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  1. #16
    Händler Avatar von Constantine
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    Dienstag, 05. Juni, 21.00 Uhr, Institut 'La Vida Verde', Barbados, Dachterrasse Nicht ganz der Gestikulierenden jungen Frau folgend, vergingen diverse Minuten. Langsam beruhigte sein Gemüt. Irgendwie hatte Raven etwas an ihrer Person was sein Gemüt abklingen ließ. Überhaupt viel ihm jetzt erst auf wie hübsch sie überhaupt war. Schnell den Gedanken aus seinem Kopf vertreibend, schüttelt Azura sein Haupt. Dann tat sie etwas, was ihm ein schüchternes Lächeln auf seine Lippen wich. Ein Google Übersetzer sollte die Lösung sein. Sein Blick folgte ihrer Handbewegung. Er nickte kurz um ihr klar zu machen, dass er ihre Intention verstand.

    Der Beat dröhnte laut in seinen Ohren woraufhin kurz seine Mimik verzog doch es wäre unhöflich jetzt der Freundlichkeit seiner Nachbarin abzulehnen. So verstrichen dutzende Minuten, bis sie beide den Klängen der Band lauschten ehe Azura etwas einfiel. Behutsam tippte sein Zeigefinger an Ravens Schulter. Mit einem Lächeln gab er ihr den Ohrstöpsel zurück. Azura tippte auf das Telefon. Genau an die Schnittstelle wo der Stecker ihrer Kopfhörer passte. Mit zwei Fingern deutete er ihr auf sich selbst. Eiligen Schrittes lief der Junge auf die Terrasse, so dass Raven einen guten Blick hatte. Mit hochgezogener Braue schaute sie an.

    Erneut verneigte Azura seinen Oberkörper doch diese Verbeugung war anders, als bei der Begrüßung. Er sprach etwas, was Raven nicht verstand. Dann kratzte dieser kurz sein Haupt. Seine Hand klopfte gegen das schlagende Herz, dann deutete der Zeigefinger an sein Gesicht. Azuras Atmung wurde immer flacher. Langsam schlossen seine Augenlider während der Rest seines Körpers einfach nur den Klängen des lauen Windes lauschte. Fast schon behutsam setzte er einen Fuß nach vorne um eine leichte Drehung seitwärts auszuüben. Dabei waren die Hände leicht nach vorne gestreckt. Immer wieder änderte Azura seinen Bewegungsablauf, wenn Raven es nicht besser wüsste, hätte man meinen können der Junge vollführte eine Art des Tai Chi's. Doch als sie genauer hinsah, rieb sie kurz ihre Augen und erkannte, dass er einfach nur Tanzbewegungen vollzog deren Bewegungsablauf dem des Kampfsports einfach nur ähnlich waren.

  2. #17
    Händler Avatar von Rosered_Strauss
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    Mittwoch, 06. Juni 2027, 6.33 Uhr, Institut 'La Vida Verde', Barbados
    Als Azura demonstrierte, womit er sich beruhigen konnte, war Raven erfreut. Ihr Vorhaben schien aufzugehen, denn die Laute der Nervosität, die von ihm ausgingen, waren in ihren Ohren nun nicht mehr so intensiv wie zuvor. Als er mit seiner Performance inne hielt, klopfte sie mit der Faust auf den Tisch – das studentische Äquivalent des Klatschens – und gab dem dadurch etwas verwirrten Azura durch einen in die Höhe gestreckten Daumen zu verstehen, dass es gut gewesen war, was er gezeigt hatte. Ihre Finger tanzten über ihr Smartphone, um eine Unterhaltung über triviale Dinge – Filme, Musik und dergleichen mehr – zu beginnen, die noch eine gute Stunde dauern sollte, ehe sie sich beide von einander verabschiedeten und sich zurück in ihre Zimmer begaben. Ravens Magen hatte ihr seit einiger Zeit signalisiert, dass er Nahrung benötigte; und so war es kaum verwunderlich, dass sie sich zuerst darum bemühte, sich ein Abendmahl zu bereiten. Anschliessend erfuhr sie, dass die Duschen ihrer Zimmer zu ihrer vollen Zufriedenheit funktionierten, ehe sie vom heutigen Tage erschöpft in den weichen Kissen ihres Bettes.

