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  1. #601
    Händler Avatar von Constantine
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    "..." Gaija stemmte ihr rechtes Bein nach rechts. Die Erde brach auseinander. Crim wusste erst nicht genau was los war, drehte der Hauptmann ihr Haupt zu den Flüchtlingen doch keiner schien das Geschehen bemerkt zu haben. "Hier wird uns niemand stören.. weder Dämonen, noch Menschen". "Nur ein Drache kann diesen Raum betreten". "Ein Drache?", wiederholte Crim verdutzt. Aus dem Boden ragte plötzlich ein sargähnliches Gebilde heraus. Dessen Kammer öffnete knarrend. Ein Konstrukt geformt aus Eis und Erde ragte dem Hauptmann entgegen. Gaja nahm dieses in ihre Hand, das Eis schmolz binnen weniger Sekunden zwischen ihren Fingern. Der kristallklare Stahl fesselte förmlich Crim's Blick. Gaja schwang in elegantem Zug das Schwert um es senkrecht in den Boden zu rammen. Dabei wurden Gesteinsbrocken aus der Erde herausgebrochen. Flogen senkrecht den Himmel empor. Sie blies ihren eisigen Atem gegen das Gestein welches sofort gefror. Dann vor ihrer Augen abplatzte und ein kreisrunder Schild das Antlitz dieser Welt erblickte. Sofort griffen ihre übrigen Finger nach der in Kristall verarbeiteten Innenseite. Ein eisiger Aufwind fegte über ihre Häupter hinweg. Jeder normalsterbliche würde in dieser Atmosphäre kaum atmen können. "Ihr bat mich darum euch eure Waffen zu geben Hauptmann". "Doch statt dessen zeige ich euch die höchste Kunst der Kampfkunst". "Ihr seid nicht gebunden an solcherlei Spielzeug..", Gaja's Augen nahmen einen gefährlichen Glanz an den der Hauptmann noch nie zuvor gesehen hatte. Der Boden unter ihnen gefror während die Temperatur unerträglich kalt wurde. "Also Hauptmann.. ihr steht nun vor der Wahl.. wollt ihr diese Waffen euer eigen nennen?". Gaja ging demonstrativ in eine für den Hauptmann noch nie gesehene Kampfposition, sie wirbelte den Schild zwischen ihren Fingern. Was Crim nicht sah, war das an dem Griff eine Kette befestigt war. Der Schild wurde zum rotierenden Geschoss. Von Gaja ging eine erdrückende Kampfeslust aus. "Feuer gegen Eis", "ich weiche von meiner Position nicht zurück". "Zeigt mir wozu der Drache des Feuers in der Lage ist". Eine goldene Aura umgab nun ihren Körper. Es knisterte in der Luft, elektrische Ladungen wurden freigesetzt. Das atmen wurde immer unerträglicher für Crim.

  2. #602
    Bürger Avatar von Auren
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    Gaia wollte einen Kampf? Crim wusste zwar, dass Gaia mächtiger und stärker war als sie, aber wie groß war der Erfahrungsschatz der Mutter auf dem Schlachtfeld?
    Um dies heraus zu finden, bräuchte Crim Zeit, aber ihr Gegner machte ernst. Also gab es keine Zurückhaltung von ihrer Seite.
    „Dies wird mein König nicht gefallen.“ Darauf zog der Hauptmann ihr Schwert. Kurz danach schloss Crim ihre Augen. Ihre Haare begannen darauf zu Leuchten, wie damals beim Kampf gegen die Riesenechse. „Ich werde all meine Kraft einsetzen.“ Kündigte der Hauptmann an. Auch mit dem wissen, dass sie diesen Zustand nicht lange halten kann. Ihr fehlte einfach die Erfahrung mit dem Umgang von Magie.

