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  1. #16
    Bürger Avatar von BlueHusky
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    Marie zog sich langsam an und fühlte sich merklich unwohl in der bereitgelegten Kleidung.
    „So nun hast du ja deinen Willen!“, sagte sie etwas mürrisch.
    Langsam und bestimmt setzte sich Marie und rückte dabei ihren Rock und Bluse zurecht.

    „Gut kommen wir zu dem wahren Grund warum ich hier bin!“, klag es bestimmt aus ihrem lieb reizenden Mund. Dabei nahm sie den Block und zog ihn wieder zu sich, um mit dem Stift schon die ersten Stichpunkte drauf zu kritzeln.

    „Weißt du ich habe mir schon die ersten umrisse zu dir gemacht. Du bist eine starke Person aber es muss was passiert sein das du mich zu dir geholt hast! Und das möchte ich nun von dir wissen!“, sie sprach mit ruhiger Stimme und schaute dabei über ihre Brille in Arianes Augen.

    Sie beobachtete ein Funkeln was sie zu letzt bei einem Triebtäter gesehen hatte. Stolz auf eine Sache auf die nur jemand stolz sein konnte der aus tiefster Seelischer Pein unmenschliches getan hat.
    Dabei nahm sie noch einen großes Schluck Kaffee und leerte so auch ihren Becher.

  2. #17
    Phöses Mädel Avatar von Janoko
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    Das Funkeln erlosch aber schnell. Ariane wusste das sie garde das erstemal darüber sprechen würde. Das allererste mal mit wem anderes über die geschehnise, die sie so lange als geheimnis gehütet hatte. Andere kannten sie, wenn gleich auch nur den Spitznamen den die medien ihr damals gaben. Und der Spitzname passte auch heute noch zu ihr. Langsam schob sie ihr Kinn vor, er zeugte so einen unterbiss und leckte sich über die Lippen. Jetzt wo der Moment da war, war es gar nicht so einfach, die Worte über die Lippen zu bringen.

    Ariane schluckte kurz. ihr Blick glitt schnell über das Bett, die kahlen Wände, Marie, eine weitere kahle Wand und über die kleine SChiebetür, die sie grade erst eingebaut hatte - damit Marie bei ihrer Notdurft sich nicht wie eine gegangene vorkam. naja, Sie war so oder so ihre Gefangene. Immerhin hatte sie sie vor nicht einmal Neun Stunden aus ihrem Haus entführt und zu sich gebracht. Marie war Psychologin, Ariane brauchte eine, aber warum sie den normalen Weg über die Praxis nicht wählte... "Ich habe jemanden umgebracht.", murmelte sie grade laut genug, das man es wahrnehmen konnte.

    So schwer war das doch gar nicht, befand sie und blickte in ihren Kaffeebecher. Die bräunliche, milchige Flüssigkeit spiegelte matt ihr Gesicht und die kleine Deckenlampe wieder. Ariane wartete irgendwie auf den ungläubigen Ausruf der anderen, sie wollte das die andere erstaunt war, oder? Wollte sie eigentlich nur endlich mit ihrer eigenen Vergangenheit abschließen. War es überhaupt Vergangenheit? So recht war das nicht aus der Stimme der Französin heraus zu hören. Einzig und allein der warme, feminine unterton war gänzlich ausgeblieben bei ihrem Geständnis, jemandem das Leben geraubt zu haben, jemanden, den sie, die Mutter eines Kindes, eiskalt, - war sie eiskalt? hingerichtet hatte. hatte sie überhaupt gerichtet? Hatte sie nicht eher einen mordiben Spaß an der ganzen Sache gehabt?

  3. #18
    Bürger Avatar von BlueHusky
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    Marie unterbrach das schreiben für einen Moment. Der Tod ist etwas was sie nach Luc ´s dahin scheiden immer umgehen wollte.
    Mit einem tiefen Atemzug fasste sie wieder Entschlossenheit und führte den Stift weiter über das Blatt Papier. Doch auch Ariane entging nicht das es für sie nicht leicht war.
    Marie hob ihren Kopf und Blickte tief und lange in Arianes dunkle Augen. Minuten lang ohne auch nur ein Wort zu sagen.

    „Du hast also jemanden umgebracht? Und wie fühlt man sich so nach so etwas? Befreit, ungestüm , wie der König der Welt?“ Marie wurde wütend und starrte Ariane an wie eine Bestie die bereit war zum Kämpfen. Dann wurde ihr wieder bewusst in welcher Lage sie sich eigentlich grade befand.

    „War es das erste mal?“ fragte sie während sie weiter auf das Papier schrieb. Die Stille die den Raum durchfuhr machte ihr klar dass es nicht das erste Mal gewesen sein muss.
    Marie führte einer Hand an ihre Schläfen und schloss dabei ihr Augen.

    „Gut, also bevor du mir von deinem letzten erzählst, erzähle mir lieber wie du zu deinem ersten Opfer gekommen bist! Und ich möchte alles wissen.