    Am nächsten Morgen wachte sie bereits auf, als die Sonne das erste Mal über den Horizont stieg. Obgleich sie gut angefangen hatte, war die Nacht für sie nicht angenehm verlaufen, denn ein Alptraum über Feuer und Flammen hatte sie geplagt. Somit entschied sie sich dafür, nicht liegen zu bleiben und machte sich stattdessen daran, in die Stadt zu fahren – in gut 2 Stunden würde sie auch wieder hier sein können. Dort sah sie sich nach einem Sportwarenladen um, denn aktuell stand ihr der Sinn nicht nach Entspannung, sondern vielmehr nach Stressbewältigung. Und so fand sie sich gut 2 Stunden später mit einem frisch gekauften Boxsack wieder auf ihrer Terrasse wieder und machte sich mit präzisen, schweren Schlägen daran, den Alptraum dieser Nacht dieser Nacht aus ihrem System zu bekommen.

  3. #18
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    Mittwoch, 06. Juni 2027, 6.33 Uhr, Institut 'La Vida Verde', Barbados Azura war nach dem langen Tag vollkommen erschöpft. Ohne den Abend mit einer Mahlzeit ging er einfach in sein bequemes Bett. Noch schnell wurden die Schuhe beiseite gelegt ehe der Junge tot müde auf jene weiche Matratze viel. Dabei vollkommen vergessend, dass Fenster zu schließen, wehte eine angenehme Nachtluft in sein Zimmer. Irgendwann in den frühen Morgenstunden hörten er unterbewusst ein dumpfes Geräusch was in seinen Ohren hallte. Immer wieder. Da es ihm dann doch zu laut wurde, öffneten nach einiger Zeit seine Augenlider. Die Nacht davor war traumlos. Azura hatte durchgeschlafen ohne an die grausigen Ereignisse gedacht zu haben. Leicht verschlafen wirkend, rieben seine Hände den Schlafsand ab.

    Sein Magen knurrte. Noch benommen war sein erster Gand in die Küche, der Kühlschrank war gefüllt worden zu seiner Überraschung. Ein Lächeln huschte über seine Lippen. Sofort wurden sämtliche Zutaten für ein gutes Frühstück vorbereitet. In den Schubladen fanden sich Küchenmesser und andere Utensilien. Eine gute halbe Stunde verging, als Raven einen köstlichen Duft vernahm. Dann jedoch weiter trainierte. Irgendwann kam der Junge dann mit zwei Tellern in den Händen nach draußen. Es war einfach viel zu schön, um in dem Zimmer das Essen zu verputzen. Seine Augen suchten nach einem Tisch wo er die Teller abstellen konnte und dann wieder in der Küche verschwand um mit zwei Süßspeisen wieder zu kommen. Sein Blick fiel auf Raven, die nach wie vor trainierte. Er sah der jungen Frau eher mit Distanz bei ihren Übungseinheiten zu, stellte die Speisen dann auf dem Tisch ab und begann wie auch sie gestern Abend kurz in seine Hand klatschend, um ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen. Mit einem leicht schüchternen Lächeln versuchte der Junge gestikulieren ihren Blick an das Essen zu lenken. Dabei sah er sie fragend an, deutete mit der flachen Hand an seinen Magen, dann auf Raven.

  4. #19
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    Mittwoch, 06. Juni 2027, 8.00 Uhr, Institut 'La Vida Verde', Barbados

    Als Azura in die Hände klatschte, um sie auf das Essen aufmerksam zu machen, hielt Raven inne. Sie war so in ihre Aktivität versunken gewesen, dass sie ihn gar nicht bemerkt hatte. Als er mit schüchternem Lächeln auf den gedeckten Tisch zeigte, runzelte sie erst die Stirn über ihren eigenen Geisteszustand, ehe sie ihm ein schiefes Lächeln schenkte und sich die Handschuhe auszog. Sie setzte sich auf den Platz ihm gegenüber und besah sich, was angerichtet war. Raven war überrscht, dass der Junge eine ganze Mahlzeit zubereitet hatte. Andererseits – was wusste sie denn schon von ihm? Bis auf den Umstand, dass der junge Asiate kein oder nur schlechtes Englisch zu sprechen schien und ebenfalls unter einer höchst nebulösen, seltsamen... Krankheit? … litt, wusste sie gerade einmal seinen Namen. Ihr Mund verzog sich zu einem schmalen Strich, ehe sie den Kopf schüttelte, um die negativen Gedanken zu vertreiben. Sie stürzte sich auf das Essen und merkte erst jetzt, dass sie doch schon recht hungrig war. Ihr erhobener Daumen war das wohl universelle Symbol dafür, dass ihr die Mahlzeit mundete, was er mit einem erfreuten Blitzen in den Augen zur Kenntnis nahm. Vor Allem drangen seine Emotionen an ihr Ohr, als sie ihm einen Blick zuwarf. Auch er war nervös wegen dem, was Ihnen noch bevor stand. Er hatte wohl nur einen anderen Weg, diese Angst zu bekämpfen.