  3. #603
    Händler Avatar von Constantine
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    Gaia beobachtete Crim's Reaktion. Das Lächeln in ihrem Gesicht wurde breiter, freudiger. Die eisige Luft um sie herum erhitzte stark, was dazu führte, dass Funken in der Luft einschlugen. Was Crim nicht wusste, dass ihr Gegenüber sofort erkannte, was der Hauptmann im Schilde führte. "Ob König oder nicht spielt keine Rolle, dass Feuer lässt sich von niemanden befehligen", rief Gaia ihr entgegen. Mit brachialer Wucht flog der rotierende Schild Crim entgegen. Das rotierende Kristall schnitt während des Fluges in den Erdboden hinein und hinterließ eine Schneise der Verwüstung dennoch verlor es nicht an Kraft.

  4. #604
    Bürger Avatar von Auren
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    Crim hatte nicht viel Zeit diesen Schild abzuwehren. Da diese Waffe relativ unbekannt war, versuchte sie mit dem Schwert diesen Angriff abzuwehren. Jedoch war der Hauptmann so schlau und wählte einen Winkel, um das Geschoss nur abzulenken. Was auch ziemlich gut funktionierte. Gaia würde Zeit brauchen um einen weiten Angriff mit dieser Waffe starten zu können und diese Gelegenheit wollte der Hauptmann ihr nicht bieten. Also entschied sich Crim für einen Frontal angriff. Je schneller dieser Kampf zu ende ging, desto besser war es für sie.
    Aber Gaia machte nicht den Eindruck als würde sie diesen Kampf verlieren. Auch wenn nur noch wenige Zentimeter von der Schwertspitze bis zu ihrer Kehle fehlten. „Dieser Schild besitzt einen großen Nachteil und deswegen werdet ihr verlieren.“

  5. #605
    Händler Avatar von Constantine
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    Gaja's Augen blitzten kurzzeitig auf. "Wer sagt, dass ich im Nachteil bin Hauptmann". Crim's Klinge kam dem Hals Gaia's ziemlich nahe doch noch bevor diese das Fleisch ihrer Haut berührte, blockte sie mit dem flachen Handrücken die todbringende Klinge ab, so dass ihr Gegner ins Leere lief. Mit verdutzten Augen sah der Hauptmann auf Gaja's Führungshand. Sofort zog sie an der Kette des Schildes der in blitzschneller Bewegung eine Drehung vollführte und direkt auf Crim heran flog. Gleichzeitig trat Gaja's Fuß auf Crim's Ferse, so dass der Hauptmann das Gleichgewicht verlor. "Lasst die Spielchen Hauptmann erwacht zu eurer vollen Stärke warum zögert ihr?". Der Schild in des landete wieder sicher in ihrer Führungshand. Jedoch durch die Wucht wurde Gaja leicht nach hinten gedrückt und trennte sich einige Meter von dem Hauptmann. "..." Gaja blieb weiterhin wachsam und wartete auf den nächsten Zug ihres Gegners.

  6. #606
    Bürger Avatar von Auren
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    Da wurde der Hauptmann mächtig überrumpelt. „Tzzz das war wohl nichts mit einem schnellen Sieg.“ Crim erkannte die Kraft, welche im Schild verborgen war. Daher war es nicht ratsam auf Distanz zu bleiben und ein Frontalangriff würde ebenfalls nichts bringen. Eigentlich wollte der Hauptmann sparsam mit ihrer magischen Energie sein, aber dieses Duell würde wohl all ihre Kraft aufbrauchen. „Dann sei es so. Ohne Rücksicht auf Verluste.“
    Damit sie einen Vorteil gewinnen konnte, nutze Crim ihre Kraft und ließ das Eis rasch schmelzen. So schnell das es schlagartig verdampfte und Gaia die Sicht nahm. Zwar war Crim ebenfalls blind, aber mit dem Schwert war sie doch etwas im Vorteil als Gaia mit ihrer Wurfwaffe.
    Erneut attackierte der Hauptmann ihren Gegner. Diesmal schleuderte Crim einen Feuerball Gaia entgegen. Eine Technik die sie nicht ganz beherrschte, aber dies diente nur zur Ablenkung. Eine weitere sollte noch folgen und plötzlich war sie Hinter Gaia. Diesmal war die Klinge ihres Schwertes nicht auf ihren Gegner gerichtet. Nein, diesmal war es ihre Faust, in Feuer gehüllt und das Ziel war nicht der Kopf, sondern den Schwertarm der Mutter Gaia um sie damit Bewegungsunfähig zu machen.
    Danach sollte das Schwert folgen, rot glühend, damit Gaia kurzfristig die Sicht auf die Waffe genommen wird. Natürlich hoffte Crim auf einen Treffer mit der Klinge, welche Gaia etwas schwächen sollte. Zumindest sollten ihre Hände diesen Angriff nicht abwehren können.