    „DU willst alles wissen? Du kannst ja nicht mal die Tatsache ertragen das ich jemanden umgebracht habe und du willst jedes Detail Wissen?“, Ariane stütze sich mit beiden Händen auf den Tisch und schrie Marie dabei fast an, „Gut ich erzähle dir alles, jede kleine perverse Kleinigkeit aber wehe du zuckst auch nur einmal mit den Augen oder lässt es zu nah an dich ran!“

    Marie schluckte „ Ach du bist also das Opfer hier? Gut ! Aber nun fang an und kläre mich auf wie aus dir eine Bestie wurde die ihre Liebe und Güte für so etwas Dummes verlieren kann! Wie kann jemand der so warmes Blut hat so kalt eine Klinge schwingen?“

    Sie beobachtete wie Ariane ihre Tränen zurück hielt um zu beweisen wie stark sie doch sein konnte und dabei wusste Marie genau das nicht mehr viel fehlt um sie zu brechen aber dann könnte sie ihr nicht helfen. Könnte sie ihr nicht zeigen dass das was sie dazu treibt nichts weiter als ein falsches Bild ist. Und für einen Augenblick verlor sie Marie in dem Dunkel was aus ihren Augen schimmerte.
    Geändert von BlueHusky (19.09.2011 um 15:36 Uhr)

  4. #19
    Phöses Mädel Avatar von Janoko
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    Ariane schluckte, der Kloß der sich jetzt wieder in ihren Hals gesetzt hatte wollte und wollte einfach nicht vergehen. Sie kämpfte mit den Tränen, sah Marie den nicht, dass sie das ganze eigentlich gar nicht gewollt hatte? Sie schloss die Augen, zählte langsam bis Zehn, eine Übung die sie schon mehrmals davor bewahrt hatte durch zu drehen.

    Als sie die Augen wieder öffnete war ihr Blickfeld verschwommen, klärte aber schnell auf. Ihr Blick war wieder Fest auf Marie gerichtet. "Es war nicht immer der Gärtner, mon Cherrie. Aber es war damals in diesem Eiscafé, gleich hinterm Louvre..."

  5. #20
    Na hast du Angst, Kleiner?! Avatar von Ironhide
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    Lundi,
    18. Oktober 1982
    22 Uhr


    Schon lange hatte sich der dunkle Nachthimmel über Paris gelegt, wie ein Schleier, der das hübsche Gesicht einer Frau verdecken konnte, so nun das Antlitz dieser sonst so romantischen Stadt. Nur erhellt von den Lichtern Paris und den Mond, war es eine kühle, aber für die Jahreszeit doch angenehme Nacht. Gestern noch hatte es geregnet, ein schwacher Sturm zog über das Land hinweg und hatte dafür gesorgt, dass die Menschen sich schneller bewegten, raus aus dem ungemütlichen Wind und dem Regen, rein ins warme. Nicht so heute. Kalt war es, ja aber nicht so kalt, das man draußen nicht hätte verweilen können um sich den Himmel anzusehen. Dort oben funkelte es, große und kleine Lichtpunkte überzogen das gesamte Himmelszelt, was ansonsten einfach schwarz geblieben wäre. Nur der Mond stach mit seiner leuchtenden Oberfläche deutlich ins Auge, blendete einen schon fast.
    Aber kaum einer sah nach oben, um sich an diesem schönen Anblick zu ergötzen, so auch nicht Ariane, die dennoch leicht in Gedanken versunken aus dem Fenster sah. Sie saß im Café Louvre, unweit von dem Weltberühmten Museum. Vieles hatte hier den Beinamen angenommen. Wohl um Touristen mit dem wohlklingenden Wort zu locken.

    Es war ein ruhiger Abend, Ariane war das ganz gelegen. Der Tag war schon so nicht einfach gewesen, aber hier fand sie nun fernab aller Hektik einen Moment der Ruhe. Es mag wohl an der Jahreszeit und auch dem Wetter liegen, denn das doch recht Nobel aussehende Café war nur spärlich besucht. Ariane zählte zwei Pärchen, die mehr mit sich selbst beschäftigt waren, Eine Gruppe von drei Mädchen die sich unterhielten, Ariane verstand es aber nicht. Ein einzelner Monsieur saß in einer Ecke und schein auf jemanden zu warten.
    Es waren noch andere Gäste hier, das wusste Ariane aber die entzogen sich ihrem Blickfeld. Aber die Tür sah sie sehr gut und jedes Mal wenn jemand durch die Tür trat, hatte sie einen guten Blick darauf, wer eintrat. So auch als diese magnifique Fleur das Café betrat, gefolgt von drei Männern, die sich in ihre Nähe setzten.
    Auch schienen die restlichen Männer von der Frau magisch angezogen zu werden, wie die Motten vom Licht. Verwunderlich war es nicht, war die Dame doch eine wirkliche Schönheit. Ein Model, zwar noch keins was Weltberühmt war, aber in Paris kannten sie so einige und wer es hier schon zu einer lokalen Größe brachte, dem war eine Kariere nicht wirklich verwehrt. Aber soweit hatte diese Dame es noch nicht geschafft.

    Ariane war ebenso in ihren Bann gezogen, aber wohl aus anderen Gründen wie die Männer. Sie beobachtete das Schauspiel was sich ihr bot. Die Männer schienen wie ausgewechselt, umschwirrten sie. Oh ja, die Dame wusste welche Wirkung sie hatte und spielte mit ihren Reizen. Nach einer ganzen Weile verließ Mademoiselle Modèle wieder das Café. Ariane biss sich leicht auf die Lippe eine ihr noch unbekannte Wut machte sich in ihr breit. Wie das Mädchen mit den Männern spielte und wie diese Männer wie geile Keiler auf das Mädchen starrten und mit ihren Händen versuchten eine Berührung zu erhaschen. Dunkel wurde es um die Gedanken von Ariane, Erinnerungen stiegen auf und ihre Augen füllten sich leicht mit Tränen. Sie fing an an einer Serviette zu spielen und riss nach und nach ein Stück davon ab. Dann beobachtete sie wie diese wunderschöne Frau mit ihren makellosen Händen durch das Haar zu fahren und sich mit Küsschen zu verabschieden. Ariane war wie in Trance und trank schnell ihren Kaffee aus und lies das entsprechende Geld auf dem Tisch. Nur eine kleine Kuchengabel verschwand heimlich in einer ihrer Taschen.