    Mittwoch, 06. Juni 2027, 13.00 Uhr, Institut 'La Vida Verde', Barbados
    Egal, wie sehr sie sich auch zu entspannen versuchte, der EEG- Helm, den sie aufhatte, war im wahrsten Sinne des Wortes bedrückend. Die sichere, sterile Umgebung des Raumes, in dem sie sich aufhielt, trug nicht gerade viel dazu bei. Welcher Idiot hatte auch dafür Sorge getragen, dass er vollkommen weiss gestrichen worden war? Und dazu noch mit diesem glatten Kunststoffboden versehen worden war? Sie wandte ihre Aufmerksamkeit wieder Henderson zu, der ihr – genau wie allen Teilnehmern vor Ihr auch – Zeit gelassen hatte, sich mental auf die aktuelle Situation einzustimmen. „Was wir jetzt versuchen, wird für Sie sicherlich nicht leicht. Denn um zu verstehen, was geschehen ist – um zu verstehen, was sie tun können – müssen sie sich gedanklich so gut wie möglich in jene Situationen hinein versetzen, in denen es passiert ist. Das das mit Stress verbunden ist, ist leider unumgänglich. Aber niemand kann sie zwingen, weiter zu gehen, als sie möchten. Ich und meine Kollegen sind hier, um ihnen zur Seite zu stehen. Also: fangen sie doch ganz einfach an. An was für einem Tag ist ihnen das erste Mal aufgefallen, dass etwas anders war als sonst?“

    Ravens Herz setzte einen Schlag aus, als sie an jenen Tag zurück dachte. Niemals würde sie die Momente vergessen können, in denen es geschehen war... Aber zumindest half ihr der Umstand, dass hier offen darauf eingegangen wurde, die Szenerie und die Kameradschaft mit anderen Mitleidenden tat ihr übriges. So hatte sie sich einen Ruck gegeben und der Bitte Hendersens statt gegeben, dass ihre Antworten nicht streng vertraulich gehandhabt wurden, sondern auch von den Anderen gehört und gelesen werden konnten. Es war rein optional, aber die Idee dahinter war, dass man sich über die eigenen schweren Ereignisse austauschen konnte und schliesslich in dem Umstand Trost fand, dass andere ebenfalls mit ihrer Situation zu kämpfen hatten. Also berichtete sie stockend von dem Arbeitstag, davon, dass er bereits anfangs frustrierend und schwerfällig lief, bis sie schliesslich auf den aufdringlichen, erzürnenden Gast aufmerksam wurde. Bevor sie jedoch auf diesen zu sprechen kam, genehmigte sie sich eine kurze Pause, in der sie gut einen halben Liter Wasser in sich hinein kippte, um die gefühlt überaus trockenen Lippen zu befeuchten und den Durst zu stillen, der an ihr nagte. Dann, bevor sie noch mehr an ihrem Entschluss zweifeln konnte, stürzte sie sich in die Ereignisse, die folgten. Die Worte sprudelten nur so aus ihr hervor als sie davon berichtete, wie der Mann in Flammen aufgegangen war, während Hendersen das Gespräch aufzeichnete, sich jedoch keine Notizen machte (sie nahm an, dass er das später erledigen würde), sondern ihr nur aufmerksam lauschte. Als sie schliesslich die Situation zu Ende beschrieben hatte, wollte sie schon mit dem zweiten Ereignis fortfahren, als er die Hand hob. „Ich danke für Ihre Absicht, aber Sie brauchen sich nicht zu zwingen. Für heute soll das erzählte genügen, wir werden es analysieren und sehen, was wir daraus lernen können. Für heute haben sie sich ein wenig Ruhe verdient. Nutzen sie den Tag – ich bin sicher, sie finden einiges, was sie lieber tun würden, als mit einem alten Mann wie mir in einem Zimmer zu sitzen und zu reden.“ meinte er mit einem leichten Lächeln, als er ihre Hand schüttelte und sie entliess.