  7. #607
    Händler Avatar von Constantine
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    Der Hauptmann nahm ihr das Sichtfeld. Ein Umstand den ihre Vorfreude noch ein wenig verstärkte, das Lächeln nahm auf ihren Wangen nicht ab. Im Gegenteil. Dem ersten Feuerball wich sie mit einer leichten Drehung zur Seite aus. Dann folgte auch schon der Zweite und urplötzlich tauchte Crim hinter ihr auf. Gaja's Körper umgab ein goldner Schein, der Boden unter ihrer beider Füße sackte zu einem Krater herab. In einem lauten Schrei fegte eine gewaltige Druckwelle über den angreifenden Hauptmann sowie das herannahende Geschoss hinweg und sprengte den Boden weiter auf. Crim musste daher zurückweichen um von der brachialen Gewalt nicht zerfetzt zu werden. Nach dem sich der Staub legte drehte Gaja ihren Körper um, um in das überraschte Gesicht ihres Gegenübers blicken zu können. "Warum so überrascht Hauptmann?". "Was glaubt ihr gegen wen ihr hier gerade antretet?", erneut entfachte ihre Kampfeslust. "Wart ihr bei dem Kampf gegen Dämonen auch so zurückhaltend, habt deshalb womöglich eure Stellung aufgeben müssen?". "Wenn ihr mit eurem Element kämpft, seid ganz bei der Sache lasst euch von der Energie leiten", "formt eure Angriffe nach eurem Willen". Gaja stampfte ihren rechten Fuß gen Boden. Zwei Felsbrocken wurden dabei herausgebrochen und blieben in der Luft stehen, dann kickte sie erst den einen, dann den zweiten in Richtung des am Boden liegenden Hauptmannes.

  8. #608
    Bürger Avatar von Auren
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    Ja Crim war überrascht, dass ihr Angriff mit Leichtigkeit blockiert wurde. Nun lag sie am Boden. Sehr ungünstig in diesem Zeitpunkt. Der Grund war Gaia und ihre zwei Felsen.
    Trotz der ungünstigen Lage, gab der Hauptmann nicht auf.
    „Ich habe nie zuvor gegen so einen mächtigen Gegner gekämpft. Außerdem bin ich kein Magier. Daher fällt es mir schwer unter diesen Umständen zu kämpfen, geschweige überhaupt solange die Magie aufrecht halten zu können.“
    Gaia nichts ahnend, vorbereitete Crim ein weiteres Ablenkungsmanöver.
    Sie warf der Mutter einfach Dreck ins Gesicht. Nur damit der Hauptmann rasch aufstehen und etwas Abstand vor den Felsen gewinnen konnte.
    „Außerdem hattet ihr behauptet, dass ihr nur Eismagie verwendet. Felsen sind weit davon entfernt.“
    Crim war von Anfang an im Nachteil, dass wusste sie, aber der Kräfteunterschied war einfach viel zu groß.
    Sie hatte diesmal nur noch eine Chance Gaia etwas entgegen zu setzen. Indem sie wirklich alles gab. Ihr Schwert hüllte sie in Feuer ein. Ein weiteres Schwert, welches nur aus diesem Element bestand, rief sie in der anderen Hand herbei. Mehr war sie Momentan nicht Fähig dazu.
    „Alles oder nichts.“ Dann ging es recht schnell. Zwei Feuersäulen bildeten sich und rassten auf Gaia zu, gefolgt von zwei weiteren, aber diesmal hinter der Mutter. Crim suchte Deckung hinter einer dieser Säulen. Nur um auf eine gute Gelegenheit zu warten. Wobei sie nicht allzu lange warten wollte. Einen Hagel aus mehreren Feuerbällen, bildeten sich über Gaia. Sie sollten diesmal nicht nur zur Ablenkung dienen. Nein diesmal sollte die Mutter wirklich gegrillt werden und der finale Angriff mit den Schwertern soll ihr den Rest geben.

