15. #45
    Dauerbesucher Avatar von Kinggek
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    Die Ankunf des Prinzen brachte das erhoffte Ergebnis. Kaja beruhigte sich und gewährte ihrem Bruder den Durchlass und allmählich lösten sich auch die restlichen Eissäulen auf, nachdem der Prinz das Gemüt der Prinzessin besänftigt hatte. Was Kaja von sich gab irritiert den Hauptmann. Auch wenn er sich keinen Reim darauf bilden konnte, konnte er die Wahrheit in den Augen der Prinzessin erkennen. In der Zwischenzeit tauchte Fenia auf. Auch wenn sie es zu verstecken versuchte, konnte man ihr ihre Erschöpfung doch ansehen. Isenhorn bemerkte dies und wandte sich kurz zu ihr während der Hauptmann an die Seite der Prinzessin und des toten Königs eilte. Auch wenn die Prinzessin überlebt hatte, er hatte versagt, den der Preis dafür war zu hoch. Mit müden Augen blickte er auf das ruhende Gesicht des Königs und legte seine Hand auf dessen Stirn. "Vergebt mir" flüsterte er in seinem Gedanken seinem Geist entgegen. Der Prinz gesellte sich wieder zu ihnen und befahl Krüber sich um den Leichnam des Königs zu kümmern. Er nickte und verließ auch ohne ein weiteres Wort das Saal. Vorbei an der Hochinqisitorin eilte er durch den Gang und rief auch gleich ein paar der Gardisten zu sich. "Stellt sofort die nötigen Männer für den Transport bereit und bereit alles schon einmal vor, ich hab noch kurz etwas zu erledigen" befahl er seinen Leuten und nahm den Weg in Richtung Verlies.

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