  6. #21
    Siedler Avatar von wanyuudou
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    Juliette stand auf und verließ das Lokal. Im Hinausgehen warf sie noch eine Kusshand zurück. Es erfüllte sie mit Genugtuung.

    Sie hatte mit diesen Männern gespielt, die ihr ins Café gefolgt waren. Sie hasste solche Typen. Jene, die jedem Rock hinterher schauten und noch eifriger bei der Sache waren, sollte er auch nur etwas berühmt sein, so wie in ihrem Fall. Jene die jede Gelegenheit suchten, sich selber zu produzieren. Ein wenig hatte es ihr auch Spaß gemacht, zu sehen, wie diese Bullen immer heißer wurden und versuchten, sich gegenseitig zu überbieten. Sie hatten sich näher gedrängt. Beklemmung war in ihr hochgesteigen.

    'Ich muss hier raus', hatte sie innerlich aufgeschrien. 'Zurück ins Hotel, oder auch woanders hin. Nur weg!'



    Ein Lächeln huschte über ihre Lippen, ein leicht grimmiges. Sie fühlte sich wie ein Sadist, ein Schläger auf der Straße, dem es Freude bereitet, dem wehrlosen Opfer vor sich auf Boden noch einen letzten Tritt zu versetzen. Sie erschrak vor sich selbst.

    Mit eiligen Schritten glitt sie durch die nächtlichen Gassen. Gedankenversunken. Ein kalter Schauer lief ihr über den Rücken. Sie beschleunigte ihre Schritte leicht. 'Ist mir einer von diesen Kerlen gefolgt? Habe ich es übertrieben?'. Die Gedanken kreisten durch ihren Kopf. Wallten von einer Seite zur anderen. Schlugen gegen ihr Inneres. Ein Kloß bildete sich in ihrem Hals. Das Schlucken fiel ihr schwerer. Eilig lief sie dem Hotel entgegen, in dem sie eingecheckt hatte.

  7. #22
    Phöses Mädel Avatar von Janoko
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    Ariane wusste nicht wieso, nein, sie wusste sehr genau wieso,aber das tat nichts zur Sache. Das Mädchen, nein diese Frau hatte etwas ansich, etwas was sie in Rage versetzte. Die andere hatte einen flotten Schritt drauf, aber sie selbst war nicht minder elegant am laufen. Anders konnte man dieses schwingen der Füße nicht nennen. Das tipeln der Schuhe war für Ariane unnatürlich laut. Sehr unnatürlich, aber jetzt zählte nur noch das einholen, wieso wollte sie die andere überhaupt einholen? Die frage verschwnad genauso schnell wie sie aufgetaucht war.

    Der Weg Juliette's war nicht zu überhören, noch weniger zu übersehen. Die Menschen die sich hier noch herumtrieben, allenvoran die Männer hatten ihren Kopf nach hinten gedreht oder blickten der Gestalt hinterher, die so eilig durch die Straßen lief. Niemand schien sie zu bemerken, nimand hatte die Augen für sie, Ariane, den die andere hatte einen verstörenden eindruck, nein, einen begehrenswerten. Und, ariane musste zu geben, sie begehrte auch etwas von dieser Dame, nur was, wusste sie noch nicht so wirklich.

  8. #23
    Siedler Avatar von wanyuudou
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    Juliette lief durch die Gassen. Es pochte in ihrem Kopf. Es war ein rhythmisches, energisches Pochen. Es hallte in ihrem Kopf und ein leichter Kopfschmerz machte sich bemerkbar. Er wurde stärker und verschmolz mit dem Pochen zu einer Einheit.

    Was war diese Pochen? Was machte es so unglaublich schmerzhaft? War es ihr Herz? Das Knallen ihrer Schritte auf dem Pflaster der Pariser Straßen, dass sich über ihren Körper bis hinauf in ihren Kopf übertrug?

    Juliette hastete durch die nächtlichen Gassen dem Hotel entgegen. Die wenigen nächtlichen Spaziergänger nahm sie kaum war, auch wenn diese oftmals zur Seite ausweichen mussten. Aus einer kleinen Bar ergoss sich ein Brei aus Musik, Gelächter und dem Reden der Leute auf die Straße. Juliette hatte keine Ohren dafür, auch nicht für die anzüglichen Rufe die ihr hinterher schallten. Sie lief in Angst. Angst davor, was sie womöglich in dem Café provoziert hatte. Sie bereute so leichtsinnig gewesen zu sein. Die leichte Übermüdung durch den schlechten Schlaf im ungewohnten Hotel musste ihre gewohnte Selbstsicherheit übermannt haben.

    Sie erreichte den Rand eines kleinen Park inmitten der Häuserschluchten. Juliette stockte in ihrem Marsch. Die Angst in ihr wuchs. 'Verlaufen.' schoss er ihr durch den Kopf. Der Kloß in ihrem Hals wurde größer, sie rang nach Atem. In der in ihr aufsteigenden Panik war sie in eine falsche Gasse gelaufen. Die Sinne hatten ihr einen Streich gespielt.

    „Gilbert!“ Es brach aus ihr heraus. Ein Schwall von überkochenden Emotionen. 'Gilbert, warum wollte ich unbedingt allein nach Paris fahren?' Sie taumelte in den Park. 'Warum habe ich nicht auf dich gehört und gewartet mit der Fahrt? Warum musste dieses Shooting alles durcheinander bringen? Warum mussten wir uns im Streit trennen...'