  5. #20
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    Mittwoch, 06. Juni 2027, 13.45 Uhr, Institut 'La Vida Verde', Barbados Schweißperlen liefen auf seiner Stirn entlang, als auf seinem Kopf der in Plastik getauchte Helm angelegt wurde. In seinen Ohren drangen unterschiedliche Töne. Während das Herz immer schneller gegen seinen Brustkorb schlug, stand ihm gegenüber ein Wissenschaftler der beruhigende Worte sprach. Nur langsam konnte der Junge sein Gemüt zügeln. Er atmete in tiefen Zügen ein und aus. Aus nächster Nähe wurde das Gespräch aufgezeichnet. Während der Wissenschaftler, der sich aus der eigenen Nation herausstellte Azura nun erklärte, was dieser von ihm wollte.

    "Dieses Experiment wird dich an jenen Tag zurückführen, als alles begann". Erklärte Chang - so hatte sich der ältere Herr vorgestellt. "Natürlich wird es für dich in großem Stress ausarten doch um zu verstehen, was vorgefallen ist und um dich zu verstehen, müssen wir auf diesen Punkt zurück führen". Beruhigend legte Chang eine Hand auf Azura's Schulter. "Ich weiß die Farbe dieser Räume sind schrecklich und unser Innenarchitekt gehört erschlagen", daraufhin lachte der Wissenschaftler um ein elektronisches Gerät einzuschalten, dass irgendwelche Ströme misst. So genau hatte Azura das nicht verstanden, er hatte sich freiwillig gemeldet um endlich herauszufinden, was los war.

    Doch jetzt wo diese Situation eintraf, wurde ihm leicht mulmig weshalb Chang entschied das ganze Experiment auf konventionelle Weise zu starten. Ein Musikspieler stand auf einem Tisch direkt daneben ein Sessel in dem sich der Wissenschaftler niederließ. "Wir werden das ganz in Ruhe angehen, entspann dich achte dabei nur auf meine Stimme". Es dauerte eine Weile bis Azura sich an diese Umgebung gewöhnte doch die entspannende Musik und Chang's beruhigende Stimme taten ihr Übriges. Langsam driftete sein Geist weg.

    Chang atmete ebenfalls tief ein. "Ok, Kleiner". "Dann erzähle mal, was passiert ist, wo befindest du dich gerade?". Azura öffnete seine Augen, die Abendsonne war bereits am untergehen und eine angenehme Brise wehte über sein Haupt. Irgend etwas war anders, als sonst, ein unerklärlicher Geruch lag in seine Nase. "Ich bin in unserem Haus es ist bereits spät, meine Hände tun weh vom Holz Hacken", erklärte der Junge. "Gut, gut, gut, ist dir irgend was ungewöhnliches aufgefallen?", fragte Chang. Der Junge schüttelte sein Haupt mit geschlossenen Augen. "Es ist alles wie immer.. Moment.. ich höre plötzlich etwas..", "was genau?". Azura konzentrierte sich stark, während die Messnadel langsam ausschlug.

    Chang bemerkte es ebenfalls. "Ganz ruhig Kleiner.. sag mir wo du bist und was du siehst", "ich bin ja bei dir". Azura atmete wieder aus. Es viel dem Jungen jetzt nicht mehr sonderlich schwer darüber zu reden, als hätte irgendjemand einen Schalter in seinem Kopf ausgelegt. "Was hörst du gerade, kannst du mir sagen wie du dich im Moment fühlst?", "unbehaglich", erwiderte Azura. "Unbehaglich?", "warum?", wollte Chang wissen. "Da ist etwas, etwas das ich nicht erklären kann... ich höre.. Mom!", rief der Junge plötzlich und die Messnadel begann auszuschlagen. Chang richtete seinen Blick kur zu der Messskala. "Alles im grünen Bereich Kurzer, wo ist deine Mom?". "In der Küche.. doch da ist noch eine andere Stimme, die ich nicht kennen", erklärte Azura. Offensichtlich begriff der Wissenschaftler schnell. "Ok Junge, dass soll für heute reichen wir machen Schluss".