  9. #609
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    Ihre Augen waren umhüllt von Schlamm, so dass das Sichtfeld genommen wurde. Sofort ging sie in eine Verteidigungsposition über. Ihre Ohren lauschten jeglichen Bewegungen. Der Aufprall des Gesteins folgte. Gaja nahm noch wahr wie Crim plötzlich verschwand und eine enorme Hitzeentwicklung spürbar war. Ihr Haupt drehte sich in sämtliche Richtungen um die Entfernung abzuschätzen. Feuer. Feuer in seiner reinsten Form wurde von der Kriegerin erschaffen, was ihr ein weiteres Lächeln ins Gesicht trieb. "So ist es richtig", "Hauptmann". Die Säulen rasten Gaja gefährlich nah. "Merkt euch dieses Gefühl", "merkt euch diese Übung gut.. Hauptmann".

    Ihre Arme ausstreckend, begann der Boden unter ihren Füßen zu beben. Risse wanderten bis hin an Crim heran, brachen das Erdreich erneut auf. Goldene Blitze zuckten aus sämtlichen Poren ihrer schneeweißen Haut, knisterten unangenehm in den Ohren. Ein gewaltiges Konstrukt aus purem Eis brach aus dem Nichts hervor und schloss das tosende Feuer wie eine Flutwelle ein. Crim wollte gerade ihren Überraschungsangriff starten, als die Feuerbälle von oben auf die Mutter einhämmerten doch dann tauchte diese auf einmal vor dem verblüfften Hauptmann auf. Den Knauf des kristallklaren Schwertes in ihren Händen haltend, wehten ihre feuerroten Haare im Wind während hinter ihnen das Inferno verebbte. "Seht ihr wozu ihr im Stande seid, Hauptmann?". "Ist euch eigentlich klar, warum ihr das könnt, was ihr könnt?". Schließlich schob sie die tödliche Klinge in die Schwertscheide und ließ das Kristall kurz einrasten. In einer fließenden Bewegung band Gaja die Stahlkette von ihrem Arm ab und stellte den schweren Schild vor Crim ab, woraufhin der Boden einsackte. "Tatsächlich habe ich gegen euch nur meine Eismagie eingesetzt, zu vor trat ich mit rein meiner eigenen Körperkraft gegen euch", erklärte Gaja ruhig. "Deswegen war es mir möglich die Felsen aus der Erde zu reißen". Sie spannte ihren linken Arm an und rammte diesen in das Erdreich nur um ein größeres Stück herauszubrechen und es Crim vor ihre Augen zu halten. "Seht ihr", "keine Magie bloße Kraft". "Wenn ihr richtig lernt mit eurer Magie umzugehen, schafft ihr das selbe Resultat". "Ich biete euch dieses Schwert und diesen Schild, als treuen Begleiter an". Das Stück Erde zerbröselte unter ihren Händen. "Wenn ihr es schafft diese Klinge zu beherrschen, nennt sie euer eigen".

  10. #610
    Na hast du Angst, Kleiner?! Avatar von Ironhide
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    Zu der großen Überraschung war es keine Falle, wie der König vermutet hatte. Er fand das seltsam, denn so eine Möglichkeit hätte er sich an der Stelle der Dämonen nicht entgehen lassen, oder aber es gab etwas, was sie davon abhielt, über sie alle her zu fallen und die letzten, kläglichen Reste, abzuschlachten. Die Menschen standen eh schon an der Schwelle der totalen Vernichtung, so wie es einige der wenigen Gelehrten ihm vorrechneten. Jeder Verlust tat daher besonders weh und im Grunde war jeder Tote Mensch ein Nagel am Sarg der gesamten Menschheit, doch dies behielt er tunlichst für sich und verbat auch den Gelehrten, darüber auch nur ein sterbens Wörtchen zu verlieren. Wie es bei anderen Völkern aussah, konnte er nicht sagen, aber es würde ihn nicht wundern, wenn diese in einer ganz ähnlichen Situation wären.
    Doch es kam ja anders.