    Angst übermannte sie. Sie begann zu zittern. Verstört wankte sie durch den Park.
    Geändert von wanyuudou (05.10.2011 um 13:31 Uhr) Grund: Name falsch>.<

  9. #24
    Phöses Mädel Avatar von Janoko
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    Der Park. Wie waren sie bloß hierher gekommen? Ariane wusste es nicht, aber die Absätze ihrer Schuhe klackten nun fast genauso wie der anderen. Wenn gleich sie Weniger Absatz hatte und es eher Keilpumps waren als Pumps. Sie verlangsamte ihren Schritt, da die andere es auch tat. Das sie hier nicht waren wo sie hin wollten, war Ariane klar. Es war an dem verzweifelten Ausruf der anderen zu vernehmen und irgendwie wurde ihr lächeln zu einem gewinnenden Grinsen. Ihre 'jagd' hatte frucht getragen. Eine Löwin hatte die garzelle von der herde getrennt, ähnlich wie sie Jullitte weit von den belebteren Plätzen der Stadt hatte.

    Nur etwas störte Ariane an diesem Gleichnis. Sie war keine Mörderin, war sie doch nicht, oder? Dennoch schien der gedanke, eine Löwin zu sein, befriedigend und sie ließ ihre Vorsicht, wenn sie den überhaupt jemals welche hatte. Ihre handverkrampfte sich um die Träger ihrer handtasche. Ihre Brusthob und senkte sich schwer, es war doch anstrengender gewesen der anderen zu folgen, als sie gedacht hatte, aber der Park war, um ehrlich zu sein, fast zu perfekt. Ruhig, keine Menschenseele außer sie beide... hier konnte sie der anderen ihre Meinung geigen ohne das Männer dazwischen gingen...

  10. #25
    Na hast du Angst, Kleiner?! Avatar von Ironhide
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    Juliette lief etwas schneller, hatte schon längste die Orientierung verloren, wollte nur noch raus aus dem Park und auf eine belebtere Straße kommen. Unsicher und hektisch riss sie ihren Kopf immer wieder nach links und rechts, drehte sich um nur um irgendwo einen Ausweg zu finden. So schnell war aber nichts zu finden außer weitere, dunkle und Menschenleere Wege.
    Weiter, nicht stehen bleiben, das waren ihre Gedanken.
    Unachtsam lief sie weiter was sich aber rächte. Sie stolperte über irgendwas und fiel der Länge nach hin. Der Aufprall war schmerzhaft, denn sie war von dem Sturz so sehr überrascht das sie gar nicht daran dachte, ihre Hände hoch zu nehmen um den Sturz ab zu fangen.
    Ariane konnte alles mit ansehen, wusste genau dass dies nun ihre Chance war.

    Schnell und mit einer Engelsgleichen Leichtigkeit benötigte sie nur wenige, kaum hörbare Schritte und war bei der gestürzten angelangt, setzte sich auf ihren Oberkörper und fixierte ihre Arme, indem sie sie festhielt. Für Juliette gab es damit kein entkommen mehr. Voller Angst sah sie die dunkle Gestalt über sich an, deren Konturen nur von den sehr schummrigen, wenigen Laternen sichtbar gemacht wurden.
    Plötzlich spürte sie etwas n ihrem Gesicht, etwas aus Metall was ihr langsam über die Wange strich. Panik kam in Juliette auf, war das ein Messer? Was wollte die Person von ihr?
    „Bitte… Nehmen sie sich was sie wollen. Meine Handtasche, da ist jede Menge Geld drin, bitte, nehmen sie sie, aber lassen sie mich bitte, bitte gehen.“, schluchzte Juliette voller Angst.
    „Du … kein Anstand, keine Manieren, benimmst dich wie eine billige Nutte!“, zischte Ariane sie an. Die Gabel hatte sie schon längst aus ihre Handtasche geholt und fuhr der vor ihr liegenden Frau damit übers Gesicht. Jedes Mal drückte sie etwas mehr auf, fest entschlossen ihr das Metall unter die Haut zu treiben um ihr die von Gott gegebene Schönheit zu nehmen die sich nicht verdient hatte.

    „Was wollen sie von mir? I-ich habe ihnen nicht getan… Bitte…“, wimmerte die Frau unter Ariane, „bitte lassen sie mich zufrieden.“
    Aber Ariane dachte gar nicht daran. Ein heftiger schlag mit der flachen Hand fegte durch das Gesicht von Juliette um sie endlich zum Schweigen zu bringen. Aber die Frau dachte wohl nicht daran. Das schwache Licht hier hüllte das Gesicht von der unter Ariane liegenden Frau so ein, das sie es erkennen konnte, sofern sie nicht selbst vor das Licht begab. Sie meinte erkennen zu können das rote Striemen die Stelle zierten, wo sie der Frau eine runter gehauen hatte.
    Aber anstelle der Ruhe, erntete Ariane Gegenwehr und das gefiel ihr nun gar nicht. Es machte sie sauer.
    „Halt verflucht nochmal Still, Miststück!“, schrei sie die Frau an, aber die dachte nicht daran und wollte sich befreien. Dagegen hatte Ariane etwas. Sie rammte vor Wut Ihre Knie auf die Arme der Frau, die schmerzhaft aufschrie und fixierte sie damit. Sie saß weiter auf der Brust von Juliette, konnte in ihrem Unterleib spüren wie heftig und schnell die Atmung war.