    Seine Hände verkrampfen sich stark an der Armlehne und die Atmung wurde schwerer. Schweiß rann seinen Hals entlang. "Ich höre Mom weinen.. und verstecke mich hinter einer Tür.. irgend jemand scheint ihr unglaublich zuzusetzen doch ich kann nichts genaues sehen..", "Azura das reicht jetzt, lass uns für heute aufhören". Sprach Chang nun ein wenig lauter der Junge schien ihm jedoch kein Gehör zu schenken. "Die Stimmung ist erdrückend.. ich höre nur noch ein lautes Grunzen und da steht plötzlich dieser Kerl in der Küche..", "Azura, Kleiner komm wieder zurück". Chang schnippte mehrmals mit den Fingern und rüttelte an den Schultern des Jungen. Seine Finger drückten bereits einen stillen Alarm aus, der Henderson kontaktieren solle. "Ich höre nur noch wie Mom weint.. und fühle mich plötzlich.. so komisch", wiederholte der Junge, als plötzlich das Aufnahmegerät durch den unangenehmen Druck in Rauch aufging. "Shit, was ist denn jetzt los?", fluchte Chang und öffnete eilig ein Fenster um den Qualm nach draußen zu lassen. "Mir fällt das Atmen schwer.. bitte ich will nicht weiter sehen.. Chang!", schrie der Junge in einem hysterischen Anfall und kurz darauf bekam eine Fensterscheibe Risse.

    Chang starrte ungläubig auf jene surreale Szenerie. "Azura, Kleiner komm wieder zurück zu mir du bist nicht alleine hörst du?". Für den Bruchteil einer Millisekunde schien seine Atmung kurz auszusetzen doch sofort zogen sich wieder frische Luftmassen durch seine Lungen und das Herz schlug wie wild gegen den Brustkorb, als er abrupt seine Augen öffnete, um panisch den Helm zu entfernen. "Nimm das Ding weg, nimm es weg!", rief dieser immer wieder und als Chang seinem Flehen nachkommen wollte, wurde der Druck im Raum plötzlich stärker. Der Wissenschaftler wurde von einer unerbittlichen Kraft erfasst und landete mit dem Rücken gegen eine Wand wo leichte Risse entstanden. Zeitgleich riss der Junge sämtliche Elektroden von seiner Brust und sprang von dem Sessel nur um den Helm mit brachialer Gewalt gen Boden zu schmettern. Sein Gesichtsausdruck sprach Bände, voller Wut und voll Zornes Blickes funkelten seine Augen den Wissenschaftler an. Den Jungen schien eine monströse Aura zu umgehen oder bildete Chang sich das ganze einfach nur ein. Vor Schmerz aufstöhnend, quälte sich der Wissenschaftler hoch, um auf den Asiaten einzureden. Tränen rannen aus Azura's Augen. Sein ganzes Wesen wirkte gerade mehr wie einer aus dem Alptraum entflohenen Bestie. "Was hast du mir da gezeigt?!", schrie Azura. Man konnte seine Stimme sogar im Nebenraum hören wo die Wände leichte Risse bekamen, als ihn plötzlich die Erschöpfung einholte und sein Körper gen Boden aufschlug. Dabei streckte er seine Hand nach Chang aus, das letzte was seine Augen erblickten, war das viele Blut an seinen Händen ehe er ohnmächtig wurde.

  6. #21
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    Mittwoch, 06. Juni 2027, 14.00 Uhr, Institut 'La Vida Verde', Barbados
    Als Azura bewusstlos zu Boden fiel, herrschte ein Augenblick entsetzten Schweigens, ehe die Hölle losbrach. Chang hatte sich wieder aufgerichtet, nachdem er von dem jungen Asiaten geworfen worden war, machte jedoch keinerlei Anstalten, auf den Ohnmächtigen zuzugehen. Vielmehr lehnte er nur an der Wand und rieb sich seinen Hals mit zitternden Händen, während andere Mitglieder des Wissenschaftsteams hineingestürzt kamen. Aber auch die Jugendlichen waren entsetzt. Es war schliesslich Dr. Henderson, der es schaffte, wieder Ordnung zu schaffen. Er war es, der Azura mit einem Kollegen zusammen zur Krankenstation trug und den Rest des Teams anwies, wie Ordnung zu schaffen war. Weitere Tests sollten für diesen Tag nicht mehr stattfinden, dafür war der Ausbruch des Asiaten zu taxierend gewesen. Man würde sich ohnehin nicht mehr auf etwas anderes konzentrieren können.