    Zur Abwechslung war er es diesmal nicht, der seiner Schwester verbat, irgendwo hin zu gehen. Auch wenn irgendeine andere ‚Präsenz‘ in ihr gefahren zu sein schien. Er machte sich eh schon genug Sorgen, denn Kaja schien außergewöhnlich schwach zu sein, krank oder was auch immer. In der Zeit in der sie zusammen zur Stadt gereist waren, brach sie öfters mal zusammen, besonders wenn der Weg mal nicht einfach war. Fast jeder Kampf war für seine Schwester eine Hürde, die sie fast nie schaffte zu überwinden, ohne immense Kraftanstrengungen an den Tag zu legen. Ihre Reserven, wo auch immer sie diese noch hernahm, waren sicherlich so gut wie aufgebraucht. Zum einen machte er sich Sorgen, zum anderen machte es ihn auch wütend, da seine Schwester ja stets das Gegenteil behauptet, obwohl es inzwischen offensichtlich ist, dass sie alles andere als bei voller Gesundheit ist. Diese Gedanken beschäftigten ihn, während der kurzen Reise zu eben jenem Ort, der lichterloh in Flammen stand und dessen Hitze er schon von weitem spürte.

    Isenhorn hatte noch nie einen Drachen leibhaftig erblickt und gesehen, zu was sie fähig waren. Die Bilder wurden der imposanten Gestallt – wogegen sogar Sadrugh klein und schwächlich wirkte – nicht Gerecht und die Erzählungen über ihre Fähigkeiten schienen nur die Hälfte erzählt zu haben. Doch gegen was er kämpfen musste, ließ den Zorn in Isenhorn anschwellen. Der Taure begann daraufhin, irgendetwas, mit seiner Magie zu machen, und bevor Isenhorn sich versah, hatte sich um sie herum ein stattliches Gewitter gebildet, dessen zerstörerische Kraft schier unermesslich war und nur darauf wartete, entfesselt zu werden.
    Doch die Aufforderung, dass er nun diese Blitze kontrolliert den Dämonen entgegen schleudern solle, war dann irgendwie zu viel – nun, er wusste, dass er welche erschaffen konnte, doch waren diese wirklich rein magischer und keines natürlichen Ursprungs. Das hier schien ihm doch etwas völlig anderes zu sein.

    Dem Tauren fiel das Zögern des jungen Mannes auf und er kam auf ihn zu. Er hob die Hand und schloss mit ihr die Augen des Königs. Er ließ seine warme Hand zunächst auf dem Gesicht. "Konzentriert euch erst einmal nicht auf das Gewitter. Konzentriert euch zunächst auf euch selbst, auf eure Gefühle und Empfindungen. Erinnert euch an den Moment, als ihr das letzte Mal eure Blitze gebraucht habt und daran wie sich Das anfühlte. Wenn ihr, dass getan habt, richtet eure Sinne auf die Wolken um euch herum. Spürt wie seltsam sich die Luft anfühlt, wie sie vor Blitzen förmlich bebt."
    Sekunden vergingen, während die kleine Schlacht am Boden weiter tobte. Wie sich das letzte Mal angefühlt hatte, als Isenhorn seine „Magie“ gebraucht hatte, das Gefühl nun wieder aufkommen zu lassen, das war nicht wirklich schwer. Es war immerhin nicht sehr lange her.
    Er versuchte, sich darauf ein zu lassen und schob für diesen Augenblick all seine Gedanken beiseite, die nicht mit diesem Moment zu tun hatten. Es schien zu helfen, denn vor seinem geistigen Auge passierte etwas, was er sich nicht erklären konnte. Er hatte die Augen geschlossen und selbst wenn sie offen gewesen wären, hatte der Taure noch immer seine mächtige Pranke vor ihnen, so das er eh nicht hätte sehen können.
    Plötzlich zuckte das Gesicht des Königs kurz zusammen. Doch er runzelte danach die Brauen. Der Taure nahm nun die Hand wieder weg "Spürt ihr etwas? Fühlt ihr diese Unbekannte und doch Vertraute?"
    Mit geschlossenen Augen neigte Isenhorn seinen Kopf leicht in verschiedene Richtungen.
    "Was ist das? Ich kann es nicht richtig greifen, es ist als wäre ein Schleier davor."
    "Gut...dann öffnet nun eure Augen wieder, verliert dabei aber nicht dieses Gefühl."