    Ariane war nun noch entschlossener und so wie sich Juliette eben noch wehrte, würde sie nun die Quittung dafür bekommen. Ariane holte aus und rammte ihr die Gabel in die Wange. Ohne zu zögern zog sie das Stumpfe Metall durch das Gesicht der Schönheit. Immer und immer wieder tauchten die Spitze der Gabel mehr oder weniger tief in das zarte Fleisch die wie am Spies schrie. Blut spritze umher, kleine Hautfetzen und auch Fleischstückchen hingen bereits an der Kuchengabel. Ariane störte das nicht das sie davon das meiste abbekam. Wie in einem Rausch, überwältigt von einem rasenden, irgendwie schönen Gefühl machte sie immer weiter. Ihr Gesicht war voller Blutspritzer, aber sie lächelte, starrte der schon entstellten und noch immer schreienden Juliette ins Gesicht. Ein irres Lächeln hatte Ariane und wenn man genau hinhörte, konnte man sogar ein stetiges kichern höheren.
    Die Gabel traf dabei auch immer wieder auf die Knochen, wenn sie sie in das Fleisch rammte und einfach nach unten zog oder zur Seite.

    Irgendwann wurde sie langsamer, hörte ganz auf. Juliette dagegen wimmerte nur noch, sie war heißer vom vielen schreien und kraftlos von der Gegenwehr. Erfolglos hatte sie versucht ihrer Peinigerin zu entkommen aber bei den ständigen Versuchen hatte sie sich völlig verausgabt. Ariane hatte dabei weitaus mehr Kraft und sie beugte sich nach vorne. Es gab nun keine Stelle mehr in dem Gesicht, wo noch etwas von der ehemals makellosen Haut und der Schönheit zu sehen war. Mit leicht vibrierender Stimme flüsterte sie etwas, was aber die vom schrecklichen Schmerz gepeinigte Frau nicht verstand. Sie wollte noch immer schreien, aber ihre Stimmbänder hatten schon längst den Dienst quittiert, so das nicht mehr als ein ächzen ihre Kehle verließ. Irgendwas tropfte auf sie, was noch zusätzlich in sie brannte und Juliette glaubte, dass es Tränen waren, die von der Frau über ihr stammten. Sie spürte dann die Hände, wie sie sich langsam um ihren Hals legte.
    Sie würde nun sterben, den schrecklichen Tod durch ersticken erleben, dessen war sie sich sicher. Ein heftiger Ruck war das letzte was sie spürte.

    Ariane hockte noch immer über der Frau. Warum sie ein paar Tränen vergoss wusste sie selbst nicht. Sie erhob ihren Oberkörper wieder, beugte sich sogar etwas nach hinten und streckte ihr Gesicht dem Himmel entgegen. Sie war überwältigt von ihren Gefühlen, genoss es, nur was sie genoss wusste sie nicht. Sie fühlte sich gut, sehr gut und auf eine seltsame Art befriedigt. Nicht so wie nach dem Sex, eine andere, aber ebenso tiefe Befriedigung war es.
    Die Gabel hielt sie noch immer fest umschlossen, Blut tropfte von den Spitzen auf den Boden. Nach einem kurzen Moment richtete sie sich wieder zu ihrem Opfer, was regungslos und Tod auf dem Boden lag. Ariane hatte sich bereits gut an das Licht gewöhnt und sah wieder ihr Opfer an. Ihr Blick fiel nun auf die Hände, die wirklich Hübsch aussahen. Wieder keimte dadurch dieses komische Gefühl auf, was gegen ihre Befriedigung arbeitet. Das war nicht gut, das Gefühl war zu schön um es nun herzugeben. Die Hände, wie konnte diese Frau mit solchen Händen rumlaufen? Wer war sie das sie glaubte so schöne Hände haben zu dürfen wenn sie mit ihrer Schönheit umging wie eine Hure mit ihrem Körper?
    Schnell jagte die Gabel auch in diese Körperteile und Ariane machte mit den Händen das gleiche, wie mit dem Gesicht. Als sie damit dann auch fertig war, betrachtete sie ihr Werk. Ja das war besser, das war das was diese Schlampe verdient hatte. Ariane erhob sich, schnappte sie die Leiche und zog sie zu einem nahegelegenen Baum, lehnte sie aufrecht dagegen so dass es aussah als wenn sie daran sitzen würde.

    „Oh mon Cherri, du hast dich schmutzig gemacht.“
    Wie eine liebevolle Mutter sah sie nun die Tote an. Blut war ihr auf die Kleidung getropft und während ihres Abwehrkampfes hatte sie sich ihre Bluse zerrissen. Ariane sah das natürlich, kniete sich vor ihr Opfer und fing an ihr das Blut zwischen den Brüsten mit einem Finger weg zu wischen.
    Es dauerte nicht lange und sie hatte das Dekolleté sorgfältig vom Blut befreit. Die Kleidung war dagegen von Blut getränkt, aber das störte sie kaum. Ihr Blick viel auf ein kleines Gewächshaus und sie sah Rosen darin blühen. Dafür mochte sie ihre Landsleute, dass sie auch im Winter nicht darauf verzichten wollten, in einem Park Rosen zu sehen. Zumindest konnte sie sich den Sinn des kleinen Gewachshäuschens nicht anders erklären.
    Schnell hatte sie sich daraus eine Rose besorgt, pflückte ein Blatt davon ab und legte es auf die Tote.
    „Diese Blumen haben ihre Schönheit verdient, vergiss das nicht, meine Teure.“


    Arian erhob sich wieder und entfernte sich langsam. Nach einigen Metern drehte sie sich um, sah nochmal zurück und blickte auf ihr Werk.
    „Schlaf gut, mon Cherri.“, sagte sie und leckte dabei genüsslich über die Gabel. Dann verschwand sie in die Dunkle Nacht….