    Die Stunden darauf schlichen nur dahin. Wie nicht anders zu erwarten war, war Azura das einzige Thema, über das gesprochen wurde. Die Auswirkungen seiner Kraft waren für alle klar zu sehen gewesen, und auch jetzt noch war der Raum in Mitleidenschaft gezogen. Vielleicht war es jener Zeitpunkt, in dem sich die Jugendlichen untereinander einen Namen gaben – sie waren 'die Begabten'. Auch, wenn die Intentionen auseinander gingen – manche so wie Raven hatten Angst vor diesen Fertigkeiten und würden sie am liebsten loswerden; wieder andere waren nun nahezu ekstatisch bei der Vorstellung, diese Kräfte einmal kontrollieren zu können – stand für sie doch alle fest, dass sie sich definitiv nichts eingebildet hatten. Etwas war an ihnen anders. Etwas liess sie sich fühlen, als ob sie sich in einem Film befanden. Als Azura nach 3 Stunden immer noch nicht aufgewacht worden war, rief Henderson Raven zu sich. Etwas schien seine Psyche über die Maßen hinweg taxiert zu haben, sodass vermutet wurde, dass es noch eine Weile dauern sollte, bis er sein Bewusstsein wiedererlangt haben würde. Auf Raven war er deshalb zugekommen, da sie Zimmernachbarn waren. Im Vertrauen fügte er an, dass er hoffte, dass sich die 'Kinder' hier annähern würden und zueinander Vertrauen fassen würden.

    Mittwoch, 06. Juni 2027, 19.00 Uhr, Institut 'La Vida Verde', Barbados

    So kam es, dass Raven sich den ganzen Nachmittag in der Krankenstation aufhielt, um ein Auge auf Azura zu haben. Mit ihren Ohrenstöpseln im Ohr vertrieb sie sich mit Musik die Zeit, die der junge Asiate zum Aufwachen benötigte. Allerdings reichte ihre Kraft nicht aus – als er endlich aufwachte, war sie eingeschlummert, den Kopf auf ihre eigene Schulter und gegen die Wand gelehnt.

  7. #22
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    Mittwoch, 06. Juni 2027, 19.50 Uhr, Institut 'La Vida Verde', Barbados Sein Brustkorb hob und senkte sich regelmäßig durch das beständige Beamten. Während das Sonnenlicht durch das Fenster sein Gesicht entlang wanderte, wanderten seine Augenlider ständig. Irgendwann in den frühen Abendstunden schreckte Azura nach oben, rang japsend nach Luft obwohl er keine Gerätschaften benötigte, die das Atmen erleichterten. In seinen Augen stand blanke Panik geschrieben. Hektisch drehte er sein Haupt in sämtliche Richtung und wollte fluchtartig das Bett verlassen. Doch zu seinem Glück oder Unglück verlor sein Körper jegliche Kraft.

    Unsanft landete der Junge mit dem Gesicht nach unten. Ein Umstand den dann auch Raven aufwecken ließ. Er wusste nicht mehr genau warum man ihn hier her gebracht hatte, das letzte was er noch wusste, war die Sitzung bei Dr. Chang. Sein Ganzer Körper fühlte sich kraftlos, ausgelaugt sowie erschlagen an. "Was ist passiert?", stammelte er etwas auf asiatisch doch Raven würde wohl nicht verstehen. Verschiedene Emotionen wühlten gerade durch seine Gedanken, Angst, Panik, Verzweiflung. Azura wirkte vollkommen hilflos und hatte nicht mal mehr die Kraft alleine vom Boden hoch zu kommen weshalb er einfach liegen blieb und kurz darauf den Inhalt seines Magens nicht mehr halten konnte. Nicht einmal Raven, die unmittelbar in seiner Nähe saß, vermochte er zu erkennen.

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