    Kaum hatte der junge Monarch die Augen geöffnet, erkannt er um was es sich bei diesem Etwas handelte. Dem Wesen des Gewitters. Es war brodelnd, wild und wollte losschlagen, doch es konnte nicht. Es war als wäre es gezwungen, gebannt an Ort und Stelle zu verharren.
    "Es will sich...losreißen?" Die Kraft die von dem Wesen des Gewitters ausging war unglaublich groß und schien Isenhorn zu bekämpfen, schaffte es aber nicht, sich von ihm zu lösen. Es war fast so, als hätte es einen eigenen Willen, und wäre nicht nur ein Phänomen der Natur.
    "So könnte man es wohl sagen ja, ich vermute aber die Distanz zum Boden ist nach wie vor zu groß. In meinen Bergen sah ich oft, dass Blitze aus einem Gewitter in Bäume oder andere hohe Dinge einschlugen."
    "Und was soll ich eurer Meinung nach tun um dies zu ändern?"
    Sadrugh schaute nun zu einem der Dämonen hinunter. "Seht ihr diese Gruppe kleiner Gegner die dort eng zusammensteht? Konzentriert euch auf sie, verliert dabei aber nicht die Verbindung zum Gewitter. Dann schleudert in Gedanken einen Blitz auf die Gruppe, so wie ihr es sonst mit eurer Magie macht. Der Rest dürfte sich dann von selbst erklären..."
    Skeptisch blickte Isenhorn hinab und bezweifelte, dass es funktionieren würde. Die Dämonen waren verglichen mit der Höhe eines Berges nicht grad erwähnenswert so das der Blitz an sich die gleiche Entfernung zurücklegen müsse. Dennoch, ein Versuch war es Wert. Einfach war es nicht, den das Gewitter unter Kontrolle zu halten und gleichzeitig sich auf die Dämonen zu konzentrieren, verlangte dem König einiges ab und so misslangen die ersten Versuche.

    Beim ersten passierte gar nichts, beim zweiten zuckten einige kleine Blitze Richtung Boden, waren aber schon erloschen, bevor sie die Hälfte des Weges zurückgelegt hatten. Der dritte Blitz konnte sich immerhin sehen lassen, schaffte es auch bis zu Boden, aber schlug irgendwo, in den brennenden Wald ein so das er keinerlei Wirkung auf irgendwas hatte. Der vierte, und noch stärkere Blitzstoß kam der Sache schon näher und genoss die Aufmerksamkeit einige der Kämpfenden Wesen dort unten, aber lange noch nicht von jedem. Der fünfte Versuch war dann endlich der, der Erfolgreich war. Ein mächtiger, gleißend, weißgelber Blitz entlud sich und traf sein Ziel mit einem infernalischen Lärm, dass es selbst den Drachen übertönte und die Macht des Blitzes die Dämonen willkürlich Tanzen ließ. Der Blitz war so schnell weg, wie er gekommen war, aber der Eindruck davon war ein bleibender. Dort wo die Dämonen sich versammelt hatte, lagen ein paar pechschwarze, Rauchende Kadaver rum und dort wo der Blitz direkt getroffen hatte, war nur ein Häufchen glühender Asche zu sehen.

    „Beeindruckend…“, murmelte der König vor sich hin, denn so etwas hatte er nicht mal mit seiner Magie erreichen können, sofern er nicht außer Kontrolle geriet.

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