  11. #26
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    „Guten Morgen Monsieur.“
    „Morgen. Einen Kaffee, schwarz.“
    Matheo hatte an diesem Dienstagmorgen, etwas verspätet, nicht mal mehr einen Kaffee trinken können zu Hause, so trieb ihn die leichte Müdigkeit erst mal in das Cafe unweit des Reviers. Es war ein kleines, gemütliches und familiäres Cafe, versteckt in einer der unzähligen Seitengassen und Touristen kaum bekannt. Ein echter Geheimtipp und bei den Leuten die in der Nähe wohnten und arbeiteten sehr beliebt.
    Der Morgen war kühl, Nebel lag über der Stadt und dem Umland, was aber die Leute nicht davon abhielt, ihrem treiben nach zu gehen. Auch wenn die Uhr schon halb acht durch war, kam es Matheo so vor, dass die Nacht gar nicht enden wollte. Der Nebel schluckte die grad erwachte morgendliche Sonne so sehr, dass von ihr kaum etwas zu spüren, geschweige denn zu sehen war. Matheo ging trotz dass er schon eine halbe Stunde zu spät dran war, gemütlich die Straße hoch, bog um die Ecke und stand ein paar wenige Schritte weiter vor seinem Arbeitsplatz.

    Jeden Tag, seit etlichen Jahren schritt er durch die große, schwere Holztür, die über eine Handvoll breiter Steinstufen erreichbar war und befand sich erst mal in einer Art Windfang. Erst als er durch die zweite Tür ging, war er im eigentlichen Revier angelangt. Eine große Halle empfing jeden Besucher und Polizisten, der so das Gebäude betrat. Das erste was einem ins Auge viel war eine große Tafel die als Wegweiser fungierte und mit allerlei Informationen aufwartete. Sie war an einer Wand angebracht, die eigentlich außer einer zierenden Funktion keine weitere hatte. Links und rechts davon gingen Treppen nach oben, wo man in weitere Bereiche gelangte, hauptsächlich Verwaltungsbüros, Konferenzzimmer und einige Sonderabteilungen der französischen Polizei. Im Erdgeschoss fand man die normale Polizei, Verkehrsaufsicht und Großraumbüros. Auch waren hier die Zellen und Labore untergebracht. Ein Keller hatte das Gebäude zwar auch, aber der war nicht wirklich zu nutzen. Schon lange war das Gebäude Sanierung bedürftig, vor allem das komplette Kellergeschoss. Wasser stand da in einigen Räumen und es Roch muffig. Handwerker waren fast jeden Tag da und hatten alle Hände voll damit zu tun, die Wände trocken zu halten, damit das alte Gemäuer nicht vollends vergammelt und zusammenbricht.

    Leider war ein Umzug der kompletten französischen Polizeizentrale alles andere als mal eben schnell gemacht, aber für nächstes Jahr war er geplant. Noch war das neue Gebäude aber reine Baustelle.
    Matheo war das erst mal einerlei, denn in seinem Büro, welches im zweiten Stock lag, war davon nicht betroffen. Ihn ärgerte nur, dass eben einige Büros so lange als Archiv für all die alten Akten herhalten mussten, so auch seins. All seine Fälle die über die Jahre zusammen gekommen waren, lagen noch bei ihm, fein säuberlich in Kartons abgelegt. Aber es gab schlimmeres.
    Bewaffnet mit seinem Kaffee betrat er sein Büro. Aber noch bevor er seinen Schreibtisch erreicht hatte, klingelte auch schon sein Telefon.
    „Herr im Himmel, ich bin noch nicht mal richtig angekommen.“, fluchte er.
    Noch nicht einmal seinen Mantel hatte Metheo ausziehen können. Er stellte seinen Kaffee ab und griff zum Hörer.
    „Chevalier … ja … wo genau?“ Matheo klemmte den Hörer zwischen Schulter und Kopf ein um sich den genauen Ort aufzuschreiben, den man ihn nun nannte.
    „Gut, ich bin auf dem Weg.“
    Seinen Groll hatte Matheo schnell vergessen. Eine Frauenleiche war im Park von einem Stadtgärtner entdeckt worden, schrecklich verstümmelt, wie man ihm sagte. Was er aber im Park erwarten würde, das ahnte er noch nicht im geringsten.

  12. #27
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    Mari entglitt nicht nur die Farbe aus dem Gesicht sondern auch die Tasse welche sie in der linken Hand hielt.
    In ihrem Bauch entwickelte sich ein Gefühl von Machtlosigkeit. Zu letzt hatte sie so einem Gefühl gegenübergestanden als der Tod an ihrer Tür klingelte.

    Madame de Gole´ wie konnten nichts mehr für ihren Mann tun…..

    Immer widersprüchlicher kam ihr Arianes Verhalten vor. So lieb und einfühlsam die Stimme vorhin auch zu dem kleinem Geschöpf über ihrem Kopf wahr , so grausam war auch der Blick der Marie während der Erzählung entgegen Schlug.

    „Du bist ein abartiges Miststück!“ , dieser Gedanke kreiste im Kopf von Marie und er pochte wahnsinnig laut. Aber sie drückte ihre Zehen zusammen und notierte fleißig auf ihrem Block was sie noch zusammen bekam.
    Ohne sich an dem Finger tippen von Ariane zu stören schrieb sie ein Blatt nach dem anderen.

    „Wirst du da nun noch fertig?“ , maulte Ariane
    „Warum? Bringst du mich um wenn ich mir Zeit lasse?“ sagte sie schnippisch und hörte im selbem Moment auf zu schreiben. In diesem Moment wusste sie was vor ihr saß. Langsam hob sie den Kopf und schaute Ariane an. Wiedererwartetn traf sie kein harter strenger Blick sondern ein verletzter. Wie bei einem Kind was grade was falsch gemacht hatte und nicht weiß wie es sich Verhalten soll.
    Marie war innerlich verwirrt, sie hatte schon so viele Menschen gesehen und war sich ihrer guten Menschenkentniss bewusst. Aber hier stand sie vor Absolutem Neuland. Das machte sie Neugierig die Geschichte dieser undurchschaubaren Person zu erfahren.

    „Ariane! Ich bin ehrlich und muss dir sagen dass ich kotzen könnte bei dem was du da von dir gibst! Nun gut aber erzähl mir mehr!“ , sie lehnte sich leicht zu rück und schaute Ariane dabei leicht laszive an.
    Ariane hingegen schlug die Hände auf den Tisch, „ Sag mal meinst du es macht mir Spaß? Meinst du ich springe vor Glück das ich das immer und immer wieder durch leben muss?“
    „ Ja was erwartest du den jetzt von mir?“ , fragte Marie.
    „ Ich erwarte gar nichts. Weder von dir noch von jemand anderem!“ , sprach Ariane und senkte den Blick gen Boden.
    „Meine Liebe Ariane, ich denke wir fangen falsch an! Erzähl mir bitte was deine erste Erinnerung ist!“.

    Ariane ließ sich zu rück auf den Stuhl gleiten. „Meine Erste Erinnerung?“ murmelte sie und wurde immer leiser während ihr Blick immer abartiger gegen Marie prallte.

  13. #28
    Phöses Mädel Avatar von Janoko
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    Ihre Erste Erinnerung. Ihre Erste Erinnerung war keine gute, das wusste sie und ihr Blick suchte eine Stelle in Marie's Defensive um diese Ausnutzen zu können. Doch sie fand keine. Noch nicht. Aber sie würde fündig werden. "Meine Erste Erinnerung ist diese hier.". Blitzschnell war sie aufgesprungen und hatte Marie eine schallende Ohrfeige verpasst. "Stell dir vor, das du das nur dafür bekommen hast, weil du existierst, weil du deine Mutter um etwas gebeten hast." Ariane war um den tisch herum gekommen und hatte sich auf die völlig überraschte Marie gesetzt. "Stell dir vor, das du deine Mutter deswegen hassen gelernt hast und sie dennoch liebst, wie du nur deien Mutter lieben kannst. Sie beugte sich weiter herunter und ihre Gesichter berührten sich fast. "Stell dir vor, du fühlst dich wie in einem Käfig, während du eigentlich frei bist und wenn du eingesperrt bist bist du frei."

    Langsam stand sie auf und zog Marie mit sich. "Ich geh kurz was für das da holen", dabei deutete sie auf die leichte schwellung in maries gesicht und bevor sie sich wegdrehte, drückte sie der psychologin einen Kuss auf die Stirn. Wieder mal war marie alleine und konnte Ariane in ihrem Refugium herum laufen hören. Sie hörte Schubläden die aufgezogen wurden, klirrendes Besteck, sich schließende Rollladen, damit war es also schon Abend geworden. Als Ariane wieder in der tür erschien, hate sie ein kleines Verbandspäckchend abei und ein kleines Tablett auf dem Brot und Käse lag. Beides stellte sie vorsichtig auf den Tisch und schaute Marie fragend an. Nun sprach aus ihr eine Gastgeberin und keien Mörderin "Ich denke, wir sollten etwas essen, meinst du nicht auch?", ihr Blick ließ keinen Wiederspruch zu.

  14. #29
    Na hast du Angst, Kleiner?! Avatar von Ironhide
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    Marie griff mit beiden Händen an ihre Oberschenkel und musste sich auf die Unterlippe beißen.
    „Ich finde wir sollten was essen!“, bla bla bla schoss es in ihre Gedanken.
    Sie war leicht in rage das Marie so wenig aus ihr lesen konnte. Das passte ihr nicht.
    Sie beobachtete wie sich Ariane umdrehte und langsam ihre Schritte richtung Kellertreppe richtete.
    Das war er der Moment in Marie kochte es aus unerklärlichen Gründen. Diese Blicke und die Spitze Zunge von Ariane das alles war für diesen Moment zu viel.
    Sie zog langsam die leere Tasse über den Tisch zu sich. Beadacht darauf so wenig Geräusche wie möglich zu machen verlangsamte sie auch unbewusst ihre Atmung.
    Ariane fing an noch ein paar Sachen zu erwähnen aber Marie hörte sie nur noch wie einen dumpfen Donnerschlag. So sehr war sie getrieben von dem Drang die momentane Situation zu ändern.
    Die andere Hand von Marie ging langsam an die Stuhllehne und die Beine drückten den Stuhl langsam und fast Geräuschlos zurück.
    Ihr Herz schlug so laut das sie fast dachte Ariane könnte es hören und ihren heimtückischen Anschlag vereiteln.
    Die Mörderin mit den Eiskalten Augen hatte nicht aufgehört zu erzählen und Marie antwortete mit einem immer nervöserem „Mhh ja!“
    Fast am Ziel erhob Sie den Arm und war bereit zu zuschlagen.
    Ariane drehte sich um und schlug mit einem Bein Marie den Boden weg. Dann ließ sie sich langsam und lasziv auf sie nieder und streichelte über Maries Oberkörper. Über einen straffen Bauch bis hin zu den prallen Brüsten.
    Ebenso langsam ließ sie ihren Kopf übern den Mackelosen Körper streichen und nahm dabei jeden einzelnen Geruch auf
    „Du stinkst an Angst du scheiße Nutte! Meinst du ich merke nicht was du vorhast? Deine Angst hab ich schon gerochen als du die Tasse vom Tisch genommen hast! Du kannst mir nichts vormachen ich habe die Hölle gesehen und da glaubst du ernsthaft mich mit einer Tasse zu schlagen!“ Ariane sprach traurig was aber nicht zu ihren kalten Augen passte, welche Marie wie ein Stück Dreck ansahen. Marie schloss die Augen und war sich sicher dass sie nun ein schreckliches Schicksal erleiden musste. Doch stattdessen spürte sie warme Tropen auf ihrer Haut. Sie öffnete die Augen und erblickte eine starke weinende Frau welche sich auf Marie niederließ und bitterlich weinte.

    ----------------------

    Füße stapften in fast gleichen Takt zu einem Auto hin. Der Polizist war über die verübte tat immer noch erschüttert.
    „So etwas und dann auch noch in meinem Revier! Merde! Das ist mehr als ärgerlich. Dabei wollte ich eigentlich etwas zu Ruhe kommen“ Pinon war nicht sonderlich glücklich über das was sich ereignet hatte und noch weniger über seinen Zögling.
    „Und dann auch noch so ein Frischling! Was soll ich damit?“ schwirrten die Gedanken.
    Nach einer kurzen Phase des Unmutes dachte er wieder klar.
    Bei so einem kranken Mist brauch ich Hilfe.
    Pinon erinnerte sich an einen tragischen Fall den er fast zu Anfang seiner Dienstzeit hier im Revier ereignete. Ein Junger Mann wurde in einen schweren Autounfall verwickelt.
    Mit einem zucken in den Augen erinnerte er sich wieder „ De Gole´ so hieß die junge Freundin von dem Toten die war Psychologin! Ich werde sie konsultieren wenn ich wieder am Schreibtisch sitze!“ Pinon erhöhte sein Schritttempo um seine Gedanken schneller in die Tat umzusetzen.

    ----------------------

    Schluchzend liegt Ariane an Maries Hals. „ Dein Herz schlägt wie das einer Frau die ich einst kannte!“










    Das Geräusch von hoch hakigen Schuhen und das schnaufen einer verzweifelten Frau waren in einer lauen Nacht in einer engen Gasse zu hören.
    Der Blick geht nach hinten und Tränen fließen wie ein Strom aus den Augen. Dumpf Schlägt der Körper gegen ein Hindernis.
    „ Mon Cheri´ du bist genau so dämlich wie die letzte! Du musst nach vorne Gucken! Tja du bist halt leider nicht so klug wie du aussiehst!“
    Ein Schrei dann kehrte Ruhe ein!

  15. #30
    Siedler Avatar von wanyuudou
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    Schrecken und Ekel standen Pinon ins Gesicht geschrieben. Die Situation und Art und Weise des Verbrechens hatten ihn zu tiefst erschüttert. Selbst in seiner Zeit in Marseille war ihm soetwas nie unter die Augen gekommen. Aufgewühlt schritt er auf den Discovery zu, mit dem er hierher gelangt war. Nicolas Cazardieu stand immer noch beim Krankenwagen und unterhielt sich mit der Zeugin. Der Polizist schritt auf ihn zu, und fragte nach dem Fortschritt der Befragung. "Noch ein paar Minuten." erhielt er als Antwort. "Gut, sie werden dann mit einem anderen Kollegen zurück auf Revier fahren müssen. Die Spurensicherung hat den Tatort soweit im Griff, dass wir nicht weiter hier zu tun haben. Ich fahe zurück auf das Revier und werde mit dem Capitaine ein Team zur Aufklärung zusammenstellen."

    Pinon entriegelte den Wagen mit der Fernbedienung und führte die Hand zum Türgriff, um sie zu öffnen. Er blickte sich um und stockte in der Bewegung "Putain, wer zur Hölle hat meinen Wagen eingeparkt?", rief er aufgebracht, sicher war auch der vorgefundene Tatort daran schuld. Ein Streifenpolizist zuckte zusammen, er war wohl der Fahrer gewesen. Er sprang in das Fahrzeug und setzte ihn zurück.

    Ein junger Mann mit roten Haaren schritt auf Pinon zu. Der Inspektor musterte ihn argwöhnisch. Der Rothaarige reichte ihm die Hand entgegen. "Bonjour, meine Name ist Jack Rirémortal. Ich bin gerade hierher versetzt worden. Ich soll hier einen Monsieur Pinon treffen. Er soll mich die nächsten Wochen einarbeiten."

    Pinons Züge verhärteten sich. Enttäuschung und Ärger waren ihm anzusehen. ,Na toll... Bin ich hier die Kindergärtnerin? Wird ja immer besser...' "Das bin ich", sagte er, indem er den Händedruck erwiderte. Unhöflich wollte er trotz seines Ärgers nicht sein. "Inspektor Jean-Pierre Pinon. Ich bin gerade auf dem Weg zurück ins Revier, Sie wurden also umsont hier heraus gebracht. Steigen Sie ein. Außer, es gibt noch wichtige Fragen, dann sollten wir sie gleich klären. Wenn ich fahre, habe ich keinen Sinn für Pläuschchen."
    Geändert von wanyuudou (28.05.2012 um 18:52 Uhr)

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